Schnabel Ottostr. 4 eGbR
Selbe AdresseGroßhandel mit Anstrichmitteln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jan Dr. Zeese seit 19.9.2025 | Geschäftsführer |
Jens Thomas Schneider seit 3.11.2023 | Prokura |
Cenk Seringölge seit 27.5.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Rail Cargo Logistics – Austria GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rail Cargo Logistics - Germany GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 20231. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den relevanten Vorschriften des GmbH Gesetzes erstellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die gesetzlichen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 276, 288 Abs. 2 HGB) wurden bei der Aufstellung des Jahresabschlusses in Anspruch genommen. Die Gesellschaft wird in der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung betrieben. Sie wurde mit notariell beurkundetem Gesellschaftsvertrag vom 14. August 2013 unter dem Firmennamen Rail Cargo Logistics - Germany GmbH errichtet. Sitz ist Frankfurt am Main. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB97504 in das Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist das Erbringen von Speditions- und Logistikdienstleistungen sowie Leistungen der Güterbeförderung. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauern, bewertet. Die Abschreibungen werden nach linearer Methode ermittelt. Die Nutzungsdauern betragen für Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-10 Jahre. Die Abschreibung auf Zugänge des Sachanlagenvermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die Zusammensetzung und die Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich. In Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu € 800,00 gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben im Aufwand erfasst. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen betreffen ungewisse Verbindlichkeiten und werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bewertet. Auf fremde Währungen lautende Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. 3. Angaben zur Bilanz Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 5.154.136,72 (Vorjahr € 2.598.311,77) enthalten insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen, darunter auch Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von € 133.958,07 (Vorjahr € 99.052,53) und Forderungen aus einem Cash-Pool Bestand in Höhe von € 4.150.424,30 (Vorjahr 0 €) enthalten. In den sonstigen Forderungen und Vermögensgegenständen sind hauptsächlich Forderungen aus Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuervorauszahlungen in Höhe von € 487.061,29 (Vorjahr € 464.003,99) sowie Forderungen aus Vorsteuerbeträgen in Höhe von € 543.429,02 (Vorjahr € 513.642,32) für das Jahr 2023 enthalten. In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen wegen Wagenreparaturen/-schäden in Höhe von € 201.000,00 (Vorjahr € 70.000,00), Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von € 259.176,16 (Vorjahr: € 228.851,99), Rückstellungen für Verrechnungspreisdokumentation von € 7.000,00 (Vorjahr: € 17.000,00) sowie Rückstellungen für die Jahresabschlusserstellung in Höhe von € 22.000,00 (Vorjahr: € 16.000,00) enthalten. Im Vorjahr waren noch Rückstellungen für Schadenersatz wegen Lieferverzögerung in Höhe von € 182.500,00 und Rückstellungen für Rückerstattungen in Höhe von € 62.250,00 enthalten. Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 5.728.741,26 (Vorjahr: 7.916.901,49 €), betreffen wie im Vorjahr Liefer- und Leistungsverkehr sowie eine Verbindlichkeit gegenüber dem ÖBB-Cash Pool in Höhe von € 23.978,35 (Vorjahr € 3.330.545,32). Darin sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von € 347.599,86 (Vorjahr: € 873.470,12) enthalten. Diese resultieren ausschließlich aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von € 1.056.175,47 (Vorjahr: € 93.946,35) sowie übrige sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von € 100.604,85. Im Vorjahr waren übrige sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von € 150.960,80 enthalten. 4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 5. Sonstige Angaben a) Es bestehen für das Jahr 2023 nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen, die für die Beurteilung der finanziellen Lage von Bedeutung sind gemäß folgender Aufstellung:
b) Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 33 (i. Vj. 25) Angestellte. c) Geschäftsführer der Gesellschaft war:
Die Gesellschaft macht gemäß § 286 Abs. 4 HGB keine Angaben bzgl. der Gesamtbezüge der Geschäftsführung. d) Die Anteile der Gesellschaft werden zu 100 Prozent von der Rail Cargo Logistics - Austria GmbH (Wien) gehalten. Die Gesellschaft ist in den Konzernabschluss (kleinster und größter Kreis) der Österreichische Bundesbahn-Holding AG (Wien) einbezogen. Die Offenlegung des Konzernabschlusses der Österreichische Bundesbahn- Holding AG (Wien) erfolgt im österreichischen Firmenbuch. 6. Nachtragsbericht Zum 31.12.2023 wurde die Internationale Steuerreform - Pillar-II-Gesetzgebung (globale Mindestbesteuerung) bereits in österreichisches Recht überführt. Das Gesetz findet erstmals Anwendung für Geschäftsjahre die nach dem 31.12.2023 beginnen. Die berichtende Gesellschaft als Teil des ÖBB-Konzerns fällt zukünftig in den Anwendungsbereich dieser Regelungen. 7. Ergebnisverwendung Über die Verwendung des Jahresüberschuss 2023 in Höhe von € 3.179.596,62 wird in der Gesellschafterversammlung entschieden.
