Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 201758
Vorher
MAGNA Automotive Holding Erste Beteiligungs GmbH
Eingetragen
29.12.2011
Branche
Herstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Gegenstand
Herstellung, Bearbeitung, Verbindung, Montage und Vertrieb von Druckgusserzeugnissen, Druckgusswerkzeugen und Bearbeitungsmaschinen aller Art sowie alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jens Stürner
seit 20.6.2025
Geschäftsführer
Markus Krautscheid
seit 5.8.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MAGNA Metal-forming GmbHAUT
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
MAGNA Automotive Holding (Germany) GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MAGNA BDW technologies GmbH

Markt Schwaben

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Marktentwicklung und Geschäftsmodell

Die Gesellschaft produziert im Wesentlichen Strukturteile aus Aluminium für die Automobilindustrie am Standort Markt Schwaben. Die Kunden sind namhafte Original Equipment Manufacturer, die durch die Gesellschaft überwiegend in ganz Europa beliefert wurden. Der Schwerpunkt des Absatzes ist hierbei in Deutschland.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Berichtsjahr besser als zu Jahresbeginn erwartet und wuchs mit 2,7 % zwar etwas langsamer als im Vorjahr (3 %), jedoch nur leicht unter dem langfristigen Trend. Die wachstumsdämpfenden Effekte einer markanten und synchronen Straffung der Geldpolitik vieler Notenbanken wurden dabei durch positive Impulse vonseiten der Fiskalpolitik und niedrigere Energie- und Rohstoffpreise abgemildert. Allerdings gab es deutliche Unterschiede zwischen und teils auch innerhalb der einzelnen Regionen. Die unerwartete Widerstandskraft der US-Wirtschaft in Anbetracht der massiven geldpolitischen Straffung war der Hauptgrund für diese positive Entwicklung, aber auch einige große Schwellenländer wie Indien oder Brasilien konnten die Erwartungen übertreffen. Dagegen zeigten sich die Volkswirtschaften Europas und Chinas eher schwach. In diesem Umfeld verlangsamte sich auch der Welthandel und schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um rund 2 %.

In der Eurozone entwickelte sich die Wirtschaft deutlich verhaltener, obwohl die enormen Belastungen durch hohe Energiepreise gegenüber dem Vorjahr spürbar nachließen. Trotzdem blieb der Industriesektor massiv unter Druck und schrumpfte im Gesamtjahr deutlich.

(Quelle Lagebericht Mercedes-Benz Group)

Energie- und Rohstoffpreise

Die Preise für Öl und Gas gingen im Vergleich zu den Rekordniveaus des Vorjahres deutlich zurück, waren aber nach wie vor sehr volatil. Der Ölpreis fiel zum Jahresende unter die Marke von 80 USD je Barrel und lag damit fast 9 % unter dem Niveau am Vorjahresende, im Jahresdurchschnitt lag der Preis rund 17 % unter dem Vorjahr. Auch der europäische Gaspreis gab spürbar nach. Zum Jahresende lag der Preis mit rund 32 € fast 60 % niedriger als zum Jahresende 2022, blieb damit aber weiterhin über den Niveaus vor der Pandemie. Auch die Preise für industrielle Rohstoffe gaben im Jahresverlauf tendenziell nach und lagen zuletzt knapp 3 % niedriger als am Vorjahresende. (Quelle Lagebericht Mercedes-Benz Group)

Automobilmärkte

Die oben beschriebenen Rahmenbedingungen prägten auch die Entwicklung des weltweiten Automobilmarkts im zurückliegenden Jahr. Allerdings konnten sich die Absatzmärkte ein Stück weit von der gesamtwirtschaftlichen Verlangsamung abkoppeln. Denn vor allem die Normalisierung der weltweiten Automobilproduktion sowie die teilweise noch vorhandenen Auftragspolster aus Pandemiezeiten förderten die Absatzentwicklung im letzten Jahr. Insgesamt bewegte sich der weltweite Pkw-Markt in diesem Umfeld deutlich über dem Vorjahresniveau. Der europäische Markt erholte sich spürbar und verzeichnete im Vergleich zum geringen Vorjahresvolumen ein deutliches Wachstum von 14 %. (Quelle Lagebericht Mercedes-Benz Group)

In Deutschland blieb die Zahl der Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen (Kfz) nahezu auf Vorjahresniveau. Insgesamt wurden im Jahr 2023 etwa 3,48 Millionen Fahrzeuge erstmalig für den Straßenverkehr registriert. (Quelle: Statista)

Der Trend und der Druck zu leichteren Fahrzeugen bestehen unverändert fort. Deutschland bleibt auch in 2023 die exportorientierte Wirtschaftsmacht in Europa - Qualität als Markenzeichen.

