Vattenfall Solar Neubrandenburg GmbH & Co. KG
Selbe AdresseElektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern ohne Verteilung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christine Melanie Freifrau Gans Edle Herrin zu Putlitz seit 11.4.2024 | Geschäftsführer |
Christian Sdralek seit 6.4.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Vattenfall AB | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Vattenfall Europe Power Management GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtGrundlagen des UnternehmensGeschäft und organisatorische Struktur 1 Die Unternehmen des deutschen Teilkonzerns von Vattenfall sind auf verschiedenen Stufen der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette aktiv. Dazu gehören die Strom- und Wärmeerzeugung aus konventionellen und erneuerbaren Energieträgern sowie die Energieverteilung und der Vertrieb. 2 Die Vattenfall-Gruppe gliedert sich grenzübergreifend in sechs Business Areas: Customers & Solutions, Distribution, Generation, Heat, Markets und Wind. Die Business Areas sind wiederum in Business Units und Operating Units untergliedert. Den unternehmensweiten Stabsfunktionen zugeordnete Fachabteilungen unterstützen das Business und üben eine funktionale Steuerung im Rahmen ihres Zuständigkeitsbereichs aus. 3 Die Leiter der Business Areas, Business Units sowie der Staff Functions können als Vertreter des herrschenden Unternehmens der Vattenfall GmbH und ihren Tochtergesellschaften hinsichtlich derer Geschäftstätigkeit Weisungen erteilen, soweit das gesellschaftsrechtlich fundierte Weisungsrecht reicht, und so auch Details des Tagesgeschäfts der abhängigen Unternehmen direkt steuern. Die Organe der Vattenfall GmbH und ihrer Tochtergesellschaften bleiben für die Einhaltung von Recht und Gesetz verantwortlich und werden über Informationssysteme über den Eingang wesentlicher Weisungen und die Verhältnisse ihrer jeweiligen Gesellschaft informiert. 4 Die Vattenfall Europe Power Management GmbH (VEPM), Tochtergesellschaft der Vattenfall Energy Trading GmbH (VET, Legaleinheit der BA Markets in Hamburg), betreut industrielle Großkunden, Stromerzeuger, Regionalversorger, Stadtwerke und Vertriebsgesellschaften. Diese Kundengruppen nutzen den Energiegroßhandel, um durch eine strukturierte Beschaffung (bzw. Vermarktung) und durch aktives Portfoliomanagement den Energiebezug bzw. -verkauf zu optimieren und sich gegen Preisrisiken abzusichern. 5 VEPM ist ein nach dem Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG) zugelassenes Wertpapierinstitut und bietet Portfolio- und Finanzdienstleistungen an. 6 VEPM besaß seit 2002 die Erlaubnis zum Erbringen von Finanzdienstleistungen gemäß § 32 Abs. 1 und 2 KWG und konnte neben Finanzdienstleistungen (gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 KWG) in Form der Anlagevermittlung, Abschlussvermittlung, Finanzportfolioverwaltung und Eigenhandel für Dritte auch Bankgeschäfte (gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 KWG) als Finanzkommissionsgeschäfte tätigen. Seit dem 26. Juni 2021 hält VEPM gemäß den Übergangsvorschriften des WpIG die Erlaubnis für das Erbringen von Wertpapierdienstleistungen und -nebendienstleistungen nach WpIG. Den dafür notwendigen Teilverzicht auf den Erlaubnistatbestand zur Erbringung der Anlageverwaltung hat die Gesellschaft im Januar 2023 beschlossen und gegenüber der BaFin erklärt, um eine Anwendung des § 86 WpIG zu ermöglichen und in entsprechender Anwendung der darin beschriebenen Fiktion eine Erlaubnis nach § 15 WpIG zu gewährleisten. 7 Steuerungsgrößen des Konzerns sind das Betriebsergebnis nach den internationalen Bilanzierungsvorschriften IFRS sowie daraus abgeleitete wertorientierte Kennzahlen. Neben dem Finanzziel auf Konzernebene, eine vorgegebene Kapitalrendite (ROCE) zu erreichen, bestehen auf Business Unit-Ebene finanzielle Leistungskennziffern wie z. B. underlying EBIT, external operating expenses oder Capex. Aufgrund der Steuerung des Unternehmens in einer funktionalen Struktur lässt sich kein Bezug von finanziellen Leistungskennziffern zum handelsrechtlichen Jahresabschluss der Gesellschaft herstellen. Die lokale Steuerung der VEPM erfolgt anhand des EBIT. WirtschaftsberichtRahmenbedingungen 8 In 2023 konzentrierten sich die Dienstleistungen von VEPM weiterhin überwiegend auf Energieportfolio-Services sowie auf die Vermittlung OTC gehandelter physischer Strom- und Gasterminkontrakte. 9 VEPM hatte frühzeitig Anzeigen gemäß Artikel 31 der Richtlinie über Märkte für Finanzdienstleistungsinstrumente (2004/39/EG) zur Ausübung des freien Dienstleistungsverkehrs für Belgien, die Niederlande und Dänemark vorgenommen. Da es nunmehr konkrete, neu formulierte Anforderungen an und Formulare für entsprechende Anzeigen gibt, geht die Gesellschaft davon aus, dass im Bedarfsfall eine Neuanzeige erforderlich ist. Diese Einschätzung wurde dadurch gefestigt, dass seitens der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) am 17.11.2022 eine öffentliche Konsultation zur Überprüfung der technischen Standards gemäß Artikel 34 der Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID II), die die Erbringung von Wertpapierdienstleistungen in der gesamten EU abdecken, aufgenommen wurde. Bisher hatte VEPM auf keinem dieser Märkte ein Geschäft im Rahmen von Cross Border Services abgeschlossen. 