Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 404313
Eingetragen
5.2.1998
Branche
Großhandel mit sonstigen Baustoffen und BauelementenGroßhandel mit AnstrichmittelnGroßhandel mit Holz, Baustoffen, Anstrichmitteln und Sanitärkeramik, ohne Spezialisierung auf eine der Produktgruppen
Gegenstand
Ausführung von handwerklichen Bauleistungen jeder Art und der Groß- und Einzelhandel mit Baumaterial.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Lukas Wagner
seit 21.11.2024
Prokura
Sandra Wagner
seit 5.9.2016
Prokura
Hans-Jürgen Wagner
seit 18.4.2006
Prokura
Silvio Wagner
seit 18.4.2006
Geschäftsführer
Silvio Wagner
seit 1.11.2005
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Nordhausen
25.600 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

WARESA - Bau GmbH

Nordhausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVSEITE

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 28.421,00 27.792
II. Sachanlagen 7.221.605,99 6.239.132
III. Finanzanlagen 2.662.190,75 9.912.217,74 2.653.534 8.920.458
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 6.626.380,24 6.619.947
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.925.144,22 3.407.901
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 9.300.367,99 20.851.892,45 7.279.320 17.307.168
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 89.036,16 93.796
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 21.850,09 34.619
30.874.996,44 26.356.041

PASSIVSEITE

A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.600,00 25.600
II. Gewinnvortrag 20.192.443,56 17.172.811
III. Jahresüberschuss 3.247.897,51 23.465.941,07 3.019.632 20.218.043
B. RÜCKSTELLUNGEN 3.271.050,84 3.589.662
C. VERBINDLICHKEITEN 4.138.004,53 2.548.336
30.874.996,44 26.356.041

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 13.048.709,71 11.900.020
2. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 3.427.539,58 3.260.516
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 927.337,28 4.354.876,86 929.186 4.189.702
3. Abschreibungen auf Sachanlagen 1.921.554,47 1.739.460
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.056.512,73 1.619.413
5. Betriebsergebnis 4.715.765,65 4.351.445
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 49.652,40 81.680
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 20.629,11 24.057
8. Finanzergebnis 29.023,29 57.623
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.468.678,44 1.370.341
10. Ergebnis nach Steuern 3.276.110,50 3.038.727
11. Sonstige Steuern 28.212,99 19.095
12. Jahresüberschuss 3.247.897,51 3.019.632

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die WARESA Bau GmbH hat ihren Sitz in Nordhausen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Jena unter der Nummer HRB 404313.

Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag als mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB einzustufen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden nur bei der Erstellung des Anhangs in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die dem Vorjahresabschluss zum 31. Dezember 2021 zugrundeliegenden Ansatz-, Bewertungs- und Ausweismethoden werden unverändert fortgeführt.

Die Geschäftsleitung geht von der Fortführung des Unternehmens aus (going concern). Gründe, die gegen die Fortführung sprechen, sind nicht erkennbar.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zuanderen Posten und Davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht und erläutert.

II. Erläuterungen zu den Posten von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung bezüglich Ausweis, Bilanzierung und Bewertung

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um lineare Abschreibungen bewertet.

Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet worden. Bei abnutzbaren Vermögensgegenständen sind planmäßige lineare Abschreibungen vorgenommen worden. Die Nutzungsdauer wurde entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Soweit erforderlich sind die niedrigeren beizulegenden Werte berücksichtigt worden. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis zu EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten und die Ausleihungen zum Nennwert bzw. jeweils zum niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu fortgeschriebenen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB nicht mit in die Herstellungskosten einbezogen. Die Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Die Forderungen sind einbringlich. Somit wurde keine Einzelwertberichtigung gebildet. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch die Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % berücksichtigt. Die Forderungen gegenüber Gesellschaftern betragen EUR 162.175,34.

Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben des Geschäftsjahres, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der "projected unit credit method" (PUC Methode) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde ein Rechnungszins von 1,78 % (Vorjahr: 1,87 %) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 0,0 % (Vorjahr: 0,00 %), erwartete Rentensteigerungen mit 0,0 % (Vorjahr: 0,00 %) und die Fluktuation mit einer Rate von 0,0 % (Vorjahr: 0,00 %) berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst, Abhängig von der erwarteten Restlaufzeit wurde ein Zinsfuß zwischen 2-3 % verwendet.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten haben bis auf die Gewährleistungseinbehalte eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 118.320,00 enthalten.

2. Angaben zu Posten der Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Die Gesellschaft hält eine 100%ige Beteiligung an der Wilfried Forst & Sohn Rohstoffgewinnung und Vertrieb GmbH, Nordhausen. Das Eigenkapital beträgt EUR 20.437,80. Laut letztem vorliegendem Jahresabschluss 2022 beträgt der Jahresfehlbetrag EUR 2.337,39.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Gewährleistungseinbehalte sind nicht vorhanden (Vorjahr: EUR 74.961,46).

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von EUR 68.156,89 (Vorjahr: EUR 72.415,26) enthalten.

Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind (teilweise) durch eine Rückdeckungsversicherung gesichert, welche ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind. Sie wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB im Geschäftsjahr mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Der Zeitwert wurde für die Rückdeckungsversicherung aus dem Aktivwert am Abschlussstichtag abgeleitet und entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt EUR 24.714,00 und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

EUR
Beizulegender Zeitwert der Rückdeckungsversicherung 133.293
Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 211.514
-78.221

In Höhe der folgenden Beträge ergibt sich gemäß § 268 Abs. 8 HGB eine Gewinnausschüttungssperre:

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
aus der Aktivierung
Latente Steuern 21.850 34.619
aus der Passivierung
Pensionsrückstellung § 253 Abs. 2 i. V.m. Abs. 6 HGB 24.714 35.685
46.564 70.304

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaubs- und Überstundenansprüche der Mitarbeiter, Sondervergütungen, Prozesskosten, Gewährleistungsansprüche, ausstehende Lieferantenrechnungen, sowie Kosten der Jahresabschlusserstellung und -prüfung gebildet.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 1.517.876,05 (Vorjahr: EUR 779.626,30) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von EUR 49.717,35 (Vorjahr: EUR 47.782,10).

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt und haben die folgenden Restlaufzeiten:

Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr Euro (VJ) mehr als 1 Jahr Euro (VJ) davon mehr als 5 Jahre Euro (VJ) Gesamt Euro (VJ)
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.224.200,02 0,00 0,00 2.224.200,02
(1.551.716,20) (0,00) (0,00) (1.551.716,20)
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 118.320,00 0,00 0,00 118.320,00
(0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.795.484,51 312.362,63 0,00 2.107.847,14
(996.619,57) (0,00) (0,00) (996.619,57)
4.138.004,53 312.362,63 0,00 4.450.367,16
(2.548.335,77) (0,00) (0,00) (2.548.335,77)

3. Angaben zu Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

Bei den periodenfremden Erträgen des Vorjahres in Höhe von EUR 4.668,98 handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten aus Sicherheitseinbehalten.

Die Personalaufwendungen betreffen mit EUR 21.056,44 (Vorjahr: EUR 37.899,44) Aufwendungen für Altersvorsorge.

Die periodenfremden Aufwendungen betragen EUR 14.397,43 (Vorjahr: EUR 5.510,65). Sie betreffen hauptsächlich Aufwendungen für die Jahresabschlusserstellung, Nachzahlungen IHK und Berufsgenossenschaft der Jahre 2020 und 2021.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten EUR 3.538,00 (Vorjahr: EUR 3.457,00) aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten EUR 12.769,05 (Vorjahr: EUR 9.882,12) an Aufwendungen (Vorjahr. Erträge) aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern.

III. Ergänzende Angaben

1. Haftungsverhältnisse, außerbilanzielle Geschäfte sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Abschlussstichtag bestanden in der Bilanz nicht ausgewiesene Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB in Form von Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsverpflichtungen, welche gegenüber unseren Gläubigern durch Bürgschaften seitens der R+V Allgemeine Versicherungs AG Wiesbaden und dem Bayerischen Versicherungsverband Versicherungsaktiengesellschaft München gedeckt werden. Als Sicherheiten für diese Bürgschaften wurden Bankguthaben in Höhe von EUR 340.913,37 (Vorjahr: EUR 341.062,99) hinterlegt.