Frankfurt am Main, den 06. März 2024 Rail Cargo Logistics - Germany GmbH Cenk Seringölge Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. Grundlagen der Gesellschaft Geschäftsmodell Gegenstand des Unternehmens ist der öffentliche Güterverkehr mit Schienenfahrzeugen aller Art, sowie Multimodale Transporte. Die Rail Cargo Logistics - Germany GmbH (RCL-DE), eine 100% Tochter der Rail Cargo Logistics - Austria GmbH, Wien, Österreich (RCL-AT GmbH), ist seit 2014 Teil des europäischen Logistics-Netzwerks der Rail Cargo Group (RCG) und traktionierte 2023 Güterzüge im Regelverkehr (Ganzzüge) sowie Einzelwagen in ganz Deutschland. Bundesweite Spotverkehre sowie flexible Sondertransporte (TransFLEX) runden das Leistungsportfolio ab. Insgesamt waren bei der Rail Cargo Logistics - Germany GmbH im Jahresdurchschnitt 33 Arbeitnehmer (Vj. 25 Arbeitnehmer) beschäftigt. Zum 31.12.2023 waren es 36 Mitarbeiter. Finanzwirtschaftliche Unternehmenssteuerung Die für die Gesellschaft entscheidenden Steuergrößen sind das EBIT (Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen) und das Rohergebnis. II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf Die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 war geprägt von der Erholung nach der COVID- 19-Pandemie sowie den Folgen des Krieges in der Ukraine. Vor allem letzterer hatte im Jahr 2022 massive Steigerungen der Energie-, Rohstoff- und Lebensmittelpreise ausgelöst und zu hohen Inflationsraten und konjunkturellen Verwerfungen geführt. Auf diesen Preisanstieg hatten die Notenbanken, allen voran FED und EZB, mit drastischen Zinserhöhungen bis ins Jahr 2023 hinein reagiert, um die Nachfrage abzukühlen und damit die Inflation zu bremsen. Vor diesem Hintergrund zeigte sich die Weltwirtschaft 2023 mit einem Wachstum des globalen BIP von 3,0% erstaunlich resilient. Für 2024 wird ein Wachstum von 2,9% vorhergesagt. Allerdings liegen die Wachstumsraten damit noch unter dem Prä-COVID-19-Durchschnitt von 3,8% (2000-2019). 1 Wirtschaftsentwicklung weltweit (Änderungen gegenüber dem Vorjahr in %)
Quelle: IWF, Oxford Economics. Der Ausblick für die nahe Zukunft ist verhalten positiv. Das Ziel einer "weichen Landung", bei der die Inflation auf den Normalwert sinkt, ohne dass die Weltwirtschaft in eine Rezession schlittert, scheint erreicht. Abwärtsrisiken für die nächsten Jahre kommen vor allem aus China. Das Risiko einer Finanzkrise im Stil des Jahres 2008 besteht weiterhin. Eine solche hätte weitreichende Auswirkungen auf die weltweite Nachfrage nach Gütern. Darüber hinaus ist infolge der angespannten geopolitischen Situation (Krieg in der Ukraine, hegemoniale Bestrebungen Chinas, Spannungen im Nahen Osten) das Risiko von Rohstoffpreisschwankungen wieder gestiegen. Sollten sich diese Risiken nicht manifestieren, stehen die Zeichen der Weltwirtschaft auf Wachstum. Wirtschaftsentwicklung in Kernmärkten der RCG 2022 bis 2024 (Änderungen gegenüber dem Vorjahr in % real)
Quelle: Statistik Austria, Oxford Economics, WIFO, Weltbank. Ähnlich wie die Weltwirtschaft erwies sich auch die europäische Wirtschaft im Jahr 2023 überraschend resilient. Zwar war die Binnennachfrage insbesondere beim Privatkonsum aufgrund der hohen Inflation eher schwach. Jedoch kamen vom außergewöhnlich starken Arbeitsmarkt und den sinkenden Energiepreisen positive Impulse. Als Folge der geldpolitischen Straffung gingen auch die Kreditvergabe und damit einhergehend die Investitionen zurück. Insgesamt lag das Wirtschaftswachstum in der EU nach aktuellem Stand 2023 bei 0,6%. Für 2024 wird ein Wachstum knapp über 1,0% erwartet. Tendenziell ist eine Umkehr des Trends der Prä-COVID-19-Jahre zu erkennen. Die erwarteten Wachstumsraten