Stammdaten

Register
Amtsgericht Moenchengladbach HRB 12601
Vorher
Pro Welt AG
Eingetragen
21.6.2004
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenEnergetische Verwertung von AbfällenWärme- und Kältehandel
Gegenstand
die Erbringung von abfallwirtschaftlichen Dienstleistungen. Hierzu gehört insbesondere die Entsorgung, Verwertung und Verwendung von Kühlgeräten, Kältegeräten und Haushaltsgeräten aller Art sowie der Handel mit den vorgenannten Gerätearten und die Durchführung sämtlicher logistischer Leistungen, wie der Transport von Abfällen und Gütern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tobias Vollmer
seit 26.1.2026
Prokura
Vorstandsmitglied
Rolf Derichs
seit 20.8.2015
Vorstandsmitglied

Gesellschafter
Beta

Keine Daten verfügbar

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

NOEX AG

Grevenbroich

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
Anhang EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 157,57 257,09
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 2.319,67
157,57 2.576,76
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.190,46 9.269,52
2. Technische Anlagen und Maschinen 154.911,88 234.039,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 801.622,80 1.112.361,09
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 56.216,19 26.790,00
1.019.941,33 1.382.460,13
4 1.020.098,90 1.385.036,89
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 57.209,39 49.790,87
2. Fertige Erzeugnisse 606.255,24 641.160,49
663.464,63 690.951,36
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.267.575,45 7.502.183,67
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.651.277,43 984.619,15
- davon aus Lieferungen und Leistungen: EUR 17.492,57 (Vorjahr: EUR 8.551,22)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 13.896,88 1.894,48
8.932.749,76 8.488.697,30
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 35.182,54 56.796,73
9.631.396,93 9.236.445,39
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 7.439,08 0,00
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 6 10.060,89 10.430,67
10.668.995,80 10.631.912,95

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
Anhang EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 105.000,00 105.000,00
II. Kapitalrücklage 700.000,00 700.000,00
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 10.500,00 10.500,00
2. Andere Gewinnrücklagen 28.220,00 28.220,00
38.720,00 38.720,00
IV. Gewinnvortrag 1.657.071,17 860.539,93
V. Jahresüberschuss 927.899,89 796.531,24
7 3.428.691,06 2.500.791,17
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.938,42 5.260,71
2. Steuerrückstellungen 95.478,03 212.103,29
3. Sonstige Rückstellungen 9 2.475.158,99 2.509.193,56
2.573.575,44 2.726.557,56
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.180.972,81 5.122.317,29
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 462.809,41 256.252,05
3. Sonstige Verbindlichkeiten 22.947,08 25.994,88
- davon aus Steuern: EUR 22.841,60 (Vorjahr: EUR 25.894,88)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 7,57 (Vorjahr: EUR 100,00)
10 4.666.729,30 5.404.564,22
10.668.995,80 10.631.912,95

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
Anhang EUR EUR
1. Umsatzerlöse 13 50.513.545,89 51.141.854,19
2. Verminderung (-) /Erhöhung (+) des Bestands an fertigen Erzeugnissen -34.905,25 50.686,42
3. Sonstige betriebliche Erträge 14 249.531,48 327.902,47
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -19.563.618,04 -23.815.265,11
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -24.507.858,72 -21.382.253,70
-44.071.476,76 -45.197.518,81
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.725.239,35 -2.602.855,37
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -531.909,05 -599.785,01
- davon für Altersversorgung: EUR 932,25 (Vorjahr: EUR 72.761,66)
-3.257.148,40 -3.202.640,38
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -505.741,08 -452.743,19
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 15 -1.611.501,30 -1.375.195,22
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 73.724,08 6.170,39
- davon aus Abzinsung: EUR 678,63 (Vorjahr: EUR 13,21)
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 73.012,41 (Vorjahr: EUR 5.884,76)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.244,00 -521,00
- davon aus Aufzinsung: EUR 1.244,00 (Vorjahr: EUR 521,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 16 -425.012,77 -498.820,72
- davon Aufwand (im Vorjahr Ertrag) aus latenten Steuern: EUR 369,78 (Vorjahr: EUR 1.053,67)
11. Ergebnis nach Steuern 929.771,89 799.174,15
12. Sonstige Steuern -1.872,00 -2.642,91
13. Jahresüberschuss 927.899,89 796.531,24

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

(1) Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die NOEX AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mönchengladbach unter der Nummer HR B 12601 eingetragen.

Der Sitz der Gesellschaft ist Grevenbroich.

Die NOEX AG ist über die NH Niederrhein Holding GmbH, Viersen, und die EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH, Viersen, ein verbundenes Unternehmen der SWK AG, Krefeld, und in deren Konzernabschluss einbezogen. Konzernabschluss und -lagebericht sind bei der SWK AG, St. Töniser Str. 124, 47804 Krefeld, einsehbar und werden im Unternehmensregister bekannt gemacht.

(2) Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der NOEX AG wurde unter Beachtung des Handelsgesetzbuches sowie der einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes und der Satzung aufgestellt. Es gelten nach § 12 Abs. 1 der Satzung die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Alle Beträge werden in EURO (EUR) angegeben.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

(3) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten erfasst und werden ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear über 3 Jahre abgeschrieben.

Der Geschäftswert wurde unter Beibehaltung der ursprünglichen Abschreibungsmethode aus den Vorjahren planmäßig über 15 Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauerschätzung basierte auf der Erwartung der Laufzeit wichtiger Absatzverträge. Der Geschäftswert ist zum Bilanzstichtag vollständig abgeschrieben.

