SCHWIND eye-tech-solutions GmbH

Mainparkstraße 6, 63801 Kleinostheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Aschaffenburg HRB 14160
Vorher
mertus 304. GmbH
Eingetragen
11.11.2016
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Turbinen
Gegenstand
Herstellung und der Vertrieb von optischen Geräten und Systemen sowie von Lasersystemen und medizinischen Systemen im High-Tech-Bereich.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Bernd Fabian
seit 6.5.2026
Geschäftsführer
Lars Michael
seit 15.12.2025
Prokura
Martin Leitner
seit 18.3.2025
Prokura
Jean-Felix Zoleko
seit 22.8.2024
Prokura
Andreas Rödel
seit 17.1.2023
Prokura
Dirk Rosenloecher
seit 6.7.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
Schwind Capital 2 S.à r.l.LUX
84.10%
12.90%
3.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Schwind Expansion GmbH
Germany
101.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SCHWIND eye-tech-solutions GmbH

Kleinostheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/24

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Geschäftsmodell

Die SCHWIND eye-tech-solutions GmbH (SCHWIND) ist ein Technologieunternehmen für die Entwicklung und Herstellung von Augenlasern für die refraktive und therapeutische Hornhautchirurgie. Das Produktportfolio besteht aus technologisch hochwertigen Diagnose- und Behandlungssystemen zur Korrektur von Fehlsichtigkeit. Spezialisten bieten eine kontinuierliche sowie fachlich tiefgreifende Beratung und Betreuung an. Der technische Service gewährleistet darüber hinaus eine umfassende Erreichbarkeit. SCHWIND vertreibt seine Produkte weltweit im Wesentlichen über selbständige Händler.

Die SCHWIND eye-tech-solutions GmbH ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Schwind Expansion GmbH und hat ihren Sitz in Kleinostheim. Zwischen den beiden Gesellschaften besteht seit dem Geschäftsjahr 2022/2023 ein Gewinnabführungsvertrag. SCHWIND hat in Frankreich eine 100%-ige Tochtergesellschaft, welche vor Ort den Vertrieb und Serviceaktivitäten übernimmt.

1.2. Unternehmensstruktur

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Laut Gesellschaftsvertrag wird die Geschäftsführung von einem Beirat unterstützt. Der Beirat wurde gemäß Gesellschafterbeschluss vom 29. April 2022 auf Ebene der Schwind Development GmbH bestellt. Aufgrund der Geschäftsordnung für die Geschäftsführung erstreckt sich das Mandat des Beirats auf alle Tochterunternehmen der Schwind Development GmbH und somit auch auf die SCHWIND eye-tech-solutions GmbH.

Die Geschäftsführung steuert das Unternehmen anhand von strategischen und operativen Vorgaben und Kenngrößen.

Die Verwaltungs- und Produktionsgebäude in Kleinostheim sind angemietet.

1.3. Ziele und Strategien

Die Geschäftsführung sieht ihre Strategie mittelfristig in neuen, innovativen Produkten und Anwendungsfeldern und strebt damit das Produktportfolio ausweitend, ein breiteres kunden- und anwenderorientiertes Auftreten in den Absatzmärkten im Bereich Ophthalmologie verbunden mit einer Stärkung der globalen Marktposition an. Wesentliche Änderungen der Ziele und Strategien haben sich im Geschäftsjahr nicht ergeben.

Eine fortlaufende Überprüfung und Bewertung der Marktentwicklung und der Unternehmenskennzahlen soll das Management in die Lage versetzen, bei Planabweichungen rechtzeitig Maßnahmen einzuleiten. Als relevante finanzielle Steuerungskennzahlen werden durch das Management insbesondere die Gesamtleistung, das EBITDA und das Ergebnis vor Ergebnisabführung genutzt. Als nicht-finanzielle Steuerungskennzahl sind die Arbeitsunfälle zu nennen.

1.4. Forschung und Entwicklung

Strategisch positioniert sich SCHWIND im Markt mit einem hohen technologischen Anspruch, um die Marktstellung zu halten und auszubauen sowie durch Innovationen den höchstmöglichen Kundennutzen zu generieren. In enger Zusammenarbeit mit weltweit führenden Ophthalmologen, Geschäftspartnern und Hochschulen arbeitet SCHWIND ständig an der Optimierung und dem Ausbau der medizintechnischen Produktpalette. Entsprechend sind die Entwicklungsaktivitäten unverändert intensiv.

Im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigte SCHWIND zum 30. Juni 2024 34 (Vorjahr 30) Mitarbeiter. Die Zukunftssicherung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens bilden durch marktorientierte Entwicklungen neuer und Weiterentwicklung bestehender Lasersysteme, Applikationen, Anwendungsparameter und Prozessschritte den Schwerpunkt der Entwicklungsleistungen. Das Unternehmen setzt damit auf frühzeitiges Erkennen von technologischen Trends. Durch den Fokus auf innovativen und hoch qualitativen Lösungen soll die Erreichung der strategischen Unternehmensziele optimal unterstützt werden. Darin begründet sich die Ausrichtung auf die Festigung der Marktposition, die Erschließung neuer Märkte, die Gewinnung neuer Kunden sowie die Entwicklung von Produkten und Systemlösungen.

Fördermittel bspw. aus dem Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie „Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) für Entwicklungstätigkeiten“ werden bei Eignung geprüft und beantragt.

Der Gesamtbetrag der Aufwendungen für Forschung- und Entwicklung hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 6.884 T€ (Vorjahr 4.349 T€) betragen. Dieser Betrag entspricht 7,1% (Vorjahr 5,4%) der Umsatzerlöse.

Die Anzahl neuer Patente beträgt für das Geschäftsjahr 2023/24 42 (Vorjahr 14). Die Gesellschaft hat aktivierungsfähige Entwicklungskosten unter Ausübung des Wahlrechts gem. § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB bilanziell angesetzt. Der Gesamtbetrag der aktivierten eigenen Entwicklungskosten beläuft sich auf T€ 2.201 (Vorjahr T€ 2.831). Die korrespondierenden Abschreibungen belaufen sich im Geschäftsjahr 2023/24 auf 720 T€ (Vorjahr 201 T€).

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Vor dem Hintergrund mittelbarer Folgen der andauernden russischen Aggression gegen die Ukraine, der gestiegenen (Leit-)Zinsen, der relativ schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, eines hohen Krankenstands, aber auch zunehmender struktureller Herausforderungen hat die Wirtschaftsleistung in Deutschland im vergangenen Jahr um 0,3 Prozent abgenommen.1 Im Jahr 2023 nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 0,3 % ab.2

Nach der Belebung der preis-, kalender- und saisonbereinigte Wirtschaftsleistung zu Jahresbeginn 2024 mit dem Plus von 0,2 % ist das Wachstum im zweiten Quartal erneut zum Stillstand gekommen. Damit verläuft die Erholung der deutschen Wirtschaft schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartet.3

Die Inflationsrate (Preisniveauanstieg binnen Jahresfrist) in Deutschland lag im Juni 2024 bei 2,2 %. Die Rate der Kerninflation (ohne Energie und Nahrung) ging leicht auf 2,9 % zurück. Perspektivisch sprechen die rückläufigen Preise auf den globalen Energiemärkten, die weiter nachlassende Inflationsdynamik, die höheren Lohnabschlüsse und die erwartete weltwirtschaftliche Belebung für eine verzögert moderate konjunkturelle Erholung der deutschen Wirtschaft im weiteren Jahresverlauf. Gleichzeitig erweisen sich die weiterhin rückläufigen Auftragseingänge, insbesondere aus dem Ausland, zunehmend als Bremse für eine nachhaltige Erholung der Industriekonjunktur. Allerdings dürfte die Aufhellung der außenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, trotz anhaltender handels- und geopolitischer Unsicherheiten, im weiteren Jahresverlauf zu einer Trendwende in der Industrieproduktion führen.4

