R2M Services GmbH
Selbe AdresseEinzelhandel mit Brillen und Kontaktlinsen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christof Michael Böhm seit 1.3.2024 | Geschäftsführer |
Mark Werner Siedentopf seit 31.7.2020 | Prokura |
Andreas Brockschmidt seit 31.7.2020 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Sharp Display Solutions Limited | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sharp Display Solutions Europe GmbH (vormals: Sharp NEC Display Solutions Europe GmbH)MünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024I. Grundlagen des Unternehmens Allgemein Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von einer Einheit (TEUR, % usw.) auftreten. 1. Entwicklung der Gesellschaft Die Sharp Display Solutions Europe GmbH (vormals Sharp NEC Display Solutions Europe GmbH bis 14. Oktober 2025), München (im Folgenden kurz SDS-Europe genannt), wurde im Jahre 1999 gegründet und unterliegt als deutsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes. Mit dem Geschäftsjahr 2023 ist das am 1. April 2023 beginnende und am 31. März 2024 endende Geschäftsjahr gemeint. Die SDS-Europe ist die europäische Tochtergesellschaft der Sharp Display Solutions Ltd., (vormals Sharp NEC Display Solutions Ltd.) Tokio/Japan (im Folgenden kurz: SDS-JAPAN), mit den Vertriebsgebieten Europa, Mittlerer Osten und Afrika. Zum 1. November 2020 wurde die Gesellschaft in Sharp NEC Display Solutions Europe GmbH (SNDS-Europe) umbenannt. Diese Umbenennung erfolgte im Rahmen einer Joint-Venture- Vereinbarung zwischen der Sharp Corporation und der NEC Corporation, bei welcher die Sharp Corporation 66 % der Anteile an der Muttergesellschaft NEC Display Solutions Ltd., Tokio/Japan, zum 1. November 2020 erwarb. Auch die Muttergesellschaft wurde in Sharp NEC Display Solutions Ltd. umbenannt. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile von der NEC Corporation durch die Sharp Corporation zum 1. November 2025 erfolgte die Umbenennung in Sharp Display Solutions Europe GmbH am 15. Oktober 2025. Die SDS-Europe unterhält eine Betriebsstätte in den Niederlanden und in Italien (Neugründung im Oktober 2021). 2. Geschäftsmodell des Unternehmens Das Ziel der SDS-Europe ist die europaweite Vermarktung von LCD/LED-Display-Produkten sowie Projektoren unter den Markennamen NEC und Sharp. Die Vermarktung erfolgt neben Deutschland für die Region DACH über Vertriebsniederlassungen in Frankreich, Italien, Spanien, UK, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, Polen und Dubai. Die Rechnungsstellung erfolgt zentral direkt durch die SDS-Europe in München. Das Geschäft wird in die drei Geschäftsbereiche Monitore (LCD-Displays/LED-Displays), Business-Projektoren und Digitales Kino unterteilt, die jedoch durch die Nutzung gemeinsamer Vertriebskanäle vermarktet werden. Die bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens sind die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern. 3. Forschungs- und Entwicklungsbericht Die Sharp Display Solutions Europe GmbH (vormals Sharp NEC Display Solutions Europe GmbH bis 14. Oktober 2025), München, ist eine reine Vertriebs- und Dienstleistungsgesellschaft, somit liegen keine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten vor. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Fiskaljahr 2023/2024 wurde von einem geringen Wachstum des BIP in den EU-27-Staaten von 0,4 % geprägt, die durchschnittliche Inflationsrate lag mit 6,4 % auf sehr hohem Niveau. Dabei fiel die Wirtschaftsentwicklung bei den großen Ländern vor allem in Deutschland mit einem BIP von -0,3 % besonders schwach aus. Die Inflationsrate betrug 6,0 % (Statistisches Bundesamt, Gesamtjahr 2023). Großbritannien als wichtiger europäischer Absatzmarkt stellte mit einem BIP-Wachstum von 0,1 % keine Ausnahme dar. Gleichzeitig wurde weltweit die wirtschaftliche Entwicklung durch den Anstieg der Zinsen belastet. Die Europäische Zentralbank erhöhte den Leitzins im Jahr 2023 auf 4,50 % und damit auf den höchsten Stand seit dem Jahr 2000 (EZB-Leitzinsentwicklung). Diese Entwicklungen beeinflussen die Planung, den Zeitpunkt und die Durchführung von Investitionen. 2. Geschäftsverlauf Die Geschäftsführung beurteilt das Geschäftsjahr aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen, der geopolitischen Spannungen und der damit verbundenen Unsicherheiten als herausfordernd. Durch die gestiegenen Kapitalmarktkosten verzögern sich teilweise große Kundenprojekte, da die Finanzierung zunächst sichergestellt oder die Wirtschaftlichkeit neu bewertet werden muss. Kundenanforderungen zu längeren Zahlungszielen oder Finanzierungsangeboten führen bei SDS-Europe zu Liquiditätsbedarf und neuer Risikobeurteilung. Aufgrund dieser herausfordernden Rahmenbedingungen konnten Umsatz und Bruttoergebnis aus dem Vorjahr leider nicht erreicht werden, entsprechend führte die Kostenentwicklung aufgrund ungünstiger Währungsentwicklungen und hoher Inflationsraten insgesamt zu Verlusten. Die vor Beginn des Geschäftsjahres getroffenen Prognosen für Umsatz- und Ergebnisentwicklung konnten somit nicht erreicht werden. Umsatz nach Geschäftsbereich: scroll
