Banijay Productions Germany GmbH

Eupener Straße 150, 50933 Köln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 95677
Vorher
mertus 380. GmbHMilton Enterprises GmbHBanijay Productions GmbH
Eingetragen
22.11.2017
Branche
BeteiligungsgesellschaftenFernsehveranstalter und Verbreitung von VideoinhaltenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
die Herstellung, Durchführung und Verwertung von Film- und Fernsehproduktionen und öffentlichen Veranstaltungen, die Beschaffung und Verwertung von Programmrechten und material für das Programm, die Herstellung und Verwertung von Hörfunkproduktionen sowie die Durchführung aller Geschäfte, die mit den genannten Tätigkeiten in unmittelbaren oder mittelbaren Zusammenhang stehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Katrin Stefanovic
seit 26.3.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Arno Schneppenheim
seit 17.9.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

14.29% identifiziert85.71% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Banijay Entertainment SASUFRA
85.71%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Banijay Germany GmbH
Germany
23.750 €
95.00%
argo entertainment GmbH
Germany
1.250 €
5.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Banijay Productions Germany GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2019
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.123,00 29.190,00
21.123,00 29.190,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 140.505,00 127.867,00
140.505,00 127.867,00
161.628,00 1.57.057,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 1.884.247,40 2.035.022,59
2. Geleistete Anzahlungen 50.733,36 112.566,11
1.934.980,76 2.147.588,70
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.867.646,05 5.860.762,06
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 26.035,29 11.652,72
3. Sonstige Vermögensgegenstände 102.827,28 102.165,16
3.996.508,62 5.974.579,94
III. Kassenbestand Guthaben bei Kreditinstituten 560.663,73 66.926,74
6.492.153,11 8.189.095,38
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.405,21 12.471,77
6.660.186,32 8.358.624,15

Passiva

31.12.2019
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag/ Verlustvortrag 527.440,90 -660.000,00
III. Jahresüberschuss 965.270,00 1.187.440,90
1.517.710,90 552.440,90
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 765.249,08 252.966,81
2. Sonstige Rückstellungen 1.206.152,79 978.688,82
1.971.401,87 1.231.655,63
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.113.960,30 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.113.960,30 (Vj. EUR 0,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26.804,46 2.353.476,81
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 26.804,46 (Vj. EUR 2.353.476,81)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.724.215,25 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.724.215,25 (Vj. EUR 0,00)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 306.093,54 4.221.050,81
davon aus Steuern EUR 189.670,27 (Vj. EUR 215.929,30)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 7.025,73 (Vj. EUR 1.220,62)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 306.093,54 (Vj. EUR 4.221.050,81)
3.171.073,55 6.574.527,62
6.660.186,32 8.358.624,15

Gewinn- und Verlustrechnung für 2020

2019
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 22.077.214,18 19.242.820,02
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -150.775,19 426.471,65
3. Sonstige betriebliche Erträge 45.993,63 12.719,57
21.972.432,62 19.682.011,24
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 0,00 143,08
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 17.537.232,95 15.534.996,90
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.234.879,90 1.223.810,06
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 184.387,27 177.624,44
davon für Altersversorgung EUR 7.806,25 (Vj. EUR 3.884,35)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 93.315,09 62.840,40
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.336.138,25 1.134.213,61
20.385.953,46 18.133.628,49
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 108.241,89 107.205,07
-108.241,89 -107.205,07
9. Steuern vom Ertrag 512.282,27 252.966,81
10. Ergebnis nach Steuern 965.955,00 1.188.210,87
11. Sonstige Steuern 685,00 769,97
12. Jahresüberschuss 965.270,00 1.187.440,90

Anhang für 2020

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Banijay Productions Germany GmbH mit Sitz in Köln im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HR B 95677 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Änderungen ergeben sich im Vorjahr in den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung "Aufwendungen für bezogene Leistungen" und "Sonstige betriebliche Aufwendungen" in der Weise, dass zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung eine Umgliederung von 525.411,59 EUR von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Aufwendungen für bezogene Leistungen vorgenommen wurden.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Die Vorräte umfasst unfertige Leistungen sowie geleistete Anzahlungen, die im Zusammenhang mit noch nicht fertiggestellten Produktionen stehen. Der Ansatz erfolgt zu Anschaffungs-/ Herstellungskosten beziehungsweise niedrigeren beizulegenden Werten. In den Herstellungskosten sind im Wesentlichen Personaleinzelkosten berücksichtigt. Mit Abnahme wird die entsprechende Position erfolgswirksam erfasst.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Stichtag erfasst, die Aufwendungen nach dem Stichtag betreffen.

