Stammdaten

Register
Amtsgericht Fulda HRB 7917
Eingetragen
17.12.2020
Branche
BeteiligungsgesellschaftenBauträger für andere Gebäude und BauwerkeBauträger für Wohngebäude
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Bauleistungen im Hochund Tiefbau. Die Gesellschaft kann Zweigniederlassungen errichten, gleiche oder ähnliche Unternehmen erwerben, sich an solchen - auch als persönlich haftende Gesellschafterin - beteiligen oder solche pachten. Sie kann darüber hinaus alle Maßnahmen ergreifen, die der Erreichung des Gesellschaftszweckes mittel- oder unmittelbar dienlich sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marc Engel
seit 5.2.2021
Prokura
Holger Wiesner
seit 5.2.2021
Prokura
Marco Witzel
seit 17.12.2020
Geschäftsführer
Oliver Kropp
seit 17.12.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Fulda
1.290.600 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kropp Bau GmbH

Großenlüder

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Kropp Bau GmbH

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Kropp Bau GmbH führt seit 1950 als mittelständisches Familienunternehmen Bauvorhaben in Hessen und den angrenzenden Bundesländern aus. Das Leistungsportfolio erstreckt sich vom Tief- und Ingenieurbau sowie Hoch- und Schlüsselfertigbau bis zur Entwicklung und Umsetzung von eigenen Projekten für Tochter- und Schwestergesellschaften. Durch einen aktiv gesteuerten Mix an Fremd- und Eigenmaßnahmen kann flexibel auf konjunkturelle Veränderungen reagiert werden. Hierbei kann auf einen hochqualifizierten Mitarbeiterstamm zurückgegriffen und durch langjährige Partnerschaften bedarfsgerecht unterstützt werden.

Das Geschäftsjahr 2023 war für die Bauwirtschaft insgesamt von erheblichen Herausforderungen geprägt. Die weltweiten Krisen - insbesondere der Krieg in der Ukraine, die angespannte Lage im Nahen Osten sowie gestörte Lieferketten - führten zu anhaltender Unsicherheit auf den Märkten. Zusätzlich wirkten sich die deutlich gestiegenen Zinsen infolge der restriktiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank spürbar auf die Investitionsbereitschaft insbesondere im Wohnungsbau aus. Die EZB erhöhte den Leitzins seit 2022 von unter 1 % auf über 4 % (Hypothekarkredite stiegen von ca. 1,3 % auf 4,1 %).

Die Baupreise verharrten auf hohem Niveau, während Material- und Energiekosten nur langsam zurückgingen. Der Arbeitskräftemangel blieb weiterhin ein strukturelles Problem, wenngleich sich die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe in Deutschland leicht erhöhte - laut Statistischem Bundesamt um rund 0,1 % gegenüber dem Vorjahr.

Der Wohnungsbau war 2023 stark von der konjunkturellen Eintrübung betroffen. Die Zinswende führte zu einem drastischen Rückgang bei der Nachfrage nach privaten Bauprojekten sowie bei institutionellen Investoren. Die Zahl der Baugenehmigungen sank deutschlandweit um über 25 % gegenüber dem Vorjahr.

Im Bereich Gewerbebau entwickelte sich die Nachfrage stabil. Besonders Logistikimmobilien sowie Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen im Bestand waren gefragt. Der Trend zur Revitalisierung bestehender Gebäude, getrieben durch ESG-Kriterien und energetische Anforderungen, hat sich weiter verstärkt.

Der öffentliche Sektor blieb ein verlässlicher Auftraggeber, insbesondere im Bereich Bildungsbau, Infrastruktur sowie kommunaler Hochbau. Bundes- und landesweite Förderprogramme, etwa für energetische Sanierung und Digitalisierung, wirkten sich positiv auf die Auftragslage aus.

Die Beschäftigung im Bauhauptgewerbe blieb 2023 deutschlandweit stabil bei ca. 928.000 (+0,1 %). Viele Unternehmen berichten jedoch über Personalknappheit - vor allem Bauleitung, Ingenieurwesen, technische Berufe. Auftragsrückgänge führten regional zu Beschäftigungseinbrüchen - flächendeckende Abbauwellen gab es jedoch bislang nicht.

