Gamma-Service Recycling GmbH

Bautzner Straße 67A, 04347 Leipzig, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 10787
Eingetragen
13.6.1995
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenDekontaminierung von Nuklearanlagen und -standortenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Verfahrensentwicklung für die Verwertung radioaktiver Reststoffe; Verfahrensentwicklung zur Gewinnung von Wertstoffen aus Abfallprodukten; Übernahme radioaktiver und sonstiger Reststoffe zur Rückgewinnung von Wertstoffen; Anwendung von Recyclingverfahren zur Wertstoffgewinnung; Entwicklung, Herstellung und Vertrieb radioaktiver Präparate, Strahler und Strahleneinrichtungen; Errichtung, Vertrieb, Service, Abbau und Entsorgung strahlentechnischer Anlagen; Radiologische Bewertung von Ausrüstungen, Einrichtungen, Gebäuden und Flächen sowie Sanierung bzw. Entsorgung radioaktiv kontaminierter Objekte; alle mit diesen Leistungen zusammenhängenden Beratungs-, Schulungs-, Forschungs- und Entwicklungsleistungen sowie Durchführung von Gefahrguttransporten und sonstigen Speditionsleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Geschäftsführer
Thomas Sickert
seit 13.3.2023
Prokura
Jens Baldeweg
seit 5.6.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gamma-Service Recycling GmbH

Leipzig

Jahresabschluss 2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023
Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.942,63 40.512,82
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.183.972,95 2.064.834,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 668.838,66 37.715,26
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 413.810,06 446.029,18
4. Anlagen im Bau 8.709.386,05 4.784.824,80
12.976.007,72 (7.333.403,87)
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 702.607,00 702.607,00
13.701.557,35 (8.076.523,69)
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 50.244,49 50.244,49
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 943.371,24 605.981,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 1.248.000,00
993.615,73 (1.904.225,49)
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 439.910,45 1.068.251,87
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 69.188,52 2.636,62
3. Sonstige Vermögensgegenstände 340.978,47 632.873,36
850.077,44 (1.703.761,85)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
1.431.317,45 605.168,35
3.275.010,62 (4.213.155,69)
C. Rechnungsabgrenzungsposten 66.638,25 65.338,69
17.043.206,22 12.355.018,07

PASSIVA

31.12.2023
Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 61.355,03 61.355,03
II. Kapitalrücklage 3.100.000,00 3.100.000,00
III. Verlustvortrag -208.645,32 -1.085.385,33
IV. Jahresüberschuss 2.062.351,61 876.740,01
5.015.061,32 (2.952.709,71)
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse/-zulagen 508.767,87 104.667,87
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 144.100,00 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 5.174.462,45 4.262.355,00
5.318.562,45 (4.262.355,00)
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.675.000,00 1.000.000,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 304.100,00 1.534.200,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 492.860,43 715.598,15
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.710.938,42 1.764.418,07
5. Sonstige Verbindlichkeiten 17.915,73 21.069,27
6.200.814,58 (5.035.285,49)
17.043.206,22 12.355.018,07

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
Vorjahr
1. Umsatzerlöse 12.322.796,93 12.013.888,65
2. Sonstige betriebliche Erträge 177.333,40 126.219,97
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 3.736.241,27 5.010.272,58
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.295.513,00 1.562.552,73
5.031.754,27 (6.572.825,31)
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.019.366,08 1.781.908,22
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 398.717,36 389.382,06
2.418.083,44 (2.171.290,28)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 310.688,65 247.198,18
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.514.361,43 2.022.345,96
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 65.200,44 62.577,40
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 89.194,66 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 150.462,65 145.688,66
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 154.256,86 144.991,85
11. Ergebnis vor Steuern 2.074.918,13 898.345,78
12. Sonstige Steuern 12.566,52 21.605,77
13. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 2.062.351,61 876.740,01

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlage des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Gamma-Service Recycling GmbH (im Folgenden auch kurz "GSR" oder "Gesellschaft" genannt) ist ein Tochterunternehmen der Eckert & Ziegler Isotope Products Holdings GmbH, Berlin (im Folgenden auch kurz "IPH" genannt) und Teil des Eckert & Ziegler Konzerns (im Folgenden auch EZAG-Konzern).

Als weltweit tätiges Unternehmen liegen die Kernkompetenzen der GSR in der Versorgung mit und das Recycling von radioaktiven Stoffen aus Forschung, Medizin und Industrie, das Recycling von Ionisationsrauchmeldern, der Rückbau und die Dekontamination von Radionuklidlaboratorien und anderen Anlagen sowie die Aufbereitung von radioaktiven Strahlenquellen zur Wiederverwertung.

Die GSR bietet insbesondere die folgenden Leistungen an:

- Weltweite Übernahme und Recycling von industriell und medizinisch genutzten radioaktiven Strahlenquellen

- Weltweite Beschaffung von radioaktiven Strahlenquellen nach Kundenwunsch

- Weltweiter Transport von radioaktivem Material mit eigener Fahrzeugflotte

- Konditionierung radioaktiver Reststoffe

- Aufarbeitung radioaktiver Reststoffe zur Wiederverwertung

- Dekontamination und Rückbau

- Verfügbarkeit unterschiedlichster Strahlenschutzbehälter

- Messdienstleistungen

- Wäscherei für radioaktiv kontaminierte Berufskleidung

- Recycling von Ionisationsrauchmeldern

- Planung, Lieferung, Montage und Inbetriebnahme von industriellen Bestrahlungsanlagen

Dem Umsatz der GSR liegen grundsätzlich viele Einzelaufträge und keine wiederkehrenden Wiederholungsaufträge zugrunde. Darüber hinaus kann der Geschäftsverlauf aufgrund der projektbezogen angebotenen Dienstleistungen hohen Schwankungen unterliegen.

Die Gesellschaft strebt an, ihre Dienstleistung kontinuierlich zu verbessern. Dazu ist die Verfügbarkeit der kompletten Produktpaletten für die aktuellen und zukünftigen Kunden ein vorrangiges Ziel.

1.2. Unternehmenssteuerung

Die GSR führt ein monatliches Controlling ihrer Finanzkennzahlen durch. Dazu werden neben der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz, der Forderungsbestand, der Umsatz nach Hauptkunden und Abfallart, Stand der Projekte und Entwicklung der Abfallrückstellung analysiert.

Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind insbesondere der Umsatz und das Ergebnis nach Steuern.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Im Jahr 2023 nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 0,3 % ab. Die wirtschaftliche Entwicklung war dabei wie schon im Vorjahr wesentlich bestimmt durch die Auswirkungen der Energiepreiskrise in Verbindung mit einer ausgeprägten weltwirtschaftlichen Schwäche und den zunehmend spürbaren Effekten der restriktiveren Geldpolitik. Hinzu kam ein außergewöhnlich hoher Krankenstand, der das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen dämpfte. Alles dies belastete die deutsche Wirtschaft anhaltender als zu Beginn des vergangenen Jahres angenommen und verzögerte die wirtschaftliche Erholung. Für das Jahr 2024 geht die Bundesregierung in der Jahresprojektion von einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,2 % aus.

2.2. Geschäftsverlauf

Die GSR erzielte im Geschäftsjahr 2023 mit durchschnittlich 41 Mitarbeitern einen Umsatz von EUR 12,3 Mio. und einen Jahresüberschuss von EUR 2,1 Mio. Gegenüber dem Vorjahr wurde der Umsatz damit um 2,6 % gesteigert und der geplante Umsatz von EUR 10,0 Mio. um EUR 2,3 Mio. übertroffen.

GSR hatte in der Vergangenheit ein Grundstück inkl. eines Gebäudes in Dresden Rossendorf von einer Schwestergesellschaft erworben. Die GSR ist nun dabei eine Produktionseinheit auf dem gekauften Grundstück zu bauen. Darüber hinaus werden seit Jahren auf dem betroffenen Grundstück Dienstleistungen überwiegend für GSR erbracht (u.a. Rezyklierung von Rauchmeldern und Lagerung/Handling von hochaktiven Quellen). Im Geschäftsjahr hat GSR dieses Geschäftsfeld von der Schwestergesellschaft im Rahmen eines Asset Deals übernommen. Das beabsichtigte Vorhaben setzt eine Genehmigung voraus. Diese Genehmigung wurde im Geschäftsjahr beantragt. GSR hofft auf eine positive Rückmeldung der Behörde im Laufe des ersten Halbjahres 2024. Im Rahmen des Asset Deals wurden im Wesentlichen technische Anlagen und Maschinen sowie Einbauten in Gebäude mit einem Buchwert von rund EUR 1,1 Mio. sowie liquide Mittel in Höhe von EUR 0,6 Mio. übernommen. Im Gegenzug übernahm die GSR die künftigen Entsorgungsverpflichtung für die kontaminierten Sachanlagen mit einem Buchwert von EUR 1,7 Mio.

2.3. Ertragslage

Die Umsätze der GSR sind von EUR 12,0 Mio. um 2,6 % auf EUR 12,3 Mio. im Geschäftsjahr gestiegen.

Der Materialaufwand (inkl. bezogene Leistungen) hat sich dabei im Geschäftsjahr von EUR 6,6 Mio. um EUR 1,6 Mio. auf EUR 5,0 Mio. verringert. Die Materialaufwandsquote fiel dadurch von rd. 55 % auf rd. 41 %.

Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen im Geschäftsjahr 2023 mit EUR 0,2 Mio. auf Vorjahresniveau.

Der Personalaufwand liegt mit EUR 2,4 Mio. bei etwas gestiegener Mitarbeiterzahl leicht über dem Niveau des Vorjahres (EUR 2,2 Mio.), dies ist auf die Entwicklung der Personalkosten zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr mit EUR 2,5 Mio. um EUR 0,5 Mio. gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Zuführung zur Rückstellung für Entsorgungskosten (EUR 0,4 Mio.).

2.4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich um EUR 4,7 Mio. (+38,0 %) auf EUR 17,0 Mio. erhöht.

Die Anlagenzugänge sind wesentlich höher als die laufenden Abschreibungen (EUR 0,3 Mio.). Die Erhöhung ergibt sich insbesondere aus dem Bau der neuen heißen Zelle und eines neuen Gebäudes am Standort Dresden Rossendorf, deren Anschaffungskosten zu einem Anstieg der Anlagen im Bau auf EUR 8,7 Mio. im Geschäftsjahr führte.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,6 Mio. gesunken. Der Posten sonstige Vermögensgegenstände ist im Vergleich zu 2022 nahezu halbiert.

Inflations- und Wechselkurseinflüsse haben auf die Vermögenslage keinen nennenswerten Einfluss.

Das Eigenkapital der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr von EUR 3,0 Mio. auf EUR 5,0 Mio. gestiegen. Die Eigenkapitalquote stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5,5%-Punkte auf 29,4 %.

Sonstige Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,9 Mio. gestiegen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen mit EUR 0,4 Mio. unter dem Vorjahr (EUR 0,7 Mio.)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen liegen nahezu unverändert bei EUR 1,7 Mio. (i.Vj. EUR 1,8 Mio.).

2.5. Finanzlage

Mit ihrem Finanzmanagement verfolgt die GSR das Ziel, nachhaltig die finanzielle Stabilität und Flexibilität der Gesellschaft zu sichern. Um die Zahlungsfähigkeit zu jedem Zeitpunkt sicherzustellen, wird die Liquidität täglich verfolgt und eine Planung für das folgende Kalenderjahr erstellt.

Die Liquiden Mittel haben sich im Geschäftsjahr bedingt durch die Inanspruchnahme eines Festsatzdarlehens in Höhe von EUR 3,7 Mio. (i.Vj. EUR 1,0 Mio.) zur Finanzierung des Bauvorhabens von EUR 0,6 Mio. auf EUR 1,4 Mio. erhöht.

2.6. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Absatz- und Umsatzentwicklung im Jahr 2023 übertraf die Geschäftsjahresplanung. Dabei entwickelten sich die Umsätze sowohl bei Projekten als auch bei der Handelsware erfreulich positiv.

Die budgetierten Umsatzprognosen für das Geschäftsjahr 2022 konnten mit EUR 12,3 Mio. deutlich übertroffen werden (Prognose: EUR 10,0 Mio.).

Die Erwartungen für das Ergebnis wurden mit einem Überschuss in Höhe von EUR 2,0 Mio. ebenfalls übertroffen (Prognose: EUR 0,0 Mio.).

3. Chancen- und Risikobericht

Dieser Bericht schildert im Folgenden, welche Risiken und Chancen existieren und welche Auswirkungen sich dadurch auf die Gesellschaft ergeben.

3.1. Organisation des Risikomanagements

Die GSR ist in das Risikomanagementsystem der EZAG eingebunden. Neben dem einmal jährlich durchgeführten Verfahren zur strukturierten Risikoaufnahme ist das operative Management verpflichtet, seinen Bereich ständig hinsichtlich einer sich ändernden Risikosituation zu überwachen. Wesentliche Änderungen der bereichspezifischen Risikosituation sind umgehend an die Segmentleitung und den Vorstand der EZAG zu melden. Meldungen von Risikoänderungen mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen erfolgen darüber hinaus an das Konzerncontrolling.

Bei dem jährlich durchgeführten Verfahren zur strukturierten Risikoaufnahme werden die Fach- und Führungskräfte befragt. Dabei wird neben der Benennung neuer und bestehender Chancen und Risiken deren Einordnung bezüglich Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Auswirkung auf das Unternehmen abgefragt. Zu diesen Risiken werden, soweit möglich, vorbeugende Maßnahmen getroffen, ggf. Notfallpläne erstellt und eine regelmäßige Evaluierung organisiert.

