Klein Stoßwellentechnik GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Prüfmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lucas Josef Grzelak seit 30.1.2025 | Vorstandsmitglied |
Jens Dr.-Ing. Krallmann seit 23.11.2022 | Vorstandsmitglied |
Martin Reichert seit 13.2.2019 | Prokura |
Thomas Kötting seit 13.2.2019 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KLEIN Anlagenbau AGFreudenbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Unternehmensdaten
2. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Wir sind eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB und haben daher für den Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2023 die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie ergänzender Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) anzuwenden. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung dieser Vorschriften unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Von größenabhängigen Erleichterungen haben wir teilweise Gebrauch gemacht. Dieser Anhang zum Jahresabschluss enthält auch Angaben, die in Ausübung eines Wahlrechts nicht in die Bilanz oder in die Gewinn- und Verlustrechnung aufgenommen wurden. Seine Gliederung folgt der Bilanzgliederung. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) angewendet. Wertangaben werden in € und teilweise in vollen Tausend € (T€) gemacht. 3. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden konnten im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Anlagevermögen Die Entwicklung des in der Bilanz ausgewiesenen Anlagevermögens ist aus dem separat beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit ihren aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige zeitanteilige Abschreibungen, einzeln bewertet. Bei Computerhardware und bei Betriebs- und Anwendersoftware wurde steuerlich eine betriebsgewöhnliche (Rest-)Nutzungsdauer von einem Jahr zugrunde gelegt. Entsprechende passive latente Steuern wurden ermittelt. Sachanlagen und Finanzanlagen Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren aktivierungspflichtigenAnschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, einzeln bewertet. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Bei beweglichen Anlagegütern wird von der jeweiligen kürzesten steuerlich für zulässig gehaltenen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ausgegangen. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Umlaufvermögen Vorräte Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen wurden nach ihrem Verarbeitungsstand, teilweise zu Anschaffungskosten, soweit erworben, ansonsten zu Herstellungskosten einschließlich angemessener Material- und Fertigungsgemeinkosten bewertet. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung wurden beachtet. Geleistete und erhaltene Anzahlungen wurden zum Nennbetrag angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen sind zum Nennwert bewertet. Für erkennbare Einzelrisiken wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Die Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos und die zu erwartende Inanspruchnahme von Skontofristen durch Kunden erfolgten mit einem pauschalen Abschlag. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 118 (Vorjahr: T€ 186) enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 53 (Vorjahr: T€ 111). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Kautionen, Boni/Gutschriften, debitorische Kreditoren, und Steuererstattungsansprüche. Fremdwährungsforderungen wurden zum Devisenkassamittelkurs bewertet. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Versicherungen Die flüssigen Mittel wie Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten bzw. Versicherungen wurden mit dem Nennwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Eigenkapital Unter dem gezeichneten Kapital wird das Grundkapital ausgewiesen, bestehend aus 6.995 Stück (Vorjahr: 6.995 Stück) Namensaktien zu je € 50,00.
