Viaplast GmbH
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Dr. Benkert seit 27.3.2007 | Geschäftsführer |
Karsten Uhlmann seit 28.11.2005 | Geschäftsführer |
Mike Bernd Gärtner seit 28.11.2005 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Viaplast GmbHFrankfurt (Oder)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Die ViaPlast GmbH mit Sitz in Frankfurt (Oder) wurde am 15.06.2004 gegründet und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt (Oder) unter HR B 10386 FF eingetragen. Der Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung der für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Regelungen i. S. v. § 267 Abs. 2 HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Hinsichtlich der im Jahresabschluss ausgewiesenen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahresabschluss gegeben. Änderungen im Ausweis, Ansatz und in der Bewertung wurden nicht vorgenommen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Der Ansatz der zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie der flüssigen Mittel erfolgte zum Nennwert. Die Sonderposten für Investitionszulagen und -zuschüsse beinhalten GA-Mittel und Investitionszulagen, die im Zusammenhang mit der Anschaffung von Sachanlagen gewährt wurden. Die Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilungen. Eine Abzinsung von Rückstellungen war nicht erforderlich. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Anlagevermögen Dem Anlagevermögen sind nur Gegenstände zugeordnet, die dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen geeignet und bestimmt sind. Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Die Bilanzierung des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Anschaffungsnebenkosten werden berücksichtigt. Die Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die zu einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungskosten jeweils EUR 800,00 nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Die Entwicklung des Anlagevermögens geht aus dem nachstehenden Anlagenspiegel hervor:
Abweichungen bei Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Vergleich zum Vorjahr wurden nicht durchgeführt. Eine Darstellung dieses Einflusses auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erübrigt sich deshalb. 1.1 Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Es handelt sich hierbei um Softwarelizenzen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist. 1.2 Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wurde zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Das abnutzbare Anlagevermögen wird entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer grundsätzlich um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. 1.3 Finanzanlagen Die zum 31.12.2023 ausgewiesenen sonstigen Ausleihungen in Höhe von TEUR 37 wurden der Geschäftsführung gewährt. Von diesem Betrag werden TEUR 22 mit 2% p.a. verzinst. Ab 2024 ist das Darlehen in monatlichen Raten zu je TEUR 2 zu tilgen. Ein Betrag von TEUR 15 ist unverzinslich und wird insoweit als Sachbezug der Lohnsteuer unterworfen. Die Tilgung erfolgt in jährlichen Raten in Höhe von TEUR 3. 2. Umlaufvermögen 2.1 Vorräte Die Bewertung der Bestände zum 31.12.2023 erfolgte auf der Grundlage der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der fertigen Erzeugnisse umfassen die Material- und Fertigungskosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich des Werteverzehrs des Anlagevermögens soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Bei der Bewertung der Vorräte wurde stets das Niederstwertprinzip beachtet. Wertabschläge auf das Vorratsvermögen waren zum 31.12.2023 nicht erforderlich. 2.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Laufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände liegen unter einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Ansprüche gegen die Geschäftsführung in Höhe von EUR 470,00 (i.Vj.: EUR 675,83). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen in Höhe von TEUR 3.633 (i.Vj.: TEUR 2.123) auf das Lieferungs- und Leistungsgeschäft sowie in Höhe von TEUR 5.032 (i.Vj.: TEUR 8.977) auf Darlehen an verbundene Unternehmen. Die Laufzeit der verzinslichen Darlehen ist unbefristet. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin betragen TEUR 4.642 (i.Vj.: TEUR 8.581). 3. Bilanzgewinn Der zum 31.12.2023 ausgewiesene Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 9.515 (i.Vj.: TEUR 9.007). 