VR-Bank Spangenberg - Morschen eG

Stammdaten

Register
Amtsgericht Fritzlar GnR 701
Eingetragen
9.4.1958
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute des GenossenschaftssektorsKreditinstitute mit Sonderaufgaben
Gegenstand
(1) Zweck der Genossenschaft ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder. (2) Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere a) die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Spareinlagen; b) die Annahme von sonstigen Einlagen; c) die Gewährung von Krediten aller Art; d) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; e) die Durchführung des Zahlungsverkehrs; f) die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; g) die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; h) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; i) die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen und Reisen; j) die Vermittlung von Immobilien; k) der Erwerb, die Verwaltung und Veräußerung von Beteiligungen an anderen Unternehmen; l) die Erbringung entgeltlicher Beratungsleistungen für Unternehmen; ausgenommen ist die erlaubnispflichtige Rechts- oder Steuerberatung. (3) Die Genossenschaft kann Zweigniederlassungen errichten und sich an Unternehmen beteiligen. (4) Die Ausdehnung des Geschäftsbetriebs auf Nichtmitglieder ist zugelassen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dominik Hartung
seit 27.12.2018
Vorstandsmitglied
Stephanie Mänz
seit 27.12.2018
Prokura
Jens Diegel
seit 5.12.2012
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VR-Bank Spangenberg - Morschen eG

Spangenberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

VR-Bank Spangenberg-Morschen eG, Spangenberg

Gliederung des Lageberichts

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

C. Risiko- und Chancenbericht

D. Prognosebericht

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit betreuen und fördern wir die wirtschaftlichen Interessen unserer Mitglieder und Kunden. Darin gründet auch die enge regionale Bindung an das Geschäftsgebiet. Gegenstand ist dabei die Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften gemäß § 2 unserer Satzung.

Die Bank hat als zentrale Geschäftsfelder das Privat- und das Firmenkundengeschäft sowie als Ergänzung zum Kundengeschäft und zur Liquiditäts-, Ertrags- und Risikosteuerung das Eigengeschäft. Beteiligungen bestehen im Rahmen strategischer Partnerschaften. Das Institut nutzt darüber hinaus das Leistungsangebot innerhalb der Genossenschaftlichen Finanzgruppe Volksbanken Raiffeisenbanken.

Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit unterhalten wir neben der Hauptstelle in der Stadt Spangenberg eine Zweigstelle in der Gemeinde Morschen.

Die Genossenschaft ist der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Mit Inkrafttreten des Einlagensicherungsgesetzes (EinSiG) am 3. Juli 2015 ist die neue BVR Institutssicherung (BVR ISG Sicherungssystem), eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR ISG), als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem neben die weiterhin bestehende Sicherungseinrichtung des BVR (BVR SE) getreten. Die BVR SE ist als zusätzlicher genossenschaftlicher Schutz im sogenannten dualen System parallel zum BVR ISG Sicherungssystem tätig. Zur Erfüllung von §1 EinSiG i.V.m. § 1 Abs.3d Satz 1 KWG ist die Bank mit Wirkung vom 3. Juli 2015 dem BVR ISG Sicherungssystem beigetreten.

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands wurde im Jahr 2023 weiterhin durch die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie beeinträchtigt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Die Inflationsrate verminderte sich von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % in 2023 und blieb damit weiterhin auf einem hohen Niveau. Die bereits Ende 2022 eingetretene wirtschaftliche Schwächephase konnte im Jahr 2023 nicht überwunden werden und ließ eine erhoffte konjunkturelle Erholung nicht zu.

Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- undFachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und den wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November. In Reaktion auf das Urteil musste die Bundesregierung zum Jahresende in ihrer Finanzplanung deutliche Kürzungen und Einsparungen vornehmen.

Die Konsumausgaben der privaten Haushalte sind, nach einem kräftigen Zuwachs im Vorjahr (3,9 %), um 0,7 % zurückgegangen. Ursache dafür waren der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, welcher die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte deutlich dämpfte. Auch die vielfach deutlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie die insgesamt robuste Arbeitsmarktlage konnten an diesem Trend nichts ändern. Ebenfalls verminderten sich die staatlichen Konsumausgaben mit dem Wegfall der pandemiebedinten Sonderausgaben. Der Staatskonsum, der 2022 noch um 1,6 % gestiegen war, sank um deutliche 1,5 %. Insgesamt trugen die Konsumausgaben mit einem Beitrag von -0,8 Prozentpunkten wesentlich zum Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts bei.

Die Investitionskonjunktur zeigte sich ähnlich wie bereits im Vorjahr gespalten. Die Investitionen im Bereich Ausrüstungen, wie Fahrzeuge und Maschinen, konnten einen Zuwachs von 3,0 % aufgrund abnehmbarer Lieferengpässe verzeichnen. Der Vorjahreswert von 4,0 % Wachstum blieb jedoch unterschritten. Bauinvestitionen, die im Vorjahr um 1,8 % gesunken waren, gaben abermals nach. Sie wurden noch stärker als die Ausrüstungsinvestitionen durch die rasant steigenden Leitzinsen ausgebremst und verminderten sich, trotz eines witterungsbedingt günstigen Jahresauftakts, um 2,7 %. Neben dem zinsbedingten Nachfragerückgang, von dem der Wohnungsbau noch stärker als der Gewerbebau betroffen war, belastete die nur langsam nachlassende Baupreisdynamik das Investitionsgeschehen. Alles in allem gingen von den Bruttoanlageinvestitionen kaum Impulse für das preisbereinigte Wirtschaftswachstum aus.

Der Außenhandel konnte 2023 nicht an die deutlichen Zuwächse während der Erholung von der Coronakrise im Jahr 2022 anknüpfen. Sowohl die Exporte als auch die Importe sanken um 2,2 % beziehungsweise 3,4 %, nachdem sie im Vorjahr noch um 3,3 % und 6,6 % gestiegen waren. Hohe inländische Energiekosten belasteten die deutschen Exportunternehmen, insbesondere in den energieintensiven Produktionsbereichen wie der chemischen Industrie. Dämpfend auf die Importe wirkte wiederum die schwache inländische Produktions- und Konsumentwicklung. Da die Importe jedoch stärker sanken als die Exporte, wirkte der Außenhandel als Ganzes rechnerisch mit einem Wachstumsbeitrag von +0,6 Prozentpunkten dem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts entgegen.

Die staatlichen Einnahmen expandierten in 2023 mehr als die Ausgaben. Das Einnahmenwachstum generierte sich vor allem durch steigende Sozialbeiträge und höhere Verkaufserlöse, unter anderem aus Anhebungen von städtischen Gebühren und von Eintrittsgeldern für öffentliche Einrichtungen. Stärkste Faktoren des Ausgabenwachstums waren Anpassungen bei den Renten und Pensionen sowie höhere Zinsaufwendungen. Hinzu kamen umfangreiche Mehrausgaben zur Abmilderung der Energiekrise, wie die Zahlungen für die Gas-, Fernwärme- und Strompreisbremsen der Bundesregierung. Das gesamtstaatliche Finanzierungsdefizit gab in Relation zum nominal kräftig gestiegenen Bruttoinlandsprodukt leicht von 2,5 % im Vorjahr auf 2,1 % nach.

Der Arbeitsmarkt blieb trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche in einer soliden Grundverfassung. Die Arbeitslosenzahl stieg von 2,4 Millionen im Vorjahr auf 2,6 Millionen Menschen. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 % aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (+5,3 %). Zudem hielt der Beschäftigungsaufbau an. Die Erwerbstätigenzahl kletterte im Vorjahresvergleich um rund 300.000 auf einen neuen Rekordwert von gut 45,9 Millionen Menschen.

Nachdem die jährliche Veränderungsrate des Verbraucherpreisindex 2022 mit 6,9 % den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht hatte, ging sie 2023 etwas zurück. Im Jahresdurchschnitt lag die Inflationsrate bei 5,9 %, wobei die Monatswerte einen klar rückläufigen Trend zeigten. Generell haben sich die Triebkräfte der Inflation verschoben, weg von den Importpreisen hin zur Binnenteuerung. Verantwortlich für den Rückgang der Gesamtteuerung war in erster Linie der nachlassende Preisanstieg bei Energie. Angesichts staatlicher Entlastungsmaßnahmen und rückläufiger Notierungen für Energieträger verteuerten sich Energieprodukte 2023 um unterdurchschnittliche 5,3 %, nach einem enormen Anstieg um 29,7 % im Vorjahr. Bei Nahrungsmitteln hielt hingegen der hohe Preisauftrieb nahezu ungebremst an. Sie verteuerten sich um 12,4 %, nach einer Erhöhung um 13,4 % im Vorjahr.

Die Notenbanken setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten ihre Leitzinsen weiter. Die EZB sowie die FED erreichten damit 2023 die höchsten Leitzinsniveaus seit der globalen Finanzkrise von 2008; im Falle der EZB die höchsten seit Einführung des Euro. Im Zuge dieser Zinspolitik sanken die konjunkturellen Aussichten der Weltwirtschaft aufgrund der steigenden Finanzierungskosten. Auch die Entwicklung in der Volksrepublik China trug zur einsetzenden Konjunkturbremsung bei, da das dortige Wachstum durch eine Immobilienkrise und Nachwirkungen der strengen Nullcovidpolitik geschwächt wurde. Geopolitische Unsicherheiten wie der andauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der durch den Terrorangriff der Hamas auf Israel intensivierte Nahostkonflikt oder die Rivalität zwischen China und den USA belasteten die Konjunkturaussichten ebenfalls. Die Finanzmärkte entwickelten sich trotz dieser Belastungen jedoch eher positiv und bewerteten die rückläufigen Inflationsraten des Jahres 2023 als Zeichen für schneller als erwartet folgende Zinssenkungen im Jahr 2024. So fiel die Verbraucherpreisinflation in den USA zum Jahresende auf 3,4 %, nachdem sie im Januar 2023 noch bei hohen 6,4 % gelegen hatte. Im Euroraum war sie im selben Zeitraum von 8,6 auf 2,9 % gefallen. Zwar entwickelte sich die für die Geldpolitik maßgebliche Kernrate, die um die schwankungsanfälligen Komponenten Energie und Nahrung bereinigt ist, weniger dynamisch. Sie fiel in den USA von 5,6 auf 3,9 % und im Euroraum von 7,1 auf ebenfalls 3,9 %. Doch die Finanzmärkte reagierten stark auf die Rückgänge, wodurch Aktien- und Anleihekurse vor allem in der Jahresendrallye deutlich an zulegten.

Parallel zu ihren Leitzinserhöhungen fuhr die EZB auch ihre Anleihekaufprogramme weiter zurück, um dadurch ihre restriktive Geldpolitik zu verstärken. Dadurch ging die zusätzliche Nachfrage der Notenbank an den Anleihemärkten deutlich zurück, die in der Niedrigzinsphase dazu gedient hatte, die langfristigen Zinsen durch Übernachfrage zu senken. Indem sie diese Nachfrage entzog, wollte die EZB diese Zinsen wieder steigen lassen und damit die Wirkung ihrer zuerst die kurzen Fristen beeinflussenden Leitzinsen unterstützen.

Inflations- und Zinserwartungen sowie die tatsächlichen Entscheidungen der Notenbanken prägten die Anleihenmärkte 2023 in Form hoher Volatilität. Das Jahr begann, nach den starken Kursverlusten durch Kriegs-, Inflations- und Zinsschocks 2022, mit einer Erholung. In der Folge fielen die Renditen der Staatsanleihen. So belief sich die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihe am 02. Februar 2023 auf 2,07 %, nach noch 2,56 % an Neujahr. Aufgrund der weiterhin restriktiven Politik der Notenbanken stiegen die Renditen danach jedoch wieder an. In der Spitze erreichte die zehnjährige Bundesanleihe am 02. März 2023 eine Rendite von 2,75 %. Im Zuge der US-Regionalbankenkrise und der Schieflage der Credit Suisse, die zu einer von den Schweizer Behörden organisierten Zusammenlegung mit dem Schweizer Konkurrenten UBS führte, fiel diese Rendite jedoch bis zum 20. März 2023 auf 2,1 % zurück. Dieses Auf und Ab setzte sich im weiteren Jahresverlauf fort.