Die Auftragsbestände konnten sich in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres positiv entwickeln und pendelten sich dann in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres auf einem stabilen Niveau unterhalb der Höchststände ein. ![]() Organisatorisch und vertriebsseitig wurde die Vernetzung mit den Strukturen der Gesellschaften des Mehrheitsanteilseigners von SDS-Japan weiterentwickelt. Somit wurden ab Oktober 2022 auch die europäischen Vertriebs-Landesgesellschaften (LRDs) mit den Produkten der SDS-Europe durch Intercompany-Lieferungen bedient. Zudem werden auch außereuropäische Gesellschaften der Muttergesellschaft und von der Sharp Corporation mit Intercompany-Lieferungen bedient. Diese zusätzlichen Vertriebskanäle tragen zur Stärkung der Umsätze bei, bieten aber im Vergleich zu direkten Außenumsätzen deutlich geringere Margen. 3. Lage a) Ertragslage scroll
Die Umsatzerlöse verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um 37,448 Mio. EUR. Der Umsatzrückgang betraf alle drei Geschäftsbereiche, wobei der Geschäftsbereich Digitales Kino mit einem Rückgang von 29 % besonders ausgeprägt war. Korrespondierend zum Umsatzrückgang reduzierten sich volumenbedingt die Anschaffungskosten der verkauften Waren um 30,171 Mio. EUR. Dabei lag der relative Rückgang um 0,9 Prozentpunkte über dem Umsatzrückgang. Die sonstigen Betriebsaufwendungen, die Abschreibungen und der Personalaufwand konnten gegenüber dem Vorjahr um 4,297 Mio. EUR verringert werden. Wesentlichen Einfluss neben den geringeren umsatzabhängigen Kosten hatte eine strikte Kostendisziplin. Das Finanzergebnis verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,136 Mio. EUR. Durch eine höhere Inanspruchnahme des Darlehns bei der Muttergesellschaft im Geschäftsjahr, stieg in Folge auch der Zinsaufwand. Mit 39,112 Mio. EUR (Vorjahr: 46,389 Mio. EUR) war das Bruttoergebnis um 15,7 % (absolut: 7,277 Mio. EUR) unter dem Vorjahresniveau und das Ergebnis nach Steuern liegt bei einem Verlust von 13,426 Mio. EUR (Vorjahr: Verlust von 8,104 Mio. EUR) deutlich unter dem Vorjahresniveau. Geschäftsbereiche - Monitore Der Bereich Monitore als wesentliches Kerngeschäft war einem harten Wettbewerb mit branchenweit hohen Lagerbeständen ausgesetzt. Dabei zeichnet sich ein Trend von der LCD- zur LED-Technologie ab. LED zeichnet sich durch einen deutlich geringeren Energieverbrauch aus und bietet die Möglichkeit, neben individuell konfigurierten Großprojekten auch höhere Margen zu erzielen. Insgesamt lag der Rückgang gegenüber dem Vorjahr mit 14,8 % niedriger als im Durchschnitt aller Geschäftsbereiche. - Projektoren Der Umsatz im Geschäftsbereich Projektoren ging gegenüber dem Vorjahr um 26,6 % zurück. Dieser wettbewerbsintensive Markt litt insgesamt sehr stark unter den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. - Digitales Kino Den stärksten Rückgang mussten wir in den Umsätzen für Digitales Kino mit 29 % gegenüber dem Vorjahr aufweisen. Die Kunden in diesem Geschäftsbereich leiden immer noch besonders unter den Nachwirkungen der Corona-Krise und zeichnen sich durch geringe Kapitalkraft und Finanzierungsmöglichkeiten aus. Entsprechend werden geplante Investitionen verschoben. Währungseinflüsse Währungsschwankungen haben einen großen Einfluss auf den Geschäftserfolg von SDS-Europe. Dies spiegelt sich in den Kostenkalkulationen unserer Vorlieferanten bezüglich unserer Einkaufspreise wider. Vertriebsseitig sichern wir die zwei Hauptfremdwährungen (USD/GBP) durch ein konsequentes Hedging ab, um diese Fremdwährungen in der Bilanz auszubalancieren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr belastete vor allem die Entwicklung des USD, nachdem zwischenzeitlich sogar die Parität EUR/USD erreicht wurde. Durch den zeitlichen Versatz zwischen Herstellung, Vertrieb und dem tatsächlichen Geldfluss aus den Umsätzen wird die Absicherung erschwert. Der Verlust aus Fremdwährungen betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 0,611 Mio. EUR (Vorjahr: ebenfalls 0,611 Mio. EUR). b) Vermögenslage scroll