4. Sonderposten für Investitionszulagen und -zuschüsse Die in der Bilanz ausgewiesene Position "Sonderposten für Investitionszulagen und - zuschüsse" enthält vom Finanzamt ausgezahlte Investitionszulagen sowie von der InvestitionsBank des Landes Brandenburg ausgezahlte GA-Mittel. Die Sonderposten werden jährlich ratierlich entsprechend den Nutzungsdauern der angeschafften Investitionsobjekte ertragswirksam aufgelöst und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter "sonstige betriebliche Erträge" erfasst. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Betrag von TEUR 144 (i.Vj.: TEUR 155) ergebniswirksam aufgelöst. 5. Steuerrückstellungen Die zum Bilanzstichtag passivierten Steuern in Höhe von TEUR 1.608 beinhalten Kapitalertragsteuer (TEUR 1.000), Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag (TEUR 349; i.Vj.: TEUR 65) und Gewerbesteuer (TEUR 259; i.Vj.: TEUR 62). 6. sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die zum Bilanzstichtag ungewissen Verbindlichkeiten und beinhalten Verpflichtungen im Personalbereich (TEUR 53; i.Vj.: TEUR 60) sowie Jahresabschluss- und Beratungskosten (TEUR 27; i.Vj.: TEUR 20); für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften waren zum Bilanzstichtag keine Rückstellungen zu passivieren. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Eine Abzinsung von Rückstellungen war zum Bilanzstichtag nicht erforderlich. 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beruhen auf dem Lieferungs- und Leistungsgeschäft. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten zum Bilanzstichtag im Wesentlichen Umsatzsteuer (TEUR 656; i.Vj.: TEUR 127) sowie Lohn- und Kirchensteuer (TEUR 12; i.Vj.: TEUR 12). 8. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse. 9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen keine laufenden finanziellen Verpflichtungen, deren Angabe für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind. 10. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse entfallen mit TEUR 17.319 (i.Vj.: TEUR 16.512) auf das Kerngeschäft und wurden nahezu ausschließlich im Verhältnis zu verbundenen Unternehmen erzielt. 11. sonstige betriebliche Erträge Die im Geschäftsjahr 2023 erwirtschafteten sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Sonderposten für Investitionszulagen und -zuschüsse in Höhe von TEUR 144 (i.Vj.: TEUR 155) sowie Erstattungen nach §§ 9b, 10 StromStG (TEUR 188; i.Vj.: TEUR 432). 12. sonstige betriebliche Aufwendungen Die im Geschäftsjahr 2023 angefallenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Reparaturen und Instandhaltungen von technischen Anlagen und Maschinen (TEUR 253; i.Vj.: TEUR 355) sowie Maschinen- und Gerätemieten (TEUR 193; i.Vj.: TEUR 194). 13. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen werden im Wesentlichen Zinserträge aus Darlehen an die Gesellschafterin ausgewiesen. 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen in voller Höhe auf das im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete Ergebnis. IV. Sonstige Angaben Angabe der Namen der Mitglieder der Geschäftsführung (§ 285 Nr. 10 HGB) Geschäftsführer
Die beiden erstgenannten Geschäftsführer erhielten im Jahr 2023 keine Bezüge von der Gesellschaft. Der Geschäftsführer Herr Dr. Benkert erhielt Bezüge von der Gesellschaft. Auf die Angabe der von der Gesellschaft zu tragenden Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs.4 HGB verzichtet. Die Geschäftsführer Karsten Uhlmann und Mike Bernd Gärtner haben jeweils die Befugnis die Gesellschaft stets einzeln zu vertreten und sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Der Geschäftsführer Dr. Alexander Benkert hat die Gesellschaft im Jahr 2023 gemeinsam mit einem weiteren Geschäftsführer vertreten. Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen und auf neue Rechnung vorzutragen. Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar (TEUR 10) entfällt auf Abschlussprüfungsleistungen (TEUR 6) und Steuerberatungsleistungen (TEUR 4). Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 55 (i.Vj.: 56) Arbeitnehmer beschäftigt; davon 53 (i.Vj.: 52) gewerbliche Arbeitnehmer und 2 (i.Vj.: 4) Angestellte. Es wurden keine nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte abgeschlossen hinsichtlich derer Angaben über Art und Zweck sowie Risiken und Vorteile für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft notwendig sind. Nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet. V. Gesellschafter Alleinige Gesellschafterin der ViaPlast GmbH war zum Stichtag 31.12.2023 die
Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der TCB Beteiligungsgesellschaft mbH mit Sitz in Frankfurt (Oder) einbezogen. Die TCB Beteiligungsgesellschaft mbH ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Frankfurt (Oder) unter HR B 12681 eingetragen.
