bayernservices GmbH
Selbe AdresseIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bert Roland Jans seit 19.3.2014 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bayerngas Energy Trading GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014Im Lagebericht erläutern wir die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie deren Einflüsse auf die Geschäftsaktivitäten der Bayerngas Energy Trading GmbH (nachfolgend Bayerngas Energy Trading). Außerdem informieren wir ausführlich über die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 und geben einen Ausblick auf die weitere Entwicklung sowie die zu erwartenden Rahmenbedingungen. Grundlagen der Bayerngas Energy Trading in 20141. Struktur und Organisation Seit dem 01.01.2010 ist die Bayerngas GmbH (nachfolgend Bayerngas) mehrheitlich mit 100 % an der Bayerngas Energy Trading beteiligt. Zwischen der Bayerngas (Organträger) und der Bayerngas Energy Trading (Organgesellschaft) besteht seit dem 01.01.2011 ein Gewinnabführungsvertrag. Die Bayerngas Energy Trading war eines von wenigen Energiegroßhandelsunternehmen in Deutschland mit Spezialisierung auf den Gashandel, welches ergänzend über eine Banklizenz nach § 32 KWG verfügte. Im Vordergrund ihrer Aktivitäten steht dabei grundsätzlich der Beschaffungsauftrag im Rahmen des Dienstleistungsgeschäfts für das Mutterunternehmen sowie für die in 2014 neu ausgerichtete Schwestergesellschaft, die Bayerngas Vertrieb GmbH (ehemals novogate GmbH). Das Kerngeschäft der Gesellschaft liegt im klassischen, nicht genehmigungspflichtigen physischen Gashandel bzw. dem damit in Zusammenhang stehenden Dienstleistungsgeschäft. Einen weiteren Geschäftszweig bildete das Bank- sowie Finanzdienstleistungsgeschäft, das im Rahmen der Genehmigung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (kurz: BaFin) ausgeführt wurde. Beide Geschäftszweige werden gemeinschaftlich von den beiden Geschäftsführern der Gesellschaft verantwortet, wobei sich die Zuständigkeiten auf die Bereiche Markt und Marktfolge verteilen. Die Geschäftsführung leitet gemeinschaftlich die Stabsfunktion NPNM (New Products, New Markets), die für die Entwicklung neuer Produkte zuständig sowie auf die Erschließung neuer Märkte ausgerichtet ist. Darüber hinaus sind einige Unterstützungsfunktionen auf das Mutterunternehmen ausgelagert und werden durch das Center Dienstleistungsüberwachung koordiniert. Hierunter fallen die Abteilungen Finanz- und Rechnungswesen, IT, Compliance- und Geldwäsche als Zentrale Stelle, MaRisk-Compliance, Personalwesen sowie Recht. Das ursprünglich ebenfalls ausgegliederte Risikocontrolling wurde im Laufe des Jahres 2014 wieder in die Bayerngas Energy Trading reintegriert. Es übernimmt die Überwachungsfunktion für alle anfallenden und geplanten Gasgeschäfte im gesamten Bayerngas-Konzern betreffend. Zweigniederlassungen oder Zweigstellen unterhält die Gesellschaft nicht. 2. Strategie und Ziele Die Bayerngas Energy Trading fungiert für den Konzern als Beschaffungseinheit mit Zugang zum Großhandelsmarkt. Dazu zählt auch die Bereitstellung von handelsnahen Dienstleistungen für die Gesellschafter der Bayerngas. Der Kundenkreis umfasst grundsätzlich alle interessierten Gesellschafter der Bayerngas-Gruppe sowie mit diesen Unternehmen verbundene Gesellschaften. Zusätzlich legt die vorhandene Infrastruktur und das bei Bayerngas Energy Trading gebündelte Know-how nahe, den Marktzugang auch externen Handelspartnern dienstleistend anzubieten, um zusätzliches Erlöspotenzial zu generieren. Die Bayerngas Energy Trading versteht sich dabei als Full-Service-Anbieter im Gashandel. Das Dienstleistungs- und Produktportfolio umfasst alle Formen von Marktinformationen, individuellen Dienstleistungen sowie die Bereitstellung von verschiedensten handelsorientierten Liefer- und Absicherungsprodukten in den relevanten Commodities - hauptsächlich Gas und Öl. Dabei zielen die Lieferprodukte und Dienstleistungen meist auf die Umsetzung einer strukturierten Beschaffung beim Kunden ab. Die Produktpalette basiert damit auf den drei Säulen: strukturierte und standardisierte Handelsprodukte, Dienstleistungsprodukte des Pricings und Portfoliomanagements sowie Marktinformationen. Die Bayerngas Energy Trading möchte als Dienstleisterin die, auf langfristige Verträge ausgelegte, Beschaffungsabteilung der Bayerngastochter Bayerngas Vertrieb GmbH sowie die unserer Handelspartner ergänzen. Sie agiert wie eine interne Handelsabteilung der jeweiligen Nutzer, um damit die Synergien zu generieren und Nutzungsgrade der Infrastruktur optimal auszulasten. Auch wenn weiterhin Vollversorgungsverträge zu äußerst attraktiven Konditionen am Markt angeboten werden, positionieren sich zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen strategisch in Richtung strukturierter Beschaffung und suchen zudem Möglichkeiten der Kooperation. Die Bayerngas Energy Trading ermöglicht den effizienten Aufbau einer strukturierten Beschaffung, da viele Funktionen und Prozesse nicht von den Kunden selbst aufgebaut und vorgehalten werden müssen, sondern als Dienstleistung durch die Gesellschaft erbracht werden können. Neben der Begleitung in die strukturierte Beschaffung orientiert sich die Bayerngas Energy Trading an den sich verändernden Anforderungen der bestehenden Handelspartner. Die Entwicklungen am Energiemarkt lösen neue und/oder veränderte Bedürfnisse bei unseren Kunden aus, denen sich die Bayerngas Energy Trading stellt. Mit den sich rasch ändernden Anforderungen in Folge der Energiewende ist in den letzten Jahren die Nachfrage nach kurzfristigen und kleinteiligeren Produkten und Dienstleistungen angestoßen worden. Die Handelsaktivitäten sind weitgehend von Kundenaufträgen initiiert, sie können aber auch für den limitierten Eigenhandel erfolgen. Offene Positionen sind zulässig, aber in ihrem Risikogehalt stark limitiert und eng überwacht. Das Adressrisiko mit unseren Counterparts wird handelstäglich durch das Creditmanagement überwacht. Das derzeit auf den Energiehandel fokussierte Geschäftsmodell sieht in der Abgrenzung aktuell nicht vor, dass Asset-Positionen gehalten werden. Auch Vertriebsaktivitäten an den Endkundenmarkt sind kein Bestandteil der Geschäftsstrategie. Die Bayerngas Energy Trading ist überwiegend auf dem deutschen Energiehandelsmarkt aktiv. Darüber hinaus nutzt die Gesellschaft auch die liquideren Nachbarmärkte in den Niederlanden (TTF) und England (NBP), oder auf Kundenanforderung auch in Österreich. Um die Ressourcen der Bayerngas Energy Trading effizienter zu nutzen, wird 2015 der Einstieg in den Strombeschaffungshandel geplant. Die Effizienzgewinne liegen in der Erweiterung der Produktpalette, ohne dabei hohe Investitionskosten zu verursachen. Das gilt insbesondere für die Nutzung der vorhandenen IT-Infrastruktur, verbunden mit einer optimierten Auslastung der Systeme, vor allem des Handelssystems. Darüber hinaus betrifft dies auch die Kompetenz der Key Accounter und Händler, für die Strom bereits eine bekannte Commodity ist und die diesen daher synergetisch anbieten können. Auf diese Weise kann die Angebotspalette für die Kunden vervollständigt und die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden. Einen großen Stellenwert wird künftig das Thema Kostendisziplin einnehmen. Neben bereits realisierten Einsparungen sind für das laufende und die beiden folgenden Geschäftsjahre signifikante Kosteneinsparungen geplant. Erreicht werden soll das Ziel durch die konzernweite Vermeidung von personellen Doppelbesetzungen und damit einhergehenden Synergieeffekten sowie der Bündelung von Aktivitäten auf Konzernebene. Im Jahr 2019 will die Bayerngas Energy Trading eine Eigenkapitalrendite, berechnet auf Basis der Gewinnabführung, von mehr als 10 % erwirtschaften. Trotz des fokussierten Wachstums des Energiehandels, künftig Gas und Strom, versucht die Gesellschaft, die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stabil zu halten oder sogar zu senken. Dies geschieht unter Berücksichtigung der notwendigen Investitionen in die bestehende IT-Struktur des Kerngeschäfts, der (außer-) tariflichen Anpassungen bei den Gehältern und der steigenden Sachkosten. Dafür wird die Bayerngas Energy Trading ihr striktes Kostenmanagement fortsetzen und in den kommenden Jahren unter anderem durch die effizientere Gestaltung von Prozessen und die Anpassung der Personalkapazitäten Kosten einsparen. Im Zuge dessen können Restrukturierungsaufwendungen anfallen. Mit der Weiterentwicklung der strategischen Ausrichtung reagiert die Bayerngas Energy Trading auf die Herausforderungen des Energiemarktes. Bayerngas Energy Trading entwickelt sich folglich von einem Konzern-Dienstleister zu einem Unternehmen, welches sich auf absehbare Zeit vollends selbst finanzieren kann. 3. Steuerung Die Unternehmenssteuerung der Bayerngas Energy Trading basiert auf einem wertorientierten Steuerungskonzept. Dieses Konzept beruht zum einen darauf, dass die durch die Geschäftseinheiten eingegangenen Risiken mit externen und internen Risikotragfähigkeitsrichtlinien vereinbar sein müssen. Zum anderen darauf, dass langfristig eine angemessene Rendite auf das eingesetzte Kapital erwirtschaftet wird. In diesem Zusammenhang überprüft die Gesellschaft regelmäßig die Allokation knapper Ressourcen auf die Geschäftseinheiten und passt ihre Geschäftsstrategie aktiv den sich ändernden Marktverhältnissen an - mit dem Ziel langfristig den Unternehmenswert zu steigern. Wesentliches Instrument der Unternehmenssteuerung ist der jährliche Planungsprozess. Auf Basis der Geschäftsstrategie - ausgehend von der Konzernstrategie - werden durch die Geschäftsleitung im Planungsprozess Ergebniszielgrößen für die Geschäftseinheiten festgelegt. Die vorhandenen Ressourcen wie Kapital und Risikolimite werden den Bereichen unter Einbeziehung der Ergebnisansprüche und der Risikoprofile zugeordnet. Die Gesellschaft berücksichtigte in ihrer Unternehmenssteuerung bisher die beiden Säulen der Kapitalanforderung gemäß Basel 3 (ab 2014). Um die interne Risikotragfähigkeit jederzeit gewährleisten zu können, wurden im Rahmen der Planung die ökonomischen Kapitalbeträge nach Risikoarten unterteilt an die Bereiche allokiert. Das regulatorische Kapital mit seinen Vorgaben zur Risikounterlegung war Grundlage der Ermittlung des gebundenen Eigenkapitals der Geschäftsfelder. Mit Verzicht auf die Bankerlaubnis nach § 32 KWG im Dezember 2014 und Wirkung ab 2015 wird die bisherige Kapitalanforderung außer Kraft gesetzt und es erfolgt eine zusammengefasste Risikolimitierung. Die angestrebte Mindestverzinsung des eingesetzten Kapitals wird, wie für wertorientierte Steuerungskonzepte üblich, aus der Renditeerwartung am Kapitalmarkt abgeleitet. Auf Grundlage der Geschäftsstrategie und der Ergebnisse des Planungsprozesses sind die Geschäftsbereiche für die Umsetzung und Erreichung der Planvorgaben zuständig. Die Einhaltung der Geschäftsplanung wird regelmäßig durch die Geschäftsleitung überwacht und im Rahmen der Gesellschafterversammlung an den Gesellschafter berichtet. Neben dem monatlichen Management-Reporting findet künftig quartalsweise ein intensiver Performance-Review aller Geschäftseinheiten statt. Planabweichungen werden dadurch noch früher erkannt und Maßnahmen können eingeleitet werden. Als Kriterien zur Beurteilung des Erfolgs dienen im Prozess der Unternehmenssteuerung die Ergebnisgrößen PnL, Limitauslastung, Ergebnis vor Steuern und Gewinnabführung sowie die Kennzahlen Eigenkapitalrendite und Aufwandsquote. Die Eigenkapitalrendite errechnet sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Gewinnabführung zum gebundenen Eigenkapital und zeigt an, wie sich das eingesetzte Kapital verzinst hat. Die Aufwandsquote dient zur Beurteilung der Kosteneffizienz und ist als Verhältnis aus Verwaltungsaufwand zu Erträgen (ggf. vor Wertberichtigungen) definiert. Die genannten Controllinggrößen sind als Kennzahlen eingebettet in ein System weiterer bereichsspezifischer Kennzahlen, die je nach Geschäftseinheit voneinander abweichen können. 