Stammdaten

Register
Amtsgericht Koblenz HRB 15158
Vorher
RTI Sports, Vertrieb von Sportartikeln GmbH
Eingetragen
14.1.2003
Branche
Großhandel mit Sportartikeln und -zubehörGroßhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und ZubehörHerstellung von Sportgeräten
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Sportartikeln mit dem Schwerpunkt Triathlon und Radsport.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Brost
seit 19.9.2022
Geschäftsführer
Kristoph Klemenz Knau
seit 12.5.2021
Geschäftsführer
Peter Werner Bretz
seit 1.3.2021
Geschäftsführer
Franc Roland Arnold
seit 3.1.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Arnold FrancRTI Group GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
130.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RTI Sports GmbH

Koblenz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Gliederung

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf und Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a) Vermögenslage

b) Finanzlage

c) Ertragslage

3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

4. Gesamtaussage

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die RTI Sports GmbH (nachfolgend RTI Sports oder Gesellschaft genannt) betreibt Marken für den Fachhandel.

Acht starke Premium-Marken (teils Eigen- teils Fremdmarken) unter einem Dach: RTI Sports bietet dem Fahrrad-Fachhandel seit mehr als 20 Jahren ausgewählte Produkte von ausnahmslos hoher Qualität. Alle Hersteller zählen in ihrem Segment zu den führenden und verkaufsstärksten Marken mit hoher Kundenzufriedenheit.

Was Fahrradhändlern und Radfahrern wichtig ist, weiß kaum jemand besser als Franc Arnold, Gründer und Geschäftsführer von RTI Sports. Seine Unternehmerkarriere begann Anfang der 80er-Jahre in der Garage seines Elternhauses in Löf bei Koblenz, wo er den Kunden hochwertige Rennräder auf Maß anpasste. In der Werkstatt und hinter der Ladentheke des eigenen Radgeschäfts erlebte Franc Arnold dann ab 1985 die Geburtsstunde und die Boomjahre des Mountainbikes.

1990 folgte die Gründung von RTI Sports (RTI = Radsport, Triathlon, Innovation). Bis 1997 machte sich das Unternehmen vor allem mit selbst produzierten Triathlonädern der Marken Quintana Roo und Excite sowie mit Triathlon-Spezialteilen einen Namen. Seit 1998 ist RTI Sports ausschließlich auf den Markenvertrieb von hochwertigem Fahrradör wie Griffe, Sättel sowie Lenkerbänder spezialisiert.

„Ich möchte keine Allerweltsprodukte vertreiben, das war mir schon immer wichtig“, betont Franc Arnold. „Klasse statt Masse“ ist sein Leitsatz, und maximale Qualitätsstandards gelten selbstverständlich auch für die beiden RTI-Eigenmarken Ergon und Terry. In der Gruppeneigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilung arbeiten in Koblenz Ingenieure, Ergonomie-Spezialisten und Industriedesigner Hand in Hand an ergonomisch ausgereiften Fahrradprodukten in professionellem Design.

Mit einem großen Netzwerk von Fachleuten, Fahrern und Partnern hält RTI Sports die Fahrradkompetenz auf konstant hohem Niveau. Unser Versprechen an unsere Händler: Qualität, Kontinuität, faire Preise, kompetente Beratung, Marketing-Unterstützung online und offline. Unser Ziel: Radfahrer begeistern mit Produkten, die überzeugen.

2. Forschung und Entwicklung

Gegenstand der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit sind innovative Weiterentwicklungen von bestehenden Produkten, Neuentwicklungen und Implementierungen neuester Technologien in neue Fahrradprodukte. Die Forschung und Entwicklung wird im Wesentlichen über das Schwesterunternehmen ERGON International GmbH geleistet.

II. Wirtschaftsbericht

Das Berichtsjahr 2023 war erneut von vielfältigen wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen geprägt. Die Weltwirtschaft kämpfte weiterhin mit den Spätfolgen der COVID-19-Pandemie, wobei strukturelle Schwächen in vielen Regionen zutage traten. Zusätzlich belastete der fortdauernde russische Angriffskrieg in der Ukraine und die damit verbundenen geopolitischen Spannungen die globalen Wirtschaftsbeziehungen. Insbesondere der Energie- und Rohstoffsektor war von erheblichen Preisschwankungen betroffen. Auch unsere Branche blieb von den anhaltenden Preissteigerungen und Marktunsicherheiten nicht unberührt.

Während sich die globalen Lieferketten gegenüber dem Vorjahr tendenziell stabilisierten, wirkten sich geopolitische Konflikte und die wirtschaftliche Abschwächung in China weiterhin hemmend auf den Welthandel aus. In Reaktion auf die anhaltend hohe Inflation setzten viele Zentralbanken ihre restriktive Geldpolitik fort. Die Leitzinsen wurden weiter angehoben, was Investitionen erschwerte und das Wachstum zusätzlich bremste. Insgesamt lag das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2023 bei lediglich 2,7 %, während der Welthandel nur moderat zulegte.

Die US-Wirtschaft zeigte sich im internationalen Vergleich robust. Trotz anhaltend hoher Inflation und gestiegener Leitzinsen konnte der Privatkonsum aufrechterhalten werden. Der Arbeitsmarkt blieb stabil, was zu einem soliden Jahreswachstum von rund 2,5 % führte. Die Inflationsrate lag im Jahresverlauf bei etwa 6 %, wobei sich gegen Jahresende eine Entspannung abzeichnete.

In der Eurozone waren die Auswirkungen der geopolitischen Unsicherheiten, insbesondere in Folge des Ukraine-Kriegs, weiterhin deutlich spürbar. Die wirtschaftliche Dynamik ließ im Jahresverlauf merklich nach. Während zu Jahresbeginn noch ein leichtes Wachstum verzeichnet wurde, stagnierte die Konjunktur im zweiten Halbjahr weitgehend. Die Eurozone erreichte insgesamt ein geringes Wachstum von rund 0,5 %. Deutschland, die größte Volkswirtschaft Europas, befand sich hingegen in einer technischen Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt sank um ca. -0,3 % bis -0,6 %. Hohe Energiepreise, gestiegene Zinsen, eine schwächelnde Industrieproduktion sowie strukturelle Reformstaus belasteten das wirtschaftliche Umfeld erheblich.

Die Verbraucherpreise in der Eurozone stiegen im Jahresdurchschnitt um rund 5,4 %, in Deutschland lag die durchschnittliche Inflationsrate bei 5,9 %. Im Dezember 2023 wurde ein Rückgang auf 3,7 % verzeichnet, was auf nachlassende Energiepreise und die Wirkung geldpolitischer Maßnahmen zurückzuführen ist. Die Europäische Zentralbank beendete ihre expansive Geldpolitik vollständig und erhöhte den Leitzins im Laufe des Jahres auf 4,0 %, um der anhaltend hohen Inflation entgegenzuwirken.

In China blieb das Wirtschaftswachstum mit rund 5 % unter den Erwartungen, was insbesondere auf eine schwache Inlandsnachfrage, strukturelle Probleme im Immobiliensektor sowie eine weiterhin verhaltene internationale Nachfrage zurückzuführen war. Der Preisdruck in China blieb moderat, was den geldpolitischen Handlungsspielraum der Zentralregierung aufrechterhielt.

Die Wechselkurse unterlagen im Jahresverlauf erneut starken Schwankungen. Der US-Dollar bewegte sich im Verhältnis zum Euro zwischen 1,05 und 1,15 und notierte zum Jahresende weitgehend stabil. Auch die Rohstoffmärkte zeigten eine volatilere Entwicklung: Der Ölpreis pendelte um die Marke von 85 USD je Barrel, blieb aber auf einem im Vergleich zum Vorjahr leicht niedrigeren Niveau. Der Preis für europäisches Gas ging nach den Extremwerten des Jahres 2022 zurück, verharrten jedoch auf einem strukturell höheren Niveau als vor der Energiekrise. Der durchschnittliche Gaspreis in Europa schwankte weiterhin stark und lag zeitweise deutlich über 100 EUR/MWh.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Jahres 2023 wurden darüber hinaus durch zunehmende Arbeitskämpfe, strukturelle Engpässe im Fachkräftebereich und eine wachsende Unsicherheit in der Industrie geprägt. Gleichzeitig verdeutlichten politische Auseinandersetzungen rund um Klimapolitik, Energieversorgung und Investitionsprogramme den hohen Reformbedarf in vielen Volkswirtschaften.

Fahrräder und E-Bikes stehen trotz der wirtschaftlichen Lage für die tägliche Mobilität und in der Freizeit weiterhin hoch im Kurs. Mit Blick auf den Markt- und Innovationstreiber E-Bike nehmen die Unternehmen aus der deutschen Fahrradbranche inzwischen weltweit die Vorreiterrolle ein. ,,Engineered in Germany'' und ,,Made in Europe'' sind bei E-Bikes die Garanten für Ingenieurskunst, Design, Qualität, Nachhaltigkeit und Werterhalt. Entgegen den Erwartungen und dem allgemeinen negativen Konsumklima haben 2023 sowohl die Fahrradproduktion wie auch die Fahrradverkäufe abermals ein sehr hohes Niveau erreicht - vergleichbar mit dem coronabedingten Fahrrad-Boomjahr 2020. (Quelle: ZIV Zweirad-Industrie-Verband Marktdaten 2023).

Die Produktion lag nach dem Allzeithoch in Deutschland im Jahr 2022 in der Fahrrad- und E-Bike-Produktion, die angesichts der zwischenzeitlich eingebrochenen Nachfrage zu übervollen Lägern im Vorjahr beitrug, mit 2,3 Millionen Einheiten auf dem Niveau des Boom-Jahres 2020 und hat sich damit auf einem sehr guten Wert eingependelt. Was einem Rückgang von 12% im Vergleich zum Vorjahr entspricht (Vorjahr 2,6 Millionen Einheiten). Hinzu kamen rund 710.000 Einheiten, die im Auftrag deutscher Hersteller im Ausland produziert wurden, sodass sich eine Gesamtstückzahl von ca. 3 Millionen ergibt (Vorjahr 3,34 Millionen Stück). Die klassische Fahrradproduktion war erneut rückläufig (0,7 Millionen Stück (Vorjahr: 0,90 Millionen)), wohingegen das E-Bike-Segment nur um 5,9% auf 1,60 Millionen Stück gesunken ist (Vorjahr: 1,72 Millionen Stück). Stabil auf hohem Niveau waren 2023 auch die Umsätze der Branche. Der Gesamtumsatz lag bei 7,06 Milliarden Euro (Vorjahr: 7,36 Milliarden Euro). Gründe waren der weiterwachsende Anteil von E-Bikes und anderen hochwertigeren Produkten, wie zum Beispiel Cargobikes, das weiter gewachsenen Qualitätsbewusstsein bei den Käufer:innen sowie der wachsende Leasing-Markt, der hochwertige Fahrräder und E-Bikes für alle Interessierte ermöglicht. Während der durchschnittliche Verkaufspreis für Fahrräder leicht auf 470 Euro sank (Vorjahr: 500 Euro), stieg der Durchschnittspreis für E-Bikes weiter auf rund 2.950 Euro (Vorjahr: 2.800 Euro). (Quelle: ZIV Zweirad-Industrie-Verband Marktdaten 2023)

Im Jahr 2023 wurden insgesamt 4,0 Millionen Fahrräder und E-Bikes verkauft - ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr (4,6 Millionen Stück). Die Verkaufsmenge ist somit insgesamt leicht rückläufig und ungefähr wieder auf dem Vor-Corona-Niveau. Weiter rückläufig entwickelte sich der Verkauf von Fahrrädern ohne Motorunterstützung. Im Jahr 2023 wurden 1,9 Mio. Fahrräder verkauft (2022: 2,4 Mio. Stück.). Der Verkauf von E-Bikes setzte sich dabei erstmals auch mengenmäßig vor das klassische Fahrrad: Mit rund 2,1 Millionen verkauften E-Bikes lag der Marktanteil bei 53 % (Vorjahr 48 %). Die stabilen Absatzzahlen bei E-Bikes liegen sogar über dem Niveau des Boom-Jahres 2020 (2,0 Mio. Stück).

Das Ergebnis des Rekord-Vorjahrs 2022 (2,2 Mio. Stück) konnte aufgrund der allgemeinen Kaufzurückhaltung bei den Verbraucher:innen nicht erreicht werden. Der Anteil der E-Bikes an den Gesamtverkäufen ist damit weiter gestiegen - ein klarer Beleg für den strukturellen Wandel innerhalb der Branche. (Quelle: ZIV Zweirad-Industrie-Verband Marktdaten 2023).

Die Nachfrage nach Mountainbikes und insbesondere E-Mountainbikes blieb stabil. 2023 lagen die Verkäufe bei 911.500 Stück (Vorjahr: 931.000 Stück), wobei der Anteil der E-Mountainbikes bei 90 % liegt (0,819 Millionen von insgesamt 0,9115 Millionen verkauften Mountainbikes). Cargobikes entwickelten sich weiterhin sehr dynamisch: Die Verkaufszahlen stiegen um 10,5 % auf 235.250 Stück (Vorjahr: 212.800). Besonders stark war erneut das Wachstum bei den E-Cargobikes, deren Absatz um 14,5 % auf 189.000 Einheiten zulegte (Vorjahr: 165.000). (Quelle: ZIV Zweirad-Industrie-Verband Marktdaten 2023).

Eine besonders positive Entwicklung zeigt sich im Bereich der Dienstleistungen: Leasing, Sharing und Verleih legten erneut deutlich zu. Der Umsatzanteil des Dienstleistungssegments stieg weiter - insbesondere das Dienstrad-Leasing bleibt ein Wachstumsmotor. Bereits 36 % aller neu angeschafften Fahrräder werden über Leasingmodelle bezogen. 2019 waren es nur 10 %, Was einem Zuwachs von 276% entspricht. Beim Umsatzanteil liegt Leasing sogar bei 42 %. (Quelle: ZIV Zweirad-Industrie-Verband Marktdaten 2023).

Ein besonders eindrucksvolles Signal für die Relevanz der Branche liefert die aktuelle Bestandszahl: Im Jahr 2023 waren rund 84 Millionen Fahrräder und E-Bikes in Deutschland registriert - ein neuer Rekordwert. Im Jahr 2022 waren nur 82,8 Millionen registriert. Was einem Zuwachs von 1,4 % entspricht. Seit 2019 hat die Anzahl der registrierten Fahrräder sogar um 8,1 Millionen zugenommen. Das zeigt das noch keine Marksättigung erreicht ist. Dies Wachstumstreiber sind unverändert der Ersatz des älteren Fahrrads, der deutliche Trend zum Zweit- oder Drittrad (urban + sportiv + ggf. Cargo etc.). (Quelle: ZIV Zweirad-Industrie-Verband Marktdaten 2023).

1. Geschäftsverlauf und Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das Jahr 2023 war geprägt von anhaltenden globalen Herausforderungen, die insbesondere durch volatile Energiepreise, geopolitische Unsicherheiten und weiterhin beeinträchtigte Lieferketten gekennzeichnet waren. Der Jahresumsatz verringerte sich auf T€ 38.226 und liegt damit unter dem Vorjahreswert von T€ 48.601.

Trotz dieses deutlichen Umsatzrückgangs konnte das Unternehmen seinen Jahresüberschuss auf T€ 312 steigern (Vorjahr: T€ 186). Dies ist vor allem auf eine konsequente Kostenkontrolle, Effizienzsteigerungen in der Produktion sowie eine optimierte Einkaufsstrategie zurückzuführen.

Der Warenbestand reduzierte sich von T€ 15.565 im Jahr 2022 auf T€ 9.738 im Geschäftsjahr 2023. Diese Abnahme reflektiert eine gezielte Bestandsoptimierung und einen stärkeren Fokus auf effizientes Lager- und Working-Capital-Management.

Dank stabiler Personalkapazitäten und flexibler Prozesse gelang es, die Auslieferungen zuverlässig sicherzustellen und die Kundenzufriedenheit zu erhalten.

Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2023 vor dem Hintergrund der schwierigen Rahmenbedingungen als zufriedenstellend zu bewerten, insbesondere aufgrund der positiven Entwicklung beim Jahresüberschuss.

a) Vermögenslage

wesentliche Bilanzposten Aktive Geschäftsjahr
T€
Vorjahr
T€
Veränderung
T€
Veränderung
%
Anlagevermögen 513 482 31 6,4
Vorräte 9.741 15.566 -5.825 -37,4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 350 682 -332 -48,7
liquide Mittel 27 218 -191 -87,6
Passiva
Eigenkapital 645 333 312 93,7
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 17.426 10.655 6.771 63,5
Bilanzsumme 21.583 18.405 3.178 17,3

Der Anteil des Anlagevermögens ist aufgrund der Investitionen in Höhe von T€ 185 in immaterielle Vermögensgegenstände (insbesondere in Schutzrechte) gestiegen. Der Anteil verminderte sich um 0,2 Prozentpunkte von 2,6 % auf 2,4 %. Dies Verringerung erfolgte aufgrund der Erhöhung des Gesamtvermögens um 17,3 %.

Das Vorratsvermögen ist von T€ 15.566 (84,6 % der Bilanzsumme) im Vorjahr um T€ -5.825 auf T€ 9.741 (45,1 % der Bilanzsumme) zurückgegangen.

Der Rückgang der Vorräte ist im Wesentlichen auf den gezielten Abbau der Handelswarenbestände (-T€ 5.825) zurückzuführen, nachdem im Vorjahr - im Zuge massiver globaler Lieferkettenstörungen - ein strategischer Bestandsaufbau erfolgt war. Ziel war es damals, die Lieferfähigkeit des Unternehmens abzusichern und potenzielle Absatzverluste durch fehlende Ware zu vermeiden. Mit der allmählichen Normalisierung der Material- und Teileverfügbarkeit im Jahr 2023 konnte der hohe Bestand planmäßig abgebaut werden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich von T€ 10.655 im Vorjahr auf T€ 17.426 (+63,5 %) erhöht. Dies ist auf den Beitrag der RTI Sports an der Finanzierung von Projekten der gesamten Unternehmensgruppe zurückzuführen.

Der stichtagsbedingte Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (-48,7 %) ist insbesondere aufgrund des verbesserten Forderungsmanagement zurückzuführen.

Die Eigenkapitalquote hat sich unter anderem aufgrund des Jahresüberschusses in Höhe von T€ 312 von 1,8 % auf 3,0 % erhöht.

b) Finanzlage

Die Finanzlage kann als solide bezeichnet werden.

Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen durch Bankdarlehen, Kundenanzahlungen und Lieferantenkredite.

Die Anlagendeckung (Verhältnis Eigenkapital zu Anlagevermögen) beträgt 125 % (Vorjahr 69 %). Unter Einbeziehung des langfristigen Fremdkapitals erhöht sich der Wert auf 1.298 % (Vorjahr 1.167 %). Die Liquidität 2. Grades (flüssige Mittel + Forderungen + Sonstige Vermögensgegenstände bis 1 Jahr im Verhältnis zum kurzfristigen Fremdkapital) ist auf 75 % gestiegen (Vorjahr 18 %).

c) Ertragslage

Die RTI Sports kann auf ein solides Geschäftsjahr zurückblicken.

Das Rohergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr nur um T€ -1.752 auf T€ 13.352 (-11,6 %) vermindert, obwohl die Umsatzlöse um T€ -10.374 (-21,3 %) zurückgegangen sind.

Das EBIT (Earnings before Interest and Taxes) ist um T€ 346 auf T€ 976 gestiegen (+54,9 %) und hat sich somit positiv entwickelt.

Die Personalkosten haben sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr vermindert (-19,1 %). Im Zuge des Umsatzrückgangs wurden im Laufe des Jahres die Personalstruktur angepasst und auf das gesunkene Geschäftsvolumen abgestimmt. Neben natürlichen Fluktuationen kamen dabei auch Effizienzmaßnahmen und temporäre Personalreduktionen zum Tragen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um T€ 3.041 auf T€ 12.081 gesunken. Insbesondere die folgenden Entwicklungen haben sich ausgewirkt:

Den gesunkenen Verwaltungskosten T€ 566 (-14,9 %), den gesunkenen Vertriebskosten von T€ 1.462 (-18,6 %) sowie den gesunkenen Aufwendungen aus Wechselkursdifferenzen von T€ 1.196 (+148,3 %) stehen gestiegene Betriebskosten von T€ 255 (+19,6 %) entgegen.

3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

• Umsatz

• Betriebsergebnis (EBIT)

Für die interne Unternehmenssteuerung werden die Kennzahlen Umsatz und das Betriebsergebnis (EBIT) herangezogen.

Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um 21,3 % zurückgegangen.

Das Betriebsergebnis (EBIT) ist um T€ 346 auf T€ 976 gestiegen (+54,9 %).

Die Kennzahl Umsatz hat sich negativ entwickelt, zeigt sich aber im Hinblick auf die generelle Branchenentwicklung mehr als robust.

Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens kann trotzdem insgesamt als gut bezeichnet werden.

4. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. Das Unternehmen ist gut aufgestellt und auf die Zukunft vorbereitet.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten, wenn möglich, innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Im Berichtsjahr wurden bei den Lieferverbindlichkeiten häufig durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisiert.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen sind durch das Vorratsvermögen sowie die kurzfristigen Forderungen gedeckt.

III. Prognosebericht

Marktwachstum und Nachfrage

Für das Jahr 2024 wird eine leichte Marktbelebung erwartet, insbesondere durch Impulse aus dem E-Bike-Segment. Die Nachfrage nach Elektrofahrrädern dürfte weiterhin auf hohem Niveau bleiben, wobei insbesondere urbane Mobilitätslösungen wie E-Cargobikes weiter an Relevanz gewinnen. Der klassische Fahrradmarkt bleibt dagegen unter Druck, da viele Verbraucher ihre Anschaffungen während der Pandemie bereits getätigt haben. Zudem beeinflusst das volatile Konsumklima weiterhin das Kaufverhalten.

Lieferketten und Produktion

Die Situation in den Lieferketten hat sich im Laufe des Jahres 2023 weitgehend normalisiert. Für 2024 wird von einer stabilen Versorgungslage ausgegangen. Allerdings bleiben geopolitische Unsicherheiten, etwa durch internationale Konflikte oder volatile Rohstoffmärkte, ein latentes Risiko. Unternehmen setzen zunehmend auf europäische Produktionsnetzwerke, Digitalisierung und automatisierte Fertigung, um ihre Widerstandsfähigkeit und Effizienz zu steigern.