Frankfurt (Oder), den 14. Oktober 2024 Karsten Uhlmann, Geschäftsführer Mike Bernd Gärtner, Geschäftsführer Dr. Alexander Benkert, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ViaPlast GmbH, Frankfurt (Oder) Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der ViaPlast GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der ViaPlast GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Schwielowsee, den 14. November 2024 Nabbefeld, Wirtschaftsprüfer Feststellungsdatum Der Jahresabschluss wurde am 29.11.2024 festgestellt. Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung 01. Januar bis 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Viaplast GmbH ist in der kunststoffverarbeitenden Industrie tätig. Sie produziert in einem Spritzgussverfahren Rohlinge für die Herstellung von PET-Flaschen für die Bierabfüllung. Die Gesellschaft hat die Preformherstellung um die Produktionsprozesse "Herstellung von PET-Flasche für den Biermarkt" einschließlich der "Verbringung des zu verpackenden Wirtschaftsgutes in die PET-Behältnisse" erweitert. Außerdem betreibt sie die interne Logistik in der Frankfurter Brauhaus GmbH. Die Gesellschaft ist Hauptzulieferer von PET-Flaschen und Dienstleister für die Frankfurter Brauhaus GmbH in Frankfurt/Oder. Der Trend des Konsumenten zur Individualisierung, zur Verwirklichung eines Convenience-Feelings und dem Verbrauch von annehmlichen Gütern hat dazu geführt, dass der Anteil der Packmittelgruppen an den Getränkeverpackungen in Deutschland in den Jahren 2004 bis 2018 sich spürbar verändert hat. So nahm die Mehrwegverpackung in 2004 noch einen Anteil von 66,3 % und die Einwegverpackung einen Anteil von 28,9 % ein. Bis 2018 verringerte sich der Anteile der Mehrwegverpackung auf 41,2 % und erhöhte sich der Anteil der Einwegverpackung auf 57,2 %. Im Rahmen dieser Entwicklung spielt der Kunststoff Polyethylenterephthalat (PET) eine bedeutende Rolle. Der Stoff gehört zur Familie der Polyester und wurde ursprünglich als alternatives Material für die Textilindustrie entwickelt. Er verbreitete sich dann auch in der kunststoffverarbeitenden Industrie und schaffte seinen Durchbruch mit den Getränkeflaschen. Seit Anfang der 90 Jahre begann sich die leichte PET-Flasche im Markt zu etablieren. Heute werden rund 59 Prozent der Wässer und 66 Prozent der Erfrischungsgetränke in Einweg-Kunststoffflaschen verkauft. Rechnet man die PET-Mehrwegflasche noch hinzu, dann nimmt der PET-Flaschenanteil (Einweg und Mehrweg) bei nicht alkoholischen Getränken sogar einen Marktanteil von 76,9 Prozent ein. Dieser Trend ist 2019 unterbrochen worden und es wurden 2019 41,8 Prozent und 2020 43,1 Prozent der in Deutschland verbrauchten Getränke in Mehrwegverpackungen abgefüllt. Gegenüber dem Vorjahr liegt der Wert 1,3 Prozentpunkte höher. Damit stieg der Anteil von Mehrweggetränkeverpackungen in den pfandpflichtigen Getränkesegmenten das zweite Jahr in Folge seit der Pfandeinführung für Einweggetränkeverpackungen im Jahr 2003 leicht an. Die verwendeten Packmittel innerhalb der Getränkeindustrie unterscheiden sich dabei erheblich. So verwenden 2019 die Brauereien im Bereich Bierabfüllung noch zu 78,7 Prozent Mehrweggebinde wo hingegen die Wasserbranche nur noch 40,8 Prozent der Wasserprodukte in Mehrwegflaschen abfüllt. Bei den Erfrischungsgetränken