Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 103920
Eingetragen
1.11.1990
Branche
Herstellung von BüromöbelnHerstellung von Schlaf-, Ess- und WohnzimmermöbelnHerstellung von Ladenmöbeln und sonstigen Objektmöbeln
Gegenstand
Die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Möbeln und Möbelbauteilen aller Art, Innenausbau, die komplette Einrichtung von Hotels, Gaststätten sowie Sparkassen und Banken.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Victor Simon
seit 5.1.2021
Geschäftsführer
Matthias Simon
seit 17.7.2006
Geschäftsführer
Michael Simon
seit 17.7.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (6)

Gesellschafter

6 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 6 angezeigt

06485 Quedlinburg
370.030 €
34.63%
06485 Quedlinburg
307.930 €
28.82%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Simon Möbel GmbH

Quedlinburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht 2022

Simon Möbel GmbH, Magdeburger Straße 13, 06485 Quedlinburg

Inhalt

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Lage

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

III. Nachtragsbericht

IV. Prognosebericht

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

2. Chancenbericht

3. Gesamtaussage

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

VII. Bericht über Zweigniederlassungen

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Das Unternehmen entwickelt, produziert und montiert Objekteinrichtungen mit dem Schwerpunkt Möbel.

Zu unseren wichtigsten Kunden zählen im gewerblichen Bereich sowohl Werften mit den Schwerpunkten Kreuzfahrt und Großyachten als auch Kunden in allen Bereichen des Ausbaus von Neu- oder Bestandsimmobilien.

2. Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung wird nicht betrieben.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Marktsituation ist in den letzten Jahren durch eine deutliche Straffung der Angebotsmöglichkeiten einerseits und coronabedingte Verschiebungen von Baumaßnahmen andererseits geprägt. Gleichwohl bestanden stabile Haupt-Kundenbeziehungen fort. Unsere Verlässlichkeit und schnelle Anpassungsfähigkeit in allen Belangen bleibt eine wesentliche Grundlage, um allen Marktsituationen gerecht zu werden.

2. Geschäftsverlauf

Erneut liegt ein erfolgreiches Geschäftsjahr hinter uns.

Trotz coronabedingter Verschiebungen aus den Vorjahren konnte die Gesamtleistung des Unternehmens von T€ 9.504 auf T€ 11.487 gesteigert werden und erreichte einen neuen Höchstwert in der Unternehmensgeschichte. Längerfristige Projektaufträge mit der Übernahme von zusätzlichen GU-Leistungen sicherten dies ab. Dies wird auch an der deutlichen Zunahme des Materialeinsatzes und von bezogenen Leistungen deutlich, die sich von T€ 4.849 auf T€ 6.302 erhöhten.

Der Jahresüberschuss ist im Vergleich zum Vorjahr von T€ 595 auf T€ 922 gestiegen.

3. Lage

Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor gut.

Ertragslage

Nach wie vor sind kostendeckende Preise, stabile Kundenbeziehungen, eine kluge Einkaufspolitik verbunden mit verlässlichen Partnern, eine gute Beschäftigungsstruktur, eine effektive Fertigung und stabile Auslastung Grundlage für unsere soliden wirtschaftlichen Ergebnisse.

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr weiter um T€ 123 auf T€ 2.674 gestiegen. Dies ist bedingt durch vorgenommene notwendige Lohnerhöhungen.

Unsere Beschäftigungslage ist sehr gut. Fehlende Personalkapazitäten werden durch regionale Zeitarbeitsfirmen abgedeckt.

Finanzlage

Unsere Finanzlage ist sehr stabil. Alle Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungs- und Skontofrist beglichen. Forderungen werden innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt.

Unsere Bilanzsumme ist im Geschäftsjahr deutlich gestiegen. Ursache hierfür ist eine im Vergleich zum Vorjahr deutliche Zunahme des Umlaufvermögens, bedingt durch den Aufbau von stark werthaltigen Materialbeständen für beauftragte Projekte. Einher ging dies mit gesunkenen Forderungsbeständen einerseits und gestiegenen flüssigen Mitteln (T€ 2.215; Vorjahr: T€ 1.145) andererseits.

