Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 250166
Eingetragen
18.7.2019
Branche
Alle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.Mit Versicherungsdienstleistungen und Pensionskassen verbundene Tätigkeiten a. n. g.Sonstige mit Finanzdienstleistungen verbundene Tätigkeiten a. n. g.
Gegenstand
Erbringung von Finanzdienstleistungen in der Form der Anlagevermittlung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 KWG), Anlageberatung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a KWG), Abschlussvermittlung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 2 KWG), Finanzportfolioverwaltung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG) unter Ausschluss der Verschaffung von Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden sowie der Erlaubnis, Finanzinstrumente auf eigene Rechnung anzuschaffen oder zu veräußern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Werner Hedrich
seit 18.7.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Globalance Bank AGCHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Globalance Bank AG
Switzerland
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Globalance Invest GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Globalance Invest GmbH ist ein eigenständiger Finanzdienstleister. Alleinige Gesellschafterin ist die Globalance Bank AG, Zürich.

Die Globalance Invest GmbH ist durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht als Wertpapierinstitut zugelassen.

Die Lizenz umfasst

• Anlagevermittlung nach (§ 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG)

• Anlageberatung (§ 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG)

• Abschlussvermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 5 WpIG)

• Finanzportfolioverwaltung (§ 2 Abs. 2 Nr. 9 WpIG)

Gegenstand der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist schwerpunktmäßig die Finanzportfolioverwaltung gegenüber Privatpersonen und Anlageberatung (Beratung bei der Finanzportfolioverwaltung von Kundenvermögen) gegenüber institutionellen Kunden. Anlageentscheidungen werden sowohl auf Basis von Finanzkennzahlen als auch unter den Gesichtspunkten der Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit getroffen.

II. Wirtschaftsbericht

a. Gesamtwirtschaftliche Rahmendaten

Überwiegend schwache globale Konjunkturperspektiven, sinkende Inflationsraten, aber trotzdem weiterhin restriktive Notenbanken waren die wichtigsten Einflussfaktoren an den internationalen Kapitalmärkten im Jahr 2023. Dass der massive Zinsanstieg seit Mitte 2022 sich über verschiedene Wirkungskanäle zunehmend als Bremsklotz für die Wirtschaft in vielen Regionen erwies, belegten unter anderem die Turbulenzen im Bankensektor seit Mitte März, vor allem in den USA und der Schweiz mit der Folge einiger Pleiten von US-Regional-banken sowie der Notübernahme der Schweizer Großbank Credit Suisse durch die UBS. Die Situation für viele US-Regionalbanken blieb seither angespannt, da Kreditengagements im Geschäftsfeld der gewerblichen Immobilienfinanzierungen durch die stark gestiegenen Hypothekenzinsen ein erhöhtes Ausfallrisiko aufweisen. In Deutschland wurde insbesondere die Baukonjunktur maßgeblich negativ beeinflusst, die zuvor bereits unter stark gestiegenen Preisen durch jahrelange Lieferkettenengpässe litt.

Die konjunkturelle Dynamik der größten Volkswirtschaften weltweit blieb zumeist schwach. Einerseits erweckten abnehmende Inflationsraten und steigende Löhne angesichts anhaltend robuster Arbeitsmärkte in vielen Ländern zuletzt die Hoffnung auf eine konjunkturelle Belebung. Andererseits blieben die Erwartungen durch politische Unsicherheitsfaktoren, darunter der Ukrainekrieg, die Spannungen zwischen China und Taiwan sowie zuletzt der Konflikt im Nahen Osten, straffere geld- und finanzpolitische Rahmenbedingungen und eine vielfach abnehmende globale Kooperation getrübt.

Hoffnungen vom Jahresanfang auf eine dynamische weltwirtschaftliche Erholung wurden durch die anhaltende Schwäche der chinesischen Wirtschaft gebremst, die nach dem Ende der Corona-Pandemie nicht an die erwarteten Wachstumsraten anknüpfen konnte. Besonders die Industrie befand sich in der Folge weltweit in einer Rezession mit überwiegend sinkenden Produktionsniveaus. Entsprechend gaben die von S&P Global ermittelten Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe im Laufe des Jahres deutlich nach und notierten für die größten Volkswirtschaften ausnahmslos unterhalb der Expansionsschwelle von 50 Punkten. In der deutschen Industrie, die schon seit 2021 mit stark schrumpfenden Auftragseingängen konfrontiert ist, waren zuletzt nur zaghafte Anzeichen einer Erholung erkennbar. Auch im Servicesektor sanken die Geschäftserwartungen, wobei Transport- und Logistikdienstleistungen am stärksten nachgaben. Die Nachfrage nach Konsumgütern hingegen litt weiterhin unter den stark gestiegenen Preisniveaus.

