Connex Aircargo Network GmbH

Auf der Halde 2, 57299 Burbach, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegen HRB 8580
Vorher
Convent GmbH
Eingetragen
24.7.1991
Branche
Güterbeförderung in der LuftfahrtErbringung von LogistikdienstleistungenBetrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich Omnibusbahnhöfen
Gegenstand
Der Betrieb eines Transportunternehmens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Georgi
seit 29.1.2021
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Jürgen Georgi
Auf der Halde 8, 57299 Burbach
52.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Connex Aircargo Network GmbH

Burbach

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVSEITE

31.12.2022
31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 1.260,00
II. Sachanlagen
1. Fuhrpark 0,00 155.229,50
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 5.387,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 500,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 9.306,92 14.567,36
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.900.732,11 1.849.097,03
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.131,05 943,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.078,82 21.682,28
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 107.695,96 408.428,23
3.029.944,86 2.457.094,94

PASSIVSEITE

31.12.2022
31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 52.000,00 52.000,00
II. Verlustvortrag -460.428,23 -635.503,50
III. Jahresüberschuss 300.732,27 175.075,27
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 107.695,96 408.428,23
B. Rückstellungen 82.483,00 92.689,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 156,90 149,85
2. Übrige Verbindlichkeiten 2.947.304,96 2.364.256,09
3.029.944,86 2.457.094,94

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022
2021
1. Rohergebnis 5.067.591,78 6.526.973,57
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.381.896,60 -2.545.997,06
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -407.397,63 -414.396,16
- davon für Altersversorgung: € 1.571,47 (Vorjahr: € 1.831,07)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -56.840,26 -72.041,25
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.876.684,35 -3.285.459,86
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -39.428,44 -23.873,52
6. Ergebnis nach Steuern 305.344,50 185.205,72
7. Sonstige Steuern -4.612,23 -10.130,45
8. Jahresüberschuss 300.732,27 175.075,27

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

1. Unternehmensdaten

Firma: Connex Aircargo Network GmbH
Sitz: Burbach
Registergericht: Amtsgericht Siegen
Handelsregisternummer: HR B 8580

2. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 haben wir nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt. Die damit verbundenen Ausweis- und Gliederungsbestimmungen haben wir in jeder Hinsicht befolgt. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung dieser Vorschriften unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Dieser Anhang zum Jahresabschluss enthält auch Angaben, die in Ausübung eines Wahlrechts in die Bilanz oder in die Gewinn- und Verlustrechnung aufgenommen wurden. Seine Gliederung folgt der Bilanzgliederung. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) angewendet.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich unverändert übernommen.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bilanziert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden mit den Anschaffungs-/Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Es wurde die lineare Methode angewandt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 wurden im Jahr 2022 gemäß § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben.

Die Vorräte wurden durch körperliche Bestandsaufnahme zum Abschlussstichtag festgestellt und mit ihren Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt. Soweit die Marktpreise zum Abschlussstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt (§ 253 Abs. 4 HGB).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind ausgehend vom Nennwert unter Beachtung eventueller Ausfallrisiken bewertet worden. Einzelwertberichtigungen werden unter Berücksichtigung von Bonität der Kunden und Sicherheiten je nach Lage des Einzelfalls gebildet. Das latente Ausfallrisiko sowie das Mahnkosten- und Zinsrisiko werden durch eine aktivisch gekürzte Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % des nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestandes berücksichtigt.

Flüssige Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Die Bewertung des Rechnungsabgrenzungspostens erfolgte zum anteilig abgegrenzten Nennwert von Ausgaben sofern diese erst nach dem Stichtag aufwandswirksam werden.