Wesentliches Merkmal unserer Finanzpolitik ist, erwirtschaftete Ergebnisse im Wesentlichen im Unternehmen zu belassen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum Bilanzstichtag 0,00 €. Zur Finanzierung unserer Projektgeschäfte bedienen wir uns derzeit nahezu ausschließlich aus dem Eigenkapital und nur im Einzelfall der eingeräumten Kreditlinie unserer Hausbank.

Die Eigenkapitalquote sank in Folge des im Vergleich zur Erhöhung des Eigenkapitals stärkeren Anstiegs der Bilanzsumme leicht von 62,77% auf 59,88%. Die Eigenkapitalrentabilität stieg deutlich von 13,52% auf 17,68%.

Die im abgelaufenen Geschäftsjahr erstmals für den Einkauf von Waren abgeschlossenen Akkreditivgeschäfte wurden über Avale im Rahmen bestehender Sicherheiten über die Hausbank abgedeckt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag lediglich ca. 0,4 % der Bilanzsumme.

Erhaltene Anzahlungen sind durch unfertige Leistungen abgedeckt.

Unsere Investitionstätigkeiten bezogen sich auf Ersatz-Investitionen für Maschinen und Anlagen sowie für Werkzeuge und Kleingeräte. Für die Zukunft sind Investitionen im Bereich Energieversorgung und Endmontage geplant.

Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände überstiegen die kurzfristigen Verbindlichkeiten ganzjährig deutlich.

Vermögenslage

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft zeigt sich gegenüber dem Vorjahr weiter verbessert. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir stabil.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Gesamtleistung, Rohertrag und das Jahresergebnis nach Steuern heran.

Das Ergebnis nach Steuern ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 327 auf T€ 933 stark gestiegen, die Gesamtleistung und der Rohertrag haben sich ebenfalls stark erhöht.

Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als sehr gut bezeichnet werden.

III. Nachtragsbericht

Es haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres 2022 keine Vorgänge ereignet, die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von besonderer Bedeutung sind.

IV. Prognosebericht

Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv.

Die Gesamtleistung 2022 betrug T€ 11.487, der Jahresüberschuss 2022 betrug T€ 922. In unserer Planung gehen wir von einer erheblichen Steigerung der Gesamtleistung befristet für das Geschäftsjahr 2023 aus. Dies ist bedingt durch vorliegende werthaltige Projektaufträge, einhergehend mit einem Anstieg des Rohertrags. Der Auftragsbestand zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 ist außergewöhnlich hoch. Insgesamt erwarten wir, dass der Jahresüberschuss nach Steuern trotz weiter steigender Personalkosten und Fixkosten über dem aus dem Jahr 2022 liegen wird.

Wir werden auch zukünftig immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Sich bereits abzeichnende Schwierigkeiten bei Baufinanzierungen werden zu gewissen Zurückhaltungen im Baubereich führen. Für uns relevante gewerbliche Großprojekte werden dadurch nur leicht betroffen sein. Die sich daraus ableitenden Umsatz- und Ergebnisrisiken sehen wir als gering an und werden für uns nicht vor 2024/25 entstehen.

Ertragsorientierte Risiken

Die Wettbewerbsrisiken sind im normalen Bereich und haben aufgrund der bekannten Zahl von Anbietern in der Branche nicht zugenommen. Da unsere Maschinen- und Anlagenausstattung auf einem sehr guten technischen Stand ist, schätzen wir unsere leistungswirtschaftlichen Risiken als gering ein. Wir gehen davon aus, unsere Marktanteile mittelfristig stabil halten zu können. Ertragsmindernd werden sich die weiter steigenden Energiekosten darstellen, wobei der Kostenanteil gering ist.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Währungsrisiken bestehen nicht, da alle Geschäfte auf EUR-Basis abgewickelt werden.

Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend, es sind keine Engpässe zu erwarten.

2. Chancenbericht

Auf der Beschaffungsseite haben wir stabile Beziehungen zu leistungsfähigen und verlässlichen Partnern.

Im Marktbereich Yachtausbau zeichnen sich neue Chancen ab. Zusätzliche Akquisen und der Aufbau neuer Geschäftsverbindungen werden möglichen Rückgängen in anderen Bereichen entgegenwirken.