Sachanlagen sind mit Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden bis 2007 - soweit steuerlich zulässig - degressiv vorgenommen. Seit dem Geschäftsjahr 2008 werden die Anlagenzugänge linear in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen abgeschrieben. Soweit erforderlich, sind außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschal im Jahr der Anschaffung und in den folgenden 4 Jahren zu je 1/5 abgeschrieben.

Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Technische Anlagen und Maschinen (TEUR 41) und auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 82) vorgenommen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Tageswert bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderten Verwertbarkeit ergeben, wird durch Wertabschläge Rechnung getragen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und enthaltene Gewinnmargen vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen die Mindestbestandteile nach § 366 Abs. 2 Satz 2 HGB.

Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt zu Nennwerten; alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

Die Flüssigen Mittel sind zu Nominalwerten ausgewiesen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus von Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden grundsätzlich unsaldiert ausgewiesen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden unter Berücksichtigung des 10-jährigen Durchschnittszinssatzes in Höhe von 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %) nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der "Projected Unit Credit Method" ermittelt. Es wurde ein Gehaltstrend von 2,00 % eingerechnet. Den Rückstellungen liegen die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck zugrunde.

Der Unterschiedsbetrag zu der Ermittlung der Pensionsrückstellungen auf Grundlage eines 10-jährigen und eines 7-jährigen Durchschnittszinssatzes unterliegt in Höhe von EUR 168 (Vorjahr: EUR 880) einer Ausschüttungssperre.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtung dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert (TEUR 69) mit den entsprechenden Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 72 saldiert. Die Zeitwerte der Rückdeckungsversicherungsansprüche entsprechen im Wesentlichen den Anschaffungskosten der Versicherung und sind durch eine Versicherungsbestätigung belegt. Die korrespondierenden Aufwendungen und Erträge werden abweichend von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB aus Vereinfachungsgründen unsaldiert ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Jubiläen sind entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz von 1,75 % bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren abgezinst worden.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe angesetzt, die sich nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung des notwendigen Erfüllungsbetrages ergeben und beinhalten auch eine Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostensteigerungen.

Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB i. V. m. § 253 Abs. 2 Sätze 4 und 5 HGB abgezinst. Dabei werden die von der Deutschen Bundesbank monatlich veröffentlichen durchschnittlichen Marktzinssätze verwendet, die den jeweiligen Restlaufzeiten der Rückstellungen zum Stichtag 31. Dezember 2023 entsprechen.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Bilanzerläuterungen

(4) Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Berichtsjahr ist im Anlagenspiegel (Seite 10 des Anhangs) dargestellt.

(5) Forderungen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 17 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, mit TEUR 28 sonstige Forderungen und mit TEUR 2.606 das Cash-Pool-Management mit der EGN.

(6) Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus abweichenden Wertansätzen sonstiger Rückstellungen in der Handels- und Steuerbilanz. Der angewendete und zum Zeitpunkt des Abbaus der Unterschiede erwartete Steuersatz beträgt 15,83 % für Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 15,75 % für Gewerbesteuer.

(7) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital (Nominalkapital) beträgt TEUR 105 und ist in 105 Stammaktien im Nennbetrag von je EUR 1.000,00 aufgeteilt. Bei den Aktien handelt es sich um Inhaberaktien.

Der Jahresüberschuss aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 796.531,24 wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

(8) Ausschüttungssperre

Der für Ausschüttungen gesperrte Teil des Eigenkapitals stellt sich wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Überhang der aktiven Latenten Steuer über der passiven latenten Steuer 10 10
Unterschiedsbetrag zu der Ermittlung der Pensionsrückstellung auf Grundlage eines 10-jährigen und eines 7-jährigen Durchschnittszinssatzes 0 2
= ausschüttungsgesperrter Betrag nach § 268 Abs. 8 HGB bzw. nach § 253 Abs. 6 HGB 10 12

(9) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Ausstehende Lieferantenrechnungen und Entsorgungsleistungen 2.171 2.213
Laufende Personalverpflichtungen 265 258
Jahresabschlusskosten 19 18
Übrige 20 20
2.475 2.509

(10) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzten sich zusammen aus TEUR 371 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 92 Verbindlichkeiten im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der EGN.

Die Verbindlichkeiten sind insgesamt nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

Ein Verbindlichkeitenspiegel ist auf Seite 11 des Anhangs dargestellt.

(11) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen:

31.12.2023
< 1 Jahr 2-5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Mieten und Pachten 711 164 0 875
Leasing Baumaschinen 71 113 0 183
Leasing PKW 15 14 0 30
Wasser/Gas Abschläge 21 0 0 21
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 2 2 0 4
820 293 0 1.113

Davon betreffen TEUR 568 sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

(12) Derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaft setzt verschiedene Finanzinstrumente ein, um beim Prozess der Leistungserbringung sowie der Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen die finanziellen Risiken der Gesellschaft zu vermeiden bzw. mindestens zu verringern. Hierzu gehören das Einfordern von Ausfall- bzw. Gewährleistungsbürgschaften gegenüber Lieferanten und Dienstleistern, Bonitätsprüfungen bei potenziellen Neukunden und die kontinuierliche Überwachung des Forderungsbestandes im Rahmen des Forderungsmanagements, um mögliche Ausfall- bzw. Liquiditätsrisiken zu minimieren.

Die NOEX AG ist über die EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH in die Absicherung eines Rohwarenswaps (Dieselpreisabsicherungen bis 2024) eingebunden. Das anteilige Nominalvolumen am Rohwarenswap für das Jahr 2024 beträgt TEUR 17.

