HUETTEMANN Grundbesitz GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Wöhlk seit 8.1.2016 | Prokura |
Klaus Hüttemann seit 6.8.2009 | Geschäftsführer |
Manfred Roland Köhler seit 6.8.2009 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HUETTEMANN Holding GmbH & Co. KGDuisburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht 2021A. Darstellung des Geschäftsverlaufs1. Geschäftstätigkeit In den Konzern der HUETTEMANN Holding GmbH & Co. KG, Duisburg, (im Folgenden auch HUETTEMANN Gruppe) sind neben der Obergesellschaft weitere 14 (Vorjahr 14) Gesellschaften mit einbezogen. Zwölf (Vorjahr zwölf) Gesellschaften wurden voll und zwei (Vorjahr zwei) Gesellschaften quotal konsolidiert. Weitere vier Gesellschaften wurden gemäß § 296 HGB nicht in den Konsolidierungskreis mit einbezogen. Die konsolidierten Gesellschaften sind in der Logistik auf nationalen und internationalen Märkten tätig, speziell in den Geschäftsbereichen Lagerlogistik mit Value Added Services, Spedition mit Landtransporten, See- und Luftfracht und Transport mit eigenem Equipment sowie im Baustoffhandel auf nationalen und internationalen Märkten. 2. Steuerung der HUETTEMANN Unternehmensgruppe Die Geschäftsführung steuert den Konzern mittels fest definierter operativer Ziele, welche durch die steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren wie Konzernumsatzerlöse und Konzernjahresüberschuss gemessen werden. 3. Entwicklung Gesamtwirtschaft und Branche Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7 % höher als im Jahr 2020. Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat. Gegenüber dem Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2021 noch um 2,0 % niedriger. Im Vergleich zum vorangegangenen Krisenjahr 2020, in dem die Produktion im Zuge der Corona-Pandemie teilweise massiv eingeschränkt worden war, hat sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 in allen Wirtschaftsbereichen erhöht. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im Verarbeitenden Gewerbe deutlich um 4,4 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die meisten Dienstleistungsbereiche verzeichneten gegenüber 2020 merkliche Zuwächse. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe fiel das Wirtschaftswachstum aufgrund der anhaltenden pandemiebedingten Einschränkungen mit einem Plus von 3,0 % etwas verhaltener aus. Das Baugewerbe und der Bereich Information und Kommunikation konnten sich in der Pandemie behaupten und seine Wirtschaftsleistung im Vergleich zu 2019 merklich steigern. 1 Die Bundesvereinigung Logistik (BVL e.V.) meldete für den Wirtschaftsbereich Logistik für 2021 einen um 14 Milliarden Euro höheren Umsatz in Höhe von 293 Milliarden Euro. Dies bedeutete ein Wachstum von 5,0 Prozent gegenüber 2020. 2 Das Transportaufkommen im Straßenverkehr hatte ein Volumen von 3,8 Milliarden Tonnen und lag damit 3,0 Prozent über dem Vorjahr. 3 Das Bauhauptgewerbe konnte ebenfalls seinen Jahresumsatz im Vergleich zu 2020 noch einmal mit einem Anstieg von 0,5 Prozent auf 143,5 Milliarden Euro erhöhen. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 1,1 % gegenüber dem Vorjahr. 4 4. Umsatzentwicklung Die Umsatzerlöse des Konzerns erreichten ein Rekordniveau mit 184,2 Millionen Euro, eine Steigerung von 48,1 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Der Zuwachs resultiert überwiegend aus dem Zukauf eines Speditionsunternehmens in Form eines Asset Deals und deutlich gestiegenen Frachtpreisen, hauptsächlich in der See- und Luftfracht. 5. Investitionen Insgesamt wurden im Geschäftsjahr rund 8,9 Millionen Euro (Vorjahr 2,3 Millionen Euro) investiert, davon 4,1 Millionen Euro (Vorjahr 1,2 Millionen Euro) in den Fuhrpark, 2,0 Millionen Euro (Vorjahr 1,1 Millionen Euro) in die Betriebs- und Geschäftsausstattung, 2,5 Millionen Euro (Vorjahr 0,0 Millionen Euro) in Immobilien und Grundstücke und 0,3 Millionen Euro in Geschäfts- und Firmenwerte (Vorjahr 0,0 Millionen Euro). Die Abschreibungen lagen im Jahr 2021 mit 3,7 Millionen Euro geringfügig über dem Vorjahr. 6. Finanzierungsmaßnahmen Die Finanzierung der Investitionen in 2021 sowie weitere geplante Investitionen in 2022 waren und sind durch bestehende und neue Vereinbarungen mit Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten sowie durch den operativen Cashflow sichergestellt. Ferner werden gemäß bestehender Factoringvereinbarung revolvierend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen veräußert bis zu einem Maximalbetrag von 6,5 Millionen Euro. 7. Personal- und Sozialbereich Im Geschäftsjahr 2021 wurden mit 868 (Vorjahr 729) Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei den vollkonsolidierten Unternehmen durchschnittlich 139 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr beschäftigt als im Vorjahr, wovon 142 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus der Übernahme eines niederländischen Speditionsunternehmens stammen, der in Form eines Asset Deals inklusive der Übernahme des Personals mit allen Rechten und Pflichten nach niederländischem Recht. Insgesamt befanden sich 20 Personen (Vorjahr 27) in der Ausbildung, die in fünf verschiedenen Berufsbildern ausgebildet werden. Aufgrund historischer Gegebenheiten bei Firmenübernahmen und der dezentralen Struktur der Unternehmensgruppe gibt es keine einheitliche Vergütungsstruktur. Die Mitarbeiter werden teilweise auf tariflicher Basis, aber auch auf einzelvertraglicher Basis vergütet. Nennenswerte Arbeitsunfälle ereigneten sich im Berichtszeitraum nicht. Die Unfallschutzmaßnahmen - gruppenweit als nichtfinanzieller Leistungsindikator definiert - haben dementsprechend gewirkt. 8. Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres In Form eines Asset Deals haben Rabelink Logistics B.V. & Co. KG, Duisburg, und Rabex Holding B.V., Wehl, mit Vertrag vom 18.12.2020 Mitarbeiter, Kundenbeziehungen und Anlagevermögen der Transportbedrijf Gesink B.V. bzw. der Gesink Exploitatie B.V. mit wirtschaftlichem Übergang von Nutzungen und Lasten zum 01.01.2021 erworben. Aus dem Erwerb resultiert ein Geschäfts- und Firmenwert von T€ 264, welcher über die Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben wird. Die HUETTEMANN GmbH veräußerte mit Notarvertrag vom 18.10.2020 mit einer wirtschaftlichen Wirkung zum 11.08.2021 ein bebautes Grundstück in Duisburg - Rumeln. Am 22. September 2021 hat ein Bestandskunde der HUETTEMANN Logistik GmbH einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim zuständigen Amtsgericht gestellt. Aufgrund diverser Sicherungsmechanismen kam es zu keinen Forderungsausfällen. Der in diesem Zusammenhang erwartete Rückgang der Umsatzerlöse für das kommende Geschäftsjahr soll teilweise durch Gewinnung neuer Kunden und teilweise durch Erweiterung des Geschäftes mit bestehenden Kunden kompensiert werden. Weiterhin wurde aufgrund der infolgedessen beschlossenen Restrukturierungsmaßnahmen eine Rückstellung in Höhe von T€ 120 passiviert. Darüberhinausgehende Risiken sind nicht bekannt. B. Darstellung der Lage1. Ertragslage Die Umsatzerlöse des Konzerns verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von 48,1 Millionen Euro auf 184,2 Millionen Euro. Der Rohertrag wurde um 13,2 Millionen Euro auf 55,6 Millionen Euro gesteigert. Die Steigerung der Umsatzerlöse resultierte zum einem aus anorganischem Wachstum in Höhe von 19,1 Millionen Euro und organischen Wachstum in Höhe von 29,0 Millionen Euro. Ursache des organischen Wachstums waren eine allgemeine Mengensteigerung und ein überproportionaler Anstieg der See- und Luftfrachtraten um 16,8 Millionen Euro. Die Frachtraten im Landverkehr stiegen um 7,8 Millionen Euro bei einem geringfügigen Mengenzuwachs. Der Baustoffbereich wies, wie die Kontraktlogistik, eine Steigerung um jeweils 2,0 Millionen Euro auf. Die Steigerung des Rohertrags von 13,2 Millionen Euro teilt sich auf in 10,1 Millionen Euro anorganisches Wachstum und 3,1 Millionen Euro organisches Wachstum. Die Materialaufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 34,9 Millionen Euro auf 128,7 Millionen Euro erhöht. Auslöser hierfür waren um 23,2 Millionen Euro gestiegene Fremdfrachten und um 7,9 Millionen Euro gestiegene Fuhrparkkosten, die im Wesentlichen auf eine Steigerung der Treibstoffkosten um 3,5 Millionen Euro und um 1,9 Millionen Euro erhöhte Miet- / und Leasingaufwendungen zurückzuführen sind. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um 2,1 Millionen Euro auf 2,8 Millionen Euro, bedingt durch den Verkauf eines bebauten Grundstücks mit einem Ertrag in Höhe von 2,0 Millionen Euro. Aufgrund einer deutlichen Erhöhung der Mitarbeiterzahl und tarif- und marktbedingter Anpassungen kam es zu einer Zunahme der Personalaufwendungen in Höhe von 9,2 Millionen Euro auf insgesamt 38,1 Millionen Euro. Die Abschreibungen erhöhten sich um 0,1 Millionen Euro auf 3,7 Millionen Euro und lagen damit nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 1,0 Millionen Euro auf 9,1 Millionen Euro an. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf um 0,3 Millionen Euro gestiegene Haus- und Grundstücksaufwendungen, um 0,2 Millionen Euro gestiegene Versicherungskosten und jeweils 0,1 Millionen Euro gestiegene EDV und Finanzierungskosten zurückzuführen. In Summe wies das Betriebsergebnis einen um 5,0 Millionen Euro höheren Wert als 2020 aus und betrug 7,4 Millionen Euro. Das Zinsergebnis stieg um 0,1 Millionen Euro auf 0,6 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern lag mit 5,5 Millionen Euro um 4,2 Millionen Euro über dem Vorjahresergebnis. Der Konzernjahresüberschuss stieg um 4,0 Millionen Euro und betrug 5,1 Millionen Euro. Die Umsatzrentabilität lag in 2021 mit 3,5 Prozent deutlich über dem Vorjahreswert von 1,2 Prozent; bereinigt um den Ertrag aus dem Verkauf des bebauten Grundstücks liegt die Umsatzrentabilität bei 2,5 Prozent. 2. Finanzlage Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (nach DRS 21) betrug 3,4 Millionen Euro (Vorjahr: 5,0 Millionen Euro) und der Finanzmittelbestand 0,7 Millionen Euro (Vorjahr 0,3 Millionen Euro). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen aufgrund des Anstiegs der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Aktiva von 9,7 Millionen Euro (Vorjahr Abnahme von 0,2 Millionen Euro), welche insbesondere auf den während des abgelaufenen Geschäftsjahres durchgeführten Asset Deal zurückzuführen ist, trotz einer Zunahme der Verbindlichkeiten in Höhe von 4,0 Millionen Euro (Vorjahr Abnahme von 0,8 Millionen Euro), um 1,7 Millionen Euro auf 3,4 Millionen Euro verringert. Der Finanzmittelabfluss aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der durchgeführten Investitionen in das Sachanlagevermögen und betrug 5,0 Millionen Euro (Vorjahr 1,5 Millionen Euro). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 2,1 Millionen Euro (Vorjahr -3,6 Millionen Euro) war im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen durch eine Neuaufnahme von Darlehen in Höhe von 5,5 Millionen Euro bei einer gleichzeitigen Tilgung von Darlehen in Höhe von 1,9 Millionen Euro beeinflusst. Gegenläufig haben sich die Auszahlungen an die Gesellschafter in Höhe von 1 Million Euro ausgewirkt. Der HUETTEMANN Gruppe stehen weiterhin ausreichende, nicht voll genutzte Kreditlinien von namhaften Kreditinstituten zur Verfügung. 3. Vermögenslage Das Gesamtvermögen des Konzerns lag mit einer Bilanzsumme von 55,4 Millionen Euro um 14,7 Millionen Euro über dem Vorjahr. Maßgeblich für die Bilanzverlängerung auf der Aktivseite im Anlagevermögen war eine Erhöhung der Sachanlagen um 4,5 Millionen Euro auf 30,1 Millionen Euro, welche mit 2,8 Millionen Euro aus dem Gesink Asset Deal resultiert. Das Umlaufvermögen wies im Vorjahr eine Höhe von 14,3 Millionen Euro aus und stieg im Berichtsjahr um 9,7 Millionen Euro auf 24,0 Millionen Euro. Verantwortlich war eine Steigerung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 9,3 Millionen Euro auf 20,5 Millionen Euro, bedingt durch einen beträchtlichen Anstieg der Containerpreise in der See- und Luftfracht einerseits und durch die Übernahme der Kundenbeziehungen im Rahmen des Asset Deals andererseits, eine Erhöhung der Vorräte von 0,6 Millionen Euro auf 0,8 Millionen Euro sowie des Kassenbestandes und Guthabens bei Kreditinstituten um 0,3 Millionen Euro auf 0,7 Millionen Euro. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 4,2 Millionen Euro auf 14,3 Millionen Euro. Die Pensionsrückstellungen verminderten sich um 0,1 Millionen auf 1,1 Millionen Euro. Die Steuerrückstellungen erhöhten sich aufgrund des gesteigerten Konzernergebnisses um 0,9 Millionen Euro auf 1,5 Millionen Euro. Die übrigen Rückstellungen erhöhten sich um 0,9 Millionen Euro auf 2,7 Millionen Euro, insbesondere durch höhere Rückstellungen im Personalbereich, Tantiemen, Schäden und Rechts- und Beratungskosten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen um 3,5 Millionen Euro auf 13,6 Millionen Euro aufgrund von neu gewährten Darlehen für die allgemeinen Investitionstätigkeiten und einem Unternehmenskauf in Form eines Assetdeals. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen stichtagsbedingt zum Geschäftsjahresende um 3,8 Millionen Euro auf 11,9 Millionen Euro. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten ergab sich eine Erhöhung um 1,5 Millionen Euro auf 9,8 Millionen Euro. Dies begründet sich mit höheren Steuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. Durch diese Veränderungen stieg die statische Eigenkapitalquote im Geschäftsjahr 2021 um 0,9 Prozent von 24,8 Prozent auf 25,7 Prozent. Der Verschuldungsgrad lag zum Bilanzstichtag mit 1,3 unter dem Vorjahresniveau von 1,9. Die Umsatzrentabilität lag in 2021 mit 3,5 Prozent deutlich über dem Vorjahreswert von 1,2 Prozent. Gesamtaussage der Geschäftsführung zum Geschäftsjahr 2021 Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die Entwicklung der HUETTEMANN Gruppe trotz der auch in 2021 noch anhaltenden Pandemie, der angespannten Marktlage durch den Brexit und dem europaweiten Fahrermangel als äußerst positiv. Der Konzernumsatz lag auf einem Rekordniveau mit einer Steigerung von 35 Prozent gegenüber 2020 und damit deutlich über der Vorjahresprognose, die eine Steigerung von über 10 Prozent vorhersagte. Ebenfalls lag der Konzernjahresüberschuss mit 5,1 Millionen Euro deutlich über der getroffenen Prognose und dem Wert aus 2020. Die Auswirkungen der Covid 19 Pandemie und des Brexits wurden zum Zeitpunkt der Prognose für das Geschäftsjahr 2021 deutlich negativer eingeschätzt. Gegenläufige Effekte und ein stringentes Kostenmanagement führten zu einem signifikant höheren Umsatz und besseren Ergebnis. C. Chancen und RisikoberichtChancen sowie Umsatz- und Ergebniszuwächse werden in den kommenden Jahren in der Weiterentwicklung und dem Ausbau der bestehenden Standorte und dem Dienstleistungsportfolio, in der Akquisition weiterer logistischer Aufträge sowie in der Übernahme oder Beteiligung an Unternehmen der Logistikbranche und der Konsolidierung innerhalb der Unternehmensgruppe gesehen. Die Covid-19 Pandemie, die gestiegenen Treibstoffkosten, der Personalmangel im Bereich LKW-Fahrer und nicht zuletzt der Krieg in der Ukraine stellen die gesamte Logistikbranche vor große Herausforderungen. Die