Stammdaten

Register
Amtsgericht Kleve HRB 7349
Vorher
AH - Trading GmbH
Eingetragen
11.5.2004
Branche
Großhandel mit Sportartikeln und -zubehörKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenEinzelhandel mit Waren verschiedener Art, Hauptrichtung Nicht-Nahrungsmittel
Gegenstand
Der An- und Verkauf von Waren aller Art, ferner alle damit zusammenhängenden und den Gesellschaftszweck fördernden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
André Kraska
seit 4.12.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Berlin
31.250 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AH - Trading GmbH

Xanten

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die AH-Trading GmbH wurde am 23. Dezember 2003 von Aron und Birgit Holtermann gegründet und hat ihren Sitz in Xanten am Niederrhein. Das Unternehmen betreibt heute einen der führenden Onlineshops für Garten- und Outdoorinventar in Deutschland unter dem Namen Gartenmoebel.de. Zusätzlich zum Hauptshop ergänzt der Onlineshop Loungedreams.com das Portfolio des Unternehmens. Neben den eigenen Marken OUTFLEXX®, Villana®, Ploß® und OUTTECH® bietet das Unternehmen auch eine Vielzahl von Topsellern bekannter Qualitätsmarken in seinem Sortiment an.

Die AH-Trading GmbH hat sich als Spezialist im Online-Handel etabliert und bietet ihr breites Sortiment über firmeneigene Onlineshops sowie andere Online-Portale an. Diese strategische Ausrichtung ermöglicht es Kunden, jederzeit und unkompliziert auf das Produktangebot zuzugreifen. Dabei richtet sich das Angebot nicht nur an Privatpersonen, sondern auch an Geschäftskunden wie Gastronomiebetriebe, Wellness-Einrichtungen und Hotels, die als Endabnehmer auftreten. Diese vielseitige Zielgruppe profitiert von der hochwertigen Produktpalette und dem einfachen Bestellprozess der AH-Trading GmbH, was zu einer langfristigen Kundenbindung und Zufriedenheit führt.

Im Geschäftsjahr 2021 wurde die Mehrheit an der AH-Trading GmbH durch die Inredhemma Sverige AB aus Schweden, Teil der BHG Group AB (publ), übernommen. Die BHG Group ist führend im E-Commerce für Verbraucher in den nordischen Ländern und zählt zu den größten reinen Online-Anbietern für Heimwerken und Wohnausstattung in Europa. Am 29. September 2023 verkaufte die Inredhemma Sverige AB aus Schweden ihre Anteile zurück an die Gründer der AH-Trading GmbH, die damit zum Transaktionszeitpunkt wieder zu 100 % Eigentümer des Unternehmens wurden. Infolgedessen wird die AH-Trading GmbH nicht länger in den konsolidierten Abschluss der BHG Group AB integriert, einer der Geschäftsführer ist ausgetreten und das Unternehmen ist nicht mehr Teil des Cash-Pools der BHG Group AB. Alle Verbindlichkeiten wurden beglichen, und die Zugehörigkeit beendet. Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 sind die AH Holding GmbH, die eine Beteiligung von 95,10 % hält, und Herr Artur Mücke, der eine Beteiligung von 4,90 % besitzt, die alleinigen Gesellschafter der AH-Trading GmbH.

2. Forschung und Entwicklung

Die AH-Trading GmbH entwirft gelegentlich eigene Designs für Outdoor-Inventar, wie beispielsweise Gartenmöbel, Hochbeete oder Outdoorkamine. Diese Designs werden anschließend als Geschmacksmuster beim Deutschen Patent- und Markenamt bzw. der EUIPO registriert. Oftmals werden neue Produkte jedoch auch in Zusammenarbeit mit Herstellern entwickelt. Dabei orientiert sich das Unternehmen an Kundenanforderungen, Trends und allgemeinen Entwicklungen auf dem Markt.

3. Zweigniederlassung

Die AH-Trading GmbH hat keine Zweigniederlassungen. Es besteht ein Logistikstandort in Rheinberg.

B. Wirtschaftsbericht

4. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 gestaltete sich für die deutsche Wirtschaft und insbesondere für den E-Commerce im Möbelsektor als herausfordernd. Trotz einer leichten Erholung in einigen Wirtschaftsbereichen lagen die Gesamtumstände weit unter den optimistischen Erwartungen, die zu Beginn des Jahres gestellt wurden. Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) stieg die globale Wirtschaftsleistung (BIP global) im Gesamtjahr 2023 um ca. 3,1 %. Die Prognose für das globale Wachstum beträgt für das Jahr 2024 3,1 % und für 2025 3,2 %. Diese Prognose für 2024 liegt um 0,2 Prozentpunkte höher als im Weltwirtschaftsausblick (WEO) vom Oktober 2023, da die USA und mehrere große Schwellen- und Entwicklungsländer widerstandsfähiger sind, als erwartet und China fiskalische Unterstützung erhält. Dennoch liegt die Prognose für 2024-25 unter dem historischen Durchschnitt von 3,8 % unter anderen aufgrund der erhöhten Leitzinsen der Zentralbanken zur Inflationsbekämpfung.

Die Inflation geht laut IWF in den meisten Regionen schneller zurück als erwartet, da die Probleme auf der Angebotsseite und die restriktive Geldpolitik überwunden sind. Es wird erwartet, dass die globale Gesamtinflation im Jahr 2024 auf 5,8 % und im Jahr 2025 auf 4,4 % fallen wird, wobei die Prognose für 2025 nach unten korrigiert wurde.

Eine schnellere Disinflation könnte jedoch zu einer weiteren Lockerung der finanziellen Bedingungen führen. Eine gemäßigte Finanzpolitik könnte zu einem vorübergehend höheren Wachstum führen, allerdings mit dem Risiko einer kostspieligeren Anpassung zu einem späteren Zeitpunkt. Auf der anderen Seite könnten neue Rohstoffpreisspitzen aufgrund geopolitischer Schocks, einschließlich anhaltender Angriffe im Roten Meer, und Versorgungsunterbrechungen oder eine hartnäckigere zugrunde liegende Inflation die straffen monetären Bedingungen verlängern.

Was die Entwicklung der bilateralen Wechselkurse gegenüber einigen wichtigen Währungen be trifft, so wertete der Euro gegenüber dem US-Dollar sowie auch gegenüber dem chinesischen Ren minbi ab. Im Jahresschnitt pendelte sich der US-Dollar je Euro bei einem Durchschnittskurs von 1,08 US-Dollar je Euro und der chinesische Renminbi bei einem Durchschnittskurs von 7,76 Ren minbi ein.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die E-Commerce-Branche, insbesondere der Online-Möbelhandel, verzeichnete eine deutliche Veränderung der Wachstumstrends, die während der Pandemie zu beobachten waren. Diese Entwicklung lässt sich unter anderem durch einen Rückgang der Nachfrage nach Gartenmöbeln erklären, wie aus den Google Trends-Daten für das Jahr 2023 hervorgeht. Zusätzlich verzeichnete der Handelsverband Deutschland (HDE) einen Umsatzrückgang von 0,4 % im Online-Handel im Vergleich zum Vorjahr, prognostiziert jedoch für das Jahr 2024 ein Wachstum von 3 %.