sind in südeuropäischen Ländern wie Spanien und Griechenland höher als beispielsweise in Deutschland und Österreich. Die europäische Wirtschaft 2023 war weiterhin mit hohen Inflationsraten konfrontiert. Die restriktive Geldpolitik seitens der EZB und den anderen Zentralbanken in der EU trägt jedoch Früchte. In der Eurozone sank die Inflationsrate (laut HVPI) deutlich von 8,4% auf 5,6%. In den europäischen Ländern außerhalb der Eurozone war die Inflation teilweise noch höher. Beispielsweise lag die durchschnittliche Inflation in Ungarn und Polen noch bei 17,2% bzw. 11,1%. Ursprünglich kam die Inflation zu einem Gutteil von den hohen Energiepreisen, mittlerweile ist es jedoch ein deutlich breiterer Teil des Warenkorbes, der die Inflation treibt. So betrug die Kerninflation (ohne Energie, Lebensmittel, Alkohol und Tabak) in der Eurozone im Kalenderjahr 2023 5,1%. Als Reaktion auf die hohe Inflation wurde der EZB-Leitzins weiter schrittweise von 2,5% zu Jahresbeginn auf 4,5% ab September 2023 erhöht. Der Markt erwartet jedoch, dass der aktuelle Zinssatz von 4,5% nicht überschritten wird. Mit einem Abkühlen der Inflation sind aber eventuell schon ab der Mitte des Jahres 2024 Zinsschritte nach unten möglich. 2 Das Schreckensszenario Gasknappheit im Winter 2022 / 23 infolge des Ukrainekrieges realisierte sich nicht. Ein milder Winter sowie Energiesparmaßnahmen in Europa drosselten den Gasverbrauch zwischen August 2022 und Jänner 2023 um 19% gegenüber derselben Periode im vorhergehenden Jahr. Darüber hinaus wurde der Import aus anderen Ländern (wie z. B. die USA und Katar) auf dem Seeweg verstärkt - Russland bleibt jedoch mittelfristig eine wichtige Gasquelle in Europa. Aufgrund des Merit-Order-Systems schlugen sich die weltweit hohen Gaspreise auf die Strompreise in weiten Teilen Europas nieder. So lag der deutsche Strompreis für Nichthaushalte im 1. Halbjahr 2023 um 138,0% über dem Wert im ersten Halbjahr 2021. Zwar lag der Strompreis in der zweiten Jahreshälfte 2023 deutlich unter dem Krisenniveau im Winter 2022 / 23, jedoch gehen die Märkte von einem mittelfristig anhaltend höheren Strom- und Gaspreis in Europa aus. 3 Die hohen Energiepreise und die gestiegenen Finanzierungskosten schlugen sich auch in der Industriekonjunktur nieder. Die Industrieproduktion in der Eurozone ging im Jahr 2023 um 1,0% zurück. Besonders heftig traf es die energieintensiven Branchen wie Holz-, Papier- und Chemie, in denen die Wertschöpfung real um 7,0% bis 10,0% zurückging. Der Ausreißer unter den Industriebranchen ist die Autoindustrie, die 2023 im Vergleich zum Vorjahr eine 11,0% höhere Wertschöpfung erzielte, damit aber trotzdem noch unter dem Vorkrisenniveau von 2019 lag. Die Industrie strauchelt insbesondere bei den beiden größten Handelspartnern Österreichs, Deutschland und Italien. Die deutsche Industrie hat sich seit 2019 signifikant schlechter als der Eurozonenschnitt entwickelt und konnte auch 2023 nicht den realen Vorkrisen-Output erreichen. In Italien ging der industrielle Output 2023 um 2,3% zurück. 4 Die mittelfristige Perspektive für die europäische Wirtschaft ist stabil. In ihrer Prognose geht die EU-Kommission davon aus, dass die restriktive Notenbankpolitik ihre Wirkung nicht verfehlt und die aktuell noch hohen Inflationsraten nicht von Dauer sein werden. Durch den weiterhin robusten Arbeitsmarkt und die steigenden Realeinkommen ist 2024 in der EU ein reales Wirtschaftswachstum von über einem Prozent möglich. Einen großen Risikofaktor stellen auch hier die zahlreichen weltweiten geopolitischen Spannungen und Krisen dar. Darüber hinaus zeigen Extremwettersituation wie die Hitzewelle in Süditalien im Juli oder die Hochwässer in Slowenien und Südösterreich im August 2023 ein gestiegenes klimatisches Risiko auch für die Konjunkturentwicklung auf. 5 Der Schienengüterverkehr hatte im Jahr 2023 zu kämpfen. Insbesondere im zweiten Quartal war der Einbruch mit 10,0% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum besonders stark, wenngleich die Entwicklung in den anderen Quartalen nicht viel besser verlief. 