HUETTEMANN Gruppe hat ein Kontrollmanagement als Bestandteil seiner Unternehmensplanung implementiert, um wesentliche Risiken bewerten und auf diese kurzfristig reagieren zu können. Im Rahmen eines rollierenden Planungssystems werden Soll-/Ist-Abweichungen frühzeitig festgestellt und analysiert, um die entsprechenden Gegenmaßnahmen einzuleiten. Hierzu zählen diverse Kenngrößen, wie speditionelle Rohertragsquoten, Auslastungsgrade einzelner Touren, Einsatz von Fremdunternehmern, Auslastungsgrade von Lagerkapazitäten oder die Einsatzquoten von Leiharbeitskräften, die Aussagen zu Produktivität und Wirtschaftlichkeit liefern. Das allgemeine Risikopotential des Konzerns wird aufgrund der heterogenen Geschäftsfelder unverändert niedrig eingeschätzt, da es in der Hinsicht keine spürbare Veränderung der Struktur gegeben hat. Alle identifizierten und unten näher erläuterten Risiken werden für den Betrachtungszeitraum aufgrund durch Corona und den Brexit nicht höher eingeschätzt. Die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine sind derzeit schwierig einzuschätzen. Der Risiko- und Chancenbetrachtungszeitraum entspricht dem einjährigen Prognosezeitraum. Ausfallrisiken werden durch ein konsequentes Forderungsmanagement, durch bestehende Forderungsabtretungsverträge sowie durch bestehende Forderungsausfallversicherungen weitgehend abgedeckt. Durch das frühzeitige Erkennen von Marktveränderungen und einem umfangreichen Angebot komplexer und branchenübergreifender Logistikdienstleistungen werden Preisänderungsrisiken aufgefangen. Nennenswerte Zahlungsstromschwankungen sowie etwaige Liquiditätsrisiken werden im Rahmen der fortlaufenden Finanzplanung frühzeitig erkannt und durch entsprechende Finanzierungsmaßnahmen minimiert. Die HUETTEMANN Gruppe arbeitet länderübergreifend mit einer Vielzahl unterschiedlicher Großkunden aus diversen Branchen zusammen, die einen nennenswerten Anteil am Gesamtumsatz ausmachen. Die bestehenden Risiken aus dem Wegfall einzelner Geschäftsbeziehungen oder Preisänderungen könnten die einzelnen Gesellschaftsergebnisse beeinflussen, sind jedoch mit den größten Kunden durch Vereinbarungen mit zum Teil noch mehrjährigen Restlaufzeiten abgesichert. Zusätzlich wird durch dynamische, am Marktgeschehen gekoppelte Verträge mit Neukunden das Risiko durch Kostenänderungen ebenfalls reduziert. So wird unter anderem das gestiegene Treibstoffkostenrisiko durch sogenannte Dieselfloater-Vereinbarungen mit den Kunden abgefedert. Aufgrund der Vielzahl und Heterogenität der Geschäftsbeziehungen bestehen auf Konzernebene keine materiellen oder bestandsgefährdenden Risiken. Darüber hinaus werden alle bekannten Risiken nach derzeitigem Kenntnisstand mit entsprechender Eintrittswahrscheinlichkeit durch die notwendigen Rückstellungen ausreichend abgedeckt und durch Monitoringmaßnahmen überwacht. Gesamtaussage der Geschäftsführung zur Chancen- und Risikosituation Die Geschäftsführung stuft trotz der weiterhin anhaltenden Pandemie COVID-19 und dem russischen Überfall auf die Ukraine die für die Unternehmensgruppe bestehenden Risiken, wie Fahrermangel und die Erhöhung der Treibstoffpreise sowie Inflation, als beherrschbar ein. Durch den konsequenten Einsatz von Subunternehmern und variable Kundenvereinbarungen konnte diesen Risiken entgegengewirkt und flexibel am Markt agiert werden. Die Sicherstellung der Liquidität, die Aufrechterhaltung der guten Bindung zu Kunden, Mitarbeiterinnen sowie Lieferanten und der operativen Prozesse, stellen die Hauptaufgaben für die Geschäftsführung in 2022 dar. Die Geschäftsführung sieht zum jetzigen Zeitpunkt keine bestandsgefährdenden Risiken. D. PrognoseberichtIm Jahr 2022 wird das BIP in Deutschland laut der Prognose des DIW um 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen. Für das Jahr 2023 wird ein Wirtschaftswachstum von 2,9 Prozent prognostiziert. 5 Die Bundesvereinigung Logistik BVL e.V. rechnete Ende 2021 für das Jahr 2022 noch mit einem Wachstum in Höhe von 6,0 Prozent. 6 Allerdings konnten in dieser Prognose noch nicht der russische Angriff auf die Ukraine und den damit einhergehenden Sanktionen und deren Auswirkungen berücksichtigt werden. Die Unternehmensgruppe wird auch diese Herausforderungen annehmen, auf Marktschwankungen kurzfristig reagieren und das Handeln den wirtschaftlichen Erfordernissen anpassen. Die Digitalisierung von Prozessen und Abläufen wird in diesem Zusammenhang weiter an Bedeutung gewinnen, ebenso wie das Thema Nachhaltigkeit in Form der Tripple P Definition (People, Planet, Profit). Die Geschäftsführung erwartet in 2022, trotz der Insolvenz eines Großkunden der HUETTEMANN Logistik ein wiederholtes Umsatzwachstum der gesamten Unternehmensgruppe von über 10%. Weiterhin wird ein Konzernjahresüberschuss spürbar über dem Vorjahresniveau erwartet. Ein breit gestreutes Branchen- und Kundenportfolio, zukunftweisende Investitionen, moderne Informationstechnologie und ein motiviertes Managementteam werden dafür sorgen, den Konzern in den Krisenzeiten zu konsolidieren und gestärkt in die Zukunft zu gehen.