Sämtliche Rückstellungen wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig waren, um ungewisse Verbindlichkeiten oder ungewisse Risiken abzudecken. Das Unternehmen erwartet allerdings keine relevanten Kostensteigerungen, die in den Erfüllungsbeträgen zu berücksichtigen wären. Eine Abzinsung der sonstigen Rückstellungen ist wegen deren Kurzfristigkeit bzw. Unwesentlichkeit nicht erforderlich.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

4. Angaben zu Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

Bei den Forderungen gegen nahestehende Unternehmen handelt es sich in Höhe von T€ 1.350 um solche aus Leistungsverkehr.

Verbindlichkeiten

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen handelt es sich in Höhe von T€ 66 um solche aus Leistungsverkehr.

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten und ihre Besicherung sind in einem Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.

5. Sonstige Pflichtangaben

Außerbilanzielle sonstige finanzielle Verpflichtungen

Durch die Neuausrichtung der Geschäftstätigkeit entfallen künftig sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der im abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer) beträgt 47. Davon waren 23 Arbeiter und 24 Angestellte.

Gesellschaftsorgane

Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2022 war:

Herr Jürgen Georgi, Burbach, einzelvertretungsberechtigt

Unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Geschäftsführerbezüge.

Rangrücktritt

Der alleinige Gesellschafter, Herr Jürgen Georgi, hat den Rangrücktritt seiner Darlehensansprüche in Höhe eines etwaigen Überschuldungsbetrages erklärt.

Nachtragsbericht

Das weltweite Luftfrachtaufkommen war im Jahr 2023 für alle Marktteilnehmer rückläufig. Zur weiteren Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wird auch auf den Lagebericht hingewiesen.

Globale Ereignisse oder geopolitische Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag sind im Übrigen nicht eingetreten.

 

Burbach, den 19. Januar 2024

Connex Aircargo Network GmbH

gez. Jürgen Georgi, Geschäftsführer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde von der Gesellschafterversammlung am 11. März 2024 festgestellt.

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2022

Bilanzposten des Anlagevermögens AHK Stand 01.01.2022
AHK Zugang
AHK Abgang
AHK Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 156.212,12 0,00 156.212,12 0,00
II. Sachanlagen
1. Fuhrpark 1.170.605,13 0,00 1.170.605,13 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 229.112,88 1.141,26 230.254,14 0,00
III. Finanzanlagen 500,00 0,00 500,00 0,00
1.556.430,13 1.141,26 1.557.571,39 0,00
Bilanzposten des Anlagevermögens Abschreibungen Stand 01.01.2022
Abschreibungen Zugang
Abschreibungen Abgang
Abschreibungen Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 154.952,12 1.260,00 156.212,12 0,00
II. Sachanlagen
1. Fuhrpark 1.015.375,63 52.191,00 1.067.566,63 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 223.725,88 3.389,26 227.115,14 0,00
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.394.053,63 56.840,26 1.450.893,89 0,00
Bilanzposten des Anlagevermögens Bilanzwert Stand 31.12.2022
Bilanzwert Stand 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1.260,00
II. Sachanlagen
1. Fuhrpark 0,00 155.229,50
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 5.387,00
III. Finanzanlagen 0,00 500,00
0,00 162.376,50

Verbindlichkeitenspiegel für das Geschäftsjahr 2022

Bilanzposten Gesamt Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr
31.12.2022
31.12.2021
31.12.2022
31.12.2021
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 156,90 149,85 156,90 149,85
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 530.610,92 633.349,40 530.610,92 633.349,40
3. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 1.343.364,63 871.774,96 1.343.364,63 871.774,96
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 804.616,47 837.216,00 0,00 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 268.712,94 21.915,73 268.712,94 21.915,73
2.947.461,86 2.364.405,94 2.142.845,39 1.527.189,94
Restlaufzeit
über 1 bis 5 Jahren über 5 Jahre
31.12.2022
31.12.2021
31.12.2022
31.12.2021
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 804.616,47 837.216,00 0,00 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0,00 0,00
804.616,47 837.216,00 0,00 0,00
Gesicherte Beträge Art der
31.12.2022
31.12.2021
Sicherheit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 0,00 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00
0,00 0,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

A. Geschäftsmodell und Grundlagen der Gesellschaft

Kerngeschäft der Gesellschaft ist der europaweite Luftfrachtersatzverkehr vom und zum Flughafen Frankfurt am Main sowie zwischen den wichtigsten europäischen Flughäfen. Ergänzende Dienstleistungen wie Unterstützung bei der Zollabfertigung und Erstellen von Versandscheinen sowie die physische und dokumentarische Abfertigung von Luftfrachtsendungen an diversen deutschen und europäischen Flughäfen runden das Portfolio ab.

