Ungeheuer Automobile GmbH
Ottostr. 22, 76227 Karlsruhe, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Benning seit 23.2.2026 | Prokura |
Norbert Senger seit 6.5.2025 | Prokura |
Daniel Krauß seit 8.9.2022 | Prokura |
Peter Michael Schaffer seit 6.2.2014 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ungeheuer Automobile GmbHKarlsruheJahresabschluss zum 31.12.2014BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Ungeheuer Automobile GmbH, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 24. August 2015 Ernst
& Young GmbH
Marbler, Wirtschaftsprüfer Herrmann, Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 31. Dezember 2014Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2014
Anhang für 2014Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Gliederung, Ansatz und Bewertung erfolgen im Wesentlichen nach den gleichen Methoden wie im Vorjahr. Im Einzelnen wird nach folgenden Grundsätzen bewertet: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige (lineare Methode) sowie gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Anlagegüter werden grundsätzlich linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter werden ab 2010 mit einem Einzelwert bis EUR 410,00 im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Jahr des Zugangs bereits als Abgang erfasst. Die Anlagegüter mit einem Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00, die in den Jahren 2008 bis 2009 angeschafft wurden, wurden auf einem Sammelposten gebucht und über 5 Jahre abgeschrieben. Betriebsfahrzeuge werden zeitanteilig linear abgeschrieben. Zur besseren Darstellung der Vermögens- und Finanzlage haben wir die Betriebsfahrzeuge gesondert in der Bilanz ausgewiesen. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Gebrauchtfahrzeuge werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Schwacke-Einkaufswerts bewertet. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten und den unter den Verbindlichkeiten genannten Sicherungsübereignungen sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Bei den zu Nominalwerten angesetzten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in einer gesonderten Übersicht dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten kurzfristige Darlehen in Höhe von TEUR 5.530 (Vj. TEUR 5.360), die übrigen betreffen den laufenden Liefer- und Leistungsverkehr. Latente Steuern Aktive und passive latente Steuern werden verrechnet. Insgesamt ergibt sich ein aktiver latenter Überhang, der nach dem Ansatzwahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert wird. Die latenten Steuern ergeben sich im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei immateriellen Vermögensgegenständen sowie den sonstigen Rückstellungen. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von ca. 30 % zugrunde gelegt. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital beträgt wie im Vorjahr EUR 100.000,00. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beträgt wie im Vorjahr EUR 13.100.000,00. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Personalkosten und Rücknahmeverpflichtungen aus Leasinggeschäften. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten solche gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 100 (Vj. TEUR 0). In den Bankverbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten enthalten, die überwiegend der Finanzierung der erworbenen Fahrzeuge dienen (TEUR 19.378; Vj. TEUR 17.590). Die finanzierten Fahrzeuge sind grundsätzlich sicherungsübereignet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen in Höhe von TEUR 50.619 sonstige finanzielle Verpflichtungen (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 2.561). Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen enden zwischen 2015 und 2020. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsätze nach Tätigkeitsbereichen
Die Umsätze wurden im Wesentlichen im Inland erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um die Auflösung von Rückstellungen (TEUR 187), Werbekostenzuschüsse vom Hersteller (TEUR 70), die Auflösung von Wertberichtigungen (TEUR 10) und die Weiterverrechnung von Werbekosten (TEUR 22). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen überwiegend Kosten für Verwaltungsaufwendungen (TEUR 1.781), Grundstücksaufwendungen (TEUR 1.707), Betriebsaufwendungen (TEUR 869), Verkaufskosten (TEUR 879), Werbungsaufwendungen (TEUR 559). Sonstige Angaben Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Geschäftsführung Als Geschäftsführer ist bestellt: Rudolf Wohlfarth, Backnang (ab 1. Juli 2013 bis 6. Februar 2014) Peter Schaffer, Stuttgart (ab 1. Januar 2014) Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer mit dem Prokuristen. Gesamtbezüge der Geschäftsführung sowie ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung Bezüglich der Angabe der Organbezüge nehmen wir die Erleichterungsvorschriften des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch. Honorar des Abschlussprüfers Von einer Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB wird abgesehen, da die Angaben im Konzernabschluss der Frey Automobil Holding Deutschland GmbH, in den der Jahresabschluss der Ungeheuer GmbH mit einbezogen wird, enthalten sind. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Es wurden folgende wesentliche Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen durchgeführt, soweit diese nicht mit Tochterunternehmen abgeschlossen worden sind, die im Konzernabschluss der Frey Automobil Holding Deutschland GmbH, Stuttgart, vollkonsolidiert werden:
1) Es handelt sich um Tochterunternehmen der Walter Frey Holding AG, Zürich/Schweiz. Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der Ungeheuer Automobile GmbH wird in den Konzernabschluss der Frey Automobil Holding Deutschland GmbH, Stuttgart, einbezogen. Dieser wird im Bundesanzeiger offengelegt. Der Abschluss der Frey Automobil Holding Deutschland GmbH wird wiederum in den Konzernabschluss der Walter Frey Holding AG, Zürich/Schweiz, als höchster Konzernspitze einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.
