BauBeCon Treuhand GmbHLiquidiert

Dammtorstraße 12, 20354 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 154912
Eingetragen
10.5.1990
Branche
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVerwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für Dritte
Gegenstand
Die Gesellschaft betreut, bewirtschaftet und verwaltet Bauten in allen Rechts- und Nutzungsformen, ausgenommen sind Tätigkeiten, für die nach § 34 c GewO eine Erlaubnis notwendig ist. Die Gesellschaft kann außerdem alle im Bereich der Immobilienwirtschaft anfallenden Aufgaben übernehmen, Grundstücke erwerben, belasten und veräußern sowie Erbbaurechte ausgeben.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Prelios Deutschland GmbH

Hamburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018

AKTIVA

EUR EUR 31.12.2017
EUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 51.129,00   64.750,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00   2.278.000,00
II. Sachanlagen   51.129,00 2.342.750,00
Betriebs- und Geschäftsausstattung   288.004,44 224.864,57
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 44.000,00   44.000,00
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 19.693,00   325.398,77
3. Beteiligungen 574,00   574,00
4. Sonstige Ausleihungen 1.840,00   1.840,00
    66.107,00 371.812,77
    405.240,44 2.939.427,34
B. Umlaufvermögen      
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.864.123,67   1.378.663,64
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.352.996,49   3.200.110,82
davon gegen Gesellschafter EUR 2.289.698,06 (Vj. EUR 3.200.110,82)      
3. Sonstige Vermögensgegenstände 540.191,67   528.640,68
    5.757.311,83 5.107.415,14
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   6.268.579,14 2.817.975,96
    12.025.890,97 7.925.391,10
C. Rechnungsabgrenzungsposten   25.452,40 38.079,00
D Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   29.642.149,29 31.708.464,81
    42.098.733,10 42.611.362,25

PASSIVA

     
EUR EUR 31.12.2017
EUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   5.000.000,00 5.000.000,00
II. Kapitalrücklage   27.726.559,87 27.726.559,87
III. Verlustvortrag   -64.537.001,69 -63.190.714,49
IV. Konzernjahresüberschuss (Vj. Konzernjahresfehlbetrag)   2.068.780,11 -1.346.287,20
V. Nicht beherrschende Anteile   99.512,42 101.977,01
VI. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   29.642.149,29 31.708.464,81
    0,00 0,00
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.669.767,13   4.348.878,13
2. Steuerrückstellungen 1.101.244,99   1.260.000,00
3. Sonstige Rückstellungen 4.154.433,69   5.660.449,05
    9.925.445,81 11.269.327,18
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.013.333,55   1.025.793,89
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.013.333,55 (Vj. EUR 1.025.793,09)      
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 29.595.338,70   29.132.934,34
davon gegenüber Gesellschafter EUR 29.156.662,59 (Vj EUR 28.602.007,73)      
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 29.595.338,70 (Vj. EUR 29.132.934,34)      
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 686.478,20   578.103,70
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 686.478,20 (Vj. EUR 576.103,70)      
4. Sonstige Verbindlichkeiten 811.769,91   500.176,77
davon aus Steuern EUR 470.162,21 (Vj. EUR 290.726,65)      
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 811.769,91 (Vj. EUR 500.176,77)      
    32.106.920,36 31.237.008,70
D. Rechnungsabgrenzungsposten   66.366,93 105.026,37
    42.098.733,10 42.611.362,25

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2018

EUR EUR 2017
EUR
1. Umsatzerlöse 13.407.883,91   11.744.744,51
2. Sonstige betriebliche Erträge 6.244.314,79   4.304.887,20
    19.652.190,70  
3. Aufwendungen für bezogene Leistungen   2.787.064,29 2.782.903,79
4. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 6.031.241,49   5.002.371,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.130.574,66   033.364,09
davon für Altersversorgung EUR 314.348,65 (Vj. EUR 164.328,79)      
    7.161.816,15 5.915.735,17
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   2.352.907,07 2.342.303,00
davon auf Geschäfts- oder Firmenwert EUR 2.278.000,00 (Vj. EUR 2.278.000,00)      
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen   4.215.110,14 5.193.477,94
    3.134.501,05 -184.668,19
7. Erträge aus Beteiligungen 21.188,36   21.492,51
8. Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -347.171,44   -31.132,52
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 165.272,16   43.279,41
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 59.719,11 (Vj. EUR 43.279,41)      
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.065.850,44   1.142.797,09
davon an verbundene Unternehmen EUR 816,941,97 (Vj. EUR 775.907,00)      
    -1.226.561,36 -1.109.157,69
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   158.340,83 -53.913,45
12. Ergebnis nach Steuern   2.066.200,52 -1.347.939,33
13. Sonstige Steuern   35,00 -535,00
14. Jahresüberschuss (Vj. Jahresfehlbetrag)   2.066.315,52 -1.346.474,33
15. Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Verlust   -2.464,59 -2.187,13
16. Konzernjahresüberschuss (Vj, Konzernjahresfehlbetrag)   2.068.780,11 -1.346.287,20

Konzern-Kapitalflussrechnung für 2018

EUR 2017
EUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit    
Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern) 2.066.315,52 -1.348.474,33
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.352.907,07 2.342.303,00
Fortschreibung des Beteiligungsansatzes assoziierter Unternehmen 347.171,44 31.132,52
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen / Erträge -12.938,81 -274.881,92
Gewinn (-)/Verlust (+) aus Anlagenabgängen -4.274.460,44 0,00
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen -1.333.017,84 -3.784.552,59
Aufwendungen aus Finanzanlageabgängen 0,00 7.486,81
Abnahme (+) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, soweit sie nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -594.639,94 1.130.254,10
Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, soweit sie nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 48.727,78 -2.143.183,37
Zinsaufwendungen 1.065.850,44 1.142.797,09
Zinserträge -165.272,16 -43.279,41
Sonstige Beteiligungserträge -21.188,36 -21.492,51
Ertragsteuerertrag/-aufwand -158.340,83 53.913,45
Ertragsteuerzahlungen -267,88 -100.898,58
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -679.154,01 -3.008.875,74
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit    
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 4.297.446,10 0,00
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -114.205,94 -33.267,62
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -10.220,00 0,00
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -64.451,33 0,00
Erhaltene Dividenden 21.188,36 46.492,51
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 4.129.757,19 13.224,89
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit    
Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen 0,00 1.700.000,00
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 0,00 1.700.000,00
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode    
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1-3) 3.450.603,18 -1.295.650,85
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 2.817.975,96 4.113.626,81
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 6.268.579,14 2.817.975,96
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds    
Liquide Mittel 6.268.579,14 2.817.975,96
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 6.268.579,14 2.817.975,96

Entwicklung des Konzerneigenkapitals für 2018

Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital
EUR
Kapitalrücklage
EUR
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital
EUR
Eigenkapital gemäß Konzernbilanz
EUR
01.01.2017 5.000.000,00 27.726.559,87 -63.190.714,49 -30.464.154,62
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 -1.346.287,20 -1.346.287,20
31.12.2017 5.000.000,00 27.726.559,87 -64.537.001,69 -31.810.441,82
01.01.2018 5.000.000,00 27.726.559,87 -64.537.001,69 -31.810.441,82
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 2.068.780,11 2.068.780,11
31.12.2018 5.000.000,00 27.726.559,87 -62.468.221,58 -29.741.661,71
Nicht beherrschende Anteile
Minderheitenkapital
EUR
Kumuliertes übriges Konzernergebnis
EUR
Eigenkapital
EUR
Konzerneigenkapital
EUR
01.01.2017 2.028.679,89 -1.924.515,75 104.164,14 -30.359.990,48
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 -2.187,13 -2.187,13 -1.348.474,33
31.12.2017 2.028.679,89 -1.926.702,88 101.977,01 -31.708.464,81
01.01.2018 2.028.679,89 -1.926.702,88 101.977,01 -31.708.464,81
Konzernjahresüberschuss 0,00 -2.464,59 -2.464,59 2.066.315,52
31.12.2018 2.028.679,89 -1.929.167,47 99.512,42 -29.642.149,29

Konzernanhang für 2018

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung stellen wir nach dem Gesamtkostenverfahren auf. Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses haben wir einzelne Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert erläutert. Die für einzelne Positionen geforderten Zusatzangaben haben wir ebenfalls in den Anhang übernommen.

Die Muttergesellschaft ist unter der Firma Prelios Deutschland GmbH, Hamburg, im Handelsregister Hamburg unter der Nummer HRB 99652 eingetragen.

Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die Muttergesellschaft Prelios Deutschland GmbH, Hamburg, sowie acht inländische und ein ausländisches Tochterunternehmen.

Es wurden drei Gesellschaften mit geringem Geschäftsumfang gemäß § 296 Absatz 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Equity-Bilanzierung der wesentlichen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen nahmen wir nach der Buchwertmethode vor. Es handelte sich um acht inländische Gesellschaften. Weitere zwei assoziierte Gesellschaften wurden wegen geringem Geschäftsumfang nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach dem Bilanzierungsstandard des Handelsgesetzbuches (HGB). Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bleiben gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte unter Annahme der Unternehmensfortführung. Bezüglich bestandsgefährdender Risiken wird auf die Ausführungen im Lagebericht (Abschnitt 5.2.4.) verwiesen.

