Uniper Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Klimmek seit 12.4.2024 | Geschäftsführer |
Gregor Pett seit 15.10.2015 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Uniper Market Solutions GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtGrundlagen der GesellschaftFirmensitz der Uniper Market Solutions GmbH (UMS) ist Düsseldorf. Seit Oktober 2021 besteht eine Niederlassung in Schweden. Die Uniper Global Commodities SE (UGC, Düsseldorf) ist alleinige Gesellschafterin der UMS. Geschäftsmodell Die UMS erbringt finanzielle und nicht-finanzielle Beratungsdienstleistungen im Zusammenhang mit physischen Energieportfolien an ihre Kunden; überwiegend in Deutschland. Die Leistungserbringung reicht von der Lieferung allgemeiner Markteinschätzungen bis zur Optimierung von Energieportfolien ihrer Kunden. Die für die Erbringung von finanziellen Dienstleistungen erforderliche Lizenz nach WpIG liegt vor. Der Vertriebsweg der UMS führt vorwiegend über regionale Vertriebsgesellschaften (RSU), basierend auf Kooperationsvereinbarungen, im Folgenden "Reseller Agreements" (RA) genannt. Im Zuge dieser RA werden der UMS neue Kunden durch die RSU zugeführt. Die Beratung dieser Kunden wird der UMS durch die RSU vergütet. Weiterhin erbringt die UMS ihre Dienstleistungen an externe Direktkunden. Die Prinzipien der Environment Social Governance (ESG) werden von der Gesellschaft soweit anwendbar einbezogen, was in einer Risikoanalyse dargestellt wurde. Ziele und Strategie Ziel der UMS ist es, durch qualitativ hochwertige Beratungsdienstleistungen Marktanteile zu gewinnen und als führender Dienstleister für die Optimierung von Energieportfolien wahrgenommen zu werden. Die daraus abgeleitete Strategie spiegelt sich im Geschäftsmodell und in der jährlich aktualisierten Mittelfristplanung der Gesellschaft für die Jahre 2024 - 2026 wider. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2023 verringerte sich im Vorjahresvergleich um schätzungsweise 9,0 %, vor allem bedingt durch die vom Ukraine-Krieg beeinflussten Energiepreisentwicklungen. Inflationseffekte, Lieferkettenbeeinträchtigungen sowie ein gedämpftes Wirtschaftswachstum verstärkten die Entwicklungen und hatten einen maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung an den Rohstoff- und Aktienmärkten. Der Ölmarkt startete im Jahr 2023 mit einem Brent-Preis bei 82,10 $/bbl. Die im Vorjahr prognostizierten Versorgungsengpässe blieben im Jahresverlauf, trotz des andauernden Ukraine-Kriegs, der Sanktionen gegen Russland und des Nahost-Konflikts zwischen Israel und der Hamas, aus. Der Öl-Markt musste, aufgrund einer besseren Versorgung durch Nicht-OPEC-Länder, durch Kürzungen der saudischen und russischen Produktion gestützt werden. Der Jahreshöchststand für den Brent-Preis lag bei 96,55 $/bbl. Der Brent-Preis schloss zum Jahresende bei 77,04 $/bbl. Im Jahresdurchschnitt lag der Brent-Preis bei 82,17 $/bbl. Durch die im Vorjahr aufgebauten Kohlevorräte, den hohen Niederschlagsmengen, einer hohen Verfügbarkeit an erneuerbaren Energien und einer verbesserten Verfügbarkeit der Kernenergie entwickelte sich der europäischen Leitkontrakt API2 im Jahresverlauf volatil. Der API2, der bei einem Preis von 172,70 $/to startete, verringerte sich im Verlauf des Jahres 2023. Im Jahresdurchschnitt lag der API2-Preis bei 126,13 €/to mit einem Höchstwert bei 178,01 $/to. Am Jahresende schloss der API2-Preis bei 97,64 $/to. Im Gegensatz zum Vorjahr stellte sich die Versorgungslage und somit die Preisentwicklung beim TTF-Gas entspannter dar. Durch stabile LNG-Lieferungen und die Schaffung neuer Verflüssigungskapazitäten verlief das Jahr weitestgehend störungsfrei, was zu einem deutlichen Preisrückgang bis zum Jahresende führte. Der TTF-Gaspreis startete bei 77,58 €/MWh, was zugleich den Jahreshöchststand markierte. Im Jahresverlauf notierte der TTF-Gaspreis im Durchschnitt bei 52,19 €/MWh und schloss mit 34,46 €/MWh. Der europäische Emissionsmarkt startete mit einem Preis bei 86,28 €/to. Durch die gedämpfte wirtschaftliche Entwicklung, eine höhere Kernenergieversorgung, eine gute Verfügbarkeit erneuerbarer Energien, einem milderen Sommer und einer verbesserten Zertifikatsversorgung reduzierte sich der CO 2 -Preis zum Jahresende. Im Durchschnitt lag der Preis bei 85,47 €/to. Am Jahresende notierte der EUA bei 69,08 €/to. Aufgrund der starken Kopplung an die Gaspreise folgten die Strompreise dieser Entwicklung. Nach einem Start bei 214,27 €/MWh, was gleichzeitig den Jahreshöchstwert darstellte, sanken die Preise im Jahresverlauf. Die hohen Gas- und Kohlevorräte, eine bessere Verfügbarkeit französischer Kernenergie und höhere Wasserbilanzen beeinflussten die Preisentwicklung maßgeblich. Im Jahresdurchschnitt lag der Preis bei 137,51 €/MWh und schloss bei 95,72 €/MWh. Die oben beschriebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben Einfluss auf die Branche der UMS und somit auch auf die eigene Geschäftslage. Geschäftsverlauf Die Dienstleistungen der UMS wurden wie bisher, vornehmlich als Zusatzdienstleistung zu Energielieferungsverträgen, über die verschiedenen RSU im Rahmen von RA erbracht. Der Ansatz des