reduziert sich der Anteil auf 21,7 Prozent. Somit zeigt sich die anteilige Verwendung der Einwegkunststoffflachen mit 65,7 Prozent bzw. 58,8 Prozent umgekehrt proportional stark vertreten im Bereich Erfrischungsgetränke und Wässer und mit einem geringeren Anteil von 6,7 Prozent bei der Bierabfüllung. Bei den alkoholischen Mischgetränken spielt die PET-Flasche nahezu keine Rolle. Damit zeigt sich in der Verwendung der PET-Gebinde wegen des geringen PET- Flaschen-Anteils eine Ausnahme in der Bierabfüllung. Ein Grund für die derzeitige Dominanz von Glas im Biermarkt dürfte neben den traditionellen Gewohnheiten unter anderem darin liegen, dass Bier hinsichtlich der Haltbarkeit ein sensibles Produkt ist. Daher werden bei deren Verwendung in der Bierabfüllung erhöhte Anforderungen an die PET-Flasche gestellt. Um das Durchdringen der Flasche mit Sauerstoff zu vermeiden, muss in die PET-Flasche in einem Beschichtungsverfahren eine Barriere eingebracht werden. Auf Grundlage dieser Technologie steht die PET- Flasche bei der Abfüllung von alkoholischen Getränken nun im Wettbewerb mit der Glas-Mehrwegflasche. Die PET-Flasche konnte ihren Anteil in der deutschen Bier-Abfüllung in 2020 auf 7,7 Prozent (2013: 7,5 Prozent) Marktanteil ausbauen. In Europa lag die Marktdurchdringung der PET-Flasche bei Bier in 2012 noch knapp unter 10 %. Der Markt wird sich jedoch weiter positiv entwickeln, wenn die kulturelle Hürde beim Bier zukünftig überwunden werden kann. In Osteuropa ist der Anteil von Bierflaschen aus PET bereits jetzt höher als in Westeuropa. Ein wichtiger Vorteil vom PET-Kunststoff für den Verbraucher ist die komfortable Handhabung von PET-Flaschen, da sie ein geringes Gewicht aufweisen und nicht bruchanfällig sind. Aus dem geringen Gewicht resultiert außerdem ein niedriger Transport- Energieverbrauch. Eine 500-ml-PET-Flasche wiegt zirka 1/20 einer Glasflasche derselben Größe. Ein erklärtes Ziel der Industrie ist die Gewichtsreduzierung, welche insbesondere beim Transport einen ökologischen Effekt hat. Kunststoff ist Glas in Bezug auf das Gewicht eindeutig überlegen und erspart die aufwendige und kostenintensive Mehrweglogistik. Im Jahr 2023 wurden in Deutschland 408,1-tausend Tonnen PET-Getränkeflaschen verbraucht. Das entspricht 17 Milliarden Stück. Im Vergleich zu 2021 ist der Materialverbrauch um 38-tausend Tonnen (- 8,5 %) gesunken. Dies liegt zum Teil auch daran, dass das Gewicht der Flaschen in den vergangenen 10 Jahren weiter optimiert wurde und die Flaschen immer leichter werden. Der Trend zu Kurzgewinden, insbesondere als Folge der Umstellung auf Tethered Caps, verstärkt diesen Trend weiter. Durch das Pfandsystem werden fast 99 Prozent der pfandpflichtigen PET-Flaschen gesammelt, und das Material wird wiederverwertet. Mittlerweile gibt es ein hocheffizientes PET-Recycling. Die Bedeutung der Verarbeitung von gebrauchten PET-Flaschen zu PET-Rezyklat und deren Wiederverwendung als Rohstoff zur Herstellung von neuen PET-Flaschen nimmt einen immer höheren Stellenwert ein. Der Rezyklat-PET-Anteil hat sich weiter erhöht. Im Verbrauch stieg er um 9,2 %-Punkte auf 46,9 % (alle Flaschen) bzw. um 7,5 %-Punkte auf 48,0 % (bepfandete Einweg-Flaschen). Erstmals wurde bei den in Deutschland produzierten PET-Preforms mehr Rezyklat-PET als Neumaterial eingesetzt. Im