Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 14455
Eingetragen
2.4.2020
Branche
Rohrleitungstiefbau, Brunnenbau und KläranlagenbauBau von StraßenSpezialisierte Bautätigkeiten im Tiefbau
Gegenstand
Erd- und Kulturbau, Kanal- und Rohrleitungsbau sowie Straßenbau

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Koch
seit 2.4.2020
Prokura
Ernst Adams
seit 2.4.2020
Prokura
Friedhelm Redeker
seit 2.4.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Friedhelm RedekerRedeker Holding GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
60.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Redeker Tiefbau GmbH

Erwitte

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Redeker Tiefbau GmbH

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. sonstige Immaterielle Vermögensgegegstände 60.397,00 27,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.143.900,19 2.195.097,19
2. technische Anlagen und Maschinen 28.643,00 36.284,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.456.348,50 855.523,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 102.086,62 1.557,00
3.730.978,31 3.088.461,69
III. Finanzanlagen
1. sonstige Finanzanlagen 550,00 550,00
3.791.925,31 3.089.038,69
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 0,00 307.709,97
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 457.619,01 408.451,02
2. Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.162.570,80 4.507.018,21
3.620.189,81 4.915.469,23
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 10.029.198,57 6.069.775,70
13.649.388,38 11.292.954,90
C. Rechnungsabgrenzungsposten 120.215,66 158.911,43
17.561.529,35 14.540.905,02

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 60.000,00 60.000,00
II. Kapitalrücklage 1.267.202,35 1.267.202,35
III. Gewinnvortrag 8.743.310,60 6.357.237,82
IV. Jahresüberschuss 2.309.966,44 2.386.072,78
12.380.479,39 10.070.512,95
B. Rückstellungen 1.051.455,13 2.884.657,30
C. Verbindlichkeiten 4.129.594,83 1.585.734,77
17.561.529,35 14.540.905,02

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Redeker Tiefbau GmbH

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 8.826.203,79 9.623.827,09
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.434.548,34 3.569.909,99
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.089.504,11 1.068.788,86
-- davon für Altersversorgung EUR 3.215,75 (i.Vj. EUR 3.615,16) -- 4.524.052,45 4.638.698,85
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 358.255,97 315.540,08
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.263.276,56 1.285.958,06
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 67.617,53 29.207,75
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 25.989,17 3.059,72
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.722.247,17 3.409.778,13
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 399.077,20 806.065,93
9. Sonstige Steuern 13.203,53 217.639,42
10. Jahresüberschuss 2.309.966,44 2.386.072,78

ANHANG zum 31.12.2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Redeker Tiefbau GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Erwitte
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Paderborn
Register-Nr.: 14455

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Genossenschaftsanteile zu Anschaffungskosten

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen werden aktivisch von den Vorräten abgesetzt. Der den Vorratsbestand von 28,1 Mio. € übersteigende Betrag der erhaltenen Anzahlungen von 2,8 Mio. € wird passivisch ausgewiesen.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern sowie Steuern für Vorjahre.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage 4) zu entnehmen.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 104.302,84 Euro (Vorjahr: 93.473,24 Euro) sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Leasingverpflichtungen für bewegliche Wirtschaftsgüter.

Zudem bestehen Haftungsverhältnisse gemäß der §§ 251, 268 VII, 285 Nr. 3 HGB gegenüber Dritten aus Anzahlungs-, Garantie-, Vertragserfüllungs- und Gewährleistungsbürgschaften gegenüber Kunden von 13,4 Mio. €.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesmtkostenverfahren gemäß § 275 HGB erstellt.

Angabe nach § 285 Nr. 31 HGB:

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von 1,3 Mio. € aus dem Verkauf von Anlagevermögen an die Schwestergesellschaft Redeker Bauservice GmbH als Anpassung an die Ergebnisse einer steuerlichen Außenprüfung enthalten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 38,50
Angestellte 11,00
Aushilfen 3,50
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 53,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Friedhelm Redeker ausgeübter Beruf: Kaufmann

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 2.309.966,44 €.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages ergibt sich ein Betrag von 11.053.277,04 €, der zu verwenden ist.

Auf neue Rechnung werden 11.053.277,04 € vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Erwitte, 27.1.2025

Friedhelm Redeker

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.01.2025 festgestellt.

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023

Redeker Tiefbau GmbH, Erwitte

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.213,40 61.911,90 4.400,00 70.725,30
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 13.213,40 61.911,90 4.400,00 70.725,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden 2.308.064,28 2.308.064,28
2. technische Anlagen und Maschinen 45.835,00 45.835,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und 2.214.605,42 899.824,07 334.328,03 2.780.101,46
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.557,00 100.529,62 102.086,62
Summe Sachanlagen 4.570.061,70 1.000.353,69 334.328,03 5.236.087,36
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 550,00 550,00
Summe Finanzanlagen 550,00 550,00
Summe Anlagevermögen 4.583.825,10 1.062.265,59 338.728,03 5.307.362,66
kumulierte Abschreibung 01.01.2023 Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibung 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.186,40 1.539,90 4.398,00 10.328,30
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 13.186,40 1.539,90 4.398,00 10.328,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden 112.967,09 51.197,00 164.164,09
2. technische Anlagen und Maschinen 9.551,00 7.641,00 17.192,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und 1.359.081,92 297.878,07 333.207,03 1.323.752,96
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 1.481.600,01 356.716,07 333.207,03 1.505.109,05
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.494.786,41 358.255,97 337.605,03 1.515.437,35
Zuschreibung Geschäftsjahr Buchwert 31.12.2023
Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 60.397,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 60.397,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden 2.143.900,19
2. technische Anlagen und Maschinen 28.643,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und 1.456.348,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 102.086,62
Summe Sachanlagen 3.730.978,31
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 550,00
Summe Finanzanlagen 550,00
Summe Anlagevermögen 3.791.925,31

LAGEBERICHT zum Jahresabschluss 2023

1. WIRTSCHAFTSBERICHT

• Gegenstand des Unternehmens

• Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Tiefbaubranche 2023

• Geschäftsverlauf der Redeker Tiefbau GmbH

2. PROGNOSEBERICHT

• Aussichten für die Redeker Tiefbau GmbH

3. CHANCEN- und RISIKENBERICHT

1. WIRTSCHAFTSBERICHT

Gegenstand des Unternehmens

Die Redeker Tiefbau GmbH ist ein Bauunternehmen, dessen Leistungsspektrum nahezu alle wichtigen Bereiche der Tiefbautätigkeit abdeckt:

Tiefbau: Erschließungsmaßnahmen, Straßen- und Wegebau, Industriehallen, Renaturierung von Gewässern

Dabei werden die Tiefbaugewerke überwiegend mit dem eigenen, umfassend qualifizierten Personal ausgeführt, in besonderen Fällen auch mit ausgesuchten Nachunternehmern. Der Schwerpunkt liegt im Tiefbau, je nach Auftragslage schwanken allerdings die Anteile der genannten Bereiche an der Gesamtleistung.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Tiefbaubranche 2023

Das Jahr 2023 war von zahlreichen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen geprägt, die tiefgreifende Auswirkungen auf die deutsche Bauindustrie hatten und zu einer generellen Abschwächung der Baukonjunktur geführt haben. Die Bauwirtschaft befindet sich in einer fortwährenden Krise, die 2021 mit Material- und Lieferengpässen begann und sich in den Folgejahren durch die Energiekrise sowie den Kaufkraftverlust der Haushalte infolge der Inflation weiter verschärfte. 1 Die Herausforderungen wurden durch anhaltend hohe Inflationsraten und stark steigende Zinssätze verstärkt, die die Finanzierung von Bauprojekten, insbesondere im Hochbau, erheblich erschwerten. Neue Konflikte, wie in der Ukraine und in Gaza, trugen ebenfalls zur Unsicherheit in den ökonomischen Rahmenbedingungen bei.

Im Gegensatz zu den Schwierigkeiten im Hochbau stabilisiert der Tiefbau die Branche und wird voraussichtlich weiterwachsen. 2 Die Dynamik im Tiefbau festigte bereits im vergangenen Jahr das Bauvolumen, während der Hochbau abnahm. Zudem sank die Auslastung im Tiefbau weniger stark als im Hochbau, was darauf hindeutet, dass dieser Sektor in der aktuellen wirtschaftlichen Lage eine wichtige Stütze darstellt. 3 Der öffentliche Bau profitierte nach wie vor von einem deutlichen Engpass im Infrastrukturbereich, für den im staatlichen Budget unabhängig von der angespannten Finanzlage ausreichend Mittel bereitgestellt wurden. Zahlreiche Investitionsimpulse in Projekte der Mobilitäts- und Energiewende haben zu einem nominalen Anstieg der Aufträge um fast 30 % geführt. 4 Großprojekte im öffentlichen Nahverkehr sowie Investitionen in das Schienennetz der Deutschen Bahn tragen zur Stabilität des Tiefbaus bei. 5

1 DIW Wochenbericht 1+2 / 2024, 4.
2 DIW Wochenbericht 1+2 / 2024, 12.

3 DIW Wochenbericht 1+2 / 2024, 4.

4 Statement von Wolfgang Schubert-Raab, Präsident Zentralverband Deutsches Baugewerbe zur Baukonjunktur 2023/2024 und zur aktuellen Herbstumfrage des Deutschen Baugewerbes, 5.

5 Ebd.

Die günstigen Witterungsbedingungen ermöglichten eine durchgehende Produktion auf hohem Niveau. Die Anzahl der Beschäftigten im Tiefbaugewerbe stieg im Jahr 2023 um 2,25 % von 222.000 auf 227.000. 6

Geschäftsverlauf der Redeker Tiefbau GmbH

Die Temperaturen der Wintersaison 2022/2023 lagen 2,7 Grad über dem Durchschnitt und stellten den zwölften aufeinanderfolgenden Zeitraum mit überdurchschnittlichen Temperaturen dar. 7 Insgesamt war es ein milder Winter, der von einer kurzer Eiszeit im Dezember und einem warmen Jahreswechsel geprägt war. 8 Durch den Abbau von Überstunden und die Inanspruchnahme von Urlaubstagen konnte der flüchtige Auftritt des Winters aufgefangen werden, sodass die Beantragung von Kurzarbeit nicht notwendig war.

Die aus dem Vorjahr weitergeführten Auftragsbestände wurden weiter bearbeitet, wodurch zusammen mit den neu eingegangenen Aufträgen eine konstanten Auslastung erreicht werden konnte.

Die Ergebnisquellen der Ertragslage stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Ergebnisveränderung
T€ T€ T€
Betriebsergebnis 2.681 3.384 -703
Zinsergebnis 41 26 15
Steuerergebnis 399 806 407
Jahresergebnis 2.310 2.386 -76

Die Geschäftstätigkeit führte 2023 zu Umsatzerlösen von 24,4 Mio. € und zu einer Bestandsveränderung von in Ausführung befindlichen Bauaufträgen von insgesamt 3,8 Mio. €. Die Gesamtleistung betrug somit 28,2 Mio. € (im Vorjahr 35,5 Mio. €). Im Jahresergebnis sind periodenfremde Erträge aus der Anpassung an eine steuerliche Betriebsprüfung von 1,3 Mio. € enthalten. Die im Vorjahr getroffene Ergebnisprognose wurde ohne die periodenfremden Erträge nicht erreicht. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand / Gesamtleistung) beträgt 74,8% (i. Vj. 75,6%). Im Jahr 2023 sind die Personalkosten im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 % und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 1,8 % gestiegen.

6 Statista, Anzahl der tätigen Personen im Tiefbau in Deutschland in den Jahren 2013 bis 2023.
7 Pressemitteilung Deutscher Wetterdienst, Deutschlandwetter im Winter 2022/2023.
8 Ebd.

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist in 2023 durch ein Bilanzvolumen von 17,5 Mio. € gekennzeichnet. Als wesentliche Aktivposten sind zum Bilanzstichtag das bestehende Sachanlagevermögen mit 3,7 Mio. € (Vorjahr 3,1 Mio. €), die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit 3,1 Mio. € (Vorjahr 4,9 Mio. €) sowie die flüssigen Mittel mit 10 Mio. € (Vorjahr 6 Mio. €) zu nennen. Der Anstieg des Sachanlagevermögens ist das Ergebnis neuer Investitionen im Bereich der Anlagen bzw. der Betriebs- und Geschäftsausstattung und im Bereich der Hard- und Software.

Die erhaltenen Anzahlungen im Vorratsvermögen wurden aktivisch von den Vorräten abgesetzt, wobei der Überhang an erhaltenen Anzahlungen von 2,8 Mio. € passiviert ist.

Das Eigenkapital hat sich um 2,3 Mio. auf € 12,4 Mio. € erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 70,5% (i. Vj. 69,3%).

Die Finanzlage kann als solide bezeichnet werden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt.

Die Entwicklung des Cash-flow stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

2023 2022
T€ T€
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 5.013 -1.160
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.055 430
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 1 -2.717
Veränderung des Finanzmittelfonds 3.959 -3.447

Insgesamt bestätigen die derzeitige Marktlage und die sich abzeichnenden Trends eine gute Marktpositionierung der Gesellschaft durch das breite Leistungsspektrum.

Sanierung mit 20 % Umsatzanteil

Tief- und Straßenbau mit 80 % Umsatzanteil.

Investitionen wurden im Jahr 2023 im Wesentlichen für Anschaffungen im Bereich der notwendigen Ersatzbeschaffungen an Geräten und Fuhrpark (in Höhe von 1 Mio. €), im Bereich der Hard- und Software getätigt, die zu 100 % aus dem Cash-Flow finanziert wurden.

Insgesamt sind wir mit der Entwicklung der Redeker Tiefbau GmbH im abgelaufenen Jahr zufrieden. Unsere wirtschaftliche Lage ist nach wie vor gut. Durch unsere Investitionen der letzten Jahre in Strukturen, Prozessmanagement und IT sehen wir uns bestens aufgestellt für ein arbeitsreiches Jahr 2024.

2. PROGNOSEBERICHT

Aussichten für die Redeker Tiefbau GmbH 2024

Für das Jahr 2024 wird mit einer positiven Entwicklung gerechnet, da der Bedarf an Ausbau der Infrastruktur hoch bleibt. 9 Besonders starke Impulse kommen von gewerblichen Investoren, unterstützt durch Großprojekte im Schienenverkehr. 10 Auch Investitionen in die Energie- und Mobilitätswende tragen dazu bei. 11 Im Straßenbau zeigt sich ebenfalls ein positiver Aufwärtstrend, jedoch mit geringerer Intensität. Insgesamt wird erwartet, dass der Tiefbau auch in den kommenden Jahren weiter zulegen kann. 12

Die deutsche Wirtschaftsleistung ist im 2. Quartal 2024 im Vergleich zum Vorjahresquartal mit 0,3 % (preisbereinigt) leicht gestiegen. 13 Steigende Baukosten und ungünstige Finanzierungsbedingungen belasten dennoch die Bauindustrie, insbesondere den Hochbau. 14 Obwohl die Ausgaben für Bauleistungen 2023 nominal um sechs Prozent zunahmen, sanken sie real um über ein Prozent. In diesem Jahr wird das nominale Bauvolumen voraussichtlich aufgrund sinkender Baupreise um rund 3,5 Prozent abnehmen. 15 Tatsächliche Zahlen für das Jahr 2024 liegen allerdings zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vor.

