GE Power GmbH

68309 Mannheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 732149
Eingetragen
12.12.2018
Branche
Herstellung von TurbinenBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
die Beteiligung an Industrieunternehmen, der An- und Verkauf und die Vermietung von Industriegrundstücken sowie die Durchführung von Holdingaufgaben für den GE-Konzern in Deutschland. Gegenstand des Unternehmens ist ferner die Planung, Entwicklung, Projektierung, Herstellung, Lieferung, Montage, Inbetriebnahme und der Service von Kraftwerken, Kraftwerkleitsystemen, Turbinen, Generatoren, sonstigen Kraftwerkskomponenten und sonstiger Anlagen und Nebenanlagen zur Stromerzeugung, sowie der Betrieb derartiger Anlagen für eigene oder fremde Rechnung. Zum Service gehören insbesondere Diagnosen, Wartung, Instandhaltung, Revisionen, Reparaturen und Fertigung von Teilen für Turbinen, Generatoren und sonstigen Anlagen und Nebenanlagen zur Stromerzeugung, insbesondere der verfahrenstechnischen Systeme, der Kessel sowie der umwelttechnischen Systeme. Weiterhin ist Gegenstand des Unternehmens die Planung, Entwicklung, Konstruktion, der Bau und Verkauf sowie die Montage von Anlagen und Einrichtungen der Verfahrenstechnik für den industriellen Bereich und die Überlassung von Arbeitnehmern innerhalb des Konzerns zu dem die Gesellschaft gehört aber auch an fremde Dritte, zum Beispiel Kunden und Lieferanten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Nicole Haaf
seit 10.11.2023
Prokura
Sigrid Inge Rathai
seit 10.11.2023
Prokura
Danijel Radosavljevic
seit 26.11.2021
Prokura
Oliver Wilhelm Tondorf
seit 19.10.2020
Geschäftsführer
Michaela Daniel
seit 2.7.2020
Prokura
Udo Metz
seit 21.4.2020
Prokura
Alexander Nitz
seit 19.12.2019
Prokura
Dirk Lücke
seit 19.12.2019
Prokura
Stefan Thurnher
seit 19.2.2019
Prokura
Geschäftsführer
Huascar Lorini
seit 12.12.2018
Prokura
Christian Owczarek
seit 12.12.2018
Prokura
Helmut Rüdiger
seit 12.12.2018
Prokura
Zoltan Hetenyi
seit 12.12.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
GE Power Netherlands B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
GE Power Netherlands B.V.
Netherlands
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GE Power GmbH

Mannheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

GE Power GmbH, Mannheim

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Alleiniger Gesellschafter der GE Power GmbH ist die GE Power Netherlands B.V., Breda (Niederlande).

Am 2. April 2024 erfolgte der geplante Spin Off von GE VERNOVA (GEV) als eigenständiges branchenführendes börsennotiertes Unternehmen von GE, letztere firmiert nun unter GE Aerospace. GE VERNOVA, zu der die deutschen GE Power Gesellschaften gehören, besteht nun aus Conventional Power, Wind und Electrification.

Im September 2020 wurde im Rahmen der von GE veröffentlichten Pläne, bis 2030 CO 2 neutral zu werden, der Beschluss gefasst, dass der Geschäftsbereich GE Steam Power aus dem Kohleneubaugeschäft aussteigt und somit nicht mehr an Ausschreibungen für neue Kohlekraftwerke teilnimmt. Mit dieser strategischen Neuausrichtung werden die im Auftragsbestand befindlichen Kohlekraftwerke und Komponenten noch mit den Kunden abgearbeitet, der Fokus der Geschäftstätigkeit liegt jetzt aber ausschließlich auf dem Service für bestehende Kohlekraftwerke und industrielle Dampfturbinen.

Im März 2022 hat GE Steam Power beschlossen, ein neu organisiertes Geschäftsfeld New Services zu etablieren, welches Serviceleistungen für kohle- und ölgefeuerte Kraftwerke sowie Nuklearkraftwerke, letzteres im Wesentlichen in den USA, anbieten wird. Das Geschäftsfeld im Industrieservice in Europa wurde aufgegeben. Im Weiteren konzentriert sich der Service auf die OEM-Flotte von GEV, bei den "upgrade" Projekten soll der Fokus auf Komponentenersatz bzw. Replacements-in-kind gelegt werden. Gleichzeitig wurde die mittelfristig rückläufige Marktprognose im Service für fossile Kraftwerke in Europa als Folge des erwarteten Kohleausstiegs bei der Ausrichtung berücksichtigt. Davon war auch die GE Power GmbH betroffen. Das Steam Power Geschäftsfeld wurde entsprechend neu organisiert, die Stellen im Industrieservice, aber auch Stellen im Bereich Service an fossilen Kraftwerken abgebaut. Der Stellenabbau vollzog sich sukzessive bis zum 31. März 2024.

Die GE Power GmbH stellt Kunden im Energiesektor ein breites Angebot wie die Lieferung von Kraftwerkskomponenten sowie die Erbringung von Serviceleistungen für Kraftwerksbetreiber zur Verfügung. Darüber hinaus hält die Gesellschaft Beteiligungen an Konzernunternehmen im In- und Ausland, für die sie zum Teil auch Holdingaufgaben erbringt. Zusätzlich erzielt die Gesellschaft Erträge aus Vermietung von Liegenschaften.

Im Detail zählt zur Geschäftstätigkeit die Planung, Entwicklung, Projektierung, Herstellung, Lieferung, Montage, Inbetriebnahme und der Service von Kraftwerksteilsystemen, Turbinen, Generatoren, sonstiger Kraftwerkskomponenten und sonstiger Anlagen und Nebenanlagen zur Stromerzeugung sowie der Betrieb derartiger Anlagen. Zum Service gehören insbesondere Diagnosen, Wartung, Instandhaltung, Revisionen, Reparaturen und Fertigung von Teilen für Turbinen, Generatoren und sonstigen Anlagen und Nebenanlagen zur Stromerzeugung.

Die GE Power GmbH hält unmittelbar eine Beteiligung im Inland und eine Beteiligung im Ausland. Mit dem inländischen Tochterunternehmen hat die GE Power GmbH einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen.

Die GE Power GmbH hat ihren Sitz in Mannheim. Weitere Standorte befinden sich zum 31. Dezember 2023 in Berlin und Nürnberg.

2. Forschung und Entwicklung

Im Jahr 2023 gab es wie im Vorjahr keinen Aufwand für Forschung und Entwicklung.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 fiel die Wirtschaftsentwicklung moderat aus. Aufgrund der privaten Konsumzurückhaltung entwickelte sich die Konjunktur in den anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften (Fortgeschrittene Volkswirtschaften: Asiatische Industrieländer (Hongkong, Republik Korea, Singapur und Taiwan), Euro-Raum, Mittel- und Osteuropa, sowie: Dänemark, Japan, Kanada, Norwegen, Schweden, Schweiz, Vereinigtes Königreich und USA) heterogen und gering. 1

In den Schwellen- und Entwicklungsländern kam es ebenfalls zu einer heterogenen Entwicklung. So zeigten asiatische Länder, insbesondere China insgesamt ein BIP-Wachstum, während die lateinamerikanischen Volkswirtschaften sich hingegen nur schwach entwickelten. 2

Die konjunkturelle Entwicklung des Euro-Raums war im Jahr 2023 durch die hohen Energiepreise und anhaltenden Materialengpässe belastet, wobei die Entwicklung der Dienstleistungsbranche stabilisierend wirkte. Die am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) gemessene Inflationsrate im Euro-Raum ist weiter gesunken und betrug im Jahr 2023 rund 5,4 %. 3

Die konjunkturelle Entwicklung der deutschen Wirtschaft war im Jahr 2023 geprägt von den Folgen der stark gestiegenen Energiepreise sowie dem Fachkräftemangel aufgrund der demographischen Alterung. 4 Die schwache gesamtwirtschaftliche Nachfrage bremste die konjunkturelle Entwicklung seit dem Herbst 2023 zunehmend. 5

Dadurch kam es nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zu einem Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,3 % 6 (2022: Anstieg um 1,8 %). Die privaten Konsumausgaben waren im Jahr 2023 aufgrund der hohen Verbraucherpreise preisbereinigt um 0,8 % im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Auch die Konsumausgaben des Staates verminderten sich im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren um 1,7 % vor allem aufgrund des Wegfalls staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen. 7

Die deutschen Exporte verminderten sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 %, während die Importe deutlich stärker um 9,7 % rückläufig waren. Dies führte dazu, dass die Außenhandelsbilanz im Jahr 2023 mit einem Überschuss von lediglich 22,2 Mrd. EUR abschloss (i. Vj. 76,0 Mrd. EUR). 8

Die Inflationsrate ist im Vorjahresvergleich im Jahresdurchschnitt um 5,9 Prozentpunkte gestiegen. Sie lag damit für das Jahr 2023 unter dem historischen Höchststand von 6,9 Prozentpunkten des Jahres 2022. Die Teuerung der Energie im Jahresverlauf 2023 wurde durch die Kriegs- und Krisensituation beeinflusst. Die in den letzten Monaten des Jahres 2023 fallenden Energiepreise resultieren jedoch im Wesentlichen aus dem Vergleich mit dem hohen Preisniveau im Vorjahr. 9