Die Vermögensstruktur veränderte sich wie folgt:
Zum 31. März 2024 weist die Gesellschaft ein negatives Eigenkapital von 34,9 Mio. EUR (Vorjahr: 21,5 Mio. EUR) aus. Auch wenn eine bilanzielle Überschuldung vorliegt, so ist der Fortbestand des Unternehmens aufgrund des uneingeschränkten Rangrücktrittes der Muttergesellschaft und der stabilen Shareholder-Struktur nicht gefährdet. Die Gesamtverbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft betrugen zum Bilanzstichtag 71,7 Mio. EUR. Forderungen und Forderungsmanagement Alle Forderungen der SDS-Europe sind über die Atradius Kreditversicherung, Köln, eine Niederlassung der Atradius Credit Insurance N.V., zu 90 % versichert. Verfügt Atradius für einen Kunden außerhalb Deutschlands über keine Deckung, ist es der SDS-Europe unter bestimmten Umständen möglich, diesen über die staatliche Kreditversicherung der Euler Hermes AG alternativ abzusichern. Die Absicherungsquote bei der Euler Hermes AG liegt bei 90 %. Kann ein Kunde nicht über die Kreditversicherung abgesichert werden, versucht sich die SDS-Europe über andere Instrumente wie Bankgarantien, Akkreditive oder über Vorauszahlungen abzusichern. Bei langjährigen Kunden übernimmt die SDS-Europe in Ausnahmefällen auch selbst teilweise das Kreditrisiko. Das Kreditmanagement liegt im besonderen Fokus des Managements. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte ein Ertrag in Höhe von 0,067 Mio. EUR (Ertrag Vorjahr: 0,494 Mio. EUR) im Wesentlichen aus der bilanziellen Rückführung von Risikopositionen erzielt werden. Der Gesamtbestand an kurzfristigen Forderungen betrug zum Bilanzstichtag 33,063 Mio. EUR (Vorjahr: 31,020 Mio. EUR). Der deutliche Anstieg erfolgte aufgrund eines stärkeren LED-Projektgeschäftes im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden Wertberichtigungen für drohende Forderungsausfälle in Höhe von 0,214 Mio. EUR eingestellt (Vorjahr: 0,281 Mio. EUR). Vorratsvermögen Der Lagerbestand an Vorräten bewegte sich während des Jahres auf einem sehr stabilen Niveau mit einem Spitzenwert von 40,134 Mio. EUR Ende Februar 2024, welcher sich zum Geschäftsjahresende Ende März 2024 leicht reduzierte. Durch den hohen Fokus auf den Abverkauf von Altbeständen konnte eine Verminderung der Wertberichtigungen um 0,015 Mio. EUR erreicht werden. Im Vorjahr musste hier noch eine Erhöhung um 2,414 Mio EUR ausgewiesen werden. ![]() c) Finanzlage Die SDS-Europe finanziert sich in erster Linie über ein Intercompany-Darlehen der Muttergesellschaft. Die Darlehensvereinbarung beinhaltet einen Rahmen von 65,0 Mio. EUR und ist bis zum 31. Dezember 2026 festgeschrieben. Zudem besteht eine uneingeschränkte Rangrücktrittserklärung der Muttergesellschaft. Zum 31. März 2024 betrug die Inanspruchnahme dieses Darlehens insgesamt 46,6 Mio. EUR. Darüber hinaus bestanden noch nicht fällige kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft in Höhe von 25,1 Mio. EUR. Dem standen neben liquiden Mitteln von 3,6 Mio. EUR auch noch kurzfristige Forderungen in Höhe von 33,1 Mio. EUR gegenüber. Zum Geschäftsjahresende lagen ausreichende Mittel vor, um im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsbetriebes allen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Nach dem vorliegenden Liquiditätsplan sind damit auch alle Verpflichtungen bis zum 31. Dezember 2026 und darüber hinaus planerisch berücksichtigt. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft ist über eine harte Patronatserklärung, gültig bis zum 31. Dezember 2026, der mittelbaren Muttergesellschaft SHARP Corporation, Osaka/Japan, gesichert. Der Cashflow entwickelte sich hierbei wie folgt: scroll
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wurde im Wesentlichen bestimmt durch den Aufbau von Vorratsvermögen und von kurzfristigen Forderungen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit erhöhte sich vor allem aufgrund der höheren Beanspruchung des Intercompany Darlehens. Gesamtaussage Die Geschäftsführung sieht die Risiken für die zukünftige Entwicklung in politischen, konjunkturellen, branchenspezifischen und währungsspezifischen Einflussfaktoren. Herausfordernd wird intern die organisatorische und strategische Integration in die vorhandenen Strukturen von Sharp sein. Risiken, welche den Fortbestand des Unternehmens gefährden, sind nachfolgend im Chancen- und Risikobericht im Abschnitt „Bestandsgefährdende Risiken“ näher beschrieben. III. Prognosebericht Die SDS-Europe weist für das Geschäftsjahr