Die sinkende Nachfrage nach Gartenmöbeln lässt sich auf verschiedene Faktoren zurückführen, darunter die Auswirkungen des Ukraine-Konflikts, der zu geopolitischen Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheit geführt hat, sowie der Nahost-Konflikt zwischen Israel und Palästina. Diese anhaltenden Konflikte und Unsicherheiten haben das Vertrauen der Verbraucher beeinträchtigt und möglicherweise zu einer vorsichtigen Ausgabementalität geführt. Zusätzlich könnten ungünstige Wetterbedingungen wie anhaltender Regen oder ungewöhnlich kühles Wetter dazu geführt haben, dass Verbraucher weniger Zeit im Freien verbracht haben, was wiederum die Nachfrage nach Gartenmöbeln verringert hat. Die gestiegenen Energiekosten haben zu finanziellen Belastungen für Verbraucher geführt und möglicherweise zu einer Zurückhaltung bei nicht unbedingt notwendigen Ausgaben. Ebenso haben hohe Kreditkosten die Nachfrage gedämpft. Um der Inflation entgegenzuwirken, haben die großen Zentralbanken im Jahr 2023 die Leitzinsen auf ein restriktives Niveau angehoben. Dies führte zu höheren Hypothekenkosten, einer geringeren Verfügbarkeit von Krediten und schwächeren Investitionen im Wohnungsbau. Ein weiterer bedeutender Faktor ist die hohe Inflation, die das verfügbare Einkommen der Verbraucher beeinträchtigt hat. Diese Zurückhaltung im Konsumverhalten hat sich negativ auf die Nachfrage ausgewirkt. Insgesamt haben diese kombinierten Faktoren dazu geführt, dass die Nachfrage nach Gartenmöbeln im betreffenden Zeitraum gesunken ist.

Die Aktivitäten der Huthi-Rebellen im Jemen und ihre Auswirkungen auf die regionale Stabilität im Nahen Osten, insbesondere ihre Angriffe auf Schiffe im Roten Meer, haben möglicherweise Auswirkungen auf die Lieferketten. Die Entscheidung, den Suezkanal als wichtige Handelsroute für große Reedereien zu meiden, könnte zu längeren Lieferzeiten führen und damit die Verfügbarkeit von Gartenmöbeln beeinträchtigen. Trotz dieser Herausforderungen hat das Unternehmen dank einer durchdachten Einkaufspolitik, langjähriger Geschäftsbeziehungen und einer kontinuierlichen Optimierung der Lieferkette eine überdurchschnittlich gute Lieferfähigkeit im Vergleich zur Branche aufrechterhalten können.

Im dritten Quartal 2023 zeigte sich eine leichte Zunahme des Welthandels, wobei im Oktober ein Anstieg gegenüber dem Vormonat um 0,4 % verzeichnet wurde. Der RWI/ISL-Containerumschlag-Index deutete auch für November mit einem leichten saisonbereinigten Anstieg von 123,7 auf 124,5 Punkte auf eine zurückhaltende Expansion hin. Gleichzeitig fiel jedoch der Nordrange-Index für europäische Häfen von 103,7 auf 101,0 Punkte recht deutlich. Die aktuellen Schiffsbewegungsdaten des Kiel Trade Indicators (KTI) deuten für Dezember insgesamt auf eine rückläufige Welthandelsaktivität hin. Dies wird teilweise auf Angriffe auf Frachter im Roten Meer zurückgeführt, die zu einer Umleitung von Schiffen um Afrika geführt haben, was zu einem Rückgang der Containertransporte durch das Rote Meer und längeren Transportzeiten geführt hat. Besonders die Unsicherheit bezüglich der Energiekosten und einer Inflation von +5,9 % führten zu einem deutlichen Rückgang der Ausgaben für Produkte, die nicht zum täglichen Bedarf gehören.

Aufgrund der Herausforderungen musste die AH-Trading GmbH im Jahr 2023 einen Umsatzrückgang von 18,44 % verzeichnen. Dennoch zeigt sich das Unternehmen weiterhin robust und widerstandsfähig, da es trotz dieser Widrigkeiten seine Marktpräsenz behaupten und seine Kundenbasis stabilisieren konnte.

5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA).

Der Umsatz mit T€ 39.483 (Vorjahr T€ 48.408) entwickelte sich in 2023 rückläufig und liegt 18,44 % unter den Jahreswerten von 2022.

Es wurde ein EBITDA in Höhe von T€ -3.757 (Vorjahr T€ -8.760) erzielt, dies entspricht einer EBITDA-Marge von -9,51 % (Vorjahr -18,10 %).

6. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die AH-Trading GmbH legt ihren Schwerpunkt auf den Vertrieb von Lagerbeständen. Neben Bestsellern von Drittanbietern bietet das Unternehmen auch vier eigene Marken an: OUTFLEXX, Villana, Ploß und OUTTECH. Diese Eigenmarken trugen mit fast 52% zum Umsatz bei und halfen, die durch weltwirtschaftliche Herausforderungen entstandenen zusätzlichen Kosten für Warenbeschaffung und Online-Marketing größtenteils durch eine solide Handelsmarge auszugleichen. Zudem bieten die Eigenmarken Flexibilität bei der Preisgestaltung und ermöglichen es dem Unternehmen, sich der direkten Vergleichbarkeit über Preisvergleichsportale zu entziehen.

Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Produkten für den Heim & Garten-Bereich war im Jahr 2023 aufgrund der oben genannten Gegebenheiten rückläufig, aktuell ist aber ein positiver Trend bei Google Trends zu beobachten. Durch eine strategische Diversifizierung und das gezielte Erschließen von Nischenmärkten haben wir eine ausgewogene Produktpalette entwickelt, die ein kontinuierliches Wachstum unseres Unternehmens ermöglicht. Um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, haben wir neue Produkte eingeführt und erfolgreich am Markt positioniert.

Trotz der Herausforderungen, die das Jahr 2023 mit sich brachte, gibt es für die AH-Trading GmbH Grund zum Optimismus. Das Unternehmen hat proaktiv Schritte unternommen, um sich effizienter und widerstandsfähiger zu positionieren. Durch die Einführung neuer Online-Marketing-Konzepte und die Integration von externer Expertise in die firmeneigenen Logistikprozesse hat die AH-Trading GmbH einen Schritt in Richtung digitaler Innovation gemacht. Diese Maßnahmen versprechen eine gezieltere Kundenansprache und schnellere Auftragsabwicklung, was langfristig zu Umsatzsteigerungen führt.