Zeitweise wurde die hohe Inflation durch Entlastungsmaßnahmen abgemildert. Haupttreiber für den Anstieg der Inflationsrate waren wie vorher genannt höhere Energiepreise (+5,3 %), höhere Preise für Nahrungsmittel (+12,4 %) und Waren (+7,3 %). 10

1 Vgl. Frühjahresgutachten 2024 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, S. 29
2 Vgl. Jahresgutachten 2023/24 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, S.21
3 Vgl. Frühjahresgutachten 2024Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, S. 29, Vgl auch Tabelle 3, Seite 47 des Frühjahresgutachten 2024, Vergleiche Abbildung K1, Seite 20 Frühjahresgutachten
4 Vgl. Jahresgutachten 2023/24 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, S. 2
5 Vgl. Frühjahresgutachten 2024, Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, S. 26
6 Vgl. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 038 vom 30. Januar 2024

7 Vgl. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024
8 Vgl. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 044, Seite 3 vom 5. Februar 2024
9 Vgl. Statistisches Bundesamt Pressmitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024
10 Vgl. Statistisches Bundesamt Pressmitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Viel mehr als die allgemeinen Rahmenbedingungen waren für die Gesellschaft folgende Einflussfaktoren relevant:

Vor dem Hintergrund der globalen Erwärmung und dem allgemeinen Ziel zur Senkung der Treibhausgasemissionen verschiebt sich der Energiemix weg von der konventionellen fossilen Energieerzeugung hin zu den erneuerbaren Energien. Entsprechend hat sich GE wie andere Marktbegleiter im Geschäftsjahr 2020 entschieden, aus dem Kohlekraftwerksneubau auszusteigen und sich lediglich auf den Service für Kohlekraftwerke zu fokussieren. Von dieser Entwicklung ist auch die Gesellschaft erheblich betroffen, da nur noch die im Auftragsbestand befindlichen Kohle - Neubaukraftwerksprojekte und Service an Bestandsanlagen abgearbeitet werden. Auf dem Gas Power Sektor ist GE Vernova weiterhin bei Neuprojekten (Kombikraftwerke, Gaskraftwerke für Spitzenlastbetrieb) sowie im Servicegeschäft für Gaskraftwerke tätig.

Des Weiteren ist am Markt zu beobachten, dass die Nachfrage von der Grundlasterzeugung aus fossilen Brennstoffen hin zu flexibleren und preiswerteren Kraftwerken mit niedriger Emission tendiert. (Zero Emmisionskraftwerke - H2 Ready with carbon capture)

Auf dem Weltmarkt für thermische Kraftwerke haben die veränderten Rahmenbedingungen unterschiedliche Auswirkungen. In China verlangsamt sich der Ausbau von thermischen Kraftwerken zugunsten von erneuerbaren Energien. Insgesamt zeigt der Weltmarkt aufgrund des zunehmenden Fokus, die CO 2 Emissionen erheblich zu reduzieren, eine rückläufige Tendenz beim Ausbau von Kohlekraftwerken. Die Finanzierung von Neubauprojekten insbesondere von Kohlekraftwerken wird erheblich erschwert, da Banken und internationale Institutionen sich aus der Finanzierung zurückziehen. Damit werden die bestehenden Überkapazitäten weiter verstärkt bzw. die Wettbewerbssituation verschärft. Aber auch im Service-Segment kann eine verschärfte Wettbewerbssituation beobachtet werden, die auf das Auftragsvolumen wie auch auf das Preisniveau drückt.

Gesetzliche Rahmenbedingungen in Deutschland:

Die seit Jahren vorangetriebene Energiewende fördert weiterhin den Ausstieg aus der konventionellen Energieerzeugung mit fossilen Brennstoffen wie Kohle. Darüber hinaus wird in Deutschland diskutiert, dass der von der Bundesregierung beschlossene Kohleausstieg bis zum Jahr 2038 vorgezogen werden soll. Bis 2030 sind weitere Schritte auf rund acht Gigawatt Leistung bei den Steinkohlekraftwerken und neun Gigawatt Leistung bei den Braunkohlekraftwerken vorgesehen. Spätestens mit Ablauf des Jahres 2038 sollen die letzten Kohlekraftwerke stillgelegt werden. Der Braunkohleausstieg in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2030 wird acht Jahre eher erfolgen als ursprünglich im Kohleausstiegsgesetz geplant. Gleichzeitig werden infolge des Ausfalls der russischen Gaslieferungen vorübergehend Kohlekraftwerke wieder ans Netz genommen, um Gas zu sparen und die Energieversorgung in den Wintern zu sichern.

Die wirtschaftlich negativen Auswirkungen aus der Abschaltung der Kohleverstromung werden durch erhebliche staatliche Förderprogramme für Energieerzeuger sowie die betroffenen Kohleregionen und die Endverbraucher abgemildert.

Damit haben sich auch die allgemeinen Rahmenbedingungen für den Neubau von thermischen Kraftwerken weiter verschlechtert. Dies gilt insbesondere für den Heimatmarkt der Gesellschaft, Deutschland, in dem nur noch vereinzelt mit dem Neubau von größeren Gaskraftwerken bzw. mit einigen Projekten im Bereich kleinerer und flexibler Gaskraftwerke gerechnet werden kann.

Mit dem Ukrainekrieg und der Unterbrechung der russischen Gaslieferungen wurde eine Gasknappheit in Europa erzeugt. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, wurden neben dem Aufbau einer LNG Infrastruktur auch die in Reserve befindlichen Kohlekraftwerke aktiviert und geplante Stilllegungen verschoben. Dies hat insbesondere für das Service Segment in der Branche eine gewisse "Sonderkonjunktur" mit zusätzlichen Aufträgen erzeugt. Jedoch wird weiterhin von der Bundesregierung am geplanten Kohleausstieg festgehalten, mit den entsprechenden Stilllegungen der Kohlekraftwerke.

3. Wesentliche Leistungsindikatoren

Wesentlicher Bestandteil des Steuerungssystems sind die monatlich erstellten Abschlüsse nach US-GAAP. Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren hat die Gesellschaft die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis (Ergebnis vor Beteiligungsergebnis, Zinsen und Steuern) nach HGB sowie den Projekt-Cashflow festgelegt.

Die eigenständige Verfolgung der Umsatzerlöse als finanzieller Leistungsindikator ist unerlässlich, da die Umsatzlegung auch von verschiedenen Faktoren abhängig ist. Dazu gehört die Fähigkeit, Anlageprojekte gemäß Planung zu Ende zu bringen, also die Umsätze so zu realisieren, wie sie zum Zeitpunkt des Auftragseingangs geplant wurden.

Das operative Ergebnis wird zwar durch die Umsatzrealisierung maßgeblich beeinflusst, jedoch zeigt sich hier, wie sehr die Gesellschaft in der Lage ist, erwartete Deckungsbeiträge aus den Projekten tatsächlich realisieren zu können und nicht projektbezogene Kosten im Griff zu behalten.

Ein positiver Projekt-Cashflow dient der Vermeidung der Vorfinanzierung mit eigenen liquiden Mitteln sowie der Minimierung des Risikos im Zusammenhang mit Anlagenprojekten.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren im Sinne des § 289 Abs. 3 HGB werden von uns zur Unternehmenssteuerung nicht verwendet.

4. Geschäftsverlauf

Am 2. April 2024 erfolgte der geplante Spin Off im GE-Konzern in zwei eigenständige branchenführende börsennotierte Unternehmen GE Aviation und GE VERNOVA. Das wirtschaftliche Geschäft der GE Power GmbH war hiervon nicht betroffen und lief kontinuierlich weiter.

Der Auftragseingang beträgt im Geschäftsjahr 2023 137 Mio. EUR und liegt damit 31% unter Vorjahresniveau.

Jan-Dez 2023 Jan-Dez 2022
Mio. EUR Mio. EUR
Service 137 191
Neubau 0 6
Summe 137 197

Der Auftragseingang beschränkt sich im Wesentlichen auf Service in Deutschland, Europa und das internationale Ersatzteilgeschäft. Neubauaufträge werden nur noch restabgewickelt. Grundsätzlich ist der Markt rückläufig, was sich auch in den Auftragseingangszahlen widerspiegelt.

Der Auftragsbestand der GE Power GmbH beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 2023 795 Mio. EUR (VJ: 959 Mio. EUR) und gliedert sich wie folgt:

Dez 2023 Dez 2022
Mio. EUR Mio. EUR
Service 402 459
Neubau 393 500
Summe 795 959

Abschlagsrechnungen wurden nach Projektfortschritt angefordert. Der Projekt-Cashflow ist insgesamt positiv, was sich auch in dem Verhältnis der erhaltenen Anzahlungen zu den bestellten Anlagen in Arbeit ausdrückt.

Der Umsatz der GE Power GmbH beträgt im Geschäftsjahr 2023 306 Mio. EUR (VJ: 552 Mio. EUR).

Jan-Dez 2023 Jan-Dez 2022
Mio. EUR Mio. EUR
Service 195 128
Neubau 106 390
Sonstiges 5 4
Summe 306 522

Im Vergleich zum Vorjahr ist bei den Umsatzerlösen eine Reduzierung um 41 % zu verzeichnen. Der Umsatz im Service war höher als im Vorjahr, mehrere größere Revisionsprojekte sowohl im Gas- als auch im Steam-Bereich trugen dazu bei. Allerdings wurde im Neubau weniger abgerechnet. Die Umsatzprognose aus dem letzten Jahr konnte aufgrund von Verzögerungen bei der Abrechnung von Neubauprojekten nicht erreicht werden.

