Robert Hamala Holding UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gerard Richard Waldt seit 12.1.2026 | Geschäftsführer |
Mark Robert Harris seit 12.1.2026 | Geschäftsführer |
Akinyale Shahid Harrison seit 12.1.2026 | Geschäftsführer |
Brigitte Dr. von Haacke seit 23.10.2015 | Geschäftsführer |
Alexander Geiser seit 27.2.2003 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
FGS Holdings LLC | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FGS Global (Europe) GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Grundlagen der Gesellschaft Die FGS Global (Europe) GmbH, Düsseldorf, (vormals: Finsbury Glover Hering Europe GmbH, Düsseldorf) (nachfolgend FGS genannt) ist eine der führenden strategischen Kommunikationsberatungen in Europa und der Marktführer in Deutschland. Auf unsere Stärken vertrauen Unternehmen und Institutionen, wenn es auf Kommunikation ankommt. Wir unterstützen nationale und internationale Konzerne, Familienunternehmen und große Mittelständler, Finanzinvestoren, Verbände und Institutionen in erfolgskritischen Situationen und bei ihrer langfristigen strategischen Positionierung - mit maßgeschneiderten integrierten Kommunikationslösungen, über alle Disziplinen, Plattformen und Regionen hinweg. FGS ist die in Deutschland marktführende Kommunikationsberatung für Unternehmens- und Kapitalmarktkommunikation, die sowohl in den Sektoren Finanzkommunikation, bspw. bei M&A-Transaktionen und Börsengängen oder anderen Kapitalmaßnahmen, als auch in sogenannten Sondersituationen, bspw. bei Restrukturierungen oder Insolvenzen, in Litigation- und Compliancefällen, bei Produktkrisen oder Cyberangriffen sowie bei der Positionierung von Unternehmen und deren Führungskräften kommunikativ berät. Zudem deckt FGS das gesamte Spektrum der politischen Kommunikation ab. Die Gesellschaft ist als übernehmender Rechtsträger nach Maßgabe des Verschmelzungsvertrags vom 18. März 2021 mit der Hering Schuppener Unternehmensberatung für Kommunikation GmbH verschmolzen worden (Downstream Merger). Seit dem 6. Januar 2021 ist die Finsbury Glover Hering Europe GmbH, jetzt FGS Global (Europe) GmbH, Teil von FGS Global Inc. mit Hauptsitz in New York. FGS Global ist durch den Zusammenschluss von vier renommierten Strategieberatungen für Kommunikation entstanden: Finsbury, Hering Schuppener, The Glover Park Group und Sard Verbinnen & Co. Finsbury wurde 1994 von Roland Rudd gegründet, um im Vereinigten Königreich eine Marktlücke für erstklassige Beratung im Bereich der Finanzkommunikation zu schließen. Was mit nur einem Büro in London begann, vergrößerte sich in den folgenden zwei Jahrzehnten auf zwölf Büros im Vereinigten Königreich, in Europa, den Vereinigten Staaten, dem Nahen Osten und Asien. Das Unternehmen wurde 2001 von WPP übernommen und seine Expansion in den USA 2013 durch die Fusion mit Robinson Lerer Montgomery, einem Urgestein in der Welt der Krisenkommunikation, wurde beschleunigt. Ein Jahr nach der Gründung von Finsbury in London begann die Erfolgsgeschichte von Hering Schuppener als strategische Kommunikationsberatung in Düsseldorf. In den folgenden Jahren wuchs das Team unter der Leitung des Gründers Ralf Hering rasant und entwickelte sich zu einem Marktführer in Deutschland mit Fokus auf Finanz- und Krisenkommunikation sowie Public Affairs. Nach seinem frühen Tod im Jahr 2018 führten seine Partner sein Erbe in die Zukunft fort und expandierten in ganz Kontinentaleuropa mit Büros in allen wichtigen Finanz-, Technologie- und Politikzentren. Die Glover Park Group wurde 2001 von ehemaligen Mitarbeitern aus dem Weißen Haus, dem Kongress und der gesamten amerikanischen Politikszene gegründet, um die Dringlichkeit und die Instrumente moderner Kampagnen mit der Unternehmensstrategie zu verbinden. Im Laufe von fast 20 Jahren entwickelte sich GPG zu einem Pionier für den integrierten Einsatz von strategischer Kommunikation, Public Affairs, politischer Beratung, kreativen Dienstleistungen, Forschung und Insights im Auftrag der weltweit führenden Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen, Handelsverbände und Industriekoalitionen. Im Jahr 2016 schlossen Finsbury und Hering Schuppener eine strategische Partnerschaft, um ihre Reichweite und Fähigkeit zur Beratung globaler Kunden zu erweitern. Die Glover Park Group schloss sich 2016 an, so dass die frisch gestärkte Partnerschaft ihr