GE Power GmbH
68309 Mannheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Clemens Binder seit 5.3.2026 | Prokura |
Nicole Haaf seit 10.11.2023 | Prokura |
Sigrid Inge Rathai seit 10.11.2023 | Prokura |
Danijel Radosavljevic seit 26.11.2021 | Prokura |
Oliver Wilhelm Tondorf seit 19.10.2020 | Geschäftsführer |
Michaela Daniel seit 2.7.2020 | Prokura |
Udo Metz seit 21.4.2020 | Prokura |
Alexander Nitz seit 19.12.2019 | Prokura |
Dirk Lücke seit 19.12.2019 | Prokura |
Stefan Thurnher seit 19.2.2019 | Prokura |
Michael Manfred Mattes seit 7.2.2019 | Geschäftsführer |
Huascar Lorini seit 12.12.2018 | Prokura |
Christian Owczarek seit 12.12.2018 | Prokura |
Helmut Rüdiger seit 12.12.2018 | Prokura |
Zoltan Hetenyi seit 12.12.2018 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
GE Power Netherlands B.V. | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GE Power GmbHMannheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023GE Power GmbH, MannheimI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Alleiniger Gesellschafter der GE Power GmbH ist die GE Power Netherlands B.V., Breda (Niederlande). Am 2. April 2024 erfolgte der geplante Spin Off von GE VERNOVA (GEV) als eigenständiges branchenführendes börsennotiertes Unternehmen von GE, letztere firmiert nun unter GE Aerospace. GE VERNOVA, zu der die deutschen GE Power Gesellschaften gehören, besteht nun aus Conventional Power, Wind und Electrification. Im September 2020 wurde im Rahmen der von GE veröffentlichten Pläne, bis 2030 CO 2 neutral zu werden, der Beschluss gefasst, dass der Geschäftsbereich GE Steam Power aus dem Kohleneubaugeschäft aussteigt und somit nicht mehr an Ausschreibungen für neue Kohlekraftwerke teilnimmt. Mit dieser strategischen Neuausrichtung werden die im Auftragsbestand befindlichen Kohlekraftwerke und Komponenten noch mit den Kunden abgearbeitet, der Fokus der Geschäftstätigkeit liegt jetzt aber ausschließlich auf dem Service für bestehende Kohlekraftwerke und industrielle Dampfturbinen. Im März 2022 hat GE Steam Power beschlossen, ein neu organisiertes Geschäftsfeld New Services zu etablieren, welches Serviceleistungen für kohle- und ölgefeuerte Kraftwerke sowie Nuklearkraftwerke, letzteres im Wesentlichen in den USA, anbieten wird. Das Geschäftsfeld im Industrieservice in Europa wurde aufgegeben. Im Weiteren konzentriert sich der Service auf die OEM-Flotte von GEV, bei den "upgrade" Projekten soll der Fokus auf Komponentenersatz bzw. Replacements-in-kind gelegt werden. Gleichzeitig wurde die mittelfristig rückläufige Marktprognose im Service für fossile Kraftwerke in Europa als Folge des erwarteten Kohleausstiegs bei der Ausrichtung berücksichtigt. Davon war auch die GE Power GmbH betroffen. Das Steam Power Geschäftsfeld wurde entsprechend neu organisiert, die Stellen im Industrieservice, aber auch Stellen im Bereich Service an fossilen Kraftwerken abgebaut. Der Stellenabbau vollzog sich sukzessive bis zum 31. März 2024. Die GE Power GmbH stellt Kunden im Energiesektor ein breites Angebot wie die Lieferung von Kraftwerkskomponenten sowie die Erbringung von Serviceleistungen für Kraftwerksbetreiber zur Verfügung. Darüber hinaus hält die Gesellschaft Beteiligungen an Konzernunternehmen im In- und Ausland, für die sie zum Teil auch Holdingaufgaben erbringt. Zusätzlich erzielt die Gesellschaft Erträge aus Vermietung von Liegenschaften. Im Detail zählt zur Geschäftstätigkeit die Planung, Entwicklung, Projektierung, Herstellung, Lieferung, Montage, Inbetriebnahme und der Service von Kraftwerksteilsystemen, Turbinen, Generatoren, sonstiger Kraftwerkskomponenten und sonstiger Anlagen und Nebenanlagen zur Stromerzeugung sowie der Betrieb derartiger Anlagen. Zum Service gehören insbesondere Diagnosen, Wartung, Instandhaltung, Revisionen, Reparaturen und Fertigung von Teilen für Turbinen, Generatoren und sonstigen Anlagen und Nebenanlagen zur Stromerzeugung. Die GE Power GmbH hält unmittelbar eine Beteiligung im Inland und eine Beteiligung im Ausland. Mit dem inländischen Tochterunternehmen hat die GE Power GmbH einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Die GE Power GmbH hat ihren Sitz in Mannheim. Weitere Standorte befinden sich zum 31. Dezember 2023 in Berlin und Nürnberg. 2. Forschung und Entwicklung Im Jahr 2023 gab es wie im Vorjahr keinen Aufwand für Forschung und Entwicklung. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 fiel die Wirtschaftsentwicklung moderat aus. Aufgrund der privaten Konsumzurückhaltung entwickelte sich die Konjunktur in den anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften (Fortgeschrittene Volkswirtschaften: Asiatische Industrieländer (Hongkong, Republik Korea, Singapur und Taiwan), Euro-Raum, Mittel- und Osteuropa, sowie: Dänemark, Japan, Kanada, Norwegen, Schweden, Schweiz, Vereinigtes Königreich und USA) heterogen und gering. 1 In den Schwellen- und Entwicklungsländern kam es ebenfalls zu einer heterogenen Entwicklung. So zeigten asiatische Länder, insbesondere China insgesamt ein BIP-Wachstum, während die lateinamerikanischen Volkswirtschaften sich hingegen nur schwach entwickelten. 2 Die konjunkturelle Entwicklung des Euro-Raums war im Jahr 2023 durch die hohen Energiepreise und anhaltenden Materialengpässe belastet, wobei die Entwicklung der Dienstleistungsbranche stabilisierend wirkte. Die am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) gemessene Inflationsrate im Euro-Raum ist weiter gesunken und betrug im Jahr 2023 rund 5,4 %. 