10 Grundsätzlich lässt sich basierend auf dem Erfahrungshintergrund der Gesellschaft festhalten, dass eine Großzahl der Kunden von VEPM aus dem erlaubnisfreien Bereich Finanzinstrumenten sehr skeptisch gegenüber stehen. VEPM geht davon aus, dass sich diese Einstellung zum Handel mit Finanzinstrumenten durch sich weiterhin verschärfende finanzrechtliche Anforderungen für derivative Geschäfte nicht verändern wird. Potenzielle Kunden sind verunsichert, ob die Absicherung mit Finanzinstrumenten im Gegensatz zur Absicherung mit physischen Produkten den erhöhten Abwicklungsaufwand für OTC-Derivate rechtfertigt. Eine Ausnahme bilden hier die EUA Emissionszertifikate. VEPM hatte diese 2018 im Produktkatalog auf inaktiv geschlüsselt, konnte aber bereits 2021 die Wiederaufnahme im Rahmen des regulären Neue-Produkte-Prozess vollziehen. Der Handel im Rahmen des Finanzkommissionsgeschäfts wurde im August 2021 für einen Kunden wieder aufgenommen. Ferner wurde die Abwicklung vom nEHS-Zertifikatehandel als Dienstleistung für eine Konzerngesellschaft fortgeführt. Wirtschaftliches Umfeld 11 Nach dem Ausnahmezustand an den europäischen Energiemärkten im Jahr 2022, war das Jahr 2023 durch eine Normalisierung an den Termin- und Spotmärkten gekennzeichnet. Die zum Jahresende 2022 begonnen Entspannung an den Märkten bedingt durch eine verbesserte Versorgungssituation sowie gedämpfter Nachfrage setze sich im Jahr 2023 fort. 12 Für Deutschland wurde 2023 am Day-Ahead Strommarkt ein durchschnittlicher Preis von 95,18 EUR/MWh erzielt, was mehr als einer Halbierung des Preises gegenüber 2022 entspricht. Im ersten Quartal lagen die Auktionsergebnisse im Durchschnitt bei 115,82 EUR/MWh und fielen dann im zweiten und dritten Quartal auf ein Niveau von zirka 90 EUR/MWh, was auf die nachlassenden Gaspreise zurückzuführen war. Auch im vierten Quartal gaben die Preise weiter nach. Zur Entspannung am Spotmarkt trugen die gute Verfügbarkeit der Kernkraftwerke in Frankreich, die gute Lage der Wasserkraftwerke, die verbesserte Erzeugung aus Windkraft sowie der niedrige Stromverbrauch aufgrund des milden Wetters und des strukturell geringeren Verbrauchs von Industrie- und Haushaltskunden bei. 13 Auch der Stromterminmarkt spiegelte die Fortsetzung der Ende 2022 begonnenen Entspannung an den Commodity-Märkten wider. Der deutsche Frontjahreskontrakt startete bei 214,27 EUR/MWh in das Jahr und handelte nach stetigem Abfall im März bei 130,25 EUR/MWh. Anfang Juni erreichte der Kontrakt einen neuen Tiefststand und fiel unter 120 EUR/MWh. Während des Sommers handelte der Kontrakt wieder stärker und schwankte in einem Band zwischen 130 - 150 EUR/MWh, bevor der Preis von Ende August bis Anfang Oktober wieder kontinuierlich fiel und die Marke von 115 EUR/MWh durchbrach. Nach einem kurzen Preissprung auf über 135 EUR/MWh aufgrund des Nahostkonflikts fiel der Future stetig bis Jahresende und schloss das Handelsjahr bei 95,72 EUR/MWh. Der durchschnittliche Preis des Frontjahreskontraktes lag bei 137,51 EUR/MWh und damit 54% unter dem Vorjahresniveau. 14 Der CO 2 -Jahresfuture (Lieferung Dezember 2024) startete bei 90,33 EUR/t in das Jahr und zeigte sich im Jahresverlauf sehr volatil bei insgesamt fallenden Preisen im Jahresverlauf in einer Handelsspanne zwischen 69,22 EUR/t im Dezember 2023 und 105,14 EUR/t im Februar 2023. In den ersten vier Monaten des Jahres handelte der Kontrakt durchschnittlich bei 94,85 EUR/t, im Zeitfenster von September bis Dezember bei nur noch 81,80 EUR/t. Der Jahresfuture schloss das Jahr 2023 mit 80,37 EUR/t leicht erholt vom Jahrestief rund 11% unter dem Niveau wie zu Jahresbeginn. 15 Der Frontjahreskontrakt am niederländischen Erdgas-Handelspunkt TTF handelte im Jahr 2023 bei durchschnittlich 52,13 EUR/MWh, was einem Rückgang von 54% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der europäische Gasmarkt war im Laufe des Jahres einer erheblichen Preisvolatilität ausgesetzt, die von verschiedenen Faktoren beeinflusst wurde. Die wichtigsten Einflussfaktoren waren u.a. hohe Füllstände in den Gasspeichern, ein milder Winter, Arbeitskampfmaßnahmen in australischen LNG-Anlagen, Konflikte im Nahen Osten sowie ein robustes LNG-Angebot. Der Frontjahreskontrakt startete bei 77,58 EUR/MWh in das Jahr, was zu gleich dem Jahreshöchstwert entspricht, und sank dann bis zum Ende der Ausspeicherungssaison am 31. März auf 57,12 EUR/MWh, was auf die hohen Füllstände der Gasspeicher sowie auf einen milden Winter zurückzuführen war. Bis Anfang Juni sank der Preis weiter auf 42,45 EUR/MWh, getrieben durch ein robustes LNG-Angebot in Europa. Kurzfristig stieg der Preis dann im Zuge von Nachrichten über Arbeitskampfmaßnahmen in australischen LNG-Anlagen auf über 55 EUR/MWh. Bis Anfang Oktober sank der Preis dann auf 44,14 EUR/MWh, ehe aufgrund des Nahostkonflikts zwischen Israel und der Hamas ein erneuter Preisanstieg bis auf 56,54 EUR/MWh erfolgte. Mit der Stabilisierung der Lage im Nahen Osten sowie den hohen Füllständen der Gasspeicher endete das Handelsjahr schließlich mit einem Preis von 34,46 EUR/MWh. 16 Das Erzeugungscluster Strom hat sich in 2023 wie angestrebt weiter in Richtung Erneuerbarer Energien verschoben. Deren Anteil an der Stromerzeugung z.B. in Deutschland ist auf rund 55% angestiegen. Auch wenn noch immer durch die Ukraine-Krise der Fokus der öffentlichen Diskussion auf der Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit von Energie liegt, sind es weiterhin Themen wie Dekarbonisierung und der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien sowie nunmehr auch die Wasserstoffwirtschaft, welche die Politik und die Marktteilnehmer beschäftigen. Regulatorisches Umfeld 17 Am 5. Dezember 2019 wurden im Amtsblatt der Europäischen Union die die Investment Firm Directive (IFD) sowie die Investment Firm Regulation (IFR) veröffentlicht. Seit dem 26. Juni 2021 unterliegt VEPM daher dem eigens für Wertpapierfirmen entwickelten Aufsichtsregime. Die nationale Umsetzung der IFD erfolgte mit dem Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG). 