Einzelhandel mit Back- und Süßwaren
Winkel GmbH
Am Illinger Eck 7, 75428 Illingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Weisser seit 5.2.2024 | Geschäftsführer |
Athanasios Loupas seit 12.2.2021 | Prokura |
Christian Winkel seit 4.8.2006 | Geschäftsführer |
August Winkel seit 4.8.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (11)
| Name | Anteil |
|---|---|
10 | 20.10% |
5 | 20.02% |
9 | 19.00% |
11 | 18.59% |
Grundstücksgesellschaft | 9.13% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Winkel GmbHIllingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Rechnungslegungsgrundsätze Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der Winkel GmbH, Illingen (Amtsgericht Mannheim Nummer HRB 511826), die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angewendet worden. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von zwei bis sechs Jahren vorgenommen. Die betriebs- gewöhnlichen Nutzungsdauern liegen durchschnittlich bei 3 Jahren. Das Sachanlagevermögen ist mit den steuerlich aktivierungspflichtigen Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibung vermindert. Die Zugänge wurden linear bzw. falls möglich degressiv abgeschrieben. Abnutzbare geringwertige bewegliche Anlagegüter bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Bestimmung der beizulegenden Werte erfolgt auf Basis der Erwartungen zur künftigen Geschäftsentwicklung. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses sind wesentliche Änderungen der zu Grunde gelegten Annahmen und Schätzungen nicht erkennbar. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wurden grundsätzlich zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Zeitwerten bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten, höchstens jedoch zu den Veräußerungserlösen abzüglich der noch anfallenden Kosten bewertet. Für Lager- und Verwertungsrisiken werden angemessene Abschläge vorgenommen. Für Maschinenverschleißteile wurde ein Festwert gebildet. Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % gebildet. Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Pensionsverpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen (PUC-Methode) unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck- Richttafeln 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Der Rechnungszinssatz basiert entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB auf dem von der Deutsche Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 1,82 % (i. V. 1,78 %). Es wurden keine Lohn- und Gehaltssteigerungen berücksichtigt. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind, sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen) wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (so genannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung). Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und laufende Erträge des Deckungsvermögens werden im Finanzergebnis gezeigt. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag, erhaltene Anzahlungen werden ohne Umsatzsteuer bilanziert. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktivseite und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanz 1. Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen linearen und degressiven Abschreibung bilanziert (§§ 253, 255 Abs. 1 HGB). Außerplanmäßige Abschreibungen (§ 253 Abs. 3 S. 5 HGB) waren nicht erforderlich. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungs-dauer / amtlichen Abschreibungstabellen abgeschrieben.
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 667.408,28 (i. Vj. EUR 299.226,98) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 19.350,00 enthalten. 3. Flüssige Mittel Der Posten enthält den Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten. 4. Eigenkapital Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (in Vorjahren: sieben Jahre) ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 604,00. Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt. 5. Pensionsrückstellungen Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
6. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Beträge für Tantiemen, Urlaubs- und Überstundenansprüche der Mitarbeiter sowie für Garantieverpflichtungen. 7. Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In dem Posten erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind EUR 303.249,00 erhaltene Anzahlungen von verbundenen Unternehmen enthalten. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten in Höhe von EUR 44.976,85 (i. Vj. EUR 3.107,00) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von EUR 1.063,80 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. II. Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt nach Tätigkeitsbereichen verteilen:
2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Bewertung des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 987 enthalten. Außerdem sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen Erträge aus der Veräußerung von Wertpapieren in Höhe von TEUR 2.381 enthalten. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen In dem Posten sind Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Umlaufvermögens, außer den Vorräten, in Höhe von TEUR 552 vorhanden. 4. Finanzergebnis Das Finanzergebnis enthält Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes bei den Pensionsrückstellungen, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und laufende Erträge des Deckungsvermögens. Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in der Gewinn- und Verlustrechnung:
C. Sonstige Angaben 1. Beteiligungsverhältnisse Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag mit 100 % an der WINKEL S.R.L., Borgomanero/ltalien (Eigenkapital 31. Dezember 2023: TEUR 1.870, Jahresergebnis 2023: TEUR 321), sowie an der Winkel Sistemas Lineales S.L., Barcelona/Spanien (Eigenkapital 31. Dezember 2023: TEUR 874, Jahresergebnis 2023: TEUR 233), beteiligt. 2. Personal Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 207 Mitarbeiter. Es ergibt sich folgende Zusammensetzung.