3 Die konjunkturelle Entwicklung der deutschen Wirtschaft war im Jahr 2023 geprägt von den Folgen der stark gestiegenen Energiepreise sowie dem Fachkräftemangel aufgrund der demographischen Alterung. 4 Die schwache gesamtwirtschaftliche Nachfrage bremste die konjunkturelle Entwicklung seit dem Herbst 2023 zunehmend. 5 Dadurch kam es nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zu einem Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,3 % 6 (2022: Anstieg um 1,8 %). Die privaten Konsumausgaben waren im Jahr 2023 aufgrund der hohen Verbraucherpreise preisbereinigt um 0,8 % im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Auch die Konsumausgaben des Staates verminderten sich im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren um 1,7 % vor allem aufgrund des Wegfalls staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen. 7 Die deutschen Exporte verminderten sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 %, während die Importe deutlich stärker um 9,7 % rückläufig waren. Dies führte dazu, dass die Außenhandelsbilanz im Jahr 2023 mit einem Überschuss von lediglich 22,2 Mrd. EUR abschloss (i. Vj. 76,0 Mrd. EUR). 8 Die Inflationsrate ist im Vorjahresvergleich im Jahresdurchschnitt um 5,9 Prozentpunkte gestiegen. Sie lag damit für das Jahr 2023 unter dem historischen Höchststand von 6,9 Prozentpunkten des Jahres 2022. Die Teuerung der Energie im Jahresverlauf 2023 wurde durch die Kriegs- und Krisensituation beeinflusst. Die in den letzten Monaten des Jahres 2023 fallenden Energiepreise resultieren jedoch im Wesentlichen aus dem Vergleich mit dem hohen Preisniveau im Vorjahr. 9 Zeitweise wurde die hohe Inflation durch Entlastungsmaßnahmen abgemildert. Haupttreiber für den Anstieg der Inflationsrate waren wie vorher genannt höhere Energiepreise (+5,3 %), höhere Preise für Nahrungsmittel (+12,4 %) und Waren (+7,3 %). 10
1 Vgl. Frühjahresgutachten 2024 des
Sachverständigenrats zur Begutachtung der
gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, S. 29
7 Vgl. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung
Nr. 019 vom 15. Januar 2024
2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Viel mehr als die allgemeinen Rahmenbedingungen waren für die Gesellschaft folgende Einflussfaktoren relevant: Vor dem Hintergrund der globalen Erwärmung und dem allgemeinen Ziel zur Senkung der Treibhausgasemissionen verschiebt sich der Energiemix weg von der konventionellen fossilen Energieerzeugung hin zu den erneuerbaren Energien. Entsprechend hat sich GE wie andere Marktbegleiter im Geschäftsjahr 2020 entschieden, aus dem Kohlekraftwerksneubau auszusteigen und sich lediglich auf den Service für Kohlekraftwerke zu fokussieren. Von dieser Entwicklung ist auch die Gesellschaft erheblich betroffen, da nur noch die im Auftragsbestand befindlichen Kohle - Neubaukraftwerksprojekte und Service an Bestandsanlagen abgearbeitet werden. Auf dem Gas Power Sektor ist GE Vernova weiterhin bei Neuprojekten (Kombikraftwerke, Gaskraftwerke für Spitzenlastbetrieb) sowie im Servicegeschäft für Gaskraftwerke tätig. Des Weiteren ist am Markt zu beobachten, dass die Nachfrage von der Grundlasterzeugung aus fossilen Brennstoffen hin zu flexibleren und preiswerteren Kraftwerken mit niedriger Emission tendiert. (Zero Emmisionskraftwerke - H2 Ready with carbon capture) Auf dem Weltmarkt für thermische Kraftwerke haben die veränderten Rahmenbedingungen unterschiedliche Auswirkungen. In China verlangsamt sich der Ausbau von thermischen Kraftwerken zugunsten von erneuerbaren Energien. Insgesamt zeigt der Weltmarkt aufgrund des zunehmenden Fokus, die CO 2 Emissionen erheblich zu reduzieren, eine rückläufige Tendenz beim Ausbau von Kohlekraftwerken. Die Finanzierung von Neubauprojekten insbesondere von Kohlekraftwerken wird erheblich erschwert, da Banken und internationale Institutionen sich aus der Finanzierung zurückziehen. Damit werden die bestehenden Überkapazitäten weiter verstärkt bzw. die Wettbewerbssituation verschärft. Aber auch im Service-Segment kann eine verschärfte Wettbewerbssituation beobachtet werden, die auf das Auftragsvolumen wie auch auf das Preisniveau drückt. Gesetzliche Rahmenbedingungen in Deutschland: Die seit Jahren vorangetriebene Energiewende fördert weiterhin den Ausstieg aus der konventionellen Energieerzeugung mit fossilen Brennstoffen wie Kohle. Darüber hinaus wird in Deutschland diskutiert, dass der von der Bundesregierung beschlossene Kohleausstieg bis zum Jahr 2038 vorgezogen werden soll. Bis 2030 sind weitere Schritte auf rund acht Gigawatt Leistung bei den Steinkohlekraftwerken und neun Gigawatt Leistung bei den Braunkohlekraftwerken vorgesehen. Spätestens mit Ablauf des Jahres 2038 sollen die letzten Kohlekraftwerke stillgelegt werden. Der Braunkohleausstieg in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2030 wird acht Jahre eher erfolgen als ursprünglich im Kohleausstiegsgesetz geplant. Gleichzeitig werden infolge des Ausfalls der russischen Gaslieferungen vorübergehend Kohlekraftwerke wieder ans Netz genommen, um Gas zu sparen und die Energieversorgung in den Wintern zu sichern. Die wirtschaftlich negativen Auswirkungen aus der Abschaltung der Kohleverstromung werden durch erhebliche staatliche Förderprogramme für Energieerzeuger sowie die betroffenen Kohleregionen und die Endverbraucher abgemildert. Damit haben sich auch die allgemeinen Rahmenbedingungen für den Neubau von thermischen Kraftwerken weiter verschlechtert. Dies gilt insbesondere für den Heimatmarkt der Gesellschaft, Deutschland, in dem nur noch vereinzelt mit dem Neubau von größeren Gaskraftwerken bzw. mit einigen Projekten im Bereich kleinerer und flexibler Gaskraftwerke gerechnet werden kann. Mit dem Ukrainekrieg und der Unterbrechung der russischen Gaslieferungen wurde eine Gasknappheit in Europa erzeugt. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, wurden neben dem Aufbau einer LNG Infrastruktur auch die in Reserve befindlichen Kohlekraftwerke aktiviert und geplante Stilllegungen verschoben. Dies hat insbesondere für das Service Segment in der Branche eine gewisse "Sonderkonjunktur" mit zusätzlichen Aufträgen erzeugt. Jedoch wird weiterhin von der Bundesregierung am geplanten Kohleausstieg festgehalten, mit den entsprechenden Stilllegungen der Kohlekraftwerke. 3. Wesentliche Leistungsindikatoren Wesentlicher Bestandteil des Steuerungssystems sind die monatlich erstellten Abschlüsse nach US-GAAP. Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren hat die Gesellschaft die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis (Ergebnis vor Beteiligungsergebnis, Zinsen und Steuern) nach HGB sowie den Projekt-Cashflow festgelegt. Die eigenständige Verfolgung der Umsatzerlöse als finanzieller Leistungsindikator ist unerlässlich, da die Umsatzlegung auch von verschiedenen Faktoren abhängig ist. Dazu gehört die Fähigkeit, Anlageprojekte gemäß Planung zu Ende zu bringen, also die Umsätze so zu realisieren, wie sie zum Zeitpunkt des Auftragseingangs geplant wurden. Das operative Ergebnis wird zwar durch die Umsatzrealisierung maßgeblich beeinflusst, jedoch zeigt sich hier, wie sehr die Gesellschaft in der Lage ist, erwartete Deckungsbeiträge aus den Projekten tatsächlich realisieren zu können und nicht projektbezogene Kosten im Griff zu behalten. Ein positiver Projekt-Cashflow dient der Vermeidung der Vorfinanzierung mit eigenen liquiden Mitteln sowie der Minimierung des Risikos im Zusammenhang mit Anlagenprojekten. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren im Sinne des § 289 Abs. 3 HGB werden von uns zur Unternehmenssteuerung nicht verwendet. 4. Geschäftsverlauf Am 2. April 2024 erfolgte der geplante Spin Off im GE-Konzern in zwei eigenständige branchenführende börsennotierte Unternehmen GE Aviation und GE VERNOVA. Das wirtschaftliche Geschäft der GE Power GmbH war hiervon nicht betroffen und lief kontinuierlich weiter. Der Auftragseingang beträgt im Geschäftsjahr 2023 137 Mio. EUR und liegt damit 31% unter Vorjahresniveau.
Der Auftragseingang beschränkt sich im Wesentlichen auf Service in Deutschland, Europa und das internationale Ersatzteilgeschäft. Neubauaufträge werden nur noch restabgewickelt. Grundsätzlich ist der Markt rückläufig, was sich auch in den Auftragseingangszahlen widerspiegelt. Der Auftragsbestand der GE Power GmbH beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 2023 795 Mio. EUR (VJ: 959 Mio. EUR) und gliedert sich wie folgt:
Abschlagsrechnungen wurden nach Projektfortschritt angefordert. Der Projekt-Cashflow ist insgesamt positiv, was sich auch in dem Verhältnis der erhaltenen Anzahlungen zu den bestellten Anlagen in Arbeit ausdrückt. Der Umsatz der GE Power GmbH beträgt im Geschäftsjahr 2023 306 Mio. EUR (VJ: 552 Mio. EUR).
Im Vergleich zum Vorjahr ist bei den Umsatzerlösen eine Reduzierung um 41 % zu verzeichnen. Der Umsatz im Service war höher als im Vorjahr, mehrere größere Revisionsprojekte sowohl im Gas- als auch im Steam-Bereich trugen dazu bei. Allerdings wurde im Neubau weniger abgerechnet. Die Umsatzprognose aus dem letzten Jahr konnte aufgrund von Verzögerungen bei der Abrechnung von Neubauprojekten nicht erreicht werden. Zur Beteiligung an der GE Power Systems GmbH, Mannheim, ist folgendes anzumerken: Die GE Power Systems GmbH ist am Standort Mannheim auf dem Gebiet der Stromerzeugungsanlagen und -komponenten tätig. Der Fokus der Geschäftstätigkeit liegt auf dem Mühlengeschäft. Dabei werden nur noch im internen Auftragsbestand befindliche Projekte abgewickelt. Da die Gesellschaft das operative Geschäft eingestellt hat, werden keine Umsatzerlöse mehr generiert. Das positive Jahresergebnis in 2023 (vor Gewinnabführung) beträgt 17,2 Mio. EUR und ist im Wesentlichen auf die Auflösung von Risikorückstellungen zurückzuführen. Dieser Gewinn wird an die GE Power GmbH aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags abgeführt. Es sei hier darauf verwiesen, dass die GE Power GmbH auch zukünftig an dem Gewinn- und Verlustabführungsvertrag festhalten will. Zur Beteiligung an der GE Power sp. z o.o., Elblag (Polen), ist folgendes anzumerken: Die GE Power Sp z.o.o ist in Elblag (Polen) ansässig mit dem Schwerpunkt auf der Produktion von Steam und Gas Turbinen. Die Gesellschaft weist einen Verlust von 25 Mio. Zloty aus. Eine intern durchgeführte Beteiligungsbewertung führt zu keiner Anpassung des Beteiligungswerts. 5. Lage a) Ertragslage