Angebot um strategische Regierungsbeziehungen in Washington D.C. erweitern konnte. Seit der Gründung der SVC durch George Sard und Paul Verbinnen im Jahr 1992 bietet die SVC ihren Kunden strategische Kommunikationsberatung auf Führungsebene, oft in den kritischsten Momenten. SVC wurde immer wieder als bester globaler Kommunikationsberater für Fusionen und Übernahmen, Börsengänge und SPACs ausgezeichnet - unter anderem als führend in den nordamerikanischen und globalen M&A-Ranglisten. Kunden vertrauen SVC auch bei der strategischen Beratung und Krisenkommunikation im Zusammengang mit Kampagnen von aktivistischen Investoren und Rechtsstreitigkeiten. Neben der Beratung in reputationskritischen Situationen unterstützte SVC Kunden und Branchen in aller Welt bei der Kommunikation und im Investor Relations. Die Stakeholder-Economy wird immer komplexer. Das macht es umso schwieriger, sich darin zurecht zu finden. In dieser schnelllebigen, vernetzten Welt ist es wichtiger denn je, die Aufmerksamkeit und Unterstützung der relevanten Zielgruppen zu gewinnen. Was, wie und wann unsere Kunden kommunizieren - und mit wem - kann den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen. Um Ecken zu denken, Probleme vorauszusehen und Risiken zu managen sind wichtige Voraussetzungen, um die Reputation unserer Kunden zu stärken. Damit unsere Kunden erfolgreich sind, brauchen sie fundierte strategische Beratung auf Basis von Erfahrung, Weitblick und datenbasierten Informationen, gepaart mit exzellenter Umsetzung. Mit unseren Expert:innen an der Seite und den richtigen Ansätzen können Chancen genutzt und Herausforderungen gemeistert werden - 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, überall auf der Welt. FGS arbeitet mit 1.200 Expert:Innen, von 27 Standorten aus und in 27 Sprachen. 2. Das wirtschaftliche Umfeld der Gesellschaft Die Entwicklung der Weltkonjunktur war im Jahr 2022 durch mehrere herausfordernde Faktoren geprägt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte seine globale Wachstumsprognose aufgrund verschiedener Krisen wiederholt gesenkt. Schlussendlich belief sich das Wachstum auf 3,8 % gemessen am weltweiten Bruttoinlandsprodukt (Quelle: IWF). Die gravierendsten Krisen waren dabei der Krieg in der Ukraine, steigende Inflationsraten und die wirtschaftlichen Ausläufer der COVID-19-Pandemie. Diese Situation wurde als ein erheblicher Rückschlag für die weltweite Erholung angesehen, wobei vor allem die Kombination von niedrigerem Wachstum und höherer Inflation problematisch war. Im Jahr 2022 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 3,88 Billionen Euro. Preisbereinigt wuchs das deutsche Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um 1,8 %. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, die steigenden Energiepreise und die Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 jedoch geringer aus. (Quelle: Statista) Die Finanzmärkte hatten im Jahr 2022 ein sehr schwieriges Jahr. Geprägt von den genannten geopolitischen Krisen und einer geldpolitischen Wende, zählte das Jahr zu den schlechtesten Börsenjahren seit langer Zeit. Die Aktienmärkte weltweit verzeichneten große Verluste, unter anderem der Dow Jones mit minus neun Prozent, der Nasdaq Composite mit minus 34 % und der DAX mit -12 %. Ursachen waren wie oben genannt unter anderem der Ukraine-Krieg, hohe Energiepreise und die damit verbundene Inflation. In den USA reagierte die Notenbank mit mehrfachen Leitzinserhöhungen, was die Aktienmärkte zusätzlich belastete. (Quelle: Statista, IWF) Im Jahr 2022 war der M&A-Markt (Fusionen und Übernahmen) von einigen wichtigen Entwicklungen geprägt. Der Gesamtwert der M&A-Transaktionen ging im Jahr 2022 um 36 % auf 3,8 Billionen US-Dollar zurück, obwohl das Transaktionsvolumen relativ stabil blieb. Ein wichtiger Wendepunkt war die Zinserhöhung durch die US-Notenbank im Juni 2022, die zusammen mit erhöhter makroökonomischer Unsicherheit zu einem Rückgang bei Megadeals und einer Verlangsamung kleinerer Deals führte. Der strategische Dealmarkt schloss das Jahr mit einem Volumen von 2,6 Billionen US-Dollar ab, einem Rückgang von 32 % gegenüber 2021. Das Volumen der strategischen Deals ging um 9 % zurück. Die Multiples für strategische M&A-Deals fielen auf ein 10-Jahres-Tief von 11,9-mal Enterprise Value zu EBITDA. Private Equity (PE)-Firmen blieben weiterhin aktiv, wobei ihr