Kooperationsmodells mit den RA wurde weiter fortgeführt. Im Berichtsjahr konnten weitere Direktkunden gewonnen werden. Als wesentliche Geschäftsvorfälle im Berichtsjahr 2023 ist über die Beendigung der Zusammenarbeit mit den vertraglich gebundenen Vermittlern in Schweden und in Finnland, sowie die Gewinnung von sieben Neukunden zu berichten. Weiterhin wurde der BaFin ein geplanter Wechsel in der Geschäftsführung mitgeteilt, der in 2024 erfolgen soll. Nach der Übernahme von rund 99% der Geschäftsanteile an der Uniper SE (Obergesellschaft der Uniper-Gruppe) durch die Bundesrepublik Deutschland (BRD) im Jahr 2022, ist die BRD per 31.12.2023 in unveränderter Höhe der Hauptanteilseigner an der Uniper-Gruppe. Auf Grund der positiven Erfahrungen mit dem Arbeiten im Home Office wurde diese Arbeitsform fortgeführt. Alle operativen Geschäftsprozesse erfolgten hauptsächlich digital. Durch die robuste IT-Infrastruktur des Uniper-Konzerns, konnte das UMS-Geschäft wie im Vorjahr störungsfrei fortgeführt werden. Durch die geringer als geplant erfolgte Gewinnung von Vertriebspartnern und Direktkunden, die Kündigung eines Kooperationsvertrages, gestiegene operationelle Kosten und durch höheren Personalaufwand schloss das Geschäftsjahr mit einem negativen Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von T€ -824, womit sich die Erwartungen der Geschäftsführung im Vergleich zum Budgetwert (T€ -518) nicht erfüllten. Ursächlich dafür waren vor allem die gestiegenen Personalkosten. LageErtragslage Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung der UMS entwickelten sich wie folgt:
Im Berichtsjahr 2023 wurden Zinserträge i. H. v. T€ 6 (Vorjahr T€ -18) erzielt. Die Zinsaufwendungen in Höhe von T€ -20 (Vorjahr T€ -87) resultieren aus dem Nettoaufwand aus der Aufzinsung (einschließlich Zinssatzänderung) von Pensions- und langfristigen Personalrückstellungen. Das Zinsergebnis liegt damit bei T€ -14. Hintergrund für das im Vergleich zum Vorjahr bessere Zinsergebnis war das gestiegene Zinsniveau. Der in 2023 gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnende Rückgang der Provisionserlöse (T€ -37) resultiert vorwiegend aus der Kündigung des RA mit der Fortum Sverige AB ("FSAB": -T€ 120). Kompensierend wirkten vor allem die Erträge aus der Gewinnung von Direktkunden (T€ 83) und eine höheres Leistungsvolumen für den RA UES (T€ 14). Per 31.12.2023 unterhält die UMS 23 direkte Vertragsbeziehungen. Hierin sind 3 Verträge mit RSU enthalten, über welche die UMS indirekt Dienstleistungen an deren Kunden erbringt. Im Vergleich zum Vorjahr (18 Kunden, hiervon 4 RA) steigt die Kundenanzahl an. Die an die verschiedenen RSU erbrachten Leistungen wurden im Berichtsjahr auf Basis der bestehenden RA abgerechnet. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 34 (Vorjahr T€ 66) setzen sich aus Effekten aus Rückstellungsauflösungen (T€ 13), der Erstattung von Personalkosten (T€ 13) und Währungskurseffekten (T€ 7) zusammen. Der Rückgang (T€ -33) ist vor allem auf die im Vorjahr erhaltene Kostenerstattung von abgestelltem Personal (T€ 48) zurückzuführen. Mit T€ 1.215 liegt der Personalaufwand in 2023 über dem Vorjahresniveau (T€ 938), bei einer niedrigeren Mitarbeiterzahl per 31.12.2023 von durchschnittlich 8,00 gegenüber 8,25 Mitarbeitern im Vorjahr. Ursache für den Anstieg des Personalaufwands sind geleistete Sonderzahlungen sowie höhere Rückstellungen für variable Vergütungen und Sonderzahlungen. Per 31.12.2023 lag der Frauenanteil an der Belegschaft bei 25,0 %. Das Durchschnittsalter aller Mitarbeiter bei der Gesellschaft betrug 42 Jahre. Sämtliche Mitarbeiter der UMS waren in Deutschland beschäftigt. Gemäß § 13 der Verordnung über die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Vergütungssysteme von Instituten (InstitutsVergV) muss die Vergütungssystematik der UMS veröffentlicht werden. Der Vergütungsgesamtbetrag setzt sich generell aus einem fixen (ca. 80 %) und einem variablen Anteil (ca. 20 %) zusammen. Die Höhe des auszuzahlenden variablen Anteils wird zum einen durch den Grad der Erreichung der mit den einzelnen Mitarbeitern am Jahresanfang vereinbarten Ziele und zum anderen durch den Ergebniszielerreichungsgrad der Uniper-Gruppe festgesetzt. Die festgelegten Ziele stehen dabei im Einklang mit den Unternehmenszielen der UMS. Das angewandte Vergütungssystem folgt dem Ansatz der UGC. Per 31.12.2023 teilten sich die Gehälter in T€ 1.008 fixe und T€ 206 variable Bestandteile auf. Hierbei partizipierten alle Mitarbeiter im Rahmen ihrer einzelvertraglichen Regelungen an dem variablen Bestandteil. In der Position Dienst- und Fremdleistungen in Höhe von T€ 390 (Vorjahr T€ 383) sind in 2023 vor allem die Kosten für an andere Konzerngesellschaften ausgelagerte Unterstützungsfunktionen und für konzernintern an UMS abgestellte Mitarbeiter (T€ 343) eingeflossen. Damit liegt die Position leicht über dem Vorjahresniveau, was vor allem auf Aufwendungen für externe Dienstleister zurückzuführen ist. Der sonstige Verwaltungsaufwand in Höhe von T€ 597 (Vorjahr T€ 560) setzt sich in 2023 aus den Positionen operative IT-Kosten, Mieten, Abgaben und Gebühren sowie weiterem Verwaltungsaufwand