Zum Risikomanagement zählen unter anderem detaillierte, jährliche Umsatz- und Kostenplanungen. Sie erlauben es den Verantwortlichen bereits im Vorfeld, die für die Ertragslage kritischen Variablen zu identifizieren und die finanziellen Auswirkungen verschiedener Ereignisse zu simulieren.

Insgesamt wird ein risikominimierender Ansatz gewählt. Bestehende Risiken werden konsequent überwacht, bewertet und durch kontinuierliche Prozessverbesserungen minimiert beziehungsweise abgesichert. Neue Produktentwicklungen werden von Anbeginn auf mögliche Risiken geprüft und in das Risikomanagement einbezogen. Die Marktentwicklungen werden ebenso wie die Aktivitäten der Wettbewerber überwacht, um frühzeitig eigene Strategien anzupassen und zeitnah umsetzen zu können.

Ein ausführlich ausgearbeitetes Qualitätsmanagementsystem umfasst die Prozesse des Unternehmens, das regelmäßig an die neuen Anforderungen angepasst wird.

Die Risikolage bei der GSR hat sich im Vergleich zum Vorjahr grundsätzlich nicht geändert.

Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagement und internes Kontrollsystem

Spezifische rechnungslegungsbezogene Risiken können z. B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte resultieren. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem latenten Risiko behaftet.

Zielsetzung des internen Kontrollsystems des Rechnungslegungsprozesses ist es, Fehlerquellen zu minimieren und Fehler schnell zu erkennen. Um die Risiken so weit wie möglich einzugrenzen und zu steuern, wurden von der Gesellschaft verschiedene Maßnahmen ergriffen. Das Vier-Augen-Prinzip bei Arbeitsabläufen in der Rechnungslegung soll einen adäquaten Qualitätssicherungs- und Genehmigungsprozess sicherstellen. Des Weiteren wird die GSR von der in der Konzernzentrale EZAG ansässigen Controlling-Abteilung unterstützt, die eine Qualitätskontrolle für die übernommenen Daten bilden und bei komplexen Fragestellungen den Tochterunternehmen zur Seite stehen.

Seit Aufnahme in den Konzern der Eckert & Ziegler AG werden alle Rechnungslegungsprozesse von der Konzernzentrale in Berlin übernommen und gesteuert.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Liquiditätsrisiko (Eintrittswahrscheinlichkeit: gering / Intensität: gering)

Die GSR sieht sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt hinreichend mit finanziellen Mitteln ausgestattet, um ihren Bestand und ihre Weiterentwicklung sichern zu können. Sie sieht sich auch in der Lage, sämtliche Zahlungsverpflichtungen jederzeit zu erfüllen.

Die Überwachung und Steuerung zur Vermeidung finanzieller Risiken erfolgt durch den Einsatz von Instrumenten, wie der jährlichen Finanzplanung mit unterjährigen Anpassungen und der engmaschigen Analyse von Planabweichungen. Hierdurch lassen sich schon früh mögliche Risiken erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten.

Wechselkursrisiko (Eintrittswahrscheinlichkeit: gering / Intensität: gering)

Das Geschäft von GSR wird in der Regel in EUR abgewickelt, so dass die Auswirkungen von Wechselkursveränderungen keinen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Risiken aus Kostensteigerungen durch Preiserhöhungen

(Eintrittswahrscheinlichkeit: mittel / Intensität: hoch)

Ein Risiko durch Kostensteigerungen besteht bei den sogenannten Altlasten von radioaktiven Altabfällen. Aufgrund von politischen Entscheidungen und Veränderungen der rechtlichen Vorgaben sowie staatlichen Kapazitäten, kann es zu steigenden Abgabekosten beispielsweise durch eine Neuklassifizierung der Altabfälle (dass bereits klassifizierter radioaktiver Abfall anders entsorgt werden muss, als ursprünglich angenommen), Engpässe in der Annahme und damit zeitlichen Verzögerungen oder höheren Abnahmekosten infolge von geänderten Endlagerkonditionen kommen, welche an die abgebenden Unternehmen weitergegeben werden. Damit könnte der Fall eintreten, dass die auf Grundlage der heute vorliegenden Erkenntnisse und Annahmen gebildeten und kalkulierten Rückstellungen nicht ausreichen, um die tatsächlichen Entsorgungskosten zu decken.

Aus diesem Grund setzt die Geschäftsführung höchste Priorität auf die Abarbeitung und zeitnahe Entsorgung dieser Altlasten.

Auch die in letzter Zeit erheblich steigenden Energiekosten für Strom, Gas und Benzin, stellen ein gewisses Risiko dar, welches jedoch bei der Angebots-/Projektplanung bereits angemessen berücksichtigt wird.