Zur Beteiligung an der GE Power Systems GmbH, Mannheim, ist folgendes anzumerken:

Die GE Power Systems GmbH ist am Standort Mannheim auf dem Gebiet der Stromerzeugungsanlagen und -komponenten tätig. Der Fokus der Geschäftstätigkeit liegt auf dem Mühlengeschäft. Dabei werden nur noch im internen Auftragsbestand befindliche Projekte abgewickelt. Da die Gesellschaft das operative Geschäft eingestellt hat, werden keine Umsatzerlöse mehr generiert.

Das positive Jahresergebnis in 2023 (vor Gewinnabführung) beträgt 17,2 Mio. EUR und ist im Wesentlichen auf die Auflösung von Risikorückstellungen zurückzuführen. Dieser Gewinn wird an die GE Power GmbH aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags abgeführt. Es sei hier darauf verwiesen, dass die GE Power GmbH auch zukünftig an dem Gewinn- und Verlustabführungsvertrag festhalten will.

Zur Beteiligung an der GE Power sp. z o.o., Elblag (Polen), ist folgendes anzumerken:

Die GE Power Sp z.o.o ist in Elblag (Polen) ansässig mit dem Schwerpunkt auf der Produktion von Steam und Gas Turbinen.

Die Gesellschaft weist einen Verlust von 25 Mio. Zloty aus. Eine intern durchgeführte Beteiligungsbewertung führt zu keiner Anpassung des Beteiligungswerts.

5. Lage

a) Ertragslage

Mio. EUR 2023 2022 Veränderung
TEUR TEUR
Umsatzerlöse 306.474 522.294 -215.820 -41,32%
Bestandsveränderung -108.845 -144.141 35.296 -24,49%
Gesamtleistung 197.629 378.153 -180.524 -47,74%
Sonstige betriebliche Erträge 42.797 35.392 7.405 20,92%
Materialaufwand -60.372 -249.132 188.760 -75,77%
Rohmarge 180.054 164.413 15.642 9,51%
in % der Gesamtleistung 91% 43% -9%
Personalaufwand -59.729 -67.528 7.799 -11,55%
Abschreibungen -3.841 -5.964 2.123 -35,60%
Sonstige betriebliche Aufwendungen inkl. sonstige Steuern -45.573 -122.349 76.776 -62,75%
Ergebnis vor Zinsen und Steuern 70.911 -31.428 102.339 -325,63%
Beteiligungs- und Finanzergebnis 24.968 -82.905 107.873 -130,12%
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 95.879 -114.333 210.212 -183,86%
Steueraufwand aus Einkommen und Ertrag -3.299 -53 -3.246 6.124,53%
Jahresüberschuss (i. Vj.-Jahresfehlbetrag) 92.580 -114.386 206.966 -180,94%

Die GE Power GmbH weist für das Geschäftsjahr 2023 ein operatives Ergebnis in Höhe von 70,9 Mio. EUR (VJ: -31,4 Mio. EUR) aus. Die Verbesserung ist im Wesentlichen auf den Wegfall der im Vorjahr angefallenen Sonderfaktoren wie Restrukturierungskosten und Verschmelzungskosten zurückzuführen. Dies wirkt sich auch auf die Entwicklung des Jahresergebnisses aus (Jahresüberschuss von 92,6 Mio. EUR / VJ: Jahresfehlbetrag von -114,4 Mio. EUR).

Die Gesamtleistung ist gegenüber dem Vorjahr aufgrund der geringeren Abrechnung von Großaufträgen um 180,5 Mio. EUR gesunken und erfüllte klar die Prognose des Vorjahres.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 20,9 % gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Dies ist auf die Abrechnung von Tätigkeiten innerhalb des GE VERNOVA-Konzerns zurückzuführen.

Der Materialaufwand hat nach dem Sondereffekt der Übernahme der Projekte der GE Boiler Deutschland GmbH wieder eine normale Entwicklung - verglichen mit den Vorjahren - eingenommen.

Die Löhne und Gehälter sinken auf Grund der durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen kontinuierlich.

Die Abschreibungen entwickeln sich wie erwartet zurück. Größere Neuanschaffungen sind aus heutiger Sicht nicht geplant.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 76,8 Mio. EUR reduziert, dies ist auf die Reduzierung der Projektrückstellungen und den Wegfall des Sondereffekts der Restrukturierungsaufwendungen zurückzuführen.

Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich für die inländische Tochtergesellschaft, GE Power Systems GmbH, ein Jahresüberschuss i.H.v. 17,2 Mio. EUR (VJ: 36,0 Mio. EUR).

Von der GE Power Sp. z o.o., Polen wurde, wie im Vorjahr, keine Dividende vereinnahmt.

Das Zinsergebnis resultiert im Wesentlichen aus Zinserträgen und -aufwendungen von verbundenen Unternehmen und den Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen.

Für das Geschäftsjahr 2023 wurde die zu erwartende Steuerschuld in Höhe von 3,3 Mio. EUR (VJ: 0 Mio. EUR) ausgewiesen.

b) Finanzlage

Die Finanzierung der GE Power GmbH erfolgt durch den GE VERNOVA-Konzern mit der Einbindung der Gesellschaft in das Cash Pooling. Die GE Power GmbH hat zum Bilanzstichtag dementsprechend ihre überschüssigen liquiden Mittel (293,0 Mio. EUR; VJ: 176,3 Mio. EUR) an die GE Treasury Services Industrial Ireland Unlimited Company abgeführt. Aufgrund der weiterhin bestehenden Verträge zum Cash-Pooling wird die Finanzlage von der Unternehmensleitung als grundsätzlich unproblematisch eingestuft. Des Weiteren hat die Gesellschaft am 12. Dezember 2023 durch eine Zuführung zur Kapitalrücklage liquide Mittel in Höhe von 85,0 Mio. EUR erhalten.

Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen in Euro. Das bestehende Risikomanagement für Forderungen, u.a. bestehend aus der Vergabe von Kreditlimits, Beobachtung der Altersstruktur der Forderungen sowie den damit zusammenhängenden Bewertungsmaßnahmen, wird nach den konzerneinheitlichen Vorgaben umgesetzt.

c) Vermögenslage

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Anlagevermögen 151.857 17 153.242 16 -1.385 -0,90%
Umlaufvermögen
Vorräte 359.883 39 468.645 48 -108.762 -23,21%
Forderungen u. sonst. VG 400.592 43 300.102 30 100.490 33,49%
Banken/Cash 14 0 0 0 14 0,00%
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 7.228 1 7.556 1 -328 -4,34%
Eigenkapital 122.619 13 -54.961 -5 177.580 322,53%
Fremdkapital
Rückstellungen 236.502 26 318.804 32 -82.302 -25,82%
Verbindlichkeiten 560.453 61 665.701 68 -105.248 -15,81%
Bilanzsumme 919.574 100 984.506 100 -64.932 -6,60%

Die Bilanzsumme in Höhe von 919,6 Mio. EUR hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 64,9 Mio. EUR reduziert, was vor allem auf den Wegfall des Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags zurückzuführen ist. Auf der Passivseite deckt der Anstieg des Eigenkapitals fast vollständig die Inanspruchnahme der Rückstellungen und die Reduzierung der Verbindlichkeiten über das Jahr ab.

Das Anlagevermögen der GE Power GmbH besteht wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Finanzanlagen in Höhe von 119,7 Mio. EUR (VJ: 119,7 Mio. EUR) sowie Sachanlagen in Höhe von 32,2 Mio. EUR (VJ: 33,5 Mio. EUR). Der Rückgang beim Sachanlagevermögen resultiert aus den planmäßigen Abschreibungen.

Das Umlaufvermögen mit 760,5 Mio. EUR hat sich gegenüber dem Vorjahr (768,7 Mio. EUR) nur geringfügig verringert (-8,3 Mio. EUR), was vor allem auf die Abrechnung von angearbeiteten Aufträgen zurückzuführen ist, die gegenläufig durch den Aufbau der Forderungen kompensiert werden. Innerhalb des Umlaufvermögens haben sich im Wesentlichen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen um 39,0 Mio. EUR vermindert. Demgegenüber sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus dem Finanzverkehr um 131,2 Mio. EUR gestiegen.

Der im Vorjahr enthaltene Nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag von 55,0 Mio. EUR wurde am 12. Dezember 2023 durch eine Zuführung zur Kapitalrücklage in Höhe von 85,0 Mio. EUR gedeckt.

Die Veränderung auf der Passivseite ist auf den Anstieg des Eigenkapitals durch die Zuführung einer Kapitalrücklage, das positive Jahresergebnisses 2023, den Rückgang in den Projekt- und Restrukturierungsrückstellungen sowie auf den Rückgang der erhaltenen Kundenanzahlungen aufgrund der erfolgten Projektabrechnungen zurückzuführen.

d) Mitarbeiter

Zum Ende des Geschäftsjahres 31. Dezember 2023 beschäftigte die Gesellschaft 459 Mitarbeiter sowie 7 Auszubildende.

e) Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft

Die Gesellschaft hat das abgelaufene Geschäftsjahr mit-einem Umsatz von 306,5 Mio. EUR und einem Jahresüberschuss von 92,3 Mio. EUR abgeschlossen. Die Umsatzreduzierung ist im Vergleich zum Vorjahr auf verminderte Projektabrechnungen im Bereich Neubaugeschäft zurückzuführen. Das Jahresergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr erheblich verbessert, im Wesentlichen bedingt dadurch, dass die Sondereffekte wie die Bildung der Restrukturierungsrückstellung und die Abwertung der Beteiligung wegfielen.