zusammen. Die IT-Kosten liegen mit T€ 303 unter dem Vorjahresniveau (T€ 326), was vor allem auf geringeren Aufwand für Marktinformationen und geringeren operationellen IT-Aufwand, zurückzuführen ist. Der Mietaufwand (T€ 165) liegt, bedingt durch eine Mieterhöhung, über dem Niveau des Vorjahreswertes (T€ 136). Die Abgaben und Gebühren i. H. v. T€ 23 lagen auf Vorjahresniveau (T€ 24). Der weitere in dieser Position enthaltene Aufwand in 2023 (T€ 106) ergibt sich aus Prüfungskosten (T€ 87) sowie anderem operativen Aufwand (T€ 19). In dem gegenüber dem Vorjahr um T€ 59 geringeren sonstigen betrieblichen Aufwand (T€ 2) wird im Wesentlichen der Aufwand aus operationalen Fremdwährungsdifferenzen, welche durch positive Effekte aus unrealisierten Kursverlusten der Bestände an schwedischen Kronen kompensiert werden, ausgewiesen. Im Steueraufwand kommt es ggü. dem Vorjahr (T€ 2) zu keinem Ausweis, da für die schwedische Niederlassung keine Steuerrückstellung erfasst werden musste. Wie in den Vorjahren werden gemäß zentraler Entscheidung auf Ebene der Uniper SE als Organträger keine Steuerumlagen von den Organgesellschaften erhoben. Im Geschäftsjahr 2023 weist die UMS ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) in Höhe von T€ -824 (Vorjahr T€ -586) aus. Die im Vorjahr getroffene Prognose zur Geschäftsentwicklung 2023 wurde bei den Provisionserlösen um ca. 16 % und bei dem Aufwand inklusive sonstiger betrieblicher Erträge und Zinsergebnis um ca. 4% gegenüber den Budgetwerten unterschritten. Entgegen der Planung verringerten sich die Provisionserlöse im Vorjahresvergleich zum Ist um ca. 3 %, vor allem bedingt durch die Kündigung des RA FSAB. Der Aufwand (inklusive Zinsergebnis und sonstiger betrieblicher Erträge) stieg, vor allem bedingt durch den Aufwand für Personalkosten, um ca. 13 %. Mit einem operativen Verlust von T€ -809 wurde der Planwert des Jahres 2023 (T€ -398) nicht erreicht. Aufgrund von geringeren Zins- und Zinsänderungseffekten aus dem bestehenden Pensionsschema, schloss das Berichtsjahr mit einem gegenüber Budgetwert (T€ -518) höheren Fehlbetrag der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ -824. Operatives Ergebnis (EBIT) Zur besseren Beurteilung der Ertragslage im Geschäftsjahr werden die Kennzahlen EBIT und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) verwendet. Die Ableitung der Steuerungsgröße wird wie folgt dargestellt:
Die Inhalte der verschiedenen Positionen in 2023 und deren Abweichungen im Vorjahresvergleich wurden bereits bei der Ertragslage erläutert. Zum besseren Verständnis des Ergebnisses und zu Kommunikationszwecken werden in einem zusätzlichen Schritt das EBIT / EBT des Geschäftsjahres um Sondereffekte bereinigt. Im Berichtsjahr wurde durch den Vorstand der Uniper-Gruppe beschlossen, Inflationsausgleichs-, Kompensations- und Retentions-Zahlungen an die Mitarbeiter zu leisten, welche das EBIT der UMS mit T€ 132 belasten. Durch eine Zinssatzänderung in Folge weiter gefallener Diskontierungszinsen, kam es zu Aufzinsungen bei den Pensionsverpflichtungen, die sich im Zinsergebnis positiv darstellten (T€ 22).
Im Vorjahresvergleich stellen sich die um Sondereffekte bereinigten Kennziffern wie folgt dar:
Die Kündigung des RA FSAB, teilweise kompensiert in erster Linie durch die Gewinnung neuer Direktkunden, führt zu geringeren Provisionserlösen. Aufgrund des Wegfalls von Personalabstellungen an andere Konzerngesellschaften sinken die sonstigen betrieblichen Erträge. Der Kostenanstieg in den Verwaltungskosten wird vor allem durch eine höhere Bonusrückstellung sowie Sonderzahlungen im Personalaufwand verursacht. Deutlich geringere Fremdwährungseffekte führen zu einem geringeren sonstigen betrieblichen Aufwand. Im Vergleich zum Vorjahr kommt es zu einem höheren Verlust im bereinigten Ergebnis. Finanz- und Liquiditätslage Bedingt durch den bestehenden Finanzmittelfonds (Bankguthaben), die bestehenden RA und den Verlustausgleich aufgrund des mit der UGC bestehenden Ergebnisabführungsvertrags stellt sich die Finanzlage der UMS als geordnet dar. Währungskurseffekte flossen in Höhe von T€ +5 in das Ergebnis ein. Der Finanzmittelbestand hat sich bis zum Ende des Geschäftsjahres insbesondere durch das negative Jahresergebnis verringert.
DVFA/SG = Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management e. V./Schmalenbach-Gesellschaft Vermögenslage Die Vermögenswerte der UMS bestehen zum 31.12.2023 zu 89,2 % (Vorjahr 92,5 %) aus Bankguthaben, zu 0,1 % (Vorjahr 0,4 %) aus Forderungen an Kunden und zu 10,8 % (Vorjahr 7,1 %) aus sonstigen Vermögensgegenständen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu 100% kurzfristig. Die Verbindlichkeiten haben zu 100 % einen kurzfristigen Charakter. Die Rückstellungen sind zu 12,0 % kurzfristig (Vorjahr 8,7 %). Langfristige Rückstellungen wie Pensions-, Jubiläum- und Sterbegeldrückstellungen haben einen Anteil von 88,0 % (Vorjahr 91,3 %). Sachinvestitionen wurden im Berichtsjahr nicht getätigt. Das auf einem Kontokorrentkonto gehaltene Kapital wird auch zukünftig als kurzfristige Anlage gehalten und ist nicht in das Konzern-Cash-Pooling der Uniper SE einbezogen.