Im Geschäftsjahr 2024 sieht sich die AH-Trading GmbH mit signifikanten Herausforderungen konfrontiert, resultierend aus Fehleinschätzungen des E-Commerce-Marktes für Garten- und Freizeitmöbel in den Vorjahren 2022 und 2023. Entgegen den hohen prognostizierten Wachstumsraten musste das Unternehmen einen negativen Trend verzeichnen, was zu einer drastischen Überschreitung der Lagerkapazitäten führte. Besonders problematisch erwies sich die Anmietung nicht zweckmäßiger Lagerflächen, darunter ungeeignete Lagerhallen, was zu signifikanten Qualitätsminderungen der Waren durch Staubbelastung und Feuchtigkeit führte. Diese unzureichenden Lagerbedingungen sowie weitere logistische Fehlentscheidungen verursachten eine außerplanmäßige Abschreibung des Lagerbestands. Zusätzlich belasteten negative Kundenerfahrungen, verstärkt durch Qualitätsmängel, die Online-Reputation des Unternehmens erheblich.

Die Prognosen für das Geschäftsjahr 2023, die von einer schrittweisen, wenn auch noch nicht umfassenden wirtschaftlichen Erholung ausgingen und einen leichten Umsatzrückgang im oberen einstelligen Prozentbereich erwarteten, haben sich nicht bestätigt. Der Umsatz sank von T€ 48.408 in 2022 auf T€ 39.483 in 2023, was einen ausgeprägteren Rückgang darstellt als ursprünglich angenommen. Zudem ging man von einem moderat positiven EBITDA aus, für 2023 verzeichnete das EBITDA mit T€ -3.757 ein negatives Ergebnis.

Die Geschäftsführung sieht sich nun vor der Herausforderung, sowohl die operativen als auch die strategischen Fehler der vergangenen Jahre zu korrigieren. Die Neubewertung der Lagerbestände, Anpassungen in der Lagerlogistik und eine Reevaluation der Marktstrategien stehen nun im Fokus, um die Stabilität des Unternehmens wiederherzustellen und das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen.

Der Warenbestand ist vollständig bezahlt, was die AH-Trading GmbH in eine äußerst günstige Position versetzt. Dies ist besonders bemerkenswert im Vergleich zu vielen Mitbewerbern der Branche, die weiterhin mit erheblichen Verbindlichkeiten und hohen Finanzierungskosten zu kämpfen haben.

Mit 68 Mitarbeitern per 31.12.2023 waren in unserem Unternehmen 10,67 % weniger Mitarbeiter als zum vergleichbaren Vorjahreszeitpunkt beschäftigt.

7. Ertragslage im Geschäftsjahr 2023

Die folgende Analyse bietet einen Überblick über die Ertragslage der AH-Trading GmbH im Geschäftsjahr 2023. Dabei werden wichtige Kennzahlen wie Umsatzentwicklung, Eigenmarkenanteil, Jahresergebnis, Personalkosten, betriebliche Aufwendungen, Abschreibungsquote und Ergebnisse vor Zinsen und Steuern detailliert betrachtet. Diese Informationen geben Aufschluss über die finanzielle Performance des Unternehmens und seine Herausforderungen im Berichtsjahr.

Der Umsatz mit T€ 39.483 entwickelte sich im Jahr 2023 rückläufig. Die Minderung des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr betrug 18,44 %. Die Minderung resultiert aus verringerten Absatzmengen.

Der nicht um Retouren bereinigte Umsatzanteil der Eigenmarken betrug 52,22 % (Vorjahr 49,92 %) und hat mit der einhergehenden Flexibilität in der Preisgestaltung einen positiven Einfluss auf die Ertragslage des Unternehmens.

Die Materialaufwandsquote beläuft sich auf 55,12 % (Vorjahr 66,56 %). Um Risiken, in den Vorräten, durch längere Lagerdauer und fehlerhafte Einlagerungen zu berücksichtigen, wurden zusätzlich zum im Vorjahr verwendeten Days in Stock Modell T€ 3.840 (Vorjahr T€°6.359) die Lagerbestände mittels einer außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von T€ 8.290 (Vorjahr T€ 0) abgewertet.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Personalkosten um 21,60 % auf T€ 4.175 (Vorjahr T€ 5.325) gesunken. Die Personalaufwandsquote als Verhältnis Personalaufwand zu den Umsatzerlösen ist von 11,00 % im Jahr 2022 auf 10,57 % im Jahr 2023 gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken bedingt durch die verringerten Kosten der Warenabgabe im Vorjahresvergleich um T€ 2.340 auf T€ 17.368.

Die Abschreibungsquote als Verhältnis Abschreibungen zu Umsatzerlösen erhöhte sich von 1,17 % im Jahr 2022 zu 22,41 % im Jahr 2023 und spiegeln die erhöhten Investitionen im Verhältnis zu den gesunkenen Umsatzerlösen sowie die außerplanmäßige Abschreibung wider.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) beläuft sich auf T€ -3.757 und verbesserte sich damit um T€ 5.003 gegenüber dem Vorjahreswert.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verringerte sich von T€ -9.326 im Jahr 2022 auf T€ -16.965 im Jahr 2023. Die EBIT-Marge als Verhältnis EBIT zu den Umsatzerlösen verringerte sich entsprechend von -19,27 % (2022) auf -42,97 % (2023).

Nach Berücksichtigung der sonstigen Steuern ergibt sich ein Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ -19.472 (Jahresfehlbetrag 2022 T€ -6.492).

8. Vermögenslage zum 31. Dezember 2023

Die Bilanzsumme von AH-Trading GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf T€ 17.608. Sie ist gegenüber dem Vorjahr 2022 (T€ 34.372) um 48,77 % gesunken.

Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil vom Anlagevermögen an der Bilanzsumme von 18,13 % gekennzeichnet (Vorjahr 6,91 %). Wesentliche Investitionen nahm die Gesellschaft im Bereich von Domain- und Markenrecht vor.

Die Immateriellen Vermögensgegenstände erhöhten sich um T€ 203 auf T€ 1.613 (Vorjahr T€ 1.410). Das Umlaufvermögen verringerte sich um T€ 15.828 auf T€ 14.265.

Die flüssigen Mittel umfassen 35,12 % der Bilanzsumme (Vorjahr 2,1 %).

41,16 % der Bilanzsumme entfallen auf Vorräte (Vorjahr 77,92%). Das Vorratsvermögen betrug zum 31.12.2023 T€ 7.248 (Vorjahr T€ 26.784). Hauptgrund für die Minderung sind die Abverkäufe des Warenbestandes im Jahr 2023 sowie die durchgeführte Abwertung der Vorräte. Die erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und fehlerhaften Einlagerungen ergeben, wurden dabei durch angemessene Wertabschläge im Sinne des Vorsichtsprinzip berücksichtigt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene Unternehmen verringern sich um T€ 436 auf T€ 163. Dies ist auf eine verbesserte Lieferfähigkeit sowie eine beschleunigte Zahlung der offenen Rechnungen durch die Kunden zurückzuführen.

Das Unternehmen wird auch künftig seine finanziellen Verpflichtungen erfüllen können.