Neben den Haftungsverhältnissen bestehen in Höhe von EUR 211.237,97 (Vorjahr: EUR 128.369,68) sonstige finanzielle Verpflichtungen (davon gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 39.977,40). Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. Miet- und Leasingverträge mit einer Mindestrestlaufzeit zwischen 1 Monat bis 5 Jahre.

2. Angaben zu Organen

Geschäftsführer der Gesellschaft ist der Kaufmann Herr Silvio Wagner, Nordhausen.

Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9a HGB im Jahr 2022 wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Mitarbeiter

Von der durchschnittlichen Zahl der Arbeitnehmer von 65 (Vorjahr 63) waren 53 (Vorjahr 53) Lohnempfänger und 12 (Vorjahr 10) Gehaltsempfänger.

4. Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen auf den vorliegenden Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 liegen nicht vor.

5. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Nordhausen, den 5. Juli 2024

gez. Silvio Wagner

Angaben zur Feststellung des Jahresabschlusses gem. § 328 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 HGB

Der Jahresabschluss wurde am 26. Juli 2024 durch Beschluss der Gesellschafterversammlung festgestellt.

IV. Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.305,22 4.000,00 0,00 33.305,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.920.180,92 130.728,71 0,00 2.050.909,63
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.586.093,33 2.556.262,64 459.251,02 14.683.104,95
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 232.571,10 0,00 232.571,10
14.506.274,25 2.919.562,45 459.251,02 16.966.585,68
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26.396,24 0,00 0,00 26.396,24
2. Sonstige Ausleihungen 2.627.137,45 8.657,06 0,00 2.635.794,51
2.653.533,69 8.657,06 0,00 2.662.190,75
Summe Anlagevermögen 17.189.113,16 2.932.219,51 459.251,02 19.662.081,65
Abschreibungen Restbuchwerte
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.513,22 3.371,00 0,00 4.884,22 28.421,00 27.792,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 104.345,21 40.872,03 0,00 145.217,24 1.905.692,39 1.815.835,71
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.162.797,03 1.877.311,44 440.346,02 9.599.762,45 5.083.342,50 4.423.296,30
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 232.571,10 0,00
8.267.142,24 1.918.183,47 440.346,02 9.744.979,69 7.221.605,99 6.239.132,01
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 26.396,24 26.396,24
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 2.635.794,51 2.627.137,45
0,00 0,00 0,00 0,00 2.662.190,75 2.653.533,69
Summe Anlagevermögen 8.268.655,46 1.921.554,47 440.346,02 9.749.863,91 9.912.217,74 8.920.457,70

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

A. Grundlagen der Gesellschaft

1. Organisatorische und rechtliche Verhältnisse

Die WARESA- Bau GmbH aus Nordhausen am Harz ist ein zuverlässiger Partner für die Umsetzung von Hoch und Tiefbauprojekten. Als familien- und inhabergeführtes Unternehmen mit über 60 Facharbeitern, die alle fest bei uns angestellt sind, stehen wir seit mehr als 25 Jahren für die termintreue und qualitativ hochwertige Umsetzung großer und kleiner Bauvorhaben. Die Geschäftsführung, die Ingenieure und die Poliere für Hoch- und Tiefbau sorgen für einen reibungslosen Ablauf der Baustellen und sind zuverlässige Partner in der Kommunikation zwischen den Bauherren und den am Bau eingesetzten Mitarbeitern. Durch unsere laufenden Investitionen in einen modernen Maschinen- und Gerätepark der neusten Generation, ist es uns möglich intelligente, kosten- und zeitsparende Lösungen aus einer Hand anzubieten.