Die Eigenkapitalquote zum 31.12.2023 beträgt 65,3 % gegenüber 64,0 % zum Vorjahresstichtag (bei einem Gesamteigenkapital in Höhe von T€ 5.250). Die UMS verfügt zum Bilanzstichtag über ein Kernkapital nach Artikel 97 CRR von insgesamt T€ 5.250 (Vorjahr T€ 5.250), bestehend aus dem Stammkapital und der freien Kapitalrücklage. Das zur Verfügung stehende Kapital wird unter Beachtung von Art und Umfang der Geschäftstätigkeit als ausreichend erachtet, um die Anforderungen an die finanzielle Ausstattung der Gesellschaft zu gewährleisten, zumal ein EAV mit der Muttergesellschaft UGC besteht. Insgesamt wird die in 2023 zu verzeichnende Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im Hinblick auf die Provisions- und Aufwandsentwicklung von der Geschäftsführung als unter den Erwartungen liegend beurteilt. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als wesentliche finanzielle Steuerungsgröße werden die Provisionserlöse, das EBIT und das EBT herangezogen. Für die Ableitung der Kennziffern wird auf die Tabellen im Teil Ertragslage verwiesen. Als nicht-finanzieller Leistungsindikator wird die Kundenanzahl verwendet. Diese hat sich im Berichtsjahr erhöht (siehe Ertragslage). RisikoberichtWie bisher betreibt die UMS ein eigenes Risikomanagement, welches die Risikotragfähigkeit und die Nachhaltigkeit der Geschäftstätigkeit gewährleistet. Ein frühzeitiges Erkennen und die Steuerung von Risiken werden so sichergestellt. Das Risikomanagement wurde unter Berücksichtigung von Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt der Geschäftstätigkeit ausgestaltet. Das Risikotragfähigkeitskonzept stellt sicher, dass Risiken dem Risikodeckungspotenzial gegenübergestellt werden und dass das Gesamtrisikoprofil durch das Risikodeckungspotenzial abgedeckt ist. Die Überprüfung der Geschäfts- und Risikostrategie sowie der Verfahren und Modelle hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Aktualität fand wie bisher im jährlichen Turnus statt. Die Risikoidentifikation erfolgte über Selbsteinschätzungen und Prozessanalysen auf Basis einer Risikoinventur. Des Weiteren wurden mit der zur Verfügung stehenden Datenbasis methodische Analysen vorgenommen (z. B. Szenario-Simulationen für operationelle Risiken). Im Berichtszeitraum wurden für die UMS unverändert zwei wesentliche Risiken festgestellt: Operationelle Risiken: Verluste, die durch unangemessene / versagende interne Verfahren, menschliche Fehler oder durch externe Ereignisse verursacht werden (z. B. Rechtsrisiken). Die Steuerung bzw. Minderung von operationellen Risiken ist ein wesentlicher Bestandteil der Verantwortung jedes einzelnen Mitarbeiters und wird unterstützt durch aufbau- und ablauforganisatorische Prozesse und Vorgaben. Neben der Aufstellung von UMS-spezifischen Richtlinien zu Datenschutz und IT-Sicherheit besteht auch ein Notfallkonzept. Die Geschäftsführung ist unmittelbar in die Steuerung operationeller Risiken und der Koordination des Tagesgeschäfts eingebunden. So werden frühzeitig korrekturbedürftige Situationen oder Prozesse erkannt, kommunizieren und Gegenmaßnahmen diskutiert. Im Berichtszeitraum hatte die UMS keine offenen Rechtsstreitigkeiten und daraus resultierende Risiken zu verzeichnen. Vertriebsrisiken: Potenzielle Verluste durch Abweichung von Umsatz- / Ergebniszahlen von der MFP. Die Steuerung des Vertriebsrisikos erfolgt durch eine Berichterstattung auf Quartalsbasis. Weiterhin werden die Vertriebsziele monatlich und im Rahmen der Jahresprognose-Erstellung überprüft. Außerordentliche Effekte werden der Geschäftsführung direkt zur Kenntnis gebracht. Als für die UMS nicht wesentlich werden derzeit Adressenausfall-, Marktpreis- und Liquiditätsrisiken eingestuft, jedoch werden auch die nicht wesentlichen Risiken jährlich in der Risikoinventur beurteilt, da auch sie im Zeitverlauf zu wesentlichen Risiken werden könnten.