9. Finanzlage zum 31. Dezember 2023

Das Unternehmen bezieht einen KMU-Unternehmenskredit in Höhe von T€ 1.350 als externe Finanzierungsquelle und finanziert sich hauptsächlich durch Eigenkapital. Die außergewöhnlich hohe Eigenkapitalquote beträgt 74,23 % (Vorjahr 0,52 %). Sie stärkt die finanzielle Stabilität und Flexibilität der GmbH und bietet einen soliden Puffer für zukünftige Herausforderungen. Die Verbesserung der Eigenkapitalquote ist unter anderem auf die im September 2023 getätigte Kapitaleinlage in Höhe von T€ 32.365 zurückzuführen. Mit Ausnahme eines KMU-Kredits in Höhe von T€ 1.350 bestehen keine weiteren Finanzierungsverbindlichkeiten.

C. Risiken- und Chancenbericht

Das Unternehmen hat verschiedene Maßnahmen eingeführt, um sicherzustellen, dass Risiken effektiv erkannt, analysiert und kommuniziert werden. Ein zentrales Element dieser Maßnahmen ist das Kontroll- und Risikomanagementsystem, das gemäß branchenüblichen Standards und gesetzlichen Vorgaben aufgebaut wurde. Dieses System ermöglicht es, potenzielle Risiken zu identifizieren und über alle Unternehmensbereiche hinweg zu überwachen und zu bewerten.

Ein wichtiger Bestandteil des Risikomanagementsystems ist das Berichtswesen, das auf einer detaillierten Unternehmensplanung und regelmäßigen IST-Analysen basiert. Durch diese Analysen werden die aktuellen Geschäftsentwicklungen sowie potenzielle Risiken und Chancen aufgezeigt. Diese Informationen werden in verschiedenen regelmäßigen Meetings verschiedener Unternehmensbereiche diskutiert. In diesen Treffen werden nicht nur Risiken und Chancen erörtert, sondern auch konkrete Maßnahmen besprochen und deren Umsetzung durch die jeweiligen Bereiche überwacht. Das Unternehmen legt großen Wert darauf, dass das Risikomanagementsystem kontinuierlich weiterentwickelt wird, um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden. Dazu werden regelmäßig Rückmeldungen aus dem operativen Geschäft sowie externe Entwicklungen berücksichtigt. Diese kontinuierliche Weiterentwicklung gewährleistet, dass das Unternehmen flexibel auf neue Risiken und Herausforderungen reagieren kann und seine Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichert

Zur Minimierung von Ausfallrisiken setzt die AH-Trading GmbH in allen Webshops Zahlarten per Vorauskasse oder durch Factoring abgesicherte Zahlarten ein.

10. Risikobericht

Die derzeit hohe Inflation in Verbindung mit sinkenden Realeinkommen hat Auswirkungen auf die Risikosituation unseres Unternehmens. Insbesondere der Rückgang der Nachfrage beeinträchtigt unser Absatzvolumen negativ, da Kunden möglicherweise weniger geneigt sind, hochpreisige Produkte zu kaufen. Die steigenden Kosten für Rohstoffe, Transport und Energie stellen zusätzliche Herausforderungen dar, da sie unsere Betriebskosten erhöhen und unsere Gewinnmargen beeinträchtigen können. Insbesondere die volatile Situation auf den Rohstoffmärkten und die Schwierigkeiten im internationalen Handel könnten langfristig zu finanziellen Belastungen führen. Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine sowie der Nahost-Konflikt zwischen Israel und Palästina sind bedeutende Quellen der Unsicherheit für die Weltwirtschaft, da er potenziell globale Handelsströme und geopolitische Dynamiken beeinflussen kann. Diese anhaltenden Konflikte könnten zu weiteren Instabilitäten führen und unsere Geschäftsaktivitäten beeinträchtigen.

Aktuell sehen wir keine unmittelbaren Risiken für den Fortbestand unseres Unternehmens. Jedoch möchten wir auf die gestiegene Unsicherheit hinsichtlich der Prognose und Risikoabschätzung hinweisen, die sich aus dem anhaltenden Konflikt zwischen Russland und der Ukraine sowie der hohen Inflation in Verbindung mit sinkenden Realeinkommen ergibt. Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine hat das Potenzial, die weltweite Wirtschaft zu beeinträchtigen und die Finanzmärkte zu destabilisieren. Gleichzeitig könnten die anhaltend hohe Inflation und sinkende Realeinkommen das Konsumverhalten der Verbraucher beeinflussen und sich negativ auf unsere Umsätze auswirken. Wir bleiben wachsam und sind bereit, bei Bedarf Anpassungen vorzunehmen, um die Stabilität unseres Unternehmens zu sichern. Unsere finanzielle Gesundheit und operative Flexibilität ermöglichen es uns, auf mögliche Risiken proaktiv zu reagieren und langfristig erfolgreich zu bleiben.

Markt- und Wettbewerbsrisiken

Die Marktbedingungen bergen das Risiko, dass sich die gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung schlechter entwickelt als erwartet. Kunden treffen ihre Kaufentscheidungen stark beeinflusst von der wirtschaftlichen Gesamtlage. In Zeiten hoher wirtschaftlicher Unsicherheit, bedingt durch die steigende Inflation, sinkende Realeinkommen und geopolitische Konflikte wie den Krieg zwischen Russland und der Ukraine, tendieren Kunden dazu, Investitionen zurückzustellen. Dies könnte zu einem Rückgang der Nachfrage führen, was sich negativ auf Umsätze und Gewinne auswirken kann. Die Notwendigkeit von Preissenkungen und zusätzlichen Ausgaben für Onlinemarketing könnte den Ertrag mindern. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es jedoch schwierig, dieses Risiko genau abzuschätzen, da die konjunkturelle und politische Lage sehr volatil ist. Wir beobachten die Entwicklungen daher aufmerksam.

Beschaffungsrisiken

Im Geschäftsjahr 2023 waren wir erneut mit Herausforderungen in Bezug auf fragile Lieferketten und steigende Rohstoffpreise unserer Lieferanten konfrontiert. Die Entwicklung der Einkaufspreise sowie Störungen in der Supply Chain stellen weiterhin potenzielle Risiken dar. Insbesondere die fragilen Lieferketten und Lieferverzögerungen könnten sich nachteilig auf unseren Umsatz und unsere Liquidität auswirken. Die Aktivitäten der Huthi-Rebellen im Jemen und ihre Auswirkungen auf die regionale Stabilität im Nahen Osten, insbesondere ihre Angriffe auf Schiffe im Roten Meer, haben möglicherweise Auswirkungen auf die Lieferketten. Die Entscheidung, den Suezkanal als wichtige Handelsroute für große Reedereien zu meiden, könnte zu längeren Lieferzeiten führen und damit die Verfügbarkeit von Gartenmöbeln beeinträchtigen. Um diese Risiken zu mindern, haben wir Maßnahmen ergriffen, wie die Diversifizierung unserer Lieferanten und die Erhöhung unserer Lagerkapazitäten. Unser Ziel ist es, etwaige Kostenerhöhungen grundsätzlich an unsere Kunden weiterzugeben. Allerdings kann dies möglicherweise nicht vollständig umgesetzt werden, wenn gleichzeitig ein angemessener Warenabfluss gewährleistet sein muss.