Preisentwicklung

Für 2024 wird mit einer stabilen bis leicht steigende Preisentwicklung gerechnet. Während die durchschnittlichen Verkaufspreise für Fahrräder zuletzt leicht gesunken sind, ist bei hochwertigen E-Bikes weiterhin mit moderatem Preisanstieg zu rechnen. Steigende Betriebskosten, insbesondere durch Energie und Logistik, könnten Preisanpassungen erforderlich machen. Gleichzeitig wird der Preisdruck durch einen intensiveren Wettbewerb und preisbewusste Kundengruppen weiter zunehmen.

Nachhaltigkeit und Innovation

Nachhaltigkeit bleibt ein Schlüsselfaktor. Verbraucher achten verstärkt auf die Umweltbilanz von Produkten. Hersteller, die in klimaneutrale Produktion, Recyclingtechnologien und langlebige Komponenten investieren, verbessern ihre Marktstellung. Zugleich nimmt die Digitalisierung zu: Smarte Fahrradfunktionen wie GPS-Tracking, App-Integration oder präventive Wartungssysteme gewinnen an Bedeutung - sowohl im Premiumsegment als auch im Flottenmanagement.

Wettbewerb und Marktveränderungen

Die Wettbewerbssituation bleibt auch 2024 angespannt. Neue Marktteilnehmer aus dem Bereich der Mikromobilität und der vermehrte Online-Vertrieb setzen klassische Anbieter unter Druck. Der Anteil des stationären Fachhandels ist zwar stabil, aber Unternehmen mit digitalem Vertriebsansatz und flexiblen Kundenlösungen (z. B. Leasing, Abomodelle) haben zunehmend Vorteile. Kooperationen mit ÖPNV-Anbietern und Sharing-Diensten bieten Potenzial zur Erschließung neuer Zielgruppen.

Bestandsentwicklung

Der Fahrradbestand in Deutschland erreichte 2023 mit rund 84 Millionen Fahrrädern und E-Bikes einen neuen Höchststand. Dieser strukturelle Trend weist auch 2024 auf ein stabiles Aftersales-Geschäft hin - insbesondere in den Bereichen Service, Ersatzteile und Zubehör.

Fazit

Für 2024 ist von einer robusten Entwicklung der Fahrradbranche auszugehen - getragen vom anhaltenden Erfolg der E-Bikes und der zunehmenden Vernetzung von Mobilitätslösungen. Die Herausforderungen liegen weiterhin in der Preisgestaltung, im Wettbewerb mit digitalaffinen Marktteilnehmern sowie in der Reaktion auf wirtschaftliche und geopolitische Schwankungen. Innovationsfähigkeit, Nachhaltigkeitsstrategien und Digitalisierung bleiben zentrale Erfolgsfaktoren. Eine weitere Konsolidierung im Marktumfeld wird nicht erwartet - vielmehr ist von einer Stabilisierung unter den etablierten Akteuren mit Fokus auf den europäischen Markt auszugehen.

Gemäß Planung wird sowohl für 2024 als auch für die Folgejahre eine positive Entwicklung in Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, insbesondere des Jahresüberschusses erwartet. Es werden für 2024 gemäß der Planung eine moderate Verbesserung des Jahresüberschuss und eine moderate Verbesserung des Betriebsergebnis (EBIT) bei einem moderatem Umsatzwachstum erwartet.

Das erste Quartal des Geschäftsjahres 2024 ist als positiv zu bezeichnen. Die Gesellschaft geht davon aus, im Umsatz und Ergebnis für das Jahr 2024 die Planungen zu erreichen.

Insgesamt bleibt eine belastbare Planung für das Geschäftsjahr 2024 weiterhin herausfordernd, da die Auswirkungen des Ukraine-Krieges, anhaltende Lieferkettenrisiken sowie volatile Energie- und Rohstoffpreise auch im kommenden Jahr schwer vorhersehbar sind und einer laufenden Neubewertung bedürfen. Insgesamt stellen unsichere Beschaffungsmärkte, schwankende Nachfrageverläufe und geopolitische Einflüsse eine hohe Planungsunsicherheit dar.

Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren erwartet die RTI Sports eine weiter positive Entwicklung.

IV. Chancen- und Risikobericht

Die RTI Sports bezieht und vertreibt seine Waren im internationalen Wirtschaftsverkehr. Wie bei allen global agierenden Unternehmen bestehen auch hier verschiedene Geschäftsrisiken, auf deren Management das Unternehmen seit vielen Jahren durch bewährte Prozesse und Strukturen vorbereitet ist.

Zu den klassischen Risiken im Geldverkehr zählen nach wie vor Währungsschwankungen, insbesondere des Euros gegenüber dem US-Dollar und dem Renminbi. Das Unternehmen verfolgt weiterhin eine verlässliche Strategie zur Währungssicherung, um kalkulatorische Grundlagen abzusichern und wirtschaftliche Belastungen zu minimieren.

Im internationalen Warenverkehr bestehen auch über das Jahr 2023 hinaus erhebliche Unsicherheiten. Für das Jahr 2024 ist insbesondere mit einer Fortsetzung der geopolitischen Spannungen im asiatisch-pazifischen Raum (Taiwan-Konflikt, Handelsbeziehungen mit China) zu rechnen. Der Zugang zu Komponenten aus Fernost - insbesondere Akkus, Motoren und Elektronik für E-Bikes - bleibt ein Risikofaktor. Das Unternehmen verfolgt daher eine langfristige Strategie zur Diversifikation seiner Bezugsquellen, einschließlich der verstärkten Zusammenarbeit mit europäischen Herstellern.