Zum 31. Dezember 2023 betragen die auf die NOEX AG entfallenden Marktwerte TEUR +10 (Bewertungsmethode: Mark to Market). Die Rohstoffpreissicherungsgeschäfte wurden unter Anwendung der Einfrierungsmethode mit zukünftigen hochwahrscheinlichen Transaktionen zu einer Mikro-Bewertungseinheit zusammengefasst. Bei den zukünftigen Transaktionen handelt es sich um geplante Käufe für 2024 von 0,05 Mio. Liter LKW Dieselkraftstoff entsprechend der internen Tourenplanung. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheiten wird mit Hilfe einer Regressionsanalyse gemessen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(13) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen:

2023 2022
TEUR % TEUR %
Abfallbehandlung & Recycling 43.034 85,2 42.616 83,3
Wiederverwertung & Vermarktung 7.399 14,7 8.437 16,5
Sonstige Umsatzerlöse 163 0,3 146 0,3
Erlösschmälerungen -82 -0,2 -58 -0,1
50.514 100,00 51.141 100,00

Die Summe der Umsatzerlöse aus Wertstoffbehandlung und Recycling entspricht den Erlösen des Bereiches Elektro- und Elektronikgerätegesetz und den Erlösen des Bereiches Streckengeschäft. Die Summe der Umsatzerlöse aus Wiederverwertung und Vermarktung entspricht den Erlösen der Wertstoffverkäufe.

Die Umsatzerlöse wurden in Höhe von TEUR 47.635 (Vorjahr: TEUR 48.844) im Inland, in Höhe von TEUR 366 (Vorjahr: TEUR 422) im Gemeinschaftsgebiet der Europäischen Union und in Höhe von TEUR 2.513 (Vorjahr: TEUR 1.857) außerhalb des Gemeinschaftsgebietes der Europäischen Union erzielt.

(14) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten:

2023 2022
TEUR TEUR
Auflösung von Rückstellungen 190 266
Erträge aus der Herabsetzung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen 12 4
Übrige betriebliche Erträge 47 57
249 327

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Anteile in Höhe von TEUR 207. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 190) sowie um Erträge aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung auf Forderungen (TEUR 12).

(15) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten:

2023 2022
TEUR TEUR
Mieten, Pachten und Leasing 679 508
Dienstleistungen (Berater, WPs etc.) 373 363
Beiträge und Gebühren 399 324
Sonstige Personenbezogene Kosten 54 64
IT-Wartung und -Entwicklung 37 39
Vertriebsaufwand 20 14
Verluste aus Forderungsbewertung 9 11
Sonstige Verwaltungskosten 41 52
1.612 1.375

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Anteile in Höhe von TEUR 10. Sie betreffen im Wesentlichen Wertberichtigungen und Abschreibungen auf Forderungen.

(16) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag (TEUR 214) sowie Gewerbesteuer (TEUR 213) für das Berichtsjahr. Daneben sind hier Ertragsteuererstattungen in Höhe von TEUR 3 für Vorjahre enthalten.

(17) Mitarbeiter

Die Mitarbeiterzahl betrug im Jahresdurchschnitt 67 (Vorjahr: 71) und entfällt mit 50 (Vorjahr: 53) auf gewerbliche und mit 17 (Vorjahr: 18) auf angestellte Mitarbeiter.

(18) Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres im Hinblick auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage haben nicht stattgefunden.

(19) Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres in Höhe von EUR 927.899,89 auf neue Rechnung vorzutragen.

(20) Sonstige Angaben

Alleiniger Gesellschafter ist die NH Niederrhein Holding GmbH, Viersen.

Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 12,8 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Andere Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen sowie sonstige Leistungen wurden vom Abschlussprüfer nicht erbracht.

Dem Vorstand gehören an:

 

Reinhard Van Vlodrop, Diplom-Kaufmann, Mönchengladbach (Vorsitzender),

 

Rolf Derichs, Techniker, Haan.

Herr Reinhard Van Vlodrop erhält keine Bezüge von der Gesellschaft.

Für das Geschäftsjahr 2023 hat Herr Derichs eine Festvergütung von TEUR 146 sowie Sach- und sonstige Bezüge von TEUR 13,1 erhalten.

Für variable Bezüge wurde eine Tantieme-Rückstellung von TEUR 53,8 gebildet.

Vergütungskomponenten mit langfristigen Anreizwirkungen wurden nicht vereinbart. Im Jahr 2023 wurden den Pensionsrückstellungen für Herrn Derichs TEUR 6 zugeführt. Diese betragen am Bilanzstichtag TEUR 72.

Dem Aufsichtsrat gehören an:

 

Michael Depenbrock, Leiter Rechtsabteilung der SWK AG, Krefeld (Aufsichtsratsvorsitzender),

 

Thomas Fremmer, Leiter Betriebsstätte Vertrieb Kommunal EGN-Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH,

 

Pierre Vincent, Geschäftsführer EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH, Viersen (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender).

Der Aufsichtsrat erhielt im Berichtsjahr von der Gesellschaft keine Bezüge.