Im Einzelnen erfolgen Bilanzierung und Bewertung nach folgenden Grundsätzen:

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Realisations- und Imparitätsprinzip wurden beachtet; Vermögensgegenstände bewerteten wir höchstens zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwertes aus der Erstkonsolidierung von Anteilen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Abschreibungen bewertet. Planmäßige Abschreibungen nahmen wir linear entsprechend der Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vor. Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden mit Ausnahme des Geschäftswerts für die Prelios Asset Management Deutschland GmbH, Hamburg, über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die langfristigen Serviceverträge, deren Laufzeiten grundsätzlich nach Beendigung ihrer originären Vertragslaufzeiten verlängert werden sollen, sind Basis für die angesetzte 10-jährige Nutzungsdauer. Der Geschäftswert für die Prelios Asset Management Deutschland GmbH, Hamburg, wurde davon abweichend übereine Nutzungsdauer von 8 Jahren abgeschrieben, da die dem Geschäftswert zugrundeliegenden Serviceverträge in 2016 ausgelaufen sind.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bilanziert. Bei der Ermittlung der linearen Abschreibungen wird die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zugrunde gelegt. Auf Zugänge im Geschäftsjahr wird die Jahresabschreibung pro rata temporis verrechnet.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 410,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Finanzanlagen werden mit Ausnahme von Anteilen an assoziierten Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Zugänge bei Beteiligungen an assoziierten Unternehmen enthalten Einlagen. Anteilige Jahresüberschüsse und -fehlbeträge sind unter den Abschreibungen im Anlagenspiegel dargestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bei den assoziierten Unternehmen entsprechen denen der vollkonsolidierten Unternehmen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die liquiden Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Die Pensionsverpflichtungen wurden nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik nach der sog. "Projected Unit Credit Methode" (PUC) ermittelt. Der Rückstellungsbetrag gemäß PUC-Methode ist definiert als versicherungsmathematischer Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten erdient worden ist.

Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie evtl. Fluktuationswahrscheinlichkeiten zu ermitteln.

Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck herangezogen.

Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:

Rechnungszinssatz p. a.: 3,21 %
Rententrend p. a.: 1,50 %

Seit 2016 wird ein Rechnungszinssatz auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen 10 Jahre verwendet (davor der vergangenen 7 Jahre). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren (§ 253 Abs. 6 HGB) beträgt zum 31. Dezember 2018 TEUR 474.

Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 i. V. m. § 298 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwertes bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Von dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 HGB, im Saldo aktive latente Steuern nicht zu bilanzieren, wird Gebrauch gemacht.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung des Geschäftsjahres 2009 für Gesellschaften, die erstmals voll konsolidiert wurden, wurde nach der Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzern am 1. Januar 2009 vorgenommen. In 2009 zugekaufte Kapitalanteile wurden zum Erwerbszeitpunkt konsolidiert. Die aktiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung ordneten wir, soweit aufgrund vorhandener stiller Reserven möglich, den betreffenden Aktivposten zu.

Die danach verbleibenden Unterschiedsbeträge wurden als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und stellen sich wie folgt dar:

Erstkonsolidierung 1. Januar 2009 TEUR %
Prelios Agency Deutschland GmbH, Hamburg 18.630 36,2
Pirelli RE Development Deutschland GmbH, Hamburg (zum 1. Januar 2010 rückwirkend verschmolzen auf die Prelios Immobilien Management GmbH, Hamburg) 18.441 35,9
Prelios Immobilien Management GmbH, Hamburg 14.370 27,9
  51.441 100,0
Erwerb 20 % der Anteile an Prelios Asset Management Deutschland GmbH, Hamburg, zum 30. November 2009 12.474  
planmäßige Abschreibungen 2009 -5.248  
Buchwert 31. Dezember 2009 58.667  
Anpassung Prelios Asset Management Deutschland GmbH, Hamburg 10  
planmäßige Abschreibungen 2010 -6.392  
Buchwert 31. Dezember 2010 52.285  
Anpassung Prelios Asset Management Deutschland GmbH, Hamburg, in 2011 -201  
planmäßige Abschreibungen 2011-2012 -12.724  
außerplanmäßige Abschreibung 2012 -18.359  
planmäßige Abschreibung 2013-2018 -21.001  
Buchwert 31. Dezember 2018 0  

Bei folgenden Gesellschaften wurde der verbleibende Unterschiedsbetrag im Rahmen der Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2009 mit den Rücklagen verrechnet:

TEUR %
Prelios Facility Management Deutschland GmbH, Hamburg 14.936 78,7
Prelios Management Services Deutschland GmbH, Hamburg 3.381 17,8
Pirelli RE Asset Management NPL Deutschland GmbH, Hamburg 665 3,5
  18.982 100,0

Passivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden als gesonderte Passivposten erfasst.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

Konzerninterne Ergebnisse aus Lieferungen und Leistungen mit assoziierten Unternehmen wurden wegen geringer Bedeutung nicht eliminiert.

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden mit dem Buchwert angesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem anteiligen Eigenkapital und dem Buchwert der Beteiligungen wurde erstmalig zum 1. Januar 2009 berechnet und setzte sich wie folgt zusammen:

2009
TEUR
City Center Mülheim Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 8.433
Einkaufszentrum Mülheim GmbH & Co. KG, Hamburg 3.271
Kurpromenade 12 Timmendorfer Strand Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 4.547
Grundstücksgesellschaft Merkur Hansaallee mbH & Co. KG, Hamburg -2.305
  13.946

Der Wertansatz der Beteiligungen und der Unterschiedsbeträge wird auf Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des assoziierten Unternehmens in den Konzernabschluss ermittelt.

Der Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 13.946 entfällt mit TEUR 2.720 auf einen passivischen Unterschiedsbetrag. Der verbleibende Unterschiedsbetrag wurde im Jahr der Erstkonsolidierung den Wertansätzen der Vermögensgegenstände der assoziierten Unternehmen zugeordnet oder sofort abgeschrieben. Ein Firmenwert ergibt sich folglich nicht.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel dieses Anhangs zu entnehmen. Der Anteilsbesitz des Konzerns ist als Anlage zum Konzernanhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.

Die Forderungen gegen Gesellschafter resultieren aus Darlehen.

Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Differenzen bei Pensions- und Drohverlustrückstellungen sowie aus körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen. Die aktiven latenten Steuern wurden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht aktiviert.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital von EUR 5,0 Mio. und die Kapitalrücklage von EUR 46,7 Mio. (vor Verrechnung mit Geschäfts- oder Firmenwerten) entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten.

Pensionsrückstellungen

Aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtung sind Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 176 (Vorjahr: TEUR 192) entstanden.

Der durch die erstmalige Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes zum 1. Januar 2010 resultierende Unterschiedsbetrag betrug TEUR 1.445. Ein Teil des Unterschiedsbetrags wurde im Zuge der Übertragung von Pensionsverpflichtungen an die Buwog Gruppe in 2014 aufgelöst. Von dem übrigen Unterschiedsbetrag wurden im Geschäftsjahr 1/15 aufwandswirksam berücksichtigt. Es verbleiben aus dem Unterschiedsbetrag zum Bilanzstichtag nicht bilanzierte Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 524.

Der am 31. Dezember 2018 in der Bilanz nicht ausgewiesene Rückstellungsbetrag für mittelbare Pensionszusagen, deren Durchführung mittels der Unterstützungskasse zur Förderung der betrieblichen Altersversorgung e.V. erfolgt, beträgt TEUR 4.168.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Rechtsstreitigkeiten, ausstehende Lieferantenrechnungen, Urlaub und Überstunden gebildet. Es wurden im Geschäftsjahr 2018 Rückstellungen für Rechtstreitigkeiten und Gewährleistungen in Höhe von EUR 1,2 Mio. aufgelöst.

Aus der Aufzinsung der langfristigen sonstigen Rückstellungen sind Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 59 (Vorjahr: TEUR 76) entstanden.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestanden in Höhe von TEUR 29.157 (Vorjahr: TEUR 28.602). Davon resultieren TEUR 28.452 aus kurzfristigen Darlehen (im Vorjahr: TEUR 27.668) und TEUR 706 aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr sonstige Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen die Einlageverpflichtung gegenüber der City Center Mülheim Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG i.L., Hamburg.

Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren.

Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR
Pachtaufwendungen 22.882
Mietaufwendungen 2.338
Leasingaufwendungen 270
Summe 25.490

Die Umsatzerlöse belaufen sich auf TEUR 13.408 und ergeben sich nach Eliminierung von Innenumsätzen wie folgt:

Umsatzerlöse 2018
TEUR
2017
TEUR
nach Sparten    
Technisches Property Management und    
Parkhausmanagement 5.070 5.373
Kaufmännisches Property Management 4.024 3.443
Asset Management und Transaktionsberatung 2.088 709
Management Services 1.469 1.623
Agency Services 751 580
Sonstiges 6 17
  13.408 11.745

Sämtliche Umsatzerlöse wurden im Inland erzielt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 1,8 Mio. enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) in Höhe von TEUR 87 enthalten.

Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds enthält Bankguthaben in Höhe von TEUR 6.247 und Kassenbestände in Höhe von TEUR 22.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung des Mutterunternehmens

Martin Mörl, Geschäftsführer Prelios Deutschland GmbH, Hamburg Ernesto Albanese, Geschäftsführer Prelios Deutschland GmbH, Rom, Italien Stefano Petroni, Geschäftsführer Prelios Deutschland GmbH, Warschau, Polen Nico Tates, Geschäftsführer Prelios Deutschland GmbH, Leiden, Niederlande (bis zum 1. Mai 2018)

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Bezüge der Geschäftsführer des Mutterunternehmens betrugen im Geschäftsjahr 2018 TEUR 680 (Vorjahr: TEUR 671).

Honorare des Konzernabschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr 2018 berechnete Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers beträgt für:

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 67
Andere Bestätigungsleistungen 0
  67

Mitarbeiter

In 2018 wurden durchschnittlich 66 kaufmännische und 3 technische Mitarbeiter beschäftigt.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Es wurden keine marktunüblichen Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt.

Anteilsbesitz des Mutter-Konzerns

Der Anteilsbesitz des Konzerns ist gemäß § 313 Abs. 2 HGB in einer gesonderten Aufstellung des Anhangs dargestellt.

Anwendung der Befreiungsvorschrift nach § 264 Abs. 3 HGB

Für die inländischen 100 %igen Tochtergesellschaften (siehe Anteilsbesitzliste, mit Ausnahme der Prelios Center Marketing GmbH, Hamburg) des Mutterunternehmens wird die Befreiungsvorschrift nach § 264 Abs. 3 HGB angewendet.

Angaben zum Mutterunternehmen

Die Prelios Deutschland GmbH, Hamburg, ist 100%ige Tochtergesellschaft der Prelios S.p.A., Mailand, Italien, und wird in deren Konzernabschluss als oberstes einen Konzernabschluss aufstellendes Mutterunternehmen einbezogen. Die Prelios S.p.A. erstellt den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis der Unternehmen. Dieser wird auf der Internetseite der Prelios S.p.A. veröffentlicht.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Sachverhalte nach dem Abschlussstichtag, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Prelios Deutschland Konzerns haben, haben sich nicht ergeben.

 

Hamburg, 28. November 2019

Martin Mörl, Geschäftsführer

Ernesto Albanese, Geschäftsführer

Stefano Petroni, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 146.340,64 10.220,00 0,00 156.560,64
2. Geschäfts- oder Firmenwert 63.723.141,46 0,00 0,00 63.723.141,46
  63.869.482,10 10.220,00 0,00 63.879.702,10
II. Sachanlagen        
Betriebs- und Geschäftsausstattung 548.987,35 114.205,94 0,00 663.193,29
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 44.000,00 0,00 0,00 44.000,00
2. Beteiligungen an assozierten Unternehmen 9.904.896,46 64.451,33 2.147.500,00 7.821.847,79
3. Beteiligungen 574,00 0,00 0,00 574,00
4. Sonstige Ausleihungen 1.840,00 0,00 0,00 1.840,00
  9.951.310,46 64.451,33 2.147.500,00 7.868.261,79
  74.369.779,91 188.877,27 2.147.500,00 72.411.157,18
kumulierte Abschreibungen
01.01.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 81.590,64 23.841,00 0,00 105.431,64
2. Geschäfts- oder Firmenwert 61.445.141,46 2.278.000,00 0,00 63.723.141,46
  61.526.732,10 2.301.841,00 0,00 63.828.573,10
II. Sachanlagen        
Betriebs- und Geschäftsausstattung 324.122,78 51.066,07 0,00 375.188,85
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen an assozierten Unternehmen 9.579.497,69 347.171,44 2.124.514,34 7.802.154,79
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  9.579.497,69 347.171,44 2.124.514,34 7.802.154,79
  71.430.352,57 2.700.078,51 2.124.514,34 72.005.916,74
Restbuchwerte
31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 51.129,00 64.750,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 2.278.000,00
  51.129,00 2.342.750,00
II. Sachanlagen    
Betriebs- und Geschäftsausstattung 288.004,44 224.864,57
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 44.000,00 44.000,00
2. Beteiligungen an assozierten Unternehmen 19.693,00 325.398,77
3. Beteiligungen 574,00 574,00
4. Sonstige Ausleihungen 1.840,00 1.840,00
  66.107,00 371.812,77
  405.240,44 2.939.427,34

Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2018

Konsolidierungskreis

Name und Sitz der Gesellschaft Konsolidierungsstatus Anteil am Kapital
in % 2)
Eigenkapital 2018 Ergebnis 2018 1)
Prelios Asset Management Deutschland GmbH, Hamburg vollkonsolidiert 100,00 225.000,00 0,00
Prelios Agency Deutschland GmbH, Hamburg vollkonsolidiert 100,00 25.000,00 0,00
Projektentwicklung Bahnhof Hamburg-Altona GmbH & Co. KG i. L, Hamburg vollkonsolidiert 74,90 396.463,83 -9.819,09
Prelios Facility Management Deutschland GmbH, Hamburg vollkonsolidiert 100,00 5.397.292,01 0,00
Prelios Immobilien Management GmbH, Hamburg vollkonsolidiert 100,00 256.825,99 0,00
Baubecon Treuhand GmbH, Hannover vollkonsolidiert 100,00 530.000,00 0,00
Prelios Management Services Deutschland GmbH, Hamburg vollkonsolidiert 100,00 465.192,27 0,00
Prelios Hausmeister Service Deutschland GmbH, Kiel vollkonsolidiert 100,00 403.375,90 0,00
Prelios Investment Advisory S.ä.r.l., Luxemburg vollkonsolidiert 100,00 74.470,92 -25.529,08
Prelios Germany Retail Property Fund SICAF-SIF S.C.S., Luxemburg nicht konsolidiert 3) 100,00 0,00 -43.088,00
Projekt Bahnhof Hamburg-Altona Verwaltungs GmbH i. L., Hamburg nicht konsolidiert 74,90 32.980,03 -1.107,12
Prelios Center Marketing GmbH, Hamburg nicht konsolidiert 100,00 5.214,04 -2.727,24
Grundstücksgesellschaft Merkur Hansaallee mbH & Co. KG i.L., Hamburg at equity 33,75 524.275,39 -18.473,44
Verwaltung Büro- und Lichtspielhaus GmbH i.L., Hamburg at equity 27,00 24.860,73 -2.549,68
Beteiligungsgesellschaft Einkaufszentrum Mülheim mbH, Hamburg at equity 41,18 13.075,11 -2.913,34
City Center Mülheim Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG i.L., Hamburg at equity 41,18 708.594,06 -984.466,61
Einkaufszentrum Mülheim GmbH & Co. KG i.L., Hamburg at equity 41,18 37.013,39 -139.673,61
Verwaltung City Center Mülheim GmbH, Hamburg at equity 41,18 4.134,37 119,95
Bonnen GmbH, Hamburg at equity 41,18 8.818,14 -2.237,48
Photo-Bonnen Dieter Bonnen GmbH & Co. KG i.L., Hamburg at equity 41,18 -146.468,96 -9.219,48
Einkaufszentrum Münzstraße GmbH & Co. KG, Hamburg nicht konsolidiert (Beteiligung) 25,20 -572.421,09 -51.976,32
Verwaltung Einkaufszentrum Münzstraße GmbH, Hamburg nicht konsolidiert (Beteiligung) 25,20 71.242,01 502,48

1) nach Ergebnisabführungsvertrag
2) entspricht den Stimmrechten
3) per 31.10.2018 entkonsolidiert

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018

1. Konzernstruktur, Geschäftstätigkeit und wesentliche Geschäftsfelder

Dieser Konzernlagebericht beinhaltet den Teilkonzern der Prelios Deutschland GmbH, Hamburg, mit ihren zugehörigen Tochtergesellschaften, die jeweils im Anhang des Konzernabschlusses aufgeführt sind. Er umfasst das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018.

Die Prelios Deutschland GmbH, Hamburg, (nachfolgend kurz: "Gesellschaft" oder "Prelios Deutschland") wurde mit Eintragung in das Handelsregister am 21. Dezember 2006 gegründet. Alleiniger Anteilseigner ist die Prelios S.p.A. mit Sitz in Mailand, Italien (nachstehend kurz: "Prelios"), eines der führenden Immobilienunternehmen Italiens und Muttergesellschaft des Prelios-Konzerns. Von 2002 bis Mai 2018 war Prelios an der italienischen Börse notiert. Prelios verwaltet Fonds und spezielle Investmentfirmen, die Immobilien und Non Performing Loans besitzen. Im Zuge der Kapitalerhöhung im August 2013 wurde eine umfassende Neupositionierung vorgenommen, die einen Ausstieg aus den verbliebenen Co-Investments sowie eine Fokussierung auf das Asset Management für Drittkunden beinhaltete. Ende 2015 wurde mit der Ausgliederung der verbliebenen Immobilienportfolios und Co-Investments in die Focus Investments S.p.A., Mailand, Italien, ein weiterer Schritt hin zu einem reinen Immobiliendienstleister vollzogen. Anfang 2018 hat die Lavaredo S.p.A., Mailand, Italien, ein neu gegründetes Investment Vehikel des amerikanischen Hedge Fonds Davidson Kernpner Capital Management LP, New York, USA, die Mehrheit der Anteile an der Prelios Gruppe übernommen. Mitte 2018 wurde die Notierung der Prelios Aktie an der Börse in Mailand eingestellt.

Die Prelios Deutschland ging aus der DGAG Deutsche Grundvermögen AG, Kiel, einer der führenden deutschen Immobiliengesellschaften, hervor, die Anfang 2007 von der Prelios übernommen wurde. In 2008 hat die Prelios Anteile an dem Kaufhaus Portfolio "Highstreet" übernommen. Somit bestand die Prelios Deutschland aus einem gewerblichen Teil (Highstreet-Portfolio und andere) sowie einem wohnungswirtschaftlichen Teil (DGAG Portfolio und andere).

Mit Vertrag vom 14. Februar 2014 wurde das DGAG-Portfolio durch das Prelios / RREEF Joint Venture an die österreichische Buwog-Gruppe (Immofinanz) veräußert. Zudem wurde ein Kaufvertrag über den gesamten Geschäftsbereich Wohnimmobilien zwischen der Prelios Deutschland und der Buwog-Gruppe unterzeichnet.

Seit dem Verkauf der Wohnimmobiliensparte Mitte 2014 erbringt Prelios Deutschland fast ausschließlich Dienstleistungen im gewerblichen (Commercial) Immobiliensektor. Prelios Deutschland bietet in den Geschäftsfeldern Asset-, Property- (kaufmännisch und technisch), Center Management, Transaktions- und Vermietung Services ein breites Dienstleistungsspektrum rund um die Immobilie an. Zudem betreibt Prelios Parkhäuser als Pächter.

Das Asset Management umfasst im Wesentlichen folgende Dienstleistungen: Analyse der Märkte und Identifikation von geeigneten Objekten, Business Pläne, Koordination und Bearbeitung von Due Diligence Analysen, Wirtschaftlichkeitsanalysen sowie Finanzierungsmanagement.

Das kaufmännische Property Management beinhaltet das Verwaltungsgeschäft von gewerblichen Immobilien. Dies umfasst die vollständige Immobilienbewirtschaftung inkl. der Mieterbetreuung, Mietvertragsmanagement, Nebenkostenabrechnung, Budgetplanung, Forderungsmanagement, kaufmännische Betreuung von Mietbereichsumbauten, Objektbuchhaltung und eigentümerspezifisches Reporting.

Das technische Property Management umfasst das technische Objektmanagement und beinhaltet u.a. Instandhaltungs-, Sanierungs- und Modernisierungsmanagement, die Planung und Realisierung von Mietbereichsausbauten, technische Verkaufsbetreuung und Budgetplanung, Reporting sowie Parkraumbewirtschaftung.

Der Geschäftsbereich Shopping Center Management übernimmt die umfassende Steuerung von Shopping Centern. Dazu gehört die Verantwortung des täglichen Betriebs, Marketing und Eventmanagement, Werbung und Öffentlichkeitsmanagement, Optimierung des Mieter-Mixes sowie die Parkhausbewirtschaftung.

Im Geschäftsbereich Transaktion werden im Wesentlichen folgende Dienstleistungen für Investoren angeboten: Objektauswahl und -prüfung, Marktanalyse und Kaufpreiseinschätzung, Entwicklung von Kaufs- und Verkaufsstrategien und Datenraummanagement.

Der Development Geschäftsbereich beinhaltet umfassende Dienstleistungen von der Analyse, Planung und Konzeption bis hin zur Realisierung von gewerblichen Projektentwicklungen.

Im Geschäftsbereich Vermietung wird im Wesentlichen die Vermietung gewerblicher Einheiten erbracht.

Zu den Kunden der Prelios Deutschland gehören vor allem Objekte nationaler und internationaler institutioneller Investoren.

Die bedeutendsten Standorte des Prelios Deutschland-Konzerns sind in 2018 Hamburg (Hauptverwaltung) und Konstanz gewesen.

2. Rahmenbedingungen und Immobilienmarkt

Allgemein

Die Wirtschaft im Euroraum wuchs in 2018 um 2 % und somit sogar stärker als die in Deutschland. Zwar haben sich die Zeichen für die deutsche Konjunktur etwas eingetrübt, aber es wird immer noch ein moderates Wachstum erwartet. Grundlage dafür sind die privaten Konsumausgaben, die durch eine robuste Arbeitsmarktentwicklung und das historisch niedrige Zinsniveaus geradezu beflügelt werden, aber nicht unterschätzt werden sollte in diesem Zusammenhang die Inflation infolge steigender Preise für Energie (leichtes Heizöl +21,7 % und Kraftstoffe +7,8 % gegenüber 2017) 1 , sodass trotz guter Tarifabschlüsse die Realeinkommen nur moderat steigen werden.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland ist um 1,5 % gestiegen, das Wachstum liegt damit nur noch knapp oberhalb des Durchschnitts der letzten 10 Jahre von 1,2 %. 2 Das Wachstum wird mehr denn je durch einen robusten Arbeitsmarkt und eine boomende Bauwirtschaft getragen. Eine zentrale Rolle für die binnenwirtschaftliche Dynamik spielt die gute Entwicklung des Arbeitsmarkts, der mit durchschnittlich 44,8 Mio. Erwerbstätigen einen neuen Höchststand erreichte und damit den seit 13 Jahre andauernden Anstieg der Erwerbstätigkeit fortgeschrieben hat. 3. Die günstigen Wachstums- und Gewinnaussichten der Unternehmen lassen Beschäftigung und Löhne weiter steigen. Die Löhne stiegen in 2018 nominal um 3,1 % und bereinigt um die Inflationsrate liegt der Zuwachs bei real 1,3 %. 4 Diese erheblichen Einkommenszuwächse der privaten Haushalte beflügeln geradezu deren Konsum. Angesichts der günstigen Rahmenbedingungen weiten die privaten Haushalte ihre Ausgaben für Konsum und Wohnungsbau spürbar aus, wodurch das BIP-Wachstum für 2019 gestützt wird. Aufgrund des eskalierenden Zollstreits haben unisono nationale wie internationaler Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Prognose für 2019 nach unten korrigiert. Die Prognosen reichen nun von 0,5 % (Institut für Wirtschaftsforschung Halle) bis hin zu 1,2 % (BDI), wobei die Institute für 2020 vorsichtig optimistisch sind und der deutschen Wirtschaft ein Wachstum von bis zu 2 % Zutrauen. 5

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2019/01/PD19_019_611.html
2 Begleitmaterial zur Pressemitteilung vom 15.01.2019: des Statischen Bundesamtes, abrufbar unter: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2019/BIP2018/pressebroschuere-bip.pdf;jsessionid=6682744A7AD243BF4EBDE8316869208B.internet732? blob=publicationFile&v=3
3 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2019/01/PD19_001_13321.html
4 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2019/03/PD19_111_623.html
5 Prognosen beziehen sich auf den Stand 25.04.2019 und sind abrufbar unter: https://www.arbeitgeber.de/www/arbeitgeber.nsf/res/BIP_Verbr_Prod_Prognosen.pdf/$file/BIP_Verbr_Prod_Prognosen.pdf

Die positiven Aussichten werden ein wenig durch außergewöhnliche Unsicherheiten getrübt. Risiken bestehen in der unberechenbarer gewordenen US-Politik, die droht zu einem Handelsstreit mit Europa und China zu eskalieren. Ferner sind die Folgen des Brexits immer noch nicht absehbar, da die Verhandlungen andauern und ein harter Brexit wahrscheinlicher wird. Ebenso ist eine Rückkehr der Euro-Krise nicht mehr ausgeschlossen, da sich die Reformbereitschaft in Italien, Ungarn und Polen durch die Ergebnisse der Europawahl nicht erhöht haben dürfte.

Gewerbeimmobilienmarkt

Die Voraussetzungen für den Einzelhandel in Deutschland sind grundsätzlich positiv. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum ist mit 1,5 % derzeit relativ hoch, der deutsche Arbeitsmarkt ist sehr robust, so dass die Verbraucher von einer ausgesprochen niedrigen Arbeitslosigkeit profitieren und der Fachkräftemangel in den Vordergrund rückt. Aufgrund des weiterhin sehr geringen Zinsniveaus bleibt die Attraktivität des Sparens niedrig und die Konsumbereitschaft der privaten Haushalte hoch. 6

Doch in den kommenden Jahren werden die Herausforderungen an den Handel und damit direkt auch an den Handels- und Gewerbeimmobilienmarkt immens sein. Im Fokus stehen dabei besonders der demografische Wandel, volatile und langfristig wieder steigende Rohstoffpreise, ein verändertes Einkaufsverhalten durch neue Kundenbedürfnisse sowie vor allem der Einsatz mobiler Technologien durch die Verbraucher. Der Einzelhandel wird Sortimente, Warenpräsentation und teilweise seine Handelsformate anpassen (müssen), um den Anforderungen seiner Kunden gerecht zu werden.

