Raiffeisenbank Bobingen eG

Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg GnR 1544
Eingetragen
1.4.1897
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenKreditinstitute des Genossenschaftssektors
Gegenstand
Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Spareinlagen; Annahme von sonstigen Einlagen; Gewährung von Krediten aller Art; Übernahme von Bürgschaften; Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie Durchführung von Treuhandgeschäften; Durchführung des Zahlungsverkehrs; Durchführung des Auslandgeschäftes einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; Erwerb und Veräußerung sowie Verwahrung und Verwaltung von Werpapieren und anderen Vermögenswerten; Vermittlung oder Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen und Reisen; Vermittlung, Erwerb, Verwaltung, Bebauung und Verwertung von Grundstücken aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Benjamin Baumgartner
seit 26.2.2025
Prokura
Michael Jakob
seit 26.2.2025
Prokura
Jessica Janitschek
seit 26.2.2025
Prokura
Michael Holzmann
seit 26.2.2025
Prokura
Elmar Meyer
seit 12.11.2024
Vorstandsmitglied
Thomas Zuber
seit 28.11.2018
Vorstandsmitglied
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Raiffeisenbank Bobingen eG

Bobingen

Jahresabschluss zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Die Raiffeisenbank Bobingen eG ist eine eingetragene Genossenschaft, die der amtlich anerkannten BVR Institutssicherung GmbH und der zusätzlichen freiwilligen Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. angeschlossen ist.

Zweck der Genossenschaft ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder. Wir betreiben grundsätzlich alle banküblichen Geschäfte einschließlich des Dienstleistungsgeschäfts.

Unser Kerngeschäftsgebiet umfasst die Stadt Bobingen, die Verwaltungsgemeinschaft Großaitingen mit den Gemeinden Großaitingen, Oberrottmarshausen und Kleinaitlingen, die Gemeinde Wehringen und den Augsburger Stadtteil Inningen. Das erweiterte Geschäftsgebiet umfasst die Postleitzahlenbezirke 80-82 und 86-89. Dies entspricht im Wesentlichen dem Bereich Bayerisch Schwaben und dem Großraum München sowie Biberach, Heidenheim und Ulm. Bei allen geschäftspolitischen Aktivitäten wird das Regionalprinzip weitgehend beachtet. Neben unserer Hauptstelle in Bobingen sind wir mit den Geschäftsstellen in Inningen, Wehringen und Großaitingen vertreten. Geldausgabeautomaten betreiben wir in allen Geschäftsstellen sowie in Oberrottmarshausen, Straßberg und an einer Tankstelle im Norden von Bobingen. In unserer ehemaligen Geschäftsstelle in Straßberg haben wir ein Kundendialogcenter mit Marktservicecenter eingerichtet. Hier wird der Telefonverkehr für die Gesamtbank abgewickelt und, soweit möglich, werden die Aufträge der Kunden fallabschließend bearbeitet und Unterlagen für die Kundenberatung vor- und nachbereitet.

Organe sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Vertreterversammlung.

II. Wirtschaftsbericht

II. 1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der bayerischen Kreditgenossenschaften

Die für das Verständnis der Analyse unseres Geschäftsverlaufs und unserer wirtschaftlichen Lage maßgeblichen gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr haben sich wie folgt entwickelt:

Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % 2023. Der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch.

Nach einem durch die Erholung von der Coronakrise getriebenen kräftigen Zuwachs im Vorjahr um 3,9 % gingen die privaten Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,7 % zurück. Hauptgrund war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte deutlich dämpfte.

Die staatlichen Konsumausgaben verminderten sich mit dem Wegfall von pandemiebedingten Sonderausgaben ebenfalls. Der Staatskonsum, der 2022 noch um 1,6 % gestiegen war, sank um deutliche 1,5 %. Insgesamt trugen die Konsumausgaben mit einem Beitrag von -0,7 Prozentpunkten wesentlich zum Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts bei.

Ähnlich wie bereits im Vorjahr zeigte sich die Investitionskonjunktur gespalten. Einerseits legten die Investitionen in Ausrüstungen wie Fahrzeuge und Maschinen erneut zu, wenn auch schwächer als 2022 (+3,0 % nach +4,0 %). Andererseits gaben die Bauinvestitionen, die im Vorjahr um 1,8 % gesunken waren, abermals um 2,7 % nach. Neben dem zinsbedingten Nachfragerückgang, von dem der Wohnungsbau noch stärker als der Gewerbebau betroffen war, belastete die nur langsam nachlassende Baupreisdynamik das Investitionsgeschehen. Alles in allem ging von den Bruttoanlageinvestitionen ein leicht negativer Impuls (-0,1 Prozentpunkte) für das preisbereinigte Wirtschaftswachstum aus.

Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Zwar stieg die Arbeitslosenzahl in der Statistik, auch wegen der verstärkten Erfassung Geflüchteter, von 2,4 Millionen Menschen im Vorjahr auf 2,6 Millionen Menschen. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 % aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (+5,3 %). Zudem hielt der Beschäftigungsaufbau an. Die Erwerbstätigenzahl kletterte im Vorjahresvergleich um gut 300.000 auf einen neuen Rekordwert von rund 45,9 Millionen Menschen.

Das langsame, noch andauernde Abklingen des Inflationsschocks des Jahres 2022 dominierte das vergangene Jahre 2023 an den Finanzmärkten. Die Notenbanken setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten ihre Leitzinsen weiter. Im Zuge dieser Zinspolitik sanken die konjunkturellen Aussichten der Weltwirtschaft aufgrund der steigenden Finanzierungskosten. Auch die Entwicklung in China trug zur einsetzenden Konjunkturbremsung bei, da das dortige Wachstum durch eine Immobilienkrise und Nachwirkungen der strengen Nullcovidpolitik geschwächt wurde. Geopolitische Unsicherheiten wie der andauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der durch den Terrorangriff der Hamas auf Israel intensivierte Nahostkonflikt oder die Rivalität zwischen China und den USA belasteten die Konjunkturaussichten ebenfalls. Die Finanzmärkte entwickelten sich trotz dieser Belastungen positiv und bewerteten die rückläufigen Inflationsraten des Jahres 2023 als Zeichen für schneller als zu Jahresbeginn erwartet folgende Zinssenkungen im Jahr 2024. So fiel die Verbraucherpreisinflation im Euroraum von 8,6 % auf 2,9 % bzw. um die schwankungsanfälligen Komponenten Energie und Nahrung bereinigt, von 7,1 auf 3,9 %. Doch die Finanzmärkte reagierten stark auf die Rückgänge, wodurch Aktien- und Anleihekurse vor allem zum Jahresende deutlich zulegten.

Inflations- und Zinserwartungen sowie die tatsächlichen Entscheidungen der Notenbanken prägten die Anleihemärkte 2023 in Form hoher Volatilität. Das Jahr begann, nach den starken Kursverlusten durch Kriegs-, Inflations- und Zinsschocks 2022, mit einer Kurserholung von Staatsanleihen. In der Folge fielen ihre Renditen. So belief sich die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihe am 2. Februar 2023 auf 2,07 %, nach noch 2,56 % an Neujahr. Aufgrund der weiterhin restriktiven Politik der Notenbanken stiegen die Renditen danach jedoch wieder an. In der Spitze erreichte die zehnjährige Bundesanleihe am 2. März 2023 eine Rendite von 2,75 %. Im Zuge der US-Regionalbankenkrise und der Schieflage der Credit Suisse fiel diese Rendite jedoch bis zum 20. März auf 2,1 % zurück. Dieses Auf und Ab setzte sich im weiteren Jahresverlauf fort. Bis Ende September tendierten die Renditen dabei aufwärts und die Kurse abwärts. Die zehnjährige Bundesanleihe erreichte ihre maximale Rendite von 2,97 % am 28. September 2023. Im vierten Quartal und insbesondere zum Jahresende erholten sich die Kurse der Anleihen jedoch deutlich, wodurch die zugehörigen Renditen sanken. Die zehnjährige Bundesanleihe erbrachte zum Jahresende mit 2,03 % ein Fünftel weniger Rendite als zum Jahresanfang. Die Anleihen folgten hierbei den Erwartungen der Märkte an eine 2024 deutlich sinkende Inflation mit entsprechenden Leitzinssenkungen der Notenbanken.

Die Aktienmärkte setzten zum Jahresauftakt die Erholung von Ende 2022 fort. Der DAX stieg vom 1. Januar bis zum 9. März 2023 um 12,3 % auf 15.633 Punkte. Anschließend erschütterte jedoch die Krise der US-Regionalbanken die Finanzmärkte, insbesondere die plötzliche Zahlungsunfähigkeit der Silicon Valley Bank. Dies löste einen Schock auf den Aktienmärkten aus. Der DAX etwa verlor bis zum 17. März 2023 5,5 % seines Kurswertes. Die Verluste konzentrierten sich dabei auf Finanzwerte. Die Krise kulminierte mit der Fusion der Schweizer Großbanken Credit Suisse und UBS am 19. März 2023, die die Schweizer Behörden zur Abwicklung der erstgenannten Bank organisiert hatte. Dieser Akt konnte die Märkte beruhigen und ermöglichte die Erholung der Aktien- und Finanzmärkte von dem kurzzeitigen Einbruch. Diese Erholung flachte zum Sommer hin ab, setzte sich aber trotz wiederkehrender Volatilität insbesondere um die Leitzinsentscheide der Notenbanken fort. Ende Juli notierte der DAX bei 16.447 Punkten und damit 18,1 % über seinem Jahreseinstandswert. Über den Spätsommer und beginnenden Herbst gingen die Kurse wieder leicht zurück, nachdem sich optimistische Einschätzungen des ersten Halbjahres nicht oder nur teilweise bewahrheitet hatten. Diese Korrektur erreichte ihren Tiefpunkt mit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023. Der DAX verlor im Oktober 4,3 % und fiel damit auf 14.717 Punkte zurück. Da der Konflikt bis zum Jahresende weitgehend auf den Gazastreifen begrenzt blieb, setzte im November bereits eine neuerliche, vorsichtige Erholung an den Aktienmärkten ein. Zum Jahresende verstärkte sich die Erholung aufgrund sinkender Inflationszahlen und damit verbundener Hoffnungen auf Leitzinssenkungen der Notenbanken, womit eine Belebung der Konjunktur im Jahr 2024 verbunden wurde. Der DAX legte von Anfang November bis Jahresende um 13,1 % zu. Dadurch schloss er das Jahr mit 16.752 Punkten und auf Jahressicht um 20,3 % im Plus ab. Im globalen Vergleich entwickelte sich der deutsche Leitindex damit ähnlich zum Euro Stoxx 50, der 19,2 % zulegen konnte, aber schwächer als der S&P 500 und der Nasdaq Composite. Letztere konnten 24,2 beziehungsweise 43,4 % zulegen.

