Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 34370
Eingetragen
29.9.2021
Branche
Bau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und TelekommunikationHerstellung von Geräten und Einrichtungen der TelekommunikationstechnikReparatur und Instandhaltung von Telekommunikationsgeräten
Gegenstand
Projektierung, Planung, Entwicklung, Errichtung und Inbetriebnahme von Komplettlösungen in den Bereichen Mobilfunk, Behördenfunk, Richtfunk, Rundfunk und Festnetz; Umbau, Installation und Reparatur von Mobilfunkstandorten und sonstigen Energie-, Informations- und Kommunikationsnetzen sowie damit in Zusammenhang stehende Service- und sonstige Dienstleistungen im Telekommunikationssektor

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Dr. Dod
seit 5.5.2025
Prokura
Hartmut Fiedler
seit 29.9.2021
Vorstandsmitglied
Karsten Meyer
seit 29.9.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Prof. Mugler GmbH & Co. KG
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MUGLER SE

Oberlungwitz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2022 BIS 31. DEZEMBER 2022

Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die MUGLER SE bietet ihren Kunden ein umfassendes Leistungsspektrum in den Bereichen Mobilfunk, Richtfunk, Rundfunk und Festnetz: Netzkonzeption, Planung, Errichtung, Inbetriebnahme und Umbau von Standorten, Instandhaltung, Service und Netzbetrieb. Darüber hinaus errichtet und betreibt die MUGLER SE digitale Rundfunknetze und ist Systemhaus für Produkte und Lösungen der automatisierten Übertragung und Auswertung von Daten in lokalen Netzen von Industrie, Logistik, Ver- und Entsorgungsunternehmen sowie Verkehr.

Kunden der MUGLER SE sind Betreiber von Mobilfunk- und Festnetzen, Eigentümer von Telekommunikationsinfrastruktur, Systemtechnikhersteller, Energieversorger, Industrieunternehmen, Behörden und öffentliche Einrichtungen.

2. Forschung und Entwicklung

Die MUGLER SE entwickelt Produkte, Software und Dienstleistungen, die sowohl innerhalb des Unternehmens als auch bei den Kunden zum Einsatz kommen. Gemeinsam mit Universitäten, Industriepartnern und Kunden beteiligt sich die MUGLER SE an Forschungsprojekten u. a. in den Feldern Campusnetze, FRMCS und 6. Mobilfunkgeneration (6G). Die Entwicklungsleistungen tragen maßgeblich dazu bei, die Stellung in einem dynamischen Wettbewerbsumfeld zu halten und auszubauen.

3. Gründung der MUGLER Polska Sp. z o. o.

Am 04.01.2022 wurde die MUGLER Polska Sp. z o. o. als Tochtergesellschaft der MUGLER SE gegründet. Der Firmensitz des Unternehmens ist in Łódź. Wesentliche Aufgabe der MUGLER Polska Sp. z o. o. ist die Akquise von Ressourcen. Darüber hinaus wird der polnische Markt insbesondere für Sonderprojekte sondiert.

I. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2022 war vor allem durch die Folgen des Ukraine-Kriegs geprägt. Besonders die hohen Preise für Energie und Rohstoffe hemmten die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Die gesamtwirtschaftliche Erholung im Anschluss an die Corona Pandemie verlief daher schleppend mit einer globalen Wirtschaftsentwicklung von 3,2 % laut OECD, im Vergleich zu einem Rückgang von - 2,9 % im Vorjahr. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist 2022 nur um 1,9 % gestiegen. Belastbare Prognosen zur weiteren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung oder der Entwicklung in der Branche gibt es auf Grund der geopolitisch prekären Lage nicht. Vielmehr unterliegen die Voraussagen zur wirtschaftlichen Entwicklung einer hohen Anpassungsdynamik.

Der Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienste ist nach VATM-Angaben mit ca. 60,3 Mrd. € ganz leicht ansteigend im Vergleich zum Vorjahr; gleiches gilt für die Mobilfunkumsätze. Die Zahl der Mobilfunkanschlüsse stieg 2022 auf ca. 170 Mio. Steigende Datenvolumen bei annähernd gleichbleibenden Erlösen je Anschluss setzen die Netzbetreiber und in der Folge auch deren Dienstleister unter anhaltenden Druck; 2022 stieg das durchschnittlich verbrauchte Datenvolumen pro SIM-Karte um 38,8%.

Im Ergebnis der Versteigerung der sogenannten 5G-Frequenzen im 1. Halbjahr 2019 soll in Deutschland ein vierter Netzbetreiber in den Markt eintreten. Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es von diesem potenziellen weiteren Netzbetreiber erste Aktivitäten zum Netzaufbau. Es ist daher mit einem nochmals höheren Ressourcenbedarf zu rechnen. Gleichzeitig erwarten wir durch den Netzbetreiber eine offensive Marktansprache beim Endkunden mit entsprechendem Preisdruck für alle Netzbetreiber. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Entwicklungen im Markt angesichts knapper Ausbau-Kapazitäten auswirken werden.

