Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 5905 HL
Vorher
UK S-H - Service Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
2.12.2005
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenErbringung von ergotherapeutischen DienstleistungenErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Gegenstand
Gegenstand der Gesellschaft ist die Erbringung von Sekundärleistungen im Bereich von Service und Logistik für das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein sowie dritte Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Monika Alke
seit 5.9.2024
Geschäftsführer
Nicole Hasenbein
seit 22.3.2024
Geschäftsführer
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der Universität zu Lübeck
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der Universität zu Lübeck
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Service Stern Nord GmbH

Lübeck

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Service Stern Nord GmbH ist Dienstleistungspartner des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) - eines der größten europäischen Zentren für medizinische Versorgung mit seinen Standorten in Kiel und Lübeck - und unterstützt das UKSH in den nicht medizinischen Dienstleistungen.

Das Stammkapital in Höhe von 25.000,00 € wird seit dem 01. Januar 2014 zu 100 % vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein gehalten.

Seit dem 01.01.2010 regelt ein umfangreiches Vertragswerk die Zusammenarbeit zwischen dem UKSH und der Service Stern Nord GmbH. Der zentrale Vertrag für die Service Stern Nord GmbH ist der Vertrag über nicht medizinische Dienstleistungen, mit dem Umfang und Qualität der Leistungen sowie das Entgelt zwischen dem UKSH Konzern und der Service Stern Nord GmbH geregelt werden. Neben diesem zentralen Vertrag gibt es insgesamt 8 Ergänzungs- und Nachtragsvereinbarungen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Der Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2023 lag in einer internen Strukturänderung mit dem Ziel, die Mitarbeiterzufriedenheit zu verbessern. Hierzu zählt u.a. die Reduzierung der Anzahl der Mitarbeitenden pro Führungskraft, die Durchführung von Führungskräfte-Schulungen und die Durchführung einer internen Arbeitssituationsanalyse in Form von Dialoggesprächen.

Im Geschäftsjahr 2023 konnte ein Umsatz gegenüber dem UKSH und seinen Tochtergesellschaften in Höhe von 101,1 Mio. € erzielt werden. Daneben konnten Umsätze mit Externen in Höhe von 3,2 Mio. € erzielt werden. Insgesamt hat die Service Stern Nord GmbH im Geschäftsjahr 2023 Umsätze in Höhe von 104,3 Mio. € erwirtschaftet. Zum Vorjahr ergibt sich lt. Gewinn- und Verlustrechnung ein Anstieg der Umsatzerlöse um 2,4 Mio. €.

2.2. Entwicklung der Geschäftsfelder

Der Bereich Verpflegungsmanagement stellt die Speisenversorgung der Patientinnen und Patienten in den Kliniken des UKSH-Konzerns sicher und übernimmt die Verpflegung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sowie Gästen in den UKSH Bistros. Im Geschäftsjahr 2023 konnte ein Umsatz in Höhe von 24,0 Mio. € mit dem UKSH-Konzern erwirtschaftet werden. Die Erlösminderung in Höhe von 0,4 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus der Beendigung des Dienstleistungsvertrages zur Patientenverpflegung der ZIP gGmbH sowie aus der Optimierung von Prozessabläufen. Daneben erzielte der Bereich Verpflegungsmanagement externe Umsätze in Höhe von 2,7 Mio. €.

Im Geschäftsfeld Hauswirtschaft erfolgt die laufende Unterhalts- und OP-Reinigung sowie die Bettenaufbereitung in den Kliniken, den Instituten und der Verwaltung des UKSH und deren Tochtergesellschaften. Daneben erbringt der Bereich weitere hauswirtschaftliche Zusatzleistungen wie z. B. Sonder-, Bau- und Grundreinigungen. Im Geschäftsjahr 2023 konnte in diesem Bereich ein Umsatz in Höhe von 29,4 Mio. € mit dem UKSH-Konzern erzielt werden. Die Erlössteigerung in Höhe von 1,6 Mio. € ist im Wesentlichen auf die anteilige Weitergabe von Personal- und Sachkostensteigerungen zurückzuführen.