Im Gebiet des Genossenschaftsverbandes Bayern e.V. haben die Volks- und Raiffeisenbanken ihr operatives Ergebnis im Jahr 2023 erneut steigern können. Mit 1,01 % der durchschnittlichen Bilanzsumme ergibt sich für das Gesamtbetriebsergebnis 2023 ein um 0,13 %-Punkte höherer Wert als im Vorjahr. Die Genossenschaftsbanken nutzen ihre Ertragskraft zu einer weiteren Stärkung des Eigenkapitals. Durch die Zuführung zum Eigenkapital (+ 7,8 %) wird sich das erwirtschaftete versteuerte Eigenkapital von 9,22 % auf voraussichtlich 9,99 % in Relation zur Bilanzsumme erhöhen. Die Kundeneinlagen nahmen moderat um 0,4 % auf 158 Mrd. EUR und das Kundenkreditvolumen um 2,4 % auf 144 Mrd. EUR zu. Die durchschnittliche Bilanzsumme lag im Geschäftsjahr 2023 bei einer Steigerung von 0,3 % bei 206 Mrd. EUR.

II. 2 Leistungsindikatoren

Definition unserer bedeutsamsten Leistungsindikatoren

Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig intern überwachen.

Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank wird die Relation des Betriebsergebnisses vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme festgelegt. Bei der Berechnung des Betriebsergebnisses bleiben betriebswirtschaftlich neutrale Erfolgsfaktoren und Ertragsteuern unberücksichtigt. Die Leistungskennzahl unterscheidet sich insofern von der Gewinn- und Verlustrechnung.

Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit wurde die Cost Income Ratio (nachfolgend: "CIR") bestimmt. Sie stellt das Verhältnis von Aufwendungen zu den Erträgen dar. In die Erträge fließen die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen saldiert ein. Das Bewertungsergebnis, betriebswirtschaftlich neutrale Erfolgsfaktoren und Ertragsteuern bleiben unberücksichtigt.

Den Marktanteil bei den bilanziellen Kundenkrediten definieren wir als bedeutsamsten Indikator für die Generierung von zukünftigen Erträgen unseres Instituts.

Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dient die harte Kernkapitalquote nach Art. 92 Abs. 2 CRR (hartes Kernkapital * 100 / Gesamtrisikobetrag).

Entwicklung unserer bedeutsamsten Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023

Das Betriebsergebnis vor Bewertung hat sich von 0,68 % auf 0,72 % verbessert und liegt somit über dem Planwert von 0,66 %. Die CIR hat sich von 67,9 % auf 68,5 % leicht erhöht. Dies entspricht nahezu dem Planwert von 68 %. Der Marktanteil der bilanziellen Ausleihungen konnte von 12,6 % auf 12,9 % (Stand 30. September 2023) planmäßig ausgeweitet werden. Die Kapitalanforderungen wurden ganzjährig eingehalten. Die harte Kernkapitalquote betrug 19,71 % (Vorjahr 17,94 %), eine Beeinträchtigung durch die verlustfreie Bewertung ist nicht eingetreten.

Die Entwicklung der Leistungsindikatoren fiel aufgrund der positiven Effekte aus der Zinsentwicklung und der Zuwächse bei den Geschäftsguthaben insgesamt besser aus als erwartet.

II. 3 Geschäftsverlauf der Raiffeisenbank Bobingen eG

Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Bilanzsumme 501.036 509.240 - 8.204 1,6
Außerbilanzielle Geschäfte 15.684 24.663 - 8.979 36,4

Der Geschäftsverlauf 2023 verlief trotz weiter anhaltender globaler Verwerfungen zufriedenstellend.

Bei der Verringerung der Bilanzsumme um 8.204 TEUR ist zu berücksichtigen, dass das Offenmarktgeschäft mit der Deutschen Bundesbank im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 21.820 TEUR fällig war und kein vergleichbares Geschäft abgeschlossen wurde.

Die Forderungen an Kunden konnten um 10.443 TEUR bzw. 4,2 % ausgeweitet werden. Bei den Kundeneinlagen war ein Wachstum von 12.531 TEUR bzw. 3,1 % zu verzeichnen.

Der Rückgang bei den außerbilanziellen Geschäften entfällt weitestgehend auf die geringeren unwiderruflichen Kreditzusagen.

Aktivgeschäft Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Kundenforderungen 261.103 250.660 + 10.443 4,2
Wertpapiere 161.148 197.786 - 36.638 18,5
Forderungen an Kreditinstitute 59.306 41.139 + 18.167 44,2

Die Struktur der Aktivseite war im Berichtszeitraum davon gekennzeichnet, dass sich der Anteil des Buchkreditvolumens an der Bilanzsumme von 49,2 % auf 52,1 % erhöht hat. Der deutliche Anstieg entsteht durch das Zusammenwirken der um 4,2 % höheren Kundenforderungen und der um 1,6 % geringeren Bilanzsumme.

Bei der Ausweitung der Kundenforderungen wurde der Planwert von 7,5 % insoweit nicht erreicht. Das Kreditwachstum resultierte in erster Linie aus dem Privatkundengeschäft.

Das betreute Kundenkreditvolumen (einschließlich Verbundgeschäft) erhöhte sich um 15.260 TEUR bzw. 5,1 % auf 312 Mio. EUR. Neben dem Anstieg der Kundenforderungen war die Erhöhung der Bauspardarlehen um 3.032 TEUR von Bedeutung.

Die Geld- und Kapitalmarktanlagen haben sich vor dem Hintergrund des fälligen Offenmarktgeschäfts mit der Deutschen Bundesbank insgesamt um 18.471 TEUR bzw. 7,8 % verringert. Ergänzend hat eine Umschichtung von Kapital- in Geldmarktanlagen stattgefunden. Der Anteil der Wertpapiere an der Bilanzsumme betrug zum Bilanzstichtag 32,2 % (Vorjahr 38,8 %) und der Anteil der Forderungen an Kreditinstitute 11,8 % (Vorjahr 8,1 %).

Passivgeschäft Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25.540 49.630 - 24.090 48,5
Spareinlagen von Kunden 80.673 99.904 - 19.231 19,2
andere Einlagen von Kunden 335.713 303.951 + 31.762 10,4

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich insbesondere wegen eines fälligen Offenmarktgeschäfts mit der Deutschen Bundesbank.

Der Anstieg der Kundengelder betrug 12.531 TEUR bzw. 3,1 %. Die Bank hatte sich vorgenommen, in diesem Bereich um maximal 4 % zu steigen.

Auch durch die um 1,6 % geringere Bilanzsumme erhöhte sich der Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden weiter von 79,3 % auf 83,1 %.

Vor dem Hintergrund der Zinsentwicklungen steigt die Attraktivität der befristeten Einlagen. Deshalb ergab sich auch neben dem Einlagenwachstum insgesamt eine Verschiebung von Sicht- und Spareinlagen zugunsten von Tages- und Termingeldeinlagen.

Das betreute Kundenanlagevolumen (einschließlich Verbundgeschäft) hat 2023 um 35.171 TEUR bzw. 5,8 % auf 644 Mio. EUR zugenommen, wobei im Verbundgeschäft der Anstieg der Vermögenswerte in Wertpapieranlagen in Höhe 27.326 TEUR prägend war.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 745 718 + 27 3,8
andere Vermittlungserträge 779 947 - 168 17,7
Erträge aus Zahlungsverkehr 1.366 1.329 + 37 2,8

Das Dienstleistungsgeschäft hat sich insgesamt nicht wie geplant entwickelt. Das Provisionsergebnis lag mit 2.649 TEUR leicht unter dem Wert des Vorjahres von 2.714 TEUR. Positive Effekte aus dem Zahlungsverkehr und dem Wertpapierdienstleistungsgeschäft wurden durch die geringeren Vermittlungserträge mehr als kompensiert.

Investitionen

Im Mittelpunkt unserer Investitionstätigkeit standen Erhaltungsaufwendungen und Investitionen in eine neue Geschäftsstelle.

Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr war neben den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs durch keine außergewöhnlichen Vorgänge gekennzeichnet.

II. 4 Lage der Raiffeisenbank Bobingen eG

II. 4.1 Ertragslage

Gewinn- und Verlustrechnung Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Zinsüberschuss 1) 7.650 7.026 + 624 8,9
Laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 364 366 - 2 0,5
Provisionsüberschuss 2) 2.650 2.714 - 64 2,4
Sonstiges betriebliches Ergebnis 3) 580 1.973 - 1.393 70,6
Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwendungen 4.929 4.734 + 195 4,1
b) andere Verwaltungsaufwendungen 2.601 2.375 + 226 9,5
Bewertungsergebnis 4) -828 -2.661 + 1.833 68,9
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 2.839 2.334 + 505 21,6
Steueraufwand 56 249 - 193 77,5
Jahresüberschuss 813 785 + 28 3,6

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV - Posten 2.
2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV - Posten 6.
3) GuV - Posten 8 abzüglich GuV - Posten 12.
4) GuV-Posten 13 - 16

Die Entwicklung der Ertragslage hat unsere in der Vorperiode berichtete Prognose insgesamt übertroffen.

Im Berichtsjahr war, wie von uns prognostiziert, ein Anstieg des Zinsüberschusses zu verzeichnen. Sowohl die Zinserträge als auch die Zinsaufwendungen sind durch die jeweils höheren Durchschnittsverzinsungen und teils auch volumensbedingt angestiegen. Im Kundenkreditgeschäft erhöhte sich die Durchschnittsverzinsung um 0,33 %-Punkte und im Kundeneinlagengeschäft um 0,25 %-Punkte. Bei den Eigenanlagen war ein Anstieg der Durchschnittsverzinsung von mehr als 0,50 %-Punkte zu verzeichnen.

Das Provisionsergebnis ist leicht rückläufig, insbesondere da die positiven Effekte aus dem Zahlungsverkehr und dem Wertpapierdienstleistungsgeschäft durch geringere Erträge aus dem Vermittlungsgeschäft überkompensiert wurden.

Das sonstige betriebliche Ergebnis beinhaltet im Wesentlichen Mieterträge und war im Vorjahr zudem durch Erträge in Höhe von 1.554 TEUR aus dem Verkauf einer Immobilie geprägt.

Die Personalaufwendungen sind insbesondere aufgrund von Tarifanpassungen höher als im Vorjahr. Der Personalbestand ist geringfügig höher. Die anderen Verwaltungsaufwendungen liegen im Wesentlichen aufgrund höherer Aufwendungen für Prüfung und Beratung, für Instandhaltungen, für IT-Dienstleistungen sowie für Schulung und Fortbildung über dem Vorjahreswert.

Unser Betriebsergebnis vor Bewertung verbesserte sich von 3.489 TEUR auf 3.597 TEUR bzw. von 0,68 % auf 0,72 % in Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme und ist damit höher ausgefallen als prognostiziert.

Die Aufwands-/Ertragsrelation (Cost-Income-Ratio - CIR) erhöhte sich dennoch leicht von 67,9 % auf 68,5 %.

Das Bewertungsergebnis stellt sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert dar. Im Vorjahr war dies nahezu durch die zinsinduzierten Abschreibungen von Wertpapieren bestimmt.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit hat sich folglich im Vorjahresvergleich deutlich von 2.334 TEUR auf 2.839 TEUR erhöht.

Dem Fonds für allgemeine Bankrisiken wurde ein Betrag in Höhe von 1.970 TEUR zugeführt.

Es verbleibt somit ein Jahresüberschuss von 813 TEUR, von dem wurden 200 TEUR den Rücklagen zugeführt. Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn in Höhe von 613 TEUR, 408 TEUR den Rücklagen zuzuweisen und eine Dividende in Höhe von 4 % auszuschütten.

II. 4.2 Finanz- und Liquiditätslage

Die liquiden Mittel haben sich aufgrund der Rückzahlung des Offenmarktgeschäfts in Höhe von 21.820 TEUR entsprechend verringert. Die vorhandenen liquiden Mittel reichten im Geschäftsjahr aus, um die aufsichtsrechtlichen Anforderungen (Mindestreservebestimmungen und Bestimmungen der CRR) angemessen zu erfüllen. Den Zahlungsverpflichtungen nach Art, Höhe und Fristigkeit konnte im Berichtsjahr stets nachgekommen werden. Die monatlichen Meldungen der Liquidity Coverage Ration (LCR) wiesen im Geschäftsjahr einen Wert von mindestens 135 % aus (Untergrenze 100 %).

Neben den dargestellten liquiden Mitteln stehen uns kurzfristig verfügbare Kreditlinien bei unserer genossenschaftlichen Zentralbank (DZ BANK AG) und die Refinanzierungsfazilitäten der EZB zur Verfügung. Die eingeräumten Kreditlinien der DZ BANK AG haben wir im Jahresverlauf nicht in Anspruch genommen. Unsere Refinanzierungsstruktur ist weitgehend unabhängig von den Interbanken- und Kapitalmärkten und überwiegend durch Geschäftsbeziehungen mit den Privat- und Firmenkunden geprägt.

Mit einer Beeinträchtigung der Liquiditätslage ist auch in den folgenden Jahren aufgrund der vorhandenen Liquiditätsreserven sowie der Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund nicht zu rechnen. Bis zur Erstellung des Lageberichts liegen keine Anhaltspunkte für Umstände vor, die die Liquiditätslage der Bank nachteilig verändern könnten.

II. 4.3 Vermögenslage

Die Entwicklung der Vermögenslage hat unsere in der Vorperiode berichteten Prognose übertroffen.

Eigenkapital

Das bilanzielle Eigenkapital stellt sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Eigenkapital Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Gezeichnetes Kapital 5.280 4.973 + 307 6,2
Rücklagen 21.895 21.245 + 650 3,1

Wesentliche Veränderungen beim Eigenkapital ergaben sich durch die Gewinnthesaurierung und den Ausbau der Geschäftsguthaben unserer Mitglieder. Daneben besteht ein Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB in Höhe von 25.270 TEUR (Vorjahr 23.300 TEUR). Zudem bestehen Vorsorgereserven nach § 340f HGB.

Der Anteil der bilanziellen Eigenmittel an der Bilanzsumme hat sich von 9,79 % auf 10,52 % erhöht.

Die harte Kernkapitalquote beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 19,7 % (Vorjahr 17,9 %). Die aufsichtsrechtlich geforderte Mindestgröße wurde jederzeit erfüllt. Eine weitere Stärkung der Eigenmittelausstattung ist weiterhin vorrangiges Ziel der Geschäftspolitik.

Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG (Quotient aus Nettogewinn (Nettogewinn = Jahresüberschuss nach Steuern) und Bilanzsumme) beläuft sich auf 0,16 % (Vorjahr 0,15 %). Unter Berücksichtigung der Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken würde sich eine Kapitalrendite von 0,56 % ergeben.

Ergänzend zu den Ausführungen im Rahmen des Geschäftsverlaufs zum Aktiv- und Passivgeschäft sowie Dienstleistungsgeschäft sind neben der Entwicklung des bilanziellen Eigenkapitals folgende wesentliche Aktiv-bzw. Passivstrukturen im Rahmen der Vermögenslage zu erwähnen:

Kundenforderungen

Der Anteil der Kundenforderungen an der Bilanzsumme beträgt 52,1 % und hat sich um 2,9 %-Punkte erhöht. Konzentrationen in den einzelnen Branchen sind nicht vorhanden. Die Größenklassengliederung ist ausgewogen. Akute Risiken im Kreditgeschäft sind in voller Höhe durch Einzelwertberichtigungen abgedeckt, für latente Risiken bestehen im angemessenen Umfang Pauschalwertberichtigungen. Die aufsichtsrechtlichen Kreditgrenzen sowie die festgelegten Kreditbeschränkungen nach § 49 GenG wurden im Berichtszeitraum stets eingehalten.

Wertpapiere

Die Wertpapieranlagen unserer Bank setzen sich wie folgt zusammen:

Wertpapiere Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Anlagevermögen 91.257 93.234 - 1.977 2,1
Liquiditätsreserve 69.891 104.552 - 34.661 33,2

Die eigenen Wertpapieranlagen haben insgesamt einen Anteil von 32,2 % an der Bilanzsumme (Vorjahr 38,8 %). Hiervon entfällt auf Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 5) ein Anteil von 29,2 %-Punkten bzw. auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 6), die ausschließlich aus Fonds-Anlagen bestehen, von 3,0 %- Punkten. Strukturierte Finanzinstrumente haben wir ausschließlich in Form von einfach kündbaren Anleihen im Bestand. Die Bestandshöhe haben wir limitiert.

Die als Anlagevermögen ausgewiesenen Wertpapiere werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Dadurch wurden Abschreibungen in Höhe von 6.548 TEUR vermieden. Alle übrigen Wertpapiere sind nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Es bestehen Kurswertreserven in Höhe von 701 TEUR. Kursrisiken werden im Rahmen einer risikoorientierten Anlagepolitik nur in begrenztem Umfang zugelassen und liegen im Rahmen der bankinternen Grundsätze. Es besteht ein bedeutender Umfang von Wertpapieren ausländischer Emittenten in Höhe von 65,7 Mio. EUR. Der Wertpapierbestand ist ausnahmslos dem Investmentgrade zugeordnet, wobei sich nahezu die Hälfte des Bestands im Ratingbereich zwischen AAA und AA- befindet.

Derivategeschäfte

Wir haben keine Geschäfte in derivativen Instrumenten getätigt oder im Bestand.

II. 5 Zusammenfassende Beurteilung des Geschäftsverlaufs und der Lage

Die Geschäftsentwicklung der Raiffeisenbank Bobingen eG verlief insgesamt zufriedenstellend, da insbesondere die Planzahlen zur Vermögens- und Ertragslage sowie zum Wachstum bezogen auf das Kundengeschäft übertroffen wurden.

Die Anforderungen an das Eigenkapital und die Liquidität wurden jederzeit eingehalten. Die harte Kernkapitalquote als bedeutender Leistungsindikator für die Vermögenslage sowie das Betriebsergebnis vor Bewertung in Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme als Maß für die Ertragslage stellten sich besser dar als im Vorjahr und als geplant.

Für erkennbare und latente Risiken in den Kundenforderungen bestehen Einzel- und Pauschalwertberichtigungen in angemessener Höhe.

III. Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht)

III. 1 Risikomanagementsystem

Die Ausgestaltung unseres Risikomanagements ist bestimmt durch unsere Geschäfts- und Risikostrategie, die hieraus abgeleiteten operativen Zielgrößen bzw. Plandaten sowie die Risikotragfähigkeit der Bank. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur identifizieren, quantifizieren, beurteilen und dokumentieren wir unsere Risiken. Wir legen die für uns wesentlichen Risiken fest und entwickeln entsprechende Risikostrategien.

Zum 1. Januar 2023 haben wir unser Risikotragfähigkeitskonzept gemäß Schreiben der BaFin und der Deutschen Bundesbank vom 24. Mai 2018 über die "aufsichtliche Beurteilung bankinterner Risikotragfähigkeitskon- zepte und deren prozessuale Einbindung in die Gesamtbanksteuerung ("ICAAP") - Neuausrichtung" mit einer normativen und ökonomischen Perspektive barwertig ausgerichtet. Im Vorjahr wurde noch ein GuV-orientiertes Risikotragfähigkeitskonzept genutzt, so dass ein Vergleich mit Angaben des Vorjahres insoweit nicht möglich ist.

Unsere zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive) als auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive).

Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere die Kapitalgrößen wie Kapitalanforderun- gen sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals wie beispielsweise die Höchstverschuldungsquote und die Großkreditgrenzen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden.

Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von 3 Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen wie Boni- tätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft in einem adversen Szenario berücksichtigt.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomi- schen Perspektive, die in unserem Institut barwertig ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Die Bewertung des Risikodeckungspotenzials erfolgt unabhängig von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen.

Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungs- prozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen.

Im Rahmen einer vierteljährlichen Risikoberichterstattung bzw. ggf. Ad-hoc-Berichterstattung werden Vorstand und Aufsichtsrat informiert.

Die Funktionsfähigkeit und Angemessenheit aller Risikocontrolling- und Risikomanagement-Aktivitäten werden durch die Interne Revision geprüft.

