Herstellung von elektrischem Installationsmaterial
Heller GmbHLiquidiert
Heinrich-von-Brentano-Straße 2, 55130 Mainz, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Berthold Rüsing seit 14.9.2016 | Geschäftsführer |
Paul Meschig seit 6.5.2013 | Prokura |
Burkhard Reitermann seit 6.5.2013 | Geschäftsführer |
Joachim Ludwig Secker seit 6.5.2013 | Geschäftsführer |
Cornelia Dr. Nett seit 6.5.2013 | Prokura |
Jörg Michael Diewald seit 6.5.2013 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
GE Noleggi S.p.A. | 50.13% |
GE Capital International Holdings Corporation | 49.87% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
2 von 3 Anteilseignern sichtbar
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Heller GmbHMainzKonzernabschluss zum 31. Dezember 2014Konzernbilanz zum 31. Dezember 2014der Heller GmbH, MainzAKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014der Heller GmbH, Mainz
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2014A. KonsolidierungskreisIn den Konsolidierungskreis der Heller GmbH werden wie im Vorjahr drei Tochterunternehmen und ein assoziiertes Unternehmen einbezogen. Zwischen der Heller GmbH und zwei Tochterunternehmen bestehen Ergebnisabführungs- bzw. Gewinnabführungsverträge.
B. KonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode. Der sich ergebende aktivische Unterschiedsbetrag (EUR 11.632.467,95), der auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile ermittelt wurde, was auch dem Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung entspricht, wurde mit der Kapitalrücklage der Heller GmbH verrechnet. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie konzerninterne Aufwendungen und Erträge wurden jeweils gegeneinander aufgerechnet. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Konzernabschluss der Heller GmbH für das Geschäftsjahr 2014 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des Deutschen Standardisierungsrates (DSR), des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanz-dienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Im Geschäftsjahr wurden keine Änderungen in den Bewertungsmethoden vorgenommen. Gemäß § 340i Abs. 3 HGB wurde der Konzernabschluss unter Verwendung der Formblätter gemäß § 2 Abs. 1 Satz 1 RechKredV aufgestellt. Der Betrag der nicht im Konzern erwirtschafteten, in den Gewinnrücklagen thesaurierten Gewinne (EUR 917.371,19) wird in der Kapitalrücklage ausgewiesen. Auf eine Segmentberichterstattung i. S. d. Empfehlungen des Deutsche Standardisierungsrats Nr. 3 und Nr. 3-10 wurde verzichtet. Der Deutsche Standardisierungsrat entwickelt Empfehlungen zur ordnungsgemäßen Anwendung der Konzernrechnungslegung, um eine Annäherung an internationale Bilanzierungsgrundsätze zu ermöglichen. Das Bundesministerium der Justiz (BMJ) hat hierzu den DSR per Vertrag als privates Rechnungslegungsgremium anerkannt. Für Standards, die vom DSR verabschiedet und vom BMJ im Bundesanzeiger bekannt gegeben wurden, gilt gemäß § 342 Abs. 2 HGB die Vermutung, dass es sich um Grundsätze ordnungsmäßiger Konzernrechnungslegung handelt. Die Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind zum Referenzkurs der Europäischen Zentralbank (EZB) zum Bilanzstichtag bewertet. Aufwendungen und Erträge wurden am Buchungstag zum Referenzkurs der EZB umgerechnet. Barreserve, Forderungen an Kreditinstitute und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalbetrag ausgewiesen. Forderungen an Kunden sind zum Nominalbetrag, vermindert um Wertberichtigungen sowie der Vorsorge für allgemeine Bankrisiken gem. § 340f HGB, ausgewiesen. Für alle erkennbaren und latenten Risiken im Kreditgeschäft mit Kunden wurden Einzelwertberichtigungen bzw. Rückstellungen in Höhe der zu erwartenden Ausfälle gebildet. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch die Bildung einer angemessenen Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Das wie Anlagevermögen behandelte Wertpapier (Genussschein) wird zu den Anschaffungskosten, die dem Nennbetrag entsprechen, bewertet. Die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen wurde zum Buchwert bewertet, der dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens entspricht. Das Treuhandvermögen ist zu den Buchwerten angesetzt. Erworbene immaterielle Anlagewerte sowie Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Anlagegüter, deren Anschaffungskosten EUR 150 nicht überschreiten, werden im Jahr der Anschaffung direkt aufwandswirksam erfasst. Anlagegüter, deren Anschaffungskosten über EUR 150 liegen und den Betrag von EUR 410 nicht überschreiten, werden im Jahr ihrer Anschaffung vollständig abgeschrieben. Anlagegüter, deren Anschaffungskosten EUR 410 überschreiten, werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Auf unterjährig erfolgte Zugänge wird die Abschreibung monatsgenau ermittelt. Aus der Ermittlung der latenten Steuern ergibt sich zum 31. Dezember 2014 ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Auf einen Ansatz der aktiven latenten Steuern in der Bilanz wurde verzichtet. Transitorische Posten sind in die aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert. Die GE Capital Bank AG und die GE Capital Factoring GmbH verwenden zur verlustfreien Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs die periodische (GuV-orientierte) Betrachtungsweise. Die in die Kalkulation einbezogenen Werte wurden auf der Grundlage der aktuellen Zinsstrukturkurve bewertet. Die diskontierten Periodenergebnisse des Bankbuchs weisen zum Bilanzstichtag, unter Berücksichtigung von Gegenleistungsansprüchen (i. W. Zinserträge) sowie Leistungsverpflichtungen (u. a. fiktiver Zinsaufwand, Verwaltungskosten und erwartete Risikokosten), einen positiven Saldo auf. Die Bildung einer Drohverlust-rückstellung gemäß § 340a HGB i. V. m. § 249 Abs. 1 Satz 1 Alt. 2 HGB war nicht erforderlich. Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Anwartschaftsteilwert unter Anwendung der "Richttafeln 2005" von Prof. Dr. Klaus Heubeck angesetzt. Die Berechnung basiert auf den folgenden versicherungsmathematischen Annahmen:
Die Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit den Barwerten bzw. Anwartschaftsbarwerten unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 4,54% bewertet. Die Jubiläumsrückstellung nimmt eine durchschnittliche Fluktuation von 5,00% an. Des Weiteren wurde bei dieser von einer Einkommens- und Beitragsbemessungsgrenzendynamik von 3,00% ausgegangen. Als Rechnungsgrundlagen dienten die "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten per 31. Dezember 2014 und wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Die Bildung des Sonderpostens mit Rücklageanteil erfolgte nach § 6b EStG aus dem Verkauf eines Gebäudes. Auf eine Auflösung des Sonderpostens im Rahmen der Erstanwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes wurde verzichtet. C. Angaben und Erläuterungen zur Konzernbilanz:Laufzeitengliederung Nach § 9 RechKredV erfolgt nachstehende Gliederung von ausgewählten Posten und Unterposten der Konzernbilanz nach Restlaufzeiten:
Forderungen, Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie gegenüber assoziierten Unternehmen
In den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthaltene Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter
Barreserve Die Barreserve umfasst ausschließlich das Guthaben bei der Deutschen Bundesbank (EUR 157.651 Mio.). Forderungen an Kreditinstitute Wesentlicher Bestandteil der Forderungen an Kreditinstitute sind nicht abgerufene Guthaben aus laufender Rechnung bei diversen in- und ausländischen Banken. Forderungen an Kunden Die Forderungen an Kunden beinhalten im Wesentlichen Forderungen an Abnehmer aus Factoringengagements (89%) und Forderungen aus Investitionsfinanzierungen (10%). Treuhandvermögen (Treuhandkredite) Bei den Treuhandkrediten handelt es sich i. H. v. TEUR 647 um Forderungen an Kreditinstitute und i. H. v. TEUR 3.741 um Forderungen an Kunden. Anlagespiegel
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Bei dem Wertpapier handelt es sich um einen nicht börsennotierten, am 14. Juli 2015 fälligen Genussschein. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt in Höhe der historischen Anschaffungskosten zzgl. der abgegrenzten Zinsen in Höhe von EUR 97.226,35. Beteiligungen
An dem Gemeinschaftsunternehmen "CommerzFactoring GmbH" sind die GE Capital Bank AG und die Commerzbank Immobilien- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH beteiligt. Die CommerzFactoring GmbH ist mit einem Stammkapital von EUR 100.000,00 sowie einer Kapitalrücklage i. H. v. EUR 998.168,86 ausgestattet. Der Buchwert der Beteiligung der GE Capital Bank AG beträgt EUR 523.950,00. Die GE Capital Bank AG hat am 6. März 2006 mit der CommerzFactoring GmbH einen Dienstleistungs-Rahmenvertrag abgeschlossen. Mit der Commerzbank Immobilien- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH hat die CommerzFactoring GmbH am 24. November 2008 einen Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Bei den Immateriellen Anlagewerten handelt es sich um Standardsoftware. Die Sachanlagen enthalten ein vermietetes Verwaltungsgebäude (Restbuchwert TEUR 4.105) sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung (Restbuchwert TEUR 1.338). Sonstige Vermögensgegenstände Die Sonstigen Vermögensgegenstände betreffen neben den Forderungen an verbundene Unternehmen aus Verrechnungen und Kostenumlagen (TEUR 4.212) im Wesentlichen die Restwerte der von Sicherungsgebern auf die GE Capital Bank AG übertragenen Vermögensgegenstände (TEUR 7.236) sowie Forderungen an Wa-renkreditversicherer (TEUR 1.300). Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Ein wesentlicher Teil der Verbindlichkeiten sind die seit Juni 2010 unter der Marke ,GE Capital Direkt' hereingenommenen Tages- und Termingelder. Die Einlagen von Privatpersonen beliefen sich zum Jahresende auf TEUR 457.462 (i. Vj. TEUR 474.449). Neben den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind ein weiterer, wesentlicher Bestandteil dieser Verbindlichkeiten die von den Geschäftspartnern noch nicht abgerufenen Verfügbarkeiten aus dem Factoringgeschäft. Darüber hinaus beinhaltet die Position die vereinbarten Kaufpreiseinbehalte, über die die Kunden bei Bezahlung der Rechnungen durch die Abnehmer oder im Delkrederefall verfügen können. Treuhandverbindlichkeiten (Treuhandkredite) Bei den Treuhandkrediten handelt es sich um eine Verbindlichkeit gegenüber Kunden. Sonstige Verbindlichkeiten Die Sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt Mainz auf Grund abzuführender Umsatzsteuer (TEUR 1.715) sowie Lieferantenverbindlichkeiten (TEUR 821). Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der Bestand der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen die Abgrenzung von Factoring-gebühren in Höhe von TEUR 2.404, für die die Leistung erst im Jahr 2015 erbracht wird. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für das aktuelle Geschäftsjahr. Andere Rückstellungen Wesentliche Beträge in dieser Position sind die Rückstellungen im Personalbereich (TEUR 3.680) und im Kreditbereich (TEUR 2.900) sowie die Rückstellung für die Erstattung von Factoringgebühren (TEUR 2.418). Neben diversen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen der Lieferanten wurden für Kosten der Jahresabschlussprüfung Rückstellungen in Höhe von TEUR 734 gebildet. Sonderposten mit Rücklageanteil Bei dem Sonderposten mit Rücklageanteil handelt es sich um eine steuerfreie Rücklage nach § 6b EStG aus der Veräußerung des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der im Jahr 2008 auf die GE Capital Bank AG verschmolzenen Diskont und Kredit AG. Der damalige Buchgewinn aus der Veräußerung wurde auf das Objekt der QUANTA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. oHG, Neu-Isenburg, übertragen. Nachrangige Verbindlichkeiten Bei den nachrangigen Verbindlichkeiten handelt es sich um ein GE-konzerninternes Darlehen der GE Capital Finance III GmbH & Co KG., Kriftel, über TEUR 159.950. Für die nachrangigen Verbindlichkeiten fielen im Geschäftsjahr Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 3.548 an. Die nachrangige Verbindlichkeit erfüllt die Voraussetzungen des Artikels 63 CRR und zählt somit zu den Eigenmitteln gemäß Artikel 4 Abs. 118, 62 lit. a CRR. Mittelaufnahmen, die 10% des Gesamtbetrags der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen, erfolgten zu folgenden Bedingungen:
Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung ist ausgeschlossen. Das Darlehen darf im Falle einer Insolvenz oder Liquidation erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückgezahlt werden. Eigenkapital Das Stammkapital der Heller GmbH beträgt unverändert EUR 12.000.000,00. Der Geschäftsanteil wird vollständig von der Heller Netherlands Holding B. V., Amsterdam/Niederlande, gehalten. Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen Die Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen bestehen in Höhe von TEUR 1.568.452 aus der Übernahme von Delkredererisiken der CommerzFactoring GmbH und in Höhe von TEUR 381 aus Konsortial-Factoringgeschäften. TEUR 238 betreffen Mietavale, die die GE Capital Bank AG für ein verbundenes Unternehmen gestellt hat. Bei den unwiderruflichen Kreditzusagen handelt es sich um noch nicht an Kunden ausgezahlte Darlehensteilbeträge. D. Angaben und Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungZins- und Provisionserträge Von den Zinserträgen in Höhe von TEUR 125.239 sind TEUR 1.781 und von den Provisionserträgen in Höhe von TEUR 5.272 sind TEUR 27 im europäischen Ausland entstanden. Sonstige betriebliche Erträge Dieser Posten beinhaltet im Wesentlichen Erträge aus Kostenerstattungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt TEUR 4.681. Des Weiteren beinhaltet dieser Posten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 644) sowie aus Mieterträgen (TEUR 748). Sonstige betriebliche Aufwendungen Der Posten beinhaltet im Wesentlichen TEUR 1.206 Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft Die Netto-Risikokosten haben sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 12.136 auf TEUR 2.545 vermindert. Dies ist im Wesentlichen auf die Auflösung von Wertberichtigungen im Investitionsfinanzierungsgeschäft aus Vorjahren zurückzuführen. E. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Mietverträge für das Bürogebäude und den Fuhrpark sowie Lizenz- und Wartungsverträge. Die Gesamtsumme der Verpflichtungen für 2015 beträgt TEUR 3.651. Darin sind Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 531 enthalten. Für die Jahre 2016 bis 2020 betragen die Verpflichtungen TEUR 4.709. Am 30. April 2013 hat die Heller GmbH eine Patronatserklärung gegenüber der GE Capital Factoring GmbH abgegeben, wonach die Heller GmbH dafür Sorge trägt, dass die GE Capital Factoring GmbH ihre bestehenden und künftigen Verpflichtungen erfüllen kann. Mitarbeiter
Geschäftsführung Die Geschäftsführung der Heller GmbH setzt sich wie folgt zusammen:
Die Mitglieder der Geschäftsführung haben folgende Aufsichtsratsmandate:
Bezüge der Geschäftsführung Die Geschäftsführer der Heller GmbH, Mainz, sind in Personalunion Mitglieder des Vorstandes der GE Capital Bank AG und erhalten ausschließlich von dieser Gesellschaft fixe und erfolgsabhängige Bezüge. Gegenüber Dritten erbrachte Dienstleistungen Die GE Capital Bank AG hat mit der CommerzFactoring GmbH einen Dienstleistungs-Rahmenvertrag geschlossen und erbringt sämtliche mit dem von der Gesellschaft betriebenen Factoringgeschäft in Zusammenhang stehenden Dienstleistungen. Darüber hinaus erbringt GE Capital Bank AG verschiedene Leistungen an verbundene Unternehmen. Honorar des Abschlussprüfers Im Geschäftsjahr 2014 wurde ein Aufwand in Höhe von TEUR 734 für die Abschlussprüferleistungen gebucht. Andere Leistungen wurden vom Abschlussprüfer nicht erbracht. Konzernzugehörigkeit Alleinige Anteilseignerin der Heller GmbH ist die Heller Netherlands Holding B. V., Amsterdam/Niederlande. Die Heller GmbH und ihre Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der General Electric Com-pany, Fairfield (USA), einbezogen, der im Internet unter www.ge.com/annualreport abrufbar ist.
Mainz, den 27. April 2015 Heller GmbH Die Geschäftsführung Joachim Secker Jörg Diewald Burkhard Reitermann Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20141. Grundlagen des KonzernsGeschäftsmodell des Heller Deutschland - Konzerns Der Heller Deutschland - Konzern gehört mit mehr als 50 Jahren Erfahrung in der Factoringbranche und über 80 Jahren Erfahrung im Bereich der Investitionsfinanzierung zu Deutschlands führenden und erfolgreichsten Mittelstandsfinanzierern. Mit intelligenten Finanzierungslösungen und der internationalen Expertise und Finanzkraft des Weltkonzerns GE (General Electric) begleitet der Heller Deutschland - Konzern seine Kunden als langfristiger, dynamischer Finanzierungspartner. Wir verstehen es, auf die Bedürfnisse und Anforderungen unserer Kunden einzugehen und entwickeln für jedes Unternehmen passende und maßgeschneiderte Finanzierungslösungen. Als Bank und Factoring-Gruppe kombinieren wir bedarfsgerechte Factoringlösungen mit der ganzheitlichen Beratungsleistung einer Vollbank. Seit 2010 refinanziert sich die GE Capital Bank AG zum Teil über Privateinlagen der GE Capital Direkt, einer Marke der GE Capital Bank AG. Weiterhin werden umfangreiche Refinanzierungsmittel aus dem GE-Konzern in Anspruch genommen. Leistung und Expertise haben uns zu dem gemacht, was wir heute sind: Ein führender Factoringanbieter, national und international. Der Heller Deutschland Konzern umfasst die Heller GmbH, Mainz, als Mutterunternehmen sowie die Tochtergesellschaften GE Capital Bank AG, Mainz, GE Capital Factoring GmbH, Mainz und QUANTA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. OHG, Neu-Isenburg. Der Konzern ist Teil der Unternehmensgruppe GE Capital. Mit exzellenter Fachkompetenz fasst GE Capital führende und traditionsreiche Finanzdienstleistungsunternehmen in Deutschland unter einem Dach zusammen und bietet als Partner mittelständischer Unternehmen ein breites Angebot an Produkten und Dienstleistungen, u. a. in den Bereichen Factoring, Leasing, Investitionskredit, Lagerfinanzierung und Fuhrparkmanagement, aus einer Hand an. Der Heller Deutschland - Konzern verwendet zu internen Steuerungszwecken als finanzielle Leistungsindikatoren im Neugeschäft insbesondere
Zusätzlich wird die risiko-adjustiere Eigenkapitalverzinsung als zentrale Kenngröße verwendet. Als weiterer wesentlicher finanzieller Leistungsindikator wird das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge herangezogen, das dem Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit abzüglich der sonstigen Steuern und damit dem Jahresergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entspricht. Darüber hinaus beeinflussen auch nicht finanzielle Faktoren maßgeblich die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und den finanziellen Erfolg des Heller Deutschland - Konzerns. An oberster Stelle sind in diesem Zusammenhang die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu nennen, die erheblich zum Erfolg des Heller Deutschland - Konzerns beitragen. Durch das umfangreiche Angebot an Weiterbildungsmaßnahmen und GE-interne Trainee-Programme wird der Fach- und Führungskräftenachwuchs schrittweise aufgebaut. Außerdem beschäftigt der Konzern zahlreiche Auszubildende zur Bürokauffrau/-mann (IHK Mainz) und Studenten in einem Dualen Studium an der DHBW Mannheim mit der Fachrichtung Bankwesen (Bachelor of Arts BA). Außerdem stellt insbesondere die Kundenzufriedenheit ein wichtiges nicht finanzielles Entscheidungskriterium im Rahmen unseres internen Steuerungskonzeptes dar. Hierzu wurde zuletzt in 2013 eine ganzheitliche Umfrage mit Kunden der Konzerngesellschaften, der GE Capital Bank AG und der GE Capital Factoring GmbH, durchgeführt. Hierbei zeigte sich eine hohe Zufriedenheit unserer Kunden bei den Merkmalen Erreichbarkeit, fachliche Kompetenz und Auftreten des Außendienstes. Insgesamt nahmen 342 Kunden an der Umfrage teil. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das weltwirtschaftliche Umfeld war im Jahr 2014 vor allem durch die anhaltende Konjunkturschwäche des Euro-Raums und einem nur gemäßigten Wachstum in den Schwellenländern geprägt. Im Europäischen Wirtschaftsraum erzielten zwar Irland, Portugal und Spanien positive Wachstumsraten, jedoch zeigten die großen Mitgliedsstaaten Frankreich und Italien, welche für 38 % der Wirtschaftsleistung im Euro-Raum verantwortlich sind, im Jahr 2014 eine schwächere Entwicklung, wodurch sich ein nur verhaltenes Wachstum von insgesamt 0,8 % (im Vorjahr Rückgang von 0,7 %) für den Euro-Raum ergab. Die deutsche Wirtschaft konnte im Jahr 2014 ihren moderaten Wachstumskurs fortsetzen. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,5 % (2013: + 0,1 %) und liegt damit über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre von 1,2 %. Dies ist vor allem auf die starke Binnennachfrage in 2014 zurückzuführen. Die deutschen Exporte stiegen im Jahr 2014 um 3,7 %, während 2013 der Anstieg der Exporte lediglich 0,6 % betrug. Die gleichzeitige Erhöhung der Importe um 3,3 % führte jedoch dazu, dass der Anteil des Außenbeitrags am Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in 2014 insgesamt geringer war. Diese Entwicklung ist vor allem auf die zunehmenden geopolitischen Risiken sowie die ungünstige wirtschaftliche Entwicklung großer Euro-Mitgliedsstaaten zurückzuführen. Für die deutschen Industrieunternehmen setzte sich im Jahr 2014 der in der zweiten Jahreshälfte 2013 zu verzeichnende positive Trend bei den Auftragseingängen fort. Die Inflationsrate in Deutschland lag in 2014 bei 0,9 % und ist damit im Vorjahresvergleich um 0,4 %-Punkte gesunken, was im Wesentlichen auf fallende Energiepreise zurückzuführen ist. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Factoring-Branche verzeichnete laut der Pressemeldung des Deutschen Factoring-Verband e.V. zu den Branchenzahlen des Jahres 2014 einen Umsatzanstieg von EUR 171,28 Mrd. in 2013 auf EUR 189,88 Mrd. in 2014. Damit erhöhten sich die Factoring-Umsätze der Mitgliedsunternehmen in 2014 um 10,9 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Umsatz im nationalen Factoring-Geschäft erhöhte sich im Jahr 2014 um 8,5 % auf EUR 141,7 Mrd. Im internationalen Factoring-Geschäft, das sich in das Import- und Export-Factoring unterteilt, erzielte die deutsche Factoring-Branche deutliche Umsatzzuwächse. Dabei konnte in der Kategorie Export-Factoring ein Umsatzanstieg von 19,7 % auf EUR 44,87 Mrd. in 2014 (Vorjahr: EUR 37,49 Mrd.) verzeichnet werden. Der Umsatz im Import-Factoring erhöhte sich dagegen lediglich um 4,7 % auf EUR 3,31 Mrd. Die wichtigsten Schwerpunktbranchen der deutschen Factoring-Unternehmen sind die Branchen Handel/ Handelsvermittlung, Herstellung von Metallerzeugnissen/ Maschinenbau, Dienstleistungen, Fahrzeugbau sowie das Ernährungsgewerbe, wobei der Fahrzeugbau erst seit 2014 zu den Top 5 Branchen zählt. Die Branche chemische Erzeugnisse stieg in ihrer Bedeutung von Platz 12 auf Platz 8 der wichtigsten Branchen für Factoring. Erfreulich ist auch der weiterhin zu beobachtende Anstieg der Kundenzahlen um 6,7 % von rund 17.710 in 2013 auf nun rund 18.900 in 2014. Diese Entwicklung ist ein Beweis dafür, dass viele Unternehmen Factoring als Finanzierungsalternative entdecken und Factoring für immer mehr Unternehmen zum festen Bestandteil des Finanzierungsmixes gehört. 2.2 Geschäftsverlauf Dank unserer Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter konnten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr das beste Geschäftsergebnis in der Geschichte des Heller Deutschland - Konzerns erzielen. Die einzelnen Geschäftsbereiche entwickelten sich dabei wie folgt: 2.2.1. Geschäftsbereich Factoring Für das Volumen der angekauften Forderungen, einem der zentralen finanziellen Leistungsindikatoren des Heller Deutschland - Konzerns, wurde mit einem Wachstum von 11 % im Geschäftsjahr 2014 gerechnet. Der Konzern konnte mit einem leicht unter der Planung liegendem Zuwachs von 8 % im Volumen der angekauften Forderungen dennoch ein gutes Ergebnis erzielen. Damit hat der Konzern seine Wachstumsstrategie weiter erfolgreich fortgesetzt. Im Vergleich zur Volumenprognose für das Jahr 2014 waren insgesamt ein geringerer Umsatz mit Refacto-ring-Kunden sowie ein geringeres Neugeschäftsvolumen bei der GE Capital Factoring GmbH zu verzeichnen. Diese Entwicklung konnte dadurch zum Großteil kompensiert werden, dass neue Kunden in 2014 gewonnen wurden und insbesondere zwei große Neukunden aus dem Jahr 2013 in 2014 erstmalig ganzjährig zum Kundenstamm zählten. Der Factoringumsatz des Heller Deutschland Konzerns verteilte sich im Jahr 2014 prozentual auf die folgenden Branchen:
Hinsichtlich der Verteilung des Umsatzes auf die angebotenen unterschiedlichen Factoringverfahren lässt sich in 2014 im In- und Ausland ein konstantes Verhältnis erkennen, das sich in % auf den Gesamtumsatz wie folgt darstellt:
Wir möchten den kooperierenden Maklern, Beratern und Gesellschaften ein herzliches Dankeschön aussprechen. Deren hoch geschätzte Unterstützung trug in besonderem Maße zum Erzielen des zufrieden stellenden Geschäftsergebnisses im Geschäftsjahr bei. 2.2.2. Geschäftsbereich Investitionsfinanzierung Im Geschäftsbereich Investitionsfinanzierung der GE Capital Bank AG belief sich das Neugeschäftsvolumen in 2014 auf EUR 99 Mio. im Vergleich zu 2013 mit EUR 130 Mio. Das Neugeschäftsvolumen reduzierte sich damit um 24 % in 2014. Aufgrund des anhaltend hohen Wettbewerbsdrucks in diesem Geschäftsfeld, wurde bereits bei der Planung ein Rückgang des Finanzierungsvolumens von 16% berücksichtigt. Die Marktentwicklung und der Margendruck haben sich in 2014 für die Investitionsfinanzierung leider nicht verbessert, so dass die GE Capital Bank AG bewusst ein niedrigeres Neugeschäftsvolumen in Kauf genommen hat, um ein akzeptables Preis-Risiko-Verhältnis beizubehalten.
Stärkster Finanzierungsanteil weiterhin bei Maschinen Mit 52 % (Vorjahr 46 %) waren Maschinen die am häufigsten über Darlehen finanzierten Objekte. Nutzfahrzeuge waren mit einem Anteil von 34 % (Vorjahr 22 %) die zweitstärkste Objektart. Unter "Andere" sind vor allem Büroausstattung, Luftfahrzeuge und IT-Systemlandschaften zusammengefasst.
Im Jahr 2014 stellt erstmals der Sektor Verkehr mit EUR 32 Mio. den größten Neugeschäftsbereich dar. Der Anteil dieser Branche am Neugeschäft erhöhte sich von 25 % in 2013 auf 32 % in 2014. Im zweitgrößten Sektor Dienstleistungen und freie Berufe war ein Neugeschäftsvolumen von EUR 23 Mio. zu verzeichnen. Der Neugeschäftsanteil dieser Branche verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr von 28 % auf 23 %. Unter der Rubrik "Andere" wurden im Wesentlichen die öffentlichen Haushalte, der Bergbau sowie die Energie-und Wasserversorgung zusammengefasst. 2.2.3. Geschäftsbereich GE Capital Direkt Neben den im Jahr 2010 erfolgreich eingeführten Tagesgeldkonten für Privatanleger bietet die GE Capital Direkt seit Mitte 2012 auch Festgeldeinlagen mit einer Laufzeit von 180 Tagen an. Diese wurden gut im Markt angenommen, so dass das Volumen der Privateinlagen dem Finanzierungsbedarf entspricht. Die sich permanent verändernde Marktsituation im Einlagengeschäft hat uns im vergangenen Jahr mehrfach dazu veranlasst, die Zinskonditionen für Tages- und Festgeldeinlagen anzupassen. Zum Ende des Jahres 2014 belief sich die Summe der Tagesgeldeinlagen auf rund EUR 362 Mio., die der Festgelder auf EUR 96 Mio. Der Zinssatz zum Stichtag 31.12.2014 betrug für das Tagesgeld 0,80% p.a. und für das 6-monatige Festgeld 0,85% p.a. Die Einlagen aus dem Tages- und Festgeld werden für die Finanzierung des Factoringgeschäftes eingesetzt und unterstützen damit direkt das Wachstum des deutschen Mittelstandes. 2.3. Vertriebsstruktur 2.3.1. Filialsystem im Geschäftsbereich Factoring Die langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Kunden ist für uns von größter Bedeutung und ein wichtiger Bestandteil unseres Erfolges. Dabei konzentrieren wir uns darauf, umfassende und zuverlässige Beratung aus einer Hand anzubieten. Im Geschäftsbereich Factoring hat der Heller Deutschland - Konzern eine dezentrale Vertriebsstruktur mit dem Hauptsitz in Mainz und weiteren fünf Vertriebsstandorten in Deutschland. Unter anderem dank unserer Filialstruktur können wir enge Beziehungen zu Kunden ausbauen und aufrechterhalten. Außerdem bieten wir unseren Kunden telefonische Beratung im Rahmen der neu abgeschlossenen und bereits bestehenden Geschäftsbeziehungen an. 2.3.2. Vertriebsbereiche im Geschäftsbereich Investitionsfinanzierung Der Vertriebsbereich im Geschäftsbereich Investitionsfinanzierung besteht aus drei Vertriebskanälen. Im Direktvertrieb werden Neu- und Bestandskunden durch Vertriebsmitarbeiter akquiriert bzw. betreut. Im Vermittlergeschäft wird das Neugeschäftsvolumen von Geschäftspartnern an den Heller Deutschland - Konzern vermittelt und im Programmgeschäft bietet der Heller Deutschland - Konzern eine Absatzfinanzierung für Hersteller und deren Händler an, die als vertriebsfördernde Maßnahme und Servicekomplettierung in deren Angebot eingebaut wird. In allen drei Vertriebskanälen bedient sich der Heller Deutschland - Konzern für die Generierung des Neugeschäftsvolumens bei der vorhandenen Vertriebsstruktur der GE Capital Leasing GmbH.
Der Direktvertrieb generierte mit 52 % den größten Anteil am Neugeschäftsvolumen (EUR 52 Mio., Vorjahr: EUR 98 Mio.). Das Umsatzvolumen über indirekte Vertriebswege (Vermittler und Programmpartner) stieg von EUR 32 Mio. auf EUR 47 Mio. und erreichte 2014 einen Anteil von insgesamt 48 %. 2.4. Personal Die Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich von 290 zum 31. Dezember 2013 auf 318 zum 31. Dezember 2014. In der Mitarbeiterzahl sind 28 Teilzeitkräfte, 8 Angestellte in Elternzeit sowie 32 Auszubildende, Trainees und Praktikanten enthalten. Mitarbeiteranzahl und -struktur - Mitarbeiterstand 2014
Vergütung und Altersvorsorge Der Heller Deutschland - Konzern lehnt sich an die Tarifverträge für das private Bankgewerbe an. Der Konzern bietet seinen Mitarbeitern die Möglichkeit einer betrieblichen Altersversorgung. Hierzu unterhält die GE Capital Bank AG eine Mitgliedschaft im BW Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G., dem Altersversorgungswerk der Finanzwirtschaft, und beteiligt sich an den hierfür anfallenden Beiträgen. Kontinuierliche Weiterbildung unserer Mitarbeiter Im Geschäftsjahr wurden zahlreiche Weiterbildungsmaßnahmen durchgeführt sowie interessierten Mitarbeitern die Teilnahme an einem berufsintegrierten Studium ermöglicht. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der GE Capital Bank AG, die durch ihr persönliches Engagement und ihre Leistungsbereitschaft den Geschäftserfolg ermöglicht haben, spricht der Vorstand besonderen Dank und Anerkennung aus. Ausdrücklicher Dank gilt ferner den Mitgliedern des Aufsichtsrats der GE Capital Bank AG für ihren sachkundigen Rat. 2.5 Überblick über das Geschäftsjahr 2014 a) Ertragslage Die folgende Darstellung gibt einen Überblick über die Ertragslage des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014:
Das Tochterunternehmen GE Capital Bank AG erzielte in 2014 das beste Jahresergebnis vor Gewinnabführung seit Gründung der Gesellschaft im Jahr 1964, so dass auch der Heller Deutschland - Konzern in 2014 das beste Konzernjahresergebnis seit Bestehen des Konzerns aufweist. Zinsergebnis Das Zinsergebnis ist um TEUR 8.336 auf TEUR 102.558 in 2014 gestiegen. Dies resultiert hauptsächlich daraus, dass die Zinsaufwendungen von verbundenen Unternehmen auf Grund günstigerer Refinanzierungssätze in 2014 um TEUR 7.985 gesunken sind. Darüber hinaus hat der um 8 % gestiegene Factoringumsatz zur Erhöhung der Einnahmen aus Factoringzinsen und -gebühren um TEUR 2.564 auf TEUR 110.074 beigetragen. Die Zinsaufwendungen aus Privateinlagen reduzierten sich um TEUR 1.526 auf TEUR 4.709 aufgrund niedrigerer Einlagenbestände und der im Jahr 2014 durchgeführten Zinssenkungen für Tages- und Festgelder. Provisionsergebnis Das Provisionsergebnis setzt sich aus Provisionserträgen und Provisionsaufwendungen zusammen. Der Rückgang des Provisionsergebnisses resultiert überwiegend aus einer Verringerung der Provisionserträge um TEUR 677. Ursächlich hierfür sind Einmalgebühren, die in 2014 nicht in gleicher Höhe anfielen wie im Vorjahr. Sonstiges betriebliches Ergebnis Das sonstige betriebliche Ergebnis ist von TEUR 7.350 im Jahr 2013 um TEUR 1.732 auf TEUR 5.618 in 2014 gesunken. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf niedrigere Erträge aus Kostenumlagen an verbundene Unternehmen (TEUR - 797) sowie niedrigere Auflösungen von Rückstellungen (TEUR - 637) zurückzuführen. Die Auflösungen von Rückstellungen betrafen im Geschäftsjahr insbesondere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie Rückstellungen im Kreditgeschäft. Verwaltungsaufwendungen (inkl. Abschreibungen und sonstige Steuern) Die Position Verwaltungsaufwendungen (inkl. Abschreibungen und sonstige Steuern) ist insgesamt um TEUR 4.310 auf TEUR 58.701 in 2014 gestiegen. Dabei erhöhten sich die Personalaufwendungen um TEUR 1.742 auf TEUR 24.947 aufgrund der höheren Anzahl der Mitarbeiter sowie der tariflichen Gehaltserhöhung ab Juli 2014. Zugleich stiegen die sonstigen Verwaltungsaufwendungen als Ganzes, wobei der einmalige Aufwand für Prozessrisiken (TEUR + 914) sowie die Aufwendungen für Wartungen sowie Dienstleistungen im Zusammenhang mit einem Data Warehouse Projekt (TEUR + 630) wesentlich zur Erhöhung dieses Aufwandspostens beitrugen. Risikovorsorge Die Netto-Risikovorsorge hat sich von TEUR 12.136 im Jahr 2013 um TEUR 9.591 auf TEUR 2.545 im Jahr 2014 verringert. Die Reduzierung der Netto-Risikovorsorge im Geschäftsbereich Investitionsfinanzierung um TEUR 6.569 auf TEUR -5.336 ist im Wesentlichen auf spürbar niedrigere Zuführungen zu Einzelwertberichtigungen und deutlich gestiegene - die Zuführungen übersteigende - Auflösungen von Einzelwertberichtigungen zurückzuführen. Im Geschäftsbereich Factoring reduzierte sich die Netto-Risikovorsorge um TEUR 4.472 auf TEUR 5.381, primär durch niedrigere Zuführungen zu Einzelwertberichtigungen und eine höhere Reduzierung der Pauschalwertberichtigung/-rückstellung, andererseits waren niedrigere Auflösungen von Einzelwertberichtigungen zu verzeichnen. Die in der Netto-Risikovorsorge im Geschäftsbereich Factoring ausgewiesenen Kredit-versicherungspräminen verringerten sind um TEUR 112 auf TEUR 6.127. Die Zuführung zur Vorsorgereserve nach § 340f HGB erhöhte sich um TEUR 1.181 auf TEUR 2.500. Jahresüberschuss Der Jahresüberschuss des Heller Deutschland Konzerns ist von TEUR 33.834 im Jahr 2013 um TEUR 9.142 auf TEUR 42.976 im Jahr 2014 gestiegen. b) Finanzlage Der Heller Deutschland - Konzern verfügt zum 31. Dezember 2014 über einen revolvierenden Kreditrahmen der GE Capital Finance III GmbH & Co. KG, Kriftel, in Höhe von EUR 750 Mio., der zum Stichtag in Höhe von EUR 545 Mio. nicht ausgenutzt wurde. Daneben bestehen ein revolvierender Kreditrahmen der GE Arastirma ve Musavirlik Limited Sirketi, Istanbul, in Höhe von USD 45 Mio., der zum Stichtag in Höhe von USD 35 Mio. genutzt wurde sowie ein zum Stichtag nicht genutzter resolvierender Kreditrahmen der Com-merzbank AG in Höhe von EUR 40 Mio. Darüber hinaus stehen zum Stichtag revolvierende Kreditrahmen in Höhe von HKD 100 Mio. bzw. SGD 25 Mio. bei der General Electric Capital Corporation, Norwalk, USA zur Verfügung. Beide Kreditrahmen wurden zum 31. Dezember 2014 nicht in Anspruch genommen. Zur Refinanzierung stehen eine zur Besicherung von vertraglich festgelegten Engagements (angekaufte Forderungsbeträge zuzüglich 50% der offenen Kreditzusagen, welche die Großkreditobergrenze überschreiten) erhaltene Einlage der Heller Netherlands Holding B.V. in Höhe von EUR 350 Mio. sowie der GE-interne Cash Pool zur Verfügung, wobei der GE-interne Cash Pool keiner betragsmäßigen Beschränkung unterliegt. Als weitere Quelle der Refinanzierung werden Tages- und Termingeldeinlagen von Privatkunden genutzt. Überschüssige Liquidität wird bei der Deutschen Bundesbank gehalten. c) Vermögenslage Die folgende Darstellung gibt einen Überblick über die Vermögenslage des Konzerns zum 31. Dezember 2014 im Vergleich zum Vorjahr:
Bilanzsumme und Geschäftsvolumen Die Bilanzsumme des Heller Deutschland - Konzerns ist zum 31. Dezember 2014 im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben. Das Geschäftsvolumen, das übernommene Bürgschaftsverpflichtungen für ein Joint Venture mit der Commerzbank AG und unwiderrufliche Kreditzusagen beinhaltet, hat sich im Berichtsjahr um EUR 137 Mio. verringert. Forderungen an Kreditinstitute Die Forderungen an Kreditinstitute betrugen zum Bilanzstichtag EUR 121 Mio. und beinhalten laufende Konten mit in- und ausländischen Banken sowie Factoringforderungen gegenüber Kreditinstituten. Forderungen an Kunden Die Forderungen an Kunden haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 % verringert. Wesentlicher Grund hierfür ist das Absinken der Forderungen an Kunden im Investitionsfinanzierungsgeschäft um EUR 56 Mio. bzw. -15,5 %. Die Forderungen im Rahmen des Factorings blieben gegenüber dem Vorjahr auf annähernd gleichem Niveau. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 % (EUR -113 Mio.). Dabei sanken die Verbindlichkeiten gegenüber Factoring-Kunden und Abnehmern um EUR 50 Mio. auf EUR 1.309 Mio., die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen um EUR 45 Mio. auf EUR 758 Mio. und die Verbindlichkeiten gegenüber Privateinlegern aus Tages- und Termingeldern um EUR 17 Mio. auf EUR 457 Mio. Rückstellungen Die Rückstellungen haben sich um EUR 6,8 Mio. auf EUR 49,4 Mio. erhöht. Diese Entwicklung resultiert hauptsächlich aus der Erhöhung der Steuerrückstellungen (EUR 3,7 Mio.), neu gebildeten Rückstellungen für Restrukturierungen im Bereich Investitionsfinanzierung (EUR 1,6 Mio.) sowie aus dem Anstieg der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (EUR 1,0 Mio.). d) Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Entwicklung Zusammenfassend verlief das Geschäftsjahr 2014 außerordentlich erfolgreich für den Konzern, der das beste Konzernergebnis seit seinem Bestehen erzielte Durch die Gewinnung neuer Kunden und ein überwiegend stabiles Bestandsgeschäft konnte das Umsatzvolumen insbesondere im Bereich Factoring aufgrund des um 8 % gestiegenen Volumens der angekauften Forderungen erhöht werden. Der risiko-adjustierte Ergebnisbeitrag wurde um 16,6 % und das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge um 28,8 % im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Außerdem verfügt der Heller Deutschland - Konzern über verlässliche Finanzierungsquellen. Damit besteht eine solide Basis für die weitere Entwicklung und Zukunft des Konzerns. 3. NachtragsberichtAm 10. April 2015 teilte die General Electric Company, Connecticut, USA, mit, dass der GE-Konzern sich aufgrund einer strategischen Neuausrichtung auf die Industriesegmente des Konzerns konzentrieren und infolge dessen den überwiegenden Teil der Unternehmensgruppe GE Capital verkaufen wird. Die Geschäftsführung der Heller GmbH geht aufgrund der sehr guten Geschäftsentwicklung im Jahr 2014 sowie der zufriedenstellenden Prognosen für 2015 davon aus, in den kommenden Monaten einen positiven Verkaufsprozess für den Konzern einzuleiten. Der Heller Deutschland - Konzern wird dabei auch während dieser Phase vom GE-Konzern durch unverändert bestehende Refinanzierungszusagen unterstützt. Darüber hinaus wird der Konzern seinen Wachstumsauftrag durch den bestehenden ausgeprägten Kunden- und Neugeschäftsfokus weiterhin unverändert fortsetzen. Die Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2014 und die Erstellung des Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr 2014 erfolgen somit unter Annahme der Unternehmensfortführung erfolgten. Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses und Erstellung des Konzernlageberichts keine Tatsachen oder Ereignisse bekannt geworden, die einen materiellen Einfluss auf den Geschäftsverlauf und die Lage des Konzerns haben oder den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten. 4. Risikobericht4.1 Überblick Die GE Capital Bank AG ist als übergeordnetes Institut der aufsichtsrechtlichen Finanzholding-Gruppe nach § 10a KWG i. V. m. Art. 11 ff. CRR (bestehend aus der Heller GmbH, Mainz, der GE Capital Bank AG, Mainz, der GE Capital Factoring GmbH, Mainz und der QUANTA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. OHG, Neu-Isenburg) für die Umsetzung des gruppenweiten Risikomanagements verantwortlich. In den aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreis, der diesem Risikobericht zu Grunde liegt, wird auch die CommerzFactoring GmbH, Mainz, zu 49,9% einbezogen. Insofern weicht der aufsichtsrechtliche Konsolidierungskreis vom Konsolidierungskreis des Konzernabschlusses ab. Die GE Capital Bank AG und die GE Capital Factoring GmbH nehmen seit dem 2. Quartal 2013 die Ausnahmen für gruppenangehörige Institute (sog. "Waiver-Regelungen") gemäß § 2a KWG i. V. m. Artikel 7 CRR (Verordnung EU Nr. 575/2013) in Anspruch. Die Inanspruchnahme der Ausnahmen erstreckt sich dabei bei der
In Bezug auf die Geschäftsführung der Heller GmbH und der GE Capital Factoring GmbH besteht eine Personenidentität mit dem Vorstand der GE Capital Bank AG. Ferner verfügt die GE Capital Factoring GmbH über keine eigenen Mitarbeiter und hat ihr operatives Geschäft auf die GE Capital Bank AG ausgelagert. Bei der Heller GmbH handelt es sich um eine Finanzholding-Gesellschaft ohne eigenes operatives Geschäft, die keine Mitarbeiter beschäftigt. Die Heller GmbH ist ein mit der General Electric Company, Fairfield, Connecticut, USA, und deren Tochtergesellschaft General Electric Capital Corporation, Norwalk, Connecticut, USA, verbundenes Unternehmen. 4.2 Risikomanagementsystem 4.2.1. Grundsätze Das Factoring- und Investitionsfinanzierungsgeschäft ist untrennbar mit der Übernahme von Risiken verbunden. Risiko heißt für die GE Capital Bank AG die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Risiken sollen so früh wie möglich identifiziert werden, um schnell und in angemessenem Umfang reagieren zu können. Darüber hinaus können in diesem Rahmen auch unternehmerische Chancen rechtzeitig erkannt und wahrgenommen werden. Das Risikomanagementsystem ist die Grundlage für ein gruppenweites aktives Risikomanagement. Hierdurch wird eine angemessene Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken gewährleistet. 4.2.2. Organisation Der Vorstand der GE Capital Bank AG hat ein angemessenes Risikomanagementsystem in der Finanzholding-Gruppe eingerichtet. Die Organisation des Risikomanagements und die damit einhergehenden Aufgaben und Verantwortlichkeiten sind in Übereinstimmung mit den aufsichtsrechtlichen Vorgaben definiert und dokumentiert. Eine klare aufbau- und ablauforganisatorische Trennung zwischen den einzelnen Funktionen und Tätigkeiten ist dabei sichergestellt. Die Aufbau- und Ablauforganisation wird regelmäßig insbesondere durch die Interne Revision überprüft und beurteilt und an interne und externe Entwicklungen zeitnah angepasst. Zur Berichterstattung ist ein umfassendes internes Reporting-System etabliert, das eine zeitnahe Information der Entscheidungsträger über die aktuelle Risikosituation und die relevanten Einflussfaktoren sicherstellt. Risikoreports werden in festgelegten Intervallen generiert oder, wenn notwendig, ad hoc erstellt. Darüber hinaus bilden Planungs-, Simulations- und Steuerungsinstrumente mögliche positive und negative Entwicklungen auf die wesentlichen Wert- und Steuerungsgrößen des Geschäftsmodells und ihre Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ab. Adressaten der Berichterstattung sind die Geschäftsführungen und steuernden Einheiten der Finanzholding-Gruppe sowie der Vorstand und der Aufsichtsrat der GE Capi-tal Bank AG. Der Chief Risk Officer (CRO) der GE Capital Bank AG ist für die Umsetzung der vom Vorstand für die quantifizierbaren Risiken festgelegten risikopolitischen Leitlinien in der Finanzholding-Gruppe verantwortlich. Der CRO berichtet im Vorstand und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Gesamtrisikolage der Gruppe. Grundlegende strategische Entscheidungen trifft ausschließlich der Vorstand. Das operative Risikomanagement hat der Vorstand an verschiedene Komitees delegiert. 4.2.3. Geschäfts- und Risikostrategie Der Vorstand der GE Capital Bank AG hat im Rahmen der Geschäftsstrategie die wesentlichen Zielsetzungen und Maßnahmen der Finanzholding-Gruppe festgelegt und hieraus eine konsistente Risikostrategie abgeleitet. In der Risikostrategie werden die risikostrategischen Leitplanken für das Risikomanagement definiert. Die Risikostrategie deckt alle wesentlichen Risiken ab, denen die Finanzholding-Gruppe ausgesetzt ist. Insbesondere werden die Risikobereitschaft unter Beachtung der Risikotragfähigkeit sowie die Ziele der Gesamtbankrisikosteuerung innerhalb der wesentlichen Geschäftsaktivitäten festgelegt. Die Risikostrategie wird in Form von Teilrisikostrategien für die wesentlichen Risikoarten detailliert. Durch eine angemessene Kommunikation der Geschäfts- und Risikostrategie werden ein gemeinsames Risikoverständnis und eine gemeinsame Risikokultur geschaffen. In der mindestens jährlich durchgeführten Risikoinventur wird sichergestellt, dass alle für die Finanzholding-Gruppe wesentlichen Risiken identifiziert werden. Die Einschätzung der Wesentlichkeit richtet sich hierbei insbesondere nach der Frage, ob das Eintreten des Risikos mittel- oder unmittelbar einen maßgeblichen negativen Einfluss auf die Risikotragfähigkeit der Finanzholding-Gruppe haben könnte. Das Gesamtrisikoprofil stellt daher eine wesentliche Grundlage für die Ausgestaltung des Risikokapitalmanagements sowie der Risikosteuerungs- und -controllingprozesse der Finanzholding-Gruppe dar. Die wesentlichen Risiken der Finanzholding-Gruppe stellen derzeit die Adressenausfall-, die Zinsänderungs-, die Liquiditätsrisiken, die operationellen Risiken sowie die allgemeinen Geschäfts- und Reputationsrisiken dar. Die im Rahmen von Fremdwährungsfinanzierungen gegebenen Währungsrisiken werden mittels einer fristen- und währungskongruenten Refinanzierung im Wesentlichen abgedeckt. Länderrisiken sind für die Finanzholding-Gruppe von untergeordneter Bedeutung, da die Kreditnehmer mit Sitz im Ausland überwiegend solche Länder der Europäischen Union betreffen, die derzeit kein erhöhtes Länderrisiko aufweisen. 4.2.4. Risikotragfähigkeit und Stresstests Das Risikokapitalmanagement ist ein integraler Bestandteil der Gesamtbanksteuerung der Finanzholding - Gruppe. Der Vorstand der GE Capital Bank AG legt dabei auf der Grundlage der geschäftspolitischen Ziele die gruppenweite Kapitalausstattung fest und steuert das Risikoprofil in einem angemessenen Verhältnis zur Risikodeckungsmasse. Die Fortführung der Geschäftstätigkeit (Going Concern) unter Beachtung der bankaufsichtlichen Mindestka-pitalanforderungen ist dabei im Rahmen der Risikotragfähigkeit das Primärziel. Selbst wenn in der Betrachtungsperiode von einem Jahr sowohl die erwarteten als auch die unerwarteten Verluste einträten, sollen weiterhin alle bankaufsichtlichen Mindestkapitalanforderungen erfüllt sein. Vor diesem Hintergrund benutzt die Finanzholding-Gruppe die Going-Concern-Sicht als führendes Steuerungsinstrument. Durch die aktive Steuerung der ökonomischen Kapitaladäquanz auf Basis der Ergebnisse der Risikobeurteilungen ist sichergestellt, dass das Eingehen von Risiken jederzeit im Einklang mit der Kapitalausstattung steht. Risiken werden nur innerhalb von aus Risikotragfähigkeitsgesichtspunkten abgeleiteten Limiten übernommen, um unter Berücksichtigung von Risiko-/Return-Aspekten Renditen zu erzielen. Damit sollen insbesondere Risiken vermieden werden, die die Fortführbarkeit des Geschäftsmodells gefährden könnten. Ein etabliertes Frühwarnsystem stellt dies sicher. Die nachstehende Tabelle stellt den ökonomischen Kapitalbedarf in der Going-Concern-Sicht, der sich zur Deckung der unerwarteten Verluste rechnerisch in einem Jahr ergeben könnte, der Risikodeckungsmasse gegenüber, die in den nächsten zwölf Monaten zur Verfügung stehen wird.
Tabelle: Ökonomischer Kapitalbedarf Going-Concern-Sicht Im Geschäftsjahr 2014 war gruppenweit die Risikotragfähigkeit zu jedem Zeitpunkt gegeben. Mit Blick auf die grundsätzlich von Unsicherheit geprägte gesamtwirtschaftliche Entwicklung erstellt die GE Capital Bank AG Prognoserechnungen für die kommenden drei Geschäftsjahre, um insbesondere regulato-rischen und ökonomischen Kapitalbedarf frühzeitig zu identifizieren. Zur besonderen Analyse der Auswirkungen außergewöhnlicher, aber plausibel möglicher Ereignisse werden zudem regelmäßig Stresstests durchgeführt. So werden umfangreiche Analysen sowohl auf der Ebene der einzelnen Risikoarten als auch risikoartenübergreifend vollzogen. Dabei werden insbesondere auch die Auswirkungen möglicher Risikokonzentrationen berücksichtigt. Bei der Durchführung der Stresstests werden die wesentlichen Risikotreiber so skaliert, dass sie überdurchschnittlich negative ökonomische Situationen widerspiegeln. Mit Hilfe der implementierten Stresstests wird somit insbesondere überprüft, ob die Risikotragfähigkeit der Finanzholding-Gruppe unter ungünstigen ökonomischen Rahmenbedingungen weiterhin sichergestellt werden kann. 4.2.5. Organisationsrichtlinien Ausgehend von der Risikostrategie wird das Risikomanagementsystem über Organisationsrichtlinien - Policies, Richtlinien und Arbeitsanweisungen - konkretisiert und operationalisiert. Diese Organisationsrichtlinien stehen allen Mitarbeitern elektronisch zur Verfügung. Darüber hinaus sind die Methoden und Verfahren zur Identifizierung, Messung sowie Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation von Risiken dokumentiert, die ein adäquates Risikomanagement in der Finanzholding-Gruppe sicherstellen. 4.3 Risikoarten 4.3.1. Adressenausfallrisiken Unter Adressenausfallrisiken versteht die GE Capital Bank AG die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich zugesagter Verpflichtungen durch die Vertragspartner. Hierzu zählen auch die Veritätsrisiken im Rahmen vergebener Bevorschussungslinien im Factoringgeschäft. Im Rahmen der Kreditvergabe und der Einräumung von Factoring-Bevorschussungslinien werden sämtliche Engagements, abgestuft nach Größe und Komplexität, nach eindeutig definierten Kompetenzregeln entschieden. Mit Hilfe definierter Frühwarnindikatoren werden die Adressenausfallrisiken laufend überwacht. Diese wurden im Geschäftsjahr 2014 weiterentwickelt. Das Risikofrüherkennungssystem dient insbesondere dazu, Fehlentwicklungen zeitnah zu erkennen und geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen einzuleiten. Auf Einzelgeschäftsebene erfolgt das Management der Adressenausfallrisiken getrennt auf Abnehmer- und Kundenebene. Dabei werden auch potentielle Konzentrationsrisiken entsprechend berücksichtigt. In der Risikotragfähigkeitsberechnung werden die Konzentrationsrisiken im Rahmen der Value-at-Risk Rechnung der Adressenausfallrisiken berücksichtigt und hinsichtlich der Branchenkonzentrationen mit Hilfe des Herfindahl-Index berechnet. In Abhängigkeit von dessen Ausprägung werden Aufschläge auf das ökonomische Kapital definiert. Die Adressenkonzentrationen werden im Tagesgeschäft laufend überwacht und im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung aufgezeigt. Abnehmer Im Factoringgeschäft mit Delkredereübernahme tragen die GE Capital Bank AG und die GE Capital Factoring GmbH das Ausfallrisiko des Abnehmers. Der Ankauf von Forderungen erfolgt im Rahmen von Abnehmerlimiten, die für jeden Abnehmer eingeräumt werden. Die Limitvergabe erfolgt dabei unter Berücksichtigung von Kreditnehmereinheiten und spiegelt neben der Bonität des Abnehmers auch die Deckungszusagen von Rückversicherern wider. Zur Bonitätsüberwachung werden insbesondere Büro- und Bankauskünfte und, soweit möglich und erforderlich, Jahresabschlüsse eingeholt. Ein systemgestütztes Frühwarnsystem sowie eine konservative Ausfalldefinition unterstützen die Bonitätsüberwachung. Größere Rahmenlimite werden in regelmäßigen Abständen, mindestens jedoch jährlich, überprüft. Zudem wird das Zahlungsverhalten der Abnehmer im Rahmen der Regulierung der Forderungen fortlaufend überwacht. Das Frühwarnsystem wurde in 2014 weiter verbessert. Zur Risikoklassifizierung der Abnehmer wird neben den risikorelevanten Informationen aus externen Auskunfteien auch auf die internen Analysen zum Zahlungsverhalten zurückgegriffen. Im Geschäftsjahr 2014 wurde eine Ratingabdeckung von ca. 99% des Abnehmerportfolios erreicht. Kunden Die Adressenausfallrisiken gegenüber Kunden bestehen zum einen aus Veritätsrisiken im Factoringgeschäft und zum anderen aus Bonitätsrisiken im Kreditgeschäft. Zur Begrenzung der Veritätsrisiken werden Bevorschussungslimite vereinbart, innerhalb derer vom Kunden eingereichte Forderungen bevorschusst werden. Die GE Capital Bank AG überzeugt sich von dem Bestand der Forderungen durch die Einholung von Saldenbestätigungen sowie rechnungsbegleitenden Unterlagen und durch die laufende, zum größten Teil systemgestützte Überwachung von Zahlungseingängen, Umsatzentwicklung und Altersstrukturen sowie Abzugsquoten (Verhältnis zwischen Umsatz und Zahlungseingängen) der eingereichten Forderungen. Zur Beurteilung der Rechnungserstellung, Zahlungsweiterleitung und Auslieferung werden mindestens jährlich und nach Bedarf Außenprüfungen durchgeführt. Neben der Analyse der Jahresabschlüsse werden auch Informationen zur aktuellen Unternehmensentwicklung der Kunden eingeholt. Es wird ein in 2013 grundlegend überarbeitetes Risikoklassifizierungsverfahren verwendet, in dem die bilanzielle Situation und die factoringspezifischen Merkmale berücksichtigt werden. Auch im Geschäftsbereich Investitionsfinanzierung sind Risikoklassifizierungsverfahren im Einsatz. Dabei werden je Kreditnehmer ein Bonitätsrating und je Finanzierungsvertrag ein Transaktionsrating ermittelt, welches die transaktionsspezifischen Risiken bewertet (insbesondere Sicherheiten). Das Bonitätsrating stellt auf das Ausfallrisiko des Kreditnehmers ab, während im Rahmen des Transaktionsratings der zu erwartende Verlust eines einzelnen Vertrages ermittelt wird. Beim Transaktionsrating werden insbesondere auch die bestehenden Sicherheiten für einen Finanzierungsvertrag berücksichtigt. Bei Vorliegen neuer wesentlicher Informationen oder nach Fristablauf findet eine Überprüfung des Ratings statt. In Abhängigkeit von der Größe des Engagements werden unterschiedliche Analysemodule eingesetzt, die sich in der Einbeziehung von Jahresabschlusszahlen und in der Berücksichtigung von qualitativen, zukunftsorientierten Kreditnehmerinformationen unterscheiden. Diese wurden in 2013 grundlegend modernisiert. Ergänzend wird in beiden Geschäftsfeldern vertragsbezogen auch ein automatisiertes Mahnverfahren zur Überwachung und Früherkennung der Bonitätsrisiken genutzt. Kreditportfolio Die Summe an Krediten, Zusagen und anderen nicht-derivativen außerbilanziellen Aktiva (Wertpapiere und derivative Finanzinstrumente wurden zum 31. Dezember 2014 nicht gehalten) teilt sich zum 31. Dezember 2014 wie folgt nach geografischen Regionen auf:
Die folgende Branchenverteilung basiert auf den Wirtschaftszweigklassifikationen der Deutschen Bundesbank.
Die vertraglich vereinbarten Restlaufzeiten stellen sich wie folgt dar:
Risikovorsorgeprozess Im Rahmen des Risikovorsorgeprozesses im Kreditgeschäft werden Forderungen als "notleidend" angesehen, wenn ein Kreditnehmer trotz Wirksamkeit der Forderung seinen Zahlungsverpflichtungen 90 Kalendertage nach Fälligkeit nicht nachkommt ("Verzug"), Insolvenz, Inkasso oder ein vergleichbares Kriterium vorliegt und/oder für die Forderung eine Wertberichtigung gebildet wurde. Im Geschäftsbereich Factoring wird der Risikovorsorgeprozess getrennt nach Kunde und Abnehmer durchgeführt. Auf Ebene der Abnehmer wird für eine offene, einredefrei angekaufte Forderung 120 Tage nach Fälligkeit eine pauschalierte Einzelwertberichtigung gebildet. Die Höhe der pauschalierten Einzelwertberichtigung orientiert sich dabei an historischen Ausfällen der letzten fünf Jahre. Besteht bei einzelnen Abnehmern z.B. aufgrund des Selbstbehalts der Kreditversicherung eine Verlusterwartung von TEUR 100 oder mehr, wird der Vorsorgebedarf individuell ermittelt und eine Einzelwertberichtigung gebildet. Auf Kundenebene erfolgt die Ermittlung des Vorsorgebedarfs individuell anhand der zu erwartenden Verluste, z.B. aufgrund von identifizierten Veritätsrisiken oder aufrechenbaren Ansprüchen der Debitoren. Die Risikovorsorge im Geschäftsbereich Investitionsfinanzierung ist abhängig von der Einschätzung des Adressenausfallrisikos sowie der Bewertung und Realisierbarkeit der Sicherheiten. Ab einer bestimmten Ratingstufe wird bei jedem Einzelfall auf Basis objektiver Kriterien überprüft, ob und inwieweit der Darlehensnehmer sämtliche gegen ihn bestehenden Forderungen zurückführen kann. Gegebenenfalls wird in Höhe des unbesicherten Forderungsteils eine Einzelwertberichtigung gebildet. Veränderungen der wirtschaftlichen Verhältnisse des betreffenden Darlehensnehmers bzw. Wertveränderungen von vorhandenen Sicherheiten werden zeitnah berücksichtigt. Der Risikovorsorgebedarf wird grundsätzlich mit dem Chief Risk Officer (CRO) abgestimmt und im Rahmen der Kompetenzordnung genehmigt. Die folgende Aufstellung stellt die Entwicklung der Risikovorsorge der Finanzholding-Gruppe im Kreditgeschäft über die Berichtsperiode vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 dar (ohne Vorsorgereserve nach § 340f HGB und ohne Zahlungseingänge aus abgeschriebenen Forderungen):
4.3.2. Operationelle Risiken Für die GE Capital Bank AG ist die Definition von operationellen Risiken des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht (Basel II) maßgeblich. Somit wird unter dem Begriff operationelles Risiko "die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen und Systemen oder in Folge von externen Ereignissen eintreten", verstanden. Unter die operationellen Risiken wird auch das Rechtsrisiko subsumiert, also das Risiko von Verlusten durch Verletzung von rechtlichen Rahmenbedingungen, neue gesetzliche Regelungen und für die Finanzholding-Gruppe nachteilige Änderungen oder Auslegungen (z. B. höchstrichterliche Entscheidungen) bestehender gesetzlicher Regelungen. Daneben sind aus vertraglichen Vereinbarungen resultierende Haftungsrisiken Teil der Rechtsrisiken. Zur Ermittlung des Anrechnungsbetrages für die operationellen Risiken findet derzeit der Basisindikatoransatz gemäß Teil 3, Titel III, Kapitel 2 CRR (Artikel 315/316 CRR) Anwendung. Dieser entspricht dem durchschnittlichen Bruttoertrag der letzten drei Jahre mit einem Gewichtungsfaktor in Höhe von 15 %. Zum 31. Dezember 2014 betrug die Eigenmittelanforderung EUR 16 Mio. Die Prozessrisiken, der externe Betrug und das Risiko des Systemausfalls stellen die maßgeblichen potenziellen Risikoquellen dar. Als "externer Betrug" werden typische Risiken des Factoringgeschäfts wie "Luftrechnungen", "keine Weiterleitung von Abnehmerzahlungen" sowie "Vorfakturierung" subsumiert. Im Rahmen der Investitionsfinanzierungen gehört zum "externen Betrug" das Risiko, dass das finanzierte Objekt im Laufe der Finanzierung entfällt. Auf Grund des hohen Grades der Technisierung im Bereich des operativen Geschäfts wird der Kategorie "Systeme" ebenfalls besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Ein weiterer Schwerpunkt des Managements operationeller Risiken ist die Beobachtung der Abläufe und Prozesse auf Schwachstellen und Optimierungsansätze. Durch kontinuierliche Verbesserungen des internen Kontrollsystems soll eine Minimierung der operationellen Risiken bzw. unter Kosten- und Nutzengesichtspunkten eine Optimierung der Ertragslage sichergestellt werden. Die Fokussierung auf diese genannten Kategorien spiegelt sich auch in der Wahl der Instrumente des Risikomanagements wider. Im Rahmen einer jährlichen Risikoinventur werden die wesentlichen operationellen Risiken in den Fachabteilungen mittels einer Expertenbefragung identifiziert und basierend auf der zu erwartenden Schadensintensität und Schadenshäufigkeit quantifiziert. Ziel der Risikoinventur ist es, einen Überblick über alle wesentlichen operationellen Risiken zu gewinnen, um Handlungsbedarf bzw. Verbesserungspotenziale systematisch abzuleiten. Darüber hinaus unterstützen zahlreiche Frühwarnindikatoren (Key Risk Indicators) die Überwachung und Steuerung operationeller Risiken. Die GE Capital Bank AG nutzt zudem im Factoring ein Frühwarnsystem zur Identifizierung externer Betrugsfälle unter Einsatz einer IT-Anwendung, die Auffälligkeiten im Rahmen der Rechnungsstellung auf Basis statistischer und heuristischer Verfahren ermittelt. Das Management operationeller Risiken wird zudem durch das Führen einer Schadensfalldatenbank ergänzt. Basierend auf der Analyse der Schadensfälle werden Handlungsmaßnahmen abgeleitet. Im Rahmen des Backtestings erfolgt ein Abgleich der aufgetretenen Schadensfälle mit der Ausrichtung der Frühwarnindikatoren und den Ergebnissen der Risikoinventur. Hierbei unterliegen die eingesetzten Methoden und Verfahren im Management operationeller Risiken einer systematischen Überprüfung, um Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Ein weiterer bedeutender Bestandteil des Managements operationeller Risiken stellt das Business Continuity Management (BCM) dar. Das Business Continuity Management identifiziert kritische Unternehmensprozesse und Systeme, deren Störung oder Ausfall erheblichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben könnte. Hierzu werden geeignete Maßnahmen definiert, um den geregelten Geschäftsbetrieb unter festgelegten Standards zu sichern. Dies beinhaltet auch eine schriftliche Notfallplanung, die bei Eintritt von schweren Betriebsstörungen Verluste auf ein Minimum reduzieren und den laufenden geordneten Geschäftsbetrieb sichern soll. Die kritischen Prozesse sowie die Wirksamkeit der definierten Maßnahmen unterliegen einer ständigen Überwachung und Weiterentwicklung. Ein BCM-Handbuch steht allen Geschäftsbereichen und Mitarbeitern zur Verfügung. 4.3.3. Marktpreisrisiken Die Marktpreisrisiken stellen Risiken dar, die sich aus möglichen negativen Wertänderungen von Positionen der GE Capital Bank AG durch die Veränderungen von Marktpreisen wie Zinsen, Devisenkursen, dazugehörige Sicherungsgeschäfte oder preisbeeinflussender Parameter - z. B. Volatilitäten oder Korrelationen ergeben. Als Nicht-Handelsbuchinstitut stellen für die GE Capital Bank AG und für die Finanzholding-Gruppe derzeit nur die Zinsänderungsrisiken des Anlagebuchs die wesentlichen Marktpreisrisiken dar. Für Geschäfte in Fremdwährung erfolgt in gleicher Währung eine fristenkongruente Refinanzierung. Wesentliche Währungsrisiken bestehen derzeit nicht. Die Ausgangsbasis für die Quantifizierung des Zinsänderungsrisikos bildet eine Barwertbilanz, in der die zinstragenden Aktiv- und Passivgeschäfte berücksichtigt werden. Die Auswirkungen auf den Barwert des Gesamtportfolios werden auf der Basis von verschiedenen Zinsszenarien unter Variation der Zinsstruktur-kurve berechnet. Die Zinsszenarien beinhalten u.a. die Ausweichszenarien aus den Anforderungen des Rundschreibens 11/2011 der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) "Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch". In diesem Zusammenhang erfolgt die Quantifizierung des Zinsänderungsrisikos unter der Annahme einer plötzlichen und unerwarteten Zinsänderung um +/- 200 Basispunkte. Die Zinsänderungsrisiken des Anlagebuchs der GE Capital Bank AG stellen sich zum 31. Dezember 2014 wie folgt dar:
Die Entscheidung über risikopolitische Maßnahmen zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken liegt beim Vorstand, der insbesondere auf der Basis interner Zinsablaufbilanzen und vor dem Hintergrund erwarteter Zinsentwicklungen die Absicherungsstrategie festlegt. Der Umgang mit Zinsänderungsrisiken wird zudem im Rahmen einer Richtlinie geregelt, die insbesondere Mindestanforderungen formuliert, damit die Zinsänderungsrisiken stets im Einklang mit der strategischen Ausrichtung der Gruppe stehen. Im Zuge der Überwachung der Zinsrisikopositionen wird insbesondere der barwertige Aktiv- bzw. Passivüberhang analysiert. Im Rahmen des Asset & Liability Committees werden die Ergebnisse der Analyse der Zinsänderungsrisiken sowie der übrigen Risikoarten dem Vorstand vorgestellt und notwendige Handlungsmaßnahmen beschlossen. 4.3.4. Liquiditätsrisiken Unter den Liquiditätsrisiken werden die Risiken verstanden, die gegenwärtigen sowie zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht (Liquiditätsrisiko i.e.S.) oder nur zu erhöhten Kosten (Refinanzierungsrisiko) erfüllen zu können. Die Steuerung der kurzfristigen Liquiditätsrisiken im Sinne einer kurzfristigen Liquiditätsplanung erfolgt unter Berücksichtigung der zu erwartenden Ein- und Auszahlungen und des Anfangsbestands an Zahlungsmitteln sowie unter Einhaltung der Mindestreserve. Dispositive Ausgleichsmaßnahmen erfolgen primär innerhalb des GE-Konzerns unter Einbezug des GE-Cashpools bzw. über weitere freie Refinanzierungslinien. Ein weiteres Instrument zur Steuerung der kurzfristigen Liquiditätsrisiken ist die auf monatlicher Basis erstellte Kennzahl gemäß Liquiditätsverordnung. Der Schwerpunkt dieser Meldung liegt auf der Liquiditätskennziffer des ersten Laufzeitbands, die als Quotient der liquiden Aktiva und der Liquiditätsabflüsse des Folgemonats gebildet wird. Im Geschäftsjahr 2014 lag die Liquiditätskennziffer stets oberhalb der unternehmensinternen und der aufsichtsrechtlichen Mindestwerte. Darüber hinaus wurde die Liquiditätssteuerung der Finanzholding-Gruppe im Berichtsjahr auf die neuen Kennziffern der Liquidity Coverage Ratio (LCR) und der Net Stable Funding Ratio (NSFR) erweitert. Die kurzfristige Liquiditätsplanung wird durch eine strukturelle Liquiditätssteuerung ergänzt, bei der, unter Berücksichtigung der Kundengeschäftsplanung sowie der Refinanzierungsmöglichkeiten, die Liquiditätsreserve in Bezug auf die Deckung der Nettomittelabflüsse längerfristig gesteuert wird. Die mittel- und langfristige Refinanzierung erfolgt dabei über revolvierende Kreditrahmen des GE-Konzerns sowie über Einlagen von Privatpersonen. Zur Sicherstellung der Liquidität auch in Krisensituationen existiert ein detaillierter Notfallplan. Das Inkrafttreten des Notfallplans wird dabei über ein System aus verschiedenen externen und internen Frühwarnindikatoren gesteuert. Die Entwicklung der Indikatoren wird regelmäßig vor dem Hintergrund definierter Schwellenwerte bewertet. Die Kernindikatoren werden dabei auf täglicher Basis überwacht. Das Überschreiten der Schwellenwerte führt zur Einberufung des Krisenstabs unter Beteiligung des Vorstandes. In Abhängigkeit von einer fundierten Situationsanalyse entscheidet der Krisenstab über die Einleitung von Steuerungsmaßnahmen. Im Geschäftsjahr 2014 kam es zu keiner Überschreitung der definierten Risiko-Schwellenwerte. Die Analyse der Ergebnisse der genannten Liquiditätssteuerungssysteme und die Ableitung von Steuerungsmaßnahmen erfolgt monatlich im Rahmen des Asset & Liability Committees sowie im Rahmen der vierteljährlichen Berichterstattung. Die Verantwortung im operativen Sinne obliegt einerseits dem Treasury, das insbesondere für die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit Sorge trägt, und andererseits dem Risikocontrolling, das insbesondere die Umsetzung der Steuerungsmaßnahmen überwacht. Darüber hinaus wird der Vorstand über signifikante Veränderungen des Risikoprofils sowie über neue wesentliche Risiken im Rahmen der Berichterstattung (inkl. ad-hoc Berichterstattung) umgehend informiert. Im Geschäftsjahr 2014 standen jederzeit Refinanzierungsmittel in erforderlichem Umfang zur Verfügung. Die Liquidität der Finanzholding-Gruppe war stets gegeben. 4.3.5. Allgemeine Geschäftsrisiken Die allgemeinen Geschäftsrisiken bezeichnen die Risiken, die aufgrund veränderter Rahmenbedingungen entstehen. Dazu gehören beispielsweise das Marktumfeld, das Kundenverhalten und der technische Fortschritt. Hieraus ergeben sich z.B. bei Veränderung des Marktes möglicherweise Risiken aus Ertragskonzentrationen. Die allgemeinen Geschäftsrisiken können insbesondere aus einem inadäquaten strategischen Entscheidungsprozess, unvorhersehbaren Diskontinuitäten im Markt, dem Markt unzureichend angepassten Produkten oder aus einer mangelhaften Umsetzung der gewählten Strategie resultieren. Die unternehmensstrategische Steuerung ist originäre Aufgabe des Vorstands. Auf der Basis von intensiven Beobachtungen der ökonomischen und politischen Faktoren sowie der Branchen- und Wettbewerbssituation werden Veränderungen und Entwicklungen der nationalen und internationalen Märkte und des Geschäftsumfelds analysiert und Maßnahmen zur langfristigen Sicherung und zum nachhaltigen Ausbau des Unternehmenserfolgs abgeleitet. Dabei werden anhand einer vorausschauenden Beurteilung von Erfolgsfaktoren Zielgrößen festgelegt, deren Einhaltung laufend überwacht wird. Die strategische Positionierung wird dabei auf Basis der Soll-Ist-Vergleiche regelmäßig kritisch hinterfragt. Darüber hinaus werden insbesondere die Vertriebsleistungen regelmäßig überwacht und analysiert. Hierzu stehen ausgereifte Werkzeuge und etablierte Frühwarnindikatoren zur Verfügung. 4.3.6 Reputationsrisiken Das Reputationsrisiko beschreibt die Gefahr von Verlusten, die aus einem Vertrauensverlust in das Unternehmen resultieren. Dazu zählen Imageverlust in der Öffentlichkeit durch eigenes Verschulden oder durch das Verschulden von wichtigen Beteiligungen, Auslagerungen, Verbundunternehmen oder anderer wichtiger Kooperationspartner. Zur Begrenzung von Reputationsrisiken hat GE einen konzernweit gültigen Ethik- und Verhaltenskodex ("The Spirit & The Letter") implementiert, der allgemeine ethische Grundsätze formuliert und Hilfestellungen zum Umgang mit konfliktträchtigen Situationen und Grauzonen beinhaltet. Dieser Kodex wird insbesondere durch einen "Integritätsleitfaden für Führungskräfte" sowie bestimmte Compliance-Richtlinien, wie z.B. die Richtlinie "Geschenke und Bewirtung" oder die "Richtlinie zur Vermeidung von unzulässigen Zahlungen" (Improper Payments), konkretisiert und ergänzt. Darüber hinaus ist die Überwachung und Steuerung von Reputationsrisiken auch in das Management operationeller Risiken eingebunden. Die Überwachung und Steuerung von Reputationsrisiken erfolgt dabei im Rahmen der Methoden und Verfahren (u.a. Risikoinventur) des Managements operationeller Risiken. 4.4 Eigenmittel Die Eigenmittel sind für die Ermittlung der Angemessenheit der regulatorischen Eigenmittelausstattung relevant. Sie dienen als Verlustpuffer von eingegangenen Risiken (insbesondere Adressenausfall-, Marktpreisrisiken und operationelle Risiken) und erfüllen damit eine Garantie- und Haftungsfunktion sowie eine Vertrauensfunktion gegenüber den Gläubigern von Kreditinstituten. Die Finanzholding-Gruppe ist verpflichtet, ihre gewichteten Risikoaktiva mit mindestens 8% Eigenmitteln zu unterlegen (Eigenmittelquote). Für die Unterlegung der Risikoaktiva mit Kernkapital ist durchgängig eine Quote von mindestens 5,5 % einzuhalten. Diese Anforderung erhöht sich für das Geschäftsjahr 2015 auf 6,0 %. Für die Berechnung der Eigenkapitalanforderungen setzt die Finanzholding-Gruppe den Kreditrisikostandardansatz für die Adressenausfallrisiken und den Basisindikatoransatz für die operationellen Risiken gemäß CRR, KWG und Solvabilitätsverordnung um. Die Eigenmittel der Finanzholding-Gruppe setzen sich aus Kern- und Ergänzungskapital zusammen und bestehen im Wesentlichen aus dem gezeichneten Kapital, den Kapital- und Gewinnrücklagen sowie nachrangigen Verbindlichkeiten. Die Anrechnung von aktivischen Unterschiedsbeträgen im Rahmen der Eigenmittel erfolgt ratierlich, jeweils hälftig beim Kern- und Ergänzungskapital. Genussrechtsverbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 nicht. Die Finanzholding-Gruppe hat während des Geschäftsjahrs 2014 zu jeder Zeit alle regulatorischen Anforderungen an die Mindesteigenkapitalausstattung erfüllt. Die Eigenmittelausstattung der Finanzholding-Gruppe stellt sich zum 31. Dezember 2014 dabei wie folgt dar:
4.5 Zusammenfassung Die Geschäftsentwicklung der Finanzholding-Gruppe wird im Wesentlichen durch die finanzwirtschaftlichen und operationellen Risiken sowie die allgemeinen Geschäfts- und Reputationsrisiken beeinflusst. Das Risikomanagementsystem stellt dabei die Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken in der laufenden und zukünftigen Entwicklung sicher. Eine etablierte Berichterstattung hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ausnahmslos die zeitnahe Einleitung und Priorisierung von Risikomanagementmaßnahmen gewährleistet. Die Risikolage der Finanzholding-Gruppe hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr bei jederzeit gegebener Risikotragfähigkeit als stabil erwiesen. Die Liquidität war stets gewährleistet. Darüber hinaus wurden die aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu jedem Zeitpunkt vollumfänglich erfüllt. Für die Finanzholding-Gruppe bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht zu erkennen. Auch für das kommende Geschäftsjahr wird keine negative Entwicklung erwartet. Mit Hilfe der Risikoüberwachungs- und Risikosteuerungssysteme und der konsequenten Ausrichtung der Gesamtbanksteuerung an der Risikotragfähigkeit kann gewährleistet werden, dass die im Rahmen der Geschäftstätigkeit eingegangenen Risiken jederzeit frühzeitig erkannt und mit ausreichend Risikokapital unterlegt sind. Darüber hinaus stellt insbesondere das Business Continuity Management bei möglichen Störungen einen ordnungsgemäßen Geschäftsbetrieb sicher. Das Risikomanagementsystem wird hinsichtlich der Entwicklung des Volumens und der Komplexität der betriebenen Geschäfte sowie der aufsichtsrechtlichen Anforderungen kontinuierlich weiterentwickelt. Die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems und deren aufsichtsrechtliche Umsetzung werden durch die Interne Revision turnusmäßig überwacht. Darüber hinaus finden externe Prüfungen statt. 5. Prognosebericht5.1. Rahmenbedingungen in Deutschland Die Expansion der Gesamtwirtschaft setzt sich trotz einer zeitweiligen Unterbrechung durch die europaweite Schuldenkrise in 2015 weiter fort. So prognostiziert die Deutsche Industrie- und Handelskammer im Februar 2015 ein moderates Wachstum für das deutsche BIP von 1,3 % für das Gesamtjahr 2015. Der Kreditversicherer Euler Hermes erwartet für 2015, dass die Zahl der Insolvenzen in Deutschland entgegen des weltweiten Trends um 2 % leicht steigen wird. Ursache hierfür sind vor allem die sich abschwächende Binnennachfrage sowie die zahlreichen internationalen Herausforderungen, die den Export bremsen. Factoring als Finanzierungsalternative spielt auch in Deutschland eine immer größere Rolle. Im Hinblick auf die Finanzierungsbedingungen geht die Deutsche Bundesbank von einer günstigen Prognose aus. Unser in den vergangenen Jahren erreichter führender Marktanteil im Bereich Factoring und unsere zahlreichen Kooperationen mit anderen Finanzdienstleistern helfen uns, dem Wettbewerbsdruck aus In- und Ausland standzuhalten. 5.2. Prognose für die geschäftsbezogene Entwicklung Für mittelständische Unternehmen haben eine gute und auf diverse Finanzierungsinstrumente basierende Liquiditätsausstattung sowie der wirksame Schutz vor dem Ausfall von Forderungen eine sehr hohe Bedeutung. Factoring hat während und nach der Finanzkrise als Ergänzung zur Bankfinanzierung seinen Platz behauptet und ausgebaut. Im Rahmen seiner strategischen Ausrichtung agiert der Heller Deutschland - Konzern in Deutschland als verlässlicher und verantwortungsvoller Partner des deutschen Mittelstandes und bietet maßgeschneiderte Finanzierungslösungen an. Dabei stehen die Interessen der Kunden, Mitarbeiter und aller sonstigen geschäftlich verbundenen Partner im Mittelpunkt. Durch das Angebot umfassender Finanzierungslösungen sowohl im kurzfristigen (Factoring) als auch im mittel- und langfristigen Bereich (Investitionsfinanzierungen) strebt der Konzern ein nachhaltiges und profitables Wachstum im Markt an. Chancen der Geschäftsentwicklung ergeben sich für den Heller Deutschland - Konzern dabei insbesondere bei einer anhaltend positiven Marktentwicklung auf in- und ausländischen Factoring-Märkten. Dieser Effekt wird verstärkt, wenn es dem Heller Deutschland - Konzern gelingt weiterhin das Geschäftsvolumen über der Marktentwicklung auszubauen, indem er z.B. durch die Ausweitung seiner Produktpalette neue Kunden gewinnt und die Geschäftsbeziehungen zu bestehenden Kunden weiter ausbaut. Insbesondere steigende Refinanzierungsspreads und eine Intensivierung des Wettbewerbs im Factoring-Markt können dagegen die Geschäftsentwicklung des Heller Deutschland - Konzerns negativ beeinflussen. Unseren jährlichen Planungsprozess für das Jahr 2015 haben wir analog zum Vorjahr aufgesetzt, da sich die grundsätzliche Geschäftsentwicklung für das Jahr 2014 in vielen Punkten mit unseren Erwartungen für dieses Jahr deckte. Insbesondere in Bezug auf die Entwicklung der Risikovorsorge kam es jedoch zu einer sehr positiven Entwicklung in 2014, die für das Jahr 2015 nicht nahtlos fortzuschreiben ist. Zudem entwickelten sich von uns nicht beeinflussbare Größen wie der 3-Monats-Euribor als Referenzzinssatz entgegen unseren Erwartungen. Im Rahmen unseres jährlichen Planungsprozesses gehen wir für das Jahr 2015 u.a. von einem leicht steigenden Bruttoinlandsprodukt, einem moderaten Wachstum des Factoring-Marktes sowie einem ebenfalls moderaten Anstieg des 3-Monats-Euribor als Referenzzinssatz aus. Zugleich rechnen wir mit einer Zunahme des Wettbewerbsdrucks sowohl im Bereich Factoring als auch im Bereich Investitionsfinanzierung. Ausgehend von diesen Eckdaten erwartet der Heller Deutschland - Konzern für das Jahr 2015 insgesamt eine positive Geschäftsentwicklung. Für den Geschäftsbereich Factoring rechnen wir für das Volumen der angekauften Forderungen, einem unserer zentralen finanziellen Leistungsindikatoren, mit einem moderaten Anstieg um rund 4 % auf EUR 51,5 Mrd. In den ersten drei Monaten des Jahres 2015 wurde ein Factoring-Umsatz von EUR 11,1 Mrd. im Vergleich zu EUR 11,9 Mrd. in den ersten beiden Monaten des Jahres 2014 erwirtschaftet, was einem Rückgang von 6,5 % entspricht. Wesentliche Ursache hierfür ist die geplante Beendigung einer Großkundenbeziehung zu Beginn des Jahres 2015. Wir sind zuversichtlich, den daraus entstandenen Volumenrückgang mit bestehenden und neuen Kunden kompensieren zu können und halten an unserer Volumenprognose für das Gesamtjahr 2015 fest. Im Geschäftsbereich Investitionsfinanzierung erwarten wir ein Volumen von EUR 81 Mio. Dies entspricht einem Rückgang von 20,6 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 und ist darauf zurückzuführen, dass wir für dieses Geschäftsfeld mit einem weiterhin hohen Wettbewerbsdruck in 2015 rechnen. In den ersten drei Monaten des Jahres 2015 erzielte die GE Capital Bank AG im Geschäftsfeld Investitionsfinanzierung ein Neugeschäftsvolumen in Höhe von EUR 14,1 Mio. im Vergleich zu EUR 26,9 Mio. im Vorjahreszeitraum. Dies entspricht einem Rückgang von 47,4 %. Hintergrund hierfür ist im Wesentlichen, dass in den ersten drei Monaten des Jahres 2014 ein überproportional hohes Volumenniveau zu verzeichnen war, das für die ersten drei Monate des Jahres 2015 nicht in gleicher Höhe zu erwarten war. Wir halten daher für den Geschäftsbereich Investitionsfinanzierung an unserer Volumenprognose für das Gesamtjahr 2015 fest. In Bezug auf das Zinsergebnis gehen wir für den Heller Deutschland - Konzern von einem Anstieg um 9 % auf EUR 112 Mio. in 2015 aus. Für das Provisionsergebnis erwarten wir einen leichten Rückgang auf EUR 0,6 Mio. im Jahr 2015. Im Vergleich zum Jahr 2014 gehen wir bezüglich der Verwaltungsaufwendungen von einer moderaten 3 %igen Erhöhung aus. Für die Risikovorsorge einschließlich Kreditversicherung rechnen wir mit einem Anstieg auf EUR 16,1 Mio. Ein Vergleich zum Jahr 2014 ist hierbei wenig aussagekräftig, da diese Position im abgelaufenen Geschäftsjahr ein außergewöhnlich gutes Niveau aufweist. Die geplante Risikovorsorge einschließlich der Kreditversicherungsprämien für das Jahr 2015 liegt 2,9 % über der des Geschäftsjahres 2013. Für den risiko-adjustierten Ergebnisbeitrag rechnen wir somit mit einem Rückgang um 5,6 % von EUR 108,0 Mio. in 2014 auf EUR 101,9 Mio. für das Geschäftsjahr 2015. Insgesamt erwarten wir, dass sich das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge im Jahr 2015 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 um 16,1 % auf EUR 41,4 Mio. verringern wird. Da unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erheblich zum Erfolg des Konzerns beitragen, werden wir auch in 2015 in deren kontinuierliche Aus- und Weiterbildung investieren. Dazu zählen u.a. die Bereitstellung eines breit gefächerten Spektrums an Weiterbildungsmaßnahmen und der schrittweise Aufbau des Fach-und Führungskräftenachwuchses. Zudem werden wir auch in 2015 zahlreiche Praktikanten, Auszubildende zur Bürokauffrau/ zum Bürokaufmann (IHK Mainz) und Studenten in einem Dualen Studium an der DHBW Mannheim mit der Fachrichtung Bankwesen (Bachelor of Arts BA) beschäftigen. Die Stabilität und Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells des Heller Deutschland Konzerns wird darüber hinaus insbesondere durch eine sicherheitsorientierte Kreditvergabepraxis und ein risikoadäquates Pricing gewährleistet. Ein risikoadäquates Pricing sieht der Heller Deutschland - Konzern als Voraussetzung für langfristigen Erfolg. Im Hinblick auf die Steuerung des Risikoportfolios vermeidet der Heller Deutschland Konzern ungesunde Konzentrationen durch eine breite Streuung der Kunden und deren Abnehmer. Die immer komplexer werdenden Bedürfnisse der Kunden in einer globalen Wirtschaft werden durch individuelle Finanzierungslösungen und neue Factoring-Produkte erfolgreich durch den Heller Deutschland Konzern erfüllt. Zusätzlich werden in regelmäßigen Abständen Umfragen zur Kundenzufriedenheit durchgeführt. Die nächste ganzheitliche Kundenumfrage ist für Ende 2015 geplant. Unter der Marke GE Capital Direkt wird der Heller Deutschland - Konzern weiterhin seinen Privatkunden ein attraktiv verzinstes Online-Tagesgeldkonto sowie Festgeldkonten anbieten. Damit verknüpft er die Privatanlagen mit dem deutschen Mittelstand zur stetigen Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Der Heller Deutschland - Konzern ist zuversichtlich, auch im Jahr 2015 trotz eines schwierigen Marktumfeldes ein zufriedenstellendes Geschäftsergebnis erreichen zu können.
Mainz, den 27. April 2015 Heller GmbH Die Geschäftsführung Joachim Secker Jörg Diewald Burkhard Reitermann Konzerneigenkapitalspiegel
Konzernkapitalflussrechnung
"Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Heller GmbH, Düsseldorf, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzernkapitalflussrechnung, Konzerneigenkapitalspiegel und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Frankfurt am Main, den 5. Mai 2015 KPMG
AG
Bauer, Wirtschaftsprüfer Horn, Wirtschaftsprüfer |
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