Beschaffungsmarktbezogene Risiken

(Eintrittswahrscheinlichkeit: hoch / Intensität: mittel)

Wenn nicht alle radioaktiven Quellen zeitgerecht und in den benötigten Mengen bezogen werden können, besteht das Risiko von Lieferengpässen und Produktionsausfällen. Schlüssellieferanten können ausfallen, Kapazitätsengpässe bei Lieferanten eintreten oder politische und organisatorische Veränderungen in den Bezugsländern die Belieferung verzögern oder sogar unmöglich machen. Die Nachfrage könnte dadurch nicht bedient werden und dies zum Rückgang der Umsätze und der damit verbundenen Erträge führen. GSR leidet derzeit insbesondere unter den Auswirkungen des Ukrainekrieges, weil Russland einer der Hauptlieferanten ist.

Beschaffungsmarktrisiken können niemals restlos ausgeschlossen werden. Grundsätzlich wird diesen durch entsprechende Lagerhaltungen und den Aufbau alternativer Bezugsquellen begegnet.

Die GSR ist zum Teil abhängig von Rohmaterialien (Nuklide), die nur von einem Lieferanten weltweit verfügbar sind. Die Monopolstellung einzelner Lieferanten birgt zum einen die Gefahr der Materialknappheit, zum anderen aber auch ein Kostensteigerungsrisiko. Zur Absicherung des Risikos wird der Abschluss langfristiger Lieferverträge angestrebt.

Es besteht ein allgemeines Risiko, dass Lieferanten ihre Listenpreise jährlich erhöhen. Durch Preisverhandlungen und strategische Einkaufsentscheidung (wie z. B. langfristige Rahmenverträge) kann dieser Entwicklung entgegengewirkt werden bzw. die Planbarkeit verbessert werden. Der Vertrieb ist bemüht, Preiserhöhungen bei der Materialbeschaffung an die Endkunden weiterzugeben.

Allgemeine Risiken aus dem Umgang mit Radioaktivität

(Eintrittswahrscheinlichkeit: mittel / Intensität: hoch)

Beim weltweiten Versand der oft als Gefahrgut transportierten Produkte ist die Gesellschaft auf spezialisierte Dienstleister angewiesen. Es kann nicht garantiert werden, dass diese Angebote in der bestehenden Form aufrechterhalten werden. Für die Herstellung und den Versand vieler Produkte sind behördliche Spezialgenehmigungen nötig, auf deren Erteilung oder Verlängerung GSR nur mittelbar Einfluss nehmen kann. Sollte die Herstellung bestimmter Produkte oder Lieferungen nicht mehr möglich sein, würde die Gesellschaft auf den entsprechenden Umsatz und auf die damit verbundene Marge verzichten müssen.

GSR ist auf Entsorgungsmöglichkeiten isotopentechnischer Reststoffe angewiesen, die bei der Quellenrücknahme oder der Produktion entstehen. Eine Schließung oder verzögerte Eröffnung von Entsorgungseinrichtungen kann zu erheblichen Kostensteigerungen führen. Es werden Anstrengungen unternommen, dieses Risiko in seinen Auswirkungen durch internes Recycling so weit wie möglich zu reduzieren, gänzlich beherrschen lässt sich diese Unsicherheit allerdings nicht.

Die Handhabung radioaktiver Stoffe setzt entsprechende behördliche Umgangsgenehmigungen voraus. Die Erteilung dieser Genehmigung erfolgt bei der im jeweiligen Bundesland zuständigen Stelle. Die Umgangsgenehmigung ist eine Genehmigung nach § 7 der deutschen Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) zum Umgang mit radioaktiven Stoffen. Die Erteilung ist an das Einhalten umfangreicher Bedingungen geknüpft, die in § 9 StrlSchV aufgelistet sind und es besteht das Risiko, dass diese nicht eingehalten werden. Dem Antrag auf Erteilung oder Änderung der Umgangsgenehmigung sind geeignete Unterlagen beizufügen, um die Einhaltung der genannten Voraussetzungen zu dokumentieren. Die Umgangsgenehmigung kann entzogen werden, wenn bestimmte Vorschriften insbesondere auch Dokumentationsvorschriften nicht eingehalten werden. GSR ist bestrebt, alle geforderten Vorschriften einzuhalten und jegliche Änderungen, Anordnungen und Dokumentationserfordernisse zeitnah umzusetzen. Sonstige Zulassungen, die ebenfalls für das Geschäft zwingend sind, werden eingehalten und die betreffenden Verordnungen und Maßnahmen fristgerecht eingeführt. GSR arbeitet eng mit den Genehmigungsbehörden zusammen und nutzt zudem die Hilfe von Partnern in regulatorischen Angelegenheiten, trotzdem besteht die Gefahr, dass bestimmte Auflagen in der vorgegebenen Zeit nicht umsetzbar sind.

