MVV Enamic Ludwigshafen GmbHLiquidiert

68159 Mannheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 8603
Vorher
MVV Industriekraftwerk Ludwigshafen GmbHMVV Energiedienstleistungen GmbH IK LudwigshafenMVV Energiedienstleistungen IK Ludwigshafen GmbH
Eingetragen
7.10.1997
Branche
Herstellung von TurbinenWärme- und KältehandelTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Gegenstand
Das Kaufen, Betreiben und Errichten von energie- und umwelttechnischen Anlagen, insbesondere eines Industriekraftwerkes in Ludwigshafen, im Rahmen von Contracting-Modellen zur Versorgung von industriellen Kunden mit allen notwendigen Medien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Clemens Romberg
seit 19.12.2023
Geschäftsführer
Matthias Heldmann
seit 20.5.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.565 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MVV Enamic Ludwigshafen GmbH

Mannheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2023 bis zum 30.09.2024

Lagebericht 2024

MVV Enamic Ludwigshafen GmbH

Inhaltsverzeichnis

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Gesellschaftsstruktur und Geschäftstätigkeit

2. Steuerungsrelevante Kennzahlen

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchen- und energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen

2. Geschäftsentwicklung

2.1 Geschäftsverlauf

2.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

2. Chancen- und Risikobericht

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Gesellschaftsstruktur und Geschäftstätigkeit

Die MVV Enamic Ludwigshafen GmbH hat ihren Sitz in Mannheim. Die Gesellschaft ist ein 100%-iges Tochterunterunternehmen der MVV Enamic GmbH.

Der vorliegende Jahresabschluss 2024 der MVV Enamic Ludwigshafen GmbH wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften und ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie des Energiewirtschaftsgesetzes erstellt. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum 30. September 2024 25 Tsd Euro.

Gegenstand des Unternehmens ist das Kaufen, Betreiben und Errichten von energie- und umwelttechnischen Anlagen im Rahmen von Contracting Modellen zur Versorgung von industriellen Kunden mit allen notwendigen Medien.

2. Steuerungsrelevante Kennzahlen

Schwerpunktmäßig ist in der Gesellschaft die aus dem Konzernverbund resultierende IFRS Kennzahl Adjusted EBIT als steuerungsrelevante Kennzahl zu nennen. Für die Einzelgesellschaft ist des Weiteren der Jahresüberschuss nach HGB als Kennzahl relevant.

Der Jahresüberschuss nach HGB, als gesetzlich verankerte Kennzahl, leitet sich aus § 275 II und III HGB ab und gibt das Ergebnis der Geschäftstätigkeit nach Zinsen und Steuern an.

Das Adjusted EBIT basiert auf dem EBIT nach IFRS. Das EBIT ist um den Ergebniseffekt aus der stichtagsbezogenen Marktbewertung nach IFRS 9 bereinigt und wird ohne Restrukturierungsaufwand allerdings mit den Erträgen aus Finanzierungsleasingverträgen berechnet und ergibt als Residualgröße das Adjusted EBIT.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchen- und energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen

In ihrer Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2024 erwarten die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute für das Kalenderjahr 2024 einen Rückgang des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 0,1 %. Im Frühjahr 2024 hatten sie noch ein Wachstum von 0,1 % prognostiziert. Belastend wirkte neben der konjunkturellen Schwäche auch der strukturelle Wandel der deutschen Wirtschaft. Diese strukturellen Anpassungsprozesse, die laut der Experten durch Dekarbonisierung, Digitalisierung und demographischen Wandel sowie wahrscheinlich auch durch einen stärkeren Wettbewerb mit Unternehmen aus China ausgelöst wurden, begrenzen die Wachstumsperspektiven der deutschen Wirtschaft. Besonders betroffen sei die Industrie - insbesondere Hersteller von Investitionsgütern und energieintensive Zweige; Als Auslöser der konjunkturellen Schwäche sehen die Experten das hohe Zinsniveau und hohe wirtschafts- und geopolitische Unsicherheiten. Beides beeinflusse sowohl die Investitionstätigkeit als auch den privaten Konsum. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz legte Anfang Oktober 2024 seine Herbstprojektion vor: Für das Kalenderjahr 2024 erwartet die Bundesregierung, dass das BIP um 0,2 % zurückgehen wird. Als Grund dafür werden - neben konjunkturellen Risiken - strukturelle Probleme Deutschlands angeführt, während zugleich große geoökonomische Herausforderungen bestehen.

Neben den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland ist für die wirtschaftliche Entwicklung der MVV Enamic Ludwigshafen GmbH aufgrund der versorgten Kunden auch die konjunkturelle Lage in der chemischen Industrie von Bedeutung. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) rechnet für das Kalenderjahr 2024 mit einem Anstieg der Produktion in Höhe von 3,5 %, nachdem im Kalenderjahr 2023 ein Rückgang von 7,9 % verzeichnet wurde. Die Erholungstendenzen, die sich im ersten Quartal 2024 abgezeichnet hatten, bekämen zuletzt jedoch wieder Gegenwind.

Im Berichtsjahr sanken die Großhandelspreise sowohl für Brennstoffe und Emissionszertifikate als auch für Strom gegenüber den mittleren Preisen des Vorjahres. Trotz der auf breiter Basis zu beobachtenden Preisrückgänge gegenüber den beiden Vorjahren lagen die Energiepreise - verglichen mit dem Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2021 - weiterhin auf einem hohen Niveau.

2. Geschäftsentwicklung

2.1 Geschäftsverlauf

Das Jahresergebnis nach HGB betrug im Geschäftsjahr 1.080 Tsd Euro (Vorjahr 836 Tsd Euro).

Das Adjusted EBIT nach IFRS der Gesellschaft betrug im Geschäftsjahr 1.629 Tsd Euro (Vorjahr 1.185 Tsd Euro).

Der in der im Vorjahr erstellten Prognose erwartete leichte Anstieg des Jahresüberschuss nach HGB und des Adjusted EBIT fiel damit stärker als erwartet aus. Dazu trugen neben dem Ergebnis aus der Energieerzeugung zusätzliche Erlöse aus Projekten für Kunden bei.

Im Adjusted EBIT nach IFRS nicht enthalten sind das Finanzergebnis mit Ausnahme der Erträge aus Finanzierungsleasingverträgen sowie das Ergebnis aus Steuern. Zudem bestehen im Vergleich zum Jahresergebnis nach HGB Unterschiede zwischen den beiden Rechnungslegungsarten. Wesentliche Unterschiede zwischen IFRS und HGB ergaben sich bei der Bilanzierung von Finanzierungsleasingverträgen, aus der Bewertung von Rückstellungen und aus latenten Steuern.

Die Geschäftsentwicklung verlief insgesamt positiv. Durch die bestehenden langfristigen Verträge mit den Standortkunden besteht eine solide Basis für das Kerngeschäft der Gesellschaft.

2.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der MVV Enamic Ludwigshafen GmbH zum 30. September 2024 ist im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 1,5 % gesunken.

Die Veränderung auf der Aktivseite resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang des Anlagevermögens bei gleichzeitiger Zunahme des Umlaufvermögens.

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme liegt bei 32,47 %. Das Anlagevermögen ist vollständig durch Eigenkapital finanziert. Das Anlagevermögen besteht zum Stichtag ausschließlich aus Sachanlagevermögen. Das Sachanlagevermögen veränderte sich um 820 Tsd Euro und verringerte sich auf 5.756 Tsd Euro. Dies resultierte aus planmäßigen Abschreibungen.

Das Umlaufvermögen stieg auf 11.972 Tsd Euro (Vorjahr 11.420 Tsd Euro). Hauptsächlich verantwortlich für die Veränderungen war die Zunahme der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, im Wesentlichen aus Cash-Pool-Guthaben.

Die Veränderung auf der Passivseite resultiert im Wesentlichen aus geringeren Rückstellungen und niedrigeren Verbindlichkeiten, während das Eigenkapital durch den Jahresüberschuss anstieg.

Die Eigenkapitalquote der MVV Enamic Ludwigshafen GmbH betrug am 30. September 2024 61,3 % (Vorjahr 54,4 %).

Die Veränderungen bei den Rückstellungen um 13,4 % auf 3.356 Tsd Euro ergeben sich hauptsächlich aus geringeren Steuerrückstellungen.

Die Verbindlichkeiten verringerten sich um 18,9 % auf 3.505 Tsd Euro. Grund hierfür war im Wesentlichen ein Rückgang der im Vorjahr durch Projekte erhöhten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Daraus ergibt sich ein veränderter Verschuldungsgrad von 63 % (Vorjahr 84 %).

Das Vermögen der Gesellschaft entwickelte sich im Vergleich zu den Annahmen im Vorjahr entsprechend den Erwartungen im Vorjahr.

Mit dem Cash Pool-Guthaben verfügt die Gesellschaft über eine sehr gute Liquidität. Größere Investitionen werden bei Bedarf durch Gesellschafterdarlehen finanziert. In der Vergangenheit erhaltene Gesellschafterdarlehen sind vollständig getilgt.

Ertragslage

Absatzmengen 2024 2023 Veränderung
in %
Strom (in Mio kWh) 43,5 43,5 +0,1
Wärme (in Mio kWh) 45,9 44,8 +2,4
Erdgas (in Mio kWh) 126,2 170,1 -25,8
Druckluft (in Mio Nm3) 43,5 54,7 -20,6

Der Geschäftsverlauf der MVV Enamic Ludwigshafen GmbH hat sich positiv entwickelt. Der Jahresüberschuss erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 244 Tsd Euro auf 1.080 Tsd Euro. Die Veränderung des Jahresüberschusses resultierte hauptsächlich aus zusätzlichen Erlösen aus Projekten für Kunden. Die teilweise rückläufigen Absatzmengen wirken sich nicht wesentlich auf das Ergebnis aus, insbesondere da Erdgas durch die Gesellschaft ohne Aufschlag weiterverkauft wird.

Die Umsatzerlöse sind im aktuellen Geschäftsjahr um 7,6 % gestiegen. Grund hierfür waren insbesondere vor dem Hintergrund einer langfristigen Beschaffung höhere Gaspreise und daraus resultierend auch höhere Preise für weitere Medien.

Der Materialaufwand betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 21.686 Tsd Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser um 6,6 % gestiegen. Der Anstieg liegt im Wesentlichen in höheren Gaspreisen begründet.

Der Personalaufwand stieg im Geschäftsjahr auf 1.864 Tsd Euro (Vorjahr 1.666 Tsd Euro). Hierfür waren die Einstellung eines weiteren Mitarbeiters, Gehaltserhöhungen und Anpassungen der Rückstellungen maßgeblich.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren mit 1.481 Tsd Euro um 6,4 % niedriger als im vorherigen Geschäftsjahr. Die Ursache hierfür waren insbesondere geringere IT-Kosten.

Die Veränderungen im Finanzergebnis resultieren hauptsächlich aus Zinserträgen für Cashpool-Guthaben. Das Finanzergebnis verbesserte sich um 44 Tsd Euro.

Die Ertragslage entwickelte sich im Vergleich zu den Annahmen im Vorjahr besser als angenommen. Dafür verantwortlich waren insbesondere zusätzliche Erlöse aus Projekten für Kunden und das preis- und mengenabhängige Ergebnis aus der Energieerzeugung.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage stellt sich insgesamt positiv dar. Die positiven Ergebnisse der vergangenen Geschäftsjahre haben zu einer sehr soliden Vermögens- und Finanzlage beigetragen.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2025 werden leicht geringere Umsätze aufgrund eines niedrigeren Niveaus der Gaspreise und daran gekoppelter weiterer Medienpreise (u.a. für Dampf, Druckluft) erwartet. Bei den Gaspreisen wirkt sich aus, dass Preise für langfristig beschaffte Teilmengen für das Kalenderjahr 2025 deutlich unter den hohen Beschaffungspreisen für das Kalenderjahr 2024 liegen. Wir rechnen im nächsten Geschäftsjahr mit einem leicht niedrigeren Adjusted EBIT nach IFRS, da keine Zusatzprojekte im Umfang des vergangenen Geschäftsjahres erwartet werden und Preiseffekte sich leicht nachteilig auswirken. Hinsichtlich des Jahresüberschuss nach HGB erwarten wir analog dazu ebenfalls einen leichten Rückgang.

