Herstellung von Krafträdern
Vacon GmbHLiquidiert
Gladbecker Straße 425, 45329 Essen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Gorr seit 13.1.2016 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Danfoss International A/S | 95.00% |
| 5.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Vacon GmbHEssenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Bilanz zum 31. Dezember 2015AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015
Anhang für das Geschäftsjahr 20151. Allgemeine AngabenDie Gesellschaft gehört nach Bilanzsumme und Umsatzerlösen zu den mittelgroßen Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Sowohl bei der Aufstellung des Jahresabschlusses als auch für die Offenlegung werden für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Erleichterungen in Anspruch genommen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde unter Beachtung der für sie geltenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie der ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gliederung des Jahresabschlusses folgt den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung sowie Erläuterungen zu einzelnen Posten der BilanzEntgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Selbstständig nutzbare, bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 150,00 bis zu EUR 1.000,00 wurden in einen jahrgangsbezogenen Sammelposten eingestellt und werden über die Dauer von 5 Jahren gleichmäßig verteilt aufgelöst. Anschaffungs- und Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die für das einzelne Wirtschaftsgut € 150 nicht überschreiten und einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Jahr der Anschaffung aufwandswirksam erfasst. Die Aufgliederung und Entwicklung sowie die Geschäftsabschreibung je Posten der Bilanz sind aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die unter Vorräte ausgewiesenen unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Waren wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben Einzelkosten auch aktivierungspflichtige Gemeinkosten. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen sind durch Abwertungen TEUR 432,9 (Vorjahr TEUR 285,2) berücksichtigt. Im Geschäftsjahr wurden im Rahmen der Abwertung der Waren aufgrund der Altersstruktur andere Bewertungsparameter als in den Vorjahren angewandt. Diese Änderungen wurden aufgrund der neuen Konzernzugehörigkeit erforderlich. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bewertet. Bonitätsrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die Pauschalwertberichtigung zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für allgemeine Kreditrisiken ist mit einem pauschalen Prozentsatz ermittelt worden. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 739.231,99 sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 117.919,03 sowie Forderungen aus dem Finanzverkehr enthalten. Bis auf TEUR 28 unter den Forderungen und TEUR 16 (Vorjahr TEUR 20) unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände innerhalb eines Jahres fällig. Der Kassenbestand wurde durch das Kassenbuch nachgewiesen. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den von den Instituten bestätigten Nominalbeträgen angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten sind Zahlungen, die im Geschäftsjahr geleistet und zum Bilanzstichtag periodengerecht abgegrenzt wurden. Es handelt sich hierbei um Aufwendungen für das Folgejahr. Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen und den steuerlichen Wertansätzen bestehen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Von der Möglichkeit, einen Aktiv-Posten für latente Steuererträge in Höhe von 256.554,00 (Vorjahr EUR 74.650,00) zu bilden, wurde Gebrauch gemacht. Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt TDM 300. Ausgewiesen wird der in Euro umgerechnete Betrag von EUR 153.387,56. Es wurde zum Nennbetrag bilanziert und ist in voller Höhe eingezahlt. Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 31. März 2015 wurde der Jahresüberschuss 2014 mit dem Gewinnvortrag verrechnet und in Höhe von EUR 879.425,45 auf neue Rechnung vorgetragen. Der Gesamtbetrag der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt EUR 256.554,00 (Vorjahr EUR 74.650,00). Hierbei handelt es um die Aktivierung aktiver latenter Steuern. Die Pensions- und Jubiläumsrückstellungen wurden aufgrund versicherungsmathematischer Gutachten der Aon Hewitt GmbH entsprechend den handelsrechtlichen Regelungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gebildet. Zur Berechnung der Rückstellung wurden die Zinsinformationen der Deutschen Bundesbank zum Stichtag 31. Oktober 2015 verwendet, der angewandte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren beträgt 3,89 %. Damit wurde von dem Wahlrecht gem. § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Bewertung erfolgte auf der Grundlage des Ausscheidungsmodells der Richttafeln RT 2005 G von Dr. Klaus Heubeck. Bei der Pensionsrückstellung wurde der Gehaltstrend mit 0 %, der Rententrend mit 2 % und die Fluktuation mit 0 % berücksichtigt. Die Rückstellung wurde nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 1.007,0 gebildet. Bei der Jubiläumsrückstellung wurde der Gehaltstrend mit 2,5 %, die Dynamik der Beitragsbemessungsgrenze mit 2,5 %. Die Rückstellung wurde nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 81,8 gebildet. Die Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen zur Unterlegung der Pensionszusagen wurden mit Fälligkeit 01. Dezember 2015 ausgezahlt. Eine Verrechnung mit der Pensionsrückstellung erfolgt somit nicht mehr. Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung in Höhe von EUR 42.951,00 wurden mit Zinserträgen aus verrechneten Vermögenswerten in Höhe von EUR 41.475,00 verrechnet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Im Wesentlichen wurden die sonstigen Rückstellungen für Personalkosten, ausstehende Eingangsrechnungen, Ausgleichsverpflichtungen und Gewährleistungen sowie für noch zu zahlende Miete für nicht genutzte Räumlichkeiten gebildet. In den sonstigen Rückstellungen sind bis auf die Rückstellungen für Aufbewahrungspflichten und Jubiläumsverpflichtungen keine Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Die Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden für die jeweiligen Restlaufzeiten mit dem entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst, der Ausweis erfolgte nach der Nettomethode. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1.455.397,56 (Vorjahr: EUR 3.900.646,44) enthalten. Es bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte. Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2015
Haftungsverhältnisse bestehen als Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen in Höhe von TEUR 958,8 (Vorjahr: TEUR 483,4). Hierbei handelt es sich um Avalverpflich-tungen gegenüber Kreditinstituten. Aufgrund der bisherigen Projektabwicklungen und unserer Erfahrungen aus der Vergangenheit schätzen wir die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der vorgenannten Haftungsverhältnisse als gering ein. Zum 31. Dezember 2015 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen während der unkündbaren Restlaufzeit in Höhe von TEUR 792,8 (Vorjahr TEUR 1.075,0). Die Bewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung erfolgte grundsätzlich zum Wechselkurs des Entstehungstages. Handelsrechtlich erfolgt zum Jahresende die Bewertung mit den Anschaffungskosten oder soweit erforderlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag. 3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und VerlustrechnungDie Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahresabschreibung Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz gliedert sich wie folgt:
Periodenfremde Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten in Höhe von TEUR 221,7 periodenfremde Erträge, die im Wesentlichen aus der Teilauflösung der Urlaubsrückstellung und Auflösung von Einzelwertberichtigungen resultieren. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind in Höhe von TEUR +130,5 angefallen. Die ausgewiesenen Steuern entfallen auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. In diesem Betrag sind die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen latenten Steuern enthalten. 4. Sonstige PflichtangabenArbeitnehmerschaft Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2015 beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 46,0. Sie gehören zu der Gruppe Angestellte. Von den aufgeführten Arbeitnehmern sind 3 Teilzeitbeschäftigte. Angaben zu den Gesellschaftsorganen Angaben nach § 285 Nr. 10 HGB Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte der Gesellschaft durch den Geschäftsführer Herrn Dipl.-Ing. Vladimir R. Kozak, Ingenieur, geführt, er wurde am 21. Dezember 2015 mit Wirkung zum 31. Dezember 2015 abberufen. Gleichzeitig wurde Herr Stefan Gorr, Diplom-Kaufmann, mit Wirkung zum 01. Januar 2016 zum Geschäftsführer bestellt. Die Eintragung der Änderung in das Handelsregister erfolgte am 13. Januar 2016. Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbHG Es bestehen Forderungen gegen die Alleingesellschafterin aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 105,7 (Vorjahr: TEUR 269,0) und aus dem Finanzverkehr in Höhe von TEUR 2,5 (Vorjahr: TEUR 2.740,7). Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 1.393,0 (Vorjahr: TEUR 3.842,9) resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Ergebnisverwendungsvorschlag Der Geschäftsführer schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 255.927,60 vorzutragen und mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 879.425,45 (in Summe EUR 623.497,85) zu verrechnen. Gesellschafter und Konzernverhältnisse Die Vacon GmbH wird in den Konzernabschluß der Danfoss A/S, Dänemark (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Dieser ist im März 2016 auf der Homepage (www.danfoss.com) und später im Trade Register unter der CVR number (ID): 20165715 veröffentlicht.