Fremdwährungsrisiken

Die AH-Trading GmbH, ein weltweit agierendes Unternehmen, führt Geschäfte in verschiedenen Währungen durch. Aufgrund dieses Geschäftsmodells ist das Unternehmen Fremdwährungsrisiken ausgesetzt, insbesondere hinsichtlich der Wechselkursentwicklung zwischen dem US-Dollar und dem Euro. Die damit verbundenen Chancen und Risiken lassen sich aufgrund der jüngsten gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen äußerst schwer quantifizieren.

Liquiditätsrisiken

Die AH-Trading GmbH legt großen Wert auf die kontinuierliche Überwachung ihrer finanziellen Liquidität, um sicherzustellen, dass sie jederzeit zahlungsfähig ist. Zu diesem Zweck hat das Unternehmen ein umfassendes Berichts- und Prognosesystem implementiert, das es ermöglicht, die finanzielle Situation genau zu analysieren und zukünftige Liquiditätsbedürfnisse präzise zu prognostizieren. Dieses System ermöglicht es der Geschäftsführung, frühzeitig potenzielle Liquiditätsengpässe zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit zu ergreifen. Ein wichtiger Aspekt der Risikominimierung im Bereich der Liquidität besteht darin, Ausfallrisiken zu reduzieren und die Planbarkeit von Zahlungseingängen zu verbessern. Zu diesem Zweck setzt die AH-Trading GmbH in allen ihren Webshops verschiedene Zahlungsmethoden ein, die eine sichere Abwicklung der Transaktionen gewährleisten. Dazu gehören Zahlungsoptionen wie Vorauskasse, bei der die Zahlung bereits im Voraus geleistet wird, sowie Zahlungsarten, die durch Factoring abgesichert sind. Durch die gezielte Nutzung dieser Zahlungsmethoden kann die AH-Trading GmbH nicht nur das Risiko von Zahlungsausfällen minimieren, sondern auch eine stabile und vorhersehbare Liquiditätsposition aufrechterhalten, was für eine nachhaltige Geschäftstätigkeit entscheidend ist.

Personelle Risiken

Die AH-Trading GmbH betrachtet qualifizierte Fach- und Führungskräfte als essenziell für die Erreichung ihrer strategischen Ziele. Insbesondere im Bereich E-Commerce besteht ein hoher Bedarf an Fachkräften mit spezifischen Fähigkeiten und Kenntnissen, was eine kontinuierliche Investition in unternehmensinterne Qualifizierungsmaßnahmen erfordert. Die Rekrutierung und Bindung von talentierten Mitarbeitern sind entscheidend für den langfristigen Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Die Abwanderung von qualifizierten und engagierten Mitarbeitern stellt jedoch ein grundlegendes Risiko dar, dem sich alle Unternehmen gegenübersehen. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, fördert die AH-Trading GmbH ein offenes Arbeitsklima, in dem die Mitarbeiter ermutigt werden, ihre Ideen und Bedenken offen zu äußern. Regelmäßige und strukturierte Mitarbeitergespräche sowie Feedbackgespräche werden als Instrumente zur Mitarbeiterbindung und -entwicklung eingesetzt. Zusätzlich werden flexible Arbeitsmodelle wie die Möglichkeit zum Homeoffice angeboten, um die Work-Life-Balance der Mitarbeiter zu verbessern und ihre Zufriedenheit zu steigern. Trotz der Herausforderungen im Personalmanagement und des ständigen Wettbewerbs um Talente sieht die Geschäftsführung der AH-Trading GmbH derzeit keine existenzbedrohenden Risiken für das Unternehmen. Durch eine strategische Personalführung und gezielte Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung ist das Unternehmen gut aufgestellt, um seine langfristigen Ziele zu erreichen.

Lagerhaltungsrisiken

Es besteht das Risiko, dass die AH-Trading GmbH erneut mit Herausforderungen im Bereich der Lagerhaltung konfrontiert wird, insbesondere wenn die Lagerkapazitäten nicht angemessen verwaltet und optimiert werden. Für das Jahr 2024 hat die AH-Trading GmbH bereits wesentliche Schritte unternommen, um die Herausforderungen in der Lagerhaltung, die in der Vergangenheit zu erheblichen Schwierigkeiten führten, anzugehen. Konkret wurden diejenigen Lagerflächen, deren Mängel - wie Staubbelastung und Feuchtigkeit - zu signifikanten Qualitätsminderungen der gelagerten Waren geführt hatten, abgemietet. Diese proaktiven Maßnahmen zur Verbesserung der Lagerbedingungen sind ein wichtiger Schritt, um die Qualität der Waren zu gewährleisten. Die Herausforderungen des vergangenen Jahrs haben zwar zu wichtigen Anpassungen geführt, doch die Komplexität der Lagerhaltung kann immer noch zu Schwierigkeiten führen, insbesondere wenn unvorhergesehene Veränderungen eintreten. Zur weiteren Sicherung der Warenqualität strukturiert die AH-Trading GmbH den aktuell bestehenden Qualitätsmanagementprozess um. Dies soll eine kontinuierliche Überwachung des Warenbestandes sowie auch der Qualität der versendeten Waren sicherstellen. Parallel dazu erfolgt eine Umstrukturierung der Lagerabläufe, um die Effizienz und Präzision der Lagerhaltung zu verbessern.

11. Chancenbericht

Die mittel- und langfristigen Aussichten für die AH-Trading GmbH werden von der Geschäftsführung optimistisch eingeschätzt. Im letzten Quartal des Jahres 2023 hat das Unternehmen Fortschritte in verschiedenen Bereichen erzielt, die sich positiv auf die Geschäftsentwicklung im Jahr 2024 auswirken:

Eine gesteigerte Marketing-Effizienz wurde durch die erfolgreiche Integration neuer Online-Marketing-Strategien erzielt, die es ermöglichen, den Prozess der Kundenansprache zu optimieren und eine größere Reichweite zu erzielen. Durch eine verbesserte Zielgruppenansprache konnte die Wirksamkeit der Marketingaktivitäten deutlich gesteigert werden. Die Einführung einer optimierten Pricing-Strategie wird zu einer besseren Wettbewerbsfähigkeit und einer Steigerung der Margen führen. Zur Reduzierung von Retouren und zur Verbesserung der Kundenerfahrung wurden gezielte Maßnahmen ergriffen. Durch eine Kombination aus verbesserten Produktinformationen, kundenorientierten Rückgabeprozessen und einer Optimierung der Online-Reputation wurde das Kundenerlebnis spürbar verbessert und die Kundenzufriedenheit gesteigert. Durch eine langfristige Planung und regelmäßige Kosten-Audits kann das Unternehmen seine Kostenstruktur optimieren und Einsparungen realisieren. Dies ermöglicht es, Ressourcen effizienter einzusetzen und die Rentabilität zu steigern. Der Verkauf von Retouren und B-Ware über ein stationäres Outlet hat es der AH-Trading GmbH ermöglicht, zusätzlichen Wert aus Rücksendungen und B-Ware zu generieren, dies soll im Jahr 2024 weiter ausgebaut werden. Dies trägt nicht nur zur Umsatzsteigerung bei, sondern reduziert auch den Bestand an unverkauften Waren. Die Optimierung der Logistikprozesse führt zu einer schnelleren und effizienteren Abwicklung von Aufträgen. Durch die Verbesserung der Lagerhaltung, Routenplanung und Lieferabwicklung konnte das Unternehmen seine Lieferzeiten verkürzen und die Kundenzufriedenheit weiter steigern. Durch gezielte Verbesserungen im Kundendienst wurde die Servicequalität erhöht und die Kundenzufriedenheit gesteigert. Durch Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen wurden die Mitarbeiter befähigt, auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen und schnelle Lösungen anzubieten.