4. Wichtige geschäftspolitische Ereignisse a) Wechsel in der Geschäftsführung Mit Ablauf des 31. März 2014 schied das Gründungsmitglied und bisheriger Geschäftsleiter für das Front- und Middle-Office, Dr. Thomas Rupprich, aus der Bayerngas Energy Trading aus und wechselte in die Geschäftsführung der Konzern- und Schwestergesellschaft Bayerngas Vertrieb GmbH. Mit Wirkung zum 1. April 2014 wurde Herr Roland Jans von der Gesellschafterversammlung als Geschäftsführer bestellt. Er verantwortet die Aufgaben des Front- und Middle-Offices. Herr Sascha Kuhn ist weiterhin kaufmännischer Geschäftsführer und verantwortet die Aufgaben der Marktfolge. b) Verzicht auf die Banklizenz nach § 32 KWG mit Wirkung zum 31.12.2014 In der Gesellschafterversammlung vom 9. Dezember 2014 und in Abstimmung mit den Gesellschaftern der Bayerngas GmbH wurde beschlossen, dass die Bayerngas Energy Trading mit Ablauf des 31. Dezember 2014 auf die Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften im Sinne von § 32 KWG verzichtet und die hierzu erteilte Lizenz zurückgibt. Die Anzeige an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht erfolgte am 12. Dezember 2014. Die Rückgabe der Erlaubnis bestätigte ein Schreiben vom 12. Januar 2015. Die Gesellschaft tätigt ab 1. Januar 2015 keine Finanzdienstleistungen oder Bankgeschäfte im Sinne des Kreditwesengesetzes mehr, die einer Erlaubnis nach § 32 KWG bedürfen. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung des Gasmarkts Die europäischen Gaspreise sind im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gefallen. Maßgeblich hierfür waren die vergleichsweise hohen Temperaturen sowie ein durch die schwächelnde Konjunktur indizierter Nachfragerückgang. Im Marktgebiet NCG lag der durchschnittliche Day-Ahead-Preis für das Kalenderjahr 2014 mit 20,9 €/MWh rund 23 % unterhalb des Vorjahreswerts von 27,21 €/MWh. Der Preisrückgang in den Marktgebieten TTF und NBP war nahezu identisch. Am deutlichsten unterschied sich das zweite Quartal vom Vorjahr. Hier fielen die Day-Ahead-Preise in den Marktgebieten NCG, TTF und NBP um ca. 30 % verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Geopolitische Risiken (bspw. Ukraine Konflikt) und die daraus resultierenden Unsicherheiten führten zu einem drastischen Anstieg der Marktvolatilitäten und einer erhöhten Nachfrage nach Absicherungsinstrumenten im Rahmen der strukturierten Beschaffung. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten wir im 1. Quartal eine Volatilitätssteigerung von ca. 20 %, im Sommer sogar einen Anstieg von mehr als 35 % in den gehandelten Produkten. Das hoch der impliziten Volatilität markierte der Oktober mit gehandelten Volas in Höhe von 65 %. Rückblickend kann festgehalten werden, dass der warme Winter und die damit verbundenen vergleichsweise niedrigen Ausspeicherungen in der ersten Jahreshälfte die Befürchtung einer russischen Lieferunterbrechung überkompensierten und die Preise in der Mittelwertbetrachtung letztendlich relativ niedrig blieben. Die monatlichen Durchschnittsfüllstände für die deutschen Speicher lagen in nahezu allen Monaten deutlich über den Werten der drei Vorjahre. Während im Jahr 2013 der durchschnittliche Füllstand der deutschen Speicher im April bei 19,5 Wo lag, waren die Speicher 2014 in diesem Monat noch zu 59,5 % gefüllt. Grundsätzlich kann man während des gesamten Jahres von einer überdurchschnittlich guten Versorgungslage sprechen. Über einen längeren Zeitraum anhaltende Ausfälle in der europäischen Gasinfrastruktur, die das Marktergebnis signifikant beeinflusst hätten, waren nicht zu verzeichnen. 2. Entwicklung an den internationalen Rohstoffmärkten Auf den internationalen Rohölmärkten ist es im Jahr 2014 zu einer Angebotsschwemme gekommen. Im Zusammenspiel mit schwächeren Konjunkturprogosen für Europa und Asien, trotz der anhaltenden Krisenherde im Nahen Osten, hat dies in der zweiten Jahreshälfte zu einem massiven Preisabsturz geführt. Während die Quartalsmittelwerte der ersten beiden Quartale noch knapp unter denen des Vorjahres lagen (d.h. Brent bei über 100$/bbl), war der Rückgang im letzten Quartal sehr deutlich. Lagen die Durchschnittspreise für die Rohölsorte Brent in 2013 in diesem Zeitraum noch bei 109,33 $/bbl, wurde ein Barrel in 2014 nur noch für 83,50$/bbl gehandelt. Das Kartell erdölproduzierender Länder, OPEC, hat sich Ende November dafür ausgesprochen, seine Förderquote zunächst auf dem derzeitigen Niveau von 30 Mio. Barrel/Tag zu belassen. Diese Entscheidung setzt insbesondere Länder mit höheren Produktionskosten (z.B. die amerikanischen Schieferölproduzenten) stark unter Druck. Im Anschluss an die Entscheidung des Kartells sanken die Rohölpreise auf ein Fünfjahrestief. Der Brent/WTI-Spread sank mit der teilweisen Aufhebung des amerikanischen Exportverbotes von rund 11$ im Vorjahr auf rund 8$ in 2014. Basierend auf den Entwicklungen im letzten Quartal haben internationale Großbanken und Organisationen ihre Preisprognosen für 2015 deutlich nach unten korrigiert. 3. Volkswirtschaftliches Umfeld Die Konjunkturaussichten in 2014 waren insbesondere für Europa und Asien wenig optimistisch. Während die Fed im Laufe des Jahres ihre Anleihenkäufe zurückgefahren hat, will die EZB im ersten Quartal 2015 mit solchen beginnen, um die Konjunktur in Europa weiter anzukurbeln. Der Leitzins für die Eurozone war im Laufe des Jahres trotz geringer Inflation auf ein Rekordtief von 0,05 % reduziert worden. In den USA wird für Anfang 2015 mit einer Zinserhöhung gerechnet. Analog zum Ölpreis hat der Euro in der zweiten Jahreshälfte gegenüber dem Dollar sehr stark an Wert eingebüßt. Als Gründe gelten auf europäischer Seite die Fiskalprobleme Griechenlands, Portugals und Spaniens. Auf amerikanischer Seite stärkten positive Wirtschaftszahlen den Dollar. Während die Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft bei ungefähr +3 % liegen, könnte Russland im nächsten Jahr womöglich in eine Rezession geraten. Die Sanktionen des Westens als Antwort auf die anhaltende Krise in der Ukraine, der trotz Eingreifens der Notenbank weiterhin schwache Rubel und der niedrige Ölpreis stellen den russischen Staatshaushalt vor enorme Herausforderungen. 4. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Der Preisverfall auf den Rohstoffmärkten zu Beginn des Jahres 2014 führte bei der Bayerngas Energy Trading zu einem negativen operativen Ergebnis. Das viel zu warme erste Halbjahr mit Temperaturen deutlich über dem langfristigen Mittelwert führte zu einem erhöhten Anpassungsbedarf der Portfolien und daraus folgenden Marktaktionen. Die Gesellschaft musste damit auch dem Umstand Rechnung tragen, dass das Eingehen einer long-Position mit der Erwartung eines Preisanstiegs in den ersten Monaten des Geschäftsjahres nicht eintrat. Die im zweiten Quartal eingeleiteten Maßnahmen zur Neuausrichtung vorhandener Gaspositionen reichten nicht mehr aus, um die negative Entwicklung nachhaltig zu verbessern. Es konnte lediglich eine Stabilisierung des marktpreisbedingten Ertragsrückgangs bei höheren Absatzmengen erreicht werden. Zudem musste die Gesellschaft einigen außerplanmäßigen Einflussfaktoren Rechnung tragen, was bei der Bayerngas Energy Trading insgesamt für das abgelaufene Geschäftsjahr zu einer Verlustsituation führte. In Folge der Marktentwicklung fiel im Rahmen des internen Kontrollsystems auf, dass geleistete Sicherheiten in Form von Variation Margins zum Ausgleich der handelstäglichen MtM-Bewertung von finanziellen Handelsgeschäften an den internationalen Rohstoffmärkten aufgrund eines Systemfehlers fortlaufend fehlerhaft verbucht wurden. Die eingeschaltete interne Revision bestätigte Ende 2014 die daraufhin vorgenommene Ergebniskorrektur von rund minus € 1,5 Mio. für die Vorjahre (im Wesentlichen für die Jahre 2010 und 2011). Darüber hinaus mussten für eingegangene Absatz- und Lieferverpflichtungen für die Jahre 2015 bis 2017 Rückstellungen aus Bewertungseinheiten in Höhe von rd. € 1,1 Mio. gebildet werden. Weiter bedingte die Marktbewertung eigener Verbindlichkeiten für langfristig abgeschlossene Kapazitätsverträge eine Rückstellungsbildung für drohende Verluste in Höhe von € 3,9 Mio., die bis ins Jahr 2025 reichen. Die Bilanzsumme reduzierte sich zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr um 24,1 % und liegt bei € 90,9 Mio. nach € 119,9 Mio. im Vorjahr. Der Rückgang beruht in erster Linie auf dem signifikanten stichtagsbezogenen Rückgang kurzfristiger Forderungen aus dem Gasgeschäft wegen gesunkener Preise und vorhandener Nettingvereinbarungen. Im Jahr 2013 begann die Einführung eines neuen Handelssystems, das die Bedürfnisse der Muttergesellschaft sowie aller maßgeblichen Tochtergesellschaften vereinheitlicht abdecken soll, um weiterhin den Anforderungen an den Marktplätzen gerecht zu werden. Die Inbetriebnahme des neuen Systems erfolgte zum 1. Oktober 2014. Sie wurde auf Ebene der Bayerngas vollzogen und der Bayerngas Energy Trading zur Verfügung gestellt. Die involvierten Tochtergesellschaften wurden entsprechend ihrer Anforderungen anteilig an den Systemkosten beteiligt. Das bisherige Handelssystem wurde mit Ablauf des 30. September 2014 außer Kraft gesetzt. Die bis zum genannten Datum vorhandenen Daten sind jedoch jederzeit abrufbar und stehen weiterhin vollumfänglich zur Verfügung. Aus der Übertragung auf das neue Handelssystem ergaben sich keine nennenswerten Schwierigkeiten; vorhandene, bereits im Vorfeld erkennbare Bewertungsdifferenzen aufgrund der modifizierten Berechnungslogik bei Futures beliefen sich auf rd. T€ 50. a) Gewinn- und Verlustrechnung Die Aufteilung der Ertragslage der beiden Geschäftsbereiche zeigt folgendes Bild:
Enttäuschende Entwicklung im Gashandel Die Bayerngas Energy Trading erreichte die selbst gesteckten und auch von der Gesellschafterversammlung vorgegebenen Ziele für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014 nicht. Die falsche Markteinschätzung führte bei abgeschlossenen, aber noch offenen Gashandelspositionen im ersten Quartal 2014 wegen gravierender Preisrückgänge und darüber hinaus wegen Vorsorgemaßnahmen für die in der Zukunft liegenden Risiken insgesamt zu einem negativen Ergebnis im physischen Gashandel. Der prognostizierte Ergebnisbeitrag in Höhe von 3,4 Mio. € stellte sich nicht ein. Insgesamt zeigt die Ertragslage beim physischem Gasgeschäft unter Berücksichtigung von DRV sowie der Marginkorrekturen einen negativen Beitrag in Höhe von insgesamt 6 Mio. €. Trotz eines höheren Verkaufsvolumens reduzierte sich der Umsatz um T€ 184.781 bzw. 10,5 % auf € 1.577,7 Mio., was durch die gesunkenen Preise erklärbar ist. Im Geschäftsjahr 2014 blieb es bei konstant rd. 10.000 (Vorjahr 10.000) externen Geschäftsabschlüssen. Als Folge der unzureichenden Ergebnisse wurde eine Neuausrichtung des Handels angestoßen, die im ersten Quartal 2015 zur Umsetzung ansteht. Diese Neuausrichtung beinhaltet eine strikte Trennung von Eigenhandel und Marktzugang, dem sogenannten "Flow Business", und eine klare Zuordnung von Büchern zu einzelnen Händlern. Erfolgreiche Bewirtschaftung des Flexibilitätsportfolios Die hohe Volatilität und die lange fallenden Preise konnten genutzt werden, um die flexiblen Beschaffungsverträge erfolgreich einzusetzen. Dieser Bereich soll auch in 2015 weiter vorangetrieben und darüber hinaus mit Vertriebsprodukten auf das Kundenportfolio erweitert werden. Zügiger Ausbau der Produkt- und Kundenbasis Durch Straffung der internen Prozesse und Auslagerung einiger Dienstleistungen ist es der neu zusammengestellten Abteilung Relationship Management gelungen, im abgelaufenen Geschäftsjahr 29 neue EFET-Verträge