PCW Management GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Manfred Kirchberger seit 14.10.2024 | Geschäftsführer |
Alessandro Calabrese seit 14.10.2024 | Geschäftsführer |
Daniel Tobias Müller seit 28.6.2024 | Geschäftsführer |
Hans-Joachim Müller seit 12.5.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 52.00% | |
D***** T***** M***** | 12.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PCW GmbH (vormals: Polyplast Compound Werk GmbH)EilenburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Bilanz zum 31. Dezember 2016AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2016
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016der PCW GmbH, EilenburgI. Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Grundlagen der Währungsumrechnung II. Erläuterungen der Bilanz III. Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung IV. Haftungsverhältnisse V. Sonstige finanzielle Verpflichtungen VI. Sonstige Angaben VII. Nachtragsbericht VIII. Geschäftsführung I. Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie PCW GmbH hat ihren Sitz in Leipzig und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Leipzig unter HRB 22412 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unter Berücksichtigung der Vorschriften des HGB die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Im Jahresabschluss zum 31.12.2016 wendet die Gesellschaft erstmals die durch das Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz (BilRUG) geänderten handelsrechtlichen Vorschriften an. Aktiva Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden linear über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei den Anschaffungskosten wurden keine Zinsen berücksichtigt. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich aufgelaufener Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden linear vorgenommen. Im Jahr 2016 wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, die geringwertigen Wirtschaftsgüter bis € 410 zu erfassen und im Zugangsjahr voll abzuschreiben. Die PCW GmbH hält eine 100 % Beteiligung an der Vorratsgesellschaft1 PCW GmbH, welche unter den Finanzanlagen ausgewiesen wird. Für die Vorratsgesellschaft1 PCW GmbH beträgt der Jahresüberschuss 2015 T€ 3 und das Eigenkapital T€ 25. Umlaufvermögen Bei den Vorräten erfolgt der Ansatz der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten angesetzt, diese umfassen die Material- sowie die Fertigungseinzelkosten. Des Weiteren wurden angemessene Teile der notwendigen Materialgemeinkosten, der notwendigen Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist, eingerechnet. Kosten der Verwaltung und Fremdkapitalzinsen werden nicht berücksichtigt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert angesetzt, soweit nicht Einzelabwertungen wegen Ausfallrisiken erforderlich waren. Forderungen in ausländischer Währung wurden zum amtlichen Mittelkurs des Stichtags bewertet. Passiva Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in der Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um die zukünftigen Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Verbindlichkeiten werden ebenfalls mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Latente Steuern für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten werden ermittelt, auf Grund der körperschaftsteuerlichen wie gewerbesteuerlichen Organschaft jedoch nicht auf Ebene der Organgesellschaft sondern auf Ebene des Organträgers, also der Gesellschafterin erfasst. II. Erläuterungen Bilanz1) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016 wird gesondert im Anlagenspiegel dargestellt. 2) Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von € 11.872,55 (Vorjahr: € 322.050,00 gegen die Polyplast Global Engineering GmbH) gegen die Polyplast Vermögensverwaltungs GmbH. 3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von € 533.556,08 (Vorjahr: € 609.763,65) betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Factoring, Forderungen aus Stromsteuer für das IV. Quartal 2016 und dem Einkaufsbonus von Lieferanten für 2016. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 4) Eigenkapital Auf Grund des abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag wird der Verlust vollständig durch die Polyplast Müller GmbH, Straelen, ausgeglichen. Somit beträgt das Eigenkapital der PCW GmbH zum Stichtag 31.12.2016 € 25.633,12. 5) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von € 474.195,03 setzen sich zusammen aus Personalkosten € 168.687,70, Garantierückstellungen € 100.000,00, ausstehenden Rechnungen € 91.903,44, Kundenboni für 2016, Prüfungskosten € 33.350,00 und € 49.253,89 Versicherungen. 6) Verbindlichkeiten Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von € 8.119.135,42. Diese sind durch eine Grundschuld auf Grundstücke in Eilenburg sowie die Sicherungsübereignung des Vorratsvermögens besichert. Die Restlaufzeit beträgt bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten sind in Höhe von € 8.119.135,42 besichert. Die Inanspruchnahme der Sicherheiten ist als gering einzuschätzen, da bisher allen Verpflichtungen gegenüber den Banken nachgekommen werden konnte. Gegenteilige Gründe für die Zukunft sind nicht bekannt. Es wurde ein Zinscap auf ein Geldmarktkredit zur Sicherung der Zinsen der laufenden Kontokorrentlinien von T€ 4.000 vereinbart. Der Marktwert des Zinscaps beträgt am Bilanzstichtag T€ 0. Die Ermittlung des Marktwertes des Zinsderivats erfolgt auf Basis von Mark-to-Market-Niveau unter Berücksichtigung der Zinskurve am Bilanzstichtag, wobei eine Abzinsung des zukünftigen Cashflows erfolgt. Des Weiteren sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 1.992.789,66 (Vorjahr: € 1.651.271,53) enthalten welche wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis einem Jahr haben. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von €9.303.927,66 (Vorjahr: € 7.318.951,10) betreffen mit € 9.301.678,56 Verbindlichkeiten gegenüber der alleinigen Gesellschafterin Polyplast Müller GmbH und mit €2.249,10 gegenüber der Vorratsgesellschaft1 PCW GmbH, Eilenburg. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen habe wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Von den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von € 440.541,09 (Vorjahr: € 375.966,88) entfallen € 60.742,37 auf Steuern und € 7.198,52 auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben ebenfalls wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. III. Erläuterungen der Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Bei den Umsatzerlösen handelt es sich um die Erlöse aus dem Verkauf von Kunststoff Granulaten und Materialverkäufen. Die Umsatzerlöse wurden zu 70 % (Vorjahr: 68 %) im Inland und zu 30 % (Vorjahr: 32 %) im Ausland erzielt. Die Umsatzerlöse wurden im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 erstmals unter Zugrundelegung der durch BilRUG geänderten Umsatzerlösdefinition ausgewiesen. Bei einer Anwendung der neuen Umsatzerlösdefinition auf den Vorjahresabschluss wären für 2015 nicht Umsatzerlöse in Höhe von T€ 35.257, sondern in Höhe von T€ 36.376 auszuweisen gewesen. Infolge der damit einhergehenden Umgliederung von Erträgen sind neben den Umsatzerlösen auch die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Erträge nicht mit den im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 ausgewiesenen Beträgen vergleichbar. Dies ist im Wesentlichen darauf zurück zu führen, dass in den sonstigen betrieblichen Erträgen des Vorjahres periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 1.057 enthalten sind, die unter Zugrundelegung der geänderten Umsatzerlösdefinition in den Umsatzerlösen auszuweisen gewesen wären. Sonstige betriebliche Erträge Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von T€ 297 handelt es sich im Wesentlichen mit T€ 207 um periodenfremde Erträge, diese resultiert hauptsächlich aus einer Ausbuchung einer verjährten Verbindlichkeit. Weiterhin sind mit T€ 26 Schadensersatzleistungen und Erträge aus der Verrechnung von Sachbezügen der Mitarbeiter in Höhe von T€ 49 enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen enthalten Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 96 (Vorjahr: T€ 81), Zinsen für Kredite in Höhe von T € 202 (Vorjahr: T€ 295) und Zinsaufwendungen für Sicherungsinstrumente in Höhe von T€ 2 (Vorjahr: T€ 90), Zinsen für Factoring in Höhe von T€ 34 (Vorjahr: T€ 42), sowie Verzugszinsen in Höhe von T€ 