Anteil am Dealwert im ersten Halbjahr 2022 rund 26 % betrug. Diese Entwicklungen zeigen, dass der M&A-Markt sich den makroökonomischen Bedingungen und Unsicherheiten anpasste, M&A jedoch weiterhin eine zentrale Rolle in den Wachstumsstrategien vieler Unternehmen spielte und auch einen Einfluss auf die Entwicklung von FGS Global hat. (Quellen: Dealogic, Mergermarket, Refinitiv, Statista) Im Jahr 2022 erlebte der globale Markt für IPOs einen deutlichen Rückgang im Vergleich zu dem Rekordjahr 2021. Die Anzahl der weltweiten Börsengänge fiel um fast die Hälfte im Vergleich zum Vorjahr. Es gab 1.671 IPOs im Jahr 2022, verglichen mit 3.260 im Jahr 2021. Das Gesamtvolumen der in diesen IPOs angebotenen Beträge sank auf 180 Mrd. USD, im Vergleich zu 627 Mrd. USD im Jahr 2021. Die IPO-Aktivitäten im asiatisch-pazifischen Raum machten fast 50 % aller globalen Börsengänge aus, wobei China und Indien die Haupttreiber waren. In Europa war der IPO-Markt weitgehend geschlossen, was zu einem Rückgang der Aktivitäten führte. Im Mittleren Osten und in Nordafrika gab es jedoch ein bemerkenswertes Wachstum, insbesondere in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien. Die Technologiebranche führte weiterhin die Anzahl der Deals an, während der Energiesektor im Hinblick auf das Volumen dominierte. Besonders hervorgehoben wurden grüne Energie und ESG-orientierte (ESG: Environmental Social Governance) Unternehmen. In den USA verlangsamte sich die IPO-Aktivität im vierten Quartal 2022 erheblich. Es wurden nur 20 Börsengänge mit einem Gesamtvolumen von 3,02 Mrd. USD durchgeführt, verglichen mit 234 Börsengängen im gleichen Quartal des Vorjahres. (Quelle: S&P Global, Statista, M&A Community) Die Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2023 war weltweit unterschiedlich. Während einige Nationen hohe Wachstumsraten erzielen konnten, erlitt Deutschland eine Rezession mit -0,5 % Abnahme des BIP. Die Wirtschaftsaussichten für das Jahr 2024 sind insgesamt neutral bis verhalten positiv, aber es gibt weiterhin starke Unsicherheiten und Herausforderungen, die die wirtschaftliche Entwicklung signifikant beeinträchtigen könnten. Die Erholung der globalen Wirtschaft wird voraussichtlich anhalten, unterstützt durch die fiskalischen Stimulierungsmaßnahmen der Regierungen und die Geldpolitik der Zentralbanken. 3. Darstellung des Geschäftsverlaufs Zielvorgabe der FGS für 2022, nach mehreren Jahren zweistelligen Umsatz- und Ertragswachstums vor COVID-19, waren die nachhaltige Rückkehr auf einen Wachstumskurs auf der Honorarseite und das Erreichen einer EBIT-Marge (Anteil EBIT am Rohertrag) oberhalb von 25 %. Während die Umsatzerlöse um 21,4 % gesteigert werden konnten, blieb die EBIT-Marge mit 21,8 % hinter dem Ziel zurück. Das Gross-Income-Volumen (Rohertrag) konnte durch weitere Neukundengewinne und zusätzliche Projekte für bereits bestehende Kunden um 22,6 % gesteigert werden. Dieser Wachstumssprung war rein organisch und konnte nur realisiert werden, weil nach den Jahren 2020 und 2021 sowie in 2022 wieder erheblich und antizyklisch in Human Resources investiert wurde. Das EBIT bliebt mit TEUR 14.595 hinter dem Vorjahr (TEUR 16.291) zurück. Dabei ist folgendes zu berücksichtigen: Ausschlaggebend für den Margen-Gleichlauf im Vergleich zur signifikanten Umsatzsteigerung waren die strategischen und antizyklischen Investitionen in Personal. Auch im Jahr 2022 erhöhte sich der Personalaufwand: um 38,9 %, von TEUR 29.695 auf TEUR 41.242. Der Personalaufwand entspricht rund 78,1 % des gesamten betrieblichen Aufwands. Der sonstige betriebliche Aufwand erhöhte sich um 30,5 % auf TEUR 10.873. Die Ursachen hierfür lagen bei Reisekosten und Mieten für neue Büros in Brüssel, Paris, München und Amsterdam. Erfahrungsgemäß dauert es einige Jahre, bis neue Mitarbeiter:Innen zu 100 % leistungsseitig integriert sind. Entsprechend ist der Margenrückgang auch erwartungsgemäß und wird sich nach den Wachstumssprüngen der letzten 3 Jahre erst langsam wieder in Richtung 30-%-Marke bewegen lassen. 4. Darstellung der Lage 4.1 Ertragslage Insgesamt ist eine Steigerung der Umsatzerlöse um 21,4 % (2022: TEUR 74.435; 2021: TEUR 61.296) zu verzeichnen, die Aufwendungen für bezogene Leistungen stiegen um 12,0 % (2022: TEUR 7.422; 2021: TEUR 6.629). Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Aufwendungen für bezogene Leistungen) stieg um 22,6 % von TEUR 54.667 auf TEUR 67.013 in 2022. Der Personalaufwand stieg im Geschäftsjahr 2022 um 38,9 % (2022: TEUR 41.242, 2021: TEUR 29.695). Veranlasst wurde diese Entwicklung durch die strategische Entscheidung, antizyklisch Personal aufzubauen, um bestmöglich und nachhaltig einen organischen Wachstumskurs weiterzuentwickeln und auch neue Geschäftsfelder schneller auszubauen. Der Personalstamm erhöhte sich um 21,2 %, von 236 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Ende 2021 auf 286 Ende 2022. Die Abschreibungen erhöhten sich in der Summe um 23,3 % von TEUR 365 im Jahr 2021 auf nun TEUR 450. Ursache für die Erhöhung war die Ausstattung neuer Büros in Brüssel, Paris, München und Amsterdam. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.542 auf TEUR 10.873 (2021: TEUR 8.331) gestiegen. Diese Erhöhung ergab sich vorrangig durch den Anstieg der Reisekosten infolge des Personalaufbaus und neue Offices an den Standorten Brüssel, Paris, München und Amsterdam. Das EBIT ging um TEUR 1.696 zurück. Lag es im Jahr 2021 noch bei TEUR 16.291, sank es im Jahr 2022 auf TEUR 14.595. Ausschlaggebend für den Margen-Gleichlauf im Vergleich zur signifikanten Umsatzsteigerung waren, wie oben beschrieben, die strategischen und antizyklischen Investitionen in Personal. Die Zinserträge sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 270 gestiegen. Ausschlaggebend dafür sind Zinsen für ein Darlehen an die globale Muttergesellschaft. Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages an die Muttergesellschaft FGS Global (Europe Holding) GmbH ergibt sich erstmals ein Aufwand aus der Gewinnabführung in Höhe von TEUR 14.761. Die Gesellschaft finanziert sich ausschließlich aus dem operativen Cashflow. Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren des abgelaufenen Geschäftsjahres haben sich wie folgt entwickelt:
Zielvorgabe für das Geschäftsjahr 2022 war es, den Rohertrag gegenüber dem Vorjahr im zweistelligen Prozentbereich zu steigern sowie eine EBIT-Marge von oberhalb von 25 % zu erzielen - trotz der signifikanten Investitionen in Personal. Dieses Ziel konnte fast erreicht werden. 4.2 Vermögenslage Die Bilanzsumme stieg im Jahr 2022 um 65,3 % auf TEUR 45.919 (31. Dezember 2021: TEUR 27.775). Das Anlagevermögen erhöhte sich um TEUR 1.181 auf TEUR 2.853 (31. Dezember 2021: TEUR 1.672). Ursache dafür sind neue Bürostandorte und die Implementierung eines neuen ERP-Systems. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde ein Anstieg um 50,4 % verzeichnet (31. Dezember 2022: TEUR 15.051, 31. Dezember 2021: TEUR 10.004). Der Anstieg ist bedingt durch unser Umsatzwachstum und die Inanspruchnahme längerer Zahlungsziele von einigen Kunden. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich durch Ausleihungen an die US-amerikanische Muttergesellschaft auf TEUR 12.708 (31. Dezember 2021: TEUR 11.822). Insgesamt erhöhte sich die Position Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände um 28,2 % (31. Dezember 2022: TEUR 28.181, 31. Dezember 2021: TEUR 21.987). Aufgrund des Gewinnabführungsvertrages hat sich das Eigenkapital nicht verändert. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich um 46,6 % von TEUR 5.876 zum 31. Dezember 2021 auf TEUR 8.616. Grund dafür ist im Wesentlichen die Erhöhung der Rückstellung für Boni. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich insgesamt von TEUR 1.943 zum 31. Dezember 2021 auf TEUR 16.684 zum 31. Dezember 2022. Hauptursache für die Erhöhung ist die Verbindlichkeit gegenüber der Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 14.761 aufgrund des Gewinnabführungsvertrages. Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 47,4 % von TEUR 1.698 auf TEUR 2.504 zum 31. Dezember 2022, primär hervorgerufen durch höhere Lohnsteuer- (TEUR 975) und Umsatzsteuerverbindlichkeiten (TEUR 493) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (TEUR 1.036). Das Working Capital (Summe aus Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten abzüglich Rückstellungen und Verbindlichkeiten) verringerte sich von TEUR 15.447 zum 31. Dezember 2021 auf TEUR 14.266 zum 31. Dezember 2022. Die Working-Capital-Intensität lag mit 19,2% unter der des Vorjahres von 25,2%. Das Capital Employed (Anlagevermögen + Vorräte + Ford. LuL - Verb. LuL) stieg um 54,5 % von TEUR 11.494 zum 31. Dezember 2021 auf TEUR 17.756 zum 31. Dezember 2022.