Die Kapitalrücklage wurde aus den über dem Nennwert der Aktien geleisteten Einzahlungen gebildet (Stand 31.12.2023 / 31.12.2022: € 66.613,79). Die gesetzliche Rücklage wird gebildet zum Ausgleich eines Jahresfehlbetrages oder Verlustvortrages (Stand 31.12.2023 / 31.12.2022: € 34.060,00). Zusammen mit der Kapitalrücklage erreicht die gesetzliche Rücklage den erforderlichen zehnten Teil des Grundkapitals. Eine Zuführung aus dem Jahresüberschuss ist nicht erforderlich. Gemäß der Satzung können vom Vorstand und Aufsichtsrat bis zu 50 % des Jahresüberschusses, nach Einstellung in die gesetzliche Rücklage, in Andere Gewinnrücklagen eingestellt werden. Die Anderen Gewinnrücklagen entwickelten sich wie folgt:
Die gesamten Gewinnrücklagen betragen:
Rückstellungen Sämtliche Rückstellungen wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig waren, um ungewisse Verbindlichkeiten oder ungewisse Risiken abzudecken. Das Unternehmen erwartet allerdings keine relevanten Kostensteigerungen, die in den Erfüllungsbeträgen zu berücksichtigen wären. Eine Abzinsung der sonstigen Rückstellungen ist wegen deren Kurzfristigkeit bzw. Unwesentlichkeit nicht erforderlich. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt. Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten sowie die jeweiligen Restlaufzeiten und Sicherheiten sind aus dem separat beigefügten Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich. Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von rund 31,2 % im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und -entlastung nicht abgezinst. Für die sich daraus ergebende Steuerentlastung wurden aktive latente Steuern für steuerbilanzielle Unterschiede bei Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von € 39.936,00 ermittelt. Passive latente Steuern wurden in Höhe von € 95.213,00 aufgrund höherer steuerrechtlicher Abschreibungen gebildet. Der Ausweis der latenten Steuern erfolgt saldiert als passive latente Steuern. Die aktiven latenten Steuern entwickelten sich wie folgt:
Die Entwicklung der passiven latenten Steuern im Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:
4. Sonstige Pflichtangaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miete, Leasing oder sonstigen Aufwendungen sind derzeit für die Beurteilung der Finanzlage von untergeordneter Bedeutung. Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr betrug die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Mitarbeiter (ohne Vorstand):
Anteile an verbundenen Unternehmen An folgenden Unternehmen hält die Gesellschaft Anteile von mehr als 20 %
Gesellschaftsorgane Der Vorstand setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen: Herr Thorsten Brandt, 57489 Drolshagen Herr Dr. Jens Krallmann, 57258 Freudenberg Unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Vorstandsbezüge. Zum Aufsichtsrat gehörten in 2023 folgende Mitglieder: Herr Rainer Saßmann, 57290 Neunkirchen (Vorsitzender) Herr Dipl.-Ing. Hans Friedrich Lingemann, 57074 Siegen (stellvertretender Vorsitzender) Herr Dipl.-Wirt.-Ing. André Barten, Siegen Der Gesamtbetrag der Aufsichtsratsbezüge beträgt T€ 20. Forschungs- und Entwicklungskosten Auch im Geschäftsjahr 2023 wurde in diversen Projekten auftragsbezogene Entwicklung betrieben. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag Es sind nach dem 31. Dezember 2023 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand hat beschlossen, von dem Jahresüberschuss in Höhe von € 506.724,20 einen Betrag in Höhe von € 251.406,70 in Andere Gewinnrücklagen einzustellen und schlägt der Hauptversammlung darüber hinaus vor, den Differenzbetrag in Höhe von € 255.317,50 als Dividende auszuschütten.
