Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 95344
Vorher
AERO-Clean Gesellschaft für Gebäudeinstandhaltung mbH
Eingetragen
13.6.1991
Branche
Allgemeine GebäudereinigungSonstige spezielle Reinigung von Gebäuden und MaschinenSonstige Reinigung a. n. g.
Gegenstand
Ausführung von Gebäudereinigungen aller Art, insbesondere Unterhalts-, Neubau-, Glas- und Teppichreinigung, Reinigung von Gardinen und Lamellen, Industriereinigung (Reinigung von Maschinen, Geräten und Einrichtungen), Wartung von haustechnischen Anlagen, Straßenreinigungen, Park- und Rasenpflege einschließlich Winterdienst (Schneeräumen und Streuen), Desinfektionsdienst und Hygieneservice sowie Schädlingsbekämpfung, Hausmeisterdienste, schließlich Beratung auf diesen Gebieten einschließlich Erstellung von Reinigungsplänen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andrei Emil Arendt
seit 28.10.2024
Prokura
Bianca Nathalie Karg
seit 31.8.2022
Prokura
Prokura
Thomas Jessberger
seit 11.10.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
300000
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sasse Aviation Service GmbH

Erding

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

Sasse Aviation Service GmbH, Erding

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Sasse Aviation Service GmbH (nachfolgend auch: SAS) mit Sitz in Erding, ist eine Tochtergesellschaft der Dr. Sasse AG. Die Gesellschaft wurde 1991 unter den Namen AERO-Clean Gesellschaft für Gebäudeinstandhaltung mbH gegründet und 2012 in Sasse Aviation Service GmbH umbenannt.

Die SAS erbringt Dienstleistungen in den Bereichen Facility Management und Aviation in ganz Deutschland. Das Portfolio der Gesellschaft umfasst unter anderem Flughafendienstleistungen wie Flughafenreinigung, Innen- Außenreinigung und technische Reinigung von Verkehrsflugzeugen, Flugzeugkabinenausrüstung, Loungeservice, Gate und Passage Service und Vorfelddienste. Zudem umfasst das Portfolio der Gesellschaft Dienstleistungen wie Messe- und Hotelreinigung, Winterdienst und Pflege von Außenanlagen.

Die Gesellschaft unterhält Standorte am Flughafen Frankfurt, Flughafen Stuttgart, Flughafen Hamburg, Flughafen Köln-Bonn, Flughäfen Berlin und am Flughafen Düsseldorf.

2. Ziele und Strategien

Als eines der führenden Unternehmen in der Luftverkehrsmittelreinigung in Deutschland ist das Ziel für 2022 und die darauffolgenden Jahre, sich den derzeit schwierigen Marktverhältnissen anzupassen und sich daraus ergebenden neue Geschäftsfelder zu erschließen und auszubauen.

Darüber hinaus versteht sich die Sasse Aviation Service GmbH (SAS) als Innovationstreiber in seinem Marktsegment, wobei die Prozessgestaltung und Anpassung an die geänderten Marktbedingungen im Rahmen der Dienstleistungserbringung hierbei im Vordergrund stehen wird. Dies wird für eine transparente und effiziente Umsetzungen unserer Dienstleistungen durch das Innovations- und Digitalisierungsprogramm Sasse 4.0 der Sasse Gruppe untermauert. Dazu zählt der Einsatz von innovativen Technologien, wie der Robotik und Sensorik sowie auf den Luftverkehr abgestimmte Hygienelösungen und auch die Anwendung Cloud gestützter IT- und Servicemanagementsysteme zur bedarfsgerechten Auslösung von Services. Durch das Zusammenspiel von Preisführerschaft bei gleichzeitiger Prozessoptimierung werden die geplanten Ergebnisse sichergestellt.

Ein besonderer Schwerpunkt wird, wie auch schon im Geschäftsjahr 2021 auf Fortführung der eingeleiteten Reorganisierungsmaßnahmen sowie der Erschließung und Weiterentwicklung von Nebengeschäftsfelder, wie der FM Dienstleistungen und Passage Services, sowie das Vorantreiben von Robotik liegen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

In Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt (preisbereinigt) im Geschäftsjahr 2021 um 2,9 % gestiegen. Gleichzeitig sank im Vergleich zum Vorjahr die Arbeitslosenquote um 0,2 % auf einen Jahresdurchschnitt von 5,7 %.