Die Steuerung unserer Risiken erfolgt insbesondere im Rahmen der ökonomischen Risikotragfähigkeit. Aus dem Risikodeckungspotenzial leiten wir unser Gesamtbankrisikolimit ab, welches wir in festgelegte Teilrisikolimite für die für uns wesentlichen Risiken untergliedern.

Nachfolgend stellen wir die Risikotragfähigkeit zum Bilanzstichtag dar:

Risikotragfähigkeit zum 31.12.2023 Ökonomische Perspektive (Werte
in TEUR)
Risikodeckungspotential 64.162
Gesamtbankrisikolimit 58.100
Marktpreisrisiko gesamt 26.883
Davon Zinsrisiko 26.883
Adressenausfallrisiken 13.494
Davon aus Kundenkreditgeschäft 1.718
Davon aus Eigenanlagen 11.776
Operationelles Risiko 1.428
Sonstige wesentliche Risiken 6.744
Anteil der Risiken am Gesamtbankrisikolimit in % 83,56
Anteil Risiken am Risikodeckungspotential in % 75,67

Unser Stresstestkonzept umfasst die beiden Steuerungsperspektiven der Bank (ökonomische und normative Perspektive) und fokussiert hierbei jeweils die Adäquanz der Kapital- und Liquiditätsausstattung der Bank. Im Rahmen des Stresstestkonzepts ermitteln wir regelmäßig und anlassbezogen die Auswirkungen von Stresstests, adversen Szenarien und Sensitivitätsanalysen. Die Reflexion und kritische Würdigung dieser Auswirkungen ist ein zentrales Element unseres Risikomanagements.

Im Folgenden erläutern wir das Risikomanagement unserer wesentlichen Risiken.

III. 2 Marktpreisrisiken

Zinsänderungsrisiken

Die Zinsänderungsrisiken haben eine besondere Bedeutung für die Prognosen und deren Einhaltung bezogen auf den Zinsertrag, die Zinsaufwendungen sowie die Bewertung der Wertpapiere.

Die Zinsrisiken messen wir vierteljährlich mit dem Software Modul VR Control Zinsmanagement, wobei ein Konfidenzniveau von 99,9 % zur Anwendung kommt. Die gemessenen Risiken werden in einem Limitsystem dem entsprechenden Teilrisikolimit (30.000 TEUR) gegenübergestellt, dessen Überschreiten grundsätzlich die Anwendung bestimmter Maßnahmen auslöst. Im Geschäftsjahr bewegte sich das Zinsrisiko innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Teilrisikolimits. Zum 31. Dezember 2023 ist das Limit zu 89,6 % ausgelastet.

Zur Ermittlung der Auswirkungen von Zinsänderungen hat die Bank für die wesentlichen variablen Positionen Ablauffiktionen auf der Grundlage gleitender Durchschnitte und Elastizitäten ermittelt. Neben der Risikoermitt- lung im Rahmen der Risikotragfähigkeit werden die Zinsrisiken auch im Kontext des Zinsrisikokoeffizienten sowie des barwertigen und periodischen Ausreißertests ermittelt.

Aufgrund des von uns eingegangenen Zinsänderungsrisikos ist ein Anstieg des Zinsbuchbarwertes nur bei fallenden Zinssätzen zu erwarten. Die Bank setzt bei ihrer Zinsrisikosteuerung auf Gesamtbankebene keine Zinssicherungsinstrumente ein.

Eine Drohverlustrückstellung in Verbindung mit der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs gemäß IDW RS BFA 3 war nicht erforderlich.

Sonstige Marktpreisrisiken

Hinsichtlich der Marktpreisrisiken aus festverzinslichen Wertpapiere verweisen wir auf die vorherige Darstellung und im Zusammenhang mit den Investmentfonds auf unsere Ausführung zum Immobilienrisiko unter den weiteren Risiken. Darüber hinaus bestehen keine nennenswerten sonstigen Marktpreisrisiken.

III. 3 Adressenausfallrisiken

Forderungen an Kunden

Die Adressenausfallrisiken können insbesondere Einfluss auf die Prognosen und deren Einhaltung bezogen auf die Bewertung der Kundenforderungen und der Eigenanlagen haben.

Die Überwachung und Steuerung des Kreditgeschäfts erfolgt auf der Basis von Risiko- und Strukturlimiten. Für die Identifizierung, Beurteilung und Überwachung der Risiken nutzen wir die VR-Rating-Module des genossenschaftlichen Verbunds.

Das Adressenausfallrisiko im Kundenkreditgeschäft messen wir mittels des Kreditportfoliomodells Kundenge- schäft aus dem Software-Modul VR-Control KRM mit einem Konfidenzniveau von 99,9 %. Der Risikoausweis umfasst den unerwarteten Verlust, welcher als barwertig ermittelter Credit Value at Risk (CVaR) ermittelt wird.

Das Risikolimit für das Kundenkreditgeschäft in Höhe von 5.000 TEUR ist zum 31. Dezember 2023 zu 34,4 % ausgelastet und wurde auch im Geschäftsjahr nicht überschritten.

Risikovorsorge wird auf Basis der handelsrechtlichen Vorschriften gebildet.

Unsere Auswertungen der Strukturen geben im Wesentlichen Auskunft über die Verteilung des Kreditvolumens nach Branchen, Größenklassen, Sicherheiten und Risikoklassen. Risikokonzentrationen sind nicht vorhanden.

Im Übrigen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Rahmen der Darstellung von Geschäftsverlauf und Lage.

Eigenanlagen

Für die Identifizierung, Beurteilung und Überwachung der Risiken greifen wir auf die Ratingergebnisse von Ratingagenturen, Einschätzungen der DZ BANK AG und auf eigene Analysen von Berichten bzw. Veröffentlichungen sowie Beobachtungen der Spreadentwicklungen der Emittenten zurück.

Die Messung der Adressrisiken bei den Eigenanlagen erfolgt durch das Kreditportfoliomodell für Eigengeschäfte, indem das zukünftige Verhalten definierter Risikoparameter auf Basis von Zufallszahlen in einer Monte-Carlo-Simulation abgebildet wird (Konfidenzniveau 99,9 %). Der Risikoausweis umfasst den unerwarteten Verlust, welcher als barwertig ermittelter Credit Value at Risk (CVaR) berechnet wird. Das Risikolimit für die Eigenanlagen in Höhe von 14.000 TEUR ist zum 31. Dezember 2023 zu 84,1 % ausgelastet. Auch im Geschäftsjahr bewegte sich das Adressenausfallrisiko bezüglich der Eigenanlagen innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Limits.

Diesen Risiken begegnen wir dadurch, dass wir keine Wertpapiere von Emittenten bzw. aus Emissionen erwarben, deren Rating von einer anerkannten Ratingagentur mit schlechter als "Investment Grade" beurteilt wurde. Das Ausfallrisiko inländischer und ausländischer Emittenten begrenzen wir durch ein System interner Strukturlimite und Einzellimite, die eine hinreichende Streuung des Depotbestandes gewährleisten.

Wir führen derzeit im Wesentlichen Verbundbeteiligungen und beurteilen deshalb Beteiligungsrisiken als nicht wesentliche Risikoart.

Für weitere Ausführungen zu den Eigenanlagen verweisen wir auf unsere Darstellungen im Rahmen der Darstellung von Geschäftsverlauf und Lage.

Länderrisiken

Länderrisiken sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung.

III. 4 Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko setzt sich aus dem Zahlungsunfähigkeitsrisiko und dem Refinanzierungskostenrisiko zusammen. Dies wirkt sich in Form der Refinanzierungskosten insbesondere auf die Prognose und deren Einhaltung bezogen auf die Zinsaufwendungen aus.

Da das Liquiditätsrisiko aufgrund seiner Eigenart nicht sinnvoll mit Risikodeckungspotenzial begrenzt und somit nicht in die klassische Risikotragfähigkeit integriert werden kann, haben wir diesbezüglich einen weiteren Prozess (Liquiditätstragfähigkeit) in die Risikosteuerungs- und Controllingprozesse aufgenommen.

Die Überwachung der Liquiditätstragfähigkeit bzw. die Steuerung des Zahlungsunfähigkeitsrisikos erfolgt mit Hilfe entsprechender Liquiditätsablaufbilanzen (LAB), in welchen wir die szenariospezifischen Zahlungsmittelabflüsse den szenariospezifischen Zahlungsmittelzuflüssen an den jeweiligen Zahlungsmittelzeitpunkten gegenüberstellen. Sofern sich hieraus im Zeitverlauf ein kumulierter Zahlungsmittelbedarf entwickelt, prüfen wir, ob dieser mit dem jeweilig definierten Liquiditätsdeckungspotential (LDP) für einen zuvor definierten Zeitraum (Liquiditätshorizont bzw. Überlebenshorizont) im jeweiligen betrachteten Szenario abgedeckt werden kann. Weiter wird zur frühzeitigen Erkennung eines Liquiditätsengpasses die LCR-Kennziffer gemessen und gesteuert. Zum Bilanzstichtag belief sich die Kennziffer auf 190 %. Im Geschäftsjahr bewegte sie sich zwischen 135 % und 192 %, so dass die Kennziffer stets über dem geforderten Mindestwert von 100 % lag. Zusätzlich haben wir eine Warngrenze in Höhe von 115 % definiert.

Zur Sicherstellung der mittel- bis langfristigen strukturellen Liquidität beobachten wir regelmäßig die NSFR (Net Stable Funding Ratio). Damit beurteilen wir insbesondere die Abhängigkeit von kurzfristigen Refinanzierungen sowie unsere Stressresistenz insgesamt. Zum Bilanzstichtag lag die NSFR bei 119 %.

In Hinblick auf unsere Refinanzierungsquellen verweisen wir auf Abschnitt II.4.2 Finanz- und Liquiditätslage. In liquiditätsmäßig engen Märkten sind wir nicht engagiert. Die Gefahr, dass mangels ausreichender Marktliquidität Verkäufe erschwert werden, schätzen wir als gering ein.