Bei der Luftfracht handelt es sich um einen sehr dynamischen Leistungsbereich, dem auch künftig hohes Wachstumspotenzial prognostiziert wird. Geflogen werden nicht nur besonders eilbedürftige oder verderbliche Güter, sondern praktisch alle hochwertigen Investitions- und Verbrauchsgüter sowie Halb- und Fertigerzeugnisse. Ausschlaggebend sind neben der schnellen und zuverlässigen Beförderung vor allem die Transportsicherheit und geringe Kapitalbindungskosten.

Dementsprechend werden Luftfrachtersatzverkehre bestimmt durch Faktoren wie Sicherheit, Terminwahrung, hohe Qualität und Flexibilität. Diese Faktoren kann die Gesellschaft erfüllen und bedient sich zur Dienstleistungserbringung gegebenenfalls sorgfältig ausgewählter und spezialisierter Partner und Subunternehmer.

Zu unseren Kunden gehören Airlines, Spediteure und E-Commerce Unternehmen.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung

Nachdem die Corona-Pandemie zu Beginn das Jahres 2022 langsam überwunden schien, war der Ausblick für das Wirtschaftsjahr zu Jahresbeginn durchaus positiv.

Eine kraftvolle Expansion der Wirtschaft trat jedoch nicht ein. Die russische Invasion in der Ukraine im Februar 2022 beeinträchtigte die Weltwirtschaft in nicht geahnter Weise. Die Eskalation in der Ukraine führte zu erheblichen Auswirkungen auf die Energielieferungen und die Höhe der Energiepreise - insbesondere im Sommer 2022. Auch viele andere Güter verteuerten sich und die Inflation stieg in vielen Ländern auf einen Stand, der so hoch war wie seit 50 Jahren nicht mehr.

Neben den Unsicherheiten, die von dem Krieg in der Ukraine bis heute ausgehen, wirkte sich auch die Geldpolitik, die angesichts des Inflationsdrucks gestrafft wurde, bremsend auf die Weltwirtschaft aus. Die großen Notenbanken haben auf den deutlichen Anstieg der Inflation mit einer historisch steilen Anhebung der Leitzinsen reagiert.

Nach einem schwachen ersten Halbjahr hat sich der Anstieg der Weltproduktion im dritten Quartal vorübergehend verstärkt. Dies war insbesondere durch den Wegfall dämpfender Einflüsse wie die umfangreichen pandemiebedingten Lockdowns in China begünstigt.

Zum Jahresende entspannte sich auch die Lage an den Energiemärkten merklich. Zudem führten weitere fiskalische Maßnahmen zur Entlastung von privaten Haushalten und Unternehmen. Dennoch hat sich die weltwirtschaftliche Dynamik zum Jahresende merklich verringert und vor allem die großen Volkswirtschaften stehen vor einer Phase schwacher Konjunktur.

Analog der beschriebenen Lage der Weltwirtschaft verhielt sich auch die Lage in Deutschland. Die hohe Inflation und Unsicherheit mit Blick auf den Krieg in der Ukraine lasteten auch hierzulande auf der Wirtschaft. Zum Jahresende hat sich die Lage dahingehend aufgehellt, dass die Großhandelspreise für Strom und Gas gesunken sind - auch wenn sie sich nach wie vor auf hohem Niveau befinden. Auch das Geschäftsklima gemäß Umfragen des ifo Instituts verbesserte sich. Der Arbeitsmarkt zeigt sich trotz der wirtschaftlichen Abkühlung robust, vor allem, weil nach wie vor Fachkräfte stark gefragt sind.