Aufgrund des guten Auftragsbestands zum Abschluss des vorangegangenen und der Akquirierung neuer Aufträge im laufenden Geschäftsjahr konnten für alle Unternehmensteile entgegen der allgemeinen Entwicklung eine gute Auslastung erreicht werden. Dies zeichnet sich für das kommende Geschäftsjahr in gleicher Weise ab.

B. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Die Gesamtleistung beträgt im Geschäftsjahr 2023 TEUR 27.750 (Vorjahr 19.686) und konnte somit deutlich gesteigert werden. Der Rohertrag beläuft sich auf TEUR 10.906 (Vorjahr TEUR 9.574) und beträgt 39,3 % bezogen auf die Gesamtleistung. Bezogen auf das Vorjahr stellt dies absolut eine Verbesserung dar. In Relation ist jedoch ein Rückgang von 9,3 Prozentpunkten zu verzeichnen.

Die Beschäftigtenzahl im technischen und gewerblichen Bereich ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu gleichbleibend. Der Personalaufwand beträgt TEUR 5.060 und somit 18,24 % (Vorjahr 25,61 %) bezogen auf die Gesamtleistung.

Die tariflichen Lohnerhöhungen wurden analog der Vorjahre in voller Höhe durchgeführt.

Die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres betragen TEUR 960 und haben sich damit um TEUR 119 gegenüber dem Vorjahr verringert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im Geschäftsjahr TEUR 4.313 und somit 15,5 % bezogen auf die Gesamtleistung (Vorjahr 13,4 %).

Das Betriebsergebnis beträgt in diesem Jahr TEUR 995 (3,6 %).

Das Finanzergebnis beläuft sich im Berichtsjahr auf TEUR 23.

Insgesamt beträgt der Jahresüberschuss TEUR 804 (Vorjahr TEUR 1.252) und somit 2,9 % (Vorjahr 6,4 %) der Gesamtleistung.

Finanzlage

Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtsjahr TEUR -2.351 (Vorjahr TEUR 482).

Sämtlich erkennbare Verluste wurden bereits getreu dem strengen Niederstwertprinzip über Abwertungen im Jahresabschluss berücksichtigt.

Der Finanzmittelbestand zum Ende des Berichtsjahres beträgt TEUR 3.364.

Im Berichtsjahr wurde, analog der Vorjahre, auf die Inanspruchnahme einer Kontokorrentlinie verzichtet. Für die Vorfinanzierung der Baumaßnahmen standen und stehen weiterhin ausreichend liquide Mittel zur Verfügung. Die Finanzlage des Unternehmens kann somit weiterhin als sehr stabil und sehr gut bezeichnet werden. Liquiditätsengpässe sind nicht zu erwarten.

In das Sach- und Finanzanlagevermögen wurden TEUR 912 investiert und TEUR 464 aus Verkäufen erlöst. Die Investitionen dienen der Sicherung und dem Ausbau der Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit.

Die Anlagendeckung beträgt im Berichtsjahr 191,6 % (Vorjahr 184,3 %). Der Deckungsgrad kann weiterhin als sehr gut bezeichnet werden.

Die Liquidität 1. Grades beträgt zum 31. Dezember 2023 44,37 % (Vorjahr 70,22 %). Die Liquiditätssituation kann weiterhin als sehr gut bezeichnet werden.

Das von uns in den letzten Jahren eingerichtete Forderungsmanagement, das auf den termingerechten Ausgleich unserer Forderungen im Rahmen der gewährten Zahlungsziele ausgerichtet ist, konnte im Geschäftsjahr belegen, dass die Zahlungsziele nicht mehr so weit überschritten werden wie in den zurückliegenden Jahren. Die Zahlung der Lieferantenverbindlichkeiten erfolgt weiterhin als Skontozahlung.