 

Grevenbroich, den 26. Februar 2024

Der Vorstand

Reinhard Van Vlodrop

Rolf Derichs

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geschäfts- oder Firmenwert 9.214,83 0,00 8.916,27 298,56
100.000,00 0,00 0,00 100.000,00
109.214,83 0,00 8.916,27 100.298,56
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.512,38 0,00 0,00 24.512,38
Technische Anlagen und Maschinen 3.389.796,64 0,00 45.668,32 3.344.128,32
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.205.533,63 111.376,90 234.001,41 3.082.909,12
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 26.790,00 29.426,19 0,00 56.216,19
6.646.632,65 140.803,09 279.669,73 6.507.766,01
6.755.847,48 140.803,09 288.586,00 6.608.064,57
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geschäfts- oder Firmenwert 8.957,74 99,52 8.916,27 140,99
97.680,33 2.319,67 0,00 100.000,00
106.638,07 2.419,19 8.916,27 100.140,99
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.242,86 2.079,06 0,00 17.321,92
Technische Anlagen und Maschinen 3.155.757,12 79.127,64 45.668,32 3.189.216,44
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.093.172,54 422.115,19 234.001,41 2.281.286,32
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
5.264.172,52 503.321,89 279.669,73 5.487.824,68
5.370.810,59 505.741,08 288.586,00 5.587.965,67
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geschäfts- oder Firmenwert 157,57 257,09
0,00 2.319,67
157,57 2.576,76
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.190,46 9.269,52
Technische Anlagen und Maschinen 154.911,88 234.039,52
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 801.622,80 1.112.361,09
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 56.216,19 26.790,00
1.019.941,33 1.382.460,13
1.020.098,90 1.385.036,89

Verbindlichkeitenspiegel der NOEX AG, Grevenbroich

Stichtag 31.12.2023

Gesamt RLZ bis 1 Jahr RLZ 1 - 5 Jahre RLZ > 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.180.972,81 4.180.972,81 0,00 0,00
(Vorjahr) (5.122.317,29) (5.122.317,29) (0,00) (0,00)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 462.809,41 462.809,41 0,00 0,00
(Vorjahr) (256.252,05) (256.252,05) (0,00) (0,00)
davon aus Lieferungen und Leistungen 370.855,28 370.855,28 0,00 0,00
(Vorjahr) (177.328,99) (177.328,99) (0,00) (0,00)
davon gegenüber Gesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 22.947,08 22.947,08 0,00 0,00
(Vorjahr) (25.994,88) (25.994,88) (0,00) (0,00)
Summe Verbindlichkeiten 4.666.729,30 4.666.729,30 0,00 0,00
(Vorjahr) (5.404.564,22) (5.404.564,22) (0,00) (0,00)

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die NOEX AG erbringt abfallwirtschaftliche Dienstleistungen im Bereich Elektro- und Elektronikaltgeräte. Hierzu gehören insbesondere die Entsorgung, Aufbereitung und Verwertung von Haushaltsgroßgeräten, Kühlgeräten, Geräten der Unterhaltungselektronik, Geräten aus dem IT-Bereich sowie von Haushaltskleingeräten aller Art.

Die NOEX AG hat seit 2003 konsequent im Sinne des ElektroG (Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten) ein bundesweites Komplettsystem zur Aufbereitung und Verwertung von Elektroaltgeräten aufgebaut, das in seiner Endstufe ein flächendeckendes Rücknahmesystem von Elektroaltgeräten im Bundesgebiet bereitstellt. Hierbei werden von der Zentraldisposition der NOEX AG in Grevenbroich die Transportaufträge mittels qualifizierter Subunternehmer koordiniert. Die erfassten Elektroaltgeräte werden sowohl in eigenen Recyclinganlagen behandelt als auch in ausgewählten Fremdanlagen aufbereitet.

Die NOEX AG bietet Herstellern und Importeuren von Elektrogeräten folgende Leistungen aus einer Hand:

Unterstützung bei der Registrierung bei der Stiftung ear ® (elektro-altgeräte register ® ),

Vermittlung von insolvenzsicheren Garantien gem. § 7 ElektroG,

Erstellung von Rücknahmekonzepten gem. § 7a ElektroG

eine Onlinedatenbank zum Monitoring über den Verbleib der Geräte,

Meldungen an die ear ® ,

ein bundesweites Netz zur Abwicklung der Aufträge aus dem ElektroG sowie

eine bundesweite Abwicklung von freiwilligen Rücknahmekonzepten

Die NOEX AG verfügt über ein Recyclingzentrum am Standort in Grevenbroich.

Einzige Aktionärin der NOEX AG ist die NH Niederrhein Holding GmbH mit Sitz in Viersen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gemäß dem Statistischen Bundesamt ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 0,3 Prozent geschrumpft. Der Rückgang des Bruttoinlandsproduktes ist auf die steigenden Zinsen und Energiepreise, die schwache globale Nachfrage und die hohe Inflation zurückzuführen. Laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung wird für das Jahr 2024 ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes i. H. v. 0,6 Prozent prognostiziert.

Der Markt für die Verwertung von Elektro- und Elektronikaltgeräten ist in Deutschland 2023 aufgrund eines anhaltend reduzierten Konsumverhaltens und Lieferengpässen bei den Herstellern weiterhin durch ein geringes Mengenaufkommen gekennzeichnet. Dies spiegelte sich im Geschäftsjahr 2023 auch in den zugewiesenen Herstellermengen der NOEX AG wider.

Unabhängig von regionalen Unterschieden schlugen sich die konjunkturelle Lage und der schwächere Konsum im Aufkommen der Kleingeräte und Fernseher deutlich stärker nieder als bei Groß- und Kühlgeräten, die ohnehin weniger Konsumtrends unterliegen und im Falle eines Defekts ausgetauscht werden.

Des Weiteren wurden die Anlagenbetreiber/Erstbehandlungsanlagen mit höheren Kosten für Energie, Logistik und Personal belastet. Die dadurch erforderlichen notwendigen Anpassungen bei den Herstellerkonditionen konnten aufgrund des Wettbewerbs um die knapper werdenden Mengen nur in begrenztem Rahmen umgesetzt werden.