Eine maßgebliche Entwicklung auf dem Mobilfunkmarkt ist die Etablierung von Firmen, welche sich ausschließlich mit Bau und Erhalt der passiven Infrastruktur der Netzbetreiber befassen. Hier gab es im Berichtszeitraum erhebliche strukturelle Veränderungen.

Es besteht für die Netzbetreiber und Infrastrukturanbieter ein weiterhin hoher Investitionsbedarf, um die Zusagen zur Flächenversorgung mit Mobilfunk zu erfüllen (sogenannte Coverage obligations).

Auf dem Gebiet der 5G privaten Campusnetze ist die Industrie noch am Beginn der Umsetzung. Viele Projekte haben Test- oder Forschungscharakter. Um an der Spitze der Marktentwicklungen teilzuhaben, ist die MUGLER SE Teil der Initiative 5G-ACIA. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von Unternehmen in Fertigungsindustrie sowie der Informations- und Kommunikationstechnik.

Marktprägend im Festnetzbereich waren und sind die Aktivitäten zum weiteren Breitbandausbau. Zwar wird nach wie vor der weit überwiegende Teil der stationären Breitbandanschlüsse kupferbasiert bereitgestellt, die Wachstumsraten bei FTTB/H- sowie HFC-Anschlüssen sind allerdings höher als bei DSL-basierten Zugängen. Die angekündigte flächendeckende Errichtung gigabitfähiger Netze bis Ende 2025 ist angesichts knapper Planungs- und Tiefbaukapazitäten weiterhin als sehr ambitioniert einzuschätzen.

Wir begleiten diese Entwicklung durch eine hohe Kundenorientierung mit Fokus auf Qualität und Verlässlichkeit. Die MUGLER SE befindet sich dabei im Wettbewerb mit Unternehmensbereichen in Konzernstrukturen, zu einigen wenigen ähnlich strukturierten mittelständischen Unternehmen und zu vielen kleineren, oftmals handwerksorientierten Unternehmen.

2. Geschäftsverlauf

Die MUGLER SE kann aufgrund des breiten Leistungsportfolios sowie der Bindung vorhandener und der Akquise neuer Kunden auf ein gutes Geschäftsjahr zurückblicken. Der Umsatz stieg erneut deutlich.

Zu den Erfolgsfaktoren der Entwicklung zählen eine konstant gute Qualität und hohe Zuverlässigkeit. Ausdruck der guten Marktpositionierung und der Zufriedenheit der Kunden ist ein fortwährend hoher Auftragsbestand, welcher auch für das Jahr 2023 besteht.

Die Einstellung neuer Mitarbeiter blieb aufgrund des allgemeinen Fachkräftemangels erneut hinter dem Bedarf zurück. Es bleibt ein unternehmensstrategisches Ziel, mit eigenem Personal eine hohe Wertschöpfungstiefe zu sichern. Aus Gründen der Risikosteuerung oder bei hoher Kapazitätsauslastung werden Leistungen an Unterauftragnehmer vergeben.

Die MUGLER SE hat ein integriertes Managementsystem (IMS) eingeführt, das auf der harmonisierten Struktur ("harmonized structure") der Managementsysteme aufgebaut ist. Im Jahr 2022 erfolgten Überwachungsaudits für Qualität (DIN ISO 9001), Arbeits- und Gesundheitsschutz (DIN ISO 45001), Energie (DIN ISO 50001) und Umwelt (DIN ISO 14001). Außerdem wurde im Jahr 2022 ein Informationssicherheitsmanagementsystem nach DIN ISO 27001 aufgebaut und zertifiziert.

In Zusammenhang damit werden monatlich Kennzahlen erfasst, um verschiedene nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zu dokumentieren und zu beobachten. Für das Verständnis der Gesellschaft oder die Beurteilung der Lage der Gesellschaft gibt es jedoch keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die gemäß § 289 Abs. 3 HGB von Bedeutung sind.

3. Lage

a) Ertragslage

Produkte und Leistungen im Bereich Telekommunikationsnetze, insbesondere die Herstellung, Wartung und Instandhaltung von Systemen und Anlagen für öffentliche und private Telekommunikationsnetze, bilden den unternehmerischen Schwerpunkt der MUGLER SE.

Für das Geschäftsjahr 2022 weist die MUGLER SE einen Jahresüberschuss i. H. v. T€ 5.160 (Vorjahr: T€ 4.384) aus, der Bilanzgewinn beträgt T€ 13.148 (Vorjahr T€ 8.988).