Im Bereich Logistik erbringt die Service Stern Nord GmbH folgende Dienstleistungen: die Material- und Patiententransportlogistik, die Lagerbewirtschaftung, die Modul- und Textilversorgung und die Abfallentsorgung. Im Geschäftsjahr 2023 konnten gegenüber dem UKSH-Konzern Erlöse in Höhe von 30,0 Mio. € erzielt werden. Die Erlössteigerung in Höhe von 1,2 Mio. € gegenüber dem Vorjahr resultiert überwiegend aus der anteiligen Weitergabe von Personal- und Sachkostensteigerungen sowie aus der Kompensationsmaßnahme aufgrund der Abschaltung der Kleinkastenförderanlage am Campus Lübeck.

Der Bereich Zentralsterilisation der Service Stern Nord GmbH übernimmt für die Kliniken und Institute die Instrumentenaufbereitung sowie das Instandhaltungsmanagement des medizinischen Instrumentariums. Im Geschäftsjahr 2023 konnte ein Umsatz in Höhe von 9,6 Mio. € mit dem UKSH erwirtschaftet werden, was eine Steigerung von 0,8 Mio. € zum Vorjahr bedeutet. Diese Erlössteigerung resultiert im Wesentlichen aus der anteiligen Weitergabe von Personal- und Sachkostensteigerungen sowie aus dem weiteren Rollout des Fallwagenprojektes an beiden Standorten.

Herr Peter Pansegrau, Kaufmännischer Vorstand / CFO im UKSH, ist weiterhin Geschäftsführer der Gesellschaft. Frau Corinna Jendges hat zum 31.03.2024 das UKSH verlassen und damit endet auch die Geschäftsführung in der Service Stern Nord GmbH. Ab 01.03.2024 ist Frau Nicole Hasenbein Geschäftsführerin in der Gesellschaft. Durch die Bestellung der Prokura ist Frau Petra Nissen, kaufmännische Geschäftsleitung der Service Stern Nord GmbH, seit dem 27.08.2013 in der Unternehmensführung vertreten. Die Prokura für Herrn Sven Raumann ist nach Eintritt in den Ruhestand zum 19.03.2024 widerrufen worden.

Das Geschäftsjahr 2023 der Service Stern Nord GmbH war im Wesentlichen beeinflusst durch die Umsetzung der internen Strukturänderung um die Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit zu erhöhen. Ziel war es die Anzahl der Mitarbeitenden pro Führungskraft zu reduzieren und durch eine flachere Hierarchie die Informations- und Kommunikationswege zu verbessern. Diese Strukturänderung wurde in 2023 engmaschig durch die Geschäftsleitung begleitet und durch gezielte Fortbildungsmaßnahmen für die Führungskräfte ergänzt und vertieft.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt ca. 100 Gesundheitsdialoge an beiden Standorten durchgeführt, um in der Mitarbeiterebene Themen aufzunehmen, die die Mitarbeitenden bewegen. Aus dieser Vielzahl an Themen werden für das Jahr 2024 gezielte Maßnahmen entwickelt, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern.

3. Darstellung der Lage der Gesellschaft

3.1. Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen der Service Stern Nord GmbH beträgt 1,5 Mio. € zum 31.12.2023. Die Service Stern Nord GmbH tätigte im Geschäftsjahr 2023 Investitionen in Höhe von 485 T€ für Software, Garten- und Reinigungstechnik, den Fuhrpark sowie in sonstige Einrichtungen und Ausstattungen.

Die Service Stern Nord GmbH nutzt für die Leistungserbringung Räumlichkeiten des Landes Schleswig-Holstein auf dem Campus Kiel und Lübeck des UKSH. Die Nutzung dieser Räumlichkeiten durch die Service Stern Nord GmbH wird über einen Mietvertrag mit dem Land Schleswig-Holstein geregelt.

Die Eigenkapitalquote beträgt 11,5 % (Vorjahr 10,0 %). Die Vermögens- und Finanzlage ist geordnet. Das langfristig gebundene Vermögen ist am Bilanzstichtag zu 43,2% (Vorjahr 35,3 %) durch langfristig zur Verfügung stehende Finanzierungsmittel finanziert. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr und darüber hinaus stets gegeben. Die Service Stern Nord GmbH kann über die Cash-Pooling-Vereinbarung mit dem UKSH Liquidität in Anspruch nehmen.