Insgesamt stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Umfeld um rund 1,9 Prozent und übertraf leicht den Vorpandemiestand. Die Aufholeffekte nach der Corona-Krise und die wirtschaftliche Erholung wurden gebremst vom Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und den dadurch neuen Problemen in den Lieferketten, des Weiteren wirkten sich die hohe Inflation und die Unsicherheiten hinsichtlich der Energieversorgung aus.

Die Anforderungen an die Logistik verändern sich mit zunehmender Geschwindigkeit. Anhaltende Globalisierung, kürzere Produktlebenszyklen, Digitalisierung und Urbanisierung sind Treiber dieser Veränderungen. Die Branche profitiert dabei weiterhin von der steigenden Nachfrage nach Logistikdienstleistungen, die durch das wachsende E-Commerce-Geschäft sowie die Retourenbearbeitung im Business-to-Consumer-Geschäft zusätzlich verstärkt wird. Herausforderungen bestehen insbesondere im Zusammenhang mit dem anhaltenden Margendruck, mit der demografischen Entwicklung und dem sich weiter verstärkenden Wettbewerb um Fach-, Führungs- und Nachwuchskräfte. Hinzu kommen die in der Corona-Krise noch einmal gewachsene Bedeutung des Onlinehandels, steigende Kundenanforderungen hinsichtlich Geschwindigkeit, Flexibilität und Qualität der Belieferung sowie ein steigendes Umweltbewusstsein in der Bevölkerung. Personaldefizite gibt es in der Branche derzeit insbesondere bei Kraftfahrern.

Zusätzlich werden von den Logistikunternehmen im Rahmen von Outsourcingaktivitäten hohe Investitionsbereitschaft und Innovationskraft erwartet.

Aufgrund steigender Kundenanforderungen hat sich auch der Einsatz von durchgängigen Informations- und Kommunikationstechniken entlang der Prozessketten deutlich ausgeweitet. Logistikdienstleister müssen sich verstärkt an Veränderungen, wie den steigenden Einfluss durch die fortschreitende Automatisierung und Digitalisierung der Prozessketten, anpassen.

Die Logistikbranche in Deutschland ist der größte Wirtschaftsbereich nach der Automobilindustrie und dem Handel. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Logistikstandort Deutschland einen großen Anteil seiner Wirtschaftsleistung in Industrie und Handel erbringt. Weitere Ursachen sind der traditionell hohe Exportanteil, die zentrale Lage in Europa und die daraus abgeleitete Drehscheibenfunktion. Auch die Qualität der Verkehrsinfrastruktur und das Know-how an Logistiktechnologie tragen dazu bei.

Die Connex Aircargo Network GmbH ist mit der Hoffnung in das Jahr 2022 gestartet, die positiven Entwicklungen der vergangenen Jahre weiterführen zu können. Der Krieg in der Ukraine mit den daraus resultierenden Sanktionen, Energiekosten, Inflation sowie Fachkräftemangel, haben das Jahr 2022 jedoch zu einem sehr herausfordernden Geschäftsjahr gemacht.

Die Connex Aircargo Network GmbH konnte das Geschäftsjahr 2022 leider deutlich schlechter als erwartet abschließen. Hauptgrund hierfür war der Verlust eines Großkunden aufgrund von Sanktionen im Rahmen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Das Unternehmen stellt sich darauf ein, diesen Kunden endgültig zu verlieren, da ein Ende des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine nicht absehbar ist und damit die erhobenen Sanktionen bestehen bleiben.

2. Geschäftsverlauf und Lage

a. Ertragslage

Die Ertragslage wird im Wesentlichen von den folgenden Faktoren bestimmt: Frachtvolumen, Erlöse und aufwandsbezogene Kosten.