Der langfristige Vertrag mit den Standortkunden stellt eine solide Grundlage für die weitere Unternehmensentwicklung dar. Wir rechnen daher mit einer stabilen Gesamtentwicklung.

2. Chancen- und Risikobericht

Unsicherheiten, also Chancen und Risiken, sind Teil unseres unternehmerischen Handelns. Unsere Unternehmensführung hat die Aufgabe, diese frühzeitig zu identifizieren; sie realisiert dabei Chancen und begegnet Risiken mit geeigneten Maßnahmen.

Die Gesellschaft ist zum einen in das Risikomanagementsystem der MVV Energie Gruppe integriert, um frühzeitig relevante Entwicklungen zu erfassen. Zum anderen dient das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem (IKS) dazu, eine ordnungsgemäße und einheitliche Rechnungslegung sicherzustellen.

Die Energiewirtschaft befindet sich im Wandel. Viele nationale und internationale Akteure intensivieren ihre Bemühungen für Klimaschutz und nachhaltiges Wirtschaften. Die Gesellschaft gestaltet diesen Wandel aktiv mit. Jedoch haben Unsicherheiten in unserer Branche durch geopolitische sowie durch konjunkturelle Entwicklungen zugenommen. Nach unserer Einschätzung werden diese Unsicherheiten auch in der nahen Zukunft weiter bestehen.

Folgende Chancen und Risiken sind für den Geschäftsverlauf und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens von besonderer Bedeutung:

Preisrisiken

Preisrisiken entstehen aus der Veränderung von Marktpreisen, z.B. für Strom, sowie für fossile Primärenergieträger wie Erdgas. In der Regel zielen die Absatzverträge darauf ab, dass diese Preisrisiken auf der Beschaffungsseite durch entsprechende Preisgleitklauseln an den Kunden weitergegeben werden können. In dem Vertrag mit den Standortkunden sind entsprechende Preisgleitklauseln vereinbart, die Preisrisiken minimieren. Die Erlöse der Stromvermarktung sind dagegen abhängig von Marktpreisen. Vor dem Hintergrund der geopolitischen Entwicklungen beobachten wir weiterhin schwankende (volatile) Preise an den Großhandelsmärkten. Aufgrund möglicher Lieferengpässe und -verzögerungen und durch die allgemeine Inflation können Preisrisiken bei zu beziehenden Rohstoffen, Materialien oder Zulieferprodukten entstehen. Das Preisrisiko wird als mittel und damit etwas geringer als im Vorjahr eingeschätzt.

Mengenrisiken

Wenn die Industriekunden der MVV Enamic Ludwigshafen GmbH ihre Produktion aufgrund der wirtschaftlichen Lage oder von Lieferengpässen drosseln, kann dies dazu führen, dass sie geringere Energiemengen beziehen. Auf der anderen Seite erhöhen sich unsere Absatzmengen, wenn sie ihre Produktion konjunkturbedingt oder wegen einer starken Wettbewerbsposition steigern.

Das Mengenrisiko wird wie im Vorjahr als mittel eingestuft, da die konjunkturelle Lage weiterhin schwierig und von Unsicherheit geprägt ist.

Operative Risiken

Der Betrieb von Anlagen zur Energieerzeugung zur Belieferung unserer Kunden bringt wesentliche operative Unsicherheiten mit sich. Ungeplante Anlagenstillstände können zu Produktionsausfällen oder Lieferunterbrechungen führen. Damit verbunden können weitere finanzielle Aufwendungen nötig werden, zum Beispiel für die Reparatur von Anlagen oder Ersatzlieferungen an unsere Kunden. Zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit und Reduzierung der Risiken aus dem Anlagenbetrieb setzen wir auf regelmäßige Wartungs- und Überwachungsmaßnahmen. So wollen wir Anlagenausfälle und mögliche Folgerisiken minimieren und unserem Anspruch als partnerschaftlicher Versorger gerecht werden. Naturgemäß können wir Ausfälle jedoch nicht gänzlich ausschließen. Die operativen Risiken werden wie im Vorjahr als mittel eingestuft.

Chancen ergeben sich in der energetischen Optimierung. Da in der Planung eine bereits kontinuierlich optimierte Anlagenfahrweise berücksichtigt ist, werden zusätzliche Chancen als gering eingestuft.