3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Nach § 73 AO haftet die Gesellschaft als Organgesellschaft für die Umsatzsteuer des Organträgers. Die Steuerverpflichtungen können von dem Organträger nach unseren Erkenntnissen in allen Fällen erfüllt werden. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen. Zum 31. Dezember 2023 besteht eine Bürgschaftsverpflichtung in Höhe von EUR 1,5 Mio. (i. Vj. EUR 1,5 Mio.) gegenüber der Gesellschafterin. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft wird eher gering eingeschätzt, da die aus der Verbindlichkeit Verpflichtete ihren Zahlungsvereinbarungen fristgerecht nachgekommen ist. Es ist daher davon auszugehen, dass diese ihre Verpflichtungen auch weiterhin vertragsmäßig erfüllt. Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (TEUR 2.228). Mitglieder der Geschäftsführung Zu Geschäftsführern waren während des Geschäftsjahres bestellt:
Alle Geschäftsführer sind befugt, die Gesellschaft alleine zu vertreten und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge bzw. Pensionsbezüge der (aktuellen und ehemaligen) Geschäftsführer. 4. Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers Die Honorare für Abschlussprüfungsleistungen des gesetzlichen Abschlussprüfers betrugen im Geschäftsjahr 2023 insgesamt TEUR 37 und für die Steuerberatungsleistungen TEUR 10. 5. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 18.271.414,12 auf neue Rechnung vorzutragen.
Illingen, den 12. November 2024 Winkel GmbH Geschäftsführung August Winkel Christian Winkel Alexander Weisser Lagebericht 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die Winkel GmbH ist seit über 40 Jahren im Bereich Linear- und Handhabungstechnik tätig und ist Marktführer im Bereich Schwerlast-Linearführung. Wir haben im Bereich Handhabungstechnik profunde Erfahrungen durch tausende erfolgreiche Projekte. Die Systeme werden am Firmensitz in lllingen produziert, wobei ausschließlich qualitativ hochwertige Komponenten verwendet werden. Neben den Systemen vertreiben wir auch Komponenten. Die Systeme und Komponenten sind vielseitig einsetzbar und finden z. B. im Automobilbau, Flugzeugbau, Verpackungsmaschinen, Fördertechnik sowie im Maschinen- und Sondermaschinenbau Anwendung. 2. Forschung und Entwicklung Die Winkel GmbH koordiniert ihre Forschung und Entwicklung durch personelle Abstimmung über die Aufgaben, Erkenntnisse und Ergebnisse. Es werden regelmäßig Marktanalysen durchgeführt. Zu diesem Zweck werden alle wichtigen Fachmessen besucht und intensive Entwicklungs-gespräche mit den Kunden geführt. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung Weltwirtschaft Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2023 (preisbereinigt) um 0,3 % niedriger als im Jahr 2022. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html Branchenentwicklung Der Maschinenbau gehört mit einer weltweit führenden Marktposition zu den größten Industriezweigen in Deutschland. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) mit Sitz in Frankfurt am Main ist dabei der wichtigste Wirtschaftsverband des Maschinenbaus. Mit 80.000 Unternehmen und rund drei Millionen Beschäftigten (Erhebung 2020) ist der Maschinen- und Anlagenbau einer der größten Industriezweige in der EU. Der EU-Binnenmarkt steht für ein Marktvolumen verkaufter Maschinenkomponenten, Komplettmaschinen und Anlagen im Wert von geschätzt 745 Milliarden Euro (2023). Rund 80 % davon haben ihren Ursprung in einem EU-Mitgliedsstaat, wobei Deutschland größter Maschinenanbieter ist, gefolgt von Italien und Frankreich. Größte ausländischer Anbieter in der EU sind die