zum 31.03.2025 einen vorläufigen, ungeprüften Umsatz in Höhe von 172,9 Mio. EUR bei einem Ergebnis vor Steuern von -3,8 Mio. EUR aus. Für das Geschäftsjahr zum 31.03.2026 geht das Unternehmen von einem rückläufigen Umsatz auf 159,7 Mio. EUR aus und strebt ein deutlich positives Ergebnis vor Steuern an. Unterstützt werden sollen diese Ziele durch die Nutzung von Synergie-Effekten mit den bestehenden europäischen Sharp-Organisationen. Dazu wurden einerseits gemeinsame Arbeitsgruppen zur Identifikation von Potentialen und deren Nutzung zusammengestellt, andererseits wird mit dem Betriebsrat über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan verhandelt. Begleitet werden diese Entwicklungen mit organisatorischen Änderungen, wie der Abgabe des Vertriebsgebietes Mittlerer Osten und Afrika an eine bereits bestehende Organisation von Sharp in dieser Region oder die Neuordnung des Service- und Ersatzteilmanagements. Letzteres wird teilweise inclusive der erforderlichen Logistik und Lagerhaltung an andere Sharp-Gesellschaften ausgelagert. Die Geschäftsführung verspricht sich durch eine weitere Vernetzung der Vertriebsstrukturen mit Sharp sowie von angekündigten Veränderungen im Nicht-Vertriebsbereich weitere positive Effekte. Einzelheiten sind hierfür jedoch noch nicht bekannt. Natürlich werden auch weiterhin politische und übergeordnete Entwicklungen, wie der andauernde Krieg in der Ukraine, die Auswirkungen der Zollpolitik und Umbrüche von weltweiten Wirtschaftsbeziehungen, auch unsere betriebliche Entwicklung mitbestimmen. Das Management sieht für den zukünftigen Weg des Unternehmens eine strategische Neuausrichtung mit Sharp als dem Mehrheitsaktionär. Die Liquidität des Unternehmens wird über die Sharp Corporation sichergestellt. Insgesamt liegt der Fokus auf einer gesunden wirtschaftlichen Entwicklung und nicht ausschließlich auf Wachstumszielen. IV. Chancen- und Risikobericht Wirtschaftliche Risiken Das Management sieht folgende Risiken in der Zukunft. Die Darstellung der Risiken ist mit absteigender Bedeutung bewertet: Bestandsgefährdende Risiken Die SDS-Europe schloss das Geschäftsjahr mit einem Jahresfehlbetrag von 13,426 Mio. EUR nach Steuern ab, was zu einem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 34,933 Mio. EUR führte. Diese bilanzielle Überschuldung wird durch eine Rangrücktrittserklärung der Sharp Display Solutions Ltd. geheilt. Die Muttergesellschaft tritt im Rang gegenüber allen anderen Gläubigern zurück Die Gesellschaft schließt nach vorläufigen (ungeprüften) Zahlen das Geschäftsjahr 2024/2025 mit einem Verlust von 3,8 Mio. EUR ab. Die Geschäftsleitung geht für das gesamte Geschäftsjahr 2025/2026 von einer positiven Entwicklung aus. Eine rückwirkende finanzielle Kompensation von 45,5 Mio. EUR, welche von der Muttergesellschaft im September 2025 als Transferpreisanpassung für Vorjahre erfolgte, konnte nach den vorläufigen (ungeprüften) Zahlen zu einer deutlichen Verbesserung der Eigenkapitalsituation führen als auch das Intercompany Darlehn reduzieren. Ausweislich der Liquiditätsplanung wird für die Periode bis Ende Dezember 2026 eine maximale Beanspruchung des Intercompany-Darlehens mit einem bis zum 31. Dezember 2026 befristeten Rahmen von bis zu 65 Mio. EUR nicht erwartet Zudem können mit dem bestehenden Rangrücktritt der Muttergesellschaft und einer bis zum 31. Dezember 2026 begrenzten Patronatserklärung der Sharp Corporation Liquiditätsbedarfe und -schwankungen ausgeglichen werden. Eine darüber hinausgehende Unterstützung durch die Gesellschafterin kann jedoch notwendig sein, wenn die zu erwartenden operativen Ziele nicht oder nicht in der geplanten Höhe realisiert werden können oder zusätzliche, nicht geplante Ausgaben erforderlich sind. Neben der Absicherung der Liquiditätsversorgung, welche durch die genannten Instrumente gewährleistet ist, besteht weiterhin ein grundsätzliches Risko der Überschuldung. Dieses Risiko kann durch eine Konzentration der Verpflichtungen unter der angeführten Rangrücktrittsvereinbarung mit der direkten Muttergesellschaft vermieden werden. Zum 1. November 2020 hat die Sharp Corporation 66 % der SNDS-Anteile von der NEC Corporation erworben. Mit der Mehrheit der Anteile bei der Sharp Corporation werden die Bücher der SDS-JAPAN in der Sharp Corporation konsolidiert. Das Joint Venture endete vereinbarungsgemäß zum 31.10.2025, danach wurde der 34-prozentige Anteil der NEC Corporation ebenfalls von der Sharp Corporation übernommen. Es erfolgte die Umbenennung der Firma in Sharp Display Solutions Europe