Die Weltkonjunktur dürfte sich im Verlauf des Jahres 2024 beleben. Die Unternehmensstimmung hat sich im Frühjahr merklich verbessert. Das Nachlassen der Inflation in den Industrieländern und steigende Realeinkommen stützen die Konsumnachfrage. Der weltweite Handel mit Waren und die globale Industrieproduktion dürften sich insbesondere ab der zweiten Jahreshälfte weiter erholen. Dazu trägt auch eine allmähliche Belebung der Investitionen bei, die von der Lockerung der Geldpolitik in den Industrieländern unterstützt wird. Alles in allem dürfte die gesamtwirtschaftliche Produktion der Welt in den Jahren 2024 und 2025 um jeweils 2,5 % zulegen.

Die Inflationsrate wird in Deutschland lt. ifo Prognose von 5,9 % im Jahr 2023 spürbar auf 2,2 % in Jahr 2024 und auf 1,7 % im Jahr 2025 zurückgehen.5

China als wichtiger weltwirtschaftlicher Handelspartner wird 2024 voraussichtlich ein langsameres Wachstum von rund 4,1 % aufweisen, das hauptsächlich durch die anhaltende Immobilienkrise und eine schwache inländische Nachfrage gebremst wird.6

Branchenbezogene Entwicklung

Der Markt für Medizintechnik ist ein globaler Wachstumsmarkt mit hoher Innovationsgeschwindigkeit. Infolge des gestiegenen Wettbewerbs- und Kostendrucks, der verschärften regulatorischen Anforderungen und der neuen Herausforderungen durch die Digitalisierung sieht sich die Branche hohen Markteintrittshürden und einem nachhaltigen Veränderungsprozess ausgesetzt.

Der europäische Markt für die Korrektur von Fehlsichtigkeit wird bis 2030 voraussichtlich stetig wachsen, angetrieben durch die steigende Zahl von Alterserscheinungen und die wachsende Akzeptanz von Augenlaserkorrekturen.

In Asien, insbesondere China, besteht großes Wachstumspotenzial. Der chinesische Markt wird durch eine hohe Nachfrage nach refraktiven Augenoperationen gestützt, da die Myopie-Raten in der Region stark ansteigen. Staatliche Unterstützung und eine wachsende Mittelschicht tragen zu einer verstärkten Marktdurchdringung bei, wobei China als ein zentraler Treiber für die globale Nachfrage nach Excimer- und Femtosekundenlasern gilt. Auch Länder wie Japan und Südkorea verzeichnen bedeutende Marktanteile, insbesondere in hochentwickelten medizinischen Technologien.

In Südamerika und dem Nahen Osten entwickelt sich der Markt langsamer, bietet jedoch Potenzial durch wachsende Investitionen in medizinische Infrastruktur und zunehmende Nachfrage nach erschwinglichen Augenoperationen. Besonders in städtischen Regionen Südamerikas wird eine wachsende Nachfrage nach diesen Lasersystemen erwartet.7

Zu den größten Hemmnissen für die Unternehmensentwicklung in der deutschen Medizintechnik gehören MDR-Themen (MDR = Medical Device Regulation) sowie die Kostensteigerungen in Verbindung mit der notwendigen Innovationsdynamik und umfangreicheren Zulassung von Produkten in relevanten Märkten. Weitere Faktoren sind der Fachkräftemangel und Unsicherheiten bei Zulieferern und Lieferketten. Die Hemmnisse durch die MDR bleiben jedoch ein beherrschendes Thema.8

Im Jahr 2023 erwirtschaftete die deutsche Gesundheitswirtschaft eine Bruttowertschöpfung von rund 435,5 Milliarden Euro, was einem bedeutenden Anteil von etwa 11,5 % er Bruttowertschöpfung der Gesamtwirtschaft Deutschlands entspricht.9 Diese Zahl unterstreicht die zentrale Rolle der Gesundheitswirtschaft in der deutschen Volkswirtschaft und zeigt eine kontinuierliche Stabilität und Wachstumsdynamik in diesem Sektor.

2.2. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind für SCHWIND die Gesamtleistung und das Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern (EBITDA) sowie das Ergebnis vor Ergebnisabführung.

Die Gesamtleistung (ohne Sondereffekt aus sonstigen betrieblichen Erträgen über 0,2 Mio.€) lag im Geschäftsjahr bei 100,2 Mio.€ (Vorjahr 83,4 Mio.€ ohne Sondereffekt aus sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 0,2 Mio.€). Das ausgewiesene EBITDA lag mit 25,8 Mio.€ über dem Vorjahreswert von 21,3 Mio.€.

Das Ergebnis des Geschäftsjahres betrug vor vollständiger Gewinnabführung an die Schwind Expansion GmbH 16,6 Mio.€ (Vorjahr 14,3 Mio.€) und liegt unter dem Planwert des Lageberichts im Vorjahr in Höhe von 19 bis 21 Mio.€. Grund hierfür sind vor allem höhere nicht geplante Umfänge der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Bereich der Rechts- und Beratungskosten, Zunahme der betrieblichen Aufwendungen sowie der temporären personellen Einbindung externer Ressourcen im Zusammenhang mit der positiven Geschäftsentwicklung.

Der im Lagebericht 2022/2023 prognostizierten Wert der Gesamtleistung im Bereich von 95 Mio.€ konnte im abgeschlossenen Geschäftsjahr mit 100,5 Mio.€ (davon Umsatzerlöse in Höhe von 96,9 Mio.€) auf Grund besserer Absatzahlen von Lasersystemen und Serviceleistungen überschritten werden.

Der im Lagebericht 2022/2023 avisierte Wert zum EBITDA im Bereich von 28 Mio.€ wurde mit 25,8 Mio.€ nicht erreicht. Wesentlich hierfür ist die gestiegene Kostenstruktur durch Einbindung temporärer externer Ressourcen.

2.3. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Wir setzen uns für eine ständige Verbesserung der Qualität unserer Produkte sowie der Umweltleistungen und der Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter ein. Die Erreichung dieser Ziele erfolgt anhand konkreter HSE-Kennzahlen (Health-Safety and Environment), die durch uns identifiziert, erfasst und ausgewertet werden. Als wesentlicher nicht-finanzielle Leistungsindikator sind hier insbesondere die Anzahl der meldepflichtigen Unfälle aufzuführen sowie die Umsetzung von Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen vor dem Hintergrund der EU-Medizinprodukte-Verordnung (Medical Device Regulation - kurz: MDR).

Im Geschäftsjahr lagen 4 meldepflichtige Unfälle vor (Vorjahr 3), womit der avisierte Wert von 0 überschritten wurde. Im Geschäftsjahr wurden externe Fortbildungsmaßnahmen im Umfang von 132,7 T€ (Vorjahr 86,8 T€) wahrgenommen.

2.4. Geschäftsverlauf

Umsatz und Auftragsentwicklung

Im Berichtszeitraum weist SCHWIND eine Gesamtleistung von 100,5 Mio.€ (Vorjahr 83,5 Mio.€) aus. Darin enthalten ist eine aktivierter Eigenleistungswert in Höhe von 2,2 Mio.€ (Vorjahr 2,8 Mio.€).