Die absoluten und relativen Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren wurden im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. Zugleich sind die Aufwendungen für bezogene Leistungen von T€ 29.789 auf T€ 42.878 gestiegen.

b) Finanzlage

Die Finanzlage der MUGLER SE ist weiterhin stabil. Forderungen wurden innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt und Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen beglichen, wodurch sich Skontoerträge erwirtschaften ließen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum Ende des Geschäftsjahres 2022 ca. 28 % der Bilanzsumme. Die kurzfristige Finanzierung erfolgt durch Kreditlinien der Hausbanken. Die Kreditlinien sind deutlich höher als deren durchschnittliche Inanspruchnahme. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen bei ca. 11 % der Bilanzsumme. Verbindlichkeiten wurden innerhalb der Zahlungsziele beglichen.

Die kurzfristigen Forderungen liegen deutlich über den kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Die Liquiditätslage zum Ende des Geschäftsjahres 2022 ist gut; die Inanspruchnahme der Kreditlinien liegt deutlich unter den zugesagten Kreditlinien.

c) Vermögenslage

Das Anlagevermögen der Gesellschaft stieg auf T€ 7.996 (Vorjahr T€ 5.359).

Die Abnahme des Umlaufvermögens von T€ 31.771 auf T€ 30.923 wurde durch einen gezielten Forderungsabbau sowie durch Verbesserungen bei der Aufrechnung interner Forderungen und Verbindlichkeiten erreicht.

Erkennbare Verluste wurden nach Maßgabe des strengen Niederstwertprinzips und verlustfreier Bewertung über Abwertungen des Umlaufvermögens berücksichtigt.

Das Eigenkapital beläuft sich am Bilanzstichtag auf T€ 15.698 (Vorjahr T€ 11.538) ohne Berücksichtigung des Sonderpostens für Zuschüsse und Zulagen.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche Kennzahlen der internen Unternehmensrechnung und -steuerung sind neben der Eigenkapitalquote die Anlagenintensität und der Cashflow.

Die Eigenkapitalquote beträgt ohne Berücksichtigung des Sonderpostens für Zuschüsse und Zulagen zum Ende des Geschäftsjahres 2022 40 % im Vergleich zu 31 % im vorangegangenen Geschäftsjahr.

Die Anlagenintensität stieg von 14 % auf 20 %.

Der Cashflow wird bei der MUGLER SE als Summe des Jahresergebnisses, der Abschreibungen und der Zu- und Abnahmen von Rückstellungen, der passiven Rechnungsabgrenzungsposten und des Sonderpostens gebildet. Er beträgt im Geschäftsjahr 2022 T€ 6.845,5 (Vorjahr T€ 5.793,0).

Die wirtschaftliche Lage ist insgesamt gut.

II. Prognosebericht

Die MUGLER SE ist im Telekommunikationssektor tätig. Angesichts der Unsicherheiten insbesondere hinsichtlich weltweit bestehender Lieferengpässe, der inflationären Preisentwicklung, neuer gesetzgeberischer Aktivitäten mit Auswirkungen auf Marktpreise und der prekären geopolitischen Lage ist keine valide Prognose möglich, inwieweit die MUGLER SE ihre Planungen für 2023 tatsächlich erreichen kann. Das betrifft sowohl die Planungen für die Entwicklung von Geschäftsbereichen als auch Umsatz und Ertrag. Die derzeit bestehenden Unsicherheitsfaktoren sind vielfältig und komplex.

Die MUGLER SE agiert in einem dynamischen wirtschaftlichen Umfeld. Der Preisdruck im Telekommunikationsmarkt wird anhalten. Das Bemühen zur Verbreiterung des Produkt- und Leistungsangebotes, die breite Kundenbasis, der Ausbau der Kapazitäten, die Flexibilität bei der Leistungserstellung sowie verschiedene Entwicklungsaktivitäten werden es der MUGLER SE ermöglichen, auf diese Marktbedingungen zu reagieren und die finanzielle Ertragskraft zu sichern. Die Orientierung an den Faktoren Profitabilität des Geschäftsportfolios, Cash-Flow-Management und effizienter Kapitaleinsatz wird beibehalten.

Die MUGLER SE sieht die generelle Unternehmensausrichtung bestätigt, wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant. Die Auftrags- und Beschäftigungslage kann zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts insgesamt als gut bis sehr gut bezeichnet werden.

Aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage nach Produkten und Leistungen im Bereich Telekommunikationsnetze wird die langfristige Entwicklung des Unternehmens positiv beurteilt.

III. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Die Geschäftsentwicklung im Telekommunikationsbereich hängt wesentlich von der allgemeinen Konjunkturentwicklung in Deutschland und Zentraleuropa, der Wettbewerbssituation sowie regulatorischen Maßnahmen ab. Dabei gibt es wesentliche globale Einflüsse durch Lieferprobleme, Inflation und geopolitische Spannungen.

Den daraus resultierenden Umsatz- und Ergebnisrisiken wirkt die MUGLER SE durch Kostenkontrolle, Diversifizierung der Kundenstruktur sowie marktgerechte Produkte und Leistungen entgegen. Gleichzeitig wird ständig an der Verbesserung von Geschäftsprozessen sowohl bei der Leistungserbringung als auch in der Verwaltung gearbeitet. Möglichkeiten der Digitalisierung werden umfangreich geprüft und genutzt.