Die GE Power GmbH weist für das Geschäftsjahr 2023 ein operatives Ergebnis in Höhe von 70,9 Mio. EUR (VJ: -31,4 Mio. EUR) aus. Die Verbesserung ist im Wesentlichen auf den Wegfall der im Vorjahr angefallenen Sonderfaktoren wie Restrukturierungskosten und Verschmelzungskosten zurückzuführen. Dies wirkt sich auch auf die Entwicklung des Jahresergebnisses aus (Jahresüberschuss von 92,6 Mio. EUR / VJ: Jahresfehlbetrag von -114,4 Mio. EUR). Die Gesamtleistung ist gegenüber dem Vorjahr aufgrund der geringeren Abrechnung von Großaufträgen um 180,5 Mio. EUR gesunken und erfüllte klar die Prognose des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 20,9 % gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Dies ist auf die Abrechnung von Tätigkeiten innerhalb des GE VERNOVA-Konzerns zurückzuführen. Der Materialaufwand hat nach dem Sondereffekt der Übernahme der Projekte der GE Boiler Deutschland GmbH wieder eine normale Entwicklung - verglichen mit den Vorjahren - eingenommen. Die Löhne und Gehälter sinken auf Grund der durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen kontinuierlich. Die Abschreibungen entwickeln sich wie erwartet zurück. Größere Neuanschaffungen sind aus heutiger Sicht nicht geplant. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 76,8 Mio. EUR reduziert, dies ist auf die Reduzierung der Projektrückstellungen und den Wegfall des Sondereffekts der Restrukturierungsaufwendungen zurückzuführen. Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich für die inländische Tochtergesellschaft, GE Power Systems GmbH, ein Jahresüberschuss i.H.v. 17,2 Mio. EUR (VJ: 36,0 Mio. EUR). Von der GE Power Sp. z o.o., Polen wurde, wie im Vorjahr, keine Dividende vereinnahmt. Das Zinsergebnis resultiert im Wesentlichen aus Zinserträgen und -aufwendungen von verbundenen Unternehmen und den Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen. Für das Geschäftsjahr 2023 wurde die zu erwartende Steuerschuld in Höhe von 3,3 Mio. EUR (VJ: 0 Mio. EUR) ausgewiesen. b) Finanzlage Die Finanzierung der GE Power GmbH erfolgt durch den GE VERNOVA-Konzern mit der Einbindung der Gesellschaft in das Cash Pooling. Die GE Power GmbH hat zum Bilanzstichtag dementsprechend ihre überschüssigen liquiden Mittel (293,0 Mio. EUR; VJ: 176,3 Mio. EUR) an die GE Treasury Services Industrial Ireland Unlimited Company abgeführt. Aufgrund der weiterhin bestehenden Verträge zum Cash-Pooling wird die Finanzlage von der Unternehmensleitung als grundsätzlich unproblematisch eingestuft. Des Weiteren hat die Gesellschaft am 12. Dezember 2023 durch eine Zuführung zur Kapitalrücklage liquide Mittel in Höhe von 85,0 Mio. EUR erhalten. Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen in Euro. Das bestehende Risikomanagement für Forderungen, u.a. bestehend aus der Vergabe von Kreditlimits, Beobachtung der Altersstruktur der Forderungen sowie den damit zusammenhängenden Bewertungsmaßnahmen, wird nach den konzerneinheitlichen Vorgaben umgesetzt. c) Vermögenslage
Die Bilanzsumme in Höhe von 919,6 Mio. EUR hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 64,9 Mio. EUR reduziert, was vor allem auf den Wegfall des Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags zurückzuführen ist. Auf der Passivseite deckt der Anstieg des Eigenkapitals fast vollständig die Inanspruchnahme der Rückstellungen und die Reduzierung der Verbindlichkeiten über das Jahr ab. Das Anlagevermögen der GE Power GmbH besteht wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Finanzanlagen in Höhe von 119,7 Mio. EUR (VJ: 119,7 Mio. EUR) sowie Sachanlagen in Höhe von 32,2 Mio. EUR (VJ: 33,5 Mio. EUR). Der Rückgang beim Sachanlagevermögen resultiert aus den planmäßigen Abschreibungen. Das Umlaufvermögen mit 760,5 Mio. EUR hat sich gegenüber dem Vorjahr (768,7 Mio. EUR) nur geringfügig verringert (-8,3 Mio. EUR), was vor allem auf die Abrechnung von angearbeiteten Aufträgen zurückzuführen ist, die gegenläufig durch den Aufbau der Forderungen kompensiert werden. Innerhalb des Umlaufvermögens haben sich im Wesentlichen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen um 39,0 Mio. EUR vermindert. Demgegenüber sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus dem Finanzverkehr um 131,2 Mio. EUR gestiegen. Der im Vorjahr enthaltene Nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag von 55,0 Mio. EUR wurde am 12. Dezember 2023 durch eine Zuführung zur Kapitalrücklage in Höhe von 85,0 Mio. EUR gedeckt. Die Veränderung auf der Passivseite ist auf den Anstieg des Eigenkapitals durch die Zuführung einer Kapitalrücklage, das positive Jahresergebnisses 2023, den Rückgang in den Projekt- und Restrukturierungsrückstellungen sowie auf den Rückgang der erhaltenen Kundenanzahlungen aufgrund der erfolgten Projektabrechnungen zurückzuführen. d) Mitarbeiter Zum Ende des Geschäftsjahres 31. Dezember 2023 beschäftigte die Gesellschaft 459 Mitarbeiter sowie 7 Auszubildende. e) Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft Die Gesellschaft hat das abgelaufene Geschäftsjahr mit-einem Umsatz von 306,5 Mio. EUR und einem Jahresüberschuss von 92,3 Mio. EUR abgeschlossen. Die Umsatzreduzierung ist im Vergleich zum Vorjahr auf verminderte Projektabrechnungen im Bereich Neubaugeschäft zurückzuführen. Das Jahresergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr erheblich verbessert, im Wesentlichen