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im abgeschlossenen Geschäftsjahr 0,2 Mio.€ (Vorjahr 0,2 Mio.€) wesentlich Erträge aus Fördermittel.

Im Berichtszeitraum erwirtschaftete SCHWIND eine Gesamtleistung (ohne sonstige betriebliche Erträge) von 100,2 Mio.€ (Vorjahr 83,4 Mio.€ ohne Exitbonus), was einer Steigerung von 20,1% entspricht. Ursächlich für den Anstieg der Gesamtleistung war insbesondere eine höhere mengenbezogene Nachfrage der Lasersysteme sowie eine Ausweitung der Umsatzbasis im Servicegeschäft.

Bei gestiegener Gesamtleistung (ohne sonstige betriebliche Erträge) ergibt sich eine Materialaufwandsquote von 42,7 % (Vorjahr 43,6 %) und es wurde ein Rohertrag von 57,6 Mio.€ (Vorjahr 47,0 Mio.€) erzielt. Bei gestiegenen Personalaufwendungen auf 17,0 Mio.€ (Vorjahr 13,7 Mio.€) und erhöhten sonstigen Aufwendungen über 14,7 Mio.€ (Vorjahr 12,1 Mio.€) weist die Gesellschaft ein EBITDA von 25,8 Mio.€ (Vorjahr 21,3 Mio.€) aus.

Die Umsatzerlöse in Höhe von 96.855 T€ (Vorjahr 79.864 T€) entfallen in Höhe 67% (Vorjahr 78%) auf das Produktsegment Laser/Diagnostik und in Höhe von 33% (Vorjahr 22%) auf Umsatzerlöse aus Service- bzw. Wartungsverträgen und Ersatzteil- und Verbrauchsmaterialgeschäft.

Der Exportanteil der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023/2024 umfasst ca. 96% (Vorjahr ca. 95%). Ende Juni 2024 lag der erfasste Auftragsbestand bei 29,6 Mio.€ (Vorjahr 29,2 Mio.€).

Ergebnisentwicklung

Die Materialaufwandsquote lag in Bezug zur Gesamtleistung ohne sonstige betriebliche Erträge bei 42,7 % (Vorjahr 43,6 %).

Der ausgewiesen Personalaufwand betrug im Berichtszeitraum 17.027 T€ (Vorjahr 13.728 T€) bei einer Mitarbeiterzahl von durchschnittlich 204 Mitarbeitern (Vorjahr 169 Mitarbeiter). Die entsprechende Personalaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung ohne sonstige betriebliche Erträge liegt bei 17,0% (Vorjahr 16,5%).

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres auf das Anlagevermögen entfallen wie im Vorjahr im Wesentlichen auf die immateriellen Vermögensgegenstände sowie den aktivierten Goodwill (Firmenwert). Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich der Abschreibungsbetrag von 7.130 T€ auf 8.404 T€.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 14.739 T€ (Vorjahr 12.103 T€). Diese entfielen im Wesentlichen auf Mietkosten, Vertriebskosten, Marketingkosten, Forschung und Entwicklung sowie auf Beratungskosten. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus erhöhten Aufwendungen für Messe- und Marketingmaßnahmen sowie leistungsbedingten Vertriebs- und Dienstleistungskosten.

Das EBITDA liegt bei 25,8 Mio.€ (Vorjahr 21,3 Mio.€), das Betriebsergebnis (EBIT - Earnings before interest and taxes) wird mit 17,4 Mio.€ (Vorjahr 14,2 Mio.€) ausgewiesen. Für das Geschäftsjahr ergibt sich ein Ergebnis von 16.620 T€ vor Gewinnabführung (Vorjahr 14.315 T€).

Vor dem Hintergrund der weltwirtschaftlichen sowie geopolitischen Spannungen, dem Risiko von Instabilitäten durch ein erhöhtes Zinsniveau zur Refinanzierung bei Geschäftspartners jedoch auf Basis der intensiven Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten und der soliden Marktpositionierung, ist die Geschäftsentwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres insgesamt als positiv zu beurteilen, indem die angestrebte Zunahme der Gesamtleistung (Budget für das Geschäftsjahr 2023/2024 lag im Bereich von 96 Mio.€) realisiert wurde. Die angestrebte Steigerung des EBITDA (Budget für das Geschäftsjahr 2023/2024 lag im Bereich 30 Mio.€) konnte auf Grund angefallener ungeplanter Einmalkosten mit einem erzielten Wert von 25,8 Mio.€ nicht vollumfänglich erreicht werden.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzstruktur der Gesellschaft ist durch einen hohen Bestand an immateriellen Vermögensgegenständen aufgrund einer gesellschaftsrechtlichen Transaktion im Jahr der Gründung der SCHWIND (Rumpfgeschäftsjahr 2016/17 - Erwerb der Anteile an der ehemaligen SETS KG im Geschäftsjahr 2016/17 und ihrer ehemaligen Komplementär GmbH sowie die anschließende Anwachsung der SETS KG an die SCHWIND) geprägt.

Die Bilanzsumme der SCHWIND eye-tech-solutions zum 30.06.2024 beläuft sich auf 96,7 Mio.€ (Vorjahr 93,5 Mio.€).

Das Anlagevermögen beläuft sich zum Stichtag auf 31,3 Mio.€ (Vorjahr 31,9 Mio.€). Darin sind insbesondere immaterielle Vermögengenstände mit 19,7 Mio.€ (Vorjahr 22,3 Mio.€) enthalten, deren Restbuchwerte durch planmäßige Abschreibungen kontinuierlich zurückgehen und insofern reduzierend auf die Bilanzsumme wirken.

Einschließlich der Finanzanlagen ergibt sich eine Anlageintensität des Anlagevermögens von 32,3 % (Vorjahr 34,0 %).

Zum 30.06.2024 weist die Gesellschaft bilanzielle Vorräte einschließlich geleisteter Anzahlungen im Umfang von 19,6 Mio.€ (Vorjahr 16,7 Mio.€) aus. Die Erhöhung über 2,9 Mio.€ resultiert wesentlich aus der Zunahme an Beständen der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen mit plus 2,8 Mio.€. Die geleisteten Anzahlungen über 1,8 Mio.€ (Vorjahr 2,8 Mio.€) begründen sich in dem Sachverhalt der langfristigen Versorgungsabsicherung von Zukaufteilen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen zum Stichtag 38,5 Mio.€ (Vorjahr 39,9 Mio.€). Darin enthalten sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 28,4 Mio.€ (Vorjahr 26,6 Mio.€) und Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 9,7 Mio.€ (Vorjahr 13,2 Mio.€). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten mittelfristige Forderungen mit einer Laufzeit von größer einem Jahr von ca. 2,5 Mio.€ (Vorjahr 3,3 Mio.€), die zum Barwert angesetzt sind.

Die Umlaufvermögensintensität (Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) liegt bei 67 % (Vorjahr 66 %).

Das Eigenkapital bleibt auf Grund der verbuchten Gewinnabführung unverändert bei 63,2 Mio.€ (Vorjahr 63,2 Mio.€). Die Eigenkapitalquote beträgt zum 30.06.2024 65,3 % (Vorjahr 67,5 %).