Im Geschäftsjahr 2023 liegt das Volumen im Service deutlich über dem des Vorjahres. Mehrere größere Revisionsprojekte sowohl im Gas- als auch im Steam-Bereich trugen dazu bei. Insgesamt war das Geschäft insbesondere im Inland 2023 sehr gut. Demgegenüber gab es bei der Abwicklung im Neubaugeschäft Verzögerungen, was zu Verschiebungen nach 2024 führt. Aufgrund des beschlossenen Ausstiegs von GE aus dem Kohle-Neubaugeschäft wurden keine neuen Aufträge für Großprojekte akquiriert.

Seit 2023 wird der Cashpool GE VERNOVA intern wieder verzinst, so dass sich ein positives Zinsergebnis in Höhe von 7,7 Mio. EUR ergab. Dies setzt sich aus einem Ertrag von 8,5 Mio. EUR Cashpool-Zinsen sowie Aufwendungen durch Zuführungen zu den Pensionsrück-stellungen und einem Ertrag aus dem Planvermögen zusammen.

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wurde der Jahresüberschuss der Tochtergesellschaft GE Power Systems GmbH an die GE Power GmbH ausbezahlt.

III. Prognosebericht

Die Einschätzung der Geschäftsentwicklung der nächsten 1-2 Jahre fällt je Geschäftsbereich unterschiedlich aus:

Service Steam:

Die finanzielle Situation der EVUs wird sich nach Einschätzung der Geschäftsführung auch in der nächsten Zukunft nicht wesentlich verbessern. Trotz des Ukrainekriegs und der damit verbundenen Wiederinbetriebnahme von Kohlekraftwerken aus der Kaltreserve bis in das Jahr 2024 und der absehbaren höheren Auslastung der aktiven Kohlekraftwerksflotten werden keine höheren Auftragseingänge für zusätzliche Revisionen bzw. Retrofits erwartet. Dennoch ist ein positiver Einfluss insbesondere für 2023 zu spüren. Der Kostendruck wird weiterhin bei unseren Kunden bestehen bleiben und somit zu einem weiteren Rückgang der Instandhaltungsbudgets führen. Der absehbare Kohleexit im Heimmarkt Deutschland bis 2038 (RWE Braunkohlesparte bis 2030) hat zu einem nahezu vollständigen Einbrechen der Nachfrage von Performance Upgrades geführt. Daher ist die Gesellschaft gezwungen, weiterhin erhebliche Kostenreduktionen vorzunehmen und sich permanent an den sich schnell ändernden Markt anzupassen. Entsprechend hat der Geschäftsbereich Steam beschlossen, sich auf den Core Service Bereich im Kraftwerksbereich zu konzentrieren mit dem Fokus auf die wichtigsten (OEM-) Kundenflotten und entsprechend die Geschäftsaktivitäten im Bereich der Industriekunden sowie Performance Upgrades (Retrofits / Leistungserhöhungen) einzustellen. In allen Geschäftsbereichen des Service wird es zu einem weiteren Verdrängungswettbewerb kommen.

Trotzdem gibt es für den fossilen Steambereich in EMENAT (Europa, Mittlerer Osten, Nord Afrika, Türkei) einen Markt mit ca. 160 Mio. USD Umsatz pro Jahr mit Fokus auf Instandhaltung, Reserveteile und strategischen Komponenten für konventionelle Dampfturbogruppen. Retrofitprojekte zur Leistungssteigerung in Bestandskraftwerken sind nicht zu erwarten.

Neubau Steam:

In 2023 wurde ein Großprojekt in Saudi-Arabien abgeschlossen, die Abrechnung weiterer Großprojekte wird in 2024 erwartet.

Mit dem beschlossenen Ausstieg von GE aus dem Kohleneubaugeschäft werden somit keine Neubauprojekte akquiriert. Entsprechend wird die Gesellschaft, die noch in der Abwicklung bestehenden Neubauprojekte abarbeiten und danach den Geschäftsbereich einstellen.

Im Geschäftsjahr 2024 und 2025 werden die übrigen noch in Abwicklung befindlichen Aufträge abgeschlossen und entsprechend abgerechnet.

Sonstiges / Gasturbinenprojekte:

Der Geschäftsbereich Gasturbinen gehört nicht zum Kerngeschäft der Gesellschaft, da die Projektsteuerung und Hauptverantwortung bei der Schweizer Schwestergesellschaft liegen. Ein neuerlicher Auftragseingang für Neuanlagenprojekte ist in diesem Segment nicht zu erwarten.

Im Gasturbinen-Servicebereich erfolgt weiterhin die Abwicklung von bestehenden Langzeitwartungsverträgen. Die bestehende GT26 und GT13E2 Flotte wird nach wie vor mit Modifikationen und Upgrades für den Weiterbetrieb modernisiert, wohingegen bei der GT13 und GT8 Flotte (Base Fleet) die vorgenannten Auswirkungen deutlich zu spüren sind und der Betrieb dieser Altanlagen immer weiter eingeschränkt wird.

Im Jahr 2023 wurden zwei größere Revisionen mit Umsatzerlösen im mittleren zweistelligen Millionenbereich abgerechnet. In 2024/2025 sind jeweils größere Wartungsmaßnahmen an den verschiedenen Gasturbinenflotten zu erwarten. Insgesamt lag der Umsatz im Gasservicegeschäft in 2023 über dem Niveau des Vorjahres. Die installierten GT13E2 und GT26 Gasturbinen werden weiterhin zur Sicherung der Grundversorgung benötigt und voraussichtlich auch in den nächsten Jahren einen stabilen Umsatz liefern.

Bei der Fertigstellung und Abrechnung von Großaufträgen werden positive Margen erwartet.

Für die deutsche Tochtergesellschaft GE Power Systems GmbH wird für das Geschäftsjahr 2024 aufgrund des fehlenden operativen Geschäfts kein wesentlicher Ergebnisbeitrag erwartet. Aufgrund von bestehenden Risiken durch Rechtsstreitigkeiten für bereits abgewickelte Projekte und aufgrund der Pensionsaufwendungen wird mit negativen Jahresergebnissen in den kommenden Jahren gerechnet.

Zusammenfassende Darstellung der Prognose für die GE Power GmbH:

Leistungsindikator 2024 (vorläufig) Prognose für 2025
Umsatzerlöse Anstieg um 30% gegenüber 2023 Rückgang gegenüber 2024 etwas unter das Niveau von 2023
Operatives Ergebnis Ergebnis auf dem Niveau von 2023 weiterhin positives operatives Ergebnis

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die Gesellschaft ist in das konzernweite Risikomanagementsystem der GE VERNOVA-Gruppe eingebunden, welches mit geeigneten Instrumenten den Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken Rechnung getragen hat (ungeprüft).

Die nachfolgenden Risiken sind in der Reihenfolge ihrer Bedeutung aufgeführt:

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Sicherung der Finanzierung der Gesellschaft und deren Tochtergesellschaften hängt wesentlich von der Bereitstellung finanzieller Mittel im Rahmen des Cash Poolings durch die GE VERNOVA-Gruppe ab. Hieraus ergibt sich das Risiko einer Abhängigkeit der Konzerngesellschaften vom US-Mutterkonzern. Der US-Mutterkonzern hat durch erhebliche Steigerung der Profitabilität sowie durch den Verkauf von Geschäftseinheiten erheblich den Schuldenstand reduziert und die frei verfügbaren liquiden Mittel erhöht.

Die Sicherstellung des Fortbestands der Gesellschaft hängt wesentlich von dem Zugriff auf die Cash-Pool Guthaben bei der GE Treasury Services Industrial Ireland Unlimited Company, Shannon/Irland, ab.

Aufgrund der bestehenden Verträge zum Cash-Pooling sowie der verbesserten Ergebnissituation des GE VERNOVA-Konzerns wird die Finanzlage von der Unternehmensleitung als unproblematisch eingestuft.

In dem Bereich Service und Ersatzteile können aufgrund unserer internationalen Geschäftsbeziehungen und der damit einhergehenden Fakturierung in Fremdwährung Wechselkursschwankungen entstehen. Gemäß den Konzernrichtlinien werden diese Fremdwährungsgeschäfte mittels Devisentermingeschäften konzernintern kursgesichert.

Operationelle Risiken

Die Unsicherheiten der zukünftigen Entwicklung resultieren insbesondere aus der operativen Tätigkeit. Sofern sich geplante Auftragseingänge verzögern oder ausfallen, schlagen sich diese unter Umständen mit zeitlichem Verzug im Ergebnis der GE Power GmbH nieder. Dieses Risiko hat sich in der derzeitigen Entwicklung der Auftragslage in einigen Bereichen wie dem Kohleneubaugeschäft schon materialisiert und hat somit zu den Plänen der Neuausrichtung der Gesellschaft geführt. Jedoch basieren auch diese Pläne auf Annahmen bezüglich der Höhe zukünftiger Auftragseingänge, die eine Voraussetzung sind, um nach der Neuausrichtung wieder positive Ergebnisse erzielen zu können.