Trotz enormer Wachstumsraten im E-Commerce wird der traditionelle stationäre Einzelhandel in seinen verschiedenen Ausprägungen auch in Zukunft die wichtigste Anlaufstelle der Kunden für Information und Kaufabschluss bleiben und der weitaus überwiegende Teil des Einzelhandelsumsatzes noch in stationären Geschäften stattfinden. Schätzungen zufolge wird der Marktanteil des Onlinehandels bis 2025 auf 15 % steigen, hingegen entfallen erst knapp 1/10 der Einzelhandelsumsätze auf den Onlinebereich, aber mit einem jährlichen Wachstum von 10 % absorbiert dieser einen Großteil des Umsatzplus im Einzelhandel, 7 sodass die Integration beider Kanäle - Ladengeschäft und Internet-Shop - eine hohe Priorität hat und gerade innerstädtischen Einzelhändlern vielfältige Möglichkeiten bietet. So müssen nicht mehr alle Produktvarianten im Store vorrätig sein, sondern können über den Versandkanal abgedeckt werden, wodurch auf der einen Seite Mietkosten reduziert werden können, da nicht mehr so viel Ladenfläche benötigt wird und auf der anderen Seite kann gleichzeitig ein größeres Sortiment präsentiert werden. 8 Aber die Handelsbranche sucht bei Weitem nicht nur nach Onlinekonzepten, sondern entwickelt verstärkt neue Formate für den lokalen stationären Handel, um den sich wandelnden Bedürfnissen der Verbraucher gerecht zu werden. Wichtige Treiber sind in diesem Zusammenhang auch die demografischen Veränderungen und die zunehmende Urbanisierung.

6 Quelle: DG HYP - Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG, Immobilienmarkt Deutschland 2017/2018, Oktober 2017
7 Quelle: DG HYP - Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG, Immobilienmarkt Deutschland 2015/2016, Oktober 2016

Der stationäre Handel wird durch E-Commerce unter Druck gesetzt und muss sich wandeln. Moderne Stores nehmen zunehmend den Charakter von Showrooms an, die zusätzlich zum reinen Verkauf künftig mehr der Markenbildung und -Stärkung dienen. Retail "Offline" und "Online" werden sich zunehmend vermischen.

Shoppingcenter haben dabei nicht nur eine Versorgungsfunktion, sondern müssen für den Kunden ein erkennbares Konzept, überdurchschnittliche Servicequalität, Raum für Freizeitgestaltung und eine hohe Aufenthaltsqualität bieten sowie auf regionale Besonderheiten eingehen, um in der rapide wachsenden Welt von Versand- und Online-Handel deutliche Akzente setzen zu können und um den Veränderungen durch den demographischen Wandel Rechnung zu tragen.

Für die Aufenthaltsqualität und Verweildauer von immer größer werdender Bedeutung sind sogenannte Food Courts, bei denen sich mehrere eigenständige Restaurants eine gemeinsame Fläche mit Sitzplätzen teilen. Wichtig sind hierbei neben der Lage der Mix von Fastfood-Ketten und heimischen Gastronomen mit eigenen Konzepten.

Shoppingcenter müssen Plattform für die sozialen Bedürfnisse und Lifestyle-Ideen der Menschen aus dem Einzugsgebiet sein und ihnen etwas Einzigartiges und Besonderes bieten. Das Erlebnis "Shopping", Shopping als Freizeitbeschäftigung, rückt in den Vordergrund.

Gut positionierte Shoppingcenter, die in der Lage sind, sich an veränderte Rahmenbedingungen schnell anzupassen, werden auch in Zukunft einen gleichermaßen für Eigentümer, Verwalter und Mieter ansehnlichen Umsatz erwirtschaften.

Das Warenhaus wird weiter Bestand haben, muss sich aber den veränderten Kundenanforderungen anpassen. Häufig werden diese durch Flächenzukäufe in der unmittelbaren Umgebung zu Shoppingcentern umgewandelt respektive erweitert. Eine weitere Möglichkeit der Repositionierung besteht darin, dass nach einer Modernisierung und Aufteilung die Kaufhausfläche verringert wird und die frei gewordene Fläche anderen Mietern zur Verfügung gestellt wird. Last but not least ist eine Umwandlung in ein Geschäftshaus möglich, wobei der Schwerpunkt nicht zwingend beim Einzelhandel liegen muss, sondern eine Umnutzung als Wohn- und Hotelimmobilie durchaus möglich ist.

8 Quelle: DG HYP - Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG, Immobilienmarkt Deutschland 2015/2016, Oktober 2015

Entscheidend ist immer das Konzept, die Sortimentsqualität und -Vielfalt und insbesondere die Servicequalität. 9 Bei diesem Modell möchte der Kunde die Ware noch begutachten und "in die Hand nehmen", die online-Verknüpfung wird aber auch hier sehr wichtig.

Zudem werden viele Umstrukturierungen von Bestandsgebäuden in City-Highstreet-Lagen zu beobachten sein. Dabei sind Refurbishments bzw. Umnutzungen innerstädtischer Flächen zu Shoppingcentern und Geschäftshäusern Schwerpunkt von Projektentwicklungen im Einzelhandel. Hingegen birgt der Neubau von Shoppingcentern hohe Risiken und wird zukünftig seltener Vorkommen und dann auch nur an vorher genau ausgewählten Orten. 10

Dies wird wiederum dazu führen, dass die traditionellen gewachsenen innerstädtischen Einzelhandelslagen, die durch Urbanität und Individualität die Differenzierung zum Shoppingcenter darstellen, an Attraktivität gewinnen werden.

Der Handel wird sich hierbei in den Großstädten und Metropolen konzentrieren, denn zum einen entstehen dort viele neue Arbeitsplätze und zum anderen steigt der Wunsch vieler Menschen in der Stadt zu leben. Daraus resultiert eine gestiegene Kaufkraft und Nachfrage, wodurch die Top-Lagen weiter an Zugkraft gewinnen werden. Aufgrund knappen Angebots wird auf diese Lagen ein hoher Konkurrenzdruck entstehen. Schwächere Lagen werden dagegen deutlich an Nachfragepotential verlieren, ebenso wie kleinstädtische Standorte oder ländlich geprägte Regionen.

3. Geschäftsentwicklung 2018

Operative Ereignisse

Asset Management

Die Prelios Asset Management Deutschland GmbH, Hamburg, betreut das Highstreet-Portfolio (Karstadt/ehem. Quelle) - ein Joint Venture zwischen den Investoren Prelios, Goldman Sachs, Generali Versicherung, Deutsche Asset & Wealth Management (Deutsche Bank) und Borletti Group - im aktiven Asset Management in Kooperation (zu gleichen Teilen) mit der Goldman Sachs Realty Management GmbH, München. Das Highstreet-Portfolio bestand zum Jahresende 2018 aus 21 Warenhäusern, 1 Sporthaus, 3 Parkhäusern und 6 sonstigen Immobilien. Das Gesamt-Portfolio umfasst ca. 0,45 Mio. m 2 vermietbare Fläche. Vor dem Hintergrund der erwarteten positiven Entwicklung des Investmentmarktes wurde nach Tilgung der Senior-Finanzierung im Wesentlichen im Asset Management an der Aufbereitung der Assets für den Verkauf, an Verhandlungen mit Karstadt sowie an einigen Verkäufen gearbeitet. Bei den Verkäufen lag der Fokus in 2018 weiter bei der Bereinigung des Portfolios von komplexen Immobilien sowie auf einem Portfolio von in Berlin gelegenen Highstreet-Immobilien. Der ausgezeichnete Immobilienmarkt in Berlin sollte für den Verkauf genutzt werden. Die sehr guten Rahmenbedingungen führten in 2018 zur Unterzeichnung von Verkaufsverträgen für die drei Warenhausimmobilien mit teilweise angeschlossenen Parkmöglichkeiten in Berlin bestehend aus 5 Assets (Carls-Schurz Str. mit Breite Str., Tempelhofer Damm sowie Müllerstraße mit Antonstr.). In 2018 wurden des Weiteren Kaufverträge für die rechtlich komplexen Highstreet-Immobilie in Singen (Teileigentum an einem Parkhaus) sowie zwei von Karstadt leergezogenen Immobilien in Recklinghausen abgeschlossen.

9 Aus The Property Post vom 21.07.2016, Gastbeitrag von Martin Mörl
10 Immobilien Manager April 2015 -Interview mit Martin Mörl

In 2018 fand der Besitz-Nutzen-Lastenübergang für die Immobilien in Gummersbach, Mülheim, für beide wurden die Kaufverträge in 2017 unterzeichnet, und für Singen statt. Besitz-Nutzen-Lastenübergang für die Immobilien in Berlin sowie in Recklinghausen ist in 2019.

Derzeit wird von Seiten der Mezzanine-Finanzierung ein Klageverfahren gegen Highstreet geführt zur Beteiligung der Mezzanine-Geber an den Verkaufserlösen der Immobilien.

In 2018 konnte Prelios im Bereich Transaktion die Kompetenzen in diesem Bereich weiter ausbauen. In 2018 wurden die Verkaufsmandate für Dritte für zwei komplexe Shopping-Center in Gießen und Marburg weitergeführt, die in 2018 abgeschlossen wurden. Außerdem wurden die Transaktionen der Shopping-Center in Husum und Timmendorf weiter vorbereitet und vorangetrieben. Die Anteile an dem Objekt Timmendorf wurden im September 2018 veräußert.

Shopping Center Management und Kaufmännisches Property Management

Im Geschäftsbereich kaufmännisches Property Management werden Dienstleistungen für mit Joint Venture-Partnern gehaltene gewerbliche Objekte sowie für Investoren im Rahmen bestehender Geschäftsbesorgungsverträge erbracht.

Zum 31. Dezember 2018 bestand das Commercial-Portfolio der von Prelios Immobilien Management über Managementverträge betreuten Objekte aus 48 Einheiten (eigene bzw. teileigene Objekte und Objekte Dritter). Davon entfielen 22 Objekte mit rund 0,5 Mio. m 2 Mietfläche auf das Highstreet-Portfolio (Karstadt/ehem. Quelle), für die seit dem Jahr 2008 das Property Management übernommen wurde.

Zu den verwalteten Objekten gehören zehn Einkaufszentren: die Galerie Neustädter Tor in Gießen, das Schloßberg Center in Marburg, das A2 Center in Hannover, das Stadt-Quartier in Dülmen, City Point Bochum, Die Kolonnade Plauen, Libori Galerie Paderborn, Stern Center Sindelfingen, die Stadt-Galerie in Velbert und das Lago in Konstanz, welches 2012,2013,2014 und 2017 das Nr. 1 Center in Deutschland gemäß einer repräsentativen Mieterbefragung der eigenen Zufriedenheit der Mieter wurde und 2016 und 2018 den 2. Platz erreichte, nachdem es 2015 auf dem 4. Platz platziert war.

Die starke Einzelhandelskompetenz wird auch in der Verwaltung diverser Geschäftshäuser mit Schwerpunkt Einzelhandel und Warenhäuser dokumentiert. Aber auch gemischte Quartiere wie zum Beispiel Blankenese Bahnhofsplatz sowie Büroobjekte werden durch das Property Management erfolgreich verwaltet. Die verwalteten Mietflächen im Jahr 2018 beliefen sich auf ca. 800.000 m 2 und umfassten Netto-Mieteinnahmen von ca. EUR 114 Mio. p. a.

Technisches Property Management

Das technische Property Management wird ergänzend zum Shopping Center Management und kaufmännischen Property Management erbracht und bezieht sich auf die technische Verwaltung, Budgetierung und Instandhaltung der betreuten Objekte. Im Rahmen des ganzheitlichen Projektmanagements werden Bau-, Erweiterungs-, Instandsetzungs- und Entwicklungsmaßnahmen betreut. Der Betrieb von Parkhäusern umfasst die Parkraumbewirtschaftung von drei Parkhäusern als Pächter, welche an verwaltete Objekte angeschlossen sind. Leistungen im TPM erbringt Prelios für alle im Dienstleistungsportfolio beauftragen Objekte (bis auf Plauen).

Development Services

Im Bereich Development Services konnte bereits Ende 2014 ein Geschäftsbesorgungsvertrag für ein Shoppingcenter in Husum akquiriert werden (Beginn Januar 2015), der neben der Projektentwicklung auch die Vermietung und das nachfolgende Center Management sowie das technische und kaufmännische Property Management beinhaltet. Auf dem Gelände des ehemaligen Hertie-Kaufhauses entstehen zurzeit ein modernes Einkaufszentrum mit ca. 12.000 qm Mietfläche und ein zweigeschossiges Parkhaus mit etwa 650 Stellplätzen. Die Bauleistungen wurden gewerkeweise ausgeschrieben und beauftragt. Die Innenausbauarbeiten haben im Sommer 2018 begonnen, und mit Abschluss des Rohbaus wurde im Dezember 2018 das Richtfest gefeiert. Bedeutende Mietverträge wurden bereits abgeschlossen. Die Eröffnung ist im Herbst geplant.

Für das ca. 35.000 qm große Einkaufszentrum Galerie Neustädter Tor in Gießen hat Prelios für den Eigentümer ein Umstrukturierungs- und Repositionierungskonzept erstellt und ist mit der Umsetzung bzw. dem Projektmanagement beauftragt worden. 2018 hat Prelios zudem den Verkauf des Objektes an einen neuen Eigentümer begleitet. Die Umstrukturierung sieht Mallveränderungen, einen neuen Eingang, einen neuen Food Court und eine neue Fassade vor. Die Anzahl der Magnetmieter soll erhöht werden. Das Baurecht für die Maßnahme ist im 4. Quartal 2018 erteilt worden und die Umbaumaßnahmen haben begonnen. Fertigstellung ist für das 2. Halbjahr 2020 geplant.

Prelios ist seit 2016 mit der Neupositionierung eines Fachmarktes in Rostock mit ca. 14.300 qm Mietfläche befasst. Nach Erteilung eines Vermietungsmandates im Frühjahr 2017 und Entwicklung eines Nutzungskonzeptes wurde der Auftragungsumfang - nach dem zwischenzeitlichen Verkauf des Objektes - im Sommer 2018 um Projektentwicklungsleistungen erweitert. Bei erfolgreichem Projektverlauf soll Prelios auch das Property Management erbringen.

Weitere Projektentwicklungsmandate werden angestrebt.

4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft per 31. Dezember 2018

4.1 Ertragslage

Die Gesellschaft hat im Berichtszeitraum Umsatzerlöse in Höhe von EUR 13,4 Mio. (Vorjahr: EUR 11,7 Mio.) erzielt. Davon entfielen EUR 5,1 Mio. auf Technisches Property Management und Parkhausmanagement, EUR 4,1 Mio. auf das Kaufmännische Property Management, EUR 2,1 Mio. auf Asset Management Leistungen, auf Management Services EUR 1,5 Mio. und EUR 0,8 Mio. auf Agency Dienstleistungen. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,7 Mio. (14,2 %) angestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf Erlöse aus Transaktionsberatungen für die Objekte in Gießen, Marburg und Mülheim zurückzuführen (EUR 1,0 Mio.), wohingegen im Vorjahr keine bedeutenden Sales Fees aus Transaktionsberatungen erzielt wurden. Des Weiteren sind die kaufmännische Property Management Erlöse durch eine Sondervergütung im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung des Verwaltungsvertrags mit dem Objekt in Timmendorf um (EUR 0,7 Mio.) angestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (EUR 6,2 Mio.) beinhalten im Wesentlichen die Erträge aus der Veräußerung der Anteile an der Kurpromenade 12 Timmendorfer Strand Grundstücksgesellschaft mbH & Co.KG, Hamburg (Kurpromenade 12), in Höhe von EUR 4,3 Mio. Im Vergleich zum Vorjahr (EUR 4,3 Mio.) sind die sonstigen betrieblichen Erträge jedoch nur um EUR 1,9 Mio. angestiegen. Ursächlich dafür sind insbesondere höhere Auflösungen von Rückstellungen im Vorjahr (EUR 3,4 Mio., in 2018 EUR 1,7 Mio.) sowie die Auflösung des Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung im Vorjahr (EUR 0,3 Mio.).

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind bei gestiegenen Umsatzerlösen fast unverändert zum Vorjahr. Dies ist insbesondere dadurch zu erklären, dass davon ein großer Teil für Pachtaufwendungen für die gewerbliche Parkhausbewirtschaftung anfällt. Diese sind im Vergleich zum Vorjahr in etwa stabil geblieben. Der Anstieg der Umsatzerlöse durch Transaktionsberatung führte nicht zu erhöhten Aufwendungen für bezogene Leistungen, da diese Dienstleistungen durch eigene Mitarbeiter erbracht werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (EUR 4,2 Mio.) sind mit EUR 1,0 Mio. im Vergleich zum Vorjahr erheblich gesunken. Ursächlich hierfür sind u.a. Sonderbelastungen aufgrund von Rückstellungsbildungen und Beraterhonorare im Vorjahr.

Die Personalaufwendungen haben sich vor allem aufgrund von Aufwendungen für die Zuführung von Boni Rückstellungen sowie eines angewachsenen Mitarbeiterbestands um insgesamt EUR 1,2 Mio. auf EUR 7,2 Mio. erhöht.

In den Abschreibungen sind planmäßige Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 2,3 Mio. enthalten.

Vor Zinsen, Steuern und Geschäfts- oder Firmenwertabschreibung wurde ein Ergebnis von EUR 5,1 Mio. (Vorjahr: EUR 2,1 Mio.) erwirtschaftet. Die deutliche Verbesserung des Ergebnisses ist insbesondere auf den Gewinn aus der Veräußerung der Anteile an der Kurpromenade 12 sowie Erlösen aus der Transaktionsberatung zurückzuführen. Es ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss von EUR 2,1 Mio. (Vorjahr: Konzernjahresfehlbetrag EUR 1,3 Mio.).

4.2 Vermögenslage

Die Bilanzsumme beläuft sich zum 31.12.2018 auf EUR 42,1 Mio. (Vorjahr EUR 42,6 Mio.).

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag reduzierte sich aufgrund des Konzernjahresüberschusses von EUR 2,1 Mio. auf EUR 29,6 Mio. (Vorjahr: EUR 31,7 Mio.). Hinsichtlich der Maßnahmen zur Vermeidung der insolvenzrechtlichen Überschuldung wird auf Abschnitt 5.2.4 Bestandsgefährdende Risiken verwiesen.

Aufgrund der planmäßigen Abschreibungen sind die Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus der Kapitalkonsolidierung von Tochtergesellschaften resultierten, um EUR 2,3 Mio. gesunken und zum Bilanzstichtag komplettabgeschrieben.

