Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 76513
Eingetragen
22.12.2015
Branche
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für die Luftfahrt a. n. g.Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wasser- und LuftfahrzeugenGüterbeförderung in der Luftfahrt
Gegenstand
Vertretung von Fluggesellschaften in Frachtbereich auf regionaler, überregionaler und weltweiter Basis Dienstleistungen im Bereich von GSA und GSSA (General Sales Agent Cargo und General Sales und Service Agent Cargo) Aktivitäten Luftfracht Consulting im Bereich Quality, Audit, und Abrechnung ACC3 und IOSA (Air Cargo Carrier 3rd countries und IATA Operational Safety Audit - Programm (IOSA)) Beratung An- und Verkauf von Frachtkapazitäten auf Fracht- und Passagierfluggesellschaften Vermittlung und Erbringung von Dienstleistungen im Bereich Road Feeder Service (Luftfrachtersatzverkehr)

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
WCS World Cargo Solutions DMCCARE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

WCS World Cargo Solutions DMCC
United Arab Emirates
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

World Cargo Solutions GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

World Cargo Solutions GmbH, Düsseldorf

1. Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell

Die World Cargo Solutions GmbH wurde im Jahr 2015 gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist die weltweite Vertretung von Fluggesellschaften im Bereich der Luftfracht durch den An- und Verkauf von Frachtkapazitäten bei Fracht- und Passagierfluggesellschaften. Darüber hinaus erbringt das Unternehmen Dienstleistungen als General Sales Agent (GSA) und General Sales and Service Agent (GSSA). Weitere Geschäftsfelder umfassen Beratungsleistungen im Bereich Luftfracht, insbesondere in den Bereichen Qualitätssicherung, Audit und Abrechnung, sowie die Beratung im Zusammenhang mit ACC3- (Air Cargo Carrier aus Drittstaaten) und IOSA-Anforderungen (IATA Operational Safety Audit). Ergänzend vermittelt und organisiert das Unternehmen Dienstleistungen im Bereich des Luftfrachtersatzverkehrs (Road Feeder Service).

Die Gesellschaft betreibt ihre Geschäftstätigkeit in gemieteten Büroräumen am Düsseldorfer Flughafen sowie an Außenstellen in Frankfurt am Main und in Erding.

Neben den deutschen Standorten betreibt die Gesellschaft eine ausländische Niederlassung in Argentinien, die in 2022 begründet wurde.

Forschung und Entwicklung (§ 289 Abs. 2 Nr. 3 HGB) werden nicht betrieben.

2. Wirtschaftsbericht

Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Im Jahr 2023 ging die deutsche Wirtschaftsleistung (preis- und konjunkturbereinigt) gegenüber dem Vorjahr um 0,1% zurück, da trotz gesunkener Preise die Konjunktur weiter gedämpft wurde. Dies war wiederum durch ungünstige Finanzierungsbedingungen, aufgrund gestiegener Zinsen, sowie aufgrund geringerer Nachfragen aus dem In- und Ausland zurückzuführen. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Der im Oktober 2023 beginnende Nahost-Konflikt zwischen Israel und Gaza führte ebenfalls zu Turbulenzen sowohl auf den Finanzmärkten als auch auf dem Ölmarkt. Dies führte u. a. auch dazu, dass sich Investoren aus den regulären Märkten zurückzogen und bewusst mehr in Gold(anlagen) investierten, was wiederum den dauerhaft gestiegenen Goldpreis widerspiegelt. Das bereits durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie den russischen Angriffskrieg in der Ukraine gestiegene Risiko einer Blockbildung in der Weltwirtschaft nahm eine neue Dimension an, was das auf internationaler Arbeitsteilung aufgebaute Geschäftsmodell vieler deutscher Unternehmen erneut erschütterte.

Im Jahr 2023 erlebte der Passagierverkehr einen erhöhten Zuwachs, so wurde gegenüber 2022 ein Anstieg an abgefertigten Passagieren um 20% in Deutschland verzeichnet. Weltweit wuchs der Passagierverkehr um 48%, während jedoch der Frachtumsatz um rund 33% zurückging. Nachweisbar auch in Deutschland darauf zurückzuführen, dass die staatlichen Abgaben und Gebühren (z. B. Luftverkehrsteuer, Sicherheitskosten) deutlich anstiegen, wodurch sich einige der Geschäfte ins Ausland verlagerten, u. a. in die Türkei oder in die Golfregion. Infolgedessen hatte Deutschland als Anflugziel Einbußen in der Wettbewerbsfähigkeit zu verzeichnen hatte. Dies spiegelt u. a. die aus Deutschland 2023 exportierte Frachtmenge von rund 1,1 Mio. Tonnen wider, die im Vergleich zu 2022 um rund 10,4 % schrumpfte.

Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse einschließlich der sonstigen betrieblichen Erträge entwickelten sich in den verschiedenen Bereichen im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:

2023
in Mio. EUR
2022
in Mio. EUR
Veränderung
in Mio. EUR
TCM 16,8 21,8 -5,0
Weiterbelastung von Kosten 0,5 1,3 -0,8
Weiterbelastung von AWB-Lizenzgebühren 0,066 0,027 +0,039
Erlöse Charterflüge 0,75 0,63 +0,12
Sonstiges 0,057 0,048 +0,009
Gesamt 17,4 23,8 -6,4

Insgesamt lag demnach die Gesamtleistung in 2023 unter dem Niveau des Vorjahres 2022. Die argentinische Betriebsstätte hat mit 0,5 Mio. EUR zum Umsatz des Geschäftsjahres beigetragen. Die umgesetzte Tonnage für die deutsche Hauptniederlassung ist um rund 11% gesunken, was auch den gesunkenen Umsatz widerspiegelt. Obwohl die Materialaufwendungen linear zum Umsatz gesunken sind, wurden die Umsatzerlöse zum Teil durch gestiegene Personalkosten und gestiegene Zinsaufwendungen aufgebraucht, sodass sich für 2023 ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 379.583 EUR (hiervon entfallen rund TEUR -153 auf Argentinien) im Vergleich zum Vorjahresüberschuss in Höhe von 424.129 EUR ergibt.

Darstellung der Lage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist in 2023 um 3,15 Mio. EUR auf 5,3 Mio. EUR gesunken. Die Vermögenswerte und Schulden aus der konsolidierten argentinischen Betriebsstätte haben ebenso mit einer Verringerung ihrer Bilanzsumme von 0,86 Mio. EUR auf 0,16 Mio. EUR zu der Verringerung beigetragen. Auf der Aktivseite resultiert die Verringerung hauptsächlich aus dem verringerten Bankguthabenbestand (-0,4 Mio. EUR) und dem geringeren Bestand der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (-2,74 Mio. EUR), der hauptsächlich aus der Begleichung von Forderungen abzuleiten ist. Auf der Kapitalseite ist das infolge des Jahresfehlbetrages verminderte Eigenkapital, sowie der infolge des reduzierten Geschäftsvolumens verringerte Bestand der Verbindlichkeiten (-2,4 Mio. EUR) und Rückstellungen (-0,22 Mio. EUR) für die gesunkene Bilanzsumme maßgebend. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind überwiegend durch ausstehende Steuerzahlungen geprägt.

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Einheit 2023 2022
Tonnagen t in 1.000 10.235 10.236
Rohertragsquote % 13,02 13,26
Betriebsergebnis Mio. EUR -0,275 0,81
Rohertragsquote= Rohertrag / Gesamtleistung

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Einheit 2023 2022
Mitarbeiter durchschn. Anzahl 18 18

Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft wird trotz des rückläufigen Jahresergebnisses für Deutschland als positiv beurteilt. Die Eigenkapitalquote beträgt bei einer rückläufigen Bilanzsumme 18 % (Vorjahr: 17%). Ursache für den Zuwachs der Eigenkapitalquote ist trotz des Jahresfehlbetrages hauptsächlich die Verringerung der Verbindlichkeiten um 2,4 Mio. auf nunmehr 4,3 Mio. EUR als auch die Verringerung des Forderungsbestandes um 2,7 Mio. EUR auf 5,1 Mio. EUR. Darüber hinaus bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,6 Mio. EUR gegenüber verbundenen Unternehmen. Dies sichert künftige liquide Mittel. Dagegen bestehen in Höhe von 0,86 Mio. EUR Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Der Rückgang der Finanzmittel ist im Wesentlichen auf negative Cashflows aus der operativen Tätigkeit, insbesondere im Zusammenhang mit der Betriebsstätte in Argentinien, sowie auf Mittelabflüsse aus der Finanzierungs- und Investitionstätigkeit zurückzuführen.

