TRANSLAST Transport Engineering GmbHLiquidiert

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 8086 HB
Eingetragen
27.10.2005
Branche
Güterbeförderung in der Hochsee- und KüstenschifffahrtGüterbeförderung in der BinnenschifffahrtVermittlungstätigkeiten für die Güterbeförderung
Gegenstand
das Engineering, die Vermittlung und Besorgung von im Land- und/oder Seeverkehr weltweit durchzuführenden Spezialtransporten, welche im Hinblick auf den Umfang, das Gewicht oder die Beschaffenheit der zu transportierenden Güter den Einsatz besonders dafür geeigneter Hebe- und/oder Beförderungsmittel erfordern.

Historie

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Management

NameRolle
Joachim Giele
seit 8.11.2005
Liquidator

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stedman GmbH

Aachen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019

STEDMAN GMBH, AACHEN

I. Grundlagen der Gesellschaft

Das Geschäftsmodell der Stedman GmbH ist der Handel mit Textilien. Mit der erfolgreichen Marke Stedman® bietet sie ein breites Portfolio an bedruckbaren T-Shirts, Sweatshirts, Polos und weiterer Freizeit- und Berufskleidung. Die Marke Stedman® bietet hochwertige Werbetextilien zu wettbewerbsfähigen Preisen.

Die Entwicklung der Textilien der Marke Stedman erfolgt in unserem Hause.

Die von der Stedman GmbH vertriebenen Produkte stammen ausschließlich aus Asien. Hauptbezugsquelle ist Bangladesch. Des Weiteren wird ein Teil unserer Kollektion aus China bezogen. Unser Ziel für den Einkauf ist es, den bestmöglichen Mix zwischen Qualität und Preis zu erreichen. Selbstverständlich handelt die Stedman GmbH auf höchst ethische und sozial verantwortliche Weise und kontrolliert in diesem Zusammenhang die Produktionsbetriebe ständig auf die Einhaltung der Richtlinien der amfori Business Social Compliance Initiative (BSCI).

II. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf einschließlich der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2019 war insgesamt ein erfolgreiches Jahr für die Stedman GmbH. Wir waren in 2019 in der Lage das EBITDA erneut leicht zu steigern. Der Anstieg des EBITDA von TEUR 1.638 im Jahr 2018 auf TEUR 1.734 im Jahr 2019 ist auf eine um 4 %-Punkte verbesserte Marge zurückzuführen.

Die positive Entwicklung der Marge kombiniert mit dem harten Verdrängungswettbewerb im Markt führte zu einem 12,6 prozentigen Umsatzrückgang, welcher oberhalb des Branchentrends der deutschen Textil- und Modeindustrie im Jahr 2019 liegt. Hier war im Bereich Bekleidung ein 1,2 prozentiges Umsatzminus zu verzeichnen, wobei das Teilsegment sonstige Oberbekleidung mit einem 4,7 prozentigen Umsatzminus ebenfalls deutlicher ausfiel. Der Gesamtumsatz der deutschen Textil- und Modeindustrie (Textil und Bekleidung) schrumpfte in 2019 um insgesamt 3,2 Prozent im Vergleich zu 2018. 1

Die deutsche und europäische Wirtschaft ist in 2019 gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland ist im Jahr 2019 preisbereinigt um 0,6 % gewachsen. In der europäischen Union konnte ein Wirtschaftswachstum von 1,5 % erzielt werden.2

2. Lage des Unternehmens

a. Die Vermögenslage

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2019 eine Bilanzsumme in Höhe von TEUR 16.330 aus. Diese besteht auf der Aktivseite insbesondere aus Vorratsvermögen (TEUR 10.032), Forderungen im Verbund (TEUR 1.937) und dem Finanzmittelbestand (TEUR 3.564). Die Passivseite beinhaltet im Wesentlichen das Eigenkapital (TEUR 12.255), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.730) und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 1.639).

Die wesentlichen Entwicklungen in der Vermögenslage beinhalten die Reduzierung des Vorratsbestands (TEUR 2.430), die Reduzierung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 1.132), die Reduzierung der sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 322) und den Anstieg der liquiden Mittel (TEUR 562). Auf der Passivseite verringert sich das Eigenkapital (TEUR 1.417), welches auf die Gewinnauschüttung (TEUR 3.000) in 2019 vermindert um den Jahresüberschuss (TEUR 1.583) zurückzuführen ist. Daneben verringern sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.601).

