Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 8187
Eingetragen
18.1.1982
Branche
Großhandel mit TextilienGroßhandel mit Lederwaren, Reisegepäck, Geschenk- und WerbeartikelnGroßhandel mit Anstrichmitteln
Gegenstand
Großhandel mit Waren aller Art, insbesondere Kurz-, Schreib-, Textil-, Spielsowie Saisonwaren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Hans Otto Breimeir
seit 22.8.2002
Geschäftsführer
Claudia Breimeir
seit 22.8.2002
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
32.00%
Yvonne Breimeir
32.00%
Bettina Aumiller
32.00%

Gesellschafter
Beta

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Michael Breimeir
Augsburg
115.200 €
32.00%
Yvonne Breimeir
München
115.200 €
32.00%
Bettina Aumiller
Friedberg
115.200 €
32.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Breimeir GmbH

Augsburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 12.672,00 2.977,00
II. Sachanlagen 333.029,00 363.470,00
III. Finanzanlagen 126.820,07 472.521,07 126.820,07
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 2.804.129,18 2.720.455,63
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.837.322,42 3.475.149,30
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 740.635,81 6.382.087,41 303.622,86
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.875,00 3.188,70
6.856.483,48 6.995.683,56

PASSIVA

Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 360.000,00 360.000,00
II. Bilanzgewinn 3.736.674,86 4.096.674,86 3.330.654,90
B. Rückstellungen 223.615,05 512.733,80
Verbindlichkeiten
C. 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 304.679,79 415.648,09
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 98.274,27 108.518,89
3. übrige Verbindlichkeiten 2.133.239,51 2.536.193,57 2.268.127,88
6.856.483,48 6.995.683,56

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 4.348.657,63 4.446.102,53
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.416.240,91 1.365.801,94
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 609.315,93 2.025.556,84 640.952,54
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 104.325,24 100.697,42
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.595.014,24 1.542.068,21
5. Erträge aus Beteiligungen 4.026,89 5.706,33
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12.401,76 6.888,65
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 14.929,41 14.854,85
- davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen Euro 48,00 (Vj. Euro 51,00)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 192.625,22 247.381,43
10. Ergebnis nach Steuern 432.635,33 546.941,12
11. Sonstige Steuern 26.615,37 26.056,61
12. Jahresüberschuss 406.019,96 520.884,51

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Die Breimeir GmbH, mit Sitz in Augsburg, ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Augsburg unter HRB 8187 eingetragen.

A. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Der Jahresabschluss der Firma Breimeir GmbH wurde für das Geschäftsjahr 2023 nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Sofern es der Übersichtlichkeit diente, sind Wahlrechte zu Gunsten des Anhangs ausgeübt worden.

Bilanzierunqshilfen und Ansatzwahlrechte wurden im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr nicht in Anspruch genommen.

Der Grundsatz der Bewertunqs- und Gliederungsstetigkeit wurde beachtet.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert. Bei den angeschafften Gegenständen wurden Nutzungsdauern von 3 Jahren angenommen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen bei beweglichen Anlagegegenständen wurden linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt 3 bis 20 Jahre. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Stichtagswert bewertet. In Folge der hohen Energiepreise, der hohen Inflation sowie der damit in Zusammenhang stehenden Kaufzurückhaltung wurde erneut ein Sicherheitsabschlag von 5% auf höherpreisige aktuelle Weihnachtsartikel vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für das allgemeine Kredit- und Ausfallrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Die liquiden Mittel wurden zum Nennbetrag angesetzt.

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken, ungewissen Verpflichtungen und drohenden Verluste in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

B. Erläuterungen und Angaben zu einzelnen Posten des Jahresabschlusses I. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Forderungen gegenüber Gesellschafter bestehen in Höhe von EUR 13.085,23. Sie sind unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

3. Bilanzgewinn

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 3.330.654,90 (Vj. EUR 2.809.770,39) enthalten.

4. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsverpflichtungen betragen am Bilanzstichtag TEUR 2 (Vj. TEUR 3). Die Bewertung erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode). Die Rückstellungen wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz für 10 Jahre von 1,82% bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren abgezinst. Zugrunde gelegt wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck sowie ein Rententrend von 1,5% und eine Fluktuation von 0%. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum Bilanzstichtag 6 EUR. Ferner ist dieser Betrag mit einer Ausschüttungssperre versehen.

Aktive latente Steuern wurden gegen passive latente Steuern saldiert. In Summe ergab sich hierbei ein Aktivüberhang, für den das Wahlrecht des Nichtansatzes gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB ausgeübt wurde.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Personalkosten (TEUR 19), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 27), Kosten für unterlassene Instandhaltungen (TEUR 35) sowie ausstehende Rechnungen (TEUR 98).

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 305 (Vj. TEUR 416) sind durch Buch- und Briefgrundschulden sowie Bürgschaften und eine Globalzession abgesichert. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt EUR 190.585,14, und von mehr als fünf Jahren EUR 0,00.

Unter den übrigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 276.322,88 und im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 11.040,38 ausgewiesen.

II. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Außerplanmäßige Abschreibungen bestehen nicht, periodenfremde Aufwendungen bzw. Erträge sind im Berichtsjahr nicht wesentlich.

Bei den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung in Höhe von EUR 48 (Vj. EUR 51) enthalten.

Außerordentliche Aufwendungen bzw. Erträge bestanden nicht.

C. Sonstige Angaben

Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zur Sicherung der Verbindlichkeiten der Breimeir Grundbesitz GmbH & Co. KG wurde am 03.03.2023 eine selbstschuldnerische Bürgschaft in Höhe von EUR 1.700.000 erteilt. Aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung dieser Gesellschaft ist mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen.

Aus Dauermietverhältnissen bestehen monatliche Verpflichtungen in Höhe von EUR 19.390 (Vj. EUR 16.153). Davon entfallen EUR 19.390 auf Verpflichtungen gegenüber nahestehende Unternehmen.

Mitarbeiteranzahl (Durchschnitt)

Im Jahresdurchschnitt waren 48 Arbeitnehmer beschäftigt, hiervon 4 geringfügig Beschäftigte.

Mitglieder der Geschäftsführung

Hans Otto Breimeir, kaufmännischer Geschäftsführer, Friedberg

Michael Breimeir, kaufmännischer Geschäftsführer, Friedberg

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung verzichtet.

Beteiligungen

Die Breimeir GmbH ist an folgenden Gesellschaften zu mindestens 20% beteiligt:

Anteil Eigenkapital Ergebnis
°A EUR EUR
Baygro GmbH, Augsburg 52 139.787,47 -105,34
Amica Spielwarenhandelsges.mbH, Augsburg 100 37.424,16 -268,60

Angabe nach § 285 Nr. 33 HGB

Im ersten Quartal 2024 wurde von dem eingeräumten Sondertilgungsrecht Gebrauch gemacht und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten vollständig getilgt. Um die künftige Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten werden im Jahr 2024 umfangreiche Investitionen in die Erneuerung des Brandschutzes, den Ausbau des WLAN und ein neues Warenwirtschaftssystem in Höhe von insgesamt rund TEUR 500 aus Eigenmitteln getätigt. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind mit Ausnahme der Konsequenzen aufgrund der nach wie vor bestehenden hohen Inflation sowie dem Krieg in der Ukraine nicht eingetreten. Hieraus ergeben sich Chancen wie auch Risiken, welche im Lagebericht der Gesellschaft dargestellt sind.

Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses

Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Von den Erleichterungen des § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht.

 

Augsburg, den 31. Juli 2024

BREIMEIR GmbH

Lagebericht 2023

Geschäftsmodell

Die BREIMEIR GmbH mit Sitz in Augsburg gehört zu den führenden Unternehmen in Deutschland im Bereich Großhandel von Spiel- und Schreibwaren. Mit einem Sortiment von über 15.000 Artikeln verstehen wir uns als Fachgroßhandel sowohl für stationäre Einzelhändler als auch für multichannel Einzelhändler und den reinen Online-Händler.