18 Das Geschäftsmodell von VEPM ist derart konzipiert, dass auch nach Wiederaufnahme des Finanzkommissionsgeschäfts im Jahre 2021 die Gesellschaft als kleine Wertpapierfirma (Klasse 3) im Sinne des neuen Aufsichtsregimes einzustufen ist. Die von den Marktteilnehmern im Allgemeinen erhoffte Reduzierung der Komplexität im Vergleich zu den Regelungen nach CRR und KWG wurde nur begrenzt erfüllt. Für sogenannte Level II - Maßnahmen gibt es rund 30 EBA-Mandate. Trotzdem führte das neue Regime für VEPM zu geringeren bzw. vereinfachten Aufsichtsanforderungen Die Selbsteinschätzung der Gesellschaft als kleines Wertpapierinstitut wurde durch die Aufsicht noch nicht bestätigt. 19 Zusätzlich zum Merkblatt zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken der BaFin hat auch die EZB ihre Erwartungen an die von ihr beaufsichtigten Institute beschrieben. Orientierungshilfen für den Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken sind mittlerweile zahlreich veröffentlicht und auch entsprechende Anforderungen an den Finanzsektor formuliert. Auch wurden Aspekte zu ESG-Risiken mit der 7. Novelle in die MaRisk aufgenommen, die nach Ansicht der Aufsicht von Wertpapierinstituten sinngemäß anzuwenden sind. Von diesem Thema ist VEPM nicht nur als Wertpapierinstitut betroffen, sondern vielmehr allein schon durch die Zugehörigkeit zum Vattenfall Konzern als originärer Energieversorger. Das aktuelle Geschäftsmodell hingegen ist von Umwelt- und Klimarisiken nach Einschätzung der Gesellschaft nur mittelbar betroffen. 20 VEPM begrüßt die von Vattenfall AB für den Konzern vorgegebene Maxime, Nachhaltigkeit als integralen Bestandteil der Vattenfall Strategie zu verstehen. Vattenfalls Verpflichtung zur Nachhaltigkeit geht über die natürliche Umwelt hinaus. Es wird jede Dimension der Art und Weise des Handelns in Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt berücksichtigt. VEPM unterliegt dieser Strategie und unterstützt diese vollumfänglich. Vor dem Hintergrund des - auch aus Konzernsicht - sehr begrenzten Geschäftsmodells von VEPM verzichtet VEPM auf eine eigenständige Nachhaltigkeitsberichtserstattung und ESG-Rankings. Das Handeln aller Mitarbeiter hat sich zu jeder Zeit an der Nachhaltigkeitsstrategie des Konzerns auszurichten. Lage des UnternehmensGeschäftsverlauf 21 Die Nachfrage nach Dienstleistungen im Rahmen des Marktzuganges, der Beratung und der Portfolioservices ist 2023 insbesondere in der Kategorie des Markzugangs durch den Vertriebsweg Direct Market Access gegenüber 2022 gesunken. Allerdings konnten die finanziellen Auswirkungen der geringeren Nachfrage auf das Geschäftsergebnis durch eine Erhöhung der Entgelte ausgeglichen werden. 22 Die Gewinnung von Neukunden für das Portfoliomanagement ist weiterhin schwierig, da der Markt bereits stark aufgeteilt ist. Nur selten wechseln Kunden zu einem anderen Anbieter, da der Implementierungsaufwand und das Aufsetzen der Schnittstellen nicht unerheblich sind. Anders gestaltet es sich bei Marktzugangskunden. Für dieses Segment konnten in 2023 elf (Neu-)Kunden gewonnen werden. Aufgrund einer strategischen Neuausrichtung des Portfoliomanagement- und Marktzugangsgeschäftes, die darauf abzielt, das Angebot noch stärker mit dem Ziel des Vattenfall Konzerns in Einklang zu bringen, in einer fossilfreien Zukunft und Energieversorgung eine führende Rolle zu spielen, wurden im Gegenzug im Jahr 2023 3 Kunden der Marktzugangsvertrag gekündigt. 23 VEPM verfügt über eine stabile Kundenstruktur mit nunmehr 103 aktiven Kunden. Davon haben 82 Kunden einen Marktzugangsvertrag, der es diesen ermöglicht, über VEPM an einem liquiden Großhandelsmarkt teilzunehmen. VEPM hatte in 2023 ein deutlich verringertes Handelsvolumen im Strom und Gas zu verzeichnen. Insgesamt wurden rund 20 TWh (2022: ca. 42 TWh) Strom und 12 TWh (2022: 22 TWh) Gas über VEPM gehandelt. Das Handelsvolumen bei Emissionszertifikaten im Finanzkommissionsgeschäft sank leicht auf 1.233 kt (ohne Deckungsgeschäfte / 2022: 1.622 kt). Während die Erträge mit EUR 8,0 Mio. ca. 56% über dem Vorjahr lagen, stiegen die Kosten um 11% auf EUR 2,7 Mio. Somit wurde ein um 96% höheres EBIT von EUR 5,36 Mio. erzielt. 24 Die Beratungstätigkeit konzentrierte sich im Wesentlichen auf die Preisentwicklung der Großhandelsmärkte für Strom und Gas sowie auf die kurzfristige Portfoliooptimierung, da noch immer große Preisbewegungen und die Marktvolatilität zu Beratungsbedarf geführt haben. Ertragslage
25 Der Anstieg der Provisionserlöse und sonstigen betrieblichen Erträge resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Provisionserlösen des Vertriebsweges Energy Trader. 26 Der Anstieg der operativen Aufwendungen ist hauptsächlich bedingt durch gestiegene Aufwendungen für Servicedienstleistungen. Vermögens- und Kapitalstruktur
27 Die Erhöhung des Umlaufvermögens ist auf den Anstieg der Forderungen gegenüber Kreditinstituten zurückzuführen. Die Erhöhung der mittel- und kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus Steuerrückstellungen für 2023. Die Erhöhung des Eigenkapitals ist bedingt durch den in 2023 erwirtschafteten Jahresüberschuss von TEUR 3.631,4.
