ROSSKOPF + PARTNER AG
Am Flugplatz 3, 99994 Nottertal-Heilinger Höhen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christin Bergmann seit 27.2.2013 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ROSSKOPF + PARTNER AGNottertal-Heilinger HöhenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022Gliederung I. Grundlagen des Unternehmens a. Geschäftsmodell des Unternehmens b. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht a. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen b. Geschäftsverlauf c. Lage III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht a. Risikobericht b. Chancenbericht V. Bericht über Zweigniederlassungen VI. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht I. Grundlagen des Unternehmens a. Geschäftsmodell des Unternehmens Rosskopf + Partner ist Ansprech- und Umsetzungspartner für innovative Oberflächenmaterialien bis hin zu neuen Synergien verschiedener Materialien. Architekten, Fachplaner, Verarbeiter, Innenausbauer sowie der Küchen- und Badhandel als auch der Möbelfachhandel profitieren von der fast 40-jährigen Erfahrung und Kompetenz des Unternehmens - von der Beratung über das Engineering, die Fertigung und die Montage bis hin zur Distribution der Materialien. Den besonderen Anforderungen unserer Kunden sind wir gewachsen. Mit über 200 Mitarbeitern an Standorten in Thüringen und Sachsen gibt Rosskopf + Partner seit nahezu 4 Jahrzehnten Ideen ihre Form. Aus verschiedensten Materialien entwickeln Ingenieure, Verarbeitungs- und Montage-Experten maßgeschneiderte Oberflächenlösungen. Ob in Einzel- oder Serienfertigung, ob industriell oder handwerklich - immer mit dem Ziel, wir setzen Maßstäbe. Die Geschäftsführung besteht aus Herrn Oliver Schleich (Vorstand Vertrieb + Produktion) sowie Frau Christin Bergmann (Vorstand Finanzen, Personal, IT, Einkauf). Helmut Roßkopf, der Gründer des Unternehmens, ist seit 2021 Aufsichtsratsvorsitzender. Als starkes Team arbeitet das Leitungsteam in ihren Führungsrollen. b. Forschung und Entwicklung Die innovative Produkt- und Projektentwicklung gemeinsam mit und für unseren Kunden bleibt im Fokus unserer Entwicklungstätigkeiten. In vielfältigen Formen und Oberflächen inspirieren wir zu neuem Design - wie beispielsweise synergy3D. Entwürfe, Gedanken und Projekte unserer Kunden werden zum Leben erweckt und perfektioniert. Das Streben nach Zufriedenheit unserer Kunden steht im Zentrum unseres Handelns. Wir verstehen uns als zuverlässiger Partner. Gleichzeitig arbeiten wir an Inhouse-Entwicklungen: Mit dem modularen Tresenprogramm miru® überführen wir jahrzehntelanges Know-how und Erfahrung in ein teilstandartisiertes Produktsystem. Die mit den renommierten Vietzke & Borstelmann Architekten erschaffenen 8 Formwelten, stellen eine übergeordnete Matrize dar, die bestimmte räumliche Situationen widerspiegelt oder auch Atmosphären neu hervorruft. Die Stile lassen sich über Gegensatzpaare beschreiben, wie: minimalistisch versus neo-barock / klassisch modern versus futuristisch / natürlich versus artifiziell / expressiv versus zurückhaltend ruhig. Das Spektrum reicht von puristischer Einfachheit über raffinierte Komplexität zu zeitloser Eleganz. Unser Produktprogramm für Empfangslösungen ist design- und markenrechtlich geschützt. miru®, ausgezeichnet mit dem GERMAN DESIGN AWARD SPECIAL 2023, steht nun zukünftig jedem 3D-Raumplaner per pCon.planner im Handumdrehen für ihre eigenen Raumkonzepte zur Verfügung. II. Wirtschaftsbericht a. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Februar 2022 überfällt Russland die Ukraine. Dies führte unter anderem zu enormen Preissteigerungen aller wesentlicher Materialien und Leistungen insbesondere der Energieprodukte. Dennoch hat sich die Weltwirtschaft im 2. Halbjahr 2022 zunehmend resilient gezeigt. Auch wenn die Auswirkungen des Angriffskriegs auf die Ukraine und die hohe Inflation die Wirtschaftsentwicklung dämpften, war der private Konsum aufgrund von gebildeten Ersparnissen während der Covid-19-Pandemie hoch. Ebenso zeigen staatliche Unterstützungsmaßnahmen ihre Wirkung. Die Energiemärkte zeigten seitdem Spätsommer wieder sinkenden Preise und daher eine schnellere Anpassung an die Situation als erwartet. Die Bauwirtschaft insbesondere in Deutschland hat in diesem Jahr bestehende Aufträge abgearbeitet. Zinssteigerung, die gestiegenen Baukosten sowie Förderkürzungen sind Herausforderungen der nächsten Zeit. Rosskopf + Partner hat erneut durch seine Vielseitigkeit in den Oberflächenlösungen auch das Jahr 2022 relativ gut gemeistert. Die Umsätze stiegen trotz einer Vielzahl an Herausforderungen um knapp 8 Prozent bzw. T€ 1.361. Unsere Kunden schätzen es sehr von einem erfahrenen Anbieter die verschiedenartigsten Lösungen für verschiedenste Bereiche zu erhalten. Diese Marktposition ist unser Grundpfeiler des Unternehmens. Kreativität und zukunftsoffenes Denken im Besonderen lässt uns unser Vorankommen erreichen. Rosskopf + Partner legt dabei weiterhin den Fokus auf Innovation und Qualität. b. Geschäftsverlauf Das Jahresergebnis fällt in diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr um T€ +77,2 höher aus. Vor dem Hintergrund der erneut vielfältigen, unplanbaren Auswirkungen ist dies eine positive Entwicklung. Zu erwähnen ist dabei die EBITDA-Steigerung um 1,6 % mit T€ +308. Die Umsätze verteilen sich in den verschiedenen Segmenten unterschiedlich.
Im Geschäftsjahr 2022 beträgt das EBT T€ -554,6. Maßgebend beeinflusst wurde das Ergebnis durch höhere bezogene Leistungen im Vergleich zum Vorjahr. c. Lage Ertragslage Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2022 betrugen T€ 19.059,6 (Vj.: T€ 17.698,6). Die Personalaufwandsquote ist gesunken und liegt bei 37,1 %. Die Materialaufwandsquote ist gestiegen und liegt nun bei 44,2 %. Maßgeblich sind hier die Materialpreissteigerungen. Die Abschreibungen bleiben nahezu gleich und liegen bei T€ 602,4. Finanzlage Die Liquidität II. Grades beträgt zum Stichtag 40,0 % (Vj.: 42,1 %). Das langfristige Vermögen ist in Höhe von 65,8 % (Vj.: 75,1 %) durch langfristiges Kapital, in Höhe von 93,3 % (Vj.: 95,6 %) durch lang- und mittelfristiges Kapital gedeckt. Das Working Capital beträgt zum Bilanzstichtag T€ ./. 550,1 (Vj. T€ ./. 404,9). Im Geschäftsjahr 2022 war ein Mittelzufluss aus der Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ + 248,3 (Vj.: T€ ./. 316,5) zu verzeichnen. Infolge der getätigten Investitionen entstand ein Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit von T€ ./. 854,0. Die Finanzierung erfolgte teilweise über den Abschluss neuer Darlehen sowie Mietkaufdarlehen. Zum 31. Dezember 2022 werden Kontokorrentlinien in Höhe von T€ 1.641,8 in Anspruch genommen. Die freien Linien betragen T€ 108,2. Vermögenslage Die Eigenkapitalquote des Unternehmens wurde gemindert und beträgt 11,6 % (Vj.: 19,6 %). Aktiva
Die laufenden Abschreibungen im Geschäftsjahr 2022 in Höhe von T€ 602,4 sind niedriger als die getätigten Investitionen (T€ 854,0), sodass sich der Buchwert des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2022 im Vergleich zum Vorjahr um T€ 251,6 erhöht.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 19,1 % (Vj. 12,3 %) der Bilanzsumme. Den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.875,4 stehen zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.807,4 gegenüber. Inflationsauswirkungen sind insbesondere in gestiegenen Materialbezügen enthalten. Wechselkurseinflüsse haben auf die Vermögenslage keinen nennenswerten Einfluss. III. Prognosebericht Derzeit beeinflussen nacheinander folgende Krisen das Wirtschaftsgeschehen. Gestiegene Energiepreise und damit einhergehende Inflationsauswirkungen zeigen unterschiedlichste Auswirkungen. Lieferstörungen sind zwischenzeitlich weniger zu spüren. Ergänzend verweisen wir auf unsere Ausführungen des Nachtragsberichts im Anhang. Auch in diesem Jahr sind wir weiterhin positiv gestimmt, da wir bereits durch unsere hervorragenden Vertriebsaktivitäten ein umsatzstärkeres 1. Quartal 2023 mit einen Plus von 9 % im Vergleich zum Vorjahr erreichen konnten. Unseren Eigentümerwechsel hin in Richtung Hoffnungsträger Verantwortungseigentum GmbH, Leonberg, sehen wir als gelungenen Schritt in die Zukunft. Die Bedürfnisse unserer Kunden und unserer Mitarbeitenden werden nachhaltig erfüllt werden. Auch die Auszeichnung als 'Arbeitgeber der Zukunft' dokumentiert unsere Zukunftsfähigkeit. Geehrt werden innovative Unternehmen mit Digitalisierungsstrategie, die Nachhaltigkeitsziele verfolgen und attraktive Arbeitsbedingungen bieten, wie z.B. flache Hierarchien, zusätzliche Mitarbeiterbenefits sowie individuelle Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Weitere getroffenen Investitionen in Wachstumsinitiativen wie die Stärkung unseres Vertriebes werden das Ergebnis maßgeblich beeinflussen. Es ist davon auszugehen, dass das Geschäftsjahr 2023 ein ausgeglichenes Ergebnis zeigen wird. IV. Chancen- und Risikobericht und -management a. Risikobericht und Risikomanagement Unternehmerisches Handeln bleibt mit Risiken verbunden. Dabei ist es Aufgabe des Managements die Risiken frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. Auch der bewusste Umgang mit Risiken kann das Ziel haben, Chancen zu nutzen. Die aktuell vorherrschende wirtschaftliche Situation erfordert eine weiterhin sehr präzise Bewertung der Lage. Die wesentlichen Risiken liegen in den bereits genannten Preissteigerungen, die nicht im vollen Umfang an die Märkte weitergegeben werden können. Auch dem Arbeitskräfteangebot im demographischen Wandel ist frühzeitig entgegenzuwirken. Dem werden wir mit technologischem Fortschritt und weiteren Verbesserungen unserer Arbeitgeberattraktivität durch beispielsweise unserem Projekt 'ShiftLifeBalance' entgegenwirken. b. Chancenbericht Die Breite unseres Portfolios sowie die Erweiterung um unser modulares Tresenprogramm miru® in unseren Produkten und Kundenstrukturen bieten weiterhin eine gute Ausgangsbasis. Rosskopf + Partner wird sich weiterhin beweisen und die wechselnden Zyklen überwinden. V. Bericht über Zweigniederlassungen Wir betreiben neben dem Sitz der Gesellschaft in Nottertal-Heilinger Höhen (Obermehler) / Thüringen einen weiteren Produktionsstandort in Augustusburg OT Hennersdorf / Sachsen sowie das Logistikzentrum in Schlotheim / Thüringen sowie. ergänzend ein Vertriebsbüro in Oelsnitz (Vogtland) / Sachsen. VI. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht Der Vorstand der Rosskopf + Partner AG erklärt abschließend, dass der Abhängigkeitsbericht alle ihm bekannten berichtspflichtigen Rechtsgeschäfte enthält und dass die Gesellschaft nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die berichteten Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Berichtspflichtige Maßnahmen sind im Geschäftsjahr weder getroffen noch unterlassen worden.
Nottertal-Heilinger Höhen, 2. Juni 2023 ROSSKOPF + PARTNER AG Der Vorstand BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. ALLGEMEINESDie Rosskopf + Partner AG hat ihren Sitz in Nottertal-Heilinger Höhen und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Jena unter HRB 405607 eingetragen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB auf. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr wurde gemäß den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für Kaufleute (§§ 242 ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des Aktiengesetzes beachtet. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB angewendet. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses (§§ 266 Abs. 1, 276, 288 HGB) wurden teilweise in Anspruch genommen. 2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENIm Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 bis 263 HGB) und den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages. Darüber hinaus hat die Gesellschaft die ergänzenden Vorschriften zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Kapitalgesellschaften beachtet. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig abgeschrieben. Die betrieblichen Nutzungsdauern liegen zwischen 3 und 5 Jahren. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten (Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten), solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode vorgenommen und richten sich nach der amtlichen AfA-Tabelle. Eine Ausnahme besteht für ein Produktions- und Verwaltungsgebäude, welches über 50 Jahre abgeschrieben wird. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben, wobei der Abgang nach Ablauf der fünf Jahre unterstellt wird. Außerplanmäßige Abschreibungen haben sich nicht ergeben. Roh -, Hilfs - und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet; die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt, aber unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeit der Bestände ermittelt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Unfertige und fertige Erzeugnisse und Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie die Material - und die Fertigungsgemeinkosten. Der in den Herstellungskosten enthaltene Wertverzehr des Anlagevermögens, das der Fertigung der Erzeugnisse dient, wird durch lineare Abschreibung vom Anschaffungswert ermittelt. In den Herstellungskosten sind Fremdkapitalzinsen berücksichtigt, die im Rahmen der Finanzierung von Technischen Anlagen und Maschinen für die Herstellung anfallen und sich auf den Zeitraum der Herstellung erstrecken. Die Erzeugnisse sind verlustfrei bewertet. Handelswaren werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden im Berichtsjahr offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten und unversicherten Forderungen gebildet. Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird ausgeübt. In der Bilanz werden die aktiven und passiven latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Erhaltene Investitionszuschüsse auf Sachanlagen werden unter dem Sonderposten aus Zuschüssen und Zuweisungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens ausgewiesen. Dieser wird entsprechend der Abschreibung der geförderten Wirtschaftsgüter aufgelöst. Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird auf die Ausführungen unter II.4. verwiesen. Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins. Sämtliche Rückstellungen mit einer ursprünglichen Laufzeit oder Restlaufzeit von genau einem Jahr oder weniger werden nicht abgezinst. Bei der Ermittlung der im Zusammenhang mit der Rückstellungsbewertung entstehenden Aufwendungen und Erträge wird davon ausgegangen, dass die Änderungen des Abzinsungssatzes zum Beginn der Periode eingetreten sind. Für Veränderungen des Verpflichtungsumfangs wird die Annahme getroffen, dass diese zum Periodenende eingetreten sind. Erfolge aus der Änderung des Abzinsungssatzes oder der Restlaufzeit sind im Aufzinsungsergebnis enthalten und werden demzufolge einheitlich in dem GuV-Posten "Zinsaufwendungen" ausgewiesen. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag, Rentenverpflichtungen, für die keine Gegenleistung mehr zu erwarten ist, werden zum Barwert angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. Im Rahmen von Materialeinkäufen in USD wird das Währungsrisiko aufgrund von Fremdwährungsschwankungen (Wertänderungsrisiko) mit Hilfe von Devisentermingeschäften abgesichert. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Devisentermingeschäfte. Durch den Einsatz der Devisentermingeschäfte zur Absicherung einer Währungsposition erzielt die Gesellschaft den Effekt, dass der Wechselkurs im Fälligkeitszeitpunkt auf den im Devisentermingeschäft vereinbarten Kurs fixiert wird. Das Risiko einer ungünstigen Kursentwicklung ist durch diese Maßnahme beseitigt worden. Andererseits besteht im Umkehrschluss auf Grund der unbedingten Erfüllungspflicht auch keine Möglichkeit mehr, von einer positiven Entwicklung des Devisenkurses zu profitieren. II. ERLäUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. ANLAGEVERMöGEN Die Aufgliederung der Anlagepositionen und ihre Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr sind in der gesonderten Entwicklung des Anlagevermögens in der Anlage zum Anhang dargestellt. 2. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMöGENSGEGENSTäNDEEs bestehen keine Forderungen gegen Gesellschafter. 3. EIGENKAPITALDas Grundkapital in Höhe von TEUR 620,0 ist eingeteilt in 620.000 Namensaktien zum Nennbetrag von EUR 1,00. Die Kapitalrücklage wird gegenüber dem Vorjahr unverändert ausgewiesen. Der ausgewiesene Bilanzverlust enthält einen Vortrag aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 784,0. 4. RüCKSTELLUNGENAls versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren wurde das Teilwertverfahren angewandt. Folgende Annahmen wurden der Berechnung zugrunde gelegt.
Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 7,1. Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, welche an die pensionsberechtigte Person verpfändet sind. Die Vermögensgegenstände wurden im Geschäftsjahr nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den ihnen zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Es handelt sich um verpfändete Guthaben. Für den Ausweis in der Bilanz wurden folgende Verrechnungen vorgenommen:
Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus den zu verrechnenden Vermögensgegenständen wurden wie folgt verrechnet:
Die sonstigen Rückstellungen entwickelten sich im Geschäftsjahr 2022 wie folgt:
5. VERBINDLICHKEITEN Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. III. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN -UND VERLUSTRECHNUNGDie sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen in Höhe von TEUR 112,9 Erträge aus der Verrechnung von Sachbezügen, in Höhe von TEUR 21,9 Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens aus Zuschüssen und Zuweisungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens sowie periodenfremden Erträgen in Höhe von TEUR 32,6. Ferner stehen den Erträgen aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 10,5 Forderungsverluste in Höhe von TEUR 17,3 sowie Aufwendungen aus Einstellungen in Einzelwertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 6,2 gegenüber. IV. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus abgeschlossenen Leasingverträgen beträgt zum Bilanzstichtag jährlich TEUR 241,6. Der jährliche Mietaufwand beträgt TEUR 87,8. Bestellobligo für Investitionen ins Anlagevermögen sowie für Materialeinkäufe in Höhe von TEUR 738,2. In Bezug auf die zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat das Unternehmen einen Factoringvertrag abgeschlossen und dadurch Forderungen zum Zweck der Verbesserung der Liquidität verkauft. Weitere Haftungsverhältnisse und wesentliche finanzielle Verpflichtungen existieren nicht. V. AUSSCHÜTTUNGSSPERREDer Gesamtbetrag der der Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegenden Beträge setzt sich wie folgt zusammen:
VI. NACHTRAGSBERICHTAufgrund des weiterhin andauernden Konflikts zwischen Russland und der Ukraine führen steigenden Preisen und teilweise Lieferstörungen zu Einschränkungen. Zinssteigerungen, die gestiegenen Baukosten sowie Förderkürzungen sind Herausforderungen der nächsten Zeit. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet. VII. SONSTIGE ANGABEN 1. MITARBEITER Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2022 betrug 201.
Vorstand Als Vorstände der Gesellschaft waren bzw. sind bestellt:
Hinsichtlich der Angabe der Vorstandsbezüge verweisen wir auf § 286 Abs. 4 HGB. 2. AUFSICHTSRATDer Aufsichtsrat der ROSSKOPF + PARTNER AG bestand in 2022 aus folgenden Personen:
Die Bezüge für Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr 2022 TEUR 130,3 (Vorjahr: TEUR 112,2). VIII. ERGEBNISVERWENDUNGSVORSCHLAGDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 554.577,97 auf neue Rechnung vorzutragen. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2022der Firma ROSSKOPF + PARTNER AGDer Aufsichtsrat der Firma ROSSKOPF + PARTNER hat die ihm gemäß Gesetz und Satzung obliegenden Pflichten ordnungsgemäß und umfassend wahrgenommen und den Vorstand der Firma Rosskopf + Partner Aktiengesellschaft im letzten Jahr überwacht und beraten. Wie auch im Vorjahr war der Aufsichtsrat bei allen Angelegenheiten grundlegender und strategischer Bedeutung durch vorhergehende Informationen und gemeinsame Beratungen in die jeweilige Entscheidungsfindung einbezogen. Die konkrete Sitzungsarbeit erledigte der Aufsichtsrat im Jahr 2022 durch zwei ordentliche Aufsichtsratssitzungen, über die entsprechende Protokolle vorliegen. Der Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass die in den Aufsichtsratssitzungen abgegebenen Empfehlungen und getroffenen Beschlüsse umgesetzt wurden. Die beiden ordentlichen Aufsichtsratssitzungen fanden am 19.05.2022 und am 02.12.2022 statt. Der Vorstand berichtete umfassend aus dem operativen Geschäft. Folgendes wird noch berichtet: Die Vorstandstätigkeit von Frau Christin Bergmann wurde in der Sitzung vom 02.12.2022 für weitere fünf Jahre bis zum 31.12.2027 verlängert. Dem Aufsichtsrat wurde der Jahresabschluss zum 31.12.2022 vorgelegt. Den Erklärungen und Ausführungen im Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Grant Thornton AG zum 31.12.2022 schließt sich der Aufsichtsrat umfassend an. Die Hauptversammlung der Gesellschaft wählte mit Umlaufbeschluss vom 11.08.2022 die Grant Thornton AG, Dresden zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Unternehmens für die im Jahr 2022 geleistete Arbeit und den stets lobenswerten Einsatz und wünscht für das laufende Wirtschaftsjahr 2023 und die folgenden Jahre gutes Gelingen und Gottes Segen. sonstige Berichtsbestandteile
Obermehler, 2. Juni 2023 gez. Helmut Roßkopf Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 02.06.2023 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ROSSKOPF + PARTNER AG, Nottertal-Heilinger Höhen PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der ROSSKOPF + PARTNER AG, Nottertal-Heilinger Höhen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ROSSKOPF + PARTNER AG, Nottertal-Heilinger Höhen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 2. Juni 2023 Grant
Thornton AG
Prof. Dr. Friedrich Vogelbusch, Wirtschaftsprüfer Frank Smyreck, Wirtschaftsprüfer |
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