Branchen- und Wettbewerbssituation

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Nach Einschätzung des Statistischen Bundesamtes kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort.

Quelle: www.destabs.d&DE/Presse/Pressemitteilunclen/2024/Nr 019 vom 15. Januar 2024r

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, beträgt die Inflationsrate für 2023 5,9% und fällt damit geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2022 noch bei +6,9 % gelegen.

Das schwierige Marktumfeld mit einer hohen Inflation und vielen Unsicherheiten bei den Verbrauchern zeigt sich auch in den Umsätzen der Spielwarenbranche. Der Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels (BVS) rechnet über alle Vertriebswege hinweg mit einem Umsatzrückgang von ca. 4%. Der Rückgang des Umsatzvolumens im vergangenen Jahr wird von Branchenexperten allerdings auch als eine gewisse Normalisierung bewertet. Denn unbestritten hatten die zurückliegenden Corona Jahre einen Boom ausgelöst, wie er nur in außergewöhnlichen Zeiten entsteht. Weil Schulen und Kindertagesstätten geschlossen bleiben mussten, wuchs die Nachfrage insbesondere nach Beschäftigungsspielen und anderen Produkten für einen sinnvollen Zeitvertreib für Kinder und Jugendliche enorm. Während 2019 im letzten Jahr vor der Pandemie die Handelsumsätze der Branche noch bei etwa 3,4 Mrd. Euro lagen, erreichten sie im Jahr 2021 das Rekordniveau von 4,9 Mrd. Euro, um dann 2022 auf 4,7 Mrd. Euro zu sinken. Insofern befinden sich die Handelsumsätze im Jahr 2023 trotz des deutlichen Rückgangs mit rund 4,5 Mrd. Euro immer noch auf einem beachtlich hohen Niveau.

Quelle: www.bvspielwaren.de/News/Pressemitteilung/Weihnachten-148-Euro-f%C3M3Cr-Spielzeug Quelle: https://planet-tovs.de/hinterorund/die-boomzeiten-sind-endoueltiq-vorbei/

Diese Entwicklung spiegelt sich auch in unserer Geschäftsentwicklung wider. Als einer von drei maßgebenden Spielwaren-Großhändlern konnte die Gesellschaft auch in 2023 die Entwicklung des Einzelhandels mit ihrem Markenportfolio und ihrer Logistik erfolgreich unterstützen und die Marktstellung weiter behaupten.

Der Handelsverband Büro und Schreibkultur (HBS) zieht für das zurückliegende Geschäftsjahr eine positive Bilanz. Das Marktvolumen ist gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent auf nun 13,3 Milliarden Euro gewachsen. Ein wesentlicher Hintergrund der Umsatzzuwächse sind Preiserhöhungen in der Branche, nicht jedoch wachsende Stückzahlen. Zugleich verweist der Handelsverband HBS auf die negativen Auswirkungen der hohen Inflation und deren Auswirkungen auf den Konsum sowie der fortschreitenden Digitalisierung hin. Weiterhin ist der Markt von einem starken Wettbewerb geprägt.

Quelle:/www.pbs-business.deinewshand e1/28-01-2024-pbs-branche-verzeichnet-2023-nominales-wachstumil

Trotz anhaltender Konsolidierung beim Großhandel stehen in diesem Segment derzeit noch mehr als zehn teils regional, teils überregional tätige, leistungsfähige Anbieter im Wettbewerb. In diesem Bereich, der rund 5% der Gesamterlöse ausmacht, konnte die Gesellschaft ihre Marktstellung trotz schwieriger Rahmenbedingungen halten.

Ertragslage

Im Berichtsjahr verzeichnet die Gesellschaft, bedingt durch eine schwierige Marktlage aufgrund der gestiegenen Inflation, gestiegene Zinsen und in der Folge eine geringere Kaufkraft, einen leichten Rückgang der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr. Hierdurch sank der Rohertrag von TEUR 4.446 auf TEUR 4.349. Der Personalaufwand (TEUR 2.025; Vj. TEUR 2.007) stieg nur geringfügig an. Die Anzahl der Mitarbeiter im Durchschnitt reduzierte sich auf 48 Personen. Gegenläufig wirken sich Gehaltserhöhungen aus. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von TEUR 1.542 auf TEUR 1.595 im Wesentlichen durch gestiegene Raumkosten erhöht. Im Ergebnis wurde das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 406 (Vj. TEUR 521) abgeschlossen.

