MD12 Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
John Kiernan seit 10.11.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Monaghan Nederland B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Monaghan Pilz Kulturen GmbHLaichingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022LAGEBERICHT 2021/2022der Monaghan Pilz Kulturen GmbH, Ulm (vormals Laichingen)1. Grundlagen des Unternehmens Der Monaghan-Konzern ist als vertikal integriertes Agrarindustrieunternehmen in allen Bereichen des Anbaus von Pilzen beteiligt. Das Unternehmen fertigen Kompost, baut an, erntet und verpackt Pilze vor der direkten Auslieferung an die Kunden. Das gibt uns einen vollständigen Überblick über die Qualität der Champignons, von Sporen bis zum Supermarktregal. Mit Hauptsitz in Irland, umspannen die Betriebe des Monaghan-Mushrooms-Konzerns Kanada, Irland, Großbritannien und Europa. Wir beschäftigen konzernweit mehr als 3.500 Mitarbeiter. Die Monaghan Nederland B. V. hat das Anlagevermögen am 17. April 2013 erworben. Das Unternehmen und deren Tochtergesellschaften produzieren und vertreiben frische Champignons in den europäischen Markt von drei Aufzuchtanlagen und einem Verpackungsstandort in den Niederlanden sowie von einer Pilzfarm und einem Verpackungsstandort in Deutschland. Der Unternehmensgegenstand der Monaghan Pilz Kulturen GmbH bestand aus der Aufzucht und der Ernte der Produkte am Standtort Laichingen in Deutschland. 2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach der bereits erhöhten Absatzmenge in 2020 verzeichnete die deutsche Pilzbranche in 2021 weiter steigende Zahlen bei den Produktionsmengen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 90.050 Tonnen Kulturpilze in Deutschland produziert, das sind knapp 5.000 Tonnen mehr als im Jahr zuvor. Diese Zahl gibt der Bund Deutscher Champignon- und Kulturpilzanbauer e.V. (BDC) in einer Pressemitteilung am 14. Juli 2022 auf seiner Homepage bekannt. Die Menge der Champignons aus deutscher Produktion hat sich dabei in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert: In 2013 waren es 62.000 Tonnen, in 2015 waren es 67.000 Tonnen und in 2017 72.000 Tonnen. Der sich in Deutschland für die Vergangenheit abzeichnende Wachstum im Champignon-Markt ist auch weltweit mit deutlich höheren Wachstumsraten zu erkennen. Die Monaghan Pilz Kulturen GmbH ergriff Ende 2020 Maßnahmen, um die operative und lokale Managementstruktur zu verbessern und somit die Ergebnisse zu verbessern. Die Konzernmuttergesellschaft Monaghan Mushrooms Ltd. übernahm die Initiative und das Controlling bzgl. des operativen Veränderungsprozesses. Leider führten die beabsichtigten Maßnahmen nicht zum gewünschten Ergebnis, weshalb im Laufe des Geschäftsjahres 2021/2022 beschlossen wurde, den Betrieb einzustellen. Im Februar 2022 wurden die Aktivitäten endgültig eingestellt und das Personal entlassen. Im April 2022 hat Monaghan Pilz Kulturen GmbH den Standort Laichingen verlassen. Die Auswirkungen dieser Entwicklungen wurden in dem Jahresabschluss zum 30. Juni 2022 berücksichtigt. Die Monaghan Pilz Kulturen GmbH wird in den Teil-Konzernabschluss der Monaghan Nederland B. V. einbezogen. 3. Wirtschaftsbericht Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nicht mehr unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, da die Gesellschaft ihre operative Geschäftstätigkeit im Wesentlichen im Februar 2022 eingestellt und zum Ende April 2022 denn Standort Laichingen geschlossen hat. Die Gesellschaft soll mittel- und langfristig nicht liquidiert werden und als Hülle für die Zukunft bestehen bleiben. Als finanzieller Leistungsindikator zur Steuerung der Unternehmenstätigkeit ist bis zur Einstellung der operativen Geschäftstätigkeit das Jahresergebnis verwendet worden. Ertragslage Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2021/2022 Umsatzerlöse in Höhe von 6.377 TEUR und vermindert die Erlöse damit mit 5.658 TEUR gegenüber dem Vorjahr 2020/2021 (12.035 TEUR) um 47%. Im Geschäftsjahr 2021/2022 sank das Rohergebnis um 2.660 TEUR (ca. 60 %) auf 1.776 TEUR. Die Personalaufwendungen sanken von 4.111 TEUR im Geschäftsjahr 2020/2021 um 1.299 TEUR (ca. 32 %) auf 2.812 TEUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken in 2021/2022 um 932 TEUR auf 877 TEUR. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Kosten aus der Einstellung der Geschäftstätigkeit von 175 TEUR enthalten. Aufgrund der oben dargestellten Veränderungen ergibt sich für das Geschäftsjahr 2021/2022 ein deutlich negatives Ergebnis in Höhe von 2.070 TEUR (2020/2021: -1.736 TEUR). Vermögenslage Vor allem aufgrund der Einstellung der Aktivitäten reduzierte sich die Bilanzsumme auf 730 TEUR (2020/2021: 6.433 TEUR). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Bilanzstichtag gleich 0 TEUR (2020/2021: 699 TEUR). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind von 408 TEUR auf 389 TEUR gesunken. Die sonstige Vermögensgegenstände sind von 233 TEUR auf 338 TEUR gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten sind gegenüber dem Vorjahr (117 TEUR) um 85 TEUR auf 32 TEUR gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind gegenüber dem Geschäftsjahr 2020/2021 um 5.300 TEUR auf 28 TEUR gesunken. Über Verbindlichkeiten im Konzernverbund sind zum Teil qualifizierten Rangrücktrittsvereinbarungen mit Stundungsabrede geschlossen worden. Finanzlage Die Bank- und Kassenbestände sind gegenüber dem Vorjahr um 5 TEUR auf 3 TEUR gesunken. Aufgrund der Unterstützung durch den Konzern und einer Rangrücktrittsvereinbarungen mit Stundungsabrede ist es weiterhin möglich den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Investitionsaufwendungen Das Geschäft war insgesamt in den vergangenen Jahren geprägt durch niedrige Investitionen in Produktionsanlagen. Die Investitionen betrafen notwendige Anlagen zur Verbesserung der Produktionsprozesse und wurden mit finanzieller Unterstützung der Muttergesellschaft durchgeführt. Im Februar 2022 wurde die Produktion der Monaghan Pilz Kulturen GmbH beendet und Ende April 2022 wurde der Standort Laichingen geschlossen. 4. Prognose, Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Im Geschäftsjahr 2022/2023 erwarten wir ein negatives Jahresergebnis in Höhe von TEUR 25. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 wird mit einem Jahresergebnis auf Vorjahresniveau geplant. Risikobericht Für die Gesellschaft ergeben sich keine Risiken, da die Geschäftstätigkeit eingestellt wurde. Chancenbericht Der Gesellschaft untersucht die Möglichkeiten für die Zukunft. Die Gesellschaft soll mittel- und langfristig nicht liquidiert werden und als Hülle bestehen bleiben.