3.2. Ertragslage

Die Ertragslage der Service Stern Nord GmbH weist für das Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von 83,1 T€ (Vorjahr 16,7 T€) aus.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 104,3 Mio. € (Vorjahr (101,9 Mio. €) erwirtschaftet. Die Mehrerlöse in Höhe von 2,4 Mio. € ergeben sich u.a. aus der anteiligen Weitergabe von Personal- und Sachkostensteigerungen sowie aus den bereits beschriebenen Leistungsveränderungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen bei 0,5 Mio. € (Vorjahr 1,3 Mio. €). Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem Wegfall der Ausgleichszahlungen für coronabedingte Erlösausfälle sowie aus geringeren staatlichen Personalkostenzuschüssen und Warenrückvergütungen.

Die Personalkosten betragen 61,8 Mio. € (Vorjahr 59,3 Mio. €). Diese Erhöhung ist insbesondere auf die Tarifsteigerungen gem. Firmen-Entgelttarifvertrag zurückzuführen.

Der Materialaufwand einschließlich der Personalkosten für beigestelltes Personal beträgt 34,6 Mio. € (Vorjahr 36,0 Mio. €). Der leistungsbedingte Aufwand verringert sich um 0,6 Mio. € auf 26,3 Mio. €, der Aufwand für gestelltes UKSH Personal reduziert sich um 0,8 Mio. € auf 8,3 Mio. €.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen inkl. der Abschreibungen liegen bei 8,4 Mio. € (Vorjahr 7,7 Mio. €).

Die Geschäftsführung ist mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2023 zufrieden.

Die Service Stern Nord GmbH konnte im Geschäftsjahr 2023 weitere Optimierungen in den laufenden Prozessen der Leistungserbringung, wie z.B. durch die Umsetzung der Postverteilung gemäß BO-Konzept am Campus Kiel, durchführen.

Insgesamt ist es gelungen, die definierten strategischen Ziele weitestgehend umzusetzen.

3.3. Soll-Ist-Vergleich zum Wirtschaftsplan

Die Unternehmenssteuerung wird über den Wirtschaftsplan vorgenommen. Die wesentlichen Kennzahlen sind die Umsatzerlöse und der Personal- und Materialeinsatz.

Kennzahlen WiPlan 2023 Ist 2023
Umsatzerlöse 106.557 T€ 104.331 T€
Personalaufwandsquote 62% 59%
Materialaufwandsquote 31% 33%
Jahresergebnis 9 T€ 83 T€

Die um 2.226 T€ geringeren Umsatzerlöse gegenüber dem Planwert resultieren u.a. aus Prozessoptimierungen im Bereich Verpflegungsmanagement sowie aus der anteiligen Rückführung von Tätigkeiten der Serviceassistenz im OP-Bereich an das UKSH. Die Umsatzerlöse liegen damit um 2,0 % unter dem Planwert.

Die Service Stern Nord GmbH weist im Wirtschaftsjahr 2023 eine Personalaufwandsquote von 59 % (Vorjahr 58 %) aus und liegt damit um 3 %-Punkte unter dem Wirtschaftsplan. Dieser unter dem Wirtschaftsplan liegenden Quote steht ein erhöhter Einsatz von Zeitarbeitsarbeitskräften gegenüber. Würde man in die Personalaufwandsquote auch die Kosten für das beigestellte UKSH Personal einrechnen, ergäbe sich ein Wert von 67 % (Vorjahr 67 %).

Im Wirtschaftsjahr 2023 weist die Service Stern Nord GmbH eine Materialaufwandsquote von 33 % (Vorjahr 35 %) aus und liegt damit um 2 %-Punkte über dem Planansatz. Diese über dem Wirtschaftsplan liegende Quote resultiert im Wesentlichen aus dem Einsatz von Zeitarbeitskräften (u.a. nicht besetzte Stellen, krankheitsbedingter Ersatz). Würde man die Materialaufwandsquote ohne das beigestellte UKSH Personal darstellen, ergäbe sich eine Materialaufwandsquote in Höhe von 25 % (Vorjahr 26 %).