Marktpreisrisiko: Potenzielle Verluste durch Zinsänderungen, Risiken aus Wertpapieren und sonstigen Eigenkapitalpositionen, sonstige Preisrisiken, Wechselkursdifferenzen durch die Konvertierung von Kundenforderungen in Euro. Diese werden von der Gesellschaft derzeit als nicht wesentlich betrachtet. Liquiditätsrisiko: Illiquiditätsrisiko und Verschlechterung von Refinanzierungskonditionen. Liquiditätsrisiken in Form von Refinanzierungsrisiken existieren für die UMS nicht. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags zwischen der UGC und der UMS und infolge der Stabilisierung des Uniper-Konzerns durch die Bundesregierung ist auch zukünftig die Liquidität der UMS sichergestellt. Die UMS verfügt auf Basis der aktuellen Mittelfristplanung im Durchschnitt über ein Bankguthaben in Höhe von rund T€ 7.300. Im Rahmen der Risikobewertung des Gesamtunternehmens werden die Einzelrisiken, nicht aber eine Korrelation der Risiken berücksichtigt. Durch die Vernachlässigung möglicher (positiver) Portfolioeffekte eines aggregierten Risikoportfolios erfolgt die Bewertung damit ggf. zu konservativ. Die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems wird durch die interne Revision (Uniper SE Corporate Audit) überprüft. In 2023 fand eine Prüfung durch die interne Revision statt, die sich unter anderem auf Organisation und Richtlinien, interne Prozesse, Operational Business, Risikomanagement inklusive ESG und Outsourcing, sowie die Umsetzung vormaliger Revisionsempfehlungen bei der UMS bezog. Als Ergebnis kam es zu Verbesserungsempfehlungen in den Bereichen Organisation, Operational Business und Outsourcing. Alle in 2023 fälligen Empfehlungen, wurden durch die UMS rechtzeitig umgesetzt. Als Finanzdienstleistungsinstitut ist die UMS Mitglied der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW). Eine Sonderzahlung wurde in 2023 nicht eingefordert. Aufgrund ihres Geschäftsmodells sieht sich die UMS nicht mit für die Gesellschaft wesentlichen Umweltrisiken konfrontiert. Die UMS ist den ethischen Grundwerten der Uniper-Gruppe verpflichtet und stellt durch regelmäßige Mitarbeiterschulungen sowie durch das oben beschriebene Risikomanagement sicher, dass verfügbare Ressourcen schonend eingesetzt werden. Um die Risikotragfähigkeit zu gewährleisten, limitiert die UMS ihre wesentlichen Risiken, basierend auf ihrer festgelegten Risikodeckungsmasse (RDM). Die RDM wurde auf 20% des Eigenkapitals festgelegt, um bei Erreichen dieses Wertes rechtzeitig weitergehende Maßnahmen ergreifen zu können. Ausgehend vom Eigenkapital zum 31.12.2023 (T€ 5.250) ergibt sich eine zu verteilende RDM in Höhe von T€ 1.050 (Vorjahr T€ 1.050). Die festgelegte RDM wird, unter Berücksichtigung des Basisindikatoransatzes gemäß Artikel 315 & 316 CRR zur Ermittlung des Risikopotenzials für operationelle Risiken, auf die wesentlichen Risiken verteilt. Hierbei wird eine risikoaverse Betrachtung gewährleistet. Vor diesem Hintergrund werden dem operationellen Risiko per 31.12.2023 T€ 271 (Vorjahr T€ 244) und dem Vertriebsrisiko T€ 779 (Vorjahr T€ 806) als RDM zugeordnet. Die Aufteilung auf operationelles und Vertriebsrisiko begründet sich dadurch, dass diese Risiken von der Gesellschaft wie oben beschrieben als wesentlich bewertet werden. Abschließend wird die Risikosituation der UMS wie folgt beurteilt: Risiken werden systematisch aufgenommen, quantifiziert und regelmäßig bewertet. Vor dem Hintergrund der Risikodeckungsmasse, der Ausgestaltung des Risikomanagementsystems, des regelmäßigen Monitorings sowie der Berichtswege, wird die Risikosituation als vertretbar bewertet. Die definierten Maßnahmen zum Risikomanagement werden als angemessen erachtet. Die Risikotragfähigkeit war im Geschäftsjahr gegeben. Prognose- und Chancenbericht für das Geschäftsjahr 2024Die Nachfrage nach den von der UMS angebotenen Dienstleistungen basiert auf dem Bedarf der industriellen Großkunden und Stadtwerke an Beratung und Informationen zum Verständnis der Entwicklungen an den Energiemärkten. Für 2024 wird mit einer anhaltenden Nachfrage gerechnet, da die Komplexität und Preisvolatilität an den Energiemärkten wie in den Vorjahren voraussichtlich anhalten werden. Das daraus erwachsende Potenzial für die UMS wird von der Geschäftsführung als positiv beurteilt. Die weiterhin zunehmende Einflussnahme der nationalen und internationalen Politik auf die Energiemärkte macht es unabdingbar, über die sich daraus ergebenden Entwicklungen und potentiellen Effekte auf die Energiepreise im Bilde zu sein. Genau dieser Bedarf kann von der UMS bedient werden, wodurch sich in den kommenden Jahren ein Wachstumspotential für das operative Geschäft der Gesellschaft abzeichnet. Um von dieser Entwicklung zu profitieren, muss das Angebot von UMS-Dienstleistungen ständig überprüft und weiterentwickelt werden. Innovative und effizientere Methoden der Informationsbereitstellung an den Kunden, sowie die Entwicklung der Berichtsinhalte werden in 2024 weiterhin einen Aufgabenschwerpunkt der Gesellschaft darstellen. Vor diesem Hintergrund ist geplant, die Marktinformationsprodukte, gekoppelt mit Beratung, weiter zu diversifizieren, um so noch nicht abgedeckte Informationsbedürfnisse der bestehenden Kundenbasis zu bedienen und in neue Marktsegmente einzutreten. Es wird erwartet, dass die UMS-App, über die Kunden mit ihrem Smartphone auf Marktberichte, Webinare und ihre Portfolio-Berichte zugreifen können, in 2024 auch weiterhin eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des UMS-Geschäfts haben wird. Die Zusammenarbeit wird mit den Kooperationspartnern UES, Repsol und Uniper Benelux N. V. (UBE) in 2024 fortgeführt. Der in 2021 mit der FSAB abgeschlossene RA wurde Ende 2022 gekündigt. Es wird erwartet, dass die schwedische Niederlassung in 2024 weitere neue Kunden mit Dienstleistungen versorgen wird. Auswirkungen auf die finanziellen Verhältnisse der UMS durch die in 2022 erfolgte Übernahme des Uniper SE durch die BRD werden nicht erwartet. Unter der Maßgabe eines stabilen wirtschaftlichen Umfelds wird damit gerechnet, dass sich das Geschäftsvolumen in 2024 trotz der Kündigung des RA mit der FSAB deutlich über dem Niveau des Jahres 2023 bewegen wird. Auf Basis der verabschiedeten Mittelfristplanung wird im Vergleich zum Ist 2023 mit einem Anstieg der Provisionserlöse um ca. 31 % und einer Verringerung der operativen Aufwendungen um ca. 3 % gerechnet. Für die Kundenbasis wird mit einem Anstieg um ca. 30 % gerechnet. Der geplante Anstieg der Provisionserlöse soll vor allem aus der Neukundengewinnung resultieren. Für das Planungsjahr 2024 wird mit einem negativen EBT von ca. T€ -286 gerechnet bei einem EBIT von ca. T€ -226. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der UMS wird sich - auch durch den bestehenden Ergebnisabführungsvertrag - weiterhin geordnet darstellen. Insgesamt wertet die Geschäftsführung das Ergebnis für das abgelaufene Geschäftsjahr vor dem Hintergrund der geringer als geplanten Provisionserlöse und der Aufwandsentwicklung als negativ.