Auch 2024 bleiben Schwankungen bei Rohstoffpreisen (z. B. Aluminium, Stahl) und Energiekosten ein Risiko für die Kostenstruktur. Eine Erholung des Konsumklimas wird für das zweite Halbjahr erwartet, bleibt jedoch stark abhängig von der Inflationsentwicklung und geldpolitischen Maßnahmen innerhalb der EU.

Die Chancen für das Jahr 2024 liegen in der weiter steigenden Nachfrage nach nachhaltiger Mobilität, insbesondere im urbanen Raum. Der wachsende Markt für E-Cargobikes, Leasingmodelle und betriebliches Dienstrad-Angebot wird auch im neuen Jahr Wachstumsimpulse liefern. Zudem eröffnen digitale Services - etwa smarte Vernetzung, Trackinglösungen und Wartungsportale - zusätzliche Geschäftsfelder.

Das Unternehmen sieht sich durch seine moderne Logistikstruktur, stabile Lieferantenbeziehungen sowie kontinuierliche Produktentwicklung gut aufgestellt, um auch 2024 flexibel auf Marktveränderungen zu reagieren und Wachstumschancen zu nutzen.

Die RTI Sports steht weiterhin eng mit ihren Handelspartnern in Kontakt und Austausch, um die bevorstehenden Herausforderungen zu meistern und auf Veränderungen schnellstmöglich reagieren zu können. Es finden wieder vermehrt Kundenbesuche bei den Partnern vor Ort oder in Koblenz statt.

Diese Investitionen in den Standort und die technologische Zukunft werden einvernehmlich zwischen der Geschäftsleitung und dem Gesellschafter vorangetrieben, damit das Unternehmen fit und wettbewerbsfähig für die Zukunft bleibt.

Das Unternehmen sieht aktuell die größten Herausforderungen im Beschaffungsmarkt sowie in den geopolitischen Einflüssen.

Die Gesellschaft bezieht einen beträchtlichen Teil ihrer Waren aus Taiwan und ist somit im Risiko der regionalen politischen Situation verhaftet. Die Gesellschaft wird langfristige eine Produktion in Europa aufbauen, um diesem Risiko entgegenzuwirken.

Festzuhalten bleibt, dass die Materialeinkäufe aus Taiwan erfolgen, wo weder Fachkräftemangel herrscht noch die Inflation oder erhöhte Energiekosten zu Buche schlagen. Allerdings sorgt diese Ausrichtung für erheblichen Zusatzbedarf an Liquidität durch hohe Transportkosten. Den gestiegenen Kosten und Bedarf an Geldmitteln wurden mit Preiserhöhungen oder temporären Aufschlägen begegnet. Eine weitere Preiserhöhung im Jahr 2024 ist nicht auszuschließen.

Auf Seiten der Abnehmerländer spielt die Ukraine keine große Rolle für das Unternehmen.

Die Gesellschaft sieht die Konzentration auf die eigenen Marken als Chance an, um die Abhängigkeit von Fremdmarken zu reduzieren.

Grundsätzlich gilt weiterhin:

Die Gesellschaft ist wesentlichen Währungsrisiken ausgesetzt, da im Einkauf die Fakturierung im Wesentlichen in Dollar erfolgt. Hier agiert das Unternehmen mit einer bewährten Strategie zur Währungssicherung in der Form von Devisentermintermingeschäften.

Auf den Wettbewerb am Markt muss weiterhin durch innovative Produkte reagiert werden.

Durch die Erschließung neuer Märkte und Kunden bzw. Key Accounts wird erwartet, in Zukunft höhere Umsätze zu generieren.

Mit dem bestehenden und zu erweiternden Kundenstamm ist mit einem positiven Ergebnis für 2024 und 2025 zu rechnen.

Auf der Beschaffungsseite greift die RTI Sports auf solide, qualitätsbewusste Produktionsfirmen zurück, mit denen langfristige Lieferverträge angestrebt werden.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeder Art.

Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Sicherung der Liquidität wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Erfordernisse angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Das Unternehmen verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich das Unternehmen überwiegend mittels Eigenmittel und Lieferantenkrediten.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, wird auch in Zukunft die Kundenbetreuung und -akquise durch den Vertrieb forciert.

Die hohen Qualitätsansprüche werden durch interne Ablauf- und Qualitätskontrollen sichergestellt.

Dem Wettbewerb am Markt wird weiterhin durch Erfahrung, Innovationen und durch ein hohes Maß an Qualität begegnet.

Die Auswirkungen der weltpolitischen Lage z.B. in der Form von etwaigen Handelshemmnissen, könnten mittelfristig negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und Deutschland haben und somit zu einer geringeren Investitionsbereitschaft führen.

Insgesamt ist sich die Geschäftsführung der RTI Sports bewusst, dass die Geschäftstätigkeit des Verkaufs von Fahrradzubehör bestimmten zyklischen Auf- und Abschwüngen unterliegt. Deshalb wird sie weiterhin Vorräte in angemessenem Umfang bereithalten und die Überwachung der Mittelflüsse - verstärken, um Unsicherheiten entgegenzuwirken und auf plötzliche Änderungen der Konjunktur der jeweiligen Märkte reagieren zu können. Durch eine sorgfältige Überwachung dieser Sachverhalte werden das. Geschäftsrisiko und Auswirkungen auf das Vermögen, die Verbindlichkeiten sowie die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft relativ geringgehalten.

Die Geschäftsführung sieht keine Risiken, die die Fortführung des Unternehmens gefährden könnten.

Gegenüber dem Vorjahr hat sich abseits des Ukraine-Krieges mit seinen Auswirkungen sowie der Energiekrise in Europa keine Änderung im sonstigen Chancen- und Risikoumfeld der Gesellschaft ergeben.