Freudenberg, den 25. März 2024 gez. Thorsten Brandt gez. Dr. Jens Krallmann Der Vorstand Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde von dem Aufsichtsrat am 25. April 2024 festgestellt. Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023
Verbindlichkeitenspiegel für das Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen des Unternehmens I. Geschäftsmodell des Unternehmens Die "KLEIN Anlagenbau AG" ist als Aktiengesellschaft durch Umwandlungsbeschluss vom 17.03.1999 aus der Alb. Klein Anlagenbau GmbH hervorgegangen. Sämtliche vinkulierten Namensaktien der Gesellschaft werden von Mitarbeitern, ehemaligen Mitarbeitern, Mitarbeitern im Ruhestand, aktuellen und ehemaligen Vorstandsmitgliedern sowie einem ehemaligen Aufsichtsratsmitglied gehalten. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt pneumatische Förderanlagen, Kernsandaufbereitungsanlagen, Altsand-Regenerierungsanlagen, Stoßwellenanlagen sowie Besandungsanlagen und Sandstreusysteme für Schienenfahrzeuge. Zum Leistungsspektrum gehören die Planung, Beratung, die Konstruktion, der Zusammenbau, die Montage und die Inbetriebnahme inkl. der Schulung sowie Service und Wartungen der vorgenannten Anlagen. Sitz der KLEIN Anlagenbau AG ist 57258 Freudenberg. Die KLEIN Anlagenbau AG hat zum Abschlussstichtag eine unmittelbare Tochtergesellschaft, die KLEIN Stoßwellentechnik GmbH, ebenfalls in 57258 Freudenberg ansässig. Die Vorstände der KLEIN Anlagenbau AG, Herr Thorsten Brandt und Herr Dr. Jens Krallmann, sind auch Geschäftsführer der KLEIN Stoßwellentechnik GmbH. II. Forschung und Entwicklung - Im Zuge von Kundenaufträgen werden auftragsbezogene Entwicklungsleistungen erbracht, die auch zur kontinuierlichen Verbesserung und Erweiterung des Produktportfolios genutzt werden. - Des Weiteren arbeitet man an verschiedenen Eigenentwicklungen in den Bereichen Kernsandaufbereitung, Altsand-Regenerierung, pneumatischer Fördertechnik, Besandung für Schienenfahrzeuge und Stoßwellentechnologie. B. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 geprägt von einer anfänglich noch hohen Inflation, anhaltend hohen Energiepreisen, dem Krieg in der Ukraine, einem im Vergleich der letzten zehn Jahre hohen Zinsniveau und zum Ende des Jahres dem zusätzlichen Konflikt in Israel und dem Gaza-Streifen. Unter diesen schwierigen Bedingungen konnte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ihre Erholung vom Einbruch im Corona Jahr 2020 nicht fortsetzen. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes schrumpfte das BIP in Deutschland um 0,3 %. Das Wachstum der Weltwirtschaft lag lt. OECD bei 2,9 %. Die Aussichten für das Jahr 2024 sind nur unwesentlich besser. Auch wenn die Inflation im Laufe des Jahres immer weiter abflacht und in dem Zuge unter Umständen auch das Zinsniveau etwas abgesenkt würde, bestehen letztlich die meisten Probleme des vergangenen Jahres weiterhin. Diese weiterhin erschwerten Rahmenbedingungen belasten die gesamte Investitionsgüterindustrie. In dem von uns bedienten Nischensektor Gießereianlagenbau stellt zudem die Produktumstellung der Fahrzeughersteller auf Elektromobilität und die insgesamt schleppende Nachfrage eine zusätzliche Herausforderung dar. II. Geschäftsverlauf Der Anlagen-Auftragsbestand zum 31.12.2023 bewegte sich mit 10.366 T€ (Vorjahr 11.024 T€) auf einem guten Niveau. Damit ist unter Berücksichtigung des ordentlichen Auftragseingangs im ersten Quartal dieses Geschäftsjahres für das erste Halbjahr 2024 eine zufriedenstellende Auslastung gewährleistet. Der gesamte Auftragseingang des Geschäftsjahres 2023 war mit 13.716 T€ (Vorjahr 14.004 T€) um 10 % hinter dem Plan aber auf dem Niveau von 2022. Der Umsatz wurde im Vergleich zum Vorjahr um 19,9 % auf 15.376 T€ (Vorjahr 12.821 T€) gesteigert. Zudem konnte die Gesamtleistung im gleichen Zeitraum um 6,5 % erhöht werden. Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von insgesamt 181 T€ getätigt. Diese betrafen in erster Linie Neuanschaffungen von Betriebs- und Geschäftsausstattungen, Softwarelizenzen sowie den Kauf von technischen Anlagen und Maschinen. Den Investitionen standen planmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen in Höhe von 530 T€ gegenüber. Personal- und Sozialbereich Der Personalbestand wird konsequent auf die betrieblichen Erfordernisse ausgerichtet. Im Jahresdurchschnitt waren in der Gesellschaft, einschließlich der beiden Vorstände, 62 Mitarbeiter/-innen tätig, wobei Teilzeitkräfte auf Vollzeitkräfte umgerechnet sind. Wir engagieren uns im Bereich der betrieblichen Ausbildung. Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigten wir zwei Auszubildende. Zudem werden kaufmännische und technische Praktika durch uns betreut. Durch gezielte Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen wird die gute Qualifikation unserer Mitarbeiter entsprechend den sich verändernden Erfordernissen der Märkte angepasst. Qualitätsmanagement und Umweltschutz Durch die Etablierung zielgerichteter Qualitätssicherungsmaßnahmen sorgen wir für eine den steigenden Ansprüchen der Kunden gerecht werdende Qualität unserer Anlagen und Produkte. Somit fand in 2023 für die ISO 9001:2015 ein Rezertifizierungsaudit statt. Für die ISO 45001:2018 als Arbeitsschutzmanagementsystem und die ISO 14001:2015 als Umweltmanagementsystem fand in 2023 jeweils die Erstzertifizierung statt. Alle Zertifikate haben eine Gültigkeit bis 2026. Sämtliche Verfahren und Abläufe der Managementsysteme sind in einem "Integrierten Managementhandbuch" mittels entsprechender Querverweise zusammengeführt. Zudem hat das Unternehmen in 2009 eine separate Zertifizierung nach der EN 15085-2 CL1 für die "Zertifizierungsstufe für Schienenfahrzeugteile" erlangt. Diese war mit der Einführung der Produkte für Sandstreusysteme notwendig und wird turnusmäßig rezertifiziert. Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr Sonstige wichtige Vorgänge sind nicht zu verzeichnen. III. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Gesamtleistung 2023 war mit einem Wert von 15.457 T€ um 6,5 % höher als im Vorjahr (14.512 T€). Die Materialquote von 49,0 % der Gesamtleistung entspricht dem Wert des Geschäftsjahrs 2022 (49,0 %). Der Rohertrag stieg um 6,5 % auf 7.889 T€ (Vorjahr 7.407 T€). Hintergrund hierfür ist, dass die zu Beginn des Jahres 2022 stark gestiegenen Vorproduktpreise in den beauftragten Projekten aus 2021 und älter im Geschäftsjahr 2022 nicht mehr kompensiert werden konnten. Dieser Effekt ist im Jahr 2023 durch Maßnahmen wie Preisgleitklauseln in Neuprojekten ausgelaufen. Der Personalaufwand stieg um 4,4 % auf 4.568 T€ (Vorjahr 4.374 T€). Ursächlich hierfür war das Auffangen von Auftragsspitzen durch Leiharbeiter sowie Lohnerhöhungen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag mit 762 T€ deutlich über dem des Vorjahres (492 T€). Maßgeblich hierfür war der Produktmix und dass ein Großteil des Umsatzes aus Projekten stammt, die bereits unter den Eindrücken von 2022 kalkuliert und beauftragt wurden. Die Bilanzsumme ist mit 14.518 T€ auf dem Niveau des Vorjahrs (14.492 T€). Der Exportanteil betrug ca. 34,8 % (Vorjahr 45,1 %). Die Gesellschaft verfügte zum 31.12.2023 über ein Eigenkapital von 8.686 T€ (Vorjahr 8.355 T€). Die Eigenkapitalquote war mit 59,8 % um 2,1 % höher als im Vorjahr (57,7 %). IV. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf: - Umsatzentwicklung - Gesamtleistungsentwicklung - Rohertrag - Betriebsergebnis Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Rohertragsquote pro Mitarbeiter, Gesamtleistungsrendite und den Cashflow heran. Die Rohertragsquote pro Mitarbeiter betrug 127 T€ und ist um 7,6 % höher als im Vorjahr. Die Gesamtleistungsrendite ist mit 4,8 % um 1,6 % gestiegen zum Vorjahr (3,2 %). V. Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft Unsere Gesellschaft verfügt weiterhin über eine gute Finanz- und Liquiditätsstruktur. Die liquiden Mittel summieren sich per 31.12.2023 auf 1.740 T€. Das Unternehmen verfügt ferner über zurzeit nicht in Anspruch genommene Kontokorrentlinien der Hausbanken. Somit können Schwankungen und Risiken des Anlagenbaus jederzeit aufgefangen werden. Die Gesellschaft hat in den Jahren vor 2020 erhebliche Investitionen getätigt, um ihre Leistungsfähigkeit zu verbessern und nachhaltig zu sichern. Mit der zukunftsorientierten Investitionspolitik wurde die Grundlage für den Erhalt der Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit gelegt. Für geplante Investitionen sind ausreichend Rücklagen vorhanden. C. Prognosebericht Die Folgen des Angriffs Russlands auf die Ukraine in 2022 und die als Reaktion beschlossenen harten Sanktionspakete westlicher Staaten gegen Russland und der hieraus resultierende Impact auf die Weltwirtschaft hat sich zwar im Laufe des Jahres 2023 immer weiter abgeschwächt, dennoch hatte er über das gesamte Geschäftsjahr Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der KLEIN Anlagenbau AG. Mittlerweile wurden seitens der EU 13 Sanktionspakete gegen Russland verabschiedet. Die wirtschaftlichen Auswirkungen dieses Konfliktes sind weiterhin spürbar und bestehen zum Beispiel in immer noch hohen Energiepreise, einem im Vergleich der letzten 10 Jahre hohen Zinsniveau sowie einem allgemeinen Preisanstieg in nahezu allen Bereichen. Die KLEIN Anlagenbau AG hat in den vergangenen Jahren keine Direktgeschäfte mit Russland und der Ukraine getätigt und somit keine diesbezüglichen Umsatz- und Ertragsausfälle zu verzeichnen oder zu erwarten. Ein weiterer Krisenherd tat sich Ende 2023 auf, als es zu bis heute andauernden Kriegshandlungen zwischen der Hamas und dem Staat Israel kam. Dieser Krieg im Gaza-Streifen birgt ein großes Eskalationspotential aufgrund seiner geographischen Lage im Nahen Osten. Inwieweit beide Kriegssituationen auch noch in 2024 Effekte auf die Geschäftsentwicklung haben werden, hängt davon ab, ob es zu weiteren Eskalationen und Sanktionen kommt. Somit besteht auch für unser Unternehmen eine hohe Unsicherheit hinsichtlich der künftigen Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die wir nicht quantifizieren können, jedoch als äußerst schwierig beurteilen. Wir sind dennoch vorsichtig optimistisch, die Planziele für das laufende Geschäftsjahr trotzdem erreichen zu können. Die Budgetvorgabe für den Auftragseingang beläuft sich auf 16.000 T€. In den Monaten Januar bis März 2024 konnte bereits ein Auftragseingang in Höhe von 3.420 T€ verbucht werden. Für 2024 sieht die Planung einen operativen Umsatz von 17.050 T€ bei einem positiven Ergebnis vor. Für das Geschäftsjahr 2024 sind durch Eigenmittel finanzierte Investitionen in Höhe von 606 T€ vorgesehen. Ferner werden neue Geschäftsideen vorangetrieben. D. Chancen- und Risikobericht Das Risikomanagement erfolgt im Kern über die bewährten Instrumente der Buchführung und der Kosten- und Leistungsrechnung. Das Warenwirtschaftssystem wird zur Informationsgewinnung und zu zeitnahen Auswertungen der Daten genutzt. Die betriebswirtschaftlichen Auswertungen werden durch individuelle Berichte ergänzt. Zur Erkennung und Steuerung von Unternehmensrisiken wurde ein System eingerichtet, das im Wesentlichen auf folgenden Instrumenten aufbaut: - Die Rücklagen im Eigenkapital werden, wenn möglich, jährlich erhöht. - Für erkennbare Nachlaufkosten werden Rückstellungen gebildet, die in die monatliche Ergebnisrechnung einfließen. - Kontinuierliches Controlling des Vorratsvermögens - Konsequentes Forderungsmanagement - Erstellung aussagefähiger Zwischenabschlüsse - Einrichtung einer kurz- und mittelfristigen Planrechnung - Zeitnahe Überwachung der Debitoren - Abschluss von Risiko vermindernden Versicherungen - Markt- und Wettbewerbsanalysen Aus der Risikoanalyse ergaben sich keine Anhaltspunkte dafür, dass die Fortführung der Unternehmenstätigkeit gefährdet sein könnte. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Unsere Gießereianlagen und Produkte finden hauptsächlich ihren Absatz in der Automobilindustrie. Hier beliefern wir sowohl kleine Gießereien, First-Thier Gießereien als auch die Automobil OEM's. Gerade in diesen energieintensiven Fertigungen sind die andauernden hohen Energiepreise eine starke Belastung. Zudem kommen rezessionsbedingte Absatzrückgänge und hiermit verbundene Überkapazitäten hinzu. Diese Situation wirkt sich direkt negativ auf die Investitionsbereitschaft der Gießereien aus. Die erheblichen Schwierigkeiten in den Lieferketten noch zu Beginn des Jahres 2023, vor allem im Bereich der Elektrokomponenten, haben sich mittlerweile deutlich entzerrt. Wieder in den Vordergrund gerückt sind die öffentlichen Diskussionen über CO 2 -Emissionen und die allgemeine Klimadiskussion um das Thema Mobilität. Natürlich wird die Elektromobilität seitens der Automobil OEM's immer weiter vorangetrieben, obgleich hier zumindest in Deutschland durch das Abschaffen der E-Mobilitätsprämie des Staates der Absatz eingebrochen ist. Unabhängig von den aktuellen Geschehnissen wird der Mobilitätswandel in den nächsten Jahren immer deutlichere Konturen annehmen. Zwar besteht der Elektromotor aus weniger Bauteilen als der Verbrennungsmotor, aber auch im Antriebssystem von Elektrofahrzeugen werden komplexe Gussteile verbaut. Dies sind u. a. gegossene Batteriegehäuse, die mit medienführenden Kanälen zum Heizen und Kühlen ausgestattet sind. Zumindest für den Fall, dass diese Gussteile im Sand gegossen werden, bedeutet dies für die KLEIN Anlagenbau AG sich auf eine verändernde Marktsituation einzustellen. Angesichts der hohen Energiepreise für Gas und dem Bestreben der Firmen die CO 2 -Emissionen im Unternehmen zu senken, wird die Regenerierung von Altsanden durch energiearme Verfahren für die Gießereien immer interessanter. In diesem Bereich sehen wir für uns unabhängig vom Mobilitätswandel zusätzliches Marktpotential. Auch die Förderung von Schüttgütern in neuen Anwendungsgebieten steht im Fokus unserer Aktivitäten. Der Besandungssektor zeigt sich relativ stabil in der allgemeinen Rezession. Grundsätzlich ist der Bahn- und Schienensektor ein, wenn auch moderat aber kontinuierlich, wachsender Markt. Zudem ist z.B. in Deutschland der ÖPNV ein Bereich, den man im Rahmen der Klimadiskussionen deutlich ausbauen und unterstützen will. Maßnahmen sind z.B. das 49 EUR Ticket oder dass die Mehreinnahmen aus der LKW-Maut-Erhöhung in Ausbau und Restrukturierung der Bahn fließen sollen. Auch weltweit wird der Schienenverkehr ausgebaut. Was eventuelle Konjunkturpakete der Regierungen angeht, ist der Bahnsektor durchaus ein Bereich, der von solchen Maßnahmen tendenziell profitiert. Insgesamt erwarten wir im weltweiten Bahnsegment eine positive kontinuierliche Entwicklung, an der wir mit unserem Produktsortiment partizipieren wollen. Unsere vorstehenden Prognosen zu den von uns bedienten Branchen und Märkten basieren auf unseren Einschätzungen über den weiteren Verlauf der Ukraine Krise und den damit einhergehenden Verwerfungen sowie den zukünftigen Entwicklungen im Nahen Osten. Angesichts unserer diversifizierten Produktpalette, der breiten Kundenstruktur und einer soliden Eigenkapitalbasis in Verbindung mit einem modernen und innovativen Geschäftsbetrieb sehen wir uns auch für schwierige Zeiten gut aufgestellt.