Düsseldorf, den 09.02.2024 Uniper Market Solutions GmbH, Düsseldorf Die Geschäftsführung Håkan Larsson Jahresbilanz zum 31.12.2023AKTIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
Uniper Market Solutions GmbH, Düsseldorf Eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRB 59788 Jahresabschluss 2023 (Stand: 18. Januar 2024)Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023A. Allgemeine GrundlagenDie Uniper Market Solutions GmbH (UMS) mit Sitz in Düsseldorf ist beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Nummer HRB 59788 im Handelsregister geführt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des GmbH-Gesetzes (GmbHG), des Wertpapierinstitutsgesetzes (WpIG) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Bei der UMS handelt es sich nach § 2 Abs. 16 WpIG um ein kleines Wertpapierinstitut. Gemäß § 340a Abs. 1 HGB sind auf den Jahresabschluss der UMS die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften anzuwenden. Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr fortgeführt. Der Ausweis erfolgt in Euro und unter Anwendung der Gliederungsschemata der Formblätter 1 und 3 nach § 2 Abs. 1 RechKredV. Die UMS führt kaufmännische Rundungen durch. Gegebenenfalls bestehende Rundungsdifferenzen zwischen einzelnen Beträgen und Summen werden akzeptiert. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang darzustellen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die UMS ist ein Tochterunternehmen der Uniper Global Commodities SE (UGC), Düsseldorf, die auch die alleinige Gesellschafterin ist. Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2007 hat die Gesellschaft am 02.08.2007 mit der UGC, damals firmierend unter E.ON Sales & Trading GmbH (EST), Düsseldorf, einen Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Dieser wurde am 29.08.2007 im Handelsregister eingetragen. Am 29.11.2010 wurde der Gewinnabführungsvertrag in einen Ergebnisabführungsvertrag geändert. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 03.12.2010. Der Ergebnisabführungsvertrag wurde mit der Änderungsvereinbarung vom 29.12.2021 geändert. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 27.01.2022. In 2021 ist eine ZNL in Schweden gegründet worden, die seither operativ gewesen ist. Die UMS ist Teil der umsatz- und ertragsteuerlichen Organschaft der Uniper SE (USE), Düsseldorf. Die UMS wird in den befreienden Konzernabschluss der USE einbezogen. Sie ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellte Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht der USE werden einschließlich des Bestätigungsvermerks im Unternehmensregister bekannt gemacht. Die USE stellt den Konzernabschluss entsprechend § 315e HGB nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften auf, wie sie von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der Europäischen Union übernommen wurden (IFRS). B. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenI. Aktiva Forderungen Bei Forderungen an Kreditinstituten und Kunden werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Forderungen sind mit ihren Nominalwerten abzüglich angemessener Wertberichtigungen für mögliche Ausfallrisiken angesetzt (niedrigerer beizulegender Wert). In Fremdwährung geführte Forderungen an Kreditinstitute werden zum Stichtagskurs bewertet. Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung oder mit dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind ohne Beachtung der Restriktion des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet worden. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten angesetzt. II. Passiva Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Der Ausweis der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erfolgt grundsätzlich unsaldiert. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung oder mit dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind am Abschlussstichtag ohne Beachtung des Höchstwert- bzw. Realisationsprinzips zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet worden. Rückstellungen Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken im Rahmen der handelsrechtlichen Vorschriften ausreichend Rechnung und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei den sonstigen Rückstellungen sind auch zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen, sofern ausreichend objektive Hinweise für ihren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Bewertung der Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft unter Berücksichtigung künftiger Gehaltssteigerungen. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen sowie Deputate, die Altersversorgungscharakter haben und als Rentenbaustein gewertet werden, wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Weiterhin sind ein Gehaltstrend und eine Rentendynamik berücksichtigt. Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2018 G von K. Heubeck zugrunde. Als Bewertungsendalter werden grundsätzlich die frühestmöglichen Altersgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung unter Berücksichtigung der Regelungen des RV-Altersgrenzenanpassungsgesetzes vom 20.04.2007 herangezogen. Des Weiteren werden Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet. Für Pensionsleistungen, die über den mittelbaren Durchführungsweg des Pensionsfonds erbracht werden, haftet die UMS nach dem Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG) weiterhin subsidiär. Für Pensionsverpflichtungen in Höhe von € 4.295.758,00 wurden Rückstellungen nicht gebildet. Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter Versorgungsverpflichtungen/-anwartschaften i.S.v. Art. 28. Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf € 1.178.401,00. Mit Wirkung zum 1. Januar 2023 führte der Uniper-Konzern eine reine Beitragszusage als weiteres System zur betrieblichen Altersversorgung ein. Im Rahmen der Implementierung hatten die Mitarbeiter mit bestehenden Versorgungszusagen ein Wahlrecht, mit Wirkung zum 1. Juli 2023 mit ihren zukünftigen Beitragsansprüchen in diese reine Beitragszusage zu wechseln. Aufgrund von § 1 Abs. 2 Satz 2a BetrAVG werden die zukünftigen Pensionsleistungen über den mittelbaren Durchführungsweg des Pensionsfonds erbracht, so dass es sich bei der Zusage um eine mittelbare Pensionszusage handelt, für die gemäß Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB keine Rückstellung gebildet werden muss. Aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung der reinen Beitragszusage ist die Angabe eines Fehlbetrages nach Art. 28 Abs. 2 EGHGB ausgeschlossen. Für Risikoleistungen im Rahmen der reinen Beitragszusage besteht seitens der Mitarbeiter unmittelbarer Rechtsanspruch gegenüber dem Arbeitgeber. Da es sich hierbei um Leistungen der betrieblichen Altersversorgung i.S.v. § 1 Abs. 1 Satz 1 BetrAVG handelt, wird für diese Risikoleistungen gemäß § 249 Abs. 1 HGB eine Pensionsrückstellung gebildet. Die Berechnung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgt ebenfalls nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Für die Abzinsung der Jubiläums- und Treueurlaubsverpflichtungen sowie für Sterbegeldverpflichtungen wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Ferner wird ein Gehaltstrend berücksichtigt. Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2018 G von K. Heubeck zugrunde. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nominalwert angesetzt. Latente Steuern Da die UMS Teil der ertragsteuerlichen Organschaft der USE ist, werden auf Einzelgesellschaftsebene keine latenten Steuern ausgewiesen. Diese werden bei der USE bilanziert. III. Sonstige Sachverhalte Die UMS gehört zum Uniper Konzern, welcher in den Anwendungsbereich der Mindeststeuergesetzes fällt. Die Pillar Two Gesetzgebung wurde in 2023 in nationales Recht umgesetzt und gilt ab dem 1. Januar 2024. Für den Ansatz und die Bewertung der latenten Steuern ergeben sich dadurch keine Auswirkungen, da temporäre Differenzen, welche aus der Anwendung des Mindeststeuergesetzes entstehen, gemäß § 274 Absatz 3 HGB nicht zu berücksichtigen sind. Gemäß der Gesetzgebung muss Uniper je Land eine Zusatzsteuer in Höhe der Differenz zwischen dem Global Anti-Base Erosion (GloBE)-Effektivsteuersatz und dem Mindeststeuersatz von 15% zahlen. Der aus der Anwendung des Mindeststeuergesetzes resultierende tatsächliche Steueraufwand bzw. -ertrag muss gemäß § 285 Nr. 30a HGB bei der Gesellschaft angegeben werden. Da die globale Mindestbesteuerung erst für Wirtschaftsjahre, die ab dem 1. Januar 2024 beginnen Anwendung findet, sind zum 31. Dezember 2023 noch keine tatsächlichen Steuern zu berücksichtigen. Aufgrund der Komplexität der gesetzlichen Regelungen sind die quantitativen Auswirkungen der Gesetzgebung derzeit noch nicht zuverlässig abschätzbar. Anhand von Schätzungen, die auf Vorjahresperioden, auf dem laufenden Geschäftsjahr und auf Planungsdaten basieren, sind für Uniper derzeit keine wesentlichen Steuerbelastungen aus der Implementierung zu erwarten. C. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz(1) Forderungen an Kreditinstitute Die Forderungen an Kreditinstitute bestehen ausschließlich aus täglich fälligen Guthaben auf den Geschäftskonten bei der Deutschen Bank AG und der Unicredit Bank AG. (2) Forderungen an Kunden
Die Forderungen an Kunden resultieren aus bisher erbrachten Dienstleistungen. Alle Forderungen sind kurzfristig und innerhalb von 3 Monaten fällig. (3) Sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus der Verlustübernahme (Geschäftsjahr 2023) gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von € 823.705,45 (Vorjahr € 587.350,69). (4) Sonstige Verbindlichkeiten
Bei den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von € 30.944,44 handelt es sich vor allem um noch offene Posten aus der Lohnsteuer (€ 14.437,14). Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. (5) Rückstellungen a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Pensionsverpflichtungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab. Die Finanzierung erfolgt teils durch den Arbeitgeber und im Rahmen von Gehaltsumwandlungen teils durch die Arbeitnehmer. Der Gesamtbetrag der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beträgt € 2.341.955,00 (Vorjahr € 2.289.108,00). Die Veränderung bei den Pensionsrückstellungen ist, neben regelmäßigem Verbrauch, Aufzinsung und Zuführung, im Wesentlichen auf eine Änderung des angewandten Rechnungszinssatzes für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung zurückzuführen. Der angewandte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf 1,83 % p.a. (Vorjahr 1,79 % p.a.). Weiterhin wurde ein Gehaltstrend von 2,25 % p.a. (Vorjahr 2,25 % p.a.) und eine Rentendynamik von 2,00 % p.a. (Vorjahr 2,00 % p.a.) zugrunde gelegt. Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum 31.12.2023 für die UMS € 39.119,00. Diesem Betrag stehen frei verfügbare Rücklagen in Höhe von € 250.000,00 gegenüber. b) andere Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von € 305.847,13 (Vorjahr € 117.646,00). Für die Jubiläumsverpflichtungen sowie für Sterbegeldverpflichtungen wird ein Rechnungszinssatz von 1,76 % p.a. (Vorjahr 1,45 % p.a.) herangezogen. Weiterhin wurde ein Gehaltstrend von 2,25 % p.a. (Vorjahr 2,25 % p.a.) zugrunde gelegt. Zudem sind Rückstellungen für Prüfungskosten in Höhe von € 78.538,51 (Vorjahr € 61.734,43) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von € 31.942,43 (Vorjahr € 5.723,84) enthalten. (6) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag unverändert € 5.000.000,00. Das Eigenkapital ist vollständig einbezahlt. Die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beträgt € 250.000,00 (Vorjahr € 250.000,00). Fremdwährung Der Gesamtbetrag der Vermögensgegenstände in Fremdwährung belief sich am Bilanzstichtag auf umgerechnet € 452.948,06 (Vorjahr € 636.652,83). Dabei handelt es sich ausschließlich um Forderungen an Kreditinstitute, die auf schwedische Kronen (SEK) lauten. Der Gesamtbetrag der Schulden in Fremdwährung belief sich am Bilanzstichtag auf umgerechnet € 7.818,51 (Vorjahr € 129.017,66). Dabei handelt es sich um eine Rückstellung für Prüfungskosten, die auf SEK lautet. D. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung(7) Zinsertrag Die Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften in Höhe von € 5.540,00 (Vorjahr € - 18.502,20) resultieren aus der Abzinsung von langfristigen Personalrückstellungen (Vorjahr € 1.917,00). (8) Zinsaufwand Der Zinsaufwand in Höhe von € 19.757,00 (Vorjahr € 87.527,00) resultiert aus dem Nettoaufwand aus der Aufzinsung (einschließlich Zinssatzänderung) von Pensions- und langfristigen Personalrückstellungen. Der Rückgang des Zinsaufwandes im Vergleich zum Vorjahr ist auf eine Zinssatzerhöhung im Geschäftsjahr zurückzuführen. (9) Provisionserträge Die Provisionserträge enthalten die Erträge aus erbrachten Dienstleistungen in Höhe von € 1.359.968,12 (Vorjahr € 1.396.725,91). In den Provisionserträgen sind periodenfremde Anteile in Höhe von € - 605,00 (Vorjahr € 9.008,57) enthalten. Diese ergeben sich aus einer Erstattung für Provisionserträge aus dem Vorjahr. Die UMS erbringt Anlage- und Abschlussvermittlungen als Teil ihres Dienstleistungsspektrums. Die in der Position enthaltenen Erträge aus verbundenen Unternehmen belaufen sich auf € 970.445,93 (Vorjahr € 916.258,00), die vor allem aus dem Reseller Agreement mit der Uniper Energy Sales GmbH resultieren. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr resultiert vor allem aus einem neu geschlossenen Dienstleistungsvertrag mit der Uniper Global Commodities SE. Die Provisionserträge verteilen sich folgendermaßen auf die Kernmärkte der UMS. Der Großteil der Erlöse in Höhe von € 1.201.190,93 (Vorjahr € 1.129.106,57) wurde im Markt Central Europe (CE) erzielt. In Großbritannien (UK) beliefen sich die Erträge auf € 24.000,00 (Vorjahr € 24.000,00). In Schweden wurden Erträge in Höhe von € 134.777,19 (Vorjahr € 243.144,34) erzielt. (10) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge mit einem Gesamtwert von € 33.517,18 (Vorjahr € 66.208,75) enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von € 13.415,66 (Vorjahr € 1.405,28). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 7.149,97 (Vorjahr € 4.182,00) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Anteile in Höhe von € 13.776,75 (Vorjahr € 6.192,30) enthalten. Diese resultieren vor allem aus der Auflösung von Rückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind vollständig dem Markt Central Europe (CE) zuzurechnen. (11) Allgemeine Verwaltungsaufwendungen a) Personalaufwand Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Erfolgsprämien in Höhe von € 206.498,57 (Vorjahr € 80.692,00) enthalten. Davon wurde ein Betrag in Höhe von € 188.097,77 (Vorjahr € 15.900,00) den Rückstellungen zugeführt. Im Personalaufwand sind periodenfremde Anteile in Höhe von € 383,91 (Vorjahr € 46.736,27) enthalten. Diese resultieren aus Aufwendungen für die Altersversorgung. Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der langfristigen Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Sie sind im Zinsergebnis ausgewiesen. Der Geschäftsführer erbringt jeweils 50 % seiner Arbeitsleistung für die UGC und die UMS. Aufgrund der arbeitsvertraglichen Zuordnung wird der Geschäftsführer seit 2016 in den Mitarbeiterangaben der UGC ausgewiesen.
b) andere Verwaltungsaufwendungen
Die Dienst- und Fremdleistungsaufwendungen beinhalten vor allem Kosten für an andere Konzerngesellschaften ausgelagerte Unterstützungsfunktionen und für konzernintern an UMS abgestellte Mitarbeiter in Höhe von € 342.766,50 (Vorjahr € 344.431,38). Im IT Aufwand werden IT-Leistungen der Muttergesellschaft mit einem Betrag von € 196.155,45 (Vorjahr € 325.502,53) ausgewiesen. Der Rückgang ist vor allem auf den neu geschlossenen Servicevertrag mit der Uniper IT GmbH zurückzuführen, über den seit 2023 ein wesentlicher Teil des IT Aufwandes abgerechnet wird. Der Mietaufwand beträgt € 164.702,99 (Vorjahr € 136.384,16). Er resultiert im Wesentlichen aus der Untermiete in dem von der Uniper Kraftwerke GmbH angemieteten Gebäude in der Holzstraße in Düsseldorf. In den Verwaltungsaufwendungen sind periodenfremde Anteile in Höhe von € 9.354,72 (Vorjahr € 844,50) enthalten. Diese resultieren vor allem aus Aufwendungen für Prüfungskosten. (12) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit einem Gesamtwert von € 1.860,91 (Vorjahr € 60.777,09) enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 1.693,27 (Vorjahr € 44.835,77). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Anteile in Höhe von € 69,32 (Vorjahr € 2.438,85) enthalten. Diese resultieren aus Aufwendungen aus der Sachbezugsversteuerung. (13) Erträge aus Verlustübernahme Im Rahmen des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags wurde der Jahresfehlbetrag in Höhe von € 823.705,45 (Vorjahr € 587.350,69) von der UGC übernommen. E. Sonstige AngabenAngaben zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen Es bestehen zum Bilanzstichtag keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen gemäß § 285 Nr. 21 HGB, die zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 liegen nicht vor. Haftungsverhältnisse, außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen zum Bilanzstichtag keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB. Es bestehen zum Bilanzstichtag keine außerbilanziellen Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB sowie keine wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB. Die UMS hat sich gegenüber dem Metzler Pensions Fonds (MPF) vertraglich zu einem Nachschuss verpflichtet, wenn im Falle einer tatsächlichen Vermögensunterdeckung kurzfristig entsprechende Ausgleichszahlungen zu leisten sind. Die UMS hat auch nach Übertragung der Versorgungszusage subsidiär für die Versorgungszusage gegenüber den Arbeitnehmern einzutreten. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung
Organbezüge Unter Heranziehung von § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge des Geschäftsführers verzichtet. Honorar des Abschlussprüfers Das voraussichtliche Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt € 87.351,59 und entfällt auf Abschlussprüfungsleistungen.
Düsseldorf, den 09.02.2024 Uniper Market Solutions GmbH, Düsseldorf Der Geschäftsführer Håkan Larsson BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Uniper Market Solutions GmbH, Düsseldorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Uniper Market Solutions GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Uniper Market Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 13. März 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Peter Goldschmidt, Wirtschaftsprüfer ppa. Susanne Beurschgens, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 05.04.2024 festgestellt. |
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