Dem Wettbewerb in bestehenden Märkten werden wir auch weiterhin durch Erfahrung, äußerste Flexibilität und Zuverlässigkeit, sowie einem hohen Maß an Qualität begegnen.

Mit unserer eigenen stabilen Lehrausbildung über die letzten Jahre hinweg und weiteren umfangreichen Maßnahmen der Mitarbeiterbindung bestehen besondere Chancen, die sich ändernden Bedingungen zu meistern.

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir im sich ändernden Wettbewerbsumfeld, steigenden Rohstoffpreisen und Fachkräfteengpässen.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle gab es in den letzten Jahren keine.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen bedient.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft über Eigenmittel (Kassenbestände) und über die üblichen Lieferantenziele.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken bei Kundengeschäften bedient sich das Unternehmen eines internen Debitorenmanagements. Dazu gehört auch die Einholung geeigneter Bonitätsauskünfte vor dem Eingehen einer neuen Geschäftsbeziehung.

VII. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Quedlinburg, 24. April 2023

gez. Matthias Simon

gez. Dr. Ludwig Simon

gez. Michael Simon

gez. Victor Simon

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 1.244.503,52 1.450.608,57
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 10,00 10,00
II. Sachanlagen 1.233.243,52 1.439.348,57
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 648.061,32 699.157,32
2. technische Anlagen und Maschinen 574.840,20 719.437,25
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.342,00 20.754,00
III. Finanzanlagen 11.250,00 11.250,00
B. Umlaufvermögen 7.429.582,43 5.543.276,22
I. Vorräte 4.146.887,16 2.473.036,40
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.067.894,41 1.925.420,99
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.214.800,86 1.144.818,83
C. Rechnungsabgrenzungsposten 32.268,66 12.781,28
Aktiva 8.706.354,61 7.006.666,07

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 5.212.950,31 4.397.971,27
I. Gezeichnetes Kapital 1.068.640,00 1.068.640,00
II. Gewinnvortrag 3.222.467,27 2.734.719,94
III. Jahresüberschuss 921.843,04 594.611,33
B. Rückstellungen 114.241,97 222.546,05
C. Verbindlichkeiten 3.350.156,79 2.381.626,84
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.000,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 3.350.156,79 2.366.626,84
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.287,46 4.521,91
E. Passive latente Steuern 27.718,08
Passiva 8.706.354,61 7.006.666,07

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 5.219.265,43 4.725.875,41
2. Personalaufwand 2.651.034,66 2.551.430,54
a) Löhne und Gehälter 2.185.440,12 2.113.583,25
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 465.594,54 437.847,29
davon für Altersversorgung 56.434,15
3. Abschreibungen 241.880,05 246.506,42
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 241.880,05 246.506,42
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.247.741,02 1.301.968,27
5. Erträge aus Beteiligungen 450,00 224,77
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 38.538,80 18.473,92
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 107.066,16 1.401,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 27.718,08
8. Ergebnis nach Steuern 933.454,74 606.320,03
9. sonstige Steuern 11.611,70 11.708,70
10. Jahresüberschuss 921.843,04 594.611,33

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Simon Möbel GmbH, Magdeburg

1. Allgemeine Angaben

Die Simon Möbel GmbH mit Sitz in Quedlinburg wurde am 25.06.1990 gegründet.

Sie ist im Handelsregister in Stendal unter der Nummer HRB 103920 eingetragen.

Der Jahresabschluss ist nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) vom 17.07.2015 aufgestellt worden. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Anwendung der geänderten Vorschriften erfolgte erstmals für das Geschäftsjahr 2016. Ausweisänderungen ergaben sich hieraus nicht.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Hinsichtlich der Angaben im Anhang werden die Erleichterungsvorschriften nach § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Die Gesellschaft ist zur Aufstellung eines Lageberichts verpflichtet (§ 264 Abs. 1 Satz 4 HGB).

Die Gesellschaft nimmt die Offenlegungserleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch.

Soweit von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres abgewichen wurde, ist dies bei den Einzelangaben zum Jahresabschluss nachfolgend mit den Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dargestellt.