Vergleichsweise robust entwickelte sich hingegen die US-Volkswirtschaft, vor allem aufgrund eines anhaltend dynamischen privaten Konsums. Am Arbeitsmarkt bestand weiterhin ein deutliches Überangebot an nicht besetzten Stellen, wodurch Lohnsteigerungen unterstützt wurden. Zudem profitierten viele Menschen von noch bestehenden Ersparnissen aus der Coronazeit. Auch in Deutschland stiegen die Löhne nach den geringen Wachstumsraten der Zeit vor der Corona-Pandemie inflationsbedingt wieder stärker an, konnten jedoch die Preissteigerungen der letzten Monate bisher nicht kompensieren.

Die Inflation fiel in der Eurozone stetig auf 2,4 Prozent im November und rückt das angestrebte Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2,0 Prozent in den Fokus. Die Kernrate der Inflation ohne die stark schwankungsanfälligen Komponenten Energie und Nahrungsmittel ist mit 3,6 Prozent allerdings weiterhin deutlich erhöht, wobei sich der Preisauftrieb in den Sektoren Lebens- und Genussmittel sowie Dienstleistungen zuletzt deutlich verlangsamte. In den USA gab die Inflationsrate auf 3,2 Prozent nach. Die Kernrate schwächte sich auf 4,0 Prozent ab.

b. Kapitalmarktentwicklung

Notenbanken

Die US-Notenbank Fed und die EZB haben nach deutlichen Zinsanhebungen im ersten Halbjahr 2023 ihre Leitzinsen zuletzt unverändert gelassen. Die Fed hat Zinssenkungen für 2024 in Aussicht gestellt, während die EZB zur Vorsicht mahnt, die geldpolitische Ausrichtung datenabhängig festlegt und vor Aufwärtsrisiken für die Verbraucherpreise warnt. Die EZB achtet besonders auf laufende Lohnverhandlungen, da steigende Löhne bei hoher Beschäftigung und nachgebender Nachfrage Inflationsdruck erzeugen könnten.

Aktien

2023 starteten Aktienbörsen positiv, mit einem signifikanten DAX-Anstieg im Januar. Trotz eines Rücksetzers im März aufgrund von Unsicherheiten im Bankensektor, erreichte der DAX im August ein Allzeithoch, gab nach weiteren Zinserhöhungen nach, erholte sich aber ab Oktober. Der DAX schloss mit einem Plus von 20,3%, EURO STOXX 50 und S&P 500 ebenfalls mit deutlichen Gewinnen. Der NASDAQ Composite profitierte besonders von großen Technologieaktien und KI-Hoffnungen, während der MSCI Emerging Markets und der Hang Seng Index schwächer abschnitten.

Zinsen

Die Renditen von Staatsanleihen stiegen bis März deutlich, gaben jedoch nach dem "Bankenbeben" nach. Eine restriktive Geldpolitik führte bis Oktober zu Jahreshöchstständen, doch die Renditen sanken gegen Jahresende aufgrund sinkender Inflationsraten und Hoffnungen auf Zinssenkungen. Währungen

Der Euro stieg gegenüber dem US-Dollar von 1,06 auf knapp 1,11 EUR/USD, während die Gemeinschaftswährung im Vergleich zum japanischen Yen um über 11 Prozent auf 156,33 EUR/JPY zulegte. Der Schweizer Franken hingegen wertete auf 0,93 EUR/CHF auf.

Auswirkungen auf die Branche Finanzdienstleister

Wie oben ausgeführt war das Anlagejahr 2023 für Finanzdienstleister eines mit schwankenden Aktien- und Zinsmärkten. Letztendlich konnten Investoren ganz im Gegensatz zum Jahr 2022 mit Aktien- und Anleiheengagements Performancebeiträge generieren. Am Aktienmarkt stießen vor allem die Monate November und Dezember hervor sowie die Wertentwicklung von sieben US-Technologiekonzernen die für einen Großteil der Wertsteigerungen des NSADAQ, des S&P 500 und des MSCI World verantwortlich waren.

Die Volatilität an Aktien- und Zinsmärkten, die in Deutschland empfundene schwache wirtschaftliche Entwicklung und die omnipräsente Berichterstattung des Ukraine Krieges und der Überfall der Hamas auf Israel trug nicht zum Vertrauen in neue Investments oder den Wechsel des Vermögensverwalters oder der Privatbank bei.

III. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf des Geschäftsjahrs 2023 war geprägt durch eine hohe Volatilität an den Anleihe- und Aktienmärkten bei letztendlich erfreulichen Anlageergebnissen für die Bestandskunden zum Jahresende hin. So konnten die Verluste aus dem Jahr 2022 bei den Bestandskunden fast kompensiert werden.

Hervorzuhebende Marketingmaßnahme im Jahr 2023 sind zahlreiche Auszeichnungen wie Elite Report, Capital und n-tv. Auch konnte Globalance Invest ein reges Interesse an thematischen Abendveranstaltungen und Roundtable Events verzeichnen.

Zum Ende des Geschäftsjahres betrug die Zahl der Mitarbeiter drei neben dem Geschäftsführer.

IV. Lage der Gesellschaft

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Beschreibung der Ertragslage

Die Ertragslage 2023 ist weiterhin geprägt durch den bestehenden Dienstleistungsvertrag kombiniert mit der Ertrags- und Verlustübernahmevereinbarung mit der Muttergesellschaft.

In 2023 hat die Gesellschaft sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 0,9 (Vorjahr TEUR 3,7) sowie Provisionserträge in Höhe von TEUR 1.237,0 (Vorjahr TEUR 1.152,8) erzielt. Die Steigerung der Provisionserträge resultiert aus einem Anstieg der Vermögenswerte der Assets under Management.

Den Erträgen stehen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.888,0 (Vorjahr TEUR 1.818,7) gegenüber.

Wesentlicher Aufwand waren Honorare in Höhe von TEUR 866,0 (Vorjahr TEUR 807,0) die an die Muttergesellschaft zu zahlen waren und die in den anderen Verwaltungsaufwendungen enthalten sind. Grundlage dieser Zahlung ist ein bestehender Dienstleistungsvertrag, wonach 70% der erwirtschafteten Provisionserträge an die Muttergesellschaft als Honorar abgeführt werden müssen.

Aufgrund der bestehenden Gewinn- und Verlustübernahmevereinbarung ist der im Geschäftsjahr entstandene Verlust von der Muttergesellschaft zu übernehmen.

Beschreibung der Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft ist weiterhin geprägt durch die Liquiditätsausstattung der Muttergesellschaft sowie durch die bestehende Gewinn- und Verlustübernahmevereinbarung mit der Muttergesellschaft.

Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 50 wurde bei Gründung der Gesellschaft in Form von liquiden Mitteln eingelegt. Daneben erfolgten Einzahlungen in Höhe von TEUR 500 in die Kapitalrücklage durch die Muttergesellschaft.

Ferner werden auf Basis der Gewinn- und Verlustübernahmevereinbarung unterjährig zum Ende eines jeden Quartals angemessene Abschlagszahlungen durch die Muttergesellschaft auf die Verlustübernahmeverpflichtung auf Basis der Quartalabschlüsse in Rechnung gestellt und mit den laufenden Verpflichtungen aus dem bestehenden Dienstleistungsvertrag verrechnet. Der Bestand an Zahlungsmitteln beläuft sich auf TEUR 980,3. Im Geschäftsjahr war die Liquiditätslage der Gesellschaft jederzeit geordnet.

Beschreibung der Vermögenslage

Zum 31.12.2023 weist die Bilanz der Gesellschaft eine Bilanzsumme in Höhe von TEUR 1.878,2 (Vorjahr TEUR 1.664,0) aus.

Die Vermögensgegenstände setzen sich aus täglich fälligen Forderungen an Kreditinstituten in Höhe von TEUR 575,5 (Vorjahr TEUR 401,0), Forderungen an Kreditinstituten, die innerhalb von 3 Monaten fällig sind und mit einer Kündigungsfrist von 2 Bankarbeitstagen vor Fälligkeitstermin gekündigt werden müssen in Höhe von TEUR 404,9 (Vorjahr TEUR 401,2) sowie Forderungen an Kunden in Höhe von TEUR 748,9 (Vorjahr TEUR 690,3) zusammen. Weitere Aktiva sind das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 60,6 (TEUR 70,6) sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 82,3 (Vorjahr TEUR 89,8).

Die Vermögensgegenstände zeigen sich auf Grund der unveränderten Geschäftstätigkeit überwiegend stabil.

Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf TEUR 1.237,9 (Vorjahr TEUR 1.025,5) und addieren sich aus Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 94,3 (TEUR 85,1), aus Verbindlichkeiten aus LuL in Höhe von TEUR 43,3 (Vorjahr TEUR 62,2), Lohnnebenkosten in Höhe von TEUR 10,8 (Vorjahr TEUR 12,6) und Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 1.089,6 (Vorjahr TEUR 865,6). Daneben bestehen Rückstellungen in Höhe von TEUR 41,5 (Vorjahr TEUR 39,6).