Insgesamt haben diese Maßnahmen dazu beigetragen, die Wettbewerbsfähigkeit und Leistungsfähigkeit der AH-Trading GmbH zu stärken und das Unternehmen auf eine erfolgreiche Zukunft vorzubereiten.

D. Prognosebericht

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose für das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2024 auf 3,1 % festgelegt, was einem ähnlichen Verhältnis wie im Vorjahr entspricht. Diese Prognose basiert auf der Annahme einer kontinuierlichen Erholung der Weltwirtschaft von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und der Krise der Lebenshaltungskosten. Die bisherige Erholung hat sich als bemerkenswert widerstandsfähig erwiesen, da die Inflation schneller als erwartet von ihrem Höchststand im Jahr 2022 zurückgeht. Diese Rückkehr zur Normalität wird durch positive Trends auf der Angebotsseite und die Anpassung der Geldpolitik der Zentralbanken unterstützt, die zur Stabilisierung der Inflationserwartungen beigetragen haben.

Dennoch bestehen weiterhin Herausforderungen, da die hohen Zinssätze zur Bekämpfung der Inflation und die Rücknahme der fiskalischen Unterstützung aufgrund der anhaltenden Verschuldung das Wachstum im Jahr 2024 beeinträchtigen könnten. Darüber hinaus könnten neue geopolitische Risiken oder weitere negative Auswirkungen des Ukraine-Konflikts die wirtschaftliche Entwicklung beeinflussen und zu Abweichungen von den prognostizierten Werten führen.

In der Eurozone wird für das Jahr 2024 ein moderates Wirtschaftswachstum von +0,9 % erwartet. Allerdings wird der private Konsum durch die anhaltend hohe Teuerungsrate gedämpft, während die Industrieproduktion durch die zunehmende Energiekrise zusätzlich belastet wird.

Durch den erhöhten Vorratsbestand können wir auch im Jahr 2024 die erforderliche Kontinuität der Lieferfähigkeit sicherstellen, selbst in Zeiten fragiler Lieferketten. Dadurch machen wir uns weitgehend unabhängig von den wechselnden Verhältnissen an den Beschaffungsmärkten. Diese Maßnahme erwies sich als besonders wichtig, da Angriffe auf Frachter im Roten Meer dazu führten, dass Schiffe um Afrika umgeleitet wurden, was zu einem Rückgang der Containertransporte durch das Rote Meer und zu längeren Transportzeiten führte.

Eine wichtige Strategie des Unternehmens ist die Reduzierung der Kostenstruktur durch die Senkung von IT-, Rechts- und Mietkosten. Diese Kostensenkungen sind entscheidend, um die finanzielle Belastung im Jahr 2024 zu verringern und die Profitabilität zu steigern. Darüber hinaus wurden Maßnahmen zur Optimierung des Personals und der Lagerfläche ergriffen, um das Unternehmen schlanker und agiler zu machen. Eine kleinere, aber effizientere Belegschaft und eine optimierte Lagerhaltung führen zu signifikanten Kosteneinsparungen.

Eine flexible und marktorientierte Preisgestaltung wurde ebenfalls implementiert, um auf Marktveränderungen schneller reagieren zu können und die Profitmargen zu maximieren. Dies ist besonders wichtig in einem sich schnell ändernden Wirtschaftsklima.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die AH-Trading GmbH durch diese Maßnahmen nicht nur bestehende Herausforderungen meistert, sondern sich auch für zukünftige Chancen positioniert. Die Kombination aus Kostenmanagement, effizienter Logistik, strategischem Marketing und einer durchdachten Preispolitik legt den Grundstein für nachhaltiges Wachstum und Erfolg in den kommenden Jahren.

Für die AH-Trading GmbH wird für das Geschäftsjahr 2024 eine positive Entwicklung erwartet. Das Unternehmen strebt an, zusätzliche Marktanteile zu gewinnen und ein Umsatzwachstum zu erzielen. Zudem ist man optimistisch, dass der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr leicht ansteigen wird, was wiederum eine moderate Umsatzsteigerung im niedrigen zweistelligen Bereich zur Folge haben sollte. Darüber hinaus wird ein positives Ergebnis beim EBITDA prognostiziert, was durch eine solide Leistung und eine erfolgreiche Anpassung an, die sich verändernden Marktbedingungen erreicht werden soll.

Die Geschäftsführung der AH-Trading GmbH möchte ihren aufrichtigen Dank an die Mitarbeiter des Unternehmens richten, die auch in diesen herausfordernden Zeiten durch ihre Flexibilität und ihr verantwortungsvolles Handeln maßgeblich zum Betrieb beigetragen haben. Ihre Hingabe und ihr Engagement haben dazu beigetragen, die Geschäftsabläufe aufrechtzuerhalten und Herausforderungen zu meistern. Ohne ihr unermüdliches Engagement wäre es nicht möglich gewesen, den Betrieb so effizient und reibungslos wie möglich aufrechtzuerhalten.

Ein besonderer Dank gilt auch unseren geschätzten Kunden, die uns auch in schwierigen Liefersituationen ihr Vertrauen entgegengebracht haben. Ihr Verständnis und ihre Geduld waren von unschätzbarem Wert und haben es uns ermöglicht, gemeinsam Lösungen zu finden und einen erstklassigen Service zu bieten. Wir schätzen Ihre Treue und sind dankbar für die anhaltende Unterstützung, die Sie unserem Unternehmen entgegenbringen.

Ebenso möchten wir unseren Partnern und Lieferanten für ihre hervorragende Zusammenarbeit und Unterstützung danken. Durch Ihre Unterstützung konnten wir sicherstellen, dass unsere Lieferketten funktionieren und unsere Kunden termingerecht beliefert werden konnten. Ihre Professionalität und Ihr Engagement sind von entscheidender Bedeutung für das Unternehmen, und wir schätzen die partnerschaftliche Zusammenarbeit sehr.