Die Rückstellungen für Pensionen und Steuerrückstellungen liegen zum Berichtszeitpunkt bei 0,7 Mio.€ (Vorjahr 0,4 Mio.€). Die übrigen Rückstellungen in Höhe von 5,4 Mio.€ (Vorjahr 4,5 Mio.€) beinhalten hauptsächlich personalbedingte Rückstellungen in Höhe von 3,4 Mio.€ (Vorjahr 2,9 Mio.€) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen über 2,0 Mio.€ (Vorjahr 1,3 Mio.€).

Die Verbindlichkeiten in Höhe von 25,9 Mio.€ (Vorjahr 24,4 Mio.€) umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 8,3 Mio.€ (Vorjahr 8,4 Mio.€), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen über 16,6 Mio.€ (Vorjahr 15,3 Mio.€) wesentlich resultierend aus Gewinnabführung und übrige Verbindlichkeiten in Höhe von 1,0 Mio.€ (Vorjahr 0,7 Mio.€).

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten liegen zum 30.06.2024 nicht vor.

Liquidität

Die liquiden Mittel des Unternehmens liegen am Bilanzstichtag bei 6,8 Mio.€ (Vorjahr 4,8 Mio.€). Der Gesellschaft stehen im Rahmen der operativen Sicherstellung der Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen und Investitionsmaßnahmen bei Bedarf, über den in der Muttergesellschaft Schwind Expansion GmbH zu diesem Zweck gewährten und zum Bilanzstichtag nicht voll in Anspruch genommen Gesamtkreditrahmen in Höhe von 137,5 Mio.€, ausreichend weitere Finanzmittel von bis zu 30 Mio.€ zur Verfügung. Die Kreditvereinbarung ist auf Ebene der Schwind Expansion GmbH kontrahiert, wobei SCHWIND eye-tech-solutions GmbH selbst als unmittelbare Vertragspartei die Möglichkeit hat den beschriebenen noch ausstehenden Rahmen abzurufen. Die Finanzierung der operativen Tätigkeiten sowie der gewöhnlichen Sachinvestitionen der Gesellschaft erfolgt grundsätzlich über den Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit.

Investitionen

Eigene Aufwendungen im Bereich der aktivierbaren Eigenleistungen wurden in Höhe von 2,2 Mio.€ (Vorjahr 2,8 Mio.€) aktiviert. Im Fokus stehen dabei die Produktentwicklungen zur Erschließung neuer Märkte einhergehend mit der Gewinnung neuer Kunden sowie die Entwicklung neuer Systemlösungen als zukünftige Umsatz- und Ertragsträger.

Leih- und Demogeräte zur Erprobung der Produktpalette durch den Kunden werden aktiviert und über die Nutzungsdauer abgeschrieben.

Investitionen in Sachanlagen betreffen hauptsächlich die Anschaffung von Werkzeugen und Maschinen für eine neue Produktsparte.

Im Geschäftsjahr erfolgten Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 3,4 Mio.€ (Vorjahr 4,1 Mio.€) und in Sachanlagen in Höhe von 5,4 Mio.€ (Vorjahr 3,7 Mio.€).

3. Prognosebericht

Der Prognose- Chancen- und Risikobericht beinhalten jeweils zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf derzeitigen Erkenntnissen, Einschätzungen und Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Unsicherheiten und Risiken. Viele Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereiches des Unternehmens liegen, beeinflussen den Geschäftsverlauf und dessen Ergebnisse. Sie können dazu führen, dass der tatsächliche, von dem für die Zukunft prognostizierten Geschäftsverlauf des Unternehmens abweicht.

Laut Internationalen Währungsfonds (IWF)- Prognose wird das reale BIP im laufenden Jahr 2024 in den Industriestaaten um rund 1,7 % gegenüber dem Vorjahr wachsen. Für das kommende Jahr 2025 wird ein Wirtschaftswachstum von rund 1,8 % erwartet. In Schwellen- und Entwicklungsländern ist das Wachstum stärker und beträgt im laufenden Jahr 2024 laut Prognosen rund 4,3 Prozent.10 Die Wachstumsperspektiven Deutschlands haben sich laut IWF zum Zeitpunkt der Berichterstellung immer noch nicht aufgehellt. Der IWF rechnet für 2024 weiterhin mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 % gegenüber dem Vorjahr.11

Das geschätzte durchschnittliche jährliche Wachstum (CAGR) des globalen Medizintechnikmarktes für den Zeitraum 2024 bis 2032 liegt zwischen 5,5 % und 7 %, abhängig von der jeweiligen Quelle. Laut einem Bericht von Fortune Business Insights wird der Markt von 542,21 Milliarden USD im Jahr 2024 auf etwa 886,80 Milliarden USD im Jahr 2032 wachsen, was einem CAGR von 6,3 % entspricht.12 Andere Schätzungen, wie von Mordor Intelligence, prognostizieren ein etwas höheres Wachstum von 6,99 % bis 2029, während Global Insight Services einen CAGR von 5,5 % für 2024-2033 angibt​.13

Zunehmende Lebenserwartung der Weltbevölkerung und zunehmende Gesundheitsbedürfnis mit damit verbunden Betreuungsaufwand der Menschen bewirken eine Steigerung des Bedarfs an MedTech-Produkten.

Gesamtleistung, EBITDA und Ergebnis vor Ergebnisabführung

SCHWIND erwartet auf Basis der Unternehmensplanung mittelfristig und unabhängig von jährlichen Schwankungen, dass der für das Unternehmen relevante Markt der ophthalmologischen Anwendungen weiter wachsen wird. Die mittel- und langfristigen Wachstumsziele der SCHWIND eye-tech-solutions GmbH sind von der erfolgreichen Einführung neuer Produktgenerationen und einer schnellen Marktpenetration abhängig. Dabei gilt es sowohl die bestehenden Chancen hinsichtlich einer systematischen Internationalisierung als auch die Ziele zur Verbesserung der Leistungskraft des Unternehmens konsequent umzusetzen. Auch in Zukunft wird diese Unternehmensstrategie weiterverfolgt und bildet die Grundlage für die Erreichung der Unternehmensziele und den Bestand des Unternehmens.

Die Gesellschaft erwartet im Geschäftsjahr 2024/2025 auf Grundlage der weiter umzusetzenden Markteinführung einer neuen Lasergeneration eine Steigerung im Gesamtergebnis und im EBITDA. Die zugehörigen Prognosen sind im folgenden Abschnitt angegeben.

SCHWIND plant mit einer Gesamtleistung im Bereich von 108-120 Mio.€ (Vorjahr 95 Mio.€) und mit einem EBITDA im Bereich von 35-39 Mio.€ (Vorjahr 28 Mio.€).

Die Entwicklung der Umsatz- als auch der Ertragslage ist wesentlich von der weltweiten geopolitischen Entwicklung und den damit verbundenen Marktrestrektionen und ggf. erschwerten Marktzugängen und -bearbeitungsmöglichkeiten abhängig. Vor dem Hintergrund dieser marktbeeinflussenden Situation wird weltweit mit einer teilweise weiterhin schwierigen jedoch in den für SCHWIND relevanten Kernmärkten stabilen Marktdynamik im Bestandsgeschäft gerechnet.

Unter Berücksichtigung geplanter zunehmender Aufwendungen wird mit einem Ergebnis vor Gewinnabführung im Bereich von 26,5 bis 29,5 Mio.€ (Vorjahr 19 bis 21 Mio.€) gerechnet.

Personal

Am 30. Juni 2024 waren im Unternehmen 217 (Vorjahr 188) Mitarbeiter und Auszubildende beschäftigt.