Gesetzliche Risiken

Veränderungen von Gesetzen und Verordnungen, sowie deren Handhabung durch die zuständigen Behörden können die Ergebnissituation der MVV Enamic Ludwigshafen GmbH sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Die gesetzlichen Entwicklungen werden durch die Gesellschaft laufend verfolgt. Teilweise werden Chancen und Risiken daraus aufgrund der vertraglichen Regelungen durch die Kunden getragen. In den gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Wechsel zu nachhaltiger Energieerzeugung sehen wir Herausforderungen, aber auch strategische Potenziale. Vor dem Hintergrund vielfältiger energie- und klimapolitischer Diskussionen besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für politische Eingriffe in den Energiemarkt. Die Chancen und Risiken werden unverändert als mittel eingestuft.

Finanzierungsrisiken

Die Gesellschaft erwirtschaftet positive Cash Flows und erwartet daher keine Finanzierungsengpässe. Die Finanzierung von Investitionsmaßnahmen wird durch Darlehen bei der MVV Energie AG sichergestellt. Es besteht jedoch das Risiko, dass Kunden Rechnungen nicht oder nur zum Teil begleichen. Dieses Risiko verstärkt sich vor dem Hintergrund der konjunkturellen Lage, in der Kunden in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten könnten, sowie durch preisbedingt höhere Forderungsbeträge. Aktuell gibt es keine konkreten Anzeichen, dass dies in wesentlichem Umfang eintritt. Finanzierungsrisiken werden als gering (im Vorjahr noch mittel) eingestuft.

Strategische Risiken

Die Basis für den mittel- und langfristigen Unternehmenserfolg sind richtige strategische Entscheidungen. Vor dem Hintergrund des aktuellen gesellschaftlichen und energiewirtschaftlichen Umfelds befassen wir uns dabei auch mit Perspektiven für eine schrittweise Dekarbonisierung. Aufgrund des langlaufenden Vertrags mit den Standortkunden werden strategische Risiken als gering eingestuft.

Es gibt aus heutiger Sicht keine Hinweise darauf, dass die Gesamtheit aller aufgeführten Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährdet. Die aufgeführten Chancen werden aus heutiger Sicht dazu beitragen, den Geschäftsverlauf des Unternehmens positiv zu beeinflussen.

 

Mannheim, 03. Dezember 2024

Matthias Heldmann

Clemens Romberg

Jahresabschluss zum 30. September 2024

der MVV Enamic Ludwigshafen GmbH, Mannheim

Handelsrecht (HGB)

Bilanz zum 30. September 2024

Gewinn- und Verlustrechnungen für das Geschäftsjahr 2024 (01.10.2023 - 30.09.2024)

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

Lagebericht 2024

Bilanz zum 30.9.2024

in Tsd Euro

Aktiva

2024 2023 Anhang
Anlagevermögen
Sachanlagen 5.756 6.576 1
5.756 6.576
Umlaufvermögen
Vorräte 689 449 2
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 11.283 10.971 3
11.972 11.420
17.728 17.996

Passiva

Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 25 25
Kapitalrücklage 8.113 8.113
Gewinnvortrag 1.649 812
Jahresüberschuss 1.080 836
10.867 9.786
Rückstellungen 3.356 3.878 4
Verbindlichkeiten 3.505 4.320 5
Passive latente Steuern 0 12
17.728 17.996

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1.10.2023 bis zum 30.9.2024

in Tsd Euro 2024 2023 Anhang
Umsatzerlöse 28.443 26.680
Abzüglich Strom- und Erdgassteuer -1.101 -1.280
Umsatzerlöse ohne Strom- und Erdgassteuer 27.342 25.400 6
Sonstige betriebliche Erträge 13 4 7
Materialaufwand 21.686 20.342 8
Personalaufwand 1.864 1.666 9
Abschreibungen 892 755 10
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.482 1.582 11
Finanzergebnis 154 110 12
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 489 317 13
Ergebnis nach Steuern 1.096 852
sonstige Steuern 16 16 14
Jahresüberschuss 1.080 836

Anhang

Allgemeine Grundlagen

Die MVV Enamic Ludwigshafen GmbH hat ihren Sitz in Mannheim und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim (HRB 8603).

