ARI-Consulting GmbH
Auf dem Piepenstöcken 16, 58135 Hagen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andrea Rüb seit 3.5.2019 | Prokura |
Andreas Rüb seit 3.5.2019 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Andreas Rüb | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ARI-Consulting GmbHHagenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Gesellschaft wurde am 11. November 2005 gegründet. Gegenstand des Unternehmens war bis zum Asset Deal am 31.03.2019 der Vertrieb von Fluidsystemen, Präzisionsarmaturen, Rohre, Ventilen, Verschraubungen und Zubehör aus Edelstahl, Stahl, Teflon, Plastik und anderen Materialien sowie der Handel mit Waren aller Art. Der Sitz des Unternehmens war bis zum 18.03.2019 in Neuss und ab dem 18.03.2019 in Hagen. Daneben werden keine weiteren Betriebsstätten unterhalten. Mit Datum vom 31.03.2019 wurden die wesentlichen Betriebsgrundlagen im Rahmen eines Asset Deals veräußert. Des weiteren wurde der Unternehmensgegenstand in betriebswirtschaftliche Beratung und Unternehmensverwaltung geändert. 2. Forschung und Entwicklung Das Unternehmen war im Wesentlichen im Handel tätig. Die Kunden wurden mit innovativen Lösungen unterstützt und beraten. Eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung existiert jedoch nicht. Das Unternehmen war insoweit von Innovationen des Hauptlieferanten Swagelok abhängig und arbeitete daran, die Produkte des Hauptlieferanten durch innovative Dienstleistungen zu ergänzen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Wirtschaftswachstum in Deutschland gemessen am preisbereinigten Bruttoinlandsprodukt war in 2019 nur noch 0,6 %. Damit wächst die deutsche Wirtschaft wieder etwas schwächer als in den beiden Vorjahren 2018 und 2017. Diese Entwicklung im Hinblick auf das Wirtschaftswachstum spiegelt sich im Geschäftsverlauf wider, da der Umsatz im ersten Quartal nahezu identisch geblieben ist. Zum 31.03.2019 wurde dann der gesamte operative Geschäftsbetrieb veräußert und die Jahreszahlen sind so leider nicht mehr vergleichbar. Das Unternehmen wird in Zukunft im Bereich der Unternehmensberatung und Vermögensverwaltung tätig sein. 2. Geschäftsverlauf und Lage Im Geschäftsjahr 2019 ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 73,8 % gesunken. Parallel dazu ist der Materialaufwand sogar überproportional um 75,7 % zurückgegangen. Im Ergebnis reduzierte sich der Rohertrag absolut um TEUR 5.185 und relativ um 71,3 %. Der Rückgang resultiert aus der Veräußerung des Geschäftsbetriebes zum 31.03.2019. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Rohertrag relativ gesehen von 41,4 % auf 45,4 % verbessert. Die weiteren zwei wesentliche Kostenbereiche Personal und sonstige betriebliche Aufwendungen entwickelten sich im Berichtsjahr ähnlich. Die Personalaufwendungen sind aufgrund des Asset Deals um TEUR 2.524 bzw. 73,3 % gesunken, während sich die operativen sonstigen betrieblichen Aufwendungen (bereinigt um die Effekte des Asset Deals) ebenfalls um TEUR 1.115 bzw. 72,1 % reduzierten. Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert, da die Erträge aus den Vermögensanlagen enthalten sind und sich der Zinsaufwand aus der Pensionsrückstellung reduziert hat. Das Ergebnis nach Steuern ist trotz gesunkener Steueraufwendungen aufgrund der Veräußerung des Geschäftsbetriebes zum 31.03.2019 um TEUR 554 bzw. 37,5 % zurückgegangen. a. Ertragslage Die wesentlichen Umsatzerlöse und Ergebnisquellen waren im Komponentengeschäft bis zum 31.03.2019 zu sehen. Hierbei spielten Großprojekte eine wesentliche Rolle und beeinflussten in hohem Maße die Umsatzerlöse der Gesellschaft. Ein finanzieller Leistungsindikator ist der Rohertrag, der sich als Differenz zwischen Umsatz und Waren- bzw. Materialeinsatz definiert. Der Rohertrag beträgt im Berichtsjahr EUR 2.090.130,87 im Vergleich zu EUR 7.275.119,38 im Jahr 2018. In Zukunft werden sich die Ergebnisquellen im Bereich Vermögensverwaltung und im Bereich Unternehmensberatung befinden. b. Finanzlage Die Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft ist zu jedem Zeitpunkt gewährleistet. Es bestehen zum Bilanzstichtag ausreichend liquide Mittel um die Verbindlichkeiten zu begleichen. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund des positiven Ergebnisses von 55,6 % auf 66,6 % gestiegen. Bei den Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um solche aus den Liefer- und Leistungsbeziehungen ggü. Lieferanten und um Verbindlichkeiten gegenüber der RAiTec-Consulting GmbH aufgrund der Zahlungsströme des Asset Deals. Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und es wird ein ordentliches Mahnwesen betrieben, um den Eingang der Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu gewährleisten. Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag keine Kreditverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Für die zukünftigen Investitionen stehen ausreichende Finanzreserven zur Verfügung. Sämtliche Anlagen sind durch Eigenkapital gedeckt. c. Vermögenslage Die Aktiva der Gesellschaft untergliedern sich vor allem in Sachanlagen (Anlagevermögen), sowie Sonstige Vermögensgegenstände, Sonstige Wertpapiere und Liquide Mittel. Die Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag EUR 9.434.349,56 und erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 2.535.535,09. Diese Zunahme geht vor allem auf den Aufbau bei den liquiden Mitteln und den Wertpapieren des Umlaufvermögen zurück. Die Erhöhung wurde durch die Abgänge des kompletten Vorratsbestands, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw. des Anlagevermögens nicht vollständig kompensiert. Auf der Passivseite steht dem im Wesentlichen das höhere Eigenkapital und der Aufbau bei den Sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber. Das Anlagevermögen beträgt zum Bilanzstichtag EUR 83.712,00 (Vorjahr EUR 440.071,00). Die Sonstigen Vermögensgegenstände betrugen zum Stichtag EUR 660.305,62 (Vorjahr EUR 607.627,65). Die Sonstigen Wertpapiere sind im Berichtsjahr neu hinzugekommen und betrugen zum Stichtag EUR 2.565.776,93 (Vorjahr EUR 0,00). Wesentlicher Posten auf der Aktivseite sind die Liquiden Mittel EUR 6.124.555,01 (Vorjahr EUR 3.087.942,38). Die Passiva untergliedern sich in das Eigenkapital, die Rückstellungen und die Verbindlichkeiten. Wesentliche Position sind hier das Eigenkapital in Höhe von EUR 6.281.402,49 (Vorjahr EUR 3.836.595,88 und die Rückstellungen in Höhe von EUR 2.118.655,00 (Vorjahr EUR EUR 2.456.478,46). 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Für die interne Unternehmenssteuerung wird im Wesentlichen der Rohertrag herangezogen, der sich als Differenz zwischen Umsatz und Waren- bzw. Materialeinsatz definiert. Der Rohertrag beträgt im Berichtsjahr EUR 2.090.130,87 im Vergleich zu EUR 7.275.119,38 im Jahr 2018. Die Reduzierung ist im Zusammenhang mit dem Asset Deal vom 31.03.2019 zu sehen. Die wirtschaftliche Lage kann insgesamt als sehr gut bezeichnet werden. 4. Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als sehr gut ein. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist bereits im Berichtsjahr geprägt durch die Veräußerung des Geschäftsbetriebes zum 31.03.2019 und als deutlich rückläufig erkennbar. Die im Vorjahresbericht aufgestellte Prognose einer deutlich reduzierten, aber dennoch positiven Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist damit eingetroffen. Es bleibt abzuwarten wie schnell neue Kunden im Bereich der Unternehmensberatung gewonnen werden können und wie sich das Geschäftsfeld der Vermögensverwaltung entwickelt. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Es sind mehr aus ausreichende finanzielle Mittel für Investitionen und zur Deckung der kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten vorhanden. Hinsichtlich der Auswirkungen der Corona-Pandemie und damit von Vorgängen von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, wird - zur Vermeidung von Wiederholungen - auf die Ausführungen des Nachtragsberichts im Anhang verwiesen. III. Bericht über Zweigniederlassungen Die Firma besitzt keine Zweigniederlassungen. IV. Prognosebericht Die künftige Entwicklung der Gesellschaft wird im Wesentlichen durch die Entwicklung der neuen Hauptgeschäftsbereiche Unternehmensberatung und Vermögensverwaltung geprägt sein. Ziel ist es, durch Akquise neue Kunden zu gewinnen und beide Bereiche hinsichtlich Profitabilität zu entwickeln. Für 2020 wird nochmals mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang gerechnet, da der Geschäftsbetrieb plangemäß im Rahmen einer Unternehmensnachfolge zum 31.03.2019 veräußert wurde und sich die neuen Geschäftsbereich Unternehmensberatung bzw. Vermögensverwaltung noch im Aufbau befinden. Insgesamt wird für das Jahr 2020 mit einem ausgeglichenen Ergebnis gerechnet. Wir erwarten eine leicht positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aber im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Rückgang von Umsatz und Ergebnis. V. Chancen- und Risikobericht 3. Risikobericht Die Gesellschaft ist einer Reihe von unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Dazu zählen vor allem das allgemeine Marktrisiko und die Marktrisiken in der Unternehmensberatungsbranche und bei der Vermögensverwaltung. Gewährleistungsrisiken, Währungsrisiken, Zinsrisiken sowie Bonitätsrisiken sind eher von untergeordneter Bedeutung. Branchenspezifische Risiken: Das allgemeine Markt- bzw. Konjunkturrisiko lässt sich von der Gesellschaft nicht beeinflussen. Die Gesellschaft baut den Geschäftsbereich Unternehmensberatung auf und ist insofern von den neuen Kunden abhängig. Ein möglicher Konjunktureinbuch im Jahr 2020 würde die Gesellschaft treffen. Das Gleiche gilt für den Bereich der Vermögensverwaltung. Finanzwirtschaftliche Risiken: Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht vorhanden. Die Liquiditätslage ist sehr gut. Es sind keine Engpässe absehbar. Währungsrisiken und Gewährleistungsrisiken sind von untergeordneter Bedeutung. Durch ein professionelles Forderungsmanagement und Bonitätsprüfungen werden Bonitätsrisiken begrenzt. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Das Risikomanagement-System bezüglich der Auftrags- und Forderungsabwicklung ist umfassend implementiert. Hierzu zählen insbesondere eine Bonitätsprüfung von neuen Kunden und professionelles Forderungsmanagement bei vorhandenen Kunden. Forderungsausfälle sind die eher die Ausnahme. Ferner ist ein Risikomanagementsystem vorhanden anhand dessen frühzeitig alle Entwicklungen erkannt werden, die zu Verlusten führen oder den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine sehr konservative Risikopolitik. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir keine Risiken, die unsere Entwicklung beeinträchtigen oder unseren Bestand gefährden. 3. Chancenbericht Die Gesellschaft befindet sich in der Neuausrichtung und dem Aufbau der Geschäftsbereiche Unternehmensberatung und Vermögensverwaltung. Hier ist ein starker Wettbewerb im Markt durch viele etablierte Unternehmen. Es wird sich zeigen, inwiefern es gelingt im aktuell schwierigen Geschäftsumfeld neue Kunden zu gewinnen und den Bereich der Vermögensverwaltung aufzubauen. Die zukünftigen Perspektiven für die weitere Entwicklung des Unternehmens sind aus Sicht der Geschäftsführung jedoch mit den zwei Standbeinen Vermögensverwaltung und Unternehmensberatung weiterhin gut. Die geplante Veräußerung des Geschäftsbetriebes im Rahmen einer Unternehmensnachfolge führte zu einem starken Einschnitt. Nach Einschätzung der Geschäftsführung kann aber auch in den kommenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung gerechnet werden. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht ersichtlich.
Hagen, den 3. März 2021 gez. Andreas Rüb BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Anhang1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. 1.1 Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Firmenname laut Registergericht: ARI-Consulting GmbH (ab 18.03.2019) B.E.S.T. Fluidsysteme GmbH (bis 18.03.2019) Firmensitz laut Registergericht: Hagen (ab 18.03.2019) Neuss (bis 18.03.2019) Registereintrag: Handelsregister Registergericht: Hagen (ab 18.03.2019) bzw. Neuss (bis 18.03.2019) Register-Nr.: 11240 (ab 18.03.2019) bzw. 13615 (bis 18.03.2019) 1.2 Angabe und Erläuterung von nicht vergleichbaren Vorjahreszahlen Der Jahresabschluss enthält einzelne Posten, deren Werte mit den Vorjahreszahlen nicht vergleichbar sind. Dies betrifft nahezu alle Posten des Jahresabschlusses. Mit Verschmelzungsvertrag vom 18. März 2019 wurde die ARI-Consulting GmbH mit dem Sitz in Hagen (Amtsgericht Hagen, HRB 10839, vormals B.E.S.T. Fluidsysteme Leipzig) rückwirkend zum 01.01.2019 auf die Berichtsgesellschaft verschmolzen. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die in den Vorjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen werden rückgängig gemacht, soweit die Gründe hierfür nicht mehr bestehen. Forderungen, Wertpapiere Forderungen und Wertpapiere wurden grundsätzlich zum Nennwert bzw. Anschaffungskosten angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Risiken im Forderungsbestand sind angemessen berücksichtigt. Neben Einzelwertberichtigungen zu Forderungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko - soweit erforderlich - durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen in Höhe von 1,00 % des Nettobetrages der Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 2.2 Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. 2.3 Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt. 3. Angaben zur Bilanz 3.1 Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres 1.301.172,20 Euro. Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres 57.019,50 Euro. 3.2 Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden 15 Jahre festgelegt. Aufgrund der Beendigung des Distributorenvertrages zum 31.03.2019 wurde der bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwert vollständig als Abgang verbucht. 3.3 Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt Euro 417.359,02 (Vorjahr: Euro 425.212,53). 3.4 Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf Euro 39.533,01 (Vorjahr: Euro 35.215,09). 