4.3 Finanzlage Die Finanzlage der FGS Global (Europe) GmbH ist nach wie vor sehr stabil. Das Bankguthaben betrug TEUR 14.388. Kredite bei Finanzinstituten oder Konzerngesellschaften existieren nicht. Die Gesellschaft ist primär darauf angewiesen, ihren Finanzbedarf durch die eigene Ertragskraft zu decken. Im Jahr 2022 ergab sich ein vereinfachter Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Jahresüberschuss vor Gewinnabführung zzgl. Abschreibungen +/- Veränderungen von Rückstellungen) von TEUR 18.405 (2021: TEUR 17.066). Aus der Investitionstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss in Höhe von TEUR 1.637 (2021: TEUR 792). Im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete das Unternehmen eine positive Ertragslage. Wir erwarten dies auch für zukünftige Abschlüsse, daher ist davon auszugehen, dass aus der laufenden Geschäftstätigkeit eine konstante Liquidität generiert werden kann. 5. Chancen- und Risikobericht Risiken bestehen in der relativen Abhängigkeit der Ertragslage der Gesellschaft von der Volatilität der Kapitalmärkte, auch wenn die bisherigen Kapitalmarktkrisen und COVID-19 sowie der russische Angriffskrieg auf die Ukraine gezeigt haben, dass die Gesellschaft über ein sehr widerstandsfähiges Geschäftsmodell verfügt. Bei rückläufiger Anzahl von M&A-Transaktionen und Kapitalmaßnahmen steigt in der Regel der Bedarf an Beratung bei Restrukturierungen und Sondersituationen. Es ist aber ohne Zweifel festzuhalten, dass M&A-Transaktionen auch aufgrund ihrer Erfolgshonorarkomponente deutlich stärker zur Ertragskraft der Gesellschaft beitragen. Die COVID-19-Krise hatte zwar kurzfristig, unterjährig im Jahr 2020 zu Umsatzrückgängen geführt, diese konnten allerdings bis zum Ende des Jahres wieder aufgeholt werden. Der Umsatzsprung im Jahr 2021 enthält vor diesem Hintergrund auch Nachholeffekte. Der erneute Umsatzsprung im Jahr 2022 ist zum einen auf die strategisch sehr erfolgreiche Investition in Human Resources und zum anderen auf den Fokus von FGS, Qualitätsführer in allen Bereichen der strategischen Kommunikation zu sein, den unsere Kunden honorieren, zurückzuführen. Nichtsdestotrotz müssen alle regionalen und globalen Krisen weiterhin als Risiko betrachtet werden, auch wenn in der Vergangenheit die wesentlichen Wirkungen auf das Geschäft der FGS in einer Verschiebung von Leistungen zwischen Practice Groups und Kundenbrachen bestanden. Eine nicht unwesentliche und durch die COVID-19-Krise ausgelöste Chance ist die kundenseitig sehr hohe Akzeptanz von Videocalls. Hierdurch konnten die Kundenreichweite erheblich erhöht und Reisekosten auch in 2022 gegenüber den Referenzkosten Pre-COVID noch reduziert werden. 6. Internes Kontrollsystem und Risikomanagement Die Geschäftsleitung hat ein informelles Risikomanagement als Teil des internen Kontrollsystems implementiert, welches permanent alle wesentlichen Geschäftsprozesse überwacht und potenzielle Chancen und Risiken analysiert. Es wurden im Wesentlichen die folgenden Risikobereiche (Risiken) identifiziert: 6.1 Verlust von Mandanten/Rückläufiges Projektgeschäft von Neukunden Das Risiko von Kundenverlusten wird vom Management der FGS permanent überwacht, da sich hieraus negative Auswirkungen auf die Gesellschaft ergeben könnten. Aufgrund unseres Geschäftsmodells ist das Management der Gesellschaft (Direktoren, Managing Director, Partner) in ständigem Dialog mit unseren Mandanten und kann daher möglichen Problemen in der Zusammenarbeit schnell und zielführend begegnen. Unser Customer Relationship Management System (CRM) sichert uns fortlaufende Generierung von Neugeschäftsprojekten. Auch aufgrund unserer Marktposition kommen potenzielle Mandanten sowie Empfehler (z.B. Investmentbanken und internationale Anwaltskanzleien) fortlaufend auf uns zu. In Jahren guter Marktbedingungen sorgt dies für einen mehr als ausreichenden Zufluss von Projektgeschäft. 