Das Jahresergebnis 2023 liegt bei 83 T€ (Vorjahr 17 T€) und damit um 74 T€ über dem Wirtschaftsplan.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die Service Stern Nord GmbH weist in der Prognose für das Geschäftsjahr 2024 einen Jahresüberschuss in Höhe von 18 T€ aus. Im Wirtschaftsplan 2024 werden die Umsatzerlöse voraussichtlich bei 121,0 Mio. € liegen, gegenüber dem Vorjahr erhöhen sich die Umsatzerlöse um 16,7 Mio. €. Dagegen sind die sonstigen betrieblichen Erträge mit 0,1 Mio. € um 0,4 Mio. € unter dem Ist 2023 geplant. Die Personal- und Sachkosten liegen im Wirtschaftsplan 2024 voraussichtlich bei 120,4 Mio. € und verändern sich damit gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 um rd. 16,2 Mio. €. Im Wirtschaftsplan 2024 liegt der Jahresüberschuss vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern bei 0,7 Mio. €. Die Abschreibungen, Zinsen und Steuern werden das Ergebnis voraussichtlich mit 0,7 Mio. € belasten.

In der Wirtschaftsplanung 2024 wurden die mit dem UKSH vereinbarten Planungsprämissen und die zum Planungszeitpunkt bekannten Leistungsveränderungen aus der weiteren Umsetzung des Immobilien-Projektes berücksichtigt.

Weitere zusätzliche Effekte wie z.B. unerwartete Änderungen und Störungen der Betriebsabläufe, die im Rahmen der Umsetzung des baulichen Masterplans entstehen könnten, wurden in der Wirtschaftsplanung 2024 weder erlös- noch kostenseitig berücksichtigt. Im Falle des Eintretens würde die jeweilige Leistungsanpassung entsprechend weiterbelastet werden.

Der Personaleinsatz für die weitere Umsetzung des Fallwagenkonzeptes im Fachbereich der AEMP am Campus Kiel und Lübeck wurde in der Wirtschaftsplanung 2024 auf Grundlage des Personalkonzeptes berücksichtigt. Da zum Planungszeitpunkt die finale Abstimmung zwischen den umfangreichen Schnittstellen noch nicht abgeschlossen war und damit die endgültigen Prozessanforderungen nicht feststanden, kann es hier möglicherweise zu einer Verzögerung oder Anpassung des Personalbedarfs und somit zu einer Abweichung vom Planwert kommen.

Die Service Stern Nord GmbH kann die Umsatzentwicklung nur begrenzt steuern, da sich die angeforderten Leistungsmengen nach den Bedürfnissen des UKSH richten. Das Ergebnis der Gesellschaft hängt somit von der Kostenentwicklung bzw. der Erzielung weiterer Erlöse ab.

Die Service Stern Nord GmbH ist vertraglich verpflichtet, die Leistungen für den Vertragszeitraum nach Maßgabe der vom UKSH vorgegebenen Qualitätsstandards (Service-Level) zu erbringen. Eine Nicht- oder Schlechtleistung berechtigt das UKSH zu Ersatzvornahmen und ist mit Vertragsstrafen belegt. Bei dauerhafter Nicht- oder Schlechtleistung kann das UKSH für die betroffenen Leistungsbereiche eine Teilkündigung aussprechen.

Der Arbeits- bzw. Fachkräftemangel wirkt sich zunehmend auch auf die Service Stern Nord GmbH aus. Verstärkt wird dieser Effekt durch die bestehende Altersstruktur der Beschäftigten sowie durch die steigende Anzahl der leistungsgewandelten Mitarbeitenden innerhalb der Service Stern Nord GmbH, die zu einem höheren Ersatzbedarf in den nächsten Jahren führen werden. Dieser Personalmangel könnte zu einem höher als geplanten Einsatz von Fremddienstleistern bzw. Zeitarbeitsfirmen mit der Folge führen, dass sich die geplanten Aufwendungen für die bezogenen Leistungen überproportional erhöhen könnten. Vor diesem Hintergrund hat die Service Stern Nord GmbH für das Geschäftsjahr 2024 den Schwerpunkt auf die Mitarbeitergewinnung und -bindung gelegt.

Die in 2023 umgesetzte Strukturänderung wird auch in 2024 weiterhin engmaschig durch die Geschäftsleitung begleitet und durch gezielte Fortbildungsmaßnahmen für die Führungskräfte ergänzt und vertieft. Die intensiven Dialoge mit den Mitarbeitenden werden in 2024 fortgesetzt, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhöhen.