GmbH (vormals Sharp NEC Display Solutions Europe GmbH bis zum 15. Oktober 2025). Die Gesellschaft ist aktuell, ohne Inanspruchnahme der harten Patronatserklärung, nicht in der Lage, das Gesellschafterdarlehen bei Fälligkeit zurückzuzahlen, geht jedoch davon aus, dass bei Bedarf die Kreditlinie erhöht und verlängert wird. Falls die Kreditlinie bei Bedarf nicht verlängert wird und die SDS-Europe in einer solchen Situation nicht in der Lage ist, eine zusätzliche Finanzierung zu erhalten oder rechtzeitig andere Maßnahmen zu ergreifen, um auf diese Umstände zu reagieren, z. B. eine erhebliche Kürzung der geplanten Ausgaben, ist die SDS-Europe nicht in der Lage, die Geschäftstätigkeit fortzuführen. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist insofern gefährdet und von der Aufrechterhaltung der künftigen finanziellen Unterstützung der Muttergesellschaft Sharp Display Solutions Ltd., Tokio/Japan, bzw. der mittelbaren Muttergesellschaft, der Sharp Corporation, Osaka/Japan, abhängig. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Wirtschaftliche Risiken
Für alle angeführten wirtschaftlichen Risiken besteht eine reale Eintrittswahrscheinlichkeit, welche natürlich in ihrer Intensität sehr unterschiedlich sein kann. Entsprechend können die Auswirkungen als schwankende oder negative Umsatz- und Ergebnisentwicklungen auftreten. SDS-Europe reagiert mit entsprechenden Maßnahmen, wie einem hohen Fokus auf die Kostenstruktur, durch eine möglichst breite Streuung von Produkten, Absatzkanälen, Kundengruppen und durch die Nutzung von Ressourcen der Sharp-Organisation, diese Risiken so weit wie möglich zu minimieren bzw. mögliche Auswirkungen zu begrenzen. Fremdwährungsrisiken Die sich deutlich volatiler verhaltenden Fremdwährungen USD und GBP, jeweils zum Euro betrachtet, können unmittelbar einen negativen/positiven Einfluss auf das Unternehmensergebnis haben. Innerhalb eines Monats sind Schwankungsbreiten von 5 % mittlerweile keine Ausnahme mehr und sind insbesondere für Umsatz- und Margenziele ein zusätzliches Risiko. Um den Einfluss von Währungsschwankungen auf das Gesamtergebnis der Gesellschaft möglichst gering zu halten, schließt die SDS-Europe Fremdwährungstermingeschäfte ab. Ziel dieser Fremdwährungsverträge ist es, jeweils zum Ultimo in den Währungen GBP und USD ausgeglichene Forderungs- und Verbindlichkeitspositionen auszuweisen. Die entsprechenden Kauf- oder Verkaufsverträge sollen sich dabei möglichst am aktuellen Kursniveau bewegen. Die SDS-Europe erstellt hierzu eine kontinuierliche Risikobewertung und überwacht die eingegangenen Verpflichtungen permanent. Kreditrisiken Die Kreditversorgung des industriellen Sektors bleibt, besonders nach der veränderten Geldpolitik der großen Zentralbanken, angespannt und birgt letztlich auch bei sehr langfristigen Kundenbeziehungen immer die Gefahr eines Forderungsausfalls. Das Forderungsmanagement erfordert ein besonderes Ausbalancieren von Chance und Risiko. Die richtige Risikobewertung wird durch engmaschiges Kreditmanagement und intensive Kommunikation mit den Kunden, aber auch mit Banken und Versicherungsunternehmen gewährleistet. Als Folge können verspätete Zahlungseingänge, ein erhöhter Aufwand für das Inkasso bis hin zum Forderungsausfall auftreten. Das Unternehmen begegnet diesen Risiken mit den unter „Forderungen und Forderungsmanagement“ beschriebenen Maßnahmen, um diese Risiken bzw. die Auswirkungen zu begrenzen. Chancen Konsequent verfolgt die Geschäftsleitung den spezialisierten Vertrieb für vertikale Märkte wie Digital Signage, Digital Cinema, Conference Room, Transportation and Control Rooms. Mit dieser Ausrichtung können maßgeschneiderte Lösungen zusammen mit Partnern entwickelt und vermarktet werden. Das hohe Qualitätsniveau der Produkte sowie die vorhandene LED-Kompetenz mit dem LED Solution Center in Schwanstetten und ein zunehmend lösungsorientiert agierender Vertrieb ermöglichen weitere neue Geschäftsfelder und eine Absicherung des Deckungsbeitrages. Durch die globale Aufstellung des Konzerns unter dem Dach des Mehrheitsaktionärs können globale Risiken ausgeglichen werden. Durch die Integration in die Sharp-Vertriebsstrukturen ergeben sich neue Vertriebskanäle und Zugang zu neuen Kunden. Zudem werden zunehmend Synergieeffekte genutzt, um die Kostenstrukturen zu entlasten. Durch die Nutzung von globalen Konzernstrukturen und gleichzeitiger sehr marktnaher Vertriebsstrukturen bieten wir unseren Kunden neben unserer Qualität ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und umfassende