114. IV. HaftungsverhältnisseDie Gesellschaft haftet gegenüber der Sächsischen Aufbaubank (SAB) für Erstattungs- und Verzinsungsansprüche aus dem Zuwendungsbescheid für Förderung im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" vom 6. November 2006 und vom 7. August 2007 als gemeinschaftliche Begünstigte vollumfänglich für begünstigte und aktivierte Investitionen der Eilenburger Compound Werk Nachfolge GmbH, Eilenburg. Die Bescheide sind gegenüber der Polyplast Compound Werk GmbH und der Eilenburger Compound Werk Nachfolge GmbH im Rahmen des Investitionsvorhabens am Standort Eilenburg ergangen. Die Inanspruchnahme der Haftungen ist als gering einzuschätzen, da die Mittelbindungsfristen für die Zuwendungsbescheide bereits abgelaufen sind, die Fördervoraussetzungen bisher eingehalten wurden und für die Zukunft nichts gegenteiliges bekannt ist. Zur Haftung und der Einschätzung der Inanspruchnahme bezüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verweisen wir auf unsere Ausführungen in Abschnitt II 6). V. Sonstige finanzielle VerpflichtungenEs bestehen Leasingverpflichtungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von 44.674,00 € und zwischen einem und vier Jahren in Höhe von 33.701,60 €. VI. Sonstige Angaben1) Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Polyplast Müller GmbH, Straelen, einbezogen, der im elektronischen Bundesanzeiger zu veröffentlichen ist. 2) Personal Im Jahresdurchschnitt 2016 waren bei der Gesellschaft 132 (Vorjahr: 133) Mitarbeiter beschäftigt. Diese untergliedern sich in 84 Arbeiter und 48 Angestellte. Zum Bilanzstichtag waren 133 (Vorjahr: 131) Mitarbeiter beschäftigt. VII. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet. VIII. GeschäftsführungAls Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2016 bestellt: Herr Matthias Hildenbrand, Dipl. Kaufmann, Rheurdt Herr Daniel Tobias Müller, Dipl.-Chemie Ingenieur, Leipzig
Eilenburg, den 21. März 2017 Matthias Hildenbrand, Geschäftsführer Daniel Tobias Müller, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers:Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der PCW GmbH, Eilenburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der PCW GmbH, Eilenburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 21. März 2017 Warth
& Klein Grant Thornton AG
Ralf Clemens, Wirtschaftsprüfer Matthias Koch, Wirtschaftsprüfer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016der PCW GmbH, Eilenburg1. Wirtschaftsbericht1.1. Entwicklung der Branche und der Gesamtwirtschaft Das reale BIP in der Eurozone erhöhte sich um 1,7 % und setzte somit den positiven Trend der Vorjahre fort. Deutschland bewegte sich hierbei weiter auf dem konstanten Wachstumsniveau der Jahre 2014 und 2015 und konnte somit von dem positiven Trend in der Eurozone profitieren. Mit einem Wert von 1,8 % wurde hier die Quote des Vorjahres leicht übertroffen. Der europäische Raum festigte seinen Wachstumspfad unter anderem dadurch, dass zuletzt schwächere Volkswirtschaften von dem positiven Umfeld profitierten und stärker steigende BIP-Raten erzielten. Gleichzeitig setzten die großen europäischen Volkswirtschaften ihren Trend fort. Die anhaltenden Wachstumsimpulse wurden begünstigt durch das niedrige Zinsniveau und spiegeln sich in dem auf niedrigem Niveau leicht steigenden Rohölpreis wieder. Zudem unterstützte der zuletzt schwächer werdende Eurowechselkurs gegenüber dem US Dollar die Exportzahlen, welche dennoch im Vergleich zum Vorjahr rückläufig waren. Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2016 gekennzeichnet durch ein stetiges Wirtschaftswachstum, welches neben den oben genannten Faktoren erneut auf deutlich gestiegene Reallöhne und die fortgesetzte Beschäftigungszunahme zurückzuführen ist. Die Binnen- und Investitionsnachfrage verzeichnete hierdurch einen maßgeblichen Anstieg. Der rückläufige Außenhandel beeinträchtigte das Wachstum leicht negativ. Im Jahresverlauf zeigte sich daher eine abnehmende Dynamik des realen, kalenderbereinigten BIP. Für das Gesamtjahr wird ein Wachstum von 1,8 % erwartet. Die Produktionsmenge innerhalb der Chemischen Industrie (inkl. der Pharmaindustrie) erhöhte sich per Ende November 2016 um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr, während der Umsatz um 3,3% zurückging. Dies lag hauptsächlich in dem Rückgang der Erzeugerpreise um 1,9% begründet. Die positiven Impulse des ersten Quartals wurden hierbei durch einen zunehmend schwächer werdenden Jahresverlauf überholt. Exklusive der Pharmaindustrie verzeichnete die Branche sogar einen leichten Rückgang der Produktionsmenge in Höhe von 0,5 % gegenüber dem Vorjahr. Dies unterstreicht die Bedeutung der Pharmaindustrie, deren Produktionsmenge gleichzeitig um 2,0 % wuchs, innerhalb der Branche. Die Produktion von Polymeren, als ein wesentlicher Rohstoff, verzeichnete einen leichten Rückgang um 0,2 %. 