Vermögenslage

Sortimentsstrategie und Abwicklung

Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft ihre vorsichtige Sortimentspolitik der letzten Jahre grundsätzlich fortgesetzt. Trotz eines zufriedenstellendes Jahresendgeschäfts wurde aus strategischen sowie preispolitischen Gründen, aufgrund von angekündigten Preiserhöhungen bei einigen Markenartikelherstellern, zum Bilanzstichtag der Warenbestand aufgebaut. Der Warenbestand stieg hierdurch sowie durch generell gestiegene Einkaufspreise zum Bilanzstichtag um 2,7% auf TEUR 2.719 (Vj. TEUR 2.647).

Investitionen

Im Berichtsjahr wurden im Wesentlichen Investitionen in E-Ladesäulen (TEUR 5) sowie Kfz-Ersatzbeschaffungen (TEUR 63) vorgenommen. Für das Jahr 2024 ist die Erneuerung der Brandmeldeanlage geplant.

Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft ist sehr stabil. Die Liquidität der Gesellschaft war im Berichtsjahr allzeit ausreichend gesichert. Der Gesellschaft standen zur Finanzierung aller Maßnahmen jederzeit Eigenmittel, ein planmäßig getilgtes Bankdarlehen, ausreichende Kontokorrent-Kredite sowie branchenübliche Warenkredite wichtiger Vorlieferanten zur Verfügung. Alle Darlehenstilgungen erfolgten vertragsgemäß. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich zum Stichtag um rund 27% auf TEUR 305 (Vj. TEUR 416) verringert.

Stichtagsbezogen nahmen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um rund 23% auf TEUR 2.334 (Vj. TEUR 3.036) ab.

Infolge einer erneuten Gewinnthesaurierung erhöhte sich das Eigenkapital von TEUR 3.691 auf TEUR 4.097. Die Eigenkapitalquote beträgt 59,7% (Vj. 52,8%). Somit ist der Warenbestand vollständig durch Eigenkapital abgesichert.

Personal- und Sozialbereich

Die Gesellschaft beschäftigte am Bilanzstichtag inklusive Geschäftsführer und Auszubildender insgesamt 50 (Vj. 54) Mitarbeiter. Trotz diesem Rückgang sind die Personalaufwendungen aufgrund branchenüblicher Lohn- und Gehaltssteigerungen von TEUR 2.007 auf TEUR 2.026 gestiegen.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus weiterhin auf der Entwicklung des Rohertrages sowie auf der EBIT-Entwicklung. Der Rohertrag beträgt TEUR 4.349 gegenüber TEUR 4.446 im Vorjahr. Das EBIT ist von TEUR 776 auf TEUR 601 aufgrund allgemeiner Kostensteigerungen gesunken.

Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir nach wie vor als gut ein. Die Umsatz-und Ergebnisentwicklung ist vor dem Hintergrund der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zufriedenstellend. Ferner sind die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen durch liquide Mittel, Forderungen sowie das Warenlager gedeckt.

Prognosebericht

Die Branchenentwicklung wird neben der weiterhin starken Wettbewerbssituation vor allem durch die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung geprägt sein. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet das ifo Institute in seiner aktuellen Prognose eine Zunahme der Wirtschaftsleistung von 0,4%. Mit einem Wachstum des privaten Konsums wird nicht gerechnet. Das ifo Institute erwartet bei der Inflationsrate in 2024 einen deutlichen Rückgang auf rund 2,2%.

