Umbrella Treuhand I GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit aktivem Versicherungsgeschäft
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
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Joschka Klingbeil seit 13.11.2025 | Prokura |
Oliver Kreis seit 13.11.2025 | Prokura |
Kati Szewierski seit 13.11.2025 | Prokura |
Armin Gottschalk seit 20.8.2019 | Prokura |
Harry Olaf Kreis seit 29.8.2011 | Vorstandsmitglied |
Guntram Schloß seit 25.7.2006 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
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Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Apella AktiengesellschaftNeubrandenburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Apella AG1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens 1.2. Forschung und Entwicklung 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2. Branchensituation 2.3. Geschäftsverlauf, Lage & finanzielle Leistungsindikatoren 3. Prognosebericht 4. Chancen- und Risikobericht 4.1. Chancenbericht 4.2. Risikobericht 5. Berichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten 6. Bericht über Zweigniederlassungen 1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Apella AG ist ein unabhängiger Finanzdienstleister und betrieb im Geschäftsjahr deutschlandweit die Geschäfte eines Maklerverbundes. Maklerverbünde fungieren als weitreichende Schnittstelle zwischen Anbietern von Finanz-/Versicherungsprodukten und freien Finanzdienstleistern und sind somit am Vermittlungsprozess beteiligt. Der Apella Konzern deckt, teilweise über Tochtergesellschaften, folgende Bereiche ab: Investmentfonds, Haftungsdach, Vermögensverwaltung, Versicherungen, Assekuradeur, Finanzierungen, Beteiligungen und die Beratung im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge. Grundlage des Geschäfts sind die Erlaubnisse nach §§ 34c, 34d, 34f, 34i GewO, § 32 KWG und § 10 RDG. 1.2. Forschung und Entwicklung Die Apella AG und deren Tochtergesellschaften fungieren als Dienstleistungsunternehmen und betreiben daher keine Forschung und Entwicklung im klassischen Sinne. Gleichwohl wurden verschiedene Projekte im Geschäftsjahr 2023 vorangetrieben. Das in 2022 in Kooperation mit der Universität Rostock begonnene Projekt zur automatisierten Dokumentenerkennung wurde abgeschlossen und wird als Grundlage weiterer Themen dienen. Zusätzlich wurde mithilfe der Tochtergesellschaft KeyVance IT GmbH die Beratungssoftware "MSC Beraten" optimiert und mit KeyVance Forms ein digitales Fomulartool entwickelt. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Wirtschaftsentwicklung des Jahres 2023 stellte Unternehmen erneut vor Herausforderungen. Sie wurde beispielweise durch makroökonomische Bedingungen, geopolitische Ereignisse, geldpolitische Entscheidungen und technologische Fortschritte beeinflusst. Die Finanzmärkte mussten somit weiterhin ein breites Spektrum von Risikofaktoren verdauen. Insgesamt sind in Deutschland trotz Energiekrisen und geopolitischen Spannungen moderate Zuwächse zu verzeichnen. Laut statistischen Bundesamts ist das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands preisbereinigt sogar um 0,3% gesunken. Diese Entwicklung ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, darunter die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik, eine schwache inländische Nachfrage und steigende Bauzinsen, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Darüber hinaus wurden die makroökonomischen Bedingungen durch die Inflation und daraufhin durchgeführte Zinserhöhungen bestimmt. Im Vergleich zum Vorjahr betrug die Inflationsrate 2023 im Durchschnitt 5,9% (Quelle: destatis). Die Zinsanhebungen der Europäischen Zentralbank - als Maßnahme gegen die erhöhte Inflation - führten zu einer höheren Volatilität an den Finanzmärkten und beeinflussten die Anleihen- und Aktienmärkte. Der von der EZB veröffentlichte Leitzins betrug Ende 2023 4,5%. Durch die mehrfachen Erhöhungen gewannen Anleihen insgesamt - durch den Anstieg der Renditen - an Attraktivität im Vergleich zu risikoreicheren Anlagen. An den Aktienmärkten standen im Kalenderjahr 2023 besonders der Technologiesektor und nachhaltige Investitionen im Fokus vieler Anleger. 