Panasonic Business Support Europe GmbHLiquidiert
22525 Hamburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Körber seit 12.7.2023 | Prokura |
Harutoshi Miyamoto seit 18.10.2022 | Prokura |
Shinobu Shibata seit 7.9.2022 | Prokura |
Oliver Dieter Philipp seit 15.4.2020 | Prokura |
Junichi Suzuki seit 23.5.2019 | Geschäftsführer |
Volkhard Pfaff seit 8.10.2018 | Prokura |
Thomas Lammel seit 20.9.2018 | Prokura |
Josep Betorz Martinez seit 20.9.2018 | Prokura |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Panasonic Business Support Europe GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2022 bis zum 31.03.2023Bilanz zum 31. März 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2022 bis 31. März 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023I. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Panasonic Business Support Europe GmbH ("PBSEU") zum 31. März 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft wurde mit Handelsregistereintragung vom 4. Juli 2018 mit Handelsregisternummer HRB 151710 im Zuge der Neuorganisation der Shared Service Aktivitäten der Panasonic Europe B.V. (vormals: Panasonic Europe Ltd.) neu gegründet. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer sowie um ggf. notwendige außerplanmäßige Abschreibungen ausgewiesen. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bilanziert. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode pro rata temporis vorgenommen. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden sofort vollständig im Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und zugleich als Abgang des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel gezeigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nominalwerten vermindert um Einzel- und Pauschalwertberichtigungen und noch zu erwartende Skontoabzüge angesetzt. Die Pauschalwertberichtigungen tragen dem allgemeinen Kreditrisiko Rechnung. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung am Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre verwendet, wie sie von der Deutsche Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde entsprechend der Stellungnahme des Instituts der Wirtschaftsprüfer für die "Bilanzierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen nach handelsrechtlichen Vorschriften" (RS HFA 3) durch entsprechende versicherungsmathematische Gutachten ermittelt. Es wurde eine Gehaltsdynamik in Höhe von 3,00 % p. a. (i. Vj. 2,00 % p.a.) angenommen. Der zugrunde gelegte Diskontierungszinssatz beträgt 0,63 % p. a. (i. Vj. 0,32 % p. a.). Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert. In Fremdwährungen bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten werden bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages bewertet. Bei Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr werden die Forderungen/Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips/Imparitätsprinzips angesetzt. III. Bilanzerläuterungen 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist dem in der Anlage aufgeführten Anlagenspiegel zu entnehmen. Wesentlicher Posten im Anlagevermögen ist unverändert das neue ERP-System der Gesellschaft. Der Prototyp wird bereits bei konzerninternenn Kunden der PBSEU eingesetzt und wird über die vereinbarte Periode der Lizenzzahlungen abgeschrieben. Hauptnutzer ist unverändert PME. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (inklusive Gesellschafter) resultieren mit TEUR 18.863 (i. Vj. TEUR 20.258) vollständig aus sonstigen Verrechnungen. Es bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen gegen Gesellschafter. 3. Eigenkapital Die voll eingezahlten Geschäftsanteile in Höhe von TEUR 1.000 (i. Vj. TEUR 1.000) werden am 31. März 2023 von Panasonic Europe B.V., Amsterdam/Niederlande, gehalten. Die Kapitalrücklage beträgt TEUR 11.557 (i. Vj. TEUR 11.557). Der Bilanzgewinn beträgt TEUR 3.145 (i. Vj. TEUR 3.007). 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 15.840 (i. Vj. TEUR 15.378) enthalten Mitarbeiteransprüche und sonstige Personalkosten in Höhe von TEUR 6.942 (i. Vj. TEUR 7.296), Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von TEUR 764 (i. Vj. TEUR 1.922) sowie sonstige ungewisse Verbindlichkeiten und ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 8.134 (i. Vj. TEUR 6.160). 5. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit TEUR 2.871 (i. Vj. TEUR 2.123) aus sonstigen Verrechnungen und in Höhe von TEUR 7.258 (i. Vj. TEUR 1.352) aus der Konzernfinanzierung (Cash-Pooling). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betragen TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich mit verbundenen Unternehmen erzielt. Von den insgesamt TEUR 106.688 (i. Vj. TEUR 120.903) Umsatzerlösen wurden TEUR 18.080 (i. Vj. TEUR 16.393) von der Abteilung in Großbritannien erzielt. Die übrigen Umsatzerlöse sind den deutschen Abteilungen zuzurechnen. Die Umsatzerlöse setzen sich nach Abteilungen wie folgt zusammen:
2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Kostenerstattungen von verbundenen Unternehmen und Gewinne aus Wechselkursdifferenzen ausgewiesen. Im Vorjahr waren TEUR 3.421 an Kostenerstattungen für ausgeschiedene Mitarbeiter eines vormals durch PME betriebenen Warenhauses in Hamburg enthalten, welches durch PME im Geschäftsjahr verkauft wurde. Deshalb werden dieses Geschäftsjahr entsprechend geringere Erträge ausgewiesen. Die periodenfremden Erträge betragen TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0). 3. Materialaufwand Im Materialaufwand werden im Wesentlichen Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen, insbesondere für IT in Höhe von TEUR 37.964 (i. Vj. TEUR 36.262) und Lagerhaltung in Höhe von TEUR 29.593 (i. Vj. TEUR 28.654). Gegenläufig wurden TEUR 29.606 (i. Vj. TEUR 0) Erträge aus Weiterverrechnung von den Kundengesellschaften gebucht. Diese wurden im Vorjahr noch als Umsätze ausgewiesen und im Berichtsjahr umgegliedert, da keine Gewinnmarge enthalten ist. 4. Mitarbeiter
Der Anstieg der durchschnittlichen Personalzahlen resultiert aus der Übernahme bisher bei ausländischen Vertriebsgesellschaften der PME angestellten Personen zum 1. April 2022. Im Personalaufwand des Vorjahres enthalten sind TEUR 1.807 Restrukturierungsaufwendungen für anstehende Umstrukturierungen von Unterstützungsprozessen der Panasonic Gruppe. Dieses Jahr werden keine weiteren Restrukturierungsaufwendungen ausgewiesen. 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die periodenfremden Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0). 6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 951 (i. Vj. TEUR 1.066) betreffen das Ergebnis vor Steuern. V. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
Davon bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen Verpflichtungen in Höhe von EUR 0,00. VI. Sonstige Angaben 1. Abschlussprüferhonorar Das Gesamthonorar unseres Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2022/2023 in Höhe von TEUR 165 teilt sich wie folgt auf:
2. Zusammensetzung der Organe Geschäftsführer der Gesellschaft ist: Herr Junichi Suzuki, hauptberuflich Geschäftsführer der Gesellschaft, Amsterdam/Niederlande. Es wird auf die Angabe der Bezüge dieses Organs gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 3. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Panasonic Holding Corporation (vormals: Panasonic Corporation), Osaka/Japan, für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen einbezogen. Der Konzernabschluss ist auf der Internetseite der Panasonic Holding Corporation (vormals: Panasonic Corporation) erhältlich und wird an der Tokyo Stock Exchange, Inc. sowie an der Nagoya Stock Exchange, Inc. veröffentlicht. 4. Sitz der Gesellschaft Die Panasonic Business Support Europe GmbH hat ihren Hauptsitz in Hamburg und wird beim Amtsgericht Hamburg mit der Nummer HRB 151710 geführt. 5. Nachtragsberichterstattung Mit Schreiben des CEO der Gesellschaft, Herrn Junichi Suzuki, vom 30. Juni 2023 wurde angekündigt die Gesellschaft mit Wirkung zum Oktober 2024 auf die Muttergesellschaft PE B.V., Amsterdam, Niederlande zu verschmelzen. Dadurch soll eine einheitliche Versorgung der Konzerngesellschaften in Europa mit Shared-Service Dienstleistungen sichergestellt werden.
Hamburg, den 30. Juni 2023 Junichi Suzuki Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. März 2023(Bruttodarstellung)
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis 31. März 2023Unternehmensgegenstand und Geschäftstätigkeit Die Panasonic Business Support Europe GmbH (PBSEU) wurde gegründet mit Handelsregistereintrag vom 4. Juli 2018 als Teil der Reorganisation der Shared-Service Aktivitäten der Panasonic Europe B.V. (vormals Panasonic Europe Ltd.). Sie kombiniert die entsprechenden Aktivitäten der vormaligen Panasonic Europe Ltd. in den Feldern Finanzen, Steuern, Interne Revision, Personal, Verwaltung, IT, Recht und Compliance, Kundenservice, Testcenter sowie Forschung und Entwicklung. Diese Services werden angeboten für Europäische Gesellschaften der Panasonic Gruppe, aktuell primär der Panasonic Marketing Europe GmbH (PME) sowie der Panasonic Connect Europe GmbH (PCOEU). Die Aktivitäten der vormaligen Panasonic Europe Ltd. wurden über mehrere Abteilungen zwischen Governance und Shared-Service aufgeteilt. Während der Bereich Governance bei der Panasonic Europe B.V. verblieb, wurden die Shared-Service Aktivitäten auf die neu gegründete PBSEU übertragen. Die Gesellschaft unterhält eine Niederlassung in Bracknell/Großbritannien. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche PBSEU ist als Serviceprovider abhängig von der Nachfrage der von ihr angebotenen Service-Leistungen. Diese Nachfrage wiederum hängt, neben anderen Dingen, auch von der wirtschaftlichen Lage ihrer Kunden ab. Da die PME aktuell unverändert der größte Kunde der Gesellschaft ist, ist auch die Entwicklung des im Folgenden beschriebenen wirtschaftlichen Umfelds der PME für die PBSEU gleichsam relevant. Wir weisen darauf hin, dass die PBSEU weitere Kunden hat, aber als Basis der Beurteilung bildet die PME u. E. eine sinnvolle Basis. In Deutschland ist die Wirtschaft im vergangenen Kalenderjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 %, und im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der COVID-19-Pandemie, um 0,7 % gestiegen (Quelle: Statistisches Bundesamt), während im Euro-Raum die Wirtschaft sogar um 3,5 % gestiegen ist. (Quelle: Statistisches Amt der Europäischen Union). Beide Effekte sind vor dem Hintergrund der seit Anfang 2020 herrschenden COVID-19-Pandemie zu interpretieren, welche in 2020 zu einem signifikanten Einbruch des Wachstums geführt hatte. Zunehmende Investitionen im privaten Bereich werden auch weiterhin die Stütze eines Aufschwungs einer weiterhin erwarteten wirtschaftlichen Erholung von der COVID-19 Pandemie bleiben. Der Einmarsch der russischen Streitkräfte in die Ukraine im Februar 2022 stellt ein Ereignis dar, das auch in der globalen Wirtschaft Spuren hinterlassen hat. Unverändert zum Vorjahr werden die gegen Russland verhängten Sanktionen auch langfristig Konsequenzen für die Weltwirtschaft haben. Aussagen zur zeitlichen Erstreckung der Krise sind unverändert kaum möglich. Risiken für die Weltwirtschaft sehen wir insbesondere im Bereich der globalen Lieferketten und der Entwicklung der Strom- und Gaspreise. Insbesondere die Entwicklung der Strom- und Gaspreise beobachten wir weiterhin aufmerksam. Durch aktuell steigende Energiepreise und eine unveränderte Unsicherheit der wirtschaftlichen Entwicklung im Industriesektor bleibt der private Konsum mittelfristig weiterhin der einzige verlässliche Faktor. Die insbesondere auf Grund der COVID-19-Pandemie seit 2020 gestiegene Arbeitslosenquote im Euroraum ist zum Dezember 2022 wieder leicht gesunken auf 6,7 % (i. Vj. 7,0 %), was eine weiterhin steigende Nach-frage nach Arbeitskräften widergespiegelt (Quelle: Eurostat). Das reale Bruttoinlandsprodukt ist im ersten Quartal des Kalenderjahres 2023 in Deutschland unverändert gegenüber dem vierten Quartal des Kalenderjahres 2022 auf Grund gesunkener privater und staatlicher Konsumausgaben. Positive Impulse kamen hingegen von Investitionen und Exporten (Quelle: Statistisches Bundesamt). Für