1.2. Entwicklung der Gesellschaft Die PCW GmbH (PCW) ist ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Polyvinylchlorid (PVC), Polypropylen (PP), glasfaserverstärkten Polypropylen (PP GF), Polyamid (PA) und Thermoplastische Elastomer (TPE) Compounds konzentriert. Als solches ist das Unternehmen der Kunststoffindustrie und damit der Chemischen Industrie als Leitbranche zugeordnet. Das Hauptabsatzgebiet liegt neben Deutschland in Mitteleuropa ergänzt um die östlich angrenzenden Staaten. Damit unterliegt PCW im Wesentlichen den Einflüssen der Deutschen und der Europäischen Volkswirtschaften. PCW ist es in diesem Umfeld gelungen, auf Grund der in den vergangenen Jahren getätigten Weichenstellungen zur Umsetzung der Wachstumsstrategie, die Marktpositionierung qualitativ deutlich zu verbessern und nachhaltiger zu gestalten. Die Konzentration auf das Hinzugewinnen von neuen bonitätsstarken Kunden bei Stärkung des Rohertrages stellte einen wesentlichen Schwerpunkt des unternehmerischen Handelns im Jahr 2016 dar. So konnten die Umsatzerlöse um 6,8 % auf 37.665 T€ gesteigert werden, während die Absatzmenge gegenüber dem Vorjahr etwas deutlicher um 10,5 % anstieg. Dies resultierte in einer signifikanten Verbesserung des Rohertrages um 9,7 %. Hierzu wurden neben der quantitativ und qualitativ gestärkten Produktentwicklung auch die in den Vorjahren getätigten Investitionen in moderne Produktionsanlagen genutzt, um einerseits den Marktanteil in den bisher penetrierten Branchen auszubauen und anderseits durch die nunmehr mögliche Erweiterung des Produktportfolios in weitere Branchen vorzustoßen. Insgesamt ist es der PCW im Berichtsjahr gelungen, sich als ein präferierter Partner für Kunden im Markt zu etablieren und die Basis für die weitere zukünftige Entwicklung zu festigen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen i.H.v. 4.382 T€ getätigt (Vj. 2.746 T€). Diese Investitionen in zusätzliche Anlagen als auch in die Steigerung der Produktivität bestehender Anlagen, stellen eine proaktive Reaktion auf anhaltende Marktveränderungen dar und dienen zugleich der langfristigen Strategieumsetzung. Die Zugänge des Geschäftsjahres stellen somit u.a. eine konsequente Fortsetzung des Investitionsprogramms dar, mit dem Ziel, die Qualität und Produktionseffizienz weiter zu steigern und ältere Produktionsanlagen zu substituieren und letztendlich stillzulegen. Darüber hinaus wurde damit begonnen eine Produktionshalle und -anlage aufzubauen, um innerhalb der Polyplast Müller Gruppe auch Produktionsdienstleistungen übernehmen zu können. Durch die im Geschäftsjahr fortgeführten Investitionsmaßnahmen, insbesondere in das Sachanlagevermögen sowie den Mitarbeiterstamm, wurde sichergestellt, dass die Gesellschaft ihre Strategie wie geplant weiterverfolgen und im Folgejahr fertiggestellte Investitionen, mit im Vorfeld geschulten Mitarbeitern, in Betrieb nehmen kann. Ebenso wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Vielzahl an Maßnahmen fortgesetzt aber auch Zusätzliche eingeleitet, um die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft unter Ertragsgesichtspunkten weiter zu entwickeln. Im Ergebnis dieser Maßnahmen ist es der PCW im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut gelungen, die Marktposition weiter zu festigen. 