Essen, 02. Mai 2016 Stefan Gorr Die Gesellschafterversammlung hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 am 31. Mai 2016 festgestellt. Anlagespiegel für die Zeit vom 01. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20151. Wirtschaftliches Umfeld (Rahmenbedingungen)Die Vacon GmbH, Essen, (Vacon), ist ein Tochterunternehmen der Vacon Oy, Finnland, und hierüber seit Dezember 2014 eingebunden in den Danfoss-Konzern, Dänemark. Schwerpunkt des Geschäftes der Vacon GmbH ist der Vertrieb der im Konzernverbund produzierten Frequenzumrichter innerhalb Deutschlands bzw. an deutsche Kunden. Das vertriebene Produkt ist kein Nischenprodukt und ist dem Bereich elektronische Antriebstechnik zu zurechnen. Die Vacon bedient mit ihrem Produkt fast alle Industrien. Wesentliche Hauptabnehmerbranchen sind:
Im Gesamtjahr 2015 ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 1,7% und damit durchaus nennenswert gestiegen. Bedenklich stimmt hier jedoch ein wenig, dass die Dynamik des Anstieges im Verlauf des Jahres stetig abgenommen hat. Eine wesentliche Stütze des Wachstums waren die Ausrüstungsinvestitionen, die im Jahresvergleich um 4,8% zugelegt haben und für das Geschäftsfeld der Vacon GmbH ein wesentlicher Einflussfaktor sind. In der für die Vacon GmbH maßgeblichen Elektroindustrie konnten die Umsätze lt. ZVEI in 2015 um 3,7% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Der Auslandsumsatz verzeichnete sogar eine Steigerung um 7,4%. Somit wurden die Erwartungen des Branchenverbandes, der für 2015 mit einem Anstieg in Höhe von 1,5% gerechnet hatte, deutlich übertroffen. Da auch die Vacon GmbH teilweise im s.g. Projektgeschäft tätig ist, stimmt die Zunahme der branchenweiten Auftragseingänge um 6,7% grundsätzlich positiv, auch wenn der ZVEI für 2016 lediglich ein Wachstum der Produktion um 1,0% erwartet. Auch hierfür ist die im Jahresverlauf rückläufige Tendenz des Jahres 2015 maßgeblich sowie der verhaltene Start ins Jahr 2016. 2. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens im Wirtschaftsjahr 2015Im Gesamtjahr 2015 konnte die Vacon GmbH einen erfreulichen Anstieg der Umsatzerlöse verzeichnen. Dieser beruhte jedoch im Wesentlichen auf einigen wenigen Großaufträgen, die vor allem zum Jahresende abgeschlossen und berechnet werden konnten. Insgesamt war der Geschäftsverlauf jedoch ähnlich heterogen, wie die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und von deutlichen Unterschieden in der Entwicklung der einzelnen Branchen geprägt. Darüber hinaus konnte der Auftragseingang mit der Entwicklung der Erlöse nicht schritthalten, was für die weitere Entwicklung durchaus kritisch zu sehen ist. Zusammenfassend kann das Jahr 2015 auf der Vertriebsseite jedoch als erfolgreich betrachtet werden. Ertragslage Das Geschäftsjahr 2015 war für die Vacon GmbH von einem deutlichen Umsatzanstieg in Höhe von 8,1% auf 34,4 Mio. Euro geprägt. Die Gesamtleistung wuchs sogar mit +9,0% noch kräftiger. Somit konnte das Niveau des Jahres 2013 zwar nicht ganz erreicht werden, die für 2015 gesetzten Ziele wurden jedoch nahezu erfüllt. Wesentlicher Treiber war das 4. Quartal, in dem einige Großaufträge abgeschlossen und abgerechnet werden konnten. Der Abschluss dieser Großaufträge führte auch zu einem erwarteten Rückgang des Auftragsbestandes von 10,4 Mio. Euro zu Beginn des Jahres 2015 auf nur noch 4,7 Mio. Euro zum 31.12.2015. Neben der Rechnungsstellung der langfristigen Projekte war somit auch ein Rückgang des Auftragseingangs von 33,7 Mio. in 2014 auf lediglich 28,9 Mio. Euro in 2015 ursächlich. Die Materialaufwendungen sind mit 13,75% stärker gestiegen als die Gesamtleistung, was im Wesentlichen an den abgerechneten