2.2. Branchensituation Wettbewerb Die Apella AG steht im Wettbewerb mit Maklerpools wie z.B. Fonds Finanz, Netfonds, JDC, BCA, die über selbständige Vermittler Finanz- und Versicherungsprodukte an Kunden vermitteln. Der Vermittlermarkt erlebte eine Welle von Fusionen und Übernahmen, da Unternehmen ihre Marktanteile vergrößern und ihre Dienstleistungen diversifizieren wollten. Dies führte zu einer Konsolidierung des Marktes und einer Reduktion der Anzahl kleinerer, unabhängiger Vermittler. Auch die auf Endkunden ausgerichteten Geschäftsbanken, Sparkassen, Volksbanken sowie Finanzvertriebsgesellschaften zählen zum Kreis der Wettbewerber. Regulierungsvorschriften, digitale Geschäftsmodelle und zahlreiche neue, innovative Marktteilnehmer ("FinTechs" und "InsureTechs") steigern den Wettbewerbsdruck. Zudem gewinnen digitale Währungen, Blockchain-Technologien und der Einsatz von KI im Finanzsektor weiter an Bedeutung. Regulierung Der Gesetzgeber hat mit dem Ziel des Verbraucherschutzes und der Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung in den vergangenen Jahren durch die Regulierung massiv in die Märkte eingegriffen, u. a. durch die Finanzmarktrichtlinie MiFID II (Markets in Financial Instruments Directive II), die Vermittlerrichtlinie IDD (Insurance Distribution Directive) sowie Anlegerschutzgesetz, Finanzanlagenvermittlergesetz und Lebensversicherungsreformgesetz. Insbesondere mit dem Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) traten 2015 bereits weitreichende Änderungen in Kraft. Zusätzlich gewinnen zunehmend neue Themen an Bedeutung. Neben der Thematik Nachhaltigkeit steht auch das Thema Datenschutz weiter in den Fokus der Gesellschaft. Unternehmen werden so durch die Regulierung zunehmend verpflichtet, sich beispielsweise mit ESG-Kriterien und deren Implementierung zu befassen. Die Apella AG sieht sich gut gewappnet für diese regulatorischen Anforderungen. Durch die Diversifizierung des Geschäftsmodells durch den eigenen Assekuradeur, das eigene Finanzdienstleistungsinstitut (Haftungsdach und Vermögensverwaltung) und das Rechtsberatungsunternehmen für betriebliche Altersvorsorge unterscheidet sich die Apella AG auch in dieser Hinsicht deutlich von den anderen Marktteilnehmern. Auch im Bereich Nachhaltigkeit werden vorbereitend erste Maßnahmen eingeführt und umgesetzt. So werden beispielsweise ESG-Kriterien bereits im Beratungsprozess und internen Prozessen berücksichtigt. Entwicklung des Vermittlermarktes In einem Umfeld sinkender Provisionserlöse bei gleichzeitig steigendem Regulierungsaufwand und neuen innovativen Marktteilnehmern verschärft sich der bereits seit Jahren bestehende Trend der Reduzierung der Vermittleranzahl weiter. Insbesondere die Anzahl der Versicherungsvermittler reduziert sich weiter. In den nächsten Jahren wird die Entwicklung neuer Technologien alle Branchen erfassen. Auch der Finanzdienstleistungs-/Versicherungssektor wird aufgrund brancheninterner und -externer Veränderungen transformiert. Viele Prozesse in der Beratung zu Finanzdienstleistungen und Versicherungen werden automatisiert. Digitale Plattformen und Automatisierungstools haben den Vermittlungsprozess effizienter gemacht, indem sie Aufgaben wie Kundenakquise, Dokumentenverwaltung und Vertragsabwicklung vereinfachen. Diese Automatisierung wird zu einer immer dienstleistungsorientierteren Wertgenerierung führen. Finanztransaktionen werden z.B. nicht in Form von isolierten Käufen, sondern als vernetzte Zahlungsmuster Bestandteil individueller, komplexer ganzheitlicher Beratungen. Kunden fordern zudem mehr Transparenz in Bezug auf Gebühren, Provisionen und die Qualität der angebotenen Dienstleistungen. Dies führt zu einer verstärkten Nutzung von Vergleichsplattformen und Bewertungen. Maklerbüros und Vermittler müssen sich mit veränderten Kundenanforderungen auseinandersetzen. Unternehmen mit geringerer Beratungsqualität und einer hohen Abhängigkeit von Abschlussprovisionen könnten aus Sicht der Apella AG von diesen Veränderungsprozessen stärker betroffen sein. Ineffiziente Prozesse und veraltete Informationstechnik stellen relevante Gefahren für das Fortbestehen von Unternehmen dar. Die Apella AG hat diese Herausforderungen erkannt und hat das Ziel eine ganzheitliche Lösung im Markt zu etablieren. 2.3. Geschäftsverlauf/Lage Die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen spiegeln sich auch in der Geschäftsentwicklung der Apella AG wider. Trotz der äußeren Einflussfaktoren und gestiegener Kosten konnte für das Jahr 2023 eine leichte Verbesserung des Jahresergebnisses erzielt werden. Diese positive Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus dem Anstieg der Umsatzerlöse, beispielsweise durch die Erschließung neuer Sektoren und strategischen Partnerschaften im Immobilienbereich. Die Umsätze der Apella AG übersteigen erstmals 45 Mio. €.