Die Verbindlichkeiten zeigen sich auf Grund der unveränderten Geschäftstätigkeit überwiegend stabil. Wesentlichste Veränderung ist der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten. Der Anstieg resultiert aus der Wechselwirkung des Dienstleistungsvertrages und der Gewinn- und Verlustübernahmevereinbarung mit dem Mutterunternehmen. Höhere Provisionseinnahmen führen auf Grund des bestehenden Dienstleistungsvertrages nur zu 30% zu höheren Erträgen. 70% der höheren Provisionseinnahmen sind auf Basis des Dienstleistungsvertrages an das Mutterunternehmen abzuführen, so dass die Kosten die Erträge weiterhin deutlich übersteigen.

Das Eigenkapital beläuft sich auf TEUR 598,8 (Vorjahr TEUR 598,8) wodurch sich eine Eigenkapitalquote von 31,9 % (Vorjahr TEUR 36,0 %) ergibt. Das Eigenkapital bewegt sich bedingt durch die Verlustübernahmevereinbarung mit dem Mutterunternehmen auf dem Niveau des Vorjahres.

V. Prognose- und Chancenbericht

Prognosebericht

Seit dem 04.01.2021 besteht mit der Muttergesellschaft eine Gewinn- und Verlustübernahmevereinbarung. Insoweit wird sowohl der "Reingewinn" als auch der Verlust laut Handelsbilanz im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags an die Muttergesellschaft abgeführt bzw. von dieser übernommen.

Für das Geschäftsjahr 2024 wird eine Stagnation der Provisionserträge aus den Honoraren für Finanzportfolioverwaltung und Anlageberatung angenommen. Es wird erwartet, dass die Erträge auf einem Niveau zwischen TEUR 1.100 und TEUR 1.200 liegen. Aufgrund der weiterhin anhaltenden Inflation sowie geplanter Marketingaktivitäten erwartet die Gesellschaft eine Steigerung der Kosten um ca. 20% auf ein Niveau zwischen TEUR 2.000 und TEUR 2.300. Im Ergebnis wird ein Jahresfehlbetrag zwischen TEUR 870 und TEUR 1.130 erwartet. Die Provisionserträge reichen mittelfristig weiterhin nicht aus, um auf operativer Ebene einen kostendeckenden Geschäftsbetrieb sicherzustellen. Durch die bestehende Gewinn- und Verlustübernahmevereinbarung mit der Muttergesellschaft ist die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs sichergestellt. Bestandsgefährdende Risiken liegen insoweit nicht vor.

Die erhebliche Akquirierung von Kunden ist erforderlich , damit die Fortführung des Geschäftsbetriebs der Gesellschaft auch ohne die Gewinn- und Verlustübernahevereinbarung der Muttergesellschaft nicht gefährdet ist.

Chancenbericht

Die Globalance Invest GmbH sieht ihre Geschäftschancen im Thema "Nachhaltigkeit" und "Zukunftsorientierung" kombiniert mit einem Beratungsansatz, der Investments unter dem Gesichtspunkt ihres positiven Einflusses auf gesellschaftliche Entwicklungen abwägt. Die Gesellschaft sieht sich als Pionier im Bereich der Bewertung wirtschaftlicher Aktivität von Unternehmen und deren Wirkung auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt. Damit unterscheidet sich die Globalance Invest GmbH vor allem im Vergleich zu konventionellen Finanzportfoliomanagern, die jüngst das Interesse an dem Thema ESG entdeckt haben.

Strategisch zielt die Globalance Invest GmbH darauf ab, sich hierdurch von anderen Vermögensverwaltern abzuheben und sieht darin auch ihre Chance sich von anderen Markteilnehmern in der Wahrnehmung für potenzielle Kunden zu unterscheiden. Damit strebt sie eine größere Wahrnehmung von Kunden beim Thema nachhaltige Geldanlagen an und will sich mit Blick auf die zunehmende Wettbewerbssituation beim Thema grüne Geldanlage mit ihrem Anlageansatz gegenüber der Konkurrenz einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Die Gesellschaft geht mit Blick auf die Aktualität des Themas nachhaltige Geldanlage und der gestiegenen Wahrnehmung des Themas durch die Einführung der EU-Offenlegungsverordnung und Taxonomie davon aus, dass es ihr im Jahresverlauf 2024 gelingen wird, weitere Vermögensverwaltungsmandate einzuwerben.

VI. Risikobericht

Die Globalance Invest GmbH verfügt über ein dem Umfang der Geschäftsbeziehungen angemessenes und wirksames System zur Risikoüberwachung und -steuerung, auf deren Basis die Risikotragfähigkeit laufend gewährleistet wird.

Dabei werden die wesentlichen Risiken der Gesellschaft und deren finanzielle Auswirkungen auf die Gesellschaft identifiziert. Risikodeckungsmasse sind die vorgehaltenen Eigenmittel. Im gegenwärtigen Stadium der Gesellschaft steht dabei die ausreichende Eigenmittelzufuhr im Vordergrund.