6 Einerseits dämpfte die schwache Konjunktur die Transportnachfrage insgesamt. Andererseits stieg der Kostendruck im Vergleich zur Straße durch gestiegene Bahnstrompreise weiter an, während beim Dieselpreis zwischenzeitlich wieder eine Erholung einsetzte. Die für 2024 geplante drastische Erhöhung der Stornogebühren für Trassen in Deutschland ist für den Schienengüterverkehr ebenfalls keine förderliche Maßnahme. 7
2 Europäische Kommission, EZB.
Die infrastrukturellen Rahmenbedingungen bleiben herausfordernd. Einerseits ist durch den Klimawandel von einer Häufung von Extremwetterereignissen auszugehen, andererseits benötigen viele zentrale Eisenbahnkorridore aufwendige Reparaturen. Beispielsweise sieht der deutsche Schienensanierungsplan für die kommenden Jahre mehrmonatige Komplettsperren wichtiger Hauptstrecken vor. Mit dem Tauerntunnel ist 2024 / 2025 auch eine zentrale Bahnalpenquerung für acht Monate gesperrt. Derartige Streckensperren können in der Regel nur teilweise durch Umleitungen auf der Schiene abgefangen werden und haben oft nachhaltige Auswirkungen auf den Schienengüterverkehr. 8 Die Rail Cargo Logistics - Germany GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main (RCL-DE) plante für 2023 den Ausbau des Bestandsgeschäftes mit dem im Sep. 2022 gestarteten TransFLEX Projektes. Hierzu sollten mit Priorität Mineralöl Kunden mit Tanklägern in Deutschland flexibel beliefert bzw. entsorgt werden. Fokus der Korridore lag in innerdeutschen Verkehren, sowie grenzüberschreitend nach Österreich. Das volatile Auftragsgeschäft mit sprunghaften Bestellverhalten der Mineralölkunden sollte mit dem sukzessiven Aufbau von Transportkapazitäten gewährleistet werden. Das Modell TransFLEX kombiniert die Steuerung von Transportkapazitäten über die Kombination Lokkapazität (ÖBB / Anmietung über RCC-DE) und dem Personaldienstleister für Gütertransporte MEV (Mannheim). Die schnelle Umsetzung mit insgesamt 12 Lokkapazitäten zum Stichtag 31.12.2023 konnte die hohe Nachfrage auf dem Markt bedienen. Dieses Modell gewährleistete das sehr positive Ergebnis der RCL-DE im Jahr 2023. In der Kombination 2/3 Termgeschäft (fixiert mit min. 1 Jahr Vertragslaufzeit) & 1/3 Spotgeschäften, konnten die Ressourcen optimal auf dem Markt eingesetzt werden. Sowohl Umsatz als auch die EBIT Budget - Erwartungen konnten mit T€ 84.857 bzw. T€ 4.650 damit deutlich übertroffen werden. Darüber hinaus wurde auch 2023 die Orga-Struktur der RCL-DE weiter wie geplant ausgebaut. Dies betraf in erster Linie die Säule Operation Service Delivery (dispositive admin. Aktivitäten). Zum Jahresende beschäftigte die RCL-DE 35 FTE an festangestellten Mitarbeiter/-in. Aufgrund der hohen proaktiven Nachfrage vom Markt, konnte die Säule Sales mit dem Stammteam weiterhin die Anfragen abwickeln. Optimiert wurde das Management Team durch eine interne Verschiebung. Zusätzlich wurde die Funktion mit Bericht an GF / QSU (Qualität, Sicherheit & Umwelt) implementiert. Dies soll sukzessiv die Prozesse, sowie die Qualität im Unternehmen verbessern. Erste gute Ergebnisse lieferte hierzu das ISO - Audit (ISO 9001:2015, ISO 14001:2015, ISO 45001:2018) im Dez. 2023. Fluktuation gab es lediglich mit einem Abgang in 2023. Die gezielte qualifizierte Mitarbeitergewinnung ist einer der Erfolgsfaktoren im Jahr 2023.