Das durch die Gesellschaft transportierte Frachtvolumen, ging trotz des Verlustes eines Großkunden, von zuletzt 74.288 Tonnen nur um 372 Tonnen auf 73.916 Tonnen zurück.

Trotz des nur geringen Rückgangs des Frachtvolumens um 0,5 % belief sich der Umsatz 2022 lediglich noch auf T€ 12.718 gegenüber T€ 15.568 im Vorjahr 2021. Dies entspricht einem Umsatzverlust von 18.3 %.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr, insbesondere durch den Verkauf des kompletten Anlagevermögens zum Jahresende 2022, von T€ 86 im Geschäftsjahr 2021 auf T€ 313 im Geschäftsjahr 2022.

Letztendlich konnte die Gesellschaft durch diesen Sondereffekt zum Jahresende 2022, nach einem positiven Ergebnis im Jahr 2021, das Geschäftsjahr 2022 zumindest ebenfalls mit einem positiven Ergebnis abschließen.

Die Aufwendungen für Betrieb und Unterhaltung des Fuhrparks sowie Fremdleistungen verringerten sich im Vergleich zum Umsatzrückgang unterproportional um 12,7 %.

Der Personalbestand war dem Geschäftsumfang jederzeit angemessen. Bei einer im Durchschnitt um 8 Arbeitnehmer geringeren Mitarbeiterzahl sowie den üblichen Vergütungsanpassungen verringerten sich die Personalaufwendungen um T€ 171 (5,8 %) auf T€ 2.789.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um insgesamt T€ 1.409. Die wesentliche und deutliche Verringerung war bei den Abfertigungsgebühren (T€ 1.279) zu verzeichnen, die sich aufgrund des Verlustes des bereits oben genannten Großkunden ergeben haben.

Die im Einzelnen dargestellten Entwicklungen führten letztendlich dazu, dass das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 301 abgeschlossen wurde.

b. Vermögenslage

Die Georgi-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2020 ein Cash-Pooling-System eingeführt, aus dem eine Verbindlichkeit gegenüber der Georgi GmbH & Co. KG Transporte (nahestehendes Unternehmen) in Höhe von T€ 980 besteht.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich um T€ 102. Ebenfalls verringerten sich die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen betreffend gegenseitigen Liefer- und Leistungsverkehr für Speditions-, Werkstatt- und Tankstellenleistungen um T€ 301.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betrugen T€ 805. Der alleinige Gesellschafter, Herr Jürgen Georgi, hat den Rangrücktritt seiner Darlehensansprüche in Höhe eines etwaigen Überschuldungsbetrages erklärt.

c. Finanzlage

Die Gesellschaft beglich Verbindlichkeiten frist- und betragsgerecht, wo möglich unter Abzug eingeräumter Skonti. Während des Geschäftsjahres 2022 selbst sind keine Zahlungsengpässe aufgetreten. Insbesondere bestanden keine rückständigen Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungen und dem Finanzamt.

C. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Die Gesellschaft hat Maßnahmen zur Risikoüberwachung - und Erkennung eingerichtet, die durchgängig genutzt werden.

Die Geschäftsführung erhält monatliche Erfolgsrechnungen sowie finanz- und betriebswirtschaftliche Auswertungen aus dem Rechnungswesen, ebenso werden monatlich Auswertungen der Umsätze und Kosten einzelner Kunden, besonderer Kundenanforderungen und Dienstleistungen durchgeführt.

Mit den Führungskräften werden regelmäßig Besprechungen abgehalten, um auftretende Herausforderungen rechtzeitig anzugehen, ebenso finden Informationsveranstaltungen mit den Mitarbeitern statt, um eine möglichst hohe Transparenz der Unternehmenslage bei allen Beteiligten zu schaffen.