Ertragslage Die Umsatzerlöse der Apella AG konnten im Vergleich zum Vorjahr um 5,5% auf 45,8 Mio. EUR (Vorjahr: 43,4 Mio. EUR) gesteigert werden. Diese positive Entwicklung resultiert vorrangig aus dem Anstieg der Provisionseinnahmen im Versicherungsbereich. Rückgänge in den Sektoren Finanzierung und Investment konnten so ausgeglichen werden. Durch einen gerichteten Fokus auf relevante Themenbereiche steigerte sich zudem die Rohmarge der Apella AG. Diese Entwicklung wird den kommenden Jahren fortgeführt. Einen besonderen Einfluss auf die Verbesserung des Rohergebnisses hatte der Gewinn neuer strategischer Partner. In Summe verbesserte die Apella AG trotz eines Anstiegs der Kosten in 2023, beispielsweise durch Personal- und Beratungskosten, das Jahresergebnis im Vergleich zum Vorjahr. Der Jahresüberschuss stieg insgesamt von 56,4 TEUR auf 198,6 TEUR. Finanz- und Vermögenslage Die Apella AG kann eine sehr solide Finanzlage vorweisen. Die Eigenkapitalquote verbleibt mit 27,0% annähernd auf dem Vorjahresniveau (26,8%). Das Fremdkapital ist hingegen aufgrund des Aufbaus weiterer Verbindlichkeiten aus Stornoreserven gegenüber Maklern und die Bildung von Rückstellungen um ca. 460 TEUR gestiegen. Um Verpflichtungen aus Investitionen und dem Fremdkapital langfristig bedienen zu können, ist es notwendig, ausreichend Liquidität vorzuhalten. Aus diesem Grund wird stets ein bedeutender Anteil der Finanzanlagen in Wertpapiere mit hoher Liquidität investiert. Zudem wird ein relevanter Anteil des Umlaufsvermögen als Bankguthaben vorgehalten. In den Folgejahren werden durch die Rückzahlung ausgegebener Darlehen weitere Finanzmittel frei, welche ebenfalls die Liquiditätssituation verbessern und Investitionen ermöglichen. Das Umlaufvermögen der Apella AG umfasste zum Stichtag 31.12.2023 ein Volumen in Höhe von 14,7 Mio. EUR, was rund 68,0% der Bilanzsumme entspricht. Einen bedeutenden Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte nehmen einerseits die Forderungen gegen die Vermittler - rund 6,4 Mio. EUR - und andererseits die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 6,8 Mio. EUR ein. Die Vermögensgegenstände beinhalten vorrangig gewährte Darlehen inklusive Zinsforderungen, die durch Vertragsbestände, durch persönliche Bürgschaften oder grundpfandrechtlich erstrangig besichert sind. Dem Umlaufvermögen steht das gebundene Anlagevermögen gegenüber. Dieses befindet sich mit 6,6 Mio. EUR ungefähr auf dem Vorjahresniveau von 6,8 Mio. EUR. Den Hauptbestandteil des Anlagevermögens nimmt die Immobilie in der Gneisstraße 10, in 17036 Neubrandenburg, welche als Hauptverwaltung der Apella AG fungiert, ein. Der leichte Rückgang resultiert aus der planmäßigen Abschreibung der Immobilie. 3. Prognosebericht Die globale Wirtschaft wird voraussichtlich weiter geprägt sein von einem moderaten Wachstum und anhaltenden Herausforderungen. Zu den größten Risiken gehört weiterhin die zuletzt die Märkte bestimmende globale Inflation. Diese wird allerdings leicht sinken. In den Industrieländern wird die Inflation schneller auf die Zielwerte der Zentralbanken zurückkehren als in den Schwellenländern. Die USA zeigen eine robuste wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit, was das globale Wachstum unterstützt. Die Zinserhöhungen der US-Notenbank zur Bekämpfung der Inflation haben bisher keine schweren wirtschaftlichen Auswirkungen gezeigt. In Europa hingegen hat sich der Ausblick im Vergleich zu früheren Prognosen leicht verschlechtert, bestimmt durch schwächeres Wachstum und höhere Unsicherheiten. Besonders betroffen werden Länder mit hoher Energieabhängigkeit und politischen Unsicherheiten sein. Es ist somit davon auszugehen, dass sich die wirtschaftliche Volatilität erhöhen könnte. Insbesondere Handelsbeschränkungen und geopolitische Spannungen werden das globale Wirtschaftswachstum beeinflussen. Diesen negativen Faktoren stehen Themen, wie technologischer Fortschritt und öffentliche Investitionen gegenüber. So wird beispielsweise die rasante Entwicklung der generativen KI weiterhin viele Industrien positiv beeinträchtigen und die Produktivität und Innovationskraft in verschiedenen Sektoren stärken. Auch die Erhöhung der öffentlichen Investitionen, insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern, könnte das langfristige globale Wachstum fördern. Diese Investitionen