Ertragsorientierte Risiken

Die MUGLER SE bietet ihren Kunden ein attraktives Leistungsspektrum, was sich in einer entsprechend guten Auftragslage widerspiegelt und damit zu einer hohen Auslastung der Kapazitäten führt. Allerdings birgt der demografische Wandel Herausforderungen im Personalbereich, denen wir u. a. durch angepasste Arbeitszeitmodelle und Vergütungen, Gesundheitsprogramme sowie die Digitalisierung von Prozessen begegnen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Liquiditätsrisiken werden trotz der herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Situation als beherrschbar eingeschätzt. Aktuell ist nicht vorhersehbar, wie sich die Zinsen am Kapitalmarkt entwickeln und ob es weitere Zinserhöhungen geben wird. Die hohe Inflation führt zu einem Handlungsdruck auf die Zentralbanken, während die hohe Verschuldung der öffentlichen Hand und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dämpfend auf eine adäquate Zinsentwicklung wirken.

Aufgrund der umfangreichen Aktivitäten zum kontinuierlichen Monitoring von Forderungen und zur Generierung eines hohen Cash-Flows kann die Liquiditätssituation als insgesamt gut und im Vergleich zu anderen Unternehmen als überdurchschnittlich bewertet werden.

Risikosteuerung

In der MUGLER SE sind ein Risikomanagementsystem und ein Business Continuity Managementsystem eingeführt. Es erfolgt eine fortlaufende Bewertung von Risiken. Alle Bereiche sind in die Risikosteuerung aufgabenadäquat einbezogen.

2. Chancenbericht

Es besteht ein intensiver Wettbewerb unter den Dienstleistern im Bereich öffentliche und private Netze, der zu einer weiteren Marktbereinigung unter den spezialisierten Anbietern führen kann. Wesentlichen Einfluss auf das Servicegeschäft in den Folgejahren werden die anhaltenden Umbau- und Erweiterungsaktivitäten aller Netzbetreiber haben. Der deutsche Telekommunikationsmarkt ist von einer regen Akquisition von Firmen durch Großunternehmen und institutionelle Investoren ("Mergers & Acquisitions") geprägt.

Die MUGLER SE sieht sich als Unternehmen gut aufgestellt. Die mittelständisch geprägte Organisation und eine damit verbundene Flexibilität bieten zusätzliche Chancen für das Unternehmen. Die MUGLER SE hat sich als Dienstleister in den Bereichen Mobilfunk, Festnetz, BOS und lokale Netze etabliert. Durch die steigenden Anforderungen von Kunden und Gesellschaft an die Leistungsfähigkeit und Verfügbarkeit von Telekommunikationsnetzen wird die Nachfrage nach spezialisierten Dienstleistungen zunehmen. Das wird zu einer Stärkung des Servicegeschäftes und zu mehr Nachfrage bei Planung und Bau von TK-Infrastruktur führen. Mit der Einführung von Campusnetzen bieten sich darüber hinaus substanziell neue Chancen für eine Geschäftsfelderweiterung mit neuen Kundengruppen.

3. Gesamtaussage

In Anbetracht der finanziellen Stabilität, der getroffenen organisatorischen Entscheidungen sowie fortlaufender Prozessverbesserungen sieht sich die MUGLER SE für die Bewältigung künftiger Risiken gut gerüstet und in der Lage, sich bietende Chancen wahrzunehmen.

Zum Berichtszeitpunkt bestanden keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken.

IV. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die MUGLER SE verwendet im Wesentlichen folgende Finanzinstrumente: Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Guthaben bei und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Daraus ergeben sich keine spezifischen Risiken, die eine über das im Rahmen des allgemeinen Risikomanagementsystems hinausgehende Beobachtung und Bewertung erforderlich machen.

Die Gesellschaft verfügt über einen als solvent einzuschätzenden Kundenstamm. Zu den Auftraggebern zählen unter anderem die großen Mobilfunknetzbetreiber, Eigentümer von Telekommunikationsinfrastruktur, Systemtechnikhersteller, Energieversorger, Industrieunternehmen, Behörden und öffentliche Einrichtungen.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die MUGLER SE überwiegend über Kreditlinien verschiedener Banken, die zu keinem Zeitpunkt ausgeschöpft waren.

Das Finanzmanagement zielt darauf ab, den Unternehmenserfolg gegen wesentliche finanzielle Risiken abzusichern. Um Liquiditätsrisiken zu begegnen, werden Liquiditätspläne aufgestellt und im Rahmen vorgegebener organisatorischer Abläufe kontinuierlich überprüft. Bei Neukunden informiert sich die MUGLER SE vor Aufnahme einer Geschäftsbeziehung stets über deren Bonität; Adressrisiken waren zum Zeitpunkt des Jahresabschlusses nicht erkennbar.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

V. Bericht über Betriebsstätten

Betriebsstätten bestehen in Hannover, Döbeln, Berlin und Nürnberg.