Duisburg, den 23. Mai. 2022 HUETTEMANN
Holding Verwaltungs-GmbH als Komplementärin
Geschäftsführer Klaus Hüttemann Manfred Köhler
1 Statistisches Bundesamt 14.01.2022
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernanhang 2021Allgemeine ErläuterungenDie HUETTEMANN Holding GmbH & Co. KG (im Folgenden auch HUETTEMANN Gruppe) mit Sitz in Duisburg ist im Handelsregister beim Amtsgericht Duisburg (HRA 8360) eingetragen. Gemäß § 290 HGB hat die Gesellschaft einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufgestellt. Der Konzernabschluss der HUETTEMANN Gruppe wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches(HGB) aufgestellt. Die HUETTEMANN Holding GmbH & Co. KG stellt als oberste Muttergesellschaft den befreienden Konzernabschluss im Sinne des § 291 HGB für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis auf. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Konzernbilanz wurde gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB gegliedert. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. In Anwendung von § 265 Abs. 5 HGB wurde das Gliederungsschema ergänzt. In Form eines Asset Deals haben Rabelink Logistics BV & Co. KG und Rabex Holding BV mit Vertrag vom 18. Dezember 2020 Mitarbeiter, Kundenbeziehungen und Anlagevermögen der Transportbedrijf Gesink B.V. bzw. der Gesink Exploitatie B.V., Zelhem, mit wirtschaftlichem Übergang von Nutzungen und Lasten zum 1. Januar 2021 erworben. Die Vergleichbarkeit der Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Vorjahr ist aufgrund des Asset Deals zum 1. Januar 2021 nur eingeschränkt möglich. Aus dem Erwerb resultieren Umsatzzuwächse von rund T€ 19.051, Erhöhungen der Materialaufwendungen von rund T€ 10.065 und Personalaufwendungen von rund T€ 8.989. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze In den Konsolidierungskreis sind neben der Obergesellschaft weitere 12 (Vorjahr 12) Gesellschaften einbezogen, auf die mittelbar oder unmittelbar ein beherrschender Einfluss ausgeübt werden kann. Ferner werden 2 (Vorjahr 2) Gesellschaften quotal einbezogen. Der Konzernabschlussstichtag zum 31. Dezember 2021 entspricht dem Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens sowie sämtlicher einbezogenen Tochterunternehmen. Folgende Tabelle gibt den Kreis der neben der Muttergesellschaft vollkonsolidierten Gesellschaften wieder:
* Vor Durchführung des Gewinnabführungsvertrags Für die Jahresabschlüsse folgender Gesellschaften wird eine Befreiung von der Offenlegungspflicht gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen:
Unter Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB haben die gesetzlichen Vertreter folgender Gesellschaften keinen Lagebericht aufgestellt:
Das gleiche gilt für die Jahresabschlüsse folgender Gesellschaften, für die die Befreiung von der Offenlegungspflicht gemäß § 264b HGB in Anspruch genommen wird:
Im Weiteren haben die gesetzlichen Vertreter der Rabelink Logistics B.V. & Co. KG, Duisburg unter Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschrift des § 264b HGB keinen Lagebericht aufgestellt. Die folgenden Unternehmen sind anteilsmäßig (gemäß § 310 HGB) in den Konzernabschluss einbezogen worden:
Die im folgenden aufgeführten Gesellschaften, an denen eine Anteilsquote von 50 % oder mehr besteht, wurden gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht konsolidiert, da sie auch insgesamt für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind. Daher wird auch auf eine quotale Einbeziehung oder Equity-Bewertung verzichtet:
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Konzernanteil an deren neubewerteten Eigenkapital zum Zeitpunkt, an dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist (§ 301 Abs. 1 und Abs. 2 HGB). Geschäfts- oder Firmenwerte, die bei der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses auf die W.H. Verwaltungs-GmbH, Duisburg, zum 31. Dezember 2003 entstanden sind, wurden mit den Rücklagen verrechnet. Ab 2016 entstandene Geschäfts- oder Firmenwerte werden mit ihrer individuell ermittelten Nutzungsdauer und sofern diese nicht verlässlich bestimmt werden kann über 10 Jahre; beginnend mit dem Jahr der Entstehung linear abgeschrieben. Die Restnutzungsdauer der zum Stichtag verbleibenden Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt 3 und 9 Jahre. Gemeinschaftlich geführte Unternehmen werden auf Basis der Neubewertungsmethode gem. § 310 HGB quotal einbezogen. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Dies gilt analog für die Zinserträge. Auf eine Eliminierung von Zwischenergebnissen gemäß § 304 Abs. 1 HGB wird aufgrund der untergeordneten Bedeutung verzichtet. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Aufrechnung der Forderungen mit den korrespondierenden Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Währungsumrechnung Die Berichtswährung des Konzernabschlusses ist Euro. Bei Abschlüssen konsolidierter Tochterunternehmen, die in fremder Währung aufgestellt sind (Rabelink Logistics SRL, Cicarlau, Rumänien und Rabelink Transport SRL, Baia Mare, Rumänien), werden die Bilanzpositionen mit dem Divisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages (1 EUR = 4,9490 RON) (Vorjahr 1 EUR = 4,8683 RON) in Euro umgerechnet. Posten der Gewinn- und - Verlustrechnung werden zum Jahresdurchschnittskurs (1 EUR = 4,9492 RON) (Vorjahr 1 EUR = 4,8383 RON) in Euro umgerechnet. Differenzen aus der Umrechnung der Bilanzen infolge der Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen sowie der Umrechnung des Jahresergebnisses zum Jahresdurchschnittskurs werden erfolgsneutral als separater Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Bilanzierungs- und Bewertungs- und AusweismethodenDie Bilanzierungs- Bewertungs- und Ausweismethoden wurden unverändert fortgeführt. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind einheitlich nach den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen der HUETTEMANN Holding GmbH & Co. KG, Duisburg, aufgestellt. In unwesentlichen Fällen unterbleibt eine Anpassung an die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung. Die entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Nebenkosten und Anschaffungskostenminderungen sowie, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die HUETTEMANN Gruppe schreibt immaterielle Vermögenswerte mit einer begrenzten Nutzungsdauer linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer ab. Die voraussichtliche Nutzungsdauer für Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte beträgt in der Regel 3 bis 5 Jahre. Geschäfts- oder Firmenwerte stellen den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über den Zeitwert an den Nettovermögenswerten und Schulden des erworbenen Unternehmens dar. Ein so entstandener Geschäfts- oder Firmenwert wird den immateriellen Vermögenswerten zugeordnet und über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird linear über die voraussichtliche durch die Gruppe bestimmte Nutzungsdauer abgeschrieben. Die voraussichtliche Restnutzungsdauer für die Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt noch 3 und 9 Jahre. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Nebenkosten und Anschaffungskostenminderungen sowie, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen errechnen sich nach der linearen Methode auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die voraussichtliche Nutzungsdauer für Sachanlagen beträgt in der Regel 3 bis 15 Jahre. Die ab 2010 angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter bis 800 € werden aus Vereinfachungsgründen sofort abgeschrieben. Dieser Posten ist insgesamt von untergeordneter Bedeutung. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist. Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bzw. fortgeführten niedrigeren Buchwerten bilanziert. Die Vorräte (Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe) werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände und des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt zu den jeweiligen Nennbeträgen. Möglichen Risiken wird durch individuelle Abschreibungen und Pauschalwertberichtigungen unter Berücksichtigung bestehender Forderungsausfallversicherungen Rechnung getragen. Auf die nicht einzelwertberichtigten und nicht versicherten Forderungen wurde wegen des allgemeinen Kreditrisikos unverändert eine Pauschalwertberichtigung von 1 % (Vorjahr 1 %) gebildet. Uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben. Die Forderungen der Gesellschaft sind ab einer Anbietungsgrenze von T€ 50 gegen Ausfall versichert. Die Selbstbeteiligung beträgt 10 %. Die Höchstentschädigung der Versicherung in einem Versicherungsjahr ist auf das vierzigfache der Jahresnettoprämie der HUETTEMANN-Unternehmensgruppe begrenzt. Die kurzfristigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Entstehungskurs eingebucht um am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, sofern sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen. Pensionsrückstellungen werden mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) bei einem Zinssatz zum 31. Dezember 2021 von 1,87 % (Vorjahr 2,30 %) und einem Rententrend von 1 % unter Zugrundelegung der Richttafel 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck angesetzt. Aufgrund der Struktur der Zusagen waren keine Gehaltstrends und Fluktuationswahrscheinlichkeiten zu berücksichtigen. Beim Übergang auf die Pensionsbewertung nach BilMoG wurde teilweise von dem Wahlrecht zur Ansammlung in Raten von mindestens 1/15 p.a. bis 31. Dezember 2024 Gebrauch gemacht. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gebildet worden und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit und wurden bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr mit dem von der Deutschen Bundesbank für die jeweilige Laufzeit ermittelten Marktzinssatz abgezinst. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Kurzfristige Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Kurs des Einbuchungstages eingebucht und mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Kurs des Einbuchungstages bzw. zum ungünstigeren Kurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen werden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen, die wie im Vorjahr zwischen 16 und 18 % betragen, berücksichtigt. Im Konzernabschluss wird auf den Ansatz der Überhänge aktiver latenter Steuern aus den Einzelabschlüssen der einbezogenen Unternehmen ebenfalls verzichtet. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Aufgliederung des Anlagevermögens und seine Entwicklung sind in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt. Der Geschäfts- und Firmenwert resultiert im Wesentlichen aus in Vorjahren sowie im Geschäftsjahr durchgeführten Asset Deals. Davon betreffen T€ 237 den im Geschäftsjahr durchgeführten Asset Deal zwischen Rabelink Logistics B.V. & Co. KG sowie Rabex Holding B.V. und der Transportbedrijf Gesink B.V. sowie der Gesink Exploitatie B.V. Von den Zugängen zum Sachanlagevermögen resultieren € 2,8 Millionen aus dem Asset Deal. Anteilsbesitz Hinsichtlich der Anteilsbesitzliste gemäß § 285 Nr. 11 HGB verweisen wir auf die Angaben zum Konsolidierungskreis. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben, wie im Vorjahr, sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen aus Kautionen in Höhe von T€ 291 (Vorjahr T€ 259) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die übrigen sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 1.755 (Vorjahr T€ 2.001) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Eigenkapital Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist dem Konzerneigenkapitalspiegel (Anlage II) zu entnehmen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Für die Abzinsung der Pensionsrückstellungen wurde in Folge des Übergangs auf die Pensionsbewertung nach BilRUG der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebene durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,87 % (Vorjahr 2,30 %) verwendet. Der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren hätte 1,35 % (Vorjahr 1,61 %) betragen. Unter Verwendung dieses Abzinsungszinssatzes hätten die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen T€ 1.186 (Vorjahr 1.283 T€) betragen. In Höhe des sich aus den verschiedenen Marktzinssätzen ergebenen Unterschiedsbetrag von T€ 58 besteht grundsätzlich in den Einzelabschlüssen der jeweiligen Kapitalgesellschaften eine Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB. Durch den Übergang auf die Pensionsbewertung nach BilMoG wurde teilweise von dem Wahlrecht zur Ansammlung in Raten von mindestens 1/15 p.a. bis 31. Dezember 2024 Gebrauch gemacht. Aus dem nach Art. 67 EGHGB mit Umstellung auf das BilMoG zum 1. Januar 2010 ergebenden Unterschiedsbetrag wurde im Berichtsjahr 1/15 zugeführt (T€ 41). Der Betrag der Unterdeckung beträgt zum 31. Dezember 2021 T€ 117. Rückstellungen Die ausgewiesenen sonstigen kurzfristigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen (T€ 753; Vorjahr T€ 642), Aufwendungen im Personalbereich (T€ 1.009; Vorjahr T€ 590), Berufsgenossenschaft (T€ 82; Vorjahr T€ 98), Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten (T€ 217; Vorjahr T€ 94) sowie Schadenersatzverpflichtungen (T€ 150; Vorjahr T€ 61). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Passive latente Steuer Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 ergibt sich im Konzernabschluss nach Saldierung mit aktiven latenten Steuern ein Passivüberhang der latenten Steuern von T€ 411 (Vorjahr T€ 426). Die Veränderungen der passiven latenten Steuern zwischen dem Berichtsjahr und dem Vorjahr in Höhe von T€ -16 betreffen mit T€ 17 die aktiven latenten Steuern und mit T€ 1 die passiven latenten Steuern. Aus den Tochtergesellschaften resultieren Passivüberhänge in Höhe von T€ 288 (Vorjahr T€ 296). Diese resultieren überwiegend aus steuerlich abweichenden Wertansätzen auf Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen. Die steuerlichen Latenzen wurden im Einzelabschluss mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz wie im Vorjahr von 29 % berechnet. Aus Konsolidierungsmaßnahmen ergibt sich ein passiver Saldo in Höhe von T€ 123 (Vorjahr T€ 130). Dieser resultiert aus passiven latenten Steuern auf ein Grundstück, wohingegen die aktiven latenten Steuern auf einen Kundenstamm entfallen. Die steuerlichen Latenzen auf Konsolidierungsmaßnahmen wurden mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz wie im Vorjahr von 16 % berechnet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Verpflichtungen aus laufenden Mietverträgen sowie Leasingverträgen:
Haftungsverhältnisse Die HUETTEMANN Gruppe hat zum 01. März 2021 einen Abtretungsvertrag mit der Deutsche Factoring Bank GmbH & Co. KG, Bremen, geschlossen. Die HUETTEMANN Holding GmbH & Co. KG haftet gesamtschuldnerisch zusammen mit der HUETTEMANN Logistik GmbH, der Rabelink Logistics B.V. & Co. KG und der M + F Spedition GmbH gegenüber der Deutsche Factoring Bank GmbH & Co. KG in Höhe des Nennwerts der zum Stichtag veräußerten Forderungen, maximal mit einem Betrag von bis zu T€ 6.500. Zum Bilanzstichtag betrug der Wert der veräußerten Forderungen T€ 4.804, von denen T€ 415 zum 31. Dezember 2021 bereits beglichen wurden. Bis zum 28.02.2021 bestand, mittelbar über die HUETTEMANN GmbH, Duisburg, ein Abtretungsvertrag mit der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf. Die HUETTEMANN GmbH haftete gesamtschuldnerisch zusammen mit der HUETTEMANN Logistik GmbH, der Rabelink Logistics B.V. & Co. KG und der M + F Spedition GmbH gegenüber der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG in Höhe des Nennwerts der zum Stichtag veräußerten Forderungen. Zum Bilanzstichtag des Vorjahres betrug der Wert T€ 3.399. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird als sehr gering eingeschätzt. Für den Fall der Inanspruchnahme sind die Forderungen zudem weiter durch die Ausfallversicherung gedeckt. Erläuterung zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt:
Von den Umsatzerlösen im Logistikbereich entfallen T€ 104.171 (Vorjahr T€ 61.108) auf die niederländische Betriebsstätte der Rabelink Logistics B.V. & Co. KG, Duisburg. Von den Umsatzerlösen im Logistikbereich entfallen außerdem T€ 3.816 (Vorjahr T€ 3.122) auf die rumänischen Tochterunternehmen. Hiervon entfallen T€ 1.173 (Vorjahr T€ 850) auf die Rabelink Logistics SRL, Cicarlau, Rumänien und T€ 2.643 (Vorjahr T€ 2.272) auf die Rabelink Transport SRL, Baia Mare, Rumänien. Personalaufwand
Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr an Arbeitnehmern beschäftigt:
Von den Arbeitnehmern bei voll einbezogenen Unternehmen entfallen 4 (Vorjahr 4) Arbeitnehmer auf die niederländischen Tochterunternehmen, 64 (Vorjahr 67) Arbeitnehmer auf die rumänischen Tochterunternehmen und 445 (Vorjahr 283) Arbeitnehmer auf die niederländische Betriebsstätte der Rabelink Logistics B.V. & Co. KG, Duisburg. Abschreibungen Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen T€ 3.727 (Vorjahr T€ 3.644). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von T€ 41 die Zuführung zur Rückstellung gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB. Steuern Die Ertragssteuern betreffen mit T€ 1.333 (Vorjahr T€ 624) das laufende Geschäftsjahr und mit T€ 33 Vorjahre. Im Ertragssteueraufwand sind Erträge aus latenten Steuern in Höhe von T€ 16 (Vorjahr T€ 24) verrechnet. Diese resultieren mit T€ 7 (Vorjahr T€ 8) aus den einbezogenen Einzelabschlüssen und mit T€ 9 (Vorjahr T€ 16) aus Konsolidierungsmaßnahmen. Aperiodische Aufwendungen und Erträge Im Geschäftsjahr 2021 sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 226 (Vorjahr T€ 211) verzeichnet. Ferner sind Erträge aus einem Grundstücksverkauf in Höhe von T€ 1.978 enthalten. Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von T€ 69 (Vorjahr T€ 26) angefallen. Diese entfallen auf Tantiemen und Rechts- und Beratungskosten. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten". Die im Konzern im Geschäftsjahr geleisteten Zahlungen für Zinsen betrugen T€ 503 (Vorjahr T€ 389). Die Zahlungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag beliefen sich im Jahr 2021 auf T€ 517 (Vorjahr T€ 96). Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit wurde im Wesentlichen durch erhöhte Investitionen in Sachanlagevermögen beeinflusst. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wurde durch Aufnahmen von Darlehen in Höhe von T€ 5.464 bei einer gleichzeitigen Tilgung von T€ 1.914 (im Vorjahr Aufnahme von Darlehen von T€ 1.952 und Tilgungen von T€ 3.237) sowie die Ausschüttung an die Gesellschafter in Höhe von T€ 989 beeinflusst. Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt T€ 75 (Vorjahr T€ 60) und entfällt zur Gänze auf Abschlussprüfungsleistungen. Außerbilanzielle Geschäfte, die über die dargestellten Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen hinausgehen, bestehen nicht. Die Miet- und Leasingvereinbarungen sowie die Factoringvereinbarungen dienen der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Eigenkapitalquote. Risiken sind lediglich in der Vertragsbindung zu sehen. Geschäfte mit nachstehenden Unternehmen und Personen Geschäfte mit nahestehenden Personen bzw. Unternehmen wurden nur zu marktüblichen Konditionen getätigt. GewinnverwendungsvorschlagDie Gesellschafter des Mutterunternehmens haben am 30. Dezember 2021 beschlossen den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres in Höhe von T€ 3.587 den variablen Kapitalkonten der Kommanditisten zuzuführen. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (Nachtragsbericht) Die Covid-19 Pandemie, die gestiegenen Treibstoffkosten, der Personalmangel im Bereich LKW-Fahrer und nicht zuletzt der Krieg in der Ukraine stellen die gesamte Logistikbranche vor große Herausforderungen. Die Geschäftsführung stuft die bestehenden Risiken durch die genannten Faktoren jedoch als beherrschbar ein. Durch den konsequenten Einsatz von Subunternehmern kann dem Personalmangel entgegen gewirkt und flexibel am Markt agiert werden. Dem gestiegenen Risiko von Kostenänderungen wird durch dynamische, an das jeweils aktuelle Marktgeschehen gekoppelte Verträge entgegen gewirkt und steigende Kosten entsprechend an die Kunden weitergegeben. So wird unter anderem das gestiegene Treibstoffkostenrisiko durch sogenannte Dieselfloater-Vereinbarungen mit den Kunden abgefedert. Die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine für die Gruppe sind derzeit schwierig einzuschätzen. Durch die heterogene Kundenstruktur, dem frühzeitigen Erkennen von Marktveränderungen und einem umfangreichen Angebot komplexer und branchenübergreifender Logistikdienstleistungen werden bestehende Risiken jedoch aufgefangen. Organe Die Geschäftsführung und Vertretung obliegt ausschließlich der HUETTEMANN Holding Verwaltungs-GmbH, Duisburg. Die Geschäftsführer sind die Herren Klaus Hüttemann (Unternehmer) und Manfred Roland Köhler (Unternehmer). Die Bezüge der Geschäftsführer werden von der HUETTEMANN Holding GmbH & Co. KG getragen. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird unter Verweis auf § 286 Abs.4 HGB verzichtet, da sich aus der Nennung die Bezüge eines einzelnen herleiten ließen.
Duisburg, 23. Mai 2022 HUETTEMANN
Holding Verwaltungs-GmbH als Geschäftsführerin
der
Geschäftsführer Klaus Hüttemann Manfred Köhler Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens(Konzern-Anlagengitter) zum 31. Dezember 2021
* inklusive Anpassung an den Durchschnittwert in der GuV Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die HUETTEMANN Holding GmbH & Co. KG, Duisburg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der HUETTEMANN Holding GmbH & Co. KG, Duisburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der HUETTEMANN Holding GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernla geberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 30. Juni 2022 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Mirsad Grizovic, Wirtschaftsprüfer ppa. Christa Mommsen, Wirtschaftsprüferin Der Konzernabschluss zum 31.12.2021 wurde am 15.07.2022 gebilligt. |
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