Ulm, 14.11.2023 Monaghan Pilz Kulturen GmbH gez. John Kiernan, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2021/2022der Monaghan Pilz Kulturen GmbH, Ulm (vormals Laichingen)A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss auf den 30. Juni 2022 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) erstellt. Die Gesellschaft ist nach den in § 267 Abs. 1 HGB bezeichneten Größenmerkmalen als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen. Größenabhängige Erleichterungen gemäß § 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die bei den Posten der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder wahlweise dort oder im Anhang anzubringenden Vermerke erfolgen aus Gründen der Übersichtlichkeit im Anhang. Angaben nach § 264 Abs. 1a HGB: Firma und Sitz: Monaghan Pilz Kulturen GmbH, Ulm Registergericht und Registernummer: Amtsgericht Ulm unter HRB 729914 Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte nicht mehr unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, da die Gesellschaft ihre operative Geschäftstätigkeit im Wesentlichen im Februar 2022 eingestellt hat und zum 30. April 2022 der Standort Laichingen geschlossen wurde. Die Gesellschaft soll mittel- und langfristig nicht liquidiert werden. Die Erfolgswirkung aus Änderungen der Bilanzierung und Bewertung, die durch die Abkehr von der Going-Concern-Prämisse begründet ist, ist unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie den außerplanmäßigen Abschreibungen ausgewiesen. B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen angesetzt. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nominalwert ausgewiesen. Kassenbestände und Bankguthaben sind mit ihrem Nominalwert ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. C. Angaben zur Bilanz und Gewinn und- Verlustrechnung 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres 2021/2022 im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren vollständig aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von EUR 24.800, eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 3. Eigenkapital Das Stammkapital von EUR 25.000,00 ist zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 12.500,00 eingezahlt. Die Gesellschaft weist zum 30. Juni 2022 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr EUR 4.963.145,64) aus. Zur Beseitigung der bilanziellen Überschuldung hat die Gesellschafterin im Geschäftsjahr 2021/2022 eine freiwillige Zuführung in die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 7.400.000,00 geleistet. Die Kapitalzuführung wurde am 17. Juni 2022 vollständig geleistet. 4. Verbindlichkeiten Für die Verbindlichkeiten ergeben sich zum Bilanzstichtag die folgenden Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten EUR 0,00 Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (Vorjahr: EUR 2.992.785,39). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren vollständig aus Lieferungen und Leistungen. Der unter der Position Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert. 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außerordentliche Aufwendungen von EUR 175.000,00 enthalten. Diese betreffen ausschließlich solche Aufwendungen, die sich unmittelbar aus der Einstellung der Geschäftstätigkeit ergeben. D. Sonstige Angaben Geschäftsführung Alleiniger Geschäftsführer war Herr John Kierman, Kaufmann, Irland. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Geschäftsführung macht von der Möglichkeit des §286 Abs. 4 HGB Gebrauch, auf die Angaben der Bezüge gemäß § 285 Nr. 9 HGB zu verzichten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen keine wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Sinne von § 285 Nr. 3 HGB zum Abschlussstichtag. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Monaghan Mushrooms Ltd., Tyholland/Irland einbezogen. Die Veröffentlichung erfolgt in dem Company Registration Office in Irland. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2021/2022 waren im Durchschnitt 95 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 150 Mitarbeiter). Von den 95 Mitarbeitern waren 4 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr 4) und 91 Angestellte (Vorjahr 146). Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, sind nicht bekannt.
Ulm, 14.11.2023 gez. John Kiernan Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 19.01.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem anliegenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Monaghan Pilz Kulturen GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Monaghan Pilz Kulturen GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Monaghan Pilz Kulturen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können, • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben, • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben, • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann, • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt, • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft, • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Krefeld, 18. Januar 2024 BPG
Beratungs- und Prüfungsgesellschaft mbH
gez. S. Venkitasseril, Wirtschaftsprüfer gez. D. Bottermann, Wirtschaftsprüfer |
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