Eine Liquiditätsmanagementfunktion wurde mit dem Ziel der Liquiditätssteuerung eingerichtet, um in Phasen eines sich abzeichnenden Liquiditätsengpasses einschließlich eines Stressfalls die Zahlungsfähigkeit zu sichern und eine Unterschreitung der bankaufsichtlichen LCR-Mindestquote zu verhindern. Zudem wurde für den Fall eines Liquiditätsengpasses ein Notfallplan festgelegt. Im Rahmen der Eigenanlagen- und Liquiditätsstrategie streuen wir die Positionen der Liquiditätsreserve über Laufzeiten und Emittenten, um ein hohes Maß an Liquidierbarkeit zu erreichen, damit wir jederzeit kurzfristig auf unerwartete Zahlungsstromschwankungen reagieren können.

III. 5 Operationelle Risiken

Die operationellen Risiken können insbesondere Einfluss auf die Prognosen und deren Einhaltung bezogen auf andere Verwaltungsaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen haben.

Wesentliche identifizierte operationelle Risiken werden in einer Schadensfalldatenbank erfasst, analysiert und überwacht.

Die operationellen Risiken werden in ihrer Höhe auf Basis eines Self-Assessments ermittelt und einem Teillimit in Höhe von 1.600 TEUR gegenübergestellt. Dies ist zum 31. Dezember 2023 zu 89,3 % ausgelastet.

Den operationellen Risiken begegnen wir mit unterschiedlichen Maßnahmen. Dazu zählen insbesondere Arbeitsanweisungen, die Einhaltung einer ausreichenden Funktionstrennung, die laufende Optimierung der Arbeitsabläufe, Mitarbeiterschulungen, der Einsatz von Sicherheits-, Compliance-, Datenschutz- und Geldwäschebeauftragten und laufende Investitionen in neue DV-Systeme über die von uns beauftragte Rechenzentrale. Eine Prüfung der Verfahren und Systeme erfolgt durch die Interne Revision. Des Weiteren haben wir Versicherungsverträge (z.B. für Diebstahl- und Betrugsrisiken) im banküblichen Umfang abgeschlossen.

Zusätzlich hat unser Haus eine Notfallplanung erstellt, die regelmäßig auf Wirksamkeit überprüft wird.

Dem Rechtsrisiko begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare sowie von rechtlich geprüften Vertragsvordrucken. Bei Rechtsstreitigkeiten nehmen wir bei Bedarf juristische Hilfe in Anspruch.

Im Geschäftsjahr sind keine operationellen Risiken mit spürbarer Ertragsauswirkung eingetreten.

III. 6 Weitere Risiken

III. 6.1 Immobilienrisiko

Das Immobilienrisiko aus direkt sowie indirekt über Fonds gehaltenen Immobilien schätzen wir neben den vorgenannten bereits aufsichtsrechtlich als wesentlich eingestuften Risiken ebenfalls als wesentlich ein und berücksichtigen es entsprechend den aufsichtsrechtlichen Regelungen bei der Gesamtbanksteuerung. Dies wirkt sich insbesondere auf die Prognose und deren Einhaltung bezogen auf die laufenden Erträge sowie die Bewertung des Immobilienvermögens aus. Es wird insbesondere durch das Wertverlust-, das Mietausfall- und das Kostensteigerungsrisiko bestimmt. Zur Berechnung nehmen wir, abgeleitet aus historischen Immobilienpreis-änderungen, regions- und nutzungsartenspezifische Abschläge auf den Verkehrswert vor und prüfen die Notwendigkeit außerplanmäßiger Abschreibungen.

Zudem erfolgt die Anrechnung auf das Teillimit für das Immobilienrisiko in Höhe von 6.000 TEUR, welches zum 31. Dezember 2023 zu 88,2 % ausgelastet ist.

III. 6.2 Beteiligungsrisiko

Wir führen derzeit im Wesentlichen Verbundbeteiligungen. Wir beurteilen die Beteiligungsrisiken zwar nicht als wesentliche Risikoart, haben diese dennoch mit einem Teillimit im Risikotragfähigkeitskonzept versehen. Die Risikomessung erfolgt mittels eines pauschalen Risikobetrags unter Verrechnung stiller Reserven.

Dem Limit in Höhe von 1.500 TEUR stehen Risiken in Höhe 1.450 TEUR gegenüber. Das entspricht einer Auslastung von 96,7 %.

III. 7 Gesamtbild der Risikolage

Zusammenfassend war die Risikolage trotz des Ukraine-Kriegs und dem Auslaufen der Corona-Schutzmaßnahmen insgesamt als geordnet einzustufen, da die Risikotragfähigkeit im Geschäftsjahr 2023 angesichts der Vermögenslage und der Ertragskraft unter den definierten Risikoberechnungen gegeben war. Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen haben wir im Geschäftsjahr 2023 jederzeit eingehalten. Die zu ihrer Deckung vorhandenen Eigenmittel belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf 51.100 TEUR. Wir verweisen hierzu ergänzend auf unsere Ausführungen bei der Vermögenslage.

Nach derzeitigem Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit auch für das Geschäftsjahr 2024 angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögenssituation der Bank voraussichtlich gegeben. Die dargestellten Risiken werden die künftige Entwicklung unserer Bank voraussichtlich nicht wesentlich beeinträchtigen. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar.

IV. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken (Prognosebericht)

Die Prognosen, die sich auf die voraussichtliche Entwicklung der Raiffeisenbank Bobingen eG für das nächste Geschäftsjahr 2024 beziehen, stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen und Planungsrechnungen getroffen haben. Wir weisen darauf hin, dass sich die Prognosen durch die Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen können.

Die Darstellung erwarteter Veränderungen unserer prognostizierten Leistungsindikatoren gegenüber dem entsprechenden Istwert des Berichtsjahres erfolgt auf Basis von Punktprognosen.

Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der bayerischen Kreditgenossenschaften

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) sinkt im Februar 2024 deutlich. Mit nun 83,2 Punkten - nach 91,2 Punkten im Januar - liegt der Barometerwert wieder sehr deutlich unter der neutralen 100-Punkte-Marke, die ein durchschnittliches Wachstum der deutschen Wirtschaft anzeigt. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2023 um 0,3 Prozent geschrumpft ist, schwinden die Hoffnungen auf ein kleines Plus im Auftaktquartal 2024.

Laut neuester Konjunkturprognose des DIW geht es danach zwar graduell bergauf, wenn bei Unternehmen und Verbrauchern die trübe Stimmung angesichts ungewisser Zeiten schwindet. Dennoch dürfte im Gesamtjahr demnach nur ein Nullwachstum zu Buche schlagen. Im kommenden Jahr 2025 wird ein Aufholprozess erwartet. Insbesondere eine immer bessere Konsumlaune der privaten Haushalte, aber auch steigende Ausrü- stungsinvestitionen werden wohl 2025 für einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts um 1,2 Prozent sorgen.

Die bayerischen Kreditgenossenschaften erwarten für 2024 einen Rückgang des Zinsüberschusses um rund 5 % sowie einen Provisionsüberschuss und Verwaltungsaufwendungen auf dem Niveau des Vorjahres. Das Betriebsergebnis wird sich demnach entsprechend verringern und durch ein moderates Bewertungsergebnis belastet werden.

Voraussichtlicher Geschäftsverlauf und voraussichtliche Lage

Unser Geschäftsgebiet ist nach wie vor von einer noch stabilen wirtschaftlichen Lage geprägt. Insbesondere im Handwerk ist die Auftragslage zufriedenstellend. Große Potentiale sehen wir im Bereich Sanierung, Modernisierung und Renovierung. Insbesondere das Feld der energetischen Sanierungen wird im Rahmen der Nachhaltigkeitsdiskussion größere Bedeutung erlangen. Wir haben für diesen Kundenbedarf ein Sanierungsnetzwerk gegründet und veranstalten zu diesem Thema auch regelmäßig Informationsabende mit potentiellen Kunden und gewerblichen Anbietern von energetischen Sanierungsleistungen. Im Bereich Neubau ist die Nachfrage nach wie vor zurückhaltend. Innerhalb der landwirtschaftlichen Betriebe ist die Investitionsneigung stark zurück gegangen. Hier spielt vor allem die politische und daraus folgend auch die wirtschaftliche Unsicherheit der gesamten Branche eine große Rolle.

Nach unseren Prognosen werden sich die Volumina im Einlagengeschäft mit 3,0 % etwas erhöhen. Wir beobachten aber, dass der Wettbewerb um Kundeneinlagen wieder stark zugenommen hat. Im Kreditgeschäft rechnen wir mit leicht steigenden Zuwächsen in Höhe von 5,0 %.

Wir gehen für 2024 mit stabilen bis leicht fallenden Zinsen aus. Für unseren Zinsüberschuss prognostizieren wir ein geringeres Ergebnis in Höhe von 8,0 Mio. EUR.

Beim Provisionsüberschuss rechnen wir mit einer spürbaren Steigerung auf 2,8 Mio. EUR. Eine geplante Erhöhung der Kontoführungsgebühren im zweiten Halbjahr 2024 wird diese Entwicklung unterstützen.

Der Personalaufwand wird laut unseren Planungen weitgehend stabil gehalten werden können. Auch die anderen Verwaltungsaufwendungen sollten sich nur geringfügig verändern. Große Investitionsvorhaben sind für 2024 nicht geplant. Es werden hauptsächlich Ersatzinvestitionen und Erhaltungsaufwendungen getätigt werden. Eine umfängliche Fortbildungsmaßnahme konnte im vergangenen Jahr weitgehend abgeschlossen werden.

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen rechnen wir mit etwas rückläufigen Ergebnissen. Für das Betriebsergebnis vor Bewertung planen wir mit 3,4 Mio. EUR einen moderaten Rückgang.

Erwartete Auswirkungen auf unsere bedeutsamsten Leistungsindikatoren

Vor dem Hintergrund der geschilderten Entwicklungen und Annahmen erwarten wir für das nächste Geschäftsjahr die nachfolgend dargestellten Auswirkungen auf unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren (vgl. Definition Abschnitt II.2):

Das Betriebsergebnis vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme wird sich auf ca. 0,67 % belaufen. Dabei ist, wie bei der CIR, zu berücksichtigen, dass es sich um die Plandaten aus der Ergebnisvorschaurechnung zum April 2024 handelt und hier durchaus noch Verbesserungspotential möglich ist.

Die Cost-Income-Ratio wird voraussichtlich 69,3 % betragen.

Der Marktanteil bei den bilanziellen Kundenkrediten wird leicht gesteigert werden können, hier erwarten wir einen Wert in Höhe von 13,0 %.

Die harte Kernkapitalquote wird mit 19,7 % und die Gesamtkapitalquote mit 20,2 % weitgehend stabil bleiben. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen werden weiterhin erfüllt werden.