Das betriebliche Gesundheitsmanagement wird weiterhin in 2024 die Fortführung des BEM forcieren, um dem hohen Krankenstand, der sich in 2023 entwickelt hat, entgegenzuwirken. Weiterhin werden mögliche Einsatzbereiche für technische Hilfsmittel zur Reduzierung der körperlichen Belastung am Arbeitsplatz (u.a. Umrüstung der Buffetwagen mit Antriebsmotor, Schiebehilfen) und der Automatisierung von Prozessen (u.a. Einsatz von Reinigungsrobotern) in der Service Stern Nord GmbH eruiert, um gesundheitsfördernde Maßnahmen zum Erhalt der Arbeitsleistung gewährleisten zu können.

Die Service Stern Nord GmbH verfügt für das Erkennen wesentlicher Risiken über ein dem Umfang und der Art der Geschäftstätigkeit angemessenes Kontroll- und Risikomanagementsystem als Bestandteil der Unternehmensplanung. Mit der Einbindung in das Risikomanagementsystem des UKSH werden die eingesetzten Steuerungs- und Überwachungssysteme kontinuierlich weiterentwickelt, um noch besser das Maß der Risiken bewerten und handhaben zu können.

 

Lübeck, den 15. Mai 2024

Peter Pansegrau, Geschäftsführer

Nicole Hasenbein, Geschäftsführerin

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 340.986,77 401.916,34
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen 33.163,00 36.005,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.105.621,00 1.148.594,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 50.158,42 50.158,42
1.188.942,42 1.234.757,42
1.529.929,19 1.636.673,76
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 134.697,82 86.062,97
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 134.688,67 159.366,40
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.452.088,09 3.627.809,69
davon aus Lieferungen und Leistungen 3.452.088,09 € (Vorjahr 3.627.809,69 €)
davon gegen die Gesellschafterin 3.013.234,93 € (Vorjahr 2.764.003,37 €)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 112.308,10 228.572,47
3.699.084,86 4.015.748,56
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 378.641,97 20.340,40
4.212.424,65 4.122.151,93
C. Rechnungsabgrenzungsposten 14.717,00 10.410,60
5.757.070,84 5.769.236,29

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 58.415,85 58.415,85
III. Gewinnrücklagen 51.961,25 51.961,25
IV. Bilanzgewinn 525.013,40 441.943,70
660.390,50 577.320,80
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 37.215,08 4.352,08
2. Sonstige Rückstellungen 4.039.283,78 3.735.058,77
4.076.498,86 3.739.410,85
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 625.735,49 892.983,34
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 625.735,49 € (Vorjahr 892.983,34 €)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 177.246,76
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 € (Vorjahr 177.246,76 €)
davon aus Lieferungen und Leistungen 0,00 € (Vorjahr 177.246,76 €)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 394.305,48 382.005,21
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 394.305,48 € (Vorjahr 382.005,21 €)
davon aus Steuern 346.252,37 € (Vorjahr 357.364,06 €)
1.020.040,97 1.452.235,31
D. Passive Latente Steuern 140,51 269,33
5.757.070,84 5.769.236,29

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 104.331.024,38 101.855.969,60
2. Sonstige betriebliche Erträge 500.852,21 104.831.876,59 1.255.938,52 103.111.908,12
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.837.228,09 7.723.471,56
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 25.716.074,39 34.553.302,48 28.314.486,37 36.037.957,93
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 51.289.485,26 49.460.485,40
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 10.539.399,06 61.828.884,32 9.840.329,09 59.300.814,49
davon für Altersversorgung 24.491,53 € (Vorjahr 18.992,11 €)
Zwischenergebnis I 8.449.689,79 7.773.135,70
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 546.996,80 525.692,09
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.853.546,44 8.400.543,24 7.197.348,81 7.723.040,90
Zwischenergebnis II 49.146,55 50.094,80
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 121.202,62 26.706,43
davon von verbundenen Unternehmen 121.191,17 € (Vorjahr 26.673,79 €)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 121.202,62 792,84 25.913,59
davon an verbundene Unternehmen 0,00 € (Vorjahr 792,84 €)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 68.028,37 38.111,09
davon aus latenten Steuern Ertrag 128,82 €
(Vorjahr aus latententen Steuern Aufwand 95,04 €)
10. Ergebnis nach Steuern 102.320,80 37.897,30
11. Sonstige Steuern 19.251,10 21.179,90
12. Jahresüberschuss 83.069,70 16.717,40
13. Gewinnvortrag 441.943,70 425.226,30
14. Bilanzgewinn 525.013,40 441.943,70

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Service Stern Nord GmbH (Service GmbH) mit Sitz in Lübeck ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck unter HRB 5905 HL eingetragen.

