Stammdaten

Register
Amtsgericht Straubing HRB 11593
Vorher
Lempa Zehn Vermögensverwaltung GmbHgabocom Holding GmbH
Eingetragen
1.4.2010
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von sowie der Handel mit Erzeugnissen, Komponeten und Systemen für die Nachrichten- und Energietechnik, Schiffsund Fahrzeugtechnik sowie von Kunststofferzeugnissen aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Matthew Hunter
seit 20.4.2026
Geschäftsführer
Zackary Aaron Vogel
seit 23.8.2024
Prokura
Markus Karl
seit 30.7.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert83.33% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Aptiv Global Holdings 2 (Luxembourg) S.à r.l.LUX
83.33%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Potio Holding GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

gabo Systemtechnik GmbH

Niederwinkling

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang für das Geschäftsjahr 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Gesellschaft ist unter der Firma gabo Systemtechnik GmbH mit Sitz in Niederwinkling im Handelsregister des Amtsgerichts Straubing unter der Nummer HRB 11593 eingetragen.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die davon- und Mitzugehörigkeitsvermerke in der Bilanz im Anhang ausgewiesen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige, zeitanteilige Abschreibungen (Nutzungsdauer 3 bzw. 5 Jahre) nach der linearen Methode vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Dauer der Abschreibung richtet sich nach der wirtschaftlichen Nutzungsdauer und bewegt sich je nach Anlagegegenstand in einer Bandbreite von drei bis 33 Jahren. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung erfolgen Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. nach dem strengen Niederstwertprinzip angesetzt. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Für Inlandsumsätze wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % und 2 % für Auslandsumsätze vorgenommen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83 % (Vj. 1,79 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5 % (Vj. 2,5 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 2 % (Vj. 2 %) berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden entsprechend den Regelungen in § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Latente Steuern werden nicht bilanziert, da die latenten Steuern nach DRS 18 beim Organträger zu erfassen sind.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Währung Beteiligung Eigenkapital Ergebnis
% in TEUR in TEUR
Ausland
Gabocom Ltd. EUR 100 0 0
London/United Kingdom
Gabocom SARL EUR 100 -694 638
Schiltigheim/France

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 22.515 (Vj. TEUR 13.089) betreffen Forderungen aus Cashpooling in Höhe von TEUR 21.932 (Vj. TEUR 11.037) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 583 (Vj. TEUR 2.051).

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 25 ist voll erbracht und wird ausschließlich von der Potio Holding GmbH, Niederwinkling, gehalten.

Rückstellungen für Pensionen

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 4 (Vj. TEUR 20).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 4.143 (Vj. TEUR 4.082) berücksichtigen vor allem Personalkosten in Höhe von TEUR 2.864 (Vj. TEUR 2.715), ausstehende Rechnungen und Gutschriften in Höhe von TEUR 596 (Vj. TEUR 726) und für Prozessrisiken in Höhe von TEUR 375 (Vj. TEUR 401).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 39.702 (Vj. TEUR 43.594). Davon entfallen TEUR 19.579 (Vj. TEUR 23.437) auf Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter; hiervon TEUR 18.549 (Vj. TEUR 22.719) aus Ergebnisabführung sowie TEUR 291 (Vj. TEUR 300) aus Lieferungen und Leistungen. Im Übrigen resultierten die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen vor allem aus einer Darlehensgewährung innerhalb des Aptiv-Konzerns in Höhe von TEUR 20.121 (Vj. TEUR 20.119), welche noch nicht gezahlte Zinsen beinhaltet. Mit Ausnahme des innerhalb der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesenen Darlehens innerhalb des Aptiv-Konzerns in Höhe von TEUR 20.000 (Vj. TEUR 20.000), dass grundsätzlich eine Laufzeit von mehr als 5 Jahren aufweist, haben die übrigen Verbindlichkeiten wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 162 (Vj. TEUR 167) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 22 (Vj. TEUR 21).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse
Inland 80.848 65 89.578 66
Ausland 43.056 35 45.474 34
123.904 100 135.052 100

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 189 (Vj. TEUR 221). Diese betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 165 (Vj. TEUR 214).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 13.927 (Vj. TEUR 15.020) handelt sich im Wesentlichen um Aufwendungen für Ausgangsfrachten und Provisionen in Höhe von TEUR 3.014 (Vj. TEUR 3.400), Aufwendungen für Aushilfen in Höhe von TEUR 1.779 (Vj. TEUR 2.961), Konzernumlagen in Höhe von TEUR 1.881 (Vj. TEUR 2.092), Gebäudemiete von verbundene Unternehmen TEUR 624 (Vj. TEUR 624) sowie Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 1.148 (Vj. TEUR 721). Es sind, wie im Vorjahr, keine nennenswerten periodenfremden Aufwendungen angefallen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Auswirkungen auf den Steueraufwand ergeben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr durch das Mindeststeuergesetz nicht. Auch für die Folgejahre werden nach aktuellem Stand keine Auswirkungen erwartet.

Sonstige Angaben

Sonstige Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse, die nicht in der Bilanz enthalten sind.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 20.210, davon gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 4.368. Im Einzelnen betreffen diese u. a. folgende Sachverhalte: Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 8.444 (Finanzierungsaspekt), sowie ein Bestellobligo von TEUR 11.766. Die Miet- und Leasingverträge haben eine Restlaufzeit zwischen drei und zehn Jahren. Risiken könnten sich vor allem aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte oder Vermögensgegenstände nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wofür es derzeit keine Anzeichen gibt.

Geschäftsführung

Die hauptberuflichen Geschäftsführer sind bei der Potio Holding GmbH angestellt.

Herr Johannes Pruchnow, München, Vorsitzender der Geschäftsführung

Herr Markus Karl, Bogen, Geschäftsführer Technik & Produktion

Herr Roland Lederer, Schwarzach, Geschäftsführer Vertrieb

Herr Robert Binder, Pfarrkirchen, Geschäftsführer Finanzen und Administration

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Geschäftsführer erhielten im Geschäftsjahr 2023 Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 1.667 (Vj. TEUR 2.092).

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023 2022
Lohnempfänger 184 163
Gehaltsempfänger 123 98
Auszubildende 10 11
317 272

Mitarbeiter in der Fertigung betragen im Durchschnitt 194, in der Verwaltung 123.

Konzernverhältnisse

Die Potio Holding GmbH, Niederwinkling, besitzt 100 % der Anteile und ist somit das alleinige Mutterunternehmen der gabo Systemtechnik GmbH. Der konsolidierte Weltabschluss nach US GAAP wird für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis von der Aptiv PLC, Saint Helier, Jersey, erstellt und ist bei der Securities and Exchange Commission (SEC) hinterlegt; der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Der Jahresabschluss der gabo Systemtechnik GmbH wird in diesen Konzernabschluss einbezogen, der als befreiender Konzernabschluss gemäß § 292 HGB gilt. Die gabo Systemtechnik GmbH ist daher von der Verpflichtung befreit, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen. Dabei kommen im Wesentlichen folgende vom deutschen Recht abweichende Bilanzierungs- sowie Bewertungsmethoden zur Anwendung:

Bilanzgliederung der Aktiva nach abnehmender Liquidität bzw. der Passiva nach zunehmender Laufzeit,

Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung nach den Umsatzkostenverfahren,

Leasingnehmer müssen nahezu alle ihre Leasingverträge in der Bilanz als Nutzungsrecht bzw. Leasingverbindlichkeit erfassen und über die Vertragslaufzeit amortisieren,

Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenserwerben werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen und gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben,

Grundsätzlicher Ansatz auch aktiver latenter Steuern,

Orientierung des Diskontierungszinssatzes für Pensionsverpflichtungen am laufzeitadäquaten Kapitalmarktzinssatz für festverzinsliche Wertpapiere.

Die Offenlegung unserer Jahresabschlusses und des befreienden Konzernabschlusses der Aptiv PLC erfolgt durch Einreichung im Unternehmensregister.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beläuft sich auf TEUR 64 (Vj. TEUR 60) für die Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 7 (Vj. TEUR 6) für Steuerberatungsleistungen.

Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Derartige Geschäfte sind nur zu marktüblichen Konditionen getätigt worden.

Nachtragsbericht

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.

Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge / Ergebnisverwendung

Zwischen der Potio Holding GmbH und der gabo Systemtechnik GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Der sonst entstehende Jahresüberschuss wird demzufolge abgeführt.

 

Niederwinkling, 26. Juni 2024

gabo Systemtechnik GmbH

Geschäftsführung

Johannes Pruchnow

Markus Karl

Roland Lederer

Robert Binder

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die gabo Systemtechnik GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der gabo Systemtechnik GmbH, Niederwinkling, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der gabo Systemtechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 26. Juni 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Vlachos, Wirtschaftsprüfer

Tran, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 682.642,00 190.805,00
2. Geleistete Anzahlungen 15.360,00 452.886,69
698.002,00 643.691,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 135.514,00 188.599,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.206.124,67 5.311.855,67
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.304.657,07 1.227.984,04
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.795.753,02 2.327.261,40
9.442.048,76 9.055.700,11
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 100.112,08 100.112,08
2. Sonstige Ausleihungen 800.000,00 800.000,00
900.112,08 900.112,08
11.040.162,84 10.599.503,88
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.115.673,34 11.514.525,48
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.461.035,41 1.359.626,68
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 10.299.510,29 14.941.144,83
4. Geleistete Anzahlungen 32.930,68 59.337,40
17.909.149,72 27.874.634,39
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.720.918,66 11.008.693,65
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 22.515.263,27 13.088.532,18
3. Sonstige Vermögensgegenstände 624.799,75 358.400,92
30.860.981,68 24.455.626,75
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.883.582,01 9.869.079,69
55.653.713,41 62.199.340,83
C. Rechnungsabgrenzungsposten 130.749,06 130.192,61
66.824.625,31 72.929.037,32

Passiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 18.101.495,84 18.101.495,84
18.126.495,84 18.126.495,84
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 330.982,00 314.481,00
2. Sonstige Rückstellungen 4.142.485,40 4.081.667,47
4.473.467,40 4.396.148,47
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 14.517,66 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.336.196,29 5.572.110,36
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 39.702.080,72 43.593.588,43
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.171.867,40 1.240.694,22
44.224.662,07 50.406.393,01
66.824.625,31 72.929.037,32

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 123.904.159,18 135.051.929,38
2. Verminderung (Vj. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -4.445.263,09 5.007.775,59
3. Sonstige betriebliche Erträge 386.560,97 352.134,24
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 18.281,71 (Vj. EUR 16.109,22)
119.845.457,06 140.411.839,21
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 63.308.683,35 80.157.962,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.865.934,98 1.654.194,42
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 16.089.266,96 14.908.444,35
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.536.079,24 3.148.911,45
davon für Altersversorgung EUR 260.371,01 (Vj. EUR 220.028,33)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens- gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.743.817,14 2.634.412,27
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.926.643,24 15.020.165,14
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 62.054,54 (Vj. EUR 190.479,46)
101.470.424,91 117.524.089,63
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 682.760,53 70.147,65
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 682.760,53 (Vj. EUR 70.147,65)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 501.339,29 233.516,05
davon an verbundene Unternehmen EUR 479.866,62 (Vj. EUR 179.622,21)
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 13.526,00 (Vj. EUR 11.356,00)
181.421,24 -163.368,40
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,00
11. Ergebnis nach Steuern 18.556.453,39 22.724.381,18
12. Sonstige Steuern 6.981,00 5.552,00
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn 18.549.472,39 22.718.829,18
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.485.904,29 151.869,73 0,00 452.886,69 10.090.660,71
2. Geleistete Anzahlungen 452.886,69 15.360,00 0,00 -452.886,69 15.360,00
9.938.790,98 167.229,73 0,00 0,00 10.106.020,71
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.585.854,46 22.567,00 0,00 0,00 2.608.421,46
2. Technische Anlagen und Maschinen 20.827.398,91 778.334,37 137.172,12 1.114.351,30 22.582.912,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.196.138,10 572.144,45 10.343,30 65.520,55 7.823.459,80
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.327.261,40 1.648.363,47 0,00 -1.179.871,85 2.795.753,02
32.936.652,87 3.021.409,29 147.515,42 0,00 35.810.546,74
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 100.112,08 0,00 0,00 0,00 100.112,08
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 800.000,00 0,00 0,00 0,00 800.000,00
900.112,08 0,00 0,00 0,00 900.112,08
43.775.555,93 3.188.639,02 147.515,42 0,00 46.816.679,53
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.295.099,29 112.919,42 0,00 9.408.018,71
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
9.295.099,29 112.919,42 0,00 9.408.018,71
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.397.255,46 75.652,00 0,00 2.472.907,46
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.515.543,24 1.994.888,02 133.643,47 17.376.787,79
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.968.154,06 560.357,70 9.709,03 6.518.802,73
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
23.880.952,76 2.630.897,72 143.352,50 26.368.497,98
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
33.176.052,05 2.743.817,14 143.352,50 35.776.516,69
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 682.642,00 190.805,00
2. Geleistete Anzahlungen 15.360,00 452.886,69
698.002,00 643.691,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 135.514,00 188.599,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.206.124,67 5.311.855,67
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.304.657,07 1.227.984,04
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.795.753,02 2.327.261,40
9.442.048,76 9.055.700,11
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 100.112,08 100.112,08
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 800.000,00 800.000,00
900.112,08 900.112,08
11.040.162,84 10.599.503,88

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Unternehmen und Geschäftstätigkeit

Die gabo Systemtechnik GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Rohrleitungen und Komponenten, sowie Systeme für die Nachrichtentechnik.

Die Hauptabsatzmärkte der gabo Systemtechnik GmbH sind Deutschland, sowie das europäische Ausland. Standort des Unternehmens ist Niederwinkling. Zu den Kunden der Gesellschaft zählen vor allem die großen Telekom-Gesellschaften, sowie regionale Versorgungsunternehmen, Stadtwerke, Netzbetreiber und Tiefbaufirmen.

Hauptumsatzträger der Gesellschaft ist das speed•pipe ® System, ein innovatives Baukastensystem aus Mikrorohren, Abdichtelementen und Formteilen für den Bau von Glasfaserinfrastrukturen. Ein großer Teil der Komponenten dieses Systems ist patentrechtlich geschützt.

Die die gabo Systemtechnik GmbH gehört zu dem börsennotierten Konzern Aptiv PLC, Saint Helier, Jersey. Die Zugehörigkeit zu dieser Gruppe erweitert für die gabo Systemtechnik GmbH den Zugang zu internationalen Absatzmärkten, neuen Produktgruppen und Finanzierungsmöglichkeiten. Zweigniederlassungen in Deutschland bestehen nicht.

Bei der gabo Systemtechnik GmbH sind Forschung, Entwicklung und Innovation darauf ausgerichtet, nachhaltige und effiziente Lösungen für unsere innerbetrieblichen Prozesse zu entwickeln und durch kontinuierliche Produktverbesserung und Innovationen unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Zu unseren Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (F&E) zählen produktvorbereitende Forschung und Entwicklung, wie z. B. die Suche nach alternativen Produkten, Verfahren, Systemen, Materialien oder Dienstleistungen. Zudem gilt die Aufmerksamkeit bei Einführung neuer Produkte den Anforderungen von Förderprogrammen und im vertrieblichen Fokus stehenden Auslandsmärkten gerecht zu werden. Des Weiteren gilt es die Integration und Weiterentwicklung konzerninterner Produkte entsprechend den Kundenanforderungen mit unserem Basissortiment zu vereinen und weiterzuentwickeln, um so eine Systemgeschlossenheit herzustellen.

Kosten Forschung und Entwicklung
2023 2022
24.081 EUR 98.237 EUR

1. Markt- und Branchenentwicklung

Der Markt für Glasfaserinfrastrukturen wird als ein langfristiger Wachstumsmarkt angesehen. Der Bedarf nach höherer Bandbreite im Festnetz und im Mobilfunk steigt ungebrochen weiter an. Dem steht - trotz hoher Investitionen in den vergangenen Jahren - eine nach wie vor bei Weitem nicht flächendeckende Breitbandversorgung in Deutschland und den meisten europäischen Ländern gegenüber. Dieser Umstand lässt auf ein von Wachstum geprägtes Geschäftsumfeld schließen.

Die Penetration von zukunftssicheren Glasfaseranschlüssen bis zur "letzten Meile" (Fiber-to-the-Building/Home = FTTH) mit Bandbreiten von 100 Megabit bis 1 Gigabit pro Sekunde liegt in Deutschland - wie in den meisten europäischen Ländern - erst im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Für das Jahr 2023 geht der VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten) für Deutschland von gerade einmal 16,2 Mio. (2022 13 Mio.) "Homes Passed" (erreichbare Haushalte) aus, bei circa 41 Mio. Haushalten insgesamt. Dieses Marktsegment wird daher noch auf lange Sicht Potenzial für die gabo Systemtechnik bieten. Dies untermauern auch die Pläne der Bundesregierung Deutschland, mittelfristig zur Gigabit Gesellschaft zu führen. Der tatsächliche Ausbau von Glasfaserinfrastrukturen in den einzelnen Ländermärkten wird nach wie vor von einer Reihe von Faktoren getrieben, insbesondere der finanziellen Situation und der verfügbaren Investitionsmittel vor allem der großen Telekomgesellschaften und Telekommunikationsnetzbetreiber, den Vorgaben der Regulierungsbehörden, den Kapazitäten im Baugewerbe, staatlichen Förderprogrammen und seit Jüngerem in nennenswertem Umfang auch von privaten Investitionen (Infrastrukturfonds), sowie dem Fortschritt des FTTH Ausbaus über Zeit. Die Ausbautätigkeit erfolgt dadurch bei einzelnen Kunden der Gesellschaft mitunter nicht kontinuierlich, sondern in Schüben und liegt teils über dem langfristigen Wachstumspfad, teils darunter.

Auf dem Inlandsmarkt fokussierte sich die Deutsche Telekom als größter deutscher Betreiber im Jahr 2023 auf den weiteren Ramp Up Ihres FTTB/H (Fiber to the Building, Fiber to the Home) Ausbaus. Das umfangreiche Ausbauprogramm war geprägt von sehr hoher Aktivität im ersten Halbjahr 2023 und einer verhaltenen Aktivität im zweiten Halbjahr 2023. Dies war zum einen den Veränderungen in dem makroökonomischen Umfeld (Kosten-Zinsen) geschuldet, zum anderen dem Abbau von Überbeständen aus den Vorjahren. Alternative Netzbetreiber, in vielen Fällen unterstützt von Finanzinvestoren, als auch etliche Kommunen (inkl. Stadtwerke) betätigen sich rege im Bereich des Ausbaus von Glasfasernetzen. Ein beträchtlicher Anteil des Ausbaus in Deutschland wird staatlich gefördert. Die Fördermittel wurden von der Bundesregierung mit Milliardenbeträgen weiter aufgestockt. Der Anteil an privatwirtschaftlichem Ausbau hat seit 2020 stark zu genommen. Nicht nur die Deutsche Telekom, auch etliche privatwirtschaftliche Netzbetreiber haben aufgrund der volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen ihre Ausbauaktivitäten im zweiten Halbjahr 2023 verlangsamt.

Auf anderen europäischen Auslandsmärkten konnten ähnliche Entwicklungen beobachtet werden. In Österreich konnte das hohe Niveau aus dem Vorjahr aufgrund des staatlichen Förderprogramms und auch privater Investitionen gehalten werden. Frankreichs Ausbauaktivitäten waren im Jahr 2023 nicht von den Makro-Faktoren beeinflusst. Auch andere Märkte setzten ihren Wachstumskurs fort. Nicht alle Märkte nutzen bereits die Vorteile der Mikrorohrtechnologie, die weitere Marktchancen eröffnet.

Die gabo Systemtechnik GmbH ist bestrebt, sich den besonderen Anforderungen der Telekom-Märkte durch ein hohes Maß an Flexibilität in allen Prozessen (Produktion, Liefer- und Lagerlogistik, Customer Service) zu stellen. Zudem wird durch den stetigen Ausbau der Vertriebs- und der Produktpalette eine Verbreiterung der adressierbaren Ländermärkte und Kundenbasis verfolgt. Die zuverlässige Produktverfügbarkeit und Lieferlogistik bei gabo Systemtechnik hat sich auch im Jahr 2023 als Wettbewerbsvorteil erwiesen.

Die gabo Systemtechnik GmbH nimmt auf Basis seines technologisch führenden speed•pipe ® Systems und seiner umfassenden Service- und Kundenorientierung eine führende Marktstellung im deutschen Markt sowie in zahlreichen europäischen Auslandsmärkten ein.

Die Corona-Pandemie hat zwar in der Telekommunikationsbranche insbesondere im Jahr 2020 zu Verunsicherung und Verzögerungen geführt. Der Markt hat sich aber in den Jahren 2021, 2022 und 2023 als sehr robust erwiesen. Auch der Ukraine-Krieg hatte 2023 keinen wesentlichen Einfluss auf die Glasfasernetzausbautätigkeit. Die europaweiten Aktivitäten zum Glasfasernetzausbau werden trotz der geopolitischen Situation unvermindert fortgesetzt. Allerdings haben sich im Jahr 2023 die meisten benötigten Rohstoffe und viele Dienstleistungen deutlich verteuert. Diese Kostensteigerungen betreffen alle Wertschöpfungsstufen der Telekommunikationsindustrie. Insbesondere im Verlauf des Jahres 2023 waren die Auswirkungen der deutlich verteuerten Baukosten und der gestiegenen Finanzierungszinsen in der Telekommunikationsindustrie zu spüren. Die Glasfasernetzbetreiber agieren vorsichtiger. Die Investitionstätigkeit ist ungebrochen, aber kontrollierter als in den Vorjahren.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Absatz- und Umsatzentwicklung lag im Geschäftsjahr 2023 unter unseren Erwartungen, die von einem Anstieg der Umsatzerlöse um circa 4 % bis 8 % ausgingen. Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges spielten im vergangenen Geschäftsjahr keine direkte Rolle bei der Nachfrage des Markts. Die deutlichen Teuerungsraten in allen Bereichen resultierten im zweiten Halbjahr allerdings in zurückhaltender Investitionstätigkeit. Umsatz- und Auftragsentwicklung waren von der Weitergabe der höheren Materialpreise geprägt. In Summe betrug der Umsatz TEUR 123.904 (i. Vj. TEUR 135.052); dieser setzte sich zusammen aus Umsatzerlösen im Inland TEUR 80.848 (i. Vj. TEUR 89.578) und im Export TEUR 43.056 (i. Vj. TEUR 45.474).

Der deutsche Markt entwickelte sich insgesamt nicht so positiv wie erwartet. Die Investitionstätigkeit wurde zwar signifikant von den regionalen Förderprogrammen, sowie zusätzlich vermehrt von privaten Investitionen unterstützt. Hiervon profitierten die nationalen wie regionalen Telekomgesellschaften in gleichem Maße wie auch die kommunalen Zweckverbände und Stadtwerke. Einige Netzbetreiber reduzierten ihre Ausgaben im Verlauf des Jahres deutlich. Davon war gabo Systemtechnik GmbH direkt betroffen, da einige große Kunden wie die Deutsche Telekom und Telefonica ihre Bestellungen sichtbar reduzierten. Dies konnte auch aufgrund der langen Vertriebszyklen nur bedingt durch andere Aufträge kompensiert werden.

Der Exportmarkt lag im Jahr 2023 im Wachstum unter unseren Erwartungen, aber entwickelte sich insgesamt solide und profitabel, unterstützt durch das Geschäft in Österreich, Frankreich und Italien. Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges auf Ressourcen und Supply Chain Management hatten in einzelnen Exportländern nur einen marginalen Einfluss auf Verzögerungen der Baumaßnahmen, trotz der teils erheblichen Kostensteigerungen. Insgesamt zeigt sich, dass die Internationalisierung und Diversifizierung des Geschäftes zu einer höheren Stabilität des Geschäftes führen.

Der Auftragsbestand zum Jahresende lag rund 78% unter dem des Vorjahres.

Bei Betrachtung der Marktdaten, Umsatz- und Auftragsentwicklung, sowie weiterer Geschäftszahlen muss festgestellt werden, dass der Geschäftsverlauf 2023 hinter den Budgeterwartungen zurückgeblieben ist. Schrittweise hat die gabo Systemtechnik GmbH im Jahr 2023 HellermannTyton-Produkte weiter erfolgreich im Markt platziert und damit neue Projekte gewinnen können.

Aufgrund der insgesamt langfristig positiven Marktaussichten und der weiterhin soliden Ertragslage der Gesellschaft plant die gabo Systemtechnik GmbH, die Produktionskapazität schrittweise in den kommenden Jahren zu modernisieren und zu erweitern. Entsprechende Investitionen wurden wie auch im Jahr zuvor vom Gesellschafter freigegeben, die Maschinenkapazität wurde moderat erweitern. Aufgrund der Abschwächung des Marktwachstums wurde auch bei gabo Systemtechnik GmbH vorsichtiger investiert.

3. Personal

Die Anzahl der Beschäftigten (inklusive Auszubildende) setzt sich am Geschäftsjahresende zum 31. Dezember 2023 wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
Anzahl Anzahl
Lohnempfänger 189 185
Gehaltsempfänger 133 117
322 302

In den Angaben sind 12 (i. Vj.11) Auszubildende berücksichtigt.

Die betriebsinterne Ausbildung hat weiterhin eine große Bedeutung in der Gesellschaft.

B. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1. Ertragslage

Das Periodenergebnis (vor Ergebnisabführung) beträgt TEUR 18.549 und fällt im Gegensatz zum Vorjahr um TEUR 4.170 geringer aus. Wesentliche Gründe hierfür sind der Umsatzrückgang um TEUR 11.148 bzw. 9,0% in Verbindung mit dem Rückgang der Bestandsveränderung um TEUR 9.453, teilweise kompensiert durch den Rückgang der Materialaufwendungen um TEUR 16.637.

Das EBIT beträgt TEUR 18.374 (i. Vj. TEUR 22.882) oder 14,8% (i. Vj. 16,9%) der Umsatzerlöse.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Leistungen belaufen sich auf TEUR 65.175 (i. Vj. TEUR 81.812) oder 54,5% (i. Vj. 58,4%) von der Gesamtleistung. Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite konnten weitgehend an unsere Kunden weitergegeben werden.

Die Personalkosten betragen TEUR 19.625 (i. Vj. TEUR 18.057) oder 16,47% (i. Vj. 12,9%) von der Gesamtleistung.

Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.744 (i. Vj. TEUR 2.634) betreffen im Wesentlichen das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 2.631 (i. Vj. TEUR 2.570).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 13.927 (i. Vj. TEUR 15.020) enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Ausgangsfrachten und Provisionen in Höhe von TEUR 3.014 (i. Vj. TEUR 3.400), für Aushilfen in Höhe von TEUR 1.779 (i. Vj. TEUR 2.961), Konzernumlagen in Höhe von TEUR 1.667 (i. Vj. TEUR 2.092), Mietaufwendungen in Höhe von TEUR 1.187 (i. Vj. TEUR 1.168), sowie Rechts-, Beratungskosten TEUR 1.148 (i. Vj. TEUR 721).

Das Zinsergebnis in Höhe von TEUR 181 (i. Vj. TEUR -163) enthält konzerninterne Zinserträge in Höhe TEUR 683 (i. Vj. TEUR 70) und konzerninterne Zinsaufwendungen von TEUR 480 (i. Vj. TEUR 180).

Aus den dargestellten Positionen resultiert dennoch ein positives Ergebnis nach Steuern und Zinsen und vor Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 18.549 (i. Vj. TEUR 22.719).

Zwischen der gabo Systemtechnik GmbH und der alleinigen Gesellschafterin, der Potio Holding GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Infolgedessen wird das positive Jahresergebnis vollständig an die Potio Holding GmbH abgeführt.

2. Vermögenslage

Das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 11.040 (i. Vj. TEUR 10.600) hat einen Anteil von 16,5% (i. Vj. 14,5%) an der Bilanzsumme von TEUR 66.825 (i. Vj. TEUR 72.929) und enthält konzerninterne Finanzanlagen in Höhe von TEUR 900 (i. Vj. TEUR 900). Im Einzelnen wird auf die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens im Anhang verwiesen.

Das Umlaufvermögen (ohne Berücksichtigung des Kassenbestands und der Guthaben bei Kreditinstituten sowie der Rechnungsabgrenzungsposten) beträgt TEUR 48.770 (i. Vj. TEUR 52.330), was einem Anteil von 73% (i. Vj. 71,8%) entspricht.

Das Vorratsvermögen beträgt TEUR 17.909 (i. Vj. TEUR 27.875). Der Rückgang zum Vorjahr ist bedingt durch den Umsatzrückgang. Der Forderungsbestand und die sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 30.861 (i. Vj. TEUR 24.456).

Die gabo Systemtechnik GmbH weist unverändert ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 18.127 aus. Neben dem Stammkapital von TEUR 25 besteht ein Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 18.102. Das Eigenkapital beträgt 27,1% (i. Vj. 24,9%) der Bilanzsumme.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalkosten in Höhe von TEUR 2.864 (i. Vj. TEUR 2.715) und betragen zum Stichtag TEUR 4.142 (i. Vj. TEUR 4.082).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 3.336 (i. Vj. TEUR 5.572).

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Ergebnisabführungsvertrag zwischen der gabo Systemtechnik GmbH und der Potio Holding GmbH sowie einem Darlehen gegenüber der Aptiv Global Financing Limited. Insgesamt belaufen sich diese auf TEUR 39.702 (i. Vj. TEUR 43.594).

3. Finanzlage

Die gabo Systemtechnik GmbH hat zum 31. Dezember 2023 keine Kreditlinien bei Banken. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt überwiegend durch verbundene Unternehmen.

Die liquiden Mittel verringerten sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 6.884 (i. Vj. TEUR 9.869). Diese werden, sofern nicht operativ benötigt, zu handelsüblichen Zinssätzen kurzfristig angelegt.

Der operative Cashflow lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei TEUR 10.594 (i. Vj. TEUR 12.378). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag bei TEUR -13.078 (i. Vj. TEUR -13.805). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag bei TEUR -501 (i. Vj. TEUR -263). Es ergibt sich eine Änderung der liquiden Mittel in Höhe von TEUR -2.985.

Das konzerninterne Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 29. Juni 2032 und wird zu marktüblichen Konditionen verzinst.

Liquiditätsengpässe sind derzeit nicht absehbar.

Die Investitionen im Berichtszeitraum stellen sich wie folgt dar:

TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 152
Geleistete Anzahlungen 15
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 23
Technische Anlagen und Maschinen 779
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 572
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.648
3.189

Die durchgeführten Investitionen betreffen im Wesentlichen neue Maschinen zur Kapazitätserweiterung und Ersatzinvestitionen sowie geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau.

4. Leistungsindikatoren

Als wesentliche steuerungsrelevante Kenngrößen im Unternehmen werden der Umsatz und das EBIT herangezogen. Hinzu kommt als wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator die Anzahl der Mitarbeiter.

Das EBIT beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 18.374 (i. Vj. TEUR 22.882) und liegt rund 29 % unter unseren Erwartungen (TEUR 25.755). Die durchschnittliche Anzahl an Mitarbeitern legte im Vergleich zum Vorjahr um 5 % zu und lag dennoch unter der Jahresplanung. Die Entwicklung des Umsatzes ist in Abschnitt A. 2. dargelegt.

C. Risikobericht

1. Risikomanagementziele und -methoden

Das Risikomanagement ist bei der gabo Systemtechnik GmbH integraler Bestandteil der eingerichteten Geschäftsprozesse zur Unternehmenssteuerung. Wesentliche Instrumente der Unternehmenssteuerung sind die Managementstruktur, das Planungssystem, die Berichts- und Informationssysteme, sowie Sitzungen, Gremien und Konferenzen.

Aufgrund der Börsennotierung des Mutterkonzerns (Aptiv PLC) in den USA befolgt die gabo Systemtechnik GmbH seit November 2020 zudem die geltenden Regelungen des Sarbanes-Oxley Acts.

Management und Mitarbeiter der Gesellschaft haben sich im Rahmen des Aptiv Compliance Systems zu ethischen Grundsätzen und ebensolchem Handeln verpflichtet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Zuwiderhandlungen bekannt oder aufgedeckt.

2a. Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Den Risiken aus dem Auftragsmanagement, d.h. die Einhaltung von Spezifikationen und Lieferterminen, die Sicherstellung des Qualitätsstandards sowie die Vermeidung von Verlustgeschäften versuchen wir durch eine entsprechende Ausrichtung unseres Qualitätsmanagements und Controllings zu begegnen. Beispielsweise sind wir bestrebt, Qualitätsstandards in der Fertigung und bei den Zukaufprodukten ständig zu überwachen und optimale Lagerreichweiten bei ständiger Lieferfähigkeit sicherzustellen. Bei Abschluss von Neugeschäften wird eine Vorkalkulation erstellt. Laufende Prüfungen der Kalkulationsparameter, wie zum Beispiel eingesetztes Material oder Fertigungszeiten, sollen Abweichungen im Produktionsprozess aufzeigen und die Qualität der Vorkalkulationen erhöhen. Somit betrachten wir die Eintrittswahrscheinlichkeit und negative Auswirkung, die sich aus dem Auftragsmanagement für das Unternehmen ergeben könnten, als sehr gering. Insgesamt sehen wir daraus ein sehr geringes Risiko.

Grundsätzlich streben wir ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Chancen und Risiken für das Unternehmen an. Daher befassen wir uns regelmäßig mit den kritischen Erfolgsfaktoren und relevanten Kostentreibern. Die daraus abgeleiteten Geschäftschancen sowie Effizienzsteigerungspotentiale würdigt die Geschäftsführung in regelmäßigen Sitzungen. Dazu sucht sie den engen Austausch mit den Abteilungsleitern der Gesellschaft und überprüft dabei laufend die strategische Ausrichtung. Initiativen werden hinsichtlich ihres potenziellen Wertbeitrags geprüft und priorisiert.

2b. Liquiditäts- und Finanzrisiko

Die Gesellschaft verfügt über ausreichend hohe eigene finanzielle Mittel und ist zudem Mitglied im Cash-Pooling System der Aptiv Global Financing Ltd. Langfristige Darlehen bei Banken bestehen nicht. Für 2023 kann festgestellt werden, dass einzelne Unternehmen aus der Baubranche aufgrund tendenziell schlechterem Zahlungsverhalten von Kreditauskünften schlechter eingestuft wurden. Bauunternehmen spielen zwar eine zunehmend wichtige Rolle für unser Geschäft, sind aber im Vergleich zum Rest von untergeordneter Bedeutung. Das Ausfall- und Liquiditätsrisiko bei Kunden stufen wir daher als gering bis mittel ein.

2c. Beschaffungsmarkt

Als kunststoffverarbeitendes Unternehmen beschafft die Gesellschaft erhebliche Mengen an Polyethylen. Dabei unterliegt sie dem Risiko, die benötigten Rohstoffe nicht in der erforderlichen Qualität bzw. Quantität beschaffen zu können. Außerdem können die Marktpreise je nach Angebot und Nachfrage schwanken. Dem Risiko steigender Beschaffungspreise versuchen wir durch vorausschauende Beschaffungsstrategien zu begegnen. Die im Vorjahr aufgebauten Sicherheitsbestände wurden im Geschäftsjahr 2023 der veränderten Risikolandschaft entsprechend angepasst. Preisanpassungen werden aktiv durchgesetzt, sobald bedeutende Veränderungen in Bezugskosten festzustellen sind. Ferner setzen wir bei der Preisgestaltung im Vertrieb verstärkt auf Preisgleitklauseln, um marktbedingte Preiseffekte an Kunden weiterzugeben. Aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten auf geopolitischer Ebene schätzen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit von Beschaffungsrisiken als mittel bis hoch ein. Aufgrund des aktiven Risikomanagements stufen wir die Auswirkungen auf das Betriebsergebnis für die Gesellschaft jedoch als gering bis mittel ein. Insgesamt ergibt sich daraus ein mittleres Risiko.

2d. Absatzmarkt

Auf der Absatzseite könnte aufgrund des attraktiven Marktumfelds ein erhöhter Wettbewerb auftreten, der möglicherweise zu Preisverfall und einem Rückgang der Margen führt. Die laufende Weiterentwicklung des Produktsortiments, z. B. Formteile als Ergänzung zum Mikrorohr-Programm, erfordert zwar Investitionen in Personal und Werkzeuge, sollte jedoch als Systemlieferant zu klaren Wettbewerbsvorteilen gegenüber reinen Rohrherstellern führen. Für die gabo Systemtechnik GmbH schätzen wir die mögliche Auswirkung auf die Gesellschaft unter der Berücksichtigung unserer Position als Systemlieferant, trotz der hohen Wahrscheinlichkeit der Zunahme des Wettbewerbs, als moderat. Dies ist vor allem auf unsere Marktstellung, den bestehenden Kundenbeziehungen und dem breitgefächerte Produktsortiment zurückzuführen.

Demgegenüber besteht weiterhin die Chance, dass der Breitbandausbau im Inland ein höheres Wachstum als erwartet aufweist und die gabo Systemtechnik GmbH daran umsatzseitig partizipiert. Ebenso bieten die Exportmärkte die Möglichkeit, dass bestehende Kunden ihr Ausbauvolumen über das erwartete Maß hinaus steigern, da insbesondere die westeuropäischen Flächenländer Ausbaubedarf aufweisen und sich zudem stärker auf unsere Mikrorohrtechnologie stützen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die gabo Systemtechnik GmbH von den hier beschrieben zusätzlichen Potenzialen auf dem Inlands- bzw. Exportmarkt profitieren könnte, schätzen wir grundsätzlich als sehr realistisch ein. Einzig die zeitliche Entwicklung dieser Erschließung der Potenziale auf den Exportmärkten ist nicht exakt abschätzbar.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind aus heutiger Sicht nicht zu erkennen.

D. Prognosebericht

Während die Ausbautätigkeit im Jahr 2020 wegen der Corona-Pandemie weitgehend stagnierte, zeigten die Jahre 2021 und 2022 einen merklichen Anstieg der FTTH-Bautätigkeit, der sich auch im ersten Halbjahr 2023 noch fortsetzte. Damit erhöhte sich bei uns kontinuierlich der Absatz. Allerdings stiegen, u.a. wegen des Ukraine-Krieges, die Kosten auf verschiedenen Stufen der Wertschöpfungskette. Zunächst wurde Rohmaterial teurer, dann stiegen die Lohnkosten und damit auch die Baukosten der FTTH-Netzbetreiber. Durch diese Veränderung der makroökonomischen Bedingungen ist die Investitionstätigkeit und damit das Wachstum unseres Marktes in einigen Ländern, darunter Deutschland und Großbritannien, im zweiten Halbjahr 2023 deutlich zurückgegangen.

Die Umsatzentwicklung in Deutschland wird in diesem und im Folgejahr weiterhin durch den Breitbandausbau der Telekomgesellschaften und Netzbetreibern getrieben. Hohe Ausbautätigkeiten initiiert durch langlaufende Förderprogramme, deren Mittel in Deutschland nur zum geringen Teil abgerufen sind, sowie beträchtlich private Investoren in dem Sektor unterstützen die Umsatzentwicklung. Dagegen stehen Kostensteigerungen und gestiegene Finanzierungszinsen. Die Deutsche Telekom setzt inzwischen stärker auf einen FTTH-Ausbau, sowohl in ländlichen als auch in städtischen Gebieten. Nach einer starken Steigerung der Bautätigkeit in den vergangenen Jahren hat die Deutsche Telekom eine Wachstumspause eingelegt.

Mögliche Engpässe sind fehlende Bau-, Montage- und Planungskapazitäten, Schlechtleistung bei Bauunternehmen, erhebliche Kostensteigerungen, langsame amtliche Genehmigungsverfahren, sowie das deutlich anspruchsvollere Refinanzierungsumfeld. All diese Faktoren haben in unterschiedlichem Maße den Ausbau streckenweise gebremst.

Abzuwarten ist, ob große Netzbetreiber wie Deutsche Telekom nach dem Abbau ihrer Überbestände zu dem langjährigen Bestellverhalten zurückfinden. Im ersten Quartal 2024 hat sich der Markt zwar im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2023 etwas erholt, dennoch liegen einige Großkunden deutlich hinter Plan.

Im Export erwarten wir insgesamt ein stabiles Geschäftsvolumen, vor allem getrieben durch Aktivitäten in Österreich, Spanien und weiteren Märkten. In Italien, einem Land, das von gabo Systemtechnik GmbH seit Jahrzehnten beliefert wird, erwarten wir eine Fortsetzung des Wachstumspfades der letzten Jahre. Das Geschäft mit Großbritannien wurde innerhalb der Unternehmensgruppe weitgehend an das Schwesterunternehmen HellermannTyton Connectivity Estonia abgegeben. Weitere europäische Märkte könnten verstärkt auf Mikrorohrtechnologie setzen. Da im Jahr 2023 schrittweise Kapazität erweitert wurde, erwarten wir für die Jahre 2024 und 2025 keine Limitierung des Geschäfts durch Kapazitätsengpässe.

Das wachsende Marktvolumen im Inland und Ausland wird zukünftig von einer größeren Anzahl von Anbietern bedient werden. Die gestiegene Wettbewerbsintensität war im Jahr 2023 an einigen Vertragsabschlüssen mit großen Kunden abzulesen. Durch die bestehende Produktpalette, Produktqualität, Lieferleistung und den Kundenservice, sowie Leistungssteigerungen, die sich auch in einer großen Markenbekanntheit niederschlagen, sieht sich die gabo Systemtechnik GmbH für die Zukunft gut gerüstet.

Für das Jahr 2024 erwarten wir gegenüber dem Umsatz im Jahr 2023 maximal eine moderate Steigerung. Wir werden daher mit großer Umsicht Ausgabenentscheidungen und Personalplanung vornehmen, um das Ertragsniveau abzusichern. Beim EBIT erwarten wir eine Steigerung von 3 % bis 6 % gegenüber 2023. Wir erwarten nur geringfügig volatile Einkaufspreise auf einem niedrigeren Niveau als 2022/2023 und einen nur moderaten Kostenanstieg, der die Personalkostensteigerungen aufgrund der Tarifabschlüsse durch Produktivitäts- und Effizienzmaßnahmen kompensieren sollte. Unsere Investitionstätigkeit für Modernisierung und Produktivitätssteigerungen wird fortgesetzt, wobei auch in diesem Bereich mit kaufmännischer Vorsicht entschieden wird.

Strategisches Ziel des Unternehmens bleibt nach wie vor die Gewinnung von neuen Exportmärkten und Kunden, die Absicherung bzw. der Ausbau der Marktanteile in Deutschland sowie die Sicherstellung und der Ausbau unserer Innovationskraft, unseres Produktportfolios und der differenzierenden Qualitätsmerkmale.

 

Niederwinkling, den 26.06.2024

gabo Systemtechnik GmbH

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