Das Eigenkapital beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 12.255 (Vorjahr TEUR 13.672). Die Eigenkapitalquote liegt mit 75 % (im Vorjahr 70 %) auf einem sehr hohen Niveau.

b. Die Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen über den Factoring-Vertrag mit der ABN AMRO Asset Based Finance N.V., Niederlassung Deutschland, über Lieferantenverbindlichkeiten und über den Investitionskredit mit der Hausbank KBC Bank AG.

Die Finanzlage ist zum Bilanzstichtag als sehr gut zu bezeichnen. Der Finanzmittelbestand stieg um TEUR 562 auf TEUR 3.564 zum 31. Dezember 2019.

Für das Geschäftsjahr 2019 ergibt sich ein Mittelzufluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 2.632. Dieser Mittelzufluss ist auf gegenläufige Entwicklungen zurückzuführen. Der Rückgang der Vorratsbestände (TEUR 2.430) und der Jahresüberschuss (TEUR 1.583) wirkten sich positiv auf die Liquidität aus. Der Rückgang der Lieferantenverbindlichkeiten (TEUR 1.601) reduziert dagegen die Liquidität.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt bedingt durch Investitionen TEUR 19.

Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit für das Geschäftsjahr 2019 beträgt TEUR 2.051 und ist auf die Gewinnausschüttung (TEUR 3.000) und den gegenläufigen Effekt aus dem Rückgang der Forderungen im Verbund (TEUR 1.132) zurückzuführen. Daneben wurde der Investitionskredit gegenüber der KBC Bank AG in Höhe von TEUR 183 getilgt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist die Gesellschaft stets dazu in der Lage gewesen, ihren finanziellen Verpflichtungen ohne Verzug nachzukommen.

c. Die Ertragslage

Das EBITDA beläuft sich im Geschäftsjahr 2019 auf TEUR 1.734. Damit wurden unsere Erwartungen für 2019, die ein EBITDA zwischen TEUR 1.000 und TEUR 1.200 vorsahen, deutlich übertroffen. Der Anstieg des EBITDA ist insbesondere auf eine bessere Marge im Vergleich zu den Planzahlen 2019 zurückzuführen.

Die Umsätze für das Geschäftsjahr 2019 konnten unsere Erwartungen mit einem Umsatzminus von 12,6 % im Vergleich zum Vorjahr nicht erfüllen. Geplant hatten wir mit einem Umsatzminus in einer Bandbreite von 5 % bis 10 %. Grund für die Umsatzverluste sind insbesondere gesunkene Absatzmengen bei unseren Basic-Produkten aufgrund eines hohen Verdrängungswettbewerbs in unserem Markt.

Der Materialaufwand sank um 17,0 % überproportional im Vergleich zum Umsatz. Dies steht im Zusammenhang mit den gesunkenen Absatzmengen sowie der Preiserhöhung zum 1. August 2018 und zum 1. Juli 2019, die sich im Geschäftsjahr 2019 positiv auf den Umsatz ausgewirkt haben.

Die Personalkosten liegen auf Vorjahresniveau.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 238 rückläufig. Dies ist insbesondere auf Maßnahmen zur Kostenreduzierung sowie eine veränderte Abrechnungsmethodik mit einem unserer Kunden zurückzuführen.

Das Finanzergebnis des Geschäftsjahres 2019 stieg aufgrund höherer Zinserträge im Verbund auf TEUR 19 gegenüber TEUR 2 im Vorjahr.

3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

a. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Indikatoren liegt unser Fokus im Wesentlichen auf der kontinuierlichen Überwachung und Optimierung des EBITDA. Daneben verfolgen wir nachrangig das Ziel einer Steigerung der Umsatzerlöse. Die Darstellung und Analyse der finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt innerhalb der Berichterstattung über die Lage an den jeweils relevanten Stellen.