Die Sicherstellung der Liquidität, der fortwährende Change Prozess und die durch den Ukrainekrieg bedingten Schwankungen im Luftfrachtbereich verlangten der Gesellschaft insbesondere aber auch den Mitarbeitern und dem Management weiterhin viel vorausschauendes Handeln ab.

1. Risikomanagement

Die Identifikation von Risiken und Chancen erfolgt regelmäßig zentral in dem von der Geschäftsführung beauftragten Bereich anhand ausgewählter Indikatoren und Kennzahlen. Wir beschäftigen uns intensiv im laufenden Geschäftsbetrieb und im Projektmanagement u. a. mit Markt- und Wettbewerbsanalysen, der Auswertung verschiedenster externer Informationen, den relevanten Umsatz- und Kostengrößen, sowie der Verfolgung von Risikoindikatoren und Erfolgsfaktoren aus dem gesamtwirtschaftlichen, branchenspezifischen, rechtlichen und politischen Umfeld.

Für das Management von Risiken und Chancen haben wir spezifische Prozesse etabliert und dokumentiert. Für jedes Risiko wird zunächst eine Bruttobewertung durchgeführt. Hierbei werden die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Schadenspotenzial hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen quantitativ bewertet. Der nächste Schritt ist die Erarbeitung von geeigneten Gegensteuerungsmaßnahmen unter Einbeziehung alternativer Risikoszenarien. Ziel ist es, das Schadenspotenzial bzw. die Eintrittswahrscheinlichkeit zu verringern. Die Entscheidung über die Umsetzung der Maßnahmen berücksichtigt auch die notwendigen Kosten. Dabei können Risiken auch auf einen Dritten übertragen werden.

Sofern Bruttoeintrittswahrscheinlichkeit und/oder Bruttoschadenspotenzial durch wirksame und angemessene Gegensteuerungsmaßnahmen zuverlässig gemindert werden können, liegt der Fokus der Betrachtung auf der sich hieraus ergebenden Nettoeintrittswahrscheinlichkeit und auf dem ergebniswirksamen Nettoschadenspotenzial. Die interne Risikobewertung erfolgt hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenspotenzial jeweils für einen kurz-, mittel- und langfristigen Betrachtungszeitraum. Die für bereits identifizierte Risiken durchgeführten Bewertungen sowie die erarbeiteten und ggf. umgesetzten Gegensteuerungsmaßnahmen werden laufend auf ihre Aktualität und Wirksamkeit überprüft, angepasst und bei wesentlichen Änderungen sowie bei Überschreitung definierter Schwellenwerte berichtet. Zur Bewertung ihrer finanziellen Auswirkungen wird jede Chance auf ihre Umsetzbarkeit, Wirtschaftlichkeit und damit verbundene mögliche Risiken hin untersucht.

Um Chancen effektiv nutzen zu können, werden geeignete Fördermaßnahmen gezielt gesucht, verfolgt und umgesetzt. Das Nutzenpotenzial bezieht sich nur auf die Nettoperspektive nach Durchführung von angemessenen Fördermaßnahmen. Die Bewertungszeiträume sind mit denen der Risikobewertung identisch.

Identifizierte Risiken können auch negative Auswirkungen auf die nichtfinanziellen Aspekte Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange haben. Solche Auswirkungen können im Falle eines Risikoeintritts auch Reputationsrisiken nach sich ziehen, die sich nicht oder nur schwer quantifizieren lassen.

Die Identifikation und Bewertung der nichtfinanziellen Auswirkungen erfolgt auf der Grundlage unserer zentralen Nachhaltigkeitsanalysen sowie anhand der Dimensionen Schadenspotenzial und Eintrittswahrscheinlichkeit.

2. Ertrags- und erfolgsorientierte Risiken

Neben den bereits benannten Risiken bestehen grundsätzlich Wettbewerbsrisiken in Form des Kostendrucks sowohl auf der Vertriebs- als auch auf der Beschaffungsseite. Die Gesellschaft begegnete diesen Risiken durch eine permanente Fortentwicklung der operativen Prozesse sowie des Dienstleistungsangebots.