Darüber hinaus bestehen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 5,8 Mio. (Vorjahr: EUR 5,1 Mio.). Hierin enthalten sind Forderungen gegenüber der italienischen Muttergesellschaft in Höhe von EUR 2,3 Mio., Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 2,3 Mio. sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 0,5 Mio. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 0,9 Mio. resultiert im Wesentlichen aus dem Abschluss von Transaktionsberatungen von zwei Shopping Centern am Ende des Geschäftsjahres.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind vor allem aufgrund der Veräußerung der Anteile an der Kurpromenade 12 Timmendorfer Strand Grundstücksgesellschaft mbH & Co.KG, Hamburg, um EUR 3,5 auf EUR 6,3 Mio. angestiegen.

Die Passivseite wird bestimmt durch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (EUR 29,6 Mio., Vorjahr: EUR 29,1 Mio.), sonstige Rückstellungen in Höhe von EUR 4,2 Mio. (Vorjahr: EUR 5,7 Mio.) sowie Pensionsrückstellungen (EUR 4,7 Mio., Vorjahr: EUR 4,3 Mio.). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen vor allem zu EUR 28,5 Mio. aus Darlehensverbindlichkeiten und EUR 1,1 Mio. aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen überwiegend Rechtsstreitigkeiten (EUR 2,6 Mio., Vorjahr EUR 2,8 Mio.), und Personalrückstellungen (EUR 0,9 Mio., Vorjahr EUR 0,4 Mio.). Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen betrifft insbesondere Auflösungen von Gewährleistungsrückstellungen (EUR 0,9 Mio.), Drohverlustrückstellungen (EUR 0,3 Mio.) und Auflösungen von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten (EUR 0,3 Mio.).

4.3. Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt ausschließlich über Unternehmen der Prelios-Gruppe. Bei Bedarf werden Finanzmittel im Wesentlichen von der italienischen Muttergesellschaft Prelios zur Verfügung gestellt. Alle Finanzmitteltransaktionen werden in EUR ausgeführt.

Der Finanzmittelfonds ist im Geschäftsjahr um EUR 3,5 Mio. auf EUR 6,3 Mio. angestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf den hohen Cash Flow aus der Investitionstätigkeit (EUR 4,1 Mio.) zurückzuführen, der die Einnahmen aus der Veräußerung der Anteile an der Kurpromenade 12 (EUR 4,3 Mio.) beinhaltet und den negativen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (EUR 0,7 Mio.) überkompensiert.

Bedeutende Investitionen sind in naher Zukunft nicht geplant.

Die Zahlungsfähigkeit der Prelios Deutschland war aufgrund von Vereinbarungen mit verbundenen und nahestehenden Unternehmen im Geschäftsjahr 2018 jederzeit gegeben.

Insgesamt ist die operative Geschäftsentwicklung - ohne Sondereffekte - im Geschäftsjahr als zufriedenstellend zu bezeichnen.

5. Chancen und Risiken der weiteren Unternehmensentwicklung

5.1 Chancen

Aufgrund der Synergien der Geschäftsbereiche der Prelios und deren vernetztes Immobilien Know-How im Asset-, Property-, Development-, Transaktionsmanagement sowie Vermietung Services und Parkbetrieb wird davon ausgegangen, dass der Konzern weitere Akquisitions- und Beratungsmandate für Drittgeschäfte (Dienstleistungen) gewinnen kann.

Als wesentliche Kunden im Drittgeschäft für das Geschäftsjahr 2018 entwickelten sich institutionelle Finanz- und Investmentgesellschaften wie Pramerica, Union Investment Real Estate GmbH, Corestate Capital Holding S.A., Nordcapital AG, Redevco Services Deutschland GmbH, SIGNA, PATRIZIA etc. Dieser Geschäftszweig soll für alle Geschäftsfelder kontinuierlich in den Folgejahren ausgebaut werden.

Zusätzlich soll der Bereich Transaktionsmanagement für Drittkunden weiter gestärkt werden. Prelios hat durch die in der Vergangenheit als Immobilieninvestor getätigten großen Immobiliendeals ein erhebliches Know-How erworben, das hierbei genutzt werden kann. 2018 wurden bereits die Transaktionen der Einkaufszentren in Gießen (Galerie Neustädter Tor) und Marburg (Schloßberg Center) als reine Dienstleistungen erfolgreich begleitet und somit die entsprechende Marktpräsenz erweitert. Aufgrund der vorhandenen Kompetenzen und des positiven Marktumfelds werden gute Chancen für weitere Mandate für Transaktionsberatungen gesehen.

Durch zusätzliche Mandate im kaufmännischen und technischen Property Management sowie Intensivierung von PR- und Marketingmaßnahmen werden eine höhere Präsenz und Sichtbarkeit am Markt angestrebt. Des Weiteren können diese Dienstleistungen Türöffner für margenstärkere Vermietungs-, Development- bzw. Transaktionsmandate darstellen.

Im Development Geschäftsbereich werden Chancen gesehen aufbauend auf den Projektentwicklungen Husum, Rostock und Gießen (siehe Ausführungen zur Geschäftsentwicklung Development Services auf Seite 8), weitere Neumandate insbesondere für die Repositionierung von Shopping Centern zu akquirieren. Der Markt für Repositionierungen von älteren oder problematischen Shopping Centern, die auch vor dem Hintergrund der E-Commerce-Konkurrenz teilweise erheblichen Erneuerungsbedarf haben, ist in Deutschland von erheblichem Potenzial (vgl. GMA Studie 2018). Hiervon beabsichtigt Prelios in den nächsten Jahren einen zunehmenden Marktanteil gewinnen zu können.

Neben dem Kernnutzungssegment Einzelhandel und Shopping Center hat Prelios bereits begonnen, auch in den Bereichen Büro, Hotel und gemischt genutzte Immobilien die Managementaktivitäten auszubauen. Neben den bereits verwalteten Objekten Blankenese Bahnhofsplatz (gemischtes Quartier), Alsterarkaden und Kaufmannshaus (dominant Büro, nur im EG Einzelhandel) hat Prelios im 2. Quartal 2019 entsprechende Neumandate für die Objekte City Gate in Bremen (Hotel, Büro, Gastronomie, Einzelhandel) und Gänsemarktpassage (Einzelhandel, Büro, Wohnen) abschließen können.

Der Bereich Investment Management wurde repositioniert und den Marktanforderungen angepasst. Das Immobilienfonds-Vehikel wurde zunächst wieder geschlossen. Eine Neuauflage wird im Zuge der Umstrukturierung geprüft. Der Fokus in diesem Bereich liegt auf dem Aufbau des sog. Separate-Account-Management. Hierbei beabsichtigt Prelios Objekte zunächst am Markt zu identifizieren (Deal Sourcing), diese anschließend geeigneten Investoren zum Erwerb anzubieten und die Investoren beim Ankauf zu beraten. Nach Erwerb übernimmt Prelios das Immobilienmanagement und ggf. Umstrukturierungen im Auftrag für den Investor. Im Zusammenhang mit dem Investment Management erhofft man sich weiterhin erhebliche Synergieeffekte durch Neumandate für die übrigen Geschäftsbereiche.

5.2 Risiken

5.2.1 Risiko-Management-System

Das Risikomanagementsystem der Prelios Deutschland ist in das Risikomanagementsystem von Prelios integriert und beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen Risikomanagementsystems sind in Konzernrichtlinien auf Ebene der Prelios niedergelegt. Die Konzernrichtlinien werden in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst.

Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagementsystems ist ein definierter Risiko-Management-Prozess, der unter anderem eine regelmäßige Berichterstattung auch an die Gremien der Gesellschaft des Konzerns beinhaltet. Bestehende Einzelrisiken aus der Geschäftstätigkeit werden in verschiedenen Prelios-Führungsgremien regelmäßig kommuniziert, erörtert und wenn erforderlich entsprechende risikobegrenzende Maßnahmen durchgeführt.

Potentielle Risiken im Eigengeschäft werden durch ein System von Freigaben, Budgetierungen mit abgestuften Entscheidungsbefugnissen und deren Controlling eingegrenzt und rechtzeitig erkannt.

Der Geschäftsführung sind einzelne Fakten und Umstände bekannt, die sich nachteilig auf die Gesellschaft auswirken können. Diese Sachverhalte werden regelmäßig innerhalb des Risikomanagementsystems überwacht und bewertet. Die jeweiligen Risikoeintrittswahrscheinlichkeiten werden derzeit als gering bzw. unwahrscheinlich beurteilt. In diesem Zusammenhang stehen beispielsweise noch Betriebsprüfungen diverser Veranlagungsjahre aus oder befinden sich kurz vor dem Abschluss. Die Geschäftsführung kann sich hieraus ergebende Risiken nicht gänzlich ausschließen.

Aus der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ergeben sich folgende wesentliche Risiken:

5.2.2 Auslauf von bestehenden Dienstleistungsverträgen

Mit einer zunehmenden Gewinnung von Dienstleistungsverträgen im Drittgeschäft korreliert die Abhängigkeit von diesen Auftragsparteien. Diese wird durch eine kontinuierliche Verbesserung der gesamten Immobilienmanagement-Prozesse und stetigen Weiterentwicklung der Kundenbeziehung und -betreuung im Prelios-Konzern entgegen getreten. So wurde u. a. das bereits in 2015 eingeführte IT-Management-Tool weiter entwickelt, um schneller und effizienter auf Reportinganforderungen von Kunden zu reagieren. Darüber hinaus soll das Investment Management sowie der Ausbau der Development Services zu einer stärkeren Diversifikation der Kundenstruktur und der Dienstleistungen führen und damit zu einer geringeren Abhängigkeit von den bisherigen Geschäftskunden.