2. Umsatz und Auftragsentwicklung

Die Gesamtumsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr betragen in Summe 172,8 Mio. € (Vorjahr: 194,4 Mio. €). Der Umsatz reduzierte sich somit um 21,6 Mio. € bzw. 11 %. Die Teileumsätze liegen mit einem Anteil von 156,0 Mio. € ebenfalls 7,4 % unter dem Vorjahresniveau (168,4 Mio. €).

Die im Inland erzielten Umsatzerlöse belaufen sich auf rund 157,6 Mio. € (Vorjahr: 182,3 Mio. €). Die Exporte betragen 15,3 Mio. € (Vorjahr: 12,1 Mio. €).

3. Produktion

Durch neue Produkte im Strukturteilebereich mit komplizierteren Herstellungsprozessen wird eine höhere Wertschöpfung erzielt. Weiterhin wird die Umsetzung der Lean-Management-Prinzipien fortgesetzt und eine strikte Kostenkontrolle betrieben, um die Wettbewerbsfähigkeit weiterhin zu gewährleisten.

4. Forschung und Entwicklung

Magna BDW bietet dem Markt im High Pressure Die Casting-Verfahren (HPDC) hergestellte Struktur- und Powertrain-Bauteile an. Die hierfür erforderliche Prozesskette (Schmelzen, Gießen und Stanzen, Wärmebehandlung, Richten, Bearbeitung, Schleifen, Montage) ist komplett am Standort installiert.

Magna BDW verfügt lokal über eine eigene Entwicklungsabteilung für Produkte und Prozesse.

5. Investitionen

Das Anlagevermögen beträgt zum Bilanzstichtag 67,5 Mio. € (Vorjahr: 67,6 Mio. €). Die Investitionen (11,5 Mio. €) betreffen im Wesentlichen Technische Anlagen und Maschinen zur Kapazitätserweiterung sowie Ersatzinvestitionen.

6. Personal- und Sozialwesen

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten einschließlich Auszubildenden und Leiharbeitern beläuft sich im Jahr 2023 auf 572 (Vorjahr: 588).

7. Nachhaltigkeit

Die Magna BDW technologies GmbH besitzt aktuell folgende Zertifikate:

Umweltmanagementsystem: DIN EN ISO 14001:2015; gültig bis zum 12.03.2027,

Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagementsystem: DIN EN ISO 45001:2018; gültig bis zum 29.04.2027,

Energiemanagementsystem: DIN EN ISO 50001:2018; gültig bis zum 19.06.2025,

Qualitätsmanagementsystem: IATF 16949 Erste Ausgabe 01.10.2016; gültig bis zum 12.03.2027,

Performance Standard der Aluminium Stewardship Initiative: ASI Performance Standard (V2 2017); gültig bis zum 27.02.2025.

8. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

(1) Vermögens- und Finanzlage:

Die Bilanzsumme in Höhe von 98,3 Mio. € (Vorjahr: 107,5 Mio. €) wird auf der Aktivseite mit 68,6 % (Vorjahr: 62,9 %) wesentlich durch das Anlagevermögen und mit 30,8 % (Vorjahr: 37,0 %) durch das Umlaufvermögen (ohne Guthaben bei Kreditinstituten) geprägt.

Die finanzielle Ausstattung unseres Unternehmens ist durch die Einbindung in die Magna-Gruppe gewährleistet. Die Mittel zur Finanzierung des Working Capitals werden durch Einbindung in das Cash- Pooling der Magna-Gruppe zur Verfügung gestellt. Des Weiteren verfügt die Gesellschaft über ein langfristiges Darlehen zur Finanzierung von Anlagevermögen.

Der Cashflow im engeren Sinne ist wie im Vorjahr positiv und beträgt 24,1 Mio. € (Vorjahr: 26,7 Mio. €).

Cashflow im engeren Sinne

Jahresergebnis vor Gewinnabführung 12.472
Abschreibungen 11.623
CASHFLOW im engeren Sinne 24.095

(2) Ertragslage:

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um 21,6 Mio. € (-11 %) gesunken. Die Materialintensität hat sich im Geschäftsjahr von 52,7 % auf 47,6 % reduziert. Gegenläufig erhöhte sich die Personalintensität von 20,9 % auf 23,7 %. Die Abschreibungsintensität blieb unverändert bei 6,8 %.

Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr 12,5 Mio. € (Vorjahr: 13,5 Mio. €). Vor Zinsen und Steuern konnte ein Ergebnis (EBIT) von 14,2 Mio. € (Vorjahr: 15,7 Mio. €) erzielt werden.

9. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

(1) Risiken:

Wir weisen darauf hin, dass geschäfts- und/oder produktionsbedingt unerwartete Umstände grundsätzlich zu niedrigeren als den geplanten Umsätzen und/oder zu höheren als den geplanten Produktionskosten und somit auch zu negativen Deckungsbeiträgen und zu Verlusten führen können. Um den produktionsbezogenen Risiken vorzubeugen, haben wir im Allgemeinen folgende Maßnahmen ergriffen: ständige Weiterbildung und Förderung der Mitarbeiter; hohe Investitionen in Prozesssicherung und -verbesserung; projektbezogene Aufbauorganisation. Die bestehende Abhängigkeit von wenigen Großkunden stellt für die Gesellschaft ein Umsatz- und Ergebnisrisiko dar, falls sich die wirtschaftliche Lage und die Absatzzahlen dieser Kunden verschlechtern sollten.

Ein weiteres Risiko sehen wir in der Entwicklung der Technologien, einschließlich der Risiken aus der Substitution durch andere Materialien. Um auf dem neuesten produkt- und produktionsbezogenen technologischen Stand zu bleiben, sind kontinuierliche Investitionen in Entwicklung, Produktionsprozesse sowie Produktionsanlagen erforderlich, die große finanzielle Ressourcen in Anspruch nehmen. Ohne diese Ressourcen können solche erforderlichen Investitionen nicht oder nicht in einem erforderlichen Maße realisiert werden. Um die daraus resultierenden Risiken zu kontrollieren, haben wir lokal folgende Maßnahmen ergriffen: detaillierte Mittel- und Langfristplanung der Auftragsszenarien sowie Analyse der Marktentwicklung, um kritische Investitionsentscheidungen zu planen.

Insbesondere sehen wir in den kommenden Jahren rückläufige Absätze mit erhöhtem Investitionsbedarf der Fahrzeughersteller und -zulieferer, um für den Technologiewechsel hin zum Elektroantrieb die Entwicklung, Produktion und Vermarktung der geplanten neuen E-Autos zu finanzieren. Die hohen Ausgaben in einem zunehmend flachen Markt sind eine hohe Belastung für das EBIT der Hersteller und Zulieferer.

Die Durchsetzbarkeit der geplanten Investitionen und die Fähigkeit zur Zahlung fälliger Verbindlichkeiten sind zum einen durch die Integration in den Cash-Pool der Magna-Gruppe als auch durch langfristige Kreditvereinbarungen abgesichert.

Die in der Produktion eingesetzten Materialien machen uns von der Entwicklung der Rohstoffmärkte abhängig. Im Geschäftsjahr 2023 ist der Aluminiumpreis gesunken. Für das Jahr 2024 rechnen wir mit leicht steigenden Preisen für Aluminium. Es lassen sich derzeit keine negativen Einflüsse auf die Versorgungssicherheit erkennen.

Die Gesellschaft ist in den weltweit operierenden MAGNA-Konzern eingebunden, unter dem ein ausgeprägtes Risikomanagement-System implementiert wurde. Darüber hinaus gibt es ein umfassendes Reportingsystem, welches frühzeitig Abweichungen und Risiken identifiziert, aufdeckt und Gegenmaßnahmen einfordert.

Zur Absicherung gegen System Ausfälle und zur Aufrechterhaltung von Produktion und Lieferfähigkeit bestehen ein Bereitschaftsdienst sowie ein IT-Notfallplan.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente unterliegen grundsätzlich Ausfall-, Zins- und Währungsänderungsrisiken. Dem Ausfallrisiko der Forderungen wird durch ein entsprechendes Debitorenmanagement entgegengewirkt.

Der überwiegende Teil der Geschäfte wird in Euro abgewickelt, aus diesem Grund erfolgen keine Währungssicherungsmaßnahmen.