Die Gesellschaft ist nach § 267 HGB eine große Kapitalgesellschaft.

Es besteht eine umsatzsteuerliche Organschaft mit dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, die durch das Finanzamt Kiel-Nord am 4. Dezember 2009 im Rahmen einer verbindlichen Auskunft bestätigt worden ist.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Bestimmungen der §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten angesetzt und werden planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer nach der linearen Methode pro rata temporis abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und unterliegt planmäßigen Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen über die jeweilige Nutzungsdauer pro rata temporis.

Bilanzposten Nutzungsdauer
in Jahren
Immaterielle Vermögensgegenstände 3-5
Sachanlagen
Einrichtungen und Ausstattungen 3-23

Die Geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Vorräte sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit Durchschnittspreisen bzw. den letzten Einstandspreisen bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten angesetzt.

Für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind, wird ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Das Gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert und ist voll eingezahlt.

In den Steuerrückstellungen und den sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt. Sie sind in der Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Der Ansatz der Verbindlichkeiten entspricht den Erfüllungsbeträgen.

Die passiven latenten Steuern beruhen auf Abweichungen bei der Bewertung der GWG-Sammelposten zwischen Handels- und Steuerbilanz. Bei der Berechnung gelangte ein Steuersatz für Körperschaftsteuer von 15 % zzgl. Solidaritätszuschlag sowie bei der Gewerbesteuer ein Hebesatz von 450 % zur Anwendung.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1 Anlagevermögen

Die Zugänge im Anlagevermögen resultieren im Geschäftsjahr 2023 hauptsächlich aus Investitionen für Software, Garten- und Reinigungstechnik, den Fuhrpark sowie in sonstige Einrichtungen und Ausstattungen. Hinsichtlich der Zusammensetzung des Anlagevermögens wird auf den Anlagenspiegel als letzter Teil des Anhangs verwiesen.

3.2 Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital beinhaltet die Stammeinlage der Gesellschaft, die seit dem 01.01.2014 zu 100 % vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein gehalten wird.

Gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung ist der Bilanzgewinn 2022 in Höhe von 441.943,70 € auf neue Rechnung vorgetragen.

3.3 Rückstellungen

Bei den Rückstellungen handelt es sich hauptsächlich um Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Personalkosten, wie Urlaubsrückstellungen, Rückstellungen für unständige Bezüge und nicht ausbezahlte Überstunden sowie sonstige Personalrückstellungen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind nicht vorhanden.

3.4 Verbindlichkeiten

Unter den Verbindlichkeiten finden sich keine mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Bei den Umsatzerlösen handelt es sich um Erträge aus Dienstleistungen in den Bereichen Verpflegungsmanagement, Hauswirtschaft, Logistik, Zentralsterilisation, Pforten, Serviceassistenz und sonstigen Serviceleistungen. Hierin sind periodenfremde Erträge in Höhe von 49 T€ (Vorjahr 21 T€) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Schadenersatzzahlungen in Höhe von 6 T€ (Vorjahr 604 T€). 420 T€ (Vorjahr 412 T€) der sonstigen betrieblichen Erträgen und 471 T€ (Vorjahr 278 T€) der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind früheren Geschäftsjahren zuzuordnen.

5. Mitglieder der Geschäftsführung

 

Peter Pansegrau

Geschäftsführer Kaufmännischer Vorstand / CFO im UKSH Wohnort: Eckernförde

 

Corinna Jendges (bis 31.03.2024)

Geschäftsführerin

Vorstand für Krankenpflege, Patientenservice und Personalangelegenheiten / COO im UKSH Wohnort: Eckernförde

 

Nicole Hasenbein (seit 01.03.2024)

Geschäftsführerin

Wohnort: Roggenstorf

Der Geschäftsführung wurden im Geschäftsjahr keine Bezüge nach § 285 Abs. 9a) HGB gewährt.