Vergleich zu 2021 stieg der Rezyklat-PET-Anteil um 6,4 %-Punkte auf 51,2 %. Damit ist der Rezyklat-PET-Anteil in der Produktion von PET-Getränkeflaschen zwischen 2013 und 2023 um 27 %-Punkte auf 51,2 % angestiegen. PET-Getränkeflaschen wurden in Deutschland 2023 zu 97,6 % recycelt. Damit befindet man sich auf einem außerordentlich hohen Niveau. Das Recycling von PET- Getränkeflaschen ist damit ein Beispiel für einen funktionierenden Stoffkreislauf. Dies liegt nicht zuletzt an der sehr guten Wertstoffsammlung über die Pfandsysteme. Über das Pfandsystem laufen 96,1 % aller bepfandeten PET-Flaschen (EW und MW) zurück. Hinzu kommt die Sekundärerfassung durch duale Systeme und sonstige Sammlungen. Insgesamt werden in Deutschland 99 % aller PET-Getränkeflaschen von der Wertstoffsammlung erfasst. Die Recyclingquote ist im Zeitraum zwischen 2013 und 2023 um 4 %-Punkte auf nahezu 98 % gestiegen. Eine weitere Steigerung dieses Werts scheint kaum möglich, vielmehr sollten sich die Anstrengungen auf den Erhalt dieses Niveau konzentrieren. Der Trend zur Individualisierung des Konsums führt dazu, dass sich im Markt eine zunehmende Sorten- und Gebinde-Diversifizierung beobachten lässt. Die Differenzierung u.a. durch das Packmittel manifestiert sich zum einen durch den Trend weg von Poolgebinden hin zu Individualflaschen, was jedoch bei der Sortierung zu einer finanziellen Belastung des Mehrwegsystems führt. Eine andere Möglichkeit besteht darin, Mehrwegglas vermehrt durch andere Gebinde, wie z.B. durch PET-Flaschen, zu substituieren. Die Preiserhöhungen diverser Marken werden zu Änderungen im Kaufverhalten von preissensiblen Konsumenten beitragen. Dies wird u.a. dazu führen, dass vermehrt zu in PET und in anderen Gebinden abgefüllten Handelsmarken gegriffen wird. Die steigende Convenience-Orientierung, sinkende durchschnittliche Haushaltsgrößen und vor allem die zunehmende Verlagerung des Absatzes von der Vertriebsschiene des Getränkefachhandels hin zu Discountern und Verbrauchermärkten werden den Substitutionsdruck auf das Mehrwegsystem erhöhen. Die Verpackungen beschleunigen den Wandel in den Getränkemärkten. Den Trend zur Einwegverpackung konnte die Pfandpflicht nicht stoppen. Die bundeseinheitliche Pfand- und Rückgabepflicht war ein Impuls für den Aufbau eines funktionierenden Kreislauf- und Recyclingsystems. Bedingt durch die Pfandregelung in Deutschland wird ein Großteil der PET-Flaschen über die Leergutsammelstellen der Wiederverwertung zugeführt. Somit konnte die Vermüllung der Landschaft durch Einweggetränkeverpackungen aber auch durch die Mehrweggebinde auf ein Minimum reduziert werden. Alle aufgeführten Faktoren lassen voraussichtlich einen weiteren Anstieg des Marktanteils von Flaschen aus Kunststoff am Verpackungsmarkt erwarten. II. Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 Die Rohstoffpreise sind stark abhängig von den Energiepreisen und daher entsprechend volatil. Sind die Rohstoffpreise im vergangenen Jahren aufgrund der Energiekrise im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine Konflikt spürbar gestiegen, war im Geschäftsjahr tendenziell doch eine Entspannung auf dem Rohstoffmarkt erkennbar. Im Vergleich zum Geschäftsjahr wird perspektivisch eine Seitwärtsbewegung mit leichten Ausschlägen nach unten und nach oben auf dem Rohstoffmarkt