Das Gezeichnete Kapital, welches in voller Höhe eingezahlt ist, wurde zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten in angemessener Höhe. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen sind mit dem Nennwert ausgewiesen.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v. 26.035,29 EUR resultieren zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 aus Lieferungen und Leistungen. Diese enthalten Forderungen gegen die Gesellschafterin Banijay Germany GmbH, Köln, i.H.v. 17.400,00 EUR. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Rückstellungen für fehlende Produktionsrechnungen und Boni. Weitere Rückstellungen betreffen nicht genommenen Urlaub, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Abgaben an die Künstlersozialkasse und Aufwendungen der Abschlussprüfung. Der Anstieg resultiert dabei im Wesentlichen aus höheren personalbezogenen Rückstellungen und Aufwendungen für die Abschlussprüfung.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr sämtlich innerhalb eines Jahres fällig und ungesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen mit 730.096,77 EUR aus Lieferungen und Leistungen und mit 994.118,48 EUR aus Cash Pooling gegenüber der Gesellschafterin.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Auftragsproduktionen.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen i. H. v. TEUR 46 sind sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 31 enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.336 handelt sich im Wesentlichen um Serviceumlagen i. H. v. TEUR 657, Raumkosten i. H. v. TEUR 232 und IT-Kosten i. H. v. TEUR 132.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine periodenfremden Aufwendungen enthalten.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 bestanden keine Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen / Außerbilanzielle Geschäfte

Es bestehen in Höhe von TEUR 19 Verpflichtungen aus PkW-Leasingverträgen.

Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl

Durchschnittlich waren während des Geschäftsjahres 2020 76 Mitarbeiter auf Vollzeitbasis, 16 Teilzeitbeschäftigte sowie Aushilfen bei der Banijay Production Germany GmbH beschäftigt. Es handelt sich ausschließlich um Angestellte.

Angaben zur Geschäftsführung

Folgende Personen waren im Berichtsjahr als Geschäftsführer der Banijay Productions Germany GmbH tätig:

Arno Schneppenheim, Produzent

Marcus Wolter, TV-Manager

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angaben zu den Gesamtbezügen entfallen nach § 286 Abs. 4 HGB.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Banijay Group SAS, Paris/ Frankreich, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis an Unternehmen aufstellt.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 21.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von EUR 1.492.710,90 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Köln, 25. März 2021

Die Geschäftsführung

gez. Arno Schneppenheim

gez. Marcus Wolter

Entwicklung des Anlagevermögens 2020

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2020 Zugänge Abgänge 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 43.035,24 6.592,88 0,00 49.628,12
43.035,24 6.592,88 0,00 49.628,12
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 188.785,62 91.293,21 0,00 280.078,83
188.785,62 91.293,21 0,00 280.078,83
231.820,86 97.886,09 0,00 329.706,95
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2020 Zugänge Abgänge 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.845,24 14.659,88 0,00 28.505,12
13.845,24 14.659,88 0,00 28.505,12
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 60.918,62 78.655,21 0,00 139.573,83
60.918,62 78.655,21 0,00 139.573,83
74.763,86 93.315,09 0,00 168.078,95
Buchwerte
31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.123,00 29.190,00
21.123,00 29.190,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 140.505,00 127.867,00
140.505,00 127.867,00
161.628,00 157.057,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