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Energiewirtschaftsgesetzes aufgestellt worden.

Die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die zur übersichtlicheren Darstellung zusammengefasst wurden, werden im Anhang gesondert ausgewiesen. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses zu vergrößern, wird vom Wahlrecht, bestimmte Angaben im Anhang zu machen, grundsätzlich Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Beträge werden in Tausend Euro (Tsd Euro) ausgewiesen. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben. Zudem können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.

Die Gesellschaft gehört zum umsatzsteuerlichen Organkreis der MVV Energie AG, Mannheim.

MVV Enamic Ludwigshafen GmbH hat einen Cash-Pool-Vertrag mit der Cash-Pool-führenden Gesellschaft MVV Energie AG, Mannheim.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Bei selbst erstellten Anlagen sind angemessene Gemeinkostenzuschläge berücksichtigt. Zinsen für Fremdkapital werden bei den Herstellungskosten nicht berücksichtigt. Geleistete Anzahlungen werden mit ihrem Nennwert erfasst.

Investitionsförderungen werden separat im Anhang ausgewiesen.

Das Anlagevermögen wird entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Anlagen, die vor dem 31. Dezember 2010 zugegangen sind, werden, soweit dies steuerlich zulässig war, nach der degressiven Methode abgeschrieben mit Übergang auf die lineare Abschreibung, sobald diese zu einer höheren Abschreibung führt.

Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Wurden steuerrechtlich begründete Abschreibungen vorgenommen, so werden die niedrigeren Wertansätze der Vermögensgegenstände beibehalten.

Nutzungsdauern
in Jahren
Technische Anlagen und Maschinen 3 - 16
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis 250 Euro werden im Zugangsjahr sofort aufwandswirksam erfasst (ausgenommen sind Zähler). Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert über 250 Euro bis 800 Euro werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben (gem. § 6 Abs. 2 EStG). Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert über 800 Euro werden im Anlagevermögen erfasst und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe einschließlich erworbener Emissionsberechtigungen sind zu Durchschnittseinstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Bewertung von fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Angemessene Gemeinkostenzuschläge werden berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten unter Berücksichtigung erkennbarer Risiken angesetzt.

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennwert ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der „Projected-Unit-Credit-Methode“ ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die „Richttafeln 2018 G“ von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 1,87% angesetzt (Vorjahr 1,81%). Neben angemessenen Karriere- und Fluktuationstrends werden die zukünftigen Gehaltsentwicklungen mit 2,50% p.a. (Vorjahr 2,50% p.a.) und Rententrends mit 2,00% p.a. (Vorjahr 2,00% p.a.) berücksichtigt.

Bei den Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung, für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften berücksichtigt. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Erhaltene Anzahlungen werden mit ihrem Nennwert erfasst.

Soweit Posten des Jahresabschlusses Währungsumrechnungen zugrunde liegen, erfolgt die Umrechnung bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs, bei langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips.

Die Gesellschaft ist gemäß § 7 Abs. 1 TEHG verpflichtet bis zum 30. April des jeweiligen Folgejahres eine Anzahl von Emissionsberechtigungen abzugeben, die den durch sie verursachten Emissionen entspricht. Emissionsberechtigungen, die die Gesellschaft unentgeltlich durch staatliche Zuteilung erhält, werden mit dem Erinnerungswert angesetzt. Da die unentgeltlich erhaltenen Emissionsberechtigungen unter dem Bedarf liegen, besteht die Notwendigkeit zur Bildung einer Rückstellung für den Erwerb weiterer Zertifikate.

Erläuterungen zur Bilanz

1 Sachanlagen

Der Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen.

Die Anschaffungs- und Herstellungskosten werden im Anlagenspiegel nach Abzug erhaltener Investitionsförderungen als eine Nettoposition ausgewiesen.

2 Vorräte

in Tsd Euro 2024 2023
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 90 154
Fertige Erzeugnisse und Waren 599 295
689 449

3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in Tsd Euro 2024 2023
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.346 3.492
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) (0) (0)
gegen verbundene Unternehmen 5.959 5.453
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) (0) (0)
(davon gegen Gesellschafter) (27) (27)
Sonstige Vermögensgegenstände 1.978 2.026
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) (0) (0)
11.283 10.971

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten abgegrenzte Energie- und Wasserlieferungen in Höhe von 2.065 Tsd Euro (Vorjahr 2.651 Tsd Euro).