Zur Vergrößerung der Klarheit der Darstellung werden die Restlaufzeitvermerke zu Forderungen und Verbindlichkeiten sowie "davon"-Vermerke zu Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung weitestgehend in den Anhang verlagert.

2. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden auf der Grundlage der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Der Umfang der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten entspricht dem niedrigsten handelsrechtlich zulässigen Ansatz. Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer, im Zugangsjahr zeitanteilig, planmäßig abgeschrieben. Es wird ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode angewendet. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zugangsjahr in voller Höhe als Betriebsausgabe erfasst, sofern ihre jeweiligen Anschaffungs- oder Herstellungskosten € 250 nicht übersteigen. Entsprechende Anlagegegenstände, deren Anschaffungskosten zwischen € 250,00 und € 800,00 liegen, werden im Jahr des Zugangs als geringwertiges Wirtschaftsgut behandelt und einheitlich (ohne Beachtung des tatsächlichen Verschleißes und Verbleibs der Vermögensgegenstände im Unternehmen) im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Sie werden jährlich auf das Vorliegen dauerhafter Wertminderungen bzw. notwendiger Wertaufholungen untersucht; erforderlichenfalls erfolgt eine Abschreibung/Zuschreibung auf den beizulegenden Wert.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten bewertet.

Die unfertigen Leistungen werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Herstellungskosten, die die Material- und Fertigungseinzelkosten zuzüglich anteiliger Material- und Fertigungsgemeinkosten umfassen, bewertet.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie die geleisteten Anzahlungen werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringbarkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit den Nominalbeträgen angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Sie werden mit dem Nominalwert angesetzt.

3. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen wurden in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Sie werden mit dem Nominalwert angesetzt.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Bei der Berechnung der latenten Steuern werden Bewertungsunterschiede, deren Abbau sich bei der Gewerbesteuer nicht auswirken, nur anteilig berücksichtigt. Latente Steuern werden saldiert ausgewiesen, ein Überhang aktiver latenter Steuern wird nicht bilanziert.

4. Erläuterungen zu Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel ersichtlich.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Es bestehen keine Forderungen (Vorjahr: € 0,00) gegen Gesellschafter. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Beträge für Vermögensgegenstände i.H.v. € 131.701,81 (Vorjahr: € 7.409,22) ausgewiesen, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen.

Steuerrückstellungen/ sonstige Rückstellungen

Sämtliche Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und werden daher nicht abgezinst.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus personalbezogene Rückstellungen (€ 55.635,97; Vorjahr: € 36.317,05), Rückstellungen für Archivierung (€ 33.420,00;

Vorjahr: € 32.805,00) und Rückstellungen für die Jahresabschlussprüfung (€ 18.700,00; Vorjahr: € 20.400,00) zusammen.

Verbindlichkeiten (§ 268 Abs. 5 HGB und § 285 Nr. 1a HGB)

Zur Vermeidung von Wiederholungen und zur Erreichung besserer Klarheit und Übersichtlichkeit (§ 243 Abs. 1 i.V.m. § 264 HGB) werden die Angaben der Restlaufzeit und zur Besicherung (§§ 268 Abs. 5 und 285 Nr. 1 HGB) der Verbindlichkeiten wie folgt zusammengefasst.

Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr
Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 15.000,00 0,00 0,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.256.287,50 0,00 0,00
Vorjahr 1.544.000,00 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 290.916,44 0,00 0,00
Vorjahr 323.798,02 0,00 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 802.952,85 0,00 0,00
Vorjahr 498.828,82 0,00 0,00
Insgesamt 3.350.156,79 0,00 0,00
Vorjahr 2.381.626,84 0,00 0,00

Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind € 623.988,12 (Vorjahr: € 341.196,91) aus Steuern und € 9.001,54 (Vorjahr: € 2.224,40) im Rahmen der sozialen Sicherheit entstanden. Es bestehen, wie im Vorjahr, keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern oder gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Verbindlichkeiten wurden nicht besichert.