Karlsruhe, 24. August 2015 Die Geschäftsführung Peter Schaffer Entwicklung des Anlagevermögens 2014
1) Davon außerplanmäßige Abschreibungen TEUR 6. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014Gesamtwirtschaftliches Umfeld und BranchenentwicklungWirtschaft und KonjunkturTrotz des schwierigen weltwirtschaftlichen Umfelds konnte sich die deutsche Wirtschaft im Geschäftsjahr 2014 behaupten, auch wenn das Wachstum geringer ausfiel als zuerst angenommen. Dadurch bedingte Einbußen konnten vor allem durch eine starke Binnennachfrage kompensiert werden. Die deutsche Wirtschaft bewies Stabilität. Mit einer Erhöhung von 1,5 Prozent lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt über dem Durchschnittswert von 1,2 Prozent der letzten zehn Jahre. Die Erwerbstätigkeit erreichte den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung und auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung verzeichnete einen starken Zuwachs. Dahingegen ist die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen im Jahresdurchschnitt 2014 auf 2,9 Mio. gesunken, das entspricht 52.000 oder 1,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Aufgrund einer anhaltend gefestigten konjunkturellen Lage sowie günstigen Finanzierungsbedingungen für die Unternehmen verminderten sich die Insolvenzen im vierten Jahr infolge. Laut einer Schätzung des Verbandes der Vereine Creditreform e.V. war ein Rückgang von 4,4 Prozent (Vorjahr: -6,1 Prozent) zu verzeichnen. Sowohl die Zahl der Unternehmensinsolvenzen (-8,9 Prozent, Vorjahr: -9,1 Prozent) als auch die Zahl der Privatinsolvenzen (-4,9 Prozent, Vorjahr: -6,8 Prozent) ist 2014 noch einmal deutlich zurückgegangen. Entwicklung AutomobilhandelNeuzulassungenNach sechs aufeinanderfolgenden Jahren, in denen sich die Neuzulassungen stets verminderten, konnte laut Angaben des Branchenverbandes ACEA (Association des Constructeurs Européens d'Automobiles) 2014 erstmals wieder ein Zuwachs auf dem europäischen Pkw-Markt (inkl. der EFTA-Staaten) verzeichnet werden. Im 16ten Monat infolge stiegen die Neuzulassungen auch im Dezember. Insgesamt erhöhten sich die Neuzulassungen im Jahr 2014 um 5,4 Prozent auf 13,01 Mio. (Vorjahr: -1,8 Prozent). Bei Betrachtung der einzelnen Märkte verzeichnete Spanien mit 18,4 Prozent den höchsten Zuwachs, gefolgt von Großbritannien mit 9,3 Prozent. Die positive Entwicklung ist ebenfalls in Deutschland (+2,9 Prozent), Italien (+4,2 Prozent) und Frankreich (+0,3 Prozent) zu erkennen. So erreichten diese Länder nach mehrmaligen Rückgängen erstmals wieder einen Anstieg der Neuzulassungen. In Deutschland ist der Anstieg der Neuzulassungen vor allem auf eine Zunahme der Nachfrage im Flottengeschäft aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung zurückzuführen. Die Kurzzulassungen bis 30 Tage waren mit 111 Tsd. Fahrzeugen im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Der Anteil im Verhältnis zum Gesamtmarkt ist von 3,9 Prozent auf 3,65 Prozent gesunken. Sowohl die deutschen Marken als auch die Importmarken verzeichneten prozentual einen Anstieg der Neuzulassungen. Dabei lag der Anstieg bei den Importmarken mit 3,6 Prozent um 1,2 Prozentpunkte über dem der deutschen Marken. In absoluten Zahlen gesehen führten die deutschen Marken jedoch mit weitem Abstand. Im Gegensatz zum Vorjahr verzeichneten über die Hälfte aller in der KBA Statistik gelisteten Marken (63 Prozent) Zulassungssteigerungen. Bei den deutschen Marken konnte Porsche