Die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 1 Tsd Euro (Vorjahr 0 Tsd Euro).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich zusammen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 47 Tsd Euro (Vorjahr 37 Tsd Euro) und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 5.912 Tsd Euro (Vorjahr 5.416 Tsd Euro).

Es bestehen Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 27 Tsd Euro.

4 Rückstellungen

in Tsd Euro 2024 2023
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.928 1.873
Steuerrückstellungen 94 781
Sonstige Rückstellungen 1.334 1.224
3.356 3.878

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von - 12 Tsd Euro. Dieser Unterschiedsbetrag betrifft den Personalaufwand und ist für die Ausschüttung gesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Rückstellungen für Personalkosten (Jubiläumszahlungen und Gleitzeitguthaben, Prämienzahlungen, ausstehende Urlaubsansprüche), Emissionsberechtigungen und Jahresabschlusskosten.

5 Verbindlichkeiten

in Tsd Euro 2024 RLZ1 ≤ 1 Jahr RLZ1 > 1 Jahr Davon RLZ1 >5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 492 492 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 2.900 2.900 0 0
(davon gegenüber Gesellschafter) (0) (0) (0) (0)
sonstige 113 113 0 0
(davon aus Steuern) (17) (17) (0) (0)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (0) (0) (0) (0)
3.505 3.505 0 0
in Tsd Euro 2023 RLZ1 ≤ 1 Jahr RLZ1 > 1 Jahr Davon RLZ1 >5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 904 904 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 3.134 3.134 0 0
(davon gegenüber Gesellschafter) (0) (0) (0) (0)
sonstige 282 282 0 0
(davon aus Steuern) (208) (208) (0) (0)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (0) (0) (0) (0)
4.320 4.320 0 0

1 RLZ = Restlaufzeit

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.900 Tsd Euro (Vorjahr 3.134 Tsd Euro) und sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 0 Tsd Euro (Vorjahr 0 Tsd Euro).

Haftungsverhältnisse/ sonstige finanzielle Verpflichtungen/Außerbilanzielle Geschäfte

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf 4.401 Tsd Euro, davon entfallen 47 Tsd Euro auf Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

6 Umsatzerlöse ohne Strom- und Erdgassteuer

Die Umsätze aus dem proprietären Energiehandelsgeschäft werden netto ausgewiesen. Dies bedeutet, dass lediglich die Rohmarge aus der Summe der proprietären Energiehandelsgeschäfte - im positiven Fall als Umsatzerlöse, bei einem negativen Ergebnis als Materialaufwand - ausgewiesen wird. Der an den Umsatzerlösen sowie am Materialaufwand gekürzte Betrag der Strom- und Erdgassteuer belief sich zum 30. September 2024 auf 1.101 Tsd Euro (Vorjahr 1.280 Tsd Euro).

7 Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind keine Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten.

8 Materialaufwand

in Tsd Euro 2024 2023
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 17.783 16.203
Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.903 4.139
21.686 20.342

9 Personalaufwand

in Tsd Euro 2024 2023
Löhne und Gehälter 1.484 1.296
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 380 370
(davon für Altersversorgung) (89) (114)
1.864 1.666
2024 2023
Leitende Angestellte 0 0
Angestellte 18 17
Zeitverträge 0 0
Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt 1 18 17
Auszubildende 0 0
Praktikanten / Diplomanden 0 0
18 17

1 (berechnet auf der Basis der monatlichen Endbestände)

10 Abschreibungen

in Tsd Euro 2024 2023
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 892 755
892 755

11 Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten.

12 Finanzergebnis

in Tsd Euro 2024 2023
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 192 153
(davon aus verbundenen Unternehmen) (172) (138)
192 153
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 38 43
(davon an verbundene Unternehmen) (2) (11)
38 43
154 110

Die Position sonstige Zinsen und ähnliche Erträge enthält Erträge aus der Abzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von 20 Tsd Euro (Vorjahr 15 Tsd Euro).

Die Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält Aufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von 33 Tsd Euro (Vorjahr 31 Tsd Euro).