6.2 Liquiditäts- und Kundenrisiken Da einige Kunden längere Zahlungsziele in Anspruch nehmen, werden die verfügbaren Finanzmittelbestände und deren voraussichtliche Entwicklung permanent überwacht. Die implementierten internen Kontrollen sollen ein mögliches Liquiditätsrisiko frühzeitig entdecken, um angemessen reagieren zu können. Hierzu finden wöchentliche Reviews der ausstehenden Forderungen statt, die dann in effektiven Maßnahmen münden. Das Ausfallrisiko wird durch eine regelmäßige Kreditwürdigkeitsprüfung ergänzt. Diese Maßnahmen haben dazu geführt, dass es keine Forderungsausfälle in den letzten 5 Jahren gab. 6.3 IT-Risiken/Risiken aus Abrechnung und Geschäftsprozessen Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft basiert auf einer intakten und funktionierenden IT-Infrastruktur, welche in zunehmendem Maße die wesentlichen Geschäftsprozesse bestimmt und deren zuverlässige Abwicklung gewährleistet. Ein Ausfall dieser Systeme kann die Vermögens -, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens negativ beeinflussen. Diesem Risiko wird durch geeignete Aktivitäten begegnet. Hierzu gehören technische und organisatorische Anpassungen, die eine Weiterführung des Geschäftsbetriebs auch in ungünstigen Szenarien sicherstellen. 2018 bis Mitte 2020 ist die gesamte IT-Landschaft (Software, Infrastruktur und Mobile Devices) modernisiert und optimiert worden. Insbesondere durch die komplette Verlagerung der Applikationen (Kommunikation, ERP, Buchhaltung, Personal, CRM etc.) in die jeweiligen Hersteller-Cloudsysteme der weltweit führenden IT-Unternehmen ist FGS heute vollständig mobil arbeitsfähig und komplett von einzelnen lokalen IT-Serviceprovidern unabhängig. FGS betreibt ein Informationssicherheitsmanagementsystem nach ISO/IEC 27001 und verfügt über die ISO-27001- und TISAX-Zertifikate. Die ISO 27001 ist eine führende internationale Norm, die Anforderungen für die Erstellung, Wartung und Entwicklung von Managementsystemen der Informationssicherheit umfasst. TISAX ist der von der Automobilindustrie definierte Standard für Informationssicherheit und basiert im Wesentlichen auf der ISO 27001. Die wichtigsten Elemente des FGS-Informationssicherheits-Managementsystems sind: Informationssicherheitsorganisation, Risikomanagement, Richtlinienmanagement, Awareness- und Schulungsprogramm, Kennzahlenmanagement, Auditprogramm, Zertifizierungen und Umsetzung der Maßnahmen nach ISO 27001 Anhang A: Personalsicherheit, Assetmanagement, Zugangssteuerung, Verschlüsselung, physische Sicherheit, IT-Betriebssicherheit, Kommunikationssicherheit, Lieferantenmanagement, Vorfallmanagement und Business Continuity Management. 6.4 Rechtliche Risiken Kundenbeziehungen könnten zu wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft führen. Dem begegnen wir durch die permanente Überwachung der Vertragsbeziehungen und die Konsultation von rechtlichen Beratern, die uns auf mögliche Risiken hinweisen und uns bei der Umsetzung der Lösungen unterstützen. 6.5 Risiken aus der COVID-19-Krise Die Geschäftsführung der FGS hat bereits im Jahr 2019 ein umfangreiches Projekt zur Optimierung aller administrativen Prozesse auf- und in weiten Teilen auch umgesetzt. Ein Schwerpunkt des Projekts war der Finance-Bereich. Wesentliche Finance-Prozesse - wie z.B. Businessplanung, Forecasting, Cash Management, Budgetierung und Kostencontrolling - konnten bereits optimiert werden. Mit Hilfe der verbesserten Prozesse ist das Management sehr schnell und flexibel in der Lage, auf neue und sich verändernde Bedingungslagen aus Krisen mit passenden Maßnahmen zu reagieren. Zusätzlich sind umfangreiche Szenarien für FGS anhand verschiedener weltwirtschaftlicher Entwicklungen simuliert und durchgerechnet worden. Im Extremfall wurde mit dem Worstcase eines bis zu 35%igen Wirtschaftseinbruchs in der COVID-19-Zeit geplant. Mittels der hieraus gewonnen Erkenntnisse sind Vorsorgemaßnahmen getroffen worden, auch solche Extremszenarien zu überstehen und weit überproportional am Wiederaufschwung zu partizipieren. Seit dem 1. Januar 2023 verfügt die FGS Global (Europe) GmbH zudem als erste Gesellschaft im Konzern über ein neues und integriertes ERP-System, dass 4 Altsysteme ersetzt. Damit verfügen wir als erste im Konzern über eine komplett transparente Live-Sicht auf alle wesentlichen Kunden- und Geschäftsprozesse. 7. Prognose der Geschäftsführung Eine Fortsetzung der erfolgreichen Globalisierungsstrategie wird es uns ermöglichen, den sehr stabilen Wachstumskurs fortzusetzen. Dabei haben wir einen besonderen Fokus auf unsere Mitarbeiter und Führungskräfte, um unsere Leistungsfähigkeit für unsere Kunden nachhaltig zu erhalten und zu stärken. Der hart umkämpfte Arbeitsmarkt bleibt eine große Herausforderung, bietet uns in dieser besonderen Situation aber auch Chancen. Daher müssen wir - trotz Marktführerbonus - für Nachwuchstalente und mittleres Management nachhaltig attraktiv bleiben - insbesondere durch überdurchschnittlich gute Aus- und Weiterbildung innerhalb unseres Academy-Programms und durch gezielte Anreize zur Förderung der Motivation, Loyalität und