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Ende 2021 glaubte man die Auswirkungen der Corona-Krise seien fast überstanden. Langsam begannen die Lieferketten wieder ineinander zu greifen und die Auftragsbücher füllten sich. Zwar ging der Umsatz noch um real sechs Prozent zurück, doch für 2022 wurde mit einem Wachstum von 1,5 Prozent gerechnet. Allerdings hat bei diesen Prognosen niemand damit gerechnet, dass Russland im Februar 2022 die Ukraine angreifen wird und Deutschland sowie zahlreiche andere Nationen verschiedene Sanktionen gegen den Staat verhängen werden. Diese sorgten für exorbitante Steigerungen der Energiekosten, die noch immer die Lebenskosten und die Baukosten in die Höhe treiben.

Das 1. Quartal 2022 erreichte mit dem Rekordmonat März, in dem zum ersten Mal Auftragseingänge von mehr als 10 Milliarden Euro gemeldet wurden, im Vorjahresvergleich noch ein reales Plus von 4,1 %. Ab dem 2. Quartal konnte das Vorjahresniveau jedoch nicht mehr erreicht werden: Insgesamt sieben Monate verzeichneten sogar ein zweistelliges reales Minus.

Im Hochbau gingen die realen Auftragseingänge um 15,1 % zurück und lagen mit 51,7 Milliarden Euro nominal knapp (-1,6 %) unter dem Vorjahresergebnis. Dabei verzeichnete der Wohnungsbau mit real -16,5 % (nominal: -3,9 %) die größten Einbußen. Der Tiefbau sank im Vergleich zum Vorjahr real um 3,0 %, steigerte sich jedoch nominal um 12,7 % auf 47,4 Milliarden Euro.

Bauhauptgewerbe verzeichnet realen Rückgang beim Jahresumsatz

Der Jahresumsatz im Bauhauptgewerbe sank im Vergleich zum Vorjahr real um 5,8 %. Nominal steigerte er sich um 9,8 % und erreichte einen neuen Höchststand von 108,9 Milliarden Euro. Dabei fiel der Wohnungsbau mit 28,0 Milliarden Euro Jahresumsatz am stärksten ins Gewicht, der gewerbliche Hochbau folgte mit 25,8 Milliarden Euro.

In der Statistik erfasst werden alle Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen. Im Jahr 2022 waren das rund 9.500 Betriebe und damit 1,2 % mehr als im Vorjahr. Seit zwölf Jahren (2009: 7.000 Betriebe) steigt die Zahl dieser Betriebe kontinuierlich.

In den befragten Betrieben waren 2022 im Jahresdurchschnitt 530.000 Personen tätig. Das waren etwa 8.200 oder 1,6 % mehr als im Jahr zuvor. Die Entgelte stiegen im gleichen Zeitraum nominal um 6,7 % und ergaben eine Gesamtsumme von 23,2 Milliarden Euro. Etwa 621 Millionen geleistete Arbeitsstunden (+1,0 %) kamen dabei zusammen.

B. Wirtschaftsbericht

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Das Geschäftsjahr 2022 verlief sehr zufriedenstellend und insgesamt im Rahmen unserer Erwartungen.

Ertragslage

Bei der Unternehmenssteuerung werden folgende finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen:

• Rohergebnis

• Gesamtleistung

Das Rohergebnis stieg im Geschäftsjahr um TEUR 1.149 (Vj. -TEUR 3.486). Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse inklusive Bestandsveränderung) stieg zum Vorjahr um TEUR 18.430. Im Jahr 2022 wurden viele Baustellen angefangen, aber nicht schlussgerechnet. Dementsprechend stiegen die unfertigen Leistungen (vor Abzug erhaltener Anzahlungen) um TEUR 11.662 auf TEUR 37.701.

Die Materialaufwandsquote ist durch die höheren Materialpreise und den Subunternehmereinsatz gestiegen. Der Materialaufwand stieg von 25,23 % in 2021 auf 29,26 %. Der Subunternehmereinsatz stieg auf 50,28 % (Vj. 48,85 %).

Die Personalaufwendungen sind um TEUR 165 gestiegen. Die Personalaufwandsquote ist allerdings zurückgegangen (7,00 % in 2022, 9,55 % in 2021). Dies ist u. a. auf den höheren Einsatz von Subunternehmen zurückzuführen. Es ist aber auch von der Art der Aufträge abhängig.

Die Abschreibungen erhöhten sich durch die getätigten Investitionen um TEUR 182.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um TEUR 437. Ursache dafür sind u. a. höhere Mietkosten, gestiegene Beiträge für die Kautionsversicherung, höhere lfd. Kfz.-Kosten und Reparaturen, Verkaufsprovisionen und die Anschaffung von Werkzeugen.

Aufgrund unserer soliden Finanzstruktur haben wir im Geschäftsjahr ein positives Finanzergebniserzielt.

Insgesamt verbleibt ein Jahresüberschuss von TEUR 3.248 (Vorjahr: TEUR 3.020).

Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist stabil. Der Anstieg der Bilanzsumme um TEUR 4.519 resultiert aus den Investitionen ins Anlagevermögen, den gestiegenen Forderungen und dem Bankbestand.

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel.

Im Geschäftsjahr sind die Abschreibungen von TEUR 1.922 und Abgänge mit einem Nettobuchwert von TEUR 19 erfasst. Die Zugänge in das Anlagevermögen betragen TEUR 2.932. Das Anlagevermögen ist somit um TEUR 992 gestiegen.

Das Umlaufvermögen hat sich um TEUR 3.545 erhöht. Viele Baustellen wurden 2022 angefangen aber nicht schlussgerechnet, deshalb stiegen die Bestände an unfertigen Leistungen. Im Gegenzug erhöhten sich die Anzahlungen. Die unfertigen Leistungen stiegen um TEUR 11.662 auf TEUR 37.701. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um TEUR 912 auf TEUR 3.830. Das Bankguthaben erhöhte sich um TEUR 2.021 auf TEUR 9.300.

Die Kapitalstruktur unserer Gesellschaft ist weiterhin sehr solide. Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr aufgrund des erzielten Jahresergebnisses weiter erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 76,00 % (Vorjahr: 76,71 %). Die Finanzierung unseres Anlagevermögens ist wie im Vorjahr vollständig durch Eigenkapital gedeckt.

Finanzlage

Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist nach wie vor sehr positiv und hat sich im Geschäftsjahr um TEUR 2.021 erhöht. Bankverbindlichkeiten bestanden zum 31. Dezember 2022 nicht.

Im Geschäftsjahr 2022 wurde einen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 4.843 (i. Vj. TEUR 1.913), aus der Investitionstätigkeit von TEUR - 2.805 (i. Vj. TEUR -969) und aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR -17 (i. Vj. TEUR -21) erzielt.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Forschungs- und Entwicklungsarbeiten haben wir im Geschäftsjahr nicht durchgeführt. Produktentwicklungsziele sind die ständige Verbesserung unserer Qualität und Kosteneffizienz. Seit jeher legen wir höchsten Wert auf handwerkliche Qualität. Mit einer auch im Branchenvergleich niedrigen Mitarbeiterfluktuation arbeiten heute über 60 gut ausgebildete und regelmäßig geschulte Mitarbeiter für uns. Als Ausbildungsbetrieb stellen wir sicher, dass das hohe fachliche Know-how unserer Mitarbeiter-Teams auch in Zukunft erhalten bleibt.

Als in der Region verwurzelter inhabergeführter Familienbetrieb beteiligen wir uns selbstverständlich an zahlreichen gemeinnützigen Spendenaktionen und unterstützten lokale Sport- und Freizeitvereine.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Risiko- und Chancenbericht

Im Rahmen des Risikomanagements wird eine monatliche Übersicht erstellt, die Auskunft sowohl über die betrieblichen Leistungsdaten wie auch über die Umsätze und Kosten der Gesellschaft gibt. Die Daten werden in Form eines Vorjahresvergleiches dargestellt. Ziel des Berichtswesens ist die frühzeitige Identifikation möglicher Risiken für die Gesellschaft und ggf. die Einleitung sinnvoller Maßnahmen.

Die Chancen und Risiken auf der Einnahmenseite betreffen, wie in den Vorjahren, die Investitionsbereitschaft sowie die Entwicklung der verfügbaren Einkommen in unserer Region. Dies ist abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und insbesondere der wirtschaftlichen Entwicklung in unserer Region. Die Umsatzchancen behindern uns jedoch in der Personalbeschaffung. Dank seit Jahren intensiv betriebener Personalentwicklung (Auszubildende sowie Fachkräfte) können wir den Bedarf dennoch zeitnah decken. Chancen bestehen weiterhin in der anhaltend guten Baukonjunktur und der guten Auftragslage. Diese gibt uns die Möglichkeit, bei der Auswahl von Projekten selektiv vorzugehen, so dass wir Projektrisiken von vorn herein minimieren können.

Es bestehen keine einseitigen Lieferantenabhängigkeiten. Die Versorgungssicherheit bei Mengen und Preisen für Rohstoffe sowie bezogenen Leistungen ist durch gutes Management gewährleistet. Durch weitsichtiges Handeln wird das Risiko von Versorgungsengpässen vermieden.

Ein Problem stellen aber die ständigen Preissteigerungen beim Material dar. Das kalkulieren wird dadurch immer schwieriger. Daher ist es wichtig, die Bauverträge so zu gestalten, dass nachträgliche Preissteigerungen an den Bauherrn weitergeben werden können. Moderne Technik in Verbindung mit dem Qualitätsmanagement gewährleisten einen sehr hohen Qualitätsstandard und festigen die Position als Qualitätsanbieter im Markt. Der Einsatz von Werkstoffen erfolgt ausschließlich nach strengen Prinzipen. Ferner ist es Ziel unseres Qualitätsmanagements ausschließlich mit starken Lieferanten zusammen zu arbeiten, die ihre Leistung erbringen und Mängel durch eine gute Herstellungspraxis verhindern.

Der Ukrainekrieg, die Probleme bei den internationalen Lieferketten, der Anstieg der Erzeugerpreise für Baumaterialen, die höheren Energiekosten und die Zinswende haben vielfältige Auswirkungen auf die Baukonjunktur in Deutschland. Das Baugewerbe konnte sich dem schwierigen Umfeld nicht entziehen. Die Bruttowertschöpfung sank im Baugewerbe um real 2,3 %.

Im Geschäftsjahr 2022 sind die unmittelbaren Auswirkungen auf unsere Gesellschaft überschaubar. Wir haben es durch diverse Maßnahmen geschafft, dass sich diese Probleme auf unsere Gesellschaft finanziell nur gering ausgewirkt haben.

2. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2023 rechnen wir aufgrund einer steigenden Absatzmenge und einer höheren Materialeinsatzquote mit einem leicht geringeren Rohergebnis. Die Auslastung ist weiterhin auf einem hohen Niveau und die Konjunkturerwartungen für das Jahr 2023 sind die Baubranche weiterhin positiv. Gegenläufig erwarten wir bei den Personalkosten erneut einen Anstieg. Alle Entwicklungen zusammengenommen erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023 ein positives Jahresergebnis, ähnlich wie im Jahr 2022.

Die wirtschaftliche Lage in der Bauwirtschaft ist in 2024 sowie auch 2025 angespannt. Die Auftragsbeschaffung ist schwieriger geworden. Die Baumaterialpreise sind zwar leicht gefallen, aber durch die hohen Zinsen, ist die Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt nicht hoch. Dies wirkt sich auf die Baupreise aus.

Die Auftragslage der WARESA Bau GmbH ist in 2024 sowie auch 2025 stabil. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt. Aufgrund der höheren Kosten ist die Ertragslage leicht rückläufig. Es wird trotzdem mit einem guten positiven Ergebnis gerechnet.

Aufgrund unserer soliden Finanzierung werden wir auch in Zukunft stets in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

 

Nordhausen, den 5. Juli 2024

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bei dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 276 Satz 1 HGB und § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die WARESA - Bau GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der WARESA - Bau GmbH bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WARESA - Bau GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt 'Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts' unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlussesund des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Göttingen, 8. Juli 2024

EURATIO GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dipl.-Kfm. Fritz Güntzler, Wirtschaftsprüfer

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