1.3. Darstellung der Lage 1.3.1 Vermögenslage Die Erhöhung der Bilanzsumme um 3.432 T€ (20 %) resultiert vorwiegend aus einer investitionsbedingten Erhöhung des Sachanlagevermögens. Darüber hinaus wurde aufgrund erwarteter Rohstoffpreissteigerungen das Vorratsvermögen zum Jahresende angepasst. Das Anlagevermögen, welches 63,3 % der Bilanzsumme repräsentiert, bewegt sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum relativ betrachtet auf vergleichbarer Höhe, absolut jedoch um 22,8 % gesteigert. Den Abschreibungen stehen Erweiterungsinvestitionen gegenüber, so dass durch die intensive Investitionstätigkeit eine signifikante Veränderung der Höhe des Anlagevermögens zu verzeichnen ist. Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Aufwendungen aus dem Personalbereich sowie ausstehende Rechnungen, die im kommenden Geschäftsjahr zur Auszahlung kommen werden. In Summe haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen im wesentlichen Investitionsbedingt im Vergleich zum Vorjahr um 341,5 T€ erhöht. Neben Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten wurde dabei auch die zur Verfügung stehende interne Finanzierung der Polyplast Müller Gruppe genutzt. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+1.985 T€ ggü. Vj) ist Ausdruck des gruppenweiten Cash Managements, in dessen Folge die Gesellschafterin liquide Mittel zur Verfügung stellte. Diese Mittel werden durch die Gesellschafterin ebenso verwendet, um den mit der Muttergesellschaft bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zu erfüllen. 1.3.2. Finanzlage Das Eigenkapital stellt sich gegenüber dem Vorjahr mit 25,6 T€ unverändert dar. Durch den mit der Polyplast Müller GmbH bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag wurde der von der Gesellschaft erzielte Verlust vom Jahr 2015 zum Bilanzstichtag vollständig ausgeglichen. Ergänzend hat die Gesellschafterin im abgelaufenen Geschäftsjahr liquide Mittel i.H.v. 3.133 T€ zur Verfügung gestellt, um neben der Möglichkeit der Optimierung der Zinslast des Unternehmens (ebenso des Konzerns), auch die in den Folgejahren zur Strategieumsetzung geplanten Investitionen umsetzen zu können, sowie den Ausgleich des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags dieses Jahres durchzuführen. Das Unternehmen hat in der Vergangenheit durch die Strukturierung der Passivseite eine kurz- und mittelfristige Finanzierung aufgebaut. Diese Struktur wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr gemeinsam mit der beherrschenden Muttergesellschaft weiter strukturiert und optimiert, und sichert so dem Unternehmen die erforderlichen Fazilitäten für das weitere Wachstum, als auch die Umsetzung der zukünftigen Investitionen. Im Ergebnis stehen dem Unternehmen nunmehr erweitere Finanzierungsmöglichkeiten bei reduzierten Sicherheiten zur Verfügung. Der Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 1.358 T€ steht die Erhöhung des Sachanlagevermögens als auch der Vorräte gegenüber. Die Investitionen des Geschäftsjahres wirkten sich durch Finanzierungsbeiträge der Gesellschafterin unterdurchschnittlich auf den Nettoverschuldungsgrad - definiert als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzüglich liquider Mittel - aus. Bei vorhandenen freien Linien auf Basis der zur Verfügung stehenden Finanzierungen ist diese Vorgehensweise das Ergebnis eines konsequenten Cash Managements, mit dem Ziel, Fremdkapitalkosten zu minimieren. Zur Finanzierung des Working Capital wurde das vertraglich vereinbarte Factoring fortgeführt. 1.3.3. Ertragslage Bei einer Steigerung der Absatzmenge von 10,5 % über dem Vorjahrswert erhöhten sich die Umsatzerlöse um 6,8 % was Folge der etwas niedrigeren Rohstoffkosten war. Insgesamt konnte der Rohertrag in Höhe von 10.858 T€ um 9,7 % gesteigert werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich um 2.006 T€ auf 297 T€ verringert. Die sonstigen betrieblichen Erträge vom Jahr 2016 resultieren im Wesentlichen aus verrechneten Sachbezügen mit entsprechender Gegenposition im sonstigen betrieblichen Aufwand und dem Personalaufwand. Die Personalkosten belaufen sich für das Jahr 2016 auf 5.681 T€ (Vj. 5.660 T€). Durch den Aufbau des Mitarbeiterbestands im Vorjahr konnten die gesteigerten Mengen mit vorhandenem Personal, bei selektivem Einsatz von Leiharbeitnehmern, erzeugt und vertrieben werden. Dies spiegelt die Strategie des Unternehmens wieder, durch die frühzeitige Anwerbung von Fachkräften qualitativ den langfristigen Personalbedarf des Unternehmens zu