Prof. Mugler GmbH & Co. KG.
Selbe AdresseHerstellung von Körperpflegemitteln und Duftstoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Dr. Dod seit 5.5.2025 | Prokura |
Hartmut Fiedler seit 29.9.2021 | Vorstandsmitglied |
Karsten Meyer seit 29.9.2021 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MUGLER SEOberlungwitzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2022 BIS 31. DEZEMBER 2022Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die MUGLER SE bietet ihren Kunden ein umfassendes Leistungsspektrum in den Bereichen Mobilfunk, Richtfunk, Rundfunk und Festnetz: Netzkonzeption, Planung, Errichtung, Inbetriebnahme und Umbau von Standorten, Instandhaltung, Service und Netzbetrieb. Darüber hinaus errichtet und betreibt die MUGLER SE digitale Rundfunknetze und ist Systemhaus für Produkte und Lösungen der automatisierten Übertragung und Auswertung von Daten in lokalen Netzen von Industrie, Logistik, Ver- und Entsorgungsunternehmen sowie Verkehr. Kunden der MUGLER SE sind Betreiber von Mobilfunk- und Festnetzen, Eigentümer von Telekommunikationsinfrastruktur, Systemtechnikhersteller, Energieversorger, Industrieunternehmen, Behörden und öffentliche Einrichtungen. 2. Forschung und Entwicklung Die MUGLER SE entwickelt Produkte, Software und Dienstleistungen, die sowohl innerhalb des Unternehmens als auch bei den Kunden zum Einsatz kommen. Gemeinsam mit Universitäten, Industriepartnern und Kunden beteiligt sich die MUGLER SE an Forschungsprojekten u. a. in den Feldern Campusnetze, FRMCS und 6. Mobilfunkgeneration (6G). Die Entwicklungsleistungen tragen maßgeblich dazu bei, die Stellung in einem dynamischen Wettbewerbsumfeld zu halten und auszubauen. 3. Gründung der MUGLER Polska Sp. z o. o. Am 04.01.2022 wurde die MUGLER Polska Sp. z o. o. als Tochtergesellschaft der MUGLER SE gegründet. Der Firmensitz des Unternehmens ist in Łódź. Wesentliche Aufgabe der MUGLER Polska Sp. z o. o. ist die Akquise von Ressourcen. Darüber hinaus wird der polnische Markt insbesondere für Sonderprojekte sondiert. I. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2022 war vor allem durch die Folgen des Ukraine-Kriegs geprägt. Besonders die hohen Preise für Energie und Rohstoffe hemmten die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Die gesamtwirtschaftliche Erholung im Anschluss an die Corona Pandemie verlief daher schleppend mit einer globalen Wirtschaftsentwicklung von 3,2 % laut OECD, im Vergleich zu einem Rückgang von - 2,9 % im Vorjahr. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist 2022 nur um 1,9 % gestiegen. Belastbare Prognosen zur weiteren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung oder der Entwicklung in der Branche gibt es auf Grund der geopolitisch prekären Lage nicht. Vielmehr unterliegen die Voraussagen zur wirtschaftlichen Entwicklung einer hohen Anpassungsdynamik. Der Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienste ist nach VATM-Angaben mit ca. 60,3 Mrd. € ganz leicht ansteigend im Vergleich zum Vorjahr; gleiches gilt für die Mobilfunkumsätze. Die Zahl der Mobilfunkanschlüsse stieg 2022 auf ca. 170 Mio. Steigende Datenvolumen bei annähernd gleichbleibenden Erlösen je Anschluss setzen die Netzbetreiber und in der Folge auch deren Dienstleister unter anhaltenden Druck; 2022 stieg das durchschnittlich verbrauchte Datenvolumen pro SIM-Karte um 38,8%. Im Ergebnis der Versteigerung der sogenannten 5G-Frequenzen im 1. Halbjahr 2019 soll in Deutschland ein vierter Netzbetreiber in den Markt eintreten. Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es von diesem potenziellen weiteren Netzbetreiber erste Aktivitäten zum Netzaufbau. Es ist daher mit einem nochmals höheren Ressourcenbedarf zu rechnen. Gleichzeitig erwarten wir durch den Netzbetreiber eine offensive Marktansprache beim Endkunden mit entsprechendem Preisdruck für alle Netzbetreiber. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Entwicklungen im Markt angesichts knapper Ausbau-Kapazitäten auswirken werden. Eine maßgebliche Entwicklung auf dem Mobilfunkmarkt ist die Etablierung von Firmen, welche sich ausschließlich mit Bau und Erhalt der passiven Infrastruktur der Netzbetreiber befassen. Hier gab es im Berichtszeitraum erhebliche strukturelle Veränderungen. Es besteht für die Netzbetreiber und Infrastrukturanbieter ein weiterhin hoher Investitionsbedarf, um die Zusagen zur Flächenversorgung mit Mobilfunk zu erfüllen (sogenannte Coverage obligations). Auf dem Gebiet der 5G privaten Campusnetze ist die Industrie noch am Beginn der Umsetzung. Viele Projekte haben Test- oder Forschungscharakter. Um an der Spitze der Marktentwicklungen teilzuhaben, ist die MUGLER SE Teil der Initiative 5G-ACIA. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von Unternehmen in Fertigungsindustrie sowie der Informations- und Kommunikationstechnik. Marktprägend im Festnetzbereich waren und sind die Aktivitäten zum weiteren Breitbandausbau. Zwar wird nach wie vor der weit überwiegende Teil der stationären Breitbandanschlüsse kupferbasiert bereitgestellt, die Wachstumsraten bei FTTB/H- sowie HFC-Anschlüssen sind allerdings höher als bei DSL-basierten Zugängen. Die angekündigte flächendeckende Errichtung gigabitfähiger Netze bis Ende 2025 ist angesichts knapper Planungs- und Tiefbaukapazitäten weiterhin als sehr ambitioniert einzuschätzen. Wir begleiten diese Entwicklung durch eine hohe Kundenorientierung mit Fokus auf Qualität und Verlässlichkeit. Die MUGLER SE befindet sich dabei im Wettbewerb mit Unternehmensbereichen in Konzernstrukturen, zu einigen wenigen ähnlich strukturierten mittelständischen Unternehmen und zu vielen kleineren, oftmals handwerksorientierten Unternehmen. 2. Geschäftsverlauf Die MUGLER SE kann aufgrund des breiten Leistungsportfolios sowie der Bindung vorhandener und der Akquise neuer Kunden auf ein gutes Geschäftsjahr zurückblicken. Der Umsatz stieg erneut deutlich. Zu den Erfolgsfaktoren der Entwicklung zählen eine konstant gute Qualität und hohe Zuverlässigkeit. Ausdruck der guten Marktpositionierung und der Zufriedenheit der Kunden ist ein fortwährend hoher Auftragsbestand, welcher auch für das Jahr 2023 besteht. Die Einstellung neuer Mitarbeiter blieb aufgrund des allgemeinen Fachkräftemangels erneut hinter dem Bedarf zurück. Es bleibt ein unternehmensstrategisches Ziel, mit eigenem Personal eine hohe Wertschöpfungstiefe zu sichern. Aus Gründen der Risikosteuerung oder bei hoher Kapazitätsauslastung werden Leistungen an Unterauftragnehmer vergeben. Die MUGLER SE hat ein integriertes Managementsystem (IMS) eingeführt, das auf der harmonisierten Struktur ("harmonized structure") der Managementsysteme aufgebaut ist. Im Jahr 2022 erfolgten Überwachungsaudits für Qualität (DIN ISO 9001), Arbeits- und Gesundheitsschutz (DIN ISO 45001), Energie (DIN ISO 50001) und Umwelt (DIN ISO 14001). Außerdem wurde im Jahr 2022 ein Informationssicherheitsmanagementsystem nach DIN ISO 27001 aufgebaut und zertifiziert. In Zusammenhang damit werden monatlich Kennzahlen erfasst, um verschiedene nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zu dokumentieren und zu beobachten. Für das Verständnis der Gesellschaft oder die Beurteilung der Lage der Gesellschaft gibt es jedoch keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die gemäß § 289 Abs. 3 HGB von Bedeutung sind. 3. Lage a) Ertragslage Produkte und Leistungen im Bereich Telekommunikationsnetze, insbesondere die Herstellung, Wartung und Instandhaltung von Systemen und Anlagen für öffentliche und private Telekommunikationsnetze, bilden den unternehmerischen Schwerpunkt der MUGLER SE. Für das Geschäftsjahr 2022 weist die MUGLER SE einen Jahresüberschuss i. H. v. T€ 5.160 (Vorjahr: T€ 4.384) aus, der Bilanzgewinn beträgt T€ 13.148 (Vorjahr T€ 8.988). Die absoluten und relativen Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren wurden im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. Zugleich sind die Aufwendungen für bezogene Leistungen von T€ 29.789 auf T€ 42.878 gestiegen. b) Finanzlage Die Finanzlage der MUGLER SE ist weiterhin stabil. Forderungen wurden innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt und Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen beglichen, wodurch sich Skontoerträge erwirtschaften ließen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum Ende des Geschäftsjahres 2022 ca. 28 % der Bilanzsumme. Die kurzfristige Finanzierung erfolgt durch Kreditlinien der Hausbanken. Die Kreditlinien sind deutlich höher als deren durchschnittliche Inanspruchnahme. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen bei ca. 11 % der Bilanzsumme. Verbindlichkeiten wurden innerhalb der Zahlungsziele beglichen. Die kurzfristigen Forderungen liegen deutlich über den kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Liquiditätslage zum Ende des Geschäftsjahres 2022 ist gut; die Inanspruchnahme der Kreditlinien liegt deutlich unter den zugesagten Kreditlinien. c) Vermögenslage Das Anlagevermögen der Gesellschaft stieg auf T€ 7.996 (Vorjahr T€ 5.359). Die Abnahme des Umlaufvermögens von T€ 31.771 auf T€ 30.923 wurde durch einen gezielten Forderungsabbau sowie durch Verbesserungen bei der Aufrechnung interner Forderungen und Verbindlichkeiten erreicht. Erkennbare Verluste wurden nach Maßgabe des strengen Niederstwertprinzips und verlustfreier Bewertung über Abwertungen des Umlaufvermögens berücksichtigt. Das Eigenkapital beläuft sich am Bilanzstichtag auf T€ 15.698 (Vorjahr T€ 11.538) ohne Berücksichtigung des Sonderpostens für Zuschüsse und Zulagen. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche Kennzahlen der internen Unternehmensrechnung und -steuerung sind neben der Eigenkapitalquote die Anlagenintensität und der Cashflow. Die Eigenkapitalquote beträgt ohne Berücksichtigung des Sonderpostens für Zuschüsse und Zulagen zum Ende des Geschäftsjahres 2022 40 % im Vergleich zu 31 % im vorangegangenen Geschäftsjahr. Die Anlagenintensität stieg von 14 % auf 20 %. Der Cashflow wird bei der MUGLER SE als Summe des Jahresergebnisses, der Abschreibungen und der Zu- und Abnahmen von Rückstellungen, der passiven Rechnungsabgrenzungsposten und des Sonderpostens gebildet. Er beträgt im Geschäftsjahr 2022 T€ 6.845,5 (Vorjahr T€ 5.793,0). Die wirtschaftliche Lage ist insgesamt gut. II. Prognosebericht Die MUGLER SE ist im Telekommunikationssektor tätig. Angesichts der Unsicherheiten insbesondere hinsichtlich weltweit bestehender Lieferengpässe, der inflationären Preisentwicklung, neuer gesetzgeberischer Aktivitäten mit Auswirkungen auf Marktpreise und der prekären geopolitischen Lage ist keine valide Prognose möglich, inwieweit die MUGLER SE ihre Planungen für 2023 tatsächlich erreichen kann. Das betrifft sowohl die Planungen für die Entwicklung von Geschäftsbereichen als auch Umsatz und Ertrag. Die derzeit bestehenden Unsicherheitsfaktoren sind vielfältig und komplex. Die MUGLER SE agiert in einem dynamischen wirtschaftlichen Umfeld. Der Preisdruck im Telekommunikationsmarkt wird anhalten. Das Bemühen zur Verbreiterung des Produkt- und Leistungsangebotes, die breite Kundenbasis, der Ausbau der Kapazitäten, die Flexibilität bei der Leistungserstellung sowie verschiedene Entwicklungsaktivitäten werden es der MUGLER SE ermöglichen, auf diese Marktbedingungen zu reagieren und die finanzielle Ertragskraft zu sichern. Die Orientierung an den Faktoren Profitabilität des Geschäftsportfolios, Cash-Flow-Management und effizienter Kapitaleinsatz wird beibehalten. Die MUGLER SE sieht die generelle Unternehmensausrichtung bestätigt, wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant. Die Auftrags- und Beschäftigungslage kann zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts insgesamt als gut bis sehr gut bezeichnet werden. Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage nach Produkten und Leistungen im Bereich Telekommunikationsnetze wird die langfristige Entwicklung des Unternehmens positiv beurteilt. III. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Die Geschäftsentwicklung im Telekommunikationsbereich hängt wesentlich von der allgemeinen Konjunkturentwicklung in Deutschland und Zentraleuropa, der Wettbewerbssituation sowie regulatorischen Maßnahmen ab. Dabei gibt es wesentliche globale Einflüsse durch Lieferprobleme, Inflation und geopolitische Spannungen. Den daraus resultierenden Umsatz- und Ergebnisrisiken wirkt die MUGLER SE durch Kostenkontrolle, Diversifizierung der Kundenstruktur sowie marktgerechte Produkte und Leistungen entgegen. Gleichzeitig wird ständig an der Verbesserung von Geschäftsprozessen sowohl bei der Leistungserbringung als auch in der Verwaltung gearbeitet. Möglichkeiten der Digitalisierung werden umfangreich geprüft und genutzt. Ertragsorientierte Risiken Die MUGLER SE bietet ihren Kunden ein attraktives Leistungsspektrum, was sich in einer entsprechend guten Auftragslage widerspiegelt und damit zu