Um betriebliche Unfälle zu vermeiden, welche die Gesundheit der Mitarbeiter beeinträchtigen, Umweltschäden verursachen oder zur Stilllegung von Produktionseinrichtungen durch Genehmigungsbehörden führen könnten, haben die Mitarbeiter regelmäßig Schulungen zum Thema Arbeitssicherheit und Strahlenschutz zu absolvieren. Trotz aller Maßnahmen kann nicht ausgeschlossen werden, dass Haftungstatbestände dennoch eintreten und zu einer Gefährdung des Unternehmens führen. Für Haftungsrisiken wurden, soweit sinnvoll und möglich, entsprechende Versicherungen abgeschlossen.

Personelle Risiken

(Eintrittswahrscheinlichkeit: hoch / Intensität: hoch)

Die GSR ist in vielen Geschäftsbereichen von den spezialisierten Kenntnissen ihrer Mitarbeiter abhängig. Das Unternehmen ist auf das Wissen und die Kompetenzen besonders qualifizierter Schlüsselpersonen angewiesen und steht hierbei in Konkurrenz zu anderen Anbietern. Um das Risiko der personellen Fluktuation von talentierten Mitarbeitern zu minimieren, bemüht sich das Unternehmen um eine angenehme und kollegiale Arbeitsatmosphäre, ein modernes und sicheres Arbeitsumfeld, eine adäquate Entlohnung, Angebote zur berufsbegleitenden Aus- und Fortbildung sowie flexible Arbeitszeiten. Trotz dieser Maßnahmen kann die Gesellschaft nicht garantieren, dass diese Mitarbeiter beim Unternehmen bleiben.

Sonstige Risiken

Rechtliche Risiken und Prozessrisiken (Eintrittswahrscheinlichkeit: mittel / Intensität: mittel)

Die Gesellschaft ist rechtlichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten sowie staatlichen oder behördlichen Maßnahmen ausgesetzt, die sich aus derartigen Verfahren ergeben können. Auch künftige neue Verfahren sind derzeit zwar nicht vorhersehbar, können jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Russland-Ukraine-Krieg (Intensität: mittel)

Der seit über zwei Jahren anhaltende Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine ist nach wie vor eine Herausforderung. Damit einhergehende Sanktionen auf europäischer sowie russischer Seite könnten für GSR einen Ausfall an Lieferanten von Radioisotopen bedeuten und stellen daher ein deutlich kritisches Risiko dar. Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung ist das Handeln von Isotopischen Produkten mit Russland nicht sanktioniert, jedoch stellt die erschwerte Logistik und Zahlungsabwicklung in Kriegszeiten eine eventuelle Beeinträchtigung der Geschäftsabwicklung mit Russland für GSR dar.

Trotz der aktuellen Kriegssituation ist GSR in der Lage Lieferungen von Isotopen aus Russland zu erhalten, so dass aktuell nicht davon auszugehen ist, dass es zu Umsatzeinbrüchen bei der GSR kommen wird.

Dennoch zeigt der aktuelle Zustand die Abhängigkeit der Rohstoffbeschaffung der GSR durch russische Lieferanten auf und wird eine Umorientierung auf Alternativlieferanten oder alternative Beschaffungsarten (z.B. durch verstärktes Recycling) unabdinglich machen.

Als weitere Folge des Russland-Ukraine Krieges sind die zu erwartenden, stark steigenden Preise in so gut wie allen Bereichen, vor allem aber im Energiebereich zu erwähnen. Diese werden sich auch durch erhöhte Aufwendungen bei der GSR widerspiegeln.

3.2. Chancenbericht

Chancen werden in der Kompetenz der Gesellschaft im Bereich radioaktives Abfallhandling und im Bereich projektbezogene Dienstleistungen in Verbindung mit Entsorgung gesehen. Die Chancen liegen darin, dass wenig Anbieter diese Leistung erbringen können. Dem Umsatz von GSR liegen zwar viele Einzelaufträge zugrunde, jedoch kann GSR durch die Flexibilität der Gesellschaft, den Kundenbedarf zeitnah zu befriedigen, mit stabilen Umsätzen rechnen und damit nachhaltig profitabel sein.

4. Prognosebericht

Unter der Prämisse, dass die aktuellen Sanktionen gegen Russland nicht verschärft und die Beschaffung von Rohmaterial aus Russland durch erschwerte Logistik und Zahlungsabwicklung nicht stark beeinträchtigt werden, erwartet GSR für das Jahr 2024 Umsätze in Höhe von EUR 10,3 Mio.