decken. Bei konstanter Höhe der Personalkosten wurden neue Mitarbeiter auch für die weitere Penetrierung bestehender sowie zur Erschließung neuer Märkte eingestellt. Die aktuelle Anzahl der Kräfte eröffnet dem Unternehmen somit die Möglichkeit, das Qualifikationsniveau des Unternehmens zu verbessern und dadurch den Transformationsprozess des Unternehmens von einem Produzenten zu einem Lösungsanbieter voranzureiben. Ergänzend wurden im 4. Quartal 2016 bereits Einstellungen vorgenommen, um Vorbereitungen für die in 2017 hinzukommenden Produktionskapazitäten zu treffen. Das um Sondereffekte der sonstigen betrieblichen Erträge bereinigte operative Ergebnis gemessen anhand des EBITDA, definiert als Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, hat sich deutlich um 807 T€ verbessert. Gegenüber dem Vorjahr haben die insbesondere durch Investitionen erhöhten Abschreibungen, die reduzierten sonstigen betrieblichen Erträge und die durch vorausschauende Personalpolitik erhöhten Personalaufwendungen zu einem Verlust in Höhe von 2.252 T€ (Vj. 784 T€) geführt. Dieser wird auf Grund des bestehenden Beherrschungsund Gewinnabführungsvertrages vollständig durch die Muttergesellschaft ausgeglichen. Zusammenfassend hat die Entwicklung des Geschäftsjahres im Hinblick auf Umsatz und strategische Positionierung die Erwartungen der Geschäftsleitung übertroffen. Die Roherträge konnten deutlich verbessert werden. Volkswirtschaftlich bedingte Preisrückgänge als auch die nach wie vor sehr verhaltene wirtschaftliche Entwicklung in den Märkten waren als exogene Faktoren in den erwarteten Bandbreiten, so dass intern getroffene Maßnahmen Ihre Wirkung entfalten konnten und weitere Innovationen das Ergebnis getragen haben. 2. Prognose-, Chancen- und Risikobericht2.1. Prognosebericht Für den Euroraum, als dem wesentlichen Absatzmarkt der PCW, wird vom IMF (International Monetary Fund) ein Wirtschaftswachstum für 2017 in Höhe von 1,7 % prognostiziert, wobei von einer anhaltend niedrigen Inflationsrate ausgegangen wird. Der Branchenverband erwartet für die Chemische Industrie inkl. der Pharmaindustrie in 2017 einen Zuwachs der Produktion in Höhe von 0,5 %. Bei einem Anstieg der durchschnittlichen Erzeugerpreise um 1,0 % wird die Chemische Industrie eine Umsatzsteigerung um 1,5 % angenommen. Der Werkstoff "Kunststoff" ist auch zukünftig ein wachsendes Produktfeld. Das mittelfristige Wachstum im Kunststoffmarkt bewegt sich dabei nach unserer Einschätzung je nach Produktgruppe zwischen 1,0 % und 3,0 %, wobei sich die Wachstumsraten, auch vor dem Hintergrund sich verschärfender ökologischer Diskussionen und der "normalen" Volatilität der Rohstoffpreise, weiterhin stabil auf einem positiven Pfad bewegen sollten. Das Agieren im Markt erfolgt vor dem Hintergrund der sich ergebenden Umfeldsituation und der konjunkturellen Entwicklung. Hierbei gehen wir davon aus, dass sich die zunehmend positive volkswirtschaftliche Entwicklung in Europa und Deutschland weiter stabilisiert und fortsetzt und so die positiven Impulse beibehalten werden. Die volkswirtschaftliche Situation, insbesondere in Südeuropa, befindet sich durch die anhaltenden Wachstumsraten auf einem weiterhin positiven Weg. Durch die auf Wachstum ausgerichteten Strukturen, das aktive Agieren in den Märkten und eine nach wie vor erhöhte Wechselwilligkeit der potentiellen Kunden auf Grund von Einkaufsstrategien oder dem Marktaustritt von etablierten Anbietern, eröffnen sich für PCW über das Jahr 2017 hinausgehende Möglichkeiten auf ein nachhaltiges Wachstum. Weiterhin wird der Ausbau der Kundenbeziehungen auch außerhalb des Euroraums fortgesetzt. Hierdurch wird ein Umfeld geschaffen, in dem das Unternehmen plant, seine mittelfristigen Wachstumsziele umzusetzen. Die Gesellschaft strebt an, einer der wesentlichen freien Compoundeure für PVC, PP, PP GF, PA und TPE im Europäischen Markt zu werden und hierdurch nachhaltig Unternehmenswert zu schaffen. Hierzu ist es erforderlich, die geschaffenen Voraussetzungen in den Bereichen Produktion sowie Vertrieb und Entwicklung zu nutzen und im Rahmen eines "continuous improvement" permanent zu optimieren, um überdurchschnittliches Wachstum zu generieren. Durch die in den Vorjahren umgesetzten