Fluorchemie Dohna GmbHLiquidiert
01809 Dohna, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Heiko Lampert seit 9.2.2022 | Prokura |
Thomas Leypold seit 24.6.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Daniel DeistlerFluorchemie Kronberg GmbH+1 | 89.00% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Thanatos Capital LLC | 11.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Fluorchemie Dohna GmbHDohnaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Lagebericht1. Bericht über den Geschäftsverlauf und Bericht über die Lage der Gesellschaft 1.1 Geschäftstätigkeit des Unternehmens Die Fluorchemie Dohna GmbH, Dohna (FCD), ist ein führender Hersteller von Fluorwasserstoff (Anhydrous Hydrogen Fluoride, AHF), Fluorwasserstoffsäure in verschiedenen Massenanteilen und Qualitäten sowie Calciumsulfat-Binder EN 13454-1 CAB 30 ("Anhydrit"). Hinweis: Lageberichtsfremder Bestandteil, der nicht Prüfungsgegenstand ist (IDW PS 350 n.F.) 1.2 Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche 1.2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2020 um 5 % niedriger als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Der konjunkturelle Einbruch fiel aber im Jahr 2020 in den vorläufigen Berechnungen zufolge insgesamt weniger stark aus als 2009 mit -5,7%. Die Corona-Pandemie hinterließ im Jahre 2020 deutliche Spuren in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Die Produktion wurde sowohl in den Dienstleistungsbereichen als auch im produzierenden Gewerbe massiv eingeschränkt. Im produzierenden Gewerbe ohne Bau, das gut ein Viertel der Gesamtwirtschaft ausmacht, ging die preisbereinigte Wirtschaftsleistung gegenüber 2019 um 9,7% zurück, im verarbeitenden Gewerbe sogar um 10,4%. Die Industrie war vor allem in der ersten Jahreshälfte von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen, unter anderem durch die zeitweise gestörten globalen Lieferketten. Besonders deutlich zeigte sich der konjunkturelle Einbruch in den Dienstleistungsbereichen, die zum Teil so starke Rückgänge wie noch nie verzeichneten. Exemplarisch hierfür steht der zusammengefasste Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe, dessen Wirtschaftsleistung preisbereinigt um 6,3% niedriger war als 2019. Dabei gab es durchaus gegenläufige Entwicklungen: Der Onlinehandel nahm deutlich zu, während der stationäre Handel zum Teil tief im Minus war. Die starken Einschränkungen in der Beherbergung und Gastronomie führten zu einem historischen Rückgang im Gastgewerbe. Ein Bereich, der sich in der Krise behaupten konnte, war das Baugewerbe: die preisbereinigte Bruttowertschöpfung nahm hier im Vorjahresvergleich sogar um 1,4% zu. Auch auf der Nachfrageseite waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich sichtbar. Anders als während der Finanz- und Wirtschaftskrise, als der gesamte Konsum der Wirtschaft stützte, gingen die privaten Konsumausgaben im Jahr 2020 im Vorjahresvergleich preisbereinigt um 6,0% zurück und damit so stark wie noch nie. Die Konsumausgaben des Staates wirkten dagegen mit einem preisbereinigten Anstieg von 3,4% auch in der Corona-Krise stabilisierend, wozu unter anderem die Beschaffung von Schutzausrüstungen und Krankenhausleistungen beitrug. Die Bruttoanlageinvestitionen verzeichnen preisbereinigt mit -3,5% den deutlichsten Rückgang seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Dabei legten die Bauinvestitionen entgegen diesem Trend um 1,5% zu. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen und Geräten sowie Fahrzeuge - wurden im Jahr 2020 dagegen 2020 preisbereinigt 12,5% weniger investiert als im Vorjahr. Die Corona-Pandemie wirkte sich auch auf den Außenhandel massiv aus: die Exporte und Importe von Waren und Dienstleistungen gingen im Jahr 2020 seit 2009 zurück, die Exporte preisbereinigt um 9,9%, die Importe um 8,6%. Besonders groß war der Rückgang der Dienstleistungsimporte, was vor allem am hohen Anteil des stark rückläufigen Reiseverkehrs lag. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2020 von 44,8 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 477.000 Personen oder 1,1% weniger als in 2019. Damit endete aufgrund der Corona-Pandemie der über 14 Jahre anhaltende Anstieg der Erwerbstätigkeit, der sogar die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 überdauert hatte. Besonders betroffen waren geringfügig Beschäftige sowie Selbständige, während die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stabil blieb. Vor allem die erweiterten Regelungen zur Kurzarbeit dürften hier Entlassungen verhindert haben. Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 14.01.2021 1.2.2 Lage der Weltwirtschaft Die Weltwirtschaft erholte sich nach dem kräftigen Anstieg der Produktion im Sommer 2020 auch im Winterhalbjahr des vergangenen Jahres weiter. Für das Jahr 2020 insgesamt ergibt sich ein Rückgang der Weltproduktion um 3,3 Prozent. Dies ist zwar der stärkste Einbruch der Weltwirtschaft nach dem zweiten Weltkrieg, aber doch deutlich weniger, als noch zur Jahresmitte oder im Herbst erwartet worden war. Trotz der zweiten Welle der Pandemie dürfte die weltwirtschaftliche Aktivität auch im ersten Quartal 2021 aufwärts gerichtet bleiben. Industrieproduktion und Welthandel haben sich bereits fast vollständig erholt und scheinen von der zweiten Welle der Pandemie kaum beeinträchtigt zu werden. Die Warenproduktion hat sich seit Mitte vergangenen Jahres ihrem Vorkrisenwert rasch angenähert und die globale Industrieproduktion war im Dezember 2020 schon um 1,3 Prozent höher als im Dezember 2019 vor Ausbruch der Covid-19-Krise. Anders als die Industrieproduktion und der Warenhandel hat sich das internationale Dienstleistungsgeschäft bislang kaum erholt. Vor allem der Reiseverkehr steckt weiter tief in der Krise. Das Ausmaß der bisher erfolgten Konjunkturerholung unterscheidet sich zwischen den Ländern erheblich. Die europäische Wirtschaft rutschte erneut in die Rezession. Im Euroraum wurde im vierten Quartal 2020 ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,7 Prozent verzeichnet; für das erste Quartal 2021 ist mit einer nochmaligen Schrumpfung zu rechnen. Der Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Produktion dürfte aber nicht dramatisch sein und von einer kräftigen Erholung im Sommerhalbjahr abgelöst werden. Auf der Basis von Kaufkraftparitäten dürfte die Weltproduktion im Jahr 2021 um 6,7 Prozent und im Jahr 2022 um 4,7 Prozent steigen und damit den Vorkrisenpfad am Ende des Prognosezeitraums nur noch leicht unterschreiten. Quelle: Weltwirtschaft im Frühjahr 2021, Kieler Konjunkturberichte 1.2.3 Wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland Die deutsche Wirtschaft hat ein turbulentes Jahr 2020 hinter sich. Im Zuge der Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen kam es im zweiten Quartal zu einem historischen Einbruch der Wirtschaftsleistung in nahezu allen Sektoren der Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt ging im vergangenen Jahr um 5,0 Prozent zurück. Nach einer ersten schnellen Erholung kämpft sich die deutsche Wirtschaft nun allmählich wieder aus der Krise. Für das laufende Jahr rechnet die Bundesregierung mit einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,0 Prozent. Es ist davon auszugehen, dass die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal noch deutlich durch die Pandemie beeinträchtigt wird. Im weiteren Verlauf nach Stabilisierung der pandemischen Lage durch die Impfung größerer Bevölkerungsgruppen und der Rücknahme der