einer hohen Auslastung der Kapazitäten führt. Allerdings birgt der demografische Wandel Herausforderungen im Personalbereich, denen wir u. a. durch angepasste Arbeitszeitmodelle und Vergütungen, Gesundheitsprogramme sowie die Digitalisierung von Prozessen begegnen. Finanzwirtschaftliche Risiken Liquiditätsrisiken werden trotz der herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Situation als beherrschbar eingeschätzt. Aktuell ist nicht vorhersehbar, wie sich die Zinsen am Kapitalmarkt entwickeln und ob es weitere Zinserhöhungen geben wird. Die hohe Inflation führt zu einem Handlungsdruck auf die Zentralbanken, während die hohe Verschuldung der öffentlichen Hand und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dämpfend auf eine adäquate Zinsentwicklung wirken. Aufgrund der umfangreichen Aktivitäten zum kontinuierlichen Monitoring von Forderungen und zur Generierung eines hohen Cash-Flows kann die Liquiditätssituation als insgesamt gut und im Vergleich zu anderen Unternehmen als überdurchschnittlich bewertet werden. Risikosteuerung In der MUGLER SE sind ein Risikomanagementsystem und ein Business Continuity Managementsystem eingeführt. Es erfolgt eine fortlaufende Bewertung von Risiken. Alle Bereiche sind in die Risikosteuerung aufgabenadäquat einbezogen. 2. Chancenbericht Es besteht ein intensiver Wettbewerb unter den Dienstleistern im Bereich öffentliche und private Netze, der zu einer weiteren Marktbereinigung unter den spezialisierten Anbietern führen kann. Wesentlichen Einfluss auf das Servicegeschäft in den Folgejahren werden die anhaltenden Umbau- und Erweiterungsaktivitäten aller Netzbetreiber haben. Der deutsche Telekommunikationsmarkt ist von einer regen Akquisition von Firmen durch Großunternehmen und institutionelle Investoren ("Mergers & Acquisitions") geprägt. Die MUGLER SE sieht sich als Unternehmen gut aufgestellt. Die mittelständisch geprägte Organisation und eine damit verbundene Flexibilität bieten zusätzliche Chancen für das Unternehmen. Die MUGLER SE hat sich als Dienstleister in den Bereichen Mobilfunk, Festnetz, BOS und lokale Netze etabliert. Durch die steigenden Anforderungen von Kunden und Gesellschaft an die Leistungsfähigkeit und Verfügbarkeit von Telekommunikationsnetzen wird die Nachfrage nach spezialisierten Dienstleistungen zunehmen. Das wird zu einer Stärkung des Servicegeschäftes und zu mehr Nachfrage bei Planung und Bau von TK-Infrastruktur führen. Mit der Einführung von Campusnetzen bieten sich darüber hinaus substanziell neue Chancen für eine Geschäftsfelderweiterung mit neuen Kundengruppen. 3. Gesamtaussage In Anbetracht der finanziellen Stabilität, der getroffenen organisatorischen Entscheidungen sowie fortlaufender Prozessverbesserungen sieht sich die MUGLER SE für die Bewältigung künftiger Risiken gut gerüstet und in der Lage, sich bietende Chancen wahrzunehmen. Zum Berichtszeitpunkt bestanden keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken. IV. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Die MUGLER SE verwendet im Wesentlichen folgende Finanzinstrumente: Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Guthaben bei und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Daraus ergeben sich keine spezifischen Risiken, die eine über das im Rahmen des allgemeinen Risikomanagementsystems hinausgehende Beobachtung und Bewertung erforderlich machen. Die Gesellschaft verfügt über einen als solvent einzuschätzenden Kundenstamm. Zu den Auftraggebern zählen unter anderem die großen Mobilfunknetzbetreiber, Eigentümer von Telekommunikationsinfrastruktur, Systemtechnikhersteller, Energieversorger, Industrieunternehmen, Behörden und öffentliche Einrichtungen. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die MUGLER SE überwiegend über Kreditlinien verschiedener Banken, die zu keinem Zeitpunkt ausgeschöpft waren. Das Finanzmanagement zielt darauf ab, den Unternehmenserfolg gegen wesentliche finanzielle Risiken abzusichern. Um Liquiditätsrisiken zu begegnen, werden Liquiditätspläne aufgestellt und im Rahmen vorgegebener organisatorischer Abläufe kontinuierlich überprüft. Bei Neukunden informiert sich die MUGLER SE vor Aufnahme einer Geschäftsbeziehung stets über deren Bonität; Adressrisiken waren zum Zeitpunkt des Jahresabschlusses nicht erkennbar. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. V. Bericht über Betriebsstätten Betriebsstätten bestehen in Hannover, Döbeln, Berlin und Nürnberg. Es bestehen keine Zweigniederlassungen im gesetzlichen Sinne. VI. Abhängigkeitsbericht Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Abhängigkeitsbericht erstellt. HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2022 BIS 31. DEZEMBER 2022Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Die MUGLER SE ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss der Europäischen Gesellschaft wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes, der SE-Verordnung sowie des Einkommensteuer- und Körperschaftsteuergesetzes zu beachten. Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB aufgestellt (§ 265 Abs. 2 HGB). Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Allgemein Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden konnten gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten werden. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit den Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit den Erträgen verrechnet worden. Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauerhaft zu dienen. Rückstellungen wurden im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden. Es wurden alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Anlagevermögen Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Für die Bestimmung der voraussichtlichen Nutzungsdauern wurden die steuerlichen Afa-Tabellen als Grundlage der Schätzung übernommen. Für bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens von einem Wert zwischen 150,01 EUR und 1.000,00 EUR wurde in den Vorjahren im Jahr des Zugangs ein Sammelposten für geringwertige Wirtschaftsgüter gebildet, der über fünf Jahre abgeschrieben wird. Seit dem Wirtschaftsjahr 2018 wurden Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten größer 250,00 EUR und kleiner, gleich 800,00 EUR gem. § 6 Abs. 2 EStG sofort in voller Höhe als Betriebsausgabe abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Beteiligungen zu Anschaffungskosten - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten Umlaufvermögen Die Vorräte und fertigen bzw. unfertigen Leistungen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die unfertigen Erzeugnisse sowie unfertigen Leistungen werden mit den Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Die Ermittlung und Bilanzierung erfolgt nach Completed-Contract-Methode. Wertkorrekturen zum niedrigeren beizulegenden Wert wurden soweit notwendig vorgenommen. In die Berech3nung der Herstellungskosten sind Kosten für angemessene Aufwendung sozialer Einrichtungen und Fremdkapitalzinsen nicht einbezogen. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Eine das allgemeine Kreditrisiko deckende Pauschalwertberichtigung von 0,3% wurde vorgenommen. Zusätzlich wurde eine das Skontorisiko bezüglich der offenen Forderungen deckende Pauschalwertberichtigung eingestellt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten bilanziert. Nicht werthaltige Forderungen wurden ausgebucht. Passivposten Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 593.952,91 EUR, Rückstellungen für Gewährleistung in Höhe von 73.490,00 EUR sowie Rückstellungen für Abschluss und Prüfung in Höhe von 20.800,57 EUR enthalten. Zudem enthalten die sonstigen Rückstellungen Rückbauverpflichtungen in Höhe von 390.308,66 EUR mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Diese wurden mit dem entsprechenden Zinssatz gem. § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Weiterhin ist in den sonstigen Rückstellungen eine Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen in Höhe von 76.429,58 EUR sowie eine Rückstellung für die Betriebsprüfung für die Geschäftsjahre 2021 bis 2022 in Höhe von 5.550,41 EUR eingestelt. Beide Rückstellungen wurden mit dem entsprechenden Zinssatz gem. § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die weiteren sonstigen Rückstellungen lauten wie folgt: Ausstehende Kosten Beiträge Berufsgenossenschaft Ausgleichsabgabe Überzahlungen Kunden Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Jahresabschluss enthält keine auf fremde Währung lautenden Sachverhalte, die in EUR umgerechnet werden mussten. Unterjährig wurden Verbindlichkeiten in fremder Währung erfasst. Zwischen dem Entstehen der Verbindlichkeiten und deren Fälligkeit ergab sich infolge einer Änderung des Fremdwährungskurses ein Aufwand aus Kursdifferenzen. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Im Einzelnen wird auf die Anlage zum Anhang "Anlagenspiegel" hingewiesen. Finanzanlagen Im Finanzanlagevermögen sind folgende Beteiligungen an anderen Unternehmen enthalten:
Das negative Ergebnis der MUGLER Fixed Networks GmbH in Höhe von 297.903,97 EUR wurde aufgrund eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages in voller Höhe durch die Muttergesellschaft übernommen. Anlagenspiegel
Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden 10 Jahre festgelegt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen gegenüber Aktionären bestanden nicht. Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 3.279,16 EUR (Vorjahr: 16.091,21 EUR). Sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wurden größere Beträge für noch nicht vereinnahmte Boni und sonstige Forderungen (unter anderem Vorsteuer im Folgejahr abziehbar) erfasst. Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter. Rechnungsabgrenzungsposten In den Rechnungsabgrenzungsposten sind verschiedene Ausgaben enthalten, die erst in den Folgejahren aufwandswirksam werden. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt 500.000,00 EUR. Es ist in 500.000 Stammaktien mit einem Nennbetrag in Höhe von je 1,00 EUR eingeteilt. Die Gewinnrücklagen enthalten die gesetzliche Rücklage in Höhe von 50.000,00 EUR sowie eine andere Gewinnrücklage in Höhe von 2.000.000,00 EUR. Diese wurde aus den Gewinnvorträgen umqualifiziert. Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von 7.988.214,11 EUR einbezogen. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten. Rückstellungen für Personalkosten, Rückstellungen für die Aufbewahrung von Unterlagen, Rückstellungen für Gewährleistung sowie Rückstellungen für Rückbaukosten. Im Einzelnen wird auf die Anlage "Rückstellungspiegel" verwiesen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Bezüglich der Aufteilung der Restlaufzeiten und deren Sicherung wird auf die Angaben im Verbindlichkeits- spiegel hingewiesen. Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 16.851.341,45 EUR (Vorjahr: 16.012.317,06 EUR). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 4.170.204,02 EUR (Vorjahr: 6.358.319,42 EUR). Latente Steuern Es wurden passive latente Steuern in Höhe von 126.739,00 EUR (Vorjahr: 85.225,00 EUR) erfasst.
Die latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz in folgenden Positionen: Abschreibungen aus Geschäfts- oder Firmenwert Abschreibungen des Anlagevermögens Abzinsung der Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen, Aufbewahrung und Personalkosten Erträge aus der Auflösung von Sonderposten. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 28,955 %. Sonderposten Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen wurde gem. § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB gebildet. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt unter den sonstigen betrieblichen Erträgen. Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären bestanden nicht. Verbindlichkeitenspiegel
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen unterliegen zum Teil branchenüblichen Eigentumsvorbehalten. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Aufstellung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen wurden nicht vorgenommen. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:
Die Umsatzerlöse der MUGLER SE werden überwiegend innerhalb Europas getätigt. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Mietverträge in Höhe von 811.258,47 EUR / Jahr sowie Pachtverträge in Höhe von 51.460,32 EUR / Jahr. Davon gegenüber verbundenen Unternehmen:
Haftungsverhältnisse Am Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse. Personalbestand am Bilanzstichtag Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 340,25. Bezüge Aufsichtsrat Die Bezüge des Aufsichtsrates gliedern sich wie folgt: Gesamtbezug Aufsichtsrat 31.000,00 EUR Geschäftsführungsorgane Vorstand der Aktiengesellschaft war während des abgelaufenen Geschäftsjahres Herr Dipl.-Ing. Hartmut Fiedler. Dipl.-Ing. Hartmut Fiedler Vorstand Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an: Vorsitzender: Prof. Dr.-Ing. Albrecht Mugler Geschäftsführer der Prof. Mugler GmbH & Co. KG Stellvertreter: Herr Jürgen Dicks Geschäftsführer der Dicks-Domin & Kollegen Steuerberatungsgesellschaft mbH Dr. Jürgen Martens Rechtsanwalt Sina Gulich-Kahl Geschäftsführerin der Dicks-Domin & Kollegen Steuerberatungsgesellschaft mbH Ulf Heinemann Geschäftsführer der Robotron Datenbank-Software GmbH Konzernzugehörigkeit Die MUGLER SE wird in den Konzernabschluss sowie in den befreienden Konzernabschluss der Prof. Mugler GmbH & Co. KG, mit Sitz in Oberlungwitz, als kleinster und größter Konsolidierungskreis einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 19.500,00 EUR und gliedert sich wie folgt:
Vorgänge von besonderer Bedeutung Nach dem Schluss des Geschäftsjahres gibt es weiterhin hohe Unsicherheiten in der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Aufgrund eines etablierten Risikomanagements sowie der finanziellen und organisatorischen Stabilität sieht sich die MUGLER SE für die Bewältigung künftiger Risiken gut gerüstet. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDer Jahresüberschuss beträgt 5.159.773,53 EUR. Der Vorstand schlägt vor, den für das Geschäftsjahr ausgewiesenen Bilanzgewinn von 13.147.987,64 EUR wie folgt zu verwenden: Ein Teilbetrag von 2.000.000,00 EUR wird als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet. Der Restbetrag von 11.147.987,64 € wird auf neue Rechnung vorgetragen. Unterschrift der Geschäftsführung
gez. Herr Hartmut Fiedler Bericht des AufsichtsratsIm Geschäftsjahr 2022 hat der Aufsichtsrat der MUGLER SE die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit der gebotenen Sorgfalt wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Führung des Unternehmens überwacht und stand ihm beratend zur Seite. Dieser informierte den Aufsichtsrat initiativ sowie zeitlich und inhaltlich angemessen über alle Vorgänge von wesentlicher Bedeutung sowie über die Entwicklung der wichtigsten Unternehmenskennzahlen, die strategische Unternehmensplanung, die Geschäftspolitik, den Geschäftsverlauf, die Risikolage und das Risikomanagement. Der Aufsichtsrat hat sich darüber hinaus kontinuierlich ein eigenes Bild von der Lage des Unternehmens gemacht und stand dazu auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in intensivem Kontakt mit dem Vorstand. Der Aufsichtsrat befasste sich in den Sitzungen mit der aktuellen operativen Entwicklung des Unternehmens und der Geschäftsbereiche, einen Schwerpunkt stellte der Verlauf der Ertrags-, Vermögens,- Finanz- und Risikolage dar. Zu den wichtigsten Beratungsthemen zählten im abgelaufenen Geschäftsjahr außerdem: - Prüfung und Billigung des Jahresabschlusses 2022 sowie der Quartalsberichte 2022 inkl. Risikoberichtswesen, - Vorbereitung der Hauptversammlung, - Weiterentwicklung der Unternehmensorganisation, Ausbau der Kapazitäten. Sowohl der Jahresabschluss zum 31.12.2022 als auch der Lagebericht einschließlich Anhang sind von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft SRS Audit GmbH gemäß §§ 316 ff. HGB geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Wirtschaftsprüfer hat über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis zustimmend Kenntnis genommen. Der Jahresabschluss und der Lagebericht des Geschäftsjahres 01.01.-31.12.2022 der MUGLER SE wurden vorgelegt, geprüft und besprochen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen gegen den Jahresabschlussbericht 2022 der MUGLER SE zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt den aufgestellten Jahresabschluss.
Oberlungwitz, den 15.05.2023 gez. Prof. Dr. Albrecht Mugler sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 15.05.2023 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MUGLER SE Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MUGLER SE - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MUGLER SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Wir haben bestimmt, dass es keine besonders wichtigen Prüfungssachverhalte gibt, die in unserem Bestätigungsvermerk mitzuteilen sind. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Chemnitz, 12. Mai 2023 SRS
Audit GmbH
gez. Tilo Heiland, Wirtschaftsprüfer gez. Claudia Richter, Wirtschaftsprüferin |
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