b. Personal

Der Personalstand zum 31. Dezember 2019 ist gegenüber dem Vorjahresstichtag um 1 Mitarbeiter gestiegen und liegt bei 47 Mitarbeitern.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Das erste Halbjahr 2020 der Stedman GmbH ist schwer gezeichnet durch die Coronakrise. Von unseren ursprünglichen Zielen, welche ein Umsatzniveau des Geschäftsjahres 2019 und ein EBITDA zwischen TEUR 400 und TEUR 500 für das Geschäftsjahr 2020 vorsahen, mussten wir bereits Abstand nehmen. Insbesondere der Lockdown in vielen europäischen Ländern hat unsere Umsätze ab Mitte März 2020 massiv einbrechen lassen. Im ersten Halbjahr 2020 verzeichnen wir ein Umsatzminus von 46 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des letzten Jahres. Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie erwarten wir, vorausgesetzt es gibt keine weiteren größeren Lockdowns, einen Umsatzrückgang in einer Bandbreite von 30 % bis 40 % für das gesamte Geschäftsjahr 2020 gegenüber dem Jahr 2019. Das EBITDA planen wir unter diesen Umständen für 2020 in einer Bandbreite zwischen TEUR -300 und TEUR -400.

Die Planung für das Jahr 2021 zeigt ein leicht positives EBITDA und einen deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zu 2020, jedoch weiterhin unter dem Niveau des Jahres 2019. Spätestens für das Jahr 2022 ist es unser Ziel, die Umsatzerlöse wieder auf Vorkrisenniveau zu steigern. Dabei soll das Margenniveau unverändert bleiben, um die Profitabilität des Unternehmens wiederherzustellen.

2. Die Chancen des Unternehmens

Der Markt für bedruckbare Textilien ist insbesondere in dem Bereich der Basics stark gesättigt und unterliegt daher einem großen Verdrängungswettbewerb. Hier gilt es für uns, unsere Basic-Linie weiter zu stärken, um unserer Konkurrenz entgegenzutreten.

Wir sehen große Chancen, im Basic-Segment durch das Angebot von preisattraktiven Qualitätsprodukten mit einer ausgeprägten Größen- und Farbauswahl, sowie dem Angebot von nachhaltigen Produkten aus Bio-Baumwolle, Marktanteile zurückzugewinnen. Wir werden weiterhin den Fokus auf die Qualität unserer Produkte legen, um unsere Reputation im Markt aufrechtzuerhalten und uns von der Konkurrenz mit Produkten von minderer Qualität abzuheben.

Eine maßgebliche Rolle wird hierbei auch die in 2019 begonnene Verstärkung unserer Vertriebsabteilung spielen.

Des Weiteren sehen wir in unseren hochwertigen Sport-, Sweat- und Fleece-Produkten noch viel Potential. Die begonnene Ausweitung dieser Produktgruppe um nachhaltige Produkte aus recycelten Materialien wird im Zuge der Debatte um Nachhaltigkeit die Wachstumschancen weiter erhöhen.

3. Der Risikobericht

Jedes unternehmerische Handeln ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Das Risikomanagement soll vornehmlich sicherstellen, dass Risiken erkannt und kalkuliert eingegangen werden, um so auch sich aus den Risiken ergebende Chancen nutzen zu können.

Für die Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäftsbetriebs ist das Berichtswesen von zentraler Bedeutung. Neben den für die externe Berichterstattung notwendigen Informationen und Daten werden regelmäßig interne Berichte erstellt, um die Geschäftsleitung frühzeitig über mögliche Risiken zu informieren. Darüber hinaus finden wöchentlich Informations- und Entscheidungsbesprechungen zwischen der Geschäftsleitung und den Fachabteilungen statt.

a. Risiken aus der allgemeinen Geschäftstätigkeit

Aus makroökonomischer Sicht besteht für unser Unternehmen aktuell das größte Risiko in einer zweiten großen Welle der Corona-Pandemie in Europa. Da unsere Branche stark von Großveranstaltungen (Konzerte, Messen, Sportveranstaltungen), Tourismus sowie der generellen Konjunkturentwicklung abhängig ist, beeinflusst der weitere Verlauf der Coronakrise unsere Geschäftsentwicklung maßgeblich und unmittelbar. Insbesondere ein großflächiger Lockdown in Europa lässt unsere Umsätze Richtung Null tendieren.

Auch wenn eine zweite Welle in Europa ausbleiben sollte, müssen wir in der derzeitigen Krise aufgrund ausbleibender Veranstaltungen, verringertem Tourismus sowie Sparmaßnahmen bei Unternehmen mit einer niedrigeren Nachfrage nach Werbetextilien rechnen.