7 Rail Business.
III. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt zum Stichtag T€ 17.699 (Vj. T€ 14.607) und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 21,2 % erhöht. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände der Rail Cargo Logistics - Germany GmbH sind ausschließlich kurzfristiger Natur und resultieren im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 11.284 (Vj. T€ 10.884) sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 5.154 (Vj. T€ 2.598). Infolge der Ausweitung des Geschäfts sind im Vergleich zum Vorjahr die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 3,7 % gestiegen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind primär durch die Erhöhung des Cash-Pool Bestandes um T€ 4.150 (Vj. T€ 0 bzw. Verbindlichkeiten) gestiegen. Dieser ist vor allem auf die positive Geschäftsentwicklung, die schnellere Abrechnung und das Zahlungsverhalten der Kunden zurückzuführen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen sind ebenfalls hierdurch bedingt um T€ 1.594 auf T€ 1.004 gesunken. Es bestehen Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von T€ 134 (Vj. T€ 99), dabei handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Sonstigen Vermögensgegenstände sind auf T€ 1.169 (Vj. T€ 1.035) vor allem aufgrund erhöhter Vorsteuererstattungsbeträge angestiegen. Ebenso haben sich i.W. umsatzsteuerbedingt die sonstigen Verbindlichkeiten um T€ 962 erhöht. Das Eigenkapital beträgt zum 31.12.2023 T€ 5.209 (Vj. T€ 2.029). Die Eigenkapitalquote hat sich durch die Optimierungsmaßnahmen und den Geschäftsausbau deutlich auf 29,4 % (Vj. 13,9 %) verbessert. Die Rückstellungen betreffen im Berichtsjahr i.W. Steuerrückstellungen für KSt, GewSt und Solz in Höhe von T€ 1.309 (Vj. T€ 81), die sich aus dem guten Ergebnis und dem Umstand, dass bereits im Vorjahr sämtliche steuerliche Verlustvorträge aufgebraucht waren, ergeben. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 489 (Vj. T€ 577) bestehen, neben Personalrückstellungen, überwiegend für Wagenreparaturen. Die Verbindlichkeiten bestehen zu ähnlich großen Teilen aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 5.729, welche gegenüber dem Vorjahr (T€ 7.917) um 27,6 % gesunken sind. Sie betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr und zu einem geringen Teil Verbindlichkeiten gegenüber dem ÖBB-Cash Pool (USD Konto) in Höhe von T€ 24 (Vj. T€ 3.331). Daraus ergibt sich ein Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die aus Lieferungen und Leistungen resultieren, in Höhe von T€ 1.118 durch den Geschäftsausbau, der u.a. auf Leistungen im Konzern zurückgreift. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthaltene Verbindlichkeiten gegen- über der Gesellschafterin bestehen in Höhe von T€ 348 (Vj. T€ 873), die vollständig aus Lieferungen und Leistungen resultieren. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit T€ 3.804 gegenüber dem Vorjahreswert T€ 3.759 um T€ 45 gestiegen. Die sonstigen Verbindlichkeiten (T€ 1.159; Vj. T€ 245) enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer, die aufgrund der hohen umsatzsteuerpflichtigen Ausgangsumsätze im November und Dezember 2023 deutlich angestiegen sind. Die Gesellschaft hat keinerlei langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die laufend benötigte Liquidität ist durch das Cash-Pooling-Konto bei der Konzernfirma ÖBB-Finanzierungsservice GmbH sichergestellt. Verbindlichkeiten können jederzeit bedient werden. Ertragslage Im Vergleich zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, der Entwicklung des Transportaufkommens und der Transportleistung im Schienengüterverkehr, hat sich das Geschäftsvolumen der RCL-DE deutlich positiver entwickelt. Die Umsatzerlöse sind in 2023 um T€ 20.983 auf T€ 84.857 gestiegen. Der Anstieg resultiert aus Neukunden, aus der Projektrealisierung Trans- FLEX und Marktpreissteigerung im konventionellen Güterverkehr. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen bestehen aus eingekauften Transportleistungen bei Gesellschaften aus dem Konzernverbund der Rail Cargo Austria, 3. EVU's in DE und der Eigenproduktion über TransFLEX. Es konnte trotz gestiegener Kosten aufgrund des optimierten Portfolio-Mixes eine Erhöhung des Rohergebnisses von T€ 5.699 auf T€ 9.036 erzielt werden. Der Personalaufwand lag bei T€ 2.723 (Vj. T€ 2.157). Der Anstieg der Personalaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 25 FTE auf 33 FTE. Der Personalaufwand pro Mitarbeiter beläuft sich auf ca. T€ 83 (Vj. T€ 83). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von T€ 1.634 (Vj. T€ 1.811) betreffen im Wesentlichen Miet- und Leasingaufwendungen, Reisekosten der Mitarbeiter (national und international), Aufwendungen für Leiharbeitskräfte (SLA / RCC-DE), Miet- und Verwaltungsaufwendungen sowie eine Einzelwertberichtigung. Zum Rückgang hat die Reduktion der Schadensfälle im Jahr 2023 beigetragen (T€ 20; Vj. T€ 256). Die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen und Forderungsausfälle in 2023 betrugen T€ 79 (Vj. T€ 121).Gegenläufige Effekte ergaben sich aus Kostensteigerungen. Die Steuern von Einkommen und vom Ertrag betragen im Berichtsjahr T€ 1.484 (Vj. T€ 235) und sind i.W. auf Steuern für das Jahr 2023 zurückzuführen. Der Jahresüberschuss in 2023 beträgt T€ 3.180 (Vj. T€ 1.451). Die massive Verbesserung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der gezielten Neuausrichtung (RCL- DE Strategie) Verkehrskonzepte und Produktionsvarianten zwischen RCC, TransFLEX und 3. EVU Einkauf zu optimieren. Finanzlage Die Gesellschaft finanzierte sich im Geschäftsjahr 2023 i.W. durch das gruppeninterne Cash- Pooling. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war am Ende des Berichtsjahres positiv iHv. T€ 7.487 (Vj. negativ). Wesentliche Auswirkungen ergaben sich durch die Reduktion der Forderungen im Verbundbereich, der Anstieg der Intercompany Verbindlichkeiten und der Rückstellungen. Es bestanden im Berichtsjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Durch die weitere deutliche Verbesserung der Eigenkapitalquote im Vergleich zum Vorjahr, sieht die Gesellschaft für 2024 keine finanziellen Risiken. Der Bestand an Finanzmittelfonds (flüssige Mittel) ist gegenüber dem Vorjahr konstant (T€ 0; Vj. T€ 0) . Mit der Gruppengesellschaft BCC für die ÖBB Finanzierungsservice GmbH, Wien, Österreich besteht eine Cash-Pooling-Vereinbarung. Der Vertrag gilt auf unbestimmte Zeit und hat eine Kündigungsfrist von 6 Monaten zum Ende jedes Kalenderquartals. Derzeit ist ein Kreditrahmen von € 2,0 Mio und ein Tageslimit von € 0,35 Mio gewährt. Für Verbindlichkeiten des Poolteilnehmers anwendbarer Zinssatz beträgt EONIA plus 0,75% p.a. Die saldierte Forderung aus Cash-Pooling (USD und EUR) (Vj. Verbindlichkeit) hat sich gegenüber dem Vorjahr zum Bilanzstichtag von T€ 3.331 Verbindlichkeit auf T€ 4.126 Forderung verändert. Die im Vorjahr erfolgte Überschreitung des Kreditrahmens war stichtagsbezogen und kurzfristig, bereits Anfang Januar 2023 wurde dieser wieder unterschritten. Der Kreditrahmen wird einem kontinuierlichen Monitoring durch die Finanzabteilung in Wien unterzogen und bei Bedarf kurzfristig angepasst. Investitionstätigkeiten betreffen in 2023 Auszahlungen für Anlagenzugänge in Höhe von T€ 30 (Vj. T€ 69). IV. Chancen- und Risikobericht Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse der Rail Cargo Logistics - Germany GmbH. Entsprechend dem jeweiligen Risikoprofil setzen wir dabei unterschiedliche Instrumente ein, die wir stetig weiterentwickeln. Die Reihenfolge der im Folgenden aufgeführten Risiken spiegelt auch deren Bedeutung für die Gesellschaft wider. Für die weitere Entwicklung der Gesellschaft können sich wesentliche Risiken aus der Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ergeben. Die