mit deutlichem Abstand die höchste Wachstumsrate aufweisen. Außer Mini, Mercedes Benz und Smart gelang es allen deutschen Herstellern, ihre Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahr zu steigern. Auch der überwiegende Teil der Importmarken verzeichnete Zuwächse unterschiedlichsten Ausmaßes, im Bereich von 0,5 Prozent (Fiat) bis 48,8 Prozent (Jeep). Aufgrund der Trennung von Modellreihen und teilweise veränderten Segmentzuordnungen ab Januar 2014 ist der Vergleich nach Segmenten zum Vorjahr nur bedingt möglich. Die Analyse nach Fahrzeugklassen zeigt, dass vor allem in Kompakt- und Oberklasse, sowie bei SUVs und Geländewagen Zulassungssteigerungen erzielt werden konnten. In den anderen Segmenten lagen die Zulassungen entweder auf Vorjahresniveau oder darunter. Der Anteil der privaten Neuzulassungen sank auch im Jahr 2014 weiter. Im Vergleich zum Vorjahr verminderte sich der Anteil auf 36,2 Prozent gegenüber 37,9 Prozent in 2013 und 38,2 Prozent in 2012. Der Anteil der gewerblichen Zulassungen hat sich um 1,7 Prozentpunkte leicht erhöht. Keine großen Veränderungen gab es auch beim Verhältnis von benzin- (50,5 Prozent) zu dieselgetriebenen (47,8 Prozent) Pkw. Der Anteil der Neuwagen mit alternativen Antriebsarten stieg von 1,6 auf 1,7 Prozent, darunter 27.435 Hybride und 8.522 Elektro-Pkw, etwa 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Die CO2-Emission der Pkw ging 2014 weiter zurück, im Durchschnitt auf 132,8 g/km. BesitzumschreibungenDer Gebrauchtwagenmarkt verzeichnete 2014 einen leichten Rückgang um 0,3 Prozent. Im Vorjahr war mit einer Zuwachsrate von 3,0 Prozent noch eine gegenläufige Entwicklung zu erkennen. Insgesamt wechselten 7,07 Mio. Fahrzeuge im Laufe des Jahres den Halter. Die leicht rückläufige Entwicklung stellt das Resultat einer geringeren Anzahl an Kurzzulassungen dar. Trotz des Rückgangs an herstellereigenen und händlereigenen Zulassungen spielt die Vermarktung von Tageszulassungen, Mietwagenrückläufern und Jungwagen mit zum Teil erheblichen Nachlässen immer noch eine große Rolle. AutomobileinzelhandelsbetriebeInsgesamt betrachtet konnte der Umsatz im Automobilhandel im Berichtsjahr leicht gesteigert werden. Der Rückgang im Service konnte durch Zuwächse im Neufahrzeughandel und im Gebrauchtfahrzeughandel kompensiert werden. Unverändert wird die aktuelle Situation durch einen auf absehbare Zeit anhaltenden Margendruck bestimmt. So fiel die durchschnittliche Umsatzrendite in deutschen Autohäusern erstmals auf nur 1,0 Prozent (Vorjahr: 1,3 Prozent). In 2014 ist die Anzahl der Kraftfahrzeugbetriebe auf dem gleichen Niveau geblieben wie im Vorjahr. Von den 38.500 Betrieben waren 17.500 Markenwerkstätten und 21.000 fabrikatsungebunden, auch hier haben sich keine Änderungen gegenüber dem Vorjahr ergeben. Aufgrund deutlich gestiegener Neuwagenpreise und Zulassungszahlen hat sich der Neuwagenumsatz gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Während dieser 2013 noch bei 79,79 Mrd. Euro lag, ergaben die 3,037 Mio. Neuzulassungen in 2014 (2013: 2,95 Mio.) mit einem Durchschnittspreis von 28.330 Euro (2013: 27.030 Euro) einen Umsatz von 86,04 Mrd. Euro. Das entspricht einem Plus von etwa 8 Prozent. Darin enthalten sind neben dem Umsatz des Markenhandels, der den größten Anteil ausmacht, auch die Flottengeschäfte und die Verkäufe an Firmenangehörige sowie die Verkäufe von EU-Neuwagen. Auch über die in den letzten Jahren vermehrt aufgetretenen Online-Neuwagenplattformen wurden zunehmend mehr Fahrzeuge bestellt. Insgesamt standen die Neuwagen im Wettbewerb zum großen Angebot an jungen Gebrauchtwagen. 