Quelle:https://www.ifo.denakten/2024-06-20/1fo-koniunkturproqnose-sommer-2024-neue-hoffnunct-aber-noch-kein-sommermaerchen

Der Einzelhandel blickt auf ein Jahr zurück, in dem viele Unternehmen deutlich an Boden verloren haben. Eine anhaltend hohe Inflation, Lieferprobleme, Fachkräftemangel, hohe Energiekosten und die Auswirkungen von Ukrainekrieg und Nahostkrieg bremsten den Handel aus. Der schwache Konsum eröffnete der Branche kaum Spielräume. Die Hoffnung im Einzelhandel liegt nun auf 2024. Im laufenden Jahr könnten bei steigenden Realeinkommen und moderateren Preissteigerungen die Zeichen wieder auf Wachstum stehen. Das wäre die Voraussetzung für eine bessere Verbraucherstimmung und einen privaten Konsum, der auch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung stützen könnte. Jedoch bleiben erhebliche unkalkulierbare Risiken als Folge schrecklicher Kriege, von Lieferkettenproblemen und Arbeitskräftemangel bestehen. Laut HDE-Prognose werden die Umsätze im Vorjahresvergleich nominal um 3,5 % steigen, was real einem Plus von 1 % entspricht. Damit könnten die Kaufkraftverluste der letzten beiden Jahre zwar nicht ausgeglichen werden, aber zumindest wäre es eine positive Signalwirkung für die Branche. Der Online-Handel als Wachstumstreiber der letzten Jahre fällt weitestgehend aus, da er laut HDE- Prognose lediglich um 3 % wachsen wird, was real einem Plus von 1 % entspricht.

Quelle: https://einzelhandel.de/imacies/oresse/Pressekonferenz/2024/Koniunkturinfo.pdf

Vor diesem Hintergrund sehen wir vor allem für unsere Kunden im stationären Einzelhandel noch erhebliches Potenzial im weiteren Ausbau des Online-Handels. Die weitere Optimierung unserer Logistik und IT Infrastruktur steht damit auch in den kommenden Jahren im Fokus, um die Vorteile beider Vertriebslinien noch stärker unterstützen und verbinden zu können. Hierfür wird in den kommenden beiden Jahren in ein neues Warenwirtschaftssystem investiert. Durch den Einsatz moderner IT Lösungen sollen die internen Organisationsabläufe weiter verbessert und somit die Produktivität gesteigert werden.

Die stark gestiegenen Inflationsraten, insbesondere die hohen Energiekosten, belasten die wirtschaftliche Entwicklung und den privaten Konsum. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir daher einen leichten Umsatz-, Rohertrag und EBIT- Rückgang im oberen einstelligen Prozentbereich. Die Investitionen in die Verbesserung des Brandschutzes werden das Ergebnis 2024 belasten. Die sonstigen Kosten werden ständig überwacht, so dass hier mit keiner nennenswerten Veränderung in 2024 gerechnet wird. Die Geschäftsleitung erwartet vor diesem Hintergrund für das Jahr 2024 einen Rückgang des Ergebnisses auf rund TEUR 250.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Aufgrund unserer starken Marktposition als einer der drei führenden Großhändler für Spielwaren in Deutschland und unserer flexiblen Sortimentsgestaltung sind wir in der Lage, auch größere Bestellmengen schnell und zuverlässig abzuwickeln und dadurch unsere Marktposition zu halten bzw. weiter auszubauen. Mit unserem breiten Sortiment an Spiel- und Schreibwaren sehen wir die Chance, auch künftig Neukunden zu gewinnen und unsere Umsatzziele auszubauen.

Auf der Beschaffungsseite bestehen Risiken vor allem hinsichtlich des Warensortiments. Eine Sortimentsgestaltung, die nicht oder zu spät die Verbrauchernachfrage trifft, kann sich durch höhere Lagerhaltungskosten sowie einen eventuell höheren Abschreibungsbedarf negativ auf die Ertragslage auswirken. Dieses Risiko wird durch erfahrene Einkäufer und ein professionelles Bestellmengensystem begrenzt. Ferner besteht aufgrund von Rohstoffmangel aktuell das Risiko der fristgerechten Verfügbarkeit von Waren. Diesem Risiko wird durch eine höhere Lagerhaltung begegnet.

