Stammdaten

Register
Amtsgericht Moenchengladbach HRB 15810
Vorher
Rein EDV GmbH
Eingetragen
17.3.2003
Branche
Großhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfEinzelhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
der Handel mit Hardware, insbesondere mit Computer-Peripheriegeräten, Micro-Computern und elektronischen Bauelementen sowie mit diesbezüglicher Software, insbesondere im medizinischen Bereich.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ansgar Johannes Haase
seit 24.3.2026
Prokura
Geschäftsführer
Peter Dr. Kohrs
seit 23.8.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
JVCKENWOOD CorporationJPN
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
JVCKENWOOD Corporation
Japan
1.000.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Rein medical GmbH


Mönchengladbach

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 53.933,00 65.154,00
II. Sachanlagen
- andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 275.267,00 299.915,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 331.016,72 331.016,72
2. Beteiligungen 31.413,53 31.413,53
362.430,25 362.430,25
691.630,25 727.499,25
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 4.882.195,72 3.878.332,27
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.752.837,15 4.521.894,15
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.930.629,50 871.453,30
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 16.897,00 64.233,90
4. sonstige Vermögensgegenstände 323.871,75 206.187,44
5.024.235,40 5.663.768,79
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 404.848,84 280.029,49
10.311.279,96 9.822.130,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 358.871,92 393.178,47
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.210.455,00 2.265.798,66
13.572.237,13 13.208.606,93

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 511.291,88 511.291,88
II. Verlustvortrag -2.777.090,54 -2.878.787,87
III. Jahresüberschuss 55.343,66 101.697,33
-2.210.455,00 -2.265.798,66
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.210.455,00 2.265.798,66
0,00 0,00
B. Rückstellungen 803.411,50 778.894,11
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 297.781,51 413.382,08
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.307.092,36 1.658.260,65
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.015.394,95 10.141.542,95
5. sonstige Verbindlichkeiten 148.556,81 216.527,14
davon aus Steuern: EUR 68.548,85 (Vorjahr: EUR 159.584,10)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 15.281,54 (Vorjahr: EUR 7.618,17)
12.768.825,63 12.429.712,82
13.572.237,13 13.208.606,93

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 7.972.973,30 7.420.084,94
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.619.999,23 -4.282.647,10
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -897.570,71 -834.640,82
davon für Altersversorgung: EUR 42.982,53 (Vorjahr: EUR 19.273,07)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -163.803,77 -190.100,60
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.383.576,21 -2.126.923,66
5. Erträge aus Beteiligungen 513.642,52 200.637,80
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.896,90 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -380.352,14 -82.069,23
davon an verbundenen Unternehmen: EUR 380.341,43 (Vorjahr: EUR 82.009,16)
8. Ergebnis nach Steuern 57.210,66 104.341,33
9. sonstige Steuern -1.867,00 -2.644,00
10. Jahresüberschuss 55.343,66 101.697,33

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Rein Medical GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Mönchengladbach
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Mönchengladbach
Register-Nr.: HRB 15810

Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 erfolgte nach den Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften der §§ 242 ff., 264 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach den Vorschriften der §§ 265 ff. und 275 ff. HGB gegliedert.

Die im Vorjahr angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten (§ 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB).

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Von den Erleichterungen bei der Aufstellung des Anhangs gemäß § 288 HGB wird Gebrauch gemacht.

Der Jahresabschluss wurde vor Berücksichtigung der Ergebnisverwendung aufgestellt.

Going Concern - Prämisse

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 eine bilanzielle Überschuldung in Höhe von 2.210 TEUR (Vorjahr: 2.266 TEUR) aus. Unter Berücksichtigung der aktuellen Situation rechnen wir für das Geschäftsjahr 2024 mit steigenden Umsatzerlösen und einem deutlich positiven Jahresergebnis, welches die bilanzielle Überschuldung allerdings nicht vollständig beseitigen wird. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen über Gesellschafterdarlehen. Für den Fortbestand der Gesellschaft ist die weitere Unterstützung durch die Muttergesellschaft von entscheidender Bedeutung.

Zur Vermeidung der insolvenzrechtlichen Folgen der vorgenannten bilanziellen Überschuldung hat die alleinige Gesellschafterin, JVCKENWOOD Corporation, Yokohama Kangawa/Japan in einer Patronatserklärung vom 18. März 2024 der Gesellschaft die fortgesetzte Unterstützung bis Ende 2025 zugesichert. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte daher unter Anwendung des Grundsatzes der Unternehmensfortführung (Going Concern).

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Diese wurden über eine Nutzungsdauer von 2 bis 10 Jahren vorgenommen. Das Wahlrecht zur Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen gemäß § 248 Abs. 2 HGB wurde ausgeübt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. In die Herstellungskosten wurden die Einzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen.

Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt zum Nennwert. Allen erkennbaren Risiken wurde durch angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel werden zum Nennwert bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag erfasst, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit bei Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

3. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Die in den Finanzanlagen enthaltenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen stellen sich wie folgt dar:

Höhe des Anteils
%
Eigenkapital
TEUR
Jahresergebnis 2023
TEUR
Anteile an verbundenen Unternehmen
Rein Medical System S.A., Madrid/Spanien 80,0 1.174 657
Beteiligungen
Rein Medical AG, Sirnach TG/Schweiz * 50,0 1.130 74
* Umrechnung erfolgte mit einem Kurs von 1,00321 EUR/CHF (Tageskurs 31.März 2023 gem. Deutsche Bundesbank). Beim Geschäftsjahr der Rein Medical AG, Sirnach TG/Schweiz handelt es sich um ein vom Kalenderjahr abweichendes (hier: 1. April 2022 bis 31. März 2023).

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.780.629,50 EUR (Vorjahr: 871.453,30 EUR) sowie um (kurzfristige) Darlehensforderungen in Höhe von 150.000,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Bei den Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich ausschließlich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von 138.837,80 EUR (Vorjahr: 127.046,69 EUR) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen i.H.v. 497.345,00 EUR (Vorjahr: 502.345,00 EUR) sowie Verpflichtungen aus dem Personalbereich i.H.v. 94.908,50 EUR (Vorjahr: 139.395,73 EUR).

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:

insgesamt davon mit einer Restlaufzeit von
31.12.2023
EUR
< 1 Jahr
EUR
1 - 5 Jahren
EUR
> 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen 297.781,51 297.781,51 0,00 0,00
aus Lieferungen und Leistungen 2.307.092,36 2.307.092,36 0,00 0,00
gegenüber verbundenen Unternehmen 10.015.394,95 10.015.394,95 0,00 0,00
sonstige 148.556,81 148.556,81 0,00 0,00
insgesamt 12.768.825,63 12.768.825,63 0,00 0,00
Vorjahr 12.429.712,82 12.429.712,82 0,00 0,00

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in der Regel mit üblichen Eigentumsvorbehalten besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und bestehen aus Darlehensverbindlichkeiten i.H.v. 10.012.314,00 EUR (Vorjahr: 10.011.714,00 EUR) sowie aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. 3.080,95 EUR (Vorjahr: 129.828,95 EUR).

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen im Inland, im europäischen Ausland und im arabischen Raum erzielt. Auf Umsätze mit verbundenen Unternehmen entfielen 30,8 % (Vorjahr: 22,2 %).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung i.H.v. 123.301,42 EUR (Vorjahr: 76.335,73 EUR) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung i.H.v. 489,43 EUR (Vorjahr: 3.476,04 EUR) enthalten.

5. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Als außerbilanzielle Geschäfte werden Miet- und Leasingverträge abgeschlossen. Die finanziellen Verpflichtungen aus diesen Verträgen betragen am Stichtag 2.055 TEUR (Vorjahr: 1.920 TEUR).

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter

Im Unternehmen waren im Geschäftsjahr durchschnittlich 74 Angestellte (Vorjahr: 74) beschäftigt.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer:
Stephan Rein ausgeübter Beruf: Kaufmann
Weitere Geschäftsführer:
(bis 1. Juni 2023) Dieter Cyganek ausgeübter Beruf: Kaufmann
(ab 1. Juni 2023) Peter Kohrs ausgeübter Beruf: Wirtschaftsingenieur
Thorsten Godulla ausgeübter Beruf: Kaufmann
Akira Suzuki ausgeübter Beruf: Kaufmann
Hisakazu Harada ausgeübter Beruf: Kaufmann

Bezüglich der Vergütung der Geschäftsführung wird von der Befreiungsvorschrift gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht, da nur zwei Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der JVC KENWOOD Corporation, Kanagawa/Japan, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Konzernunternehmen aufstellt.

Der Konzernabschluss wird beim Ministry of Finance (Local Finance Bureau) in Tokio, Japan, unter der Nr. 6632 offengelegt.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 55.343,66 EUR und wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Mönchengladbach, den 3. April 2024

Stephan Rein

Peter Kohrs

Thorsten Godulla

Akira Suzuki

Hisakazu Harada

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 629.582,85 45.290,83 0,00 674.873,68
II. Sachanlagen
- andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 906.152,43 87.150,94 12.480,00 980.823,37
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 331.016,72 0,00 0,00 331.016,72
2. Beteiligungen 31.413,53 0,00 0,00 31.413,53
zusammen 362.430,25 0,00 0,00 362.430,25
insgesamt 1.898.165,53 132.441,77 12.480,00 2.018.127,30
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 564.428,85 56.511,83 0,00 620.940,68
II. Sachanlagen
- andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 606.237,43 107.291,94 7.973,00 705.556,37
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
zusammen 0,00 0,00 0,00 0,00
insgesamt 1.170.666,28 163.803,77 7.973,00 1.326.497,05
Restbuchwerte
Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 53.933,00 65.154,00
II. Sachanlagen
- andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 275.267,00 299.915,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 331.016,72 331.016,72
2. Beteiligungen 31.413,53 31.413,53
zusammen 362.430,25 362.430,25
insgesamt 691.630,25 727.499,25

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Rein Medical GmbH ist Hersteller und Entwickler von Soft- und Hardwarelösungen im Bereich Medical IT und gehört deutschland- und europaweit zu den führenden Unternehmen. Die Produktwelt überzeugt mit ihren maßgeschneiderten, hygienischen und designstarken Lösungen. Dabei reicht das Leistungsspektrum von medizinischen Computersystemen über Befund- und Betrachtungssysteme bis hin zu einem klinikweiten Bild- und Videomanagement. Als Systemdienstleister realisiert Rein Medical von der Planung bis zur Übergabe ganzheitliche IT-Lösungen für Kliniken und Praxen.

Entwicklung, Produktion und Verwaltung befinden sich auf einem angemieteten Grundstück in Mönchengladbach. Durch Umbaumaßnahmen in den vergangenen Jahren wurde das Grundstück an die Bedürfnisse der Gesellschaft angepasst.

Der Vertrieb und Service werden am Hauptsitz in Mönchengladbach und durch die Tochtergesellschaften in Spanien und der Schweiz gewährleistet. Darüber hinaus bestehen Geschäftsverbindungen mit internationalen Distributoren, die auch weitgehend den Service und die Kundenbetreuung vor Ort gewährleisten.

Seit 2018 gehört die Rein Medical GmbH dem Verbund der JVCKENWOOD Corporation in Yokohama, Japan an.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliches und branchenbezogenes Umfeld

Im Jahresverlauf hat sich das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland insgesamt rückläufig entwickelt, was auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie den Krieg in der Ukraine und den damit einhergehenden wirtschaftlichen Folgen zurückgeführt wird. Auch wenn die direkten Auswirkungen der Corona-Pandemie schrittweise geringer werden, ist festzustellen, dass die Krankenhäuser in Deutschland, eine sehr wichtige Kundengruppe der Rein Medical GmbH, in Folge der Corona-Pandemie in wirtschaftlichen Schwierigkeiten stecken. Die damit verbundene Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Krankenhäuser wird durch die aktuell laufende Reform des Gesundheitssektors in Deutschland verstärkt. Dies führt zu einer deutlichen Zurückhaltung der Krankenhäuser bei Investitionen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland ist laut des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken. Vor allem im produzierenden Gewerbe ist ein Rückgang von 0,4 % verzeichnet worden. Im Vergleich zum Jahr 2019 (dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie) war das BIP 2023 (preisbereinigt) um 0,7 % höher (Quelle: Pressemitteilung Nr. 019 Destatis vom 15. Januar 2024).

Nach einer Umfrage des Bundesverbandes Medizintechnik (BVMed) im Herbst 2023 rechneten zwei Drittel der MedTech-Unternehmen in Deutschland mit einem besseren Umsatzergebnis als noch in 2022. Die Werte reichen aber noch nicht an die Vorpandemiejahre heran. Mit einem durchschnittlichen Umsatzanstieg von 4,8 % schneidet der deutsche Markt zudem deutlich schlechter ab als der Rest der Welt (6,4 %). Immerhin 19 % gingen von einem Umsatzrückgang in 2023 aus. Die Kosteneffizienz - die im Kontext von Supply Chain- und Covid-19-Krise zwischenzeitlich etwas an Dringlichkeit verlor - rückt dabei wieder als Priorität Nummer eins auf der Agenda von Herstellern zurück (Quelle: MEDengineering vom 9. Januar 2024).

2. Geschäftsverlauf

Die Nachfrage nach den Produkten (Auftragseingang) der Rein Medical hat sich im Berichtsjahr leicht reduziert. Der Auftragsbestand zum Ende des Geschäftsjahres war niedriger als im Vorjahr.

Die Umsatzerlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 % (i. Vj. 6,4 %) auf T€ 18.514 (i. Vj. T€ 17.661). Das Inlandsgeschäft, in erster Linie das Projekt-Geschäft, sank um 23,2 % auf T€ 7.130 (i. Vj. T€ 9.286). Demgegenüber konnte der Umsatz innerhalb der EU um T€ 3.576 (+ 53,9 %) gesteigert werden. Allerdings sank der Umsatz mit den Ländern außerhalb der EU um ca. T€ 506 (- 29,4 %).

Die Umsatzplanung für 2023, die von einer Steigerung des Geschäftsvolumens auf T€ 18.800 ausging, wurde knapp verfehlt. Dies begründet sich zum einen damit, dass die Umsatzentwicklung im Inland hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Zum anderen entsprach auch die Entwicklung in den neuen Absatzmärkten aus verschiedenen Gründen nicht den Erwartungen. Allerdings war die Entwicklung in der Euro-Zone deutlich besser als erwartet.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1. Ertragslage

Neben den Umsatzerlösen ist der EBIT der bedeutsamste finanzielle Leistungsindikator für unser Unternehmen. Die Rein Medical GmbH hat 2023 ein EBIT von T€ -95 (i. Vj. T€ -17) erwirtschaftet. Dieses liegt damit unter dem Planergebnis von T€ 349. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus der Verschiebung größerer Projekte sowie im Vergleich zum Vorjahr deutlich höheren Kosten. Das Jahresergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr verschlechtert und beträgt T€ 55 (i. Vj. T€ 102). Dies ist im Wesentlichen auf höhere Zinsaufwendungen zurückzuführen.

Bezogen auf die Gesamtleistung betrug die Materialaufwandsquote 59,8 % (i. Vj. 58,9 %) und die Personalaufwandsquote 28,7 % (i. Vj. 29,3 %). Der Anstieg der Materialaufwandsquote resultiert aus allgemeinen Kostensteigerungen bei der Beschaffung. Die Veränderung der Personalaufwandsquote ist das Ergebnis der höheren Gesamtleistung bei leicht höheren Personalkosten, begingt durch Lohnsteigerungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2023 um T€ 257 auf T€ 2.384 gestiegen. Die Werbe-/Reisekosten (+T€ 129), die Raumkosten (+T€ 99) sowie die Kosten der Warenabgabe (+T€ 65) sind am deutlichsten gestiegen, wohingegen in anderen Bereichen auch Kostenreduzierungen erreicht werden konnten (bspw. Entwicklungskosten -T€ 86).

Insgesamt hat sich die Ertragslage zwar nicht gemäß den Erwartungen, aber dennoch zufriedenstellend entwickelt.

3.2. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft erhöhte sich (unter Berücksichtigung gegenläufiger Effekte) im Berichtsjahr um T€ 364 auf T€ 13.572 (i. Vj. T€ 13.209). Die Erhöhung der Bilanzsumme auf der Aktivseite resultiert im Wesentlichen aus einem höheren Vorratsvermögen T€ 4.882 (i. Vj. T€ 3.878). Dem gegenüber nahmen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 2.769 auf T€ 1.753 ab. Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf bereits im Vorjahr fertiggestellte und abgeschlossene Projekte, die erst im Berichtsjahr zahlungstechnisch ausgeglichen wurden. Auf der Passivseite ist der Anstieg dagegen vor allem auf gestiegene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 2.307 (i. Vj. T€ 1.658) zurückzuführen.

Das gezeichnete Kapitel der Rein Medical GmbH beträgt zum 31. Dezember 2023 T€ 511 (i. Vj. T€ 511). Durch kumulierte Verluste aus den Vorjahren in Höhe von T€ 2.777 und unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses aus dem Geschäftsjahr 2023 in Höhe von T€ 55 ist das Eigenkapital der Gesellschaft unverändert vollständig aufgezehrt. Es ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von T€ 2.210 (i. Vj. T€ 2.266). Die Finanzierung der Rein Medical GmbH ist durch nachrangige Gesellschafterdarlehen sowie durch eine Patronatserklärung seitens der Gesellschafterin gesichert.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt T€ 114 (i. Vj. T€ -1.772). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt T€ 390 (i. Vj. T€ 137). In das Anlagevermögen wurden insgesamt T€ 132 (i. Vj. T€ 64) investiert. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf T€ -380 (i. Vj. T€ 1.016) und ist im Wesentlichen durch Zinsaufwendungen für Gesellschafterdarlehen in Höhe von T€ 380 beeinflusst. Insbesondere durch die Unterstützung der Gesellschafterin war die Liquidität im Geschäftsjahr 2023 ausreichend.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass sich die Vermögens- und Finanzlage im Jahr 2023 erwartungsgemäß entwickelt hat.

4. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Das Qualitätsmanagementsystem der Gesellschaft war bis 2020 nach EN ISO 13485 zertifiziert. Aus organisatorischen Gründen konnte das Zertifikat im Jahr 2021 jedoch zunächst nicht verlängert werden. Die Prozesse und Abläufe im Unternehmen orientieren sich jedoch weiterhin an dieser Norm. Zudem erhalten Kunden und ggf. Lieferanten die Möglichkeit, die Prozesses selbst zu auditieren. Im Berichtsjahr wurde der Prozess der Zertifizierung erneut gestartet und Anfang 2024 auch erfolgreich beendet.

Zum 15. Mai 2023 ist der langjährige Geschäftsführer der Rein Medical GmbH, Herr Dieter Cyganek, aus Altersgründen aus der Firma ausgeschieden. Herr Dr. Peter Kohrs wurde durch die Gesellschafter zum neuen Geschäftsführer bestellt. Er übernimmt die Verantwortung für die Abteilung Technik sowie die Abteilung QM/RA. Herr Stephan Rein übernimmt die Verantwortung für die Abteilung Vertrieb von Herrn Cyganek.

Der Personalbestand der Rein Medical GmbH zum 31. Dezember 2023 beträgt 87 (i. Vj. 81) Mitarbeiter. Weiterhin gibt es derzeit 7 Auszubildende. Die Aufwendungen für Fort- und Weiterbildung betrugen T€ 18 (i. Vj. T€ 34).

Neben der ständigen Weiterentwicklung und Verbesserung der bestehenden Produkte lag ein Schwerpunkt im Berichtszeitraum auf der Entwicklung einer neuen Generation der CLINIO-Serie. Ziel dieses Projektes ist es, das Produkt an geänderte Rahmenbedingungen anzupassen. Zusätzlich wurde die nächste Generation der SILENIO-Serie entwickelt. Die Spezifikationen dieses Produktes wurden so gewählt, dass auch ein Marktsegment adressiert werden kann, in dem die Rein Medical GmbH bisher nicht aktiv war. Ein Projekt zur Entwicklung einer web-basierten Software wurde erfolgreich abgeschlossen und beim Kunden implementiert.

C. Chancen- und Risikobericht

Der weltweite Markt an Medizintechnik verzeichnet insgesamt einen starken Anstieg. In vielen Industrieländern führt die demographische Alterung zu Nachfragesteigerungen. In den Entwicklungs- und Schwellenländern (z.B. Brasilien, Indien oder China) sorgen Bevölkerungswachstum und steigende Pro-Kopf-Einkommen ebenfalls für eine steigende Nachfrage nach Medizintechnik. Hieraus ergeben sich Chancen für die Rein Medical GmbH, da sich die Nachfrage insbesondere auf medizintechnische Innovationen mit hoher Qualität und großer Produktvielfalt konzentriert. Um weitere Absatzchancen im arabischen Raum zu nutzen, wurde im April 2023 ein Vertriebsmitarbeiter in Dubai eingestellt.

Wegen der allgemein rückläufigen Entwicklung am Markt, und insbesondere am deutschen Markt, ergeben sich betriebswirtschaftliche Risiken. Diese Entwicklung führt zu einem steigenden Kostendruck, welchem durch verschiedene Strategien entgegengewirkt werden muss. Sicherlich werden dadurch Investitionen kritisch hinterfragt und gegebenenfalls auch verschoben.

Weiterhin muss das Kriegsgeschehen in der Ukraine seit Februar 2022 genau beobachtet werden. Mangels Lieferanten oder Kunden in dieser Region ergeben sich zwar keine direkten oder unmittelbaren Konsequenzen. Allerdings können sich in Zukunft durch die erwarteten Verteuerungen auf dem Energie-Markt sowie eine weitere Verschlechterung des Investitionsklimas, gerade auf Grund der laufenden Krankenhausreform auf dem deutschen Markt, negative Folgen ergeben. Containerschiffe fahren aktuell lange Umwege ums Kap der Guten Hoffnung, weil sie die Route durchs Rote Meer wegen der Huthi-Attacken meiden. Das hat Auswirkungen auf Reedereien, Verbraucher und den Energiemarkt. Allerdings können sich in Zukunft durch die erwarteten Verteuerungen auf dem Energie-Markt sowie eine mögliche Verschlechterung des Investitionsklimas negative Folgen ergeben.

Vor diesem Hintergrund ergeben sich Marktrisiken durch eine weltweit steigende Anzahl an Wettbewerbern und einem dadurch entstehenden Preis- und Margendruck. Diesen Risiken begegnet die Gesellschaft mit qualitativ hochwertigen Produkten und umfangreichem Service. Auch die strategischen Partnerschaften mit großen Medizingeräteherstellern sowie der persönliche, direkte Kontakt mit großen Krankenhausbetreibern sorgen für eine stabile Position im Markt.

Weiterhin entstehen Risiken durch die langfristige Planung und Umsetzung von Kundenprojekten. Zwischen der ersten Kontaktaufnahme und dem Abschluss eines Geschäftes liegt häufig ein mehrmonatiger oder mehrjähriger Zeitraum, in dem sich die Anforderungen und Rahmenbedingungen ändern können. Das Unternehmen reagiert darauf mit einer direkten und engen Betreuung der Kunden durch die Vertriebsmitarbeiter. Ein hohes Maß an Flexibilität bei der Produktion erlaubt es, auch kurzfristig auf geänderte Anforderungen zu reagieren.

Die Finanzierung der Gesellschaft besteht im Wesentlichen aus Gesellschafterdarlehen und ist durch Rangrücktritte sowie durch eine Patronatserklärung gesichert. Finanzwirtschaftliche Risiken können insbesondere durch vorzeitige Rückzahlungsverpflichtungen bzw. ausbleibende Laufzeitverlängerungen entstehen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Gesellschafterin auch weiterhin Darlehen zur Verfügung stellt und die Laufzeiten der vorhandenen Darlehen bei Bedarf verlängert.

Die Darlehen der Gesellschafterin werden mit einem marktüblichen Zinssatz verzinst. Zinsrisiken können durch ein steigendes Zinsniveau entstehen. Dieses Risiko wird als gering eingeschätzt. Die aktuellen Zinskosten liegen bedingt durch die gestiegenen Marktzinsen deutlich über den Kosten von 2022.

Ausfallrisiken entstehen in Verbindung mit Kundenforderungen, welche nicht bezahlt werden. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft durch ein Forderungsmanagement. Dabei stehen Kundenbonitätsüberprüfungen am Anfang einer jeden Geschäftsbeziehung sowie bei Bestandskunden die Überwachung des Kreditlimits. Durch regelmäßige Mahnläufe und direkten Kundenkontakt werden überfällige Forderungen identifiziert und eingefordert. Den Ausfallrisiken wird durch angemessene Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Absatz- und Beschaffungsrisiken können in Verbindung mit Zugangsbeschränkungen bei Absatz- und Beschaffungsmärkten sowie bei der Verfügbarkeit von Einkaufsmaterialien gesehen werden. Im Zusammenhang mit ausländischen Beschaffungsmärkten können weiterhin Wechselkursrisiken entstehen. Diese werden jedoch als gering angesehen.

Insgesamt sind derzeit keine Risiken zu erkennen, die den Fortbestand der Rein Medical GmbH gefährden oder wesentlich beeinträchtigen könnten.

D. Prognosebericht

Durch den im Februar 2022 begonnenen bewaffneten Konflikt in der Ukraine ergeben sich noch nicht quantifizierbare Folgen für die Gesamtwirtschaft. Als wesentliche Folge daraus sind massive Preissteigerungen auf Grund der umfangreichen Sanktionen gegen Russland zu nennen. Die sich daraus ergebende starke Inflation in Deutschland und die daraus folgenden weiteren Preissteigerungen, auch im Bereich der Personalkosten, können gleichfalls noch nicht quantifiziert werden. Die aktuelle Reform der Krankenhäuser in Deutschland ist ein weiterer Faktor der Einfluss auf den Gesundheitssektor und damit auf die Geschäftsentwicklung der Rein Medical GmbH haben wird.

Die sich aus der Corona-Pandemie ergebende Lieferkettenproblematik ist weiterhin aktuell. Dies betrifft nicht nur die eigenen Lieferanten, sondern auch die Kunden. Vielfach mussten Projekte verschoben werden, weil der Kunde die nötigen Voraussetzungen für den Einbau der Produkte aus demselben Grund nicht schaffen konnte.

Die Auswirkungen des Ukraine-Konflikts können noch nicht endgültig abgeschätzt werden. Aber zusätzlich zur Lieferkettenproblematik muss mit höheren Preisen für die Beschaffung des Materialaufwandes und einer Steigerung der Energie- und Personalkosten gerechnet werden.

Gemäß den derzeitigen Unternehmensplanungen erwartet die Geschäftsführung der Rein Medical GmbH für 2024 einen Umsatz von ca. T€ 20.500. Bei einer geplanten Materialeinsatzquote von ca. 56 % sollte der Rohertrag verbessert werden. Dadurch würde, bei leicht steigenden Kosten, mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern von rd. T€ 160 gerechnet. Diese Prognose beruht auf dem vorhandenen Auftragsbestand, sowie dem Ausbau des Exportgeschäftes u.a. im arabischen Raum und der aktuellen Projekt-Roadmap.

Seitens der Gesellschafterin wurden zur Vermeidung von Liquiditätsproblemen weitere Darlehensmittel auf Abruf zur Verfügung gestellt.

Grundsätzlich ist die Gesellschaft mit attraktiven und wettbewerbsfähigen Produkten ausgestattet. Innovationen gewährleisten die Wettbewerbsfähigkeit in ihren regionalen und überregionalen Absatzgebieten. Die Neuentwicklungen der letzten Jahre haben sich mittlerweile gut auf den Märkten im In- und Ausland etabliert. Dadurch werden nach Überwindung der derzeitigen Krisen wieder wesentliche Umsatzsteigerungen erwartet. Der konsequente Ausbau des internationalen Vertriebsnetzes unterstützt dann wieder zusätzlich die erfolgreiche Auftragsakquisition. Kontinuität und Ausbau des Produktions-, des Vertriebs- und Serviceteams gepaart mit niedriger Fluktuation gewährleisten positive Entwicklungen der Gesellschaft.

Die im Lagebericht getroffenen Einschätzungen basieren auf den gegenwärtigen Erwartungen und Prognosen sowie den derzeit verfügbaren Informationen. Aufgrund der jeder Planung innewohnenden Unsicherheiten kann die tatsächliche Entwicklung von diesen Einschätzungen abweichen.

 

Mönchengladbach, den 3. April 2024

Rein Medical GmbH

Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers [1]

An die Rein Medical GmbH, Mönchengladbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Rein Medical GmbH, Mönchengladbach - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rein Medical GmbH, Mönchengladbach für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie, ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 22. Juli 2024

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Düsseldorf)

Thomas Gloth, Wirtschaftsprüfer

Michael Hingmann, Wirtschaftsprüfer

[1] Es wird darauf hingewiesen, dass sich der Bestätigungsvermerk auf den vollständigen Jahresabschluss ohne Inanspruchnahme von Offenlegungserleichterungen bezieht.

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 25. September 2024 festgestellt.

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