Weitere Risiken sind der Ukraine-Krieg, dessen weiterer Verlauf und die Konsequenzen hieraus nur schwer vorhersehbar sind, sowie die weiter auf hohem Niveau verharrende Inflation, die zu höheren Kosten und einem gedämpften Konsumklima führen kann.

(2) Chancen:

Unsere Chancen sehen wir sowohl in dem allgemeinen Wachstum des Aluminiummarktes, vor allem in der Automobilindustrie, als auch in dem sich stetig steigernden Einsatz von Aluminium als Strukturteillösung im Automobilmarkt. Die Gesellschaft hat, bedingt durch eine intensive Erfahrung mit der Entwicklung dieser Marktnische und konsequente Investitionen darin, eine gute Marktposition.

Die absehbare Disruption der Automobilbranche hin zur Elektromobilität stellt für die MAGNA BDW eine Chance dar, da das Gewicht die Reichweite der Fahrzeuge deutlich beeinflusst, und damit weitere Einsatzmöglichkeiten für Aluminiumbauteile eröffnet.

10. Prognosebericht

Die Zukunft der Automobilindustrie wird bis 2035 von sehr dynamischen Veränderungen geprägt sein, die durch veränderte Kundenpräferenzen, Klimaschutzanforderungen und technologische Fortschritte vorangetrieben werden. Nachdem im vergangenen Jahr die Normalisierung der weltweiten Automobilproduktion und die während der COVID19-Pandemie aufgebauten Auftragsbestände die Absatzentwicklung auf den Märkten noch stützten, dürfte nun die schwächere Nachfrage von Kundenseite mehr und mehr zum Tragen kommen. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Zu ihnen gehören die schwächelnde Weltkonjunktur, Zinserhöhungen, aber auch Unklarheiten beim Bundeshaushalt. Zudem schwindet das Vertrauen in den Standort Deutschland, nicht zuletzt das abrupte Ende der E-Autoförderung trägt dazu bei. Vor diesem Hintergrund rechnen wir für das Geschäftsjahr 2024 mit Umsatzerlösen von 127 - 132 Mio. € sowie einem positiven Ergebnis vor Ergebnisabführung von 6 Mio. €.

 

Markt Schwaben, den 7. August 2024

Markus Wimmer

Markus Krautscheid

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen 100.254,00 77.473,00
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 9.855.990,00 10.420.062,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 50.538.018,00 54.678.703,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.769.218,00 1.918.801,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.189.464,22 456.836,35
67.352.690,22 67.474.402,35
67.452.944,22 67.551.875,35
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.589.893,24 5.630.252,75
2. Unfertige Erzeugnisse 11.323.764,81 12.294.719,11
3. Fertige Erzeugnisse 735.905,63 1.297.371,63
16.649.563,68 19.222.343,49
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.191.481,03 16.311.794,92
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 272.545,73 4.121.169,10
3. Sonstige Vermögensgegenstände 113.665,66 117.219,68
13.577.692,42 20.550.183,70
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 140.452,95 140.612,68
30.367.709,05 39.913.139,87
C. Rechnungsabgrenzungsposten 443.387,33 12.473,16
98.264.040,60 107.477.488,38

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 2.446.723,57 2.446.723,57
2.471.723,57 2.471.723,57
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 12.202.720,77 17.311.394,85
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.831.728,41 6.284.809,57
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 17.575.543,77 27.843.943,33
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 59.874.145,05 53.268.323,15
4. Sonstige Verbindlichkeiten 308.179,03 297.293,91
83.589.596,26 87.694.369,96
98.264.040,60 107.477.488,38

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 172.782.672,22 194.380.791,67
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.532.420,30 -2.194.740,17
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.274.695,32 1.037.949,76
173.524.947,24 193.224.001,26
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -62.823.533,50 -76.214.131,71
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -17.951.346,66 -24.067.394,61
-80.774.880,16 -100.281.526,32
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -34.151.130,54 -34.038.915,69
b) Soziale Abgaben -6.832.933,23 -6.556.233,64
-40.984.063,77 -40.595.149,33
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -11.623.346,71 -13.156.351,42
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -25.979.470,53 -23.507.945,16
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 525.597,18 46.364,30
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.215.278,06 -2.210.920,51
10. Ergebnis nach Steuern 12.473.505,19 13.518.472,82
11. Sonstige Steuern -1.020,84 -1.222,39
12. Aufwendungen aus Gewinnabführung -12.472.484,35 -13.517.250,43
13. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die MAGNA BDW technologies GmbH hat ihren Sitz in Markt Schwaben und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München (HRB 201758).