Banijay Productions Germany GmbH, Köln

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Banijay Productions Germany GmbH (im Folgenden nur Banijay Productions genannt) ist ein Full-Service-Bewegtbildproduktionsunternehmen mit Schwerpunkt auf der Verwertung von Formatrechten der Banijay International Group in Deutschland. Banijay Productions ist auch spezialisiert auf die Entwicklung, den Vertrieb und die Produktion von eigenentwickelten Formaten oder Fremdformaten. Dazu gehören insbesondere Reality, Factual sowie Show & Comedy Formate. Die Auftragsgeber umfassen private und öffentlich-rechtliche Fernsehsender aus Deutschland und SVOD-Anbieter. Banijay Productions konnte sich im Bereich Reality-TV etablieren, das zeigen insbesondere die erfolgreichen Formate "Temptation Island", wovon bereits drei Staffeln innerhalb von zwei Jahren produziert wurden, sowie "Kampf der Reality Stars", das ebenfalls in die zweite Staffel geht. Erfreulicherweise herrscht hier ein Gleichgewicht aus eigen- und fremdentwickelten Formatideen. Ebenso schlägt der Bereich Factual Wurzeln und es herrscht eine hohe Attraktivität bei Künstlern, durch zielgerichtete Entwicklung personalisierter, erfolgreicher Formate wie u.a. "Pocher und Papa auf Reisen" mit Oliver Pocher oder "Bielendorfer!" mit Bastian Bielendorfer.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die globale konjunkturelle Dynamik ist im abgelaufenen Jahr 2020 massiv von der Corona-Pandemie beeinflusst worden. Fast alle Länder verzeichneten einen Rückgang der Wirtschaftsleistung in historischem Ausmaß. Neben der Unterbrechung der Lieferketten sorgten weltweite Shut- und Lockdowns als Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen, der Rückgang der privaten Konsumnachfrage und Stilllegung relevanter Branchen (Tourismus, Einzelhandel, Dienstleistungen, Veranstaltungen, Gastronomie, Kultur etc.) für eine deutliche Dämpfung des internationalen Handels- und Wirtschaftsgeschehen. Politische Themen - Handelsbarrieren, wachsende Unsicherheit in Folge geopolitischer Risiken und der Brexit haben die Stimmung der Unternehmen und der Privathaushalte zudem weiter nachhaltig belastet und zu einer weiteren Abschwächung des Investitionswachstums, der Exporte und des privaten Verbrauchs geführt. Von dieser Entwicklung sind die meisten Industrie- und Schwellenländer betroffen, ausgenommen China als eine der wenigen großen Volkswirtschaften weltweit, die vergangenes Jahr Wachstum verzeichnen konnte. Die Konjunkturforschungsinstitute und Organisationen wie der IWF gehen davon aus, dass der globale Rückgang der Weltwirtschaftsleistung in 2020 in der Größenordnung von 4 - 5% liegen dürfte. Die erwartete Schrumpfung hat geschichtliche Dimension und stellt sich dramatischer dar als die Entwicklung infolge der globalen Finanzkrise 2008.

Die wirtschaftliche Dynamik in den Ländern der Eurozone hat im Zuge des Pandemiegeschehens und der damit verbundenen Eindämmungsmaßnahmen vergleichsweise deutlicher nachgelassen. Der Wirtschaftsrückgang in Europa im Jahr 2020 wird nach Prognosen der Europäischen Zentralbank (EZB) wohl bei 7 - 8 % liegen im Zuge einer geringeren Exportdynamik und weniger Konjunkturimpulse im Zuge nachlassender Binnennachfrage.

In der Folge eines abkühlenden Exportgeschäfts, einer schwächeren Industrieproduktion und einer sehr geringen Dynamik bei den Unternehmensinvestitionen befindet sich auch die deutsche Wirtschaft in einem nie dagewesenen Abwärtstrend und hat im Jahresverlauf 2020 stark an Dynamik verloren. Die deutsche Wirtschaft ist laut Statistischem Bundesamt im Jahresdurchschnitt 2020 nach einem schwachen Jahresabschluss bedingt durch einen erneuten Lockdown ab Anfang November 2020 insgesamt mit einem preisbereinigten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 5,0 %, nach einem kleinen Wachstum von 0,6 % im Jahr 2019, im abgelaufenen Jahr 2020 signifikant geschrumpft, getrieben von einem deutlichen Rückgang der privaten Konsumausgaben, der Investitionen und massivem Einbruch der ausländischen Nachfrage.