Im Rahmen der Risikosteuerung werden folgende Risikoarten berücksichtigt:

- Ertrags- und Liquiditätsrisiken

- Adressenausfallrisiken

- Marktpreisrisiken

- Operationelle Risiken

a. Ertragsrisiko- und Liquiditätsrisiko

Für die Gesellschaft sind insoweit Ertragsrisiken eingetreten, da aufgrund der Kundenanzahl sowie des verwalteten Kundenvermögens auf operativer Ebene kein kostendeckender Geschäftsbetrieb möglich ist. Diese Ertragsrisiken werden aber durch die bestehende Gewinn- und Verlustübernahmevereinbarung mit der Muttergesellschaft abgesichert.

Daneben besteht das Risiko, dass das laufende Controlling etwaige Verluste aus dem operativen Geschäft unzutreffend oder zeitlich verzögert erkennt.

Das Controlling ist allerdings aufgrund der quartalsmäßig bei der Bundesbank einzureichenden Quartalsausweisen darauf ausgerichtet, die entsprechenden Positionen detailliert laufend zu ermitteln. Da die Gesellschaft von der Muttergesellschaft Abschläge auf die Verpflichtung aus der Verlustübernahmevereinbarung einfordern kann, verfügt die Gesellschaft stets über ausreichende liquide Mittel.

b. Adressausfallrisiko

Unter dem Adressausfallrisiko wird das Risiko verstanden, dass bestimmte Forderungen an Kreditinstitute und Schuldnern ausfallen.

Das Adressausfallrisiko hat aufgrund der Struktur und Bonität des relevanten Adressatenkreises nur eine untergeordnete Bedeutung.

c. Marktpreisrisiken

Marktpreisrisiken aus Eigengeschäft können sich nicht ergeben, da die Gesellschaft nicht gem. § 15 Abs. 3 WpIG berechtigt ist, Finanzinstrumente für eigene Rechnung anzuschaffen oder zu veräußern (Eigengeschäft).

d. Operationelle Risiken

Die Gesellschaft ist in erster Linie operationellen Risiken ausgesetzt. Dies sehen wir in folgenden Bereichen:

Risiken aus dem Geschäftsmodell

Das Geschäftsmodell unterliegt dem Risiko vom Markt nicht nachgefragt zu werden. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen sehen wir das Geschäftsmodell aber als erfolgversprechend an. Grundsätzlich ist eine Steigerung des Interesses an zukunftsorientierter und nachhaltiger Vermögensverwaltung zu beobachten. Im Zuge der EU-Regulierung und des öffentlichen Diskurses zu Klima, Ressourcen und Umwelt zeichnet sich eine sich sukzessive aufbauende Nachfrage nach nachhaltiger und transparenter Finanzportfolioverwaltung auf, die zu steigenden Assets under Management und damit Erträgen führen sollte. Das Risiko besteht darin, dass sich die Kundenpipeline mittelfristig nicht materialisiert und entsprechende Erträge ausbleiben.

Rechtsrisiko

Ein erhöhtes Risiko liegt in einer möglichen Nichtbeachtung rechtlich relevanter Vorschriften, welche aus der hohen Regelungsdichte resultieren kann, und der aufsichtsrechtlichen und/oder haftungsrechtlichen Sanktionierung. Um dieses Risiko zu minimieren, setzt die Gesellschaft auf ständige rechtliche Fortbildungen und die ständige Beratung, durch strukturierte Prozesse und Kontrollen, eine angemessene Aufbauorganisation, eine MiFID-konforme Compliance-Organisation und eine stringente Revision.

Reputationsrisiko

Weiterhin bestehen allgemeine Geschäftsrisiken wie z.B. Reputations- oder strategische Risiken. Aufgrund des besonderen Vertrauensverhältnisses zwischen einem Vermögensverwalter und seinen Kunden sieht die Gesellschaft ein besonderes Risiko in der Gefahr begründet, dass Kunden aufgrund eines Fehlverhaltens des Vermögensverwalters dieses Vertrauen verlieren. Diesem Risiko begegnet die Geschäftsführung durch eine professionelle und verantwortungsvolle Geschäftspolitik und den laufenden Austausch mit der Globalance Bank, Kunden und Mitarbeitern.

Nachhaltigkeitsrisiken

Nachhaltigkeitsrisiken sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung (sog. ESG-Risiken), deren Eintreten tatsächlich oder potenziell negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation der Globalance Invest GmbH haben können.

Für die Globalance Invest GmbH ist das Nachhaltigkeitsrisiko wesentlicher Bestandteil des Reputationsrisikos, da sich das Angebot der Globalance Invest GmbH insbesondere an ESG-bewusste Anleger richtet.