Nachfrage nach unseren Transportprodukten hängt insbesondere von der Konjunkturentwicklung der Industrieproduktion in Europa ab. Alle potenziell negativen Einflüsse auf die europäische Wirtschaftsentwicklung werden mit einer geringen Zeitverzögerung in einer verminderten Bestellung für unsere Produkte resultieren. Ein Risiko für unsere Ertragslage stellt die Kostenentwicklung, insbesondere in dem für uns wichtigen Bereich der Energiekosten, und die Preisentwicklung für die Nutzung der Fahrwege der DB Netz AG dar, sowie die weiter steigenden Personalkosten im Bereich Triebfahrzeugführer. Die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt für qualifizierte Triebfahrzeugführer führt immer wieder zu Engpässen bei den Lieferanten bei der Durchführung von qualitativ hochwertigen Transportleistungen. Das Geschäft der Rail Cargo Logistics - Germany GmbH unterliegt Finanzrisiken in Form von Liquiditäts- und Kreditrisiken. Liquiditätsrisiken bestehen im Hinblick auf die jederzeit bestehende Fähigkeit zur fristgerechten Erfüllung von finanziellen Verpflichtungen. Die Liquidität der Gesellschaft ist durch den Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit und das Cash-Pooling sichergestellt. Ein wesentliches Kreditausfallrisiko besteht für die Rail Cargo Logistics - Germany GmbH grundsätzlich nicht, da der Hauptauftraggeber die Rail Cargo Austria AG als Leitgesellschaft der Rail Cargo Group ist, die im mittelbaren Staatsbesitz der Republik Österreich steht. Zudem begegnen wir den allgemeinen finanzwirtschaftlichen Risiken durch eine periodisch wiederkehrende Beobachtung der Finanzmärkte. Um mögliche Risiken aus den vielfältigen steuerlichen, wettbewerbs- und umwelt-rechtlichen Regelungen und Gesetzen zu steuern, stützen wir unsere Entscheidungen und die Gestaltung der Geschäftsprozesse auf eine umfassende rechtliche Beratung durch externe Fachleute, aber auch auf eigenes Know-how. Dazu wird auch die Digitalisierung der wesentlichen Unternehmensbereiche weiter vorangetrieben, um Ertrags- und Kostenrisiken aus Disposition, Planung und Abrechnung zu minimieren. 2020 erfolgte dazu die Einführung eines Abrechnungssystems (CIS). Für mögliche Schadensfälle und Haftungsrisiken haben wir Versicherungen abgeschlossen, die sicherstellen, dass sich mögliche finanzielle Folgen in Grenzen halten bzw. ausgeschlossen werden. Deren Umfang wird laufend überprüft und bei Bedarf angepasst. Auch wenn keine Garantie dafür besteht, dass die abgeschlossenen Verträge alle erdenklichen Risiken abdecken, ist davon auszugehen, dass Schadensfälle keine Auswirkungen auf Liquidität, Finanzlage und Ertragssituation haben, welche die Existenz des Unternehmens gefährden. Die Rail Cargo Logistics - Germany GmbH muss weiterhin mit einer Rezession in diversen Segmenten wie z.B. Chemie rechnen. Die Ländergesellschaft ist nach wie vor auf volatile Märkte eingestellt und kann flexibel und schnell auf diese reagieren. Aus heutiger Sicht erscheint es realistisch, dass die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft durch die avisierte Rezession nicht negativ beeinflusst wird. Wir befinden uns wie schon im Vorjahr in einem Verkäufermarkt, der uns Potenziale zum Wachstum bietet. Unser Basisgeschäft wird über eine enge und langfristige Ressourcenplanung mit der RCC und flexiblem Ressourcenaufbau aus der Gruppe abgesichert. Der Wachstumsmarkt wird überwiegend im Spot bzw. 3. EVU Geschäft mit div. Partnern akquiriert. Hierzu profitiert die Gesellschaft an der hervorragenden Marktexpertise im Segment Mineralöl und dem dort ansteigenden Mengenvolumen. Der Anteil des Umsatzvolumens im Segment Mineralöl am Gesamtumsatz beträgt über 40%. Nach der Überprüfung der gegenwärtigen Risikosituation kommen wir zu dem Ergebnis, dass wir keine Risiken festgestellt haben, welche den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Chancen sehen wir insbesondere im Aufbau