Die europäische Gemeinschaftswährung wertete im Verlauf des Jahres 2023 leicht von 1,07 US-Dollar auf 1,10 US-Dollar auf. Dabei profitierte die Gemeinschaftswährung von der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die ihre Leitzinsen um 200 Basispunkte erhöhte, während die US-Notenbank Fed ihre Leitzinsen um niedrigere 100 Basispunkte anhob. Dies verringerte den Zinsabstand der großen Währungsräume und ließ den Euro als Devise attraktiver werden. Weiterhin profitierte die Gemeinschaftswährung von der insgesamt erfolgreichen Selbstverteidigung der Ukraine gegen Russlands Invasion. Diese ließ Sorgen um ein Übergreifen der russischen Aggression auf andere europäische Staaten stärker in den Hintergrund treten. Der geopolitische Risikoabschlag des Euro gegenüber dem Dollar sank auf das Gesamtjahr gesehen. Dennoch blieb der Euro relativ zum Dollar anfällig und reagierte insbesondere auf Veränderungen der geopolitischen Lage und das Zinsverhalten der EZB. So sank der Euro vom 30. August 2023 bis zum 13. Oktober 2023 von 1,09 auf 1,05 US-Dollar. In dieser Zeitspanne beendete die EZB einerseits ihre Zinserhöhungen, während andererseits die Hamas mit ihren Terrorangriffen auf Israel einen kriegsähnlichen Konflikt entfachte. Da dieser Konflikt im weiteren Verlauf des Jahres 2023 aber weitgehend isoliert blieb und die Finanzmärkte zum Jahresende für die Fed bereits deutliche Leitzinssenkungen im Jahr 2024 einpreisten, konnte sich der Euro wieder erholen und mit 1,10 Dollar das Jahr 2023 beschließen.

Die Aktienmärkte setzten zum Jahresauftakt die Erholung von Ende 2022 fort. Der DAX stieg vom 01. Januar bis zum 09. März 2023 um 12,3 % auf 15.633,21 Punkte. Anschließend erschütterte jedoch die Krise der US-Regionalbanken die Finanzmärkte, insbesondere die plötzliche Zahlungsunfähigkeit der Silicon Valley Bank. Dies löste einen Schock auf den Aktienmärkten aus. Der DAX etwa verlor bis zum 17. März 5,5 % seines Kurswertes. Die Verluste konzentrierten sich dabei auf Finanzwerte. Zugleich führte die Unsicherheit in den USA, aber auch global zu größeren Bewegungen von Bankeinlagen, insbesondere von solchen oberhalb der Einlagensicherungsgrenzen. Die Krise kulminierte mit der Fusion der Schweizer Großbanken Credit Suisse und UBS am 19. März 2023, die die Schweizer Behörden zur Abwicklung der erstgenannten Bank organisiert hatte. Dieser Akt konnte die Märkte beruhigen und ermöglichte eine Erholung der Aktienmärkte von dem kurzzeitigen Einbruch. Diese Erholung flachte zum Sommer hin ab, setzte sich aber trotz wiederkehrender Volatilität insbesondere um die Leitzinsentscheide der Notenbanken fort. Der DAX legte von Anfang November bis Jahresende um 13,1 % zu. Dadurch schloss er das Jahr mit 16.751,64 Punkten und auf Jahressicht um 20,3 % im Plus ab.

In einem gesamtwirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld konnten die 697 Volksbanken und Raiffeisenbanken, PSD Banken, Sparda-Banken sowie die sonstigen Genossenschaftsbanken ihr Kredit- und Einlagengeschäft mit ihren über 30 Millionen Privat- und Firmenkunden im Geschäftsjahr 2023 teilweise leicht ausweiten. Im Vergleich zu den Vorjahren verlor das bilanzielle Kundengeschäft insgesamt jedoch an Dynamik.

Die deutschen Genossenschaftsbanken konnten in einem dämpfenden Wirtschaftsumfeld ihre Kreditvergabe leicht steigern. So erhöhten sich die bilanziellen Kundenforderungen der Genossenschaftsbanken im Vorjahresvergleich um 20 Milliarden Euro auf 777 Milliarden Euro (+2,6 %). Damit liegt die aktuelle prozentuale Veränderung mit gut vier Prozentpunkten deutlich unter der Wachstumsrate der Vorjahre (Veränderung 2022/2021 +6,5 %, 2021/2020 +6,9 % und 2020/2019 +6,2 %).

Die Entwicklung der Kundeneinlagen blieb weitgehend stabil. Das gestiegene Zinsniveau eröffnete den Kunden erstmals seit der Negativ- und Nullzinsphase attraktive Anlagemöglichkeiten in klassischen Fest- und Termingeldern oder Sparbriefen. Viele Kunden schichteten ihre während der Coronapandemie gebildeten hohen Sichteinlagenbestände in diese Einlagenformen um. Anderseits belasteten die höheren Lebenshaltungskosten infolge der Inflation die Sparfähigkeit der Kunden. Erstmals ist in Summe ein geringfügiger Einlagenabfluss im Aggregat der Genossenschaftsbanken festzustellen, indem Einlagenmittel der Kunden für Konsum und Investition verwendet werden. Der im März 2023 seit mehr als 20 Jahren erstmals festzustellende bestandsmäßige Rückgang der Sichtguthaben konnte noch nicht gestoppt werden. Bei den Spareinlagen-Produkten zogen die Kunden in Summe angesichts kaum anziehender Spareinlagenzinsen deutlich Gelder ab. Im Ergebnis betrugen die Kundeneinlagen der Genossenschaftsbanken Ende 2023 860 Milliarden Euro (-0,2 %).

Den Genossenschaftsbanken ist es im Jahr 2023 gelungen, das bilanzielle Eigenkapital mit einem Plus von 3,2 % auf 64 Milliarden Euro zu steigern. Die Rücklagen legten um 2,6 % auf 47 Milliarden Euro zu, die Geschäftsguthaben (gezeichnetes Kapital) wuchsen um 4,8 % auf 17 Milliarden Euro.

Die addierte Bilanzsumme aller Genossenschaftsbanken blieb im Vergleich zum Vorjahr mit 1.175 Milliarden Euro weitgehend konstant. Die durchschnittliche Bilanzsumme je Institut liegt aktuell bei knapp 1,7 Milliarden Euro. Die Spannweite bei den Bilanzsummen reicht unter den Genossenschaftsbanken von knapp 35 Millionen Euro für die kleinste bis 51 Milliarden Euro für die größte Bank.

Der Konsolidierungsprozess unter den Instituten setzte sich gegenüber dem Vorjahr in einem leicht erhöhten Umfang fort. Die Zahl der selbständigen Genossenschaftsbanken lag per Ende 2023 bei 697 Banken. Sie sank fusionsbedingt um 40 Institute bzw. um -5,4 % im Vergleich zum Vorjahr.

Die Zahl der Zweigstellen sank im zurückliegenden Jahr auf 6.510 (Veränderung zum Vorjahr -265 Zweigstellen, -3,9 %). Die Zahl der Bankstellen (Hauptstellen plus personenbesetzte Zweigstellen) sank um 305 (-4,1 %) auf 7.207 Bankstellen. Gleichzeitig wurden Kernfunktionen der Zweigstellen/Filialen, wie bediente Servicefunktion und Beratungsfunktion, in den verbleibenden Filialen gestärkt. In den letzten Jahren ist eine deutliche Entwicklung hin zu größeren Filialen zu erkennen. Die Zahl der SB-Stellen sank um 217 auf 3.885 (Vorjahr: 4.102, Veränderung zum Vorjahr -5,3 %). Ende 2023 gab es bei den Genossenschaftsbanken 14.696 Geldautomaten. Ihre Anzahl ist damit um -824 Geldautomaten im Vergleich zu 2022 zurückgegangen.

Die Mitgliederzahl ist weiter rückläufig. Aktuell beträgt die Zahl der Mitglieder der Genossenschaftsbanken 17,8 Millionen (Vorjahr 17,9 Millionen, Netto-Rückgang von -160.000 Mitgliedern, -0,9 %).

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Institutes auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen:

Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank wird die Relation des Betriebsergebnisses vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme (nachfolgend: "BE vor Bewertung/dBS") festgelegt. Die Kennzahl BE vor Bewertung/dBS misst die Ertragskraft der Bank in Relation zum Geschäftsvolumen, gemessen als durchschnittliche Bilanzsumme. Strategisch soll das BE vor Bewertung/dBS mindestens 0,6 % betragen. Für das Jahr 2023 hatten wir einen Wert von 0,7 % erwartet.

Als Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit/Effizienz oder Produktivität unseres Instituts wurde die Cost Income Ratio (nachfolgend: "CIR") bestimmt. Sie stellt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zum Zins- und Provisionsergebnis sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen dar. Strategisch soll die Kennzahl bei maximal 72,0 % liegen. Für 2023 hatten wir 66,4 % erwartet.

Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dient die aufsichtsrechtlich festgelegte Gesamtkapitalquote. Diese ergibt sich aus dem Verhältnis der haftenden Eigenmittelbestandteile (Geschäftsguthaben, bilanzielle Rücklagen, Fonds für allgemeine Bankrisiken und Sonstige) zu den Eigenmittelanforderungen bzw. dem Gesamtrisikobetrag (risikogewichtete Aktiva). Strategisch wollen wir mindestens eine Gesamtkapitalquote von 22,0 % erreichen. Für 2023 hatten wir 24,1 % erwartet.

Der Basel-II-Koeffizient (Zinsrisikokoeffizient) als weiterer Leistungsindikator ist definiert als die Barwertänderung, die sich aus einer plötzlichen und unerwarteten Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve ("adhoc") um 200 Basispunkte nach oben (Szenario I) und um 200 Basispunkte nach unten (Szenario II) ergibt, in Relation zu den aufsichtlich anrechenbaren Eigenmitteln (regulatorische Eigenmittel). Dabei wird auf die gesamten regulatorischen Eigenmittel abgestellt. Relevant für die aufsichtsrechtliche Beurteilung ist derjenige Zinsrisikokoeffizient mit dem (höheren) Barwertverlust. Strategisch soll der Basel-II-Koeffizient maximal 45,0 % betragen. Für 2023 hatten wir 23,5 % erwartet.

Die Darstellung, Analyse und Beurteilung der einzelnen finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt in den nächsten Abschnitten.

Daneben haben wir in unserer Strategie weitere nichtfinanzielle Leistungsindikatoren definiert, die die Entwicklung unserer Bank nachhaltig und maßgeblich beeinflussen. Zentrales Ziel ist die dauerhafte Eigenständigkeit der Bank in der Region, in der wir verwurzelt sind. Die bedeutsamsten vier nichtfinanziellen Leistungsindikatoren stellen wir im Folgenden dar:

In der Markt-, Kunden- und Mitgliederperspektive haben wir das Ziel definiert, bis zum Jahr 2030 eine Erhöhung der Mitgliederdurchdringung zu erreichen, durch einen Anteil der Mitglieder an den Kunden von 90,0 %. In der Prozessperspektive verfolgen wir das Ziel der Optimierung des Personaleinsatzes im Kundengeschäft durch einen Personalaufwand von weniger als 0,8 % des betreuten Kundenvolumens. Eine Effizienzsteigerung im Prozess streben wir durch eine "Kunden pro Mitarbeiterquote" von größer oder gleich 350 an. In der Personalperspektive streben wir eine Erhöhung des Qualifikationsniveaus durch einen Schulungsaufwand von größer oder gleich 1.400,00 Euro pro Mitarbeiter an.