Das erste Quartal des Jahres 2024 begann mit milden Temperaturen. Nur in der zweiten und dritten Januarwoche trat eine winterliche Phase auf. 16 Dadurch wurden die Bautätigkeiten zu Beginn des Jahres 2024 nur vorübergehend durch das Wetter behindert, was durch Überstunden und verbleibenden Urlaubstagen kompensiert werden konnte. Die Beantragung von Kurzarbeit war nicht notwendig.

Im Jahr 2024 stellt sich die Auftragslage der Redeker Tiefbau GmbH gut dar: Der Auftragsbestand ist zum Vorjahr leicht rückgängig. Die Eigenkapitalquote soll weiter gehalten werden.

Die Redeker Tiefbau GmbH ist personell, finanziell und technisch solide aufgestellt. Die Auftragslage sowie mehrere vielversprechende, in Verhandlung befindlichen Projekte haben im Folgejahr (2024) zu einer soliden Gesamtleistung geführt.

Der Bedarf an Infrastruktur bleibt im Jahr 2024 hoch, weshalb eine positive Entwicklung im Bereich der öffentlichen Aufträge prognostiziert wird. Die Vergabeverfahren und Ausschreibungen werden auch in Hinblick darauf von der Redeker Tiefbau GmbH bearbeitet. Die Öffentliche Hand schreibt weiterhin zahlreiche Projekte aus, darunter Straßenbau, Renaturierungsmaßnahmen sowie umfassende Instandsetzungsmaßnahmen an Kanälen. Die Redeker Tiefbau GmbH nutzt ihr Fachwissen, um diese Projekte produktiv umzusetzen.

9 Informationen zum Bundeshaushalt 2024 sowie dem Klima und Transformationsfond vom 05.02.2024; DIW Wochenbericht 1+2 / 2024, 12.
10 DIW Wochenbericht 1+2 / 2024, 12.
11 DIW Wochenbericht 1+2 / 2024, 13.
2 Statement von Wolfgang Schubert-Raab, Präsident Zentralverband Deutsches Baugewerbe zur Baukonjunktur 2023/2024 und zur aktuellen Herbstumfrage des Deutschen Baugewerbes, 5.
13 Statista, Pressemitteilung Nr. 325 vom 27.08.2024.
14 DIW Wochenbericht 1+2 / 2024, 4.
15 DIW Wochenbericht 1+2 / 2024, 4.
16 Pressemitteilung Deutscher Wetterdienst, Deutschlandwetter im Winter 2023/2024.

Die Nachfrage in der Tiefbaubranche zeigt sich weiterhin stabil, auch angesichts der gegenwärtigen wirtschaftlichen Gesamtlage und den damit einhergehenden Preissteigerungen. Trotz der aktuell herrschenden Wirtschaftslage und die damit verbundenen Preissteigerungen hat sich die Nachfrage in der Tiefbaubranche weiterhin gehalten. Die ständig steigenden Materialkosten konnten bei der Redeker Tiefbau GmbH im Jahr 2024 überwiegend in die Aufträge mit eingepreist werden, da die Entwicklung des Preisindexes zum Ende des Jahres 2023 in den Verhandlungen mit aufgenommen wurde.

Es wird mit einer gestiegen Gesamtleistung und Ergebnisverbesserung im Vergleich zum Vorjahr gerechnet.

Der Investitionsplan für das Jahr 2024 hinsichtlich Ersatzanschaffungen für Maschinen ist unverändert in die Redeker Bauservice GmbH ausgelagert. Für die Gesellschaft darüber hinaus geplante Investitionen werden aus dem Cash-Flow finanziert. Fremdkapitalbedarf sehen wir aktuell nicht.

3. CHANCEN- und RISIKOBERICHT

Die Gesellschaft hat seit mehreren Jahren personelle und organisatorische Vorkehrungen getroffen für ein Risikomanagement, das sie in die Lage versetzt, eventuell auftretende Risiken rechtzeitig erkennen zu können.

Bauverträge werden im Vorfeld regelmäßig überprüft, die Bonität der Auftraggeber wird während der Bauzeit von einer Wirtschaftsauskunftei überwacht.

Mit der Zertifizierung als Entsorgungsfachbetrieb am 23.03.2023 hat die Redeker Tiefbau GmbH einen bedeutenden Schritt in Richtung optimiertes Stoffstrommanagement unternommen. Diese Entwicklung, zusammen mit der am 01.08.2023 in Kraft getretenen Ersatzbaustoffverordnung, eröffnet neue Möglichkeiten für den Betrieb. Dies erlaubt dem Betrieb z.B. Recyclingmaterialien lagern, behandeln, vorbereiten, sowie - sofern möglich bzw. zulässig - wiederverwenden. Der Beginn des Projekts wird im Jahr 2025 angestrebt.

Die Steuerung und Kontrolle von Bauvorhaben erfolgt durch regelmäßige Baubesprechungen, in denen der Zahlungsstand systematisch überprüft wird, sowie durch monatliche Leistungsmeldungen und Projektabrechnungen. Bauleiter und Poliere führen eine kontinuierliche Bewertung der Qualität von Lieferanten und Nachunternehmer durch. Im QM-Handbuch sind die organisatorischen Abläufe, Richtlinien und Anweisungen festgehalten, darunter das "Vieraugenprinzip" bei der Kalkulationsprüfung, Verzögerungen bei der Fertigstellung, Kostenüberschreitungen, Mängel und ausbleibende Zahlungseingänge effektiv zu managen. Das im Jahr 2023 neu eingeführte Kostenrechnungssystem ermöglicht eine präzisere Erfassung und Analyse der Projektkosten, wodurch eine fundierte Entscheidungsfindung und verbesserte Budgetkontrolle unterstützt werden.

Etwaige Vertrags- und Projektrisiken werden laufend sorgfältig analysiert und hierfür wird in hinreichendem Umfang bilanzielle Vorsorge getroffen.

Die Bauwirtschaft ist weiterhin durch einen starken Preiswettbewerb charakterisiert. Angemessene Erträge sind dort realisierbar, wo das Unternehmen in einer Nische durch wettbewerbsüberlegene Fachkompetenz abhebt.

Die Sicherstellung von Fachkräften stellt ein latentes Risiko für die zukünftige Geschäftsentwicklung dar. Obwohl der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften und Auszubildenden bei der Redeker Tiefbau GmbH nach den Bemühungen der letzten Jahre zufriedenstellend gedeckt ist, arbeiten wir kontinuierlich daran, das Unternehmen sowohl intern als auch extern als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren. Dies hat Priorität, um unser vorhandenes Fachpersonal und langjährige Leistungsträger im Unternehmen zu halten. Mit Unterstützung einer Social-Recruiting-Agentur haben wir unseren medialen Auftritt optimiert, um unsere Reichweite gezielt zu erhöhen und potenzielle Bewerber besser zu erreichen.

Eine Personalplanung über fast drei Jahre soll Engpässe vermeiden helfen.

 

Erwitte, 27. Januar 2025

Friedhelm Redeker, Geschäftsführer der Redeker Tiefbau GmbH

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Redeker Tiefbau GmbH, Erwitte

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Redeker Tiefbau GmbH, Erwitte - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Redeker Tiefbau GmbH, Erwitte für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Soltau, den 27. Januar 2025

Grunewald Hartmann Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jörn Grunewald, Wirtschaftsprüfer

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