Ertragslage

2023
in Mio. EUR
2022
in Mio. EUR
Veränderung
in Mio. EUR
Umsatzerlöse/so. Erträge 17,4 23,8 -6,40
Materialaufwand/Fremdleistungen -15,1 -20,6 -5,50
Personalaufwand -1,61 -1,44 +0,17
Abschreibungen -0,005 -0,02 -0,015
sonstiger Betriebsaufwand -0,96 -0,93 0,03
Betriebsergebnis -0,275 0,81 -1,085
Zinsaufwand und sonstiger neutraler Aufwand -0,20 -0,19 +0,01
Steuern vom Einkommen und Ertrag +0,086 -0,20 -0,286
Jahresfehlbetrag (i. Vj: Jahresüberschuss) -0,38 0,42 -0,80

Aufgrund der gesunkenen Nachfrage und des damit einhergehenden Umsatzeinbruchs hat sich das Betriebsergebnis von 0,81 Mio. EUR auf -0,275 Mio. EUR verringert. Dies resultiert hauptsächlich daraus, dass der gesunkene Materialaufwand in selber Höhe wie der Umsatz, nämlich in Höhe von 27%, zwar ebenso gesunken ist, jedoch die Preissteigerungen des Materialaufwandes durch bestehende Alt-Verträge nicht weiter an die Airlines berechnet werden konnten, sodass diese zu Lasten des Unternehmens gegangen sind. Daneben ist sowohl der Personalaufwand um rund 12% als auch der Zinsaufwand um 16% gestiegen.

Bei einem überproportionalen Abfall der Umsatzerlöse aufgrund der gesunkenen Nachfrage im Luftfrachtverkehr sind im gleichen Verhältnis die Materialaufwendungen zwar um 5,5 Mio. EUR gesunken, die Fixkosten waren dennoch höher als, dass sich ihr Rückgang positiv auf das Betriebsergebnis ausgewirkt hat. Die Personalaufwendungen sind dabei im Verhältnis zu 2022 um 0,17 Mio. EUR angestiegen, was darauf zurückzuführen ist, dass es an die Inflation angepasste Gehaltserhöhungen in 2023 gab. Die sonstigen Aufwendungen sind um 0,03 Mio. EUR gestiegen, was der allgemeinen Teuerungsrate zugeschrieben wird. Der Steueraufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,286 Mio. EUR verringert, was darauf zurückzuführen ist, dass der erwirtschaftete Verlust für 2023 anteilig für Zwecke der Körperschaftsteuer und des Solidaritätszuschlages in die Jahre 2022 und 2021 zurückgetragen werden kann, sodass die dadurch zu viel bezahlte Steuer durch das Finanzamt nunmehr erstattet wird. In Summe wird somit für 2023 ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 0,38 Mio. EUR ausgewiesen (Vorjahresüberschuss: 0,42 Mio. EUR).

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Die Gesellschaft zeigt sich für die Jahre 2025 ff. optimistisch trotz des derzeit prognostizierten Stillstandes des Wirtschaftswachstums in Deutschland für 2025. Auf Basis der vorliegenden vorläufigen Zahlen der deutschen Niederlassung für das Jahr 2024 verzeichnet die Gesellschaft voraussichtlich einen Umsatzrückgang in Höhe von 1,9 Mio. EUR auf 15,5 Mio. EUR im Vergleich zu 2023 infolge verringerter Tonnage. Um auf die geminderten Umsatzzahlen zu reagieren, hat die Gesellschaft bereits mit Anpassungen der Kostenstruktur im Jahr 2024 für die deutsche Hauptniederlassung reagiert. Für 2025 plant die Gesellschaft mit einem Umsatz von voraussichtlich 15 Mio. EUR. Es bestehen Überlegungen weitere Kosteneinsparungen vorzunehmen, wie die im Einzelfall ausgestaltet werden ist derzeit noch in Abstimmung. Eine Reduktion der Beschäftigten soll dabei vermieden werden.

Infolge des Umsatzrückganges ergibt sich als vorläufiger Jahresfehlbetrag 0,16 Mio. EUR für das Jahr 2024. Für das Jahr 2025 rechnen wir mit einem Ergebnis auf ähnlichem Niveau. Für das Jahr 2026 ist eine Aufholung auf ein ausgeglichenes Ergebnis angestrebt.