Den passiven latenten Steuern liegen folgende Steuersalden zugrunde: Die aktiven latenten Steuern betragen gegenüber dem Vorjahr unverändert € 0,00, die passiven latenten Steuern sind von € 0,00 auf € 27.718,08 gestiegen.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden u.a. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (€ 32.776,70; Vorjahr: € 41.066,47) sowie Erträge aus der privaten Kfz-Nutzung (€ 19.726,48; Vorjahr: € 20.788,04) ausgewiesen. Es bestehen, wie auch im Vorjahr, keine Erträge aus Währungsumrechnungen.

Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind € 56.434,15 (Vorjahr: € 58.642,60) für die Altersversorgung angefallen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen vornehmlich auf Instandhaltung (€ 247.937,69; Vorjahr: € 159.773,35), Stromaufwendungen (€ 168.739,86; Vorjahr: € 131.644,47), Versicherungsaufwendungen (€ 58.043,95; Vorjahr: € 56.288,09) sowie Werkzeuge und Kleingeräte (€ 114.716,79; Vorjahr: 140.071, 43).

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden, wie im Vorjahr, keine Aufwendungen aus Währungsumrechnungen ausgewiesen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Zuführungen zu latenten Steuern in Höhe von € 27.718,08. Die latenten Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen.

6. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB oder sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB bestanden am Abschlussstichtag nicht.

Während des Geschäftsjahres hat die Gesellschaft durchschnittlich 63 Arbeitnehmer beschäftigt. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl setzt sich, getrennt nach Gruppen, wie folgt zusammen:

31.12.2022 31.12.2021
Geschäftsführer 4 4
sonstige Gehaltsempfänger 9 10
13 14
Lohnempfänger 43 42
Auszubildende 7 7
50 49
63 63

Die Herren Dipl.-Ing. Matthias Simon, Dipl.-Ing. Michael Simon, Dr. Ludwig Simon, Dipl.-Ing. (BA) Victor Simon, (der ausgeübte Beruf entspricht der Organstellung) waren im Berichtsjahr zu Geschäftsführern der Gesellschaft bestellt.

Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 2022 T€ 391.

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 (€ 921.843,04) soll zusammen mit dem Gewinnvortrag (€ 3.222.467,27) auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Vorgänge, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und deren Kenntnis für die Beurteilung der Lage der Gesellschaft von besonderer Bedeutung ist, liegen nicht vor.

 

Quedlinburg, den 26.04.2023

gez. Dipl.-Ing. Matthias Simon

gez. Dipl.-Ing. Michael Simon

gez. Dr. Ludwig Simon

gez. Dipl.-Ing. (BA) Victor Simon

sonstige Berichtsbestandteile

Anlagespiegel

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2022
Zugänge
Abgänge
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 171.558,07 0,00 0,00 171.558,07
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.896.363,12 0,00 56.600,00 4.839.763,12
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.112.430,79 35.780,00 0,00 3.148.210,79
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 179.074,73 0,00 4.446,23 174.628,50
8.187.868,64 35.780,00 61.046,23 8.162.602,41
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 11.250,00 0,00 0,00 11.250,00
8.370.676,71 35.780,00 61.046,23 8.345.410,48
Abschreibungen
01.01.2022
Zugänge
Abgänge
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 171.548,07 0,00 0,00 171.548,07
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.197.205,80 51.095,00 56.599,00 4.191.701,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.392.993,54 180.377,05 0,00 2.573.370,59
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 158.320,73 10.408,00 4.442,23 164.286,50
6.748.520,07 241.880,05 61.041,23 6.929.358,89
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
6.920.068,14 241.880,05 61.041,23 7.100.906,96
Buchwerte
31.12.2022
31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 10,00 10,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 648.061,32 699.157,32
2. Technische Anlagen und Maschinen 574.840,20 719.437,25
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.342,00 20.754,00
1.233.243,52 1.439.348,57
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 11.250,00 11.250,00
1.244.503,52 1.450.608,57

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 18.11.2023 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Simon Möbel GmbH, Quedlinburg:

Prüfungsurteile:

Wir haben den Jahresabschluss der Simon Möbel GmbH, Quedlinburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Simon Möbel GmbH, Quedlinburg für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Magdeburg, den 28. April 2023

Paul & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dipl.-Kfm. Sebastian Paul, Wirtschaftsprüfer

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