Bremicker Vorrats GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörg Wolters seit 1.9.2022 | Geschäftsführer |
Franz Johann Bauer seit 31.5.2022 | Prokura |
Herbert Dopfer seit 9.5.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Sebastian Stadler-Bremicker | 40.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 60.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bremicker Verkehrstechnik GmbHWeilheim i.OBJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2022 bis zum 30.04.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Mai 2022 bis 30. April 2023Bremicker Verkehrstechnik GmbH, WeilheimI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Bremicker Verkehrstechnik GmbH ist seit über 90 Jahren in der Verkehrstechnik tätig. Wir bieten ein umfassendes Produktportfolio im gesamten Bereich der Verkehrstechnik, insbesondere Verkehrszeichen nach StVO, Wechselverkehrszeichen mit Prismentechnik oder LED-/LCD-Display, Geschwindigkeitswarnanlagen, Städte- und Kommunalbedarf sowie der touristischen Rad- und Wanderbeschilderung. Zusätzlich bieten wir unseren Kunden umfassende Dienstleistungen. Die Kunden der Firma sind vor allem Städte und Gemeinden, sowie Straßenbauämter und Autobahnämter / Autobahn GmbH. Dies gilt auch für den Bereich der dynamischen Verkehrsbeeinflussung, welcher durch die zunehmende Verkehrsdichte weiterwächst. Auf diesem Gebiet ist die Firma vor allem mit eigenen LED-Schildern, Parkleitsystemen und Wechselverkehrszeichen sehr gut vertreten. Diverse Neuentwicklungen konnten in diesem Bereich erfolgreich am Markt etabliert werden. Abnehmer sind hierbei Endkunden sowie Partnerfirmen. Im Stammwerk Weilheim wird die Beschilderung gem. StVO, sowie die dynamische Verkehrstechnik gefertigt. Darüber hinaus werden kundenspezifische Lösungen entwickelt und realisiert. Der Standort Wiedemar ist auf die Produktion & Entwicklung von Beschilderungssystemen im Bereich der Touristischen- und Objektbeschilderung spezialisiert. Hier wird auch das Produktspektrum rund um die Straßennamenschilder betreut. Die beiden Betriebe der Bremicker Verkehrstechnik GmbH in Weilheim und Wiedemar haben die Zertifizierung entsprechend dem RAL-Gütezeichen für die Fertigung von Verkehrszeichen. Daneben werden an einem kleineren Standort in Konstanz Stempel produziert. Darüber hinaus ist die gesamte Fertigung und Verwaltung nach DIN EN ISO 9001:2000 sowie DIN EN 14001 zertifiziert. Gefertigt wird hier wie im Zweigbetrieb Wiedemar mit den modernsten Produktionsanlagen. An der Entwicklung neuer Produkte, vorwiegend im Bereich der dynamischen Verkehrstechnik und neuen digitalen Lösungen sind ständig mehrere Mitarbeiter beteiligt. Die Herausforderungen durch die zunehmende Digitalisierung geht die Firma sowohl im Bereich der Prozesse als auch im Bereich des Geschäftsmodells aktiv und sehr erfolgreich an. Das Geschäftsmodell hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. 2. Forschung & Entwicklung Im Bereich der Softwareanwendungen werden verstärkt KI (Künstliche Intelligenz) und MachineLearning eingesetzt. So wurden im Bereich der Kennzeichenerkennung hervorragende Ergebnisse erzielt. Im Bereich der LED-Wechselschilder wird an neuartigen farbigen Schild gem. EN 12966 gearbeitet. Auch ein neuartiges, universell einsetzbares Messsystem für Umweltdaten wird derzeit entwickelt. Für die Zukunft ist nach wie vor eine substanzielle Entwicklungsarbeit vorgesehen. Im Geschäftsjahr haben wir ca. rund 1 Mio€ (ca. 2,4% vom Umsatz aus unserem Kerngeschäft) für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Wir beschäftigen derzeit im F&E-Bereich 11 Mitarbeiter. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaft Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9% höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. "Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen", sagte Dr. Ruth Brand, seit 1. Januar 2023 neue Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2022" in Berlin. "Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten", so Brand weiter. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im Jahr 2022 insgesamt um 1,8 % gegenüber dem Jahr 2021. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Einige Dienstleistungsbereiche profitierten nach dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten. Besonders stark zulegen konnten die Sonstigen Dienstleister, zu denen auch die Kreativ- und Unterhaltungsbranche zählt (+6,3 %). Auch die Wirtschaftsbereiche Verkehr und Gastgewerbe profitierten von der Aufhebung der Schutzmaßnahmen. Diese beiden Bereiche sorgten für ein kräftiges Plus im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (+4,0 %). Die Bruttowertschöpfung im Handel ging dagegen zurück, nachdem sie im Vorjahr noch gestiegen war. Der Bereich Information und Kommunikation knüpfte an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an und verzeichnete ebenfalls einen deutlichen Zuwachs (+3,6 %). Im Baugewerbe, das vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen war, führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,3 %). Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe, die im Vorjahresvergleich kaum zunahm (+0,2 %). Das Verarbeitende Gewerbe litt vor allem in der ersten Jahreshälfte 2022 wie schon im Jahr 2021 unter gestörten internationalen Lieferketten. Hinzu kam der massive Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs in der Ukraine. Auf der Nachfrageseite waren die privaten Konsumausgaben im Jahr 2022 die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen preisbereinigt um 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr und erreichten damit fast das Vorkrisenniveau von 2019. Grund hierfür waren Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen im Frühjahr 2022. Dies wird besonders deutlich bei den Ausgaben für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen. Auch im Bereich Freizeit, Unterhaltung und Kultur gaben die privaten Haushalte wieder mehr aus als noch vor einem Jahr. Die Konsumausgaben des Staates erhöhten sich 2022 nach zwei stark von Corona geprägten Jahren vergleichsweise moderat um 1,1 %. Der Staat gab deutlich mehr Geld aus, um die zahlreichen Schutzsuchenden aus der Ukraine und anderen Staaten zu verpflegen und unterzubringen. Dagegen sanken die staatlichen Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, auch wenn weiterhin umfangreich Impfstoffe beschafft und finanziert wurden. Die Bauinvestitionen nahmen im Jahr 2022 preisbereinigt um 1,6 % ab. Dabei wirkten sich die fehlenden Baumaterialien und der Fachkräftemangel vor allem im Hochbau und bei Wohnbauten aus. Zunehmende Auftragsstornierungen gewerblicher und privater Bauvorhaben im Zuge andauernd hoher Baupreise sowie steigender Bauzinsen verstärkten den negativen Trend der Bauinvestitionen im Jahresverlauf 2022. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurde 2022 dagegen preisbereinigt 2,5 % mehr investiert als im Vorjahr. Der Außenhandel nahm trotz starker Preisanstiege im Jahr 2022 zu: Deutschland exportierte preisbereinigt 3,2 % mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr. Die Importe legten gleichzeitig sehr viel stärker um preisbereinigt 6,7 % zu. Der Außenbeitrag dämpfte dadurch insgesamt das BIP-Wachstum. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 1,3 % oder 589.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Der Beschäftigungsaufbau fand 2022 insbesondere bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten und in den Dienstleistungsbereichen statt. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2022 nur leicht und konnte die Beschäftigungsverluste der beiden Vorjahre nicht ausgleichen. Im Baugewerbe gab es trotz Fachkräftemangel erneut einen kleinen Beschäftigungszuwachs. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag das Finanzierungsdefizit des Staates im 1. Halbjahr 2023 bei 42,1 Milliarden Euro. Somit war das staatliche Defizit um 37,6 Milliarden Euro höher als noch im 1. Halbjahr 2022. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) in jeweiligen Preisen errechnet sich für das 1. Halbjahr 2023 eine Defizitquote von 2,1 %. Bei den Ergebnissen handelt es sich um Daten in der Abgrenzung des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG) 2010. Sie bilden die Grundlage für die Überwachung der Haushaltslage in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) nach dem Stabilitäts- und Wachstumspakt (Maastricht-Kriterien) und sind nicht zu verwechseln mit dem Finanzierungssaldo des Öffentlichen Gesamthaushalts in Abgrenzung der Finanzstatistiken. Aus den Ergebnissen für das 1. Halbjahr lassen sich nur begrenzt Rückschlüsse auf das Jahresergebnis ziehen. Das Finanzierungsdefizit des Staates ergibt sich aus der Differenz zwischen Einnahmen in Höhe von 917,2 Milliarden Euro und Ausgaben in Höhe von 959,3 Milliarden Euro. Der Anstieg des Finanzierungsdefizits im 1. Halbjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr beruht insbesondere auf einem starken Anstieg der Ausgaben um 7,7 % bei einem vergleichsweise geringen Anstieg der Einnahmen um 3,5 % (Quelle: DESTATIS). Sowohl im nationalen als auch im internationalen Geschäft bleibt die Entwicklung für 2023 abzuwarten. Prognosen zufolge ist während des Ukraine-Krieges, kombiniert mit der Energiepreisunsicherheit, zunehmenden aufsichtsrechtlichen Vorgaben, Inflation und steigenden Zinsen, ein stagnierendes bzw. minimal schrumpfendes BIP sowie eine schwächere Weltwirtschaft zu erwarten. Wurden die Konjunkturerwartungen der Mitgliedsunternehmen für das vergangene Jahr mit der durchschnittlichen Gesamtnote (Schulnote) 2,2 bewertet, ist es für 2023 eine 2,5, die sich analog zu den erwähnten Prognosen geringfügig verschlechterte. Richtungsweisend ist die stetig zunehmende Relevanz von Nachhaltigkeitsthemen. Diese werden auch zukünftig die Unternehmen in Ihrem Handeln beeinflussen. Aufgrund der neuesten Entwicklungen hat die ESG-Thematik für die großen Unternehmen regulatorische Verbindlichkeit. Branche Die Lage der Branche ist aufgrund der reduzierten öffentlichen Ausschreibungen durch einen sehr starken Wettbewerb gekennzeichnet. Öffentliche Ausschreibungen sind die Regel beim Jahresbedarf der Städte und Kommunen und bei Baumaßnahmen. Nach der im März 2022 vorliegenden gleitenden Kurz- und Mittelfristprognose des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV), wird die Transportleistung im Güterverkehr bis 2025 jährlich um rund 2,2 % und die Verkehrsleistung im Personenverkehr ca. 1,2 % zunehmen. Insofern ist mit einer weiteren Steigerung der Ausgaben für Verkehrsinvestitionen zu rechnen. Ein Einfluss des Ukraine Konfliktes ist für das kommende Geschäftsjahr im Hinblick auf das Vergabevolumen nicht zu erwarten. 2. Geschäftsverlauf Insgesamt war das Geschäftsjahr 2022/2023 weiterhin dominiert von großer Unsicherheit und forderte dem Unternehmen und den Menschen ein hohes Maß an Flexibilität ab. Umsatz und Auftragsentwicklung Das Geschäftsjahr 2022/2023 war geprägt durch wenige größere öffentliche Ausschreibungen im statischen Bereich, allerdings war ein starker Zuwachs bei den Ausschreibungen im dynamischen Bereich zu verzeichnen. Generell war eine gesunde Nachfrage der Kommunen vorhanden. Entsprechend konnten die Umsatzerlöse über die Bereiche stabil gehalten werden. Beschaffung Im Geschäftsjahr 2022/2023 ist der Materialaufwand bei Berücksichtigung der Bestandsveränderung im Vergleich zum Vorjahr insbesondere aufgrund geringerer bezogener Leistungen gesunken. Die Einkaufsbedingungen sehen Zahlung innerhalb von 14 Tagen unter Abzug von 3 % Skonto vor. Bei Warenlieferungen werden diese Vorgaben von den meisten Lieferanten akzeptiert, auch dann, wenn ihre eigenen Konditionen anders lauten. In gesonderten Projekten wurden über Bonusvereinbarungen und Pooling von Bedarfen beachtliche positive Effekte erzielt. Bei der Lieferantenauswahl spielt die Lieferantendatei, in der die einzelnen Lieferanten nach DIN EN ISO 9001:2000 bewertet werden, eine wesentliche Rolle. Alle Wareneingänge unterliegen darüber hinaus den in dieser Norm gültigen und vorgeschriebenen Kontrollen. Bei einzelnen elektronischen Bauteilen (vor allem aus dem asiatischen Raum) gab es bereits seit Januar 2020 erste Anzeichen, dass die Verfügbarkeit abnimmt. Dieser Trend setzt sich fort, die Lieferzeiten erhöhen sich z.T. um mehrere Monate. Teilweise konnten wir durch eine erhöhte Lagermenge und dem Ausweichen auf andere Bauteile diesen Effekt kompensieren. Investitionen Im zurückliegenden Geschäftsjahr wurden die üblichen laufenden Ersatzinvestitionen bei Maschinen und Fuhrpark getätigt. Darüber hinaus wurden neue Produktionsverfahren implementiert und der Fuhrpark weiter ausgebaut. Die Investitionen im Anlagevermögen (EDV-Software und Sachanlagen) im Geschäftsjahr 2022/2023 betrugen 686 T€. Personal- und Sozialbereich Durchschnittlich wurden im Geschäftsjahr 2022/2023 in der Bremicker Verkehrstechnik insgesamt 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (inklusive Geschäftsführer und Auszubildende). Sowohl im kaufm. Bereich, als auch im techn. und gewerblichen Bereich werden Mitarbeiter ausgebildet. Darüber hinaus wurden auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wiederum in beträchtlichem Umfang Maßnahmen zur Weiterbildung der Mitarbeiter durchgeführt. Das Internetbewertungsportal Kununu listet Bremicker mit dem sehr guten Wert 3,8 (Stand September 2023). 78 % der Mitarbeiter empfehlen Bremicker als Arbeitgeber weiter. Umweltschutz Seit Januar 2020 ist das Unternehmen klimaneutral und nach DIN EN ISO 14001 zertifiziert. Umfassender Umweltschutz und umfassende Sicherheitsstandards haben für das Unternehmen hohe Priorität. Investitionen in den Umweltschutz wurden getätigt und innovative umweltschonende Produktionsverfahren etabliert. Als laufende Maßnahmen gelten vor allem die ordnungsgemäßen Entsorgungen von Abfällen, die entsprechend den gesetzlichen Vorschriften durchgeführt werden. Starke Einsparungen konnten im Energieverbrauch (Gas, Öl, Strom) erzielt werden. 3. Lage a. Ertragslage Die wichtigen Ergebnisquellen des Geschäftsjahres stellen sich wie folgt dar:
Die Gesamtleistung des Unternehmens ist gegenüber dem Vorjahr um 6,8 % gesunken. Da jedoch der Materialaufwand bei den bezogenen Leistungen absolut und im Verhältnis zur Gesamtleistung stärker abnahm, konnte ein Teil des Umsatzrückgangs kompensiert werden. Der Rohertrag sank somit um 6,5 % auf 19.477 T€. Da sowohl beim Personalaufwand, der sich leicht um 47 T€ verringerte, als auch insbesondere bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (ohne neutrale Aufwandskomponenten), die sich deutlich absolut um 1.570 T€ und auch im Verhältnis zur Gesamtleistung von 15,3 % auf 12,9 % verringerten, Kostenentlastungen zu verzeichnen waren, stieg trotz Rückgang des Rohertrags das ordentliche Betriebsergebnis sogar leicht um 96 T€. Die Umsatzrendite verbesserte sich dabei von 4,5 % auf 5,0 %. Bei der deutlichen Verbesserung des neutralen Ergebnisses um 1.245 T€ sind im Berichtsjahr vor allem Rückstellungsauflösungen in Höhe von 535 T€ sowie Erträge (saldiert mit Verlusten) aus Anlagenabgängen in Höhe von 22 T€ hervorzuheben. Außerdem belastete im Vorjahr die Abschreibung von Forderungen auf ein Beteiligungsunternehmen in Höhe von 665 T€ das neutrale Ergebnis. Insgesamt konnte somit das Jahresergebnis nach Steuerbelastung deutlich um 1.278 T€ gesteigert werden. Die Umsatzrentabilität stieg von 1,4 % auf 4,4 %. b. Finanzlage Die Gesamtinvestitionen (einschließlich Finanzanlagen) des Geschäftsjahres in Höhe von 1.035 T€ konnten im Wesentlichen über den laufenden Cashflow finanziert werden. Zum 30.04.2023 verfügten wir über liquide Mittel in Höhe von 1.241 T€. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Berichtsjahr mit + 3.776 T€ deutlich positiv und zeigt eine wesentlich verbesserte Innenfinanzierungskraft unseres Unternehmens. Unser Ziel ist es, sonstige Investitionen und laufende Zahlungen aus eigenen Mitteln unter Ausnutzung vereinbarter Zahlungsziele zu tätigen bzw. zu leisten. Wir beschränken uns auf konservative Geldanlagen, wie Tages- und Festgeld, unterliegen somit keinem Risiko und können über erforderliche Mittel jederzeit verfügen. Die Anzahlungen der Kunden für Auftragseingänge erfolgten in ausreichender Höhe. Hinsichtlich Liquidität oder Bürgschaftsrahmen entstanden keinerlei Engpässe. Die Avalrahmen werden von Versicherungen auch künftig in gewünschter Höhe zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus verfügen wir über ausreichende Kontokorrentrahmen, die im Berichtsjahr nicht beansprucht waren und auch aktuell nicht beansprucht sind. c. Vermögenslage Zum 30.04.2023 hat sich das Eigenkapital um 1.684 T€ erhöht. Die Eigenkapitalquote stieg bei einer um 1.535 T€ gesunkenen Bilanzsumme von 52,2 % auf 64,9 % und liegt damit weiter auf hohem Niveau. Die Rückstellungen haben sich um 282 T€ verringert. Zusätzlich sind die Verbindlichkeiten um 2.937 T€ gesunken. Der Verschuldungsgrad sank weiter von 91,5 % im Vorjahr auf nunmehr 54,1 %. Die Vermögens- und Kapitalstruktur ist weiterhin ausgewogen und stabil. d. Finanzielle Leistungsindikatoren In monatlichen Meetings zwischen Geschäftsleitung und Führungskräften werden mögliche erkennbare Chancen wie auch Risiken behandelt. Des Weiteren informieren detaillierte Monats- und Quartalsberichte über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Abweichende Erkenntnisse gegenüber den Jahresvorgaben werden diskutiert, erforderliche Maßnahmen und Ziele festgelegt. Zur Unternehmenssteuerung verwenden wir die Kennzahlen: Auftragsbestand, Umsatzerlöse bzw. Betriebsleistung, die erzielte EBIT-Marge, sowie den Netto-Cashflow (vgl. hierzu auch die Ausführungen unter II. 3. Lage). Zum Ende des Geschäftsjahres sind Auftragsbestand und Kapazitäts-Auslastung sehr gut. Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt weiterhin als sehr gut bezeichnet werden. e. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Zu den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, insbesondere zum Qualitätsmanagement, zum Personal- und Sozialbereich sowie zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit, vgl. die Ausführungen unter I. 1. Geschäftsmodell sowie unter II. 2. Beschaffung, Personal- und Sozialbereich, Umweltschutz. III. Prognosebericht Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine zeigt wirtschaftliche Auswirkungen auf Unternehmen in der Region aber auch weltweit. Dies kann dazu führen, dass sich die Annahmen, die unserer Prognoseberechnung zu Grunde liegen, nicht als zutreffend erweisen. Bei den Lieferanten wurden Lieferzeiten verlängert und teilweise kamen erste Lieferanten in Schwierigkeiten. In beinahe allen Bereichen stiegen die Einkaufskonditionen. Die erhöhten Beschaffungskosten wurden über Preiserhöhungen direkt an die Kunden weitergegeben. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 rechnen wir wiederum mit einem stabilen Umsatz. Da sehr flexibel auf externe Einflüsse reagiert wird, erwarten wir abermals ein positives Ergebnis. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht a. Branchenspezifische Risiken Wir gehen davon aus, dass im kommenden Geschäftsjahr mit einer reduzierten Nachfrage zu rechnen ist. Einen Nachfragerückgang auf Grund der Corona-Krise werden wir wahrscheinlich auch in den darauffolgenden Jahren, auf Grund einer angespannten Haushaltslage der öffentlichen Hand, kompensieren müssen. Durch verstärkte Bearbeitung des Stammkundenmarktes und Akquirierung von Neukunden auch außerhalb der Kommunen werden wir entsprechend reagieren, um im gesamten Geschäftsjahr Vollauslastung zu schaffen. Zusätzlich werden wir unsere Kundenansprache um zusätzliche Angebote erweitern. b. Ertragsorientierte Risiken Das abgelaufene Geschäftsjahr war geprägt durch ein steigendes Preisniveau des Materials. Die künftige Preisentwicklung beobachten wir sehr genau, fragen Trends ab und schätzen die weitere Entwicklung aufgrund unserer Erfahrung selbst ein. Wir haben mit unseren Kunden keine Absatzverträge mit festgeschriebenen Preisen geschlossen. Materialpreise werden vor Auftragsvergabe stets aktualisiert, nach Auftragserteilung wird das Hauptmaterial zeitnah beschafft. Somit unterliegen wir keinen wesentlichen negativen Materialpreisentwicklungen. c. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund unserer vorausschauenden Liquiditätsplanung haben wir die Kreditrahmen stets eingehalten und werden im Geschäftsjahr 2023/2024 auf Basis geplanter Ersatzinvestitionen keine Kredite in Anspruch nehmen. Unsere Kunden zahlen innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen. Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Liquiditätslage ist überaus zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten. d. Gesamtwirtschaftliche Risiken Die Auswirkungen insbesondere des Ukraine-Konflikts sowie die in diesem Zusammenhang gestiegenen Material- und Energiepreise zeigen weiterhin wirtschaftliche Auswirkungen auf Unternehmen in der Region aber auch weltweit. In welchem Umfang sich die Auswirkungen weiter explizit auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unseres Unternehmens niederschlagen werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer abzuschätzen. Mit Sicherheit lässt sich jedoch bereits jetzt festhalten, dass die negativen Folgen auf die gesamte Weltwirtschaft und auch für die Wirtschaftsleistung unseres Unternehmens umso stärker sind, je länger der Ukraine-Konflikt sowie die nicht greifbare Steigerung der Material- und Energiepreise anhält. Nach dem Bilanzstichtag konnten im Hinblick auf die Auslastung, die Auftragslage und auf die Materialbeschaffung keine negativen Abweichungen zur Prognose oder zu den Zielen des Unternehmens festgestellt werden. 2. Chancenbericht Auf der Beschaffungsseite können wir aufgrund unserer hochmodernen Fertigung auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen bei Bedarf direkt bei unseren Lieferanten bzw. bevorzugt in unseren Werkhallen mit geeigneten Prüfmitteln und Prüfmethoden durch. Die internen Prozesse werden konsequent in die Digitalisierung überführt, ebenso wird die Fertigung laufend unter Lean-Gesichtspunkten und durch den Einsatz von neuen Maschinen optimiert. Den überwiegend inländischen Wettbewerbern am Markt, werden wir weiterhin durch unsere Expertise, Kundennähe, Innovationen, Zuverlässigkeit, Termintreue und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. 3. Gesamtaussage In wöchentlichen Meetings zwischen Geschäftsleitung und Bereichsleitern werden mögliche erkennbare Chancen wie auch Risiken behandelt. Des Weiteren informierende detaillierte Monats- und Quartalsberichte über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Abweichende Erkenntnisse gegenüber den Jahresvorgaben werden diskutiert, erforderliche Maßnahmen und Ziele festgelegt. Zur frühzeitigen Erkennung, zur Bewertung und zum richtigen Umgang mit bestehenden Risiken hat die Firma wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme entwickelt und eingesetzt. Im Rahmen des Risiko-Managements überprüfen wir regelmäßig bestehende und neue Risiken. Daraus leiten wir einen möglichen Handlungsbedarf zur Vermeidung bzw. Minimierung dieser Risiken ab und setzen Maßnahmen daraus um. Schwerpunkte des Risiko-Managements sind das niedrige Preisniveau und der Fachkräftemangel, dem wir mit gezielter Ausbildung und hervorragendem Markenimage begegnen. Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in der angespannten weltpolitischen Lage, in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, zu erwartenden steigenden Rohstoffpreisen und dem niedrigen Preisniveau. Aufgrund unserer finanziellen Stabilität und unserem kompetenten Personal sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Wir gehen davon aus, dass wir mit den Erfahrungen der Vergangenheit und in der guten Zusammenarbeit im Unternehmen mit unserer Gesellschafterin, mit unseren Kunden, Lieferanten, Banken und Behörden auch in Zukunft am Markt erfolgreich bestehen können. Für das folgende Jahr 2023/2024 stellen weiterhin die nicht transparenten Material- und Energiepreissteigerungen aufgrund des Ukraine-Konflikts die aktuell größten Risiken dar. V. Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Bei dem überwiegenden Teil der Kunden handelt es sich um Gesellschaften des öffentlichen Rechts sowie Kommunen, deren Kreditwürdigkeit außer Frage steht. Forderungsausfälle sind nicht zu verzeichnen. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit den meisten unserer Kunden. Mit den Lieferanten besteht eine langjährige Zusammenarbeit, Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft aus eigenem Cashflow. Der von den Banken bereitgestellte Kontokorrentrahmen wurde im Geschäftsjahr nicht beansprucht. Kundenanzahlungen sichern wir über Anzahlungsbürgschaften, welche Versicherungen zur Verfügung stellen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Jeder Auftrag wird im Liquiditätsplan der Gesellschaft abgebildet, um die Geldaus- und -eingänge überwachen und steuern zu können. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Unterschrift der Geschäftsführung
Weilheim, 13.10.2023 Herbert Dopfer Jörg Wolters BILANZ zum 30. April 2023Bremicker Verkehrstechnik GmbH, WeilheimAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Mai 2022 bis 30. April 2023Bremicker Verkehrstechnik GmbH, Weilheim
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Mai 2022 bis 30. April 2023Bremicker Verkehrstechnik GmbH, WeilheimI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Bremicker Verkehrstechnik GmbH hat ihren Sitz in Weilheim. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München - Registergericht - unter HRB 124473 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB). III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu 5 Jahren), bewertet. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert wird entsprechend seiner geschätzten Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Diese Nutzungsdauerschätzung ist durch die langfristigen Geschäftskontakte und Absatzmöglichkeiten des erworbenen Unternehmens begründet. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauern zwischen 3 und 33 Jahren) angesetzt. Die Herstellungskosten der Sachanlagen werden in Höhe der handelsrechtlichen Untergrenze bemessen (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst). Einbeziehungswahlrechte werden nicht ausgeübt. Auch Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten 250 € nicht übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgabe gebucht. Geringwertige Wirtschaftsgüter, mit Anschaffungskosten größer 250 € und kleiner 800 €, werden im Jahr der Anschaffung als Betriebsausgabe abgesetzt, und sofort in voller Höhe vollständig abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen mit den Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen, bilanziert. Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren ist grundsätzlich mit den Anschaffungskosten/Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten, sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst, § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB) bewertet. In die Herstellungskosten der Erzeugnisse wurden Fremdkapitalzinsen, die im Herstellungsraum auf deren Finanzierung entfallen, nicht mit einbezogen. Soweit Bestandsrisiken vorliegen, z.B. wegen geminderter Verwendbarkeit nach längerer Lagerdauer, sind angemessene Abschläge vorgenommen worden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt unter Einbeziehung zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen zum Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit den entsprechenden Zinssätzen gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. IV. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten mit ihrem historischen Anschaffungskosten und den kumulierten Abschreibungen ist im folgenden Anlagenspiegel (Anlage 3, Blatt 5) gemäß § 284 Abs. 3 HGB dargestellt. Finanzanlagen
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Beträge aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 495 T€. 3. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen Nach § 253 Abs. 6 HGB muss ein sogenannter Unterschiedsbetrag in Form der Differenz zwischen dem Erfüllungsbetrag mit dem 10-Jahres-Durchschnittszinssatz und dem 7-Jahres-Durchschnittssatz ermittelt werden. Der Unterschiedsbetrag beträgt 78 T€ (im Vorjahr 127 T€) und ist ausschüttungsgesperrt. 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
5. Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten gemäß § 285 Nr. 1 und 2 HGB ist dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Beträge aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 237 T€. 6. Haftungsverhältnisse
Aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten schätzen wir die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der vorgenannten Haftungsverhältnisse als gering ein. 7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB ergeben sich aus Miet- und Leasingverpflichtungen in Höhe von 2.608 T€. Davon bestanden 928 T€ gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2023 und 2028. V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:
VI. Sonstige Angaben Angabe der beschäftigten Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt
Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar für Prüfungsleistungen beträgt 25 T€. Mitglieder der Geschäftsführung Björn Ole Neumann, Interims-Geschäftsführer (25.01.2022 - 05.08.2022) Herbert Dopfer, Dipl.-Ing., Geschäftsführer Gesamtbetrieb (ab 09.05.2022) Jörg Wolters, Dipl.-Ing., Geschäftsführer Gesamtbetrieb (ab 01.09.2022) Unterschrift der Geschäftsführung
Weilheim, 13.10.2023 Herbert Dopfer Jörg Wolters Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 30. April 2023 wurde am 29. Januar 2024 festgestellt. Beschluss über die ErgebnisverwendungDie Gesellschafterversammlung hat folgende Ergebnisverwendung beschlossen: Vom Bilanzgewinn in Höhe von 10.218.368,37 EUR werden 400.000,00 EUR ausgeschüttet und der danach verbleibende Rest in Höhe von 9.818.368,37 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen. ANLAGESPIEGEL zum 30. April 2023Bremicker Verkehrstechnik GmbH, Weilheim
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Bremicker Verkehrstechnik GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Bremicker Verkehrstechnik GmbH, Weilheim, - bestehend aus der Bilanz zum 30.04.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.05.2022 bis zum 30.04.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bremicker Verkehrstechnik GmbH, Weilheim, für das Geschäftsjahr vom 01.05.2022 bis zum 30.04.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Regensburg, den 26. Januar 2024 AWP
WIRTSCHAFTSTREUHAND GMBH
Stefan Avemaria, Wirtschaftsprüfer |
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