Finanzlage
29 Die Veränderung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit resultiert aus gestiegenen Provisionserlösen. 30 Zum 31.12.2023 beträgt das Verhältnis von liquiden Aktiva zu dem Drittel der Anforderungen für die fixen Gemeinkosten 11.476% (Vorjahr: 8.440%). Mitarbeitende 31 Die für den operativen Betrieb notwendigen Mitarbeitenden werden von der Vattenfall Energy Trading GmbH über einen Personalgestellungsvertrag zur Verfügung gestellt. Ferner sind Funktionen wie z.B. das Risikocontrolling innerhalb des Vattenfall-Konzerns ausgelagert. Seit 2019 wird die Funktion der Internen Revision von externen Dienstleistern wahrgenommen. Nachtragsbericht32 Vorgänge mit Auswirkungen auf den Jahresabschluss sind zwischen dem Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses nicht eingetreten. Prognosebericht33 Das im Vorjahr prognostizierte Jahresergebnis für 2023 gemessen am EBIT konnte übertroffen werden. Zwar ergab sich eine gesunkene Nachfrage nach Dienstleistungen im Bereich Marktzugang, wo sich insbesondere die Handelsaktivitäten in dem DMA-Geschäft schlechter als erwartet entwickelt haben. Durch die Erhöhung der variablen Handelsentgelte stieg hingegen der mittlere Erlös pro gehandelter Megawattstunde gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig haben sich die Kosten in etwa auf dem in 2022 prognostizierten Niveau bewegt. 34 In 2024 werden bei VEPM die Schwerpunkte der Aktivitäten auf der Margensicherung des Bestandsgeschäftes und der Neukundengewinnung liegen. Dies gilt unter der Berücksichtigung der strategischen Neuausrichtung des Portfoliomanagement- und Marktzugangsgeschäftes, die darauf abzielt, das Angebot noch stärker an den Anforderungen an eine nachhaltige Energieversorgung auszurichten. Hierbei werden Kunden unterstützt, ihr Portfolio klimaneutral strukturieren zu können. Für diese Dienstleistung sieht VEPM weiterhin Kundenpotenzial. 35 Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Energiekrise waren in 2023 für die Gesellschaft durch Zurückhaltung der Kunden einerseits und eine andauernde Auslastung der Kreditlinien der Kunden auf Konzernebene andererseits zu spüren. Auch für die kommenden Monate ist bedingt durch die derzeitige Marktentwicklung weiterhin eine hohe Auslastung von Kreditlinien im Konzern für das physische Strom- und Gasgeschäft mit Marktzugangskunden zu erwarten. Ausblick 36 Für den deutschen Markt plant VEPM weiterhin die Erweiterung der Kundenbasis im Bereich des Portfoliomanagements für die kundenseitige energiewirtschaftliche Vergrünung. Durch diese Erweiterung des Produktportfolios um Grünes Portfoliomanagement können Bestands- und Neukunden umfänglicher bedient werden. Ziel ist dabei die Kundenbindung. Die Umsetzung erfolgt in der durch die Kunden vorgegebenen Geschwindigkeit und Zahlungsbereitschaft, sich auf diesen Wandel einzulassen. Kerngeschäft wird aber weiterhin das physische Strom- und Gasgeschäft bleiben. 37 Die Aufnahme der Geschäftstätigkeit mit Finanzinstrumenten im Rahmen des "europäischen Passports" in den europäischen Nachbarländern ist zurzeit keine Option. VEPM strebt aber auch 2024 an, die Kundenbasis für Marktzugang und Energieportfolioservices für nicht derivative Produkte in diesen Ländern auszuweiten. 38 VEPM geht davon aus, dass auch in 2024 Industrieunternehmen, Stadtwerke und Regionalversorgungsunternehmen einen Bedarf an Marktzugang, Portfoliomanagement und Beratungsleistungen nachfragen werden. 39 Aus dieser Situation resultierend erwartet die Geschäftsführung für die kommenden Jahre:
40 Um dies zu erreichen, strebt die Geschäftsführung an, kontinuierlich die Servicequalität und -komplexität von VEPM zu erhöhen und den Know-how-Transfer in Richtung Kunden sicherzustellen, um Vertrauensverhältnisse zu stärken und nachhaltige Kundenbeziehungen aufzubauen und zu sichern. Im Vordergrund stehen weiterhin der Ausbau der Fähigkeit von VEPM, umgehend Lösungen für komplexe Aufgabenstellungen zu finden und umzusetzen sowie Prozesssicherheit im Einklang mit gesetzlichen Anforderungen zu gewährleisten. 41 Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Gesellschaft bei konservativer Auslegung Provisionserträge in Höhe von ca. EUR 5,15 Mio.. Die operativen Aufwendungen werden auf EUR 2,68 Mio. prognostiziert, sodass von einem EBIT-Ergebnis in Höhe von EUR 2,47 Mio. auszugehen ist. Die in Folge der Ukraine-Krise zunächst stark gestiegenen Großhandelspreise für Strom und Gas führten auch zu einer Neubewertung der Risiken aus dem Marktzugangsgeschäft auf Konzernebene (insbesondere Kredit- und Liquiditätsrisiken). Um diesen Veränderungen gerecht zu werden, wurden für Kunden, die nicht unter einem so genannten "Credit Support Agreement" (CSA) mit Einheiten des Vattenfall-Konzerns handeln, die Entgelte zum Teil deutlich erhöht. Für 2024 ist erneut eine Neustrukturierung der variablen Entgelte vorgesehen. Im Ergebnis führen die erhöhten