Die bereits sehr gute Eigenkapitalquote von 54,3 % konnte auf 57,7 % verbessert werden.

Wie auch in den Jahren zuvor war die Liquidität jederzeit gewährleistet und unser Unternehmen hat keine Fremdmittel von Kreditinstituten in Anspruch genommen. Die Zinsaufwendungen resultieren aus Avalzinsen für zu stellende Bürgschaften.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt zum Ende des Berichtsjahres TEUR 17.931 und ist somit um TEUR 1.636 gegenüber dem Vorjahr verringert.

Das Eigenkapital beträgt 57,7 % der Bilanzsumme (Vorjahr 54,3 %).

C. Bericht über die Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres entstanden sind, liegen nicht vor.

D. Risikobericht

Obwohl sich die wirtschaftliche Lage im Bauhauptgewerbe in den letzten Jahren stabilisiert und positiv entwickelt hat, befindet sich unsere Unternehmung weiterhin in einer sehr volatilen Branche. Die Ausmaße der globalen wirtschaftlichen Entwicklungen und potentieller Krisenherde, insbesondere des Ukraine-Kriegs, sind nach derzeitigem Kenntnisstand nicht abzuschätzen. Durch sensible Überprüfung der Bonität der Auftraggeber sowie der Nachunternehmer, laufende und zeitnahe Abrechnungserstellung, werden die Bauvorhaben gesteuert und kontrolliert und die vorhandenen Risiken somit minimiert.

Die Branche hat einen langen Anpassungsprozess hinter sich, in dem die Nachfrage rückläufig war. Seit einigen Jahren verzeichnet sich ein kontinuierliches Wachstum, welches insbesondere durch öffentliche Infrastrukturmaßnahmen und den privaten Wohnungsbau maßgeblich beeinflusst wird. Die zu vergebenen Bauleistungen sind auch abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im Bundesgebiet sowie der weiteren Zinsentwicklung. Wie sich der private und öffentliche Sektor in den nächsten Monaten entwickelt, bleibt abzuwarten.

Ebenso offen bleibt, wie sich die Lohn-, Rohstoff- und Materialkosten, Energie- und Abfallentsorgungspreise in den kommenden Jahren entwickeln und ob diese Preissteigerungen an die Auftraggeber weitergegeben werden können.

Durch eine hohe Flexibilität in unseren übergreifenden Unternehmensparten ist es in Verbindung mit einer aktiven Steuerung an Fremd- und Eigenmaßnahmen sehr gut möglich, die konjunkturellen Schwankungen aktiv zu beeinflussen und auszugleichen.

E. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Bauwirtschaft in Deutschland eine gemischte Entwicklung. Während der Wohnungsbau weiterhin unter den hohen Zinsen leidet, stabilisieren sich die Aussichten im öffentlichen Bau - insbesondere im Tief- und Brückenbau. Die erste Zinssenkung durch die EZB im Juni 2024 hat die Finanzierungskosten etwas entspannt, eine spürbare Markterholung wird jedoch frühestens ab Ende 2025 erwartet. Die Baupreise bleiben relativ stabil, Materialkosten steigen nur noch moderat.

Im Tief- und Kanalbau bleibt die Auftragslage robust. Der Investitionsbedarf im Bereich Abwasserentsorgung, Regenrückhaltung und Infrastrukturmodernisierung ist hoch - vor allem in kommunalen Netzen. Förderprogramme und gesetzliche Vorgaben zum Klimaschutz sorgen für zusätzliche Impulse. Für 2025 ist mit einer weiteren Ausweitung der Maßnahmen zu rechnen, insbesondere bei Sanierungen und digitaler Netzüberwachung.

Der Brückenbau profitiert weiterhin von den öffentlichen Investitionsoffensiven. Bundes- und Landesprogramme fördern den Ersatz und die Instandsetzung tausender maroder Brücken, insbesondere im kommunalen Bereich. Für 2024 und 2025 ist mit einer hohen Zahl an Ausschreibungen zu rechnen. Gleichzeitig steigt die technische Komplexität der Projekte - spezialisierte Anbieter mit Referenzen und BIM-Kompetenz sind klar im Vorteil.

Im Wohnungsbau bleibt die Nachfrage schwach. Die Baukosten und Finanzierungskosten sind noch immer hoch, was viele private Käufer abschreckt. Dennoch gibt es Chancen: Förderprogramme für klimafreundlichen Neubau sowie die zunehmende Wohnraumknappheit machen gut geplante, energetisch optimierte Mietwohnprojekte attraktiv. Besonders gefragt sind kleine Wohneinheiten und barrierefreier Wohnraum. Für 2025 wird mit einer leichten Erholung gerechnet, gestützt durch weitere Zinssenkungen und den Druck auf dem Mietwohnungsmarkt.

Der Fachkräftemangel bleibt branchenweit ein zentrales Thema. Besonders im Tiefbau und in der Bauleitung sind qualifizierte Mitarbeiter schwer zu finden. Digitale Prozesse, gezielte Nachwuchsgewinnung und Kooperationen mit Subunternehmern werden daher für den Unternehmenserfolg in den nächsten Jahren entscheidend sein.

Fazit: 2024 ist von Stabilisierung und Vorbereitung geprägt, insbesondere im Tief- und Infrastrukturbau. 2025 bieten sich Wachstumschancen - sowohl im öffentlichen Bau als auch im geförderten Wohnungsbau. Strategisch ist unser Unternehmen in diesem Umfeld aufgestellt, so dass unser Auftragsbestand für das Kalenderjahr 2024 und in geringem Umfang sogar auf das Kalenderjahr 2025 übernommen und durch neue Aufträge ergänzt und ausgebaut werden konnte.

Das eigene Fachpersonal wird durch Schulungen und interne Weiterbildungen qualifiziert und gefördert. Mittelfristig wollen wir unser Fachpersonal weiterhin fachkundig ausbauen. Temporäre Personalengpässe und Auftragsspitzen können durch den Einsatz von Sub- und Nachunternehmer ausgeglichen werden.

Insgesamt sind wir mit der Entwicklung und wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft in den letzten Jahren sehr zufrieden und sehen uns gut für die Zukunft aufgestellt. Wir erwarten für das Jahr 2024 wieder ein operatives Betriebsergebnis auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von rund 1 Mio. Euro.

Wir versichern, dass im Lagebericht die Geschäftsergebnisse und die Lage unserer Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die voraussichtliche Entwicklung mit den wesentlichen Chancen und Risiken beschrieben wurde.

 

Großenlüder, den 23. Juli 2025

Kropp Bau GmbH

gez. Oliver Kropp, Geschäftsführer

gez. Marco Witzel, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.398.543,36 11.777.320,36
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 111.308,00 142.070,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 111.308,00 142.070,00
II. Sachanlagen 3.656.702,37 9.972.980,69
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 257.290,81 6.286.963,13
2. technische Anlagen und Maschinen 2.240.175,00 2.587.736,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.159.236,56 1.098.281,56
III. Finanzanlagen 1.630.532,99 1.662.269,67
1. Beteiligungen 1.628.752,18 1.660.488,86
2. sonstige Finanzanlagen 1.780,81 1.780,81
B. Umlaufvermögen 12.524.132,09 7.781.880,91
I. Vorräte 5.321.219,91 2.256.471,11
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt 43.546.669,81 24.798.371,95
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.838.713,20 -757.774,36
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 300.000,00 0,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.969.182,90 -2.920.353,34
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.364.198,98 6.283.184,16
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.400,00 7.600,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 17.931.075,45 19.566.801,27

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. gezeichnetes Kapital 1.290.600,00 1.290.600,00
B. Rücklagen 103.713,57 103.713,57
C. Bilanzgewinn 8.947.585,73 9.224.065,86
D. Rückstellungen 2.125.064,22 2.597.214,22
E. Verbindlichkeiten 5.457.501,93 6.344.307,62
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 94.776,94 92.792,39
2. sonstige Verbindlichkeiten 5.362.724,99 6.251.515,23
F. Passive latente Steuern 6.610,00 6.900,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 17.931.075,45 19.566.801,27