sind entscheidend, um Entwicklungsziele zu erreichen und beispielsweise die Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen. Zusammenfassend gehen wir davon aus, dass die globale Wirtschaft 2024 stabil bleiben bzw. leicht wachsen wird, trotz eines volatilen Kalenderjahres. Trotz dieser wirtschaftlichen Gegebenheiten und der Annahme, dass sich die Rahmenbedingungen in unseren Kernmärkten nicht deutlich verschlechtern, erwarten wir eine erneute Steigerung der Umsätze um 9% auf 50 Mio. Euro. Diese Annahme basiert auf der bisherigen Geschäftsentwicklung. Durch die Neuausrichtung der Apella AG in einigen Bereichen und den so gezielt gelegten Fokus auf bestimmte Themen werden überdurchschnittlich positive Entwicklungen erkennbar sein. Analog zu den Umsatzerlösen wird der Materialaufwand steigen. Wir gehen von einer Steigerung in Höhe von 4 Mio. Euro aus. Das Ziel ist es, den Rohertrag auf 6,1 Mio. Euro zu erhöhen. Die Personalkosten werden durch weitere Neueinstellungen auf 3 Mio. Euro anwachsen. Durch die Vorgabe eines Zielwertes ergeben sich verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten. Gezielte Einsparungen in Bezug auf Sachkosten sollen zusätzlich dazu beitragen, eine Steigerung des Jahresüberschusses zu erzielen. In der Prognose sind Einsparungen in Höhe von 300 Tsd. Euro berücksichtigt, welche insgesamt zu einem Jahresüberschuss vor Steuern von 870 Tsd. Euro führen. Aufgrund des positiven Ergebnisses erwarten wir für das Eigenkapital als auch die Bilanzsumme wir leichte Anstiege. Aufgrund der derzeit unsicheren Rahmenbedingungen wurden zusätzlich zur Prognoserechnung zwei weitere Szenarien betrachtet, ein Worst- und Best-Case-Szenario. Diese Zukunftsszenarien dienen der Darstellung möglicher Geschäftsentwicklungen, um etwaige Auswirkungen bereits frühzeitig zu erkennen. Die mögliche Spanne der Jahresergebnisse erstreckt sich von 400 Tsd. Euro bis 1,3 Mio. Euro. Eine Aussage zu den Eintrittswahrscheinlichkeiten der Szenarien können aufgrund der hohen Unsicherheiten nicht getätigt werden. Ab dem kommenden Geschäftsjahr wird für verschiedene Bereiche ein Controlling implementiert. Mithilfe von Reportings werden der Geschäftsleitung unterjährig zunehmend relevante Informationen zur Steuerung des Unternehmens geliefert. Neben der Darstellung der anzunehmenden Geschäfts- und Marktentwicklung dient dieser Abschnitt zur Auswertung der im Vorjahr getroffenen Prognosen. Unsere im vergangenen Geschäftsjahr angenommenen Erwartungen haben sich zum Teil verwirklicht, die tatsächlichen Zahlen sind insgesamt aber positiver ausgefallen. Entgegen unserer Annahmen konnten sowohl die Umsätze als auch der Rohertrag gesteigert werden. Insbesondere im Versicherungsbereich war ein Umsatzwachstum zu verzeichnen. Zudem sind durch den Fokus auf bestimmte Sektoren die Materialaufwendungen unterproportional gewachsen. Die Personalkosten sind, wie prognostiziert, beispielsweise durch Neueinstellungen gestiegen. Durch die positivere Entwicklung in einigen Bereichen konnte der Jahresüberschuss leicht gesteigert werden. 4. Chancen- und Risikobericht 4.1. Chancenbericht Die Apella AG sieht zahlreiche Möglichkeiten die positive Geschäftsentwicklung auch in Zukunft zu gewährleisten. Chancen bilden sich einerseits aus der nachhaltigen Neuausrichtung auf Basis der Formulierung der Vision und Ziele und andererseits aus der Erschließung neuer Geschäftsfelder und Konzepte. Die formulierten Ziele umfassen vorrangig die Fokussierung auf die wirtschaftlich relevanten Bereiche, um langfristig erfolgreich zu sein. Durch die Entscheidung defizitäre Segmente nicht mehr vollumfänglich zu bedienen, ergeben sich weitere Chancen. Zum einen ergeben sich aus diesem Fokus freiwerdende Kapazitäten, die beispielsweise zur Weiterentwicklung der relevanten Bereiche oder der ganzheitlichen Betreuung der Vermittler der Apella AG genutzt werden können, zum anderen bietet sich aus der Spezialisierung die Möglichkeit einen Expertenstatus in verschiedenen Bereichen zu erlangen und so die Attraktivität zu erhöhen. Die Apella AG wird trotz der Fokussierung weiterhin mehrere Geschäftsbereiche abdecken und den Vermittlern u. a. die Möglichkeit eines Finanzdienstleistungsinstitut mit Vermögensverwaltung, ein Rechtsberatungsunternehmen für betriebliche Altersvorsorge oder einen Assekuradeur mit dem Schwerpunkt auf