der Lok-Kapazitäten sowie der EVU-Partner-Strategie und mit dem Ausbau der Geschäftsbeziehungen zu Bestandskunden sowie der Neukundenakquise verbunden mit Geschäftsausweitungen und der in den kommenden Jahren möglichen Erschließung neuer Geschäftsfelder. V. Prognosebericht Die konjunkturellen Aussichten für 2024 sind vor dem Hintergrund der Konflikte in der Ukraine und in Nahost sowie der daraus möglichen Auswirkungen auf die weltweiten Logistikketten ungewiss, wenngleich sie im Vergleich zum Jahresbeginn 2023 deutlich stabiler erscheinen. Die RCG verfolgt außerdem weiterhin eine klare Wachstumsstrategie in allen Zielmärkten mit dem gesamten Bahnlogistik-Produktangebot. Als größtes Wachstumsland wurde hierzu in der Gruppe Deutschland fixiert. Die RCG hält aktuell in DE ein Gesamtvolumenanteil am Güterverkehr von ca. 3 %. Das gilt für den kombinierten Verkehr genauso wie für den konventionellen Transport im Schienengüterverkehr. Mit den Digitalisierungsinitiativen verfolgt die RCG vor allem ein Ziel: Den Zugang zum System Schiene einfacher machen und damit Verkehre auf die Schiene zu verlagern. Die RCL-DE erwartet für 2024 trotz eines weiterhin energiekrisenbedingten Marktumfelds, eine weitere Steigerung des Verkehrs- und Umsatzvolumens im Vergleich zu 2023. Dabei soll das im Sep. 2022 gestartete Projekt TransFLEX kontinuierlich mit Kapazitäten ausgebaut werden. Die Optimierung zwischen den Produktionskonzepten soll weitere Volumen auf dem deutschen Markt generieren. Wettbewerbsnachteile der Schiene im Vergleich zur Straße wegen der hohen Energiepreise und des mitunter katastrophalen Zustands der Schieneninfrastruktur in Deutschland infolge jahrzehntelanger Vernachlässigung des Sektors durch die Politik machen die Situation jedoch mitunter unsicher. Der abrupte Wegfall der Strompreisbremse sowie die Reduktion der Fördermittel für die Infrastrukturbenutzung (Trassenförderungsentgelt) im Zuge der Haushaltskrise des Bundes nach dem Karlsruher Urteil im vergangenen Herbst sorgen für zusätzliche Nachteile und eine Eintrübung der langfristigen Aussichten für den Schienengüterverkehr. Für 2024 planten wir im Rahmen des jährlichen Budgetierungsprozesses bei steigendem Produktionsvolumen einen Gesamtumsatz von ca. 100 Mio EUR mit einem EBIT von rund 2,5 Mio EUR. Ergebnismindernd wirken sich erwartete Kostensteigerungen aus. Auf Basis der aktuellen Entwicklung gehen wir davon aus, dass wir die Gesamtmenge im Rahmen des ersten Forecasts bestätigen können, da sich die Mengenentwicklung im Januar leicht über den Budgetwerten bewegt. Als große Herausforderung sehen wir auch für 2024 die hohe Bauaktivität auf dem deutschen Schienennetz, welche unsere Verkehre insbesondere ab Juli beeinträchtigen werden. Der geplante Personalaufbau für das Jahr 2024 beträgt > 10 FTE. Zielkorridor hierzu soll zum 31.12.2024 bei 45 - 50 FTE liegen. Aufgrund des hervorragenden Netzwerkes und der positiven Marktentwicklung in DE, sollten gute Ergebnisse auf dem Recruiting Personal Markt erzielt werden. Dieser Lagebericht enthält Aussagen und Prognosen, die sich auf die künftige Entwicklung der Rail Cargo Logistics - Germany GmbH beziehen. Diese Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Annahmen nicht eintreffen oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden - eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, die hierin enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.
Frankfurt am Main, 06. März 2024 Cenk Seringölge, Geschäftsführer RCL-DE Wiedergabe des BestätigungsvermerksZum Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Rail Cargo Logistics - Germany GmbH Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Rail Cargo Logistics - Germany GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rail Cargo Logistics - Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen." |
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