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag als große Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 und § 267 Abs. 4 HGB einzustufen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanz

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.

Gegenstände des Sachanlagevermögens sind mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um lineare Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungszeiträume werden ausgehend von den in den steuerrechtlichen AfA-Tabellen angegebenen kürzesten Nutzungsdauern ermittelt, soweit nicht im Einzelfall Anhaltspunkte für eine abweichende betriebsindividuelle Nutzungsdauer vorliegen. Die Druckgussformen werden leistungsbezogen abgeschrieben. Liegt der beizulegende Wert voraussichtlich dauerhaft unter dem Buchwert, so werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert vorgenommen. Die geringwertigen Anlagegüter werden im Jahr des Zugangs komplett abgeschrieben. Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau sind mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet.

Zur Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen wird auf den Anlagespiegel verwiesen.

Umlaufvermögen

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Soweit notwendig, werden Wertberichtigungen für Lagerrisiken bzw. für Risiken aus niedrigeren Beschaffungsmarktpreisen vorgenommen.

Unfertige und fertige Erzeugnisse sind mit den handelsrechtlich mindestens anzusetzenden Herstellungskosten, jedoch nicht höher als mit dem voraussichtlichen Verkaufserlös, abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten, bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen auf Fertigungsanlagen mit eingebunden.

Den Risiken aus geminderter Verwertbarkeit bei den Vorräten aufgrund von eingeschränkter Gängigkeit, Überreichweiten und geminderten Preisen wird durch angemessene Abwertungen Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Weiterhin sind in den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 273 (Vorjahr: TEUR 4.121) enthalten.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind - wie im Vorjahr-innerhalb eines Jahres fällig.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag, deren Zahlungsausgang vor dem Bilanzstichtag liegt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und werden in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, für Nachlaufkosten für Formen im Bau sowie für Verpflichtungen aus dem Personalbereich, u. a. für noch nicht genommenes Urlaubs- und Gleitzeitguthaben, Gewinnbeteiligung, Altersteilzeit- und Jubiläumsverpflichtungen.

Das Deckungskapital für die bestehende Altersteilzeitverpflichtung in Höhe von TEUR 192 wird nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit der Rückstellung für Altersteilzeit in Höhe von TEUR 590 saldiert. Das Deckungskapital ist dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen. Die Bewertung des Deckungskapitals erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert, der den Anschaffungskosten entspricht.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Nach Restlaufzeiten gliedern sich die Verbindlichkeiten wie folgt:

insgesamt davon mit einer Restlaufzeit von
Verbindlichkeiten 31.12.2023 < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
aus erhaltenen Anzahlungen 5.832 4.567 1.265 0
(Vorjahr) 6.285 5.961 324 0
aus Lieferungen und Leistungen 17.576 17.576 0 0
(Vorjahr) 27.844 27.844 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 59.874 7.874 52.000 0
(Vorjahr) 53.268 1.268 52.000 0
sonstige 308 308 0 0
(Vorjahr) 297 297 0 0
insgesamt 83.590 30.325 53.265 0
(Vorjahr) 87.694 35.370 52.324 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.103 (Vorjahr: TEUR 1.730).

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 3.722 (Vorjahr: TEUR 458) erfasst.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf Verbindlichkeiten aus Steuern TEUR 302 (Vorjahr: TEUR 296).

Die Verbindlichkeiten sind unbesichert.

2. Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse 2023 gliedern sich nach geographischen Märkten wie folgt:

2023
TEUR
Erlöse Inland 157.526
Erlöse Binnenmarkt (EU) 5.848
Erlöse Übrige (Nicht-EU) 9.409
Gesamt 172.783

Nach Tätigkeitsbereichen teilen sich die Umsatzerlöse wie folgt auf:

2023
TEUR
Teile 155.988
Formen 8.629
Sonstige 8.166
Gesamt 172.783

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 3).

Von den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 2.012 periodenfremd. Es handelt sich im Wesentlichen um Strom- und Energiesteuererstattungen für Vorjahre sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 12).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen sind in Höhe von TEUR 1.991 (Vorjahr: TEUR 2.114) angefallen.

Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung beträgt TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 5).

Latente Steuer

Die Ermittlung latenter Steuern erfolgt beim Organträger.

III. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Zum Bilanzstichtag bestehen Miet- und Leasingverpflichtungen sowie Bestellobligo für die nachfolgenden Geschäftsjahre in Höhe von insgesamt TEUR 30.018, die sich folgendermaßen auf die einzelnen Geschäftsjahre verteilen:

Geschäftsjahr TEUR
2024 14.957
2025 2.749
2026 2.616
2027ff. 9.695
Gesamt 30.018

Davon bestehen TEUR 16.380 gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die Miet- und Leasinggeschäfte ermöglichen die liquiditätsschonende Nutzung von Wirtschaftsgütern für das Unternehmen. Die Risiken dieser Geschäfte bestehen in längerfristigen Zahlungsverpflichtungen und sind in der obenstehenden Tabelle beziffert.

Die Gesellschaft haftet gemeinsam mit anderen Unternehmen des Magna-Konzerns gesamtschuldnerisch aus einer Cash-Pool-Vereinbarung, an die sich die Gesellschaft als Poolteilnehmer angeschlossen hat. Die Haftung der Cash-Pool-Teilnehmer ist allerdings in der Weise begrenzt, dass hierdurch entstehende Zahlungsverpflichtungen nicht durch Vermögen erfüllt werden dürfen, das zur Erhaltung des bilanziellen gezeichneten Kapitals notwendig ist. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der gesamtschuldnerischen Haftung wird als sehr gering angesehen, da der Konzern über ausreichend Liquidität verfügt.

2. Anzahl der Arbeitnehmer

Die Zahl der Beschäftigten betrug im Jahresdurchschnitt:

2023
Angestellte 102
Gewerbliche 421
523

3. Abschlussprüferhonorar

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 40 und beinhaltet ausschließlich Kosten der Abschlussprüfung.

4. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

5. Organe

Geschäftsführer der Gesellschaft waren in 2023:

Markus Wimmer, Leitung von Vertrieb und Produktion

Markus Krautscheid, kaufmännischer Geschäftsführer

Wir unterlassen gemäß § 286 Abs. 4 HGB die Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung.

6. Konzern

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Magna International Inc., Aurora, Ontario/Kanada, einbezogen. Die Magna International Inc., Aurora, Ontario/Kanada, stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf.

Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft oder im Internet unter www.sec.gov sowie beim Bundesanzeiger unter Magna Automotive Holding (Germany) GmbH erhältlich.

 

Markt Schwaben, den 7. August 2024

Markus Wimmer

Markus Krautscheid

Entwicklung des Anlagevermögens im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Lizenzen 2.054.487,04 89.312,95 0,00 0,00 2.143.799,99
2.054.487,04 89.312,95 0,00 0,00 2.143.799,99
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 15.910.339,92 318.820,82 0,00 0,00 16.229.160,74
2. Technische Anlagen und Maschinen 145.488.995,39 5.682.635,59 0,00 404.877,13 151.576.508,11
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.658.257,86 296.141,22 0,00 0,00 5.954.399,08
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 456.836,35 5.137.505,00 0,00 -404.877,13 5.189.464,22
167.514.429,52 11.435.102,63 0,00 0,00 178.949.532,15
169.568.916,56 11.524.415,58 0,00 0,00 181.093.332,14
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Lizenzen 1.977.014,04 66.531,95 0,00 0,00 2.043.545,99
1.977.014,04 66.531,95 0,00 0,00 2.043.545,99
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 5.490.277,92 882.892,82 0,00 0,00 6.373.170,74
2. Technische Anlagen und Maschinen 90.810.292,39 10.228.197,72 0,00 0,00 101.038.490,11
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.739.456,86 445.724,22 0,00 0,00 4.185.181,08
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
100.040.027,17 11.556.814,76 0,00 0,00 111.596.841,93
102.017.041,21 11.623.346,71 0,00 0,00 113.640.387,92
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Lizenzen 100.254,00 77.473,00
100.254,00 77.473,00
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 9.855.990,00 10.420.062,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 50.538.018,00 54.678.703,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.769.218,00 1.918.801,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.189.464,22 456.836,35
67.352.690,22 67.474.402,35
67.452.944,22 67.551.875,35

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MAGNA BDW technologies GmbH, Markt Schwaben

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MAGNA BDW technologies GmbH, Markt Schwaben - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MAGNA BDW technologies GmbH, Markt Schwaben, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 7. August 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Martin Kolb, Wirtschaftsprüfer

Tarek Atta, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses 2023 erfolgte am 8./20. August 2024.

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