Weiterhin ist die Umsetzung von Aufträgen im langfristigen Anlagenbau wegen der Notwendigkeit, Teilprozesse langfristig vorausplanen zu müssen, vom Risiko der Planabweichung durch externe oder interne Störfaktoren betroffen. Zwar hat die Gesellschaft alle relevanten Instrumente zur Minimierung solcher Risiken eingesetzt (z.B. Instrumente zur detaillierten Risikoanalyse und -bewertung in der Ausschreibungsphase) (ungeprüft), vollständig ausschließen lassen sich diese aber nicht. Diese langfristigen Anlagenbauprojekte werden jedoch im Rahmen des Auslaufens solcher Projekte und dem Ausstieg aus denselben an Bedeutung für das Geschäft der GE Power GmbH verlieren.

Die Gesellschaft und ihr Tochterunternehmen sind in mehrere, meist auftragsbezogene Rechtsverfahren eingebunden. Diese vertraglichen Auseinandersetzungen für Verzögerungen in der Leistungserbringung oder für zusätzliche Arbeiten sind üblich für die Geschäftsfelder der Power-Gruppe, insbesondere bei Projekten mit langer Laufzeit. In einigen Fällen sind die Ansprüche, die von diesen anderen Parteien gegenüber der Gesellschaft oder Tochtergesellschaft geltend gemacht werden, sehr signifikant.

In manchen Auseinandersetzungen sind die eingeforderten Beträge zu Beginn des Verfahrens nicht näher aufgeführt. Eingeforderte Geldbeträge für Projekte, die sich noch in der Abwicklung befinden, werden bei der Bewertung der Anlagen in Arbeit und für Projekte, die bereits erstellt wurden, in Form einer Rückstellung oder als sonstige Verbindlichkeit ausgewiesen, wenn die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme zuverlässig abgeschätzt werden kann. Die tatsächlich angefallenen Kosten können die abgeschätzten Kosten überschreiten, da viele Faktoren, die einer Rechtsstreitigkeit innewohnen, das Ergebnis beeinflussen.

Ukrainekrieg

Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Auch in Deutschland führt dies zunehmend zu Folgen und deutlichen Einschnitten im Wirtschaftsleben insbesondere auf die Lieferketten und in der Gesellschaft. Von einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage ist daher auszugehen. Der Krieg hat zu höheren Gas- und Kohlebeschaffungskosten und entsprechend zu einem signifikant höheren Marktpreis für Strom geführt. Die Gesellschaft selbst hat kein Ukraine- bzw. Russlandgeschäft, jedoch ist die Gesellschaft durch die höheren Beschaffungspreise von Ersatzteilen betroffen als Folge aus den Belastungen der globalen Lieferketten sowie den höheren Energiekosten. Diese höheren Kosten versucht die Gesellschaft an die Kunden weiterzugeben.

Compliance Risiken

Die Einhaltung von gesetzlichen Rahmenbedingungen stellt ein wesentliches Element der Geschäftspolitik dar. Die Konzernunternehmen sind einer Vielzahl von gesetzlichen Vorgaben ausgesetzt. Die Mitarbeiter mit Kontakt zu Kunden und Lieferanten im In- und Ausland werden in Seminaren geschult (ungeprüft). Hierbei wird über die Regelungen des nationalen Wettbewerbsrechts sowie insbesondere EU-Rechts informiert (ungeprüft). Zusätzlich wird die Umsetzung der internen Anweisungen und implementierten Compliance-Prozesse durch die Compliance-Organisation unter der Leitung von Executive Compliance Managern überwacht (ungeprüft).

Zusätzliche Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind oder die noch nicht als wesentlich eingeschätzt werden, könnten die Geschäftstätigkeit in der Zukunft beeinträchtigen. Insgesamt erwarten wir keinen Eintritt von Risiken, die eigenständig oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Mit dem Beschluss der Bundesregierung zum Kohleausstieg bis 2038 besteht das Risiko, dass die künftigen gesetzlichen Rahmenbedingungen zu einer Anpassung des Service Geschäftsmodells mit Bezug auf den Heimatmarkt führen müssen. Die Auswirkungen eines vorzeitigen Kohleausstiegs auf das Geschäftsmodell der Gesellschaft werden gründlich analysiert und entsprechende Maßnahmen zur Sicherstellung des Fortbestehens der Gesellschaft getroffen.

Allgemeine Betriebsrisiken

Prozessrisiken, Kostenrisiken, Fraud-Risiken und IT-Risiken stellen allgemeine Betriebsrisiken der Gesellschaft dar. Zur Prävention dieser Risiken hat die Gesellschaft umfassende integrierte Kontrollen installiert und regelmäßige Analysen der Kostenstruktur durchgeführt (ungeprüft). Realisierten Risiken stehen zum Zwecke der Schadensbegrenzung verschiedene Versicherungsabschlüsse gegenüber (ungeprüft).

Die Unternehmensleitung sieht gegenwärtig und für die absehbare Zukunft keine bestandsgefährdenden Risiken.

2. Chancenbericht

Die Einbindung der GE VERNOVA-Gesellschaften in den deutschen Konzernverbund sowie die enge weltweite Verknüpfung der GE VERNOVA-Gesellschaften stellt nach wie vor die wichtigste Chance der GE Power GmbH dar. Im aktuellen Konzernumfeld bestehen die Chancen, durch die breite Diversifizierung, Schwankungen in der Geschäftsentwicklung der einzelnen Bereiche sowie Risiken und Verluste auszugleichen.

Über die interne Finanzierungstätigkeit (Cash-Pooling) werden Risiken der Fremdfinanzierung reduziert. Die GE VERNOVA-Gesellschaften können auf entsprechende interne Finanzierungsmittel zugreifen und sind nicht auf Fremdmittel angewiesen.

Auch können im Bereich gleichartiger Dienstleistungen (Shared Services) zusätzliche Größenvorteile genutzt und damit die Kostenstrukturen der Gesellschaft GE Power GmbH verbessert werden.

Die GE Power GmbH fokussiert sich im Service Geschäft auf ungeplante Revisionen und Services an Bestandsanlagen im fossilen Kraftwerksgeschäft. Die Gesellschaft ist aufgrund des Know-hows der Mitarbeiter sowie der bestehenden GE internen Lieferketten gut aufgestellt, so dass sie schnell auf kurzfristige Aufträge reagieren kann, die in der Regel aufgrund der Kurzfristigkeit mit höheren Margen vergütet werden.

3. Hinweise und zukunftsgerichtete Aussagen

Die Ausführungen zur voraussichtlichen Entwicklung stellen eine Prognose dar, die auf Annahmen beruht und naturgemäß Unsicherheiten unterliegt. Die tatsächliche Entwicklung kann wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält eine Zweigniederlassung an dem Standort Berlin.

 

Mannheim, 25. November 2024

GE Power GmbH

Michael Mattes

Oliver Tondorf

BILANZ zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen 151.856.860,91 153.242.012,01
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 42.864,35 72.464,95
II. Sachanlagen 32.176.043,71 33.503.723,90
III. Finanzanlagen 119.637.952,85 119.665.823,16
B. Umlaufvermögen 760.489.094,18 768.747.095,08
I. Vorräte 359.883.473,49 468.645.158,12
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 400.591.992,37 300.101.666,81
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.746.564,46 5.610.883,82
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 383.914.719,70 290.973.493,77
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.930.708,21 3.517.289,22
III. Guthaben bei Kreditinstituten 13.628,32 270,15
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.227.739,96 7.555.705,27
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 54.960.630,52
Bilanzsumme 919.573.695,05 984.505.442,88

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital 122.618.989,96 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 406.011.258,65 406.011.258,65
II. Kapitalrücklage 144.824.381,46 59.824.381,46
III. Verlustvortrag -520.796.270,63 -406.409.808,12
IV. Jahresüberschuss (VJ: Jahresfehlbetrag) 92.579.620,48 -114.386.462,51
V. Nicht Fehlbetrag durch Eigenkapital gedeckter 0,00 54.960.630,52
B. Rückstellungen 236.501.754,00 318.804.185,07
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 139.216.838,00 151.388.680,00
2. Steuerrückstellungen 3.952.805,39 3.388.465,20
3. Sonstige Rückstellungen 93.332.110,61 164.027.039,87
C. Verbindlichkeiten 560.452.951,09 665.701.257,81
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 540.354.006,35 625.528.606,20
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.836.804,91 12.833.758,42
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.126.986,70 23.262.997,31
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.135.153,13 4.075.895,88
Bilanzsumme 919.573.695,05 984.505.442,88

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr 1. Januar 2023 - 31. Dezember 2023

(in EUR) 01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
1. Umsatzerlöse 306.474.082,86 522.293.168,77
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -108.844.911,95 -144.141.106,15
3. Sonstige betriebliche Erträge 42.797.064,83 35.392.047,93
4. Betriebsleistung 240.426.235,74 413.544.110,55
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -45.879.663,05 -233.272.018,99
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -14.491.877,25 -15.859.889,40
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -51.785.055,46 -55.763.160,29
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen f. Altersversorgung und für Unterstützung -7.944.131,18 -11.764.448,67
(davon für Altersversorgung) (-665.224,40) -(3.315.999,48)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.840.723,00 -5.963.531,82
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -45.294.569,83 -121.644.536,52
(davon Aufwendungen n. Art 67 (1. u. 2.) EGHGB) (-700.757,00) (-700.757,00)
9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 17.259.226,99 36.048.543,52
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.907.401,87 772.499,38
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -107.892.156,85
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.199.107,64 -11.834.081,85
(davon Aufwendungen aus Aufzinsungen) (-775.290,00) (-11.785.279,00)
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.299.461,59 -53.179,39
14. Ergebnis nach Steuern 92.858.275,60 -113.681.850,33
15. Sonstige Steuern -278.655,12 -704.612,18
16. Jahresüberschuss (Vj. Jahresfehlbetrag) 92.579.620,48 -114.386.462,51

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

(Amtsgericht Mannheim; HRB 732149)

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind entsprechend § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst; ein gesonderter Ausweis dieser Posten mit den erforderlichen Erläuterungen erfolgt in den entsprechenden Abschnitten dieses Anhangs. Zur Verbesserung der Darstellung wurden bei der Gewinn- und Verlustrechnung zusätzliche Zwischensummen eingefügt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Zur Erläuterung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderliche Angaben wurden größtenteils in den Anhang übernommen.