 

Xanten, den 22.04.2024

Artur Mücke

Christopher Ahlers

André Kraska

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.192.068,22 2.373.858,26
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.612.558,26 1.409.701,26
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.612.558,26 1.409.701,26
II. Sachanlagen 779.543,00 935.657,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 779.543,00 935.657,00
III. Finanzanlagen 799.966,96 28.500,00
1. Beteiligungen 799.966,96 28.500,00
B. Umlaufvermögen 14.264.996,10 30.092.545,79
I. Vorräte 7.247.676,75 26.784.003,99
1. fertige Erzeugnisse und Waren 7.144.222,64 26.368.234,83
2. geleistete Anzahlungen 103.454,11 415.769,16
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 833.166,32 2.587.782,25
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 162.669,67 264.441,85
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr -231.758,55
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 333.983,15
3. sonstige Vermögensgegenstände 670.496,65 1.989.357,25
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 4.819,20 9.819,20
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.184.153,03 720.759,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 151.065,03 141.660,72
D. Aktive latente Steuern 0,00 1.763.955,69
Aktiva 17.608.129,35 34.372.020,46

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 13.070.161,24 177.146,91
I. Gezeichnetes Kapital 31.250,00 31.250,00
II. Kapitalrücklage 34.359.197,90 1.993.750,00
III. Verlustvortrag 1.847.853,09 -4.644.536,49
IV. Jahresfehlbetrag 19.472.433,57 6.492.389,58
B. Rückstellungen 473.368,99 1.308.679,64
1. Steuerrückstellungen 4.660,60 1.002.087,00
2. sonstige Rückstellungen 468.708,39 306.592,64
C. Verbindlichkeiten 4.064.599,12 32.886.193,91
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.350.000,00 1.890.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 540.000,00 540.000,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 810.000,00 1.350.000,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 332.810,84 377.170,83
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 332.810,84 377.170,83
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 987.589,67 1.764.785,16
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 987.589,67 1.764.785,16
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.328.995,40 28.717.143,31
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.328.995,40 28.717.143,31
5. sonstige Verbindlichkeiten 65.203,21 137.094,61
davon aus Steuern 62.289,86 137.094,61
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 2.913,35 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 879.748,51 909.076,35
Passiva 17.608.129,35 34.372.020,46

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 39.482.808,12 48.407.982,95
2. sonstige betriebliche Erträge 66.698,75 85.873,81
davon Erträge aus der Währungsumrechnung -0,05 3,04
3. Materialaufwand 21.762.975,92 32.221.028,77
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 21.762.975,92 32.221.028,77
4. Personalaufwand 4.174.708,10 5.324.549,37
a) Löhne und Gehälter 3.531.312,38 4.475.183,62
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 643.395,72 849.365,75
davon für Altersversorgung 6.517,68 8.041,61
5. Abschreibungen 8.850.045,36 566.758,94
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 559.850,57 566.758,94
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 8.290.194,79
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 17.368.436,80 19.707.949,52
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.685,91 1.072,70
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.410,96 4.617,55
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 4.357.944,05
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 4.357.944,05
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 747.507,78 298.082,34
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.762.523,39 -3.127.715,05
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 1.763.955,69
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 1.763.955,69
11. Ergebnis nach Steuern -19.472.223,57 -6.492.179,58
12. sonstige Steuern 210,00 210,00
13. Jahresfehlbetrag 19.472.433,57 6.492.389,58

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die AH - Trading GmbH hat ihren Sitz in Xanten und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Kleve (HRB 7349).

Die AH - Trading GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB Abs. 3 HGB. Der Abschluss wurde nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten, Davon-Vermerke sowie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

Es sind unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Es wurde beschlossen, das Wahlrecht zur Bilanzierung von aktiven latenten Steuern abweichend vom Vorjahr auszuüben. Ab dem aktuellen Berichtszeitraum wurden keine aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge mehr angesetzt.

Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, über eine Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Der Teil der immaterielle Vermögensgegenstände der auf nicht abnutzbares Anlagevermögen entfällt bzw. dessen Nutzungsdauer nicht zeitlich bestimmbar ist, wird nicht abgeschrieben.

Sachanlagen sind mit den historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger, linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Für planmäßige Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt: Andere Anlagen 3 bis 33 Jahre sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 19 Jahre.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2a EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 250 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als € 250 und bis zu € 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei dauernder Wertminderung, mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Abschreibungen des Geschäftsjahres werden im (Brutto-)Anlagenspiegel (Bestandteil des Anhangs - siehe Anlage 1) dargestellt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und fehlerhaften Einlagerungen ergeben sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Verwendete Wertabschläge wurden mittels des im Vorjahr verwendeten Days in Stock Modell berechnet. Darüber hinaus wurde gemäß § 253 Absatz 4 des Handelsgesetzbuchs eine außerordentliche Abschreibung auf den Lagerbestand durchgeführt.

Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden zum Nennwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Bewertung der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Zum Bilanzstichtag werden auf fremde Währung lautende kurzfristige Forderungen und Vermögensgegenstände sowie kurzfristige Verbindlichkeiten grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im (Brutto-)Anlagenspiegel (Bestandteil des Anhangs - siehe Anlage 1) dargestellt.

Die Finanzanlagen haben einen Wert von T€ 800 (Vorjahr T€ 29). Der Buchwert der Beteiligung in Höhe von T€ 5.129 wurde um T€ 4.358 abgeschrieben.

Vorräte

Die Vorräte haben einen Wert von T€ 7.248 (Vorjahr T€ 26.784). Die Reduzierung der Vorräte resultiert neben den generierten Verkäufen aus einer vorgenommenen Wertberichtigung des Warenbestandes in Höhe von T€ 12.130 (Vorjahr T€ 6.359).

Davon wurden T€ 3.840 (Vorjahr T€ 6.359) gemäß den im Vorjahr verwendeten Days in Stock Modell berechnet. Die Berechnung basiert auf der Dauer des Abverkaufes des Lagerbestandes auf Basis der rollierenden Verkaufszahlen des Unternehmens und nicht auf einen prozentuellen Alterswertabschlag des Lagerbestandes. Der Grund für die außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von T€ 8.290 (Vorjahr T€ 0) lag in der Notwendigkeit, Qualitätsmängel aufgrund einer längeren Lagerdauer und fehlerhafter Einlagerungen in den Vorräten zu berücksichtigen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der Betrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt T€ 163 (Vorjahr T€ 264).

Die Forderung gegenüber Gesellschaftern beträgt T€ 0 (Vorjahr T€ 58).

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Zahlungsdienstleister Paypal T€ 590 (Vorjahr T€ 1.965 gegenüber dem Finanzamt).

Es bestehen keine Forderungen mit einer Restlaufzeit größer ein Jahr.

Aktive Latente Steuern

Die im Vorjahr gebildeten aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 1.764 auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge wurden im Geschäftsjahr 2023 vollständig aufgelöst. Durch den schädlichen Beteiligungserwerb gemäß § 8c KStG sind die Verlustvorträge der Vorjahre untergegangen. Das Wahlrecht zur Bildung aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge für das laufende Geschäftsjahr wird von der Gesellschaft nicht mehr in Anspruch genommen.

Eigenkapital

Im Geschäftsjahr wurden Kapitaleinlagen in Höhe von T€ 32.365 (Vorjahr T€ 0) durch den ehemaligen Gesellschafter der Inredhemma Sverige AB sowie der AH-Holding GmbH entsprechend ihren Beteiligungsquoten geleistet.

Nach Feststellung des Jahresabschlusses 2022 wurde der Jahresfehlbetrag 2022 in Höhe von T€ 6.492 in den Verlustvortrag vorgetragen.

Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen bestehen für ausstehenden Rechnungen (T€ 220, Vorjahr T€ 179), Verpflichtungen aus Retouren (T€ 90, Vorjahr T€ 58) sowie Urlaubsrückstellungen (T€ 83, Vorjahr T€ 36).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe betragen T€ 810 (Vorjahr T€ 1.350). Alle anderen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr betragen T€ 0 (Vorjahr T€ 28).

Bei den Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus der Übernahme des Lagerbestandes sowie des Anlagevermögens des verbundenen Unternehmens (T€ 1.329, Vorjahr T€ 28.717). Im Rahmen des Austritts des Mehrheitsgesellschafters der Inredhemma Sverige AB wurde das Cash-Pool-Konto gekündigt. Die aus dem Vorjahr stammende Verbindlichkeit aus dem laufenden Finanzverrechnungsverkehr wurde vollständig ausgeglichen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse der AH-Trading GmbH entfallen geografisch auf T€ 39.386 (Vorjahr T€ 48.298) innerhalb der EU sowie außerhalb der EU auf T€ 97 (Vorjahr T€ 110). Die Umsatzerlöse gliedern sich auf einen Eigenmarkenanteil von 52 %, einen Fremdmarkenanteil von 46 % und einen Dropshipping-Anteil von 2 %.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 2, Vorjahr T€ 15) sowie Erträge aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung auf Forderungen (T€ 9, Vorjahr T€ 7). Es gibt keine Erträge aus Währungsumrechnungen sowie der Veräußerung von Anlagevermögen.

Im Materialaufwand ist die vorgenommene Wertberichtigung des Warenbestandes in Höhe von T€ 3.840 (Vorjahr T€ 6.359) enthalten.

Die sonstigen betriebliche Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Kosten für Werbung (T€ 6.050, Vorjahr T€ 8.310), Kosten der Warenabgabe (T€ 4.609, Vorjahr T€ 5.231) und Mietaufwendungen (T€ 2.009, Vorjahr T€ 1.704). Des Weiteren sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 2 (Vorjahr T€ 1) enthalten.

In den Abschreibungen ist die vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung des Warenbestandes in Höhe von T€ 8.290 (Vorjahr T€ 0) enthalten.

Es wurden Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von T€ 4.358 (Vorjahr T€ 0) vorgenommen. Da die Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 keinen aktiven Geschäftsbetrieb mehr hat, wurde die Bewertung der Beteilung auf Basis einer eingehenden Analyse der bestehenden Vermögenswerte und der Verpflichtungen durchgeführt. Zum 1. Januar 2024 hat die Liquidation der Gesellschaft begonnen.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von T€ 19.472, auf neue Rechnung vorzutragen.

IV. Sonstige Angaben

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt T€ 65. Es entfällt in voller Höhe auf die Prüfung des Jahresabschlusses.

Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt 2023 hatte die Gesellschaft insgesamt 67 (Vorjahr 117) Mitarbeiter. Hiervon waren 35 (Vorjahr 45) Mitarbeiter im kaufmännisch-administrativen und 32 (Vorjahr 72) Mitarbeiter im technisch-gewerblichen Bereich beschäftigt.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführer der AH-Trading GmbH sind:

Artur Mücke (Diplom-Informatiker (FH)), Xanten, * 31.01.1980, Chief Executive Officer (CEO), Geschäftsführer seit 10/2021

Christopher Ahlers (Geprüfter Betriebswirt), Bawinkel, * 01.02.1988, Chief Commercial Officer (CCO), Geschäftsführer seit 01/2023 André Kraska (Master of Science - Finance & Accounting), Xanten, * 24.04.1987, Chief Financial Officer (CFO), Geschäftsführer seit 12/2023 Die AH-Trading GmbH hat drei Geschäftsführer. Die Schutzklausel gemäß § 286 (4) HGB wurde in Anspruch genommen.

Nicht mehr Teil der Geschäftsführung sind:

Birgit Holtermann, Xanten, * 30.06.1981, Geschäftsführerin bis 02/2023

Jens Christian Eriksson, Limhamn / Schweden, * 15.06.1974, Geschäftsführer bis 09/2023

Marco Banocay, Bodenheim, * 15.04.1983, Geschäftsführer bis 11/2023

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 i.V. m. § 268 Abs. 7 HGB lagen zum Bilanzstichtag nicht vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum 31. Dezember 2023 in Form von Miet-, Leasing- und sonstigen Verpflichtungen in Höhe von T€ 5.775 (Vorjahr T€ 3.384).

Neben den vorstehenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine weiteren außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Die vorstehenden finanziellen Verpflichtungen betreffen hauptsächlich Mietverträge für Büroräume und Lagerhallen. Die Vorteile der Mietverträge im Vergleich zum Erwerb der Objekte stellen die größere Flexibilität, die geringere Kapitalbindung und der Wegfall des Verwertungsrisikos dar. Finanzielle Risiken können sich daraus ergeben, dass Objekte über die verbleibende Vertragslaufzeit nicht mehr vollständig genutzt werden können. In diesen Fällen werden entsprechende Rückstellungen für drohende Verluste gebildet.

Gesellschafter und Konzernverhältnisse

Zum 29. September 2023 hat bei der AH-Trading GmbH ein Gesellschafterwechsel stattgefunden. Dabei wurde die Inredhemma Sverige AB durch den bisherigen Teilanteilseigner, die AH-Holding GmbH, vollständig abgelöst. Aktuell befinden sich 95,10 % der Geschäftsanteile der AH-Trading GmbH im Besitz der AH-Holding GmbH und 4,90 % im Besitz von Herrn Artur Mücke. Infolgedessen wird die AH-Trading GmbH nicht länger in den konsolidierten Abschluss der BHG Group AB integriert

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Gemäß den Gesellschafterbeschlüssen vom 14. Februar 2024 und 20. März 2024 wurde die durch die AH Holding GmbH getätigte Einlage in Höhe von jeweils T€ 3.237 aus den Kapitalrücklagen zurückgeführt.

Der Vergleich im Rechtsstreit AH-Trading GmbH gegen die Forto GmbH / Forto Logistics GmbH & Co. KG wurde von den Parteien bis zum 12. Februar 2024 nicht widerrufen und ist rechtskräftig. Der Zahlungseingang der Forto GmbH / Forto Logistics GmbH & Co. KG in Höhe von T€ 2.375 erfolgte am 9. Februar 2024. Davon wurden vereinbarungsgemäß T€ 848 an die alte Gesellschafterin Inredhemma Sverige AB weitergeleitet.

 

Xanten, den 22.04.2024

gez.

Artur Mücke

Christopher Ahlers

Andre Kraska

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.06.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die AH-Trading GmbH, Xanten Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AH-Trading GmbH, Xanten, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AH-Trading GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Am Abschlussstichtag wurden zu hohe Abschreibungen in Höhe von TEUR 7.288 auf den niedrigeren beizulegenden Wert der Vorräte gemäß § 253 Abs. 4 HGB vorgenommen. Demzufolge sind insbesondere die Vorräte und das Eigenkapital jeweils um TEUR 7.288 zu niedrig ausgewiesen.

Dieser Sachverhalt beeinträchtigt auch die im Lagebericht erfolgte Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 22. April 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
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