Einschränkungen des öffentlichen Lebens dürfte die Konjunktur wieder Fahrt aufnehmen. Grundsätzlich bleibt die Entwicklung der Wirtschaft zunächst jedoch zweigeteilt: Einem durch die Pandemie stärker beeinträchtigten Dienstleistungssektor steht eine sich robust entwickelnde Industrie gegenüber. Nach einem moderaten Anstieg der Erwerbstätigkeit zu Beginn des Jahres, ist mit der konjunkturellen Erholung ab dem zweiten Quartal ein etwas deutlicherer Anstieg der Erwerbstätigkeit zu erwarten. Im laufenden Jahr wird die Erwerbstätigkeit voraussichtlich stagnieren, die Zahl der registrierten Arbeitslosen leicht zurückgehen. Die Wirtschaftsleistung vor der Krise dürfte erst zur Mitte des Jahres 2022 wieder erreicht werden. Die wirtschaftliche Entwicklung wird weiterhin maßgeblich vom Pandemieverlauf und von den Maßnahmen zur Eindämmung beeinflusst. Quelle: Jahreswirtschaftsbericht 2021 - BMWi 1.2.4 Branchenentwicklung Ihre Umsatzentwicklung wird über die ihr nachfolgenden Zweige der chemischen Industrie stark von den Wachstumsperspektiven des industriellen Sektors beeinflusst. Aufgrund einer in der zweiten Hälfte der vergangenen Fünfjahresperiode rückläufigen Industriekonjunktur musste die Branche zwischen 2015 und 2020 einen Umsatzrückgang von durchschnittlich 1,3 % pro Jahr hinnehmen. Die rapide Ausbreitung des Coronavirus im aktuellen Jahr verstärkte die bereits seit dem Vorjahr deutlich spürbare Abnahme der industriellen Aktivitäten. Nach Prognosen von IBISWorld wird der Gesamtumsatz der anorganischen Grundstoffchemie daher im Jahr 2020 um 7,8 % gegenüber dem Vorjahr auf 6 Milliarden Euro sinken. Neben fehlenden Nachfrageimpulsen durch die inländische und europäische Industrieproduktion trugen auch andere Einflüsse in den letzten fünf Jahren zu einer angespannten Lage in der Branche bei. Hierzu zählten etwa die Aufwertung des Euro, durch die sich ihre Exporte verteuerten, sowie die recht hohen und weiter ansteigenden inländischen Stromkosten, obgleich die Branche als energieintensive Industrie in den Genuss einer Reihe von Ermäßigungen kommt. Die Herstellung vieler Industrie- und Konsumgüter sowie pharmazeutischer Produkte baut auf chemischen Prozessen auf, die den Einsatz von anorganischen Grundchemikalien voraussetzen. Daher ist die Nachfrage nach den Branchenprodukten von der Entwicklung der Industrieproduktion abhängig. Aufgrund guter Exportperspektiven und einer stabilen Binnenkonjunktur ist das Produktionsvolumen im vergangenen Fünfjahreszeitraum zunächst angewachsen, um anschließend, im Jahr 2019, einen Rückgang zu verzeichnen. Auch im aktuellen Jahr dürfte die Industrieproduktion stark schrumpfen, was für die Auftragslage und die Umsätze der Branchenteilnehmer ein Risiko darstellt. Da die chemische Industrie zu den energieintensiven Wirtschaftsbereichen gehört, wirken sich Veränderungen der Höhe der Energiekosten stark auf die Branche aus. Zwar ist diese partiell von der Stromsteuer und der EEG-Umlage befreit, doch hat ein Anstieg des Industriestrompreises gleichwohl einen unmittelbaren negativen Einfluss auf die Profitabilität der Branchenakteure. In den letzten fünf Jahren ist der durchschnittliche Industriestrompreis angestiegen, was zu einer Verteuerung der Produktion geführt hat. Auch im aktuellen Jahr und in den kommenden Jahren ist mit einer Steigerung der Energiekosten zu rechnen. Zur Beschleunigung des Rückgangs trug auch der im aktuellen Jahr durch die Coronavirus-Pandemie ausgelöste globale Angebots- und Nachfrageschock bei, durch den sich die Geschäftsaussichten der Branchenteilnehmer abrupt verschlechterten. IBISWorld geht davon aus, dass der Gesamtumsatz der anorganischen Grundstoffchemie 2020 gegenüber dem Vorjahreswert um 7,8 % auf 6 Milliarden Euro sinken wird. Auch die Gewinnerwartungen der Branchenteilnehmer wurden durch die diesjährigen Entwicklungen stark getrübt. Die Gewinnmarge des Wirtschaftszweigs dürfte 2020 deutlich geringer ausfallen als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Quelle: IBIS World, Branchenreport C20.13 DE, Juni 2020 2. Geschäftsverlauf und Lage 2.1 Geschäftsverlauf Die Gesellschaft konnte sich der bereits geschilderten Marktentwicklung nicht entziehen und hat in 2020 signifikante Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Im Vorjahresvergleich sind die Umsatzerlöse um 24,9 % auf TEUR 16.863 gesunken. Das für das Jahr 2020 prognostizierte Rohergebnis ist mit Mio. EUR 6,6 niedriger ausgefallen als ursprünglich geplant. Der Jahresfehlbetrag liegt mit TEUR 2.079 leicht unterhalb des Vorjahreswertes in Höhe von TEUR 2.106. Die Geschäftsführung ist mit der Entwicklung nicht zufrieden. Die Verfehlung des Rohergebnisses ist im Wesentlichen auf Planungsunsicherheiten zurückzuführen. 2.2 Ertragslage Die im Jahr 2020 erwirtschafte Gesamtleistung (Saldo aus Umsatz, Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen) hat sich um TEUR 5.545 bzw. 24,8 % auf TEUR 16.833 vermindert. Die Materialaufwandsquote hat sich von 64,4 % auf 61,3 % reduziert; hierzu haben insbesondere die gegenüber dem Vorjahr stabilen, teilweise rückläufigen Preise für Rohstoffe beigetragen. Infolge dessen hat sich die Rohmarge von 35,3 % auf 38,6 % im Vorjahresvergleich erhöht. Das um neutrale Effekte bereinigte EBIT hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 915 auf TEUR -1.944 (-88,9 %) verringert. Der Personalaufwand ist im Verhältnis zu den Umsatzerlösen von 19,0 % auf 22,5 % angestiegen und beträgt TEUR 3.806 (Vorjahr TEUR 4.260). Der absolute Rückgang ist auf das Kurzarbeitergeld sowie die rückläufigen Mitarbeiterzahlen zurückzuführen. Unter Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibungen von TEUR 515 (Vorjahr TEUR 457), sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 4.116 (Vorjahr TEUR 4.254), betrieblichen Steuern TEUR 15 (Vorjahr TEUR 14) sowie sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr TEUR 52) wurde ein um neutrale Effekte (TEUR 27, Vorjahr TEUR -793) bereinigtes EBIT von TEUR -1.944 (Vorjahr TEUR -1.029) erzielt. Die planmäßigen Abschreibungen auf das materielle und immaterielle Anlagevermögen sind leicht um TEUR 58 auf TEUR 515 gestiegen. Die EBIT-Marge (um neutrale Effekte bereinigtes EBIT im Verhältnis zu Gesamtleistung) ist von -4,6 % auf -11,5 % vermindert. Der ROCE (return on capital employed) ist aufgrund der geschilderten Entwicklung der Ergebniszahlen von -14,2 % auf -19,0 % gesunken. Unter Berücksichtigung des neutralen Ergebnisses in Höhe von TEUR 27 (Vorjahr TEUR -793), welches im Jahr 2020 wesentlich durch die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 89 sowie den Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 100 geprägt war, wurde ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 2.079 (Vorjahr TEUR 2.106) erzielt. 2.3 Vermögenslage und Kapitalstruktur Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.341 bzw. 23,7 % auf TEUR 10.743 gesunken. Dieser Rückgang ist auf der Aktivseite im Wesentlichen durch den Rückgang des Vorratsvermögens (TEUR 1.461) und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.127) zurückzuführen. Der Rückgang des Vorratsvermögens ist vornehmlich auf die rückläufigen Spatbestände zum 31.12.2020 in Verbindung mit gesunkenen Rohstoffpreisen zurückzuführen. Der Rückgang der Forderungen korreliert mit der Entwicklung der Umsatzerlöse. Das Zahlungsziel liegt mit 51 Tagen deutlich unterhalb des Vorjahres (56 Tage). Auf der Passivseite ist insbesondere die Verminderung des Eigenkapitals um TEUR 3.090 zu nennen. Das Anlagevermögen ist vollständig durch Eigenkapital gedeckt. Die Vermögens- und Kapitalstruktur ist weiterhin solide. Durch den erneuten Jahresfehlbetrag ist im Berichtsjahr das Eigenkapital erneut deutlich gesunken und beläuft sich auf TEUR 6.704. In Kombination mit der rückläufigen Bilanzsumme ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 62,4 % (Vorjahr 69,5 %). 2.4 Finanzlage Im Jahr 2020 sind aus der Gesellschaft aus laufender Geschäftstätigkeit Finanzmittel in Höhe von TEUR 933 zugeflossen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit der Gesellschaft hat sich im Jahr 2020 auf TEUR 235 belaufen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit liegt bei TEUR -966. Zum 31. Dezember 2020 hat sich der Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 570 im Vorjahresvergleich um TEUR 202 erhöht. 3. Risiko- und Chancenbericht 3.1 Risikobericht Dem Management von Risiken haben wir im Berichtszeitraum unverändert hohe Aufmerksamkeit geschenkt. Entsprechend den gesetzlichen Vorgaben haben wir ein Risikomanagement und Kontrollsystem eingerichtet, die jährlich hinsichtlich ihrer Wirksamkeit überprüft werden. Identifizierte Risiken wurden mit Maßnahmen zur Risikobegrenzung hinterlegt und deren Umsetzung laufend überwacht und der Geschäftsführung berichtet. In diesem Zusammenhang werden von der Gesellschaft u. a. folgende Risiken im Rahmen des Risikomanagements zeitnah beobachtet und bewertet:
Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen in EURO, sodass die Währungsrisiken gering sind. Zur Finanzierung der Gesellschaft sowie ihrer Tochterunternehmen stehen Kreditlinien bei Banken in ausreichender Höhe zur Verfügung. Unsere Gesellschaft ist bezüglich ihrer Finanzinstrumente, die im Geschäftsjahr 2020 im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände beinhalten, den allgemeinen Ausfallrisiken ausgesetzt. Diese werden durch ein Forderungsmanagementsystem gemindert, das eine laufende Überwachung der Forderungen beinhaltet. Kurz- bis mittelfristige Finanzmittelanlagen unterliegen dem üblichen Zinsänderungsrisiko. Konkrete Ausfallrisiken und wesentliche Auswirkungen auf die Ertragslage sind nicht erkennbar. Zur Reduzierung von Risiken im Zusammenhang mit der Covid-19 Pandemie hat die Gesellschaft umfangreiche Hygienemaßnahmen entsprechend der Vorgaben des Robert-Koch-Institutes umgesetzt. Dazu gehören die Organisation von Telearbeit-Arbeitsplätzen, soziale Distanzierungs- und Schutzmaßnahmen bis hin zur Maskenpflicht in den Firmengebäuden. 3.2 Chancenbericht Die Gesellschaft sieht in der Erweiterung der Wertschöpfungskette bei der Nutzung der Fluorsäure. Dies betrifft zum einen die Sicherstellung des Hauptrohstoffes Flussspat durch den Aufschluss des Bergwerkes der Phönix GmbH sowie der Möglichkeit der Investition in eine Schwefelsäureanlage. Zum anderen bestehen Chancen in der Weiterverarbeitung der Fluorsäure zu LIPF6, die ein Hauptbestandteil bei der Batterieherstellung und damit der Elektromobilität ist. 4. Prognosebericht 1. Voraussichtliche Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche Die deutsche Wirtschaft hat ein turbulentes Jahr 2020 hinter sich. Im Zuge der Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen kam es im zweiten Quartal zu einem historischen Einbruch der Wirtschaftsleistung in nahezu allen Sektoren der Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt ging im vergangenen Jahr um 5,0 Prozent zurück. Nach einer ersten schnellen Erholung kämpft sich die deutsche Wirtschaft nun allmählich wieder aus der Krise. Für das laufende Jahr rechnet die Bundesregierung mit einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,0 Prozent. Die Erwerbstätigkeit wird im Jahr 2021 voraussichtlich stagnieren, die Zahl der registrierten Arbeitslosen leicht zurückgehen. Die Wirtschaftsleistung vor der Krise dürfte erst zur Mitte des Jahres 2022 wieder erreicht werden. Die wirtschaftliche Entwicklung wird weiterhin maßgeblich vom Pandemieverlauf und von den Maßnahmen zur Eindämmung beeinflusst. Quelle: Jahreswirtschaftsbericht 2021 - BMWi Die Situation der Hersteller von anorganischen Grundstoffen und Chemikalien dürfte auch in den kommenden fünf Jahren angespannt bleiben. Für diesen Zeitraum ist nur mit einer schwachen Erholung der Branche vom Produktionseinbruch des Jahres 2020 zu rechnen, die sich in einem vergleichsweise geringen Umsatzwachstum von durchschnittlich 0,1 % pro Jahr manifestieren dürfte. Demnach wird sich der Branchenumsatz 2025 ebenso wie im aktuellen Jahr auf 6 Milliarden Euro belaufen. Die Gewinnmarge der Branche sollte sich im Verlauf der Periode wieder vergrößern und sich mittelfristig auf Vorkrisenniveau stabilisieren. Hintergrund der ambivalenten Branchenentwicklung ist die zunehmende Spezialisierung der deutschen Chemieindustrie im Kontext von Veränderungen der internationalen Arbeitsteilung in der Chemikalienproduktion. IBISWorld erwartet, dass die Bedeutung der Schwellenländer in der Produktion chemischer Commodities im kommenden Jahrzehnt weiter zunehmen wird und etablierte Chemiestandorte im langfristigen Trend auf komplexere und forschungsintensivere Chemikalien ausweichen werden, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Zwar ist die inländische Grundchemikalienproduktion aufgrund einiger Besonderheiten ihrer Struktur generell gut auf diese Herausforderung eingestellt, jedoch müssen die Branchenteilnehmer im Laufe der nächsten Jahre umfangreiche Investitionen in ihre Produktionsanlagen vornehmen, um die Bedeutung der anorganischen Basischemie im Inland auch für die Zukunft zu sichern. Deutschland zählt zu den wenigen Ländern, deren Chemieindustrie sowohl eine gut entwickelte Grundstoff- als auch eine ausgereifte Spezialchemie umfasst. Oft sind diese beiden Bereiche der chemischen Wertschöpfung untrennbar miteinander verbunden, weil bestimmte Branchenprodukte wie beispielsweise Chlor aufgrund ihrer hohen Reaktivität nur schlecht über größere Distanzen transportiert werden können. Die Produktion komplexerer Chemikalien für Chemiespezialitäten setzt daher zumeist auch eine lokale Versorgung mit einer Reihe wichtiger Grundchemikalien voraus. Quelle: IBIS World, Branchenreport C20.13 DE, Juni 2020 2. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Die Gesellschaft erwartet vornehmlich im 2. Halbjahr 2021 eine Erholung des Umsatzes auf das Niveau des 2. Halbjahres 2019. Die Gesellschaft wird die seit 2019 eingeleiteten vielfältigen Restrukturierungsmaßnahmen fortsetzen, sowie geplante Strukturwandelprojekte in Angriff nehmen. Die Gesellschaft plant ein Jahresüberschuss für 2021 in Höhe von 800 TEUR zu erzielen. Es wird ein Umsatz in Höhe von Mio. EUR 21,7 erwartet. Wesentliche Impulse für das Geschäft der Gesellschaft erwarten wir aus der steigenden Nachfrage nach Fluorsäure infolge der Verbindung mit dem zukunftsorientierten Produktportfolio der Automobilindustrie im Bereich der zur Batterieherstellung notwendigen Erzeugung von LIPF6. Die Gesellschaft hat eine Mittelfrist-Planung bis 2025 aufgestellt, die die langfristige Ertragskraft der Gesellschaft sicherstellen wird. Die Geschäftsführung geht daher für die kommenden Jahre vom Erreichen eines positiven Betriebsergebnisses aus. Kurzfristig können weitere Maßnahmen zur Kostensenkung zu erhöhten Sonderbelastungen führen. Auf Grund der wirtschaftlichen Verhältnisse ist der Fortbestand des Unternehmens gesichert. Bestandgefährdende Risiken bestehen nicht. Die zuvor beschriebenen Risiken sind aus gegenwärtiger Sicht beherrschbar.
Dohna, den 04. Juni 2021 gez. Thomas Leypold gez. Harald Werner BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft Firma: Fluorchemie Dohna GmbH Sitz: Dohna Registergericht: Amtsgericht Dresden, HRB 2368 Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes in den jeweils gültigen Fassungen aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Die Gesellschaft ist nach den in § 267 Abs. 2 HGB bezeichneten Größenmerkmalen als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen. Bei der Aufstellung des Anhangs wurden die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden größenabhängigen Erleichterungsvorschriften nach § 288 Abs. 2 HGB für die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen (§ 285 Nr. 4 HGB) und die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers (§ 285 Nr. 17 HGB) in Anspruch genommen. Die Angabe der Bezüge nach § 285 Nr. 9 Buchstaben a) und b) ist mit Hinweis auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB nicht erforderlich. Für die Verlustübernahme aus dem mit der Mitteldeutschen Fluorit GmbH, Illmenau, geschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag ist gemäß § 277 Abs. 3 Satz 2 HGB ein gesonderter Posten "Aufwendungen aus der Verlustübernahme" gebildet worden. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist nur eingeschränkt möglich. Aufgrund eines Gesellschafterwechsels haben sich die verbundenen Unternehmen verändert. Unter Anwendung der zum 31. Dezember 2020 bestehenden Gesellschaftsverhältnisse ergäben sich andere Vorjahreswerte. Die Quantifizierung findet sich im Abschnitt III. Angaben zur Bilanz. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Die Bilanzierung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände (EDV-Software) erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes, wobei voraussichtliche Nutzungsdauern zwischen 2 und 5 Jahren angenommen werden. Die Abschreibung erfolgt linear. Die Bilanzierung immaterieller Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten gekürzt um Anschaffungskostenminderungen und unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger linearer und degressiver Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die planmäßige Abschreibung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt linear. Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von über EUR 250,00 und unter EUR 1.000,00 EUR werden im Jahr des Zugangs in einen Sammelposten eingestellt und im Jahr der Anschaffung sowie in den vier Folgejahren zu einem Fünftel jeweils abgeschrieben. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten von bis zu EUR 250,00 werden direkt als Aufwand verrechnet. In den Herstellkosten von selbsterstellten Anlagen wurden neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten (§ 255 Abs.2 HGB) einbezogen. Sofern bei den Anlagegegenständen zum Abschlussstichtag von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Posten mit verminderter Marktgängigkeit wurden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen erfolgte zu den je nach Fertigstellungsgrad angefallenen Herstellungskosten. Die angesetzten Herstellungskosten enthalten die Fertigungs- und Materialgemeinkosten, die Sonderkosten der Fertigung, ferner angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die Kosten des Wertverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist (produktionsbezogene Vollkosten). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten werden für transitorische Ausgaben nach handelsrechtlichen Vorschriften gebildet. Als andere Gewinnrücklage wurden eine "freiwillige Gewinnrücklage" und eine zweckbestimmte "Gewinnrücklage" zur Erfüllung der Rentenverpflichtung für die Einziehung von Geschäftsanteilen passiviert. Zur Bewertung der Pensionsrückstellungen hat die Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 versicherungsmathematische Gutachten unter Berücksichtigung der nach dem Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) geltenden Bewertungsvorschriften für Pensionsrückstellungen nach der "Projected Unit Credit"-Methode erstellen lassen. Dabei wurde jeweils ein von der Bundesbank zum 31. Dezember 2020 veröffentlichter Zins (Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre) für eine Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 2,3% (im Vorjahr: 2,71%) zugrunde gelegt. Ferner wurden Rententrends von 1,5 % (im Vorjahr: 1,75%) angenommen sowie die "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck verwendet. In den Gutachten wurden auch die Unterschiedsbeträge nach § 253 Abs. 6 HGB ermittelt. Die Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. III. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel gesondert dargestellt. Dort werden auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres vermerkt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die 100%ige Beteiligung an der Firma Mitteldeutsche Fluorit GmbH mit Sitz in Gehren, gezeichnetes Kapital EUR 1.000.000,00; Eigenkapital am 31.12.2020 EUR 981.323,56; Jahresüberschuss 2020 EUR 0,00. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Unter den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr EUR 7.654,92) ausgewiesen. Unter Berücksichtigung der neuen Beteiligungsstruktur ergäbe sich ein Vorjahreswert von EUR 0,00. Eigenkapital Zum Abschlussstichtag bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von EUR 33.428,00 (Vorjahr TEUR 29). Diese entfallen auf die Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 HGB. Nach dieser Vorschrift ist der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren jährlich zu ermitteln. Dieser Unterschiedsbetrag entfällt ausschließlich auf die Bewertung der Pensionsverpflichtungen. Rückstellungen Unter den Rückstellungen werden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen EUR 361.138,00 (Vorjahr EUR 329.335,00) und sonstige Rückstellungen EUR 373.473,50 (Vorjahr EUR 621.913,00) ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Für die Pensionsverpflichtungen wurden keine Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Die Erfüllungsbeträge der abgezinsten Pensionsrückstellungen gem. § 253 HGB betragen EUR 361.138,00 (Vorjahr EUR 329.335,00) Sonstige Rückstellungen Die "sonstigen Rückstellungen" setzen sich wie folgt zusammen:
IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Sachverhalte in Höhe von TEUR 106. Diese umfassen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 89. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 268,96 (Vorjahr 5.381,75). Der Aufwand für Altersversorgung in Höhe von EUR 46.290,07 (Vorjahr EUR 49.302,39) wird im Personalaufwand in den soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten außergewöhnliche Aufwendungen aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen in Höhe von TEUR 100. Ebenso sind die Rechts- und Beratungskosten im Geschäftsjahr aufgrund diverser Beratungs- und Restrukturierungsprojekte über dem Vorjahresniveau. Die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen Fremdwährungsverluste belaufen sich auf EUR 1.019,45 (Vorjahr EUR 1.013,26). V. sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet aus einem Aval-Rahmenkreditvertrag mit der Sparkasse im Landkreis Schwandorf vom 14. November 2019 gesamtschuldnerisch. Die Höhe sämtlicher gezogener Kredite aus dem Aval-Rahmenkreditvertrag für Geschäftskredite mit der Sparkasse im Landkreis Schwandorf betrug am 31. Dezember 2020 TEUR 100 (Vorjahr TEUR 100), davon TEUR 100 (Vorjahr TEUR 100) aus Bürgschaft. Die Gesellschaft haftet aus dem Gruppendarlehensrahmenvertrag mit der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, vom 08. Oktober 2019 gesamtschuldnerisch. Die Höhe sämtlicher gezogener Kredite aus dem Gruppendarlehensrahmenvertrag mit der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, betrug am 31. Dezember 2020 TEUR 1.420 (Vorjahr TEUR 1.349), davon TEUR 349 (Vorjahr TEUR 349) aus Bürgschaften. Die Gesellschaft haftet aus dem Universalvertrag für Geschäftskredite mit der Ostsächsische Sparkasse, Dresden, vom 27. Mai 2013 gesamtschuldnerisch. Die Höhe sämtlicher gezogener Kredite aus dem Universalvertrag für Geschäftskredite mit der Ostsächsische Sparkasse, Dresden, betrug am 31. Dezember 2020 EUR 0,00 (Vorjahr EUR 0,00). Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der oben genannten gesamtschuldnerischen Haftungsverhältnisse (Gewährleistungsverträge) schätzen wir aufgrund der Valutierung und der derzeitigen Liquiditätslage der Gesellschaften als unwahrscheinlich an. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen von rd. TEUR 552 (davon TEUR 435 innerhalb eines Jahres fällig). Unternehmensorgane Geschäftsführer waren während des Geschäftsjahres 2020: Herr Dipl. Ingenieur Harald Werner, Techniker, Pirna Herr Holger Langer, Ingenieur, Stadtilm (seit 16. Dezember 2019 bis 04. Juni 2021) Herr Dipl. Ingenieur Axel Paradies, Techniker (seit 7. Dezember 2020 bis 04. Juni 2021) Bezüge der Geschäftsführung Bezüglich der Bezüge der Geschäftsführung macht die Gesellschaft von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Mitarbeiter Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl betrug im Geschäftsjahr 75 Personen (Vorjahr: 78) davon entfallen 48 Personen (Vorjahr 51) auf gewerbliche Mitarbeiter sowie 27 (Vorjahr: 28) auf Angestellte. Die Geschäftsführer sowie die Auszubildenden 6 (Vorjahr: 7) wurden nicht berücksichtigt (§ 285 Nr. 7 HGB). Nachtragsbericht Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken, sind nicht eingetreten. Die der Coronakrise geschuldeten Unsicherheiten sind im Lagebericht entsprechend adressiert.
Dohna, den 04. Juni 2021 gez. Thomas Leypold gez. Harald Werner Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 04.06.2021 festgestellt. In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: BestätigungsvermerkAn die Fluorchemie Dohna GmbH, DohnaPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Fluorchemie Dohna GmbH, Dohna, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fluorchemie Dohna GmbH, Dohna, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Offenbach am Main, den 04. Juni 2021 HaackSchubert
GmbH
Hartmut W. Schubert, Wirtschaftsprüfer Benedikt Barkey, Wirtschaftsprüfer |
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