Es bestehen keine Zweigniederlassungen im gesetzlichen Sinne.

VI. Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Abhängigkeitsbericht erstellt.

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 7.996.232,80 5.359.223,45
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 299.869,50 268.597,50
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 206.652,50 162.063,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 93.217,00 106.534,00
II. Sachanlagen 7.656.832,12 5.062.525,95
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.253.926,41 1.552.962,41
2. technische Anlagen und Maschinen 365.512,00 469.922,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.965.902,00 3.002.899,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 71.491,71 36.742,04
III. Finanzanlagen 39.531,18 28.100,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 36.431,18 25.000,00
2. Genossenschaftsanteile 3.100,00 3.100,00
B. Umlaufvermögen 30.922.589,42 31.771.394,34
I. Vorräte 5.769.229,29 4.431.100,40
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 787.152,53 701.201,56
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.902.091,66 3.639.500,37
3. fertige Erzeugnisse und Waren 79.930,68 89.485,88
4. geleistete Anzahlungen 54,42 912,59
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 24.907.924,00 27.217.118,89
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.036.682,36 25.718.678,04
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 779,16 13.591,21
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 244.467,62 950.226,12
3. sonstige Vermögensgegenstände 626.774,02 548.214,73
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.500,00 2.500,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 245.436,13 123.175,05
C. Rechnungsabgrenzungsposten 111.615,46 102.644,89
Aktiva 39.030.437,68 37.233.262,68

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 15.697.987,64 11.538.214,11
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Gewinnrücklagen 2.050.000,00 2.050.000,00
1. gesetzliche Rücklage 50.000,00 50.000,00
2. andere Gewinnrücklagen 2.000.000,00 2.000.000,00
III. Bilanzgewinn 13.147.987,64 8.988.214,11
davon Gewinnvortrag 7.988.214,11 4.604.307,91
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 261.583,00 339.442,00
C. Rückstellungen 1.922.582,57 2.899.745,09
1. Steuerrückstellungen 289.025,95 731.306,05
2. sonstige Rückstellungen 1.633.556,62 2.168.439,04
D. Verbindlichkeiten 21.021.545,47 22.370.636,48
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.850.080,23 14.495.723,48
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.700.080,23 8.145.723,48
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 4.150.000,00 6.350.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.313.516,15 2.590.446,16
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.293.312,13 2.582.126,74
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 20.204,02 8.319,42
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.903.521,93 2.756.126,67
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.903.521,93 2.756.126,67
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.954.427,16 2.528.340,17
davon aus Steuern 1.987.435,54 1.325.731,37
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 884,00 2.210,78
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.954.427,16 2.528.340,17
E. Passive latente Steuern 126.739,00 85.225,00
Passiva 39.030.437,68 37.233.262,68

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Umsatzerlöse 78.468.682,84 60.897.594,53
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.262.591,29 101.105,16
3. andere aktivierte Eigenleistungen 14.116,40
4. sonstige betriebliche Erträge 866.422,93 667.758,55
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 128,24
5. Materialaufwand 47.972.576,28 32.812.472,89
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 5.094.687,16 3.023.920,86
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 42.877.889,12 29.788.552,03
6. Personalaufwand 17.257.331,49 15.655.789,86
a) Löhne und Gehälter 14.140.115,86 12.878.435,24
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.117.215,63 2.777.354,62
davon für Altersversorgung 12.561,61
7. Abschreibungen 1.788.532,75 1.438.890,60
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.788.532,75 1.438.890,60
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.649.910,28 5.389.087,39
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 120,27 6,64
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.026,86 2.710,14
davon aus verbundenen Unternehmen 1.568,31 2.691,53
davon Erträge aus Abzinsung 323,55 18,61
10. Aufwendungen aus Verlustübernahmen (Mutter) 297.903,97 62.087,97
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 308.522,98 142.683,94
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 595,99 3.719,44
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.125.882,92 1.738.954,98
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 41.514,00 85.225,00
13. Ergebnis nach Steuern 5.213.179,65 4.429.200,75
14. sonstige Steuern 53.406,12 45.294,55
15. Jahresüberschuss 5.159.773,53 4.383.906,20
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7.988.214,11 4.604.307,91
17. Bilanzgewinn 13.147.987,64 8.988.214,11

Anhang FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2022 BIS 31. DEZEMBER 2022

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: MUGLER SE
Firmensitz laut Registergericht: Oberlungwitz
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Chemnitz
Register-Nr.: 34370

Die MUGLER SE ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss der Europäischen Gesellschaft wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes, der SE-Verordnung sowie des Einkommensteuer- und Körperschaftsteuergesetzes zu beachten.

Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB aufgestellt (§ 265 Abs. 2 HGB).

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemein

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden konnten gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten werden.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit den Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit den Erträgen verrechnet worden.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauerhaft zu dienen.

Rückstellungen wurden im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden. Es wurden alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Für die Bestimmung der voraussichtlichen Nutzungsdauern wurden die steuerlichen Afa-Tabellen als Grundlage der Schätzung übernommen.

Für bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens von einem Wert zwischen 150,01 EUR und 1.000,00 EUR wurde in den Vorjahren im Jahr des Zugangs ein Sammelposten für geringwertige Wirtschaftsgüter gebildet, der über fünf Jahre abgeschrieben wird.

Seit dem Wirtschaftsjahr 2018 wurden Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten größer 250,00 EUR und kleiner, gleich 800,00 EUR gem. § 6 Abs. 2 EStG sofort in voller Höhe als Betriebsausgabe abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

Umlaufvermögen

Die Vorräte und fertigen bzw. unfertigen Leistungen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt.

Die unfertigen Erzeugnisse sowie unfertigen Leistungen werden mit den Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Die Ermittlung und Bilanzierung erfolgt nach Completed-Contract-Methode. Wertkorrekturen zum niedrigeren beizulegenden Wert wurden soweit notwendig vorgenommen. In die Berech3nung der Herstellungskosten sind Kosten für angemessene Aufwendung sozialer Einrichtungen und Fremdkapitalzinsen nicht einbezogen.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Eine das allgemeine Kreditrisiko deckende Pauschalwertberichtigung von 0,3% wurde vorgenommen. Zusätzlich wurde eine das Skontorisiko bezüglich der offenen Forderungen deckende Pauschalwertberichtigung eingestellt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten bilanziert. Nicht werthaltige Forderungen wurden ausgebucht.

Passivposten

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 593.952,91 EUR, Rückstellungen für Gewährleistung in Höhe von 73.490,00 EUR sowie Rückstellungen für Abschluss und Prüfung in Höhe von 20.800,57 EUR enthalten.

Zudem enthalten die sonstigen Rückstellungen Rückbauverpflichtungen in Höhe von 390.308,66 EUR mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Diese wurden mit dem entsprechenden Zinssatz gem. § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Weiterhin ist in den sonstigen Rückstellungen eine Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen in Höhe von 76.429,58 EUR sowie eine Rückstellung für die Betriebsprüfung für die Geschäftsjahre 2021 bis 2022 in Höhe von 5.550,41 EUR eingestelt. Beide Rückstellungen wurden mit dem entsprechenden Zinssatz gem. § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Die weiteren sonstigen Rückstellungen lauten wie folgt:

Ausstehende Kosten

Beiträge Berufsgenossenschaft

Ausgleichsabgabe

Überzahlungen Kunden

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält keine auf fremde Währung lautenden Sachverhalte, die in EUR umgerechnet werden mussten. Unterjährig wurden Verbindlichkeiten in fremder Währung erfasst. Zwischen dem Entstehen der Verbindlichkeiten und deren Fälligkeit ergab sich infolge einer Änderung des Fremdwährungskurses ein Aufwand aus Kursdifferenzen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Im Einzelnen wird auf die Anlage zum Anhang "Anlagenspiegel" hingewiesen.

Finanzanlagen

Im Finanzanlagevermögen sind folgende Beteiligungen an anderen Unternehmen enthalten:

Name Sitz Beteiligungsquote Stammkapital Ergebnis
MUGLER Fixed Networks GmbH Oberlungwitz 100% 25.000,00 EUR 0,00 EUR
MUGLER Polska Sp. z o.o. Lodz 100% 11.431,18 EUR - 5.156,51 EUR

Das negative Ergebnis der MUGLER Fixed Networks GmbH in Höhe von 297.903,97 EUR wurde aufgrund eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages in voller Höhe durch die Muttergesellschaft übernommen.

Anlagenspiegel

Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.005.095,36 104.928,25 0,00 1.110.023,61
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 871.926,44 104.928,25 0,00 976.854,69
2. Geschäfts- oder Firmenwert 133.168,92 0,00 0,00 133.168,92
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen 13.986.028,55 4.309.195,17 462.930,59 17.832.293,13
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.348.469,08 18.014,00 0,00 4.366.483,08
2. technische Anlagen und Maschinen 1.540.569,72 0,00 0,00 1.540.569,72
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.060.247,71 4.256.431,50 462.930,59 11.853.748,62
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 36.742,04 34.749,67 0,00 71.491,71
III. Finanzanlagen 28.100,00 11.431,18 0,00 39.531,18
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 11.431,18 0,00 36.431,18
2. Genossenschaftsanteile 3.100,00 0,00 0,00 3.100,00
15.019.223,91 4.425.554,60 462.930,59 18.981.847,92
Abschreibungen kumuliert 01.01.2022
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Zuschreibungen
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 736.497,86 73.656,25 0,00 0,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 709.862,94 60.339,25 0,00 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 26.634,92 13.317,00 0,00 0,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen 8.923.502,60 1.714.876,50 462.918,09 462.918,09
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.795.506,67 317.050,00 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.070.647,22 104.410,50 0,00 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.057.348,71 1.293.416,00 462.918,09 462.918,09
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
9.660.000,46 1.788.532,75 462.918,09 462.918,09
Abschreibungen kumuliert 31.12.2022
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 810.154,11 299.869,50
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 770.202,19 206.652,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 39.951,92 93.217,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
II. Sachanlagen 10.175.461,01 7.656.832,12
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.112.556,67 1.253.926,41
2. technische Anlagen und Maschinen 1.175.057,72 365.512,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.887.846,62 5.965.902,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 71.491,71
III. Finanzanlagen 0,00 39.531,18
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 36.431,18
2. Genossenschaftsanteile 0,00 3.100,00
10.985.615,12 7.996.232,80

Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden 10 Jahre festgelegt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen gegenüber Aktionären bestanden nicht.

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 3.279,16 EUR (Vorjahr: 16.091,21 EUR).

Sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wurden größere Beträge für noch nicht vereinnahmte Boni und sonstige Forderungen (unter anderem Vorsteuer im Folgejahr abziehbar) erfasst.

Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter.

Rechnungsabgrenzungsposten

In den Rechnungsabgrenzungsposten sind verschiedene Ausgaben enthalten, die erst in den Folgejahren aufwandswirksam werden.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt 500.000,00 EUR. Es ist in 500.000 Stammaktien mit einem Nennbetrag in Höhe von je 1,00 EUR eingeteilt.

Die Gewinnrücklagen enthalten die gesetzliche Rücklage in Höhe von 50.000,00 EUR sowie eine andere Gewinnrücklage in Höhe von 2.000.000,00 EUR. Diese wurde aus den Gewinnvorträgen umqualifiziert.

Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von 7.988.214,11 EUR einbezogen.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Rückstellungen für Personalkosten,

Rückstellungen für die Aufbewahrung von Unterlagen,

Rückstellungen für Gewährleistung sowie

Rückstellungen für Rückbaukosten.

Im Einzelnen wird auf die Anlage "Rückstellungspiegel" verwiesen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Bezüglich der Aufteilung der Restlaufzeiten und deren Sicherung wird auf die Angaben im Verbindlichkeits- spiegel hingewiesen.

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 16.851.341,45 EUR (Vorjahr: 16.012.317,06 EUR).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 4.170.204,02 EUR (Vorjahr: 6.358.319,42 EUR).

Latente Steuern

Es wurden passive latente Steuern in Höhe von 126.739,00 EUR (Vorjahr: 85.225,00 EUR) erfasst.

Anfangsbestand Veränderung Schlussbestand
Aktive latente Steuern 0,00 EUR 0,00 EUR 0,00 EUR
Passive latente Steuern 85.225,00 EUR 41.514,00 EUR 126.739,00 EUR

Die latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz in folgenden Positionen:

Abschreibungen aus Geschäfts- oder Firmenwert

Abschreibungen des Anlagevermögens

Abzinsung der Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen, Aufbewahrung und Personalkosten

Erträge aus der Auflösung von Sonderposten.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 28,955 %.

Sonderposten

Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen wurde gem. § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB gebildet. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt unter den sonstigen betrieblichen Erträgen.

Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären

Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären bestanden nicht.

Verbindlichkeitenspiegel

Art der Insgesamt davon mit einer Restlaufzeit
Verbindlichkeit aktuell
Euro
bis zu 1 Jahr
Euro
1 - 5 Jahre
Euro
über 5 Jahre
Euro
davon gesichert gesichert durch
1. Verbindlichkeiten gegenüber Forderungsabtretung
Kreditinstituten 10.850.080,23 6.700.080,23 4.150.000,00 0,00 9.350.000,00 Globalzession
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.313.516,15 4.293.312,13 20.204,02 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.903.521,93 2.903.521,93 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.954.427,16 2.954.427,16 0,00 0,00 0,00
Summe 21.021.545,47 16.851.341,45 4.170.204,02 0,00 9.350.000,00

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen unterliegen zum Teil branchenüblichen Eigentumsvorbehalten.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Aufstellung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen wurden nicht vorgenommen.

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Tätigkeitsbereich Umsatz
EUR
Services 44.926.357
Mobile Networks 19.478.502
Sonstige 7.035.935
Intern 7.040.214

Die Umsatzerlöse der MUGLER SE werden überwiegend innerhalb Europas getätigt.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Mietverträge in Höhe von 811.258,47 EUR / Jahr sowie Pachtverträge in Höhe von 51.460,32 EUR / Jahr.

Davon gegenüber verbundenen Unternehmen:

Mietverträge in Höhe von 588.000,00 EUR / Jahr
Pachtverträge in Höhe von 48.357,48 EUR / Jahr

Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

Personalbestand am Bilanzstichtag

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 340,25.