Die Rekrutierung und Ausbildung eigener Fach- und Führungskräfte stellen eine wichtige Basis für die Zukunftssicherung und den künftigen Erfolg des Unternehmens dar. Aus diesem Grund halten wir das Ausbildungsangebot und geben Möglichkeiten von Praktika sowie nebenberuflicher Qualifikation. Auch die Schulung, Qualifizierung und Weiterbildung der Mitarbeiter stehen im Fokus. Das Unternehmen sieht sich verpflichtet, ein sicheres Arbeitsumfeld zu schaffen sowie Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten.

Im Zuge der Unfallvermeidung wird die Anzahl der meldepflichtigen Unfälle von Null angestrebt.

4. Chancen- und Risikobericht

4.1. Chancen

Das Erkennen von Chancen ist eine fortwährende Aufgabe des Managements, um einen langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern. Es ergeben sich Chancen durch die Einbindung und Kombination von technischen und technologischen Neuerungen, die Weiter- und Neuentwicklung von Produkten in bestehenden und neu zu erschließenden Märkten sowie die Manifestierung und Erhöhung des Kundenutzens durch qualitativ hochwertige Produkte und intensive Marktbegleitung.

Durch internationale Marktpräsenz, eine intensive Wettbewerbsbeobachtung und hohen Grad an Kundenähe ergeben sich fortlaufend Chancen zur Identifikation von Potenzialen.

Produktinnovationen

Durch eigene Produktinnovationen und durch einen hohen Anspruch an Zuverlässigkeit und Qualität der Applikationen sieht die Gesellschaft Chancen, die Stellung im Markt auszubauen und Wachstumsziele zu realisieren.

Zu dieser Erwartungshaltung trägt die eingeleitete Markteinführung des Femtosekundenlasers besonders bei.

Entwicklungstätigkeiten

Ein wichtiger Baustein ist die fortdauernde Marktdurchdringung und langfristige Kundenbindung. Mit der erfolgreichen Fokussierung und anhaltenden Intensivierung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten können Kunden auch in Zukunft innovative Produkte angeboten und Märkte mitgestaltet werden.

Qualitätsmanagement

Dem Qualitätsmanagement von SCHWIND wird in jährlichen Audits durch mdc medical device certification GmbH, Stuttgart, ein wirksames Qualitätsmanagementsystem im Umfeld des Medizinprodukte-Sektors bescheinigt. Das firmeneigene Konformitätsbewertungsverfahren nach den Kriterien der CE-Kennzeichnung gewährleistet die Sicherheit bestehender und die Zertifizierung neuer Produkte. Ein hoher Grad der Implementierung des Qualitätsmanagementsystems ermöglicht die kontinuierliche Optimierung marktbezogener und innerbetrieblicher Abläufe und Prozesse.

4.2. Risikomanagement und Risikoberichterstattung

Die Aufgabe des Risikomanagements ist es, Risiken beherrschbar zu machen. Dazu gehört die Identifikation von Risiken, die Bewertung derselben und der verantwortungsvolle Umgang damit. Die Gesellschaft hat ein Steuerungs- und Kontrollsystem implementiert, in dessen Kern ein detailliertes Berichtswesen und ein nach ISO 13485 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem stehen. Dieses erweitert und überprüft die Gesellschaft fortlaufend. Aktuell wird an der Implementierung eines zu formalisierenden Risikoregisters auf Basis der im QM-System verankerten Risikomanagementmethodik gearbeitet. Entsprechend soll das bestehende Risikomanagementsystem ausgebaut werden.

Das Unternehmen unterliegt in seinem Geschäft einer Vielzahl von Risiken, deren Eintreten die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage negativ beeinflussen können. Infolgedessen ist es möglich, dass für die Zukunft definierte Ziele verfehlt werden.

Technologische Risiken

Die Gesellschaft bewegt sich in einem oligopolistisch geprägten Marktumfeld mit relativ wenigen Anbietern bei einer weltweit bestehenden Nachfrage. Aufgrund von Innovationen von Wettbewerbern bzw. ausbleibender eigener Entwicklungen und möglicher geringer Markteintrittsbarrieren für neue Produkte könnte das Unternehmen Marktanteile verlieren und so seine Wettbewerbsposition verschlechtern.

Finanzielle Risiken

Die Finanzsituation wird als stabil betrachtet. Die liquiden Mittel decken die kurzfristigen Verbindlichkeiten der Gesellschaft vollständig ab. Den gegenüber Kunden gewährten Zahlungszielen wird durch ein intensives Forderungsmanagement Rechnung getragen, um möglichen Ausfallrisiken entgegenzuwirken. Dennoch ergeben sich auch bei etwaigen internationalen regulatorischen Kapitalverkehrskontrollen auf Grund des international Kundenportfolios der Gesellschaft potenzielle Risiken im Ausgleich offener Forderungen. Ferner begründet sich ein erfolgreiches Forderungsmanagement in der finanziellen Stabilität der Kunden.

Zur Verifizierung etwaiger finanzieller Risiken erfolgt jährlich für die Folgejahre eine Umsatz- und Ergebnisplanung sowie Investitionsplanung, die im monatlichen Reporting der Ist-Situation eingebunden ist.

Beschaffungsrisiken

SCHWIND eye-tech-solutions GmbH nutzt für die Herstellung seiner Produkte wesentliche Teile seiner Komponenten von spezialisierten Lieferanten, welche sich regelmäßig einer Qualifizierung unterziehen müssen. Mit diesen Firmen bestehen langfristige Liefer- und Rahmenverträge, um so evtl. eintretende Lieferengpässe zu vermeiden. Das Unternehmen arbeitet daran, Lieferketten zu sichern und Abhängigkeiten zu reduzieren.

Rechtliche Risiken, Patente und geistiges Eigentum

In Anbetracht des hohen Innovationsgrades der Gesellschaft hängt die Wettbewerbsfähigkeit und Marktpositionierung vom Schutz der technologischen Innovation gegen die Nutzung dieser durch Dritte ab. Innovationsfähigkeit und schnelle Produktentwicklung sind wesentliche Wettbewerbsfaktoren. Insofern ist es nicht unüblich und auszuschließen, dass gegen Marktakteure - insbesondere in Zusammenhang mit Produktneuheiten - Patentklagen durch andere Marktteilnehmer eingereicht und geltend gemacht werden.

SCHWIND begegnet diesem Risiko aktiv durch Investitionen im Bereich der Forschung und Entwicklung von Produkten und Verfahren zur Entwicklung mit technologischem Vorsprung. Die Geschäftsführung geht momentan in keinem Fall von einer Verletzung von Patenten Dritter durch die Gesellschaft aus. Das Management analysiert ferner kontinuierlich die Markt- und Konkurrenzsituation und kritische Erfolgsfaktoren des Unternehmens.

4.3. Gesamteinschätzung der Chancen und Risiken

Obwohl die Anzahl der dargestellten Risiken höher ist als die der identifizierten konkreten Chancen, schätzt die Geschäftsführung die Verteilung von Risiken und Chancen zum Zeitpunkt der Berichtserstellung, wie bereits im Vorjahr, weiterhin als ausgewogen ein. Auf Grund geopolitischer Entwicklungen bestehen mögliche Einschränkungen in Bezug auf eine intensive und begleitende Marktbearbeitung und Dynamisierung der geplanten Umsatzentwicklung.

Die Geschäftsführung sieht dennoch die Handlungsfähigkeit des Unternehmens auf Grund seiner Steuerungs- und Kontrollsysteme nicht gefährdet und damit in der Folge keine grundlegenden Risiken, die den Fortbestand der Unternehmen stark negativ beeinflussen können.