Serviceleistungen. Insbesondere durch die Fokussierung auf vertikale Märkte, durch kurze Entscheidungswege und ein effektives Informationsmanagement kann sich die SDS-Europe schnell auf veränderte Markt- und Rahmenbedingungen einstellen. V. Fazit Das Geschäftsjahr 2023/2024 war ein weiteres herausforderndes Jahr, welches durch eine Vielzahl von externen Faktoren negativ beeinflusst wurde. Wir haben durch einen Fokus auf interne Strukturen die Voraussetzungen geschaffen, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Die SDS-Europe sieht sich mit einer klaren Strategie als Display-Solutions-Anbieter, dem Fundament der gesamten Sharp-Organisation und einer gut strukturierten Vertriebsorganisation mit ihren Produkten und Geschäftsbereichen gut für die Zukunft gerüstet.
München, 1. Dezember 2025 Sharp Display Solutions Europe GmbH Christof Boehm, President & Managing Director Bilanz zum 31. März 2024Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis 31. März 2024scroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024Sharp Display Solutions Europe GmbH (vormals Sharp NEC Display Solutions Europe GmbH), Landshuter Allee 12-14 in 80637 München, Amtsgericht München HRB 131826 A. Allgemeine Hinweise Dem vorliegenden Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 liegen die Rechnungslegungsvorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften zu Grunde. Weiterhin wurde der Jahresabschluss nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Auch wenn eine bilanzielle Überschuldung vorliegt, so geht die Geschäftsführung von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus. Bezüglich der Ereignisse und Gegebenheiten, die zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann, wird auf den Lagebericht (Abschnitt „IV. Chancen- und Risikobericht“ Unterabschnitt „Bestandsgefährdende Risiken“) verwiesen. Es besteht eine Rangrücktrittserklärung (unbefristet) der Sharp Display Solutions Ltd. (vormals Sharp NEC Display Solutions Ltd.), Tokio/Japan. Darüber hinaus hat die Sharp Display Solutions Ltd. (vormals Sharp NEC Display Solutions Ltd.), Tokio/Japan, eine Finanzierungszusage, befristet bis zum 31. Dezember 2026 in Höhe von EUR 65 Mio., bereitgestellt. Die Muttergesellschaft SHARP Corp. Osaka/Japan, hat zudem eine Patronatserklärung bis zum 31. Dezember 2026 ausgestellt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Währungsrechnung Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen auf drei bis vier Jahre (lineare Methode) vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, entsprechend seiner Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen auf drei bis zehn Jahre vermindert. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu niedrigeren Tageswerten am Bilanzstichtag angesetzt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h., es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken bei den Handelswaren, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen sowie zusätzlicher Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Dabei wird die Garantierückstellung mithilfe von vergangenheitsbezogenen Daten und statistischen Methoden ermittelt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Passivseite werden im Wesentlichen abgegrenzte Umsätze aufgrund von Garantieverlängerungen für Kinoprojektoren bilanziert. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge in fremder Währung werden mit dem Stichtagskurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Zum Bilanzstichtag noch offene Forderungen und Verbindlichkeiten, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag bewertet. Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Latente Steuern Das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. HGB wird nicht genutzt, es werden keine aktiven latenten Steuern bilanziert. Verbundene Unternehmen Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften ausgewiesen, die zum Konsolidierungskreis der Sharp Corporation, Osaka/Japan, gehören. Umsatzerlöse Die Realisation der Umsatzerlöse erfolgt, gemäß den vereinbarten Incoterms, bei Gefahrenübergang an den Kunden. C. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Vorratsvermögen Die Vorräte beinhalten ausschließlich zum Verkauf stehende Waren, die sich entweder im europäischen Zentrallager in Amsterdam (Niederlande), in unserem Auslieferungslager in Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) oder in Transit auf dem Weg von Asien nach Europa befinden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 4 (i. Vj. TEUR 152) enthalten. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 257 (i. Vj. TEUR 437). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.571 (i. Vj. TEUR 1.705). Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Pauschalwertberichtigungen TEUR 214 (i. Vj. TEUR 285) vorgenommen. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 HGB beträgt TEUR 3.950 (i. Vj. TEUR 3.950). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich zusammen aus Rückstellungen für zukünftige Garantieaufwendungen in der Höhe von TEUR 13.014 (i. Vj. TEUR 14.587) sowie für ausstehende Projektgutschriften und Kundenboni in Höhe von TEUR 6.297 (i. Vj. TEUR 5.152), für sonstige Personalleistungen wie Gratifikationen und noch nicht genommenen Urlaub in Höhe von TEUR 2.167 (i. Vj. TEUR 2.731) und für Restrukturierungen in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 106). Der Restbetrag in Höhe von TEUR 4.573 (i. Vj. TEUR 4.411) wurde im Wesentlichen für Rückstellungen für ausstehende Rechnungen gebildet. Die Rückstellungen für Gewährleistungen wurden über zwei Jahre abgezinst. Im Berichtsjahr ergab sich eine Abzinsung von TEUR 51 (i. Vj. Aufzinsung TEUR 84). Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 74,3 Mio. (i. Vj. EUR 56,8 Mio.) beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 27,7 Mio. (i. Vj. EUR 25,4 Mio.). Davon entfallen EUR 25,1 Mio. (i. Vj. EUR 22,5 Mio.) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Gesellschafterin. Des Weiteren enthalten die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen die Inanspruchnahme einer Kreditline, die die Gesellschafterin zur Verfügung gestellt hat. Diese war zum Stichtag mit EUR 46,6 Mio. (i. Vj. EUR 31,4 Mio.) gezogen. Die Gesamtverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin belaufen sich zum Stichtag somit auf EUR 71,7 Mio. (i. Vj. EUR 53,9 Mio.). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 33.647. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte: scroll
Zusätzlich bestehen zum 31. März 2024 Verpflichtungen aus Bestellungen (Bestellobligo) in Höhe von TEUR 32.374 (i. Vj. TEUR 15.325), davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 24.496 (i. Vj. TEUR 11.812). Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr beträgt insgesamt TEUR 156. Davon entfallen TEUR 150 auf die Abschlussprüfungsleistungen, TEUR 6 auf andere Bestätigungsleistungen. Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Kunden- und Lieferantenverträgen in Fremdwährungen werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Dabei werden keine Bewertungseinheiten i.S. des § 254 HGB gebildet. scroll
1 Wert des Basisgeschäftes zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses 2 Bewertung des Basisgeschäftes zum Stichtagskurs 31. März 2024 D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse scroll
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Kursgewinne in Höhe von TEUR 1.974 (i. Vj. TEUR 3.229). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich zusammen aus Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 10.826 (i. Vj. TEUR 10.320), Vertriebsaufwendungen in Höhe von TEUR 12.986 (i. Vj. TEUR 14.180) und weiteren sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 12.430 (i. Vj. TEUR 15.023). Die weiteren sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Personalaufwendungen aus Agentenverträgen, für die kein Anstellungsverhältnis mit der Sharp Display Solutions Europe GmbH (vormals Sharp NEC Display Solutions Europe GmbH), München, besteht (TEUR 9.844; i. Vj. TEUR 10.077). Daneben betragen die Kursverluste TEUR 2.585 (i. Vj. TEUR 4.072). E. Sonstige Angaben Aufsichtsrat Gemäß Gesellschaftsvertrag hat die Gesellschaft einen Aufsichtsrat, dem die folgenden Personen angehören:
Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen: Christof Boehm, President & Managing Director, Reichertshausen, Deutschland Zur Vertretung der Gesellschaft ist der Geschäftsführer allein befugt. Einzelprokura ist Herrn Rainer Bienfang erteilt. Gesamtbezüge der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats Aufgrund der Anwendung der Ausnahmeregelung des § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Nennung der Geschäftsführerbezüge. Der Aufsichtsrat hat für seine Tätigkeit keine Vergütung erhalten. Mitarbeiter Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 156 Angestellte (i. Vj. 181) beschäftigt. Davon waren im Bereich Vertrieb 56 (i. Vj. 57) Angestellte, in der allgemeinen Verwaltung 44 (i. Vj. 53) Angestellte, im Bereich Service & Engineering 40 (i. Vj. 55) Angestellte und im Bereich Marketing & Produkte 16 (i. Vj. 16) Angestellte tätig. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung wird der Gesellschafterin vorschlagen, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 13.426 zusammen mit dem Verlustvortrag in Höhe von TEUR 25.507 auf neue Rechnung vorzutragen. Wichtige Verträge Zum 31. März 2024 bestehen die folgenden wesentlichen Vertragsverhältnisse:
Nachtragsbericht Mit Wirkung zum 15. Oktober 2025 firmiert die Gesellschaft unter dem neuen Namen Sharp Display Solutions Europe GmbH. Die Eintragung der Namensänderung der Gesellschaft in das Unternehmensregister erfolgte am 3. November 2025. Die Namensänderung erfolgte aufgrund der vollständigen Übernahme der Anteile an der Muttergesellschaft Sharp Display Solutions Ltd. durch die Sharp Corporation von der NEC Corporation. Der Firmenname der Muttergesellschaft änderte sich Anfang November 2025. Die Gesellschaft hat im September 2025 eine rückwirkende finanzielle Kompensation in Höhe von EUR 45,5 Mio. als Transferpreisanpassung für Vorjahre von der Muttergesellschaft erhalten. Im November 2025 hat die Gesellschaft Restrukturierungsaufwendungen verkündet und eingeleitet, davon sind nach heutigem Stand mehrere Mitarbeiter am Standort München betroffen. Nach dem Bilanzstichtag sind keinerlei Ereignisse eingetreten, die auf das Ergebnis der Rechnungsperiode und somit für die Bilanz Auswirkungen entfalten würden oder wichtig für die Bilanzadressaten wären. Konzernverhältnisse 100 % des Stammkapitals werden von der Sharp Display Solutions Ltd. (vormals Sharp NEC Display Solutions Ltd.), Tokio/Japan, gehalten. Damit ist die Gesellschaft verbundenes Unternehmen der Sharp Corporation, Osaka/Japan, und ihrer unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Sharp Corporation, Osaka/Japan, einbezogen. Die Sharp Corporation, Osaka/Japan, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Dieser ist unter https://global. sharp abrufbar.
München, den 1. Dezember 2025 Sharp Display Solutions Europe GmbH Christof Boehm, President & Managing Director Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024scroll
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Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Sharp Display Solutions Europe GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Sharp Display Solutions Europe GmbH (bis 14. Oktober 2025: Sharp NEC Display Solutions Europe GmbH), München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sharp Display Solutions Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf Abschnitt „Allgemeine Hinweise“ im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt „IV. Chancen- und Risikobericht“ Unterabschnitt „Bestandsgefährdende Risiken“ des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2023/2024 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 13,4 Mio abgeschlossen hat, was zu einem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von EUR 34,9 Mio führte. Die Gesellschaft schließt nach vorläufigen (ungeprüften) Zahlen das Geschäftsjahr 2024/2025 mit einem Ergebnis vor Steuern von EUR -3,8 Mio ab. Nach Ausführung der gesetzlichen Vertreter wird ausweislich des Liquiditätsplans für die Periode bis Ende Dezember 2026 eine maximale Beanspruchung des Intercompany-Darlehens mit einem bis zum 31. Dezember 2026 befristeten Rahmen von bis zu EUR 65 Mio nicht erwartet. Zudem können mit dem bestehenden Rangrücktritt der Muttergesellschaft und einer bis zum 31. Dezember 2026 zeitlich begrenzten Patronatserklärung der obersten Muttergesellschaft SHARP Corporation Liquiditätsbedarfe und -schwankungen ausgeglichen werden. Die gesetzlichen Vertreter beschreiben weiter, dass eine darüber hinausgehende Unterstützung durch die Gesellschafterin notwendig sein kann, wenn die zu erwartenden operativen Ziele nicht oder nicht in der geplanten Höhe realisiert werden können oder zusätzliche, nicht geplante Ausgaben erforderlich sind. Die gesetzlichen Vertreter legen dar, dass die Gesellschaft aktuell ohne Inanspruchnahme der harten Patronatserklärung nicht in der Lage ist, das Gesellschafterdarlehen zurückzuzahlen, jedoch davon ausgehen, dass bei Bedarf die Kreditlinie erhöht und verlängert wird. Wie in Abschnitt „Allgemeine Hinweise“ des Anhangs und im Abschnitt „IV. Chancen- und Risikobericht“ Unterabschnitt „Bestandsgefährdende Risiken“ des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 10. Dezember 2025 KPMG AG Penzkofer, Wirtschaftsprüfer Abdel Karim, Wirtschaftsprüfer |
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