erwartet. Im Vergleich zum Geschäftsjahr sind die Rohproduktpreise im Vorjahr um durchschnittlich um 54,1 Prozent angestiegen. Die Preisentwicklung auf dem Rohölmarkt hat sich in 2023 entspannt, so dass im Geschäftsjahr eine rückläufige Rohstoffnotierung zu verzeichnen war. Dennoch lag das Preisniveau zum Ende des Geschäftsjahres noch mit knapp 30 Prozent über dem Vorkrisenniveau 2021. Vorausschauend wird sich der Trend mit der rückläufigen Preisentwicklung im Kunststoffmarkt nach den zusätzlich zum Russland-Ukraine-Konflikt sich ausdehnenden Spannungen im Nahen Osten nicht fortsetzen. Im Hinblick auf die Erweiterung der Produktionstiefe gelang es dem Unternehmen, die Umsätze stabil zu halten. Dem wirken grundsätzlich die rückläufigen Absatzmengen im Biermarkt teilweise entgegen. Hingegen wird das Gefüge der Packmittelverwendung durch sich ändernde Marktkräfte, wie z.B. Verfügbarkeit von Einwegflaschen, Energiepreise und Nachhaltigkeitsdiskussion, fortlaufend verändert. Folglich führen solche Marktveränderungen bei den Packmitteln zu Substitutionseffekten. Angesichts der energetischen Vorteile der PET-Flasche, der materiellen Verfügbarkeit der Rohprodukte sowie der zunehmenden Wiederverwendung kam die PET-Flaschen wieder verstärkt zum Einsatz. Die ViaPlast GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 neben dem Hauptsitz in Frankfurt/Oder keine Zweigniederlassungen unterhalten; sie ist nicht in den Bereichen Forschung und Entwicklung tätig. Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. III. Vermögenslage Die folgende Aufstellung zeigt in zusammengefasster Form eine Übersicht über die Bilanzstruktur zum 31.12.2023 im Vergleich zu derjenigen des Vorjahres:
Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.900 bzw. 19,9% (i.Vj.: Erhöhung TEUR 1.409; 10,7 %) vermindert. Die Minderung der Sachanlagen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 556 bzw. 40,6% (i.Vj.: TEUR 578; 29,7%) ergibt sich aus den Abschreibungen, da im laufenden Geschäftsjahr weder Zu- noch Abgänge zu verzeichnen waren. Der Rückgang der unter den Finanzanlagen ausgewiesenen sonstigen Ausleihungen beinhaltet ausschließlich Tilgungen. Die Vorräte haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.211 (i.Vj.: Erhöhung TEUR 366) vermindert. Der Rückgang ist stichtagsbedingt und betrifft im Wesentlichen mit TEUR 1.001 die fertigen Erzeugnisse und Waren, während die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 202 vermindert haben. Der Rückgang der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um insgesamt TEUR 2.596 bzw. 23,0% (i.Vj.: Erhöhung TEUR 1.614; 16,7%) beruht ausschließlich auf der im Geschäftsjahr erfolgten Ausschüttung an die TCB Beteiligungsgesellschaft mbH. Der Rückgang der Sonderposten für Investitionszulagen und -zuschüsse ergibt sich aus der erfolgswirksamen Auflösung der Sonderposten entsprechend der Vornahme der Abschreibungen auf die bezuschussten Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 144 (i.Vj.: TEUR 155). Die Erhöhung der Rückstellungen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.482 ergibt sich nahezu ausschließlich aus der im Hinblick auf die erfolgte Ausschüttung zu passivierenden Kapitalertragsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag sowie der infolge der Ergebnisverbesserung zu passivierenden Ertragsteuerbelastung des Geschäftsjahres 2023. Die Minderung der Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.389 bzw. 32,5% (i.Vj.: Erhöhung TEUR 2.020; 89,6%) ergibt sich einerseits aus einem deutlichen Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.499 (i.Vj.: Erhöhung TEUR 1.342) und der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 418 (i.Vj.: Erhöhung TEUR 1.185), denen eine Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 528 gegenübersteht. Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten ist stichtagsbedingt und beinhaltet die für das abgelaufene Geschäftsjahr zu passivierende Umsatzsteuerzahllast. IV. Finanzlage Die Eigenkapitalquote der ViaPlast GmbH beträgt unter Außerachtlassung der Sonderposten für Investitionszulagen und -zuschüsse zum 31. Dezember 2023 57,4% (i.Vj. 65,5%). Die Minderung der Eigenkapitalquote ergibt sich aus dem im Geschäftsjahr 2023 erzielten Jahresüberschuss unter Berücksichtigung der erfolgten Ausschüttung in Höhe von TEUR 4.000. Die Liquiditätslage war im abgelaufenen Geschäftsjahr und ist auch unter kurz- bis mittelfristigen Gesichtspunkten zufriedenstellend. V. Ertragslage Die Darstellung und Erläuterung der Veränderungen der Aufwands- und Ertragsstrukturen des Geschäftsjahres 2023 im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich wie folgt:
Der Umsatz der ViaPlast GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 806 bzw. 4,9% erhöht (i.Vj.: TEUR 4.463; 37,0%). Die positive Entwicklung beruht auf einer Erweiterung der Produktionstiefe, dem andererseits in einigen Absatzbereichen rückläufige Absatzmengen entgegenwirken. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr aufgrund geringerer Erstattungen im Zusammenhang mit dem StromStG zurückgegangen. Obwohl das Geschäftsvolumen gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen ist, hat sich die Preisentwicklung auf den Rohstoff- und Beschaffungsmärkten in 2023 deutlich entspannt, sodass der Materialaufwand um TEUR 1.881 bzw. 13,8% zurückgegangen ist (i.Vj.: Erhöhung TEUR 4.332; 46,6%). Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum trotz des geringeren Beschäftigungsgrads um TEUR 43 bzw. 2,1% (i.Vj.: Rückgang TEUR 109; 5,0%) erhöht. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 ein positives Finanzergebnis erzielt, das nahezu ausschließlich auf der Ausreichung verzinslicher Darlehen an verbundene Unternehmen beruht. VI. Personalwesen Einen hohen Stellenwert genießt aus Unternehmenssicht die betriebliche Ausbildung. Deshalb trägt das Unternehmen durch sein Engagement in der Berufsausbildung und der beruflichen Weiterbildung regelmäßig seinen Anteil dazu bei, interessierten Menschen einen Zugang zu beruflichen Chancen und somit persönliche Perspektiven zu eröffnen. Damit diese Qualifizierung über den beruflichen Weg hinweg erhalten bleibt, begleitet das Unternehmen seine Mitarbeiter mit Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen, mit denen sie ihre fachlichen Kenntnisse ausbauen und weiter entwickeln können. Mit aktivem Ideenmanagement motiviert das Unternehmen darüber hinaus seine Mitarbeiter, ihre Erfahrungen über Verbesserungsvorschläge nutzbar zu machen und dadurch zur Optimierung der betrieblichen Abläufe und Prozesse beizutragen. VII. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Das bestehende interne Kontroll- bzw. Risikomanagementsystem ist in das Planungs- und Berichtswesen der Gesellschafterin integriert und wird insoweit fortwährend überprüft und aktualisiert. Da die Geschäftstätigkeit im Wesentlichen eine vertikale Diversifikation aus Sicht des Unternehmensverbundes darstellt, können als Risikofelder von besonderer Bedeutung, das allgemeine Marktrisiko und Marktrisiken durch eine geänderte Gesetzgebung bezeichnet werden. Soweit sich zukünftig Marktrisiken in Zusammenhang mit einer geänderten Gesetzgebung ergeben können, ist auf die aktuelle Diskussion im Zusammenhang mit dem Verkauf von Bier und dessen öffentlichen Konsum durch Jugendliche zu verweisen. Hieraus können sich Absatzrückgänge bei den Hauptabnehmern der Produkte der ViaPlast GmbH mit den entsprechenden Auswirkungen für die Gesellschaft ergeben. Diesen Risiken ist aus Sicht der Geschäftsführung derzeit keine besondere Bedeutung beizulegen. Der unverändert andauernde Konsolidierungsprozess auf dem deutschen Biermarkt wird von der Geschäftsführung aufgrund der derzeit erreichten und noch weiter auszubauenden Marktposition zwar als wachstumshemmend, nicht jedoch als bestands- oder entwicklungsgefährdend eingeschätzt. VIII. Ausblick, Prognose Mittlerweile werden nicht nur Handelsmarken in PET-Flaschen abgefüllt, auch begünstigt der stetig steigende Verbrauch von alkoholfreiem Bier, Malzbier und Softdrinks die Zunahme der PET-Flaschenabfüllung. Weiterhin wird sich das Absatzvolumen aufgrund von Diversifikationsbemühungen im Getränke- und Gebindebereich stabilisieren und langfristig auch erhöhen. Es ist daher davon auszugehen, dass diese Entwicklungen die PET-Quote zukünftig begünstigen wird. Die Akzeptanz der PET-Flasche beim Bierkonsumenten ist zwar nach wie vor geringer als bei anderen Gebinden, die steigenden Absatzzahlen belegen jedoch einen Wandel und einen Gewöhnungseffekt bei den Konsumenten. Chancen und Risiken ergeben sich aus der künftigen Entwicklung der Konjunktur und des politischen Umfelds. Angesichts der andauernden Konjunkturschwäche sind fundierte Prognosen hinsichtlich der Entwicklung der Märkte zum aktuellen Zeitpunkt nur eingeschränkt möglich. Die politischen Ereignisse im In- und Ausland, insbesondere in den Krisenregionen, und deren Auswirkung auf die Einkaufs- und Exportmärkte lassen relativ geringe Planungssicherheit zu. Eine weitere Chance bildet der Absatz im Private Label Bereich. Zusätzliche Risiken ergeben sich aus der weiteren Entwicklung der Rohstoff- und Energiekosten, die das Ergebnis negativ beeinflussen können. Davon losgelöst wird die Viaplast GmbH im Preform- sowie PET-Flaschenherstellungsverfahren die Steigerung der Energie- und Rohstoffeffizienz und somit die Kostenoptimierung forcieren. Aufgrund von Kapazitätserweiterungen unseres Hauptabnehmers erwartet die Geschäftsführung das Herstell- und Absatzvolumen unter langfristigen Gesichtspunkten weiter steigern zu können. Quantitative Angaben zur Auswirkung auf die Finanz- und Ertragslage sind in der Unternehmensplanung nach eigener Einschätzung berücksichtigt.
Frankfurt (Oder), den 14. Oktober 2024 Karsten Uhlmann, Geschäftsführer Mike Bernd Gärtner, Geschäftsführer Dr. Alexander Benkert, Geschäftsführer |
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