variablen Entgelte bisher zu einer Reduzierung der Transaktionsvolumen im Rahmen des Marktzugangs und damit zu einem geringeren Ertragsniveau zum Jahresanfang 2024 als im Vorjahr. Parallel sehen wir jedoch bereits zu diesem Zeitpunkt eine hohe Auslastung der Kreditlinien vieler Kunden auf Konzernebene, sodass die Prognose für das Gesamtjahr entsprechend konservativ ausfällt. Die weitere mittelfristige Geschäftsentwicklung wird vom Unternehmen generell und grundsätzlich positiv eingeschätzt, was durch das eingeführte und etablierte Geschäftsmodell und zukünftige Fokussierung auf Erneuerbare Energien gestützt wird. RisikoberichtErklärung zur Angemessenheit der Risikomanagementverfahren 42 Die Geschäftsleitung der VEPM hat über einen Strategieprozess sichergestellt, dass die Geschäftsstrategie, die Risikostrategie und die Business Planung konsistent sind. Durch die dort formulierten Vorgaben zur Art, Komplexität und zum Umfang der Geschäftsaktivitäten ergibt sich das definierte Risikoprofil der Gesellschaft. Die implementierten Risikomanagementverfahren sind durch die innerbetrieblichen Risikosteuerungs- und Controllingprozesse sowie die zur Risikomessung eingesetzten Methoden und Verfahren zweckmäßig und effektiv im Rahmen der Proportionalität auf das Risikoprofil der Gesellschaft abgestimmt. Die Risikomessverfahren der VEPM entsprechen gängigen Standards. Die Verfahren sind geeignet, die Risikotragfähigkeit (RTF) im Going Concern Ansatz nachhaltig sicherzustellen. Das Beibehalten des Going Concern - Ansatzes ist aus Sicht der Gesellschaft bis zur Neuformulierung von aufsichtlichen Anforderungen für Wertpapierinstitute adäquat, da gemäß § 38 Abs. 1 WpIG u.a. die Anforderungen des § 39 WpIG (Anforderungen an RTF) für kleine Wertpapierfirmen nicht anwendbar sind. Zwar eröffnet § 39 Abs. 3 der BaFin die Möglichkeit, von den kleinen Instituten die Umsetzung der (neuen) RTF-Anforderungen verlangen zu können, jedoch erklärt die Aufsicht, dass der Proportionalitätsgrundsatz weiterhin eine besondere Bedeutung hat und die betreffenden Anforderungen lediglich insoweit zu beachten seien, wie dies vor dem Hintergrund der Institutsgröße sowie von Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt der Geschäftsaktivitäten geboten erscheint. Diesbezüglich hat die Gesellschaft einen Abgleich des bisherigen Ansatzes mit den nunmehr für Kreditinstitute geltenden Anforderungen durchgeführt und erste Veränderungen vorgenommen, so dass die Anforderungen an die normative Perspektive bei der RTF umgesetzt sind. Die beschriebenen Risikoziele werden durch die eingesetzten Verfahren messbar, transparent und steuerbar. Sie stehen im Einklang mit der Strategie des Instituts. Folglich erachten wir das Risikomanagementverfahren der VEPM als angemessen und wirksam. Risikomanagementsystem - konzise Risikoerklärung 43 VEPM ist ein Wertpapierinstitut, dessen Erlaubnis nicht die Befugnis umfasst, sich bei der Erbringung von Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen. Gegenstand des Unternehmens ist die Abschlussvermittlung, die Anlagevermittlung und das Finanzkommissionsgeschäft und nicht erlaubnispflichtige Tätigkeiten und Beratungsleistungen im Energiesektor. Alleingesellschafter ist die Vattenfall Energy Trading GmbH, Hamburg. VEPM ist damit Teil des Vattenfall-Konzerns. VEPM ist nach eigener Einschätzung mit Blick auf ihre sektorale Ausrichtung und unter Berücksichtigung von Komplexität und Umfang ihrer Geschäftstätigkeit kein national systemrelevantes Institut. VEPM hat im Rahmen eines konzerneinheitlichen Risikomanagementprozesses die Vattenfall GmbH, Berlin, mit der Überwachung der relevanten Geschäftsabläufe beauftragt, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen initiiert werden können. 44 Die "Risikorichtlinie" der VEPM aus Dezember 2023 gewährleistet, dass sämtliche Handelsaktivitäten und das Kreditgeschäft im Rahmen der Festlegungen sowie unter Beachtung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) - soweit diese anzuwenden sind - durchgeführt und überwacht werden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wird seitens der BaFin eine sinngemäße Anwendung der MaRisk auch für Wertpapierinstitute erwartet, die nicht unter den Anwendungsbereich des KWG fallen. 45 In der "Risikorichtlinie" sowie den zugehörigen Organisationsanweisungen als Bestandteil dieser Risikorichtlinie sind Messkriterien, Risikolimite und Verantwortlichkeiten sowie auch Regelprozesse definiert und beschrieben. Gemäß den Anforderungen der MaRisk ist ein Compliance Officer nach MaRisk benannt. 