das gesamte Kalenderjahr wird eine Stagnation erwartet (Quelle: ifo Institut). Diese Prognose beinhaltet unverändert starke Unsicherheiten auf Grund von möglichen Sondereinflüssen, insbesondere des Ukraine-Kriegs. Unter Berücksichtigung sich abschwächender pandemiebedingter und unverändert bestehender kriegsbedingter wirtschaftlicher Unsicherheiten im Geschäftsjahr 2022/2023 zeigte sich im Umsatz der Elektronikbranche in Deutschland als einem der absatzstärksten Länder in Europa im Gegensatz zum leichten Anstieg des Vorjahres von 2,5 % ein Rückgang um 1,3 % (Quelle: gfu.com). Dieser Rückgang ist im Zusammenhang mit Sondereffekten der Vorjahre zu sehen. Auf Grund der COVID-19-Pandemie gab es seit 2020 einen vermehrten Einsatz von Heimarbeit, was zu einer entsprechend gestiegenen Nachfrage nach Elektronikgeräten führte, die inzwischen gesättigt scheint. In diesem Geschäftsjahr erfolgte entsprechend eine weitere Konsolidierung der Nachfrage. Gegenläufig entwickelt sich die Nachfrage nach Klimageräten der Division Aircon. Hier steigt der europäische Gesamtmarktumsatz unverändert auch in 2022 weiterhin deutlich an (Quelle: Statista Market Insight). Die umsatzstärksten Produktgruppen der PME verzeichnen für das gesamte Marktvolumen aller Anbieter in 2023 folgende voraussichtliche Entwicklung in Europa: Fernseher +15,0 %, Digitalkameras + 10,6 % für die beiden umsatzstärksten Produktgruppen der Division PCEU. Der Anstieg resultiert aus Sicht der Geschäftsführung wesentlich aus zu erwartenden Nachfragesteigerungen nach einem niedrigeren Wachstum im Vorjahr. Für Klimaanlagen als wesentliche Produktgruppe der Division PHVACEU (Aircon) wird sogar ein Wachstum um 18 % prognostiziert (Quelle Statista.com). Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Geschäftsverlauf Per Definition als Shared-Service Gesellschaft, generiert PBSEU im Wesentlichen Umsätze aus der Bereitstellung von Serviceleistungen in den Bereichen Finanzen, Steuern, Interne Revision, Personal, Verwaltung, IT, Recht und Compliance, Kundenservice, Testcenter sowie Forschung und Entwicklung. In diesen Bereichen existieren entsprechende Vereinbarungen mit den Kunden, welche ausschließlich aus Gesellschaften der Panasonic-Gruppe bestehen (im Wesentlichen PME). Diese Vereinbarungen sind so gehalten, dass die Gesellschaft kostendeckend arbeiten kann und eine marktübliche Marge aus ihrer Geschäftstätigkeit bei Normalauslastung erzielen kann. Von den insgesamt TEUR 106.688 (i. Vj. TEUR 120.903) Umsatzerlösen wurden TEUR 18.080 (i. Vj. TEUR 16.393) von der Niederlassung in Großbritannien erzielt. Die übrigen Umsatzerlöse sind der Zentrale in Deutschland zuzurechnen. Im Geschäftsjahr waren in der PBSEU im Durchschnitt 431 Personen angestellt (i. Vj. 356). Der Anstieg resultiert aus der Übernahme vormals bei europäischen Vertriebsgesellschaften der PME angestellten Mitarbeitern, welche ebenfalls in Deutschland und UK tätig sind. Die Aufteilung für das Geschäftsjahr auf die einzelnen Länder zum Geschäftsjahresende stellt sich wie folgt dar:
Lage der Gesellschaft Ertragslage Die Gesellschaft wird über die Kennzahlen Vorsteuerergebnis und Nettofinanzposition, definiert als Cash-Pool Verbindlichkeiten gegenüber PFI, Amsterdam, ggf. zu- oder abzüglich Bankguthaben, gesteuert. Das Vorsteuerergebnis im Geschäftsjahr beträgt TEUR 3.363 (i. Vj. TEUR 4.229). Die Prognose von TEUR 3.105 wurde damit um TEUR 258 übertroffen. Die Nettofinanzposition beträgt TEUR -7.258 (i. Vj. EUR -1.413). Die Prognose von TEUR -24.969 wurde damit um TEUR 17.711 übertroffen. Die Ergebnisverbesserung im Vorsteuerergebnis resultiert aus einer früheren Weiterverrechnung des neu erstellten ERP-Prototyps an andere Konzerngesellschaften. Die Verbesserung der Nettofinanzposition resultiert aus geringerem Finanzierungsbedarf sowie einem verbesserten Forderungsmanagement. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über weitere Leistungsindikatoren der Gesellschaft im Geschäftsjahr.