Durch den stetigen Verkauf der Objekte aus dem Highstreet - Portfolio reduzieren sich in den Folgejahren die Erträge für das Asset Management des Portfolios. Dieser Entwicklung soll durch die Akquisition und Gewinnung von Drittmandaten - auch im Zusammenhang mit den Objektverkäufen - laufend entgegengewirkt werden.

Wäre die Gesellschaft nicht in der Lage, die zeitlich befristeten Dienstleistungsverträge regelmäßig zu verlängern, neue Kunden zu akquirieren oder profitable Neuverträge abzuschließen, könnten hieraus negative Folgen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage resultieren.

5.2.3 Schadensersatzrisiken

Aus dem veräußerten Wohnimmobilien-Geschäftsbereich bestehen erhebliche Risiken aus Versäumnissen im Rahmen von Dienstleistungsverträgen. Hierfür wurden Rückstellungen für Schadensersatzleistungen und Rechtsstreitigkeiten gebildet. Es besteht eine hohe Schätzunsicherheit in Bezug auf die Höhe und Fälligkeit der Kosten, da der Ausgang potenziell hinzukommender Verfahren und damit zusammenhängende Schadensersatzleistungen bzw. Rechtsberatungskosten schwer absehbar sind.

5.2.4 Bestandsgefährdende Risiken

Es besteht in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018 ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von EUR 29,6 Mio. im Konzernabschluss. Hieraus ergeben sich jedoch keine insolvenzrechtlichen Konsequenzen, da insolvenzrechtlich an die jeweiligen handelsrechtlichen Jahresabschlüsse angeknüpft wird. Das Mutterunternehmen Prelios Deutschland GmbH, dessen Jahresabschluss nicht geprüft wird, weist im vorläufigen Jahresabschluss zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von EUR 14,7 Mio. aus. Die Differenz in der Höhe des Eigenkapitals im Jahresabschluss der Prelios Deutschland GmbH resultiert im Wesentlichen aus einer höheren Bewertung der Finanzanlagen im Jahresabschluss.

Die Liquiditätssituation ist aufgrund der in der Vergangenheit erwirtschafteten Verluste angespannt. Auch mittelfristig geht die Geschäftsführung von weiteren Verlusten aus, die zu negativen operativen Kapitalflüssen führen werden, sofern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Gesellschaft nicht ändern.

Es liegen Rangrücktrittsvereinbarungen mit der Muttergesellschaft Prelios S.p.A. vor. Die Rangrücktrittsvereinbarungen beziehen sich auf Darlehensforderungen sowie aufgelaufene Zinsforderungen der Prelios S.p.A, gegen die Gesellschaft in Höhe von EUR 28,5 Mio. (Stand 31. Dezember 2018). Mit den Rangrücktrittsvereinbarungen verpflichtet sich die Prelios S.p.A. jeweils gegenüber der Prelios Deutschland GmbH, die zugrunde liegenden Forderungen nicht fällig zu stellen, soweit und solange durch die Zahlung eine Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit entsteht oder zu entstehen droht.

Unter Berücksichtigung der Rangrücktrittsvereinbarungen wurde eine bis zum 31. Dezember 2020 reichende Liquiditätsplanung von der Gesellschaft erstellt, aus der sich ergibt, dass die Unternehmensgruppe auf Basis der vorhandenen liquiden Mittel ihren fälligen Verbindlichkeiten im Prognosezeitraum wird nachkommen können.

Diese Liquiditätsplanung basiert auf diversen Annahmen, deren Eintritt für die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit entscheidend ist. In der Planung sind künftige Zahlungsflüsse berücksichtigt, die gegenwärtig der Höhe und dem Zeitpunkt nach noch ungewiss sind. Insoweit besteht Prognoseunsicherheit. Im Fall einer wesentlichen zeitlichen Verzögerung oder Ausbleiben von erwarteten Zahlungszuflüssen ist die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit der Fortbestand der Unternehmensgruppe neben der Beibehaltung der Rangrücktrittsvereinbarungen von der weiteren kurzfristigen finanziellen Unterstützung durch den Gesellschafter abhängig, für die zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine feste Zusage besteht.

5.2.5 Risiken aus Altsachverhalten

Aus Altsachverhalten, die Geschäftsjahre bis 2009 betreffen, bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von bis zu EUR 17,3 Mio., deren Eintrittswahrscheinlichkeit von der Geschäftsführung gegenwärtig als eher gering eingeschätzt wird. Aufgrund dessen sind diese Risiken nicht als Rückstellung bilanziert. Diese Beurteilung wird einer regelmäßigen und intensiven Überprüfung durch die Geschäftsführung unterzogen.

6. Prognosebericht

Die Spezialisierung der Geschäftstätigkeit der Prelios Deutschland auf Einzelhandel- und Gewerbeimmobilien wurde im Geschäftsjahr 2018 weiter vorangetrieben. Basierend auf einer verstärkten Professionalisierung und Digitalisierung der internen Abläufe wurde die Effizienz und Flexibilität weiter erhöht, wodurch auf Marktentwicklungen im Immobilienbereich schneller reagiert werden kann und die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert wird. Durch eine verstärkte Vertriebstätigkeit konnten diverse Kundenkontakte intensiviert und Neumandate gewonnen werden.

Die Neuakquise für weitere margenstarke Dienstleistungen im gewerblichen Immobilienbereich soll in den Folgejahren weiter forciert werden. Folgende Kernpunkte sind die strategische Grundlage für Neugeschäft:

1.)

Spezialisierung auf Einzelhandelsimmobilien, jedoch auch Erweiterung des Dienstleistungsangebots auf weitere Immobilienarten (z. B. Büro, Hotel)

2.)

Fokussierung auf Einkaufszentren mit Sonderthemen (u. a. Umstrukturierungen, Developments). Akquisition von Neumandaten für große Einkaufszentren

3.)

Asset und Portfolio Management. Die im Rahmen des in Restrukturierung befindlichen Investment Managements gewonnenen Kontakte und Kenntnisse sollen genutzt werden, um Neumandate für andere Geschäftsbereiche zu generieren

4.)

Ausbau der Development Services insbesondere im Bereich Repositionierung von Shopping Center.

Das im Geschäftsjahr 2018 erzielte EBIT vor Firmen- oder Geschäftswertabschreibung in Höhe von EUR 5,1 Mio. liegt aufgrund von Rückstellungsauflösungen leicht über dem prognostizierten Ergebnis von EUR 4,3 Mio.

Für das Geschäftsjahr 2019 wird mit einem ausgeglichenen EBIT gerechnet.

Das Geschäftsjahr 2020 schließt voraussichtlich eher mit einem leicht negativen EBIT.

 

Hamburg, 28. November 2019

Martin Mörl

Ernesto Albanese

Stefano Petroni

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Prelios Deutschland GmbH

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Prelios Deutschland GmbH, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Prelios Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Ausführungen der Gesellschaft in Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" des Konzernanhangs und in Abschnitt 5.2.4 "Bestandsgefährdende Risiken" des Konzernlageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Liquiditätssituation aufgrund der in der Vergangenheit erwirtschafteten Verluste angespannt ist. Auch mittelfristig geht die Geschäftsführung von weiteren Verlusten aus, die zu negativen operativen Kapitalflüssen führen werden, sofern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Gesellschaft nicht ändern. Unter Berücksichtigung der Rangrücktrittsvereinbarungen mit der Muttergesellschaft Prelios S.p.A., Mailand, Italien, hat die Geschäftsführung der Prelios Deutschland GmbH, Hamburg, eine Liquiditätsplanung bis zum 31. Dezember 2020 vorgenommen, aus der hervorgeht, dass die Unternehmensgruppe auf Basis der vorhandenen liquiden Mittel ihren fälligen Verbindlichkeiten im Prognosezeitraum wird nachkommen können. Diese Liquiditätsplanung basiert auf diversen Annahmen, deren Eintritt für die Aufrechterhaltung entscheidend ist. In der Planung sind künftige Zahlungszuflüsse berücksichtigt, die gegenwärtig der Höhe und dem Zeitpunkt nach noch ungewiss sind. Insoweit besteht Prognoseunsicherheit. Im Fall einer wesentlichen zeitlichen Verzögerung oder Ausbleiben von erwarteten Zahlungszuflüssen ist die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit der Fortbestand der Unternehmensgruppe neben der Beibehaltung der Rangrücktrittsvereinbarungen von der weiteren kurzfristigen finanziellen Unterstützung durch den Gesellschafter abhängig, für die zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine feste Zusage besteht. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen], die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko i. S. d. § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 28. November 2019

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kreninger, Wirtschaftsprüferin

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Die Prelios S.p.A. hat das Ergebnis des Konzernabschlusses der Prelios Deutschland GmbH zum 31. Dezember 2018 am 19. Dezember 2019 gebilligt.

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