Im Geschäftsjahr 2023 konnten weiterhin hohe Vermarktungserlöse, wie bereits im Vorjahr, für FE-Metalle (eisenhaltige Metalle) und NE-Metalle (nichteisenhaltige Metalle) erzielt werden. Wenngleich auch die Preise nicht mehr an die erste Jahreshälfte 2022 heranreichen. Die Vermarktungserlöse für Kunststoffe befinden sich in einem fallenden Markt.

Die NOEX AG ist regional und im nationalen Markt der Bundesrepublik Deutschland sowie zu einem geringen Umfang im internationalen Markt tätig. Deutschlandweit werden Aufträge über Subunternehmen abgewickelt. Der regionale Markt liegt in Nordrhein-Westfalen und wird durch die Regionalzentren Düsseldorf, Köln und das westliche Ruhrgebiet geprägt. Der branchenspezifische Wettbewerb wird durch die in der Region ansässigen Entsorgungsunternehmen bestimmt. Zur Behauptung der Marktposition dient der NOEX AG ihre gesellschaftsrechtliche Anbindung an die EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH. Der Kundenkreis der NOEX AG ist geprägt durch große, institutionelle Hersteller und Händler für Elektrogeräte im internationalen Markt.

2. Geschäftsverlauf

Im Jahr 2023 kann die NOEX AG auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Hürden wie ein reduziertes Kaufverhalten aufgrund der hohen Inflation und dadurch bedingt geringere Eingangsmengen an Elektroaltgeräten sowie gestiegene Produktionskosten im Bereich Energie, Entsorgung oder Transport konnten durch mehrere Maßnahmen abgefedert werden. Zum einen konnten Preisanpassungen für Behandlungs- und Transportdienstleistungen bei den Herstellern umgesetzt werden. Zum anderen trugen gute Vermarktungserlöse, die unter dem Vorjahresniveau, jedoch über den geplanten Erwartungen lagen, zu einer stabilen Ertragslage bei.

Im Geschäftsjahr 2023 fanden regelmäßige Vorstandsbesprechungen statt, in denen der Geschäftsverlauf, die strategische Ausrichtung sowie alle wesentlichen Maßnahmen erörtert und deren Umsetzung überwacht wurden. Hinzu kamen monatliche Projektsitzungen zur Planung und Errichtung der Kühlschrankaufbereitungsanlage.

3. Ertragslage

Die Umsatzerlöse der NOEX AG belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 50.514 gegenüber TEUR 51.142 im Geschäftsjahr 2022. Damit ist der Umsatz um TEUR 628 (= -1,2 %) gesunken.

Der Umsatzrückgang ist vorrangig auf die gesunkenen Vermarktungserlöse sowie die geringeren Eingangsmengen zurückzuführen. Der Rohertrag (Umsatzerlöse einschließlich Bestandsveränderung und sonstige betriebliche Erträge abzüglich Materialaufwand exklusive der IT-Wartungs- und Entwicklungskosten) erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 335 (= 5,3 %) auf TEUR 6.657. Mehrkosten zum Vorjahr konnten durch Preisanpassungen an die Hersteller, zur Deckung der gestiegenen Personal- und Betriebskosten, abgefedert werden. Unter anderem führten der Austausch der Treibmittelrückgewinnungsanlage durch ein Mietgerät sowie weitere altersbedingte Instandhaltungsmaßnahmen der Kühlgeräteaufbereitungsanlage zu gestiegenen Aufwendungen. Darüber hinaus sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 123 angefallen. Die Aufwendungen für eigenes Personal beliefen sich auf TEUR 3.257 (Vorjahr: TEUR 3.203).

Das Ergebnis vor Steuern liegt bei TEUR 1.355 und steigt damit im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 1.298) um TEUR 57.

Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 928 (Vorjahr: TEUR 797) und liegt somit TEUR 131 über dem Wert des Vorjahres.

4. Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen beträgt per 31.12.2023 TEUR 1.020. Das Verhältnis von Anlagevermögen zu Gesamtvermögen beträgt 9,5 %. Im Geschäftsjahr 2023 hat die NOEX AG Investitionen in Höhe von TEUR 141 getätigt. Das Abschreibungsvolumen betrug im Berichtsjahr TEUR 506.

Das Vorratsvermögen beträgt per 31.12.2023 TEUR 663 (Vorjahr: TEUR 691). Durch die Reduzierung des Lagerbestandes ist das Vorratsvermögen im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 % gesunken.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf TEUR 6.268, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf TEUR 4.181.

Das Eigenkapital liegt per 31.12.2023 bei TEUR 3.429, das Gesamtkapital bei TEUR 10.669. Hieraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 32,1 %.

Die liquiden Mittel entwickelten sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt:

Liquide Mittel zu Beginn des Geschäftsjahres 869 TEUR
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit +1.840 TEUR
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -68 TEUR
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 0 TEUR
Liquide Mittel am Ende des Geschäftsjahres +2.641 TEUR

Bei der Betrachtung der liquiden Mittel wurde der Bestand des Cash-Pool-Kontos in Höhe von TEUR 2.606 einbezogen (Vorjahr: TEUR 812).

Zwischen der NOEX AG und der EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH besteht eine Cash-Pool-Vereinbarung, so dass die Liquidität der Gesellschaft jederzeit gesichert ist.

5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung der NOEX AG werden monatliche Controlling-Berichte herangezogen. In diesen werden die Plan-/Ist-Abweichungen der Kennzahlen Außenumsatz, Materialaufwand, Rohertrag, betrieblicher Cash-Flow, EBIT und Nettoergebnis betrachtet. Zudem wird die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen aufgezeigt.