Aufgrund der Ausrichtung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft auf Nachhaltigkeits- und Zukunftsthemen, begegnet die Globalance Invest GmbH Nachhaltigkeitsrisiken durch den Einsatz der proprietären ESG-Methodologien ihrer Konzernmutter, der Globalance Bank AG: Globalance Megatrend Methodology, Globalance Footprint Methodology und Globalance Approach to Climate Change. Durch diese Methodologien werden im Anlageprozess Vermögenswerte ausgewählt, die Nachhaltigkeitsaspekte (Nachhaltigkeitsrisiken und nachteilige Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit) berücksichtigen. Diese werden dem Kunden durch Mitteilung des Scorings über die Reporting Lösung "Globalance World" offengelegt.

Personalrisiko

Dem Personalrisiko begegnen wir durch die Auswahl hochqualifizierter Mitarbeiter und durch eine dauerhafte Fortbildung der Mitarbeiter.

 

München, den 18.04.2024

Globalance Invest GmbH

vertreten durch den Geschäftsführer

Werner Hedrich

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
3. Forderungen an Kreditinstitute 980.321,90 802.198,93
a) täglich fällig 575.457,46 400.975,45
b) andere Forderungen 404.864,44 401.223,48
4. Forderungen an Kunden 748.941,15 690.286,43
12. Sachanlagen 60.621,00 70.571,00
14. Sonstige Vermögensgegenstände 82.302,52 89.849,41
15. Rechnungsabgrenzungsposten 6.009,65 11.022,72
Aktiva 1.878.196,22 1.663.928,49

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.237.883,01 1.025.502,86
7. Rückstellungen 41.489,51 39.601,93
c) andere Rückstellungen 41.489,51 39.601,93
12. Eigenkapital 598.823,70 598.823,70
a) Eingefordertes Kapital 50.000,00 50.000,00
Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
b) Kapitalrücklage 500.000,00 500.000,00
d) Bilanzgewinn/Bilanzverlust bei Kapitalgesellschaften 0,00 0,00
Passiva 1.878.196,22 1.663.928,49

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Zinserträge aus 8.061,87 1.223,48
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 8.061,87 1.223,48
5. Provisionserträge 1.237.038,18 1.152.826,10
6. Provisionsaufwendungen 43.670,39 37.468,40
8. Sonstige betriebliche Erträge 854,99 3.664,67
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 1.823.191,24 1.767.069,40
a) Personalaufwand 480.888,58 518.722,65
aa) Löhne und Gehälter 424.661,89 458.290,05
ab) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 56.226,69 60.432,60
darunter: für Altersversorgung 7.746,00 8.726,00
b) Andere Verwaltungsaufwendungen 1.342.302,66 1.248.346,75
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 12.436,13 11.644,83
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.609,70 2.469,13
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -641.952,42 -660.937,51
25. Erträge aus Verlustübernahme 641.952,42 660.937,51

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht München im Handelsregister B unter der Registernummer 250166 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Globalance Invest GmbH ist auf der Grundlage der allgemeinen Vorschriften (§§ 238 bis 256a HGB), unter Beachtung der anzuwendenden Regelungen des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG), den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes und den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 bis 289a HGB) und der spezifischen bankrechtlichen Vorschriften (§ 340 ff. HGB) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 1 HGB auf. Aufgrund der ergänzenden geschäftszweigspezifischen Vorschrift des § 340a HGB hat die Gesellschaft auf ihren Jahresabschluss die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 264 bis 289a HGB anzuwenden.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Formblattvorschriften für Kreditinstitute und Wertpapierinstitute.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden, ausgehend von den Anschaffungskosten, unter Berücksichtigung der erkennbaren bzw. latent vorhandenen Ausfallrisiken bewertet. Wertberichtigungen waren nicht erforderlich.

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr liegen nicht vor.

Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt TEUR 69,5.

Forderungen an Kreditinstitute und liquide Mittel wurden zum Nominalwert bewertet.

Sachanlagevermögen

Sachanlagevermögen wird zu den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear abgeschrieben, sofern es abnutzbar ist. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen 1 Jahr und 13 Jahren. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter (GWG) mit einem Anschaffungswert bis 800 EUR werden im Jahr des Zugangs sofort voll abgeschrieben.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Nach § 250 Abs. 1 HGB sind als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite der Bilanz Ausgaben vor dem Abschlussstichtag auszuweisen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Es bestehen keine Verbindlichkeiten, welche durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr liegen nicht vor.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden auf der Grundlage des § 253 HGB ermittelt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB).