Versicherung von Old- und Youngtimer bieten. Zudem ergeben sich aus den immer höheren Anforderungen an Beratung und Dokumentation weitere Chancen. Gerade bei kleineren Maklerunternehmen und unwirtschaftlicheren Einheiten führen diese zu einem Anschluss an einen Pool oder Verbund. Neben dem Zusammenschluss von Maklerunternehmen bietet sich die Chance auf Basis dieser Konsolidierungsprozesse eine Plattform für Bestandsübertragung zu bilden und so die Zusammenarbeit mit den Maklern zu stärken. Zudem bietet die Apella AG ihren Vermittlern ein Modell, in dem sie ihre Bestände in Form einer Ruhestandszusage oder Hinterbliebenenversorgung übertragen, weiterhin Provisionen erhalten und ihre Kunden betreuen können. Weitere Chancen ergeben sich durch die Erschließung neuer Geschäftsfelder, wie beispielsweise Immobilien als Kapitalanlage oder Kombiprodukte aus Festgeld und Kapitalanlage im Investmentbereich. Im Versicherungsbereich bieten Spezialisierungen auf bestimmte Zielgruppen zahlreiche Möglichkeiten. Unterstützung des Beratungsprozesses Der Fokus der Apella AG liegt auf der bestmöglichen Unterstützung des Vermittlers im Rahmen des Beratungsprozesses. Mit dem "MSC Beraten" hat die Apella AG den Grundstein gelegt und ein digitales Verwaltungssystem geschaffen. Durch die stetige Weiterentwicklung auf Basis der Anforderungen der Vermittler wird die Beratung der Kunden erleichtert und nachhaltig verbessert. Diese zentrale, technische Kommunikationsoberfläche für Berater, mit Kunden-Multitasking und Schnellstartknöpfen zu allen wichtigen Elementen des Beratungsprozesses, steigert zudem die Attraktivität der Apella AG deutlich. Dazu trägt auch die Aktualität der Daten bei, die über derzeit mehr als 1.500 Schnittstellen zu und von Produktgesellschaften, Vergleichs- und Beratungsrechnern und CRM-Systemen konsolidiert und automatisch aktualisiert werden. 4.2. Risikobericht Alle Ressourcen und Aktivitäten der Apella AG sind auf eine nachhaltige Erfolgssicherung ausgerichtet. Dabei werden sämtliche geschäftspolitische Entscheidungen stets unter Beachtung der Ertrags-/Risikorelation getroffen. Ziel des Risikomanagements ist die Steigerung des Unternehmenswertes auf Basis einer bewussten Steuerung der unternehmerischen Risiken. Die Einzelrisiken werden laufend überwacht und in regelmäßigen Abständen überprüft. Daneben findet eine ständige Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems statt. Folgende Risiken wurden für die Apella AG definiert: Adressausfallrisiken Unter Adressausfallrisiken versteht die Apella AG mögliche Verluste, die durch Ausfall eines Courtagerückerstattungsanspruches entstehen. Dieses Risiko resultiert aus der vorschüssigen Auszahlung diskontierter (noch nicht verdienter) Courtagen an Vertriebspartner. Das theoretische Gesamtrisiko resultiert aus der Annahme, dass alle diskontierten Verträge zum gleichen Zeitpunkt storniert werden. Zur Besicherung wurde ab 2008 in Abhängigkeit von Qualität und Dauer der Zusammenarbeit eine individuelle Stornoreserve gebildet. Insgesamt ist das Adressausfallrisiko durch Stornoreserve und Eigenkapital zu 35,5% (33,2%) unterlegt. Schon im Vorfeld wird das Adressausfallrisiko reduziert durch Risikoprüfungen mithilfe der Creditreform, Schufa und der AVAD (Auskunftsstelle über Versicherungs-/Bausparkassenaußendienst und Versicherungsmakler in Deutschland e.V.). Die Apella AG prüft die Bonität aller Vertriebspartner bei Geschäftsanbahnung (zusätzlich zur Erlaubnis nach §34c/ §34f und/ oder §34d GewO und Eintragung im Versicherungsvermittlerregister) und die Bonität der Kunden ab einem bestimmten Courtageanspruch. Systematisch wird so das Risiko durch selektive ratierliche Auszahlung bei höheren Courtagewerten pro Vertrag, bei Eigenverträgen und bei negativer Kundenbonität reduziert. Zusätzlich wurden folgende Warnindikatoren definiert: erhöhte Stornoanzahlen, sprunghaftes Wachstum unverdienter Courtagen, subjektive Indikatoren (z.B. überschnelle Courtageanfrage) und die Zusammensetzung der Einnahmen aus diskontierten und ratierlichen Courtagen. Im Zweifelsfall werden weitere Sicherheiten (z.B. Grundschuldbestellung, Abtretungen eines Wertpapierdepots oder einer Lebensversicherung) verlangt. Zur Kontrolle der Entwicklung von Außenständen etc. werden nach jeder 14-tägigen Courtageabrechnung Kontrolllisten an den Vorstand gegeben. Eine obligatorische Vertrauensschadensumlage dient seit Jahren zusätzlich zur Befriedigung des Anspruches aus Adressausfall. Personelle Risiken Zu den personellen Risiken zählen alle Risiken, die aus dem Einsatz von Mitarbeitern resultieren. Grundlegende Belehrungen zur Vertraulichkeit sind in jedem Arbeitsvertrag niedergelegt. Durch ein angemessenes Vergütungsmodell und Formen der Mitarbeiterbeteiligung wird das Risiko häufigen Mitarbeiterwechsels reduziert. Die Apella AG achtet weiterhin darauf, dass bei Urlaub, Krankheit oder Kündigung eines Mitarbeiters andere Mitarbeiter die Tätigkeiten des nicht zur Verfügung stehenden Mitarbeiters problemlos übernehmen können. Zusätzlich wurde eine neue Führungsebene in der Aufbauorganisation etabliert, die die aus einem Ausfall der Geschäftsführung entstehenden Risiken begrenzen soll. Betrugsrisiken werden durch die Umsetzung des Vieraugenprinzips und regelmäßigen Stichproben minimiert. Zur Verbesserung der Transparenz wichtiger Geschäftsprozesse und zur Sicherung der Ersetzbarkeit wird das Organisationshandbuch auf der Basis eines Qualitätsmanagementsystems nach ISO 9001:2015 weiter vervollständigt. Rechtliche Risiken Zu den rechtlichen Risiken gehören Gefahren, die sich aus der Vielzahl der Geschäfte und aus Verstößen gegen gesetzliche und interne Vorschriften ergeben können. Zur Absicherung allgemeiner und branchenspezifischer Risiken wurden für die Apella AG eine Vermögensschadenshaftpflicht- und eine Vertrauensschadensversicherung abgeschlossen. Operative Risiken Zu den operativen Risiken zählen Einwirkungen auf den betrieblichen Ablauf, die nicht beeinflussbar sind. Zur Behandlung der allgemeinen Risiken wurde ein Ablauf definiert, der jedem Mitarbeiter bekannt ist. Er stellt die zu ergreifenden Maßnahmen in den Fällen Stromausfall, Rechnerausfall, Systemengpass und -störung und Telefonausfall dar. Risiken aus dem Verlust von Daten wirkt die Gesellschaft durch ein System von redundanten Servern, Backupsystemen und täglichen mehrstufigen Datensicherungen und dem Einsatz eines externen ISO 27001 zertifizierten Rechenzentrum entgegen. Die Gesellschaft verfügt über einen feuerfesten Tresor, in dem die Datensicherungen verwahrt werden. Die Apella AG verfügt über umfassende IT-Sicherheitslösungen. Das MaklerServiceCenter (MSC) der Apella AG wird beispielsweise seit dem 2. Quartal 2018 durch eine Zwei-Faktoren-Authentifizierung gesichert. Da sich die meisten der verzeichneten Webangriffe auf Application Programming Interfaces (APIs) konzentrierten, überwachen und verbessern wir bei Apella unsere zahlreichen Schnittstellen permanent ("Härten" der APIs). Dem Risiko der Beschädigung der EDV durch Stromausfall oder Blitzschlag wird durch den Abschluss einer Elektronikversicherung entgegengewirkt. Eine Datenbank mit allen wichtigen Informationen sichert die Ersetzbarkeit in der Wartung des Computersystems. Diese wird regelmäßig aktualisiert und erweitert. Durch den Abschluss einer Feuerversicherung und einer entsprechenden Haftpflichtversicherung wird Risiken, die aus den Geschäftshäusern entstehen können, begegnet. 5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Forderungsausfälle treten aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit mit dem Großteil der Finanzdienstleister in der Regel nur bei neuen Geschäftsverbindungen oder bei bewusstem Betrug auf. Durch die beschriebene Risikoüberwachung kann dieses Risiko allerdings stark minimiert werden. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zusätzlich zu den im Bereich "Adressausfallrisiken" beschriebenen Maßnahmen, schloss die Gesellschaft zur Absicherung von Risiken eine Vertrauensschadenversicherung ab. Soweit bei Forderungen Ausfall- oder Bonitätsrisiken erkennbar sind, die nicht über die Versicherung abgedeckt sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. 6. Bericht über Zweigniederlassungen Die Gesellschaft unterhält derzeit keine Zweigniederlassungen. Dank an Mitarbeiter und Aktionäre Wir möchten uns besonders bei allen Mitarbeitern der Apella AG und deren Tochterunternehmen bedanken, die mit Ihrer täglichen Arbeit und Einstellung die Basis unseres Erfolges legen. Insbesondere freuen wir uns über alle neuen Vertriebspartner und Aktionäre und bedanken uns für das Vertrauen. Wir würden uns freuen, wenn Sie auch zukünftig unseren Weg begleiten.