Aus Sicht der Geschäftsführung sind zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts keine Risiken erkennbar, die allein oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Die Gesamtrisikosituation hat sich im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr nicht wesentlich verändert.

 

Kleinostheim, den 6. November 2024

SCHWIND eye-tech-solutions GmbH

Geschäftsführung

Domenic von Planta

1 Jahreswirtschaftsbericht des Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), Februar 2024, S.10
2 vgl. BDI | Research | QI-2024: Quartalsbericht Deutschland; https://issuu.com/bdi-berlin/docs/20240306_research_bdi_quartalsbericht_deutschland_
3 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2024/10/13-konjunktur-wirtschaftliche-entwicklung-zweites-quartal.html
4 vgl. https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2024/08/10-konjunktur-wirtschaftliche-lage.html
5 vgl. ifo Konjunkturprognose Sommer 2024: ifo Schnelldienst Sonderausgabe Juni 2024, S. 5
6 https://www.conference-board.org/publications/AP-TCB-CHINA-Global-Economic-Outlook-2024-China-Edition-November-2023
7 vgl. , https://www.marketresearchupdate.com/industry-growth/excimer-and-femtosecond-ophthalmic-lasers-market-size-by-type-225128
8 https://www.bvmed.de/de/branche/standort-deutschland/lage-der-branche
9 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Textsammlungen/Branchenfokus/Wirtschaft/branchenfokus-gesundheitswirtschaft.html
10 vgl. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157924/umfrage/prognose-zum-bip-wachstum-in-ausgewaehlten-laendern-und-regionen/
11 https://de.statista.com/infografik/23188/iwf-prognose-zur-veraenderung-des-realen-bip/
12 https://www.fortunebusinessinsights.com/industry-reports/medical-devices-market-100085
13 https://www.mordorintelligence.com/industry-reports/global-medical-device-technologies-market-industry; https://www.globalinsightservices.com/reports/medical-devices-market/

Bilanz zum 30. Juni 2024

Aktiva

30.06.2024
30.06.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.919.681 3.564.419
2. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werte 7.671.781 9.934.696
3. Geschäfts- oder Firmenwert 5.916.382 8.206.595
4. geleistete Anzahlungen 1.203.786 592.895
19.711.630 22.298.605
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.383.688 1.334.154
2. technische Anlagen und Maschinen 8.333.037 5.444.865
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.404.515 1.372.609
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 292.679 604.036
11.413.919 8.755.663
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 15.000 15.000
2. Beteiligungen 162.823 819.269
177.823 834.269
31.303.372 31.888.537
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.589.086 8.818.402
2. unfertige Erzeugnisse 3.860.745 2.937.883
3. fertige Erzeugnisse 2.335.585 2.100.895
4. geleistete Anzahlungen 1.801.061 2.813.517
19.586.477 16.670.698
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 28.360.205 26.638.044
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.667.165 13.151.281
3. sonstige Vermögensgegenstände 462.278 81.029
38.489.647 39.870.354
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.774.354 4.769.184
64.850.478 61.310.236
C. Rechnungsabgrenzungsposten 591.075 337.979
96.744.926 93.536.752

Passiva

30.06.2024
30.06.2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 101.000 101.000
II. Kapitalrücklage 55.027.201 55.027.201
III. Gewinnvortrag 8.039.041 8.039.041
63.167.242 63.167.242
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 358.585 346.138
2. Steuerrückstellungen 380.000 59.351
3. sonstige Rückstellungen 5.396.865 4.518.423
6.135.450 4.923.912
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 130.527 401.207
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.276.130 8.438.824
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.620.385 15.349.270
4. sonstige Verbindlichkeiten 850.807 236.179
(davon aus Steuern € 240.560,58; Vorjahr € 26.902,73)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 204.059,32; Vorjahr € 3.153,69)
25.877.848 24.425.480
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.564.386 1.020.118
96.744.926 93.536.752

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis 30. Juni 2024

1.07.2023 - 30.06.2024
1.07.2022 - 30.06.2023
1. Umsatzerlöse 96.855.072 79.863.727
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.157.552 689.677
3. andere aktivierte Eigenleistungen 2.201.329 2.830.567
4. sonstige betriebliche Erträge 239.107 171.595
100.453.060 83.555.566
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -42.759.702 -36.190.859
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -116.581 -161.771
-42.876.283 -36.352.630
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -14.464.529 -11.686.592
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.446.346 -2.041.674
(davon für Altersversorgung € 86.682; Vorjahr € 79.815)
-16.910.875 -13.728.266
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -8.403.627 -7.130.471
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -14.855.127 -12.146.425
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 30.299 5.053
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen -656.446 0
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
(davon aus der Abzinsung € -4.048; Vorjahr € -25.006) -5.396 -32.793
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
(davon Ertrag latente Steuern € 0; Vorjahr Ertrag latente Steuern € 180.616) -140.649 156.596
13. Ergebnis nach Steuern 16.634.956 14.326.630
14. sonstige Steuern -14.571 -11.783
15. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -16.620.385 -14.314.847
16. Jahresüberschuss 0 0

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/2024

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS UND ZU DEN BILANZIERUNGS UND BEWERTUNGSMETHODEN

Allgemeine Angaben

Die SCHWIND eye-tech-solutions GmbH (SETS GmbH) hat ihren Sitz in 63801 Kleinostheim. Sie ist beim Registergericht in Aschaffenburg unter der Nummer HRB 14160 eingetragen.

Seit Februar 2022 werden alle Anteile der Gesellschaft von der Schwind Expansion GmbH, Kleinostheim, gehalten. Die Schwind Expansion GmbH ist beim Amtsgericht Aschaffenburg unter HRB 16754 registriert. Zwischen der SCHWIND eye-tech-solutions GmbH als Organgesellschaft und der Schwind Expansion GmbH als Organträgerin besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag 30. Juni 2024 die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Die Gesellschaft hat ein vom Kalenderjahr abweichendes Geschäftsjahr.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren (275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (EUR, %, usw.) auftreten. Der Jahresabschluss wird in EUR aufgestellt. Die Beträge werden in Tausend Euro (T€) angegeben.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2023/24 angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden sind unverändert beibehalten. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Mit dem Wechsel in der Gesellschafterstruktur wurde die Inanspruchnahme des Wahlrechts des § 248 Abs. 2 HGB vorgegeben, wonach künftig selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände (Eigenentwicklungen) bei Vorliegen der Voraussetzungen aktiviert werden sollen.

Die selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten angesetzt, in die Pflichtbestandteile und angemessene Teile der Gemeinkostenstruktur gem. § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB i.V.m. § 255 Abs. 2a HGB einbezogen werden. Die Abschreibung erfolgt auf Basis eines pauschalierten Ansatzes linear über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (3 bis 10 Jahre), bewertet. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3-4 HGB über einen Zeitraum von zehn Jahren linear (typisierte Nutzungsdauer unter Berücksichtigung von Erfahrungswerten zu Produktlebenszyklen) abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. In die Herstellungskosten werden die Pflichtbestandteile gem. § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB und angemessene Teile der Gemeinkostenstruktur einbezogen. Die Abschreibungen erfolgen linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer (3 bis 14 Jahre). Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden zum Nennbetrag bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden bis zu einem Wert von EUR 800 sofort voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauernder oder vorübergehender Wertminderung werden Abschreibungen vorgenommen.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. In die Herstellungskosten werden die Pflichtbestandteile gem. § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB und angemessene Teile der Gemeinkostenstruktur einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Ermittlung der Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dem Ausfall- und Kreditrisiko durch Pauschalwertberichtigungen unter Berücksichtigung der Fälligkeitsstruktur und Einzelwertberichtigungen auf die Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen. Die Wertberichtigungsquote beträgt 1,7% (Vorjahr 1,3%). Langfristige unverzinsliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Barwert angesetzt.