46 Das Risikocontrolling mit Sitz in Hamburg ist verantwortlich für die regelmäßige Überprüfung der Risikopotenziale auf Basis der entsprechenden Markt- und Handelsdaten. Die implementierten Risikomanagementverfahren sind auf das Risikoprofil von VEPM abgestimmt, sodass Abweichungen von der in der Risikostrategie definierten Risikotoleranz effektiv gemessen werden können. Feste Berichtsformate, -wege und -termine sowie eine Ad-hoc-Berichterstattung stellen sicher, dass die Geschäftsleitung lückenlos und laufend über die Risikosituation informiert ist und im Einklang mit der von ihr festgelegten Risikotoleranz entsprechende Steuerungsmaßnahmen einleiten kann. 47 Im Rahmen der Risikoinventur wurden die Risikoarten Kreditrisiko, Marktrisiko, Liquiditätsrisiko und operationelles Risiko als wesentliche Risiken klassifiziert. Mit Ausnahme der Liquiditätsrisiken werden diese Risiken im Risikotragfähigkeitskonzept und dem dazu vorliegendem Gesamtrisikoprofil der Gesellschaft berücksichtigt. So werden im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung Risikopotentiale und Risikodeckungsmassen ermittelt und gegenüber gestellt. Die Wirksamkeit der Mess- und Informationsverfahren spiegelt sich insbesondere in den folgenden Auslastungskennzahlen der Risikotragfähigkeit wider:
(alle Werte in EUR) Die Kapitalbedarfsplanung berücksichtigt zunächst die Gemeinkosten sowie das Mindestkapital des Instituts. Unterlegungsfristen für operationelle Risiken sind durch die IFR nicht vorgesehen, und auch für das Marktpreisrisiko aus der Rechnungsstellung in Fremdwährung für Kunden im Vereinigten Königreich finden sich keine Regelungen für kleine Wertpapierinstitute. Trotzdem bindet die Gesellschaft zur Sicherstellung der Geschäftsfortführung weiterhin die potenzielle Eigenmittelunterlegung nach CRR für diese Fremdwährungsrisiken in die Kapitalbedarfsplanung ein. Für das Adressenausfallrisiko wird die Eigenmittelanforderung gemäß der Berechnung für K-TCD nach IFR Artikel 27 simuliert. VEPM verzichtet grundsätzlich auf Geschäfte, deren Risiko vor dem Hintergrund der Risikotragfähigkeit und der Risikostrategie nicht vertretbar ist. RisikokategorienMarktpreisrisiko 48 Auf Grund bestehender Beschlüsse der Geschäftsleitung werden weder Zins-, Strom- oder Commodity-Positionen eingegangen, die ein Marktpreisrisiko bedingen. Von daher unterliegt die Gesellschaft hier keinem Marktliquiditätsrisiko. Die Gesellschaft räumt zurzeit Kunden im Vereinigten Königreich die Möglichkeit ein, die Entgelte in GBP in Rechnung zu stellen. Durch die daraus resultierenden Fremdwährungsexposures bestehen Marktrisikopositionen in Form des Fremdwährungsrisikos. Sowohl der Value-at-Risk als auch ein Stresswert wird täglich durch das Risikocontrolling ermittelt. Zur Messung der Marktrisiken mittels Value-at-Risk kommt die Delta-Normal-Methode zur Anwendung. Die Berechnungen der Volatilitäten und Korrelationen für die Value-at-Risk-Berechnungen erfolgen auf Basis von ungewichteten, täglichen Preisänderungen bei 60 aufeinander folgenden Preisfeststellungen. Die Gesellschaft verfügt nicht über ein Fremdwährungskonto, somit werden die Zahlungseingänge in GBP automatisch durch die Hausbank in EUR gutgeschrieben. Ein Marktliquiditätsrisiko besteht somit nicht. Für den Fall, dass durch einen Adressenausfall eine Marktrisikoposition entstehen sollte, würde die Gesellschaft bis zur Glattstellung der Position diese wie folgt im Risikomanagement behandeln: Die Bewertung der Marktrisiken erfolgt für die offenen Positionen grundsätzlich täglich mit den aktuellen Marktpreisen. Falls für besondere Produkte (zum Beispiel im OTC-Handel) keine Marktpreise veröffentlicht sind, erfolgt die Preisbildung durch Modellrechnungen oder durch den Ansatz von am Markt abgeleiteten Preisen. 49 Die Gesellschaft vermeidet Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten durch die im Geschäftsmodell festgelegte Beschränkung, diese allenfalls im Rahmen des Finanzkommissionsgeschäftes back-to-back zu handeln. Liquiditätsrisiko 50 Durch die monatliche Erstellung einer Liquiditätsübersicht für den kurzfristigen Bereich werden mögliche Einschränkungen bei der Fähigkeit, den eigenen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, auch unter Stressbedingungen bereits frühzeitig erkennbar. Dazu führt die Gesellschaft ein Ampelsystem im Sinne eines Frühwarnsystems für unterschiedliche Kenngrößen (u.a. eine CashBilanz für die nächsten 65 Kalendertage). Die Gesellschaft verzichtet aufgrund des Geschäftsmodells sowie den Erkenntnissen aus der Kapitalbedarfsplanung und der kurzfristigen Liquiditätsübersicht auf die Aufstellung mittel- bzw. langfristiger Liquiditätsübersichten. Handelsgeschäfte mit zeitlich versetzten Zahlungsströmen (z.B. durch eine Absicherung von Forwardgeschäften durch börsengehandelte Futures) werden von der Gesellschaft nicht betrieben. Beim Finanzkommissionsgeschäft mit Selbsteintritt sind sowohl Volumina als auch Zahlungsströme ausschließlich back-to-back. Kreditrisiko 51 Kreditgeschäfte im traditionellen Sinn werden von der Gesellschaft nicht betrieben. Die Gesellschaft ist nicht befugt, sich Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen. Durch das Geschäftsmodell sind Kreditentscheidungen im Sinne der