abzuschließen. Die Verträge sind überwiegend im letzten Quartal unterzeichnet worden und haben in der kurzen Zeit bereits zu deutlichen Neuabschlüssen geführt. Gemeinsam mit der Abteilung Pricing wurden weitere Dienstleistungsprodukte erfolgreich in den Markt eingeführt. Positive Entwicklung im bankgeschäftlichen Bereich Entgegen den Erwartungen entwickelte sich das Ergebnis aus dem Geschäftsbereich "Bank und Finanzdienstleistungen" erfolgreich und konnte das Geschäftsjahr 2014 mit einem Beitrag von T€ 2.612 (Vorjahr T€ 749) abschließen. Insbesondere das Nettoergebnis des Handelsbestands, in dem die Erfolge des Optionsgeschäfts ausgewiesen werden, ist mit einer Steigerung von T€ 908 positiv hervorzuheben. Die Positionen sind vollständig gehedgt, so dass sich daraus auch keine Preisrisiken für die Gesellschaft ergeben können. Zinsergebnis von untergeordneter Bedeutung Das Zinsergebnis spielt für die Gesellschaft keine Rolle mehr; ein Zinsüberschuss von T€ 1 spiegelt dabei die Entwicklung an den Finanzmärkten wider. Infolge der weiter gefallenen Zinsen reduzierte sich der Zinsüberschuss damit um 96,8 %. Darlehensaufnahmen waren weiterhin nicht notwendig, die Bayerngas Energy Trading finanziert sich aus eigenen Mitteln. Provisionsergebnis von fehlendem Preisabsicherungsgeschäft geprägt Aufgrund der gesunkenen Margen und des zum Stillstand gekommenen und daraufhin eingestellten Preisabsicherungsgeschäfts für Öl/Gas Swaps ergibt sich ein negatives Provisionsergebnis von T€ -428. Dabei konnten die notwendigen Aufwendungen für Brokerleistungen und teilweise vorgelagerte Kosten für Aktivitäten an den Börsen nicht vollständig an die Handelspartner durchgereicht werden. Auslagerung des Risikocontrollings und des Creditmanagements beendet In Erwartung weiter steigender Volumina im Gashandel und den damit verbundenen Anforderungen für das Personal wurden bereits im Vorjahr Neueinstellungen getätigt und im Geschäftsjahr der ausgelagerte Bereich des Risikocontrollings im Rahmen eines Betriebsübergangs in die Bayerngas Energy Trading zurückgeholt. Dies führte zu erhöhten Aufwendungen im Personalbereich. Kompensatorisch wirkte die damit einhergehende Reduzierung des Dienstleistungsentgelts an den Gesellschafter. Erste Kosteneinsparungen machen sich bemerkbar Die Verwaltungsaufwendungen stiegen im Berichtsjahr leicht um T€ 106 auf T€ 4.282 bzw. um 2,5 %. Wesentlich beeinflusst wurde die Position durch die im Laufe des Geschäftsjahres geänderte Weiterberechnung für in Anspruch genommene Dienstleistungen von Konzernunternehmen wegen Übertragung von Personal zur berichtenden Gesellschaft. Darüber hinaus wurde bei einzelnen Kostenarten der Bestellprozess optimiert, was zu Einsparungen führte. Bankspezifische Vorsorgeposition aufgelöst Im Vorgriff auf die ab 2015 veränderte Struktur wegen des Verzichts auf die Banklizenz wurde die in den Vorjahren gebildete Risikovorsorge (Fonds für allgemeine Bankrisiken) in Höhe von T€ 4.000 aufgelöst. Der Ausweis wäre künftig nicht mehr zulässig. Negatives operatives Ergebnis für 2014 Als Resultat der beschriebenen Entwicklungen weist die Bayerngas Energy Trading erstmals im Verlauf ihrer Geschichte ein negatives operatives Ergebnis aus und schließt das Geschäftsjahr 2014 mit einem Verlust von T€ -7.736 ab. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag fielen im Berichtsjahr nicht an. Eine Betriebsprüfung für die Jahre 2008 - 2011 fand im Jahr 2014 ihren Abschluss. Im Rahmen der Schlussbesprechung wurde weitgehend Einigung hinsichtlich der Feststellungen erzielt. Die Auswirkungen betreffen hauptsächlich Themen der Umsatzsteuer und wurden vorsorglich mit T€ 150 in den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen berücksichtigt. Verlustübernahme führt zu ausgeglichenem Jahresergebnis Das negative Jahresergebnis wird in Höhe von T€ 7.736 vom Organträger übernommen und im Rahmen des Gewinnabführungsvertrags ausgeglichen. Damit verbleibt ein Jahresfehlbetrag von € 0,00. b) Bilanz Bilanzsumme deutlich reduziert Die Bilanzsumme lag zum 31. Dezember 2014 bei T€ 90.953. Gegenüber dem Jahresultimo 2013 war dies ein Rückgang um 24,1 % beziehungsweise um T€ 28.917, was insbesondere auf den Bestandsabbau von Adressrisiken zurückzuführen ist. Der Rückgang beruht vor allem auf dem kompensatorisch wirkenden Ausweis von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Dabei erfolgt eine Aufrechnung gleichzeitig vorhandener Forderungen und Verbindlichkeiten mit demselben Handelspartner im Rahmen abgeschlossener Nettingvereinbarungen. Tabellarisch zeigt sich folgender Vergleich:
Einlagen bei Kreditinstituten rückläufig Die Einlagen bei Kreditinstituten veränderten sich im Vergleich der Bilanzstichtage um T€ -2.576 auf T€ 11.448. Die Veränderung ist auf die negative Geschäftsentwicklung und auf die Ausschüttung vororganschaftlicher Rücklagen zurückzuführen. Abbau des Forderungsbestands zum Jahresultimo Die Kreditbestände (insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) aus dem Gasgeschäft konnten gegenüber dem Vorjahr um 34,1 % bzw. T€ 31.438 reduziert werden. Erwähnenswert ist dabei die Berücksichtigung von Nettingvereinbarungen, also die Aufrechnung bestehender, gleichzeitiger Forderungen mit Verbindlichkeiten gegen die Counterparts. Der bilanzielle Ausweis minderte sich aufgrund dieses Sachverhalts um T€ 79.289. Optionsgeschäfte mit erfreulicher Tendenz Die Handelsaktiva beliefen sich zum Berichtsstichtag auf T€ 1.034, eine Steigerung gegenüber dem Stand zum Jahresanfang um T€ 391 oder 61,0 %. Hierzu haben im Wesentlichen die positiven Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten - ausschließlich bei Optionsgeschäften - beigetragen. Berücksichtigung der Verlustübernahme bei den sonstigen Aktiva Die übrigen Aktiva erhöhten sich zum Bilanzstichtag aufgrund der Berücksichtigung der Verlustübernahme für 2014 von der Bayerngas um T€ 4.669 oder 36,5 %. Die übrigen Aktiva entsprechen damit 19,2 % der Gesamtaktiva. Die vorausgezahlten Sicherheitsleistungen für Geschäfte an den Finanzmärkten bzw. aufgrund der vertraglichen Bedingungen mit unseren Handelspartnern sind mit T€ 6.753 im Vergleich zum Vorjahr nahezu identisch (T€ 6.397). Positionsreduzierend wirkte der Wegfall des Gasspeichers mit Ablauf des Speicherjahres zum 1. April 2014. Eine neue Anmietung war strategisch nicht geboten. Volumenrückgang bei den Verbindlichkeiten Der Ausweis zum Bilanzstichtag ist zweigeteilt. Während die Verbindlichkeiten aus dem Gasgeschäft mit Konzernunternehmen (T€ +27.407) stark anstiegen zum einen wegen Neuaufnahme des Geschäfts und zum anderen wegen Übernahme des Abverkaufs an den Großhandelsmarktplätzen - konnten die Handelsvolumina mit anderen Counterparts um T€ 52.788 auf T€ 33.403 zurückgefahren werden. Zusätzlich wirkte sich die bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beschriebene Nettingmöglichkeit positiv auf den berichteten Bestand aus. Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste notwendig Zum Stichtag waren Rückstellungen für drohende Verluste aus Bewertungseinheiten sowie für langfristige Kapazitätsverträge bis 2025 in Höhe von insgesamt T€ 5.055 unter Berücksichtigung der handelsrechtlich vorgeschriebenen Abzinsung neu zu bilden. Die übrigen Rückstellungen betreffen hauptsächlich den Personalbereich. c) Eigenkapital Haftendes Eigenkapital an die neuen Verhältnisse angepasst Das haftende Eigenkapital der Gesellschaft im Sinne des KWG setzt sich auf Basis der mit Feststellung des Jahresabschluss wirksam werdenden Werte zu den entsprechenden Stichtagen wie folgt zusammen:
Die Zusammenstellung zum haftenden Eigenkapital erfolgt nur nachrichtlich, da mit Verzicht auf die KWG-Genehmigung zum Bilanzstichtag die Berechnung nicht mehr notwendig ist. Im Vorfeld der Entscheidung des Gesellschafters zur Rückgabe der Banklizenz und zum Ausgleich des laufenden Verlusts wurden die bankspezifischen Sonderposten, soweit dies nach den Vorschriften des § 340e HGB möglich war, erfolgswirksam aufgelöst. Bilanzielles Eigenkapital reduziert Im Dezember 2014 erfolgte nach Beschluss der Gesellschafterversammlung eine Gewinnausschüttung aus vororganschaftlichen Gewinnrücklagen in Höhe von T€ 1.964, um auf Konzernebene die Verlustübernahme in beschränktem Umfang zu kompensieren. Ausschüttungsgesperrte Beträge im Sinne von § 268 Abs. 8 HGB fanden insoweit Berücksichtigung, dass Gewinnrücklagen in Höhe von T€ 350 zur Deckung verbleiben. Das erzielte Jahresergebnis von T€ -7.736 wird von der Bayerngas im Rahmen des bestehenden Gewinnabführungsvertrags ausgeglichen. d) Refinanzierung und Liquidität Zahlungsbereitschaft war jederzeit gegeben Die Bayerngas Energy Trading hatte im Berichtszeitraum uneingeschränkten Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt; Liquidität und Zahlungsfähigkeit waren jederzeit gegeben. Den von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht an die Kreditinstitute gestellten Anforderungen an die Liquidität wurde stets entsprochen. Die Liquiditätskennziffer des Standardansatzes der Liquiditätsverordnung lag zum Berichtsstichtag mit 1,13 deutlich über der regulatorischen Mindestanforderung von 1,00. Damit ist die Liquiditätssituation der Bayerngas Energy Trading aufgrund ihrer konservativen Refinanzierungsstrategie als komfortabel einzustufen. Eine Aufnahme von Darlehen war im Berichtsjahr nicht notwendig. Die Gesellschaft finanziert sich aus eigenen oder aus Gesellschaftermitteln. Auch nach dem Bilanzstichtag traten keine wesentlichen Änderungen der Liquiditätslage ein. e) Personal- und Sozialbereich Mit ihrem Engagement und ihrer Kompetenz leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen entscheidenden Beitrag, um die strategische Agenda der Bayerngas Energy Trading erfolgreich umzusetzen. Sie handeln für die Kunden und beraten gegebenenfalls auch vor Ort, sie begleiten die Counterparts bei ihren Aktivitäten, schaffen innovative Produkte und sorgen für einen professionellen und reibungslosen Geschäftsablauf. Kurz: Motivierte Mitarbeiter mit den passenden Qualifikationen in den entsprechenden Funktionen sichern den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg der Bayerngas Energy Trading. Mit einer lebensphasenorientierten Personalarbeit wird ein Umfeld geschaffen, in dem sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich entwickeln und qualifizieren sowie private und berufliche Belange besser vereinen können. Zugleich wird eine wertschätzende und leistungsorientierte Unternehmenskultur gelebt, die den Umgang miteinander wie auch den mit Handelspartnern, einschließlich der Konzerngesellschaften, nachhaltig prägt. Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter ist mit 32 Vollzeit- und 6 Teilzeitkräften (Vorjahr 36 bzw. 2) im Jahr 2014 in Summe gleichgeblieben. Das Durchschnittsalter der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liegt bei 38 Jahren, wobei über ein Drittel der Belegschaft weiblich und rund zwei Drittel männlich sind. Die Bayerngas Energy Trading bietet ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein umfassendes Schulungsangebot an und schafft somit die Voraussetzung, dass sie sich das notwendige Wissen für die tägliche Arbeit aneignen, erhalten und vertiefen können. Dazu gehören neben Inhouse-Workshops und Schulungen zu diversen Themen auch Fachseminare bei externen Veranstaltern. f) Regulatorische Vorgaben und Sicherungseinrichtung EMIR Mittels EMIR, der European Market Infrastructure Regulation, werden systemische Risiken im europäischen Derivatemarkt erfasst. Aus EMIR ergeben sich Meldepflichten von Derivatetransaktionen sowohl an die ESMA (European Securities and Markets Authority) als auch an die BaFin. Die Meldepflicht an das Transaktionsregister begann am 12. Februar 2014. Die Bayerngas Energy Trading hatte bereits im Jahr 2013 mit den Vorbereitungen begonnen und die technischen Voraussetzungen zur Meldung umgesetzt, um der Meldepflicht ordnungsgemäß nachzukommen. Zusätzlich wurde eine Clearingpflicht für standardisierte OTCDerivate eingeführt. Da die technischen Vorgaben zum Clearing noch nicht hinreichend konkretisiert sind, verzögert sich die Umsetzung. REMIT Eine weitere Vorschrift zur Finanzmarktregulierung wird unter REMIT (Regulation an wholesale Energy Market Integrity and Transparancy) zusammengefasst. Ziel ist hierbei, die Marktintegrität zu schützen und die Transparenz im Energiesektor zu verbessern. Gleichzeitig erfüllt sie die gleiche Aufgabe wie die Marktmissbrauchsrichtlinie (MAD - Market Abuse Directive) für den Finanzhandel, indem sie Vorschriften zum Insiderverbot und zur Marktmanipulation enthält, allerdings spezialisiert für den Energiecommoditybereich. Zu diesem Teil des Meldewesens ergaben sich ebenfalls noch einige Anlaufschwierigkeiten, so dass die Meldepflicht an die ACER (europäische Aufsichtsbehörde) voraussichtlich im Frühjahr 2015 beginnt. Sicherungseinrichtung Die Bayerngas Energy Trading war bis zum Bilanzstichtag der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) zugeordnet. Mit dem Verzicht auf die KWG-Genehmigung ist auch das Ausscheiden aus der Sicherheitseinrichtung einhergehend. Zusammenfassende Aussage zur Geschäftslage 2014Das Jahr 2014 wurde gleich zu Beginn für die Bayerngas Energy Trading zu einer echten Herausforderung. Die gesamte im Vorjahr entwickelte Handels-Strategie für das Berichtsjahr musste durch den viel zu warmen Winter und die damit einhergehende nach unten drehende Preisspirale vollständig neu überdacht und ausgerichtet werden. Wie sich damals schon abzeichnete und sich im Jahresverlauf bestätigte, kamen unsere Eingriffe in die Planung für 2014 allerdings zu spät. Long-Positionen, also bereits gekaufte Gaspositionen für das erste und den Anfang des zweiten Quartals, konnten nur noch mit Verlusten veräußert werden. Die Investition in die befristete Anmietung eines Gasspeichers erwies sich für die Gesellschaft zusätzlich kontraproduktiv. Vor dem Hintergrund des schwierigen Einstiegs in das Jahr und des anhaltend diffizilen Marktumfeldes wurde ein operatives Ergebnis von € -7,7 Mio. erzielt, nach € 3,1 Mio. positiv im Vorjahr. Die Umsatzerlöse reduzierten sich trotz gestiegener Absatzmengen um € 184,8 Mio., insbesondere aufgrund der Preisentwicklung. Der zusätzliche Personalaufwand durch den Betriebsübergang der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Risikocontrolling spielte insoweit finanziell und ergebniswirksam keine Rolle, da sich die Dienstleistungsvergütungen im Konzern entsprechend reduzierten. Die Verwaltungsaufwendungen bewegten sich ohne die Weiterberechnungen im Konzern leicht unterhalb des Vorjahres, da erste Einsparungen griffen. Sondereffekte mit negativen Auswirkungen rundeten die Gesamtperformance für das abgelaufene Geschäftsjahr ab:
führten dazu, dass bereits Mitte des Jahres das Hauptaugenmerk auf die Neuausrichtung der Gesellschaft in der Zukunft gerichtet und das Jahr 2014 verloren gegeben wurde. Die Bilanzsumme reduzierte sich um rund ein Viertel auf € 90,9 Mio. und besteht davon zu ca. zwei Dritteln aus kurzfristigen Forderungen aus dem Gashandel, die bereits im Januar 2015 in voller Höhe ausgeglichen wurden. Die vorhandenen bankspezifischen Bilanzposten wurden weitestgehend, soweit bereits zum Bilanzstichtag zulässig, erfolgswirksam aufgelöst, um der Neuausrichtung mit Verzicht auf die Banklizenz gerecht zu werden. Liquidität war während des gesamten Geschäftsjahres ausreichend vorhanden und die regulatorischen Vorgaben wurden jederzeit erfüllt. Insgesamt lag die Ergebnisentwicklung 2014 deutlich unter den prognostizierten Erwartungen und dem Bayerngas-Konzern musste erstmals ein negatives Ergebnis gemeldet werden. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken, haben sich nach Abschluss des Geschäftsjahres 2014 bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses nicht ergeben. RisikoberichtRisikomanagementziele und Methoden der Gesellschaft Das Risikomanagement der Bayerngas Energy Trading GmbH ist der Kern der Gesamtunternehmenssteuerung, die sich als System der aktiven Einflussnahme auf die Ertrags-, Vermögens- und Risikolage versteht. Die Risikomanagement-ziele orientieren sich im Wesentlichen an den Zielen der Gesamtunternehmenssteuerung sowie an den aufsichtsrechtlichen Anforderungen (§ 25a KWG, Ma-Risk). Der Erhalt des Unternehmenswertes hat dabei höchsten risikopolitischen Stellenwert. Diesem Ziel direkt nachgelagert ist der Schutz der Gesellschafterin Bayerngas GmbH vor handels- und handelsnahen Risiken insbesondere dort, wo diese aus der Tätigkeit der Bayerngas Energy Trading entstehen könnten. Wichtige geschäftspolitische Ziele der Gesellschaft sind neben der tragfähigkeitsadjustierten Begrenzung und Beherrschung der Risiken auch der weitere qualitative, ertragsorientierte Ausbau von Marktanteilen sowie der Erhalt und die weitere Verbesserung des ausgewogenen Verhältnisses zwischen Kosten und Erlösen, um auch weiterhin strategisch erforderliche Investitionen durchführen, angemessene Überschüsse an die Gesellschafterin abführen und eine hinreichende Risikovorsorge betreiben zu können. Die aus der Geschäftstätigkeit der Bayerngas Energy Trading erwachsenden Risiken werden daher durch das Risikokapital begrenzt, welches turnusmäßig abhängig von der Eigenkapitalausstattung festgelegt wird. Das Risikomanagement wurde bis einschließlich 30.06.2014 als Dienstleistung durch das Konzernrisikomanagement der Bayerngas GmbH durchgeführt. Zum 1. Juli 2014 erfolgte eine Umstrukturierung des Risikomanagements. Das Risikomanagement wurde in die Abteilungen Creditmanagement, Risikoüberwachung und Risikomethodenentwicklung aufgeteilt. Dabei sind die Bereiche Creditmanagement und Risikoüberwachung in die Bayerngas Energy Trading übergegangen. Die Abteilung Risikomethodenentwicklung wurde der Geschäftsführung des Bayerngas-Konzerns als Stabsstelle zugeordnet. Das Risikocontrolling wird im Wesentlichen durch die Abteilung Risikoüberwachung wahrgenommen und in Teilbereichen von den Abteilungen Creditmanagement und Risikomethodenentwicklung unterstützt. In dieser Rolle unterstützt die Risikoüberwachung die Geschäftsführung unter anderem bei folgenden Aufgaben:
Dies ermöglicht zum einen die laufende Bewertung und Beurteilung der nach unternehmensspezifischen Gesichtspunkten geordneten Positionen (Portfolien und Einzelpositionen) entsprechend den risikopolitischen Vorgaben, zum anderen können daraus geeignete Maßnahmen zur (Nach-) Steuerung abgeleitet werden. Dies dient der Geschäftsführung als Steuerungsgrundlage, um Chancen zu erkennen, Risiken zu verringern und eventuelle existenzbedrohende Verluste zu vermeiden. Als Zielgrößen der Risikosteuerung wurden bei der Bayerngas Energy Trading GmbH Ertrags-, Cashflow- und Risikokennzahlen definiert (bspw. Mark-to-Market, Profit and Loss und Value at Risk). Diese werden handelstäglich ermittelt, analysiert und im Rahmen der Risikoberichterstattung dargestellt. Die implementierten Eskalationsverfahren wie Warngrenzen und Stopp-Loss-Limite stellen sicher, dass unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit sämtliche Risiken überwacht und gesteuert werden. Bestehende Instrumente werden regelmäßig - mindestens einmal jährlich - auf die Funktionalität und Angemessenheit hin überprüft und bei Bedarf angepasst. Risikokonzentrationen, insbesondere im Hinblick auf die Preisentwicklungen im Energiehandel, werden durch strategische Diversifikationen in verschiedenen Bereichen vermieden bzw. reduziert. Durch die proaktive Erschließung neuer Märkte und Produkte ist ein Gegensteuern von Margenreduzierungen in entwickelten Märkten möglich und dient der Stabilisierung bzw. Verbesserung der Ertragslage. Soweit bei Adressenausfallsrisiken Risikokonzentrationen entstehen, werden diese durch eine gesonderte Limitvergabe gesteuert. Zusätzlich erreicht die Bayerngas Energy Trading durch die stetige Erhöhung der Handelspartneranzahl eine Risikodiversifikation. Damit werden sowohl Adressenausfall- als auch Liquiditätsrisiken gemindert. Um auch den Anforderungen an eine angemessene Compliance-Kultur im Unternehmen gerecht zu werden, wurde eine dauerhafte Compliance-Funktion eingerichtet, deren Aufgaben durch die Zentrale Stelle erfüllt werden. Neben einer überwachenden Funktion gemäß § 33 WpHG, übernimmt die Zentrale Stelle in diesem Sinne auch beratende und dienstleistende Tätigkeiten gegenüber Geschäftsleitung und Mitarbeitern. Die Geschäftsführung trägt die Gesamtverantwortung für die Compliance-Funktion. Die Anweisungen der Geschäftsführung zum regelkonformen Verhalten werden in der jeweils aktuellen Fassung der Compliance-Richtlinien der Bayerngas Energy Trading GmbH dokumentiert. Für das Risikomanagement, also für das zur wirtschaftlichen Zielerreichung erforderliche Eingehen oder Auflösen von Risiken, ist die Geschäftsleitung verantwortlich. Entscheidungen der Geschäftsleitung zu Transaktionen in den Eigenanlagen, zur Durchführung von Sicherungsgeschäften (siehe Anhang unter II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - Bewertungseinheiten) oder zum Einsatz von Finanzinstrumenten werden von der für den Handel zuständigen Abteilung umgesetzt. Die Risikopolitik wird in der Risikostrategie dokumentiert. Neben allgemeinen Risikofaktoren (z.B. Konjunkturschwankungen und Wettbewerbssituationen, sonstigen sich verändernden Rahmenbedingungen) bestehen spezifische Geschäftsrisiken aus dem Erdgashandel und dem Finanzdienstleistungsgeschäft. Sie können sich insbesondere in Form von Adressenausfall- und Marktpreisrisiken, aber auch in Form von Liquiditäts- und operationellen Risiken darstellen. Diese Risiken werden im Folgenden analysiert und hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf die Entwicklung der Bayerngas Energy Trading GmbH prognostiziert. Risikotragfähigkeit Grundsätzlich versteht man unter dem Begriff Risikotragfähigkeit die Fähigkeit eines Unternehmens, alle wesentlichen Risiken, d.h. das Gesamtrisikopotenzial, fortwährend durch die zur Verfügung stehende Risikodeckungsmasse abzudecken. Die Risikodeckungsmasse leitet sich vom bilanziellen Eigenkapital ab. Das Risikopotenzial umfasst Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationelle Risiken. Liquiditätsrisiken werden aufgrund ihrer Sonderstellung separat gesteuert. Um die Risikotragfähigkeit jederzeit gewährleisten zu können, hat die Geschäftsleitung der Bayerngas Energy Trading in Abstimmung mit dem Gesellschafter zudem einen bestimmten Anteil der Risikodeckungsmasse als Verlustobergrenze definiert. Die Verlustobergrenze gilt auch als Orientierungsgröße im Rahmen von Stresstests und Szenarioanalysen. Diese werden für die einzelnen Risikoarten in regelmäßigen Abständen durchgeführt und ausgewertet und fließen wiederum bei der Beurteilung der Risikotragfähigkeit mit ein. Über wesentliche Aussagen zur aktuellen Risikosituation und zum Risikopotenzial erfolgt eine Berichterstattung an die Geschäftsführung. Im Sinne der Risikotragfähigkeit ist darüber hinaus ein Frühwarnsystem implementiert, welches bei Erreichen von Warngrenzen eine Berichterstattung an die Geschäftsführung auslöst, um Gegenmaßnahmen einzuleiten. Bestehende Methoden und Limitierungen werden turnusmäßig im Rahmen eines Backtestings auf ihre Angemessenheit hin überprüft und dokumentiert. Die maximale Auslastung der Verlustobergrenze für Markt- und Adressrisiken ist im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr von 24,4 % auf 77 % angestiegen. Diese Entwicklung ist unter anderem auf die Zunahme der Geschäftsaktivitäten und einem damit verbundenen Anstieg des Counterpartrisikos zurückzuführen. Die Risikotragfähigkeit der Bayerngas Energy Trading im Geschäftsjahr 2014 war jederzeit gegeben. Risikostrategie Auf Basis der Geschäftsstrategie vom Dezember 2013 ergreift die Bayerngas Energy Trading folgende Maßnahmen:
Risikoarten und ihre Steuerung Auf der Grundlage der Risikotragfähigkeitsberechnung wurden für die wesentlichen Risiken Limite definiert, deren Einhaltung und Auslastung einer regelmäßigen Überwachung unterliegen. Daneben erfolgt in halbjährlichem Turnus eine konzernübergreifende Risikoinventur, die mittels strukturierter Interviews in allen Bereichen der Konzerneinheiten die relevanten Risikoarten identifiziert, überprüft und bewertet. Die nachfolgenden Risikoarten werden dabei von der Bayerngas Energy Trading überwacht: Adressenausfallrisiken a) Definition Ausfall- oder Kreditrisiken entstehen aus der Nichtliefer- bzw. Nichtabnahmefähigkeit oder Nichtzahlungsfähigkeit eines Geschäftspartners. b) Messung und Bewertung Das Adressenausfallrisiko ist Bestandteil der handelstäglichen Überwachung der Auslastung der Verlustobergrenze und fließt mit 8 % der Summe aller positiven Exposures in das täglich ermittelte, ausgelastete Risikokapital mit ein. Die Ermittlung erfolgt durch Zusammenfassung bestehender Forderungen und potenzieller Ansprüche nach Berücksichtigung von Barsicherheiten und erhaltenen Bankgarantien und Nettingmöglichkeiten pro Handelspartner (= Exposure). Bestehende Risiken aus den Geld- und Kapitalmarktgeschäften werden monatlich ermittelt und zu der Gesamtrisikoposition hinzugerechnet. c) Steuerung und Überwachung Wichtige Instrumente zur Steuerung der Risiken sind die Beschränkung auf zugelassene Handelspartner, standardisierte Rahmenverträge, die Bonitätsbeurteilung der Handelspartner, Festlegung entsprechender Limite, die Absicherung durch Warenkreditversicherungen und die Überwachung des aktuellen und künftigen Exposures. Gezielte Gegenpositionen dienen ebenfalls der Steuerung. Das maximale Counterpart-Exposure (8 % aller positiven Exposures) ist in Folge der Diversifikation des Kundenportfolios zur Reduzierung von Risikokonzentrationen im Berichtszeitraum 2014 gegenüber dem Vorjahr von max. 2,6 Mio. € auf 4,9 Mio. € angestiegen. d) Berichterstattung Bei Erreichen bzw. Überschreiten der Stopp-Loss-Grenzen erfolgt eine Berichterstattung vom Creditmanagement an die Geschäftsleitung. Dort werden gemeinsam Lösungen entwickelt, sofern zwischenzeitlich nicht direkt Gegenmaßnahmen getroffen wurden. Marktpreisrisiken a) Definition Als Marktpreisrisiko oder Marktpreisänderungsrisiko bezeichnet man das Risiko finanzieller Verluste auf Grund der Änderung von Marktpreisen (z. B. Aktienkursen, Zinsen, Wechselkursen oder Rohstoffen). Das Marktpreisrisiko der Bayerngas Energy Trading resultiert im Wesentlichen aus offenen Positionen in den Rohstoffen Erdgas und Rohöl. Marktpreisänderungen resultieren primär aus Schwankungen in Angebot und Nachfrage beispielsweise als Folge von Temperaturänderungen, Konjunktureinflüssen oder Lieferengpässen. Ein Basisrisiko entsteht, wenn für ein Handelsgeschäft (z.B. Gasliefer- bzw. Gasabnahmegeschäft) kein Preisabsicherungsgeschäft im identischen Underlying abgeschlossen werden kann. b) Messung und Bewertung Das Marktpreisrisiko ist Bestandteil der handelstäglichen Überwachung der Auslastung der Verlustobergrenze und fließt über das aktuelle MtM und den aktuellen VaR in das täglich ermittelte, ausgelastete Risikokapital mit ein. Im Hinblick auf die Messung, Überwachung und Steuerung der daraus für die Bayerngas Energy Trading erwachsenden Commodity-Risiken ist ein konsistentes Risikomanagement erforderlich. Hierfür sind sämtliche Handelspositionen (physische Gaslieferungen, Finanzinstrumente, Kapazitäten für Netzzugang und Speicherung) in einem geeigneten Handelssystem erfasst und mit aktuellen Marktparametern bewertet. Die Bewertung der von der Gesellschaft abgeschlossenen zum Bilanzstichtag schwebenden Absatz- und Beschaffungsgeschäfte, Futures und Swaps erfolgt in kalenderjahresbezogenen Makro-Hedges. Durch die zusätzliche Bildung einzelner Gruppen, jeweils getrennt nach den Commodities Gas und Öl, wird die risikokompensierende Wirkung von Grundgeschäften und Grundgeschäften, die auch Sicherungsinstrumente sein können, zusammengefasst. Induzierte Chancen und Risiken aus den Commodity-Positionen werden gemessen und überwacht. c) Steuerung und Überwachung Die zentralen Steuerungsgrößen für die Bewertung sind dabei das Mark-toMarket, der aktuelle Profit and Loss, das Portfolio Delta und der Value at Risk (VaR), der sich auf das Handelsgeschäft bezieht. Den VaR-Werten liegt grundsätzlich ein Konfidenzniveau von 95 % zugrunde. Dabei wird für die Positionen eine Haltedauer von drei Tagen unterstellt. Das bedeutet, dass der mögliche Verlust über drei Handelstage die Höhe des VaR mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % nicht überschreitet. Seit April 2013 wird dieser mittels des sogenannten Varianz-Kovarianz-Ansatzes (Delta-Normal-Kovarianzansatz) verwendet. Der maximale VaR im Berichtszeitraum 2014 lag bei € 1,5 Mio. Das BacktestingErgebnis bestätigte die dem VaR zugrundeliegenden Annahmen und unterstützte die gewählten Modelparameter zur Risikobewertung. d) Berichterstattung Die handelstägliche Berichterstattung erfolgt anhand eines automatisiert und datenbankgestützt erstellten Risikoberichts, der auch der Geschäftsleitung zur Verfügung steht. Liquiditätsrisiken a) Definition Das Risiko besteht darin, Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt der Fälligkeit nicht nachkommen zu können bzw. über keine ausreichenden Refinanzierungsmöglichkeiten zu verfügen. Wesentliche Treiber des Liquiditätsrisikos sind der Auftragshandel für den Konzern, sowie die Bonität der Muttergesellschaft Bayerngas GmbH, die eine erhebliche Auswirkung auf die Kreditlinien der Bayerngas Energy Trading hat. b) Messung und Bewertung Der tägliche Liquiditätsbedarf wird durch Aggregation aller aktuellen und zukünftigen Zahlungsflüsse, die bereits feststehen oder erwartet werden, ermittelt. Grundsätzlich gilt, dass die Liquidität der Bayerngas Energy Trading dann ausreichend ist, wenn innerhalb des auf den Meldestichtag folgenden Kalendermonats, die zu erwartenden Zahlungsabflüsse die verfügbaren Zahlungsmittel nicht überschreiten. Die Anforderungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hinsichtlich der Liquidität der Kreditinstitute wurden in 2014 - wie auch in den vorangegangenen Geschäftsjahren - deutlich erfüllt, so dass sich keine nennenswerten Abruf- und Terminrisiken erkennen lassen. c) Steuerung und Überwachung Das Zahlungsrisiko aus physischen und finanziellen Geschäften sowie aus Marginforderungen wird einerseits durch ein limitiertes eigengeschäftliches Handeln und andererseits durch zur Verfügung stehende liquide Mittel zzgl. Abrufmöglichkeiten verhindert. Dienstleistungsgeschäfte sind durch vertragliche Vereinbarungen in der Regel nicht liquiditätsrelevant. Zur Deckung eines kurzfristigen Refinanzierungsbedarfs stehen der Bayerngas Energy Trading die Bayerngas GmbH als Mutterunternehmen sowie andere Kontrahenten zur Verfügung. Das Liquiditätsrisiko wird durch eine ausreichende Liquiditätsvorsorge und eine verantwortungsvolle Strukturierung der Aktiva und Passiva gesteuert. Im abgelaufenen Jahr konnte die Bayerngas Energy Trading stets ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. d) Berichterstattung Die handelstägliche Liquiditätsliste, die auch der Geschäftsleitung zur Verfügung steht, wird sowohl durch das Risikocontrolling als auch durch das Back Office analysiert. Operationelle Risiken a) Definition Operationelle Risiken entstehen durch organisatorische, prozessuale, technische oder personelle Unzulänglichkeiten oder durch ungünstige externe Einflüsse, wie z.B. Betriebsrisiken, fehlerhafte Bearbeitungsvorgänge, Rechtsrisiken, Betrugs-, Diebstahl- und Datenverarbeitungsrisiken. Somit stören sie den ordnungsgemäßen Ablauf des betrieblichen Geschehens und können in der Folge zu treffende Entscheidungen im Unternehmen beeinträchtigen oder erhöhte Kosten nach sich ziehen. b) Messung und Bewertung Die operationellen Risiken werden im Rahmen der turnusmäßigen Risikoinventur einzeln erfasst und bewertet und schließlich unter Berücksichtigung von Diversifikationseffekten aggregiert. Im Rahmen der Risikotragfähigkeit erfolgt derzeit eine pauschale Wertberücksichtigung operationeller Risiken in Höhe von € 1,5 Mio., die durch regelmäßige Überprüfung seitens des Risikomanagements an aktuelle Gegebenheiten angepasst bzw. um eingetretene operationelle Risiken bereinigt wird. c) Steuerung und Überwachung Es existieren diverse Steuerungsmittel und -methoden, um operationelle Risiken zu verringem. Das innerbetriebliche Überwachungssystem (z.B. arbeitsbegleitende Kontrollen, interne Revision und Dienstanweisungen für Mitarbeiter) trägt dazu bei, die operationellen Risiken zu identifizieren und so weit wie möglich zu begrenzen. Zur Sicherung von Aufbau- und Ablauforganisation existiert ein Organisationshandbuch, das in regelmäßigen Abständen aktualisiert wird und für die entsprechenden Bereiche verbindlich ist. Zudem wird das Risikomanagement bei der Gestaltung oder Änderung von Wertschöpfungsprozessen aktiv durch die jeweilige Fachabteilung in das Change Management eingebunden. Versicherbare Gefahrenpotenziale, wie z.B. Diebstahl- und Betrugsrisiken, werden durch Versicherungsverträge im geschäftsüblichen Umfang abgeschirmt. Bei Schäden oder Erstattungsansprüchen aus fehlerhafter Bearbeitung erfolgt eine Analyse hinsichtlich etwaiger organisatorischer und/oder personeller Schwachstellen. Soweit erforderlich, werden entsprechende risikominimierende Maßnahmen darauf aufbauend umgehend eingeleitet. Den Betriebs- und Rechtsrisiken begegnet die Gesellschaft auch durch die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern, insbesondere soweit es den EDV- und Rechtsberatungsbereich betrifft. Auf Basis der im Rahmen der Risikoinventur erhobenen Daten wurde ein VaR für operationelle Risiken (sog. OpVaR) i.H.v. € 1,507 Mio. errechnet. Dabei wurden ein Konfidenzniveau von 95 % und ein Betrachtungszeitraum (Haltedauer) von einem Jahr unterstellt. d) Berichterstattung Operationelle Risiken werden im Bereich Risikoüberwachung ausgewertet und anlassbezogen an die Geschäftsleitung berichtet. Compliance Risiken a) Definition Compliance Risiken entstehen durch die Nicht-Einhaltung von externen Gesetzen, Richtlinien und Vorgaben. b) Messung und Bewertung Im Rahmen der Risikotragfähigkeit erfolgt eine pauschale Wertberücksichtigung der Compliance-Risiken, die durch regelmäßige Überprüfung seitens des Risikomanagements an aktuelle Gegebenheiten angepasst wird. Die Bewertung erfolgt schwerpunktmäßig mittels qualitativer Methoden. c) Steuerung und Überwachung Die Bayerngas Energy Trading muss die Angemessenheit und Wirksamkeit der nach Abschnitt 6 des WpHG ("Verhaltenspflichten, Organisationspflichten, Transparenzpflichten") getroffenen organisatorischen Maßnahmen überwachen und regelmäßig bewerten sowie die erforderlichen Maßnahmen zur Beseitigung von Unzulänglichkeiten ergreifen. Die vorgesehenen Maßnahmen finden sich beispielhaft in der Risikorahmenrichtlinie der Bayerngas Energy Trading. Die Überwachung der getroffenen organisatorischen Maßnahmen erfolgt gemäß MaRisk AT 4.4.2 durch die Compliance-Funktion der Bayerngas Energy Trading. Die Geschäftsführung der Bayerngas Energy Trading und die von ihr betrauten Führungskräfte sind unbeschadet der Aufgaben der Compliance-Funktion für die regelgerechte Gestaltung und Abwicklung der von ihnen betreuten Geschäfte verantwortlich. Die Bereiche haben ferner dafür zu sorgen, dass alle in ihrem Aufgabenbereich anfallenden compliance-relevanten Informationen nach Maßgabe dieser Richtlinie vertraulich behandelt und dem Compliance-Beauftragten formfrei gemeldet werden. d) Berichterstattung Compliance Risiken werden durch die Compliance-Funktion überwacht und an die Geschäftsführung sowie den Vorsitzenden der Gesellschafterversammlung der Bayerngas Energy Trading turnusmäßig und ggf. anlassbezogen berichtet. Risikobewertung Alle dargestellten wesentlichen Risiken werden laufend überwacht, sofern notwendig werden adäquate Maßnahmen unter Berücksichtigung der aktuellen Risikostrategie abgeleitet und mit der Geschäftsführung abgestimmt. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Risikotragfähigkeit aufgrund der eingegangenen Risiken nicht gefährdet wird. Sämtliche bestehende Risiken sind nach Einschätzung der Bayerngas Energy Trading GmbH beherrschbar und beeinträchtigen somit nicht die nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft. Voraussichtliche Entwicklung 2015 - 2019Der Energiemarkt ist in der Großhandelsebene vollständig angekommen und besteht fast ausschließlich aus Fixpreisgeschäften. Ölrelatierte Gaslieferverträge sind quasi nicht mehr existent und werden lediglich im geringen Umfang durch Verträge mit einem gasindiziertem Preis ersetzt. Hier besteht künftig noch Entwicklungspotential. Unsere Prognose im Lagebericht 2013 wurde dahingehend bestätigt. Der Futuremarkt an den Börsen ist ebenfalls sehr stark entwickelt und zumindest in Frontmonaten und Quartalen ausreichend liquide. Der Spotmarkt an den Börsen ist sehr gut aufgestellt und weist ein sehr gutes Handelsvolumen aus. Nach wie vor sind die regulatorischen Anforderungen sehr hoch und es gilt, diese Prozesskosten durch Effizienzhebungen abzufedern, damit ein Margengeschäft weiterhin möglich bleibt. Große Absätze im Gas zur Verstromung sind aufgrund der falschen Anreizregulierung weiterhin nicht zu verzeichnen. Hier gilt es nach wie vor, eine Lösung für den ökonomischen Einsatz von Gaskraftwerken zu finden. Eine sinnvolle Alternative wäre ein Kapazitätsmarkt, auch wenn hier die Politik noch keine Lösung anvisiert hat. Der Verzicht auf die KWG-Genehmigung hat keinen direkten und wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsstrategie der Bayerngas Energy Trading. Aufgrund der mit der Genehmigung verbundenen Kosten wurde in der Gesellschafterversammlung beschlossen, die Genehmigung zurück zu geben. Aber auch ohne die Lizenz hält die Bayerngas Energy Trading an den drei Ergebnissäulen (Dienstleistungsgeschäft Konzern, externes Kundengeschäft und Eigenhandel) fest. Der bestehende Margendruck wird auch in 2015 für erhebliche Organisationsänderungen bei der Bayerngas Energy Trading sorgen. Alle Kosten müssen auf den Prüfstand gestellt und Einsparungen realisiert werden, damit die Bayerngas Energy Trading langfristig erfolgreich am Markt agieren kann. Wir werden künftig verstärkt das Kundengeschäft im Bereich Dienstleistungen und Marktzugang entwickeln. Hier sehen wir weiterhin einen großen Bedarf, welchen wir aufgrund unserer Expertise und Systeme sehr gut bedienen können. Im Mittelfristplan gehen wir von einer weiteren Umsatzsteigerung aus. Dieser wird voraussichtlich von mehr als 1,5 Mrd. € in 2015 auf bis zu rd. 4,0 Mrd. € im Jahr 2019 ansteigen. Ein physisches Absatzvolumen von mehr als 60 TWh (im Jahr 2019 rd. 120 TWh) im Gasgeschäft wird hier als Planungsprämisse unterlegt. Für unsere Geschäftstätigkeit sehen wir keinen erhöhten Kapitalbedarf. Insgesamt blicken wir aufgrund der Einsparmaßnahmen und strategischen Ausrichtungen trotz der schwierigen Marktlage positiv in die Zukunft. Chancen a) Marktumfeld Durch einen weiteren Ausbau der Pipelineinfrastruktur werden die Märkte in Europa stärker miteinander verbunden und lokale Preisschwankungen können besser ausgeglichen werden. Dies führt gleichzeitig zu einem Anstieg der Handelsvolumina an den Spotmärkten. Der sinkende Verbrauch und die abnehmende Produktion in der Nordsee werden für freie Kapazitäten an den internationalen Importpunkten sorgen. Der Trend in der Beschaffung und Bewirtschaftung geht weiterhin Richtung Großhandelsebene. Die regulatorischen Anforderungen im Energiehandel werden immer höher, und die damit verbundenen Prozesse werden dadurch umfassender. Das betrifft nicht nur die Großhandelsebene, sondern setzt sich auch bei Kunden mit mittleren und kleineren Portfolien durch. Dabei setzt ein höherer Grad an Standardisierung der Produkte ein, die durch die Prozesse der Bayerngas Energy Trading angeboten werden können und durch neue Produkte in der Entwicklung und Vermarktung weiter ausgebaut werden soll. b) Unternehmensspezifisch Die Bayerngas Energy Trading hat im vergangenen Jahr einen umfassenden Strategie-Review durchgeführt und im Ergebnis eine Neuausrichtung des Handels, eine Fokussierung auf das Dienstleistungsgeschäft und den konzernweiten Marktzugang als die drei Kernaufgaben und Ertragsbringer definiert. Die Neuausrichtung Handel wird neben dem Beschaffungshandel und dem Marktzugang das Salestrading ausbauen und das Produktangebot für marktnahe Vertriebsgeschäfte stärken. Der bereits vollzogene Wandel hin zum Großhandel wird weiterhin eine große Chance für die Bayerngas Energy Trading sein. Neben dem Ausbau der Märkte und Produkte liegt eine große Chance in der Kundengewinnung und -betreuung. Hier wird der erfolgreiche Ausbau der Kundenbasis fortgesetzt. Wachstum sehen wir auch bei Pricing-Dienstleistungen sowie bei der Portfoliobewirtschaftung und -beratung. Durch die Einführung eines neuen Handelssystems sind die hierfür prozessual notwendigen Schritte nahezu beendet. Selbstverständlich bleibt weiterhin der Hauptfokus im Dienstleistungsgeschäft auf den Konzern und seine Gesellschafter voll erhalten. Risiken a) Marktumfeld Durch eine steigende Liquidität an den Märkten laufen die Spreads weiter zusammen, und es entsteht ein stärkerer Margendruck. In den kommenden Jahren werden sich die fundamentalen Aspekte auf den europäischen Gasmärkten weiter verändern, was sowohl Auswirkungen auf die Angebots- als auch auf die Nachfrageseite haben wird. Ein wesentlicher Aspekt ist hierbei der Nachfragerückgang von Gas zur Erzeugung von Strom, nicht zuletzt aufgrund der sich umsetzenden Energiewende in Deutschland. Für die Deckung der Grundlast wird eine Zunahme der Stromgewinnung aus Kohle aufgrund der günstigen Weltkohlepreise im Verhältnis zum europäischen Gaspreis erwartet. Die bei den stündlichen Strompreisen auftretenden Preisspitzen werden zukünftig im Wesentlichen durch Wind- und Solareinspeisung im Sommer abgedeckt werden, so dass die hierfür bisher verwendeten, kurzfristig hochfahrbaren Gaskraftwerke weniger benötigt werden. Die Ukrainekrise und mögliche Sanktionen gegen Russland sind darüber hinaus ein Unsicherheitsfaktor, der in nächster Zeit aber nachhaltig den Gasmarkt in Kontinentaleuropa weiterhin beeinflussen wird. Auf der Angebotsseite wird eine Zunahme der Downstreamaktivitäten aus Norwegen und Russland erwartet, so dass sich bei einem gleichzeitigen Ausbau von Speicherkapazitäten der Sommer/Winter-Spread weiter verringern wird. Gleichzeitig erhöht sich mittelfristig das Risiko von Lieferengpässen in strengen Wintern, da Russland vermehrt weitere Absatzmärkte in Asien entwickelt. Das zukünftige Angebot von unkonventionellen Gas (Schiefergas) ist derzeit noch schwer einschätzbar, vor allem in Europa spielen umweltpolitische Aspekte bei der Förderung eine zunehmende Rolle. Die USA verfügen zwar über große Schiefergasvorkommen, jedoch existiert dort ein Infrastrukturproblem für den Transport der Mengen an mögliche Verladestationen für den Export. Somit ist in naher Zukunft in Europa eine signifikante Steigerung des amerikanischen Angebots an Schiefergas frühestens für 2016 zu erwarten. Insgesamt gehen wir davon aus, dass die europäischen Gaspreise mittelfristig aufgrund der oligopolistischen Angebotsstrukturen auf dem aktuellen Preisniveau von rund € 20,-/MWh verbleiben und sich in den nächsten Perioden seitwärts bewegen mit leichter Tendenz zur Erholung. b) Unternehmensspezifisch Den stets steigenden regulatorischen Anforderungen steht bereits heute schon ein sehr liquider und kleinteiliger Markt gegenüber. Hier müssen weiterhin neue Kunden und Produkte entwickelt werden, damit eine Marge gehoben werden kann. Know-how und Leistung liegen in allen Bereichen vor, müssen aber dort auch gehalten und weiter ausgebaut werden. Die Anforderungen an die IT und juristische Dienstleistungen nehmen ebenfalls weiterhin zu. Die Entwicklung an den Kapitalmärkten wird auch in 2015 durch die Staatsschuldenkrise und ihre Auswirkungen auf die Realwirtschaft geprägt sein. Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank verbesserte die Liquiditätssituation im europäischen Finanzsystem insbesondere das QE (quantitative easing) Programm können dazu beitragen. Daneben stehen und standen in 2015 zahlreiche Wahlen auf dem politischen Kalender, vor allem die Parlamentswahlen in Griechenland und Großbritannien. In beiden Fällen können negative Auswirkungen auf Europa und die europäische Wirtschaft die Folge sein. Der eingetretene Regierungswechsel in Griechenland wird Auswirkungen auf die weiteren Reformen haben und in England steht nach der Wahl ein Referendum über den Verbleib in der EU zur Diskussion. Die gesamtwirtschaftlichen Risiken bleiben weiterhin hoch, so dass zuverlässige Kapitalmarktprognosen kaum möglich sind. Aufgrund der niedrigen Zinsen und der gestiegenen Kreditvergabe resultieren für viele Banken erhöhte Ausfallrisiken von Counterparts. Hinzu kommen gestiegene Marktpreisrisiken aufgrund der weltweit gestiegenen Aktienmärkte. Mit der Erhöhung des Eigenkapitals durch Basel III soll die Zahlungsunfähigkeit von Banken zur Sicherung reduziert werden. Gerade wenn der private Konsum rückläufig wird und die Unternehmensergebnisse zurückgehen, ist weiterhin mit Korrekturen an den internationalen Finanzmärkten zu rechnen. Die hieraus resultierenden Risiken für die Bayerngas Energy Trading GmbH sind mögliche Ausfälle von Handelspartnern. Diese werden jedoch durch den vermehrten Abschluss von EFET-Verträgen und das Clearing operativ gemanagt und sind somit eher als gering einzustufen. Die Nachfrage nach Energie ist bezüglich Finanzkrisen relativ unelastisch, so dass Absatzrisiken in der Gaswirtschaft hauptsächlich dem Wetter und politischen Aspekten geschuldet sind. In der Mittelfristplanung für 2016 bis 2019, die sich aufgrund eines Beschlusses der Aufsichtsratssitzung vom Dezember 2014 der Bayerngas GmbH gerade in einer Überarbeitung befindet, werden die strukturellen Änderungen berücksichtigt, denen sich der Konzern stellen muss. Für die Bayerngas Energy Trading ergeben sich daraus folgende Anpassungen:
Insgesamt erwarten wir für den Prognosezeitraum 2015 aufgrund der geplanten Neuausrichtung und den damit einhergehenden Änderungen in der Struktur der Gesellschaft sowie der geänderten Prozesse ein erheblich verbessertes operatives Ergebnis gegenüber dem Vorjahr, allerdings weiterhin im deutlich negativen Bereich. Vorlaufkosten für den potentiellen Einstieg in den Strombeschaffungshandel werden das Ergebnis dabei nur geringfügig beeinflussen. Für die kommenden drei Jahre rechnet Bayerngas Energy Trading pro Jahr weiterhin mit Umsatzerlösen von mehr als € 1,5 Mrd. aus dem Gasgeschäft bei einem Absatz von jeweils deutlich über 60 TWh. Das Ergebnis wird sich, sofern die geplanten und teilweise bereits beschlossenen Maßnahmen greifen, wieder deutlich verbessern und mittelfristig insgesamt zu einem positiven operativen Ergebnis führen. Die künftige Entwicklung der Ertragslage soll ohne Aufstockung des Stammkapitals in diesem Zeitraum erfolgen. Die personelle Situation wird sich voraussichtlich in der Struktur hin zum Handelsbereich ändern. Die nachgelagerten Bereiche werden im Konzern in einer Einheit zusammengefasst und den operativen Gesellschaften als Dienstleistung zur Verfügung gestellt.