2014 waren 11 Prozent aller Gebrauchtfahrzeuge Jahreswagen, ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozentpunkte. Der erhöhte Neufahrzeugabsatz spiegelt sich auch in den Wanderungsbewegungen zwischen Neuwagen und Gebrauchtwagen wider. So wechselten in 2014 820 Tsd. Pkw-Käufer von Gebrauchtwagen zu Neuwagen. Umgekehrt waren es mit 815 Tsd. aber nur geringfügig weniger Käufer. Im Gebrauchtwagengeschäft wurde im Berichtsjahr 2014 insgesamt ein Umsatz von 69,78 Mrd. Euro verzeichnet, was einem Zuwachs von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Zwar erfolgten weniger Besitzumschreibungen, jedoch stiegen die Durchschnittspreise von 9.420 Euro im Jahr 2013 auf 9.870 Euro im Jahr 2014. Dies ist auch auf die hohe Anzahl an Jahreswagen zurückzuführen. Der Umsatz wurde dabei zu 41 Prozent im privaten Markt, zu 38 Prozent im Markenhandel und zu 21 Prozent im freien Handel erzielt. Die drei Teilmärkte haben sich sehr unterschiedlich entwickelt. Der Privatmarkt und der freie Handel mussten drastische Rückgänge sowohl bei Stückzahlen als auch beim Umsatz verzeichnen - zugunsten des Markenhandels, der hohe Zuwachsraten erzielte. Angesichts besserer Fahrzeugqualität und des Trends vieler Autokäufer, von einem Neu- auf einen attraktiven Gebrauchtwagen umzusteigen, wird der Gebrauchtwagenmarkt in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Statistisch gesehen kamen im Jahr 2014 auf einen verkauften Neuwagen 2,32 gebrauchte Fahrzeuge. Im Jahr 2013 war dieses Verhältnis mit 2,4 Gebrauchtwagen auf einen Neuwagen noch höher. Angesichts des derzeitigen Pkw-Fahrzeugbestands von 50,2 Mio. ist und bleibt das Werkstattgeschäft ein wichtiger Umsatzträger für die Kraftfahrzeugbetriebe. Im Jahr 2014 verminderte sich der Gesamtaufwand für Reparaturarbeiten auf etwa 8,59 Mrd. Euro, im Vorjahr waren es noch 9,51 Mrd. Euro. Es wurden insgesamt 67,6 Mio. Reparatur- und Wartungsaufträge erteilt (2013: 74 Mio. Aufträge). Davon wurden 39,3 Mio. Aufträge von Markenwerkstätten (2013: 45,3 Mio. Aufträge) und 28,3 Mio. Aufträge von freien Werkstätten (2013: 28,8 Mio. Aufträge) durchgeführt. Entwicklung GesellschaftGeschäftsverlaufAbsatz- und UmsatzentwicklungNeufahrzeugeDer Großraum Karlsruhe gilt als wirtschaftlich starker Raum mit hoher Kaufkraft. Die Lage am Arbeitsmarkt war und ist sehr stabil. Dieses Umfeld wirkte sich auch positiv auf die Entwicklung im Fahrzeuggeschäft aus. Über alle Marken hinweg war insgesamt ein Zuwachs von 320 Fahrzeugen bzw. 2,8 Prozent auf 11.833 Fahrzeuge zu verzeichnen. Damit wurde eine Zuwachsrate erzielt, die nur knapp unter der am Gesamtmarkt lag. Der zuvor beschriebene Wirtschaftsraum entspricht unserem Marktverantwortungsgebiet. Was die beiden Marken BMW und Mini unseres Portfolios anbelangt, so verzeichneten wir hier einen Zuwachs der Neuzulassungen um 10,0 Prozent. Damit wurde ein deutlich besseres Ergebnis erzielt als dies im Bund der Fall war. Während bundesweit der Marktanteil sich leicht auf 8,9 Prozent verminderte, konnte im Marktgebiet Karlsruhe dieser um 0,7 Prozentpunkte auf 12,9 Prozent gesteigert werden. Die Geschäftsentwicklung an unseren vier Standorten war zufriedenstellend. Der Absatz konnte in Summe um 15,5 Prozent auf 1.485 Neufahrzeuge gesteigert werden. Darin enthalten waren 21 Fahrzeuge der Marke BMW i, die