Volksrepublik China, die USA und Japan. Im Jahr 2023 hat der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland sein Vorjahresergebnis um real 12 % verfehlt. In den großen Absatzmärkten Europa, den USA, China fehlt es an Vertrauen in einen dauerhaften globalen Konjunkturaufschwung, den gerade die Investitionsgüterindustrie benötigen würde. Der Rückgang verteilte sich dabei nahezu gleichmäßig auf In- und Ausland: Im Inland gingen die Bestellungen um 11 %, im Ausland um 13 % zurück. Auch bei den Euro-Partnerländern waren es 16 % und dem Nicht-Euro-Ausland 11 %. Der Maschinenbau in der EU ist stark mittelständisch geprägt. Etwa 98 % der Unternehmen haben weniger als 250 Beschäftigte, und viele befinden sich in Familienbesitz. Insgesamt sind im EU-Maschinenbau über 3 Millionen Menschen beschäftigt. Mit einem Anteil von 43 % an der Gesamtbeschäftigung liegt Deutschland im EU-Ländervergleich mit Abstand an der Spitze. Danach folgen Italien mit 15 % und Frankreich mit 7 %. Der Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal kommt im Maschinen- und Anlagenbau als arbeitsintensiver Industrie eine wichtige Rolle zu. Knappheiten sind seit Jahren eher Regel als Ausnahme. 2. Geschäftsverlauf und Lage Die Winkel GmbH konnte 2023 einen positiven Geschäftsverlauf verzeichnen. Trotzdem haben die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen und Unsicherheiten den Geschäftsverlauf mitgeprägt. Sowohl Herausforderungen auf der Beschaffungsseite als auch der Fachkräftemangel spielten nach wie vor eine bedeutende Rolle. Die Nachfrage nach den Produkten der Winkel GmbH war immer hoch. a) Ertragslage Die Winkel GmbH hatte umsatzseitig in 2023 einen Zuwachs von 23 % zu verzeichnen und lag damit deutlich über den Erwartungen angesichts der angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage und von Unsicherheiten geprägten geopolitischen Situation. Insgesamt beläuft sich der vereinnahmte Umsatz auf nunmehr EUR 72,7 Mio. Aufgrund des Abschlusses einiger großen Projekte verringerte sich der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen um EUR 2,6 Mio., was zu einer gegenüber dem Vorjahr um 15,6 % auf EUR 70,1 Mio. gestiegenen Gesamtleistung führte. Nicht zuletzt führte dieser Bestandsabbau auch zu einer signifikanten Verbesserung der Rohertragsquote, da die Wertschöpfung dieser Aufträge weitgehend im Vorjahr erfolgt war. Der Anteil der Personalkosten an der Gesamtleistung ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen, wobei diese Veränderung vorrangig aus einem Einmaleffekt im Bereich der Aufwendungen für die Altersversorgung resultierte. Aufwendungen für Löhne und Gehälter stiegen hingegen nur um moderate 2,3 %. Deutlich weniger musste für Instandhaltungsarbeiten und Werkzeuge ausgegeben werden (- 410 TEUR), ebenso verringerten sich die Abschreibungen um 153 TEUR. Das Betriebsergebnis konnte gegenüber 2022 mit EUR 19,8 Mio. nicht nur absolut, sondern auch anteilig zur Gesamtleistung auf 28,3 % gesteigert werden (Vj. 24,6 %), was als Resultat der stetigen Bemühungen, die Effizienz der betrieblichen Abläufe zu steigen, gewertet werden kann. Die deutliche Steigerung des Jahresüberschusses auf EUR 18,3 Mio. ist auch dem neutralen Ergebnis geschuldet. b) Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verringert. Sie ging von EUR 111,9 Mio. am 31. Dezember 2022 auf EUR 95,9 Mio. am 31. Dezember 2023 zurück. Der Bestand an Vorräten wurde gegenüber dem Vorjahr um 21,8 % abgebaut, was einem Rückgang von 3.856 TEUR auf 13.857 TEUR entspricht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen insgesamt 3.779 TEUR und