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

Im Geschäftsjahr gab es keine außergewöhnlichen Vorgänge.

Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar:

Unser Betriebsergebnis vor Bewertung verschlechterte sich von 1.022 TEUR auf 696 TEUR.

Die Rentabilitätskennzahl BE vor Bewertung/dBS betrug im Jahr 2022 0,61 % und sank im Vorjahresvergleich um 0,20 %-Punkte auf 0,41 %. Dieser Rückgang der Kennziffer lässt sich sowohl mit einer deutlichen Erhöhung der Zinsaufwendungen von 245 TEUR auf 550 TEUR sowie einer Steigerung der Gesamtaufwendungen um 494 TEUR erklären. Diesen deutlichen Aufwandsteigerungen steht lediglich eine Steigerung bei den Zinserträgen i.H.v. 398 TEUR und bei den Provisionserträgen i.H.v. 12 TEUR entgegen.

Die CIR hat sich von 70,3 % im Vorjahr auf 72,4 % leicht verschlechtert. Die Aufwendungen stiegen insgesamt um 494 TEUR zum Vorjahr, Treiber dieser Entwicklung bei den Sachaufwendungen sind neben der allgemeinen Teuerung planmäßige Aufwendungen für die Weiterbildung, Aufwendungen für die Auslagerung von Dienstleistungen, IT-Aufwendungen, Beiträge und vor allem deutliche Preiserhöhungen bei unsere genossenschaftlichen IT-Dienstleistern und Verbänden. Die sonstigen Aufwendungen stiegen durch Einmalfaktoren im Rahmen von Altersteilzeitregelungen.

Die Gesamtkapitalquote belief sich auf 24,9 %, was einer Steigerung von 0,8 %-Punkte gegenüber dem Vorjahr (24,1 %) entspricht. Die Prognose der Bank im Planszenario belief sich auf 24,1 %. Aufgrund von Rücklagendotierungen und einer weiterhin verhaltenen Kreditnachfrage liegt die Kapitalquote oberhalb des Planszenarios. Der Zinsrisikoeffizient betrug bei einer positiven Zinsstrukturverschiebung um +200 Basispunkte zum Jahresende 2023 -26,0 % (Vorjahr -26,8 %).

Die Entwicklung der bedeutsamsten Leistungsindikatoren liegt aufgrund der zuvor dargestellten Faktoren nicht mehr im Rahmen unserer Erwartungen.

Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren erfüllen unsere Erwartungen. Grundlage sind die Ergebnisse aus dem strategischen Benchmarking per 31.12.2022, welche uns ab Sommer 2023 zur Verfügung standen.

In der Markt-, Kunden- und Mitgliederperspektive haben wir bei der Erhöhung der Mitgliederquote einen Anteil von 50,05 % erreicht (Vorjahr 48,41 %). Von einer weiteren Steigerung im Berichtsjahr ist auszugehen, da wir einen Mitgliederzuwachs von netto 69 Mitgliedern im Jahre 2023 zu verzeichnen hatten.

In der Prozessperspektive haben wir eine Personalaufwandsquote in Höhe von 0,53 % erreicht (Vorjahr 0,53 %) und liegen damit unterhalb der geplanten Quote von 0,8 %.

Unsere Effizienzziele haben wir durch eine "Kunden pro Mitarbeiterquote" von 334 durch eine strategische Ausweitung der Mitarbeiteranzahl im Rahmen der geplanten Altersnachfolgeregelung erneut leicht unterschritten.

In der Personalperspektive konnten wir das Qualifikationsniveau durch einen Schulungsaufwand pro Mitarbeiter in Höhe von 3.177,00 Euro (Vorjahr 1.429,00 Euro) ebenfalls geplant und deutlich erhöhen und unser Ziel somit erreichen.

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Bilanzsumme 164.675 167.759 -3.084 -1,8
Außerbilanzielle Geschäfte *) 2.171 5.910 -3.739 -63,3

*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen).

Nach einem Zuwachs von 4,2 % im Geschäftsjahr 2022 verzeichnete die Bilanzsumme im Berichtsjahr einen leichten Rückgang von -1,8 %. Die außerbilanziellen Geschäfte entwickelten sich mit -63,3 % deutlich rückläufig und betreffen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen und unwiderrufliche Kreditzusagen.

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Kundenforderungen 81.095 80.609 485 0,6
Wertpapieranlagen 60.541 62.619 -2.078 -3,3
Forderungen an Kreditinstitute 17.800 19.980 -2.179 -10,9

Im Geschäftsjahr konnte das Kundenkreditgeschäft eine leichte Steigerung erfahren und erhöhte sich um 485 TEUR oder 0,6 % auf 81.095 TEUR. Die Nachfrage war im Gesamtjahr aufgrund hoher Zinsen sowie hoher Preise im Baugewerbe verhalten. Der Schwerpunkt unseres Kreditgeschäftes liegt im Bereich der Privatkunden, die insgesamt rund 75,0 % ausmachen und einen Anteil von 39,4 % am Neukreditvolumen haben. Im gewerblichen Bereich liegt der Anteil am Neukreditvolumen bei 60,4 %. Den größten Anteil daran hat die Branche Groß- und Einzelhandel mit 17,8 %. Gefolgt von der Branche Land- und Forstwirtschaft mit 14,7 % am Neukreditvolumen und der Bau-Branche mit einem Anteil von 7,3 %.

Die Veränderung der Wertpapieranlagen um -3,3 % ist geprägt durch zwei Fälligkeiten im Berichtsjahr, wovon jedoch nur eine im Depot A wieder investiert wurde.

Passivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.238 6.693 546 8,2
Spareinlagen 51.687 60.563 -8.876 -14,7
andere Einlagen 86.530 81.684 4.846 5,9

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Form von Kundenweiterleitungsdarlehen, die sich im Vorjahr um 873 TEUR oder 15,0 % erhöhten, erhöhten sich im Berichtsjahr der allgemeinen Kreditnachfrage folgend nur noch um 546 TEUR oder 8,2 %. Die Spareinlagen sanken im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von Umschichtungen in andere Einlagenformen um -14,7 %. Davon profitierten insbesondere die anderen Einlagen mit einer Zuwachsrate von 5,9 %. Umschichtungen fanden jedoch auch zugunsten der Angebote unserer Verbundpartner innerhalb der Genossenschaftlichen Finanzgruppe Volksbanken Raiffeisenbanken statt. Wir rechnen für das Jahr 2024 wieder mit Rückflüssen in die Bilanz in identischer Höhe zu den Abflüssen in den Verbund aus dem letzten Jahr.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 123 94 28 30,1
Vermittlungserträge 261 280 -19 -6,8
Erträge aus Zahlungsverkehr 676 657 19 2,8

Die Erträge im Dienstleistungsgeschäft konnten insgesamt zum Vorjahr leicht gesteigert werden. Durch Umschichtungen von Kundengeldern in die Angebote der Genossenschaftlichen Finanzgruppe Volksbanken Raiffeisenbanken konnten die Erträge aus dem Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäft um 28 TEUR bzw. 30,1 % gesteigert werden. Die leichten Rückgänge in den Vermittlungserträgen werden von leichten Steigerungen in den Zahlungsverkehrserträgen kompensiert. Auf eine Erhöhung der Zahlungsverkehrsentgelte hat die Bank vor dem Hintergrund der ohnehin hohen Belastungen der Kunden durch hohe Teuerungsraten bislang bewusst verzichtet, eine Anpassung wird jedoch noch im ersten Halbjahr 2024 angestoßen.

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 1) 2.691 2.590 101 3,9
Provisionsüberschuss 2) 1.001 938 63 6,7
Verwaltungsaufwendungen 2.525 2.352 174 7,4
a) Personalaufwendungen 1.538 1.475 63 4,3
b) andere Verwaltungsaufwendungen 987 876 111 12,6
Betriebsergebnis vor Bewertung 3) 696 1.022 -326 -31,9
Bewertungsergebnis 4) -103 -68 -35 50,9
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 593 954 -361 -37,8
Steueraufwand 293 314 -20 -6,5
Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 0 300 -300 -100,0
Jahresüberschuss 300 340 -40 -11,8

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12

4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16

Der Zinsüberschuss konnte in Berichtsjahr aufgrund der allgemeinen Geld- und Kapitalmarktentwicklung gegenüber dem Vorjahr um 101 TEUR auf 2.691 TEUR gesteigert werden.

Der Provisionsüberschuss konnte im Berichtsjahr um 63 TEUR oder 6,7 % gesteigert werden. Die Provisionsaufwendungen waren weiterhin rückläufig. Die Provisionserträge erhöhten sich hingegen zum Vorjahr leicht.

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich zum Vorjahr um +174 TEUR oder 7,4 % auf 2.525 TEUR. Diese Steigerung betrifft insbesondere Tariferhöhungen innerhalb der Personalaufwendungen sowie Weiterbildungsaufwendungen, IT-Aufwendungen, Prüfungsgebühren und Beiträge sowie Kostensteigerungen aufgrund der allgemeinen Teuerungsrate innerhalb der anderen Verwaltungsaufwendungen.

Insbesondere Rückstellungen im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen belasteten das Ergebnis im Berichtsjahr. Hierbei handelt es sich jedoch um vorgezogene Verpflichtungen für einen späteren Zeitpunkt.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung hat sich aufgrund der zuvor beschriebenen Kostenfaktoren im Berichtsjahr um 326 TEUR oder -31,9 % auf 696 TEUR verschlechtert.

Das negative Bewertungsergebnis verschlechterte sich um 35 TEUR oder 50,9 %. Es ist durch Zuführungen zu Pauschalwertberichtigungen gem. IDW RS BFA 7 sowie neue Einzelwertberichtigungen bestimmt.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit verschlechtert sich im Vorjahresvergleich durch die zuvor genannten Faktoren um 361 TEUR. Der Jahresüberschuss entspricht dem Niveau der letzten Jahre.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung wird im Jahr 2024 laut Ergebnisvorschau zum Stichtag März 2024 mit 0,6 % dBS wieder deutlich höher als im Berichtsjahr ausfallen.

b) Finanzlage

Kapitalstruktur

Die Kapitalstruktur der Bilanz gliedert sich im Wesentlichen in die drei Bereiche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und Eigenkapital inkl. des Fonds für allgemeine Bankrisiken gem. § 340g HGB. Sämtliche Verbindlichkeiten lauten auf Euro.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen überwiegend aus festverzinslichen, zweckgebundenen Sonderkrediten der KfW mit einem Anteil in Höhe von 4,4 % an der Bilanzsumme.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden entsprechen einem Anteil in Höhe von 83,9 % der Bilanzsumme.

Die bilanziellen Eigenmittel inkl. Fonds für allgemeine Bankrisken entsprechen einem Anteil in Höhe von 11,1 % der Bilanzsumme.

Unsere regulatorischen Eigenmittel i.H.v. 18.844,5 TEUR bestehen zu 17.976,9 TEUR aus hartem Kernkapital und 867,6 TEUR Ergänzungskapital. Das harte Kernkapital untergliedert sich in unsere Geschäftsanteile als eingezahlte Kapitalinstrumente mit 598,4 TEUR vom Kernkapital, in einbehaltene Gewinne der Vorjahre mit 12.780,4 TEUR vom Kernkapital und in den Fonds für allgemeine Bankrisiken mit 4.600,0 TEUR vom Kernkapital. Das Ergänzungskapital besteht aus dem Betrag, der gemäß allgemeiner Kreditrisikoanpassungen nach dem Standardansatz mit 867,6 TEUR ansetzbar ist. Das Kernkapital konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder durch Rücklagendotierungen gestärkt werden. Auch in den beiden kommenden Jahren planen wir das Kernkapital durch entsprechende Dotierungen weiter zu stärken.

Liquidität

Die Zahlungsfähigkeit unseres Instituts war im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Art, Höhe und Fristigkeit jederzeit gegeben. Die monatlichen Meldungen der Liquidity Coverage Ratio (LCR) wiesen im Berichtszeitraum 2023 einen Wert von mindestens 129,5 % und einen Maximalwert von 393,0 % aus. Zum Bilanzstichtag lag die Kennzahl bei 379,3 %, das Maximum erreichte sie mit einem Wert i.H.v. 393,0 % im Juni 2023. Im Juni 2023 kam es aufgrund einer versehentlich unterlassenen internen Umbuchung zu einer rechnerischen Unterschreitung der LCR-Kennziffer. Interne und externe Meldungen wurden ausgelöst, die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an eine Unterschreitung vollumfänglich erfüllt.

Die vierteljährlichen Meldungen zur aufsichtsrechtlichen Kennzahl "Net Stable Funding Ratio (NSFR)" wiesen im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Wert von mindestens 114,8 % aus. Zum Bilanzstichtag lag die Kennzahl bei 115,5 %.

Die Geschäfts- und Refinanzierungsstruktur der Bank ist maßgeblich geprägt durch das Kundengeschäft als Basis der Liquiditätsausstattung. Aufgrund unserer Liquiditätsplanung und -steuerung, der Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund und der unterhaltenen Bankguthaben gehen wir davon aus, dass auch in den kommenden zwei Jahren eine gleichbleibende und stabile Liquiditätslage gegeben sein wird. Vor diesem Hintergrund ist die Fähigkeit der Kreditgenossenschaft zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit gesichert. Liquiditätsbelastungen aus außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich nicht ergeben.

c) Vermögenslage

Die Eigenkapitalstruktur der Bank ist geprägt von Geschäftsguthaben der Mitglieder und erwirtschafteten Rücklagen. Im Geschäftsjahr wurde das Eigenkapital durch Zuführung zu den Rücklagen gestärkt. Der Anteil des bilanziellen Eigenkapitals an der Bilanzsumme hat sich mit 11,1 % nur unwesentlich verändert (Vorjahr 10,75 %).

Die in unserem Institut getroffenen Vorkehrungen zur ordnungsgemäßen Ermittlung des Kernkapitals und des Ergänzungskapitals im Rahmen der bankaufsichtlichen Meldungen sind angemessen. Nach den vertraglichen sowie satzungsmäßigen Regelungen erfüllen die angesetzten Kapitalinstrumente die Anforderungen der CRR zur Anrechnung als aufsichtsrechtlich anerkanntes Kern- und Ergänzungskapital.

Die relevanten Vorgaben des KWG sowie der CRR wurden im Geschäftsjahr 2023 eingehalten.

Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG beläuft sich auf 0,18 %.

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 1) 18.297 18.048 249 1,4
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 18.844 18.258 587 3,2
Harte Kernkapitalquote 23,8 % 22,9 %
Kernkapitalquote 23,8 % 22,9 %
Gesamtkapitalquote 24,9 % 24,1 %

1) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Angemessene Eigenmittel, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bilden neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik. Die Eigenmittelausstattung liegt mit einer Gesamtkapitalquote im Sinne von Art. 92 Abs. 2c) CRR von 24,9 % deutlich über den gesetzlichen Anforderungen. Für die zu erwartende Geschäftsentwicklung laut Eckwertplanung in den nächsten zwei Jahren ist eine deutlich über den gesetzlichen Anforderungen liegende Eigenkapitalunterlegung laut Eigenkapitalplanung zu jedem Zeitpunkt sichergestellt.

Die BaFin hat mit der Allgemeinverfügung vom 31.01.2022 die Quote des inländischen antizyklischen Kapitalpuffers von 0,0 % auf 0,75 % erhöht. Dieser ist seit dem 01.02.2023 verpflichtend einzuhalten.

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft entwickelten sich wie folgt:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 60.541 57.588 2.953 5,1
Liquiditätsreserve 0 5.031 -5.031 -100,0

Der Anteil der Wertpapieranlagen entfällt vollständig auf Schuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 5).

Die im Bestand befindlichen Wertpapiere im Aktivposten 5 befinden sich nunmehr vollumfänglich im Anlagevermögen (100,0 %), welches nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet wurde. Hierdurch verblieben stille Lasten i.H.v. 5.691 TEUR. Eine Fälligkeit innerhalb der Liquiditätsreserve wurde im Anlagevermögen neu investiert.

Im Wertpapierbestand sind zu 100 % festverzinsliche Wertpapiere (jeweils ohne Berücksichtigung der Zinsabgrenzung) von Emittenten guter Bonität ausschließlich im Investment-Grade enthalten. Davon entfallen nach Nennwerten 5.000 TEUR auf öffentliche Emittenten und 55.300 TEUR auf Kreditinstitute. Alle Wertpapiere lauten auf Euro und wurden von inländischen Emittenten aufgelegt. Es haben sich keine wesentlichen Veränderungen in der Struktur sowie Bonitätseinstufung bei den Wertpapieranlagen im Vergleich zum Vorjahr ergeben.

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses in Bezug auf das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr - insbesondere vor dem Hintergrund der Zinsentwicklung, der Entwicklung der allgemeinen Teuerung und den weltweit diversen kriegerischen Auseinandersetzungen - weiterhin als zufriedenstellend. Zu einer Verbesserung der Provisionserträge sollen die geplanten Anpassungen der Zahlungsverkehrsentgelte ab dem zweiten Halbjahr 2024 beitragen.

Im Vergleich zu Banken unserer Größenklasse zwischen 100 und 250 Mio. Euro Bilanzsumme liegen wir im Betriebsergebnis nach Bewertung mit 0,35 % dBS (Vorjahr: 0,57 %) deutlich unterhalb des Durchschnitts des Genoverbandes mit 1,05 % (Vorjahr: -0,06 %). Im Durchschnitt der letzten 2 Jahre bewegen wir uns jedoch auf dem Niveau der Vergleichsgruppe, haben das Ergebnis jedoch gleichmäßiger ausgesteuert und vermeiden so Ergebnisausschläge in den Negativbereich, aber auch Ergebnisausschläge in Form von Wertkorrekturen deutlich nach oben. In einem weiterhin schwierigen Umfeld ist es uns gelungen, unseren Bestand im Kundenkreditgeschäft nicht nur zu halten, sondern sogar leicht zu erhöhen. Erneut konnten wir das Eigenkapital stärken und damit das Verhältnis zwischen Eigenkapital und Bilanzsumme auf einem nahezu gleichbleibenden Niveau halten. Im Einlagengeschäft haben sich die Erwartungen aus der Eckwertplanung insgesamt erfüllt. Die Vermögenslage der Bank zeichnet sich unverändert durch eine sehr gute Eigenkapitalausstattung aus, da die aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowohl im Vorjahr als auch im Geschäftsjahr deutlich übererfüllt wurden. Für erkennbare und latente Risiken in den Kundenforderungen sind Wertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Abzug von Pauschalwertberichtigungen zuzüglich freien Vorsorgereserven nach § 340f HGB Rechnung getragen worden. Finanzlage und Liquiditätsausstattung entsprechen den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernisse.

C. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagementsystem und -prozess

Unsere Geschäfts- und Risikostrategie basiert auf einem Strategieprozess und ist ausgerichtet auf das Kundengeschäft mit Mitgliedern und Kunden aus unserer Region.

Konsistent zu unserer Geschäfts- und Risikostrategie wurde eine Unternehmensplanung entwickelt, die eine langfristige und umfassende Begleitung unserer Mitglieder und Kunden im Hinblick auf Finanzierungswünsche, Vermögensanlagen und Dienstleistungen rund um den Zahlungsverkehr sicherstellt.

Mit Hilfe einer strategischen Eckwert- und Kapitalplanung für einen Zeitraum von 3 bzw. 5 Jahren, steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Die Annahmen für die Markt- und Volumenentwicklungen erfolgen hierbei durch Experten auf Basis von Marktprognosen. Die abgeleiteten Ertrags- und Vermögenswirkungen werden anhand von Simulationsrechnungen mit Unterstützung der Steuerungssoftware VR-Control ermittelt.

Die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Teilstrategien werden im Rahmen des von uns festgelegten Strategieprozesses regelmäßig und ggf. anlassbezogen überprüft. Das von uns verwendete Strategiemodell zeigt den organisatorischen Rahmen für die Strategie(über)prüfung und für die Vernetzung der strategischen und operativen Gesamtbanksteuerung auf.

Ziel unserer Risikostrategie ist nicht die vollständige Vermeidung von Risiken, sondern die Wahrung eines angemessenen Chancen-Risiko-Profils unserer Risikopräferenz entsprechend. Dabei beachten wir den Grundsatz: "Rentabilität und Sicherheit haben Vorrang vor Wachstum."

Wir haben ein System zur Früherkennung von Risiken implementiert. Vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft sehen wir dies als eine zentrale Aufgabe an. Die zuständigen Organisationseinheiten berichten unmittelbar an den Vorstand. In diesem Rahmen ist ein Risikocontrolling- und Managementsystem mit entsprechenden Instrumenten eingerichtet, um bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einleiten zu können.

Unsere Entscheidungsträger werden durch das interne Berichtsystem über die Geschäfts- und Risikoentwicklung frühzeitig informiert, um Maßnahmen zur Gegensteuerung ergreifen zu können.

Ziel des Risikomanagements unserer Bank ist es, Risiken, die den Erfolg wesentlich beeinflussen oder gar den Fortbestand gefährden können, frühzeitig zu erkennen sowie umfassend zu messen, zu überwachen und zu steuern. Integraler Bestandteil ist dabei die fortlaufende Sicherstellung der Risikotragfähigkeit. Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgt auf Basis der Risiko- und Liquiditätstragfähigkeit der Bank unter Berücksichtigung der Geschäfts- und Risikostrategie.

Zur Bestimmung unserer Risikotragfähigkeit haben wir zum 1. Januar 2023 auf die normative und ökonomische Perspektive als komplementäre, sich ergänzende Ansätze umgestellt. Unsere zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen somit das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive), als auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive).

Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere die Kapitalgrößen wie Kapitalanforderungen sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals wie beispielsweise die Höchstverschuldungsquote und die Großkreditgrenzen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und die sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden.

Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von 5 Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen wie Bonitätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft in einem adversen Szenario berücksichtigt.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertnah ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Die Bewertung des Risikodeckungspotenzials erfolgt unabhängig von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen.

Ausgangspunkt bei der barwertnahen Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist eine indirekte Berechnung, die auf Bilanzgrößen bzw. aufsichtlichen Kapitalgrößen aufsetzt und diese Werte um stille Lasten und Reserven aus ökonomischer Sicht korrigiert.

Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen.

Die Risikomessung für die in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit berücksichtigten Risikoklassen erfolgt mithilfe geeigneter Value-at-Risk (VaR)-Modelle mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % mit einem Risikobetrachtungshorizont von einem Jahr. Bei den Risikoklassen, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell verwendet wird, erfolgt eine expertenbasierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9 %-Quantil entspricht. Die Risikoaggregation erfolgt ohne Berücksichtigung von Korrelationen zwischen den einzelnen Risikoarten additiv.

Die Ermittlung der Liquiditätstragfähigkeit erfolgt ebenfalls in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive anhand von aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen sowie einer Überwachung des Überlebenshorizonts.

In der normativen Perspektive wird das Ziel verfolgt, kurzfristig und in unserer mehrjährigen Geschäftsplanung die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen einzuhalten. Dazu werden hochliquide Vermögenswerte den aufsichtsrechtlichen Nettomittelabflüssen gegenübergestellt. Für die Steuerung der normativen Liquiditätstragfähigkeit verwenden wir die aufsichtsrechtlich vorgegebene Kennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR).

Zusätzlich wird die Net Stable Funding Ratio (NSFR) als normative Mindestgröße in der Banksteuerung berücksichtigt. Diese zeigt das Verhältnis von verfügbarer zur erforderlichen stabilen Refinanzierung auf.

In der ökonomischen Perspektive werden neben der Plan-Liquiditätsablaufbilanz Stress-Liquiditätsablaufbilanzen vierteljährlich erstellt. Diese berücksichtigen die Liquiditätsauswirkungen von institutseigenen und marktweiten Ursachen sowie eine Kombination daraus. Wir haben einen Mindest-Überlebenshorizont für die Plan-Liquiditätsablaufbilanz sowie die Stress-Liquiditätsablaufbilanzen definiert, dieser wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten.

Die Offenlegung der Risikomanagementziele und -politik entsprechen den Anforderungen des Artikels 435 CRR. Die Risikomanagementziele und -strategien werden dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben und mit diesem erörtert.

Die eingerichteten Systeme und Verfahren des Risikomanagements sind dem Profil und der Geschäfts- und Risikostrategie der Bank sowie ihrer Größe angemessen und entsprechen den Anforderungen der MaRisk.

Risiken

Als Risiko definieren wir die negative Abweichung vom erwarteten Ergebnis bzw. Planwert aufgrund von Unsicherheit. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit von möglichen Risiken verschafft sich unsere Geschäftsleitung, einmal im Jahr im Rahmen der Risikoinventur sowie anlassbezogen, einen Überblick über die Risiken unserer Bank auf Gesamtinstitutsebene. Dabei werden auch übergreifende Risiken wie das Modell-, Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiko sowie Risikokonzentrationen in der Wesentlichkeitsbewertung der einzelnen Risikoklassen berücksichtigt.

Zum Abschlussstichtag werden das Kreditrisiko, das Marktrisiko, das operationelle Risiko sowie das Liquiditätsrisiko als wesentliche Risiken bewertet.

Für unsere Risikobeurteilung zum Abschlussstichtag legen wir konsistent zum Prognosezeitraum einen Zeitraum von 1 Jahr zu Grunde, in dem auch das Vorliegen von bestandsgefährdenden Risiken beurteilt wird.

Bestandsgefährdende Risiken (wesentliche Risiken mit hohen Auswirkungen) liegen für den hier zugrunde gelegten Beurteilungszeitraum von 1 Jahr nicht vor.

Adressenausfallrisiken bzw. Kreditrisiko

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern, der Ratingmigration und/oder der adressbezogenen Spreadveränderung entstehen. Es umfasst das Kreditrisiko im Kundengeschäft sowie im Eigengeschäft.

Das Kreditrisiko Kundengeschäft stufen wir als relevant und aufsichtsrechtlich wesentlich ein. Es besteht keine quantitative Wesentlichkeit hinsichtlich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Das Kreditrisiko Eigengeschäft stufen wir als relevant und aufsichtsrechtlich wesentlich ein. Es besteht keine quantitative Wesentlichkeit hinsichtlich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Zur Steuerung des Kreditrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein (im wesentlichen VR-Rating). Zur Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeiten verwendet die Bank vorrangig die Verfahren der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Um die Spezifika der einzelnen Kundensegmente abbilden zu können, sind für unterschiedliche Kundensegmente separate Ratingverfahren im Einsatz.

Bei den Eigenanlagen nutzen wir für Wertpapiere die Ratinginformationen der DZ BANK AG auf Basis externer Ratingagenturen. Aufgrund unserer individuellen und sehr konservativen Portofoliostruktur, bei der eine Steuerung und Überwachung über ein komplexes Portfoliomodell nicht sinnvoll möglich ist, steuern wir das Kreditrisiko im Eigengeschäft über eine vereinfachte Methode mit Hilfe von Spreadshifts.

Gemäß unseren Grundsätzen zur Risikosteuerung nehmen wir zur Absicherung von Kreditrisiken werthaltige Sicherheiten herein. Ratingnoten und Sicherheiten fließen in alle relevanten Kreditprozesse ein - von der Kreditvergabe bis zur Kreditüberwachung.

Neben der Steuerung von Kreditrisiken auf Kundenebene, nehmen wir die Steuerung auch auf Portfolioebene vor. Zu diesem Zweck ist ein Limitsystem implementiert. Im Rahmen der Kreditrisikorisikosteuerung wird das Portfolio sowohl nach Bonitätsklassen, Größenklassen, Branchen, Sicherheiten und weiteren Risikotreibern als auch deren Entwicklung analysiert und die Einhaltung des Limitsystems überwacht. Zur Begrenzung der Einzelemittentenrisiken werden vom Vorstand kombinierte Kontrahenten- und Emittentenlimite ("Geschäftspartnerlimite") beschlossen. Vorstand und Aufsichtsrat werden quartalsweise über die Entwicklung des Portfolios sowie über die Auslastung der Einzel- und Strukturlimite informiert.

Daneben stellen die Mindestanforderungen an die Kreditvergabe risikobegrenzende Maßnahmen beim Einzelgeschäft dar. Kreditentscheidungen werden in Abhängigkeit vom Risikogehalt über unterschiedliche Kompetenzstufen getroffen. Die Bewertung der Kreditengagements und gegebenenfalls die Bildung einer Risikovorsorge erfolgen in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften. Als zentrales Kriterium für die Prüfung der akuten Ausfallrisiken wird die Nachhaltigkeit der Kapitaldienstfähigkeit herangezogen. Die Bank prüft die Bildung von Risikovorsorge bei Vorliegen von Frühwarnsignalen und Ausfallkriterien. Sanierungsbedürftige und notleidende Engagements werden in einem marktunabhängigen Bereich betreut bzw. überwacht.

Wir ermitteln vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Kundengeschäfte (KPM-KG) barwertig unter VR-Control einen unerwarteten Verlust (Credit-Value-at-Risk) aus dem Kundenkreditgeschäft. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Kreditrisikoprämien in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die modellierten Verluste auf Basis des LGD-Modells als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Sektorparameter zugrunde liegen.

Das Limit der Adressenausfallrisiken ist zum Jahresende 2023 mit 35,4 % (Kundengeschäft) bzw. 63,0 % (Eigengeschäft) ausgelastet. Adressenausfallrisiken sind mit einem Anteil von 27,6 % zum Jahresultimo bezogen auf die wesentlichen Risiken eine dominierende Risikoart.

Das Kreditrisiko bei Eigenanlagen wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitskonzeption der Bank vierteljährlich mit Hilfe mit Hilfe eines vereinfachten Verfahrens für Eigengeschäfte ermittelt. Grundlage der Berechnungen sind individuell ermittelte und validierte Spreadshifts.

Marktpreisrisiken bzw. Marktrisiko

Das Marktrisiko beschreibt die Gefahr, dass aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern Verluste entstehen können. Marktrisiken umfassen grundsätzlich Zins-, Aktien- und Währungsrisiken sowie sonstige Marktrisiken.

Das Marktrisiko stuft die Bank anhand der Risikoinventur als relevant und aufsichtsrechtlich wesentlich ein. Es besteht eine quantitative Wesentlichkeit hinsichtlich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Im Rahmen der ökonomischen Risikomessung des Zinsrisikos berechnen wir vierteljährlich das Zinsrisiko mit Hilfe eines +200 BP Shifts.

Das Limit der Marktpreisrisiken ist zum Jahresende 2023 mit 75,4 % ausgelastet. Marktpreisrisiken sind mit einem Anteil von 64,3 % zum Jahresultimo bezogen auf die wesentlichen Risiken eine dominierende Risikoart.

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken können grundsätzlich in der Form des Zahlungsunfähigkeitsrisikos, des Refinanzierungskostenrisikos und des Marktliquiditätsrisikos auftreten.

Zahlungsunfähigkeitsrisiken treten ein, wenn Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht oder nicht in ausreichender Höhe erfüllt werden können. Refinanzierungsrisiken entstehen, wenn die Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann oder die Refinanzierungsmittel nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen. Marktliquiditätsrisiken treten ein, wenn Anlagen nicht zum gewünschten Zeitpunkt oder in der geplanten Höhe liquidiert werden können.

Die Bank erachtet das Liquiditätsrisiko insgesamt als relevant und wesentlich im Sinne des Aufsichtsrechts. Es besteht keine quantitative Wesentlichkeit hinsichtlich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Innerhalb der barwertnahen Steuerung haben wir das Liquiditätsrisiko nicht limitiert. Das Liquiditätsrisiko, gemessen durch die LCR, beträgt zum Jahresultimo 379,3 %. Dies entspricht bei einem bankindividuellen Limit i.H.v. 120,0 % einer Auslastung i.H.v. 31,6 %.

Operationelles Risiko

Operationelle Risiken betreffen die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen oder Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein.

Anhand der Risikoinventur stufen wir das Operationelle Risiko als relevant und aufsichtsrechtlich wesentlich ein. Das Risiko weist eine quantitative Wesentlichkeit hinsichtlich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auf.

Die Bank hat eine einheitliche Festlegung und Abgrenzung der operationellen Risiken zu den anderen betrachteten Risikokategorien vorgenommen und diese in den Organisationsrichtlinien fixiert und kommuniziert. Die Abgrenzung umfasst auch den Umgang mit nicht eindeutig zuordenbaren Schadensfällen, Beinaheverlusten und damit zusammenhängenden Ereignissen.

Wesentliche operationelle Risiken werden jährlich identifiziert und analysiert. Hierzu wird auf eine Schadensfalldatenbank zurückgegriffen, in die eingetretene Schäden eingestellt werden.

Das IT-Risiko stellt ein spezielles operationelles Risiko dar. Hier betrachten wir insbesondere die Teilbereiche "Zentrales Rechenzentrum" und "IT-Risiken Bank". Über die IT-Risiken, die das Rechenzentrum betreffen, erhalten wir regelmäßige Berichte vom lT-Dienstleister einschließlich Darstellung der eingeleiteten Maßnahmen bei Problemen.

Für alle wesentlichen Schadensereignisse in Bezug auf bankinterne IT-Risiken besteht ein umfassender Versicherungsschutz. Betriebliche Notfallplanungen wurden insbesondere auf die Anforderungen aus dem lT-Bereich abgestimmt.

Rechtlichen Risiken begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare, die Inanspruchnahme juristischer Beratung im Fall von Rechtsstreitigkeiten.

Im Rahmen der ökonomischen Perspektive wird für die operationellen Risiken vierteljährlich ein Value-at-Risk (VaR) mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % berechnet.

Das Limit der Operationellen Risiken ist zum Jahresende 2023 mit 82,3 % ausgelastet. Operationellen Risiken sind mit einem Anteil von 8,1 % zum Jahresultimo bezogen auf die wesentlichen Risiken keine dominierende Risikoart.

Weitere Risiken

Unter dieser Kategorie analysieren wir alle nicht bankspezifischen Risiken. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir dabei potenziellen Beteiligungsrisiken, dem Strategischen- und Geschäftsrisiko. Die Wesentlichkeit dieser Risiken überprüfen wir regelmäßig und anlassbezogen. Aktuell stufen wir alle sonstigen Risiken als unwesentlich ein.

Gesamtbild der Risikolage

Auf Grundlage unserer Verfahren des Risikomanagements zur Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotenzials ist die Risikotragfähigkeit in beiden Perspektiven (ökonomisch und normativ) unter den von uns definierten Risikoszenarien gegeben. Die internen Simulationen kommen darüber hinaus zum Ergebnis, dass die Liquidität sichergestellt und die Eigenmittelanforderungen erfüllt werden.

Das zum 31. Dezember 2023 ist das Gesamtrisikolimit der Bank zu 67,7 % ausgelastet, der Anteil des Gesamtrisikos am gesamten Risikodeckungspotenzial beträgt 44,3 %.

Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar.

Nach dem derzeitigen Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens-/Substanzsituation des Instituts auch im Berichtszeitraum 2024 gegeben. Die dargestellten Risiken werden die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen.

Insgesamt hat sich die Risikolage im Vergleich zum Vorjahr nicht maßgeblich verändert.

In den Vorjahren haben wir über die Situation im Rahmen der durch das Coronavirus SARS-CoV2 und die daraus resultierenden weltweiten Auswirkungen berichtet. Die Virus-Pandemie ist mittlerweile überwunden und das Ausmaß der Folgen war für die Bank sehr gering. Der Geschäftsbetrieb und das Aufrechterhalten der kritischen Infrastruktur war jederzeit gegeben. Unmittelbare pandemiebedingte Auswirkungen auf die jeweiligen Risikoarten sind nicht erkennbar. Weiterhin bestehen die Risiken aus dem Ukraine-Krieg, die hohe Inflation sowie in der Folge das stark und schnell angestiegene Zinsniveau durch die Interventionen der Europäischen Zentralbank. Neu hinzugekommen sind die Risiken, welche aus dem Nah-Ost-Konflikt resultieren könnten. Unmittelbare Auswirkungen der kriegerischen Auseinandersetzungen sind innerhalb der jeweiligen Risikoarten aktuell nicht erkennbar. Mittelbar haben die allgemeine Teuerungsrate und in deren Folge der Anstieg der Geld- und Kapitalmarktzinsen durch Zentralbankinterventionen Auswirkungen auf den Bankbetrieb. Die Inflation und in deren Folge gestiegene Kosten in nahezu jedem Bereich belasten die Bank. Die Kreditnachfrage, insbesondere nach Wohnimmobilienkrediten, ist im Laufe des zweiten Halbjahres 2022 durch gestiegene Gestehungs- und Finanzierungskosten nahezu zum Erliegen gekommen und hat sich bis heute nicht wesentlich erholt.

Die geordnete Bilanzstruktur mit geringen Kreditrisiken und einer sehr guten Eigenkapitalausstattung, gemessen an der aufsichtsrechtlichen Gesamtkapitalkennziffer, bieten eine angemessene Basis für eine zukunftsorientierte, selbständige Mitgliederbank. Mit dem zur Verfügung stehenden Eigenkapital können die nicht unbeachtlichen Zinsänderungsrisiken, gemessen an der aufsichtsrechtlichen Basel-II-Kennziffer, getragen und organisches Wachstum sowie Ertragschancen daraus generiert werden. In unserer langfristigen Eckwert- und Eigenkapitalplanung steuern wir die Entwicklung sowie die Begrenzung von Risiken des Instituts mit Hilfe von Kennzahlen und Limitsystemen, so auch das nicht unbeachtliche Zinsänderungsrisiko. Im Übrigen sind keine besonderen Risiken erkennbar. Die vorhandenen Risiken sind dank einer angemessenen Eigenkapitalausstattung jederzeit mit Risikokapital unterlegt, darüber hinaus besteht freies und ungebundenes Eigenkapital. Die geforderten Eigenkapitalquoten wurden jederzeit weit überschritten.

Die Forderungen an unsere Kunden wurden wieder nach kaufmännischen Grundsätzen mit der gebotenen Vorsicht bewertet. Für erkennbare oder latente Risiken wurden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gebildet und es stehen freie Vorsorgereserven nach 340f HGB zur Verfügung. Die Zahlungsbereitschaft der Bank war jederzeit gegeben, den aufsichtsrechtlichen Anforderungen sind wir jederzeit nachgekommen.

Die Zinserträge stiegen im Vergleich zum Vorjahr leicht an (+14,3 %), während die Zinsaufwendungen stark anstiegen (+124,1 %). Dies resultiert in einem nahezu konstanten Zinsergebnis (+3,9 %). Die Zahlungsverkehrserträge erreichten wieder das Niveau der Vorjahre. Die Nachfrage nach Edelmetallen erreichte nicht das Niveau der Vorjahre. Im Bereich der Konsumentendarlehen kam die Nachfrage nahezu vollständig zum Erliegen. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit sank im Vorjahresvergleich stark um 37,8 % auf 593 TEUR. Es gewährleistet weiterhin eine satzungsgemäße Rücklagendotierung. Die Reserven wurden weiter gestärkt. Nach unserer Vorschaurechnung für 2024 wird sich die ordentliche Ertragslage insgesamt verbessern. Eine steigende Zinsstruktur am Kapitalmarkt eröffnet deutliche Chancen sowohl im Kunden-, als auch im Eigenanlagengeschäft.

Darüber hinaus sieht die Bank weitere Chancen im Zuge der Digitalisierung, insbesondere Kunden außerhalb des Geschäftsgebietes zu begleiten, neue Kunden zu gewinnen und neue Formen der digitalen Kun denberatung zu etablieren. Weiterhin sehen wir Chancen in der Folge der Viruspandemie und einem generellen Kundentrend hin zu kleinen und regionalen Anbietern in allen Bereichen des Lebens, so auch im Bereich der Finanzdienstleistungen. Da sich ein direkter Wettbewerber teilweise aus unserem Geschäftsgebiet zurückzieht, sehen wir in der Folge deutliche Chancen der Neukundengewinnung und Intensivierung der Kundenbeziehung mit Kunden mit Doppelbankverbindung.

Risiken sehen wir aktuell in der Zinsentwicklung und dem zum Teil sehr aggressiven Marktauftritt großer Direkt- und Auslandsbanken und in der Folge im Wettbewerb um Kundeneinlagen. Der wiedereinsetzende Wettbewerb um Kundeneinlagen könnte zu einer deutlich teureren Refinanzierung unserer Passiva führen.

D. Prognosebericht

Das geschäftliche Umfeld und die Entwicklung der Kreditgenossenschaften werden nach unserer Auffassung in den kommenden Jahren weiterhin einem stetigen Wandel und dem Einfluss diverser Megatrends, wie beispielsweise der Digitalisierung, der Individualisierung, dem demografischen Wandel sowie der Nachhaltigkeit unterworfen sein. Der Trend hin zur Verwendung von künstlicher Intelligenz wird immer weiter an Bedeutung gewinnen. Hinzu kommen globale Krisen wie Kriegshandlungen, Energieknappheit und -verteuerung, eine hohe allgemeine Teuerungsrate, intensiver Wettbewerb, hohe Regulatorikdichte sowie zunehmend opportunistische Verhaltensweisen im politischen Alltag, die eine verlässliche Zukunfts- und Investitionsplanung für uns, aber auch unsere Kunden, zusätzlich erschwert.

Chancen ergeben sich aus den höheren Zinsen sowie einer Steilheit der Zinsstrukturkurve am Kapitalmarkt, welche zu einer weiteren Verbesserung des Zinsergebnisses durch Wiederanlagen im Depot A aber auch im Kundenkreditgeschäft beitragen können.

Diese Entwicklungen erfordern von der Bank weiterhin ein hohes Maß an Veränderungsbereitschaft. Eine Antwort darauf wird z.B. der Ausbau digitaler Angebote und Verfahrensweisen, Effizienzsteigerungen, eine hohe Kundenorientierung und eine deutliche Rückbesinnung auf die traditionellen genossenschaftlichen Werte sein. Unsere sehr gute Eigenkapitalbasis in Verbindung mit der Bestätigung unserer Geschäftsmodells durch stetig steigende Mitgliederzahlen gegen den Bundestrend sind für uns sehr wichtige Grundlagen.

Für die kommenden beiden Geschäftsjahre streben wir vor diesem Hintergrund und unserem strukturschwachen Geschäftsgebiet mit stagnierender und gleichzeitig alternder Bevölkerung eine nahezu gleichbleibende Bilanzsummenentwicklung an. Um das Verhältnis zwischen Kundeneinlagen, Kundenkrediten und Kreditersatzgeschäft in ein zu unserem konservativen Geschäftsmodell passendes Verhältnis zu bringen, planen wir unter Einhaltung aller aufsichtsrechtlichen Vorschriften eine moderate Erhöhung bei den Kundeneinlagen um max. 2,0 % und bei den Kundenkrediten um max. 0,0 % im Jahr 2024. In den Folgejahren ab 2025 planen wir mit einer nahezu konstanten Bilanzsumme. Im vergangenen Jahr planten wir eine Reduzierung der Kundeneinlagen um max. -4,0 % und eine Reduzierung der Bilanzsumme um max.-3,0 % für das Jahr 2023. Mit einer Reduzierung i.H.v. -2,8 % bzw. -1,8 % haben wir unseren Zielkorridor nicht verlassen.

Wir werden entsprechend unserer langfristig ausgelegten Geschäftsphilosophie unsere risiko- und ertragsorientierte Geschäftspolitik beibehalten und die Vertriebsleistung durch eine Steigerung der Qualität in der ganzheitlichen Kundenberatung weiter verbessern. Wir streben zukünftig eine höhere Präsenz bei unseren Gewerbe- und Firmenkunden an, um diese Zielgruppe intensiver begleiten zu können.

Für die Ertragslage ist in den kommenden beiden Jahren wird die Entwicklung der Zinsspanne aber auch der Sach- und Personalaufwendungen (anstehende Tarifverhandlungen) von entscheidender Bedeutung sein. Wir gehen in unserer Eckwertplanung für die kommenden beiden Jahre von einem in etwa gleichbleibenden Zinsüberschuss i.H.v. 1,6 % der durchschnittlichen Bilanzsumme aus. Im Jahr 2023 haben wir bei einem Prognosewert i.H.v. 1,5 % des Zinsüberschusses einen Zinsüberschuss i.H.v. 1,6 % erreicht und damit unserer Ziel übererfüllt.

Im Kreditgeschäft planen wir für das Jahr 2024 mit einem Wachstum im Kundenkreditgeschäft i.H.v. 0,0 %, für die Jahre 2025 und 2026 mit jeweils 1,0 %. Die bisherige risikoorientierte Kreditvergabepolitik und -bepreisung wird dabei beibehalten. Für das Jahr 2023 haben wir ein Wachstum im Kundenkreditgeschäft i.H.v. 7,4 % erwartet. Diese Erwartungshaltung haben wir in der Planung allerdings bereits Mitte 2023 aufgrund von massiven Nachfragerückgängen deutlich nach unten angepasst (0,0 %) und sind zum Ende des Jahres mit +0,6 % leicht oberhalb unserer angepassten Planungswertes ausgelaufen.

Im Einlagengeschäft gehen wir in den kommenden Jahren von einer Entwicklung im von uns definierten Zielkorridor aus. Dies entspricht für die Jahre 2024 bis 2026 einer Steigerung von jeweils 2,0 %. Je nach individueller Neigung und Risikoorientierung bietet die Genossenschaftliche Finanzgruppe Volksbanken Raiffeisenbanken unseren Kunden diverse Anlagealternativen zu bankeigenen Produkten. Für das Jahr 2023 erwarteten wir einen Rückgang um -3,8 %, konnten zum Ende des Jahres jedoch mit einem Rückgang von -2,8 % besser abschließen als erwartet.

Das Provisionsgeschäft wird auch in Zukunft ein fester Bestandteil unseres Betriebsergebnisses sein. Wir gehen im Verhältnis zur durchschnittlichen Bilanzsumme in den kommenden beiden Jahren von einem konstanten Niveau i.H.v. 0,6 % der durchschnittlichen Bilanzsumme aus. Chancen sehen wir hier in der ganzheitlichen Kundenberatung und Erhöhungen bei den Zahlungsverkehrsentgelten und Risiken in neuen gesetzlichen oder aufsichtsrechtlichen Bestimmungen sowie dem digitalen Euro. Für das Jahr 2023 haben wir einen Provisionsüberschuss i.H.v. 0,6 % erwartet und auch erreicht.

Wir gehen aufgrund von Investitionen und der allgemeinen Teuerungsrate davon aus, dass die Sach- und Personalaufwendungen weiter deutlich steigen werden. Wir planen für die Jahre 2024 und 2025 einen Verwaltungsaufwand i.H.v. jeweils 1,6 % der durchschnittlichen Bilanzsumme. Für das Jahr 2023 haben wir eine Verwaltungsaufwandsquote i.H.v. 1,5 % erwartet, die wir mit 1,5 % erreicht haben.

Für das Betriebsergebnis vor Bewertung planen wir für die Jahre 2024 und 2025 jeweils einen Wert i.H.v. 0,6 % der durchschnittlichen Bilanzsumme. Für das Jahr 2023 planten wir einen Wert i.H.v. 0,7 %, den wir aufgrund der hohen, urspünglich ungeplanten sonstigen betrieblichen Aufwendungen für Altersteilzeit mit 0,4 % unterschritten haben.

Die Cost-Income-Ratio wird sich im Jahr 2024 nach unserer Planung auf 67,9 % und im Jahr 2025 auf 67,3 % belaufen. Damit bewegt sich die Cost-Income-Ratio wieder unter dem Niveau unserer Zielvorgaben von max. 72,0 %. Für das Jahr 2023 planten wir eine Cost-Income-Ratio i.H.v. 66,4 %, welche wir aufgrund von Kostensteigerungen sowie des Einmaleffektes bei den Aufwendungen für die Altersteilzeitvereinbarung mit 72,4 % leicht überschritten haben.

Unter Berücksichtigung unserer Bilanzstruktur- und Eckwertplanung wird sich unsere Kapitalausstattung als absolute Größe weiter verbessern. Gemessen an der aufsichtsrechtlichen Kennzahl erwarten wir für die Jahre 2024 und 2025 eine Gesamtkapitalquote i.H.v. 25,2 % bzw. 25,9 %. Unser Zinsrisikokoeffizient wird sich verbessern. Der Koeffizient beläuft sich planmäßig im Jahr 2024 auf 21,2 % und im Jahr 2025 auf 21,9 %. Für das Jahr 2023 haben wir eine Gesamtkapitalquote i.H.v. 24,1 % erwartet, welche wir mit 24,9 % überschritten haben. Für den Zinsrisikokoeffizient haben wir für das Jahr 2023 einen Wert i.H.v. 23,5 % erwartet, welchen wir aufgrund von Depot A Investitionen mit 26,0 % überschritten haben.

In den kommenden beiden Jahren planen wir eine Stärkung des Eigenkapitals durch die Dotierung von Rücklagen analog den Vorjahren.

Für die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren verfolgen wir unsere strategischen Ziele.

Aufgrund der überdurchschnittlichen Vermögenslage, der damit verbundenen Risikotragfähigkeit und unseren regionalen Marktkenntnissen gehen wir davon aus, alle an uns gestellten aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllen und unsere Volumens- und Ertragsziele erreichen zu können. Bestandgefährdende Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der Bank hätten, sind nicht zu erkennen.

Sollten sich die für unser Haus relevanten Planungsparameter ungünstig bzw. advers entwickeln, würden sich auch unsere finanziellen Leistungsindikatoren verschlechtern.

 

Spangenberg, 23. Mai 2024

VR-Bank Spangenberg-Morschen eG

Der Vorstand:

Jens Diegel

Dominik Hartung

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

VR-Bank Spangenberg-Morschen eG, Spangenberg

Genossenschaftsregisternummer 701 beim Amtsgericht Fritzlar

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 1.962.472,49 1.607
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 1.962.472,49 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)
b) Wechsel 0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 7.684.124,87 9.863
b) andere Forderungen 10.116.161,64 17.800.286,51 10.116
4. Forderungen an Kunden 81.094.720,24 80.609
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 0,00 (0)
Kommunalkredite 1.830.916,88 (1.928)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 4.996.873,16 7.004
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 4.996.873,16 (7.004)
bb) von anderen Emittenten 55.544.227,74 60.541.100,90 55.615
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 4.984.177,60 (13.053)
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 60.541.100,90 0
Nennbetrag 0,00 (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,00 0
6a. Handelsbestand 0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 2.310.066,99 2.310
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 16.050,00 2.326.116,99 16
darunter:
bei Kreditgenossenschaften 0,00 (0)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
bei Wertpapierinstituten 0,00 (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
9. Treuhandvermögen 13.125,00 15
darunter: Treuhandkredite 13.125,00 (15)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0
12. Sachanlagen 804.528,25 497
13. Sonstige Vermögensgegenstände 132.206,45 105
Summe der Aktiva 164.674.556,83 167.759

Passivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 0,00 0
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 7.238.353,38 7.238.353,38 6.693
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 51.686.991,74 60.563
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 0,00 51.686.991,74 0
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 73.796.622,01 80.671
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 12.733.570,00 86.530.192,01 138.217.183,75 1.013
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 (0)
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 13.125,00 15
darunter: Treuhandkredite 13.125,00 (15)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 154.187,94 346
6. Rechnungsabgrenzungsposten 1.945,91 5
6a. Passive latente Steuern 0,00 0
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 0,00 0
b) Steuerrückstellungen 21.215,00 21
c) andere Rückstellungen 731.292,05 752.507,05 384
8. [gestrichen] 0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 0
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 4.600.000,00 4.600
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00 (0)
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 616.800,00 630
b) Kapitalrücklage 0,00 0
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 6.330.000,00 6.200
cb) andere Ergebnisrücklagen 6.330.000,00 12.660.000,00 6.200
d) Bilanzgewinn 420.453,80 13.697.253,80 418
Summe der Passiva 164.674.556,83 167.759
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 395.342,23 569
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 395.342,23 0
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 1.776.069,25 1.776.069,25 5.342
darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 2.194.749,61 1.993
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 1.000.092,60 3.194.842,21 804
darunter: in a) und b) angefallene negative Zinsen 0,00 (2)
2. Zinsaufwendungen 550.170,27 2.644.671,94 245
darunter: erhaltene negative Zinsen 18,10 (9)
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 0,00 0
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 45.992,74 38
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 45.992,74 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0
5. Provisionserträge 1.104.239,99 1.092
6. Provisionsaufwendungen 103.321,80 1.000.918,19 154
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands 0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 23.798,33 19
9. [gestrichen] 0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 1.245.223,77 1.209
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 293.269,56 1.538.493,33 266
darunter: für Altersversorgung 67.867,55 (51)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 986.919,19 2.525.412,52 876
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 139.345,50 124
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 354.364,61 49
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 100.939,78 63
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 -100.939,78 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 1.820,70 5
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 -1.820,70 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18. [gestrichen] 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 593.498,09 954
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 284.480,22 307
darunter: latente Steuern 0,00 (0)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 8.933,18 293.413,40 7
24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 0,00 300
25. Jahresüberschuss 300.084,69 340
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 120.369,11 78
420.453,80 418
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
420.453,80 418
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 0,00 0
b) in andere Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
29. Bilanzgewinn 420.453,80 418

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

VR-Bank Spangenberg-Morschen eG, Spangenberg

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der VR-Bank Spangenberg-Morschen eG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Gemäß Art. 67 Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) werden die (nachstehenden) im Jahresabschluss 2010 angewandten Übergangsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) (hier: Beibehaltungs- und Fortführungswahlrechte für bestimmte Bilanzposten und Wertansätze) entsprechend der Rechtslage vor Inkrafttreten des BilMoG wie folgt fortgeführt:

- Beibehaltung der steuerrechtlichen Abschreibungen (§ 279 Abs. 2 i. V. m. § 254 Satz 1 HGB a. F.) nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden angewandt:

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt. Der Unterschiedsbetrag bei Forderungen an Kunden zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurde abgegrenzt. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zinsanteilig, aufgelöst.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von versteuerten Einzelwertberichtigungen abgedeckt.

Den latenten Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die Pauschalwertberichtigung wurde in Höhe der als Steuerungsgröße im Rahmen des internen Risikomanagements ermittelten erwarteten Verlusts über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne eine Anrechnung von Bonitätsprämien in einer vereinfachten Methodik berücksichtigt.

Die Berechnung des erwarteten Verlusts erfolgt unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt für alle unter der Bilanzposition Forderungen an Kunden ausgewiesenen Geschäften sowie für unter der Bilanz auszuweisende Eventualverpflichtungen und anderen Verpflichtungen (einschließlich unwiderruflicher Kreditzusagen). Im Hinblick auf widerrufliche sowie unwiderrufliche Kreditzusagen und Eventualverpflichtungen erfolgt die bilanzielle Erfassung in Form von Rückstellungen.

Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.

Wertpapiere

Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden nur bei einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben (gemildertes Niederstwertprinzip). Anschaffungskosten über pari wurden linear über die Restlaufzeit bis zum niedrigeren Einlösungskurs, jedoch nicht unter den Marktwert am Bilanzstichtag abgeschrieben.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert im Kundenkreditgeschäft sowie Eigengeschäft und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Bei den zurechenbaren Gebühren- und Provisionserträgen werden im Wesentlichen Kontoführungsgebühren angesetzt. Gemäß einer internen Erhebung bzw. Schätzung wird der Anteil der Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte an den gesamten Verwaltungsaufwendungen ermittelt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Bei der Bemessung der voraussichtlich noch anfallenden Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte werden Overheadkosten anteilig berücksichtigt. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird.

Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Treuhandvermögen

Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert.

Sachanlagen

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen.

Die Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientiert, bei Gebäuden und beim beweglichen Sachanlagevermögen linear vorgenommen. Sofern dauerhafte Wertminderungen vorliegen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Sonderabschreibungen nach dem Steuerrecht gemäß § 6b EStG für vor dem 1. Januar 2010 angeschaffte Sachanlagen wurden weitergeführt.

Die angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 250 wurden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über EUR 250, aber nicht über EUR 800 lagen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach dem strengen Niederstwertprinzip.

Aktive latente Steuern

Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde.

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Treuhandverbindlichkeiten

Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge enthalten, die bei Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden. Die Unterschiedsbeträge werden planmäßig auf die Laufzeit der Forderungen verteilt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Den Rückstellungen für Altersteilzeit liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Die Altersteilzeitrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Der Rechnungszinssatz von 1,38 % wurde gemäß IDW RS HFA 30 (RZ. 57) abhängig von der durchschnittlichen Restlaufzeit des Personenbestandes ermittelt.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen

Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen in Abzug gebracht. Der Umfang negativer Zinsen bei den Zinserträgen und Zinsaufwendungen wird in Form von Darunter-Vermerken in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben.

Verwendung des Jahresergebnisses

Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- / Herstellungskosten zu Beginn des Zugänge (a) Zuschreibungen (b) Umbuchungen (a) Abgänge (b) Anschaffungs- / Herstellungskosten am Ende des
Geschäftsjahres im Geschäftsjahr Geschäftsjahres
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
d) geleistete Anzahlungen 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 2.655.342 336.983 (a) 0 (a) 2.992.325
0 (b) 0 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 851.924 123.604 (a) 0 (a) 917.849
0 (b) 57.679 (b)
Summe a 3.507.266 460.587 (a) 0 (a) 3.910.174
0 (b) 57.679 (b)
Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt)
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr (a) Zuschreibungen Geschäftsjahr (b)
EUR
Zugängen (a) Zuschreibungen (b)
EUR
Umbuchungen (a) Abgängen (b)
EUR
Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres (gesamt)
EUR
Buchwerte Bilanzstichtag
EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
d) geleistete Anzahlungen 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 2.294.030 72.639 (a) 0 (a) 0 (a) 2.366.669 625.656
0 (b) 0 (b) 0 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 716.199 66.707 (a) 0 (a) 0 (a) 738.977 178.872
0 (b) 0 (b) 43.929 (b)
Summe a 3.010.229 139.346 (a) 0 (a) 0 (a) 3.105.646 804.528
0 (b) 0 (b) 43.929 (b)
Anschaffungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Schuldscheindarlehen/Namensschuldverschreibungen des Anlagevermögens 10.000.000 0 10.000.000
Wertpapiere des Anlagevermögens 57.233.000 2.909.020 60.142.020
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 2.326.117 0 2.326.117
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0
Summe b 69.559.117 2.909.020 72.468.137
Summe a und b 73.066.383 73.272.665

D. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 17.800.287 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Forderungen an Kunden

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 4.449.064 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Aufgliederung der in den Bilanzposten A 5 bis A 8 enthaltenen Wertpapiere

In folgendem Posten sind enthalten:

börsenfähig davon:
EUR börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 60.541.101 58.247.398 2.293.703 52.558.691

Im Wertpapierjournal sind die nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens besonders gekennzeichnet.

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr keine Wertpapiere fällig.

Die Bewertung der Wertpapiere im Anlagevermögen ist nach dem gemilderten Niederstwertprinzip erfolgt. Zum Bilanzstichtag sind Abschreibungen in Höhe von EUR 5.690.751,36 unterlassen worden.

Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind für marktpreisbezogene Wertveränderungen unterblieben, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind.

Anzeichen für eine Bonitätsbeeinträchtigung des jeweiligen Emittenten oder andere dauernde Wertminderungen sind nicht erkennbar.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Wir halten an folgenden Unternehmen Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, die einen Beteiligungsbuchwert von mehr als TEUR 500 umfassen:

Anteil am Gesellschafts- Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
Name und Sitz kapital
%
Jahr TEUR Jahr TEUR
a) GBK Holding GmbH & Co. KG, Kassel 0,16 2022 462.993 2022 13.126
b) GBK 1. Beteiligungs GmbH & Co. KG, Kassel 0,15 2022 425.653 2022 9.748
c) Raiffeisen-Kassel A-Beteiligungs GmbH & Co. KG, Kassel 1,23 2022 40.415 2022 296
d) Raiffeisen-Kassel B-Beteiligungs GmbH & Co. KG, Kassel 1,23 2022 40.415 2022 296

Darüber hinaus bestehen weitere Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, auf deren Angabe jedoch aufgrund der insgesamt untergeordneten Bedeutung verzichtet wurde.

Treuhandvermögen

Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. Bei diesen Treuhandforderungen handelt es sich um Forderungen an Kunden (A 4).

Sachanlagen

Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 625.656 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 178.872 enthalten.

Nachrangige Vermögensgegenstände

In den dem folgenden Posten ist ein Vermögensgegenstand für den eine Nachrangklausel besteht, enthalten:

Posten Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
5 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 2.293.703 2.293.703

Restlaufzeitenspiegel für Forderungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) 5.000.000 0 0 5.000.000
Forderungen an Kunden (A 4) 1.985.174 4.296.743 18.893.092 51.462.981

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 87.140 288.185 1.658.505 5.204.524
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) 0 7.775.600 4.957.970 0

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 7.238.353 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Treuhandverbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich Refinanzierungsmittel für Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden. Bei diesen Treuhandverbindlichkeiten handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1).

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 1.946 (Vorjahr EUR 4.790) enthalten.

Passive latente Steuern

Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Die aktiven latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Differenzen, die aus der Bewertung von Forderungen an Kunden, den Wertpapieren, den Beteiligungen sowie den Rückstellungen entstanden sind. Für die Berechnung latenter Steuern wurde ein Steuersatz von 31,4 % zugrunde gelegt

Eigenkapital

Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben
a) der verbleibenden Mitglieder 598.350
b) der ausscheidenden Mitglieder 18.450

Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage
EUR
andere Ergebnisrücklagen
EUR
Stand 01.01.2023 6.200.000 6.200.000
Einstellungen
- aus Bilanzgewinn des Vorjahres 130.000 130.000
Stand 31.12.2023 6.330.000 6.330.000

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.

Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sowie aus offenen Kreditzusagen wurden im Zuge einer Einzelbewertung beurteilt. Akute Risiken sind nicht erkennbar. Für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierte Risiken wurden Rückstellungen gebildet.

Die in den Posten 1b) und 2c) der unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen ausschließlich Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für Kunden bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die unwiderruflichen Kreditzusagen sind überwiegend breit gestreut.

Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die unter dem Posten 1b) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Beträge zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen wird.

Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 7.238.353

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge und Zinsaufwendungen

Die für das Geschäftsjahr ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per Saldo um EUR 916 (Vorjahr EUR -223) verändert.

Negative Zinsen aus Passivgeschäften sind in den Zinsaufwendungen als Reduktion des Zinsaufwands enthalten.

Provisionserträge

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für die Verwaltung und Vermittlung, insbesondere für die Vermittlung von Versicherungen, Fonds und von Krediten nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein und machen 0,2 % der durchschnittlichen Bilanzsumme aus.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (GuV 12) ist folgender nicht unwesentlicher Einzelbetrag, der auch periodenfremd ist, enthalten:

Art EUR
Aufwendungen für Altersteilzeitvereinbarungen 350.650

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 1.115 (Vorjahr EUR 225) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 19.404 enthalten sowie periodenfremde Aufwendungen von EUR 350.650.

F. Sonstige Angaben

Vorstand und Aufsichtsrat

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 12.000.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 312.612 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 1.746.141.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 286.877.

Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Personalstatistik

Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 0 1
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 11 9
Gewerbliche Mitarbeiter 0 2
11 12

Außerdem wurden durchschnittlich 1 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr

Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfang 2023 3.210 12.189 3.047.250
Zugang 2023 147 147 36.750
Abgang 2023 78 369 92.250
Ende 2023 3.279 11.967 2.991.750
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermindert um EUR 11.100
Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermindert um EUR 55.500
Höhe des Geschäftsanteils EUR 50
Höhe der Haftsumme je Anteil EUR 250

Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Das vom Prüfungsverband für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar schlüsselt sich in folgende Honorare auf:

- Abschlussprüfungsleistungen EUR 95.132
- Andere Bestätigungsleistungen EUR 12.756
- Steuerberatungsleistungen EUR 223
- Sonstige Leistungen EUR 192

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Genoverband e.V.

Wilhelm-Haas-Platz

63263 Neu-Isenburg

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf

Diegel, Jens, - Vorsitzender - , Geschäftsleiter (Vertriebsbank)

Hartung, Dominik, Geschäftsleiter (Produktions- und Steuerungsbank)

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf

Meurer, Philip, - Vorsitzender - , angestellter Geschäftsführer, MIB Messzeuge GmbH

Koch, Sandra, - stellvertretende Vorsitzende - , Steuerberaterin, selbständig

Appell, Markus, Landwirt und Holzhändler, selbständig

Matthews, Christiane, angestellte Zahnärztin, Zahnmedizin Alheim MVZ Centrum für Dentale Gesundheit

Vocke , Ulf, Apotheker, selbständig

Werner, Kevin, angestellter Steuerberater, Steuerberater Heid, Kimm u. Partner

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 300.084,69 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 120.369,11 (Bilanzgewinn von EUR 420.453,80) - wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 6,00 % 36.772,50
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen
a) Gesetzliche Rücklage 190.000,00
b) Andere Ergebnisrücklagen 190.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 3.681,30
420.453,80

 

Spangenberg, 23. Mai 2024

VR-Bank Spangenberg-Morschen eG

Der Vorstand

Jens Diegel

Dominik Hartung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die VR-Bank Spangenberg-Morschen eG, Spangenberg

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VR-Bank Spangenberg-Morschen eG, Spangenberg (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537 / 2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

Bewertung der Kundenforderungen

a) Sachverhalt und Problemstellung

Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 81,1 Mio. EUR. Dies entspricht 49,2 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 395,3 TEUR und unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 1,8 Mio. EUR.

Die Genossenschaft ist hauptsächlich im Kundenkreditgeschäft tätig. Eine mögliche Verschlechterung der Kreditwürdigkeit von Kreditnehmern kann Auswirkungen auf die Höhe der zu bildenden Einzelwertberichtigungen bzw. Abschreibungen haben. Hieraus können sich erhebliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss und insbesondere auf die Ertragslage der Genossenschaft ergeben. Im Rahmen der Rechnungslegung ist zur Bewertung der Forderungen neben der Bonitätsbeurteilung in der Regel die Nutzung geschätzter Werte für gestellte Sicherheiten erforderlich. Da die hiermit verbundenen Einschätzungen einen bedeutsamen Einfluss auf die Bildung bzw. die Höhe gegebenenfalls erforderlicher Einzelwertberichtigungen und Abschreibungen haben, und diese insofern mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind, haben wir die Bewertung der Kundenforderungen als einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt eingestuft.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung haben wir zunächst die Angemessenheit und Wirksamkeit des relevanten internen Kontrollsystems der Genossenschaft zur Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse, zur Risikoklassifizierung, zur Sicherheitenbewertung sowie zur Risikovorsorge beurteilt. In dem Zusammenhang haben wir uns von der regelmäßigen Überprüfung der Angemessenheit der Schätzannahmen durch die Genossenschaft überzeugt. Darüber hinaus haben wir die Bewertung der Kundenforderungen einschließlich der Sicherheiten auf Basis risikoorientiert ausgewählter Einzelfälle beurteilt und mit den Einschätzungen der Genossenschaft abgeglichen.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Zur Bewertung der Forderungen an Kunden verweisen wir auf den Abschnitt "B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden" des Anhangs des Jahresabschlusses der Genossenschaft. Ebenso erfolgten im Lagebericht Ausführungen zu den Kreditstrukturen und den Verfahren der Risikomessung.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen:

- die übrigen Teile des Kurzberichts 2023 - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft erbracht:

- Depot- / Wertpapierdienstleistungsprüfung nach § 89 WpHG

Verantwortliche Wirtschaftsprüferin

Die für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Sarina Groth.

 

Baunatal, 28. Mai 2024

Genoverband e.V.

Melanie Reichmann, Wirtschaftsprüferin

Sarina Groth, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Generalversammlung vom 26.06.2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 300.084,69 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 120.369,11 - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

Bericht des Aufsichtsrates

VR-Bank Spangenberg-Morschen eG, Spangenberg

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand. Schwerpunkt der Beratungen im Aufsichtsrat bildeten die Berichtserstattung zur Risikolage und Risikotragfähigkeit auf Grundlage des Gesamtbankrisikoberichtes einschließlich der Würdigung der Stresstests sowie der Erörterung der Geschäfts- und Risikostrategie, die Behandlung der Quartalsberichte der Internen Revision sowie die Prüfungsberichte des Genoverbandes e.V.. Der Aufsichtsrat hat sich von dessen Unabhängigkeit überzeugt. Der Aufsichtsrat hat sich stets mit der aktuellen Entwicklung der Geschäftstätigkeit und der wirtschaftlichen Verhältnisse der Bank auseinandergesetzt. Außerdem wurde die aktuelle Entwicklung des Bankaufsichtsrechts kontinuierlich verfolgt.

Der vorliegende Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht wurde vom Genoverband e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Generalversammlung berichtet. Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Generalversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen. Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr Herr Kevin Werner und Herr Philip Meurer aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates ist zulässig.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.

 

Spangenberg, im Mai 2024

Der Aufsichtsrat

Philip Meurer, Vorsitzender

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023

("Länderspezifische Berichterstattung")

VR-Bank Spangenberg-Morschen eG, Spangenberg

Die VR-Bank Spangenberg-Morschen eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der VR-Bank Spangenberg-Morschen eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die VR-Bank Spangenberg-Morschen eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 3.715.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 18,6.

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 593.

Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 284 und betreffen laufende Steuern.

Die VR-Bank Spangenberg-Morschen eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

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