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) ist zum Nennbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Erläuterung Forderungen

Die Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von TEUR 980,3 entfallen in Höhe von TEUR 575,4 auf den Bestand an täglich fälligen Guthaben auf Bankkonten. Die anderen Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von TEUR 404,9 sind zum 31.12.2023 als Festgeld mit einer revolvierenden Laufzeit von 3 Monaten angelegt.

Der Posten Forderungen an Kunden resultiert im Wesentlichen aus der Anlageberatung.

Fristengliederung der Forderungen nach Restlaufzeiten (Angaben gemäß § 9 RechKredV)

Gesamt- davon mit einer Restlaufzeit
betrag
TEUR
bis zu 3 Monate
TEUR
mehr als 3 Monate bis zu 1 Jahr
TEUR
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre
TEUR
größer 5 Jahre
TEUR
Andere Forderung an Kreditinst. 404,9 404,9 0,0 0,0 0,0
Forderung an Kunden 748,9 748,9 0,0 0,0 0,0
Summe 1.153,8 1.153,8 0,0 0,0 0,0

Erläuterung Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen beläuft sich auf TEUR 60,6 und entfällt auf Geschäftsausstattung (TEUR 27,2) sowie Mietereinbauten (TEUR 33,4).

Entwicklung des Anlagevermögens (Angabe gemäß § 284 Abs. 3 HGB und § 35 Abs. 2 Nr. 2 RechKredV)

Entwicklung der Anschaffungskosten
Stand zum 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Umbuchung
EUR
Endstand zum 31.12.2023
EUR
I. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 60.683,01 0,00 0,00 0,00 60.683,01
2. Geschäftsausstattung 73.957,13 2.487,13 1.225,21 0,00 75.219,05
Summe 134.640,14 2.487,13 1.225,21 0,00 135.902,06
Entwicklung der Abschreibung
Stand zum 01.01.2023
EUR
Abschreibung
EUR
Abgang
EUR
Umbuchung
EUR
Endstand zum 31.12.2023
EUR
I. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 21.240,01 6.068,00 0,00 0,00 27.308,01
2. Geschäftsausstattung 42.829,13 6.368,13 1.224,21 0,00 47.973,05
Summe 64.069,14 12.436,13 1.224,21 0,00 75.281,06
Buchwerte
Stand zum 01.01.2023
EUR
Endstand zum 31.12.2023
EUR
I. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 39.443,00 33.375,00
2. Geschäftsausstattung 31.128,00 27.246,00
Summe 70.571,00 60.621,00

Erläuterungen sonstige Vermögensgegenstände (Angabe gemäß § 35 Abs. 1 Nr. 4 RechKredV)

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten eine für die angemieteten Geschäftsräume verpfändete Mietkaution (TEUR 69,5), Körperschaftsteuerforderung (TEUR 7,5) sowie Vorsteuerforderungen (TEUR 5,3).

Erläuterungen aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 6,0) betrifft vorausgezahlte Lizenzgebühren, ein Abonnement, Kosten einer bevorstehenden Dienstreise sowie Mitgliedsbeiträge.

Fremdwährungsaktiva/Fremdwährungspassiva (Angabe gemäß § 35 Abs. 1 Nr. 6 RechKredV)

Zum Bilanzstichtag waren weder Vermögensgegenstände noch Schulden, die auf Fremdwährung lauten, vorhanden.

Erläuterungen Verbindlichkeiten (Angabe gemäß § 35 Abs. 1 Nr. 4 RechKredV)

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.237,9 bestehen im Wesentlichen gegenüber dem Alleingesellschafter (TEUR 1.089,6) und resultieren aus Vorschusszahlungen des Alleingesellschafters auf die Verpflichtung zur Verlustübernahme auf Grundlage der bestehenden Gewinn- und Verlustübernahmevereinbarung. Ferner resultieren Verbindlichkeiten aus LuL (TEUR 43,2), aus Umsatzsteuerverbindlichkeiten (TEUR 94,3) sowie aus Lohnnebenkosten (TEUR 10,8).

Die Verbindlichkeiten haben keine vereinbarte Laufzeit oder Kündigungsfrist und haben eine Restlaufzeit von weniger als 3 Monaten.

Andere Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 41,5 setzen sich zusammen aus Kosten für Jahresabschluss und Steuerberatung (TEUR 8,0), Abschlussprüfungskosten und anderen Bestätigungsleistungen (TEUR 22,6), Aufbewahrung (TEUR 4,1), Urlaub (TEUR 4,3), Berufsgenossenschaft (TEUR 0,3) sowie BaFin Umlage (TEUR 2,2).

IV. Erläuterungen zu einzelnen Posten der GuV

Provisionserträge

Die Provisionserträge in Höhe von TEUR 1.237,0 resultieren aus den Honoraren für Finanzportfolioverwaltung sowie Anlageberatung.