verharren damit auf Vorjahresniveau. Gleichzeitig sind auf der Passivseite die erhaltenen Anzahlungen von EUR 15,5 Mio. auf 8,6 Mio. zurückgegangen. Die Eigenmittel erreichten zum Jahresende einen Absolutwert von EUR 79,8 Mio., wobei EUR 22,1 Mio. auf Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern entfallen. Die Eigenkapitalquote vermindert sich von vormals 79,9 % auf 60,1 % in 2023. Der Verschuldungsgrad als Quotient von fremden Mitteln und Eigenmitteln beträgt gerade einmal 20,2 %. Bankdarlehen werden weiterhin nicht in Anspruch genommen. Das Kreditorenmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsziele zu begleichen bzw. Skontoabzüge zu nutzen, wo dies möglich und vorteilhaft ist. Auf Debitorenseite wird darauf abgezielt, die Forderungen möglichst innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Durchschnittlich werden diese nach 19 Tagen beglichen (Days Sales Outstanding). c) Finanzielle Leistungsindikatoren Die interne Unternehmenssteuerung umfasst verschiedene Maßnahmen und Prozesse, die der Überwachung, Analyse und Verbesserung der Unternehmensleistung und -effizienz dienen. Dazu gehören die Festlegung von Planauftragseingängen und -erlösen für die Bereiche "Systeme" und "Komponenten" mit Zielwerten sowie die Festlegung der Liefertreue in Tagen. Das entsprechende Controlling überwacht kontinuierlich die Performance anhand der definierten Ziele und Kennzahlen. Geplanter Auftragseingang Im Jahr 2023 konnten die Auftragseingänge in den Bereichen Systeme und Komponenten gleichbleibend hochgehalten werden. Dabei wurden die Planungserwartungen leicht übertroffen. Per Ende Oktober 2024 liegen die voraussichtlichen Auftragseingänge für das Jahr 2024 etwa 4 % unter den Vorjahreswerten. Aufgrund der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine wurden die Planzahlen 2023 und 2024 nicht erhöht. Damit liegen die Auftragseingänge leicht unter Plan. Im Jahr 2025 werden die geplanten Auftragseingänge für Komponenten und Systeme um ca. 3 % nach oben angepasst. Die Liefertreue wird an der Überschreitung des vereinbarten Liefertermins gemessen. Die erwartete maximale Überschreitung des Liefertermins beträgt bis zu 5 Tage. Im Jahr 2023 liegt die Überschreitung aufgrund von Lieferengpässen bei der Rohstoffbeschaffung bei bis zu 5 Tagen. d) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren von wesentlicher Bedeutung liegen aktuell nicht vor. e) Gesamtaussage Die Winkel GmbH konnte unabhängig vom Branchentrend und trotz teils schwieriger Rahmenbedingungen seine erfolgreiche Geschäftstätigkeit weiter fortsetzen. Die Produktion war das ganze Jahr ausgelastet. Die Stärke der Winkel GmbH beruht weiterhin auf ihrer technologischen Vielseitigkeit, auf ihrer zuverlässigen und schnellen Reaktion auf den Bedarf der Kunden sowie der Motivation und Flexibilität ihrer Mitarbeiter. III. Prognosebericht Der Geschäftsverlauf 2024 kann jetzt schon als gut bezeichnet werden. Die Nachfrage nach unseren Produkten liegt bislang nur leicht unter dem Niveau von 2023. Für das Jahr 2025 besteht die Hoffnung, dass sich die politische Situation nach dem Zerbrechen der Ampelkoalition schnell stabilisiert und neue Impulse in der Wirtschaftspolitik gesetzt werden. Die Verminderung der Unsicherheiten ist die Basis für eine zunehmende Investitionstätigkeit über alle Branchen hinweg. Es bleiben die Befürchtungen eines weiteren konjunkturellen Abschwungs, zunehmender Handelshemmnisse und Probleme bei der Verfügbarkeit von Fachkräften. Nichtsdestotrotz geht die Winkel GmbH mit positivem Blick in die Zukunft, da der Automatisierungswille unserer Kunden