Die Angaben im Anhang erfolgen in TEUR, dadurch können Rundungsdifferenzen entstehen.

Am 2. April 2024 erfolgte der finale Spin Off, der den globalen GE Konzern in drei eigenständige branchenführende börsennotierte Unternehmen GE Healthcare, GE Aerospace und GE VERNOVA aufgespaltet hat. GE VERNOVA (zukünftig GEV), zu der die deutschen GE Power Gesellschaften gehören, besteht nun aus Conventional Power, Wind und Electrification.

Aktivierung und Saldierung latenter Steuern

Bei den folgenden handelsrechtlichen Vermögensgegenständen und Schulden bestehen Differenzen zu den steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleichen. Aufgrund der sich daraus insgesamt ergebenden Steuerentlastung wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, sich daraus ergebende aktive latente Steuern in der Bilanz nicht anzusetzen.

Der für die Berechnung der latenten Steuern angewendete kombinierte Steuersatz von 30,59% setzt sich aus dem Körperschaftsteuersatz, dem Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer und dem Gewerbesteuersatz zusammen.

Die Differenzen ergeben nicht aktivierte latente Steuern. Sie setzen sich maßgeblich aus Unterschieden bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen, Vorräten sowie sonstigen Rückstellungen zusammen.

Aktive latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen werden als nicht werthaltig angesehen, da die Verlustvorträge im Rahmen der Reorganisation verloren gehen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Dabei wird die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer zugrunde gelegt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert der immateriellen Vermögensgegenstände über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Dabei wird die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer zugrunde gelegt. Diese beträgt für "Grundstücksgleiche Rechte und Bauten" (einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken) 17 bis 33 Jahre, "Technische Anlagen und Maschinen" 10 bis 20 Jahre. Mietereinbauten und Baucontainer auf Baustellen werden über den Zeitraum der Mietdauer bzw. der Baustellentätigkeit linear abgeschrieben.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert der Gegenstände des Sachanlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Finanzanlagen

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Abschreibungen werden auf einen niedrigeren Wert am Bilanzstichtag vorgenommen, wenn die Wertminderung als voraussichtlich dauerhaft angesehen wird. Zuschreibungen auf Grund des Wertaufholungsgebotes werden bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen.

Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst.

Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind grundsätzlich zu Anschaffungspreisen bzw. zu den niedrigeren Tageswerten bewertet. Zur Ermittlung der Anschaffungskosten wird die Durchschnittsmethode angewendet. Den in den Warenvorräten enthaltenen Risiken, die aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit resultieren, wird durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen.

Die Herstellungskosten der bestellten Anlagen in Arbeit (Vorräte) enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten in angemessenem Umfang Material- und Fertigungsgemeinkosten, den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, sowie Aufwendungen für soziale Leistungen, soziale Einrichtungen und betriebliche Altersversorgung. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In die Herstellungskosten sind keine Fremdkapitalzinsen einbezogen.

Absehbare Verluste aus Kundenaufträgen werden durch Abzug von den aktivierten Aufwendungen bei bestellten Anlagen in Arbeit und gegebenenfalls durch Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste berücksichtigt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer bzw. geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die erhaltenen Anzahlungen werden nicht mit den Vorräten saldiert, sondern unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Bewertung der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt grundsätzlich zu ihrem Nennwert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden mit einem fristadäquaten Marktzins auf den Barwert diskontiert.

Zweifelhafte Forderungen werden mit ihrem wahrscheinlichen Wert angesetzt, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen sind mit dem amtlichen Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt.

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte auf der Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens zum 31. Dezember 2023. Für die Abzinsung wird pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB von 1,82% (Vorjahr: 1,79%) verwendet. Der Unterschiedsbetrag im Sinne des § 253 Absatz 6 Satz 1 HGB zwischen der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz beträgt zum Bilanzstichtag 2.169 TEUR. Der Unterschiedsbetrag ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt. Die rechnerisch angesetzten langfristig zu erwartenden Lohn- und Gehaltssteigerungen betragen 3,25% p.a. Ein Karrieretrend wird dabei als prozentualer Zuschlag berücksichtigt. Die langfristige Rentendynamik wurde mit 2,15% p.a. (Vorjahr: 2,15%) p.a. und die biometrischen Annahmen mit den "Heubeck- Richttafeln 2018 G" angesetzt. Die Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis erfasst.

Die versicherungsmathematische Bewertung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgte auf der Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens. Der Rechnungszins wurde unter Berücksichtigung des zulässigen Pauschalverfahrens und zum Inventurstichtag 30. September 2023 mit 1,74 % (Vorjahr: 1,45 %) bestimmt. Die rechnerisch angesetzten langfristig zu erwartenden Lohn- und Gehaltssteigerungen betragen 3,25 % p.a. Die biometrischen Annahmen wurden mit den "Heubeck-Richttafeln 2018 G" angesetzt.

Das Deckungsvermögen ist mit dem beizulegenden Zeitwert unabhängig von der Anschaffungskostenrestriktion angesetzt. Der beizulegende Zeitwert entspricht dabei grundsätzlich dem Marktpreis (§ 255 Abs. 4 HGB). Die sich im Rahmen der Zeitwertbewertung ergebenden Wertunterschiede werden ergebniswirksam erfasst. Dies betrifft im Wesentlichen die im August 2007 erworbenen Spezialfondsanteile, die mit den entsprechenden Pensionsverpflichtungen verrechnet werden. Die an den Towers Watson Treuhand e.V ., Reutlingen, übertragenen Deckungsvermögen stehen im juristischen Eigentum des Treuhänders. Im Falle der Insolvenz der Gesellschaft besteht keine Zugriffsmöglichkeit der Gesellschaft auf diese Mittel. Das Deckungsvermögen wird gemäß § 246 Abs. 2 HGB in Höhe des Zeitwerts mit dem Erfüllungswert der Pensionsrückstellungen verrechnet. Entsprechend wird mit den korrespondierenden Aufwendungen und Erträgen verfahren.

Die Restrukturierungsrückstellung betrifft insbesondere sämtliche personalbezogenen Verpflichtungsbeträge aus der im Dezember 2022 umgesetzten Restrukturierung und solcher während der Geschäftsjahre 2019 bis 2021 zwischen Vertretern der Arbeitnehmerseite und der Arbeitgeberseite detailliert verhandelten Restrukturierung der Gesellschaft. Die Restrukturierung betrifft einen wesentlichen Teil der Belegschaft und setzt sich aus verschiedenen Komponenten (insbesondere Abfindungszahlungen und Finanzierung einer Transfergesellschaft) zusammen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem amtlichen Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.

2. Finanzanlagen

2.1. Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die nachfolgend aufgeführten Tochtergesellschaften (Anteilsbesitz).

Name und Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital 31.12.2023 Jahresergebnis 2023
in % TEUR TEUR
Unmittelbar gehaltene Anteile:
GE Power Systems GmbH, Mannheim 100 84.768 17.230 *
GE Power Sp. z o.o ., Elblag, Polen 100 25.682 -5.805 **

* Jahresergebnis vor Gewinnabführung / Verlustausgleich
** Jahresabschluss zum 31.12.2022 (Testat: 16.01.2024)

Die Prüfung der Werthaltigkeit der Beteiligungen durch die Unternehmensleitung, hat keine Anhaltspunkte für eine dauerhafte Wertminderung ergeben.

2.2. Sonstige Ausleihungen

Die sonstigen Finanzanlagen bestehen aus einer Ausleihung an den Willis Towers Watson Treuhand e.V. in Höhe von TEUR 271 (VJ: TEUR 288) und aus langfristigen Ausleihungen an Mitarbeiter in Höhe von TEUR 0 (VJ: TEUR 11).