Die Umsatzerlöse lagen einschließlich Bestandsveränderungen im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der über Plan liegenden Vermarktungsumsätze und der Weitergabe von höheren Produktions- und Entsorgungskosten um 5 % über dem Planansatz.

Nach Abzug aller Aufwandspositionen liegt das Ergebnis vor Steuern bei TEUR 1.355 und damit um TEUR 955 über dem Planansatz.

6. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeitende

Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die NOEX AG durchschnittlich 67 Mitarbeiter. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich die Zahl der durchschnittlich Beschäftigten um 4 Mitarbeiter.

Aufgrund des anhaltenden Fachkräftemangels und des demografischen Wandels gewinnt die Qualifikation und Ausbildung der eigenen Mitarbeiter für die NOEX AG immer mehr an Bedeutung. Die Ausbildungsaktivitäten werden daher auf einem hohen Niveau gehalten. Auch wird ein besonderes Augenmerk auf die Weiterqualifizierung des Bestandpersonals gelegt. Des Weiteren werden verschiedenste Maßnahmen zur Steigerung der Mitarbeitermotivation umgesetzt, sei es die Beteiligung von Mitarbeitenden an unterschiedlichen Entscheidungsprozessen oder auch dessen Beteiligung an - z.T. auch bereichsübergreifenden - Projekten. Darüber hinaus bildet der Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz einen besonderen Schwerpunkt. Es werden alle Beschäftigten regelmäßig hinsichtlich der Gefahren am Arbeitsplatz sensibilisiert und es werden ihnen entsprechende Verhaltensregeln an die Hand gegeben. Ziel ist, die Anzahl der Arbeitsunfälle so gering wie möglich zu halten. Es wird jeder Arbeitsunfall analysiert und bewertet. Falls nötig, werden daraufhin ergänzende Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet.

Qualitätsmanagement und Umweltschutz

Das Qualitätsmanagementsystem des Unternehmens ist nach DIN EN ISO 9001, das Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001 zertifiziert. Anlagenbetrieb und Dienstleistungen des Unternehmens unterliegen vielfältigen umweltrelevanten Regelungen. Deren Einhaltung wird u. a. durch Schulungen des Personals und durch die Tätigkeit der Umweltbeauftragten gesichert. Vorgaben zu den Pflichtschulungen enthält das Qualitätsmanagementsystem des Unternehmens. Einen weiteren, wichtigen Bestandteil dieser Qualitäts- und Umweltpolitik bildet auch die Zertifizierung des Unternehmens nach dem CENELEC-/ WEEELABEX-Standard, der für alle von der NOEX AG am Standort in Grevenbroich recycelten Elektroaltgerätegruppen erreicht wurde. Zusätzlich hat die NOEX AG den Bereich der Logistik auf Grundlage der EN 50625 WEEELABEX zertifizieren lassen.

Forschung und Entwicklung

Unter Einsatz aktueller Technik und Technologien entwickelt das Unternehmen kontinuierlich neue Prozesse zur Optimierung seiner Verwertungsanlagen. Dadurch konnte auch im Geschäftsjahr 2023 die WEEELABEX-Zertifizierung in den jeweiligen Sammelgruppen erreicht werden, die auf die Euronorm 50625 verweist.

Um auf Veränderungen bei Elektrogeräten der neueren Generationen reagieren zu können, wurden im zurückliegenden Geschäftsjahr regelmäßig Analysen durchgeführt. Die Analysen dienen der Erfassung von Bestandteilen und Inhaltsstoffen der diversen Gerätegruppen zur Ermittlung der Zerlege- und Verwertungskosten zur späteren Preisfindung.

Im Geschäftsjahr 2021 wurde der Bau einer neuen Kühlgeräteaufbereitungsanlage durch den Aufsichtsrat beschlossen. Durch eine erneute Beschlussfassung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2023 wurde den veränderten Rahmenbedingungen zugestimmt. Mit der neuen Kühlgeräteaufbereitungsanlage reagiert die NOEX AG auf Veränderungen bei der Größe sowie der Zusammensetzung von Altkühlgeräten. Die Inbetriebnahme der Kühlgeräteaufbereitungsanlage ist für die zweite Jahreshälfte 2025 geplant.

Um den ökologischen und ökonomischen Anlagenbetrieb der bestehenden Kühlgeräteaufbereitungsanlage weiter zu gewährleisten, wurde die Treibmittelrückgewinnungsanlage durch eine Mietanlage ausgetauscht. Mit Inbetriebnahme der neuen Kühlgeräteaufbereitungsanlage wird die Altanlage stillgelegt.

Im Bereich der Verwertung von Elektrokleingeräten wurde ein Konzept zur Optimierung der Prozesse erstellt.

III. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die Gesellschaft ist in das Risikomanagementsystem der SWK AG eingebunden. Dieses Risikomanagementsystem besteht im Wesentlichen aus den folgenden Bausteinen: Mittelfristplanung mit fünfjährigem Planungshorizont, monatliches Berichtswesen, institutionalisierte Gesprächsrunden und Prüfung durch die interne Revision. Ergänzt werden diese Bausteine durch die quartalsweise Aktualisierung der Risikolandschaft (Risikoatlas).

Des Weiteren ist das Controlling der EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH bei der Erstellung der Wirtschaftsplanung, der Ergebnisberichte und diverser Kalkulationen eingebunden.

Branchenspezifische Risiken

Der Technologiewechsel in der Sammelgruppe 2 von Röhrengeräten zu Flachbildschirmen führt zu einer weiter abnehmenden Tonnage.