6. Sonstige Angaben

Zahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 waren im Durchschnitt folgende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Kopfzahlen) in der Service GmbH beschäftigt:

2023 2022
Kopfzahlen Campus Kiel Campus Lübeck Service GmbH gesamt Campus Kiel Campus Lübeck Service GmbH gesamt
Mitarbeiter 1.107 901 2.008 1.129 918 2.047
Auszubildende 0 0 0 0 0 0
Summe 1.107 901 2.008 1.129 918 2.047
- davon in Teilzeit 497 374 871 512 407 919
- davon aus dem UKSH abgeordnet 99 93 192 112 107 219
- davon eigenes Personal 1.008 808 1.816 1.017 811 1.828

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag aus Miet- und Leasingverträgen über die Restlaufzeit der Verträge in Höhe von 3,2 Mio. €, davon gegenüber verbundenen Unternehmen 1,1 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2024 sind von den gesamten Verpflichtungen 1,9 Mio. € fällig.

Neben einem Mietvertrag mit dem Land Schleswig-Holstein über die Anmietung der Räumlichkeiten im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein sowie der Neben- und Betriebskostenzahlungen an das UKSH handelt es sich um diverse Mietverträge mit dem UKSH. Auf Fahrzeugleasingverträge entfallen rd. 1,3 Mio. bis zum Ende der Restlaufzeit.

Honorare der Abschlussprüfer

Die Gesellschaft macht von den Vorschriften des § 285 Nr. 17 letzter Satzteil HGB Gebrauch.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 525.013,40 € auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Corporate Governance Kodex

Die Regelungen des Corporate Governance Kodex für Schleswig-Holstein (CGK-SH) finden für die Tochtergesellschaft Service Stern Nord GmbH Anwendung. Zu weiteren Angaben wird auf den Konzernabschluss des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein Anstalt des öffentlichen Rechts verwiesen.

Konzernbeziehungen

Die Service GmbH wird in den Konzernabschluss des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein Anstalt des öffentlichen Rechts, Lübeck, einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt und bekannt gemacht werden. Der Konzernabschluss ist bei dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Anstalt des öffentlichen Rechts, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck, erhältlich.

 

Lübeck, den 15. Mai 2024

Peter Pansegrau, Geschäftsführer

Nicole Hasenbein, Geschäftsführerin

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Bilanzposten Anfangsstand 01.01.2023
Zugang
Umbuchung
Abgang
Endstand 31.12.2023
1 2 3 4 5 6
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.024.099,74 94.517,92 0,00 37.971,47 1.080.646,19
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen 56.374,47 0,00 0,00 0,00 56.374,47
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.610.526,66 390.239,78 0,00 10.391,44 7.990.375,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 50.158,42 0,00 0,00 0,00 50.158,42
Summe Sachanlagen 7.717.059,55 390.239,78 0,00 10.391,44 8.096.907,89
GESAMT 8.741.159,29 484.757,70 0,00 48.362,91 9.177.554,08
Abschreibungen
Bilanzposten Anfangsstand 01.01.2023
Abschreibungen des Geschäftsjahres
Entnahme für Abgänge
Endstand 31.12.2023
1 7 8 9 10
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 622.183,40 117.476,02 0,00 739.659,42
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen 20.369,47 2.842,00 0,00 23.211,47
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.461.932,66 426.678,78 3.857,44 6.884.754,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 6.482.302,13 429.520,78 3.857,44 6.907.965,47
GESAMT 7.104.485,53 546.996,80 3.857,44 7.647.624,89
Bilanzposten Restbuchwerte Stand 31.12.2023
Restbuchwerte Stand 31.12.2022
1 11 12
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 340.986,77 401.916,34
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen 33.163,00 36.005,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.105.621,00 1.148.594,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 50.158,42 50.158,42
Summe Sachanlagen 1.188.942,42 1.234.757,42
GESAMT 1.529.929,19 1.636.673,76

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Service Stern Nord GmbH, Lübeck

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Service Stern Nord GmbH, Lübeck, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Service Stern Nord GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kiel, den 30. Mai 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dirk Burschel, Wirtschaftsprüfer

ppa. Frank Uwe Anders, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 23. September 2024 festgestellt.

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