Gesamtaussage

Die wirtschaftlichen und politischen Risiken, insbesondere geopolitischer, aber auch nationaler Natur, können durchaus Einfluss auf unsere Ertragslage haben. Derzeit gehen wir davon aus, dass sich eventuelle negative Auswirkungen auf unseren Geschäftsverlauf in Grenzen halten.

Wir gehen für 2024 nicht von starken Liquiditätsbelastungen aus, so dass die LCR im gesetzlichen Rahmen gehalten wird.

Nach unseren Planungen kann das Eigenkapital auch im Geschäftsjahr 2024 wieder angemessen dotiert werden. Die Liquiditätsanforderungen werden ebenfalls erfüllt werden können. Das Betriebsergebnis vor Bewertung wird nach jetzigen Planungen leicht rückläufig sein. Die Risikotragfähigkeit der Bank wird voraussichtlich auch 2024 gewährleistet sein.

Risiken

Wesentliche Risiken für die Ertragslage bestehen im kommenden Jahr bei einer deutlich schlechteren Konjunkturentwicklung als prognostiziert, die zu einer rückläufigen Geschäftsentwicklung führen könnte. Weitere wesentliche Risiken sehen wir insbesondere in den möglichen weiteren negativen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und anderen Krisengebieten, die sich in unerwartete Entwicklungen auf die Konjunktur und an den Finanzmärkten niederschlagen können. Eine stark steigende Entwicklung der Zinsstrukturkurve kann zu einer Beeinträchtigung des geplanten Zinsergebnisses führen.

Chancen

Wesentliche Chancen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und den voraussichtlichen Geschäftsverlauf bestehen im nächsten Geschäftsjahr, insbesondere wenn sich die Konjunktur positiver entwickelt als prognostiziert. Bei einem positiven Konjunkturverlauf besteht die Chance für zusätzliches Kreditgeschäft und damit auch für eine bessere Entwicklung des Zinsergebnisses. Darüber hinaus würde sich bei vermehrter Nachfrage nach Bankprodukten auch das Provisionsergebnis verbessern. In Folge dessen könnte von einem besseren Betriebsergebnis ausgegangen werden, was zu einer höheren Eigenkapitaldotierung und damit zu höheren Eigenkapitalquoten führen könnte.

V. Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

 

Bobingen, 27. Mai 2024

Raiffeisenbank Bobingen eG

Der Vorstand

gez. Thomas Zuber

gez. Albert Rott

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse. Dies umfasste auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft, in Ordnung befunden und befürwortet den Vorschlag des Vorstands. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Der vorliegende Jahresabschluss 2022 mit Lagebericht wurde vom Genossenschaftsverband Bayern e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2022 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns zu beschließen.

 

Bobingen, 27. Mai 2024

gez. Reiter, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Jahresabschluss der Kreditinstitute in der Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft

Bestandteile Jahresabschluss

1. Jahresabschluss (Formblatt 1)

2. Gewinn- und Verlustrechnung (Formblatt 3 - Staffelform)

3. Anhang

1. Jahresbilanz zum 31.12.2023

Aktivseite

EUR EUR EUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 3.189.480,25
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 0,00
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 0,00
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00
b) Wechsel 0,00
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 28.007.233,56
b) andere Forderungen 31.299.181,06
4. Forderungen an Kunden
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 110.847.179,18
Kommunalkredite 4.556.884,17
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00
ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 28.411.167,52
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 28.411.167,52
bb) von anderen Emittenten 117.575.511,18 145.986.678,70
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 66.806.379,97
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00
Nennbetrag 0,00
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 5.792.863,48
darunter: an Kreditinstituten 0,00
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00
an Wertpapierinstituten 0,00
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.015.070,00
darunter: bei Kreditgenossenschaften 1.007.020,00
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00
bei Wertpapierinstituten 0,00
8. Anteile an verbundenen Unternehmen
darunter: an Kreditinstituten 0,00
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00
an Wertpapierinstituten 0,00
9. Treuhandvermögen
darunter: Treuhandkredite 1.896,54
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand
einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00
b) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00
d) Geleistete Anzahlungen 0,00
12. Sachanlagen
13. Sonstige Vermögensgegenstände
14. Rechnungsabgrenzungsposten
Summe der Aktiva

Passivseite

EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 43.890,55
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 25.496.382,05
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 80.223.537,49
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 449.543,18 80.673.080,67
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 272.305.348,71
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 63.407.769,77 335.713.118,48
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00
darunter: Geldmarktpapiere 0,00
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00
4. Treuhandverbindlichkeiten
darunter: Treuhandkredite 1.896,54
5. Sonstige Verbindlichkeiten
6. Rechnungsabgrenzungsposten
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.813.435,96
b) Steuerrückstellungen 0,00
c) andere Rückstellungen 1.851.562,93
8.
9. Nachrangige Verbindlichkeiten
10. Genussrechtskapital
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken
darunter: Sonderposten n. § 340e Abs. 4 HGB 0,00
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 5.280.321,78
b) Kapitalrücklage 0,00
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 4.380.000,00
cb) andere Ergebnisrücklagen 17.515.125,51
cc) 0,00 21.895.125,51
d) Bilanzgewinn 612.527,03
Summe der Passiva
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 4.019
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank (0)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 3.189.480,25 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar (0)
b) Wechsel 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 16.990
b) andere Forderungen 59.306.414,62 24.149
4. Forderungen an Kunden 261.103.138,93 250.660
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert (104.914)
Kommunalkredite (2.479)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank (0)
ab) von anderen Emittenten 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 29.982
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank (29.982)
bb) von anderen Emittenten 152.828
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank (96.813)
c) eigene Schuldverschreibungen 145.986.678,70 0
Nennbetrag (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 15.161.285,98 14.976
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 5.793
darunter: an Kreditinstituten (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten (0)
an Wertpapierinstituten (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 6.807.933,48 1.015
darunter: bei Kreditgenossenschaften (1.007)
bei Finanzdienstleistungsinstituten (0)
bei Wertpapierinstituten (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0
darunter: an Kreditinstituten (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten (0)
an Wertpapierinstituten (0)
9. Treuhandvermögen 1.896,54 6
darunter: Treuhandkredite (6)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand
einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0
b) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0
d) Geleistete Anzahlungen 0,00 0
12. Sachanlagen 7.299.367,67 7.348
13. Sonstige Vermögensgegenstände 2.176.670,04 1.474
14. Rechnungsabgrenzungsposten 3.101,14 0
Summe der Aktiva 501.035.967,35 509.240

Passivseite

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 0
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 25.540.272,60 49.630
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 99.311
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 592
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 300.138
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 416.386.199,15 3.813
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0
darunter: Geldmarktpapiere (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf (0)
4. Treuhandverbindlichkeiten 1.896,54 6
darunter: Treuhandkredite (6)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 316.078,20 208
6. Rechnungsabgrenzungsposten 68.547,65 70
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.563
b) Steuerrückstellungen 0
c) andere Rückstellungen 5.664.998,89 1.806
8. 0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 0
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 25.270.000,00 23.300
darunter: Sonderposten n. § 340e Abs. 4 HGB (0)
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 4.973
b) Kapitalrücklage 0
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 4.280
cb) andere Ergebnisrücklagen 16.965
cc) 0
d) Bilanzgewinn 27.787.974,32 585
Summe der Passiva 501.035.967,35 509.240
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 1.381.542,39 1.450
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 1.381.542,39 0
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 14.302.534,49 14.302.534,49 23.213
darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023

EUR EUR EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 6.195.083,65 4.834
darunter: aus Abzinsung von Rückstellungen 3.076,00 (0)
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 3.333.601,41 9.528.685,06 2.655
darunter: in a) und b) angefallene negative Zinsen 0,00 (3)
2. Zinsaufwendungen -1.879.109,27 7.649.575,79 -463
darunter: aus Aufzinsung von Rückstellungen 0,00 (-1)
darunter: erhaltene negative Zinsen 533,34 (185)
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 363.884,03 366
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 207.987,21 288
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 571.871,24 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0
5. Provisionserträge 2.963.483,44 3.068
6. Provisionsaufwendungen -313.744,38 2.649.739,06 -354
7. Nettoertrag des Handelsbestands 0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 660.592,71 2.210
darunter: aus der Abzinsung von Rückstellungen 0,00 (5)
9. 0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -3.682.761,26 -3.490
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.246.569,29 -4.929.330,55 -1.243
darunter: für Altersversorgung -559.205,50 (-600)
b) andere Verwaltungsaufwendungen -2.600.755,66 -7.530.086,21 -2.376
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -254.515,52 -263
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen -80.167,53 -237
darunter: aus der Aufzinsung von Rückstellungen -56.490,32 (-109)
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -828.182,78 -2.384
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 -828.182,78 0
15. Abschreibungen u. Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 -277
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 0,00 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18. 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 2.838.826,76 2.334
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -32.493,58 -224
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen -23.806,15 -56.299,73 -25
24a. Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken -1.970.000,00 -1.300
25. Jahresüberschuss 812.527,03 785
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0
812.527,03 785
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
812.527,03 785
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage -100.000,00 -100
b) in andere Ergebnisrücklagen -100.000,00 -200.000,00 -100
612.527,03 585
28a. 0,00 0
29. Bilanzgewinn 612.527,03 585

3. Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die Raiffeisenbank Bobingen eG, Bobingen, ist beim Amtsgericht Augsburg unter der Genossenschaftsregister-Nummer 1544 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den vorgeschriebenen Formblättern. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

Die Bilanz wurde unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Einzelnen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt; sofern von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres abgewichen wurde, wird dies bei den entsprechenden Posten sowie zusammengefasst nochmals am Ende des Abschnitts B. dargestellt.

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag.

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden wurden mit den Anschaffungskosten oder mit dem Nennwert ausgewiesen. Unterschiedsbeträge zwischen Auszahlungsbetrag und höherem Nennwert wurden - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt und zeitanteilig aufgelöst.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigem Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Die in den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken haben wir durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen in ausreichender Höhe abgedeckt.