Auf der Vermarktungsseite wird nach dem konstanten Preisniveau des Jahres 2023 mit fallenden Preisen bei den FE-, NE-Metallen und Kunststoffen gerechnet. Es ist davon auszugehen, dass die Nachfrage nach Metallen aus dem Elektroschrottrecycling bei den Metallproduzenten für Sekundärmetalle wieder auf ein moderates Niveau zurückgeht. Sorgen bereiten den Erstbehandlungsanlagen auch die Entwicklungen in den energieintensiven Abnehmerindustrien (z. B. Stahlwerke). Sollte es dort aufgrund der hohen Energiekosten zu Produktionskürzungen kommen, sinkt zwangsläufig auch die Nachfrage nach Sekundärrohstoffen.

Es besteht kaum noch Nachfrage nach Kunststoffabfällen seitens der nachgeschalteten Verwertungsanlagen. Die Lager der Anlagenbetreiber laufen sowohl im Verarbeitungsinput (Kunststoffabfälle) als auch im Output (Recyclate) voll. Recyclate werden von den Kunststoffverarbeitern kaum noch nachgefragt. Die Preise der Kunststoffrecyclate geben weiter nach.

Des Weiteren ist mit steigenden Kosten in den Bereichen Energie (CO 2 -Steuer), Personal (Mindestlohn), Logistik (Mauterhöhung) und einer Kostensteigerung bei der Verwertung von Bildschirmglas zu rechnen.

Es ist weiter mit erhöhten Versicherungsprämien insbesondere im Bereich Feuer- und Sachversicherungen zu rechnen, da in der Entsorgungsbranche in der Vergangenheit viele Schadensfälle durch Brände entstanden sind. Zunehmend besteht das Risiko, dass Behandlungsanlagen gar nicht oder nur noch zum Teil versichert werden können.

Der Fachkräftemangel auf dem deutschen Arbeitsmarkt führt auch in der Entsorgungsbranche zu einer angespannten Personalsituation. Hierdurch besteht zunehmend das Risiko von wirtschaftlichen Einbußen durch die fehlende Stellennachbesetzung von qualifiziertem Personal.

Ertragsorientierte Risiken

Die NOEX AG arbeitet beständig an der Optimierung ihrer Organisation und der betrieblichen Prozesse zur Leistungserbringung. Die hohe Wettbewerbsintensität zwischen den Entsorgungsunternehmen sowie die Unsicherheit bei der Preisentwicklung im Sekundärrohstoffmarkt stellen jedoch ein Risiko für rückläufige Erträge dar.

Fallende Metallpreise und die anhaltende Problematik beim Absatz von recycelten Kunststoffen aus Elektroaltgeräten aufgrund einer möglichen Verschärfung der gesetzlichen Vorgaben bei bromierten Kunststoffen (bromhaltige Kunststoffe) können zu sinkenden Vermarktungserlösen führen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der bestehenden Cash-Pool-Vereinbarung mit der EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH bestehen aus Sicht des Vorstandes keine bestandsgefährdenden Risiken.

2. Chancenbericht

Die NOEX AG ist am Markt für Elektroaltgeräte seit dem Inkrafttreten des ElekroG einer der Marktführer. Die mittelfristigen Marktchancen werden positiv eingeschätzt, wenn es gelingt, die negativen Aspekte auf der Vermarktungsseite sowie die gestiegenen Kosten durch Preisanpassungen auszugleichen.

Für das Jahr 2024 geht die Branche von steigenden Mengen gegenüber dem Vorjahr aus. Dies ging aus den Gesprächen mit der herstellenden Industrie hervor.

Durch eine Novelle des ElektroG können ab dem 1. Juli 2022 alte Elektrokleingeräte auch in den meisten Supermärkten und Discounter-Filialen in Deutschland zurückgegeben werden. Durch diese Neuregelung ergeben sich 25.000 zusätzliche Rückgabestellen für Elektroaltgeräte in der Bundesrepublik, die noch nicht alle angeschlossen sind und somit höhere Erfassungsmengen in den kommenden Jahren ermöglichen.

Aktuell steigen die Hersteller- und Registrierungszahlen bei den Elektro- und Elektronikgeräten im Bereich des Onlinehandels.

Mit der Planung einer neuen Kühlgeräteaufbereitungsanlage und der Optimierung bei der Verwertung von Elektrokleingeräten sieht sich die NOEX AG auch für die kommenden Herausforderungen durch neue Gerätegrößen und -arten sowie das geänderte Konsumverhalten der Bürger bestens gerüstet.

IV. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die NOEX AG setzt Finanzinstrumente ein, um beim Prozess der Leistungserbringung sowie der Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen die finanziellen Risiken für die Gesellschaft zu vermeiden bzw. mindestens zu verringern. Über die EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH ist die Gesellschaft anteilig an einem Rohwarenswap (Dieselpreisabsicherung) einbezogen. Dieser Swap dient ausschließlich der Absicherung gegen Dieselpreisschwankungen. Weiter gehören hierzu das Einfordern von Ausfall- bzw. Gewährleistungsbürgschaften gegenüber Lieferanten und Dienstleistern, Bonitätsprüfungen bei potenziellen Neukunden und die kontinuierliche Überwachung des Forderungsbestandes im Rahmen des Forderungsmanagements, um mögliche Ausfall- bzw. Liquiditätsrisiken zu minimieren.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurz- und langfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft neben Lieferantenkrediten überwiegend über das Cashpool-Management mit der EGN.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