bedingt dadurch, dass die Sondereffekte wie die Bildung der Restrukturierungsrückstellung und die Abwertung der Beteiligung wegfielen. Im Geschäftsjahr 2023 liegt das Volumen im Service deutlich über dem des Vorjahres. Mehrere größere Revisionsprojekte sowohl im Gas- als auch im Steam-Bereich trugen dazu bei. Insgesamt war das Geschäft insbesondere im Inland 2023 sehr gut. Demgegenüber gab es bei der Abwicklung im Neubaugeschäft Verzögerungen, was zu Verschiebungen nach 2024 führt. Aufgrund des beschlossenen Ausstiegs von GE aus dem Kohle-Neubaugeschäft wurden keine neuen Aufträge für Großprojekte akquiriert. Seit 2023 wird der Cashpool GE VERNOVA intern wieder verzinst, so dass sich ein positives Zinsergebnis in Höhe von 7,7 Mio. EUR ergab. Dies setzt sich aus einem Ertrag von 8,5 Mio. EUR Cashpool-Zinsen sowie Aufwendungen durch Zuführungen zu den Pensionsrück-stellungen und einem Ertrag aus dem Planvermögen zusammen. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wurde der Jahresüberschuss der Tochtergesellschaft GE Power Systems GmbH an die GE Power GmbH ausbezahlt. III. Prognosebericht Die Einschätzung der Geschäftsentwicklung der nächsten 1-2 Jahre fällt je Geschäftsbereich unterschiedlich aus: Service Steam:
Neubau Steam:
Sonstiges / Gasturbinenprojekte:
Im Jahr 2023 wurden zwei größere Revisionen mit Umsatzerlösen im mittleren zweistelligen Millionenbereich abgerechnet. In 2024/2025 sind jeweils größere Wartungsmaßnahmen an den verschiedenen Gasturbinenflotten zu erwarten. Insgesamt lag der Umsatz im Gasservicegeschäft in 2023 über dem Niveau des Vorjahres. Die installierten GT13E2 und GT26 Gasturbinen werden weiterhin zur Sicherung der Grundversorgung benötigt und voraussichtlich auch in den nächsten Jahren einen stabilen Umsatz liefern. Bei der Fertigstellung und Abrechnung von Großaufträgen werden positive Margen erwartet. Für die deutsche Tochtergesellschaft GE Power Systems GmbH wird für das Geschäftsjahr 2024 aufgrund des fehlenden operativen Geschäfts kein wesentlicher Ergebnisbeitrag erwartet. Aufgrund von bestehenden Risiken durch Rechtsstreitigkeiten für bereits abgewickelte Projekte und aufgrund der Pensionsaufwendungen wird mit negativen Jahresergebnissen in den kommenden Jahren gerechnet. Zusammenfassende Darstellung der Prognose für die GE Power GmbH:
V. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Die Gesellschaft ist in das konzernweite Risikomanagementsystem der GE VERNOVA-Gruppe eingebunden, welches mit geeigneten Instrumenten den Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken Rechnung getragen hat (ungeprüft). Die nachfolgenden Risiken sind in der Reihenfolge ihrer Bedeutung aufgeführt: Finanzwirtschaftliche Risiken
Operationelle Risiken
Ukrainekrieg Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Auch in Deutschland führt dies zunehmend zu Folgen und deutlichen Einschnitten im Wirtschaftsleben insbesondere auf die Lieferketten und in der Gesellschaft. Von einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage ist daher auszugehen. Der Krieg hat zu höheren Gas- und Kohlebeschaffungskosten und entsprechend zu einem signifikant höheren Marktpreis für Strom geführt. Die Gesellschaft selbst hat kein Ukraine- bzw. Russlandgeschäft, jedoch ist die Gesellschaft durch die höheren Beschaffungspreise von Ersatzteilen betroffen als Folge aus den Belastungen der globalen Lieferketten sowie den höheren Energiekosten. Diese höheren Kosten versucht die Gesellschaft an die Kunden weiterzugeben. Compliance Risiken
Gesamtwirtschaftliche Risiken Mit dem Beschluss der Bundesregierung zum Kohleausstieg bis 2038 besteht das Risiko, dass die künftigen gesetzlichen Rahmenbedingungen zu einer Anpassung des Service Geschäftsmodells mit Bezug auf den Heimatmarkt führen müssen. Die Auswirkungen eines vorzeitigen Kohleausstiegs auf das Geschäftsmodell der Gesellschaft werden gründlich analysiert und entsprechende Maßnahmen zur Sicherstellung des Fortbestehens der Gesellschaft getroffen. Allgemeine Betriebsrisiken Prozessrisiken, Kostenrisiken, Fraud-Risiken und IT-Risiken stellen allgemeine Betriebsrisiken der Gesellschaft dar. Zur Prävention dieser Risiken hat die Gesellschaft umfassende integrierte Kontrollen installiert und regelmäßige Analysen der Kostenstruktur durchgeführt (ungeprüft). Realisierten Risiken stehen zum Zwecke der Schadensbegrenzung verschiedene Versicherungsabschlüsse gegenüber (ungeprüft). Die Unternehmensleitung sieht gegenwärtig und für die absehbare Zukunft keine bestandsgefährdenden Risiken. 2. Chancenbericht
Die GE Power GmbH fokussiert sich im Service Geschäft auf ungeplante Revisionen und Services an Bestandsanlagen im fossilen Kraftwerksgeschäft. Die Gesellschaft ist aufgrund des Know-hows der Mitarbeiter sowie der bestehenden GE internen Lieferketten gut aufgestellt, so dass sie schnell auf kurzfristige Aufträge reagieren kann, die in der Regel aufgrund der Kurzfristigkeit mit höheren Margen vergütet werden. 3. Hinweise und zukunftsgerichtete Aussagen Die Ausführungen zur voraussichtlichen Entwicklung stellen eine Prognose dar, die auf Annahmen beruht und naturgemäß Unsicherheiten unterliegt. Die tatsächliche Entwicklung kann wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Die Gesellschaft unterhält eine Zweigniederlassung an dem Standort Berlin.