Die flüssigen Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bewertet.

Die Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Sie werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 HGB). Als Bewertungsverfahren wurde die „Projected Unit Credit“ (PUC) Methode verwendet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag und erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen mit dem Nennbetrag der zugeflossenen Anzahlung angesetzt.

Die ausschließlich kurzfristigen, auf fremde Währungen lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Erlöse aus Wartungsverträgen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Latenzierung von temporären Differenzen auf Ebene der Gesellschaft entfällt, weil die SETS GmbH ab dem Geschäftsjahr 2022/2023 in eine ertragssteuerliche Organschaft mit der Schwind Expansion GmbH als Organträgerin eingebunden ist.

Bei den Posten für immaterielle Vermögensgegenstände sowie den Pensions- und sonstigen Rückstellungen bestehen temporäre Differenzen zwischen der Handels- und Steuerbilanz. Die Bildung von passiv latenten Steuern entfällt aus oben genannten Gründen auf Ebene der SCHWIND eye-tech-solutions.

II. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN UND VERLUSTRECHNUNG

Bilanz

Die Aufgliederung der Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023/24 ist als Anlage zum Anhang dargestellt.

Die selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände unterliegen grundsätzlich der Ausschüttungssperre, die aufgrund der vorliegenden frei verfügbaren Rücklagen jedoch nicht greift.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz) - d.h. die Unternehmen, von denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mindestens 20 % der Anteile besitzt - setzen sich wie folgt zusammen:

Gesellschaft Anteil Summe Eigenkapital inkl. Rücklagen Ergebnis
% 30.06.2024
TEUR
30.06.2023
TEUR
2023/24
TEUR
SCHWIND FRANCE EYE TECH SOLUTIONS SARL, Dietviller/Frankreich 100 1.149 979 170

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben insgesamt Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 2.529 T€ (Vorjahr 3.031 T€) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 9.667 T€ (Vorjahr 13.151 T€), davon entfällt der überwiegende Teil (9.661 T€) auf Forderungen gegenüber der Schwind Expansion GmbH als Gesellschafter. Die Forderungen resultieren im Wesentlichen aus der umsatzsteuerlichen Organschaft und Liquiditätsmanagement.

Die Kapitalrücklage der Gesellschaft liegt wie im Vorjahr bei 55.027 T€ und der verbliebene Gewinnvortrag aus vororganschaftlicher Zeit beträgt wie im Vorjahr 8.039 T€.

Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen berücksichtigt:

Durchschnittlicher Marktzins von 1,84 % p.a. (Vorjahr 1,80 % p.a.) für eine Laufzeit von 10 Jahren

Entgelttrend von 3 % p.a. (Vorjahr 3 % p.a.)

Rententrend von 1,75 % p.a. (Vorjahr 1,75 % p.a.)

Biometrische Wahrscheinlichkeiten nach Dr. Klaus Heubeck „Richttafeln 2018G“ (Vorjahr „Richttafeln 2018G“).

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,84 % p.a.) und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,86 % p.a.) ist in jedem Geschäftsjahr zu ermitteln und beträgt zum Bilanzstichtag 1 T€ (Vorjahr 11 T€). Eine Ausschüttungssperre besteht aufgrund der frei verfügbaren Rücklagen nicht.

Die Steuerrückstellungen 380 T€ (Vorjahr 59,3 T€) entfallen auf eine durchgeführte aber noch nicht final abgeschlossene gewerbesteuerliche Außenprüfung, in deren Rahmen mit einer korrespondierenden Nachzahlung gerechnet wird.

Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

30. Juni 2024 30. Juni 2023
T€ T€
Personal 2.979 2.415
Provisionen 585 182
Jahresabschlusserstellung und -prüfung 125 103
Jubiläumszuwendungen 462 441
Garantie und Gewährleistung 367 280
Archivierungskosten 113 113
Rechts- und Beratungskosten 150 305
Übrige Rückstellungen 616 679
5.397 4.518

Bei der Ermittlung der Rückstellung für Altersteilzeit werden die zu zahlenden Aufstockungsbeträge ratierlich ab Vertragsabschluss bis zum Ende der Beschäftigungsphase angesammelt, da bei der SETS GmbH die Altersteilzeitvereinbarungen als zusätzlicher Entgeltbestandteil zur Honorierung der Betriebszugehörigkeit gesehen werden.

Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung Rückstellung für Altersteilzeit berücksichtigt:

Berücksichtigung der Biometrie pauschal mittels einer Gewichtung von 98 %.

Abzinsung mit 1,29 % (Vorjahr 0,88% p.a.)

Berücksichtigung der Aufstockungsbeträge im Sinne von § 3 Abs.1 Nr. 1 a und b Altersteilzeitgesetz

Der ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen aus Altersteilzeitzusagen dienende, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger durch Verpfändung entzogene Rückdeckungsversicherungsanspruch (Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurde mit seinem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 220 T€ (Vorjahr 0 T€) mit den Verpflichtungen in gleicher Höhe verrechnet.

Die Anschaffungskosten sowie der Zeitwert bestimmen sich nach dem geschäftsmäßigen Deckungskapital zuzüglich der Überschussbeteiligung. Die verrechneten Zinsaufwendungen und -Erträge belaufen sich auf 7 T€ (Vorjahr 0 T€). Eine Verrechnung ist mangels Wesentlichkeit unterblieben.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung für Altersteilzeit nach handelsrechtlicher Maßgabe und dem Ansatz nach steuerlicher Maßgabe beträgt zum Bilanzstichtag 126 T€ (Vorjahr 155 T€).

Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten aus:

30. Juni 24 Gesamtbetrag Restlaufzeiten
T€ bis 1 Jahr
T€
> 1 Jahr
T€
davon > 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 131 131 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.276 8.276 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.620 16.620 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 851 851 0 0
25.877 25.877 0 0
30. Juni 23 Gesamtbetrag Restlaufzeiten
T€ bis 1 Jahr
T€
> 1 Jahr
T€
davon > 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 401 401 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.439 8.439 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.349 15.349 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 236 236 0 0
24.425 24.425 0 0

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im branchenüblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalt gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus der Ergebnisabführung im Zuge des abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse in Höhe von 96.855 T€ (Vorjahr 79.864 T€) entfallen in Höhe 67% (Vorjahr 78%) auf das Produktsegment Laser/Diagnostik und in Höhe von 33% (Vorjahr 22%) auf Umsatzerlöse aus Service- bzw. Wartungsverträgen und Ersatzteil- und Verbrauchsmaterialgeschäft.

Der Umsatzerlöse haben folgende regionale Aufteilung in T€

2023/24 2022/23
Deutschland 4.147 3.976
Europa, Naher und Mittlerer Osten, Afrika 40.018 29.344
Asien, Pazifischer Raum 45.922 41.319
Amerika 6.768 5.225
Summe 96.855 79.864

Die in Höhe von 2.201 T€ (Vorjahr 2.831 T€) ausgewiesenen aktivierten Eigenleistungen umfassen im Wesentlichen die Aktivierung von Entwicklungskosten. Die - neben dem Personalaufwand für die Mitarbeiter - angefallenen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 181 T€ (Vorjahr 161T€).