Für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierte Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft werden Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 gebildet. Dies betrifft alle nicht akut ausfallgefährdeten Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sowie die nach §§ 26, 27 RechkredV unter der Bilanz auszuweisenden Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen (einschließlich widerruflicher und unwiderruflicher Kreditzusagen). Die ermittelten Teilbeträge für die Pauschalwertberichtigung werden von dem Aktivposten Forderungen an Kunden abgesetzt. Die Teilbeträge für das außerbilanzielle Geschäft werden unter den anderen Rückstellungen passiviert und entsprechend von den Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften sowie den unwiderruflichen Kreditzusagen abgesetzt. Die Berechnung der Pauschalwertberichtigung erfolgt auf Grundlage des im Rahmen des internen Risikomanagements ermittelten erwarteten Verlusts über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien (Bewertungsvereinfachungsverfahren). Der erwartete Verlust wird unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt ermittelt.

Zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweiges haben wir ferner Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB im Bestand.

Wertpapiere

Die wie Umlaufvermögen behandelten Wertpapiere (Liquiditätsreserve) wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Bei den wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren wurden in den Vorjahren Anschaffungskosten über pari durch sofortige Abschreibungen des Agios im Jahr der Anschaffung an den niedrigeren Einlösungskurs angepasst.

Der Ansatz der Wertpapiere erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten. Als Wertmaßstab im Rahmen der Folgebewertung wird auf den Börsenpreis oder einen ggf. bestehenden Marktpreis zurückgegriffen. Besteht kein aktiver (liquider) Markt oder kann ein Börsen- oder Marktpreis aus anderen Gründen nicht festgestellt werden, wird der beizulegende Zeitwert mittels Barwertberechnung (Discounted Cash-Flow-Verfahren) ermittelt.

Strukturierte Finanzinstrumente

Strukturierte Finanzinstrumente werden als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert. Auf eine getrennte Bilanzierung konnte verzichtet werden, weil eingebettete derivative Finanzinstrumente keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Chancen oder Risiken im Vergleich zum Basisinstrument aufweisen.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Treuhandvermögen

Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der linearen und degressiven Methode.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen bzw. der Afa-Tabelle "Kreditwirtschaft" orientieren.

Soweit hierbei Bandbreiten bestehen, wählen wir in der Regel die kürzest zulässige Nutzungsdauer.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 250 EUR wurden als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über 250 EUR, aber nicht über 800 EUR lagen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert oder zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Latente Steuern

Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasi-permanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen.

Unbedeutenden passiven Steuerlatenzen stehen aktive Steuerlatenzen insbesondere in den Positionen Forderungen an Kunden, Wertpapieren, sonstige Vermögensgegenstände und Rückstellungen gegenüber.

Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde.

Der Berechnung der Steuerlatenzen wurde ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt.

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zum jeweiligen Erfüllungsbetrag.

Treuhandverbindlichkeiten

Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge enthalten, die bei Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden. Die Unterschiedsbeträge werden planmäßig auf die Laufzeit der Forderungen verteilt.

Rückstellungen

Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2018 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Die Verpflichtungen aus Anwartschaften auf Pensionen werden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert bilanziert.

Es wurden langfristige Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 1,75 % und zusätzlich eine Rentendynamik in Höhe von 1,75 % zugrunde gelegt.

Die Abzinsung der Pensionsrückstellungen erfolgte unter Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren (Vereinfachungsregel) auf Basis einer Prognose des Zinssatzes per November 2023 entsprechend des für die Ermittlung des Rechnungslegungszinses vorgesehenen Verfahrens mit 1,83 % (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre auf Basis des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatzes). Im Vergleich zu einer Abzinsung mit einem entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von 33.305 EUR.

Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungssatzes im Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen werden analog zum Ab-/Aufzinsungseffekt im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen ausgewiesen.

Bei Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen, die die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllen, haben wir die Verpflichtungen mit den ihnen zuzurechnenden Vermögensgegenständen verrechnet. Der Erfüllungsbetrag der Altersversorgungsverpflichtungen beläuft sich auf EUR 3.766.017. Der beizulegende Zeitwert der zu verrechnenden Vermögensgegenstände betrug EUR 1.525.838. Aufzinsungsaufwendungen für Pensionsverpflichtungen wurden mit den aus Deckungsvermögen resultierenden Erträgen (Wertsteigerungen, Zinsen, Dividenden) in Höhe von EUR 28.536 verrechnet. Der Saldo ist unter "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und für Zuschläge sowie sontige, über den Basiszins hinausgehende Vorteile für Einlagen, wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Im übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebene positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert im Kundenkreditgeschäft sowie Eigengeschäft und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Bei den zurechenbaren Gebühren- und Provisionserträgen werden im Wesentlichen Kontoführungsgebühren und Postenentgelte angesetzt. Gemäß einer internen Erhebung bzw. Schätzung wird der Anteil der Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte an den gesamten Verwaltungsaufwendungen ermittelt. Bei der Bemessung der voraussichtlich noch anfallenden Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte werden Overheadkosten anteilig berücksichtigt.

Individuelle Refinanzierungsmöglichkeiten werden bei dieser barwertigen Betrachtung berücksichtigt.

Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.

Vermerke unter dem Bilanzstrich

Im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit übernehmen wir regelmäßig Bürgschaften.

Dabei ist es für uns erforderlich, Zahlungen an den Begünstigten zu leisten, wenn ein anderer seinen Verpflichtungen nicht nachkommt oder Leistungen nicht vertragsgemäß erfüllt. Der Umfang der übernommenen Verpflichtungen ist aus den Angaben unter dem Bilanzstrich ersichtlich.

Die dargestellten Beträge zeigen nicht die künftig aus diesen Verträgen zu erwartenden Zahlungsströme, da die Mehrzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen.

Die unwiderruflichen Kreditzusagen zum 31. Dezember 2023 betreffen ausschließlich Zusagen von Buchkrediten an Nichtbanken.

Wir gewähren unwiderrufliche Kreditzusagen, um den Finanzierungsbedürfnissen unserer Kunden zu entsprechen. Unwiderrufliche Kreditzusagen umfassen die nicht in Anspruch genommenen Anteile der gewährten Zusagen, welche nicht durch uns widerrufen werden können.

Die widerruflichen und unwiderruflichen Kreditzusagen werden bei der Überwachung der Kreditrisiken berücksichtigt.

Im Rahmen des Risikomanagementprozesses wird vor dem verbindlichen Eingehen sowie während der Laufzeit einer Verpflichtung das Risiko aus der Inanspruchnahme für Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen eingeschätzt. Dabei ist im Wesentlichen die Bonität des Auftraggebers bzw. Kreditnehmers ausschlaggebend. Im Falle der Verschlechterung der Bonität, die den Ausgleich der Inanspruchnahme ganz oder teilweise nicht mehr erwarten lässt, werden Rückstellungen gebildet. Den latenten Risiken der Positionen unter dem Bilanzstrich wurde durch die Bildung von Pauschalrückstellungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen.

Im Falle der Passivierung einer Rückstellung für Eventualverbindlichkeiten oder unwiderrufliche Kreditzusagen wird der jeweilige Posten unter dem Strich in Höhe des zurückgestellten Betrags gekürzt.

Zinserträge/Zinsaufwendungen

Negative Zinsen aus Passivgeschäften werden im Zinsaufwand erfasst (Reduktion des Zinsaufwands). Die Abzinsungs- und Aufzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten werden in Form von Darunter-Vermerken in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben.

C. Entwicklung des Anlagevermögens

(volle EUR)

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen (+/-)
EUR
a) Abgänge b) Zuschüsse
EUR
Anschaffungs-/ Herstellungskosten am Bilanzstichtag
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Immaterielle Anlagewerte 88.676 0 0 a) 0 88.676 0
b) 0
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 12.522.474 0 0 a) 17.195 12.505.279 6.970.732
b) 0
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.148.106 223.523 0 a) 65.441 2.306.188 328.636
b) 0
a 14.759.256 223.523 0 a) 82.636 14.900.143 7.299.368
b) 0
Buchwerte Vorjahr
EUR
Immaterielle Anlagewerte 0
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 7.164.120
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 183.436
a 7.347.556
Abschreibungen (kumuliert) 01.01.
EUR
Änderung der kumulierten Abschreibungen aufgrund Zugängen (ohne Abschreibungen Geschäftsjahr) (+)
EUR
Änderung der kumulierten Abschreibungen aufgrund Abgängen (-)
EUR
Änderung der kumulierten Abschreibungen aufgrund Umbuchungen (+/-)
EUR
Immaterielle Anlagewerte 88.676 0 0 0
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 5.358.354 0 0 0
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.964.670 0 65.441 0
a 7.411.700 0 65.441 0
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Immaterielle Anlagewerte 0 0
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 176.193 0
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 78.323 0
a 254.516 0
Abschreibungen (kumuliert) am Bilanzstichtag
EUR
Immaterielle Anlagewerte 88.676
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 5.534.547
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.977.552
a 7.600.775
Anschaffungskosten 01.01.
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 94.610.950 -4.123.710 90.487.240
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 6.807.933 0 6.807.933
b 101.418.883 -4.123.710 97.295.173
Summe a und b 116.178.139 104.594.541

D. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

In den Forderungen an Kreditinstitute sind 57.209.465 EUR Forderungen an die zuständige genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis drei Monate
EUR
mehr als drei Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
EUR
mehr als fünf Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b)(ohne Bausparguthaben) 2.294.221 0 19.500.000 9.500.000
Forderungen an Kunden (A 4) 7.527.215 15.447.430 62.036.751 171.512.002

Die Zinsabgrenzung wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet.

In den Forderungen an Kunden sind 4.579.742 EUR Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr 12.312.495 EUR fällig.

Die Genossenschaft besitzt folgende Beteiligungen an anderen Unternehmen, die nicht von untergeordneter Bedeutung sind:

Name und Sitz Anteil am Gesellschaftskapital Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
% Jahr EUR Jahr EUR
Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries 0,45 2022 866.826.746 2022 39.198.891

Weitere Beteiligungen wurden aufgrund der insgesamt untergeordneten Bedeutung gem. § 286 Abs. 3 HGB nicht angegeben.

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig
EUR
börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 145.986.679 144.586.679 1.400.000 80.160.153
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) 9.307.301 0 9.307.301 0

In der Wertpapieraufstellung sind die nicht mit dem Niederstwert bewerteten börsenfähigen Wertpapiere besonders gekennzeichnet. Die Abgrenzung erfolgte nach Laufzeiten und Wertpapierarten.