Mannheim, 25. November 2024 GE Power GmbH Michael Mattes Oliver Tondorf BILANZ zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr 1. Januar 2023 - 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023(Amtsgericht Mannheim; HRB 732149)Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind entsprechend § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst; ein gesonderter Ausweis dieser Posten mit den erforderlichen Erläuterungen erfolgt in den entsprechenden Abschnitten dieses Anhangs. Zur Verbesserung der Darstellung wurden bei der Gewinn- und Verlustrechnung zusätzliche Zwischensummen eingefügt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur Erläuterung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderliche Angaben wurden größtenteils in den Anhang übernommen. Die Angaben im Anhang erfolgen in TEUR, dadurch können Rundungsdifferenzen entstehen. Am 2. April 2024 erfolgte der finale Spin Off, der den globalen GE Konzern in drei eigenständige branchenführende börsennotierte Unternehmen GE Healthcare, GE Aerospace und GE VERNOVA aufgespaltet hat. GE VERNOVA (zukünftig GEV), zu der die deutschen GE Power Gesellschaften gehören, besteht nun aus Conventional Power, Wind und Electrification. Aktivierung und Saldierung latenter Steuern Bei den folgenden handelsrechtlichen Vermögensgegenständen und Schulden bestehen Differenzen zu den steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleichen. Aufgrund der sich daraus insgesamt ergebenden Steuerentlastung wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, sich daraus ergebende aktive latente Steuern in der Bilanz nicht anzusetzen. Der für die Berechnung der latenten Steuern angewendete kombinierte Steuersatz von 30,59% setzt sich aus dem Körperschaftsteuersatz, dem Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer und dem Gewerbesteuersatz zusammen. Die Differenzen ergeben nicht aktivierte latente Steuern. Sie setzen sich maßgeblich aus Unterschieden bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen, Vorräten sowie sonstigen Rückstellungen zusammen. Aktive latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen werden als nicht werthaltig angesehen, da die Verlustvorträge im Rahmen der Reorganisation verloren gehen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Dabei wird die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer zugrunde gelegt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert der immateriellen Vermögensgegenstände über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Dabei wird die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer zugrunde gelegt. Diese beträgt für "Grundstücksgleiche Rechte und Bauten" (einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken) 17 bis 33 Jahre, "Technische Anlagen und Maschinen" 10 bis 20 Jahre. Mietereinbauten und Baucontainer auf Baustellen werden über den Zeitraum der Mietdauer bzw. der Baustellentätigkeit linear abgeschrieben. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert der Gegenstände des Sachanlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Finanzanlagen Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen werden auf einen niedrigeren Wert am Bilanzstichtag vorgenommen, wenn die Wertminderung als voraussichtlich dauerhaft angesehen wird. Zuschreibungen auf Grund des Wertaufholungsgebotes werden bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst. Umlaufvermögen Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind grundsätzlich zu Anschaffungspreisen bzw. zu den niedrigeren Tageswerten bewertet. Zur Ermittlung der Anschaffungskosten wird die Durchschnittsmethode angewendet. Den in den Warenvorräten enthaltenen Risiken, die aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit resultieren, wird durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Die Herstellungskosten der bestellten Anlagen in Arbeit (Vorräte) enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten in angemessenem Umfang Material- und Fertigungsgemeinkosten, den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, sowie Aufwendungen für soziale Leistungen, soziale Einrichtungen und betriebliche Altersversorgung. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In die Herstellungskosten sind keine Fremdkapitalzinsen einbezogen. Absehbare Verluste aus Kundenaufträgen werden durch Abzug von den aktivierten Aufwendungen bei bestellten Anlagen in Arbeit und gegebenenfalls durch Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste berücksichtigt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer bzw. geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die erhaltenen Anzahlungen werden nicht mit den Vorräten saldiert, sondern unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Bewertung der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt grundsätzlich zu ihrem Nennwert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden mit einem fristadäquaten Marktzins auf den Barwert diskontiert. Zweifelhafte Forderungen werden mit ihrem wahrscheinlichen Wert angesetzt, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen sind mit dem amtlichen Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt. Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte auf der Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens zum 31. Dezember 2023. Für die Abzinsung wird pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB von 1,82% (Vorjahr: 1,79%) verwendet. Der Unterschiedsbetrag im Sinne des § 253 Absatz 6 Satz 1 HGB zwischen der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz beträgt zum Bilanzstichtag 2.169 TEUR. Der Unterschiedsbetrag ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt. Die rechnerisch angesetzten langfristig zu erwartenden Lohn- und Gehaltssteigerungen betragen 3,25% p.a. Ein Karrieretrend wird dabei als prozentualer Zuschlag berücksichtigt. Die langfristige Rentendynamik wurde mit 2,15% p.a. (Vorjahr: 2,15%) p.a. und die biometrischen Annahmen mit den "Heubeck- Richttafeln 2018 G" angesetzt. Die Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis erfasst. Die versicherungsmathematische Bewertung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgte auf der Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens. Der Rechnungszins wurde unter Berücksichtigung des zulässigen Pauschalverfahrens und zum Inventurstichtag 30. September 2023 mit 1,74 % (Vorjahr: 1,45 %) bestimmt. Die rechnerisch angesetzten langfristig zu erwartenden Lohn- und Gehaltssteigerungen betragen 3,25 % p.a. Die biometrischen Annahmen wurden mit den "Heubeck-Richttafeln 2018 G" angesetzt. Das Deckungsvermögen ist mit dem beizulegenden Zeitwert unabhängig von der Anschaffungskostenrestriktion angesetzt. Der beizulegende Zeitwert entspricht dabei grundsätzlich dem Marktpreis (§ 255 Abs. 4 HGB). Die sich im Rahmen der Zeitwertbewertung ergebenden Wertunterschiede werden ergebniswirksam erfasst. Dies betrifft im Wesentlichen die im August 2007 erworbenen Spezialfondsanteile, die mit den entsprechenden Pensionsverpflichtungen verrechnet werden. Die an den Towers Watson Treuhand e.V ., Reutlingen, übertragenen Deckungsvermögen stehen im juristischen Eigentum des Treuhänders. Im Falle der Insolvenz der Gesellschaft besteht keine Zugriffsmöglichkeit der Gesellschaft auf diese Mittel. Das Deckungsvermögen wird gemäß § 246 Abs. 2 HGB in Höhe des Zeitwerts mit dem Erfüllungswert der Pensionsrückstellungen verrechnet. Entsprechend wird mit den korrespondierenden Aufwendungen und Erträgen verfahren. Die Restrukturierungsrückstellung betrifft insbesondere sämtliche personalbezogenen Verpflichtungsbeträge aus der im Dezember 2022 umgesetzten Restrukturierung und solcher während der Geschäftsjahre 2019 bis 2021 zwischen Vertretern der Arbeitnehmerseite und der Arbeitgeberseite detailliert verhandelten Restrukturierung der Gesellschaft. Die Restrukturierung betrifft einen wesentlichen Teil der Belegschaft und setzt sich aus verschiedenen Komponenten (insbesondere Abfindungszahlungen und Finanzierung einer Transfergesellschaft) zusammen. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem amtlichen Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. 2. Finanzanlagen 2.1. Anteile an verbundenen Unternehmen Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die nachfolgend aufgeführten Tochtergesellschaften (Anteilsbesitz).