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

lt. Anlagengitter Anschaffungskosten
01.01. 2023 Zugänge Umgliederungen Abgänge 31.12. 2023
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 980 0 0 0 980
980 0 0 0 980
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremder Grundstücken 26.029 95 64 0 26.189
2. Technische Anlagen und Maschinen Geleistete Anzahlungen und Anlagen im 77.233 470 1.462 -144 79.021
3. Bau 1.692 1.955 -1.526 -36 2.085
104.954 2.520 0 -180 107.295
III Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 337.764 0 0 0 337.764
2. Sonstige Ausleihungen 299 0 0 -28 272
338.063 0 0 -28 338.036
443.997 2.520 0 -208 446.311
lt. Anlagengitter Kumulierte Abschreibungen
01.01. 2023 Abschreibungen Abgänge 31.12. 2023
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 908 30 937
908 30 0 937
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremder Grundstücken 13.720 649 0 14.369
2. Technische Anlagen und Maschinen Geleistete Anzahlungen und Anlagen im 57.731 3.162 -144 60.750
3. Bau 0 0 0 0
71.451 3.811 -144 75.119
III Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 218.399 0 0 218.399
2. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0
218.399 0 0 218.399
290.758 3.841 -144 294.455
lt. Anlagengitter Buchwerte
31.12. 2022 31.12. 2023
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 72 43
72 43
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremder Grundstücken 12.309 11.820
2. Technische Anlagen und Maschinen Geleistete Anzahlungen und Anlagen im 19.502 18.271
3. Bau 1.692 2.085
33.504 32.176
III Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 119.366 119.366
2. Sonstige Ausleihungen 299 272
119.666 119.638
153.242 151.857

3. Vorräte

Auf Grund der großen Bedeutung unseres Anlagengeschäfts wird anstelle der vom Gesetzgeber verwendeten Bezeichnung "unfertige Leistung" die in diesem Geschäft übliche Bezeichnung "Bestellte Anlagen in Arbeit" verwendet und als gesonderte Position des Vorratsvermögens ausgewiesen. Auf Vorräte dieser Position wurden erhebliche Kundenanzahlungen geleistet, die nicht beim Vorratsvermögen abgezogen wurden.

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.947 1.863
Bestellte Anlagen in Arbeit 357.936 466.782
359.883 468.645

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.747 5.611
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr (758) (1.017)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 383.915 290.973
davon aus Lieferungen und Leistungen (42.487) (81.519)
davon aus Finanzverkehr (340.656) (209.454)
Sonstige Vermögensgegenstände 1.931 3.517
davon gegen das Finanzamt (321) (1.509)
400.592 300.102

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten vornehmlich Steuervorauszahlungen (aus Umsatzsteuer), Vorschüsse an Belegschaftsmitglieder sowie debitorische Kreditoren.

5. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft in Höhe von TEUR 7.228 die Vermietung eines Gebäudes an die GE Power GmbH. Den Mietzins hatte die Gesellschaft im Voraus bezahlt.

6. Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt unverändert zum Vorjahr 406.011.258,65 EUR und wurde bis zum 16.09.2022 von der alleinigen Gesellschafterin General Electric International (Benelux) B.V. und seit dem 17.09.2022 von der GE Power Netherlands B.V. gehalten.

Die im Jahr 2023 durchgeführte Zuführung zur Kapitalrücklage wurde mittels einer Banküberweisung am 12.11.2023 in Höhe von TEUR 85.000 erbracht.

7. Rückstellungen

Der gutachterlich nach handelsrechtlichen Vorgaben ermittelte Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen vor Verrechnung mit dem Deckungsvermögen beträgt TEUR 200.567. Der Marktwert der Anteile vom Deckungsvermögen beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 61.350 und lag über den historischen Anschaffungskosten von TEUR 26.393. Für den Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 34.957 ergibt sich eine Abführungssperre.

Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. April 2010 (BilMoG - Eröffnungsbilanz) ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz zum 31. März 2010 von TEUR 10.511.

Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht des Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht und verteilt den Aufwand aus der Umstellung (TEUR 10.511) linear über einen Zeitraum von 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2023 wurden TEUR 701 als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die aus diesem Sachverhalt resultierende Unterdeckung bei den Pensionsrückstellungen auf TEUR 701.

In den Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen sind auch Verpflichtungen aus der betrieblichen Sozialordnung, wie zum Beispiel Übergangsgelder und Weihnachtsgeldzahlungen an künftige Pensionäre erfasst.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen vorwiegend noch zu erwartende Aufwendungen für bereits abgerechnete Aufträge in Höhe von TEUR 8.911 (VJ: TEUR 11.485). Des Weiteren sind Rückstellungen für noch fehlende Belastungen, Gewährleistungsrückstellungen und Rückstellungen für sonstige auftragsbezogene Verpflichtungen in Höhe von TEUR 21.469 (VJ: TEUR 55.568) enthalten. Darüber hinaus sind in den sonstigen Rückstellungen auch Jubiläums- und Tantiemeverpflichtungen an Mitarbeiter und für noch abzugeltende Urlaubsansprüche i.H.v. TEUR 5.358 (VJ: TEUR 6.255) enthalten. Die übrigen sonstigen Rückstellungen enthalten unter anderem Rückstellungen für die Berufsgenossenschaft sowie fehlende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 3.222 (VJ: TEUR 4.400).

Die Rückstellungen für Gewährleistungs- bzw. Garantie-Aufwendungen unterteilen sich in pauschale Vorsorgen für die Garantiezeit, welche auf Basis des historischen Garantieaufwandes bemessen werden, sowie in Einzelgarantie-Rückstellungen für bekannte projektspezifische Risiken.

Die Rückstellungen für Restrukturierung in Höhe von TEUR 54.371 (VJ: TEUR 86.320) enthalten ausschließlich personalbezogene Komponenten. Ein wesentlicher Teil der Rückstellungen entfällt auf Abfindungszahlungen an Mitarbeiter sowie Aufwendungen der Transfergesellschaft aufgrund der in vergangenen Geschäftsjahren kommunizierten Restrukturierungen der Gesellschaft.

8. Verbindlichkeiten

Sämtliche im Vorjahr vorhandenen Verbindlichkeiten waren innerhalb eines Jahres fällig.

31.12.2023 RLZ bis zu RLZ > 1 Jahr 31.12.2022
TEUR 1 Jahr TEUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 540.354 289.335 251.019 625.529
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.837 11.837 0 12.834
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.127 5.127 0 23.263
davon aus Lieferungen und Leistungen (5.127) (5.127) (0) (23.263)
Sonstiae Verbindlichkeiten 3.135 3.135 0 4.075
davon aus Steuern (2.575) (2.575) (0) (3.365)
Verbindlichkeiten 560.453 309.434 251.019 665.701

9. Haftungsverhältnisse

Es bestehen branchenübliche Bietungs-, Anzahlungs- und Vertragserfüllungsbürgschaften bzw. -garantien aus dem laufenden Geschäft in Form von Avalen. Bankbürgschaften sind das übliche Instrument zur Absicherung von Geschäftsbeziehungen im Anlagenbau. Die ausgegebenen Bürgschaften der GE Power GmbH, Mannheim, in Höhe von TEUR 446.456 betreffen im Wesentlichen Vertragserfüllungsbürgschaften.

Ferner bestehen branchenübliche, teilweise gesamtschuldnerische Haftungen aus Konsortialverträgen im Rahmen der Durchführung von Projekten.

Das Risiko der Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen wird von der Unternehmensleitung derzeit, aus der Erfahrung vergangener Jahre, als gering eingeschätzt.

10. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2023
TEUR
fällig im Geschäftsjahr 2024 231.716
fällig im Geschäftsjahr 2025 2.238
fällig im Geschäftsjahr 2026 2.171
nach dem Geschäftsjahr 2027 fällig 4.304
240.430

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten ein kundenauftragsbezogenes Bestellobligo in Höhe von TEUR 228.543. Die weiteren Zahlungsverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus bestehenden Mietverträgen.

Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge betreffen im Wesentlichen die Gebäude, den Fuhrpark und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken können sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten.

Zwecks Risikobegrenzung sichert die Gesellschaft grundsätzlich Währungsrisiken größer TEUR 50 resultierend aus Forderungen, Verbindlichkeiten sowie aus schwebenden Geschäften in Fremdwährungen mittels Devisentermingeschäften ab.

Zum Geschäftsjahresende betrug der negative Nominalwert der Devisentermingeschäfte TEUR 1.

Der positive Marktwert der Devisentermingeschäfte beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 0, der negative Marktwert beträgt TEUR 1. Dafür wurde eine Drohverlustrückstellung in gleicher Höhe bilanziert. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte erfolgte mit Hilfe eines internen Bewertungsmodells unter Verwendung aktueller Marktparameter.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

11. Umsatzerlöse

01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
Aufgliederung nach Regionen TEUR TEUR
Inland 124.270 105.443
Ausland 182.204 416.850
Europa (34.328) (241.003)
Nordamerika (3.972) (4.878)
Südamerika (16.294) (2.385)
Asien (117.773) (147.751)
Sonstige (9.838) (20.833)
306.474 522.293
01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
Aufgliederung nach Geschäftsbereichen TEUR TEUR
Neubau 106.549 389.779
Service 194.702 128.433
Sonstiges 5.223 4.081
306.474 522.293

12. Sonstige betriebliche Erträge

01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
TEUR TEUR
Erträge aus Weiterverrechnungen 24.553 16.451
Erträge aus Auflösung von Rückstellungen 7.732 16.763
Erträge aus Währungsumrechnung 450 193
Restliche betriebliche Erträge 10.063 1.985
42.797 35.392
Davon periodenfremde Erträge: 8.182 16.956

13. Materialaufwand

01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
TEUR TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 45.880 233.272
Aufwendungen für bezogene Leistungen 14.492 15.860
60.372 249.132

14. Personalaufwand

01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 51.785 55.763
Sozialversicherungsbeiträge und sonstige PNK 7.944 11.764
(davon Aufwendungen für Altersvorsorge und für Unterstützung) (665) (3.316)
59.729 67.528

15. Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt

01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
Angestellte und Arbeiter 494 614
Auszubildende 6 7
500 621

Zum 31. Dezember 2023 waren 462 Beschäftigte sowie 7 Auszubildende angestellt.