Chancen- und Risikobericht

Chancen und Risiken ergeben sich insbesondere aus den allgemeinen konjunkturellen Rahmendaten, insbesondere der Entwicklung des Welthandels und damit der allgemeinen Nachfrage nach Transportdienstleistungen.

Chancen ergeben sich bei der Gesellschaft allgemein mit dem Wachstum der Weltwirtschaft und den daraus resultierenden Frachtströmen sowie in Verbindung mit organisatorischen und prozessbezogenen Verbesserungen. Eine kontinuierliche Optimierung wichtiger Geschäftsprozesse sowie eine strikte Kostenkontrolle sind von essenzieller Bedeutung zur Erreichung der Profitabilitätsziele.

Es besteht ein Risiko darin, dass die Gesellschaft die Strecken- und Flottenpolitik der Fluggesellschaften sowie die Preisentwicklung nicht beeinflussen kann. Ist eine Fluggesellschaft auf Grund politischer oder wirtschaftlicher Ereignisse gezwungen, bestimmte Strecken zu streichen, besteht das Risiko, die Nachfrage nach Frachtraum auf diesen Strecken nicht bedienen zu können und entsprechend Kunden dauerhaft zu verlieren. Zur Verringerung dieser Abhängigkeit wird versucht, Vertragsbeziehungen mit verschiedenen Fluggesellschaften und sog. Interline-Partnern aufzubauen. Ein weiteres Risiko wird in dem sich verschärfenden Wettbewerb und den sich hieraus ergebenden Rahmenbedingungen gesehen: Fluggesellschaften fordern bei Abschluss neuer Verträge höhere Minimumgarantien, die bei Nichterreichung der Mindest-Frachtmenge das Ergebnis belasten können. Darüber hinaus stehen die Durchschnittserlöse, insbesondere mit überproportionalen Kapazitätswachstum und dem damit verbundenen zunehmenden Wettbewerb, unter Druck. Weitere Risiken bestehen in der Neuverhandlung auslaufender Verträge mit den Fluggesellschaften und der Abhängigkeit mit größeren Fluggesellschaften.

Forderungsausfallrisiken bestehen nur in sehr beschränkten Umfang, da ein Großteil der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen besteht. Zudem sind durch die guten und konstanten Kundenkontakte Forderungsausfälle gegenüber Dritten selten.

Zinsrisiken bestehen nur in geringem Maße, da lediglich in der Betriebsstätte Argentinien verzinsliche Verbindlichkeiten bestehen.

Risiken bei der Gesellschaft bestehen grundsätzlich in den Wechselkursveränderungen beim US-Dollar und beim argentinischen Peso, diese sind aber grundsätzlich von untergeordneter Bedeutung im Verhältnis zum Umsatz.

Es sind der Geschäftsführung keine Umstände bekannt, die einen Fortbestand des Unternehmens gefährden würden.

 

Düsseldorf, den 23. Juni 2025

gez. Christian Weidener, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.714,00 7.694,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5,00 5,00
II. Sachanlagen 5.709,00 7.689,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.709,00 7.689,00
B. Umlaufvermögen 5.300.147,26 8.445.134,69
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.150.925,37 7.886.126,61
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.623.997,02 439.915,33
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.526.928,35 7.446.211,28
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 34.086,60 34.086,60
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 149.221,89 559.008,08
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.708,53 10.650,08
Summe Aktiva 5.317.569,79 8.463.478,77

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 958.597,66 1.474.397,59
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 1.313.181,00 1.025.268,31
III. Jahresfehlbetrag 379.583,34 -424.129,28
B. Rückstellungen 56.100,00 275.132,67
C. Verbindlichkeiten 4.302.872,13 6.713.948,51
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 862.264,77 468.405,59
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 862.264,77 468.405,59
2. sonstige Verbindlichkeiten 3.440.607,36 6.245.542,92
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.440.607,36 6.245.542,92
Summe Passiva 5.317.569,79 8.463.478,77