erst in 2014 neu auf den Markt kam. BMW i steht für zukunftsorientierte Elektrofahrzeuge. Genauso sind mit der Marke Mobilitätsdienstleistungen, inspirierendes Design sowie eine neue Definition von Premium verbunden. Vor allem das Thema Nachhaltigkeit steht hier im Mittelpunkt. Bei der Marke BMW sowie Mini ist es uns ebenfalls gelungen den Absatz um 13,3 Prozent bzw. 17,5 Prozent zu steigern. Das zuvor beschriebene Wachstum ist nicht zu letzt das Resultat einer konsequenten und aktiven Marktbearbeitung. GebrauchtfahrzeugeAuch im Gebrauchtwagengeschäft wurde die Marktbearbeitung intensiviert. Hinzu kam die Abnahme von zusätzlichen Fahrzeugen aus dem BMW - Dienstwagenprogramm. Dadurch ist es gelungen den Absatz von Gebrauchtfahrzeugen im abgelaufenen Geschäftsjahr um 4,8 Prozent auf 2.011 Fahrzeuge (Vorjahr 1.919) zu steigern. After SalesIm Service nahm der Umsatz um 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Im Wesent-lichen resultiert dies aus einem Anstieg der fakturierten Stunden sowie einer Erhöhung des durchschnittlichen Verrechnungspreises. Die Auslastung der Werkstatt war während des ganzen Jahres zufriedenstellend. Im Teile und Zubehör Bereich wurde im vergangenen Geschäftsjahr ein Zuwachs bei den Umsatzerlösen von 11,3 Prozent erzielt. ErgebnisentwicklungDas Geschäftsjahr 2014 konnte mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 262 Tsd. Euro abgeschlossen werden und liegt damit deutlich unter dem Vorjahr. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, im Vorjahr war es möglich aufgrund der Risikoentwicklung bei den Leasingfahrzeugen die bestehende Drohverlustrückstellung deutlich zu reduzieren. Der im Vorjahr hieraus resultierende Ergebniseffekt belief sich auf 1,6 Mio. Euro. Insgesamt betrachtet wurde ein Umsatz in Höhe von 100.306 Tsd. Euro (Vorjahr: 89.138 Tsd. Euro) erzielt. Dieser Zuwachs konnte in allen Leistungsbereichen des Unternehmens realisiert werden. Der erzielte Rohertrag lag absolut betrachtet mit 16.476 Tsd. Euro um 2.297 Tsd. Euro über dem Vorjahr; in der Struktur (Relation Rohertrag zum Umsatz) erhöhte er sich ebenfalls von 15,9 Prozent auf nunmehr 16,4 Prozent. Die Verminderung der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert hauptsächlich aus der deutlich geringeren Auflösung der Rückstellung für Verlustrisiken aus der Rücknahme von Leasingfahrzeugen. In 2014 wurden im Jahresdurchschnitt mit 194 Mitarbeitern 6 Mitarbeiter mehr beschäftigt als ein Jahr zuvor. Der Personalaufwand ist daher um 770 Tsd. Euro gestiegen. Bedingt durch den gesteigerten Umsatz verminderte sich jedoch der Personalaufwand in Relation zum Umsatz von 9,6 Prozent im Vorjahr auf 9,3 Prozent im Berichtsjahr. Die Abschreibungen lagen infolge von Ersatzinvestitionen über denen des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen aufgrund höherer Werbe- und Verkaufskosten sowie Immobilien- und Betriebsaufwendungen an. Denen stand ein Rückgang der Verwaltungskosten gegenüber, der nicht ausreichte um den Anstieg zu kompensieren. Auch in der Relation zum Umsatz war eine leichte Erhöhung von 5,8 Prozent in 2013 auf 6,0 Prozent in 2014 zu verzeichnen. Der Anstieg des Zinssaldos ist vor allem auf einen Anstieg des Geschäftsvolumens zurückzuführen. VermögensentwicklungInsbesondere der Anstieg der Neu- und Gebrauchtfahrzeugbestände sowie der Forderungen führten in Summe zu einem Anstieg der Bilanzsumme im abgelaufenen Geschäftsjahr um 13,6 Prozent auf 35.550 