1 Vorjahr: ohne Restrukturierungsaufwand
Das operative Ergebnis wird wesentlich durch Leistungsverrechnungen mit den Kundengesellschaften erzielt. Das operative Ergebnis ermittelt sich wie folgt:
Vermögenslage Die Bilanzwerte zum 31. März 2023 entsprechen aus unserer Sicht dem, was wir für eine Shared-Service Gesellschaft erwarten. Das Anlagevermögen beinhaltet im Wesentlichen Aktivierungen eines neuen ERP-Systems. Teile des in den Anzahlungen und Anlagen im Bau aktivierten Prototyps in Höhe von TEUR 8.401, die an die PME zum spezifischen Customizing verrechnet werden, sind innerhalb der immateriellen Vermögenswerte umgegliedert worden. Das Umlaufvermögen beinhaltet im Wesentlichen Forderungen gegen andere Unternehmen des Panasonic-Konzerns, insbesondere gegen PME. Sonstige Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus regulären personalbezogenen Verpflichtungen (EUR 7,7 Mio.) sowie ausstehenden Rechnungen (EUR 8,1 Mio.). Die Verbindlichkeiten haben sämtlich eine Laufzeit bis zu einem Jahr und bestehen im Wesentlichen aus Personal- und Lieferantenverbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von TEUR 7.258 (i. Vj. TEUR 1.352) Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling gegenüber Panasonic Global Treasury Center BV., NL. Per 31. März 2023 beträgt die Eigenkapitalquote 32,4 % (i. Vj. 36,1 %).
Finanzlage Die Gesellschaft hat zum 31. März 2023 Cash-Pool Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 7.258 (i. Vj. TEUR 1.352) und keine Cash-Pool Forderungen. Sofern vorhanden, werden zusätzliche liquide Mittel bei Kreditinstituten bzw. bei Panasonic Global Treasury Center BV., NL, verzinslich angelegt. Es werden keine derivativen Finanzgeschäfte abgeschlossen. Die Gesellschaft geht davon aus, im kommenden Geschäftsjahr jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Gesamtaussage Der Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022/23 sind insgesamt geprägt durch die laufende Tätigkeit des Geschäftsbetriebs als Shared-Service Gesellschaft. Die Geschäftsführung beurteilt die Entwicklung der Gesellschaft als zufriedenstellend. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Das Chancen- und Risikoprofil der Gesellschaft ist wesentlich abhängig von der Nachfrage nach den angebotenen Services durch Gesellschaften der Panasonic-Gruppe. Daher haben auch deren Chancen und Risiken einen wesentlichen indirekten Einfluss auf die künftige Entwicklung der PBSEU. Chancen Chancen der PBSEU bestehen dahingehend, Expertenwissen und technische Lösungen zur Verfügung stellen zu können, welche innerhalb der Panasonic-Gruppe zu höherer Qualität und besseren Kostenstrukturen führen können. Somit kann sich die Gesellschaft als bevorzugter Serviceanbieter im Rahmen der angebotenen Services positionieren und so die Kosten- und Organisationsstrukturen der Europäischen Gruppengesellschaften optimieren. Durch die im Vorjahr durchgeführte Neustrukturierung der Shared Service Aktivitäten geht die Geschäftsführung davon aus, dass dieser Anspruch weiterhin optimiert werden kann. Potenziell bietet auch die mit der die Vorjahre prägende COVID-19 Pandemie auch Chancen, als Shared-Service Gesellschaft geplante Kostenoptimierungen ihrer Kunden zu begleiten. Die Geschäftsführung sieht grundsätzlich hohes Chancenpotenzial für die PBSEU als Shared-Service Gesellschaft. Risiken Die Gesellschaft ist eingebunden in die zentrale Risikoanalyse ihrer Muttergesellschaft Panasonic Europe B.V., welche