Damit liegt die Prognose - auch bedingt durch das schwankende Projektgeschäft - um EUR 2,0 Mio. unter dem Umsatz von 2023. Die GSR erwartet ein Ergebnis von EUR 0,5 Mio. für 2024.

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gamma Service Recycling GmbH (im Folgenden auch kurz "GSR" oder "Gesellschaft" genannt) hat ihren Sitz in Leipzig. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Leipzig unter der Nummer HRB 10787 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der GSR wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches ("HGB") sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Jahresabschluss die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Von den entsprechenden Erleichterungsvorschriften für die Aufstellung des Jahresabschlusses gemäß HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft stimmt mit dem Kalenderjahr überein.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden grundsätzlich stetig angewendet.

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, bewertet. Planmäßige Abschreibungen werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer vorgenommen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die immateriellen Vermögenswerte werden über eine Nutzungsdauer von 1 bis 3 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen, angesetzt. Planmäßige Abschreibungen werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer vorgenommen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Herstellungskosten von selbst erstellten Anlagen umfassen die nach den handelsrechtlichen Vorschriften aktivierungspflichtigen Aufwendungen. Die Nutzungsdauer beträgt bei Gebäudeeinbauten 8 bis 33 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen 5 bis 15 Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 3 bis 10 Jahre. Geringwertige Anlagegüter, die einen Betrag von EUR 250 nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr vollständig als Aufwand erfasst. Vermögensgegenstände des beweglichen Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250 und nicht mehr als EUR 800 netto werden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für die Abschreibung entfallen sind.

Die fertigen Erzeugnisse werden zu den je nach Fertigungsgrad angefallenen Herstellungskosten bzw., soweit niedriger, unter Beachtung der Grundsätze der verlustfreien Bewertung zu Verkaufserlösen abzüglich noch anfallender Aufwendungen bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für erkennbare Ausfallrisiken werden bei Forderungen Wertberichtigungen vorgenommen.

Die liquiden Mittel werden zu Nennwerten angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend im Zeitablauf.

Die Rückstellungen berücksichtigen im angemessenen Umfang alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten.

Die Rückstellungen werden auf der Grundlage des § 253 HGB ermittelt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB. Bei Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz auf den Bilanzstichtag vorgenommen (§ 253 Abs. 2 HGB). Es wird bei der Berechnung dieser Rückstellungen ein laufzeitadäquater Zinssatz angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Die erhaltenen Anzahlungen sind um die darin enthaltene Umsatzsteuer vermindert (Nettomethode).

Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet, soweit unter Berücksichtigung des Niederst-/Höchstwertprinzips nicht ein niedrigerer/höherer Stichtagkurs zur Anwendung kommt.

Angaben zu Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die GSR hält folgende Beteiligungen, die Angaben stammen aus den Jahresabschlüssen 2023, wobei das Eigenkapital bereits das Jahresergebnis beinhaltet:

Name und Firmensitz Höhe des Anteils am Kapital
%
Eigenkapital
in TEUR
Ergebnis
in TEUR
ISOTREND spol s.r.o., Prag, Tschechien 100 961 235
Nuclear Control & Consulting GmbH, Leipzig, Deutschland 49 546 -44

Forderungen uns sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 69 (i. Vj. TEUR 3).

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Liquiden Mittel

Die liquiden Mittel beinhalten die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten: TEUR 1.431 (i. Vj. TEUR 605).

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete und voll eingezahlte Kapital der Gesellschaft beträgt TEUR 61 (i. Vj. TEUR 61).

Sonderposten

Die GSR hat Zuwendungen erhalten, die gemäß § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB im Sonderposten für Zuwendungen zum Anlagevermögen ausgewiesen und anteilig entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Anlagegegenstände bzw. deren Ausscheiden erfolgswirksam aufgelöst werden. Der ausgewiesene Sonderposten enthält mit TEUR 509 Investitionszuschüsse des Landes Sachsen für eine Produktionsanlage.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Entsorgungskosten 4.786 3.849
Ausstehende Rechnungen 67 150
Personalrückstellung 295 256
Übrige Rückstellungen 26 7
5.174 4.262

Verbindlichkeiten

Bis auf die Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 2.975 (i. Vj. TEUR 475) und eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 1.680 (i. Vj. TEUR 1.680) gegenüber einem verbundenen Unternehmen haben sämtliche Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten mit TEUR 31 (i. Vj. TEUR 84) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Steuern in Höhe von TEUR 18 (i. Vj. TEUR 21).

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Im Rahmen von Avalkrediten bestehen Bürgschaften für Zahlungen, Garantien, Vertragserfüllungen usw. Der Gesamtbetrag der Bürgschaften beläuft sich auf TEUR 200 (i. Vj. TEUR 355), welche vollständig gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen. Das Risiko einer Inanspruchnahme der Bürgschaften wird als gering eingeschätzt, da die zugrunde liegenden Verpflichtungen durch die verbundenen Unternehmen erfüllt werden können.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 891. TEUR 164 sind innerhalb eines Jahres fällig.

Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

2023
TEUR
2022
TEUR
Auflösung von Rückstellungen 91 31
Weiterberechnung von erbrachten Leistungen 22 17
Kursgewinne 0 2
sonstige 64 75
Summe 177 126

Personalaufwand

Der Personalaufwand ist mit EUR 2,4 Mio. im Geschäftsjahr 2023 leicht über Vorjahresniveau. Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung enthalten mit TEUR 21 (i. Vj. TEUR 32) Aufwendungen für Altersversorgung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023
TEUR
2022
TEUR
Fremddienstleistungen 751 694
Zuführung zur Rückstellung für Entsorgungskosten 370 0
Miet- und Leasingaufwendungen 353 432
Reisekosten 306 281
Reparatur und Instandhaltung 205 73
Gebühren 141 196
Frachtkosten 0 60
Übrige 387 287
Summe 2.514 2.022

Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Die GSR hat Dividendenerträge i. H. v. TEUR 65 (i. Vj. TEUR 63) erhalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Posten enthält Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 84 (i. Vj. TEUR 84).

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 41 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer, Studenten, Rentner, Auszubildende und Mitarbeiter in Elternzeit).

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung erfolgte im Geschäftsjahr 2023 durch die Herren

- Dr. Gunnar Mann, Mitglied Konzernleitung der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin

- Jens Baldeweg, Managing Director

Alle Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9a) HGB wird auf der Grundlage der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Angabe zur Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird zum 31. Dezember 2023 über die Alleingesellschafterin Eckert & Ziegler Isotope Products Holdings GmbH, Berlin, in den Konzernabschluss der Eckert & Ziegler Strahlen und Medizintechnik AG, Berlin (EZAG), einbezogen. Letztere stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis auf. Konzernabschluss und Konzernlagebericht der EZAG werden nach § 325 HGB beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch eingereicht und dort bekannt gemacht. Diese Unterlagen sind im Internet unter www.ezag.com zugänglich. Dieser Konzernabschluss wird nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) aufgestellt.

Abschlussprüferhonorar

Die erforderlichen Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers werden im Konzernabschluss der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, gemacht.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterin vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung in das Geschäftsjahr 2024 vorzutragen und in den Ergebnisvortrag einzustellen.

Der im Jahr 2023 entstandene Gewinn wird auf die kommenden Jahre vorgetragen.

Signatur

 

Leipzig, 5. April 2024

Jens Baldeweg, Geschäftsführer

Dr. Gunnar Mann, Geschäftsführer

Der Jahresabschluss 2023 wurde durch die Gesellschafterversammlung am 08.05.2024 festgestellt.

Anlagenspiegel zum 31.12.2023 Teil I

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2023
Zugänge
Umbuchungen
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 295.731,00 0,00 0,00 295.731,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.537.534,55 1.236.002,55 10.672,40 3.784.209,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 79.965,05 686.800,92 0,00 766.765,97
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.725.013,49 88.357,59 -10.672,40 2.802.698,68
4. Anlagen im Bau 4.784.824,80 3.924.561,25 0,00 8.709.386,05
10.127.337,89 5.935.722,31 0,00 16.063.060,20
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 702.607,00 0,00 0,00 702.607,00
11.125.675,89 5.935.722,31 0,00 17.061.398,20

Anlagenspiegel zum 31.12.2023 Teil II

Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2023
Zugänge
Umbuchungen
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 255.218,18 17.570,19 0,00 272.788,37
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 472.699,92 121.692,33 5.844,30 600.236,55
2. Technische Anlagen und Maschinen 42.249,79 55.677,52 0,00 97.927,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.278.984,31 115.748,61 -5.844,30 2.388.888,62
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.793.934,02 293.118,46 0,00 3.087.052,48
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3.049.152,20 310.688,65 0,00 3.359.840,85

Anlagenspiegel zum 31.12.2023 Teil III

Buchwerte
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.942,63 40.512,82
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.183.972,95 2.064.834,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 668.838,66 37.715,26
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 413.810,06 446.029,18
4. Anlagen im Bau 8.709.386,05 4.784.824,80
12.976.007,72 7.333.403,87
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 702.607,00 702.607,00
13.701.557,35 8.076.523,69

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gamma-Service Recycling GmbH, Leipzig, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als not wendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder ins gesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da do lose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt ein schließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, ein schließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 5. April 2024

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Udo Heckeler, Wirtschaftsprüfer

gez. David Reinhard, Wirtschaftsprüfer

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