Der Werbemarkt weist eine vergleichsweise hohe Korrelation zu den makroökonomischen Rahmenbedingungen auf, dementsprechend berichtet Nielsen Media Research im Zuge der negativen Konjunkturlage von einem Minus der Brutto-Werbeinvestitionen für den deutschen Werbemarkt für das abgelaufene Jahr. Insgesamt ist der Bruttowerbedruck in 2020 um 4,4 % auf 34,2 Milliarden Euro zurück gegangen. 2020 war in Summe kein einfaches Jahr für die TV-Branche, das klassische TV-Werbegeschäft ist weiter unter Druck. Umsatzprognosen wurden zuletzt tendenziell nach unten korrigiert, ProSiebenSat.1 als auch die RTL Group sehen sich einem herausfordernden Marktumfeld gegenüber mit sinkenden TV-Werbeeinnahmen. Auf einen Brutto-Werbeumsatz von 16,0 Mrd. Euro kam das Fernsehen laut Nielsen im Jahr 2020. Das entspricht einem Rückgang von 1,8 %, der Anteil des TV am gesamten Werbekuchen ist damit erneut durch einen Anstieg von 4,9 % im Bereich Online, entgegen der Marktentwicklung, gesunken. Blickt man auf die Branchen, ist es wenig überraschend, dass vor allem Veranstaltungen, Verkehrsbetriebe sowie Freizeit, Gastronomie und Tourismus ihre Spendings im Corona-Jahr deutlich reduzierten.

Zu berücksichtigen ist, dass die Brutto-Zahlen für den Werbemarkt nur eine begrenzte Aussagekraft besitzen, weil sie weder Rabatte, Gegengeschäfte noch unbezahlte Eigenanzeigen entsprechend berücksichtigen. Da die Bruttozahlen die Entwicklung nicht vollständig reflektieren, ist auf Nettobasis von einem deutlicheren Rückgang der Investitionen in TV-Werbung auszugehen. Nach Einschätzung der Marktforschungsinstitute und Branchenvertreter haben die deutschen Fernsehsender in Bezug auf Werbeeinnahmen mit TV-Werbung netto im vergangenen Jahr im Zuge von geringeren Spendings, höheren Rabatten, Ausfall von ganzen Branchen sowie Reichweitenverlusten deutlich stärker Marktanteile verloren, was erneut eine schwache Marktentwicklung wäre. Das TV-Werbejahr 2020 dürfte laut Agentur JOM somit mit einem Nettoumsatzminus in der Größenordnung von 6 % bis 8 % geendet haben.

Die Vermarkter und Marktforscher gewähren für den Werbemarkt 2021 gesamt in Deutschland einen deutlich vorsichtigen Ausblick. Der deutsche Werbemarkt werde nach der negativen Entwicklung im vergangenen Jahr in einem schwierigen Jahr 2021 dieses Minus ausgleichen, möglicherweise sogar leicht überkompensieren und ein leichtes Netto-Wachstum verzeichnen. Selbst unter Annahme des Worst Case rechnet man noch mit einem Wachstum im Rahmen von 2 % bis 3 %. Als Hauptwachstumstreiber werden die digitalen Medien gesehen, die Erlöse der klassischen Medien werden dagegen auch im zehnten Jahr in Folge weiter sinken. Viele bereits angeschlagene Medien werden um ihre Existenz bangen. Zwar droht nach Print nun auch klassisches Fernsehen unter Druck zu geraten, aber 2020 war auch das Jahr, in dem Marktteilnehmern bewusst geworden ist, wie wichtig klassische Medien für den Marketing-Mix sind. Größere Investitionen erwartet man in den Bereichen Online-Bewegtbild und Addressable-TV. Die lineare TV-Sehdauer junger Menschen ist in den vergangenen Jahren gesunken, was zwangsläufig zu Veränderungen in der Struktur des Marktes führt, auch wenn die Corona-Pandemie diesen Trend im Jahr 2020 etwas abflachen konnte. Der Anteil digitaler Medien wird sich damit weiter erhöhen, diesem Wachstum stehen entsprechende leichte Verluste auf Seiten der klassischen Medien gegenüber. Damit könnten die großen Werbeträger, inklusive TV, im aktuellen Jahr wieder ins Minus rutschen. Nichtsdestotrotz dürfte TV seine Position als mit Abstand stärkstes Werbemedium in Deutschland mit ca. 47 % der Werbeausgaben in 2020 auf hohem Niveau stabil halten.

Die Banijay Productions ist als Content-Lieferant über die TV-Werbeerlöse der TV-Sender indirekt abhängig von den privaten Konsumausgaben. Diese haben sich im vergangenen Jahr 2020 mit einem preisbereinigten Rückgang von 5,4 % im Zuge der Corona-Pandemie alarmierend negativ entwickelt, nach einem lediglich leichten Anstieg im Vorjahr (1,6 % in 2020). Für 2021 gehen die Institute hinsichtlich des privaten Verbrauchs als tragende Säule der konjunkturellen Entwicklung tendenziell von einem Anstieg der realen Konsumneigung unterstützt von Reallohnanstieg und expansiver Finanzpolitik im Rahmen um 3 % aus.