Tsd. Euro. Vor allem der Anstieg der Forderungen ergab sich aus Abnahmeprogrammen des Herstellers. Dadurch konnten höhere Bonusansprüche generiert werden. Der Anstieg der Forderung ist stichtagsbedingt. Aufgrund des geringeren erzielten Jahresüberschusses sowie des Anstiegs der Bilanzsumme verminderte sich die Eigenkapitalquote von 23,3 Prozent im Vorjahr auf 21,2 Prozent im Berichtsjahr, obwohl das Eigenkapital absolut betrachtet weiter zunahm. Die Erhöhung der Rückstellungen um 232 Tsd. Euro resultiert im Wesentlichen aus höheren Rückstellung für Steuern sowie personalbezogenen Rückstellungen, insbesondere aus höheren Erfolgsbeteiligungen. Korrespondierend zum Aufbau der Vorräte vergrößerten sich zum Jahresende auch die Bankverbindlichkeiten. Der Kapitalaufbau (Relation Eigenkapital zu Fremdkapital) des Unternehmens sank im Vergleich zum Vorjahr von 30,3 Prozent auf 26,9 Prozent. Das Eigenkapital deckt unverändert das Anlagevermögen (ohne Vorführfahrzeuge) vollständig und Teile des Umlaufvermögens ab. Das Working Capital der Gesellschaft nahm von 6.061 Tsd. Euro auf 6.271 Tsd. Euro zu. FinanzentwicklungIm Vergleich zum Vorjahr verschlechterte sich der Cashflow aufgrund des geringen Jahresüberschusses von 1.989 Tsd. Euro auf 1.006 Tsd. Euro. Der Rückgang entspricht in etwa dem Sondereffekt (Auflösung einer Risikorückstellung) im Vorjahr. MitarbeiterZum Stichtag 31.12.2014 waren inklusive der Mitarbeiter im Mutterschutz sowie Aushilfen 206 (im Vorjahr: 195 Mitarbeiter) beschäftigt. Im Hinblick auf den weiteren Ausbau des Vertriebs, konnten wir 10 Auszubildenden nach deren Abschluss einen Arbeitsplatz anbieten. Die Basis für die Kundenzufriedenheit sind unsere Mitarbeiter und dementsprechend nimmt das Thema auch eine zentrale Stellung ein. Mit ihrem Fachwissen, Ihren Ideen und ihrem Engagement tragen sie maßgeblich zu einer hohen Kundenzufriedenheit und damit zum Unternehmenserfolg bei. Regelmäßige interne und externe Schulungen führen zur Freisetzung von Potentialen, die wir konsequent nutzen. GesamtbeurteilungInsgesamt betrachtet ist die Geschäftsentwicklung aus Sicht der Geschäftsleitung günstig verlaufen. Nicht finanzielle LeistungsfaktorenUnverändert gelten durch die Einbindung in den Gruppenverbund der Emil Frey Gruppe die gleichen nicht finanziellen Leistungsfaktoren wie für die gesamte Gruppe. Neben einer effizienten und gut geführten Organisation, haben die nachfolgend dargestellten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren entscheidenden Anteil um die bestehenden Herausforderungen, mit denen die beiden Marken in dem zu verantwortenden Marktgebiet konfrontiert sind, zu bewältigen. Im Einzelnen sind dies: - Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ungeheuer Automobile GmbH sind ein wesentlicher Teil unseres Kapitals. Durch interne und externe Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen wird ein hohes Ausbildungsniveau, das den aktuellen Anforderungen gerecht wird gewährleistet. Die langfristige Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit wird durch die frühzeitige Integration des eigenen Nachwuchses in die Geschäfts- und Arbeitsprozesse erzielt. - Die Loyalität zu unseren Handelspartnern und Kunden, die Fairness in allen Belangen und das Bestreben gute Produkte und erstklassige Facharbeit zu fairen Preisen zu bieten, stellen nachhaltige und unverzichtbare Grundwerte unserer Gruppe dar. - Weitere wichtige Faktoren stellen zum einen die Positionierung