 

Koblenz, 30. Juni 2025

gez. Franc Arnold, Geschäftsführer

gez. Peter Werner Bretz, Geschäftsführer

gez. Christian Brost, Geschäftsführer

gez. Kristoph Klemenz Knau, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 513.037,00 481.915,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 507.774,00 475.581,00
II. Sachanlagen 5.263,00 6.334,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.263,00 6.334,00
B. Umlaufvermögen 20.844.480,67 17.733.199,17
I. Vorräte 9.741.241,19 15.565.697,37
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 11.075.744,26 1.949.563,07
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.502.251,00 2.495,01
2. sonstige Vermögensgegenstände 573.493,26 1.947.068,06
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 27.495,22 217.938,73
C. Rechnungsabgrenzungsposten 113.262,93 107.228,27
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 111.899,00 82.810,00
Summe Aktiva 21.582.679,60 18.405.152,44

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 644.319,49 332.568,55
I. Gezeichnetes Kapital 130.000,00 130.000,00
II. Gewinnrücklagen 1.100,00 1.100,00
III. Gewinnvortrag 201.468,55 15.258,00
IV. Jahresüberschuss 311.750,94 186.210,55
B. Rückstellungen 734.200,00 655.260,00
C. Verbindlichkeiten 20.204.160,11 17.417.323,89
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17.425.897,26 10.654.909,37
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.920.198,59
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.778.262,85 3.842.215,93
Summe Passiva 21.582.679,60 18.405.152,44

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 15.226.105,97 18.365.858,37
2. Personalaufwand 2.002.898,25 2.476.885,53
a) Löhne und Gehälter 1.655.341,64 2.068.778,48
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 347.556,61 408.107,05
davon für Altersversorgung 15.151,17 15.769,91
3. Abschreibungen 166.744,03 135.782,03
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 166.744,03 135.782,03
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 12.080.784,98 15.122.130,15
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 823.721,59 1.885.763,95
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 484.097,41 162.645,21
davon aus verbundenen Unternehmen 458.326,03 160.195,21
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 741.338,65 283.788,52
davon an verbundene Unternehmen 20.325,25 81.194,02
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 404.556,53 321.455,80
8. Ergebnis nach Steuern 313.880,94 188.461,55
9. sonstige Steuern 2.130,00 2.251,00
10. Jahresüberschuss 311.750,94 186.210,55

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

RTI Sports GmbH, Koblenz.

Amtsgericht Koblenz, Abteilung B, Nr. 15158.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der RTI Sports GmbH, Koblenz, wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Ergänzend waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach § 267 Abs. 1 HGB ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gliederung des Jahresabschlusses folgt dem für Kapitalgesellschaften vorgeschriebenen Schema der §§ 266 und 275 HGB. Der Anhang wurde entsprechend den §§ 284 ff. HGB aufgestellt.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig fortgeführt.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um die lineare Abschreibung (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 5 bis 10 Jahren), bewertet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um die lineare Abschreibung (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 10 Jahren) angesetzt.

Geringwertige Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis € 800,00 werden im Jahr des Zugangs in Anlehnung an die Regelungen des § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben.

Die Handelswaren werden mit den Anschaffungskosten bzw. unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt.

Ladenhüter, beschädigte Ware und Reklamationsware wurden unter Berücksichtigung der jeweiligen Marktverhältnisse angemessen abgewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Liefer- und Leistungsbeziehungen.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Zu Geschäftsvorfällen in fremder Währung siehe Punkt III. (auf fremde Währung lautende Vermögensgenstände).

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Pensionsverpflichtungen passiviert die Gesellschaft entsprechend den handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung der Abzinsung gemäß § 253 Abs. 2 HGB. Als Berechnungsverfahren wurde die PUC-Methode unter Verwendung der biometrischen Tabellen von Prof. Dr. Heubeck RT 2018 G angewendet. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,82 % angesetzt. Gehalts- und Rentenanpassungen wurden mit 2% p.a. berücksichtigt. Des Weiteren wurden Vermögenswerte, die ausschließlich zur Erfüllung von Altersvorsorgeverpflichtungen dienen, zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und mit den Pensionsverpflichtungen saldiert. Durch die Saldierung kommt es zu einem aktiven Unterschiedsbetrag, der unter dem Posten ‘‘Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ ausgewiesen wird.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 4 (Vorjahr T€ 16). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr sowie die Vorjahre betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I 2 HGB).

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt mit ihrem Erfüllungsbetrag.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Euroreferenzkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten „sonstige betriebliche Erträge“ bzw. „sonstige betriebliche Aufwendungen“ ausgewiesen.

IV. Angaben zur Bilanz

AKTIVA

1. Ausschüttungsgesperrter Betrag

Aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen des Deckungsvermögens mit dem beizulegenden Zeitwert ergibt sich zum Bilanzstichtag ein ausschüttungsgesperrter Betrag gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von € 95.668,42. Die frei verwendbaren Eigenkapitalbestandteile zum Bilanzstichtag betragen € 548.651,07.

2. Anlagevermögen

Anlagespiegel

Die Entwicklung der Bruttowerte (kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten) und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposition sowie die Zugänge, Abgänge und die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem Anlagespiegel.

Anschaffungs-/Herstellungskosten (Bruttowerte)
01.01.2023
Zugang
Abgang
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 922.806,39 185.282,65 0,00 1.108.089,04
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.707,35 12.583,38 12.583,38 10.707,35
933.513,74 197.866,03 12.583,38 1.118.796,39
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
Zuführung
Auflösung
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 447.225,39 153.089,65 0,00 600.315,04
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.373,35 13.654,38 12.583,38 5.444,35
451.598,74 166.744,03 12.583,38 605.759,39
Nettowerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 507.774,00 475.581,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.263,00 6.334,00
513.037,00 481.915,00

3. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde mit den anteiligen Anschaffungskosten angesetzt.

4. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Zum Abschlussstichtag erfolgte eine Verrechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mit den zur Erfüllung dieser Verpflichtungen dienenden und dem Zugriff sonstiger Gläubiger entzogenen Rückdeckungsversicherungen:

Ermittlung des Bilanzansatzes

Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen -199.288,00
Beizulegende Zeitwerte (Deckungskapital)
des bei Versicherungen angelegten Vermögens 311.187,00
Aktivische Überdeckung (Forderung) 111.899,00
Anschaffungskosten Rückdeckungsversicherung 215.518,58

Die beizulegenden Zeitwerte (Deckungskapital) der zur Rückdeckung der Pensionsverpflichtungen abgeschlossenen Versicherungen werden zum Bilanzstichtag unter Beachtung der Bestimmungen des koordinierten Ländererlasses vom 22. Februar 1963 (BStBl II 1963 II 47, Ziffer 4) ermittelt. Ansprüche aus Dividenden, Überschussanteilen oder Beitragsrückerstattungen werden ebenfalls in den Aktivwert einbezogen, soweit deren Höhe am Bilanzstichtag feststeht.

PASSIVA

1. Verbindlichkeiten

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben zu den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:

mit einer Restlaufzeit von
Verbindlichkeiten Gesamtbetrag
bis zu 1 Jahr
1 bis 5 Jahre
mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17.425.897,26 11.675.897,26 5.750.000,00 0,00
(Vorjahr) (10.654.909,37) (5.654.909,37) (5.000.000,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (2.920.198,59) (2.920.198,59) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.778.262,85 2.778.262,85 0,00 0,00
(Vorjahr) (3.842.215,93) (3.842.215,93) (0,00) (0,00)
20.204.160,11 14.454.160,11 5.750.000,00 0,00
(Vorjahr) (17.417.323,89) (12.417.323,89) (5.000.00,00) (0,00)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 12.814 (Vorjahr: T€ 5.642) sind durch Abtretung von Außenständen (Globalzession), durch die Raumsicherungsübereignung von Waren, sowie mit Abtretung von Verkaufsforderungen besichert.

2. Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestehen folgende Haftungsverhältnisse:

2023
T€
2022
T€
Aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 19.512 18.996
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 19.512 (Vorjahr: T€ 18.996)

Den Verpflichtungen aus Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten liegt eine Patronatserklärung für ein verbundenes Unternehmen sowie eine Mithaftungserklärung für ein verbundenes Unternehmen zugrunde. Die von der RTI Sports GmbH eingegangenen Verpflichtungen aus Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten dienen der Absicherung bestehender Darlehensverbindlichkeiten zweier verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten. In Anbetracht der positiven Ertrags- und Liquiditätslage der Schuldnerinnen wird das Risiko der Inanspruchnahme der RTI Sports GmbH aus diesen Eventualverbindlichkeiten zum Abschlussstichtag als gering eingestuft.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Rohergebnis

In Rohergebnis sind Erträgen sind Erträge aud der Währungsumrechnung in Höhe von € 1.532.067,52 (Vorjahr: € 1.826.954,91) enthalten.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In den Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2, S. 2 HGB in Höhe von € 14.056,69 (Vorjahr: € 0,00) enthalten.

Verrechnete Aufwendungen und Erträge
Erhöhung Pensionsverpflichtung -670,00
Aufwand aus der Abzinsung von Rückstellungen -1.733,00
Erhöhung der beizulegenden Zeitwerte (Deckungskapital)
des bei Versicherungen angelegten Vermögens
(nach Saldierung mit den für 2023 gezahlten Beiträgen) 15.789,69

Die Zuführung zu der Pensionsrückstellung (€ -670,00) wird im Personalaufwand ausgewiesen.

Die Erhöhung der beizulegenden Zeitwerte (Deckungskapital) des bei Versicherungen angelegten Vermögens (€ 31.492,00), die Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen (€ -1.733,00) sowie die gezahlten Versicherungsprämien (€ -15.702,31) werden bei den Zinsen und ähnlichen Erträgen dargestellt.

Zinsen und ähnliche Aufwendung

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2, S. 2 HGB in Höhe von € 0,00 (Vorjahr: € 25.837,45) enthalten.

VI. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt wurden 35 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer) beschäftigt.

2. Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung durch den Geschäftsführer:

- Franc Arnold,

- Peter Werner Bretz,

- Kristoph Klemenz Knau,

- Ingo Kahnt (Abberufung am 20.12.2023 - Eintragung im Handelsregister ist am 08.05.2024 erfolgt),

- Christian Brost.

Der ausgeübte Beruf entspricht der Organstellung.

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Bzgl. der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. IV HGB in Anspruch genommen.

3. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung beabsichtigt, der Gesellschafterversammlung vorzuschlagen, den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von € 311.750,94 sowie den Gewinnvortrag in Höhe von € 201.468,55 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Koblenz, 30. Juni 2025

gez. Franc Arnold, Geschäftsführer

gez. Peter Werner Bretz, Geschäftsführer

gez. Kristoph Klemenz Knau, Geschäftsführer

gez. Christian Brost, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.06.2025 festgestellt.

Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss 2023 in Höhe von € 311.750,94 sowie der Gewinnvortrag in Höhe von € 201.468,55 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um eine nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die RTI Sports GmbH, Koblenz

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der RTI Sports GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der RTI Sports GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, das aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Leiningen, 30. Juni 2025

Ulrich Daute, Wirtschaftsprüfer

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