Projektaufträgen mit relativ gesehen geringerer Marge, nicht jedoch an gestiegenen Beschaffungspreisen lag. Der Personalaufwand hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr zwar um 0,8 Mio. Euro auf 5,4 Mio. Euro erhöht, was aber fast ausschließlich mit 0,7 Mio. Euro an Maßnahmen aufgrund des Zusammenschlusses von Vacon und Danfosslag liegt. Die Mitarbeiterzahl wurde ansonsten nahezu konstant gehalten. Die Abschreibungen haben sich planmäßig auf TEUR 50,4 reduziert, nennenswerte Investitionen oder Sonderabschreibungen gab es in 2015 keine. Innerhalb der um 3,1% auf 3,5 Mio. Euro gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen gab es unterschiedliche Entwicklungen. So wirken sich auch hier im Jahr 2015 Rückstellungen für Drohverluste aus der Schließung der Standorte Hamburg und Marienheide aufgrund des Zusammenschlusses von Vacon und Danfoss aus. Gleichzeitig sanken aufgrund des Zusammenschlusses mit Danfoss aber auch die Werbekosten durch gemeinsame Messeauftritte um TEUR 148,3. Das Gesamtjahr 2015 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 255 gegenüber einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 457 in 2014 ab. Vor allem die durch den Zusammenschluss mit Danfoss bedingten Aufwendungen aus Personalmaßnahmen und für Drohverluste in Höhe von insgesamt TEUR 839 in Form von Rückstellungen im Jahresergebnis 2015 sind hierfür ursächlich. Das um diese Positionen bereinigte Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ging um TEUR 200 zurück, was in Anbetracht des Umsatzanstieges um 8,1% nicht zufriedenstellen kann, aufgrund der Auftragsstruktur des Geschäftsjahres aber erklärbar ist. Vermögens- und Finanzlage Auch wenn das Geschäftsjahr 2015 aufgrund von Rückstellungen mit einem Jahresfehlbetrag abgeschlossen werden musste, verfügt die Vacon GmbH weiterhin über liquide Mittel in Form von Bank-, Bar und Cashpoolbeständen in Höhe von TEUR 630. Da der Forderungsbestand zum 31.12.2015 aufgrund der im Dezember erfolgten Fakturen mit 6,4 Mio. Euro gegenüber 3,0 Mio. Euro Forderungen zum 31.12.2014 einen Höchstwert erreicht hatte, handelte es sich bei den liquiden Mitteln lediglich um eine Momentaufnahme zum Abschlussstichtag, die sich im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2016 wieder weiter deutlich verbessert hat. Somit verfügt die Gesellschaft nicht nur aufgrund ihrer Bankguthaben und einer ungenutzten Konzernkreditlinie sondern auch aufgrund ihrer aus der betrieblichen Tätigkeit generierten Mittelzuflüsse über ausreichende Liquidität um ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit und vollumfänglich nachzukommen. Auch wenn sich das gesamte Umlaufvermögen lediglich um 4,3% auf 13,7 Mio. Euro verringert hat, so gab es innerhalb der einzelnen Bilanzposten ganz erhebliche Verschiebungen. So haben sich die Vorräte aufgrund des Abschlusses der Projekte um 21,6% auf 5,9 Mio. Euro verringert, während die Forderungen vor allem aufgrund der Fakturen im 4. Quartal um 19,5% auf 7,7 Mio. Euro gestiegen sind. Da es in 2015 keine Ausschüttung an die Muttergesellschaft gab, hat sich das Eigenkapital zum 31.12.2015 im Vergleich zum 31.12.2014 allein um den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 255 auf TEUR 777 verringert. Die Eigenkapitalquote betrug somit zum Jahresabschlussstichtag 5,5% gegenüber 7,1 % zum 31.12.2014. Die Rückstellungen haben sich von 2,0 Mio. Euro auf 3,2 Mio. Euro erheblich erhöht. Wesentliche Ursachen hierfür sind die Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Konzernzusammenschluss i.H.v. 0,8 Mio. Euro und den Erhöhungen der Pensionsrückstellungen um TEUR 466 aufgrund der Auszahlung von Rückdeckungsversicherungen zum Ablauftermin. Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft haben sich von 11,5 Mio. Euro auf 10,1 Mio. reduziert, was im Einzelnen die Verbindlichkeiten gegen verbundenen Unternehmen i.H.v. -2,4 Mio. Euro, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. -0,2 Mio. Euro, die sonstigen Verbindlichkeiten +0,8 Mio. Euro (davon 0,9 Mio. Euro aus Umsatzsteuer) sowie die erhaltenen Anzahlungen i.H.v. +0,4 Mio. betraf. 3. Ausblick, Chancen und Risiken der künftigen EntwicklungAusblick Die Erwartungen der Ökonomen und Branchenverbände sind für das Jahr 2016 als durchaus gemischt zu bezeichnen. Einerseits ist man für das kommende Jahr durchaus positiv und sieht vor allem für die Bundesrepublik Deutschland ein weiteres Wirtschaftswachstum, andererseits zeichnet sich insbesondere in den Exportmärkten ein erneuter Rückgang ab und auch die Schwäche im letzten Quartal des Vorjahres und der verhaltene Jahresbeginn lassen erste Zweifel an der Robustheit des Aufschwungs aufkommen. Zwar sieht der Sachverständigenrat einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,5 % und der ZVEI für die Produktion der Elektrounternehmen noch ein Wachstum von 1,0%, gleichzeitig sieht aber auch er die Exporterwartungen eingetrübt und stellt eine zunehmende Verunsicherung der Mitgliedsunternehmen fest. Da der wesentliche Treiber für die grundsätzlich eher positive Konjunktureinschätzung die weiterhin zunehmende Binnennachfrage ist, die sich vor allem aus dem privaten Konsum und der Bauwirtschaft ableitet, wird die Entwicklung im Gewerbe und der Industrie eher zurückhaltend gesehen. Die außenwirtschaftlichen Risiken sind durch die Schwäche in China, den niedrigen Ölpreis und damit dem fragilen Umfeld für die rohstoffexportierenden Länder wie Russland oder Brasilien durchaus erheblich. Diese Gemengelage lässt auch das Management der Vacon GmbH verhalten optimistisch in das Jahr 2016 blicken. Zwar erwarten wir für das Jahr 2016 aufgrund von weiteren vor dem Abschluss stehenden Großaufträgen einen Anstieg der handelsrechtlichen Erlöse und sehen auch Potentiale in der voranschreitenden Integration in den Danfoss Konzern und damit im Bereich Cross-Selling an Danfoss Bestandskunden, gleichzeitig sehen auch wir nicht unerhebliche Risiken auf unserer Kundenseite und damit für unseren Auftragseingang. Da sich der Trend zu energiesparenden Antriebstechniken trotz gegenwärtig niedrigem Ölpreis fortsetzen wird, sehen wir hier mittel- und langfristig weiterhin hervorragende Wachstumschancen für unsere Produkte und Lösungen. Aufgrund der Tatsache, dass das Ergebnis des Jahres 2015 auch wesentlich von Sondereffekten geprägt war, sehen wir für das Geschäftsjahr 2016 neben der positiven Umsatzentwicklung vor allem aus langfristigen Projekten auch eine deutliche Verbesserung der Ergebnissituation durch optimierte Kostenstrukturen aufgrund abgeschlossener Restrukturierungsmaßnahmen. Risikobericht Das Management verfolgt einerseits die Wahrnehmung von Chancen und andererseits die Steuerung von Risiken, die sich nachteilig auf unsere Umsatz- und Ergebnisziele auswirken könnten. Die Verantwortlichen verfolgen systematisch die Entwicklung der relevanten Einflüsse, bewerten die Risiken anhand von Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Schadenshöhe umso zeitnah entsprechend entgegen wirken zu können. Vacon konzentriert sich auf die frühe Erkennung von Risiken, die die Geschäftsentwicklung sowie die Finanz- und Ertragslage des Unternehmens beeinträchtigen könnten. Die Steuerung und Kontrolle von Risiken hinsichtlich der Umsatz- und Ergebnisziele haben für die Geschäftsführung und den Führungskreis höchste Priorität. Aufgrund der hohen Branchendiversifikation innerhalb unserer Kundenstruktur schätzen wir das Umsatz- und Ertragsrisiko durch Absatzeinbrüche einzelner Branchen für gering ein. Sollten sich branchenübergreifende konjunkturelle Negativentwicklungen einstellen, vor allem im Inland und im EURO-Raum, so könnte sich auch die Vacon GmbH diesen wohl nicht entziehen. Geringe Risiken aus der Entwicklung unserer Produkte, wie Verspätungen bei Neuentwicklungen, könnten zur Verfehlung der Umsatzziele führen. Das Finanzierungsrisiko wird als gering eingeschätzt. Die Finanzierung erfolgt vorwiegend aus der operativen Tätigkeit, durch vorhandene eigene Mittel, erhaltene Anzahlungen sowie einer nicht ausgenutzten Kreditlinie. Die Vacon GmbH nimmt am Cash-Pooling des Danfoss-Konzerns teil. Wie in den Jahren zuvor ist weiterhin ein verschärfter Wettbewerb am Markt zu verspüren. Wettbewerber kommen immer mehr mit branchenbezogenen Sonderlösungen auf den Markt, die auf die entsprechenden Applikationen abgestimmt sind. Wir haben uns auf diese Entwicklung eingestellt und sehen Chancen, indem Vacon mehr maßgeschneiderte Lösungen für verschiedene Kunden anbietet. Dafür sind Vacon-Frequenzumrichter, durch die anwenderfreundliche Software bestens geeignet. Durch den Zusammenschluss von Vacon und Danfoss entstand einer der größten Anbieter für Frequenzumrichter der Welt. Durch diese Zusammenführung ergeben sich zusätzliche Umsatz-, Effizienz- und Ergebnispotentiale. Von unseren Produkten gehen keine Umweltrisiken aus. Die Vacon Geräte erfüllen die Restrictions of Hazardous Substances (RoHS) Richtlinie. Diese Richtlinie beschränkt die Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten. Ein mittelfristig mittleres Personalrisiko für die Erreichung der Umsatz- und Ergebnisziele sehen wir in der Gewinnung von qualifizierten Fachkräften wie Ingenieuren, die Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Antriebstechnik studiert haben. Dies wird erschwert durch zu wenig Nachwuchs. Auch hier sehen wir jedoch durch den Bekanntheitsgrad von Danfoss, die intern vorhandenen Personalressourcen und das professionelle Akquisitions- und Fortbildungsmanagement eine erhebliche Verbesserung gegenüber der Vergangenheit. Das Investitionsrisiko ist gering, da wir eine Vertriebsgesellschaft sind, die Produktion erfolgt bei unserer Muttergesellschaft. Durch diese Aufgabenteilung ergibt sich für uns auch ein geringes Gewährleistungsrisiko. Die mängelbehafteten Geräte werden an das Herstellerwerk zurückgeschickt oder auf dessen Kosten bei uns repariert. Lediglich geringe Personalkosten verbleiben bei der Vacon GmbH. Ein mittleres Risiko ist das Ausfallrisiko von bedeutsamen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Adressenausfallrisiko beschreibt das Risiko des Verlusts durch die eventuelle Zahlungsunfähigkeit eines oder mehrerer Kunden. Diesem Risiko beugen wir durch Bonitätsanalyse sowie durch ein gutes Forderungsmanagement vor. Die Zahlungsausfälle sind daher weiterhin ohne Ergebniseinfluss. 4. NachtragsberichtVorgänge nach dem Abschluss des Geschäftsjahres mit wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich nicht ergeben.
Essen, 02. Mai 2016 Stefan Gorr Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Vacon GmbH, Essen, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Geschäftsführers der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Geschäftsführers sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grund-sätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Essen, den 03. Mai 2016 PricewaterhouseCoopers
Stefan Wienands, Wirtschaftsprüfer ppa. Peter Hillebrand, Wirtschaftsprüfer |
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