Aus mikroökonomischer Sicht bestehen für die Gesellschaft weiterhin Risiken in hohen Schwankungen des EUR/USD Währungspaares und des Baumwollpreises. Konsequenz sinkender Einkaufspreise in unserem funktionierenden Wettbewerbsmarkt sind Preisreduzierungen, wodurch Druck auf die Margen entsteht. Preiserhöhungen beeinflussen die Nachfrage im Markt negativ, da hierdurch Werbetextilien im Vergleich zu anderen Werbemitteln an Nachfrage verlieren können.

b. Das Finanzrisiko

Der Factoringvertrag mit der ABN AMRO Asset Based Finance N.V., Niederlassung Deutschland stellt einen wichtigen Bestandteil der Finanzierung der Gesellschaft dar. Dies bedeutet für die finanzielle Steuerung der Gesellschaft, die Wareneinkäufe so gut wie möglich auf die Warenverkäufe abzustimmen. Wird deutlich mehr eingekauft als verkauft, führt dies bei der aktuellen Finanzierungsform der Gesellschaft unweigerlich zu Liquiditätsengpässen. Dies verdeutlicht, wie bedeutend eine genaue Prognose unserer Absatzmengen ist. Bei einer Lieferzeit von durchschnittlich vier bis fünf Monaten und der in unserem Geschäft üblichen unsicheren Nachfrage stellt die Abstimmung des Wareneinkaufs mit den Warenverkäufen eine große Herausforderung für das Unternehmen dar.

Durch Umstrukturierungen in der Finanzierung der Stedman-Gruppe wurde in 2017 ein Investitionskredit mit unserer Hausbank abgeschlossen. Die Rückzahlung erfolgt durch anteilige monatliche Tilgung über eine Laufzeit von insgesamt 10 Jahren, wodurch der jährliche Liquiditätsbedarf überschaubar ist.

Des Weiteren bestehen zur Absicherung des Liquiditätsrisikos weitere Kreditlinien bei unserer Hausbank, welche bei Liquiditätsengpässen umgehend angesprochen werden können.

Daneben haben wir im Zusammenhang mit den Folgen der Coronakrise zur Absicherung der Liquidität der Gesellschaft einen KfW-Unternehmerkredit mit unserer Hausbank abgeschlossen.

Mit Übergang in das echte Factoring in 2017 ist das Forderungsausfallrisiko für den Großteil der Forderungen auf den Factor übergegangen. Das Risiko für unsere Gesellschaft ist daher inzwischen überschaubar. Nichtsdestotrotz versuchen wir, die Risikoprämie durch die Reduzierung des Forderungsausfallrisikos gering zu halten. Daher werden alle Neukunden einer strengen Bonitätskontrolle unterzogen. Darüber hinaus werden verkürzte Zahlungsziele vereinbart. Das gewährte Kreditlimit richtet sich nach Dauer und Volumen der Geschäftsbeziehung, der bisherigen Zahlungserfahrung sowie der Absicherung durch unsere Warenkreditversicherung.

Grundsätzlich ist die Gesellschaft einem Wechselkursrisiko ausgesetzt. Diesem Risiko wird durch Sicherungsgeschäfte begegnet. Das Unternehmen nutzt hierfür Devisentermingeschäfte mit einer durchschnittlichen Laufzeit von vier Monaten. Der Fremdwährungsbedarf wird monatlich, basierend auf dem geplanten Bestellvolumen, ermittelt.

c. Das Absatzrisiko

Das Absatzrisiko steht in direktem Zusammenhang mit dem Verkaufspreis unserer Waren. Steigende Verkaufspreise im Markt oder ein zu hohes Preisniveau im Vergleich zur Konkurrenz bedeuten für uns ein steigendes Absatzrisiko. Um das Absatzrisiko möglichst gering zu halten, ist es daher sehr wichtig, die Entwicklung unserer Einkaufspreise und die Entwicklung der Verkaufspreise der Konkurrenz im Blick zu halten.

Unser Einkaufspreis wird im Wesentlichen durch den EUR/USD Wechselkurs, die Waren- und die Transportkosten bestimmt.

Der EUR hat im Jahr 2019 im Vergleich zum USD an Wert verloren, wodurch unsere Einkaufspreise kontinuierlich gestiegen sind.

Dagegen lag der Baumwollpreis im Geschäftsjahr 2019 mit durchschnittlich 0,67 USD/lbs deutlich unter dem Vorjahreswert von 0,82 USD/lbs. Der Effekt der günstigeren Baumwolle wurde jedoch durch steigende Personalkosten aufgrund einer Anpassung des Mindestlohns zum Ende des Jahres 2018 in Bangladesch teilweise kompensiert.

