Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 738509
Eingetragen
18.12.2020
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Der Erwerb, das Halten und die Veräußerung von Beteiligungen und sonstigem eigenen Vermögen im eigenen Namen und für eigene Rechnung, die Leitung und Führung von verbundenen Unternehmen als sog. Funktionsholding sowie die entgeltliche und unentgeltliche Erbringung von administrativen, kaufmännischen und technischen Dienstleistungen sowie Managementleistungen gegenüber verbundenen Unternehmen oder Dritten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Raphael Stange
seit 13.4.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
33.336 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

marbis AcquiCo GmbH

Karlsruhe

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die marbis AcquiCo GmbH, Karlsruhe

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der marbis AcquiCo GmbH, Karlsruhe, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der marbis AcquiCo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 29. Juni 2023

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Gez. Ralf Bierent, Wirtschaftsprüfer

KONZERN-BILANZ zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 67.694,00 12
2. Geschäfts- oder Firmenwert 83.324.952,03 93.300
83.392.646,03 (93.312)
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.288.241,54 4.645
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 45.406,77 14
6.333.648,31 (4.659)
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 50.000,00 50
89.776.294,34 (98.021)
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Geleistete Anzahlungen 37.023,83 45
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 912.091,33 323
2. Forderungen gegen Gesellschafter 35,00 0
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.290.544,88 1.271
2.202.671,21 (1.594)
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.132.524,16 2.553
3.372.219,20 (4.192)
C. Rechnungsabgrenzungsposten 459.809,30 233
93.608.322,84 102.446

PASSIVA

Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 33.336,00 33
II. Kapitalrücklage 39.800.000,00 39.800
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 200.065,29 8
IV. Verlustvortrag -5.309.685,67 -3
V. Konzernjahresfehlbetrag -5.059.351,52 -5.306
29.664.364,10 (34.532)
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 892.141,68 13
2. Sonstige Rückstellungen 249.115,16 193
1.141.256,84 (206)
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 53.556.106,06 58.053
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.289.326,21 1.407
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.179.176,49 1.241
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 5.100.833,29 5.007
5. Sonstige Verbindlichkeiten 552.361,27 790
davon: 61.677.803,32 (66.498)
- aus Steuern: € 358.192,20 (Vorjahr: T€ 299)
- im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 19.651,30 (Vorjahr: T€ 15)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.124.898,58 1.210
93.608.322,84 102.446

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für 2022

Vorjahr (31.1. bis 31.12.2021)
T€
1. Umsatzerlöse 46.153.897,64 23.284
2. Sonstige betriebliche Erträge 792.236,62 204
- davon aus der Währungsumrechnung: € 82.842,51 (Vorjahr: T€ 162)
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -17.439.854,06 -5.779
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.739.613,62 -3.154
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.264.299,47 -686
- davon für Altersversorgung: € 31.128,51 (Vorjahr: T€ 50) -8.003.913,09 (-3.840)
5. Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen -13.851.600,51 -9.328
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -9.046.784,22 -7.222
- davon aus der Währungsumrechnung € 202.550,52 (Vorjahr: T€ 83)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.290,03 0
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.565.479,77 -1.099
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.038.944,11 -1.501
10. Ergebnis nach Steuern -4.998.151,47 -5.281
11. Sonstige Steuern -61.200,05 -25
12. Konzernjahresfehlbetrag -5.059.351,52 -5.306

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Periodenergebnis -5.059.351,52
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 13.851.600,51
+ / - Zunahme/Abnahme der sonstigen Rückstellungen 56.128,16
+ / - Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen /Erträge 15.716,48
- / + Zunahme /Abnahme der Vorräte -7.858,24
- / + Zunahme /Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -588.513,44
- / + Zunahme / Abnahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -246.593,04
+ / - Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -61.976,13
+ / - Zunahme/Abnahme anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -440.241,20
+ Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 19.548,78
+ / - Zinsaufwendungen/Zinserträge 2.563.189,74
+ / - Ertragsteueraufwand / Ertragsteuerertrag 1.038.944,11
- / + Ertragsteuerzahlungen / Ertragsteuererstattungen -159.821,66
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 10.980.772,55
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -78.347,50
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -5.548.644,57
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -5.626.992,07
+ / - Einzahlungen /Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter -35,00
- Auszahlung aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -5.619.712,98
+ Erhaltene Zinsen 2.290,03
- Gezahlte Zinsen -2.464.170,60
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -8.081.628,55
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe der Cashflows) -2.727.848,07
Zahlungsunwirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Währungsumrechnung) 191.628,47
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 2.553.288,33
Finanzmittelfonds am Ende der Periode * 17.068,73

* Der Finanzmittelfonds beinhaltet:

Zahlungsmittel (Kassenbestand & Guthaben bei Kreditinstituten) 1.132.524,16
Kontokorrentverbindlichkeiten zur kurzfristigen Disposition -1.115.455,43

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Kapitalposten Stand zum 31.12.2021 Umgliederung 2022 Konzernperiodenergebnis 2022 Stand zum 31.12.2022
Gezeichnetes Kapital 33.336,00 0,00 0,00 33.336,00
Kapitalrücklage 39.800.000,00 0,00 0,00 39.800.000,00
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 8.436,82 0,00 191.628,47 200.065,29
Verlustvortrag -3.450,00 -5.306.235,67 0,00 -5.309.685,67
Konzernjahresfehlbetrag -5.306.235,67 5.306.235,67 -5.059.351,52 -5.059.351,52
Summen 34.532.087,15 0,00 -4.867.723,05 29.664.364,10

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

zum Konzernabschluss der marbis AcquiCo GmbH, Karlsruhe

A. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die marbis AcquiCo GmbH hat ihren Sitz in Karlsruhe (Registergericht: Amtsgericht Mannheim, Eintragungsnummer: HRB 738509).

Der Konzernabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts (§§ 290 ff. HGB) und unter Beachtung der vom DRSC festgelegten deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) aufgestellt.

Der Konzernabschluss der marbis AcquiCo GmbH besteht aus Konzern-Bilanz, Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern- Eigenkapitalspiegel sowie dem Konzernanhang und dem Konzernlagebericht.

Der Konzernabschluss wird in EUR, der Landeswährung der Muttergesellschaft, aufgestellt.

B. Angaben zum Konsoliderungskreis

Unternehmen, bei denen die marbis AcquiCo GmbH die einheitliche Leitung ausübt, weil sie direkt oder indirekt mehrheitlich beteiligt ist oder weil diese Unternehmen in eine einheitliche Geschäftspolitik integriert waren, wurden in den Konzernabschluss nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung gemäß §§ 300 ff. HGB einbezogen.

Beteiligungsquote Zeitpunkt der Erstkonsolidierung
in %
marbis GmbH, Karlsruhe 100% 31.01.2021
marbis / Nitrado USA Inc., Reno (USA) 100% 31.01.2021
Apex Hosting LLC, Sarasota (USA) 100% 30.11.2021
MCPro Hosting LLC, Cheyenne (USA) 100% 31.12.2021

Der Stichtag für den Konzernabschluss ist der 31. Dezember 2022. Auf diesen Stichtag wurden auch die Einzelabschlüsse der einbezogenen Unternehmen aufgestellt.

Die Konzerngesellschaften marbis AquiCo GmbH und marbis GmbH machen im Berichtsjahr von den Befreiungsvorschriften des § 264 Absatz 3 HGB keinen Gebrauch. Die Einzelabschlüsse der Gesellschaften werden im Unternehmensregister veröffentlicht.

C. Angaben zu den Konsolidierungsgrundsätzen, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie zur Währungsumrechnung

1. Konsolidierungsmethoden

Die marbis AcquiCo GmbH, Karlsruhe, ist gemäß § 293 HGB von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit. Zum 31. Dezember 2022 stellt die marbis AcquiCo GmbH, Karlsruhe, freiwillig einen Konzernabschluss, bestehend aus Konzern-Bilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalspiegel sowie dem Konzernanhang und dem Konzernlagebericht auf.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode. Der Ansatz des neubewerteten Eigenkapitals erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 HGB mit dem Betrag, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung entspricht.

2. Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung

In der Konzernbilanz sind die aktiven Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung der Tochtergesellschaften enthalten. Im Rahmen der Kaufpreisallokationen wurden keine stillen Reserven bzw. Lasten identifiziert. Daher erfolgte die Zurechnung vollständig zum Geschäfts- oder Firmenwert.

Die Abschreibung erfolgt gemäß § 253 Abs. 3 S. 3 und 4 HGB über 10 Jahre (insgesamt 9.975 TEUR für 2022).

3. Grundlagen der Währungsumrechnung

Für Fremdwährungsbeträge bei Vermögensgegenständen und Schulden sowie der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt die Umrechnung grundsätzlich zu dem Kurs am Tag der Erstverbuchung.

Die in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse der marbis / Nitrado USA Inc., Apex Hosting LLC und MCPro Hosting LLC wurden zum Bilanzstichtag wie folgt umgerechnet: Das Eigenkapital wurde mit den historischen Stichtagskursen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung angesetzt, die weiteren Bilanzposten mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag sowie die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres 2022. Die Währungskurse basieren auf den von der Deutschen Bundesbank in der Wechselkursstatistik veröffentlichten Stichtags- und Durchschnittskursen. Differenzen aus dieser Umrechnung hinsichtlich der Bilanz sind erfolgsneutral im Eigenkapital abgebildet. Differenzen hinsichtlich der Gewinn- und Verlustrechnung werden erfolgswirksam gesondert unter den "sonstigen betrieblichen Erträgen" bzw. "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" ausgewiesen.

4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts für Kapitalgesellschaften nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Der Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich aus der Erstkonsolidierung der erworbenen Tochtergesellschaften und wird zeitanteilig über 10 Jahre abgeschrieben.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich linearer planmäßiger Abschreibungen über die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Dabei werden Server und Switches über eine Nutzungsdauer von 3 Jahren, Betriebs- und Geschäftsausstattung über 5-13 Jahre und Softwarelizenzen über 7 Jahre abgeschrieben.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Euroreferenzkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter den Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Vermögensgegenstände bis 800,00 EUR werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Soweit notwendig, wird der niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Es waren keine Einzelwertberichtigungen notwendig.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Steuerrückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung. Sie werden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Aktive latente Steuern auf den Verlustvortrag wurden mangels Inanspruchnahme gemäß § 274 Absatz 1 HGB nicht angesetzt.

D. Sonstige Angaben zu den einzelnen Posten der Konzern-Bilanz und der Konzern-GuV

1. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Vorräte

Die Vorräte in Höhe von 37 TEUR beinhalten geleistete Anzahlungen für Dienstleistungen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 912 TEUR (Vorjahr: 323 TEUR) haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegen die Gesellschafterin betreffen vollständig Forderungen gegen verbundene Unternehmen und beinhalten ausschließlich sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände betragen insgesamt 1.291 TEUR (Vorjahr: 1.271 TEUR), wovon 71 TEUR (Vorjahr: 60 TEUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Mietvorauszahlungen, Lizenzgebühren sowie Zahlungen für Serviceverträge.

Eigenkapital

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals im Geschäftsjahr ist im Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 249 TEUR (Vorjahr: 193 TEUR) beinhalten Urlaubsrückstellungen, Rückstellungen für Abschluss und Prüfung, Rückstellungen für Aufbewahrungspflichten und Rückstellungen für Beratungskosten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Restlaufzeiten sind dem als Anlage zum Anhang beigefügten Konzern-Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen. Die Verbindlichkeiten enthalten keine antizipativen Verbindlichkeiten, die zum Abschlussstichtag noch nicht rechtlich entstanden sind. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich vollständig um Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und um langfristige Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin marbis HoldCo GmbH, Berlin.

2. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr

Aufgrund der jeweiligen Zeitpunkte der erstmaligen Einbeziehung der Konzerngesellschaften in den Konzernabschluss zum 31.12.2021, sind die Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung 2022 nicht mit den Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung 2021 vergleichbar. Die Erstkonsolidierung der marbis GmbH und der marbis / Nitrado USA Inc. erfolgte zum 31.1.2021, die Erstkonsolidierung der APEX Hosting LLC erfolgte zum 30.11.2021 und die Erstkonsolidierung der MCPro Hosting LLC erfolgte zum 31.12.2021. Die Umsatzerlöse und das EBITDA des Jahres 2021 sind daher zur Vergleichbarkeit auf volle 12 Monate umgerechnet worden:

Kennzahl 2021 2021 2021 2022 Veränderung
gemäß Konzern-GuV Ergänzung auf 12 Monate volles Jahr
in Mio. EUR in Mio. EUR in Mio. EUR in Mio. EUR in Mio. EUR
Umsatzerlöse 23,284 17,265 40,549 46,154 5,605
EBITDA 6,622 3,681 10,303 12,394 2,091

Umsatzerlöse

Die in Deutschland erzielten Umsatzerlöse betragen 5,850 Mio. EUR (Vorjahr: 5,124 Mio. EUR). Umsätze in Höhe von 40,304 Mio. EUR (Vorjahr: 18,160 Mio. EUR) wurden außerhalb Deutschlands erzielt. Der Direktvertrieb an den Endverbraucher beträgt 41,301 Mio. EUR (Vorjahr: 19,695 Mio. EUR). Die Umsatzerlöse mit Geschäftskunden betragen 4,853 Mio. EUR (Vorjahr: 3,589 Mio. EUR).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 9.047 TEUR beinhalten Marketingauf-wendungen in Höhe von 3.653 TEUR (Vorjahr: 924 TEUR), Aufwendungen für Beratungsleistungen in Höhe von 2.082 TEUR (Vorjahr: 2.746 TEUR) und Kosten für Zahlungsdienstleister in Höhe von 1.381 TEUR (Vorjahr: 1.289 TEUR).

E. Sonstige Pflichtangaben

1. Größter und kleinster Konsolidierungskreis

Die marbis HoldCo GmbH mit Sitz in Karlsruhe, eingetragen in das HRB 738521 beim Amtsgericht Mannheim ist die Gesellschafterin der marbis AcquiCo GmbH und stellt zugleich das Mutterunternehmen für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen dar. Eine Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses besteht auf Ebene der marbis HoldCo GmbH für das Geschäftsjahr 2022 nicht. Sie stellt auch keinen Konzernabschluss auf freiwilliger Basis auf.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Leasing-, Miet- und Pachtverträgen belaufen sich inklusive Umsatzsteuer auf 656 TEUR (Mietvertrag mit Laufzeit bis 2026).

Darüber hinaus kann sich aus dem Erwerb der Apex Hosting LLC, Sarasota (USA), eine Earn-Out-Verpflichtung für die Jahre 2023 und 2024 ergeben (max. 10 Mio. EUR), sofern bestimmte Unternehmensziele erreicht werden. Wir gehen derzeitig davon aus, dass die Bedingungen zum Eintritt dieser Verpflichtungen nicht vorliegen werden.

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB.

3. Angabe zu Genussscheinen

Die marbis AquiCo GmbH hat am Bilanzstichtag 2 Genussscheine über jeweils 500 TEUR (Vorjahr analog) ausgegeben. Die Genussscheine berechtigen zu Zahlungen aus dem Gewinn und sind im Posten Verbindlichkeiten enthalten. Für das Geschäftsjahr zu erwartende Verpflichtungen aus den Genussscheinen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten.

4. Honorare des Konzernabschlussprüfers

2022 2021
in TEUR In TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 48 35
sonstige Leistungen 0 75
Summe 48 110

5. Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2022 waren ohne Berücksichtigung von Auszubildenden und Geschäftsführern im Durchschnitt 98 Mitarbeiter (Vorjahr: 88 Mitarbeiter) beschäftigt.

6. Mitglieder der Geschäftsführung

Marcel Bößendörfer, CEO, einzelvertretungsberechtigt (bis 13.4.2023)

Raphael Stange, CEO, einzelvertretungsberechtigt (ab 13.4.2023)

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird die Schutzklausel des § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB in Anspruch genommen.

7. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Das Jahresergebnis soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

8. Erläuterung Steuerergebnis Ertragsteuern

Aufgrund folgender Sachverhalte enthält die Gewinn- und Verlustrechnung im Geschäftsjahr 2022 trotz eines Konzernverlustes Steueraufwand:

Die Apex Hosting LLC erzielte im Geschäftsjahr 2021 einen Vorsteuergewinn in Höhe von 5.232.847,46 EUR woraus eine Steuerschuld in Höhe von 1.038.944,11 EUR resultierte.

9. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorfälle von besonderer Bedeutung eingetreten.

Der in 2023 eingetretene Anstieg der Inflation entfaltet auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns keine wesentlichen Auswirkungen, da entsprechende Preisanpassungen vorgenommen wurden und, wenn notwendig, auch in Zukunft vorgenommen werden.

 

Karlsruhe, 29. Juni 2023

Raphael Stange, Geschäftsführer

Anlagenspiegel zum 31.12.2022

marbis AcquiCo GmbH, Karlsruhe

Anschaffungs-, Herstellungskosten
01.01.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.926,44 78.347,50 0,00 95.273,94
2. Geschäfts- oder Firmenwert 99.746.789,06 0,00 0,00 99.746.789,06
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 99.763.715,50 78.347,50 0,00 99.842.063,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.190.636,39 5.517.557,13 547.427,17 12.160.766,35
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 108.587,06 31.087,44 0,00 139.674,50
Summe Sachanlagen 7.299.223,45 5.548.644,57 547.427,17 12.300.440,85
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 50.000,00 0,00 0,00 50.000,00
Summe Finanzanlagen 50.000,00 0,00 0,00 50.000,00
107.112.938,95 5.626.992,07 547.427,17 112.192.503,85
Anschaffungs-, Herstellungskosten
kumulierte Abschreibung 01.01.2022 Abschreibung im G J Abschreibung auf Abgänge im G J Abschreibungen bis 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.237,44 22.342,50 0,00 27.579,94
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.447.158,15 9.974.678,88 0,00 16.421.837,03
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 6.452.395,59 9.997.021,38 0,00 16.449.416,97
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.545.824,07 3.854.579,13 527.878,39 5.872.524,81
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 94.267,73 0,00 0,00 94.267,73
Summe Sachanlagen 2.640.091,80 3.854.579,13 527.878,39 5.966.792,54
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
9.092.487,39 13.851.600,51 527.878,39 22.416.209,51
Buchwert Buchwert
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 67.694,00 11.689,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 83.324.952,03 93.299.630,91
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 83.392.646,03 93.311.319,91
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.288.241,54 4.644.812,32
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 45.406,77 14.319,33
Summe Sachanlagen 6.333.648,31 4.659.131,65
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 50.000,00 50.000,00
Summe Finanzanlagen 50.000,00 50.000,00
89.776.294,34 98.020.451,56

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2022

marbis AcquiCo GmbH, Karlsruhe

Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr Verbindlichkeiten größer 1 Jahr davon Verbindlichkeiten zwischen 2 und 5 Jahren davon Verbindlichkeiten größer 5 Jahre Gesamtbetrag 31.12.2022 davon gesichert
T€ T€ T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.743,11 46.813,00 46.813,00 0,00 53.556,11 53.556,11
(VJ: 5.620,40) (VJ: 52.433,00) (VJ: 22.226,50) (VJ: 30.206,50) (VJ: 58.053,40) (VJ: 58.053,00)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.289,33 - - - 1.289,33 -
(VJ: 1.407,25) (VJ: 1.407,25)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.179,18 - - - 1.179,18 -
(VJ: 1.241,15) (VJ: 1.241,15)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 100,83 5.000,00 - 5.000,00 5.100,83 -
(VJ: 6,48) (VJ: 5.000,00) (VJ: 5.000,00) (VJ: 5.006,48)
Sonstige Verbindlichkeiten 552,36 - - - 552,36 136,94
(VJ: 315,45) (VJ: 473,98) (VJ: 473,98) (VJ: 789,43) (VJ: 473,98)
davon aus Steuern 358,19 - - - 358,19 -
(VJ: 299,36) (VJ: 299,36)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 19,65 - - - 19,65 -
(VJ: 14,66) (VJ: 14,66)

Die gesicherten Verbindlichkeiten sind mit verschiedenen dinglichen Sicherungsinstrumenten (Forderungsabtretung, Pfandrechte, Server im Rechenzentrum Frankfurt) versehen.

Konzernlagebericht zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022

A. Grundlagen des Konzerns

Die marbis Gruppe ist ein Anbieter im Bereich dediziertem Gameserver-Hosting. Das Unternehmen ermöglicht Endverbrauchern Spiele wie Minecraft oder ARK Survival Evolved auf privaten Servern zu spielen. Dies erlaubt es den Gamern auf der ganzen Welt zusammen zu spielen und ist somit wichtiger Bestandteil des Erfolgs der Spiele.

Zudem kooperiert das Unternehmen mit Spieleentwicklerstudios und unterstützt diese beim Anbieten von Servern für den Multiplayer-Bereich.

Der Zusammenschluss der 3 Marken Nitrado, Apex Hosting und MCProHosting, der im Jahr 2021 erfolgreich durchgeführt wurde, macht die Gruppe zu einem führenden Unternehmen im dedizierten Gameserver-Hosting Bereich. Nitrado schaut auf eine 20-jährige erfolgreiche Geschichte voller zufriedener Kunden auf der ganzen Welt zurück, die sich an mehr als 100 Spielen erfreuen. Apex Hosting und MCProHosting sind Marken mit Fokus auf Minecraft-Server Hosting im englischsprachigen Raum.

Die marbis Gruppe unterhält wesentliche Serverstandorte in Frankfurt am Main, New York und Los Angeles. Die Verwaltung erfolgt am Sitz in Karlsruhe sowie in Berlin.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 1

Viele verschiedene Faktoren prägten die Wirtschaft des Jahres 2022. Die Corona-Schutzvorkehrungen wurden weitestgehend aufgelöst, wodurch Dienstleister und der private Konsum einen merklichen Aufschwung erhielten. Demgegenüber standen die Auswirkungen des Ukrainekriegs, der erhöhten Strompreise sowie der weltweiten Lieferengpässe. Im Laufe der zweiten Jahreshälfte konnten die starke Strompreissteigerung eingedämmt sowie die Lieferengpässe reduziert werden.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im wichtigsten Markt Deutschland in 2022 um 1,9% im Vergleich zum Vorjahr und konnte sich trotz der schwierigen Umstände gut entwickeln. Die USA verzeichneten ein BIP Wachstum in 2022 von rund 2,1% 2.

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html
2 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/14558/umfrage/wachstum-des-bruttoinlandsprodukts-in-den-usa/

II. Branchebezogene Rahmenbedingungen

Der globale Gaming Markt musste nach mehreren Jahren des Aufschwungs in 2022 erstmals einen Rückgang um 4,3% im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen und betrug 184,4 Milliarden US-Dollar. 3 Der deutsche Gaming-Markt wuchs im gleichen Zeitraum leicht um 1% auf 9,756 Milliarden EUR an. 4 Der positive Einfluss des Lockdowns während der Corona-Pandemie hat sich eingestellt und Inflations- und Konjunktursorgen sowie geringere Spielzeiten dämmten den starken Aufschwung im Gamingmarkt der letzten Jahre ein.

3 Newzoo Global Games Market Report 2022
4 https://www.game.de/deutscher-games-markt-stabilisiert-sich-auf-hohem-niveau/

III. Entwicklung der Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2022 erwirtschaftete die Gruppe einen Umsatzerlös in Höhe von 46,2 Mio. EUR und konnte damit die Erwartungen gegenüber der Planung (45,2 Mio. EUR) übertreffen. Gegenüber Vorjahr wurden die Umsatzerlöse um 98% gesteigert und somit nahezu verdoppelt. Dies gelang vor allem dadurch, dass in 2022 der Umsatz aller Tochtergesellschaften über 12 Monate einbezogen werden konnte. Bereinigt um diesen Sondereffekt ergibt sich für den Konzern im Jahr 2022 eine Umsatzsteigerung von 5,6 Mio. EUR (13,8%).

Die Materialkosten betragen im Geschäftsjahr 2022 rund 17,4 Mio. EUR und beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für den laufenden Betrieb der Server, wie etwa Standortmiete oder Strom- und Instandhaltungskosten. Der Anstieg der Kosten ist zum einen auf die in 2022 zum ersten Mal vollständig konsolidierten Kosten der Tochtergesellschaften zurückzuführen. Zum anderen ist der Anstieg auf den erhöhten Serverbedarf aufgrund des gestiegenen Umsatzes, der Neueinführung des Standortes Dallas sowie der Erweiterung mehrerer Serverlocations zurückzuführen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 9,0 Mio. EUR sind vor allem durch Kosten für Zahlungsdienstleister (1,3 Mio. EUR), Beratungsleistungen (3,3 Mio. EUR) und Marketing (3,9 Mio. EUR) entstanden. Die deutliche Erhöhung der Kosten um ca. 1,8 Mio. EUR gegenüber Vorjahr ist auch hier auf die Integration der Tochtergesellschaften über 12 Monate zurückzuführen, was einem Effekt von rund 2,5 Mio. EUR entspricht. Als gegenläufiger Effekt konnten Einmaleffekte für Konsolidierungskosten, die in 2021 in Höhe von ca. 1,7 Mio. EUR anfielen, in 2022 eingespart werden.

Die Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2022 ein EBITDA von 12,4 Mio. EUR, welches wesentlich unter der Planung von 18,1 Mio. EUR liegt. Die begründet sich hauptsächlich mit dem Anstieg der Material- und Personalaufwendung. Gegenüber dem Vorjahr mit 10,3 Mio. EUR (aggregiert auf 12 Monate), konnte eine deutliche Steigerung erreicht werden.

IV. Entwicklung der Finanzlage

1. Kapitalstruktur

Die Kapitalstruktur per 31.12.2022 stellt sich im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr zusammenfassend wie folgt dar:

Stand zum 31.12.2022 Stand zum 1.1.2022 Veränderung
in TEUR in TEUR in TEUR
Eigenkapital 29.664 34.532 -4.868
Fremdkapital 63.944 67.914 -3.973
davon langfristig 51.813 57.907 -6.094
davon kurzfristig 12.131 10.007 +2.124
Bilanzsumme 93.608 102.446 -8.838

Die unter der Vermögenslage dargestellten langfristigen Bankdarlehen, die zur Finanzierung der Akquisitionen im Jahr 2021 aufgenommen wurden, valutieren per 31.12.2022 mit 52,4 Mio. EUR und somit rund 5,6 Mio. EUR niedriger als 2021, was auf planmäßige Tilgungsleistungen zurückzuführen ist. Gegenläufig wirkten sich die Inanspruchnahme von kurzfristigen Kontokorrentlinien in Höhe von 1,1 Mio. EUR sowie der Anstieg der Steuerrückstellung in Höhe von 879 TEUR aus.

Die Veränderung im Eigenkapital ist im Wesentlichen durch das Konzernergebnis 2022 beeinflusst. Die Eigenkapitalquote im Geschäftsjahr 2022 betrug 32% und liegt damit 2% unter Vorjahr.

2. Liquidität

Das Guthaben bei Kreditinstituten lag zum Bilanzstichtag bei 1,1 Mio. EUR. Zum Jahresende 2022 wurde ein Kontokorrentkredit bzw. Konsortialrahmenkredit in Höhe von 1,1 Mio. EUR in Anspruch genommen. Damit belaufen sich die verfügbaren Finanzmittel zum Bilanzstichtag auf rund 17 TEUR. Ungenutzte Linien bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 0,9 Mio. EUR.

Die Konzernunternehmen waren jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Im Geschäftsjahr 2022 beträgt der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 11,0 Mio. EUR, was hauptsächlich auf das operative Ergebnis vor Abschreibungen zurückzuführen ist.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt -5,6 Mio. EUR und ist im Wesentlichen bedingt durch die notwendigen Investitionen in neue Serverinfrastruktur (5,5 Mio. EUR).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf -8,1 Mio. EUR und resultiert überwiegend aus der Tilgung der Finanzierungsdarlehen (5,6 Mio. EUR), sowie die für die Darlehen anfallenden Zinsen (2,5 Mio. EUR).

V. Entwicklung der Vermögenslage

Das langfristig gebundene Vermögen ist gegenüber dem Vorjahr um 8,2 Mio. EUR gesunken, was im Wesentlichen auf die planmäßigen Abschreibungen der Geschäfts- oder Firmenwerte zurückzuführen ist. Die Geschäfts- oder Firmenwerte, die im Jahr 2021 durch die Unternehmenszusammenschlüsse in die Bilanz aufgenommen wurden, sind mit rund 83,3 Mio. EUR der größte Vermögensposten. Zum Bilanzstichtag entfallen rund 89% der Bilanzsumme auf die Geschäfts- oder Firmenwerte.

Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögensgegenstände erfolgten im Berichtsjahr in Höhe von 5,6 Mio. EUR.

Die kurzfristigen Vermögenswerte sanken im Jahr 2022 von 4,4 Mio. EUR auf 3,8 Mio. EUR, was hauptsächlich der Nutzung liquider Mittel geschuldet war.

Insgesamt verminderte sich das Konzernvermögen von 102,4 Mio. Euro auf 93,6 Mio. EUR.

VI. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung werden im Geschäftsjahr insbesondere die folgenden Kennzahlen herangezogen:

Umsatz

EBITDA

Die bedeutsamen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren sind die Arbeitnehmerbelange (Mitarbeiterzufriedenheit und Weiterentwicklungsmöglichkeiten) und die Nutzerzahlen. Sowohl die Zufriedenheit der Arbeitnehmer als auch die Entwicklung der Nutzerzahlen wird als sehr gut beurteilt.

VII. Gesamtaussage zur Lageentwicklung

Das Umsatzziel konnte im Geschäftsjahr 2022 erreicht werden. Viele Produktverbesserungen, eine äußerst erfolgreiche Marketing-Strategie sowie ein günstiges Marktumfeld ermöglichten die gute Performance beim Umsatz. Das angestrebte EBITDA konnte aufgrund höherer Kosten für Serverinfrastruktur, sowie gestiegener Personalkosten nicht erreicht werden und lag mit rund 5,9 Mio. EUR deutlich unter Plan.

Die wirtschaftliche Lage des Konzerns wird zum Jahresende als stabil beurteilt. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren (Arbeitnehmerbelange und die Nutzerzahlen) werden als sehr gut beurteilt.

Das negative Konzernjahresergebnis (-5,1 Mio. EUR) ist im Wesentlichen auf die Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwerts infolge der Akquisitionen, als auch auf die hohen Zinsaufwendungen zurückzuführen.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

I. Chancen- und Risikobericht

1. Chancen

Produktentwicklung - Die Konzerngruppe besitzt eine umfangreiche technische Expertise und zeichnet sich daher durch ihre hohe Innovationskraft aus. Die konstante Weiterentwicklung des Produktes stellt eine gute Möglichkeit dar, sich noch mehr von ihren Wettbewerbern abzusetzen und neue Kunden sowie Marktsegmente zu erschließen.

Strategische Partnerschaften - Die marbis Gruppe pflegt ein großes weltweites Netzwerk von Spieleentwicklern. Durch den ständigen Austausch bieten sich Möglichkeiten zu einer engen, für beide Seiten vorteilhaften und lukrativen, Kooperation.

Vertrieb - Der Marketing-Bereich der marbis Gruppe befindet sich weiterhin im Aufbau und birgt hohe Wachstumschancen durch eine gezieltere Ansprache von Spielern und der weiteren Stärkung der Bekanntheit der Marken Nitrado, Apex Hosting und MCPro Hosting.

Gesamtwirtschaftliche Chancen - Die marbis Gruppe geht von einer positiven Entwicklung der Branche aus und schätzt die Chance der Partizipation des Branchenwachstums als vielversprechend ein. Gaming wird in der Gesellschaft immer akzeptierter und etablierter, wodurch die Spieleranzahl stetig wächst.

Die wesentlichen Chancen bestehen in der Gewinnung weiterer Marktanteile durch Produktinnovationen und Marketing.

2. Risiken

Im Folgenden erfolgt eine Darstellung der Risikoeinschätzung des Unternehmens:

Wettbewerb - Der Wettbewerb mit anderen Marktteilnehmern stellt grundsätzlich ein Verlustrisiko von Marktanteilen dar. Durch die starke Marktposition der Unternehmen der Gruppe mit dem hohen Bekanntheitsgrad der Marken ist es jedoch schwierig für andere Wettbewerber Marktanteile zu gewinnen. Es besteht das Risiko, dass Marktteilnehmer durch eine Niedrigpreisstrategie wettbewerbsfähiger werden könnten. Die Gruppe überwacht diese Entwicklungen regelmäßig.

Personal - Wie in allen mittelständischen Unternehmen stellt die Abwanderung von Mitarbeitern in Schlüsselfunktionen und von Spezialisten in bestimmten Fachgebieten auch für die marbis Gruppe ein Risiko dar. Daher bindet das Unternehmen seine Mitarbeiter langfristig durch eine leistungsgerechte Bezahlung und konstanter Mitarbeiterentwicklung.

Cybersecurity - Die Gruppe ist sich der Risiken durch Cyber-Angriffe und -Kriminalität bewusst und hat umfangreiche Maßnahmen zum Schutz der IT-Infrastruktur implementiert. Zudem entwickelt das Unternehmen eigene Produkte wie SteelShield, um die Server Infrastruktur zu schützen.

Die aufgeführten Risiken können sowohl einzeln als auch insgesamt zu nachteiligen Auswirkungen auf die allgemeine Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der marbis GmbH führen. Die Risiken führen insgesamt nach Einschätzung der Geschäftsführung nicht zu einer Bestandsgefährdung.

II. Prognosebericht

Die Prognose der Gruppe basiert auf der Konzern-Unternehmensplanung, die Chancen und Risiken sowie die gesamtökonomischen Rahmenbedingungen berücksichtigt.

Die marbis Gruppe wird sich auch im Jahr 2023 auf die Verbesserung ihrer Produkte konzentrieren, um die Zufriedenheit ihrer Kunden zu steigern. Aufgrund der zudem weiterhin wachsenden Branche schaut die marbis Gruppe positiv in die Zukunft. Wir prognostizieren für das Jahr 2023 ein weiteres moderates Umsatzwachstum.

Die Gruppe arbeitet zudem permanent an Effizienzsteigerungen in allen Bereichen, sei es im Bereich Serververwaltung als auch bei den Umsetzungen von Synergieeffekten zwischen den drei Marken. Daher prognostiziert die Gruppe eine deutliche EBITDA-Steigerung.

 

Karlsruhe, 29. Juni 2023

Gez. Raphael Stange, Geschäftsführer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

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Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

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