13 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

in Tsd Euro 2024 2023
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 489 317
489 317

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Erträge aus der Veränderung bilanzieller latenter Steuern in Höhe von 12 Tsd Euro (Vorjahr Aufwendungen 12 Tsd Euro).

14 Sonstige Steuern

in Tsd Euro 2024 2023
Sonstige Steuern 16 16
16 16

Sonstige Angaben und Anlagen

Angaben § 6b EnWG

Folgende Geschäfte größeren Umfangs im Sinne des § 6b Abs. 2 EnWG wurden mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen getätigt:

Geschäftsbesorgung von MVV Energie AG in Höhe von 305 Tsd Euro (im Wesentlichen Buchhaltungsleistungen, Beratungsleistungen und Infrastrukturdienste)

Personalgestellung von der MVV Enamic GmbH in Höhe von 200 Tsd Euro

Bezug von CO2 -Zertifikaten von MVV Energie AG in Höhe von 1.190 Tsd Euro

Darüber hinaus bestehen konzerninterne Cashpool-Beziehungen mit der MVV Energie AG, die zu marktüblichen Zinssätzen verzinst werden (Zinsertrag 172 Tsd Euro).

In der internen Rechnungslegung werden für die Tätigkeitsbereiche Elektrizitätsübertragung, Elektrizitätsverteilung, Gasfernleitung, Gasverteilung, Gasspeicherung, Betrieb von LNG-Anlagen, sowie für andere Tätigkeitsbereiche innerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors jeweils getrennte Konten geführt und eine Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung für die Bereiche Strom- und Gasverteilung erstellt. Für andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors im Sinne des § 6b Abs. 3 EnWG werden getrennte Konten geführt.

Konzernbeziehungen

Für den größten Kreis und kleinsten Kreis von Unternehmen stellt die MVV Energie AG, Mannheim, den Konzernabschluss auf, in den die Gesellschaft einbezogen ist. Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Konzernlagebericht werden nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt und im Unternehmensregister veröffentlicht.

Geschäftsführung

Matthias Heldmann, Geschäftsführer vertrieblicher und technischer Bereich

Clemens Romberg, Geschäftsführer kaufmännischer Bereich

Vergütung von Geschäftsführung

Für die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird § 286 Abs. 4 HGB angewandt.

Honorare des Abschlussprüfers

Es erfolgen keine Angaben zu Honoraren des Abschlussprüfers, da diese im Konzernabschluss der MVV Energie AG dargestellt werden, in den die Gesellschaft einbezogen wird.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2024 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr 2024 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 1.080 Tsd Euro ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss zum 30.09.2024 von 1.080 Tsd Euro zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von 1.649 Tsd Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Mannheim, 03. Dezember 2024

MVV Enamic Ludwigshafen GmbH

Geschäftsführung

Matthias Heldmann

Clemens Romberg

Anlagenspiegel

Sachanlagen
in Tsd Euro
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.10.2023 1.542 22.417 1.698 1.363 27.020
Zugänge 0 50 22 0 72
empfangene/abgesetzte Zuschüsse 0 0 0 0 0
Abgänge 0 0 -11 0 -11
Umbuchungen 0 0 1.356 -1.356 0
Anschaffungs- und Herstellungskosten 30.9.2024 1.542 22.467 3.065 7 27.081
Abschreibungen 1.10.2023 1.108 18.313 1.023 0 20.444
Abschreibungen des Geschäftsjahres 0 620 272 0 892
Änderungen aus Abgängen 0 0 -11 0 -11
Abschreibungen 30.9.2024 1.108 18.933 1.284 0 21.325
Restbuchwerte 30.9.2024 434 3.534 1.781 7 5.756
Restbuchwerte 30.9.2023 434 4.104 675 1.363 6.576

Bescheinigung zur Offenlegung

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 276 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

„Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MVV Enamic Ludwigshafen GmbH, Mannheim

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MVV Enamic Ludwigshafen GmbH, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MVV Enamic Ludwigshafen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2023 bis zum 30. September 2024 eingehalten hat.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den IDW Qualitätsmanagementstandard: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

 

Mannheim, den 3. Dezember 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Weinmann, Wirtschaftsprüfer

Wiegand, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 30. September 2024 wurde am 12. Dezember 2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

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