Freudenberg, den 08. April 2024 gez. Dr. Jens Krallmann gez. Thorsten Brandt Der Vorstand Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung der KLEIN Anlagenbau AG im Geschäftsjahr 2023 sorgfältig überwacht und die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Die Geschäftslage der KLEIN Anlagenbau AG wurde in vier ordentlichen Sitzungen mit dem Vorstand eingehend erörtert. Daneben fanden diverse aufsichtsratsinterne Besprechungen sowie Unterredungen zwischen Vorstand und Aufsichtsratsmitgliedern, teilweise unter Einbeziehung der Prokuristen, statt. Behandelt wurden dabei neben der Berichterstattung zur laufenden Geschäftstätigkeit Fragen der mittel- und langfristigen Unternehmensausrichtung. Hierbei standen insbesondere nachstehende Themen im Fokus der Beratungen: - Märkte / Marktbearbeitung - Produktentwicklung und Optimierungen, Forschung + Entwicklung - Investitionsüberlegungen und -entscheidungen - Personalentwicklungsthemen - Unternehmensorganisation Breiten Raum nahm dabei vor allem die schwache Konjunktur in diversen Industriebereichen, KLEIN betreffend insbesondere der Gießereisektor, ein. Ferner waren in der ersten Jahreshälfte die teils noch explodierenden Vormaterial- und Fremdleistungspreise sowie der Umgang damit Gegenstand des Austauschs. Am 3. und 4. März 2023 fand eine zweitätige Klausurtagung von Aufsichtsrat und Vorstand statt. Thema war die mittelfristige strategische Unternehmensausrichtung unter Berücksichtigung der aktuellen Rahmenbedingungen. Die von der Hauptversammlung gewählte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die Dr. Gehre-Treuhand-GmbH, Siegen, vertreten durch den Geschäftsführer Herrn Wirtschaftsprüfer Dipl.-Kfm. Thorsten Grümbel, hat den Jahresabschluss 2023 der KLEIN Anlagenbau AG unter Einbeziehung der Buchführung sowie des Lageberichtes geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Prüfungsbericht der Dr. Gehre-Treuhand-GmbH wurde jedem Aufsichtsratsmitglied ausgehändigt. Der Abschlussprüfer, Herr Wirtschaftsprüfer Dipl.-Kfm. Thorsten Grümbel, nahm an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 25.04.2024 teil, berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und erläuterte den Prüfungsbericht. Den Bericht der Prüfungsgesellschaft haben wir zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis unserer eigenen Prüfung entspricht dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat sieht keinen Anlass, Einwendungen gegen den vorgelegten Abschluss zu erheben. Wir haben den vom Vorstand aufgestellten und von der Dr. Gehre-Treuhand-GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Siegen, geprüften Jahresabschluss 2023 in der heutigen Sitzung gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.
Freudenberg, den 25.04.2024 gez. R. Saßmann gez. H.-F. Lingemann gez. A. Barten Aufsichtsrat der KLEIN Anlagenbau AG Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten, verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die KLEIN Anlagenbau AG, Freudenberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der KLEIN Anlagenbau AG, Freudenberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KLEIN Anlagenbau AG für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von dem Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht bei Zukunftsangaben von Unternehmen generell ein unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Siegen, den 17. April 2024 DR.
GEHRE-TREUHAND-GMBH
gez. Grümbel, Wirtschaftsprüfer gez. Waldschmidt, Wirtschaftsprüfer |
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