unserer Autohäuser und zum anderen die beiden Marken dar. ZweigniederlassungenIn 2014 ergaben sich keine Veränderungen. Die Gesellschaft hat ihren Hauptsitz in Karlsruhe und unterhält nichtselbständige Zweigniederlassungen in Bruchsal, Ettlingen und Rastatt. Risikomanagement der Emil Frey Gruppe DeutschlandAllgemeinDie Gesellschaft ist in das Risikomanagement der Emil Frey Gruppe Deutschland eingebunden. Für unmittelbar aus den Geschäftsaktivitäten resultierende Risiken gilt grundsätzlich das Prinzip, diese zu minimieren bzw. zu vermeiden. Bewusst werden Risiken nur dann eingegangen, wenn diese kalkulierbar und unerlässlich für die Wertsteigerung des Unternehmens sind. Monatlich werden mit den verantwortlichen Leitern die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Marktentwicklung und deren Auswirkung auf die Geschäftsentwicklung erörtert. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den für die Automobilhandelsbranche kritischen Faktoren, wie die Entwicklung des Vorratsvermögens und der Debitoren, sowie der Umfang von Leasingrückläufern und sogenannten Rental-Geschäften inklusive deren Bewertung vor dem Hintergrund der aktuellen Restwertentwicklung. Vor allem bei der letzteren Art von Geschäften, bei denen eine Buy Back-Verpflichtung eingegangen werden soll, müssen diese zur Genehmigung der Geschäftsleitung der Emil Frey Gruppe vorgelegt werden. Derivative Basisabsicherungen gegen Zinsänderungsrisiken werden zentral und nach Rücksprache mit der Geschäftsleitung Deutschland und der Muttergesellschaft in Zürich vorgenommen. Grundsätzlich wird bei allen Zinssicherungsgeschäften die Marktwertentwicklung monatlich berichtet. Die Risikobewertung wird derzeit so weit wie möglich quantitativ vorgenommen. Hierbei ist infolge der Unsicherheit künftiger Entwicklungen ein subjektiver Beurteilungsspielraum gegeben. Risiken der künftigen EntwicklungEinen Überblick über identifizierte Risiken gibt die folgende Auflistung: Umfeld- und Branchenrisiko: · Marktmacht der Hersteller · Risiken aus der Gruppenfreistellungsverordnung Unternehmensstrategische Risiken: · Entwicklung der Gebrauchtwagenpreise und des Restwert-Risikos Leistungswirtschaftliche Risiken: · Subventionierung der Konditionen durch Hersteller · Erhöhtes Garantierisiko aufgrund gesetzlicher Vorschriften Sonstige Risiken: · Finanzstrukturrisiko · Finanzwirtschaftliche Risiken wie Zinsänderung · Informationstechnische Risiken · Betrugs- und Prozessrisiko · Personalstrukturrisiko Ereignisse nach Ablauf des GeschäftsjahresVorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht mehr ergeben. Prognosebericht (Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung)Entwicklung gesamtwirtschaftliches Umfeld und BrancheDie Prognosen für das Wirtschaftswachstum 2015 lagen zum Ende des Geschäftsjahres 2014 in der Bandbreite von 1,3 Prozent bis 1,5 Prozent. Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland haben zwischenzeitlich die führenden Institute und auch die Bundesregierung Ihre Einschätzungen deutlich nach oben korrigiert. Die Bandbreite liegt nunmehr bei 1,6 Prozent bis 2,2 Prozent. Die Gründe hierfür sind unter anderen die niedrigeren Ölpreise sowie der schwache Euro, der für ein Wachstum im Export sorgt. Dies hat auch Auswirkungen auf das Konsumklima in Deutschland, das sich ebenfalls positiv entwickelt. Trotz dieser positiven Einschätzung des wirtschaftlichen Umfeldes, sind die Vertreter der Automobilbranche bei der