Sonstige betrieblichen Erträge (Angabe gemäß § 35 Abs. 1 Nr. 4 RechKredV)

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 0,9 setzen sich zusammen aus dem Verkauf eines Handys (TEUR 0,3) und der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 0,6).

Andere Verwaltungsaufwendungen (Angabe gemäß § 35 Abs. 1 Nr. 4 RechKredV)

Die anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.342,3 bestehen im Wesentlichen aus Aufwendungen aus einem Dienstleistungsvertrag mit dem Mutterunternehmen (TEUR 865,9), Raumkosten (TEUR 188,1), Rechts-, Beratungskosten (TEUR 41,4), Sonstiger Personalaufwand (TEUR 38,5), PR- Kosten (TEUR 115,7), IT-Infrastruktur (TEUR 3,0), Beiträge und Versicherungen (TEUR 16,1), Lizenzgebühren (TEUR 30,0), Reisekosten (TEUR 12,2), Bewirtungskosten und Geschenke (TEUR 3,7), Telefonkosten (TEUR 11,4), Kontoführungsgebühren (TEUR 2,1) und sonstiger Verwaltungsaufwand (TEUR 14,2).

Sonstige betriebliche Aufwendungen (Angabe gemäß § 35 Abs. 1 Nr. 4 RechKredV)

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen handelt es sich um periodenfremden Aufwand aus 2019 und 2022 (TEUR 7,6) sowie Spenden (TEUR 1,0).

Erträge aus Verlustübernahme

Die Erträge aus Verlustübernahme in Höhe von insgesamt TEUR 642,0 resultieren aus einem mit der Muttergesellschaft Globalance Bank AG mit Sitz in Zürich, Schweiz als herrschender Gesellschafter abgeschlossenem Gewinnabführungsvertrag.

V. Sonstige Angaben

Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer (Angabe gemäß § 285 Nr. 7 HGB)

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr im Durchschnitt 3 Arbeitnehmer.

Mitglieder der Geschäftsführung (Angabe gemäß § 285 Nr. 10 HGB)

Zum Geschäftsführer der Gesellschaft war in 2023 Herr Diplom-Politologe Werner Hedrich bestellt. Der Geschäftsführer ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung (Angabe gemäß § 285 Nr. 9a HGB) unterbleibt (§ 286 Abs. 4 HGB).

Name des Mutterunternehmens (Angabe gemäß § 285 Nr. 14/14a HGB)

Muttergesellschaft ist die Globalance Bank AG mit Sitz in Zürich, Schweiz.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es besteht zum Bilanzstichtag ein mit der Muttergesellschaft Globalance Bank AG mit Sitz in Zürich, Schweiz als herrschender Gesellschafter abgeschlossener Gewinnabführungsvertrag, der am 04.01.2021 in das Handelsregister eingetragen wurde.

Am Bilanzstichtag besteht eine finanzielle Verpflichtung aus einem Mietvertrag über die Geschäftsräume der Gesellschaft. Der Mietvertrag hat eine Mindestlaufzeit bis 31. Mai 2026. Jährliche Mietaufwendungen fallen in Höhe von TEUR 171,2 an.

Des Weiteren besteht bis zum 31.12.2023 mit der Muttergesellschaft ein Dienstleistungsvertrag auf dessen Grundlage die Gesellschaft verpflichtet ist, 70 % der erwirtschafteten Erträge an die Muttergesellschaft abzuführen.

Am 19.01.2024 wurde über die bestehenden Forderungen der Muttergesellschaft eine zinslose Stundungsvereinbarung über einen Betrag von EUR 500.000 abgeschlossen. Die Muttergesellschaft kann die Erfüllung mit einer Kündigungsfrist von 13. Monaten zum Monatsende verlangen. Für künftige oder weitergehende Forderungen der Muttergesellschaft ist ebenfalls eine zinslose Stundung vereinbart. Die Erfüllung kann mit einer Kündigungsfrist von 2 Monaten zum Monatsende verlangt werden.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers (Angabe zu § 285 Nr. 17 HGB)

Das Honorar des Abschlussprüfers für das Prüfungsjahr beträgt insgesamt TEUR 22,6 und betrifft die Abschlussprüfungsleistungen (TEUR 12,0) und andere Bestätigungsleistungen (TEUR 10,6). Es ist innerhalb der Rückstellungen ausgewiesen.

 

München, den 18.04.2024

Globalance Invest GmbH

vertreten durch den Geschäftsführer

Werner Hedrich

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.04.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Globalance Invest GmbH, Maximilianstraße 35, 80539 München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss Globalance Invest GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wie den Lagebericht der Globalance Invest GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitgehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist .

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 19.04.2024

Forster & Lang Partnerschaft
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Evi Lang, Wirtschaftsprüfer

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