V. Prognosebericht

Die voraussichtliche Entwicklung der NOEX AG wird vor dem Hintergrund der erläuterten Chancen und Risiken weiterhin ganzheitlich positiv beurteilt. Dennoch erwartet der Vorstand der NOEX AG im Jahr 2024 ein moderat rückläufiges Ergebnis zum Jahr 2023. Gründe hierfür sind unter anderem, dass aufgrund auslaufender Versorgungsverträge und allgemein steigender Energiepreise zu erwarten ist, dass die Energiekosten im Jahr 2024 höher ausfallen werden als im Vorjahr. Zudem ist die Mietanlage zur Treibmittelrückgewinnung im Jahr 2023 nur anteilig genutzt worden, damit werden die Mietkosten im Jahr 2024 ansteigen. Dies gilt ebenfalls für die zur zweiten Jahreshälfte 2023 erhöhten Standortmieten aufgrund der Infrastrukturmaßnahmen. Des Weiteren können die notwendigen Bauarbeiten zur Errichtung der neuen Kühlgeräteaufbereitungsanlage am Standort Grevenbroich zu einem kurzfristigen Ergebnisrückgang führen.

VI. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand der NOEX AG erstellt gemäß § 312 AktG einen Abhängigkeitsbericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen. Am Ende des Berichts hat der Vorstand folgende Erklärung abgegeben: "Wir erklären, dass die NOEX AG, Grevenbroich, bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Andere Maßnahmen sind weder getroffen noch unterlassen worden."

 

Grevenbroich, den 26. Februar 2024

NOEX AG

Der Vorstand

Reinhard Van Vlodrop

Rolf Derichs

Bericht des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr 2023

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Aktivitäten des Vorstands der Gesellschaft laufend überwacht.

Im Berichtszeitraum haben 2 Sitzungen des Aufsichtsrates stattgefunden, in denen der Aufsichtsrat über den Geschäftsverlauf, die Lage und Entwicklung der Gesellschaft, grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle informiert wurde und den Vorstand beraten hat.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft, die Entwicklung der Rohstoffpreise, die Ergebnisse der Vertragsverhandlungen mit wichtigen Kunden, die Mengenentwicklungen und der Fortschritt diverser Investitionsprojekte, insbesondere die Investition in eine neue Kühlgeräteaufbereitungsanlage, bildeten Schwerpunkte der Beratung.

Der Aufsichtsrat hat zur Kenntnis genommen, dass die NOEX AG im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresergebnis über dem Vorjahresniveau erzielen konnte. Im Ergebnis nach Steuern erzielte die Gesellschaft mit 928 T€ ein um 131 T€ höheres Ergebnis als im Vorjahr (797 T€). Das Ergebnis nach Steuern hat dabei im Geschäftsjahr 2023 den Planwert um 657 T€ übertroffen. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen durch die Rezession konnte das Ergebnis auf dem hohen Niveau gehalten bzw. übertroffen werden. Im Vergleich zum Vorjahr lagen die Eingangsmengen aufgrund eines reduzierten Konsumverhaltens um 3,0 % niedriger. Durch Preisanpassungen bei den Herstellern und den guten Vermarktungserlösen, die unter dem Vorjahresniveau jedoch über den geplanten Erwartungen lagen, konnte die rückläufige Mengenentwicklung jedoch ausgeglichen werden. Preisanpassungen im Bereich der Behandlungs- und Transportleistungen wurden u. a. aufgrund materieller und struktureller Veränderungen einzelner Sammelgruppen und des damit verbundenen Rohstoffwertverlustes durchgeführt. Hierdurch konnten ebenso die zusätzlichen Preissteigerungen, z.B. bei der Beseitigung von Bildschirmglas sowie gestiegene Aufwendungen, bedingt durch die hohe inflationsbedingte Kostensteigerung, kompensiert werden. Der Aufsichtsrat wurde ausführlich über die von der NOEX AG umgesetzten Optimierungsmaßnahmen informiert.

Der Aufsichtsrat hat die Planung für das Wirtschaftsjahr 2024ff in der Aufsichtsratssitzung am 14.12.2023 verabschiedet.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist durch die von der ordentlichen Hauptversammlung der NOEX AG, Grevenbroich, am 29. Juli 2023 zum Abschlussprüfer gewählten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft WIKOM AG, Essen, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis zustimmend Kenntnis genommen.

Der Bericht des Abschlussprüfers ist den Mitgliedern des Aufsichtsrats ausgehändigt worden. Weiterhin lag dem Aufsichtsrat der Lagebericht des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2023 vor. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 sowie den Lagebericht und stellt den Jahresabschluss hiermit in der vorgelegten Fassung fest. Der Aufsichtsrat empfiehlt, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 927.899,89 € auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Grevenbroich, 20.03.2024

Der Aufsichtsrat

Michael Depenbrock, Vorsitzender

Pierre Vincent

Thomas Fremmer

Ergebnisverwendungsbeschluss der Hauptversammlung am 19.06.2024 der NOEX AG

1) Ergebnisverwendung für das Geschäftsjahr 2023

Die Hauptversammlung beschließt einstimmig, den Bilanzgewinn des Jahres 2023 in Höhe von 2.584.971,06 €, der sich aus dem Gewinnvortrag des Jahres 2022 in Höhe von 1.657.071,17 € und dem Jahresüberschuss des Jahres 2023 in Höhe von 927.899,89 € zusammensetzt, auf neue Rechnung vorzutragen.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die NOEX AG, Grevenbroich:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der NOEX AG, Grevenbroich, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NOEX AG, Grevenbroich, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, 26. Februar 2024

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