Neubrandenburg, den 24. Juni 2024 Guntram Schloß, Vorstandsvorsitzender Harry Kreis, Vorstand BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Registernummer der Apella Aktiengesellschaft beim Amtsgericht Neubrandenburg lautet 5046. Der Jahresabschluss der Apella Aktiengesellschaft wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Vorjahr wurden die Forderungen an die Herzenssache. Der Assekuradeur! GmbH in Höhe von Euro 624.588,96 unter Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Es handelt sich jedoch um einen sonstigen Vermögensgegenstand. Zum 31.12.2023 erfolgte die Umgliederung. Bei korrektem Bilanzausweis per 31.12.2022 ergibt sich folgendes Bild:
Im Übrigen waren für die Aufstellung des Jahresabschlusses die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert maßgebend: Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Ende 2016 wurden die Kundenbeziehungen/Depots der Skandia PortfolioManagement GmbH gekauft. Sie wurden als Firmenwert aktiviert und über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben, da die Kundendaten nur 5 Jahre nutzbar sind. Der Restbuchwert zum 31.12.2023 beträgt Euro 1,00. In 2018 wurde der Kundenstamm eines Maklers gekauft. Es erfolgte die Aktivierung der Anschaffungskosten als Firmenwert und eine Abschreibung über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 Jahren, da die Kundendaten nur 5 Jahre nutzbar sind. Der Restbuchwert zum 31.12.2023 beträgt Euro 1,00. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: 1. Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten 2. Beteiligungen: - Beteiligungen an Kapitalgesellschaften zu Anschaffungskosten - Beteiligungen an Personengesellschaften mit Anschaffungskosten von Euro 232.200,00 wurden mit einem beizulegenden Wert von Euro 1,00 ausgewiesen. In den Vorjahren war diese Beteiligung bereits um Euro 232.199,00 abgeschrieben worden. 3. Sonstige Wertpapiere des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von Euro 1.138.778,07 wurden wie folgt bewertet:
Es wird davon ausgegangen, dass der Zeitwert nicht nachhaltig unter die Anschaffungskosten gesunken ist, sondern dass die Ursache in Kursschwankungen liegt. Deshalb wurde die Bewertung zu Anschaffungskosten beibehalten und nicht auf den niedrigeren Zeitwert abgeschrieben. 4. Sonstige Ausleihungen wurden ausgewiesen zu Anschaffungskosten von Euro 2.469,08. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Darüberhinaus wurden für zweifelhafte Forderungen Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Dazu wurden die zweifelhaften Forderungen in Risikogruppen eingeordnet, welche jeweils mit einem gesonderten %-Satz für die Einzelwertberichtigung belegt wurden. Die Gesellschaft kann über einen Betrag von Euro 214.821,95 der Guthaben bei Kreditinstituten nicht frei verfügen, da diese an Finanzinstitute verpfändet sind. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Das Verrechnungsgebot von Deckungsvermögen und zugehörigen Pensionsverpflichtungen (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurde befolgt. Es erfolgte eine Saldierung der Pensionsverpflichtung mit den Rückdeckungsansprüchen aus Versicherungsverträgen sowie den Anschaffungskosten eines Wertpapierdepots. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Vorjahr betreffenden, zum Bilanzstichtag noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Der Ansatz erfolgte mit dem Erfüllungsbetrag. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sowie die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist dem Anlagengitter zu entnehmen.
Forderungen Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 5.081.720,98 (Vorjahr: Euro 1.497.363,26).
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gehören auch mit zu den folgenden Bilanzpositionen:
In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind folgende Forderungen mit antizipativem Charakter (§ 268 Abs. 4 HGB) enthalten:
Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten folgende Positionen:
Von den gewährten Darlehen ist ein Betrag von Euro 3.668.193,83 durch Grundschuldeintragung gesichert. Eigenkapital Grundkapital Das Grundkapital besteht aus 454.854 Stück (Vorjahr 454.854 Stück) Namensaktien zum rechnerischen Anteil von Euro 1,00 pro Stück, hiervon 29,00 Stück eigene Anteile (Vorjahr 29,00 Stück). Eigene Anteile
Entwicklung der Gewinnrücklage - Andere Gewinnrücklage Zum 01.01.2023 betrug die andere Gewinnrücklage Euro 3.489.026,76, hiervon Rücklage für eigene Anteile Euro 29,00. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 17.08.2023 wurde der Bilanzgewinn des Vorjahres (Euro 56.392,51) für den anderen Gewinnrücklagen zugeführt. Mithin beträgt die andere Gewinnrücklage per 31.12.2023 Euro 3.545.419,27; hiervon Rücklage für eigene Anteile Euro 29,00. Ausschüttungssperre Gemäß § 268 Abs. 8 HGB besteht eine Ausschüttungssperre für folgende Sachverhalte:
Rückstellung für Pensionen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde die PUC-Methode angewendet. Für die Berechnung wurden folgende Annahmen getroffen:
Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden
Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen
Verbindlichkeiten Über die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten gibt folgender Verbindlichkeitenspiegel Auskunft:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Euro 328.130,11) gehören auch mit zur Bilanzposition Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von Euro 1.447.346,84 sind durch Pfandrechte oder ähnliche Werte gesichert. Über diese Verbindlichkeiten hinaus hat die Apella AG für einen Bankkredit der ARE Nr. 1 GmbH gebürgt. Der Kredit dient der Finanzierung einer Immobilie, die sich im Anlagevermögen der ARE Nr. 1 GmbH befindet. Der Bankkredit betrug ursprünglich Euro 1.450.000,00. Per 31.12.2023 beträgt dieser Euro 1.147.935,67 (Vorjahr Euro 1.211.260,42). Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verpflichtungen bestehen in Höhe von Euro 57.854,74 (Vorjahr Euro 97.501,98) sonstige finanzielle Verpflichtungen. Es handelt sich um die nach dem Bilanzstichtag fälligen Raten bestehender Leasingverträge für Fahrzeuge. IV. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Erläuterung der periodenfremden Erträge In der Erfolgsrechnung sind folgende periodenfremde Erträge enthalten:
Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen In der Erfolgsrechnung sind folgende periodenfremde Aufwendungen enthalten:
V. Sonstige Angaben Anzahl der Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 55 Arbeitnehmer beschäftigt:
Gesellschaftsorgane Den Organen der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr folgende Personen an: Vorstand: Guntram Schloß Kaufmann, Neubrandenburg Vorsitzender Harry Kreis Kaufmann, Neubrandenburg Aufsichtsrat: Prof. Dr. Hans-Wilhelm Zeidler Diplom-Kaufmann, Berlin Vorsitzender Hans Schmitz Senior Consultant, Endingen Maik Schnürer Key-Account-Manager, Leutkirch Norbert Turzer Kaufmann, Leezen Dr. Eva-Marie Lemke Kauffrau, Neubrandenburg Peter Schneider Versicherungsfachwirt, Brühl Vergütungen der Mitglieder der Gesellschaftsorgane Hinsichtlich der Gehälter des Vorstandes wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Der Aufsichtsrat hat für seine Tätigkeit im Berichtsjahr Sitzungsgelder in Höhe von insgesamt Euro 9.699,60 erhalten. Angaben zu gewährten Krediten und Vorschüssen an Vorstände und Aufsichtsräte Vorständen und Aufsichtsräten wurden keine Kredite und Vorschüsse gewährt. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mindestens 20 Prozent der Anteile Der Vorstand geht von einer Werthaltigkeit der Beteiligung an der Brandgilde Versicherungskontor GmbH aus. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Bilanzgewinn 2023 von Euro 198.581,31 soll gemäß Vorschlag des Vorstandes wie folgt verwendet werden: Zuführung zu den anderen Gewinnrücklagen in Höhe von Euro 198.581,31. Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt Euro 23.500,00, hiervon Euro 13.500,00 für den Jahresabschluss und Euro 10.000,00 für den Konzernabschluss. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.
Neubrandenburg, 27. Juni 2024 gez. Guntram Schloß, Vorsitzender des Vorstands gez. Harry Kreis, Mitglied des Vorstands Bericht des Aufsichtsratsder Apella AGzur Prüfung des Jahresabschlusses 2023 und des Lageberichtes 2023 Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstandes im Geschäftsjahr 2023 überwacht und ihn beratend bei der Leitung des Unternehmens begleitet. Er informierte sich über die laufende Geschäftstätigkeit und die Lage des Unternehmens regelmäßig, zeitnah und umfassend durch mündliche Berichte. Die Berichterstattung umfasste alle wichtigen Informationen zur Geschäftsentwicklung, einschließlich der Unternehmensplanung, der strategischen Weiterentwicklung und Rentabilität der Apella AG. Der Aufsichtsrat war in wichtige Entscheidungen, die für das Unternehmen von besonderer Bedeutung waren, eingebunden. Im Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat 2 Aufsichtsratssitzungen durchgeführt. In der Aufsichtsratssitzung vom 28.06.2024 hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit dem Jahresabschluss der Apella AG zum 31.12.2023 befasst. Der Jahresabschluss und der Bericht des Abschlussprüfers wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig vorgelegt. Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde durch die Apella AG erstellt. Der in der ordentlichen Hauptversammlung 2023 gewählte Abschlussprüfer Diplom-Kaufmann Jens-Uwe Liedtke, Wirtschaftsprüfer/ Steuerberater, Flottbek 1 in Felde hatte den Abschluss zuvor geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Allen Mitgliedern haben der Jahresabschluss, der Lagebericht für die Gesellschaft, der Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns, sowie die Prüfberichte des Abschlussprüfers vorgelegen. Durch den Aufsichtsrat wurden der Jahresabschluss und der vom Vorstand vorgelegte Lagebericht 2023 geprüft. Der Aufsichtsrat hat bei seiner Prüfung sowohl der Gewinn- und Verlustrechnung, als auch der Bilanz keine Anhaltspunkte für Beanstandungen gefunden. Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Daher hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Lagebericht zum 31.12.2023 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der vom Vorstand vorgelegte Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns stößt auf keine rechtlichen oder sonstigen Vorbehalte. Ihm schließt sich der Aufsichtsrat an und empfiehlt ihn zur Beschlussfassung durch die ordentliche Hauptversammlung.
Neubrandenburg, 28.06.2024 Prof. Dr. Hans-Wilhelm Zeidler Aufsichtsratsvorsitzender sonstige Berichtsbestandteile
Neubrandenburg, 27. Juni 2024 gez. Guntram Schloß, Vorsitzender des Vorstands gez. Harry Kreis, Mitglied des Vorstands Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 01.08.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkWiedergabe des Bestätigungsvermerks Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk habe ich mit Datum vom 27. Juni 2024 wie folgt erteilt: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die Apella Aktiengesellschaft Neubrandenburg Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Apella Aktiengesellschaft, Neubrandenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Apella Aktiengesellschaft, Neubrandenburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit den Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagerbericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage des Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizierte und beurteile ich die Risiken, wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, das wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtige Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieses Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen der Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten, zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit denen für die Bewachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle."
Felde, 27. Juni 2024 gez. Liedtke, Wirtschaftsprüfer |
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