Abgabe der Neuzulassungsprognose für das Jahr 2015 vorsichtig. Allgemein wird von 2,9 - 3,0 Mio. Neuzulassungen ausgegangen. Im Vergleich zu 2014 entspricht dies einem Rückgang bzw. Nullwachstum. Im Gebrauchtfahrzeuggeschäft werden in etwa 7,0 Mio. Fahrzeuge den Halter wechseln. Im Service- und Ersatzteilegeschäft wird wie bereits ein Jahr zuvor tendenziell eine leicht steigende Nachfrage erwartet. Entwicklung Ungeheuer Automobile GmbHIm Jahr 2015 erwarten wir bei den BMW Neuwagen eine kontinuierliche Steigerung des Absatzes. Die in 2014 eingeführten Modelle 4er Cabrio, 4er Gran Coupe, X4 und 2er Aktive Tourer werden in allen Modellreihen und Motorvarianten zur Verfügung stehen. Als Modellneuheit wird noch der 2er Gran Tourer hinzukommen. Da außer dem BMW 7er keine Modellausläufe geplant sind, erwarten wir eine Absatzsteigerung sowohl im Detail, als auch im Großkundengeschäft. Wir erwarten eine weitere Akzeptanz, verbunden mit wirtschaftlichen Anreizen der elektrogetriebenen Modelle BMW i3 und BMW i8. Hierauf sind wesentliche Anteile unserer geplanten Volumensteigerung zurückzuführen. Bei MINI werden die in 2014 neu eingeführten Modelle MINI Hatch und MINI Hatch 5-Türer ab Anfang 2015 vollumfänglich verfügbar sein. In sofern erwarten wir eine Steigerung des Absatzes. Bei der Vermarktung von Gebrauchtwagen bestehen im Großraum Karlsruhe weitere Potenziale, sodass wir von einer weiteren Steigerung des Absatzes ausgehen. Wie in den Jahren zuvor werden wir auch in 2015 am Dienstwagenprogramm (JGA) der BMW AG teilnehmen. Durch die weitere Verstärkung des Servicebereiches in den Standorten Ettlingen, Bruchsal und Rastatt planen wir eine weitere Verbesserung der Servicemarktausschöpfung. Darüber hinaus bestehen weitere Potenziale im Bereich Karosserie und Lackiererei. Um die neuen BMW-Standards erfüllen zu können sind einige Investitionen in Werkstattausrüstung notwendig. Im Teile und Zubehörbereich werden in Folge des Anstiegs der fakturierten Stunden und damit des Anstiegs des Werkstattumsatzes mit weiteren Umsatzzuwächsen gerechnet. Die Planung basiert auf dem aktuellen Stand des BMW Teile und Zubehör Preissystems. Im Hintergrund läuft aktuell eine Überarbeitung der Rabattierung durch die BMW AG, hier sind jedoch noch keine Details bekannt. Neben dem großen Augenmerk bei der Umsetzung der Standards (Future Retail) wird insbesondere die quartalsweise Erreichung der Retailziele und die Kundenzufriedenheit prämiert. Das Konzept "Future Retail" soll in ganz Europa gleichermaßen umgesetzt werden. Es besteht aus Hard- und Softfacts, die einheitlich und ganz zu erfüllen sind. Nach einer ersten Sichtung der Anforderungen gehen wir von Investitionen in der Bandbreite von 0,5 Mio. Euro bis 0,6 Mio. Euro aus. Aufgrund der beschriebenen Sachverhalte konnten die Umsatz-, Absatz-und Ergebniserwartungen für 2014 in vollem Umfang erreicht werden. Basierend auf den beschriebenen Erwartungen planen wir für das Jahr 2015 mit einem Umsatz von ca. 110 Mio. Euro und einem ausgeglichenen Ergebnis. Risiken für 2015 ergeben sich aus der weiteren Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes, da Volkswirtschaften wie Deutschland und Frankreich keine Wachstumsimpulse in die Märkte senden. Andererseits dämpfen ungelöste politisch Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten die Konsumbereitschaft.
Karlsruhe, 24. August 2015 Peter Schaffer, Geschäftsführung |
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