München, 31. März 2015 Bayerngas Energy Trading GmbH Roland Jans Sascha Kuhn Jahresbilanz zum 31. Dezember 2014Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2014
Anhang zum Jahresabschluss 2014der Bayerngas Energy Trading GmbHI. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussBayerngas Energy Trading hatte die Erlaubnis, Bankgeschäfte gem. § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 KWG (Finanzkommissionsgeschäfte) zu betreiben sowie Finanzdienstleistungen gem. § 1 Abs. la Satz 2 Nrn. 1, la, 2 bis 4 KWG zu erbringen. Am 12. Dezember 2014 erklärte die Gesellschaft gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), dass sie mit Ablauf zum 31.12.2014 auf die erteilte Banklizenz verzichtet. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde unter Beachtung der allgemeinen und der bankspezifischen Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB), der rechtsformspezifischen Vorschriften für Kapitalgesellschaften in Form des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und der Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt gem. § 2 Abs. 1 RechKredV nach der in Formblatt 1 vorgesehenen Darstellung. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird entsprechend § 2 Abs. 1 RechKredV in der Staffelform gem. Formblatt 3 gegliedert. Die Gesellschaft betreibt neben dem Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäft hauptsächlich das physische Gasgeschäft, das den wesentlichen Teil des Geschäftsvolumens ausmacht. Dieser Geschäftszweig wird gem. § 265 Abs. 4 HGB in der Bilanz durch den Ausweis von Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dargestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wird das physische Geschäft in den Posten Umsatzerlöse und Materialaufwand sowie bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen ausgewiesen. Aufgrund der Darstellung aller Wertangaben in TEUR können sich in den einzelnen Positionen Differenzen aufgrund von Rundungen ergeben. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenIm Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 werden dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Vorjahresabschluss angewandt. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute ergänzenden Regelungen nach § 340ff. HGB. Die Bewertungseinheiten im Sinne von § 254 HGB werden auf Basis von Makro-Bewertungseinheiten gebildet. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie sonstige Vermögensgegenstände Die ausschließlich in Euro gehaltene Barreserve (Kassenbestand) wird zum Nennwert bilanziert. Die Forderungen an Kreditinstitute enthalten die unter Berücksichtigung der Laufzeit angefallenen Zinserträge und werden zum Nennwert unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Vorschriften bilanziert. Die übrigen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die zur Vorsorge für allgemeine Bankrisiken gebildeten Reserven gem. § 340g HGB hat Bayerngas Energy Trading im Geschäftsjahr aufgelöst, soweit sie nicht nach § 340e Abs. 4 HGB bestehen. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält vorausbezahlte Rechnungen. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet vorvereinnahmte Provisionen und Gebühren. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Laufzeit der vertraglichen Vereinbarungen. Wertpapiere Die Bewertung der Wertpapiere der Liquiditätsreserve erfolgt mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem nach dem strengen Niederstwertprinzip zum Bilanzstichtag maßgeblichen niedrigeren Wert unter Beachtung des Wertaufholungsgebots. Handelsbestand Alle Finanzinstrumente des Handelsbestands, einschließlich der zu Handelszwecken eingegangenen schwebenden Geschäfte, werden zum beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags bewertet. Die Anforderungen der IDW-Stellungnahme zur Rechnungslegung BFA 2 werden beachtet. Die Methodik zur Ermittlung des Risikoabschlags orientiert sich an den aufsichtsrechtlichen Vorgaben zu den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk). Zur Ermittlung des Risikoabschlags wurde als Berechnungsmethode der Value-at-risk (VaR) herangezogen. Dabei werden bei der Ermittlung der potenziellen Risikobeträge eine Haltedauer von zehn Tagen, ein effektiver historischer Beobachtungszeitraum von einem Jahr und ein einseitiges Prognoseintervall mit einem Wahrscheinlichkeitsniveau (Konfidenzniveau) von 99% unterstellt; der Risikoabschlag betrug zum Bilanzstichtag T€ 0 (Vorjahr T€ 12). Der im Vorjahr gebildete Risikoabschlag wurde erfolgswirksam aufgelöst. Sämtliche Ergebnisse aus den Handelsbeständen werden im "Nettoertrag oder Nettoaufwand des Handelsbestands" ausgewiesen. Aus den Nettoerträgen des Handelsbestands erfolgt gem. § 340e Abs. 4 HGB die Dotierung des "Fonds für allgemeine Bankrisiken'' gem. § 340g HGB. Der Fonds wurde angesichts der bevorstehenden Änderung in der Bilanzierung nach Verzicht auf die Banklizenz auf das vorgeschriebene Minimum reduziert. Die Auflösung wurde erfolgswirksam im Handelsbestand ausgewiesen. Die festgelegten Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand wurden im Laufe des Geschäftsjahres nicht geändert. Umgliederungen von Finanzinstrumenten des Handelsbestands fanden im Berichtsjahr nicht statt. Beizulegender Zeitwert (Fair Value) Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem dieses zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern getauscht werden könnte. Zur Ermittlung des Fair Value wird - soweit möglich - auf den auf einem aktiven Markt notierten Preis (z.B. Börsenpreis) zurückgegriffen. Für Finanzinstrumente wird ein Markt als aktiv angesehen, wenn notierte Preise leicht und regelmäßig von einer Börse, einem Händler oder ähnlichem verfügbar sind und diese Preise tatsächliche und sich regelmäßig ereignende Markttransaktionen zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern repräsentieren. Sofern kein aktiver Markt vorhanden ist, wird der Fair Value mittels Bewertungsmethoden ermittelt, zu denen unter anderem Bewertungsmodelle auf Basis der Barwertmethode sowie indikative Bewertungskurse zählen. Ziel hierbei ist, den Transaktionspreis festzustellen, der sich am Bewertungsstichtag zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ergeben hätte. Ein inaktiver Markt ist durch stark eingeschränkte Handelsvolumina, sehr große Geld-/Briefspannen bzw. erhöhte Schwankungsbreiten bei indikativen Kursen gekennzeichnet. Die Bewertungsmodelle umfassen bei Bayerngas Energy Trading die Barwertmethode sowie - ggf. Optionspreismodelle und sonstige Verfahren. Die Barwertmethode wird für Finanzinstrumente angewendet, sofern kein Marktpreis vorliegt. Dabei erfolgt die Bewertung auf Basis der Cashflow-Struktur unter Berücksichtigung von Nominalwerten und Restlaufzeiten. Zur Ermittlung der Cashflow-Struktur wird bei Finanzinstrumenten mit vertraglich fixierten Cashflows auf die vereinbarten Cashflows zurückgegriffen. Bei OTC-Derivaten wird dem Kontrahentenrisiko auf Einzelgeschäftsebene Rechnung getragen. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente (ausschließlich energiebezogene Termingeschäfte und Swaps) werden entsprechend ihrer Zweckbestimmung einem Sicherungs- oder Handelsbestand zugeordnet. Die Zuordnung zum Handelsbestand erfolgt im Zeitpunkt des Zugangs. Sofern ein derivatives Finanzinstrument zur Absicherung physischer Handelsgeschäfte abgeschlossen wurde, folgt das Sicherungsinstrument dem Grundgeschäft und wird entsprechend nicht dem Handelsbestand zugeordnet. Die in die Makro-Bewertungseinheiten einbezogenen schwebenden Geschäfte werden bilanziell nicht erfasst. Bewertungseinheiten Unter engen Voraussetzungen bildet Bayerngas Energy Trading Bewertungseinheiten i.S.v. § 254 HGB, um ökonomisch sinnvolle Sicherungsbeziehungen, die im Rahmen der Identifizierung, Analyse, Steuerung und Überwachung von Marktpreisrisiken aus dem Gashandel durch das Risikomanagement der Bayerngas Energy Trading eingegangen wurden, auch entsprechend bilanziell nachzuvollziehen. Die Bewertung der von der Gesellschaft abgeschlossenen zum Bilanzstichtag schwebenden Absatz- und Beschaffungsgeschäfte, Futures und Swaps erfolgt in kalenderjahresbezogenen Makro-Bewertungseinheiten. Durch die zusätzliche Bildung einzelner Gruppen, jeweils getrennt nach den Commodities Gas und Öl, wird die risikokompensierende Wirkung von Grundgeschäften und Grundgeschäften, die auch Sicherungsinstrumente sein können, zusammengefasst. Mit den genannten Bewertungseinheiten werden finanzwirtschaftliche Risiken in Form von Preisänderungsrisiken der gehandelten Commodities abgesichert. Die zentrale Steuerungsgröße für die Bewertung ist dabei der Value at Risk (VaR), der sich auf das Handelsgeschäft bezieht. Den VaR-Werten liegt grundsätzlich ein Konfidenzniveau von 95 % zugrunde. Dabei wird für die Positionen eine Haltedauer von drei Tagen unterstellt. Das bedeutet, dass der Verlust über drei Handelstage die Höhe des VaR mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % nicht überschreitet. Der VaR lag im Geschäftsjahr 2014 bei durchschnittlich T€ 900 (Vorjahr T€ 881), der maximale Tageswert bei T€ 1.527 (Vorjahr T€ 2.634). Die Risikoanalyse stützt sich jedoch nicht nur auf die Höhe des VaR. Die Gesellschaft bezieht in Stresstests kontinuierlich auch Extremszenarien in die Betrachtung mit ein, ermittelt, welchen Einfluss dies auf Liquidität und Ertragslage haben kann und steuert gegen, wenn die Risiken zu hoch sind. Die Sicherungsabsicht besteht bei den Makro-Bewertungseinheiten für einen unbestimmten Zeitraum. Zur Bestimmung der prospektiven Wirksamkeit der Makro-Bewertungseinheiten liegt ein dokumentiertes, angemessenes und funktionsfähiges Risikomanagementsystem vor. Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten sowie Kontrollen in internen Richtlinien sind verbindlich festgelegt. Der Handel mit Commodity-Derivaten ist im Rahmen von vorgegebenen Limiten erlaubt. Die Limite werden durch unabhängige organisatorische Einheiten festgelegt und täglich überwacht. Die Beurteilung der Effektivität der Makro-Bewertungseinheiten erfolgt jeweils zum Jahresende durch die Betrachtung der kumulierten Wertänderungen des beizulegenden Zeitwertes der jeweiligen Bewertungseinheit. Ist der Saldo aller beizulegenden Zeitwerte der einbezogenen Geschäfte negativ, so wird eine Rückstellung aus Bewertungseinheiten gebildet. Sofern sich positive beizulegende Zeitwerte ergeben, bleiben diese bilanziell unberücksichtigt. Die wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten werden unter Anwendung der Einfrierungsmethode im Abschluss abgebildet. Der Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dabei dem Ausweis des Bewertungsergebnisses der Grundgeschäfte. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen werden, da sie dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen, zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, soweit abnutzbar vermindert um Abschreibungen nach der linearen Methode, bewertet. § 340e Abs. 1 Satz 1 findet dabei Anwendung. Der Abschreibungszeitraum entspricht grundsätzlich der wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Bayerngas Energy Trading hat von dem Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen Gebrauch gemacht. In die Herstellungskosten wurden ausschließlich die von anderen Unternehmen in Rechnung gestellten Entwicklungskosten (Tagessätze) einbezogen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden nach geltenden steuerlichen Vorschriften über fünf Jahre abgeschrieben (Pooling). Latente Steuern Auf Basis des bilanzorientierten Konzepts wurde ein Aktivüberhang für latente Steuern aus temporären Differenzen ermittelt. Die Gesellschaft nahm das Wahlrecht zum Ansatz von aktiven latenten Steuern bisher nicht in Anspruch. Aufgrund des seit dem 1. Januar 2011 bestehenden Gewinnabführungsvertrags ist eine Nutzung des Aktivierungswahlrechts für aktive latente Steuern nur auf Ebene des Organträgers möglich. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Der Wertansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung geschätzter künftiger Kostensteigerungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre laufzeitadäquat abgezinst. Währungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst und zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Währungsumrechnung zum Bilanzstichtag erfolgt nach den Vorschriften des § 340h HGB i.V.m. § 256a HGB. Aus der Währungsumrechnung resultieren Erträge von T€ 401 (Vorjahr T€ 42) und Aufwendungen von T€ 410 (Vorjahr T€ 32), die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden. III. Erläuterungen zur BilanzBarreserve Die Barreserve enthält ausschließlich den Kassenbestand in Euro. Forderungen an Kreditinstitute Die Forderungen an Kreditinstitute enthalten ausschließlich täglich fällige Guthaben. Forderungen an Kunden Forderungen an Kunden bestanden zum Bilanzstichtag nicht (Vj. T€ 1). Forderungen mit unbestimmter Laufzeit sowie durch Grundpfandrechte gesicherte Forderungen sind zum Bilanzstichtag nicht auszuweisen. Forderungen an verbundene Unternehmen Verbriefte und unverbriefte Forderungen an verbundene Unternehmen sind enthalten in:
Wertpapiere
Sämtliche von Bayerngas Energy Trading gehaltenen Wertpapiere werden im Freiverkehr gehandelt. Zinsabgrenzungen lagen zum Bilanzstichtag nicht vor (Vj. T€ 0). Unter den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren werden ausschließlich nicht börsennotierte Anteile an Investmentsondervermögen ausgewiesen. Die Wertpapiere sind der Liquiditätsreserve zugeordnet und werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Handelsbestand In diesem Posten werden die positiven Marktwerte derivativer Finanzinstrumente (Optionen) in Höhe von T€ 1.034 (Vj. T€ 654) unter Berücksichtigung des aktivisch abgesetzten Risikoabschlags in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 12) gemäß § 340e Abs. 3 Satz 1 HGB ausgewiesen. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen zeigt der nachfolgend dargestellte Anlagespiegel:
Der im Sinne von § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrte Gesamtbetrag einer selbst geschaffenen immateriellen Anlage beträgt zum Bilanzstichtag T€ 347 (Vj. T€ 477). Zur Deckung des ausschüttungsgesperrten Gesamtbetrags sind frei verfügbare Rücklagen vorhanden. Sonstige Vermögensgegenstände Die "sonstigen Vermögensgegenstände" in Höhe von T€ 16.900 (Vj. T€ 8.531) beinhalten an Handelspartner im Rahmen des Dienstleistungsgeschäfts geleistete Marginzahlungen in Höhe von T€ 7.174 (Vj. T€ 6.397). Darüber hinaus werden Mitarbeiterdarlehen in Höhe von T€ 97 (Vj. T€ 122) ausgewiesen. Gegenüber dem Organträger besteht der Anspruch aus Verlustübernahme in Höhe von T€ 7.736 (Vj. T€ 0) sowie Steuererstattungsansprüche in Form von Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag aus Zinsgutschriften in Höhe von T€ 10 (Vj. T€ 113). Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält vorausgeleistete Ausgaben, die wirtschaftlich den nachfolgenden Geschäftsjahren zuzuordnen sind. Sonstige Verbindlichkeiten Die "Sonstigen Verbindlichkeiten'' enthalten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von T€ 719 (Vj. T€ 59). Darüber hinaus werden Verbindlichkeiten aus einem Swapgeschäft in Höhe von T€ 162 (Vj. T€ 8) ausgewiesen. Aufgrund des Verlustes im Berichtsjahr bestand zum Bilanzstichtag keine Verpflichtung aufgrund der Gewinnabführung an die Bayerngas GmbH (Vj. T€ 3.192). Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält ausschließlich vorvereinnahmte Provisionen und Gebühren, die in künftigen Rechnungsperioden ergebniswirksam werden. Handelsbestand In diesem Posten werden die negativen Marktwerte derivativer Finanzinstrumente (Optionen) in Höhe von T€ 1.034 (Vj. T€ 622) ausgewiesen. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Verbriefte und unverbriefte Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind enthalten in:
Andere Rückstellungen Die "anderen Rückstellungen" gliedern sich wie folgt:
Fonds für allgemeine Bankrisiken Der in den Vorjahren gebildete Fonds für allgemeine Bankrisiken wurde im Geschäftsjahr aufgelöst, soweit nicht eine Mindestdeckung nach § 340e Abs. 4 HGB vorgeschrieben ist. Zum Bilanzstichtag sind T€ 87 (Vorjahr T€ 4.600) auszuweisen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag unverändert T€ 20.000. Das Stammkapital ist in voller Höhe eingefordert und eingezahlt. Der Ausweis der Gewinnrücklagen erfolgt mit T€ 350 nach T€ 2.314 im Vorjahr. Am 17. Dezember 2014 wurde eine Ausschüttung der vororganschaftlichen Rücklagen in Höhe von T€ 1.964 vorgenommen. Dem abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag entsprechend wird der Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) der Gesellschaft von der Bayerngas GmbH übernommen. Die Verlustübernahme in Höhe von T€ 7.736 (Vj. Gewinnabführung T€ 3.192) wird unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die Bayerngas GmbH, München, hält zum 31. Dezember 2014 unmittelbar sämtliche Anteile an der Gesellschaft. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus schwebenden Gasbeschaffungsgeschäften belaufen sich auf T€ 1.029.583. Die übrigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen, Dienstleistungsverträgen, EDV-Leistungen sowie Kapazitätsverträgen betragen:
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Unter die Umsatzerlöse fallen Erträge, die gem. RechKredV nicht unter den Zinserträgen, den Provisionserträgen oder dem Nettoergebnis des Handelsbestands auszuweisen sind. Die Umsatzerlöse betreffen Gasverkäufe in Höhe von T€ 1.577.772 (Vj. T€ 1.762.553), die nicht das KWG-lizenzierungspflichtige Geschäft betreffen. Von den Umsatzerlösen entfallen T€ 805.523 (Vj. T€ 1.097.859) auf das Inlandsgeschäft und T€ 772.249 (Vj. T€ 664.694) auf das Ausland. Materialaufwand Analog zum separaten Ausweis von Umsatzerlösen werden die entsprechenden Gegenpositionen hierzu (Gaseinkäufe) in Höhe von T€ 1.584.061 (Vj. T€ 1.754.393) unter diesem Posten ausgewiesen, sofern kein bankenspezifischer Ausweis gem. RechKredV erforderlich ist. Erträge des Handelsbestands Die Erträge aus Finanzgeschäften in Höhe von T€ 4.193 (Vj. T€ 1.378) resultieren aus abgeschlossenen Optionsgeschäften. Schwebende Geschäfte, soweit sie nicht in Bewertungseinheiten einbezogen wurden, waren zum Ende des Geschäftsjahres mit T€ 2.656 (Vj. T€ 496) auszuweisen. Aufwand Handelsbestand Die Aufwendungen aus Finanzgeschäften in Höhe von T€ 3.553 (Vj. T€ 1.133) resultieren aus Optionsgeschäften. Schwebende Geschäfte, soweit sie nicht in Bewertungseinheiten einbezogen wurden, waren zum Ende des Geschäftsjahres mit T€ 2.346 (Vj. T€ 475) auszuweisen. Die Dotierung des "Fonds für allgemeine Bankrisiken'' gem. § 340e Abs. 4 HGB erfolgte in Höhe des Mindestausweises von T€ 87 (Vorjahr T€ 600). Die Auflösung von T€ 513 wurde bei den Erträgen aus Finanzgeschäften berücksichtigt. Sonstige betriebliche Erträge Die Position enthält im Wesentlichen die Erträge aus Differenzgeschäften in Höhe von T€ 1.805 (Vj. T€ 2.444). Darüber hinaus werden in diesem Posten die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 514 (Vj. T€ 407), die Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen gem. § 253 Abs. 2 HGB in Höhe von T€ 988 (Vj. T€ 10), Erträge aus Währungskursgewinnen in Höhe von T€ 401 (Vj. T€ 42) sowie Erträge für erbrachte Dienstleistungen an Bayerngas und für Dritte außerhalb des lizensierungspflichtigen Geschäfts von T€ 4.817 (Vj. T€ 4.721) ausgewiesen. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen umfassen im Wesentlichen die originären Personalaufwendungen der Gesellschaft sowie sämtliche Aufwendungen aus den Dienstleistungsverträgen mit der Bayerngas-Gruppe. Ferner werden unter den anderen Verwaltungsaufwendungen rechtliche und wirtschaftliche Beratungsleistungen ausgewiesen. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden die Aufwendungen aus Differenzgeschäften in Höhe von T€ 1.109 (Vj. T€ 4.903) und die Zuführung zu Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von T€ 6.036 (Vj. T€ 0) ausgewiesen. Außerdem enthält der Posten die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen gem. § 253 Abs. 2 HGB in Höhe von T€ 11 (Vj. T€ 36) sowie Zinsen für Steuernachzahlungen in Höhe von T€ 20 (Vj. T€ 3) und Währungskursverluste in Höhe von 410 T€ (Vj. T€ 32). Latente Steuern Die Bildung von latenten Steuern ist aufgrund des seit 2011 anzuwendenden Gewinnabführungsvertrags mit der Alleingesellschafterin Bayerngas für die Gesellschaft ausgeschlossen. Die Berücksichtigung der latenten Steuern, einschließlich des Wahlrechts zur Aktivierung, erfolgt auf Ebene des Mutterunternehmens. Die vom Unternehmen ermittelten latenten Steuern betreffen Vermögensunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz. Die latenten Steuern resultieren aus anderen Rückstellungen, den selbst geschaffenen immateriellen Anlagewerten und dem Fonds für allgemeine Bankrisiken. Die ermittelten latenten Steuern wurden mit dem am Sitz der Gesellschaft gültigen Steuersatz von insgesamt 32,975 % bewertet. Bewertungseinheiten Zum Stichtag wurden Bewertungseinheiten "Gas" (für die Kalenderjahre 2015-2017) und "Öl'' (für die Kalenderjahre 2015 - 2017) in Form von Makro-Bewertungseinheiten gebildet. In die Bewertungseinheiten werden schwebende Absatz- und Beschaffungsverträge, Futures und Swaps einbezogen. Mit der Bildung der oben genannten Makro-Bewertungseinheiten werden finanzwirtschaftliche Risiken in Form von Preisänderungsrisiken abgesichert. Das durch die Bildung der Makro-Bewertungseinheiten vermiedene Risiko beträgt zum Stichtag insgesamt T€ 200.706 (Vj. T€ 31.118). Diesem summierten negativen Marktwert aus schwebenden Absatz- und Beschaffungsgeschäften im Gesamtumfang von 60,51 TWh Erdgas und 45.684 t Öl steht ein insgesamt positiver Marktwert von T€ 198.447 (Vj. T€ 34.102) aus schwebenden Absatz- und Beschaffungsgeschäften im Gesamtumfang von 60,46 TWh Erdgas und 50.394 t Öl gegenüber. Negative Bewertungsüberhänge wurden für die Jahre 2015 bis 2017 ermittelt; daraus ermitteln sich kalenderjahresbezogene Rückstellungen für die Bewertungseinheit "Gas" bzw. "Öl" - unter Berücksichtigung von Abzinsungseffekten - in Höhe von T€ 1.104 (Vorjahr T€ 0). V. Sonstige AngabenFremdwährungsforderungen und -schulden Der Gesamtbetrag der Vermögensgegenstände, die zum Bilanzstichtag auf Fremdwährung lauten, beträgt T€ 7.959 (Vj. T€ 6.415), der der Fremdwährungsschulden T€ 5.499 (Vj. T€ 5.645). Abschlussprüferhonorar Die Gesellschaft verzichtet auf die Angabe zum Honorar des Abschlussprüfers gem. § 285 Nr. 17 HGB aufgrund der Aufnahme dieser Angabe in den Konzernabschluss der Bayerngas GmbH. Organe Geschäftsleitung: Dr. Thomas Rupprich, Sprecher der Geschäftsleitung, Geschäftsleiter Front- und Middle Office, München (bis 31. März 2014 - Löschung im Handelsregister am 06.05.2014) Roland Jans, Geschäftsleiter Front- und Middle Office, München (ab 01.04.2014 - Eintragung im Handelsregister am 19.03.2014) Sascha Kuhn, Geschäftsleiter Marktfolge, München Die gesetzlichen Vertreter besaßen folgende Mandate in Aufsichtsgremien großer Kapitalgesellschaften im Sinne des § 340a Abs. 4 Nr. 1 HGB: Sascha Kuhn
Gesellschafterversammlung: Im Berichtsjahr gehörten der Gesellschafterversammlung nachfolgende Personen an: Günter Bauer, Vorsitzender, Geschäftsführer der Bayerngas GmbH Gemäß Beschluss vom 16. Dezember 2009 besteht die Gesellschafterversammlung allein aus dem Geschäftsführer der Bayerngas GmbH. Gesamtbezüge der Organmitglieder Die Gesellschaft macht von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch und unterlässt die Angabe zu den Gesamtbezügen von Organen i.S.v. § 285 Nr. 9a HGB. Damit soll ein möglicher Rückschluss auf individuelle Bezüge der einzelnen Mitglieder der Geschäftsführung vermieden werden. Die Mitglieder der Gesellschafterversammlung erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr keine Bezüge von der Bayerngas Energy Trading. Kredite an Mitglieder der Geschäftsführung Es wurden keine Kredite an Mitglieder der Geschäftsführung ausgereicht. Anzahl der Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführung) betrug 38 (Vj. 38); es sind ausschließlich Angestellte. Angaben nach § 6b EnWG Der Jahresabschluss entspricht aufgrund der ausschließlichen Tätigkeit der Bayerngas Energy Trading im Bereich der anderen Tätigkeiten innerhalb des Gassektors dem Tätigkeitsbericht im Sinne des § 6b Abs. 3 EnWG. Derivate Derivative Finanzinstrumente gehören bei Bayerngas Energy Trading als unverzichtbarer Bestandteil von Preisabsicherungsgeschäften zum operativen Kerngeschäft. Die zum Bilanzstichtag bestehenden Geschäfte dieser Art sichern überwiegend Marktpreisschwankungen aus den zugehörigen Grundgeschäften ab, sodass wirtschaftlich betrachtet weitgehend geschlossene Positionen vorhanden sind. Die nachfolgende Übersicht zeigt die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten externen Termingeschäfte, die ausschließlich energie- bzw. roh-warenbezogene Geschäfte betreffen. Die öl- und gasbezogenen Termingeschäfte sind Bestandteil einer Sicherungsbeziehung. Die angegebenen Optionsrechte bzw. Stillhalterverpflichtungen betreffen ausschließlich den Handelsbestand. Sie sind nicht Bestandteil einer Sicherungsbeziehung. Derivate Geschäfte - Darstellung der Volumina
Konzernabschluss Der Jahresabschluss der Bayerngas Energy Trading wird in den Konzernabschluss der Bayerngas GmbH einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Muttergesellschaft Bayerngas GmbH, Poccistraße 9,80336 München, erhältlich. Darüber hinaus wird der Konzernabschluss im elektronischen Bundesanzeiger und im Geschäftsbericht unter www.bayerngas.de veröffentlicht. Einbeziehung in den Konzernabschluss der Stadtwerke München GmbH Mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 18.12.2013 hat die SWM Services GmbH ihre Anteile an der Bayerngas GmbH auf die SWM Gasbeteiligungs GmbH & Co. KG, München übertragen. Zum Bilanzstichtag 31.12.2013 ist deshalb die Stadtwerke München GmbH mittelbar über die SWM Gasbeteiligung GmbH & Co. KG zu 56,3 % an der Bayerngas GmbH beteiligt und erstellt einen Konzernabschluss, in den die Bayerngas GmbH nach den Vorschriften der Vollkonsolidierung gemäß § 300 ff. HGB, einbezogen wird. Der Konzernabschluss der Stadtwerke München GmbH wird durch die Einreichung beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers offengelegt.
München, den 31. März 2015 Bayerngas Energy Trading GmbH Roland Jans Sascha Kuhn Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Jahresbilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bayerngas Energy Trading GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie für die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Bayerngas Energy Trading GmbH, München, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu Ruhren sind, hat zu keinen Einwendungen geführt.
München, den 22. Mai 2015 Deloitte
& Touche GmbH
Knop, Wirtschaftsprüfer Schwarz, Wirtschaftsprüferin |
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Tätigkeiten von Werbeagenturen
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Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
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Beteiligungsgesellschaften
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