weiterhin ungebrochen ist. IV. Risiko- und Chancenbericht 1. Risikobericht Der Geschäftsverlauf im Jahr 2025 wird voraussichtlich von einer Vielzahl externer Faktoren beeinflusst, die sowohl Risiken als auch Chancen für unser Unternehmen darstellen. Die Nachfrage nach den Produkten der Firma Winkel bleibt stabil, jedoch ist die Winkel GmbH mit anhaltenden Unsicherheiten konfrontiert, die sich aus der globalen wirtschaftlichen Lage ergeben. Die geopolitischen Spannungen, insbesondere der Krieg in der Ukraine, sowie die wirtschaftlichen Herausforderungen in China könnten weiterhin negative Auswirkungen auf die Beschaffungs- und Absatzmärkte haben. Insbesondere die Volatilität der Energiekosten stellt ein erhebliches Risiko dar. Höhere Energiekosten könnten dazu führen, dass unsere Kunden alternative Lieferanten in Ländern mit günstigeren Bedingungen in Betracht ziehen, was zu einem Verlust von Marktanteilen führen könnte. Nach den US-Wahlen besteht die Befürchtung potenzieller Handelskonflikte. Handelseinschränkungen in Form von Zöllen könnten die deutsche Exportwirtschaft schwer treffen, da die Versteuerung der Exportgüter das Außengeschäft weiter trüben würde. Ebenso besteht die Gefahr einer anhaltenden Investitionsschwäche. Gründe für die geringe Investitionstätigkeit dürften sowohl dem nach wie vor hohen Zinsniveau sowohl der hohen wirtschaftspolitischen Unsicherheit geschuldet sein. Zusätzlich bleibt die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal eine Herausforderung. Die steigenden Personalkosten und der Fachkräftemangel könnten die Produktionskapazitäten der Winkel GmbH beeinträchtigen und somit die Wettbewerbsfähigkeit gefährden. Die Unsicherheiten im Zusammenhang mit den globalen Lieferketten sind nach wie vor präsent. Störungen in diesen Ketten können sowohl unsere Produktionsabläufe als auch die termingerechte Lieferung an unsere Kunden negativ beeinflussen. Trotz dieser Herausforderungen gibt es auch Chancen: Der anhaltende Trend zur Automatisierung bietet Potenzial für Wachstum in den durch Winkel GmbH bedienten Marktsegmenten. Die Innovationskraft und Anpassungsfähigkeit werden entscheidend sein, um auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren und neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen. In Anbetracht des beschriebenen wirtschaftlichen Umfelds wird erwartet, dass der Weltmarkt für WINKEL Systeme und Komponenten im Jahr 2024 weiterhin stabil bleibt, jedoch mit einer leichten Abnahme des Wachstums im Vergleich zum Vorjahr. Die Winkel GmbH wird proaktive Maßnahmen ergreifen, um potenzielle Risiken zu minimieren und gleichzeitig die sich bietenden Chancen optimal zu nutzen. 2. Chancenbericht Im Maschinen- und Anlagenbau sehen wir unsere Chancen durch mehrere entscheidende Faktoren gestärkt:
lllingen, 12. November 2024 Winkel GmbH Geschäftsführung August Winkel Christian Winkel Alexander Weisser Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Winkel GmbH, Illingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Winkel GmbH, Illingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Winkel GmbH, Illingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unter-nehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 12. November 2024 KMS
GmbH
Josef Gad El Karim, Wirtschaftsprüfer Veronika Berninger, Wirtschaftsprüferin Gesellschafterbeschluss über die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023Am 12. November 2024 hat die Gesellschafterversammlung den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 festgestellt. |
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