regelmäßig aktualisiert wird. In diesem Rahmen werden mögliche Risiken und ggf. Gegenmaßnahmen identifiziert und implementiert. Im Folgenden konzentrieren sich die Ausführungen auf die wesentlichen Risiken der PBSEU, welche im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft betrachtet werden müssen. Wesentliche Risiken der Gesellschaft werden vor allem im Rahmen des Budgetierungsprozesses, der mehrmals jährlichen Überarbeitung des Budgets (Vorschau) sowie der monatlichen Ergebnisanalyse erkannt. Die Risiken werden innerhalb der jeweiligen Kategorie mit absteigender Bedeutung für das Unternehmen geordnet. Entsprechende Risikobegrenzungsmaßnahmen sind im Folgenden ergänzend beschrieben. Die Darstellung erfolgt nach Risikobegrenzungsmaßnahmen: Geschäfts- und operationale Risiken
Ausfallrisiken Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe der positiven Zeitwerte der Forderungen mit den jeweiligen Geschäftspartnern. Wir gehen davon aus, dass durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko aus originären Finanzinstrumenten abgedeckt ist. Zudem sind die Kunden der PBSEU durchweg andere Konzerngesellschaften Panasonics. Somit besteht ein mittleres Risiko aus der Abhängigkeit von wenigen Kunden, was durch entsprechende Ausweitung der Kundenbasis abgefedert werden soll. Liquiditätsrisiken Liquiditätsrisiken können sich im Zusammenhang mit der konzerninternen Finanzierungspolitik ergeben. Durch die Einbindung in das Cash Pooling ist die PBSEU indirekt auch von der finanziellen Ausstattung durch die Gesellschafter des Panasonic Global Treasury Center abhängig. Hierdurch ist auch für eine ausreichende Liquidität in der PBSEU gesorgt. Um obigen Risiken entgegenzuwirken, hat die Geschäftsführung folgende Maßnahmen implementiert: Abschluss eines Cash Pool-Vertrags mit einer Reihe von Rechten für die Gesellschaft:
Nach kritischer Durchsicht obiger Punkte ist die Geschäftsführung der Ansicht, dass die PBSEU im Krisenfall insbesondere auch deshalb fortführungsfähig ist, da die aktuelle Analyse der Cash Flows über einen Planungszeitraum von zwölf Monaten in Summe eine positive Liquiditätsentwicklung aufweist. Das Liquiditätsrisiko wird als gering eingeschätzt. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen Der abgeschlossene Cash Pool-Vertrag führt zu einem Risiko aus Zahlungsstromschwankungen, da nicht sicher prognostiziert werden kann, in welcher Höhe und in welcher Richtung die Zahlungsströme fließen werden. Folgende Maßnahmen werden ergriffen, um die zuvor dargestellten Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen und allgemeinen Risiken frühzeitig zu erkennen bzw. ausschalten zu können:
Die Liquiditätsversorgung der Gesellschaft findet im Rahmen des Cash Pools durch die Panasonic Global Treasury Center BV., NL, statt. Aufgrund des abgeschlossenen Cash Pool-Vertrags ist geregelt, dass seitens der Panasonic Global Treasury Center BV., NL, adäquate Frühwarnsysteme eingerichtet sind. Somit besteht hier nur ein geringes Risiko. Der Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt. Weitere Sachverhalte bzw. Umstände, aus denen sich bestandsgefährdende Risiken ergeben könnten, sind der Geschäftsführung nicht bekannt. IT-Risiken PBSEU als Serviceanbieter unterstützt seine Kunden auch in der Abwehr von IT-Risiken wie z. B. Cyber-Attacken oder unberechtigte Zugriffe auf Informationen und IT-Systeme durch fremde Dritte. Derartige Risiken werden von einer fachlich