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 11.328.280,94 10.650.457,58
2. Personalaufwand 5.060.303,63 5.042.277,80
a) Löhne und Gehälter 3.600.939,33 3.718.804,82
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.459.364,30 1.323.472,98
3. Abschreibungen 959.636,16 1.079.241,31
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 959.636,16 1.079.241,31
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.313.191,74 2.630.697,27
5. Erträge aus Beteiligungen 58.869,19 167.088,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.231,34 19.709,34
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 44.981,88 40.118,66
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 186.439,66 767.185,87
9. Ergebnis nach Steuern 831.828,40 1.277.734,01
10. sonstige Steuern 28.308,53 25.706,42
Jahresüberschuss 803.519,87 1.252.027,59

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der Kropp Bau GmbH, Bergstraße 16, 36137 Großenlüder

A. Allgemeine Angaben

Die Kropp Bau GmbH hat ihren Sitz in Großenlüder und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Fulda unter der Nummer HRB 7917 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. aufgestellt.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Anwendung von BilMoG.

Nach den in § 267 i.V.m. § 264a HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Mit Urk.Nr. 358/2020 des Notars Dr. Christian Jutzi, Fulda, vom 09.12.2020 wurde die Kropp GmbH & Co. KG durch formwechselnde Umwandlung identitätswahrend in die Kropp Bau GmbH gem. §§ 190 ff., 214 ff. UmwG umgewandelt. Die Umwandlung erfolgte rückwirkend zum 01.01.2020.

Für die Gewinn- und Verlustrechung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Änderungen im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich nicht.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen linear. Für Neuanschaffungen wurde ab dem Berichtsjahr 2020 - 2022 die degressive Abschreibungsmethode gewählt.

Die Abschreibungen erfolgen zeitanteilig ab Beginn des Monats der Anschaffung.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden gemäß § 6 EStG abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte wurden im Wege der Stichtagsinventur zum 31. Dezember 2023 aufgenommen und durch eine Inventurliste nachgewiesen.

Die in den Vorräten enthaltenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bewertet. In den Fällen, in denen der Marktpreis am Bilanzstichtag niedriger ist, wird dieser Wert angesetzt.

Die teilfertigen Bauten werden entsprechend dem Fertigstellungsgrad der Baustellen im Wege der Einzelbewertung mit den Herstellkosten bewertet. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbaren Kosten auch noch die Gemeinkosten mit einbezogen. Die entsprechend dem Baufortschritt geleisteten Anzahlungen der Kunden werden - soweit möglich - aktivisch abgesetzt. Über den Wertansatz der unfertigen Arbeiten hinausgehende Anzahlungen werden unter der Position „Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen“ ausgewiesen.

Die Bewertung der Forderungen erfolgt grundsätzlich zum Nennwert. Drohende Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Zinsverluste und das latente Ausfallrisiko werden bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen darüber hinaus durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Mit Notarvertrag vom 09. Dezember 2020 des unterzeichnenden Notars Dr. Christian Jutzi, Fulda, wurde die Gesellschaft von der Kropp GmbH & Co. KG in die Kropp Bau GmbH formwechselnd umgewandelt. Das Verrechnungskonto der Komplementär-GmbH wird als Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter der Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten ein Darlehen in Höhe von TEUR 300 mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Eigenkapital

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 8.144 enthalten.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen sowie für rechtliche Risiken.

Verbindlichkeitenspiegel

Text Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
Sicherheiten
Erhaltene Anzahlungen 1.811
(Vorjahr 2.572)
Lieferantenverbindlichkeiten 2.690 verlängerter Eigentumsvorbehalt
(Vorjahr 2.249)
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 95
(Vorjahr 93)
Sonstige Verbindlichkeiten 862 keine
(Vorjahr 1.430)
Gesamt 5.458
(Vorjahr 6.344)

Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Steuerverbindlichkeiten von TEUR 520 sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 5 enthalten.