3. Risiken im Zusammenhang mit der Auswahl der eingesetzten Dienstleister

Fehler einzelner beauftragter Dienstleister, beispielsweise auf dem Gebiet der eingesetzten (Sub-)Unternehmer, können die operativen Prozess- und Arbeitsabläufe stören und/oder Qualitätsprobleme verursachen. Zur Risikobegrenzung werden Subunternehmer sorgfältig ausgewählt. Außerdem bestehen zu einem Großteil der eingesetzten Dienstleister langjährige Geschäftsbeziehungen, die ein möglichst hohes Qualitätsniveau garantieren.

Die Risiken durch eingesetzte Dienstleister werden von der Gesellschaft als niedrig bis mittel eingeschätzt.

4. Kundenspezifische Risiken

Eine verschlechterte Bonität von Kunden birgt entsprechende Forderungsausfallrisiken. Des Weiteren sind steigende Forderungslaufzeiten, beziehungsweise Forderungsausfälle und möglicherweise unerwartet auftretende Insolvenzen möglich. Zur Minimierung des Ausfallrisikos bei Forderungen werden entsprechende Bonitätsprüfungen sowohl bei Neu- als auch bei Bestandskunden vorgenommen. Die laufende Überwachung der Außenstände der Gesellschaft ergänzt diese Maßnahmen. Durch den Ukrainekrieg und dessen weitreichenden Auswirkungen auf die Logistik und Luftfrachtindustrie, besteht ein erhöhtes Risiko von Forderungsausfällen. Um diesem Risiko gerecht zu werden, wurden alle bestehenden Überwachungsmaßnahmen verschärft.

Der Auf- und Ausbau von Kundenbeziehungen stellte eines der vorrangigen Ziele der Connex Aircargo Network GmbH dar.

5. Personalrisiken

Engagierte und überaus kompetente Fach- und Führungskräfte sind für uns ein zentraler Erfolgsfaktor. Den Verlust von Leistungsträgern und offener Stellen nicht schnell, beziehungsweise adäquat besetzen zu können, stellt aus unserer Sicht ein Risiko dar, dem wir durch zielgruppenorientierte Personalförderung zur Stärkung der Identifikation mit unserem Unternehmen begegnen. Fortbildungsmaßnahmen und Führungskräfteentwicklung sind neben Kompensation Benefits ein ganz wesentlicher Baustein, den Personalrisiken aktiv zu begegnen.

D. Prognosebericht

Wir sind gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, hinzuweisen.

Wie bereits in den Vorjahren geplant, wurde das Kerngeschäft der Connex Aircargo Network GmbH auf die Schwestergesellschaft Georgi GmbH & Co. KG Transporte zum 01.01.2023 übertragen. Somit verlagern sich die wesentlichen Risiken und Einflüsse entsprechend.

Die Connex Aircargo Network GmbH wird weiterhin bestehen bleiben. Ihre Tätigkeit wird sich jedoch auf Dienstleistungen im Bereich der Luftfracht- und Zollabwicklung beschränken. Für das kommende Geschäftsjahr 2023 rechnet die Gesellschaft mit einem leicht positiven Jahresergebnis.

Die vorgenannten Einschätzungen beruhen auf den Ergebnissen des Jahresabschlusses 2022 und berücksichtigen den Geschäftsverlauf bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts in 2023.

 

Burbach, im Dezember 2023

Connex Aircargo Network GmbH

gez. Jürgen Georgi, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2022

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten, verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Connex Aircargo Network GmbH, Burbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Connex Aircargo Network GmbH, Burbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Connex Aircargo Network GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Siegen, den 27. Februar 2024

DR. GEHRE-TREUHAND-GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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gez. Grümbel, Wirtschaftsprüfer

gez. Waldschmidt, Wirtschaftsprüfer

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