16. Sonstige betriebliche Aufwendungen

01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
TEUR TEUR
Sonstige Personalkosten 9.370 9.728
Mieten, Gebäude- und Reinigungskosten 7.576 5.940
Bildung auftragsbezogener Rückstellungen 5.214 47.280
Instandhaltungsaufwendungen 4.712 4.058
Vertriebsaufwendungen 3.790 3.491
Reise-, Repräsentations- und Bewirtungskosten 3.041 3.389
Restrukturierung 2.758 36.864
IT-Leistungen, EDV-Kosten, etc. 2.752 3.015
Rechts- und Beratungskosten 1.335 1.214
Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB 701 701
Aufwand aus Konzernumlagen 539 780
Aufwand aus Währungsumrechnung 387 3.059
Dienstleistungen 380 387
Gebühren und Beiträge 274 338
Restliche betriebliche Aufwendungen 2.466 1.399
45.295 121.645

17. Zinsergebnis

01.01.2023 - 31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
TEUR TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.907 772
(davon von verbundenen Unternehmen) (10.907) (772)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.199 -11.834
(davon von verbundenen Unternehmen) (-2.424) (-49)
(davon aus Aufzinsungen von Rückstellungen) (-775) (-11.785)
7.708 -11.062

Im Zinsergebnis sind Cashpoolzinsen (TEUR 8.483; VJ: 356) sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen (TEUR 2.686; VJ: 5.781) sowie ein Ertrag aus dem Planvermögen (TEUR 1.910; VJ: Aufwand TEUR 6.004) enthalten.

Sonstige Angaben

1. Aufsichtsrat und Geschäftsführung

Die Geschäftsführung veröffentlichte am 27.09.2023 eine Bekanntmachung im Bundesanzeiger analog § 97 Abs. 1 AktG über den Wegfall der gesetzlichen Pflicht zur Bildung eines Aufsichtsrates. Der Aufsichtsrat wurde aufgelöst. Ein entsprechendes Statusverfahren zum Vorliegen der Voraussetzungen einer gesetzlichen Pflicht zur Bildung eines Aufsichtsrates ist derzeit noch beim Landgericht Mannheim anhängig.

Anteilseignervertreter

Frank Ennenbach General Manager, Steam Power New Services Fossil Vorsitzender bis 08.11.2023
Marita Erler Senior Executive - Human Resources bis 08.11.2023
Paul Wise Executive - Services bis 08.11.2023
Steffen Fluhrer Executive - Business Operations bis 08.11.2023

Arbeitnehmervertreter

Toralf Brandt Vorsitzende des Konzernbetriebsrats / BR Berlin bis 08.11.2023 von 20.03.2023 bis
Helmut Schneider stellv. Konzernbetriebsratsvorsitzender / BR Mannheim 08.11.2023

Geschäftsführung

Michael Mattes Managing Director EMENAT West Sprecher
Christian Hahn Senior Finance Manager - Operational Controller bis 15.06.2024
Oliver Tondorf Senior Project Management Manager

2. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Mitglieder der Geschäftsführung erhielten im abgelaufenen Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von 589 TEUR von der Gesellschaft. Für aktive Mitglieder der Geschäftsführung der Gesellschaft bestehen TEUR 342 an Pensionsverpflichtungen.

3. Gesamtbezüge des Aufsichtsrats sowie ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats

Es wurden keine Vergütungen an den Aufsichtsrat gezahlt.

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung, des Aufsichtsrates sowie deren Hinterbliebenen belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 13.616.

4. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das gemäß § 285 Nr. 17 anzugebende Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers beträgt TEUR 282 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

5. Konzernabschluss

Das Mutterunternehmen, welches den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt und in den der Jahresabschluss der GE Power GmbH einbezogen wird, ist bis zum 2. April 2024 die General Electric Company Inc., Boston, Massachusetts, USA.

Die GE Power GmbH stellt selbst keinen Konzernabschluss auf, da sie die Befreiungsvorschrift nach § 292 HGB in Anspruch nimmt. Der Konzernabschluss 2023 der General Electric Company Inc., Boston, Massachusetts, USA, in den die Gesellschaft einbezogen ist, soll gemäß § 292 HGB in deutscher Sprache im Unternehmensregister veröffentlicht werden.

Abweichend vom deutschen Recht werden in dem befreienden Konzernabschluss die angearbeiteten Aufträge nach der percentage of completion method abgerechnet. Des Weiteren sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen als verbundene Unternehmen klassifiziert.

6. Mindestbesteuerung

Das am 28. Dezember 2023 veröffentlichte Mindeststeuergesetz (MinStG) beinhaltet das neue Bundesgesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen. Die GE Power GmbH ist Bestandteil des General Electric Konzerns, dessen Umsatz EUR 750 Mio. übersteigt. Das Bundesgesetz findet mit dem Überschreiten der Umsatzgrenze frühestens mit dem Geschäftsjahr 1. Januar 2024 beginnend auf die Gesellschaft Anwendung. Derzeit werden die Anforderungen aus diesen Bestimmungen evaluiert, Auswirkungen müssen noch im Detail analysiert werden.

7. Nachtragsbericht

Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2023 bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Lage der Gesellschaft eingetreten:

Am 12. September 2024 wurde das Projekt Shianoukville (Indien) im Rahmen eines Settlements zum Abschluss gebracht. Der daraus resultierende Verlust von rund Mio. EUR 9 stellt ein wertbegründendes Ereignis dar und wird im Geschäftsjahr 2024 berücksichtigt.

Derzeit findet eine Steuerprüfung der Wirtschaftsjahre 2017 bis 2019 statt. Die Feststellungen aus der Prüfung sind derzeit noch in Diskussion. Ein finaler Bescheid ist noch nicht ergangen.

Im Februar 2024 wurde die GE Power GmbH zur 100% Anteilseignerin der GE ENERJI ENDÜSTRI TIC. VE SERVIS A.S./Türkei. Die GE Power GmbH weist ein Darlehen gegen diese Gesellschaft aus. Teile des bestehenden Darlehens sollen in Eigenkapital umgewandelt werden.

Zu den Auswirkungen des Ukraine-Krieges verweisen wir auf unsere Ausführungen im Risikobericht des Lageberichts.

Es sind keine weiteren Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu verzeichnen.

 

Mannheim, 25. November 2024

GE Power GmbH

Michael Mattes

Oliver Tondorf

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GE Power GmbH, Mannheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GE Power GmbH, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Dar- über hinaus haben wir den Lagebericht der GE Power GmbH, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die als "ungeprüft" gekennzeichneten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf die als "ungeprüft" gekennzeichneten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die als "ungeprüft" gekennzeichneten Bestandteile des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen des Unternehmens bzw. von dessen Teilbereichen ein, um Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Jahresabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 26. November 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Claus Buhleier, Wirtschaftsprüfer

Michael Harst, Wirtschaftsprüfer

Außerordentliche Gesellschafterversammlung der Extraordinary Shareholder's Meeting of
GE Power GmbH GE Power GmbH
Die Firma GE Power Netherlands B.V. mit Geschäftsadresse Westervoortsedijk 73HB, 6827AV, Arnhem, die Niederlande, ist die alleinige Gesellschafterin der im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Geschäftsnummer HRB 732149 eingetragenen Firma GE Power GmbH mit dem Sitz in Mannheim, Deutschland. GE Power Netherlands B. V., having its business address at Westervoortsedijk 73HB, 6827AV, Arnhem, the Netherlands, is the sole shareholder of GE Power GmbH with its seat at Mannheim, Germany, registered with the Commercial Register of the Lower Court of Mannheim under HRB No. 732149.
Unter Verzicht auf alle Formen und Fristen der Einberufung und Abhaltung einer Gesellschafterversammlung hält die unterzeichnete alleinige Gesellschafterin hiermit eine außerordentliche Gesellschafterversammlung der Waiving all formalities and notice periods regarding the calling and holding of a shareholders' meeting the undersigned sole shareholder holds an extraordinary shareholders' meeting of
GE Power GmbH GE Power GmbH
ab und beschließt einstimmig, was folgt: and adopts by unanimous vote the following resolutions:
1. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wird hiermit festgestellt und genehmigt. 1. The financial statements of the company for the fiscal year ending December 31, 2023 are hereby verified and approved.
2. Der Geschäftsleitung wird hiermit für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt. 2. The activities of the management in the financial year 2023 are herewith approved.
3. Den Aufsichtsratsmitgliedern wird hiermit für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt. 3. The activities of the supervisory board members in the financial year 2023 are herewith approved.
4. Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, wird zum Wirtschaftsprüfer der GE Power GmbH für das am 31. Dezember 2024 endende Geschäftsjahr bestellt. 4. Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, is appointed as auditor of GE Power GmbH for the fiscal year ending on December 31, 2024.
Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst und die Gesellschafterversammlung hierauf geschlossen. No further resolutions are passed and the shareholders' meeting is closed hereinafter.

 

Amsterdam, den/this 10. Dezember/December 2024

GE Power Netherlands B.V.

Guillaume Zagdoun, Managing Director

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