MaRisk durch VEPM mehrheitlich lediglich im Zusammenhang mit der Vorausleistung durch die Gesellschaft für Kunden zu treffen. Weitere Kreditentscheidungen sind erforderlich zur Anlage des Vermögens der Gesellschaft (Liquiditätsreserve) sowie im Rahmen des Finanzkommissionsgeschäftes über Kontrahentenlimite. Im Berichtsjahr gab es keinen Ausfall zu verzeichnen. Das Kreditrisikomanagement ist im Rahmen der konzernweiten Risikomanagement-Organisation an die Vattenfall GmbH, Berlin ausgelagert. Die Gesellschaft nimmt einen Anstieg der Kreditrisiken gezielt in Kauf, da die dahinter stehenden Exposures in der Regel den Erträgen der Gesellschaft entsprechen und somit für eine Ausweitung des Geschäfts stehen. Eigene Mittel in Form von Ausleihungen werden jedoch nicht eingesetzt. Der sich daraus gegebenenfalls ergebende zusätzliche Kapitalbedarf wird im Rahmen der auf einen Zeitraum von drei Jahren ausgelegten Kapitalbedarfsplanung als Fortführung der Risikotragfähigkeitsrechnung explizit berücksichtigt und aktiv überwacht. Die Geschäftsleitung wird vom Risikocontrolling regelmäßig, jedoch mindestens vierteljährlich über die Ergebnisse der Kapitalbedarfsplanung informiert. Operationelles Risiko 52 Die Operationellen Risiken werden im konzernweiten Managementinformationssystem miterfasst und regelmäßig bewertet. Aufgetretene Schadensfälle werden aktiv gemanaged, um zukünftige Schäden weitestgehend auszuschließen beziehungsweise zu begrenzen. Im Berichtsjahr wurde lediglich ein einfacher Schadensfall (Schaden > 25.000 EUR), jedoch keine bedeutende Schadensfälle (Schaden > 50.000 EUR) festgestellt (Vorjahr: 0 / 0). Hinsichtlich der Verhinderung sonstiger strafbarer Handlungen wurde das von der Gesellschaft bei der BaFin beantragte Konzept, keine nach § 25c KWG geforderte zentrale Stelle für die Verhinderung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung oder sonstiger strafbarer Handlungen einrichten zu müssen, bereits vor Jahren genehmigt. Die Tätigkeiten wie z.B. die Erstellung der Gefährdungsanalyse werden im Rahmen der Auslagerung an das konzernweite Risikomanagement wahrgenommen. Um die Mitarbeiter für diese Thematik zu sensibilisieren, werden diesen die Erkenntnisse aus der Gefährdungsanalyse in einer regelmäßigen, zumindest jährlichen stattfindenden Schulung vorgestellt. Konzentrationsrisiko 53 Als Wertpapierfirma hat VEPM das Konzentrationsrisiko im Einklang mit Teil 4 der IFR anhand solider Verwaltungs- und Rechnungslegungsverfahren sowie robuster interner Kontrollmechanismen grundsätzlich zu überwachen und kontrollieren. Die Gesellschaft hat dazu Regeln für den Umgang mit Konzentrationsrisiken schriftlich dokumentiert. Ziel der Gesellschaft ist eine Streuung der Kreditrisikobelastung auf Kunden des Erzeuger- und Weiterverteilersegmentes, Netzbetreiber und Industrieunternehmen. Risikokonzentrationen werden weitestgehend vermieden. Bei Auslagerungen nimmt die Gesellschaft ganz bewusst eine Konzentration auf konzerninterne Auslagerungen soweit möglich in Kauf. Da zurzeit mit den Emissionszertifikaten Typ EUA nur ein Finanzinstrument für den Handel freigeben ist, ist eine Kenngröße für eine produktspezifische Risikokonzentration nicht erforderlich, da keine Portfoliodiversifikation erreichbar ist. Diesbezüglich ist anzumerken, dass eine Spezialisierung durchaus von Vorteil sein kann. Gesamtrisikolage 54 Für die Gesellschaft ergab sich im Jahr 2023 weder durch Einzelrisiken noch durch die aggregierte Risikoposition eine Bestandsgefährdung. Die Risikotragfähigkeit war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Auch für das Geschäftsjahr 2024 sind keine derartigen Risiken erkennbar. Ferner erachtet die Gesellschaft Nachhaltigkeitsrisiken für das eigentliche Geschäftsmodell zurzeit als nicht wesentlich. Die enormen Anstrengungen auf Konzernebene in diesem Bereich sowie diesbezüglich positiven Bewertungen unabhängiger Stellen sollten eher eine positive Rückwirkung auf die Reputation von Vattenfall und somit auch der VEPM haben. Auf dieser Basis möchte VEPM seine Geschäftspartner in der besonders von der gesellschaftlichen und politischen Diskussion betroffenen Energiebranche auf dem Weg zu nachhaltigen Lösungen für den Bezug von Energie und Commodities unterstützen. 55 Risiken sieht die Geschäftsführung weiterhin in den zukünftig erhöhten regulatorischen Anforderungen, aufgrund deren sich nicht nur Kunden sondern auch Marktteilnehmer zurückziehen könnten, so dass ein deutlicher Liquiditätsrückgang auf den Energiemärkten zu verzeichnen wäre. Dieses gilt auch für eine anhaltende Energiekrise, die zu einer gesunkenen Liquidität und ausgelasteten Handelslinien im Energiemarkt geführt haben. Hier besteht das Risiko, dass große Kunden aufgrund der ausgelasteten Handelslinien kein oder nicht mehr so viel Geschäft wie früher machen werden, welches durch eine Diversifizierung der Kundenbasis versucht wird auszugleichen.