Die Entwicklung der Luftverkehrsbranche hat Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der SAS. Die Gesellschaft beobachtet diese Entwicklung fortwährend, um gegebenenfalls kurzfristig auf diese Veränderungen reagieren zu können.

Weltweit konnte sich der Passagierluftverkehr im Jahr 2021 in Folge der COVID-19-Pandemie und den damit einhergehenden Reisebeschränkungen leicht erholen. Zum Ende des Geschäftsjahres fiel der Passagierverkehr jedoch wieder deutlich ab. Im Geschäftsjahr 2021 wurden an deutschen Flughäfen 78,5 Mio. Passagiere (an + ab) (Vorjahr: 62,96 Mio. Passagiere) gezählt. Die Gesamtlage im Luftverkehr bleibt somit weiter volatil.

Die deutschen Flughäfen verzeichneten ebenfalls Steigerungen bei dem Cargo Aufkommen um +10% gegenüber dem Vorjahr. Allerdings ist auch dieser Wert im Hinblick auf die im letzten Quartal aufkommenden Störungen in den Logistikketten auf den Weltmärkten weiterhin kritisch zu verfolgen.

Trotz den leichten Erholungen liegen die Passagierzahlen somit immer noch mit -68,6% und bei den Flugbewegungen -46,7% unter dem Vorkrisenniveau von 2019.

Die Gesellschaft stellt sich dem Dienstleistungswettbewerb auf den Flughäfen durch systematische Kosteneinsparungen und Akquisition. Als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie wurde für einen Großteil der Beschäftigten der SAS weiterhin Kurzarbeit beantragt. Das 2020 eingeleitete Kostensenkungsprogramm wurde auch im Geschäftsjahr 2021 konsequent weitergeführt.

Die COVID-19-Pandemie hat die Luftfahrtindustrie weiter fest im Griff. Die International Air Transport Association (IATA) prognostiziert weiterhin, dass der weltweite Luftverkehr im positiven Szenario das Niveau von 2019 ca. 2023/2024, im negativen Szenario erst nach 2025 erreichen wird. Die Erholung des weltweiten Luftverkehrs hängt im Hohen Maße von der weiteren Ausbreitung des Coronavirus, der Verfügbarkeit von Impfstoffen, dem Auftreten von Virusvarianten und den möglichen Veränderungen im Reiseverhalten ab. Im Geschäftsjahr 2021 hat die SAS weiterhin auf die Auswirkungen der Pandemie reagiert, indem sie die angebotene Kapazität an die weiterhin gesunkene Nachfrage angepasst und liquiditätssichernde Maßnahmen eingeleitet hat.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Das Geschäftsjahr 2021 war geprägt von der Corona Pandemie und den daraus erfolgten massiven Rückgang des Luftverkehrs sowie die dadurch eingeleiteten Sparmaßnahmen bei unseren Kunden. Trotz der schwierigen Situation konnten wir bei unseren langjährigen Kunden Flughafen München den ausschreibungsbedingten Auftragserhalt sichern.

a) Ertragslage

2021 2020 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 24.412 99,3% 26.021 99,6% -1.609 -6,2%
Sonstige betriebliche Erträge 173 0,7% 93 0,4% 80 86,0%
Betriebsleistung 24.585 100,0% 26.114 100,0% -1.529 -5,9%
Materialaufwand 1.957 8,0% 1.601 6,1% 356 22,2%
Personalaufwand 15.765 64,1% 18.696 71,6% -2.931 -15,7%
Abschreibungen 192 0,8% 172 0,7% 20 11,6%
Betriebliche Steuern 8 0,0% 9 0,0% -1 -11,1%
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.066 20,6% 4.904 18,8% 162 3,3%
Betriebsergebnis 1.597 6,5% 732 2,8% 865 118,2%
Beteiligungsergebnis 0 0,0% 200 0,8% -200 -100,0%
Finanzergebnis 135 0,5% -12 0,0% 147 >100%
Geschäftsergebnis 1.732 7,0% 920 3,5% 812 88,3%
Ergebnis vor Ertragssteuern 1.732 7,0% 920 3,5% 812 88,3%
Ertragssteuern 509 2,1% 33 0,1% 476 >100%
Jahresüberschuss 1.223 5,0% 887 3,4% 336 37,9%

Die Umsatzerlöse sanken im Geschäftsjahr 2021 pandemiebedingt um 6,2% auf 24,4 Mio. EUR (Vorjahr: 26,0 Mio. EUR).

Der Materialaufwand stieg im Berichtszeitraum um 22,2% auf 2,0 Mio. EUR Dies resultiert hauptsächlich von den um 35,7% gestiegenen Aufwendungen für bezogenen Leistungen. Die Materialaufwandsquote stieg von 6,1% im Vorjahr auf 8,0%.

Der Personalaufwand in Höhe von 15,8 Mio. EUR nahm im Jahr 2021 um 15,7%, infolge der Corona Pandemie erstatteten Lohnersatzleistungen und Sozialversicherungsbeiträge im Zusammenhang mit der seit März 2020 angeordneten Kurzarbeit sowie durch die im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen durchschnittlichen Arbeitnehmerzahl, ab. Die Personalaufwandsquote bezogen auf den Umsatz betrug in 2021 64,6% (Vorjahr: 71,9%). Zum Bilanzstichtag beschäftigt die Gesellschaft wieder 629 Mitarbeiter (Vorjahr: 622 Mitarbeiter).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben im Vergleich zum Vorjahr um 3,3% auf 5,1 Mio. EUR zugenommen (Vorjahr: 4,9 Mio. EUR). Dies resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Konzernumlagen.

Das Betriebsergebnis verbesserte sich im Berichtszeitraum von TEUR 732 im Vorjahr auf TEUR 1.597 insbesondere aufgrund der im Berichtszeitraum gesunkenen Personalaufwendungen. Der Jahresüberschuss verbesserte sich von TEUR 887 um TEUR 336 auf einen Jahresüberschuss von TEUR 1.223.

b) Finanzlage

Die Liquidität der Gesellschaft ist durch den Anschluss der SAS an das Konzern-Cash Management der Sasse-Gruppe gesichert. Zum Stichtag ist die SAS, aufgrund ihres positiven Cash-Flows aus der laufenden Geschäftstätigkeit, Darlehensgeber im Rahmen des Cash-Pooling.

c) Vermögenslage

Aktiva 2021 2020 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Sachanlagen 672 12,3% 309 5,5% 363 117,5%
Beteiligungen 100 1,8% 100 1,8% 0 0,0%
Mittel- und langfristig gebundenes Vermögen 772 14,1% 409 7,2% 363 88,8%
Vorräte 30 0,5% 42 0,7% -12 -28,6%
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.316 24,0% 402 7,1% 914 227,4%
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 2.044 37,3% 3.308 58,6% -1.264 -38,2%
Sonstige kurzfristige Posten 1.310 23,9% 1.437 25,4% -127 -8,8%
Flüssige Mittel 3 0,1% 49 0,9% -46 -93,9%
Kurzfristig gebundenes Vermögen 4.703 85,9% 5.238 92,8% -535 -10,2%
Vermögen insgesamt 5.475 100,0% 5.647 100,0% -172 -3,0%

Die Bilanzsumme sank zum Stichtag von 5,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 5,5 Mio. EUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 227,4% auf 1,3 Mio. EUR. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.310 (Vorjahr: TEUR 1.437) beinhalten im Wesentlichen zum Bilanzstichtag noch nicht gezahlte Abrechnungsguthaben und Sicherheitseinbehalte aus dem Factoring in Höhe von TEUR 767 (Vorjahr: TEUR 845). Des Weiteren sanken die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 3.308 auf TEUR 2.044 durch die Verringerung der Forderungen gegenüber dem Mutterunternehmen aus der Teilnahme am Cash Pooling.

Passiva
2021 2020 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Eigenkapital 153 2,8% 153 2,7% 0 0,0%
Bilanzgewinn 2.097 38,3% 1.874 33,2% 223 11,9%
Eigenkapital 2.250 41,1% 2.027 35,9% 223 11,0%
Rückstellungen 1.941 35,5% 1.046 18,5% 895 85,6%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 152 2,8% 228 4,0% -76 -33,3%
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 680 12,4% 875 15,5% -195 -22,3%
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 452 8,2% 1.471 26,0% -1.019 -69,3%
Kurzfristiges Fremdkapital 3.225 58,9% 3.620 64,1% -395 -10,9%
Kapital gesamt 5.475 100,0% 5.647 100,0% -172 -3,0%

Das Eigenkapital stieg zum Bilanzstichtag aufgrund des positiven Jahresergebnisses auf 2,25 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote beträgt 41,1% (Vorjahr 35,9%).

Die Zunahme bei den Rückstellungen ist auf einen Anstieg bei den sonstigen Rückstellungen (+T€ 899) zurückzuführen. Hinsichtlich der Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen wird auf die Erläuterungen im Anhang der Gesellschaft verwiesen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken zum 31.12.2021 um 33,3% auf TEUR 152 (Vorjahr: TEUR 228).

Der Rückgang bei den sonstigen Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber den Mitarbeitern zu erklären (0,45 Mio. € gegenüber 1,47 Mio. € im Vorjahr).

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Steuerung des Geschäfts erfolgt auf Basis der Umsatzerlöse und des Betriebsergebnisses (EBIT).

Die Umsatzerlöse sanken im Vergleich zur Vorperiode um 1,6 Mio. EUR auf 24,4 Mio. EUR. Das Betriebsergebnis beträgt TEUR 1.597 (Vorjahr: TEUR 732).

4. Gesamtaussage

Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr 2021 einen Jahresüberschuss von 1,22 Mio. EUR aus. Die Pandemie und der eingeschränkte Flugbetrieb hatten einen wesentlichen Einfluss auf den Rückgang der Umsatzerlöse und die getroffenen Maßnahmen zur Kostensenkung.

Die Geschäftsentwicklung 2021 war für die SAS geprägt durch die aus Kundensicht angespannte Haushaltslage, sowie die eingeleiteten internen Reorganisierungsmaßnahmen.

Mit Blick auf die vorgenannten Leistungsindikatoren ist die Geschäftsführung mit dem Verlauf des Geschäftsjahres und dem verbesserten Jahresergebnis zufrieden.

III. Zweigniederlassungsbericht

Die Gesellschaft hat an den Standorten Flughafen Frankfurt, Flughafen Stuttgart und Flughafen Düsseldorf Zweigniederlassungen begründet und jeweils eine Zweigniederlassungsprokura erteilt.

IV. Prognosebericht

Für 2022 wurde ein Wachstum der Weltwirtschaft um 4,4% prognostiziert. Aufgrund der Auswirkungen der derzeitigen geopolitischen Lage und der weiterhin andauernden Lieferengpässe wird mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung gerechnet. Der Verlauf ist zusätzlich weiterhin pandemieabhängig. Der weltweite Luftverkehr wird nach Einschätzung der IATA das Vorkrisenniveau nicht vor 2024 erreichen, im negativen Szenario erst nach 2025.

Durch die weiteren Auswirkungen des Coronapandemie erholte sich der Passagierluftverkehr im Geschäftsjahr 2021 in der zweiten Jahreshälfte nur langsam. Der Transport per Luftfracht ist ebenfalls leicht steigend, jedoch ebenfalls hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Die tatsächlichen Umsätze und Ergebnisse des Jahres 2021 lagen über den Prognosen des Vorjahres. Ursächlich dafür sind neben den Kostensenkungsmaßnahmen die Akquisition von Sonderaufträgen im Rahmen von Hygienemaßnahmen und der allgemeine leichte Anstieg der Nachfrage.

Für 2022 rechnet die Geschäftsführung mit einer leichten Erholung im Luftverkehr. Weiterhin werden sich die Folgen der Pandemie länger auf die Luftfahrtindustrie auswirken. Es ist aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten derzeit nur bedingt möglich, die langfristigen Auswirkungen der Krise auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft einzuschätzen. Daher können weitere negative wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie zu weiteren negativen Abweichungen der nachfolgenden Prognosen führen.

Es wird erwartet, dass der Umsatz im Jahr 2022 zwischen 25 und 27 Mio. EUR liegen wird. Für das EBIT wird einen Wert in der Bandbreite von TEUR 700 bis 900 prognostiziert. Hier sind die aus unserer derzeitigen Sicht erwarteten moderaten Steigerungen im Luftverkehr berücksichtigt.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Eine erneute Ausbreitung des Covid Virus und die damit verbundenen weltweiten Lockdowns sowie die deutlichen Einschränkungen in Produktion und Handel können sich weiterhin negativ auf die Absatz- und Beschaffungsmärkte der Gesellschaft auswirken. Aufgrund der zu erwartenden gesamtwirtschaftlichen Folgen besteht daher weiterhin das Risiko einer negativen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Externe Einflussfaktoren wie die derzeitige Ukrainekrise, klimatische Extremsituationen, Preisschwankungen an den Rohstoffmärkten, Handelskonflikte oder Epidemien können sich negativ auf die Passagierzahlen und Luftfrachtnachfrage und damit auf die wirtschaftliche Lage von Fluggesellschaften und Flughäfen auswirken, dies hat unmittelbaren Einfluss auf die wirtschaftliche Situation der SAS. Zudem kann die fortschreitende Konsolidierung im Aviation Sektor zu weiteren Marktaustritten und zu Streichungen von Kapazitäten führen.

Es besteht zudem das Risiko, dass tariflich vereinbarte Lohnkostensteigerungen nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden können und so zu Margenverlusten führen. Am 4. November 2020 wurde der Lohntarifvertrag für die gewerblich Beschäftigten in der Gebäudereinigung abgeschlossen, der ab dem 1. Januar 2021 gültig ist. Die vorgesehenen Erhöhungen können nicht automatisch an Kunden durch Preiserhöhungen weitergegeben werden, so dass hier das Risiko besteht, dass Personalkostensteigerungen die Marge der Gesellschaft zukünftig belasten können, wenn keine entsprechenden Preisanpassungen mit den Kunden verhandelt werden können.

Branchenüblich werden die Aufträge durch regelmäßig wiederkehrende Ausschreibungen vergeben. Mit wesentlichen Beeinträchtigungen in der Geschäftsentwicklung wird im Jahr 2022 nicht gerechnet.

2. Chancenbericht

Basis für die Festigung und Erweiterung der Geschäftsbeziehungen mit Bestandskunden sowie die Akquisition neuer Auftraggeber bildet die kontinuierliche Weiterentwicklung des Portfolios der Systemdienstleistungen im Marktsegment des Luftverkehrs, mit den Schwerpunkten der Begleitung von Kunden bei der Fokussierung auf deren Kernprozesse und -kompetenzen als auch der Entwicklung innovativer Lösungsansätze. Dazu zählen Dienstleistungen insbesondere im Bereich des technischen Facility Management und der Weiterführung der Digitalisierung und Robotik.

Die durch die IATA und den Behörden vorgegebenen derzeit noch anhaltenden Hygieneanforderungen an Flughäfen und allen Prozessbeteiligten bieten weiterhin Chancen zu neuen Konzepten und Lösungsansätzen für unsere bestehenden und daraus sich ergebenden neuen Dienstleistungen. Die strategische Ausrichtung als Preisführer bürgt darüber hinaus Potenzial für Wachstum.

3. Gesamtaussage

Nach Einschätzung der Geschäftsführung weisen die vorgenannten Chancen und Risiken unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft keinen bestandsgefährdenden Charakter auf. Die Gesellschaft ist an das Konzern-Cash-Pooling der Sasse-Gruppe der Hauptgesellschafterin (Dr. Sasse AG, München) angeschlossen.

VI. Erklärung zur Unternehmensführung

Die Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Geschäftsführung. Hinsichtlich der CSR Richtlinie sowie der Angaben zum Frauenanteil verweisen wir auf die Internetseite https://www.sasse.de/corporate-social-responsibility-csr/.

 

München, 8.4.2022

Thomas Jessberger, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 772.272,86 408.829,00
I. Sachanlagen 672.272,86 308.829,00
1. technische Anlagen und Maschinen 231.730,00 112.605,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 374.981,00 196.224,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 65.561,86 0,00
II. Finanzanlagen 100.000,00 100.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 100.000,00 100.000,00
B. Umlaufvermögen 4.641.684,01 5.234.027,67
I. Vorräte 30.482,73 42.208,05
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.608.639,32 5.142.380,95
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.043.598,72 3.307.708,04
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.565.040,60 1.834.672,91
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 30.429,15 29.699,15
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.561,96 49.438,67
C. Rechnungsabgrenzungsposten 61.501,12 3.966,67
Aktiva 5.475.457,99 5.646.823,34

Passiva

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 2.250.182,38 2.027.323,52
I. Gezeichnetes Kapital 153.387,56 153.387,56
II. Gewinnvortrag 873.935,96 987.079,63
III. Jahresüberschuss 1.222.858,86 886.856,33
B. Rückstellungen 1.940.817,58 1.045.967,75
C. Verbindlichkeiten 1.284.458,03 2.573.532,07
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 82,79  
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 82,79  
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 680.493,93 874.560,28
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 680.493,93 874.560,28
3. sonstige Verbindlichkeiten 603.881,31 1.698.971,79
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 603.881,31 1.698.971,79
Passiva 5.475.457,99 5.646.823,34

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Rohergebnis 22.628.054,23 24.513.554,39
2. Personalaufwand 15.765.291,00 18.696.444,11
a) Löhne und Gehälter 13.052.463,54 15.507.726,74
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.712.827,46 3.188.717,37
3. Abschreibungen 192.047,15 172.027,63
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 192.047,15 172.027,63
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.065.729,49 4.904.404,43
5. Erträge aus Beteiligungen   200.000,00
davon aus verbundenen Unternehmen   200.000,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 169.766,10 59.538,77
davon aus verbundenen Unternehmen 169.760,70 59.488,93
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 35.149,86 71.715,57
davon an verbundene Unternehmen 0,00 34.042,47
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 508.466,97 32.531,09
9. Ergebnis nach Steuern 1.231.135,86 895.970,33
10. sonstige Steuern 8.277,00 9.114,00
11. Jahresüberschuss 1.222.858,86 886.856,33

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

Sasse Aviation Service GmbH, Erding

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Sasse Aviation Service GmbH, Erding, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Sasse Aviation Service GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Absatz 2 und 4 HGB. Sitz der Sasse Aviation Service GmbH, Erding ist Terminalstraße Mitte 24, Bürogebäude Nord 1, 85356 Flughafen-München. Die Firma ist unter HRB 95344 im Handelsregister des Amtsgerichts München eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die angewandten Bilanzierungsmethoden für die Aufstellung des Jahresabschlusses haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.

Die während des Kurzarbeitergeldbezugs beanspruchten Erstattungen (Lohnersatzleistungen und Sozialversicherungsbeiträge) für Arbeitsausfälle des Geschäftsjahres sind mit dem Personalaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung verrechnet worden.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Sachanlagevermögen wurde mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Ab dem Geschäftsjahr 2012 bis 2020 werden die geringwertigen Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu EUR 1.000 in einem Sammelposten zusammengefasst und über 5 Jahre linear abgeschrieben (Poolabschreibung). Seit dem Geschäftsjahr 2021 wird bei der Bilanzierung geringwertiger Vermögensgegenstände handelsrechtlich analog zur steuerrechtlichen Regelung des § 6 Abs. 2 EStG abgeschrieben. Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungskosten, vermindert um den darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für den einzelnen Vermögensgegenstand EUR 800 nicht übersteigen.

Die Bewertung des Finanzanlagevermögens erfolgte zu Anschaffungskosten vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren Wert bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalwert bewertet. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen und die Steuerrückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen zu berücksichtigen.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bewertet.

IV. Angaben zu Posten der Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel.

Aufstellung des Anteilsbesitzes:

Name und Sitz des Unternehmens Anteil am Kapital Eigenkapital
EUR
Ergebnis 2021
EUR
C.F.A. Care for Aircraft GmbH i.L., Erding 100,00% 222.785,37 37.607,16
Sasse Aviation Service ARGE BER, Berlin 33,33% 0,00 0,00
Sasse Aviation Service - Arbeitsgemeinschaft FRA, Frankfurt am Main 50,00% 0,00 0,00

Unter den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, insbesondere das Reinigungsmaterial, ausgewiesen.

Die Mitzugehörigkeit der Forderungen stellt sich wie folgt dar:

Gesamt
EUR
davon Lieferungen und Leistungen
EUR
davon sonstige Vermögensgegenstände
EUR
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.043.598,72 175.072,86 1.868.525,86
(Vorjahr) (3.307.708,04) (47.190,47) (3,260.517,57)

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten sind in Höhe von € 1.868.525,86 (Vj. € 3.260.517,57) Forderungen gegen die Gesellschafterin (§ 42 Absatz 3 GmbHG).

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 1.316, Vorjahr T€ 402), Forderungen gegen die Factoringgesellschaft (T€ 767), Umsatzsteuerrückforderungen (T€ 210), im Folgejahr abziehbare Vorsteuern (T€ 100), Körperschaftssteuerrückforderungen (T€ 74), Gewerbesteuerrückforderungen (T€ 65) und geleistete Kautionen (T€ 30).

Bei den Kautionen wird von einer Restlaufzeit von über einem Jahr ausgegangen (T€ 30, Vorjahr T€ 30)- - im Übrigen haben die Forderungen eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Das gezeichnete Kapital beträgt DM 300.000 (EUR 153.387,56).

Unter den Steuerrückstellungen sind Ertragsteuern für frühere Geschäftsjahre ausgewiesen.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Gesamt
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
größer 1 bis zu 5 Jahren
EUR
Gesamt 1.284.458,03 1.284.458,03 0,00
(Vorjahr) (2.573.532,07) 2.573.532,07 (0,00)

davon

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 82,79 82,79 0,00
(Vorjahr) (0,00) (0,00) (0,00)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 680.493,93 680.493,93 0,00
(Vorjahr) (874.560,28) (874.560,28) (0,00)

Die Mitzugehörigkeit der Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:

Gesamt
EUR
davon Lieferungen und Leistungen
EUR
davon sonstige Verbindlichkeiten
EUR
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 680.493,93 680.493,93 0,00
(Vorjahr) (874.560,28) (866.850,28) (7.710,00)
davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafterin (§ 42 Absatz 3 GmbHG) 105.295,88 105.295,88 0,00
(Vorjahr) (323.429,03) (315.719,03) (7.710,00)

V. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind neben den Erträgen aus Abrechnungsguthaben der Berufsgenossenschaft aus dem Vorjahr (T€ 39), Erträge aus Anlagenverkäufen (T€ 3), Erträge aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen (T€ 11), Anpassungen der Rückstellungen für Kulanz und Garantie (T€ 11) im Wesentlichen Sachbezüge (T€ 80) enthalten.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind neben den Konzernumlagen (T€ 1.950), Fahrzeugkosten (T€ 457), Aufwendungen für Sachschäden und sonstige Regressforderungen (T€ 231) enthalten.

Unter den Erträgen aus Beteiligungen ist im Vorjahr eine Ausschüttung der C.F.A. Care for Aircraft GmbH i.L., Erding, über T€ 200 ausgewiesen (2021: T€ 0).

Die Zinsaufwendungen aus dem Cash-Management in Höhe von T€ 0,0 (Vj.: T€ 26,3) sind unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten - die Zinserträge aus dem Cash-Management in Höhe von T€ 169,8 (Vj.: T€ 59,5) unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen.

VI. Sonstige Angaben

Zur Beschaffung von liquiden Mitteln sowie zur Bilanzverkürzung und damit Verbesserung der Eigenkapitalquote verkauft die Gesellschaft - im Rahmen eines Kooperations- Factoring-Vertrags der Sasse-Gruppe - ihre Forderungen (angekaufte Forderungen zum 31.12.2021: T€ 2.127). Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch mit Ihrem Guthaben (Sicherheitseinbehalt und Verrechnungskonten zum 31.12.2021: T€ 767) bei der Factoring Bank für die Ansprüche aller der am Factoring beteiligten Sasse-Gesellschaften. Das Risiko der Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung halten wir aufgrund der wirtschaftlichen Lage der Sasse-Gruppe für gering.

Die Gesellschaft hat aus Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge und Maschinen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt T€ 345,8 (davon mit Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: T€ 161,5). Die Vorteile der Leasinggeschäfte sind die Verbesserung der Liquidität und die Verbesserung der Eigenkapitalquote. Risiken bestehen bei einer vorzeitigen Auflösung des Leasingvertrages oder höheren als im Vertrag vorgesehenen Kilometerleistungen (bei Fahrzeugen).

Die Mietverpflichtungen betragen insgesamt T€ 820,0. Davon mit einer Laufzeit bis zu 1 Jahr T€ 316,5 und mit einer Laufzeit größer 1 Jahr bis zu 5 Jahren: T€ 503,5.

Sonstige Avalverbindlichkeiten bestehen in Höhe von T€ 3 (Vorjahr: T€ 3).

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter betrug im Jahre 2021:

Arbeitnehmer: 576
Aushilfen: 16

Ein Aufsichtsrat besteht nicht.

Die Geschäftsführung besorgte Herr Thomas Jessberger, Luftverkehrskaufmann.

Die Schutzklausel nach § 286 Absatz 4 HGB wird in Anspruch genommen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Dr. Sasse AG, München, einbezogen (kleinster Konsolidierungskreis). Die Gesellschaft wird ebenfalls in den Konzernabschluss der Dr. Sasse Holding GmbH & Co. KG, München, einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Die Offenlegung erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag sind nicht eingetreten.

Ergebnisverwendung

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, den 8.4.2022

Thomas Jessberger, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2021

Sasse Aviation Service GmbH, Erding

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2021
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand 31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen        
I. Sachanlagen        
1. technische Anlagen und Maschinen 334.167,68 172.042,71 14.910,25 491.300,14
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 685.466,45 320.958,44 91.278,87 915.146,02
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 65.561,86 0,00 65.561,86
  1.019.634,13 558.563,01 106.189,12 1.472.008,02
II. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 100.000,00 0,00 0,00 100.000,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  100.000,00 0,00 0,00 100.000,00
  1.119.634,13 558.563,01 106.189,12 1.572.008,02
Abschreibungen Buchwerte
Stand 01.01.2021
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand 31.12.2021
EUR
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen            
I. Sachanlagen            
1. technische Anlagen und Maschinen 221.562,68 50.858,71 12.851,25 259.570,14 231.730,00 112.605,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 489.242,45 141.188,44 90.265,87 540.165,02 374.981,00 196.224,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 65.561,86 0,00
  710.805,13 192.047,15 103.117,12 799.735,16 672.272,86 308.829,00
II. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 100.000,00 100.000,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00 100.000,00 100.000,00
  710.805,13 192.047,15 103.117,12 799.735,16 772.272,86 408.829,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 08.04.2022 festgestellt. Es wurde beschlossen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Sasse Aviation Service GmbH, Erding

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die Sasse Aviation Service GmbH, Erding

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Sasse Aviation Service GmbH, Erding, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Sasse Aviation Service GmbH, Erding, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) habe ich in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Mein Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Mein Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend gebe ich weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit meiner Prüfung habe ich die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu meinen bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls ich auf Grundlage der von mir durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelange, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, bin ich verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Ich habe in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil meines Bestätigungsvermerks.

 

München, den 8. April 2022

Michael Hirtreiter, Wirtschaftsprüfer

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