qualifizierten IT-Abteilung der Gesellschaft durch Maßnahmen wie die Einführung von Cyberwalls oder eines qualifizierten Cyber Security Incident Response Team gesteuert. Regelmäßige Schulungen und Ansprechpartner für Information Security Management in den Abteilungen der Gesellschaft unterstützen ebenfalls die Minimierung von IT-Risiken. Die IT-Risiken werden als grundsätzlich mittel bis hoch eingeschätzt. Personalrisiken In Ergänzung zu den beschriebenen Risken besteht für die PBSEU als Serviceanbieter das spezielle Risiko, nicht hinreichend qualifiziertes Personal zur Verfügung zu haben. Die verschiedenen Abteilungen der Gesellschaft minimieren dieses Risiko durch eine vorausschauende Personalpolitik und regelmäßiges Training der Mitarbeiter. Außerdem werden regelmäßige Feedback-Gespräche der Mitarbeiter und deren Vorgesetzten durchgeführt, mit dem Ziel, Verbesserungspotenziale und -erfordernisse zu identifizieren. Eine spezielle Herausforderung ist es, die regelmäßig zunehmenden und komplexeren Anforderungen der Kunden zeitnah zu erfüllen. Die hierfür notwendige Expertise wird langfristig durch entsprechende Personalplanung, und im Falle kurzfristiger Erfordernisse, sowohl durch Trainings als auch durch zeitweisen Einsatz externer Experten sichergestellt. Die Personalrisiken werden als mittel eingeschätzt. Wechselkursrisiken Es besteht ein geringes Risiko hinsichtlich Wechselkursschwankungen und entsprechende Rückgänge in den Umsatzerlösen und des Jahresüberschusses. Wechselkursschwankungen können auch zu einer Verteuerung von Darlehen führen. Ausblick und Prognose PBSEU ist eine Shared-Service Gesellschaft, welche vertraglich definierte Leistungen für ihre Kunden erbringt. Die Verträge sind in der Regel mindestens für ein Jahr abgeschlossen, sodass von der Erreichung des Business Plans für das Geschäftsjahr 2023/24 ausgegangen wird. Dieser Plan wird monatlich an aktuelle Entwicklungen angepasst, sodass auch potenzielle Auswirkungen des zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung unverändert herrschenden Kriegs Russlands mit der Ukraine berücksichtigt sind. PBSEU plant für das laufende Geschäftsjahr für seine beiden Hauptkennzahlen mit einem Vorsteuerergebnis von TEUR 2.605 sowie einer Nettofinanzposition von TEUR -18.469. Darüber hinaus wird die Gesellschaft weiterhin an einer stetigen Verbesserung ihrer Serviceleistungen arbeiten, um auch weiterhin erstklassigen, effizienten und innovativen Service für die Kunden zu bieten. Mit Schreiben des Geschäftsführers der Gesellschaft, Herrn Junichi Suzuki, vom 30. Juni 2023 wurde angekündigt die Gesellschaft mit Wirkung zum Oktober 2024 auf die Muttergesellschaft PE B.V., Amsterdam, Niederlande, zu verschmelzen. Dadurch soll eine einheitliche Versorgung der Konzerngesellschaften in Europa mit Shared-Service Dienstleistungen sichergestellt werden. Sonstiges Unseren Geschäftspartnern und Mitarbeitern danken wir für die sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Hamburg, den 30. Juni 2023 Junichi Suzuki Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Panasonic Business Support Europe GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Panasonic Business Support Europe GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Panasonic Business Support Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 31. August 2023 KPMG
AG
Timm, Wirtschaftsprüfer Wichmann, Wirtschaftsprüfer |
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