* Jahresergebnis vor Gewinnabführung /
Verlustausgleich
Die Prüfung der Werthaltigkeit der Beteiligungen durch die Unternehmensleitung, hat keine Anhaltspunkte für eine dauerhafte Wertminderung ergeben. 2.2. Sonstige Ausleihungen Die sonstigen Finanzanlagen bestehen aus einer Ausleihung an den Willis Towers Watson Treuhand e.V. in Höhe von TEUR 271 (VJ: TEUR 288) und aus langfristigen Ausleihungen an Mitarbeiter in Höhe von TEUR 0 (VJ: TEUR 11). Entwicklung des Anlagevermögens 2023
3. Vorräte Auf Grund der großen Bedeutung unseres Anlagengeschäfts wird anstelle der vom Gesetzgeber verwendeten Bezeichnung "unfertige Leistung" die in diesem Geschäft übliche Bezeichnung "Bestellte Anlagen in Arbeit" verwendet und als gesonderte Position des Vorratsvermögens ausgewiesen. Auf Vorräte dieser Position wurden erhebliche Kundenanzahlungen geleistet, die nicht beim Vorratsvermögen abgezogen wurden.
4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten vornehmlich Steuervorauszahlungen (aus Umsatzsteuer), Vorschüsse an Belegschaftsmitglieder sowie debitorische Kreditoren. 5. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft in Höhe von TEUR 7.228 die Vermietung eines Gebäudes an die GE Power GmbH. Den Mietzins hatte die Gesellschaft im Voraus bezahlt. 6. Eigenkapital Das Stammkapital beträgt unverändert zum Vorjahr 406.011.258,65 EUR und wurde bis zum 16.09.2022 von der alleinigen Gesellschafterin General Electric International (Benelux) B.V. und seit dem 17.09.2022 von der GE Power Netherlands B.V. gehalten. Die im Jahr 2023 durchgeführte Zuführung zur Kapitalrücklage wurde mittels einer Banküberweisung am 12.11.2023 in Höhe von TEUR 85.000 erbracht. 7. Rückstellungen Der gutachterlich nach handelsrechtlichen Vorgaben ermittelte Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen vor Verrechnung mit dem Deckungsvermögen beträgt TEUR 200.567. Der Marktwert der Anteile vom Deckungsvermögen beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 61.350 und lag über den historischen Anschaffungskosten von TEUR 26.393. Für den Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 34.957 ergibt sich eine Abführungssperre. Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. April 2010 (BilMoG - Eröffnungsbilanz) ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 31. März 2010 von TEUR 10.511. Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht des Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht und verteilt den Aufwand aus der Umstellung (TEUR 10.511) linear über einen Zeitraum von 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2023 wurden TEUR 701 als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die aus diesem Sachverhalt resultierende Unterdeckung bei den Pensionsrückstellungen auf TEUR 701. In den Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen sind auch Verpflichtungen aus der betrieblichen Sozialordnung, wie zum Beispiel Übergangsgelder und Weihnachtsgeldzahlungen an künftige Pensionäre erfasst. Die sonstigen Rückstellungen betreffen vorwiegend noch zu erwartende Aufwendungen für bereits abgerechnete Aufträge in Höhe von TEUR 8.911 (VJ: TEUR 11.485). Des Weiteren sind Rückstellungen für noch fehlende Belastungen, Gewährleistungsrückstellungen und Rückstellungen für sonstige auftragsbezogene Verpflichtungen in Höhe von TEUR 21.469 (VJ: TEUR 55.568) enthalten. Darüber hinaus sind in den sonstigen Rückstellungen auch Jubiläums- und Tantiemeverpflichtungen an Mitarbeiter und für noch abzugeltende Urlaubsansprüche i.H.v. TEUR 5.358 (VJ: TEUR 6.255) enthalten. Die übrigen sonstigen Rückstellungen enthalten unter anderem Rückstellungen für die Berufsgenossenschaft sowie fehlende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 3.222 (VJ: TEUR 4.400). Die Rückstellungen für Gewährleistungs- bzw. Garantie-Aufwendungen unterteilen sich in pauschale Vorsorgen für die Garantiezeit, welche auf Basis des historischen Garantieaufwandes bemessen werden, sowie in Einzelgarantie-Rückstellungen für bekannte projektspezifische Risiken. Die Rückstellungen für Restrukturierung in Höhe von TEUR 54.371 (VJ: TEUR 86.320) enthalten ausschließlich personalbezogene Komponenten. Ein wesentlicher Teil der Rückstellungen entfällt auf Abfindungszahlungen an Mitarbeiter sowie Aufwendungen der Transfergesellschaft aufgrund der in vergangenen Geschäftsjahren kommunizierten Restrukturierungen der Gesellschaft. 8. Verbindlichkeiten Sämtliche im Vorjahr vorhandenen Verbindlichkeiten waren innerhalb eines Jahres fällig.