Zur Reduzierung eines möglichen Bonitätsrisikos werden alle nicht anderweitig durch Kontore besicherten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie bisher bei der Euler-Hermes-Kreditversicherung (Allianz Trade) versichert. Durch die nicht absehbaren wirtschaftlichen Auswirkungen der aktuellen Multirisiken auf unsere Kunden ist das Forderungsmanagement stärker im Fokus. Nennenswerte Forderungsausfälle bzw. Schadensfälle sind bis zum Tag der Erstellung dieses Lageberichtes im Berichtsjahr nicht entstanden oder erkennbar.

Die künftige Geschäftsentwicklung und die damit verbundenen finanzwirtschaftlichen Ziele werden durch die konjunkturellen Entwicklungen in Folge des Ukraine Konflikts sowie der hohen Inflation geprägt sein. Die hohe Inflation und die gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise können das Wirtschaftswachstum und den privaten Konsum nachhaltig belasten. Angesichts dieser Aussichten und des herrschenden starken Preiswettbewerbs erachten wir die Umsatzentwicklung als zufriedenstellend. Herausforderungen sehen wir daher vorrangig in einem sich weiter verschärfenden Preiswettbewerb aufgrund der durch digitale Medien erreichten hohen Markttransparenz sowie in der geringen Anzahl von Anbietern und der zu erwartenden rückläufigen Entwicklung im stationären Einzelhandel.

Um die künftige Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten sind im Jahr 2024 umfangreiche Investitionen geplant, die teilweise bis zur Erstellung des Berichtes bereits vorgenommen wurden (Erneuerung Brandschutz; Ausbau Leistungsfähigkeit WLAN; Warenwirtschaftssystem).

Angesichts des bewährten Risikomanagements und der bestehenden Kreditversicherung sind derzeit keine besonderen Risiken erkennbar, die unsere Entwicklung beeinträchtigen oder unseren Bestand gefährden könnten.

 

Augsburg, im August 2024

BREIMEIR GmbH

Anhang zum 31. Dezember 2023

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

Ursprüngliche Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge 2023 Zuschreibung 2023 Abgänge 2023 Stand 31.12.2023
EUR EUR Euro EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähliche Rechte 91.070,62 12.292,17 0,00 0,00 103.362,79
91.070,62 12.292,17 0,00 0,00 103.362,79
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 933.382,78 80.545,07 0,00 99.171,66 914.756,19
933.382,78 80.545,07 0,00 99.171,66 914.756,19
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 272.943,73 0,00 0,00 0,00 272.943,73
2. Beteiligungen 11.000,00 0,00 0,00 0,00 11.000,00
283.943,73 0,00 0,00 0,00 283.943,73
Summe Anlagevermögen 1.308.397,13 92.837,24 0,00 99.171,66 1.302.062,71
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge 2023 Abgänge 2023 Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähliche Rechte 88.093,62 2.597,17 0,00 90.690,79
88.093,62 2.597,17 0,00 90.690,79
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 569.912,78 101.728,07 89.913,66 581.727,19
569.912,78 101.728,07 89.913,66 581.727,19
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 152.123,66 0,00 0,00 152.123,66
2. Beteiligungen 5.000,00 0,00 0,00 5.000,00
157.123,66 0,00 0,00 157.123,66
Summe Anlagevermögen 815.130,06 104.325,24 89.913,66 829.541,64
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähliche Rechte 12.672,00 2.977,00
12.672,00 2.977,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 333.029,00 363.470,00
333.029,00 363.470,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 120.820,07 120.820,07
2. Beteiligungen 6.000,00 6.000,00
126.820,07 126.820,07
Summe Anlagevermögen 472.521,07 493.267,07

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Breimeir GmbH, Augsburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Breimeir GmbH, Augsburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Breimeir GmbH, Augsburg, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Augsburg, den 14. August 2024

CONLATA Geißelmaier & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Diplom-Kaufmann Jörg Geißelmaier, Wirtschaftsprüfer

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