Bezüge Aufsichtsrat

Die Bezüge des Aufsichtsrates gliedern sich wie folgt:

Gesamtbezug Aufsichtsrat 31.000,00 EUR

Geschäftsführungsorgane

Vorstand der Aktiengesellschaft war während des abgelaufenen Geschäftsjahres Herr Dipl.-Ing. Hartmut Fiedler.

Dipl.-Ing. Hartmut Fiedler

Vorstand

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Vorsitzender:

Prof. Dr.-Ing. Albrecht Mugler

Geschäftsführer der Prof. Mugler GmbH & Co. KG

Stellvertreter:

Herr Jürgen Dicks

Geschäftsführer der Dicks-Domin & Kollegen Steuerberatungsgesellschaft mbH

Dr. Jürgen Martens

Rechtsanwalt

Sina Gulich-Kahl

Geschäftsführerin der Dicks-Domin & Kollegen Steuerberatungsgesellschaft mbH

Ulf Heinemann

Geschäftsführer der Robotron Datenbank-Software GmbH

Konzernzugehörigkeit

Die MUGLER SE wird in den Konzernabschluss sowie in den befreienden Konzernabschluss der Prof. Mugler GmbH & Co. KG, mit Sitz in Oberlungwitz, als kleinster und größter Konsolidierungskreis einbezogen.

Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 19.500,00 EUR und gliedert sich wie folgt:

Honorar des Abschlussprüfers EUR
a) Abschlussprüfungsleistungen 12.500,00
b) andere Bestätigungsleistungen 3.500,00
c) Steuerberatungsleistungen 3.500,00
d) sonstige Leistungen 0,00

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres gibt es weiterhin hohe Unsicherheiten in der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Aufgrund eines etablierten Risikomanagements sowie der finanziellen und organisatorischen Stabilität sieht sich die MUGLER SE für die Bewältigung künftiger Risiken gut gerüstet.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss beträgt 5.159.773,53 EUR.

Der Vorstand schlägt vor, den für das Geschäftsjahr ausgewiesenen Bilanzgewinn von 13.147.987,64 EUR wie folgt zu verwenden: Ein Teilbetrag von 2.000.000,00 EUR wird als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet. Der Restbetrag von 11.147.987,64 € wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

gez. Herr Hartmut Fiedler

Bericht des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2022 hat der Aufsichtsrat der MUGLER SE die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit der gebotenen Sorgfalt wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Führung des Unternehmens überwacht und stand ihm beratend zur Seite. Dieser informierte den Aufsichtsrat initiativ sowie zeitlich und inhaltlich angemessen über alle Vorgänge von wesentlicher Bedeutung sowie über die Entwicklung der wichtigsten Unternehmenskennzahlen, die strategische Unternehmensplanung, die Geschäftspolitik, den Geschäftsverlauf, die Risikolage und das Risikomanagement. Der Aufsichtsrat hat sich darüber hinaus kontinuierlich ein eigenes Bild von der Lage des Unternehmens gemacht und stand dazu auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in intensivem Kontakt mit dem Vorstand.

Der Aufsichtsrat befasste sich in den Sitzungen mit der aktuellen operativen Entwicklung des Unternehmens und der Geschäftsbereiche, einen Schwerpunkt stellte der Verlauf der Ertrags-, Vermögens,- Finanz- und Risikolage dar. Zu den wichtigsten Beratungsthemen zählten im abgelaufenen Geschäftsjahr außerdem:

- Prüfung und Billigung des Jahresabschlusses 2022 sowie der Quartalsberichte 2022 inkl. Risikoberichtswesen,

- Vorbereitung der Hauptversammlung,

- Weiterentwicklung der Unternehmensorganisation, Ausbau der Kapazitäten.

Sowohl der Jahresabschluss zum 31.12.2022 als auch der Lagebericht einschließlich Anhang sind von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft SRS Audit GmbH gemäß §§ 316 ff. HGB geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Wirtschaftsprüfer hat über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis zustimmend Kenntnis genommen.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht des Geschäftsjahres 01.01.-31.12.2022 der MUGLER SE wurden vorgelegt, geprüft und besprochen.

Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen gegen den Jahresabschlussbericht 2022 der MUGLER SE zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt den aufgestellten Jahresabschluss.

 

Oberlungwitz, den 15.05.2023

gez. Prof. Dr. Albrecht Mugler

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.05.2023 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MUGLER SE

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MUGLER SE - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MUGLER SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Wir haben bestimmt, dass es keine besonders wichtigen Prüfungssachverhalte gibt, die in unserem Bestätigungsvermerk mitzuteilen sind.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

 

Chemnitz, 12. Mai 2023

SRS Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Tilo Heiland, Wirtschaftsprüfer

gez. Claudia Richter, Wirtschaftsprüferin

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