9. Haftungsverhältnisse Es bestehen branchenübliche Bietungs-, Anzahlungs- und Vertragserfüllungsbürgschaften bzw. -garantien aus dem laufenden Geschäft in Form von Avalen. Bankbürgschaften sind das übliche Instrument zur Absicherung von Geschäftsbeziehungen im Anlagenbau. Die ausgegebenen Bürgschaften der GE Power GmbH, Mannheim, in Höhe von TEUR 446.456 betreffen im Wesentlichen Vertragserfüllungsbürgschaften. Ferner bestehen branchenübliche, teilweise gesamtschuldnerische Haftungen aus Konsortialverträgen im Rahmen der Durchführung von Projekten. Das Risiko der Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen wird von der Unternehmensleitung derzeit, aus der Erfahrung vergangener Jahre, als gering eingeschätzt. 10. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten ein kundenauftragsbezogenes Bestellobligo in Höhe von TEUR 228.543. Die weiteren Zahlungsverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus bestehenden Mietverträgen. Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge betreffen im Wesentlichen die Gebäude, den Fuhrpark und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken können sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten. Zwecks Risikobegrenzung sichert die Gesellschaft grundsätzlich Währungsrisiken größer TEUR 50 resultierend aus Forderungen, Verbindlichkeiten sowie aus schwebenden Geschäften in Fremdwährungen mittels Devisentermingeschäften ab. Zum Geschäftsjahresende betrug der negative Nominalwert der Devisentermingeschäfte TEUR 1. Der positive Marktwert der Devisentermingeschäfte beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 0, der negative Marktwert beträgt TEUR 1. Dafür wurde eine Drohverlustrückstellung in gleicher Höhe bilanziert. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte erfolgte mit Hilfe eines internen Bewertungsmodells unter Verwendung aktueller Marktparameter. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 11. Umsatzerlöse
12. Sonstige betriebliche Erträge
13. Materialaufwand
14. Personalaufwand
15. Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt
Zum 31. Dezember 2023 waren 462 Beschäftigte sowie 7 Auszubildende angestellt. 16. Sonstige betriebliche Aufwendungen
17. Zinsergebnis
Im Zinsergebnis sind Cashpoolzinsen (TEUR 8.483; VJ: 356) sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen (TEUR 2.686; VJ: 5.781) sowie ein Ertrag aus dem Planvermögen (TEUR 1.910; VJ: Aufwand TEUR 6.004) enthalten. Sonstige Angaben 1. Aufsichtsrat und Geschäftsführung Die Geschäftsführung veröffentlichte am 27.09.2023 eine Bekanntmachung im Bundesanzeiger analog § 97 Abs. 1 AktG über den Wegfall der gesetzlichen Pflicht zur Bildung eines Aufsichtsrates. Der Aufsichtsrat wurde aufgelöst. Ein entsprechendes Statusverfahren zum Vorliegen der Voraussetzungen einer gesetzlichen Pflicht zur Bildung eines Aufsichtsrates ist derzeit noch beim Landgericht Mannheim anhängig. Anteilseignervertreter
Arbeitnehmervertreter
Geschäftsführung
2. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Mitglieder der Geschäftsführung erhielten im abgelaufenen Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von 589 TEUR von der Gesellschaft. Für aktive Mitglieder der Geschäftsführung der Gesellschaft bestehen TEUR 342 an Pensionsverpflichtungen. 3. Gesamtbezüge des Aufsichtsrats sowie ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats Es wurden keine Vergütungen an den Aufsichtsrat gezahlt. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung, des Aufsichtsrates sowie deren Hinterbliebenen belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 13.616. 4. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das gemäß § 285 Nr. 17 anzugebende Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers beträgt TEUR 282 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. 5. Konzernabschluss Das Mutterunternehmen, welches den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt und in den der Jahresabschluss der GE Power GmbH einbezogen wird, ist bis zum 2. April 2024 die General Electric Company Inc., Boston, Massachusetts, USA. Die GE Power GmbH stellt selbst keinen Konzernabschluss auf, da sie die Befreiungsvorschrift nach § 292 HGB in Anspruch nimmt. Der Konzernabschluss 2023 der General Electric Company Inc., Boston, Massachusetts, USA, in den die Gesellschaft einbezogen ist, soll gemäß § 292 HGB in deutscher Sprache im Unternehmensregister veröffentlicht werden. Abweichend vom deutschen Recht werden in dem befreienden Konzernabschluss die angearbeiteten Aufträge nach der percentage of completion method abgerechnet. Des Weiteren sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen als verbundene Unternehmen klassifiziert. 6. Mindestbesteuerung Das am 28. Dezember 2023 veröffentlichte Mindeststeuergesetz (MinStG) beinhaltet das neue Bundesgesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen. Die GE Power GmbH ist Bestandteil des General Electric Konzerns, dessen Umsatz EUR 750 Mio. übersteigt. Das Bundesgesetz findet mit dem Überschreiten der Umsatzgrenze frühestens mit dem Geschäftsjahr 1. Januar 2024 beginnend auf die Gesellschaft Anwendung. Derzeit werden die Anforderungen aus diesen Bestimmungen evaluiert, Auswirkungen müssen noch im Detail analysiert werden. 7. Nachtragsbericht Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2023 bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Lage der Gesellschaft eingetreten: Am 12. September 2024 wurde das Projekt Shianoukville (Indien) im Rahmen eines Settlements zum Abschluss gebracht. Der daraus resultierende Verlust von rund Mio. EUR 9 stellt ein wertbegründendes Ereignis dar und wird im Geschäftsjahr 2024 berücksichtigt. Derzeit findet eine Steuerprüfung der Wirtschaftsjahre 2017 bis 2019 statt. Die Feststellungen aus der Prüfung sind derzeit noch in Diskussion. Ein finaler Bescheid ist noch nicht ergangen. Im Februar 2024 wurde die GE Power GmbH zur 100% Anteilseignerin der GE ENERJI ENDÜSTRI TIC. VE SERVIS A.S./Türkei. Die GE Power GmbH weist ein Darlehen gegen diese Gesellschaft aus. Teile des bestehenden Darlehens sollen in Eigenkapital umgewandelt werden. Zu den Auswirkungen des Ukraine-Krieges verweisen wir auf unsere Ausführungen im Risikobericht des Lageberichts. Es sind keine weiteren Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu verzeichnen.
Mannheim, 25. November 2024 GE Power GmbH Michael Mattes Oliver Tondorf BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die GE Power GmbH, Mannheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GE Power GmbH, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Dar- über hinaus haben wir den Lagebericht der GE Power GmbH, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die als "ungeprüft" gekennzeichneten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die als "ungeprüft" gekennzeichneten Bestandteile des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 26. November 2024 Deloitte
GmbH
Dr. Claus Buhleier, Wirtschaftsprüfer Michael Harst, Wirtschaftsprüfer
Amsterdam, den/this 10. Dezember/December 2024 GE Power Netherlands B.V. Guillaume Zagdoun, Managing Director |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen