Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 102151
Vorher
Yoku Computer Systeme GmbHYoku Technology GmbH
Eingetragen
20.5.1999
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und SpirituosenGroßhandel mit GetränkenGroßhandel mit Photovoltaikmodulen
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: Vertrieb von Wein, Spirituosen sowie anderen Getränken und Lebensmitteln, Organisation von Veranstaltungen in der Gastronomie, Logistikdienstleistung, Einlagerung und Versand vom Wein und Spirituosen für andere Unternehmen, Publikation von Wein- und Gourmetmagazinen, ferner Vertrieb von Solaranlagen, Teilen von Solaranlagen sowie Installation und Betrieb von Solaranlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Olaf Großmann
seit 1.11.2001
Prokura
Jürgen Franke
seit 1.11.2001
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 3 angezeigt

82335 Berg
3.000.000 €
66.15%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Vinaturel GmbH

Berg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis 30. Juni 2023

der Vinaturel GmbH

I. Allgemeine Angaben

Die Vinaturel GmbH, Berg, ist im Handelsregister München unter der Nummer HRB 102151 eingetragen. Sie ist eine mittlere Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB, nachdem die Größenmerkmale "Bilanzsumme" und "Umsatz" wie im Vorjahr überschritten sind. Die Aufstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt jedoch nach dem Gliederungsschema für große Kapitalgesellschaften. Von den Erleichterungen bei der Aufstellung des Anhangs wurde zum Teil Gebrauch gemacht. Ebenso wurden für die Offenlegungsfassung die größenabhängigen Erleichterungen in Anspruch genommen.

II. Bilanzierung und Bewertung

Die Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 246 bis 256 HGB unter Zugrundelegung der Annahme der Unternehmensfortführung vorgenommen, die ergänzenden Vorschriften der §§ 264 bis 283 HGB für Kapitalgesellschaften betreffend Gliederung, Ansatz und Bewertung wurden berücksichtigt.

Das Sachanlagevermögen und die Immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. Abschreibungsart und Abschreibungssatz orientieren sich an dem geschätzten Verlauf des Wertverzehrs der jeweiligen Wirtschaftsgüter.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Notwendige Abwertungen wurden vorgenommen.

Die Forderungen sind zum Nennwert bilanziert. Zweifelhafte Posten wurden wertberichtigt.

Kassenbestand ist zum Nennwert bilanziert.

Der Ansatz der Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte zu abgegrenzten Nominalwerten.

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Betrag des Stammkapitals der Satzung. Die Entwicklung des Bilanzgewinns ist in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.

Die Rückstellungen erfassen alle erkennbaren ungewissen Verpflichtungen. Sie enthalten mit T€ 79 insbesondere Personalverpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von T€ 35 waren im Geschäftsjahr unverzinslich. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von T€ 720 waren im Geschäftsjahr verzinslich. Der Zinssatz beträgt 4% p.a. und wird quartalsweise ausbezahlt.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 2.840 durch Grundpfandrechte, TEUR 1.826 durch Sicherungsübereignung des Warenlagers, TEUR 170 durch Sicherungsübereignung von Kraftfahrzeugen und TEUR 906 durch eine Sicherungsabtretung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gesichert. Sie haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr von TEUR 4.995 und von über fünf Jahren von TEUR 673. Im Übrigen haben die Verbindlichkeiten Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr und sind unbesichert.

In Vorjahren wurde eine Rücklage nach § 6b EStG gebildet, es ergab sich ein steuerlicher Passivposten, der in der Handelsbilanz nicht auszuweisen ist. Dieser Posten wird sich in Zukunft auflösen, wofür in Höhe der Steuerbelastung auf diese Rücklage eine passive latente Steuer zu bilanzieren war. In der Steuerbilanz wurde die Rücklage auf die Anschaffungskosten von Grund und Boden der in den Vorjahren erworbenen Immobilie übertragen.

Bei der Ermittlung wurde für die Körperschaftsteuer (inkl. SolZ) ein Steuersatz von 15,83 und für die Gewerbesteuer von 11,55 Prozent zugrunde gelegt.

III. Sonstige Angaben zum Jahresabschluss

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Beilage zu diesem Anhang dargestellt.

Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Abweichung 1.7.2022 Zuführung Auflösung 30.6.2023
T€ T€ T€ T€
§ 6b EStG 174 2 172
Abschreibung Anlagevermögen 27 3 30
Gesamt 201 3 2 202

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 29 Arbeitnehmer und ein Geschäftsführer angestellt.

IV. Organe

Geschäftsführer ist Herr Jürgen Franke, Berg, Kaufmann.

Prokurist ist Herr Olaf Großmann, Berg

V. Gewinnverwendung

Der Geschäftsführer schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnungen vorzutragen.

 

Berg, den 9. August 2023

Gez. Jürgen Franke, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.07.2022 Zugang 30.06.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 109.079,20 53.604,15 162.683,35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.120.747,08 933.618,15 4054365,23
2. Technische Anlagen und Maschinen 172.977,45 0,00 172.977,45
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 766.303,72 13.617,28 779.921,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 5.000,00 5.000,00
4.060.028,25 952.235,43 5.012.263,68
4.169.107,45 1.005.839,58 5.174.947,03
Abschreibung
01.07.2022 Zugang 30.06.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 45.548,14 7.132,71 52.680,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.386.789,49 92.048,18 1.478.837,67
2. Technische Anlagen und Maschinen 164.240,11 6.743,57 170.983,68
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 487.163,70 66.053,33 553.217,03
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
2.038.193,30 164.845,08 2.203.038,38
2.083.741,44 171.977,79 2.255.719,23
Buchwert
01.07.2022 30.06.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 63.531,06 110.002,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.733.957,59 2.575.527,56
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.737,34 1.993,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 279.140,02 226.703,97
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 5.000,00
2.021.834,95 2.809.225,30
2.085.366,01 2.919.227,80

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die Gesamtwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland spürt die Auswirkungen von Pandemie, Ukraine Krieg, Energie-Krise, Inflation und den Zinserhöhungen der EZB. Es ist derzeit schwer abzusehen wie lange die Rezession in Deutschland anhalten wird, wir gehen jedoch von keinem oder nur sehr geringen Wachstum in den nächsten Jahren aus.

Nach den Boom-Jahren der Covid Pandemie, ist die Weinbranche in Deutschland mit einem zweistelligen Minus bei den Umsätzen und den Absatzzahlen ins Jahr 2023 gestartet. Es ist ein deutlicher Rückgang in allen Vertriebskanälen zu verzeichnen. Dies liegt neben der Rezession und der allgemeinen Verunsicherung in Bevölkerung vor allem an der Reisefreudigkeit der Deutschen. Viele Auslandsreisen die wegen der Covid Pandemie aufgeschoben wurden, sind dieses Frühjahr nachgeholt worden. Das anhaltend kühle und regnerische Wetter in März und April 2023 haben den Covid - Nachholeffekt bei Auslandsreisen noch mal verstärkt. Dies führte zu einer niedrigeren Auslastung in der gehobenen Gastronomie und zur weniger Nachfrage im Weinfachhandel.

Derzeit gibt es kaum Planungssicherheit, da die weitere Entwicklung der Gesamtwirtschaft vom Kriegsverlauf in der Ukraine, der Entwicklung der Inflation und den Zinsentscheidungen der EZB abhängen wird. Prognosen sind daher nur mit großer Unsicherheit zu erstellen.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs

2.1. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Vinaturel konnte ihre Stellung am Markt als Großhändler von Weinen weiter festigen. Die Weinhandelswaren werden in Deutschland und zum Teil im benachbarten Ausland abgesetzt. Eine Umstellung des Zollsystems für Verbrauchsteuerpflichtigen Waren (Wein- und Schaumwein) in Deutschland hat die Umsätze ins benachbarte Ausland ab April 2023 eingeschränkt.

Gegen den aktuellen Trend konnte die Vinaturel GmbH Ihre Umsätze und Deckungsbeiträge steigern. Im Vergleich zur Branche konnte die Vinaturel GmbH trotz rückläufigen Marktzahlen wachsen und ihren Marktanteil weiter ausbauen.

Unter der Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der Weinbranche betrachten wir die Umsatz- und Ertragsentwicklung als zufriedenstellend.

2.2. Investitionen

Zur langfristigen Unternehmensentwicklung wurde im Geschäftsjahr 2022/2023 ein Baugrundstück in Georgensgmünd im Landkreis Roth, südlich von Nürnberg erworben. Aufgrund der zentralen Lage und der Anbindung an eines der größten Logistikumschlagszentren in Deutschland ist von zukünftigen Standort eine deutliche Verbesserung des Kundenservice zu erwarten. Das Bebauungsplanverfahren wurde 2022 abgeschlossen die Vorplanung ist nahezu abgeschlossen. Der Baubeginn hängt derzeit von der von der Entwicklung der Baukosten, der Zinsen und von öffentlichen Zuschüssen ab.

Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden neue Mitarbeiter im Bereich Vertrieb, Einkauf und der Logistik eingestellt. Nach deren Einarbeitung ist die Vinaturel GmbH für zukünftiges Wachstum gut vorbereitet.

Der Vinaturel Auftritt auf der Leitmesse ProWein, die Vinaturel Roadshow Verkostungen, die Meininger Finest 100 Verkostung, Kunden-Fortbildungen, sowie Kundenreisen konnten im Geschäftsjahr 2022/2023 wieder im vollen Umfang stattfinden. Die Veranstaltungen nutzen der langfristigen Kundenbindung, der Kundengewinnung und dem Aufbau der Marken der von Vinaturel vertretenen Weingüter.

Um die Online Präsenz zu verbessern und betriebliche Abläufe effizienter zu gestalten wird intensiv an der Neugestaltung unseres B2B Webshops gearbeitet.

2.3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das Vermögen der Gesellschaft ist durch hohe kurzfristig verfügbare Werte und Sachanlagen gekennzeichnet:

30.06.2023 30.06.2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR Prozent
Immaterielle Werte und Sachanlagen 2.919 2.086 833 40%
Langfristiges Vermögen 2.919 2.086 833 40%
Waren 9.991 8.839 1.152 13%
Forderungen u. übriges 958 1.389 -431 -31%
Liquide Mittel 16 6 10 167%
Kurzfristiges Vermögen 10.965 10.234 731 7%
Vermögen 13.884 12.320 1.564 13%

Eventuelle Risiken sind im Rahmen der Lagerbewertung ausreichend bilanziert.

Die durchschnittliche Forderungslaufzeit liegt bei 30 Tagen. Ursächlich hierfür ist das gute Mahnwesen der Gesellschaft.

Die Eigenkapitalquote beträgt 27%.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen durch kurzfristige Schulden (vor allem Lieferantenverbindlichkeiten und Darlehen von Banken):

30.06.2023 30.06.2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR Prozent
Kurzfristige Schulden 4.995 4.782 213 4%
Langfristige Schulden 2.117 1.339 778 58%
Eigenkapital 3.791 3.436 355 10%
Finanzierung 10.903 9.557 1.346 14%

Zur Finanzierung des Firmengebäudes ist die Aufnahme von langfristigen Krediten erfolgt. Ein nicht unbeachtlicher Teil ist durch den laufenden Cash - Flow finanziert worden.

Die Finanzierung des laufenden Geschäftsverkehrs ist durch unbefristete Rahmenkreditverträge in der Höhe von T € 4.500 gesichert.

Die laufenden Kontokorrent - Verbindlichkeiten haben sich wie folgt entwickelt:

Geschäftsjahr 2020/2021 T€ 105
Geschäftsjahr 2021/2022 T€ 758
Geschäftsjahr 2022/2023 T€ 147

Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar:

2022/23 2021/22 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Umsatzerlöse 14.961 14.016 945 6,7%
Rohertrag 4.209 3.724 485 13,0%
Betriebsergebnis 812 827 -15 -1,8%
Finanzergebnis -242 -125 -117 93,6%
Neutrales Ergebnis -40 -199 159 -79,9%
Jahresüberschuss 360 367 -7 -1,9%
EBITDA 944 760 184 24,2%

3. Hinweise auf besondere Risiken der künftigen Entwicklung

3.1. Aktuelle Ertrags- und Liquiditätssituation

Die steigenden Kosten für Rohstoffe (Glas, Kartonagen, Energie) sowie gestiegene Lohnkosten und Zinsen konnten bisher in den Lieferketten im vollen Umfang weitergegeben werden. Dies zeigt sich daran, dass bei der Vinaturel GmbH der Rohertrag stärker gestiegen ist als der Umsatz. Auf die in der Vergangenheit günstig eingekauften Weine können aufgrund der anhaltenden Inflation höhere Margen erzielt werden. Wir gehen davon aus, dass der hohe Lagerbestand hier zum Vorteil wird und auch im neuen Geschäftsjahr höhere Margen ermöglicht.

3.2. Maßnahmen zur dauerhaften Liquiditätssicherung

Ein noch befristeter Kreditvertrag konnte im Geschäftsjahr 2022/2023 in einen Kredit mit einer unbefristeten Rahmenvereinbarung umgewandelt werden. Die Liquidität der Betriebsmittelkreditlinien ist nun komplett durch unbefristete Rahmenvereinbarungen gesichert. Im Geschäftsjahr 2023/2024 ist eine Umwandlung der auf neue Rechnungen vorgetragenen bilanziellen Gewinne in Stammkapital geplant, dass der Firma langfristig und unverzinslich zur Verfügung steht.

4. Voraussichtliche Entwicklung

Auf der Basis der oben beschriebenen Maßnahmen planen wir für die nächsten Geschäftsjahre folgende Kennzahlen des Jahresabschlusses:

2023/2024 2024/2025
TEUR TEUR
Umsatzerlöse 16.000 17.609
Rohertrag 4.630 4.954
Betriebsergebnis 960 1.200
Jahresüberschuss 380 500

5. Chancen und Risiken

5.1. Risiken

Die Risiken liegen kurzfristig bei einem möglichen weiteren Rückgang der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland und in Europa. Langfristig betrachtet könnten die die demografische Entwicklung in Deutschland und eine verändertes Konsumverhalten der nachfolgenden Generation zu Umsatzeinbußen führen.

5.2. Chancen

Mit dem Vertrieb von nachhaltig hergestellten, hochwertigen Weine and die Spitzen- und Szenegastronomie und den Fachhandel hat die Vinaturel ein Wachstumsmarkt besetzt und ist in diesem Segment Marktführer. In den ersten Wochen des neuen Geschäftsjahres hat sich der Umsatz positiv entwickelt und lag deutlich über den Vorjahres- und den von uns erwarteten Umsätzen.

6. Nachtragsbericht

Jedenfalls zeigen die ersten Wochen des neuen Geschäftsjahres den planmäßigen Fortgang der Stabilen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Umsätze und Margen laufen besser als geplant.

 

Berg, den 09. August 2023

Jürgen Franke

5. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Ich habe den Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 der Vinaturel GmbH, Berg, in der Fassung der Anlage 1 den folgenden, am 9. August 2023 unterzeichneten, uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Prüfungsurteil

Ich habe den Jahresabschluss der Vinaturel GmbH, Berg, - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, sowie Anhang - der eine Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden enthält, unter Einbeziehung der Buchführung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Der Jahresabschluss und Lagebericht zusammen werden nachfolgend Abschluss genannt.

Die Einbeziehung der Buchführung in die Abschlussprüfung nach § 317 Abs. 1 Satz 1 HGB sowie die Prüfung des Lageberichts nach § 317 Abs. 2 HGB stellen zusätzliche gesetzliche Anforderungen dar, die über diejenigen der Internationalen Prüfüngsstandards (ISA) hinausgehen.

Aussagen zum Jahresabschluss

Meine nach § 317 HGB durchgeführte Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023.

Aussagen zum Lagebericht

Nach meiner Beurteilung vermittelt der beigefügte Lagebericht 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der internationalen Prüfungsstandards (ISA) des IAASB ergänzt um das Fachgutachten 2018 von wp.net und dem Prüfungshinweis zum Lagebericht 2020 vorgenommen. Meine Verantwortlichkeiten sind weiter ausgeführt im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und Lageberichts". Ich bin unabhängig von der geprüften Gesellschaft in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen und ich habe meine weiteren berufsethischen Verantwortlichkeiten als Voraussetzung zur Durchführung einer Abschlussprüfung erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zu dienen.

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und der für die Aufstellung und Überwachung der Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Verantwortlichen

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und für die internen Kontrollen, die die gesetzlichen Vertreter für notwendig erachten, um eine Aufstellung zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Beurteilung der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit und, sofern zutreffend, zur Angabe weiterer Sachverhalte zur Beurteilung der Fortführungsannahme sowie zur Aufstellung des Jahresabschlusses unter Annahme der Fortführung des Unternehmens, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen entweder die Auflösung der Gesellschaft oder die Einstellung der Geschäfte oder es besteht dazu keine realistische Alternative.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Die mit der Überwachung der Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht betrauten Personen sind dafür verantwortlich, den gesamten Prozess der Abschlussaufstellung zu überwachen.

Verantwortung des Abschussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage meiner Prüfung mit hinreichender Sicherheit

ein Urteil abzugeben zu diesem Jahresabschluss, dass dieser Jahresabschluss und der Lagebericht frei sind von wesentlichen, beabsichtigten oder unbeabsichtigten, falschen Darstellungen,

ein Urteil abzugeben, ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt und

einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der mein Prüfungsurteil enthält.

Hinreichende Sicherheit bedeutet ein hohes Maß an Sicherheit, stellt aber keine Garantie dafür dar, dass eine Prüfung nach internationalen Standards (ISA) immer alle wesentlichen falschen Darstellungen aufdeckt, sofern diese vorhanden sind. Falsche Darstellungen können bewusst oder durch Fehler entstehen und werden als wesentlich eingestuft, wenn diese allein oder im Ganzen wirtschaftliche Entscheidungen der Adressaten dieses Abschlusses beeinflussen könnten, die aufgrund dieses Abschlusses getätigt wurden. Der Lagebericht ist dahingehend zu beurteilen, dass er im Einklang mit dem Jahresabschluss steht.

Als Teil meiner Prüfung in Übereinstimmung mit ISA, dem wp.net-Fachgutachten 2018 und dem wp.net-Prüfungshinweis Lagebericht 2020 übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Außerdem besteht meine Prüfung darin:

Die Risiken wesentlicher unzutreffender Angaben zu identifizieren und einzuschätzen, seien sie durch Verstöße oder Unrichtigkeiten entstanden; Prüfungsverfahren zu entwerfen und durchzuführen, die auf solche Risiken ausgerichtet sind; Prüfungsnachweise zu erlangen, die eine ausreichende und angemessene Grundlage für mein Prüfungsurteil darstellen. Das Risiko, dass eine aus einem Verstoß resultierende unzutreffende Angabe nicht aufgedeckt wird, ist höher als bei einer unbeabsichtigten wesentlichen falschen Angabe, weil Verstöße mit betrügerischen Absprachen, Fälschungen, vorsätzlichen Auslassungen, Falschdarstellungen oder dem Umgehen von internen Kontrollen einhergehen können.

Ein Verständnis von den prüfungsrelevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen zu erlangen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Urteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Unternehmens zu fällen.

Die Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern ermittelten Schätzwerte in der Rechnungslegung zu beurteilen.

Eine Schlussfolgerung in Bezug auf die Angemessenheit der Anwendung der Annahme der Unternehmensfortführung als Grundlage der Rechnungslegung durch die gesetzlichen Vertreter zu ziehen und, ausgehend von den erlangten Prüfungsnachweisen, eine Schlussfolgerung darüber zu ziehen, ob eine wesentliche Unsicherheit hinsichtlich Ereignissen und/oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen könnte. Komme ich zu der Schlussfolgerung, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, in meinem Bestätigungsvermerk auf die betreffenden Angaben im Abschluss aufmerksam zu machen oder, sofern diese Angaben unangemessen sind, mein Prüfungsurteil zu modifizieren. Meine Schlussfolgerungen basieren auf den bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweisen. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch bewirken, dass die Fähigkeit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit nicht mehr gegeben ist.

Ich erörtere mit der den gesetzlichen Vertretern unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Abschlussprüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen und bedeutsame Mängel bei internen Kontrollen, die ich während meiner Abschlussprüfung feststellte.

 

München, den 9. August 2023

Michael Böllner, Wirtschaftsprüfer"

6. Unterzeichnung des Prüfungsberichts

Den vorstehenden Prüfungsbericht erstatte ich in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften gem. § 321 HGB und dem wp.net-Fachgutachten "Grundsätze zur Durchführung von gesetzlichen Abschlussprüfungen nach § 316 ff. HGB auf Basis der ISA".

Die Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf meiner vorherigen Zustimmung. Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf einschließlich der Übersetzung in eine andere Sprache zuvor meiner erneuten Stellungnahme, sofern hierbei der Bestätigungsvermerk zitiert oder auf meine Prüfung hingewiesen wird; ich weise insbesondere auf § 328 HGB hin.

 

München, den 9. August 2023

Michael Böllner, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 30. Juni 2023

Aktiva

30.6.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 110.002,50 64
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.575.527,56 1.734
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.993,77 9
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 226.703,97 279
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.000,00 0
2.809.225,30 2.022
2.919.227,80 2.086
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 9.729.868,72 8.582
2. geleistete Anzahlungen 260.909,03 257
9.990.777,75 8.839
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 906.436,26 1.325
2. Forderungen gegenüber Gesellschaftern 0,00 6
3. Sonstige Vermögensgegenstände 51.185,38 58
957.621,64 1.389
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 110,34 0
10.948.509,73 10.228
C. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 16.241,57 6
13.883.979,10 12.320

Passiva

30.6.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.500.000,00 2.500
II. Bilanzgewinn 1.296.099,13 936
3.796.099,13 3.436
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 55.900,00 194
2. Sonstige Rückstellungen 119.339,86 97
175.239,86 291
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.112.726,12 6.121
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.555.776,86 928
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 755.000,00 1.165
4. Sonstige Verbindlichkeiten 283.692,13 178
davon aus Steuern: EUR 195.826 Vorjahr: TEUR 167
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 2.994 Vorjahr: 0 TEUR
9.707.195,11 8.392
D. Passive Rechnungsabgrenzung 3.245,00 0
E. Passive latente Steuern 202.200,00 201
13.883.979,10 12.320

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023

1.7.2022-30.6.2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 14.961.426,74 14.016
2. Sonstige betriebliche Erträge 15.319,99 132
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 10.767.625,24 10.317
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.659.147,45 1.399
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 298.097,16 241
1.957.244,61 1.640
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 171.977,81 132
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.302.524,39 1.425
777.374,68 634
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 363,50 0
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 242.333,32 125
-241.969,82 -125
535.404,86 509
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 169.593,22 136
davon Aufwand aus latenten Steuern: EUR 1.200 Vorjahr: TEUR 1
10. Ergebnis nach Steuern 365.811,64 373
11. Sonstige Steuern -6.124,20 -5
12. Jahresüberschuss 359.687,44 368
13. Gewinnvortrag 936.411,69 568
14. Bilanzgewinn 1.296.099,13 936

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