Als dritter wesentlicher Einflussfaktor auf die Einkaufspreise sind die Transportkosten zu nennen. Der hohe Konkurrenzkampf bei den Handelsmarinen aufgrund des Überangebots an Containerschiffen führt immer noch zu tendenziell niedrigen Transportkosten.

Insgesamt führte der abwertende EUR, die steigenden Personalkosten in Bangladesch und der niedrigere Baumwollpreis zu insgesamt leicht erhöhten Einkaufspreisen, welche wir durch eine Preiserhöhung zum 1. Juli 2019 an den Markt weitergegeben haben.

Mittel- bis langfristig gesehen ist durch weiter steigende Personal-, Energie- und Transportkosten mit einem weiteren Anstieg der Bezugspreise zu rechnen. Diese Preissteigerungen werden unweigerlich zu Preiserhöhungen in unserem Markt führen, wodurch das Absatzrisiko steigen wird.

Ungeachtet dessen wird Stedman auch in Zukunft, unabhängig vom Ursprungsland, aus dem die Handelswaren bezogen werden, höchsten Wert auf eine gleichbleibend hohe Produktqualität unter Berücksichtigung der Einhaltung der sich selbst auferlegten ethischen Standards legen.

 

Aachen, 24. Juli 2020

Stedman GmbH

Thomas Schweigert, Geschäftsführer

Marcel Schweigert, Geschäftsführer

1 Vgl. Konjunkturbericht 02.2020 des Gesamtverbands textil+mode

2 Vgl. Pressemitteilung Nr. 018 vom 15. Januar 2020 des Statistischen Bundesamts sowie Pressemitteilung 41/2020 von Eurostat vom 10. März 2020

Bilanz

Aktiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen 145.851,32 203.837,10
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.133,34 7.230,83
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 3.133,34 7.230,83
II. Sachanlagen 142.717,98 196.606,27
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 142.717,98 196.606,27
B. Umlaufvermögen 16.065.388,58 19.306.687,31
I. Vorräte 10.032.177,70 12.462.414,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.469.446,97 3.842.599,85
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.936.808,60 3.068.636,48
2. sonstige Vermögensgegenstände 532.638,37 773.963,37
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.563.763,91 3.001.673,39
C. Rechnungsabgrenzungsposten 118.357,59 88.404,44
Bilanzsumme, Summe Aktiva 16.329.597,49 19.598.928,85

Passiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital 12.255.227,25 13.671.896,54
I. gezeichnetes Kapital 357.904,32 357.904,32
II. Kapitalrücklage 7.559.316,98 7.559.316,98
III. Gewinnvortrag 2.754.675,24 4.234.948,69
IV. Jahresüberschuss 1.583.330,71 1.519.726,55
B. Rückstellungen 669.892,47 730.121,85
C. Verbindlichkeiten 3.404.477,77 5.196.910,46
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.638.958,51 1.821.737,18
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.765.519,26 3.375.173,28
Bilanzsumme, Summe Passiva 16.329.597,49 19.598.928,85

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1. Rohergebnis 6.919.391,83 7.080.802,59
2. Personalaufwand 2.796.013,79 2.815.041,35
a) Löhne und Gehälter 2.342.109,56 2.359.810,24
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 453.904,23 455.231,11
3. Abschreibungen 76.551,73 101.826,85
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 76.551,73 101.826,85
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.363.273,12 2.601.664,79
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 102.204,51 89.460,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 83.337,89 87.729,61
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 92.561,00 18.614,00
8. Ergebnis nach Steuern 1.609.858,81 1.545.385,99
9. sonstige Steuern 26.528,10 25.659,44
10. Jahresüberschuss 1.583.330,71 1.519.726,55

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019

Stedman GmbH, Aachen

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Stedman GmbH, Aachen, ist im Handelsregister beim Amtsgericht Aachen unter der Nr. HR B 8086 eingetragen.

Sie ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Von den Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

A. Allgemeine Angaben

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

B. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Die entgeltlich erworbenenimmateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt und werden über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 Jahren linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen wurde von der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf Basis amtlicher Tabellen unter Berücksichtigung der betrieblichen Nutzungsverhältnisse ausgegangen. Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Geschäftsjahr der Anschaffung oder Einlage in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800 nicht übersteigen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wird ergänzend eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten und nicht versicherten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten angesetzt.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nennwert Zahlungen ausgewiesen, soweit diese Aufwendungen für eine bestimmte Zeit des Folgejahres betreffen.

C. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung als Erfüllungsbetrag notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag bestehenden Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr bestehen nicht.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen oder Zahlungsströme aus Wechselkursrisiken wurden Verbindlichkeiten mit Finanzinstrumenten zusammengefasst (Bewertungseinheit). Soweit die Voraussetzungen für Bewertungseinheiten mit den jeweiligen Grundgeschäften nicht erfüllt sind, erfolgt die Bilanzierung nach allgemeinen Bewertungsgrundsätzen.

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Verbindlichkeiten in USD aus Wareneinkäufen werden hiervon abweichend durch entsprechende Kurssicherungsgeschäfte abgesichert und nach der Einfrierungsmethode verbucht.

III. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagengitter als Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Sachanlagen beinhalten andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 143 (Vorjahr TEUR 197).

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 1.937 (Vorjahr TEUR 3.069), wovon TEUR 1.890 (Vorjahr TEUR 3.042) aus Finanzbeziehungen mit dem Gesellschafter und TEUR 47 (Vorjahr TEUR 26) aus Lieferungen und Leistungen an andere verbundene Unternehmen resultieren.

3. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf TEUR 1.639 (Vorjahr TEUR 1.822) haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 187 (Vorjahr TEUR 183) und von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 1.452 (Vorjahr TEUR 1.639). Davon haben TEUR 653 (Vorjahr TEUR 860) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Alle anderen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch unseren in Belgien bestehenden Handelsbetrieb besichert. Die Verpfändung umfasst insbesondere die vorrätigen Waren sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 28 (Vorjahr TEUR 20).

4. Bewertungseinheiten

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungsrisiken aus Schwankungen des USD ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich um Devisentermingeschäfte, die außerhalb der Börse gehandelt werden. Diese gehören zur Kategorie der sogenannten OTC-Instrumente. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt mit wertmäßig geringen Ausnahmen auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft sowie der damit verbundenen Geldanlagen und Finanzierungsvorgänge beschränkt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen zurückgehen.

Zur Absicherung von Grundgeschäften aus der Warenbeschaffung in USD werden derivative Finanzinstrumente regelmäßig bei bestehenden Verbindlichkeiten in Fremdwährungen bzw. geplanten Transaktionen in Fremdwährung eingesetzt. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB gebildet. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die sog. Einfrierungsmethode (kompensatorische Bewertung) angewendet. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv und retrospektiv festgestellt.

Die gegenläufigen Wertänderungen der Devisenterminkontrakte gleichen sich aus, da Grund- und Sicherungsgeschäft demselben Risiko ausgesetzt sind. Es besteht Währungsidentität, da den (zukünftigen) Verbindlichkeiten in USD zum Fälligkeitszeitpunkt sich ausgleichende Terminkontrakte in USD zu einem festen Euro-Kurs gegenüberstehen.

Am Bilanzstichtag beläuft sich das Nominalvolumen der zur Absicherung von Fremdwährungstransaktionen zu einem durchschnittlichen USD-Kurs von 1,1210 abgeschlossenen Devisenterminkontrakte auf TEUR 7.654. Bei einem Marktwert am Bilanzstichtag von TEUR 7.618 betrug der Zeitwert dieser Kontrakte TEUR -36. Die bestehenden Sicherungsgeschäfte zum Bilanzstichtag sind sogenannte Micro Hedges. Das aus dem Grundgeschäft der Warenbeschaffung resultierende Währungsrisiko wird mit einem Devisenterminkontrakt abgesichert.

Den offenen Devisenterminkontrakten in Höhe von TUSD 8.580 stehen zum Bilanzstichtag offene Verbindlichkeiten aus dem Wareneinkauf in Höhe von TUSD 1.645 und platzierte Aufträge über Wareneinkauf in Höhe von TUSD 6.830 entgegen.

5. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr TEUR 6) erfasst.

6. Personalaufwand

Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 64 (Vorjahr TEUR 73).

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr TEUR 2).

8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Unter den Zinserträgen sind Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 102 (Vorjahr TEUR 89) ausgewiesen.

IV. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführung

Als Geschäftsführer waren

Herr Thomas Schweigert, Geschäftsführer, Hergenrath/Belgien, einzelvertretungsberechtigt und

Herr Marcel Schweigert, Geschäftsführer, Aachen, gemeinsam vertretungsberechtigt,

im Geschäftsjahr 2019 bestellt.

2. Bezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur zwei Geschäftsführer bestellt sind.

3. Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 48 Arbeitnehmer (38 Angestellte und 10 Arbeiter) beschäftigt.

4. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB für Mietverträge i.H.v. TEUR 822. Davon haben TEUR 459 eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und der Rest von bis zu fünf Jahren. Die Verpflichtungen betreffen Mietaufwendungen gegenüber Dritten für Büroräume und Lager. Darüber hinaus bestehen Leasingverpflichtungen gegenüber Dritten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 48 und mit einer Laufzeit zwischen zwei und fünf Jahren in Höhe von TEUR 43.

Somit belaufen sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen insgesamt zum 31. Dezember 2019 auf TEUR 913.

5. Außerbilanzielle Geschäfte

Zum 1. Februar 2016 wurde der bestehende Factoringvertrag vom 22. April 2013 und Ergänzungsvereinbarung vom 16. Dezember 2015 zwischen der Stedman GmbH und der ABN AMRO Commercial Finance GmbH, welcher bis dahin im "unechten Verfahren" geführt wurde, in ein "echtes Factoring" umgewandelt. Das Ausfallrisiko der abgetretenen Forderungen ist zu diesem Zeitpunkt von der Stedman GmbH auf die ABN AMRO Commercial Finance GmbH übergegangen. Für die Bilanzierung bedeutet dies, dass entgegen des Bruttoausweises nur noch eine Saldogröße bestehend aus den rechtswirksam abgetretenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der auf diese Forderungen erfolgten Bevorschussung in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen wird. Der Zweck des Factorings für die Stedman GmbH liegt in der Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft.

6. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Stedman Invest GmbH mit Sitz in Aachen ist die alleinige Gesellschafterin der Stedman GmbH. Sie ist gemäß § 290 HGB die Konzernmuttergesellschaft für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis, jedoch durch § 293 Abs. 1 HGB von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit.

7. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.583.330,71 zusammen mit dem Gewinnvortrag von EUR 2.754.675,24 auf neue Rechnung vorzutragen.

8. Besondere Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres

Durch die weltweite Ausbreitung des Coronavirus im Jahr 2020 sind seit März 2020 auch wesentliche negative Effekte auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Stedman GmbH zu verzeichnen. Wir gehen aktuell von einem Umsatzminus von 30% bis 40% für das Gesamtjahr 2020 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 aus. Das Jahresergebnis erwarten wir in 2020 in einer Bandbreite zwischen TEUR -300 und TEUR -400. Die Liquidität der Gesellschaft ist nach aktuellen Erkenntnissen insbesondere durch die bestehenden Liquiditätsreserven und zum anderen durch einen KFW-Kredit hinreichend gesichert. Gleichwohl sind die Auswirkungen auf unser Geschäft noch nicht genau zu quantifizieren, da sie stark vom weiteren Verlauf der Pandemie abhängen.

 

Aachen, 24. Juli 2020

Stedman GmbH

Thomas Schweigert, Geschäftsführer

Marcel Schweigert, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Stedman GmbH, Aachen

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.01.2019
EUR
Zugänge
EUR
31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 356.782,87 2.200,00 358.982,87
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.875.301,91 16.365,95 1.891.667,86
2.232.084,78 18.565,95 2.250.650,73
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2019
EUR
Zugänge
EUR
31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 349.552,04 6.297,49 355.849,53
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.678.695,64 70.254,24 1.748.949,88
2.028.247,68 76.551,73 2.104.799,41
Buchwerte
31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 3.133,34 7.230,83
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 142.717,98 196.606,27
145.851,32 203.837,10

sonstige Berichtsbestandteile

siehen Anhang

Beschluss über die Festellung des Jahresabschlusses und die Ergebnisverwendung

Die Gesellschafterversammlung vom 31. August 2020 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2019 festgestellt und beschlossen den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2019 in Höhe von 1.583.330,71 EUR zusammen mit dem Gewinnvortrag zum 31. Dezember 2019 in Höhe von 2.754.675,24 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden, verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen des § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Stedman GmbH, Aachen

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Stedman GmbH, Aachen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stedman GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRüFERS FüR DIE PRüFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 24. Juli 2020

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Herrlein, Wirtschaftsprüfer

gez. Schröder, Wirtschaftsprüfer

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