3.5 Sonstige Vermögensgegenstände In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wurden größere Beträge für noch nicht vereinnahmte Gewerbesteuer in Höhe von Euro 5.735,00 und Körperschaftsteuer bzw. Solidaritätszuschlag in Höhe von Euro 4.980,00 erfasst. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wurden Beträge für noch nicht vereinnahmte Umsatzsteuererstattungsansprüche in Höhe von Euro 192.405,04 erfasst. 3.6 Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage resultiert als positiver Unterschiedsbetrag aus der Verschmelzung mit der ARI-Consulting GmbH, Hagen (Amtsgericht Hagen, HRB 10839, vormals B.E.S.T. Fluidsysteme Leipzig) rückwirkend zum 01.01.2019. Die Zuordnung zur Kapitalrücklage erfolgte gemäß IDW RS HFA 42. 3.7 Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von Euro 3.811.595,88 (i.Vj. Euro 2.336.834,21) einbezogen. 3.8 Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 267.112,00 Euro. Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:
3.9 Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde die Projected Unit Credit Method angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von Euro 267.112,00 (i.Vj. Euro 380.157,00). 3.10Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Wesentlichen wurden Rückstellungen gebildet für Verpflichtungen gegenüber der Berufsgenossenschaft, für die Abschlussprüfung und die Anschluss-Betriebsprüfung. 3.11Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00). Hinsichtlich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Sicherungen durch Eigentumsvorbehalte. Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt Euro 0,00. 3.12Angabe zu Restlaufzeitvermerken Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt Euro 1.034.292,07 (Vorjahr: Euro 605.740,13). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00). 4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1 Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Mit Datum vom 31. März 2019 wurden im Rahmen eines Asset Deals alle Vermögensgegenstände bis auf die Bankguthaben bei der Commerzbank Wuppertal und bei der Deutschen Bank veräußert. Bei den Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich in Betrag und Art im Einzelnen um die Erträge aus der Veräußerung des Umlaufvermögens in Höhe von EUR 3.753.583,27 bzw. um die Erträge aus der Veräußerung des Anlagevermögens in Höhe von EUR 200.312,00. Bei den Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich in Betrag und Art im Einzelnen um die Buchwerte der veräußerten Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens in Höhe von EUR 3.656.421,62. Bei den Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich des weiteren um Erträge aus der Auflösung der Pensionsrückstellung in Höhe von EUR 304.588,00. Mit Nachtrag vom 30.04.2019 wurde die Pensionszusage dahingehend geändert, dass der Versorgungsberechtigte auf die ab dem 01.05.2019 zukünftig zu erdienenden Anwartschaften verzichtet hat (Verzicht auf den Future-Service) und eine Festrentenzusage vereinbart wurde. 5. Sonstige Angaben 5.1 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte neben dem Geschäftsführer in 2019 im Jahresdurchschnitt 13 Arbeitnehmer. Es handelt sich hierbei um Angestellte. Weitere Gruppen werden nicht unterschieden. 5.2 Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
5.3 Vorgänge von besonderer Bedeutung Die Ausbreitung des Coronavirus hat sich ab Januar 2020 ausgehend von China sehr dynamisch und weltweit entwickelt. Angesichts der Ausbreitungsdynamik, der Schwierigkeit Menschen vor einer Übertragung zu schützen und der Gefährlichkeit des Virus ergriffen und ergreifen Regierungen und nationale Behörden immer wieder Maßnahmen, die das öffentliche Leben extrem einschränken und die Wirtschaft stark negativ beeinträchtigen. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht absehbar. Gleiches gilt für die finanziellen Auswirkungen auf unser Unternehmen, die wir nicht quantifizieren können, jedoch als deutlich negativ beurteilen. 5.4 Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2019 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. 5.5 Unterschrift der Geschäftsführung
Hagen, den 3. März 2021 gez. Andreas Rüb Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 14.06.2021 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSIn dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "An die ARI-Consulting GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ARI-Consulting GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ARI-Consulting GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Singen, 3. März 2021 WENGERT
AG
Wengert, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen