Stammdaten

Register
Amtsgericht Oldenburg HRB 242
Vorher
Torfstreuverband GmbH
Eingetragen
22.5.1970
Branche
Großhandel mit Blumen und PflanzenEinzelhandel mit Blumen, Pflanzen, Sämereien und DüngemittelnErbringung von sonstigen gärtnerischen Dienstleistungen
Gegenstand
Förderung des Absatzes von Floragard-Produkten und Vertrieb von Floragard-Produkten und ähnlichen Erzeugnissen, der Verkauf von sonstigen Torf- und Humusprodukten aller Art, der Handel mit Artikeln des Gartenbedarfs und damit verwandter Produkte sowie der Handel mit sonstigen Produkten in diesem Zusammenhang.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.01% ungelöst

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Floragard Vertriebs GmbH für Gartenbau
Germany
2.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Floragard Vertriebs-GmbH

Oldenburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die "FLORAGARD" ist ein international tätiges Handelsunternehmen, welches auf die Entwicklung und den Vertrieb von Premium-Blumenerden und Substraten für den Erwerbsgartenbau spezialisiert ist. Seit der Gründung im Jahre 1919 wird das Unternehmen von ihren Gesellschaftern getragen, die zugleich Eigentümer der Torfflächen und Produktionswerke sind.

Im Geschäftsjahr 2023 haben sich keine nennenswerten Veränderungen im Geschäftsmodell ergeben.

Ziele und Strategien

Unsere primären Ziele und Strategien sind es, unsere vorhandenen Produkte stetig zu optimieren und innovativ weiterzuentwickeln. Zudem wollen wir unsere Vertriebs- und Kundenstruktur bzw. -bindungen ausbauen, weiterentwickeln und festigen. In Ergänzung zum stationären Handel soll im Bereich Premium-Blumenerden der Online-Versand weiter ausgebaut werden.

Forschung und Entwicklung

Für Forschungs- und Entwicklungsarbeiten unterhält die Gesellschaft eine Fachabteilung, ein Versuchsgewächshaus und ein Zentrallabor. Im Berichtsjahr wurde fortlaufend an neuen Rezepturen und innovativen Produkten gearbeitet. Ein großer Anteil der Arbeiten entfällt auf die Entwicklung von torfreduzierten und torffreien Rezepturen.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die globale Wirtschaftsleistung hat im letzten Quartal 2023 moderat zugelegt, wobei die Unterschiede zwischen den weltwirtschaftlichen Regionen fortbestanden. Insgesamt zeigt sich in der schwachen Entwicklung von globaler Industrieproduktion, Warenhandel und Containerumschlag in den vergangenen Monaten noch keine durchgreifende Erholung der Industriekonjunktur.

In der EU27 stieg die gesamtwirtschaftliche Produktion um 0,1%, im Euro-Raum stagnierte sie nach einem Rückgang um 0,1% im Sommer. Die Konjunktur war in den Mitgliedstaaten heterogen. In Deutschland ging die Wirtschaftsleistung im Schlussquartal 2023 zurück, in Frankreich stagnierte sie. Italien und insbesondere Spanien verzeichneten hingegen Zunahmen.

In Deutschland ist die Wirtschaftsleistung im Schlussquartal 2023 recht deutlich zurückgegangen, nachdem sie in den drei Quartalen zuvor weitgehend stagniert hatte. Der Rückgang des BIP ist vor allem auf die Ausrüstungsinvestitionen zurückzuführen. Auch der Rückgang der Bauinvestitionen hat sich noch einmal verstärkt. Der private Konsum entwickelte sich im Vergleich dazu relativ robust. Nicht zuletzt wird es für die Unternehmen anscheinend zunehmend zum Problem, dass sich die immer noch hohen Preise für Energie sowie Rohstoffe und Materialien als dauerhaft herausstellen.

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Infolge der schlechten Witterungsverhältnisse während des Frühjahrsgeschäftes sowie der stark negativen Einflüsse des Ukraine-Krieges auf den privaten Konsum (massive Verteuerung der Energiekosten, hohe Preissteigerungen in allen Konsumbereichen, sinkende Real-Kaufkraft etc.) und daraus resultierender Verschiebungen innerhalb der Konsumbereiche, bei denen die Haus- und Gartensortimente spürbar an Stellenwert verloren haben, schließt das Jahr 2023 im Gartenmarkt mit einem nominalen Umsatzminus von mehr als 3 Prozent ab.
Angesichts anhaltender Preissteigerungen in einigen Teilmärkten wird der Gartenmarkt in 2023 damit real in einem hohen einstelligen Minusbereich tendieren.
Die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen auf die deutsche Gartenbranche haben sich auch im Geschäft der FLORAGARD niedergeschlagen.
Das Ergebnis des Unternehmens liegt im abgelaufenen Geschäftsjahr gleichwohl über dem Vorjahr, was im Wesentlichen auf das gewachsene internationale Geschäft sowie die positive Entwicklung im E-Commerce zurückzuführen ist.
Für 2024 rechnen wir in einem extrem preissensiblen Marktumfeld mit einem moderaten Wachstum im Bereich Hobby sowie einer stabilen Ergebnislage im Bereich Profi. Insgesamt sehen wir gute Chancen, dass sich das Unternehmensergebnis gegenüber dem Jahr 2023 positiv entwickelt.

Absatz- und Umsatzentwicklung

Während der Absatz im internationalen Geschäft im Jahr 2023 gesteigert werden konnte, war das nationale Geschäft von Absatzrückgängen gezeichnet. Lediglich der Bereich E-Commerce hat sich im deutschen Hobbygeschäft deutlich positiv und damit gegen den Branchentrend entwickelt entwickelt.

Personalbereich

Im Geschäftsjahr 2023 wurden bei der Floragard Vertriebs-GmbH im Durchschnitt 101 Mitarbeiter beschäftigt.

Vermögenslage

Die Veränderung der Vermögens- und Kapitalstruktur im Vergleich zu den Vorjahren zeigt die folgende Übersicht:


31.12.2023

31.12.2022

31.12.2021


TEuro
%
TEuro
%
TEuro
%
Anlagevermögen
2.166
11,07
1.463
6,75
1.108
6,76
Umlaufvermögen
17.397
88,93
20.207
93,25
15.275
93,24
Aktiva
19.563
100,00
21.670
100,00
16.384
100,00
Eigenkapital
5.852
29,92
5.215
24,07
4.858
29,65
Rückstellungen
4.687
23,96
4.868
22,47
4.489
27,40
Fremdkapital
9.024
46,13
11.586
53,47
7.037
42,95
Passiva
19.563
100,00
21.670
100,00
16.384
100,01



Das Umlaufvermögen ist im Geschäftsjahr um TEuro 2.811 auf TEuro 17.397 gesunken. Maßgeblich hierfür ist die Minderung der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Das Eigenkapital beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 5,85 Mio. Euro; die Eigenkapitalquote beträgt 29,92 %.

Die Rückstellungen per 31. Dezember 2023 betragen 4,69 Mio. Euro; die Verbindlichkeiten insgesamt 9,02 Mio. Euro. Darin enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 1,13 Mio. Euro.

Im Ergebnis hat sich die Bilanzsumme um TEuro 2.107 auf TEuro 19.563 vermindert.

Finanzlage



2023

2022


TEuro

TEuro

Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
1.860
-1.038
1.276
+
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
-1.018

-871
+
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
-1.044

-894
=
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds
-202

-489
+
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode
2.293

2.782
=
Finanzmittelfonds am Ende der Periode
2.091

2.293



Das Finanzmanagement der Unternehmung ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Der erforderliche Liquiditätsbedarf - insbesondere für die Saisonfinanzierung - ist über die von den Kreditinstituten zur Verfügung gestellten Kreditlinien sichergestellt.

Investitionen werden über den laufenden Cash-Flow finanziert.

Ertragslage

Die Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren ist in der folgenden Tabelle zusammengefasst:





Veränderungen

2023
2022

zum Vorjahr

TEuro
TEuro

TEuro
Rohergebnis
13.354
12.129

1.225
Personalkosten
7.611
6.935

676
Betriebsergebnis
578
101

477
Finanzergebnis
-289
-143

-146
neutrales Ergebnis
642
633

9
Ergebnis vor Steuern
931
591

340
Jahresüberschuss
637
363

274



Im Geschäftsjahr sind Personalkosten von TEuro 7.611 (Vorjahr TEuro 6.935) für 101 Mitarbeiter (Vorjahr 104 Mitarbeiter) angefallen.

Die Veränderung des Betriebsergebnisses um TEuro 477 auf TEuro 578 resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg des Rohertrages und den nach dem Wegfall der Corona-Beschränkungen wieder angestiegenen Reisekosten und gestiegenen Kosten für Vertrieb und Werbung.

Insgesamt wurde ein Jahresergebnis von TEuro 637 (Vorjahr TEuro 363) erwirtschaftet. Die Erwartung des Vorjahres, dass das Jahresergebnis leicht zurückgeht, ist damit nicht eingetroffen.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage

Die Planergebnisse konnten nicht in allen Bereichen erreicht werden. Die Geschäftsführung ist gleichwohl angesichts der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der daraus resultierenden Absatzrückgänge im deutschen Geschäft mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr zufrieden. Den Mitarbeitern gebührt Dank und Anerkennung für ihr großes Engagement.

III. Prognose, Chancen- und Risikobericht

Der Geschäftsführung stehen Controlling-Systeme zur Verfügung, mit denen monatliche Abweichungen der tatsächlichen von der geplanten geschäftlichen Entwicklung analysiert werden.

Beschaffungsseitig ist die Verfügbarkeit von Torf von besonderer Bedeutung für das Unternehmen. Die Ernte des Jahres 2023 ist in den meisten Abbaugebieten durchschnittlich verlaufen, so dass in der Frühjahrssaison 2024 bei den Profisubstraten die Mengen zur Verfügung stehen sollten, die am Markt platziert werden können. Für den weiteren Jahresverlauf sind erneute Knappheiten nicht auszuschließen, da aufgrund der feuchten Witterung des Winterhalbjahres ein später Erntebeginn in 2024 zu befürchten ist.

Im Segment der Torfersatzstoffe werden vermehrt Anzeichen gesehen, die auf knappe Ressourcen für bestimmte Rohstoffe hindeuten. Die zunehmende Branchennachfrage nach diesen Rohstoffen führt zu weiter steigenden Preisen.

Wir gehen davon aus, dass wir das allgemeine Forderungsrisiko der Gesellschaft durch die bestehende Warenkreditversicherung und durch ein konsequentes Debitorenmanagement weiterhin gut beherrschen können.

Die Geschäftsführung rechnet für das kommende Geschäftsjahr 2024 mit einer Mengen- und Umsatzentwicklung über Vorjahresniveau. Trotz gestiegener Rohstoffpreise ist eine leichte Ergebnissteigerung und eine Verbesserung der Eigenkapitalquote zu erwarten.

Im Geschäftsjahr 2024 sind Modernisierungsinvestitionen in das Bürogebäude am Standort Oldenburg geplant. Der hierfür erforderliche Liquiditätsbedarf ist neben der Saisonfinanzierung durch die bestehenden Linien bei Kreditinstituten gedeckt.

Bestehende Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält in Frankreich eine Zweigniederlassung unter gleicher Firma.

 

Oldenburg (Oldenburg), den 19. April 2024


Floragard Vertriebs-GmbH
26135 Oldenburg (Oldenburg)

gez. Herr Ulrich von Glahn, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.166.209,79 1.462.688,31
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 323.445,03 379.628,03
1. Geschäfts- oder Firmenwert 299.748,00 335.418,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 23.697,03 44.210,03
II. Sachanlagen 1.842.764,76 1.083.059,28
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 929.198,00 975.737,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 913.566,76 107.322,28
III. Finanzanlagen 0,00 1,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1,00
B. Umlaufvermögen 17.117.045,48 19.963.046,49
I. Vorräte 2.747.309,82 4.292.557,39
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.278.687,20 13.377.614,84
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.636.444,95 11.711.931,13
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 50.541,73 10.755,28
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.591.700,52 1.654.928,43
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.091.048,46 2.292.874,26
C. Rechnungsabgrenzungsposten 279.914,55 243.887,30
Bilanzsumme, Summe Aktiva 19.563.169,82 21.669.622,10

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.852.339,09 5.215.146,00
I. gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Kapitalrücklage 281.034,40 281.034,40
III. Bilanzgewinn 3.571.304,69 2.934.111,60
B. Rückstellungen 4.687.092,82 4.868.293,94
C. Verbindlichkeiten 9.023.737,91 11.586.182,16
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.125.000,00 1.875.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.303.526,16 4.122.053,45
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.554.651,35 4.017.353,86
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.040.560,40 1.571.774,85
Bilanzsumme, Summe Passiva 19.563.169,82 21.669.622,10

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.713.577,21 13.362.094,67
2. Personalaufwand 7.610.827,91 6.934.503,28
a) Löhne und Gehälter 6.256.800,80 5.673.979,50
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.354.027,11 1.260.523,78
davon für Altersversorgung 57.787,96 56.159,28
3. Abschreibungen 351.154,20 528.086,51
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 351.154,20 528.086,51
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.503.604,93 5.146.340,48
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 31.729,51 23.877,90
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.221,34 1.160,91
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 294.024,98 144.081,07
davon an verbundene Unternehmen 183.024,42 88.410,95
davon aus Abzinsung 13.235,34 16.390,73
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 293.898,58 228.025,88
8. Ergebnis nach Steuern 665.287,95 382.218,36
9. sonstige Steuern 28.094,86 19.444,76
Jahresüberschuss 637.193,09 362.773,60

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresüberschuss 637.193,09 362.773,60
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.934.111,60 2.571.338,00
3. Bilanzgewinn 3.571.304,69 2.934.111,60

Anhang

A. Angaben zur Bewertung und Bilanzierung

1. Allgemeine Angaben

Bei der Floragard Vertriebs-GmbH (Handelsregister Oldenburg, HRB 242) mit Sitz in Oldenburg handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Der Jahresabschluss ist nach teilweiser Ergebnisverwendung aufgestellt worden.

Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Darstellungs-, Ansatz- und Bewertungsstetigkeit in Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung ist beibehalten.

2. Aktiva

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden bei Gebäuden linear und beim beweglichen Anlagevermögen überwiegend linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen drei bis fünfzehn Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis zehn Jahre. Für die Zugänge wurden zeitanteilig für den Monat des Zugangs und die folgenden Monate Abschreibungen angesetzt.

Für die Klischees zur Bedruckung der Verkaufsverpackungen wurde ein Festwert gebildet.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Einzelanschaffungswert von bis zu Euro 800,00 wurden entsprechend der steuerlichen Vorschriften im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bzw. den fortgeführten niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Bei den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Waren erfolgte zu Anschaffungskosten. Das Niederstwertprinzip wurde bei der Bewertung der Erzeugnisse beachtet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Forderungen in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt. Das Bankguthaben in fremder Währung wird mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die Rechnungsabgrenzungsposten werden mit dem Nominalwert und dem auf die Folgejahre entfallenden Anteil angesetzt.

3. Passiva

Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Der Teilwert der Pensionsverpflichtungen wird nach versicherungsmathematischer Methode auf Basis eines Zinsfußes von 1,89 % errechnet. Es werden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Verlag Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln) der Berechnung zugrunde gelegt. Rentenanpassungen wurden mit 1,0 % p. a. berücksichtigt.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt Euro 7.099.

Die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen wurden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Um die Fluktuationswahrscheinlichkeiten und Wahrscheinlichkeiten auf Grundlage biometrischer Sachverhalte abzubilden, wurden tatsächliche Zahlen der Vorjahre herangezogen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, sie sind ausreichend bemessen und nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung in der Höhe notwendig. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden berücksichtigt.

4. Gewinn- und Verlustrechnung

Aufwendungen und Erträge wurden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren i. S. von § 275 HGB aufgestellt.

B. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten

I. Posten der Bilanz

1. Einzelposten des Anlagevermögens


Vortrag



Stand

01.01.2023
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2023

Euro
Euro
Euro
Euro
Euro
Anschaffungskosten- und Herstellkosten
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
1.809.980,81
7.333,77
0,00
0,00
1.817.314,58
Geschäfts- oder Firmenwert
356.691,44
0,00
0,00
0,00
356.691,44
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
3.275.998,39
321.441,43
0,00
314.717,60
3.282.722,22
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
107.322,28
985.160,36
0,00
178.915,88
913.566,76
Anteile an verbundenen Unternehmen
580.546,75
0,00
0,00
580.546,75
0,00
Summe Anlagevermögen
6.130.539,67
1.313.935,56
0,00
1.074.180,23
6.370.295,00
Abschreibungen
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
1.765.770,78
27.846,77
0,00
0,00
1.793.617,55
Geschäfts- oder Firmenwert
21.273,44
35.670,00
0,00
0,00
56.943,44
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
2.300.261,39
286.550,43
0,00
233.287,60
2.353.524,22
Anteile an verbundenen Unternehmen
580.545,75
1,00
0,00
580.546,75
0,00
Summe Anlagevermögen
4.667.851,36
350.068,20
0,00
813.834,35
4.204.085,21
Buchwert





entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
44.210,03



23.697,03
Geschäfts- oder Firmenwert
335.418,00



299.748,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
975.737,00



929.198,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
107.322,28



913.566,76
Anteile an verbundenen Unternehmen
1,00



0,00
Summe Anlagevermögen
1.462.688,31



2.166.209,79



Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

Name, Sitz
Beteiligungsquote
Eigenkapital
Ergebnis des letzten
Geschäftsjahres
Stichtag der
vorliegenden Information


Euro
Euro

Floragard Horticulture
Co.,Ltd., Foshan (China)
100 %
1.669,70
-12.841,40
11.07.2023



Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung wurden bei den Wertansätzen für Anteile an verbundenen Unternehmen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB in Höhe von TEuro0 (Vorjahr: TEuro 0; kumuliert: TEuro 581) vorgenommen. Die Gesellschaft wurde im Berichtsjahr liquidiert.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

3. Entwicklung des Gewinnvortrages

Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von Euro 2.934.111,60 einbezogen.

4. Rückstellungen

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung beträgt Euro 903.961,00. Im Berichtsjahr hat sich die Pensionsrückstellung in Höhe von Euro 865,00 reduziert. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt Euro 7.099,00.

Die wesentlichen sonstigen Rückstellungen betreffen Rückstellungen für Bonuszahlungen (TEuro 2.662), ungewisse Verbindlichkeiten (TEuro 337), Zusatzleistungen (TEuro 288), Jahresabschlusskosten (TEuro 44), Urlaub und Überstunden (TEuro 108), Jubiläum (TEuro 40), Garantien (TEuro 45), Entsorgung (TEuro 203), Provisionen (TEuro 36) und Reisekosten (TEuro 13).

5. Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:



Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von


mit einer Restlaufzeit von


unter einem Jahr
über einem Jahr
gesamt


Euro
Euro
Euro
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten

750.000,00
375.000,00
1.125.000,00
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

91.677,73
0,00
91.677,73
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen

3.303.526,16
0,00
3.303.526,16
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen

2.554.651,35
0,00
2.554.651,35
sonstige Verbindlichkeiten

1.948.882,67
0,00
1.948.882,67


8.648.737,91
375.000,00
9.023.737,91



In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind enthalten, Verbindlichkeiten

gegenüber Gesellschaftern der Floragard Beteiligungs-GmbH
Euro
1.864.211,47
Vorjahr:
Euro
2.188.395,50



In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten, Verbindlichkeiten

aus Steuern
Euro
196.727,66
Vorjahr:
Euro
170.696,49
im Rahmen der sozialen Sicherheit
Euro
32.140,86
Vorjahr:
Euro
26.594,39



II. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Gemäß §288 HGB braucht der Anhang die Aufgliederung der Umsatzerlöse gem. §285 Nr.4 HGB nicht zu enthalten.

In der Position "sonstige betriebliche Erträge" sind enthalten, Erträge

aus der Währungsumrechnung
Euro
18.888,80
Vorjahr:
Euro
62.675,76



Von den sozialen Abgaben entfallen TEuro 90 auf Aufwendungen für Altersversorgung.

In der Position "sonstige betriebliche Aufwendungen" sind enthalten, Aufwendungen

aus der Währungsumrechnung
Euro
31.729,51
Vorjahr:
Euro
23.877,90



In der Position "Zinsen und ähnlichen Aufwendungen" sind enthalten, Zinsaufwendungen

aus der Abzinsung von Rückstellungen
Euro
13.235,34
Vorjahr:
Euro
16.390,73
aus verbundenen Unternehmen
Euro
183.024,42
Vorjahr:
Euro
88.410,95



2. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen



TEuro
Folgende Erträge sind einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen:


Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen

627
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen zu Forderungen

117
Erträge aus abgeschriebenen Forderungen

7
Erträge, periodenfremd

68


823
Folgende Aufwendungen sind einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen:


Einstellung zu den Wertberichtigungen auf Forderungen

49
Abschreibungen auf Forderungen

69
Aufwand, periodenfremd

165


284
Summe

540



C. Sonstige Pflichtangaben

I. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen i. S. d. § 285 Nr. 3 HGB:

Verpflichtungen aus Leasingverträgen


- fällig 2024
Euro
52.967,67
- fällig 2024-2027
Euro
84.041,69



Aus einem Pachtvertrag mit der Floragard Beteiligungs-GmbH, Oldenburg, über die Verpachtung des Betriebes, insbesondere über diverse Anlagegüter, Nutzungs- und Verwertungsrechte, bestehen für das Folgejahr finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEuro 450.

II. Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt folgende Arbeitnehmer:


2023

2022
Angestellte
94

98
Aushilfen
2

1
Auszubildende
5

5
Gesamt
101

104



III. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer ist Herr Ulrich von Glahn, Oldenburg.

IV. Gewinnverwendung

Der Jahresüberschuss 2023 beträgt Euro 637.193,09. Er wird auf neue Rechnung vorgetragen.

V. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Durch die im Februar 2022 in der Ukraine ausgebrochenen militärischen Auseinandersetzungen zwischen der Ukraine und Russland können sich neben den bereits durch die Coronapandemie ausgelösten Lieferproblemen weitere negative Auswirkungen auf die Versorgung mit Rohstoffen und in den Lieferketten sowie Preisen der zu beziehenden Waren ergeben. Die Auswirkungen sind der Höhe nach nicht bezifferbar.

VI. Größenabhängige Erleichterungen

Die Gesellschaft hat entsprechend § 286 Abs. 4 HGB keine Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung gemacht. Im Übrigen werden die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 HGB in Anspruch genommen.

Oldenburg (Oldenburg), den 19. April 2024
Floragard Vertriebs-GmbH 26135 Oldenburg (Oldenburg)

Herr Ulrich von Glahn - Geschäftsführer -

sonstige Berichtsbestandteile

 

Oldenburg (Oldenburg), den 19. April 2024


Floragard Vertriebs-GmbH
26135 Oldenburg (Oldenburg)

gez. Herr Ulrich von Glahn, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 19.04.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk


In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach §327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebereicht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Floragard Vertriebs-GmbH, Oldenburg (Oldenburg)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Floragard Vertriebs-GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Floragard Vertriebs-GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ·entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und ·vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt 'Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts' unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögenschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
·identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
·gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
·beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
·ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
·beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
·beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
·führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutender Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Vechta, den 19. April 2024


Freese Feldhaus GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Markus Hübner, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater

gez. Gerd Kathmann, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater

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