Investitionen sowie den geplanten weiteren Investitionen steht die notwendige Kapazität zur Verfügung, um die langfristig angestrebten Wachstumsziele erfolgreich und profitabel erreichen zu können. Diese vorhandenen Kapazitäten sind aber entsprechend der Produktweiterentwicklung entsprechend kontinuierlich zu modifizieren und durch arrondierende Investitionen zu ergänzen. Diese versetzen das Unternehmen zusätzlich in die Lage dem Trend des "mass customization" effizienter zu begegnen. Das Unternehmen hat durch Nutzung der Kernkompetenzen in den Bereichen Produktentwicklung, Produktion und Vertrieb, die Chancen genutzt bei einem sich weiter entwickelnden Kundenportfolio die Marktpositionierung auszubauen. Die im Jahr 2016 deutlich hinzugewonnen Kunden, welche durch Umwälzungen der Abnehmerbranchen deutlich verstärkt neu gewonnen werden mussten, stellen gemeinsam mit den bestehenden Produktionskapazitäten die Basis für das Wachstum des Jahres 2017 ff. dar. Kommend von der erreichten Basis in 2016, verfolgt das Unternehmen die Strategie, innerhalb der Top 10 Compoundeure des europäischen Marktes aufzurücken. Dabei erfolgt eine Differenzierung zum Wettbewerb einerseits durch eine breitere Produktpalette, die neben Hart- und Weich PVC Compounds (Marke Decelith ®) auch PP & PP GF (Marken Saxene ® und Thermylene ®), PA Compounds (Marke Saxomid ®) und TPE Compounds (Marke Saxomer ®) umfasst. Im Laufe des Geschäftsjahres 2017 wird dieses Leistungsspektrum seine Ergänzung, durch das Erzeugen von Produktgruppen innerhalb des Unternehmensverbundes, finden. Volatile Rohstoffpreise beeinflussen ebenso die Geschäftsentwicklung, wie die Möglichkeit, diese Schwankungen an die Kunden in kompetitiven Märkten weitergeben zu können. Sofern sich an den Rohstoffmärkten eine rationale Preisfindung ergibt, ist diese Möglichkeit der Preisweitergabe durch das Unternehmen gegeben. In Anbetracht des für 2017 geplanten Umsatzes, dessen Wachstum deutlich über dem erwarteten Branchenniveau liegen dürfte, sollte ein um Einmaleffekte bereinigter, deutlich gesteigerter positiver EBITDA im Jahr 2017 erreicht werden können, der wiederum in einem positiven Cashflow aus operativer Tätigkeit resultiert. Unter Berücksichtigung der erwarteten investitionsbedingt steigenden Abschreibungen und Zinsen wird ein leicht rückläufiges, negatives Ergebnis erwartet, wobei nach Durchführung des Ergebnisabführungsvertrages ein Jahresergebnis von Null ausgewiesen wird. Für die Folgejahre wird bei fortgesetzter konjunktureller Erholung mit weiteren Umsatz- und Ergebnissteigerungen und somit kontinuierlich verbesserten operativen Unternehmensergebnissen gerechnet. 2.2. Chancen- und Risikobericht PCW verfügt über ein detailliertes Berichtswesen, welches der Unternehmensleitung führungsrelevante Informationen zeitnah zur Verfügung stellt. Diese Daten werden in den verschiedensten Besprechungen auf Managementebene analysiert und mit Aktionsplänen versehen. 2.2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen und Risiken PCW unterliegt den konjunkturellen Trends des deutschen Marktes sowie der europäischen Märkte und deren jeweiligen, zum Teil unterschiedlichen Rahmenbedingungen, wie Lohn- und Steuerentwicklungen, Kaufanreizen etc., da eine Vielzahl der Kunden konsumnahen Bereichen zuzuordnen ist. Die Branche ist durch Preisdruck gekennzeichnet, der zu einem permanenten Bedarf führt, die Produktion unter dem Gesichtspunkt der economies of scale zu verbessern, um Margenrückgänge durch Stückkostensenkungen zu kompensieren und im Preiswettbewerb bestehen zu können. Dem trägt die Gesellschaft Rechnung. Europa und damit auch Deutschland stehen in den kommenden Jahren hohen wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen gegenüber. Tendenzen zu weiteren ökonomisch bedingten Wanderungsbewegungen als auch das politische Reagieren hierauf, teilweise nur langsam abnehmende Staatsverschuldungen und die anstehenden Austrittsverhandlungen aus der Europäischen Union ("Brexit") können zu Hemmnissen für die weitere Entwicklung werden. Darüberhinausgehende Verwerfungen durch verstärkt nationalistisch agierende Regierungen in Europa und den USA verstärkten die Unsicherheit in der Wirtschaft mit bis dato noch nicht einschätzbaren Folgen. 