Passive latente Steuern

Aufgrund von Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz sind passive latente Steuern in Höhe von EUR 6.610,00 zu bilden.

Die Steuerlatenzen resultieren aus Bewertungsunterschieden von Sonderposten aufgrund steuerlicher Abschreibungen. Bei der Berechnung wurde ein durchschnittlicher Hebesatz von 390 % zugrunde gelegt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat diverse Leasing-, Mietkauf-und Mietverträge für Fahrzeuge, Maschinen sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Infolge der am Bilanzstichtag bestehenden kurzfristig nicht kündbaren Verträge summieren sich die in den folgenden Jahren zu zahlenden Beträge wie folgt:

TEUR
2024 76
76

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 1 enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2 enthalten.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen TEUR 191 das laufende Jahresergebnis.

E. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

gewerbliche Mitarbeiter 58
technische Angestellte 17
Gesamt 75

Gesamthonorar Abschlussprüfer

Gemäß § 288 Abs. 2 HGB wird von der größenabhängigen Erleichterung Gebrauch gemacht.

Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung der Kropp Bau GmbH durch die Geschäftsführer

Oliver Kropp, Dipl.-Wirtsch.-Ing. (TU),

Marco Witzel, Dipl.-Bau-Ing. (FH).

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Den Herren Marc Engel und Holger Wiesner besitzen Gesamtprokura. Sie sind berechtigt die Gesellschaft mit einem weiteren Prokuristen oder Geschäftsführer zu vertreten.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Von der Schutzklausel des § 286 Absatz 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Beteiligungen

Von der Schutzklausel des § 286 Absatz 3 HGB wird Gebrauch gemacht.

Ergebnisverwendung

Das Jahresergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Großenlüder, den 23. Juli 2025

Kropp Bau GmbH

gez. Oliver Kropp, Geschäftsführer

gez. Marco Witzel, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Vortrag 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 336.386,09 0,00 0,00 0,00 336.386,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 826.583,66 0,00 0,00 0,00 826.583,66
2. technische Anlagen und Maschinen 6.067.125,63 553.375,82 504.836,05 0,00 6.115.665,40
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.854.951,11 358.360,34 22.961,89 0,00 3.190.349,56
9.748.660,40 911.736,16 527.797,94 0,00 10.132.598,62
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.660.488,86 0,00 31.736,68 0,00 1.628.752,18
2. sonstige Ausleihungen 1.780,81 0,00 0,00 0,00 1.780,81
1.662.269,67 0,00 31.736,68 0,00 1.630.532,99
11.747.316,16 911.736,16 559.534,62 0,00 12.099.517,70
Abschreibungen
Vortrag 01.01.2023
EUR
Geschäftsjahr (Zugang)
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 194.316,09 30.762,00 0,00 225.078,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 556.747,85 12.545,00 0,00 569.292,85
2. technische Anlagen und Maschinen 3.479.389,63 625.939,82 229.839,05 3.875.490,40
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.756.669,55 290.389,34 15.945,89 2.031.113,00
5.792.807,03 928.874,16 245.784,94 6.475.896,25
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
5.987.123,12 959.636,16 245.784,94 6.700.974,34
Buchwert
31.12.2023
EUR
Vorjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 111.308,00 142.070,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 257.290,81 269.835,81
2. technische Anlagen und Maschinen 2.240.175,00 2.587.736,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.159.236,56 1.098.281,56
3.656.702,37 3.955.853,37
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.628.752,18 1.660.488,86
2. sonstige Ausleihungen 1.780,81 1.780,81
1.630.532,99 1.662.269,67
5.398.543,36 5.760.193,04

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.07.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Kropp Bau GmbH, Großenlüder

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kropp Bau GmbH, Großenlüder - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kropp Bau GmbH, Großenlüder für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Fulda, den 23. Juli 2025

Muth & Co. GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. ppa. Lukas Geiger, Wirtschaftsprüfer

gez. Marco Bug, Wirtschaftsprüfer

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