Zu den Finanzanlagen gehörende Finanzinstrumente, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, bestehen in folgendem Umfang (der Buchwert wird im Folgenden mit Stückzinsen dargestellt):

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Buchwert von EUR 80.160.153 haben einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert von EUR 73.612.139.

Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind deshalb unterblieben, da für die in Aktivposten 5 enthaltenen festverzinslichen Werte eine Durchhalteabsicht besteht und wir keinen bonitätsinduzierten Abschreibungsbedarf erkennen.

In den Sachanlagen sind enthalten: EUR
- Im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzte Grundstücke und Bauten 1.153.178
- Betriebs- und Geschäftsausstattung 328.636

Im Posten Sonstige Vermögensgegenstände sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

EUR
Pensionsrückdeckungsversicherungen 507.861
Steuererstattungsansprüche 1.338.282

In folgenden Posten und Unterposten der Aktivseite sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:

Posten - Unterposten Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
A 5 Festverzinsliche Wertpapiere 1.400.000 1.400.000

In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von 19.991 EUR enthalten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 24.284.106 EUR Verbindlichkeiten gegenüber der zuständigen genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis drei Monate
EUR
mehr als drei Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
EUR
mehr als fünf Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 707.569 2.010.883 8.273.039 14.504.891
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2ab) 1.458 349.258 98.827 0
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2bb) 15.511.460 38.251.310 9.645.000 0

Die Zinsabgrenzung wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet.

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von 34.589 EUR (Vorjahr: 36.037 EUR) enthalten.

Die unter dem Passivposten Gezeichnetes Kapital ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

Geschäftsguthaben EUR
a) der verbleibenden Mitglieder 5.168.740
b) der ausscheidenden Mitglieder 111.582
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 0
Rückständige fällige Pflichteinzahlungen auf Geschäftsanteile EUR 0

Die Ergebnisrücklagen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage
EUR
Andere Rücklagen
EUR
Stand 1. Januar 2023 4.280.000 16.965.413
Einstellungen
- aus Bilanzgewinn des Vorjahres 0 449.713
- aus Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 100.000 100.000
Stand 31. Dezember 2023 4.380.000 17.515.126

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss unter Einbeziehung der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vorwegzuweisungen in die gesetzlichen Rücklagen (100.000,00 EUR) und die anderen Ergebnisrücklagen (100.000,00 EUR) wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende auf Geschäftsguthaben von 4,000 % 204.284,27
Zuweisung zu den gesetzlichen Rücklagen 0,00
Zuweisung zu den anderen Ergebnisrücklagen 408.242,76
Insgesamt 612.527,03

Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag liegt bei 33.305 EUR.

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Zur Sicherheit übertragene Vermögensgegenstände Gesamtbetrag
in EUR
1a. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Abtretung von Forderungen bzw. Sicherheiten 43.891
1b. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Abtretung von Forderungen bzw. Sicherheiten 25.496.382

II. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Vermittlung, die für die Gesamttätigkeit von wesentlicher Bedeutung sind, resultieren insbesondere aus der Vermittlung von Bausparverträgen, Versicherungsverträgen, Krediten und Immobilien.

Wichtige Einzelbeträge, die für die Beurteilung des Jahresabschlusses bzw. der Ertragslage nicht unwesentlich sind, sind enthalten in den Posten:

Sonstige betriebliche Erträge EUR
Mieteinnahmen 507.782

E. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr beliefen sich die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats auf 50.924 EUR und der früheren Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene auf 219.244 EUR.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene bestehen zum 31.12.2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von 3.523.754 EUR.

Am Bilanzstichtag betrugen die gewährten Vorschüsse und Kredite sowie die eingegangenen Haftungsverhältnisse für

EUR
Mitglieder des Vorstands 104
Mitglieder des Aufsichtsrats 555.839

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten und nicht als Haftungsverhältnisse anzugeben, jedoch für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 948.760.

Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Die Zahl der im Jahr 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Kaufmännische Mitarbeiter 34,67 27,17
Gewerbliche Mitarbeiter 1,00 9,00
35,67 36,17

Außerdem wurden durchschnittlich 5,25 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfang 2023 9.159 31.548 15.774.000
Zugang 2023 294 2.783 1.391.500
Abgang 2023 256 779 389.500
Ende 2023 9.197 33.552 16.776.000
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 316.558
Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 1.002.000
Höhe des Geschäftsanteils EUR 160 Höhe der Haftsumme EUR 500

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes:

Genossenschaftsverband Bayern e.V.

Türkenstraße 22 - 24

80333 München

Mitglieder des Vorstands:

Thomas Zuber, Vorstandssprecher, Marktvorstand

Albert Rott, Marktfolgevorstand

Mitglieder des Aufsichtsrats:

Harald Reiter (Vorsitzender), Richter am Bundesgerichtshof

Gerhard Greif (stellv. Vorsitzender), Dipl. Kfm., selbstständiger Steuerberater, Bankkaufmann

Claudia Diebold, selbstständige Landwirtin

Josef Eder, Malermeister i.R. (bis 12. Juni 2023)

Georg Frey, Maschinenbaumechanikermeister, MLB Industrial Services Bobingen GmbH

Maximilian Schuler, Diplom-Verwaltungswirt (FH), Bankkaufmann, Landratsamt Landsberg/Lech

Seitz, Ferdinand, angestellter Dipl. Ing. Energieelektroniker bei CABB GmbH, Gersthofen (ab 12. Juni 2023)

 

Bobingen, 27. Mai 2024

Raiffeisenbank Bobingen eG

Der Vorstand

gez. Thomas Zuber

gez. Albert Rott

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Raiffeisenbank Bobingen eG, Bobingen

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Raiffeisenbank Bobingen eG (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

1. Bewertung Kundenforderungen

2. Verlustfreie Bewertung des Bankbuchs

Unsere Darstellung der besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:

a) Sachverhalt und Problemstellung

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Bewertung Kundenforderungen

a) Sachverhalt und Problemstellung

Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 261,1 Mio. EUR. Dies entspricht 52,1 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 14,3 Mio. EUR sowie Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen in Höhe von 1,4 Mio. EUR.

Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben zunächst beurteilt, ob die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozesse der Genossenschaft derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird. In Folge haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse überzeugt. Hierbei stellen wir auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Genossenschaft ab.

Des Weiteren haben wir umfangreiche analytische Prüfungshandlungen bzw. Datenanalysen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Genossenschaft in Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden u.a. Auswertungen zur Datenqualität bei den Ratings, zu Forbearance-Maßnahmen sowie allgemeinen Auffälligkeiten (z.B. bei den Sicherheiten oder den Konditionen) sowie zu möglicherweise von den wirtschaftlichen Entwicklungen des Geschäftsjahres stark betroffenen Kreditnehmern durchgeführt. Hierauf aufbauend haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden enthalten.

Darüber hinaus enthält der Lagebericht Ausführungen zu den Kreditstrukturen und Verfahren der Risikoerkennung.

Verlustfreie Bewertung des Bankbuchs

a) Sachverhalt und Problemstellung

Mit den Forderungen an Kreditinstitute sowie an Kunden, den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren auf der Aktivseite (insgesamt 481,6 Mio. EUR bzw. 96,1 % der Bilanzsumme) und den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Kunden auf der Passivseite (insgesamt 441,9 Mio. EUR bzw. 88,2 % der Bilanzsumme) gehören wesentliche Teile der Bilanz zu den Finanzinstrumenten des Bankbuchs der Genossenschaft.

Die Finanzinstrumente des Bankbuchs sind im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellen Positionen des Bankbuchs nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n.F. von der Genossenschaft verlustfrei zu bewerten. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und vom Differenzbetrag die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang ist eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (Drohverlustrückstellung) zu bilden, die unter den anderen Rückstellungen auszuweisen wäre. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Drohverlustrückstellung zu bilden.

Der Ansatz und die Bewertung von Rückstellungen einschließlich der zugrundeliegenden Annahmen und Parameter sind in einem hohen Ausmaß ermessensbehaftet. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass wesentliche Annahmen und Parameter nicht sachgerecht berücksichtigt werden bzw. Ermessenspielräume nicht sachgerecht genutzt werden. Daher waren diese Sachverhalte für den Jahresabschluss und insbesondere für die Ertragslage von entscheidender Bedeutung sowie aus unserer Sicht für unsere Prüfung von besonderer Bedeutung.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen unserer Prüfung der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs haben wir uns unter anderem mit den bei der Bewertung zugrunde gelegten Annahmen und Parametern sowie der Abgrenzung des Bankbuchs auseinandergesetzt. Schwerpunkt war die Würdigung der Annahmen zur Schätzung der direkt aus den zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs resultierenden Provisionserträge, der zugrundeliegenden Kostenannahmen, insbesondere im Bereich der Verwaltungskosten, der Standard-Risikokosten im Eigen- und Kundengeschäft sowie der zugrundeliegenden Annahmen für Geschäfte mit unbestimmter Zins- bzw. Kapitalbindung. Des Weiteren haben wir die zutreffende Ableitung der laufzeitadäquaten Zinssätze aus Marktdaten nachvollzogen und haben uns von der Kongruenz der verwendeten Methoden, Steuerungsinstrumente und Parameter zur internen Risikosteuerung überzeugt.

Das Berechnungsschema der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs haben wir anhand der einfließenden wesentlichen Annahmen und Parameter einschließlich der Diskontierung nachvollzogen. Dabei haben wir bestimmte von den gesetzlichen Vertretern angewandte Annahmen und Parameter einer Einzelfallprüfung unterzogen.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen enthält der Anhang im Abschnitt B. "Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden".

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Reinhard Feulner

 

München, 27. Mai 2024

Genossenschaftsverbank Bayern e.V.

gez. Helmut Thurn, Wirtschaftsprüfer

gez. Reinhard Feulner, Wirtschaftsprüfer

Der Bestätigungsvermerk enthält keine Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse und der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung; hierüber wird ausschließlich im Prüfungsbericht berichtet.

Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Vertreterversammlung am 10. Juni 2024 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen.

BaFin - Instituts - Nummer: 1023366

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023

("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Raiffeisenbank Bobingen eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgenden Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Raiffeisenbank Bobingen eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die Raiffeisenbank Bobingen eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 11.532 TEUR.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten zum Jahresende beträgt 57,5.

Der Gewinn vor Steuern beträgt 2.839 TEUR.

Die Steuern auf Gewinn betragen 32 TEUR und betreffen ausschließlich laufende Steuern.

Die Raiffeisenbank Bobingen eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

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