2.2. Geschäftsverlauf

In dem herausfordernden Branchenumfeld ist es Banijay Productions gelungen in 2020 eine positive Geschäftsentwicklung zu erreichen. Es gelang bestehende Formate zu halten und auszubauen (u.a. konnten von dem erfolgreichen Format "Temptation Island" für TV NOW zwei weitere Staffeln verkauft werden). Die Eigenentwicklung "Kampf der Reality Stars" für RTLII wurde erfolgreich etabliert und geht im nächsten Jahr in die zweite Staffel. Trotz einiger abgesagter Formate und Verschiebungen in das nächste Jahr, konnte der Umsatz sowie das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden.

Das erst in 2018 gegründete Unternehmen konnte sich auf dem Markt, insbesondere im "Reality TV" und "Factual Entertainment" - Sektor, etablieren und hat kontinuierlich personelle und strukturelle Ressourcen bedarfsgerecht gesteigert, um die anstehenden Produktionsaufträge weiterhin erfolgreich zu erfüllen. Neben den klassischen TV-Sendern wurden auch drei große VOD-Anbieter als Kunden gewonnen. Aus Sicht der Geschäftsführung ist das eine sehr positive Entwicklung.

2.3. Lage der Gesellschaft

Änderungen ergeben sich im Vorjahr in den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung "Aufwendungen für bezogene Leistungen" und "Sonstige betriebliche Aufwendungen" in der Weise, dass zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung eine Umgliederung von 525.411,59 EUR von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Aufwendungen für bezogene Leistungen vorgenommen wurden.

Ertragslage der Banijay Productions Germany GmbH

2020 2019
TEUR in % TEUR in%
Rohergebnis 4.435 100,0 4.147 100,0
Personalaufwendungen 1.419 32,0 1.402 33,8
Abschreibungen 94 2,1 63 1,5
Summe der übrigen betrieblichen Aufwendungen 1.336 30,1 1.134 27,3
Betriebsergebnis (EBIT) 1.586 35,8 1.548 37,3
Finanzergebnis -108 -2,4 -106 -2,6
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.478 33,3 1.442 34,8
Steuern 513 11,6 255 6,1
Jahresüberschuss 965 21,8 1.187 28,6

Rohergebnis:

Aufgrund der erfolgreichen Formate, zum Teil in weiteren Staffeln, und der daraus resultierenden positiven Umsatzentwicklung, gelang es Banijay Productions den Rohertrag um 6,9 % auf 4,4 Mio. € zu steigern.

Das Rohergebnis ermittelt sich aus den Umsatzerlösen i.H.v. TEUR 22.077 (Vorj. TEUR 19.243), der Veränderung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen i.H.v. TEUR -151 (Vorj. TEUR 426), den sonstigen betriebliche Erträgen i.H.v. TEUR 46 (Vorj. TEUR 13) und den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren und Leistungen i.H.v. TEUR 17.537 (Vorj. TEUR 15.535).

Betriebsergebnis:

Das Betriebsergebnis konnte trotz des Anstiegs der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 0,2 Mio. € mit der Rohrergebnisverbesserung von 0,3 Mio. € auf dem Vorjahresniveau gehalten werden. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Management- und Serviceumlagen der Banijay Germany GmbH enthalten (TEUR 240), die in 2019 nur anteilig ab Q4 (TEUR 55) in die Aufwendungen gelaufen sind. Personalaufwendungen bleiben auf Vorjahresniveau.

2.4. Vermögens- und Finanzlage

Anlagevermögen 162 2,4 % Eigenkapital 1.518 22,8 %
Umlaufvermögen 6.492 97,5 % Fremdkapital 5.142 77,2 %

Die Anlagenintensität mit dem Verhältnis von Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögensgegenständen zum Gesamtvermögen stieg von 1,9 Prozent auf 2,4 Prozent.

Das Umlaufvermögen sank von TEUR 8.189 im Jahr 2019 auf TEUR 6.492 im Jahr 2020. Die unfertigen Erzeugnisse sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 2.035 auf TEUR 1.884 gesunken und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden von TEUR 5.861 auf TEUR 3.868 reduziert. Es wurden mehr Produktionen in 2020 fertiggestellt und ausgeliefert, so dass der Bestand im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist. Zudem wurde das Forderungsmanagement im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Die liquiden Mittel sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 67 auf TEUR 561 gestiegen. Den Zahlungsverpflichtungen konnte zu jeder Zeit nachgekommen werden.

Die Eigenkapitalquote liegt mit 22,8 % über der Vorjahresquote von 6,6 %. Die nominale Erhöhung des Eigenkapital beträgt 1,0 Mio. €. Im Vorjahr war ein Verlustvortrag von -0,7 Mio. € enthalten. Die Gesellschaft finanzierte sich im Geschäftsjahr durch Cash Pooling des Mutterkonzerns (Banijay Entertainment, Paris), Eigenkapital und Working Capital. Aufgrund des Geschäftsmodells mit längeren Produktionszyklen fließen dort auch Anzahlungen auf Projekte ein.

Das Fremdkapital - inklusive Rückstellungen - sank von TEUR 7.806 im Jahr 2019 auf TEUR 5.142 im Jahr 2020. Hintergrund sind hier geringere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, von TEUR 2.354 im Jahr 2019 auf TEUR 27 in 2020. Die Produktionen wurden in diesem Jahr früher abgeschlossen, als Im Vorjahr und somit sind weniger Kosten zum Jahresende angefallen.

In 2020 betragen die erhaltenen Anzahlungen TEUR 1.114. Das sind Teilzahlungen der Sender für zwei Projekte, bei den die meisten Kosten bereits in 2020 angefallen sind, die jedoch nicht final in 2020 geliefert werden konnten. Die sonstigen Verbindlichkeiten sanken von TEUR 4.221 im Jahr 2019 auf TEUR 306 in 2020. Die Veränderung kommt im Wesentlich durch eine Änderung im Ausweis zustande. Im Vorjahr waren Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin von TEUR 4.000 aus Cash Pooling in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen, während diese mit TEUR 994 im aktuellen Geschäftsjahr in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen werden.

2.5. Investitionen und Finanzierung

Das Geschäftsmodell der Banijay Productions ist nicht anlageintensiv. Der Geschäftsbetrieb wird in angemieteten Räumen unterhalten, weiteres Anlagevermögen jedoch nicht über Leasing finanziert, sondern angeschafft. Die Finanzierung der laufenden Produktionen erfolgt über eigene Mittel, über Anzahlungen von Kunden und über das Cash Pooling.

2.6. Personalaufwand und Mitarbeiter

Das Unternehmen ist auf kreative und einsatzbereite Mitarbeiter angewiesen. Attraktive und spannende Projekte, die in vielen Ländern der Welt produziert werden, ziehen Talente aus der TV-Produktionsbranche an.

3. Prognosebericht

Für das Jahr 2021 gibt es allenfalls verhalten optimistische Stimmen. Vor allem die Nachricht über die Verfügbarkeit von Impfstoffen in Bezug auf das Coronavirus und der bereits Ende 2020 nahezu weltweit flächendeckend angelegte Impfstart breiter Bevölkerungsgruppen lässt hoffen. Neben einem sich abzeichnendes Abflauen der Corona-Pandemie im kommenden Frühling/ Sommer sollte nach den Einschätzungen von Regierungen und internationalen Organisationen wie IWF und Weltbank die Rückkehr der USA zu einer ruhigeren Außen- und Handelspolitik unter Präsident Biden dafür sorgen, dass die Weltkonjunktur nach einem dunklen Winter im Laufe des Jahres 2021 global anziehen kann. Auch wenn die wirtschaftliche Erholung durch weitere Infektionswellen und die notwendigen Gegenmaßnahmen unterbrochen wurde, sollte die wirtschaftliche Grunddynamik stark genug sein, so dass die Stützungspolitik von Regierungen und Europäischer Zentralbank wirken kann. Eine lockere Geld- und Fiskalpolitik, negative Realzinsen, fehlende Alternativanlagemöglichkeiten und hohe Liquiditätsbestände sollten daneben die Aktienmärkte stützen. Der Welthandel könnte demgemäß in 2021 expandieren, allerdings bleibt das Weltwirtschaftsklima erkennbar problembelastet. Die großen internationalen Organisationen gehen in ihren letzten Prognosen derzeit von einer Erholung der Weltwirtschaft mit etwas über 3 % aus. Ab 2022 ff. werden globale Steigerungen in ähnlicher Größenordnung erwartet.

Im Euroraum gibt es analog Signale für vorsichtige Wachstumsprognosen nach dem klaren Einbruch. Bereits im Dezember stieg die Wirtschaftsstimmung etwas, für das nächste Jahr wird von Institutionen wie der Europäischen Kommission mit einer Erholung von 3 - 4 % für die Euro-Zone gerechnet, große Gefahren für die Konjunktur gehen unverändert vom Pandemiegeschehen, politischen Unwägbarkeiten, einer Staatsschuldenkrise im Euro-Raum oder weltweiten Handelskriegen zwischen den Volkswirtschaften aus. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute wie DIW und Ifo haben Ihre Prognosen für Deutschland zuletzt durch wachsende Unsicherheit laufend angepasst und rechnen in ihren Projektionen mit einem Wiederanziehen der Konjunktur in diesem Jahr. Ihre Forecasts für 2021 liegen zwischen 2 % und 3 % auf Basis, dass die seit Anfang November 2020 geltenden Infektionsschutzmaßnahmen unverändert bis März/ April 2021 in Kraft bleiben und danach allmählich gelockert werden. Auch für 2022 ff. wird ein Wachstum in diesem Rahmen prognostiziert, wobei die Bedenken hoch und die Visibilität gering bleibt. Alle Konjunkturexpertinnen und -experten stellen ihre Vorhersagen so unter einen gewissen Vorbehalt: Sollten weitere Infektionswellen oder Infektionsgeschehen aufgrund mutierter Viren wesentlich stärker und länger ausfallen als derzeit absehbar ist, hätte dies auch Folgen für die künftige wirtschaftliche Entwicklung.

Aufgrund von großen Anstrengungen und kreativem Input des gesamten Teams konnten Umsatz sowie EBIT trotz der aktuellen Corona-Krise ggü. Vorjahr gesteigert werden. Die Geschäftsführung erwartet aufgrund erfolgreicher Formate aus 2020 und der daraus resultierende Verkauf weiterer Staffeln in 2021 sowie einer stetigen Entwicklung neuer Formate für 2021 eine Erhöhung des Umsatzes von +5 % und des EBIT von +6 % sowie des Ergebnisses nach Steuern von +10 %. Banijay Productions hat sich zudem das Ziel gesetzt, sich auch bei weiteren öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern mit erfolgreichen Formaten zu etablieren. An der Entwicklung eines neuen Daily-Formats wird bereits gearbeitet, das eine während des Jahres kontinuierliche Einnahmequelle sichern soll.

Da die Corona-Krise auch im Jahr 2021 noch nicht überwunden ist, können daraus für Banijay Productions Risiken entstehen. Momentan sind diese aber nicht konkret abzusehen. Zum jetzigen Zeitpunkt geht die Geschäftsführung davon aus, dass das EBIT-Budget 2021 in diesem Jahr mindestens gehalten oder noch übertroffen werden kann.

Overhead-Kosten sind für 2021 +10 % höher geplant, weil Personal aufgestockt werden muss und von mehr Reisen sowie Veranstaltungen ggü. Vorjahr ausgegangen wird.

4. Chancen- und Risikobericht

Grundsätzlich ist auch Banijay Productions in ihrer Tätigkeit den unterschiedlichsten Risiken ausgesetzt. Diese Risiken sind jedoch jedem unternehmerischen Handeln immanent und können die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage betreffen. Wir stützen uns bei der laufenden Steuerung der operativen Risiken auf ein zeitnahes Informationssystem, in dem die Kosten der einzelnen Produktionen nachgehalten werden. Dadurch wird die Geschäftsleitung über die Kostenentwicklung der einzelnen Produktionen zeitnah informiert. Ein wichtiger Bestandteil des Erfolges ist die Firmenkultur, welche durch kurze Wege und flache Hierarchien gekennzeichnet ist. Mit diesen Instrumenten können wir entstehende Risiken frühzeitig erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen einleiten.

Das Coronavirus setzt der deutschen Wirtschaft zu. Wie stark und wie lange ist gegenwärtig noch nicht belastbar abzuschätzen, weil noch keine aussagekräftigen konjunkturellen Daten verfügbar sind. Auch ist noch zu ungewiss, wie schnell und wie stark sich das Coronavirus verbreiten wird. Aufgrund der sehr dynamischen Entwicklung muss durchaus mit relevanten wirtschaftlichen Auswirkungen gerechnet werden.

Im Vergleich zum Anfang der Pandemie kann jedoch bei Produktionen bereits auf Erfahrungswerte zurückgegriffen werden, die es ermöglichen, bestmöglich auf neue Entwicklungen zu reagieren. Auslandsproduktionen können sogar mit strikten Hygienekonzepten (u.a. Quarantäne für alle Produktions-Mitarbeiter) und außerordentlichem Einsatz der Mitarbeiter vorerst realisiert werden.

4.1. Marktrisiken

In dem faktischen Nachfrageoligopol des deutschen Fernsehmarktes, bei gleichzeitig hohen Eintrittsbarrieren, liegt ein hohes Risiko fortdauernden Preisdruckes und deshalb unrentabler Produktionen. Zudem kann es sein, dass Sender ihre Budgets reduzieren, was einen direkten Effekt auf Banijay Productions hätte. Weiterhin kann die Entwicklung von weniger erfolgreichen Sendeformaten negative Auswirkungen haben. Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken durch aktive Entwicklung von kreativen Formaten und der wirtschaftlichen Kompetenz, diese in einem angemessenen Kostenbudget zu produzieren. Chancen können sich aus dem immer stärkeren Trend zu Streamingformaten ergeben. Diese können die Abhängigkeit zu den wenigen Fernsehanbietern verringern. Live-Shows mit Künstlern sind im zweiten Corona-Jahr unwahrscheinlich und damit auch nur bedingt in der Planung.

4.2. Finanzrisiken

Die Finanzpolitik ist auf die Sicherstellung der Firmenfinanzierung bei größtmöglicher Unabhängigkeit ausgerichtet. Dabei gilt es Risiken, die nicht aus der Geschäftstätigkeit resultieren, weitestgehend zu vermeiden. Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit in ausreichendem Maße gegeben.

Aufgrund des fast ausschließlich im Euroraum befindlichen Absatz- und Beschaffungsmarktes ergeben sich keine wesentlichen Fremdwährungsrisiken.

Das Risiko von Forderungsausfällen ist aufgrund des bonitätsstarken Kundenkreises überschaubar.

Die Erfüllung der laufenden Zahlungsverpflichtungen ist durch den Cash-Flow aus dem laufenden Geschäftsbetrieb und dem Cash Pooling jederzeit gegeben. Die Finanzierung der Produktionen und damit des Geschäftsbetriebes ist entweder durch Anzahlungen oder durch Cash Pooling gesichert.

4.3. Personalrisiken

Die Gesellschaft ist auf qualifizierte und kreative Mitarbeiter angewiesen. Durch attraktive Arbeitsinhalte mit eigenverantwortlicher Tätigkeit und kreativen Möglichkeiten ist es bisher gelungen, ausreichend Mitarbeiter zu akquirieren. Dabei hilft auch der attraktive Medienstandort Köln. Die durchschnittliche Anzahl von ca. 90 Mitarbeitern konnte trotz Corona gehalten werden. Gleichzeitig ist bei Gesellschaften der bestehenden Größenordnung immer eine gewisse Abhängigkeit von Schlüsselpersonen gegeben. Sollte eine solche Person langfristig ausfallen, kann dies negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft haben. Es werden meist produktionsabhängige Verträge geschlossen, sodass Banijay Productions auf gegenwärtige Entwicklungen flexibel reagieren kann.

5. Gesamteinschätzung

Für die Banijay Productions sind aus heutiger Sicht keine Risiken erkennbar, die bestandsgefährdend sind oder sein könnten. Das vielfältige Sortiment an in Produktion befindlichen Formaten, Verkauf weiterer Staffeln bestehender Formate und eine Vielzahl an laufenden Format-Entwicklungen rechtfertigt auch für 2021 einen positiven Ausblick.

 

Köln, den 25. März 2021

gez. Arno Schneppenheim

gez. Marcus Wolter

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk

Rechnungslegung

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Allgemeine Auftragsbedingungen

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Banijay Productions Germany GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Banijay Productions Germany GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Banijay Productions Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 31. März 2021

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