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 2.319.237,33 3.201.302,61
2. Personalaufwand 1.610.191,37 1.443.652,44
a) Löhne und Gehälter 1.329.442,16 1.206.156,44
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 280.749,21 237.496,00
davon für Altersversorgung 22.688,42 20.117,62
3. Abschreibungen 4.280,12 17.501,68
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.280,12 4.556,76
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 12.944,92
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 960.006,92 937.021,35
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 6.673,13 24.536,99
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 209.807,36 180.537,66
davon an verbundene Unternehmen 201.720,33 42.002,09
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -86.475,20 197.074,87
7. Ergebnis nach Steuern -378.573,24 425.514,61
8. sonstige Steuern 1.010,10 1.385,33
9. Jahresfehlbetrag 379.583,34 -424.129,28

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Der Anhang ist nach den Vorschriften der § 284 ff. HGB aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: World Cargo Solutions GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Düsseldorf
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Düsseldorf
Register-Nr.: 76513

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Abschreibungsdauer beträgt für:

• Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werte 3 Jahre
• Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre


Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die liquiden Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Im aktuellen Geschäftsjahr wurde jedoch der Ausweis eines Unternehmens, das bislang fälschlich als verbundenes Unternehmen klassifiziert wurde, korrigiert. Die betreffenden Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden nun zutreffend gegenüber Dritten ausgewiesen. Die Forderungen belaufen sich auf 2,4 Mio. EUR (Vorjahr: 6,2 Mio. EUR), die Verbindlichkeiten auf 5 TEUR (Vorjahr: 124 TEUR).

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang zu entnehmen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250,00 bis 1.000,00 EUR werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Der Ansatz eines steuerlichen Sammelpostens erfolgte nicht.

Mitzugehörigkeitsvermerke

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind auch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sie beinhalten Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von 1.623.997,02 EUR (Vorjahr 439.915,33 EUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind auch Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sie betreffen mit 862.264,77 EUR (Vorjahr 453.479,47 EUR) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin.

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 0,00 EUR.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug: 18 (Vorjahr: 18).

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 0,00
Angestellte 18,00
leitende Angestellte 0,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 18,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 15,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 3,00

Geschäftsführung

Geschäftsführer im Geschäftsjahr war Herr Ralf Rainer Ausländer. Der Beruf des Geschäftsführers entspricht seiner Organstellung.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Im Hinblick auf die Befreiungsvorschriften des § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung verzichtet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Abschlussstichtag bestehen für Miet- und Lesaingverträge sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 186 TEUR (Vorjahr: 238 TEUR). Die Höhe der Mietverpflichtung wurde basierend auf der vereinbarten Mindestlaufzeit, jedoch ohne Indexanpassung bei den Mietflächen, der entsprechenden Verträge ermittelt.

Konzernzugehörigkeit

Die World Cargo Solutions GmbH wurde in den Konzernabschluss der World Cargo Solutions DMCC (Dubai/Vereinigte Arabische Emirate) einbezogen.

Die World Cargo Solutions DMCC stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Konzernkreis auf. Dieser Konzernabschluss ist am Standort der Muttergesellschaft erhältlich.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag beträgt 379.583,34 EUR.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages ergibt sich ein Betrag von 933.597,66 EUR, der zu verwenden ist.

In die Rücklagen werden 0,00 EUR eingestellt.

Zur Ausschüttung ist ein Betrag von 0,00 EUR vorgesehen.

Auf neue Rechnung werden 933.597,66 EUR vorgetragen.

Nachtragsbericht

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt geworden, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und die wesentliche Auswirkung auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft haben könnten. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Düsseldorf, den 23.Juni 2025

gez. Christian Weidener

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.666,40 0,00 0,00 3.666,40
II Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 2.770,00 0,00 2.770,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 91.666,45 2.300,12 0,00 93.966,57
Summe Anlagevermögen 98.102,85 2.300,12 0,00 100.402,97
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.661,40 0,00 0,00 3.661,40
II Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 2.770,00 0,00 0,00 2.770,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 83.977,45 4.280,12 0,00 88.257,57
Summe Anlagevermögen 90.408,85 4.280,12 0,00 94.688,97
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5,00 5,00
II Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.709,00 7.689,00
Summe Anlagevermögen 5.714,00 7.694,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.06.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem anliegenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die World Cargo Solutions GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der World Cargo Solutions GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der World Cargo Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 23. Juni 2025

KSP AUDIT GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Christoph Michels, Wirtschaftsprüfer

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