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im abgeschlossenen Geschäftsjahr 239 T€ (Vorjahr 172 T€) wesentlich Erträge aus Fördermittel. Die Erträge aus Währungsumrechnung betragen 20 T€ (Vorjahr 56 T€). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 120 T€ (Vorjahr 61 T€) enthalten.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauernder oder vorübergehender Wertminderung werden Abschreibungen vorgenommen. Aufgrund einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung der Anteile an der Clerio Vision Inc. wurde im Geschäftsjahr 2023/2024 eine außerplanmäßige Abschreibung von T€ 656,5 (Vorjahr T€ 0) vorgenommen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 14.855 T€ (Vorjahr 12.146 T€) beinhalten u.a. Aufwendungen für Leiharbeiter und Fremde Dienstleistungen in Höhe von 2.732 T€ (Vorjahr 2.405 T€) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 28 T€ (Vorjahr 74 T€). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen weder im Geschäftsjahr 2023/24 noch im Vorjahr enthalten.

Der Steueraufwand 140,7 T€ (Vorjahr Ertrag von 156,7 T€) entfallen auf eine durchgeführte aber noch nicht final abgeschlossene gewerbesteuerliche Außenprüfung, in deren Rahmen mit einer korrespondierenden Nachzahlung gerechnet wird. Der entsprechende Aufwand ist insoweit in voller Höhe periodenfremd.

III. ERGÄNZENDE ANGABEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Zum 30. Juni 2024 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen von jährlich 745 T€ (Laufzeit bis 31. August 2034), wobei erstmals zum 01.Juli 2025 eine Erhöhung um 2,5% auf Grund einer Staffelmietvereinbarung greift.

Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft verbuchte Pfandrechtssicherheiten über 125 T€ (Vorjahr 125 T€) aus. Demgegenüber bestehen sonstige außerbilanzielle finanzielle Verpflichtungen im Zusammenhang mit gewährten Avalkrediten in Höhe von Höhe 55.000 Euro (Vorjahr 55 T€) und 50.000 Schweizer Franken (Vorjahr TCH 50) aus. Diese Verpflichtungen betreffen insbesondere Garantien, Bürgschaften oder andere Sicherheiten, die zugunsten Dritter übernommen wurden.

Aus Leasingverträgen ergeben sich auf Basis bestehender Verträge zum Stichtag finanzielle Verpflichtungen für 2024/25 und 2025/2026 in Höhe von ca. 298 T€ bzw. ca. 289 T€. Leasingverträge insbesondere für Kraftfahrzeuge wurden zur Vermeidung des sofortigen Abflusses liquider Mittel geschlossen. Dem Vorteil der Verbesserung der Liquiditätslage durch geringen Mittelabfluss steht das Risiko der über die gesamte Nutzungsdauer insgesamt höheren Zahlungsmittelabflüsse entgegen.

Arbeitnehmer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres beschäftigte die Gesellschaft im Durchschnitt 197 (Vorjahr 169) Arbeitnehmer, davon 193 (Vorjahr 166) Angestellte und 3 (Vorjahr 3) Aushilfskräfte.

Ergebnisverwendung

Auf Grund des am 06. Juli 2022 mit der Schwind Expansion GmbH mit dem Sitz in Kleinostheim (Amtsgericht Aschaffenburg HRB 16754) als beherrschende Gesellschaft geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, welchen die Gesellschafterversammlung mit Beschluss vom 06. Juli 2022 zugestimmt hat, wird der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von 16.620 T€ (Vorjahr: 14.315 T€) an die Schwind Expansion GmbH abgeführt.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Schwind Development GmbH, Kleinostheim (größter Konzernkreis) und Schwind Expansion GmbH, Kleinostheim (kleinster Konzernkreis) einbezogen.

Die Konzernabschlüsse sind an den Sitzen der Gesellschaften beim Amtsgericht in Aschaffenburg unter der Nummer HRB 16754 (Schwind Expansion GmbH) bzw. HRB 16747 (Schwind Development GmbH) erhältlich.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers, PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, für Abschlussprüfungsleistungen betrug im Geschäftsjahr 71 T€ (Vorjahr 68 T€). Andere Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen oder sonstige Leistungen wurden im Geschäftsjahr durch den Abschlussprüfer nicht berechnet.

Mitglieder der Geschäftsführung

Herrn Domenic von Planta, Rechtsanwalt, Alleingeschäftsführer

einzelvertretungsberechtigt.

Die Angabe über die Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans nach § 285 Nr. 9 HGB unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

 

Kleinostheim, den 6. November 2024

Geschäftsführung

Domenic von Planta

Anlage zum Anhang

Anlagenspiegel

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis 30. Juni 2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.07.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
30.06.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.939.961 46.268 0 2.147.266 6.133.494
2. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 39.534.869 530.220 0 21.050 40.086.138
3. Geschäfts- oder Firmenwert 22.896.559 0 0 0 22.896.559
4. geleistete Anzahlungen 592.895 2.779.207 0 -2.168.316 1.203.786
66.964.284 3.355.694 0 0 70.319.978
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.524.535 16.325 0 164.764 1.705.624
2. technische Anlagen und Maschinen 9.715.089 3.357.320 579.106 1.766.814 14.260.117
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.037.912 327.052 31.237 83.264 3.416.992
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 604.036 1.703.486 0 -2.014.842 292.679
14.881.572 5.404.182 610.342 0 19.675.412
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 15.000 0 0 0 15.000
2. Beteiligungen 2.016.558 0 0 0 2.016.558
2.031.558 0 656.446 0 1.375.112
83.877.414 8.759.877 1.266.789 0 91.370.502
Abschreibungen
01.07.2023
Zugänge
Abgänge
30.06.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 375.542 838.272 0 1.213.813
2. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 29.600.173 2.814.185 0 32.414.357
3. Geschäfts- oder Firmenwert 14.689.964 2.290.213 0 16.980.177
4. geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
44.665.679 5.942.669 0 50.608.348
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 190.381 131.555 0 321.936
2. technische Anlagen und Maschinen 4.270.224 1.963.966 307.110 5.927.080
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.665.303 365.437 18.263 2.012.476
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
6.125.908 2.460.957 325.373 8.261.492
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
2. Beteiligungen 1.197.289 656.446 0 162.823
1.197.289 0 0 1.197.289
51.988.876 8.403.627 325.373 60.067.130
Restbuchwerte
30.06.2024
30.06.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.919.681 3.564.419
2. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 7.671.781 9.934.696
3. Geschäfts- oder Firmenwert 5.916.382 8.206.595
4. geleistete Anzahlungen 1.203.786 592.895
19.711.630 22.298.605
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.383.688 1.334.154
2. technische Anlagen und Maschinen 8.333.037 5.444.865
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.404.515 1.372.609
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 292.679 604.036
11.413.919 8.755.663
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 15.000 15.000
2. Beteiligungen 162.823 819.269
177.823 834.269
31.303.372 31.888.537

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SCHWIND eye-tech-solutions GmbH, Kleinostheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SCHWIND eye-tech-solutions GmbH, Kleinostheim, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SCHWIND eye-tech-solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 6. November 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Kwasni, Wirtschaftsprüfer

ppa. Jonas Abraham, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 30.6.2024 wurde am 6.11.2024 festgestellt.

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