2.2.2. Chancen und Risiken aus dem operativen Geschäftsbetrieb Kunststoffe werden von den auf verschiedenste Branchen verteilten Kunden des Unternehmens in unterschiedlichen konsumorientierten Bereichen verwendet, wobei ein permanenter Preisdruck auf dem Endprodukt Compound liegt. Dieser Preisdruck wird an die Zulieferer wie PCW weitergegeben. Dies führt zu einem permanenten Bedarf, die Produktion zu verbessern, um Margenrückgänge mit Stückkostensenkungen zu kompensieren. Ein mehr als kurzfristiger Produktionsausfall wäre ein signifikanter Risikofaktor. Um dieses Risiko zu minimieren, wurde ein umfangreiches Investitionsprogramm initiiert und werden regelmäßig vorbeugende Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt. Potentielle Risiken aus dem laufenden Geschäftsbetrieb werden neben den laufenden prozessimmanenten Kontrollen durch geeignete betriebliche Versicherungen abgedeckt. Zudem werden prozesskritische Anlagenbauteile vorgehalten, um etwaigen Ausfällen zu begegnen. Auf Grund der Produktstruktur können Veränderungen der Rohstoffpreise große Ertragsauswirkungen haben, soweit diese nicht durch Maßnahmen wie Multisourcing, eine vorausschauende Einkaufspolitik sowie Produktvariationen ausgeglichen werden können. Ferner wird versucht, kurzfristige Preissteigerungen an Kunden weiterzugeben. In der Vergangenheit wurden Schwankungen an den Rohstoffmärkten durch eine vorausschauende Preispolitik erfolgreich begegnet. Schwankungen in der Rohstoffverfügbarkeit wird mit Jahreskontrakten begegnet, welche sich in der Vergangenheit entsprechend als probates Mittel erwiesen haben. Durch den Vertrieb werden am Markt vorhandene Chancen, z.B. durch permanente Produktvariationen und Rezepturanpassungen an Kundenbedürfnisse Zudem wird die Erweiterung des Vertriebsgebietes kontinuierlich fortgeführt. Den Belastungen im Zusammenhang mit dem Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) begegnet PCW durch die Inanspruchnahme der möglichen Erstattungen. Vor dem Hintergrund der bestehenden Unsicherheiten in Bezug auf die deutsche und europäische Gesetzbegebung geht das Unternehmen kurzfristig davon aus, von den Erstattungen profitieren zu können. Den maßgeblichen Stromkosten infolge des energieintensiven Fertigungsbetriebs begegnet das Unternehmen daher zusätzlich durch die Implementierung von Technologien zur Senkung des Stromverbrauchs. Diese Ansätze wurden im Rahmen der angestoßenen Investitionsmaßnahmen berücksichtigt. Um die Qualifizierung der Mitarbeiter langfristig sicherzustellen, werden interne und externe Aus- und Fortbildungsprogramme durchgeführt. Durch dieses Vorgehen begegnet PCW erfolgreich dem zunehmenden Fachkräftemangel und gewährleistet, die Personalproduktivität auch in der Zukunft aufrechtzuerhalten bzw. weiter steigern zu können. 2.2.3. Finanzierungs-, Zins- und Wechselkursrisiken Die Finanzierung der Geschäftstätigkeit und des Wachstums der Gesellschaft setzt sich zusammen aus den durch den Bankensektor zur Verfügung gestellten Kreditlinien, den ihr durch verbundene Unternehmen gewährten Darlehen sowie den genutzten alternativen Finanzierungen wie Leasing und Factoring. Mögliche zukünftige Verluste werden im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags durch die Polyplast Müller GmbH ausgeglichen. Aufgrund des derzeitigen Zinsniveaus, des von der Gesellschaft angenommenen Trends als auch der Fristigkeit der gewählten Finanzierungsformen, erfolgt eine Absicherung gegen mögliche Risiken aus Zinsänderungen im kurzfristigen Finanzierungsbereich selektiv. Aus dem laufenden Geschäftsbetrieb bestehen keinen signifikanten Währungsrisiken ohne kongruente Absicherung. 2.2.4. Beurteilung des Gesamtrisikos Die Gesamtrisikolage der Gesellschaft stellt sich vor dem Hintergrund der bestehenden und für die kommenden Jahre erwarteten Finanz- und Ertragslage als vertretbar, und für die Geschäftsführung der PCW als beherrschbar dar. Der Geschäftsführung sind keine Risiken ersichtlich, aus denen eine unmittelbare Gefährdung für den Fortbestand des Unternehmens abgeleitet werden könnte.
Eilenburg, den 21.03.2017 PCW GmbH Geschäftsführung |
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