Teamarbeit. Der Ausblick auf das - noch ungeprüfte - Zahlenwerk für das Geschäftsjahr 2023 ergibt einen Rohertrag von 74 Mio. EUR und einen EBIT von 10 Mio. EUR, somit eine EBIT-Marge (Anteil EBIT am Rohertrag) von 27 %; für das Jahr 2024 erwartet die Gesellschaft einen Rohertrag von 81 Mio. EUR und einen EBIT von 21 Mio. EUR, somit eine EBIT-Marge (Anteil EBIT am Rohertrag) von 26 %. Ziel unseres Unternehmens ist es, unseren Bestands- und Neukunden zu jeder Zeit die besten Leistungen in unserem Marksegment zu bieten. Durch den engen Verbund mit unseren Kunden und die gemeinsamen Erfolge ergab sich nach einer Seitwärtsentwicklung in 2020 bereits in 2021 mit 32,9 % wieder ein deutliches Honorarwachstum. Für 2022 betrug das Wachstum der Umsatzerlöse 21,4 % und für 2023 zeigt unser (noch ungeprüftes) Zahlenmaterial einen Anstieg von 10,8 %. Für 2024 erwarten wir eine Steigerung auf vergleichbarem Niveau.
Düsseldorf, 25. Juni 2024 Die Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022Allgemeines Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Düsseldorf und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf unter HRB 40605. Der vorliegende Jahresabschluss ist gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Alle Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft stets gemeinschaftlich mit einem weiteren Geschäftsführer. Kapital- und Konzernverhältnisse Das voll eingezahlte Kapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2022 50.000 Euro. Alleinige Gesellschafterin ist die FGS Global (Europe Holding) GmbH, Düsseldorf. Die Gesellschaft Finsbury Glover Hering Europe GmbH wurde zum 10. August 2022 per Gesellschafterbeschluss in die FGS Global (Europe) GmbH umbenannt. Die Eintragung erfolgte am 15. August 2022. Die WPP Group plc, London/Großbritannien, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in London erhältlich (https://www.wpp.com/investors). Die FGS Global Inc ., Delaware/ USA, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Abschluss ist am Sitz der FGS Global Inc. in Wilmington, Delaware/USA, oder bei Department of State: Division of Corporations, Dover, Delaware/USA, (https://corp.delaware.gov/) erhältlich. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Gesellschaft hat keine Bilanzierungshilfen in Anspruch genommen. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, jährlich um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer liegt zwischen drei und dreizehn Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden bis 31. Dezember 2009 unter Berücksichtigung der Regelung des § 6 Abs. 2, 2a EStG entsprechend behandelt. Seit dem 1. Januar 2010 wird die alte Rechtslage erneut angewandt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs aus Vereinfachungsgründen gemäß § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben, ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter der Beachtung des Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 4 HGB bewertet. Bei den zum Nennwert angesetzten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wird allen erkennbaren Einzelrisiken durch angemessene Abwertungen Rechnung getragen. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag für ungewisse Verbindlichkeiten und erkennbare Risiken auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Erläuterungen zur Bilanz Aktivseite A. Anlagevermögen Entwicklung des Anlagevermögens 2022 Siehe Anlage zum Anhang B. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen gegen die Gesellschafterin, im Wesentlichen im Zusammenhang mit einem kurzfristigen Darlehen, in Höhe von TEUR 12.285 (Vorjahr: TEUR 11.822) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene FGS-Unternehmen in Höhe von TEUR 423 (Vorjahr: davon TEUR 297 aus Lieferungen und Leistungen). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Mietkautionen (TEUR 286) und Forderungen gegen das Finanzamt (TEUR 137). Die Mietkautionen haben eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Beim ausgewiesenen Guthaben gegen Kreditinstitute handelt es sich um täglich fällige Sichteinlangen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst vor dem Bilanzstichtag geleistete Anzahlungen und andere Ausgaben für Versicherungen, Lizenzen, Miete, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Passivseite A. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der FGS Global (Europe) GmbH beträgt am Bilanzstichtag 50.000 Euro und wird zu 100 % von der FGS Global (Europe Holding) GmbH gehalten.
Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres vor der Gewinnabführung an die FGS Global (Europe Holding) GmbH beträgt TEUR 14.761. B. Rückstellungen Unter dem Posten Steuerrückstellungen werden die voraussichtlich geschuldeten Beträge noch nicht veranlagter Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für Vorjahre ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen betreffen hauptsächlich Verpflichtungen aus dem Personalbereich für Bonuszahlungen (TEUR 6.423), für Resturlaub (TEUR 918), für die Prüfung des Jahresabschlusses und Beratungskosten (TEUR 187), ausstehende Reisekosten (TEUR 215) sowie Kundenrabatte (TEUR 111). C. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten enthalten wie im Vorjahr keine Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bzw. 5 Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 13.874 (Vorjahr: TEUR 45) und entfallen im Berichtsjahr hauptsächlich auf die Verbindlichkeit aus dem Gewinnabführungsvertrag. Von den sonstigen Verbindlichkeiten i.d.H. von TEUR 2.504 (Vorjahr: TEUR 1.698) entfallen TEUR 1.066 auf Lohnsteuer und TEUR 493 auf Umsatzsteuer. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zu vermerkende Haftungsverhältnisse bestanden am Bilanzstichtag nicht. Für die Beurteilung der Finanzlage bedeutend sind eingegangene Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 32.394. Bei Mietverträgen wurden auch die Nebenkosten berücksichtigt. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Geschäftsfelder:
Die sonstigen betrieblichen Erträge entfallen in Höhe von TEUR 292 auf die Erträge aus den Wechselkursumrechnungsdifferenzen. Im Personalaufwand werden die Aufwendungen für Personen ausgewiesen, die in einem Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft stehen oder standen. Der Gehaltsaufwand enthält periodenfremden Aufwand von TEUR 383 für pauschale Lohn- und Umsatzsteuer. Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung enthalten keine Aufwendungen für Altersversorgung. Von den Abgaben entfallen TEUR 494 auf periodenfremde Aufwendungen für Nachzahlungen von Sozialversicherungsbeiträgen aufgrund einer Erhöhung der beitragspflichtigen Entgelte der Vorjahre. Der Posten Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen weist die planmäßigen Abschreibungen für das Anlagevermögen aus. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen für Mieten, Instandhaltung, Informationstechnik, Versicherungsprämien, Aufwendungen für Fortbildung, Leiharbeit, Büromaterial, Fachliteratur, Marketing- und Personalwerbung sowie Reisekosten. Aufwendungen aus Wechselkursumrechnungsdifferenzen betrafen TEUR 119. Die Zinserträge wurden aus einem Darlehen gegenüber der globalen US-Muttergesellschaft erwirtschaftet. Gemäß dem am 5. Dezember 2021 mit der FGS Global (Europe Holding) GmbH geschlossenen Gewinnabführungsvertrag wurde der Jahresüberschuss des laufenden Jahres an die Gesellschaft abgeführt. Somit fielen im Geschäftsjahr keine Steuern vom Einkommen und Ertrag an. Latente Steuern werden ebenfalls ausschließlich auf der Ebene des Organträgers berücksichtigt. Sonstige Angaben Anzahl der Arbeitnehmer:innen Die durchschnittliche Anzahl der Angestellten der Gesellschaft betrug gem. § 267 Abs. 4 HGB 269 Mitarbeiter (Vorjahr: 219 Mitarbeiter). Davon waren vollzeitbeschäftigt 246 (im Vorjahr 189) und teilzeitbeschäftigt 23 (im Vorjahr 30) Mitarbeiter. Nachtragsbericht Am 14. Februar 2023 wurde die lohnsteuerliche Außenprüfung der Jahre 2016 bis 2019 abgeschlossen. Im Rahmen der Betriebsprüfung haben sich Nachzahlungen von TEUR 166 für den Prüfungszeitraum von vier Jahren ergeben. Auf Grundlage der Feststellungen wurden die Steueranmeldungen und Sozialabgaben für die Geschäftsjahre 2016 bis 2021 neu berechnet und weitere Verbindlichkeiten von TEUR 655 erfasst. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für Abschlussprüfungsleistungen für das Geschäftsjahr voraussichtlich zu beanspruchende gesamte Honorar (einschließlich des Auslagenersatzes) beträgt TEUR 84. Es handelte sich ausschließlich um Abschlussprüfungsleistungen. Mitglieder der Geschäftsführung
Alle Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft stets gemeinschaftlich mit einem weiteren Geschäftsführer. Summe Geschäftsführergehälter Die Summe der Geschäftsführergehälter betrug im Geschäftsjahr 2022 TEUR 2.931 (Vorjahr: TEUR 2.605). Vorschüsse und Kredite wurden an Mitglieder der Geschäftsführung nicht gewährt. Gemäß § 288 HGB entfallen die Angaben nach § 285 Nr. 9 a und b HGB.
Düsseldorf, den 25. Juni 2024 Die Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die FGS Global (Europe) GmbH, Düsseldorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der FGS Global (Europe) GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FGS Global (Europe) GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 25. Juni 2024 Deloitte
GmbH
Christian Frank, Wirtschaftsprüfer Benedict Verfürth, Wirtschaftsprüfer |
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