Hamburg, 31. Mai 2024 Vattenfall Europe Power Management GmbH Christian Sdralek Christine zu Putlitz Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
AnhangAllgemeine VorbemerkungenDer Jahresabschluss der Vattenfall Europe Power Management GmbH (VEPM) wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie unter Beachtung der für Wertpapierinstitute geltenden Verordnung über die Rechnungslegung der Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die VEPM wird in den Konzernabschluss der Vattenfall AB mit Sitz in Stockholm/Schweden einbezogen. Der Konzernabschluss der Vattenfall AB ist nach den Vorschriften der von der EU-Kommission übernommenen IAS/IFRS aufgestellt und wird in deutscher Sprache im Bundesanzeiger offengelegt. Des Weiteren ist er beim Bolagsverket in Sundsvall erhältlich. Dort ist die Gesellschaft in das Register unter der Nummer 556036-2138 eingetragen. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenVermögensgegenstände und Schulden werden nach den allgemeinen Vorschriften der §§ 252 ff. HGB sowie unter Berücksichtigung der für Wertpapierinstitute geltenden Sonderregelungen der §§ 340 ff. HGB bewertet. AKTIVA Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. PASSIVA Rückstellungen Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in notwendigem Umfang Rechnung getragen. Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. WÄHRUNGSUMRECHNUNG Die Währungsumrechnung erfolgt entsprechend § 256a HGB bzw. § 340h HGB. Die Umrechnungsergebnisse werden im sonstigen betrieblichen Ertrag bzw. Aufwand ausgewiesen. Erläuterungen zur Bilanz(1) Forderungen an Kreditinstitute
Bei den Forderungen an Kreditinstitute handelt es sich um Geldbestände bei Kreditinstituten deren Laufzeit weniger als einen Monat beträgt. (2) Forderungen an Kunden
In den Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen sind Forderungen gegenüber der Gesellschafterin Vattenfall Energy Trading GmbH in Höhe von TEUR 182,9 (Vorjahr: TEUR 87,2) enthalten. Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. (3) Sonstige Vermögensgegenstände Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich um einen Steuererstattungsanspruch gegenüber dem Finanzamt. (4) Sonstige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Vattenfall Energy Trading GmbH bestehen in Höhe von TEUR 0,0 (Vorjahr: TEUR 63,9). Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus den niedrigeren Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Vattenfall Energy Trading GmbH. (5) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 131,3 (Vorjahr: TEUR 143,6) sowie Rückstellungen für Jahresabschlusskosten von TEUR 70,6 (Vorjahr: TEUR 69,7). (6) Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital wird zu 100% von der Vattenfall Energy Trading GmbH gehalten. Nach Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 14. Juni 2023 über die Verwendung des Bilanzgewinns 2022 wurde dieser in Höhe von TEUR 1.855 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(7) Zinserträge Bei dem Posten handelte es sich im Vorjahr um Negativzinsen auf das Bankguthaben. (8) Provisionserlöse
Die Provisionserlöse beinhalten im Wesentlichen Dienstleistungen im Rahmen des physischen Portfoliomanagements. (9) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen sowie aus Erträgen aus der Währungsumrechnung. (10) Allgemeine Verwaltungskosten
Die Aufwendungen für Servicedienstleistungen beinhalten im Wesentlichen IT-Infrastrukturkosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Vertriebs- und Kommunikationskosten. (11) Sonstige betriebliche Aufwendungen Bei dem Posten handelt es sich um Aufwendungen aus Währungsumrechnung. (12) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Im Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die abzuführende Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer sowie Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 1.730 (Vorjahr: TEUR 884) enthalten. Zum 31. Dezember 2023 entspricht der tatsächliche Steueraufwand der Gesellschaft auch dem Steueraufwand, der sich nach dem Mindeststeuergesetz ergeben würde. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestanden Verpflichtungen aus Serviceverträgen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.373,1. Mitarbeiter Die für den operativen Betrieb notwendigen Mitarbeiter werden von der Vattenfall Energy Trading GmbH über einen Personalgestellungsvertrag zur Verfügung gestellt. Honorare des Abschlussprüfers Für Tätigkeiten des Abschlussprüfers PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden im Geschäftsjahr TEUR 70,3 (Vorjahr: TEUR 68,8) berücksichtigt. Die Honorare entfallen mit TEUR 70,3 (Vorjahr: TEUR 68,8) auf Abschlussprüfungsleistungen für 2023. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 3.631,4 in voller Höhe in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Offenlegung nach Artikel 49 IFR
Hinweis: Nicht aufgeführte Positionen sind für die VEPM nicht relevant. 1) Verweis auf Artikel 11 in der Verordnung EU 2019/2033. Das Kernkapital Tier 1 (T1) besteht aus dem Common Equity Tier 1 (CET1) gemäß Artikel 9 (1) IFR in Verbindung mit Artikel 26 ff. CRR und dem Additional Tier 1 (AT1) gemäß Artikel 9 (1) IFR in Verbindung mit Artikel 51 ff. CRR. Das CET1 beinhaltet das eingezahlte Kapital (Stammkapital i.S.d. § 5 GmbHG) in Höhe von TEUR 1.000. Darüber hinaus sind im Kernkapital Gewinnrücklagen als sonstige anrechenbare Rücklagen in Höhe von TEUR 17.407 enthalten. Die Differenz zwischen den Eigenmitteln und dem bilanziellen Eigenkapital zum 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 3.631 betrifft den Jahresüberschuss, welcher gemäß Art. 26 Abs. 2 CRR vor dem offiziellen Beschluss zur Bestätigung des endgültigen Jahresergebnisses nicht angerechnet wird. Mitglieder der Geschäftsführung
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Geschäftsführung erhält von der Gesellschaft keine Bezüge.
Hamburg, 31. Mai 2024 Vattenfall Europe Power Management GmbH Christian Sdralek Christine zu Putlitz BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Vattenfall Europe Power Management GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Vattenfall Europe Power Management GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vattenfall Europe Power Management GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 31. Mai 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Tim Brücken, Wirtschaftsprüfer ppa. Lisa Helle, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 10. Juni 2024 festgestellt. |
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